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Title:
MACHINE FOR DISPLACING GRINDSTONES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1999/040263
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a machine for displacing grindstones with a milling cutter (28, 30). The inventive machine is laterally guided along a grindstone, in a displacement direction, and removes a layer of material from the grindstone through milling every time it passes the grindstone. The material removed by milling drops upon a conveying device (88) used to deposit the material in an area offset from the milled grindstone. The milling cutter has two side rotating milling heads (28, 30) whose rotation axis (34, 36) extends substantially in the displacement direction or forms an acute angle relative to the displacement direction.

Inventors:
Doppstadt, Werner (Voßnacker Strasse 67, Velbert, D-42555, DE)
Application Number:
PCT/EP1998/000580
Publication Date:
August 12, 1999
Filing Date:
February 04, 1998
Export Citation:
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Assignee:
Doppstadt, Werner (Voßnacker Strasse 67, Velbert, D-42555, DE)
International Classes:
C05F17/02; E02F3/00; E02F3/20; E02F5/12; E02F5/22; E02F7/02; E02F; (IPC1-7): E02F3/20; E02F5/12; E02F5/22; E02F7/02
Foreign References:
GB2269410A
US1696216A
US4258486A
US4109336A
US2032911A
EP0080802A1
US3043035A
Attorney, Agent or Firm:
WEISSE & WOLGAST (Bökenbusch 41, Velbert, D-42555, DE)
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Description:
Maschine zum Umsetzen von Mieten Technisches Gebiet Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Umsetzen von Mieten mit einer Fräseinrichtung, die in einer Fahrtrichtung seitlich längs einer Miete geführt wird und durch welche bei jedem Durchgang eine Materialschicht von der Miete abfräsbar ist, und mit einer Fördervorrichtung, auf welche das abgefräste Material fallt, zur Deponierung des Materials an einer gegenüber der abgefrästen Miete versetzten Stelle.

Speziell betrifft die Erfindung das Umsetzen von Mieten aus biologischem Abfall wie Ast-und Strauchwerk oder Biomüll.

Stand der Technik Biologischer Abfall wird in Mieten aufgeschüttet, um schließlich zu Humus zu verrotten.

Das sind Mieten von mehreren Metern Höhe, mehreren Metern Breite und häufig Hunderten von Metern Länge. Das verrottbare Material muß von Zeit zu Zeit umgesetzt werden, um der Miete wieder Luftsauerstoff zuzuführen und dadurch den Verrottungs- Vorgang zu fördern. Wenn eine solche Umsetzung nicht erfolgt, wird die Verrottung verzögert. Außerdem bilden sich anaerobe Zonen, in denen eine Verrottung unter starker Geruchsbelästigung erfolgt.

Nach mehrmaligem Umsetzen in Zeitabständen, die von der Art des Materials abhängen, ist das Material in den Mieten weitgehend zu Humus verrottet. Das Material wird dann einer Siebmaschine zugeführt. Dabei werden nicht-verrottete Teile ausgesondert. Es werden weiterhin Kunststoff-Teile oder-Folien abgeschieden. Die nicht-verrotteten Teile werden den neu aufgeschichteten Mieten wieder zugesetzt. Die durchgesiebte, verrottete Erde kann in Säcke abgefüllt und verkauft werden.

Es sind verschiedene Maschinen vorgesehen worden, durch welche dieses Umsetzen der Mieten maschinell vorgenommen werden soll.

Bei einer bekannten Art von Maschinen wird eine z. B. fünf Meter breite Miete von der Stirnseite her aufgenommen. Dazu ist ein Fahrzeug vorgesehen, dessen Rader seitlich von der Miete fahren und welches das Material vorn aufnimmt und über das Fahrzeug hinwegfördert, so daß das Material hinter dem Fahrzeug wieder abgelegt wird. Ein solches Fahrzeug ist sehr aufwendig. Zu beiden Seiten der Miete müssen Freiflächen belassen werden. Das Fahrzeug ist ein Einzweck-Fahrzeug, das für andere Zwecke nicht verwendbar ist.

Bei einer anderen Art von Maschinen wird eine Trommel, die um eine vertikale Umlaufachse umläuft, längs der Miete geführt. Schneidwerkzeuge auf dem Umfang der Trommel lösen dann Schichten von der Miete ab. Das abgelöste Material fallut auf eine Fördervorrichtung und wird an einer gegenüber der ursprünglichen Miete versetzten Stelle als neue Miete wieder abgelegt. Mit solchen Geräten läßt sich jeweils nur eine recht dünne Schicht von der Miete abfräsen. Wenn die Trommel zu weit auf die Miete hin gedrückt wird, dann wird die Reaktionskraft zu groß. Die Maschine wird wieder zurückgedrückt. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Maschine besteht darin, daß durch die Fräs-Trommel Kunststoff-Folien, die sich häufig in dem aufgeschütteten Material befinden, so stark zerkleinert werden, daß sie später nicht mehr von der durch die Verrottung gebildeten Erde getrennt werden können.

Die Lebensdauer der bekannten Maschinen ist stark begrenzt.

Die bekannten Maschinen haben sich in der Praxis nicht bewährt.

Offenbarung der Erfindung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschine zum Umsetzen von Mieten so auszubilden, daß sie einen hohen Duchsatz (umgesetztes Material pro Zeiteinheit) ermöglichen, keinen Zusatzraum zwischen den Mieten notwendig macht und eine hohe Lebensdauer ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Fräsreinrichtung zwei seitlich angeordnete, umlaufende Fräsköpfe aufweist, deren Umlaufachsen im wesentlichen in Fahrtrichtung verlaufen oder mit der Fahrtrichtung einen spitzen Winkel bilden.

Mit den Fräsköpfen wird die Maschine, üblicherweise mittels eines Trägerfahrzeugs, an der Miete entlanggeführt. Dabei schneiden die Fräsköpfe im wesentlichen in Fahrtrichtung in das Material der Miete ein. Der auf die Fräsköpfe wirkende Widerstand wirkt dabei entgegen der Fahrtrichtung, also nicht quer zu Fahrtrichtung. Durch die beiden Fräsköpfe kann bei jedem Durchgang ein breiter, wenigstens dem Radius der Fräsköpfe entsprechender Streifen von der Miete abgefräst werden. Das Abfräsen kann auch quer zur Aufschüttrichtung der Mieten erfolgen. Die Fräsköpfe können sehr robust ausgebildet werden und sind in Längsrichtung ihrer Achsen beansprucht. Damit ist eine lange Lebensdauer gewährleistet.

Bei einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung sind die Fräsköpfe scheiben-oder tellerförmig. Dabei können die Fräsköpfe jeweils einen in Fahrtrichtung gewölbten Teller bilden, der auf seiner Vorderseite mit Fräskörpem versehen ist. Zweckmäßigerweise sind die Fräsköpfe kegelstumpfförmig. Die Fräsköpfe sind übereinander angeordnet. Eine durch die Umlaufachsen der Fräsköpfe verlaufende Ebene ist in Richtung auf die Miete hin um einen Winkel geneigt, der ein Einbrechen Miete in der Fräsebene verhindert. Die Fräsköpfe sind auf einem von der Miete abgewandten Teil durch eine Haube abgedeckt, durch welche das abgefräste Material auf die Fördervorrichtung geleitet wird. Die Fräsköpfe laufen gleichsinnig um. Die beschriebene Konstruktion gestattet es, daß die Fräsköpfe mit einer Drehzahl von mehr als 100 UpM umlaufen.

Vorteilhafterweise sind Mittel zum Zufiihren von Wasser zu dem auf der Fördervorrichtung geförderten Material vorgesehen.

Die Maschine ist von der Zapfwelle eines Trägerfahrzeugs antreibbar. Das Zugfahrzeug kann dann auch für andere Zwecke eingesetzt werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen Fig. 1 ist eine schematische Seitenansicht einer Maschine zum Umsetzen von Mieten, die an einem Trägerfahrzeug angebracht ist.

Fig. 2 ist eine Vorderansicht der Maschine von links in Fig. 1 gesehen.

Fig. 3 ist eine abgebrochene Draufsicht der Maschine und des Trägerfahrzeugs von Fig. l.

Fig. 4 zeigt schematisch ein Schaufelblatt bei einer Maschine nach Fig. l bis 3.

Fig. 5 zeigt ähnlich wie Fig. 1 eine Seitenansicht der Maschine mit Trägerfahrzeug aber in konstruktiver Darstellung von links in Fig. 7 gesehen.

Fig. 6 zeigt ähnlich wie Fig. 5 eine Seitenansicht der Maschine und des Trägerfahrzeugs im Fahrbetrieb mit hochgezogener Maschine und hochgeschwenktem Förderband. aber von der entgegengesetzten Seite, d. h. von rechts in Fig. 7, her gesehen Fig. 7 zeigt eine Vorderansicht der Maschine und des Trägerfahrzeugs.

Fig. 8 zeigt eine Draufsicht der Maschine und des Trägerfahrzeugs.

Fig. 9 ist eine teilweise auseinandergezogene, perspektivische Darstellung der Gehäuse-Anbauten der Maschine von Fig. l bis 8.

Beschreibung einer bevorzugten Ausführung der Erfindung In Fig. 1 ist mit 10 ein Trägerfahrzeug bezeichnet. Das Trägerfahrzeug ist ein schwerer Traktor mit einer um 180° schwenkbaren Fahrerkabine 12. Im Betrieb zum Umsetzen einer Miete fahrt das Trägerfahrzeug nach links in Fig. l. Das Trägerfahrzeug 10 trägt eine Maschine zum Umsetzen von Mieten, die generell mit 14 bezeichnet ist. Die Maschine 14 ist an dem Trägerfahrzeug 10 mittels einer üblichen Dreipunktaufhängung 16 und eines Stoßdämpfers 18 gehaltert. Die Maschine 14 wird von dem Trägerfahrzeug 10 über eine Zapfwelle 20 und eine Gelenkwelle 22 angetrieben. Die Gelenkwelle 22 ist mit einer Eingangswelle 24 eines Getriebes 26 verbunden. Das Getriebe 26 treibt zwei übereinander angeordnete Fräsköpfe 28 und 30.

Die Fräsköpfe sind scheiben-oder tellerförmig mit flach-kegelstumpfförmiger Grundform und nach vorn hin, in Fahrtrichtung gewölbt. Auf der dem Trägerfahrzeug 10 abgewandten, gewölbten Vorderseite tragen die Fräsköpfe Schneidkörper 32. Die Fräsköpfe 28 und 30 sind um horizontale, parallel zur Fahrtrichtung verlaufende Achsen 34 und 36 drehbar. Die Fräsköpfe 28 und 30 werden über das Getriebe 26 gleichsinnig mit hoher Drehzahl von über 100 UpM angetrieben. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, enthält das Getriebe 26 einen ersten Kettentrieb mit einem auf der Eingangswelle 24 sitzenden Kettenrad 40 und einem auf der Welle 42 des unteren Fräskopfes 28 sitzenden Kettenrad 44 von größerem Durchmesser sowie einer endlosen Kette 46. Damit wird der untere Fräskopf 28 untersetzt von der Eingangswelle 24 und damit von der Zapfwelle 20 des Trägerfahrzeuges 10 angetrieben. Die Welle 42 des unteren Fräskopfes 28 ist mit der Welle 48 über einen Kettentrieb 50 gekuppelt. Auf der Welle 42 des unteren Fräskopfes 28 sitzt ein weiteres Kettenrad 52. Das Kettenrad 52 ist mit einem Kettenrad 54, das auf der Welle 48 des oberen Fräskopfes 30 sitzt, über eine Kette 56 verbunden.

Wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, sitzt der obere Fräskopf 30 in Fahrtrichtung etwas vor dem unteren Fräskopf 28. Wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, sind die beiden Fräsköpfe 28 und 30 seitlich von dem Trägerfahrzeug 10 angeordnet. Der obere Fräskopf 30 steht dabei etwas weiter zur Seite vor als der untere Fräskopf 28.

Eine Haube 60 erstreckt sich auf der Innenseite teilweise über die Fräsköpfe 28 und 30.

Die Haube 60 sitzt auf einem Chassis 62. Das Chassis 62 trägt auch das Getriebe 26 mit den Fräsköpfen 28 und 30. Das Chassis 62 ist über Federn 63 auf Stützrollen 64 abgestützt. Das Chassis 62 ist über die Dreipunktaufhängung 16 an dem Trägerfahrzeug 10 angebracht. Dabei ist die Maschine hydraulisch auf dem Trägerfahrzeug 10 abgestützt, so daß der überwiegende Teil des Maschinengewichts von den Rädern des Trägerfahrzeugs 10 aufgenommen wird. Die Haube ist nach unten hin offen. Unterhalb der Haube 60 erstreckt sich ein Förderband 66. Das Förderband 66 erstreckt sich von dem Chassis 62 schräg nach oben quer zur Fahrtrichtung und zu der den Fräsköpfen abgewandten Seite der Maschine 14 hin. Am äußeren Ende des Förderbandes 66 ist eine nach unten offene Prallhaube 68 angebracht.

Wie in Fig. 2 angedeutet ist, ist ein Teil 70 des Förderbandes 66 für Transportzwecke um eine Achse 72 nach oben einschwenkbar.

An dem Trägerfahrzeug 10 ist ein Führungsglied 74 über die Unterlenker der Dreipunktaufhängung quer zur Fahrtrichtung gehaltert. Die Maschine ist mit einer Führung verschiebbar an dem Führungsglied 74 geführt. Durch einen Stellmotor ist die Maschine an dem Führungsglied 74 relativ zu dem Trägerfahrzeug 10 aus einer Betriebsposition mit seitlich vorstehenden Fräsköpfen 28 und 30 (Fig. 3) in eine eingezogene Fahrposition verschiebbar, in welcher sich die Fräsköpfe 28 und 30 innerhalb eines für Fahrbetrieb zulässigen Profils befinden. Dabei ist das Führungsglied 74 ein Rohr, auf welchem die Maschine mit die Führung bildenden, um das Rohr greifenden Ansätzen 76 und 78 geführt ist. In dem Rohr ist ein hydraulischer Stellzylinder angeordnet, der in Fig. 3 durch einen Doppelpfeil 80 angedeutet ist. Der Stellzylinder 80 greift über einen Mitnehmer 82 durch einen Längsschlitz des Rohres hindurch an der verschiebbaren Maschine an.

Unterhalb der Fräsköpfe 28 und 30 ist ein über den Boden geführtes Schaufelblatt 84 zur Aufnahme von heruntergefallenem Material angeordnet. Das Schaufelblatt 84 erstreckt sich mit einer Ablaufkante 86 (Fig. 4) über die Fördervorrichtung 66, so daß aufgenommenes Material auf die Fördervorrichtung 66 geschoben wird.

Zu diesem Zweck weist die Vorderkante 88 des Schaufelblatts 84 einen ersten, vorderen Abschnitt 90 im Bereich des oberen Fräskopfes 30 auf, der mit der Fahrtrichtung 92 einen stumpfen Winkel a bildet, einen zweiten, hinteren Abschnitt 94 im Bereich des unteren Fräskopfes 28, der ebenfalls mit der Fahrtrichtung 92 einen stumpfen Winkel bildet, und einen den ersten und den zweiten Abschnitt 90 bzw. 94 verbindenden dritten, mittleren Abschnitt 96. Das Schaufelblatt 84 weist eine Ablaufkante 86 (Fig. 4) auf, die sich parallel zur Fahrtrichtung 92 über die Fördervorrichtung 66 erstreckt. Das Schaufelblatt 84 ist, wie in Fig. 4 angedeutet, so gekrümmt, daß es aufgenommenes Material zu der Ablaufkante 86 leitet. Die Vorderkante 88 ist in einem Bereich 98 (Fig. 4) angeschärft.

Fig. 9 zeigt in perspektivischer, teilweise auseinandergezogener Darstellung den Gehäuseaufbau der Maschine.

Das Gehäuse 104 umfaßt ein Getriebegehäuse 106 und die Haube 60. In dem Getriebegehäuse 106 sind das Kettenrad 40, die gleichachsigen Kettenräder 44 und 52 und das Kettenrad 54 gelagert. Die Kettenräder 44 und 52 und das Kettenrad 54 sitzen suf den Wellen 42 und 48 der Fräsköpfe 28 bzw. 30. Das Kettenrad 40 ist in Lagern im Getriebegehäuse 106 gelagert. Die Lager der Wellen 42 und 48 sitzen in Lagerschilden 110 bzw. 112. Die Lagerschilde 110 bzw 112 schließen unter Zwischenlage von Dichtungen 114 bzw. 116 Durchbrüche wie 118 in dem Lagergehäuse 104 ab. Das Getriebe ist durch Wartungsöffnungen wie 120 zugänglich, die durch lösbare Platten 122 bzw. 124 unter Zwischenlage von Dichtungen 126 bzw 128 verschlossen sind.

An dem Getriebegehäuse 104 sind die Ansätze 76 und 78 angebracht.

An das Schaufelblatt 84 sind an der Vorderkante 88 angeschärfte Leisten 130 und 132 angeschraubt. Die Leisten stellen Verschleißteile dar und können leicht ausgetauscht werden.

Die beschriebene Maschine arbeitet wie folgt : Das Trägerfahrzeug 10 fahrt an einer zu versetzenden Miete entlang. Dabei fräsen die Fräsköpfe 28 und 30 einen breiten Streifen von der Miete 100 ab, dessen Breite in der Größenordnung des Radius der Fräsköpfe 28 und 30 liegt. Das abgefräste Material wird von den mit hoher Drehzahl umlaufenden Fräsköpfen 28 und 30 gegen die Haube 60 geschleudert und fallut auf das Förderband 66. Das Förderband 66 transportiert das Material quer zur Fahrtrichtung und legt es an einer gegenüber der ursprünglichen Miete 100 versetzten Stelle ab, wie in Fig. 2 durch die gestrichelte Linie 102 angedeutet ist.

Dabei wird das Material wieder mit Luft durchmischt. Außerdem kann über einen Schlauch, der von einer Schlauchtrommel 104 abgewickelt wird, Wasser von einem stationären Anschluß auf eine Leitung 106 gegeben werden, über welche das Material auf dem Förderband 66 besprüht wird. Das ist in den Zeichnungen nicht dargestellt.

Durch die Fräsköpfe 28 und 30 wird die Miete 100 bis zu einer Fräsebene 108 abgefräst, die parallel zu einer durch die Umlaufachsen der Fräsköpfe 28 und 30 gehenden Ebene verläuft. Dadurch, daß der obere Fräskopf 30 gegenüber dem unteren Fräskopf 28 nach außen, d. h. zu der Miete 100 hin vorsteht, ist diese Ebene etwas nach außen geneigt.

Dementsprechend ist auch die Fräsebene 108, von rechts in Fig. 2 gesehen, etwas nach hinten geneigt. Das verhindert, daß das Material in der Fräsebene einbrechen kann, wie das bei einer senkrechten Fräsebene der Fall sein könnte. Im gleichen Sinn wirkt die Tatsache, daß der obere Fräskopf 30 gegenüber dem unteren Fräskopf 28 in Fahrtrichtung vorsteht. Es wird erst das Material oben abgenommen und auf das Förderband 66 geschleudert und dann erst das Material der darunterliegenden Schichten.

Das Schaufelblatt 84 nimmt heruntergefallenes Material auf und leitet dieses Material über die Ablaufkante 86 und die Fördervorrichtung 66 ebenfalls auf die neu aufgeschüttete Miete 102. Dadurch wird verhindert, daß sich auf dem Boden eine bleibende Grundschicht von heruntergefallenem Material bildet, die anaerob verrotten und zu Geruchsbelästigung führen kann. Dadurch, daß das Gewicht der Maschine von etwa 40 kN überwiegend auf den Rädern des Trägerfahrzeugs abgestützt ist und die Stützrollen das Restgewicht von wenigen kN aufnehmen, wird sichergestellt, daß das Schaufelblatt 84 nicht mit seiner angeschärften Vorderkante in den Boden, z. B. Asphalt, einschneidet.

Die Maschine kann gegenüber dem Trägerfahrzeug so verfahren werden, daß sich die Fräsköpfe 28 und 30 innerhalb des für Fahrbetrieb auf der Straße zulässigen Seitenprofils befinden. Nach Einschwenken der Fördervorrichtung 66 und Drehen der Fahrerkabine 12 kann dann das Trägerfahrzeug 10 mit der daran aufgehängten Maschine auf der Straße fahren.

Die im Betrieb auf die Fräsköpfe 28 und 30 wirkenden Reaktionskräfte wirken entgegen der Fahrtrichtung. Diese Reaktionskräfte können daher die Maschine und das Trägerfahrzeug 10 nicht von der Miete wegdrücken. Es wird bei jedem Durchgang ein relativ breiter Streifen von der Miete abgefräst. Das ergibt einen hohen Durchsatz. Die beschriebenen Fräsköpfe 28 und 30 zerreißen im Material enthaltene Kunststoff-Folien nicht in so kleine Teile, daß ein Abtrennen derselben bei dem abschließenden Siebvorgang nicht möglich wäre. Die Maschine gestattet ein Abfräsen des Materials von der Stirnfläche einer breiten Miete. Es brauchen keine breiten Zwischenräume zwischen langgestreckten, dachförmigen Mieten für den Durchgang der Maschine und des Trägerfahrzeugs freigelassen zu werden. Dadurch wird eine bessere Ausnutzung der verfügbaren Bodenfläche gewährleistet.

Patentansprüche 1. Maschine zum Umsetzen von Mieten mit einer Fräseinrichtung (28,30), die in einer Fahrtrichtung seitlich längs einer Miete geführt wird und durch welche bei jedem Durchgang eine Materialschicht von der Miete abfräsbar ist, und mit einer Fördervorrichtung (66), auf welche das abgefräste Material fällt, zur Deponierung des Materials an einer gegenüber der abgefrästen Miete versetzten Stelle dadurch gekennzeichnet, daß die Fräsreinrichtung zwei seitlich angeordnete, umlaufende Fräsköpfe (28,30) aufweist, deren Umlaufachsen (34,36) im wesentlichen in Fahrtrichtung verlaufen oder mit der Fahrtrichtung einen spitzen Winkel bilden.

2. Maschine nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräsköpfe (28,30) scheiben-oder tellerförmig sind.

3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräsköpfe (28,30) jeweils einen in Fahrtrichtung gewölbten Teller bilden, der auf seiner Vorderseite mit Fräskörpem (32) versehen ist.

4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräsköpfe (28,30) kegelstumpfförmig sind.

5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräsköpfe (28,30) übereinander angeordnet sind.

6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine durch die Umlaufachsen (34,36) der Fräsköpfe (28,30) verlaufende Ebene in Richtung auf die Miete hin um einen Winkel geneigt ist, der ein Einbrechen der Miete in der Fräsebene (76) verhindert.

7. Maschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der obere der beiden Fräsköpfe (30) gegenüber dem unteren Fräskopf (28) entgegen der Fahrtrichtung versetzt ist.

8. Maschine nach einem der Ansprüche l bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräsköpfe (28,30) auf einem von der Miete abgewandten Teil durch eine Haube (60) abgedeckt sind, durch welche das abgefräste Material auf die Fördervorrichtung (66) geleitet wird.

9. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräsköpfe (28,30) gleichsinnig umlaufen.

10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräsköpfe (28,30) mit einer Drehzahl von mehr als 100 UpM umlaufen.

11. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch Mittel zum Zuführen von Wasser zu dem auf der Fördervorrichtung geförderten Material.

12. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschine als eine antriebslose Einheit ausgebildet ist, die an einem Trägerfahrzeug (10) gehaltert und von der Zapfwelle (20) des Trägerfahrzeugs (10) antreibbar ist.

13. Maschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß (a) an dem Trägerfahrzeug (10) ein Führungsglied (74) quer zur Fahrtrichtung gehaltert ist, (b) die Maschine mit einer Führung verschiebbar an dem Führungsglied (74) geführt ist und (c) ein Stellmotor (80) vorgesehen ist, durch welchen die Maschine an dem Führungsglied relativ zu dem Trägerfahrzeug aus einer Betriebsposition mit seitlich vorstehenden Fräsköpfen (28,30) in eine eingezogene Fahrposition verschiebbar sind, in welcher sich die Fräsköpfe (28,30) innerhalb eines für Fahrbetrieb zulässigen Profils befinden.

14. Maschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß (a) das Führungsglied (74) ein Rohr ist, auf welchem die Maschine mit um das Rohr greifenden Ansätzen (76,78) geführt ist, (b) in dem Rohr ein hydraulischer Stellzylinder (80) angeordnet ist und (c) der Stellzylinder (80) durch einen Längsschlitz des Rohres hindurch an der verschiebbaren Maschine angreift.

15. Maschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung (66) zu Transportzwecken einschwenkbar ist.

16. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Fräsköpfe (28,30) ein über den Boden geführtes Schaufelblatt (84) zu Aufnahme von heruntergefallenem Material angeordnet ist 17. Maschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaufelblatt (84) sich mit einer Ablaufkante (86) über die Fördervorrichtung (66) erstreckt, so daß aufgenommenes Material auf die Fördervorrichtung (66) geschoben wird.

18. Maschine nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschine hydraulisch auf dem Trägerfahrzeug (10) abgestützt ist, so daß der überwiegende Teil des Maschinengewichts von den Rädern des Trägerfahrzeugs (10) aufgenommen wird.

19. Maschine nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß an der Maschine auf dem Boden laufende Stützrollen (64) vorgesehen sind, durch welche das Restgewicht der Maschine aufgenommen wird.

20. Maschine nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschine über Federn (63) auf den Stützrollen (64) abgestützt ist.

21. Maschine nach den Ansprüchen 7 und 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderkante (88) des Schaufelblattes (84) entsprechend dem Längsversatz der Fräsköpfe (28,30) gestuft ist.

22. Maschine nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderkante (88) des Schaufelblattes (84) angeschärft ist.

23. Maschine nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderkante (88) des Schaufelblatts (84) einen ersten, vorderen Abschnitt (90) im Bereich des oberen Fräskopfes (30) aufweist, der mit der Fahrtrichtung (92) einen stumpfen Winkel (a) bildet, einen zweiten, hinteren Abschnitt (94) im Bereich des unteren Fräskopfes (28), wobei dieser Abschnitt (94) ebenfalls mit der Fahrtrichtung (92) einen stumpfen Winkel bildet, und einen den ersten und den zweiten Abschnitt (90,94) verbindenden dritten, mittleren Abschnitt (96).

24. Maschine nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß (a) das Schaufelblatt (84) eine Ablaufkante (86) aufweist, die sich parallel zur Fahrtrichtung (92) über die Fördervorrichtung (66) erstreckt, und (b) das Schaufelblatt (84) so gekrümmt ist, daß es aufgenommenes Material zu der Ablaufkante (86) leitet.