GEORGI, Jan (Kurt-Georg-Kiesinger-Str. 20, Schweinfurt, 97422, DE)
SCHAEFFLER KG (Georg-Schäfer-Straße 30, Schweinfurt, 97421, DE)
WALTER, Hartmut (Minami Aoyama Dai-ichi Mansions #1002, 5-1-10 Minami Aoyama Minato-K, Tokyo Tokyo, 107-0062, JP)
GEORGI, Jan (Kurt-Georg-Kiesinger-Str. 20, Schweinfurt, 97422, DE)
| Patentansprüche 1. Verfahren zur Überwachung des Zustands eines Fanglagers (14) einer Maschine (12), wobei vom Fanglager (14) eine Ro- torwelle (1) der Maschine (12) bei Ausfall eines Magnetlagers (6) der Maschine (12) aufgefangen wird, wobei das Fanglager (14) einen Außenring (3) und ein gegenüber dem Außenring (3) rotierbar angeordneten Innenring (2) aufweist, wobei das Magnetlager (6) ausgeschaltet wird, wobei die Rotorwelle (1) mit einem definierten Bewegungsablauf rotierend bewegt wird, wobei mittels eines Sensors (5) eine physikalische Größe (G) des Fanglagers (14) gemessen wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die physikalische Größe (G) oder eine von der physikalischen Größe abgeleitete Größe mit einer Sollgröße verglichen wird und falls die Abweichung der physikalischen Größe (G) oder der abgeleiteten Größe von der Sollgröße einen Grenzwert überschreitet eine Warnmeldung erzeugt wird. 3. Verfahren nach einem der vorhergehen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Befestigen des Fanglagers (14) in der Maschine (12) um den Außenring (3) ein Fanglagerträger (4) angeordnet ist, wobei der Sensor (5) an der dem Fangla- gerträger (4) zugewandten Seite des Außenrings (3) angeordnet ist . 4. Verfahren nach einem der vorhergehen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die physikalische Größe (G) in Form der Temperatur des Fanglagers (14) oder in Form einer zwischen Außenring (3) und dem Fanglagerträger (4) auftretenden Kraft (F) oder in Form von Schwingungen des Fanglagers (14) oder in Form eines zwischen Außenring (3) und dem Fanglagerträger (4) auftretenden Drucks vorliegt. 5. Verfahren nach einem der vorhergehen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (5) zwischen Außenring (3) und Fanglagerträger (4) angeordnet ist. 6. Verfahren nach einem der vorhergehen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (5) flach ausgebildet und in eine Folie (29) eingebettet oder auf einer Folie (29) ange- ordnet ist. 7. Verfahren nach einem der vorhergehen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Befestigen des Fanglagers (14) in der Maschine (12) um den Außenring (3) ein Fanglagerträger (4) angeordnet ist, wobei der Außenring (3) an seiner dem Fanglagerträger (4) zugewanden Seite eine Aussparung (13) aufweist in der zumindest ein Teil des Sensors (5) angeordnet ist . 8. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die physikalische Größe (G) in Form des Abstands (d) zwischen Außenring (3) und Innenring (2) vorliegt. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Sensors (5) im Inneren des Außenrings (3) angeordnet ist. 10. Verfahren nach einem der vorhergehen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Außenring (3) und Innenring (2) Wälzkörper (27) angeordnet sind oder dass der Innenring (2) direkt im Außenring (3) gleitet. 11. Verfahren nach einem der vorhergehen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die physikalische Größe (G) über eine Datenverbindung (10,19,20) an einen von der Maschine (12) entfernt angeordneten Rechner (11) übertragen wird. 12. Verfahren nach einem der vorhergehen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine (12) als Elektromotor oder Generator oder Kompressor oder Verdichter oder als Turbine ausgebildet ist. 13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine (12) als Windkraftgenerator ausgebildet ist. 14. Maschine, wobei die Maschine (12) ein Magnetlager (6) und ein Fanglager (14) aufweist, wobei das Fanglager (14) eine Rotorwelle (1) der Maschine (12) bei Ausfall des Magnetlagers (6) auffängt, wobei das Fanglager (14) einen Außenring (3) und ein gegenüber dem Außenring (3) rotierbar angeordneten Innenring (2) aufweist, wobei das Magnetlager (6) aus- schaltbar ist, wobei die Rotorwelle (1) bei ausgeschaltetem Magnetlager (6) mit einem definierten Bewegungsablauf rotierend bewegbar ist, wobei die Maschine einen Sensor (5) aufweist von dem eine physikalische Größe (G) des Fanglagers (14) messbar ist. 15. Maschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die physikalische Größe (G) mit einer Sollgröße oder mit einer von der physikalischen Größe (G) abgeleiteten Größe vergleichbar ist und falls die Abweichung der physikalischen Größe (G) oder der abgeleiteten Größe von der Sollgröße einen Grenzwert überschreitet eine Warnmeldung erzeugbar ist. |
Maschine und Verfahren zur Überwachung des Zustands eines Fanglagers einer Maschine
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überwachung des ZuStands eines Fanglagers einer Maschine. Weiterhin betrifft die Erfindung eine diesbezügliche Maschine.
Zur Lagerung der rotierenden Rotorwelle bei einer Maschine werden heutzutage immer öfter Magnetlager zur betriebsmäßigen Lagerung der Rotorwelle eingesetzt, die mit Hilfe magnetischer Felder die rotierende Rotorwelle in einem Schwebezustand halten. Bei Ausfall des Magnetlagers, z.B. infolge ei- nes Stromausfalls, fällt die Rotorwelle in ein Fanglager und wird von diesem aufgefangen. Ein Fanglager dient solchermaßen zum Auffangen der Rotorwelle. Das Fanglager übernimmt bis zu einem vollständigen Anhalten der Rotorwelle temporär die Lagerung der Rotorwelle. Fanglager müssen zum Einen den Stoß beim Absturz der rotierenden Rotorwelle in das Fanglager aushalten und zum Anderen ein sicheres Austrudeln der Rotorwelle in dem Fanglager gewährleisten. Der Lagerring des Fanglagers weist hierzu einen im Vergleich zum Rotorwellendurchmesser geringfügig größeren Innendurchmesser auf, so dass die Rotor- welle im Normalbetrieb, d.h. bei aktivem Magnetlager, das
Fanglager nicht berührt. Üblicherweise ist das Fanglager im Bereich des jeweiligen Endes der Rotorwelle im Ständergehäuse der Maschine untergebracht.
Beim Auffangen der Rotorwelle wird das Fanglager erheblichen Belastungen ausgesetzt, die zu einem Verschleiß des Fanglagers führen. Durch den Verschleiß verkürzt sich die Lebensdauer des Fanglagers, wobei im ungünstigsten Fall das Fanglager wegen des großen Verschleißes, der bereits bei einem ein- zelnen Auslauf der Rotorwelle im Fanglager auftreten kann, das Fanglager bereits nach einem einzigen Absturz der Welle in das Fanglager, nicht mehr für einen weiteren Absturz einsatzfähig ist. Die Fanglager sind in der Maschine einge- baut und können in der Regel, ohne Teile der Maschine zu demontieren, dort nicht inspiziert werden. Der optimale Moment zum Austausch eines defekten oder sich verschlechternden Fanglagers ist somit nicht sicher festzustellen. Bisher wurde das Problem durch das Zählen der Abstürze gelöst. Bei Überschreiten einer vordefinierten Anzahl von Abstürzen der Rotorwelle in das Fanglager, z.B. bei fünf Abstürzen, muss das Fanglager dann getauscht werden. Das Fanglager kann aber bereits nach weniger wie fünf Abstürzen verschlissen sein oder aber erheblich mehr Abstürze aushalten. Im ersten Fall kann es zum Ausfall des Fanglagers kommen, im zweiten Fall zu unnötigen und teueren Stillständen der Maschine, um noch nicht defekte oder verschlissene Fanglager zu tauschen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Überwachung des Zustands eines in eine Maschine eingebauten Fanglagers zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Überwachung des Zustands eines Fanglagers einer Maschine, wobei vom Fang- lager eine Rotorwelle der Maschine bei Ausfall eines Magnetlagers der Maschine aufgefangen wird, wobei das Fanglager einen Außenring und ein gegenüber dem Außenring rotierbar angeordneten Innenring aufweist, wobei das Magnetlager ausgeschaltet wird, wobei die Rotorwelle mit einem definierten Be- wegungsablauf rotierend bewegt wird, wobei mittels eines Sensors eine physikalische Größe des Fanglagers gemessen wird.
Weiterhin wird diese Aufgabe gelöst durch eine Maschine, wobei die Maschine ein Magnetlager und ein Fanglager aufweist, wobei das Fanglager eine Rotorwelle der Maschine bei Ausfall des Magnetlagers auffängt, wobei das Fanglager einen Außenring und ein gegenüber dem Außenring rotierbar angeordneten Innenring aufweist, wobei das Magnetlager ausschaltbar ist, wobei die Rotorwelle bei ausgeschaltetem Magnetlager mit ei- nem definierten Bewegungsablauf rotierend bewegbar ist, wobei die Maschine einen Sensor aufweist von dem eine physikalische Größe des Fanglagers messbar ist. Die Erfindung ermöglicht den Zustand eines Fanglagers zu überwachen und zu erkennen, ob das Fanglager wegen zu starken Verschleißes ausgetauscht werden muss.
Vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
Vorteilhafte Ausbildungen des Verfahrens ergeben sich analog zu den vorteilhaften Ausbildungen der Maschine und umgekehrt.
Es erweist sich als vorteilhaft, wenn die physikalische Größe oder eine von der physikalischen Größe abgeleitete Größe mit einer Sollgröße verglichen wird und falls die Abweichung der physikalischen Größe oder der abgeleiteten Größe von der Sollgröße einen Grenzwert überschreitet eine Warnmeldung erzeugt wird. Hierdurch wird das automatische Erkennen eines verschlissenen Fanglagers ermöglicht und z.B. ein Bediener der Maschine oder Wartungspersonal automatisch informiert, wenn das Fanglager verschlissen ist.
Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn zum Befestigen des Fanglagers in der Maschine um den Außenring ein Fanglagerträger angeordnet ist, wobei der Sensor an der dem Fanglagerträger zugewandten Seite des Außenrings angeordnet ist. An dieser Stelle lässt sich die physikalische Größe besonders gut messen.
Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn die physikalische Größe in Form der Temperatur des Fanglagers oder in Form einer zwischen Außenring und dem Fanglagerträger auftretenden Kraft oder in Form von Schwingungen des Fanglagers oder in Form eines zwischen Außenring und dem Fanglagerträger auftretenden Drucks vorliegt. Temperatur, Kraft, Druck oder Schwingungen stellen übliche physikalische Größen eines Fanglagers dar, die sich mit zunehmendem Verschleiß des Fanglagers ändern . Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn der Sensor zwischen Außenring und Fanglagerträger angeordnet ist, da dann die vom Fanglager auf den Fanglagerträger übertragene Kraft besonders gut ermittelt werden kann.
Weiterhin erweist es sich als vorteilhaft, wenn der Sensor flach ausgebildet und in eine Folie eingebettet oder auf einer Folie angeordnet ist, da dann der Sensor auf besonders einfache Art und Weise in die Maschine eingebaut werden kann.
Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn zum Befestigen des Fanglagers in der Maschine um den Außenring ein Fanglagerträger angeordnet ist, wobei der Außenring an seiner dem Fanglagerträger zugewanden Seite eine Aussparung aufweist in der zumindest ein Teil des Sensors angeordnet ist. In der Aussparung kann der Sensor auf besonders einfache Art und Weise angeordnet werden.
Weiterhin erweist es sich als vorteilhaft, wenn die physika- lische Größe in Form des Abstands zwischen Außenring und Innenring vorliegt. Der Abstand zwischen Außenring und Innenring stellt eine übliche physikalische Größe eines Fanglagers dar, die sich mit zunehmendem Verschleiß des Fanglagers ändert.
In diesem Zusammenhang erweist es sich als vorteilhaft, wenn zumindest Teil des Sensors im Inneren des Außenrings angeordnet ist. Im Inneren des Außenrings kann der Sensor auf besonders einfache Art und Weise angeordnet werden.
Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn zwischen Außenring und Innenring Wälzkörper angeordnet sind oder wenn der Innenring direkt im Außenring gleitet. Diese Ausbildungen stellen übliche Ausbildungen des Fanglagers dar.
Weiterhin erweist es sich als vorteilhaft, wenn die physikalische Größe über eine Datenverbindung an einen von der Ma- schine entfernt angeordneten Rechner übertragen wird. Hierdurch wird eine Fernüberwachung des Fanglagers ermöglicht.
Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn die physikali- sehe Größe mit einer Sollgröße oder mit einer von der physikalischen Größe abgeleiteten Größe vergleichbar ist und falls die Abweichung der physikalischen Größe oder der abgeleiteten Größe von der Sollgröße einen Grenzwert überschreitet eine Warnmeldung erzeugbar ist. Hierdurch wird das automatische Erkennen eines verschlissenen Fanglagers ermöglicht und z.B. ein Bediener der Maschine oder Wartungspersonal automatisch informiert, wenn das Fanglager verschlissen ist.
Die Maschine kann z.B. als Elektromotor oder Generator oder Kompressor oder Verdichter oder als Turbine ausgebildet sein. Die Maschine kann insbesondere als Windkraftgenerator ausgebildet sein.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dar- gestellt und werden im Folgenden näher erläutert. Dabei zeigen :
FIG 1 eine schematisierte Darstellung einer erfindungsgemäßen Maschine mit einem Fanglager,
FIG 2 eine Schnittansicht des Fanglagers und des Lagerträgers im Rahmen eines Ausführungsbeispiels der Erfindung,
FIG 3 eine Schnittansicht des Fanglagers und des Lagerträgers im Rahmen eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung,
FIG 4 ein Fanglager und ein Fanglagerträger im Rahmen ei- nes weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung,
FIG 5 ein Ablaufdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens, FIG 6 eine erste Ausbildung der Sensorfolie,
FIG 7 eine zweite Ausbildung der Sensorfolie,
FIG 8 ein Fanglager und ein Fanglagerträger im Rahmen eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung und
FIG 9 eine schematisierte Darstellung einer Ansteuerung der Maschine.
In FIG 1 sind in Form einer schematisierten Darstellung, die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente einer Maschine 12 dargestellt, die im Rahmen des Ausführungsbei- spiels als Elektromotor ausgebildet ist. Andere Elemente der Maschine, wie z.B. Läuferjoch etc. sind der Übersichtlichkeit halber und da zum Verständnis der Erfindung unwesentlich nicht in FIG 1 dargestellt. Die Maschine 12 weist eine rotierbar angeordnete, mittels eines Magnetlagers 6 gelagerte Rotorwelle 1 auf, die im Betrieb der Maschine 12 um eine Rotationsachse R rotiert.
Ein Magnetlager 6 hält die Rotorwelle 1, mittels eines geregelten Magnetfelds, in einem Luftspalt 21 in Schwebe. Das Magnetlager weist hiezu als wesentliche Elemente Spulen zur Erzeugung des Magnetfelds auf.
Neben dem Magnetlager 6 weist die Maschine 12 ein Fanglager 14 auf, das bei einem Ausfall des Magnetlagers 6 die Rotor- welle 1 auffängt, wenn diese in das Fanglager 14 fällt und die Lagerung der Rotorwelle 1 bis zum Stillstand der Rotorwelle 1 übernimmt. Ein solcher Ausfall des Magnetlagers 6 kann z.B. bei einem Ausfall der Stromversorgung der Maschine 12 und damit des Magnetlagers 6 auftreten.
Das Fanglager 14 weist einen Außenring 3 und einen gegenüber dem Außenring 3 rotierbar angeordneten Innenring 2 auf. Zum Befestigen des Fanglagers 14 in der Maschine 12 ist um den Außenring 3 ein Fanglagerträger 4 angeordnet, wobei im Rahmen des Ausführungsbeispiels der Fanglagerträger 4 ringförmig ausgebildet ist und um die Außenseite des Außenrings 3 angeordnet ist. Zur Befestigung des Fanglagers 14 wird das Fang- lager 14 in den Fanglagerträger 4 eingeführt.
Weiterhin weist die Maschine 12 ein ruhendes Maschinengehäuse 28 auf, an das der Fanglagerträger 4 befestigt ist, wobei die Befestigung zwischen Fanglagerträger 4 und dem Maschinenge- häuse 28 der Übersichtlichkeit halber in FIG 1 nicht dargestellt ist.
Zwischen dem Innenring 2 und der Rotorwelle 1 ist ein Luftspalt 22 angeordnet, der etwas breiter ist als der Luftspalt 21. Bei einem angeschalteten und ordnungsgemäß funktionierenden Magnetlager 6 hat der Innenring 2 des Fanglagers 14 somit keine Berührung mit der Rotorwelle 1. Bei einem Versagen des Magnetlagers 6, z.B. infolge eines Stromausfalls, fällt die Rotorwelle 1 in das Fanglager 14 hinein und es kommt zu einem mechanischen Kontakt zwischen dem Innenring 2 und der im Betrieb der Maschine 12 rotierenden, insbesondere schnell rotierenden Rotorwelle 1, was oftmals zu einem schnellen Verschleiß des Fanglagers 14 führt.
Zur Steuerung und Regelung des Magnetlagers 6 weist die Maschine 12 eine Steuereinrichtung 7 auf, die über elektrische Leitungen 8 und elektrische Leitungen 9, die im Rahmen der schematisierten Darstellung in FIG 1 als Striche dargestellt sind, mit dem Magnetlager 6 verbunden ist. Die Steuereinrich- tung 7 regelt das vom Magnetlager 6 erzeugte Magnetfeld derart, dass die Rotorwelle 1 im Luftspalt 21 vom Magnetfeld in Schwebe gehalten wird. Die Steuereinrichtung 7 enthält die hiezu notwendigen Steuerungs- und Regelungsfunktionalitäten. Weiterhin enthält die die Steuereinrichtung 7 Stromrichter zur Ansteuerung des Magnetlagers 6. Die zur Messung des Abstands zwischen Magnetlager 6 und Rotorwelle 1 für die Regelung des Magnetfelds notwendigen Messeinrichtungen und Rückführzweige zur Steuereinrichtung 7 sind der Übersichtlichkeit halber und da zum Verständnis der Erfindung unwesentlich in FIG 1 nicht dargestellt.
Erfindungsgemäß weist die Maschine 12 einen Sensor 5 auf, der eine physikalische Größe G des Fanglagers misst. Die gemessene physikalische Größe G wird dabei im Rahmen des Ausführungsbeispiels von der Steuereinrichtung 7 eingelesen. Die physikalische Größe kann z.B. in Form der Temperatur des Fanglagers oder in Form einer zwischen dem Außenring 3 des Fanglagers 14 und dem Fanglagerträger 4 auftretenden Kraft F oder in Form von Schwingungen des Fanglagers oder in Form eines zwischen Außenring und dem Fanglagerträger auftretenden Drucks oder in Form des Abstands zwischen Außenring und Innenring vorliegen. Solchermaßen kann der Sensor z.B. als Tem- peratursensor zur Messung der Temperatur des Fanglagers oder als Kraftsensor zur Messung der zwischen Außenring und Fanglagerträger auftretenden Kraft F oder als Schwingungssensor zur Messung von Schwingungen des Fanglagers oder als Drucksensor zur Messung des zwischen Außenring und Fanglagerträger auftretenden Drucks oder als Wegsensor zur Messung des Abstands zwischen Außenring und Innenring vorliegen. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels gemäß FIG 1 ist der Sensor 5 dabei als Kraftsensor ausgebildet und misst die zwischen Außenring 3 und dem Fanglagerträger 4 auftretende Kraft F. Der Sensor 5 ist zwischen Fanglagerträger 4 und Außenring 3 angeordnet.
Der Sensor 5 ist solchermaßen im Kraftfluss des Fanglagers 14 zum Fanglagerträger 4 angeordnet.
Im Rahmen des Ausführungsbeispiels gemäß FIG 1 ist dabei, wie in FIG 6 und FIG 7 dargestellt, der Sensor 5 flach ausgebildet und in eine Folie 29 eingebettet (siehe FIG 6) oder auf einer Folie (siehe FIG 7) angeordnet. Der Sensor 5 bildet solchermaßen zusammen mit der Folie 29 eine sogenannte Sensorfolie. Der Sensor 5 misst im Rahmen des Ausführungsbei- spiels die Kraft F. Die Sensorfolie ist dabei in der Darstellung gemäß FIG 1 der Übersichtlichkeit halber nicht maßstabgetreu, sondern wesentlich dicker gegenüber der Realität dargestellt. Die gemessene Kraft F wird dann, wie schon oben be- schrieben, im Rahmen des Ausführungsbeispiels von der Steuereinrichtung 7 eingelesen. Die Sensorfolie könnte aber auch, bei entsprechender Ausbildung des Sensors, z.B. die Temperatur, die Schwingungen oder den Druck messen, wobei auch un- terschiedliche Sensoren zur Messung unterschiedlicher physikalischer Größen (z.B. Temperatursensor und Kraftsensor) in eine gemeinsame Folie eingebettet oder auf einer gemeinsamen Folie angeordnet sein können.
In FIG 2 ist eine Schnittansicht des Fanglagers und des Lagerträgers 4 dargestellt, wobei in FIG 2 gleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind wie in FIG 1. Bei der Ausbildung der Erfindung gemäß FIG 1 und FIG 2 gleitet der Innenring 2 direkt im Außenring 3. Das Fanglager ist sol- chermaßen als Gleitlager ausgebildet.
Die in FIG 3 dargestellte Ausführungsform entspricht im Grundaufbau im Wesentlichen der vorstehend in FIG 1 und FIG 2 beschriebenen Ausführungsform. Gleiche Elemente sind daher in FIG 3 mit den gleichen Bezugszeichen versehen wie in FIG 1 und FIG 2. Der einzige wesentliche Unterschied besteht darin, dass bei der Ausführungsform gemäß FIG 3 zwischen Außenring 3 und Innenring 2 Wälzkörper 27 angeordnet sind, die im Rahmen des Ausführungsbeispiels in Form von Kugeln ausgebildet sind. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels gemäß FIG 3 ist das Fanglager solchermaßen als Wälzlager ausgebildet.
In FIG 4 ist im Rahmen einer schematisierten Darstellung eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt, die im We- sentlichen der Ausführungsform gemäß FIG 3 entspricht, wobei gleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind wie in FIG 3. Der einzige wesentliche Unterschied gegenüber der Ausführungsform gemäß FIG 3 besteht darin, dass der Sensor 5 nicht in Form einer Sensorfolie ausgebildet ist, son- dern als konventioneller Kraftsensor. An seiner dem Fanglagerträger 4 zugewandten Seite weist der Außenring 3 eine Aussparung 13 auf, in der zumindest ein Teil des Sensors 5 angeordnet ist. Der Sensor 5 ist dabei an seiner Oberseite am Fanglagerträger 4 und an seiner Unterseite am Außenring 3 angeordnet. Solchermaßen ist der Sensor 5 zwischen Außenring 3 und Fanglagerträger 4 angeordnet und misst die zwischen Außenring und dem Fanglagerträger 4 auftretende Kraft F. Der Sensor 5 kann aber z.B. auch als Temperatursensor zur Messung der Temperatur des Fanglagers oder als Schwingungssensor zur Messung von Schwingungen des Fanglagers ausgebildet sein oder als Drucksensor zur Messung des zwischen Außenring und Fanglagerträger auftretenden Drucks vorliegen. Bei einer Ausbil- düng des Sensors 5 als Temperatursensor oder als Schwingungssensor ist der Sensor 5 vorzugsweise vollständig in der Aussparung 13 angeordnet, d.h. er steht nicht über die Aussparung 5 hinaus, wie in FIG 4 gezeichnet. Es sei dabei angemerkt, dass selbstverständlich aber auch bei dieser Ausfüh- rungsform der Sensor als Sensorfolie ausgebildet sein kann, wobei zumindest ein Teil des Sensors der Sensorfolie oder die Sensorfolie vollständig in der Aussparung 13 angeordnet sein kann .
In FIG 8 ist im Rahmen einer schematisierten Darstellung eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt, die im Wesentlichen der Ausführungsform gemäß FIG 3 entspricht, wobei gleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind wie in FIG 3. Der einzige wesentliche Unterschied gegenüber der Ausführungsform gemäß FIG 3 besteht darin, dass der Sensor 5 nicht in Form einer Sensorfolie ausgebildet ist, sondern als konventioneller Wegsensor zur Messung des Abstands d zwischen Außenring 3 und Innenring 2. Der Außenring 3 weist im Rahmen dieses Ausführungsbeispiels an seiner Innenseite eine Aussparung 13' auf, wobei im Rahmen des Ausführungsbeispiel ein Teil des Sensor 5 in der Aussparung 13' angeordnet ist und ein Teil des Sensors 5 im Inneren des Außenrings 3 angeordnet ist. Der Sensor 5 kann jedoch auch vollständig im Inneren des Außenrings 3 angeordnet sein. Der im Rahmen die- ses Ausführungsbeispiels als Wegsensor ausgebildete Sensor 5 kann jedoch auch an einer anderen Stelle angeordnet sein. Die Leitungen, die zur Übertragung der physikalischen Größe vom Sensor 5 wegführen, werden vorzugsweise durch den Fanglagerträger 4 hindurchgeführt, was der Übersichtlichkeit halber in den Figuren nicht dargestellt ist. Selbstverständlich kann auch bei einer Ausbildung des Fanglagers als Gleitlager gemäß FIG 1 und FIG 2 der Außenring 3 analog zur Ausführungsform der Erfindung gemäß FIG 4 und FIG 8 eine Aussparung aufweisen, in der zumindest ein Teil des Sensors 5 oder der Sensor 5 vollständig angeordnet ist.
In FIG 5 ist das erfindungsgemäße Verfahren zur Überwachung des Zustands des Fanglagers in Form eines Ablaufdiagramms dargestellt. Dabei wird bei der Durchführung des Verfahrens in einem ersten Schritt 15 das Magnetlager 6 ausgeschaltet, danach in einem zweiten Schritt 16 die Rotorwelle 1 mit einem definierten Bewegungsablauf rotierend bewegt, wobei mittels des Sensors 5 eine physikalische Größe G des Fanglagers 14 gemessen und gespeichert wird, wonach in einem dritten Schritt 17 die gemessene physikalische Größe mit einer SoIl- große verglichen und gegebenenfalls in einem vierten Schritt 18 eine Warnmeldung erzeugt wird, falls die Abweichung der gemessenen physikalischen Größe G von der Sollgröße einen Grenzwert überschreitet. Die Durchführung des Verfahrens wird im Folgenden näher erläutert. In einem ersten Schritt 15 wird das Magnetlager 6 vorzugsweise bei stillstehender Rotorwelle 1 ausgeschaltet. Das Ausschalten des Magnetlagers 6 wird im Rahmen des Ausführungsbeispiels von der Steuereinrichtung 7 durchgeführt. Daraufhin fällt die Rotorwelle 1 in das Fanglager 14 und wird von diesem aufgefangen. Anschließend wird in einem Schritt 16 die Rotorwelle 1 mit einem definierten Bewegungsablauf rotierend bewegt. Ein solcher definierter Bewegungsablauf kann z.B. darin bestehen, dass die Rotorwelle 1 langsam mit einer vorgegebenen konstanten Drehzahl über einen bestimmten Zeitraum im Fanglager 14 rotiert. Die Rotorwelle wird hierzu entsprechend von der Maschine 12 angetrieben, was von einer übergeordneten Steuerung 23 (siehe FIG 1 und FIG 9), die z.B. in Form der numerischen Steuerung der Maschine 12 ausgebildet sein kann, gesteuert wird. Die übergeordnete Steuerung 23 steuert hierzu, wie schematisiert in FIG 9 dargestellt, über eine Antriebseinrichtung 30, die eine Regeleinrichtung und einen zu Energieversorgung der Maschine 12 benötigen Stromrichter umfasst, die im Rahmen des Ausfüh- rungsbeispiels als Elektromotor ausgebildete Maschine 1, an. Die Antriebseinrichtung 30 ist über elektrische Leitungen 31, die schematisiert in Form eines Strichs dargestellt sind, mit der Maschine 1 verbunden. Zur Regelung der Drehzahl der Rotorwelle 1 wird der Antriebseinrichtung 30 von einer in die Maschine 12 integrierten Messeinrichtung der Drehwinkel W der Rotorwelle 1 übermittelt. Die Drehzahl mit der sich die die Rotorwelle 1 drehen soll, wird dabei dem Antriebsgerät 30 von der übergeordneten Steuerung 23 über eine Datenverbindung 32 (z.B. Datenbus) vorgegeben.
Während der Durchführung des definierten Bewegungsablaufs wird im Schritt 16 (siehe FIG 5) eine physikalische Größe, wie z.B. die Temperatur des Fanglagers oder die zwischen Außenring und dem Fanglagerträger auftretende Kraft F oder die Schwingungen des Fanglagers oder der zwischen Außenring und dem Fanglagerträger auftretende Druck oder der Abstand zwischen Außenring und Innenring gemessen und gespeichert, wobei die Speicherung der physikalischen Größe vorzugsweise in der Steuereinrichtung 7 erfolgt.
Die gemessene physikalische Größe kann anschließend z.B. von einem Bediener vor Ort an der Maschine ausgelesen und ausgewertet werden. Der zeitliche Verlauf der physikalischen Größe kann hierzu z.B. in Form eines Diagramms auf einer Bedienein- richtung 24 der Maschine dargestellt werden. Die Bedieneinrichtung 24 ist hierzu über die übergeordnete Steuerung 23 mit der Steuereinrichtung 7 zur Übertragung von Daten verbunden, was durch die Pfeile 25 und 26 dargestellt ist. Die physikalische Größe, die in Form von zeitlich aufeinanderfolgen- den Messwerten vorliegt, wird von der Steuereinrichtung 7 an die Bedieneinrichtung 24 übermittelt und dort von einem Bediener ausgewertet. Der Sensor übermittelt hierzu, Vorzugs- weise in konstanten Zeitintervallen, die Messwerte an die Steuereinrichtung 7.
Alternativ oder zusätzlich hierzu ist im Rahmen des Ausfüh- rungsbeispiels die Steuereinrichtung 7 über das Internet 10 und/oder z.B. über ein Bussystem mit einem von der Maschine 12 entfernt angeordneten Rechner 11 zur Übertragung von Daten verbunden, was durch zwei Pfeile 19 und 20 in FIG 1 dargestellt ist. Das Internet oder ein Bussystem sind dabei Bei- spiele für typische Datenverbindungen. Die physikalische Größe, d.h. genauer ausgedrückt die Messwerte, können hierzu von der Steuereinrichtung 7 an den Rechner 11 übertragen werden und dort z.B. von Wartungspersonal ausgewertet werden. Alternativ, anstatt direkt die Daten von der Steuereinrichtung 7 über das Internet 10 an den Rechner 11 zu übermitteln, können diese auch zunächst über die Verbindung 25 von der Steuereinrichtung 7 an die übergeordnete Steuerung 23 übermittelt werden und von dort über z.B. das Internet 10, an den Rechner 11 übertragen werden, was in FIG 1 mittels eines gestrichelt ge- zeichneten Pfeils dargestellt ist.
Zusätzlich kann jedoch auch eine automatische Auswertung der gemessenen physikalischen Größe in der Steuereinrichtung 7, oder in der übergeordneten Steuerung 23 oder im Rechner 11 durchgeführt werden. Hierzu wird in einen Schritt 17 die gemessene physikalische Größe, die in Form von zeitlich aufeinanderfolgenden Messwerten vorliegt, mit einer Sollgröße verglichen und falls die Abweichung von gemessener physikalischer Größe und Sollgröße einen Grenzwert überschreitet, wird in einem Schritt 18 eine Warnmeldung erzeugt. Die physikalische Größe liegt hierbei in der Regel, wie schon beschrieben, in Form von zeitlich aufeinanderfolgenden gemessenen Messwerten vor. Die Sollgröße kann z.B. ermittelt werden, indem bei einem neu eingebauten Fanglager bei ausgeschaltetem Magnetla- ger die Rotorwelle 1 mit dem definiertem Bewegungsablauf rotierend bewegt wird und hierbei die physikalische Größe gemessen und als Sollgröße abgespeichert wird. Die Sollgröße liegt somit in der Regel in Form von zeitlich aufeinanderfol- genden, vorzugsweise durch einmalige Messung, ermittelten Sollwerten vor.
Falls die Abweichung von gemessener physikalischer Größe und Sollgröße einen Grenzwert überschreitet, wird in einem
Schritt 18, je nach dem, wo die Auswertung realisiert ist, von der übergeordneten Steuerung 23 oder der Steuereinrichtung 7 oder dem Rechner 11 eine Warnmeldung erzeugt. Die Abweichung kann z.B. bestimmt werden indem der Betrag der Dif- ferenz der Messwerte zu den Sollwerten ermittelt wird. Durch die Warnmeldung wird dem Bediener vor Ort und/oder von der Maschine entferntes Wartungspersonal ein stark verschlissenes Fanglager, das ausgetauscht werden muss, gemeldet. Die gemessene physikalische Größe und die Sollgröße liegen dabei, wie schon gesagt, in der Regel in Form von zeitlichen Verläufen vor. Der Verschleiß eines Fanglagers wirkt sich im Allgemeinen z.B. dahingehend aus, dass während dem definierten Bewegungsablauf die Temperatur des Fanglagers schneller ansteigt und/oder höhere Temperaturwerte erreicht werden, als bei ei- nem unverschlissenen Fanglager. Weiterhin sind in der Regel bei einem verschlissenen Fanglager gegenüber einem unverschlissenen Fanglager, bei Durchführung des definierten Bewegungsablaufs, die gemessene Kraft und der gemessene Druck, welche zwischen Außenring des Fanglagers und dem Fanglager- träger auftritt und/oder der Abstand zwischen Außenring und Innenring, verändert und/oder es treten ungewöhnliche oder stärkere Schwingungen des Fanglagers auf. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels wird dabei als physikalische Größe die vom Sensor 5 gemessene Kraft F wie oben beschrieben ausgewertet und gegebenenfalls eine Warnmeldung erzeugt.
Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass selbstverständlich zur Messung der physikalischen Größe die Maschine nicht nur einen einzelnen, sondern auch mehrere Sensoren, die die phy- sikalische Größe z.B. an unterschiedlichen Stellen und/oder in unterschiedliche Richtungen (z.B. im Falle einer Kraft oder Schwingungen) messen, aufweisen kann. Die Auswertung kann dann z.B. für jedes Messsignal der Sensoren separat erfolgen .
Weiterhin sei an dieser Stelle angemerkt, dass die zwischen Außenring 3 und dem Fanglagerträger auftretende Kraft nicht nur in radiale Richtung, wie in FIG 1 eingezeichnet wirken kann sondern auch in tangentiale Richtung, d.h. in Richtung der Drehbewegung der Rotorwelle 1. Der Sensor 5 kann auch so ausgebildet sein, dass er die in Richtung der Drehbewegung der Rotorwelle 1 wirkende Kraft misst. Innerhalb der Steuerung 7 kann z.B. eine von der physikalischen Größe abgeleitete Größe ermittelt werden und diese dann mit einer Sollgröße verglichen werden, wobei falls die Abweichung der von der physikalischen Größe abgeleiteten Größe von der Sollgröße ei- nen Grenzwert überschreitet eine Warnmeldung erzeugt wird.
Die von der physikalischen Größe abgeleitete Größe kann z.B. in Form des Drehmoments vorliegen, das aus der in Richtung der Drehbewegung der Rotorwelle 1 wirkenden Kraft und dem Abstand des Sensors zur Rotationsachse R durch Multiplikation der beiden Größen ermittelt wird. Die Sollgröße liegt in diesem Fall entsprechend in Form eines Drehmoments vor. Entsprechend können auch von anderen physikalischen Größen (z.B. Temperatur, Schwingungen) Größen angeleitet werden und zur Auswertung mit einer entsprechenden Sollgröße verglichen wer- den. Weiterhin kann z.B. aus dem gemessenen Abstand d zwischen Außenring 3 und Innenring 2 die Kraft F abgeleitet werden .
Weiterhin sei an dieser Stelle angemerkt, dass selbstver- ständlich die Maschine auch mehrere Sensoren zur Messung von unterschiedlichen physikalischen Größen aufweisen kann. So kann z.B. die Maschine auch gleichzeitig einen Sensor, der die Temperatur des Fanglagers und/oder einen Sensor der die zwischen Außenring und dem Fanglagerträger auftretende Kraft und/oder einen Sensor, der die Schwingungen des Fanglagers und/oder einen Sensor der den zwischen Außenring und dem Fanglagerträger auftretenden Druck und/oder einen Sensor der den Abstand zwischen Außenring und Innenring misst, aufwei- sen. Der jeweilige Sensor kann dabei entsprechend dem Sensor 5, z.B. an der dem Fanglagerträger zugewandten Seite des Außenrings angeordnet sein und insbesondere zumindest zum Teil oder vollständig in der Aussparung 13 des Außenrings 3 und/oder zwischen Außenring und Fanglagerträger und/oder zumindest zum Teil im Inneren des Außenrings 3, anordnet sein. Die gemessenen physikalischen Größen werden dabei vorzugsweise parallel ausgewertet, wobei jede gemessene physikalische Größe, z.B. wie in FIG 5 und der zugehörigen Beschreibung be- schrieben, ausgewertet wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine vorausschauende Instandhaltung. Weiterhin kann durch das erfindungsgemäße Verfahren das Fanglager auch aus der Ferne von Wartungsperso- nal überwacht werden, ohne dass hierzu Wartungspersonal vor Ort an die Maschine gehen muss.
