Eckert, Harald (Jasminweg 4, Meckenbeuren, 88074, DE)
| 1. | Werkzeugmaschinengetriebe, insbesondere Spindelgetriebe, bei dem die Momentenübertragung von der Abtriebswelle des Getriebes auf die Spindel direkt erfolgt, welches eine Drehdurchführung als Übergabeeinrichtung für Kühlflüssigkeiten, Emulsionen, Öle oder Luft zwischen Getriebeabtrieb und Spindel umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehdurchführung (14) in die Spindel (6) integriert ist. |
| 2. | Werkzeugmaschinengetriebe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Drehdurchführung (14) in der Spindel (6) integriert ist. |
| 3. | Werkzeugmaschinengetriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e kennzeichnet, dass die Drehdurchführung (14) zwei Dichtscheiben (17, 18) umfasst, welche als Dichtstelle und als Einrichtung zur Aufnahme von Differenzdrehzahlen dienen, wobei die Dichtscheibe (18) als motorseitige Dichtscheibe und die Dichtscheibe (17) als spindelseitige Dichtscheibe ausgebildet ist. |
| 4. | Werkzeugmaschinengetriebe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Drehdurchführung (14) eine Einrichtung vorgesehen ist, welche die Dichtscheiben (17, 18) zusammendrückt. |
| 5. | Werkzeugmaschinengetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung, welche die Dichtscheiben (17, 18) zusammendrückt, als Feder ausgebildet ist. |
| 6. | Werkzeugmaschinengetriebe nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Drehdurchführung (14) eine Einrichtung vorgesehen ist, über die die Dichtscheiben (17, 18) auseinandergeführt werden, wenn kein Medium fließt. |
| 7. | Werkzeugmaschinengetriebe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung, über die die Dichtscheiben (17, 18) auseinandergeführt werden, als Feder ausgebildet ist. |
| 8. | Werkzeugmaschinengetriebe in Planetenbauweise nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass das Getriebe ein Planetengetriebe umfasst, die motorseitige Dichtscheibe (18) über ein Rohr (15), das Sonnenrad (4) und eine Nabe (19) mit der Motorwelle bzw. Antriebswelle (2) verbunden ist. |
| 9. | Werkzeugmaschinengetriebe in Planetenbauweise nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die spindelseitige Dichtscheibe (17) direkt in der Spindel (6) oder in einem zusätzlichen Verbindungsteil angeordnet ist. |
| 10. | Werkzeugmaschinengetriebe in Planetenbauweise nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse der Drehdurchführung (14) mittels einer Lagerung (20) gelagert ist, welche als Kugel, Wälz, Gleit oder Hydrauliklagerung ausgebildet ist. |
| 11. | Werkzeugmaschinengetriebe in Planetenbauweise nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Drehdurchführung (14) ein Rohr (21) vorgesehen ist, welches zum einen als Lagersitz und zum anderen als Aufnahme für Radialwellendichtringe oder Spaltdichtung dient, die der Abdichtung dienen. |
| 12. | Werkzeugmaschinengetriebe in Planetenbauweise nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehdurchführung (14) ein Rückschlagventil (23) umfasst, welches ein Leerlaufen der Zuführleitung bzw. des Rohres (15) und der Verbindungsleitungen im drucklosen Zustand verhindert. |
| 13. | Werkzeugmaschinengetriebe in Planetenbauweise nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückschlagventil (23) im drucklosen Zustand mittels einer Feder gehalten wird. |
| 14. | Werkzeugmaschinengetriebe in Planetenbauweise nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Abtriebswelle (3) mit der Spindel (6) über eine starre Buchse (16), die über eine Innenverzahnung in entsprechende Außenverzahnungen von Abtriebswelle (3) und Spindel (6) eingreift, über Passfedern oder über eine form oder kraftschlüssige Kupplung erfolgt. |
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Werkzeugmaschinengetriebe, insbesondere ein Spindelgetriebe gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus dem Stand der Technik sind derartige Werkzeugmaschinengetriebe bekannt. Sie umfassen in der Regel ein zweistufiges Planetengetriebe und eine entsprechende Schalteinrichtung, wie sie z.B. im Rahmen der WO 00/63589 beschrieben ist, so dass zwischen dem Antrieb bzw. der Motorwelle und dem Abtrieb Drehzahldifferenzen in der Übersetzung entstehen. Hierbei erfolgt die Momentübertragung von der Abtriebswelle des Getriebes direkt auf die Spindel, wobei die Spindel vorzugsweise koaxial zur Abtriebswelle angeordnet ist. Bei derartigen Getrieben ist die Abtriebswelle mit der Spindel direkt verbunden; die verdrehfeste Verbindung zwischen Spindel und Abtriebswelle kann form- oder kraftschlüssig erfolgen. Hierbei entsteht die Notwendigkeit einer Übergabeeinrichtung für Kühlflüssigkeiten, Emulsionen, Öle oder Luft zwischen dem Getriebeabtrieb und der Spindel.
Aus der DE 42 20 310 C2 ist eine Arbeitsspindei einer Werkzeugmaschine bekannt, wobei die Spindel und die Lagerung der Spindel im Kopf der Werkzeugmaschine von einem Zwangskühlstrom beeinflusst werden, wobei die Strömungsmenge des Luftstromes proportional zur Drehzahl der Spinde! ist und wobei zur Erzeugung des Luftstromes ein Turbinen- oder Düsenrad vorgesehen ist, welches mit der Spindel in Wirkverbindung steht.
Bei aus dem Stand der Technik bekannten Werkzeugmaschinengetrieben ist vorgeschlagen worden (ältere deutsche Patentanmeldung der Anmelderin DE 102 004 003 685.3), in die Getriebeabtriebswelle eine Drehdurchführung zu integrieren, die als Übergabeeinrichtung für Kühlflüssigkeiten, Emulsionen, Öle oder Luft zwischen Getriebeabtrieb und Spindel dient. Hierbei ist
eine dynamische Dichtstelle zur Aufnahme der Volumenmengen und der daraus resultierenden Drücke vorgesehen. Die Drehdurchführung ist in der Abtriebswelle integriert und umfasst zwei Dichtscheiben, welche als Dichtstelle und als Einrichtung zur Aufnahme voh Differenzdrehzahlen dienen. Die Dichtscheiben können in Abhängigkeit vom Medium, von den entstehenden Drücken und von den Volumenströmen unterschiedliche Werkstoffe enthalten und/oder unterschiedliche Geometrien und Befestigungen aufweisen.
Bei dieser Konstruktion wird durch die Integration der Drehdurchführung in der Abtriebswelle der Schwingwerteinfluß, bedingt durch die ungenaueren Abtriebswellenlager im Gegensatz zur Spindellagerung, in nachteiliger Weise beeinflusst.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Werkzeugmaschinengetriebe, insbesondere ein Spindelgetriebe, anzugeben, bei dem die Momentübertragung von der Abtriebswelle des Getriebes direkt auf die Spindel erfolgt, umfassend eine Drehdurchführung zur Übergabe von Kühlflüssigkeiten, Emulsionen, Öle oder Luft zwischen Getriebeabtrieb und Spindel, bei dem der Schwingwerteinfluß im Vergleich zum Stand der Technik verbessert wird. Des weiteren soll eine einfache Montage gewährleistet werden.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere erfindungsgemäße Ausgestaltungen und Vorteile gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Demnach wird ein Werkzeugmaschinengetriebe, insbesondere ein Spindelgetriebe vorgeschlagen, bei dem die Momentenübertragung von der Abtriebswelle des Getriebes auf die Spindel direkt erfolgt, welches eine Drehdurchführung als Übergabeeinrichtung für Kühlflüssigkeiten, Emulsionen, Öle oder Luft zwischen Getriebeabtrieb und Spindel umfasst, bei dem die Drehdurchführung in die Spindel integriert ist.
Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Drehdurchführung in der Spindel gelagert und umfasst zwei Dichtscheiben, welche als Dichtstelle und als Einrichtung zur Aufnahme von Differenzdrehzahlen dienen. Die Dichtscheiben können gemäß der Erfindung in Abhängigkeit vom Medium, von den entstehenden Drücken und von den Volumenströmen unterschiedliche Werkstoffe enthalten und/oder unterschiedliche Geometrien und Befestigungen aufweisen.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfasst die Drehdurchführung eine Einrichtung, beispielsweise eine Feder oder ein Rückschlagventil, welche die Dichtscheiben zusammendrückt, so dass ein Druckanstieg des Mediums zu keiner bzw. zu einer sehr geringen Leckage führt. Um den Verschleiß der Dichtscheiben zu minimieren, können die zwei Dichtscheiben mittels einer Einrichtung, beispielsweise einer weiteren Feder, auseinandergeführt werden, falls kein Medium fließt.
Die Drehdurchführung ist für den Fall, dass das Getriebe ein Planetengetriebe umfasst, mit der motorseitigen Dichtscheibe über ein Rohr, das Sonnenrad des Planetengetriebes und eine Nabe mit der Motorwelle bzw. Antriebswelle verbunden. Die spindelseitige Dichtscheibe kann direkt in der Spindel oder in einem zusätzlichen Verbindungsteil, beispielsweise in einer Kupplung angeordnet sein.
Im Rahmen einer vorteilhaften Weiterbildung kann in der Drehdurchführung ein Rückschlagventil zum Verhindern des Leerlaufens des Rohres und der Verbindungsleitungen im drucklosen Zustand vorgesehen sein.
Die Drehmomentübergabe von der Abtriebswelle auf die Spindel kann gemäß der Erfindung direkt über eine starre Buchse mit Keilwelle oder Passfedern oder über eine form- oder kraftschlüssige Kupplung erreicht werden.
Die erfindungsgemäße Anordnung der Drehdurchführung in der Spindel hat den Vorteil, dass die Rundlaufgenauigkeit der Spindel wesentlich exakter ist als die der Abtriebswelle. Dies ergibt eine geringere Unwucht durch die Masse der Drehdurchführung, was speziell bei hohen Drehzahlen einen erheb-lichen Vorteil darstellt.
Des weiteren ist es möglich, die Bauteile der Drehdurchführung direkt in die Spindel zu montieren oder diese vormontiert als „Tube" in die Spindel zu montieren, was in dem Vorteil der Vormontage, der Prüfbarkeit und der Eindeutigkeit des Verantwortungsbereiches bei Reklamationen resultiert.
Durch die erfindungsgemäße Konzeption ist die Dichtstelle außerhalb des Getriebes angeordnet, was in dem weiteren Vorteil resultiert, dass Leckagen zugelassen und direkt in einen Tank zurückgeführt werden können.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Figuren beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 einen Schnitt durch ein Werkzeugmaschinengetriebe in Planetenbauweise, umfassend eine in die Spindel integrierte Drehdurchführung gemäß der Erfindung; und
Figur 2 eine vergrößerte Ansicht der Drehdurchführung gemäß Figur 1.
In Figur 1 ist ein Werkzeugmaschinengetriebe 1 dargestellt, welches in aus dem Stand der Technik bekannter Weise eine Antriebswelle 2, eine Abtriebswelle 3 und ein in Kraftflussrichtung zwischen der Antriebswelle und der Abtriebswelle angeordnetes zweistufiges Planetengetriebe umfasst, welches ein mit der Antriebswelle 2 verbundenes Sonnenrad 4, ein in einer Hohlradlage-
rung gelagertes Hohlrad 5 und einen Planetenträger 7 mit Planeten 8 auf-weist, der den Abtrieb des Planetengetriebes bildet.
Die Schalteinheit des Getriebes 1 umfasst einen Hubmagneten 9, welcher über eine Schaltwelle 11 auf eine Schaltgabel 10 wirkt. Die Abtriebswelle 3 ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel mittels Lager 12, 13 gelagert und mit der Spindel 6 über eine starre Buchse 16 verbunden, die über eine Innenverzahnung in entsprechende Außenverzahnungen von Abtriebswelle 3 und Spindel 6 eingreift. Alternativ zu der starren Buchse 16 kann die Verbin-dung zwischen Abtriebswelle 3 und Spindel 6 über eine form- oder kraftschlüssige Kupplung erfolgen.
Gemäß der Erfindung und bezugnehmend auf Figuren 1 und 2 ist in die Spindel 6 eine Drehdurchführung 14 integriert, die als Übergabeeinrichtung für Kühlflüssigkeiten, Emulsionen, Öle oder Luft zwischen Getriebeantrieb 2 und Spindel 6 dient.
Die Drehdurchführung ist in der Spindel 6 gelagert und umfasst zwei Dichtscheiben 17, 18, welche als Dichtstelle und als Einrichtung zur Aufnahme von Differenzdrehzahlen dienen. Hierbei ist die Dichtscheibe 18 als motorseiti- ge Dichtscheibe und die Dichtscheibe 17 als spindelseitige Dichtscheibe ausgebildet.
Die motorseitige Dichtscheibe 18 ist über ein Rohr 15, das Sonnenrad 4 und eine Nabe 19 mit der Motorwelle bzw. Antriebswelle 2 verbunden. Die spindelseitige Dichtscheibe 17 kann direkt in der Spindel 6 oder in einem zusätzlichen Verbindungsteil, beispielsweise in einer Kupplung, angeordnet sein.
Das Gehäuse der Drehdurchführung 14 ist vorzugsweise mittels einer Lagerung 20 gelagert, welche als Kugel-, Wälz-, Gleit- oder Hydrauliklagerung ausgebildet sein kann. Die Lagerabdichtung erfolgt über Spalt- oder Kontaktdichtungen.
Wie außerdem Figur 2 zu entnehmen ist, umfasst die Drehdurchführung 14 ein Rückschlagventil 23, welches ein Leerlaufen der Zuführleitung bzw. des Rohres 15 und der Verbindungsleitungen im drucklosen Zustand verhindert. Das Rückschlagventil 23 kann hierbei im drucklosen Zustand mittels einer Feder gehalten werden.
Das Rückschlagventil dient zum Anpresen der Dichtscheiben.
Im Rahmen weiterer nicht dargestellter Ausführungsformen der Erfindung kann in der Drehdurchführung eine Feder vorgesehen sein, welche die Dichtscheiben zusammendrückt.
Die Feder dient also zum Zurückdrücken des Rückschlagventils und damit zum definierten Abheben der Dichtscheiben. Ohne Feder werden die Dichtscheiben, bedingt durch den Taumelschlag, geringfügig auseinandergedrückt.
Da durch die erfindungsgemäße Anordnung der Dichtstelle außerhalb des Getriebes Leckagen zugelassen sind, ist zumindest ein Leckagerückfluss zu einem Tank (nicht dargestellt) vorgesehen.
Selbstverständlich fällt auch jede konstruktive Ausbildung, insbesondere jede räumliche Anordnung der Bauteile des erfindungsgemäßen Werkzeugmaschinengetriebes und der in die Spindel integrierten Drehdurchführung an sich sowie zueinander und soweit technisch sinnvoll, unter den Schutzumfang der vorliegenden Ansprüche, ohne die Funktion des Werkzeugmaschinengetriebes, wie sie in den Ansprüchen angegeben ist, zu beeinflussen, auch wenn diese Ausbildungen nicht explizit in den Figuren oder in der Beschreibung dargestellt sind.
Bezuαszeichen
1 Werkzeugmaschinengetriebe
2 Antriebswelle, Motorwelle
3 Abtriebswelle
4 Sonnenrad
5 Hohlrad
6 Spindel
7 Planetenträger
8 Planet
9 Hubmagnet
10 Schaltgabel
11 Schaltwelle
12 Lager
13 Lager
14 Drehdurchführung
15 Rohr
16 starre Buchse
17 spindelseitige Dichtscheibe
18 motorseitige Dichtscheibe
19 Nabe
20 Lagerung
21 Rohr
22 O-Ring
23 Rückschlagventil
Next Patent: METHOD FOR MODIFYING A SILICONE RUBBER SURFACE
