| Patentansprüche : 1. Maschinengestell für eine Schlagschneidevorrichtung, wobei das Maschinengestell (1) aufweist: einen Werkzeugstützblock (4), einen Ständer (2) für eine Antriebseinheit, insbesondere für eine Beschleunigungseinheit der Schlagschneidevorrichtung, und zumindest eine Verbindungseinrichtung (8, 8', 8", 8'") zur dämpfenden Verbindung des Werkzeugstützblocks (4) mit dem Ständer (2). 2. Maschinengestell nach Anspruch 1, wobei der Werkzeugstützblock (4) seitlich vom Ständer (2) angeordnet und eine Seitenfläche (3) des Ständers mit dem Werkzeugstützblock (4) verbunden ist. 3. Maschinengestell nach Anspruch 1 oder 2, wobei eine Verbindungsachse (B) der zumindest einen Verbindungseinrichtung (8, 8', 8", 8'") senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht zur Seitenfläche (3) des Ständers (2) verläuft. 4. Maschinengestell nach Anspruch 1, wobei der Ständer (2) auf dem Werkzeugstützblock (4) angeordnet und eine Unterseite des Ständers mit dem Werkzeugstützblock (4) verbunden ist. 5. Maschinengestell nach Anspruch 4, wobei eine Verbindungsachse der Verbindungseinrichtung (8, 8', 8", 8'") senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht zu einer Werkzeuglagerfläche (5) des Werkzeugstützblocks (4) liegt. 6. Maschinengestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mittels der zumindest einen Verbindungseinrichtung (8, 8', 8", 8"') der Werkzeugstützblock (4) vom Ständer (2) schwingungsentkoppelt oder im Wesentlichen schwingungsentkoppelt ist. 7. Maschinengestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Werkzeugstützblock (4) und der Ständer (2) nicht-metallisch miteinander verbunden und/oder gekoppelt sind, insbesondere nicht miteinander verschweißt sind. 8. Maschinengestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zumindest eine Verbindungseinrichtung (8, 8', 8", 8'") zumindest einen Bolzen (22) aufweist, der durch eine Öffnung im Ständer (2) mit dem Werkzeugstützblock (4) verbunden ist. 9. Maschinengestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zumindest eine Verbiiiduπgseixuichtuiig (8, 8', 8", 8'") mit dem Werkzeugstützblock (4) oder dem Ständer (2) kraft-, form- und/oder stoffschlüssig verbunden ist. 10. Maschinengestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verbindungseinrichtung zumindest ein Gegenhaltelement aufweist, insbesondere zumindest eine Beilagscheibe (14, 14', 14", 14"'). 11. Maschinengestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verbindungseinrichtung (8, 8', 8", 8'") zumindest ein erstes Dämpfungselement (10) aufweist, das zwischen oder im Wesentlichen zwischen Werkzeugstützblock (4) und Ständer (2) angeordnet ist. 12. Maschinengestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich das zumindest eine erste Dämpfungselement (10) und/oder sich zumindest ein zweites Dämpfungselement (12) auf eine vom Werkzeugstützblock (4) abgewandte Seite des Ständers (2) erstreckt. 13. Maschinengestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich das zumindest eine erste Dämpfungselement (10) und/oder das zumindest eine zweite Dämpfungselement (12) zumindest teilweise entlang eines Umfangs der zumindest einen Verbindungseinrichtung (8, 8', 8", 8'") erstreckt, insbesondere einen Bolzen (22) der Verbindungseinrichtung (8, 8', 8", 8'") ummantelt. 14. Maschinengestell nach einem der Ansprüche 11, 12 oder 13, wobei ein Dämpfungselement (10, 12) aus einem elastischen Material, insbesondere einem gummiartigen Material, ausgebildet ist. 15. Maschinengestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Werkzeugstützblock (4) auf einer Grundplatte (6) lagert oder eine Grundplatte aufweist, insbesondere starr mit der Grundplatte verbunden ist. 16. Maschinengestell nach Anspruch 15, wobei der Ständer (2) auf der Grundplatte (6) schwingungsentkoppelt oder im Wesentlichen schwingungsentkoppelt gelagert ist. 17. Maschinengestell nach Anspruch 15 oder 16, wobei zwischen der Grundplatte (6) und dem Ständer (2) zumindest eine weitere dämpfende Verbindungseinrichtung angeordnet ist. 18. Maschinengestell nach Anspruch 17, wobei die zumindest eine weitere Verbindungseinrichtung zumindest eine Tellerfeder, ein Dämpfungskissen, insbesondere aus Metall, und/oder ein Federelement aufweist. 19. Schlagschneidevorrichtung mit einem Maschinengestell (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 18. |
Die Erfindung betrifft ein Maschinengestell für eine Schlagschneidevorrichtung und eine Schlagschneidevorrichtung mit einem solchen Maschinengestell.
Bei der Bearbeitung von Werkstücken mit einer Schlagschneidemaschine fängt bei jedem Trennschlag u.a. das Maschinengestell der Schlagschneidemaschine die nicht zum Trennen umgesetzte, überschüssige Impulsenergie zumindest teilweise auf. Die hohe Schlagwiederholung und die kurzzeitige, schlagartige Krafteinwirkung jedes Trennschlags bewirkt eine hohe Belastung des Materials und insbesondere der Verbindungsstellen, z.B. der Schweißnähte, des Maschinengestells. Zudem wird das Maschinengestell aufgrund der durch den Trennschlag verursachten Vibrationen und Schwingungen, die sich im Maschinengestell ausbreiten, hohen Belastungen ausgesetzt, die die Lebensdauer des Maschinengestells verringern. Aus der EP 1 601 484 Bl ist eine Schlagschneidevorrichtung bekannt, die eine Entkopplung zwischen einer Beschleunigungseinheit auf einem Ständer des Maschinengestells und einem Schlagelement während eines Trennschlages vorsieht. Die vorliegende Erfindung ist eine Weiterentwicklung der Schlagschneide Vorrichtung der EP 1 601 484 Bl.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Maschinengestell für eine Schlagschneidevorrichtung, bzw. eine Schlagschneidevorrichtung mit einem solchen Maschinengestell, vorzusehen, das weiter verbesserte Standzeiten und hohe Zuverlässigkeit bei häufiger Schlagwiederholung aufweist.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. 19 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprächε.
Gemäß Anspruch 1 wird ein Maschinengestell für eine Schlagschneidevorrichtung bereitgestellt mit einem Werkzeugstützblock, einem Ständer für eine Antriebseinheit und zumindest einer Verbindungseinrichtung zur dämpfenden Verbindung des Werkzeugstützblocks mit dem Ständer. Die Antriebseinheit kann vorteilhaft eine Beschleunigungseinheit der Schlagschneidevorrichtung sein.
Mittels der Verbindungseinrichtung wird die Schwingungsübertragung von
Werkzeugstützblock auf den Ständer (oder umgekehrt) verringert, d.h. es werden Vibrationen oder Schwingungen abgedämpft bevor sie auf den Ständer übertragen werden können und im Ergebnis der Werkzeugstützblock vom Ständer entkoppelt. Eine solche Entkopplung zwischen Werkzeughalteblock und Ständer ist bei einer Schlagschneidevorrichtung besonders vorteilhaft, da aufgrund der hohen
Schlagwiederholung und der kurzeitigen, hohen Krafteinwirkung jedes Trennschlags eine hohe Belastung des Maschinengestells entsteht.
Insbesondere ist mittels der Verbindungseinrichtung der Werkzeugstützblock vom Ständer schwingungsentkoppelt oder im Wesentlichen schwingungsentkoppelt. Beim
Trennvorgang werden durch Auftreffen eines Schlagelements auf ein auf dem
Werkzeugstützblock lagerndes Werkzeug Vibrationen und Schwingungen erzeugte.
Diese Schwingungen werden durch die dämpfende Verbindungseinrichtung nicht oder nur in geringem Umfang vom Werkzeugstützblock auf den Ständer übertragen. Die Schwingungen werden durch die Verbindungseinrichtung zumindest so weit abgedämpft bzw. abgeschwächt, dass kaum noch Belastungen für den Ständer bzw. das
Maschinengestell auftreten.
Ein Werkzeugstützblock kann ein Matrizenblock sein, d.h. der Block bietet eine Auflage bzw. eine Lagerfläche für eine Schneideinheit zum Aufnehmen und Trennen eines Werkstücks, insbesondere eine Schneideinheit wie in der EP 1 601 484 Bl offenbart.
Eine am Ständer angebrachte Antriebseinheit bzw. Beschleunigungseinheit dient als Antrieb für ein Schlagelement, dass zum Schlagschneiden gegen ein auf dem
Werkzeugstützblock lagerndes Werkzeug (z.B. eine Schneideinheit) beschleunigt wird. Vorzugsweise weist der Ständer eine Längsrichtung auf, die die Schlagrichtung eines Schlagelements, z.B. eines Hammers, festlegt, beispielsweise durch in Längsrichtung des Ständers angebrachte Führungen für das Schlagelement.
Vorzugsweise ist der Werkzeugstützblock seitlich vom Ständer angeordnet und eine Vorderseite bzw. Seitenfläche des Ständers ist mit dem Werkzeugstützblock verbunden. Auf diese Weise bleibt eine Werkzeuglagerfläche des Werkzeugstützblocks frei zugänglich. Beispielsweise kann so die gesamte Oberseite des Werkzeugstützblocks als Auflage für ein Werkzeug verwendet werden.
Bevorzugt ist eine Verbindungsrichtung bzw. eine Verbindungsachse der zumindest einen Verbindungseinrichtung senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht zur Seitenfläche des Ständers ausgerichtet. Das heißt, bei Ausrichtung der Schlagrichtung entlang der Seitenfläche des Ständers, verläuft die Verbindungsachse der Verbindungseinrichtung senkrecht zur Schlagrichtung der Schlagschneidevorrichtung.
Weiter bevorzugt ist der Ständer auf dem Werkzeugstützblock angeordnet und eine Unterseite des Ständers mit dem Werkzeugstützblock mittels der zumindest einen Verbindungseinrichtung verbunden. Insbesondere ist der Ständer auf der Werkzeuglagerfläche des Werkzeugstützblocks angeordnet, wobei bevorzugt die Verbindungsachse der Verbindungseinrichtung senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht zu der Werkzeuglagerfläche verläuft.
Vorzugsweise sind der Werkzeugstützblock und der Ständer nicht-metallisch und/oder nicht starr miteinander verbunden oder gekoppelt. Vorzugsweise nicht miteinander verschweißt oder auf eine andere nicht-dämpfende Weise miteinander verbunden.
Vorzugsweise ist die zumindest eine Verbindungseinrichtung entweder mit dem Werkzeugstützblock oder dem Ständer kraft-, form- und/oder stoffschlüssig verbunden, insbesondere mittels einer Schraub- und/oder Klemmverbindung, das heißt die Verbindungseinrichtung ist nur einseitig fest bzw. starr mit dem Werkzeugstützblock oder dem Ständer verbunden. Vorzugsweise ist einen zweite Seite oder ein zweites Ende der zumindest einen Verbindungseinrichtung mit dem Ständer oder dem Werkzeugstützblock nicht starr verbunden, d.h. flexibel verbunden, insbesondere mit ein Spiel, das relative Bewegungen zwischen Werkzeugstützblock und Ständer ausgleichen kann.
Weiter bevorzugt weist die Verbindungseinrichtung zumindest ein erstes Dämpfungselement auf, das zwischen oder im Wesentlichen zwischen Werkzeugstützblock und Ständer angeordnet ist. Das zumindest eine Dämpfungselement nimmt zumindest einen Teil der auftretenden Schwingungsenergie auf und verhindert, beispielsweise durch das Umwandeln der Energie in Wärme, dass die Schwingungen über die Verbindungseinrichtung vom Werkzeugstützblock auf den Ständer übertragen werden. Dabei bildet das zumindest eine erste Dämpfungselement vorzugsweise einen Abstandshalter zwischen Ständer und Werkzeugstützblock und verhindert damit deren direkten (z.B. metallischen) Kontakt. Das zumindest eine Dämpfungselement kann derart ausgestaltet sein, dass es sich über die gesamte Fläche zwischen Werkzeugstützblock und Ständer erstreckt oder sich nur über einen Teil der Fläche erstreckt.
Vorzugsweise erstreckt sich das zumindest eine erste Dämpfungselement und/oder zumindest ein zweites Dämpfungselement auf eine vom Werkzeugstützblock abgewandte Seite oder Innenfläche des Ständers. Wenn beispielsweise die Verbindungseinrichtung eine Beilagscheibe zum Gegenhalten der Verbindungseinrichtung gegen den Ständer aufweist, liegt das Dämpfungselement oder ein Teil desselben zwischen dem Ständer und der Beilagscheibe. Dadurch wird der direkte (metallische) Kontakt zwischen Ständer und Beilagscheibe verhindert und Schwingungen/Vibrationen zwischen denselben gedämpft, wodurch die Entkopplung des Ständers vom Werkzeugstützblock weiter verbessert wird.
Weiter bevorzugt erstreckt sich das zumindest eine erste Dämpfungselement und/oder das zumindest eine zweite Dämpfungselement zumindest teilweise entlang eines Umfangs der zumindest einen Verbindungseinrichtung. Beispielsweise weist die
Verbindungseinrichtung einen mit elastischem Material ummantelten Zapfen oder Bolzen auf.
Vorzugsweise ist zumindest eines der vorgehend beschriebenen Dämpfungselemente aus einem elastischen Material ausgebildet, beispielsweise einem gummiartigen Material, oder ist ein Dämpfungskissen aus Metall.
Vorzugsweise ist der Werkzeugstützblock auf einer Grundplatte gelagert oder weist eine Grundplatte auf. Weiter bevorzugt ist der Ständer auf einer Grundplatte schwingungsentkoppelt gelagert, wobei vorzugsweise zwischen der Grundplatte und dem Ständer zumindest eine weitere dämpfende Verbindungseinrichtung mit weiteren Dämpfungselementen angeordnet ist. Auf diese Weise werden Schwingungen oder Vibrationen von der Grundplatte bzw. dem Werkzeugstützblock nicht auf den Ständer, oder umgekehrt, übertragen, sondern von der weiteren Verbindungseinrichtung bzw. deren Dämpfungselementen abgedämpft. Um eine Übertragung von Schwingungen auf einen Untergrund (Werkshallenboden) zu verringern, und um damit die Lärmbelastung der Umgebung ebenfalls zu verringern, können zusätzliche Dämpfungselemente, z.B. Metalldämpfer, zwischen Grundplatte und Untergrund angeordnet werden.
Vorzugsweise weist die zumindest eine weitere Verbindungseinrichtung zwischen Ständer und Grundplatte zumindest eine Tellerfeder, ein Dämpfungskissen, insbesondere aus Metall, und/oder ein Federelement auf. Insbesondere weist das Maschinengestell dämpfende Fußelemente auf, um die Schwingungsübertragung auf einen Untergrund des Maschinegestells weiter zu verringern.
Gemäß Anspruch 19 wird eine Schlagschneidevorrichtung mit einem wie zuvor beschriebenen Maschinengestell beansprucht.
Anhand der Figuren wird eine Ausführungsform der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die Seitenansicht eines Maschinengestells;
Fig. 2 die Detailansicht einer Verbindungseinrichtung von Fig. 1 ;
Fig. 2a die Detailansicht eines Elements der Verbindungseinrichtung von Fig. 2; und
Fig. 3 die Rückansicht des Maschinengestells von Fig. 1.
Fig. 1 zeigt ein Maschinengestell 1 gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung in Seitenansicht. Ein Stützblock 4 (Matrizenstützblock oder Amboss) ist seitlich mit einem Ständer 2 des Maschinengestells 1 verbunden. Die Schlagrichtung A einer Beschleunigungseinheit für einen Hammer (nicht dargestellt) ist mit einem Pfeil dargestellt und liegt senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht zu einer Oberseite 5 bzw. Werkzeuglagerfläche des Stützblocks 4. Mittels Verbindungseinrichtungen 8, 8', 8", 8"' (siehe Fig. 3) ist eine Verbindung zwischen einer Seitenfläche 3 des Ständers 2 mit dem Stützblock 4 hergestellt. Der Stützblock 4 ist auf einer Grundplatte 6 angeordnet und fest, d. h. starr bzw. nicht dämpfend, mit der Grundplatte 6 verbunden. Aus der Masse der Grundplatte 6 und des Stützblocks 4 ergibt sich das sogenannte Amboss-Gewicht. Der Ständer 2 des Maschinεngεstεlls ist mit der Grundplatte 6 mittels weiterer dämpfender Verbindungseinrichtungen mit weiteren
Dämpfungselementen 20, 21 verbunden. Dadurch werden Vibrationen und Schwingungen der Grundplatte 6 bzw. des Stützblocks 4 während des Betriebes der Schlagschneidemaschine nicht oder im Wesentlichen nicht auf den Ständer 2 übertragen. Auf den Stützblock 4 ausgeübte Stöße bzw. Schwingungen dürfen nicht auf den Ständer 2 übertragen werden, da dadurch Anbauteile am Ständer 2, wie z.B. Motoren, Gebersysteme und Sensoren, Schaden nehmen würden. Die Geräusch- bzw. Lärmentwicklung, die sich insbesondere aus der hohen Schlagwiederholung und den hohen Impulsen der Trennschläge ergibt, wird durch die weiteren Verbindungseinrichtung mit den weiteren Dämpfungselementen 20, 21 deutlich verringert. Zwischen Grundplatte 6 und Untergrund sind Metalldämpfer 30 angeordnet, um Schwingungen vom Untergrund fernzuhalten und damit die Lärmbelästigung zu verringern.
Das Maschinengestell 1 , insbesondere der Stützblock 4, weist eine hohe Masse auf, urn trotz der hohen Impulseinwirkung und der hohen Schlagwiederholung einen ruhigen Stand des Maschinengestells 1 zu gewährleisten. Das Gewicht des Stützblocks 4 beträgt mindestens 1 Tonne, vorzugsweise mindestens 3 oder 5 Tonnen.
Fig. 2 zeigt eine Detailansicht einer der Verbindungseinrichtungen 8 von Fig. 1 bzw. Fig. 3. Die Verbindungseinrichtung 8 weist einen Bolzen 22 auf, der durch eine Öffnung in der Vorderwand 3 bzw. Seitenwand des Ständers 2 bis in den Stützblock 4 hineinreicht. Der Bolzen 22 ist am Stützblock 4 formschlüssig mit einem quer zur Verbindungsrichtung B liegenden Stift bzw. Splint 24 befestigt bzw. gesichert. Messungen zeigen, dass sich bei einem Trennschlag ein Versatz zwischen Ständer 2 und Stützblock 4 von etwa 0,1-0,2 mm ergibt. Des Weiteren weist die Verbindungseinrichtung 8 ein zwischen dem Stützblock 4 und dem Ständer 2 angeordnetes Dämpfungselement 10 bzw. Dämpfungskissen auf, das zusätzlich zu seinen Dämpfungseigenschaften als Abstandshalter zwischen Stützblock 4 und Ständer 2 dient und so deren direkten (metallischen) Kontakt verhindert. Des Weiteren weist die Verbindungseinrichtung 8 eine Beilagscheibe 14 und eine Mutter 16 auf, mittels derer mit Hilfe des Bolzens 22 der Ständers 2 bzw. die Seitenwand 3 gegen den Stützblock 4 gepresst wird. Zwischen der Beilagscheibe 14 und dem Ständer 2 ist ein zweites
Dämpfungselement 12 angeordnet, das Schwingungen abdämpft, die über den Bolzen 22 und die Beilagscheibe 14 vom Stützblock 4 auf den Ständer 2 übertragen werden können.
Des Weiteren weist die Verbindungseinrichtung 8 ein Zentrierelement 18 auf, das am Innenumfang der Öffnung in der Seitenwand 3 angeordnet ist und eine seitliche Zentrierung (senkrecht zur Schlagrichtung A) des Ständers 2 zum Stützblock 4 gewährleistet. Wie in Fig. 2a dargestellt weist das Zentrierelement 18 ein Langloch in Schlagrichtung A auf, um in dieser (Dämpfungs-)Richtung einen Spielraum für den Bolzen 22 zu schaffen. Senkrecht zur Schlagrichtung A erhält das Zentrierelement 18 durch genaue Passung die Position des Bolzens 22 und damit des Stützblocks 4, da seitliche Bewegung Ungenauigkeiten am getrennten Werkstück verursachen würde. Die Verbindungseinrichtung 8 weist zudem Gleitscheiben 26, 28 auf, die zwischen Stützblock 4 und Ständer 2 bzw. Ständer 2 und Beilagscheibe 14 angeordnet sind. Bei einer Bewegung des Stützblocks/der Beilagscheibe gegen den Ständer 2 wird durch die Gleitscheiben 26, 28 Reibung und Abrieb zwischen den Bauteilen verhindert bzw. minimiert. Des weiteren hält das Zentrierelement 18 die Dämpfungselemente 10, 12 und Gleitscheiben 26, 28 auf ihrer Position. Bei Vorsehen von mehreren Verbindungseinrichtungen 8 ist bei einem Teil der Verbindungseinrichtungεn das Zentrierelement mit einer Bohrung (nicht dargestellt) versehen, die größer ist als der Durchmesser des Bolzens 22, um eine Überbestimmung zu vermeiden. Durch das oben beschriebene Spiel des Zentrierelements (Langloch bzw. größere Bohrung) in Bezug auf den Bolzen 22 wird verhindert, dass durch den oben beschriebenen Versatz während eines Trennschlags der Bolzen 22 von der Innenkante der Öffnung der Seitenwand 3 beschädigt wird.
Fig. 3 zeigt die Rückansicht des Maschinengestells von Fig. 1. Es werden vier
Verbindungseinrichtungen 8, 8', 8", 8'" bereitgestellt, um den Stützblock 4 einerseits stabil mit dem Ständer 2 zu verbinden und andererseits eine wie oben beschriebene dämpfende Verbindung bereitzustellen. Insbesondere weisen beispielsweise die Verbindungseinrichtungen 8, 8' ein Zentrierelement 18 mit der oben beschriebenen seitlichen Führung des Bolzens 22 auf, wobei die verbleibenden
Verbindungseinrichtungen 8", 8'" eine größere Bohrung aufweisen, um eine Überbestimmung zu vermeiden. Die weiteren Verbindungseinrichtungen, die den Ständer 2 mit der Grundplatte 6 verbinden, weisen ein durchgehendes Dämpfungselement 21 auf, d.h. das Dämpfungselement 21 bedeckt die gesamte Kontaktfläche zwischen Ständer 2 und Grundplatte 6. Die weiteren Dämpfungselemente
20, 20', 20" sind unter Beilagscheiben des Weiteren Verbindungseinrichtungen angeordnet.
Mittels der Verbindungseinrichtungεn 8, 8', 8", 8'" wird der Stützblock 4 vorn Ständer 2 und durch die weitere dämpfende Verbindungseinrichtung der Ständer 2 von der
Grundplatte 6 schwingungsentkoppelt oder im Wesentlichen schwingungsentkoppelt. Aus dieser Entkopplung ergibt sich eine höhere Lebensdauer des Maschinengestells und Wartungszeiten und Wartungsarbeiten am Maschinengestell und einer Schlagschneidemaschine mit einem solchen Maschinengestell sind stark reduziert, woraus sich wiederum Kosteneinsparungen ergeben.
Bezugszeichenliste
1 Maschinengestell
2 Ständer
3 Vorderwand
4 Stützblock
5 Oberseite
6 Grundplatte
8, 8 t Q U
» O , 8'" Verbindungseinrichtung
10 erstes Dämpfungselement
12 zweites Dämpfungselement
14, 14', 14", 14'" Beilagscheibe
16 Mutter
18 Zentrierelement
20, 20', 20", 21 weitere Dämpfungselemente
22 Bolzen
24 Splint
26, 28 Gleitscheiben
30 Metalldämpfer
A Schlagrichtung B Verbindungsachse
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