| WO/2011/019464 | MACHINE TOOL WITH AUTOMATIC TOOL CHANGER |
| JP08090366 | MACHINE |
| WO/2010/139141 | TRANSVERSE-LONGITUDINAL PERPENDICULAR AUTOMATIC ADJUSTING APPARATUS |
HORN, Wolfgang (Rechberghäuser Weg 2, Göppingen, 73035, DE)
GUNZENHAUSER, Markus (Hauptstrasse 107, Böhmenkirch, 89558, DE)
WAGNER, Mathias (Schönblickstrasse 20, Ditzingen, 71254, DE)
MEIDAR, Moshe Israel (60 East 42nd East Street, Suite 2330New York, New York, 10165, US)
HORN, Wolfgang (Rechberghäuser Weg 2, Göppingen, 73035, DE)
GUNZENHAUSER, Markus (Hauptstrasse 107, Böhmenkirch, 89558, DE)
WAGNER, Mathias (Schönblickstrasse 20, Ditzingen, 71254, DE)
| PAT E N TA N S P R ü C H E
1. Werkzeugmaschinenvorrichtung, umfassend ein Maschinenbett (12; 104) mit mindestens einem Aufnahmeraum (36, 38) zur Aufnahme von bei der Bearbeitung eines Werkstücks entstehenden Spänen und mindestens eine Abführeinrichtung (66) zum Abführen der Späne aus dem Aufnahmeraum (36, 38), dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Abführeinrichtung (66) mindestens eine Fördereinrichtung (68) zum Fördern der Späne aus dem Aufnahmeraum (36, 38) und/oder mindestens eine Spüleinrichtung (96) zum Spülen der Späne aus dem Aufnahmeraum (36, 38) und/oder mindestens eine Absaugeinrichtung (82) zum Absaugen der Späne aus dem Aufnahmeraum (36, 38) umfasst, und dass das Maschinenbett (12; 104) mindestens einen ersten Maschinen- bettabschnitt (58) zur Anordnung der Fördereinrichtung (68), mindestens einen zweiten Maschinenbettabschnitt (60) zur Anordnung der Spüleinrichtung (96) und mindestens einen dritten Maschinenbett- abschnätt (62) zur Anordnung der Absaugeinrichtung (82) umfasst, so dass das Maschinenbett (12; 104) wahlweise mit der Fördereinrichtung (68) und/oder der Spüleinrichtung (96) und/oder der Absaugeinrichtung (82) ausrüstbar ist.
2. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Maschinenbettabschnitt (58) den Aufnahmeraum (36, 38) umfasst.
3. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (36, 38) rinnenförmig ist.
4. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine bodenseitige Begrenzung (52) des Aufnahmeraums (36, 38) gegenüber einer Aufstellebene des Maschinenbetts (12; 104) geneigt ist.
5. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Maschinenbettabschnitt (58) mindestens einen Durchlass (40, 42) umfasst, mittels welchem der Aufnahmeraum (36, 38) mit einer Umgebung der Werkzeugmaschinenvorrichtung (64; 80; 102; 110; 112; 114; 116; 118; 120) verbunden ist.
6. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (68) über den Durchiass (40, 42) in den Aufnahmeraum (36, 38) einführbar ist.
7. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (68) mindestens eine Förderschnecke (70) umfasst.
8. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (68) mindestens ein Förderband (76) umfasst.
9. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens eine Antriebseinrichtung (72) zum Antrieb der Fördereinrichtung (68).
10. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (72) an dem Maschinenbett (12; 104) anordenbar ist.
11. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Maschinenbett- abschnitt (60) mindestens ein Wandelement (46, 48) umfasst, welches den Aufnahmeraum (36, 38) begrenzt,
12. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Wandelements (46, 48) das Maschinenbett (12; 104) versteift ist.
13. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spüleinrichtung (96) mindestens eine Düse (98) zum Einbringen mindestens eines Spülfluids in den Aufnahmeraum (36, 38) umfasst.
14. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Spülfluid eine Flüssigkeit ist.
15. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Spülfluid Druckluft ist.
16. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Maschinenbett- abschnitt (62) den Aufnahmeraum (36, 38) umfasst.
17. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Maschinenbett- abschnitt (62) einen in das Maschinenbett (12; 104) integrierten Zusatzraum (56) umfasst.
18. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch mindestens einen Durchtritt (90) zur Verbindung des Aufnahmeraums (36, 38) und des Zusatzraums (56).
19. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (36, 38) und der Zusatzraum (56) sich in zueinander parallelen Richtungen erstrecken.
20. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (36, 38) bezogen auf die Schwerkraftrichtung oberhalb des Zusatzraums (56) angeordnet ist.
21. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugeinrichtung (82) mindestens ein in den Aufnahmeraum (36, 38) einsetzbares Spanführungselement (84) umfasst.
22. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Spanführungselement (84) trichterförmig ist.
23. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugeinrichtung (82) mindestens eine mit dem Aufnahmeraum (36, 38) in Fluidverbindung stehende Absaugleitung (92) umfasst.
24. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche der Absaugleitung (92) in einer Spanabsaugrichtung (94) gesehen zunimmt.
25. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Maschinenbett (12; 104) aus mindestens einem Gussteii hergestellt ist.
26. Werkzeugmaschine mit einer Werkzeugmaschinenvorrichtung (64; 80; 102; 110; 112; 114; 116; 118; 120) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche.
27. Werkzeugmaschine nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Aufnahmeraum (36, 38) mindestens so lang ist wie ein Arbeitsraum (26) der Werkzeugmaschine (10).
28. Werkzeugmaschine nach Anspruch 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugmaschine (10) eine Mehrzahl von an dem Maschinenbett (12; 104) beweglich geführten Schlitten (20, 24) zur Halterung mindestens eines Werkstücks und/oder mindestens eines Werkzeugs umfasst, dass jedem Schlitten (20, 24) mindestens ein eigener Aufnahmeraum (36, 38) zugeordnet ist und dass jedem Aufnahmeraum (36, 38) mindestens eine eigene Abführeinrichtung (66) zugeordnet ist.
29. Verfahren zur Herstellung einer Werkzeugmaschinenvorrichtung (64; 80; 102; 110; 112; 114; 116; 118; 120), umfassend ein Maschinenbett (12; 104) mit mindestens einem Aufnahmeraum (36, 38) zur Aufnahme von bei der Bearbeitung eines Werkstücks entstehenden Spänen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Fördereinrichtung (68) zum Fördern der Späne aus dem Aufnahmeraum (36, 38), mindestens eine Spüi- einrichtung (96) zum Spülen der Späne aus dem Aufnahmeraum (36, 38) und mindestens eine Absaugeinrichtung (82) zum Absaugen der Späne aus dem Aufnahmeraum (36, 38) bereitgestellt wird, und dass das Maschinenbett (12; 104) wahlweise mit der Fördereinrichtung (68) und/oder der Spüleinrichtung (96) und/oder der Absaugeinrichtung (82) ausgerüstet wird. |
B E S C H R E I B U N G
Werkzeugmaschinenvorrichtung, Werkzeugmaschine und Verfahren zur Herstellung einer Werkzeugmaschinenvorrichtung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschinenvorrichtung, umfassend ein Maschinenbett mit mindestens einem Aufnahmeraum zur Aufnahme von bei der Bearbeitung eines Werkstücks entstehenden Spänen und mindestens eine Abführeinrichtung zum Abführen der Späne aus dem Aufnahmeraum.
Das Maschinenbett einer solchen Werkzeugmaschinenvorrichtung dient zur Anordnung fester oder beweglicher Teile einer Werkzeugmaschine, beispielsweise einer Werkstückträgereinrichtung und/oder einer Werkzeugträgereinrichtung. Der Aufnahmeraum des Maschinenbetts dient zur Aufnahme von bei der Bearbeitung eines Werkstücks entstehenden Spänen. Von dort aus können die Späne mit Hilfe der Abführeinrichtung aus dem Aufnahmeraum abgeführt werden.
Aus der US 4,955,770 ist ein Bett für eine Werkzeugmaschine bekannt, welches eine Lochstruktur umfasst, so dass Späne oder öl von dem Bett von einem Arbeitsbereich in ein Loch fallen können.
Aus der US 5,113,558 ist eine Vorrichtung zum Spülen von Spänen bekannt.
Aus der DE 101 44 028 Al ist ein Maschinengestell in Modulbauweise bekannt.
Aus der DE 100 41 355 Al ist eine Werkzeugmaschine zur spanenden Metallbearbeitung mit einem unter dem Arbeitsbereich angeordneten Entsorgungs-
System für Späne und Flüssigkeiten bekannt. Das Entsorgungssystem umfasst eine Wanne mit einer Querrinne, einen in der Querrinne angeordneten Späneförderer mit einem wendeiförmigen Förderelement, einen Flüssigkeitssammfer an der einen Seitenwand der Wanne und einen an ihrer anderen Seitenwand am Austragsende des Späneförderers angeordneten Späneaustrag. Im Innenraum des wendeiförmigen Fördereiements ist ein langgestrecktes Siebelement angeordnet, dass sich zumindest über eine Teülänge des Förderelements erstreckt und am Ffüssigkeits-Sammler ausmündet,
Aus der DE 295 18 984 Ul ist eine Spänefördereinrichtung zum Ausbringen von bei der spanabhebenden Fertigung eines Werkstücks anfallenden Spänen aus einer spanabhebenden Fertigungsmaschine mit einem in der Fertigungsmaschine integriert angeordneten Förderkanal, der im Arbeitsbereich der Fertigungsmaschine eine Auffangvorrichtung für die anfallenden Späne auf- weist, durch welche die Späne dem Förderkanal zugeführt werden, bekannt. Im Bereich der Auffangvorrichtung der Spänefördereinrichtung ist eine Spänezerkleinerungseinrichtung vorgesehen, mittels welcher die bei der Werkstückbearbeitung eines Werkstücks entstehenden Späne zerkleinerbar sind, bevor sie in den Förderkanal zum Ausbringen aus der Fertigungsmaschine gelangen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Werkzeugmaschinenvorrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen, weiche flexibel einsetzbar ist,
Diese Aufgabe wird bei einer Werkzeugmaschinenvorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die mindestens eine Abführeinrichtung mindestens eine Fördereinrichtung zum Fördern der Späne aus dem Aufnahmeraum und/oder mindestens eine Spüleinrichtung zum Spülen der Späne aus dem Aufnahmeraum und/oder mindestens eine Absaugeinrichtung zum Absaugen der Späne aus dem Aufnahmeraum umfasst, und dass das Maschinenbett mindestens einen ersten Maschinenbettabschnitt zur Anordnung der Fördereinrichtung, mindestens einen zweiten Maschinenbettabschnitt zur Anordnung der Spüleϊnrichtung und mindestens einen dritten Maschinenbett-
abschnitt zur Anordnung der Absaugeinrichtung umfasst, so dass das Maschinenbett wahlweise mit der Fördereinrichtung und/oder der Spüleinrichtung und/oder der Absaugeinrichtung ausrüstbar ist.
Die erfindungsgemäße Werkzeugmaschinenvorrichtung ermöglicht es, ein Maschinenbett wahlweise mit einer Fördereinrichtung und/oder einer Spüleinrichtung und/oder mit einer Absaugeinrichtung auszurüsten. Auf diese Weise kann mit Hilfe desselben Maschinenbetts eine Werkzeugmaschinenvorrichtung bereitgestellt werden, die sich wahlweise für eine Werkzeugmaschine zur Trockenbearbeitung und/oder zur Nassbearbeitung eines Werkstücks vorbereiten lässt, indem eine entsprechende Abführeinrichtung zum Abführen der Späne aus dem Aufnahmeraum ausgewählt und diese an einem entsprechenden Maschinenbettabschnätt des Maschinenbetts angeordnet wird.
Die erfindungsgemäße Werkzeugmaschinenvorrichtung ermöglicht es darüber hinaus, ein Maschinenbett auch mit mehreren, unterschiedlichen Abführeinrichtungen auszustatten. Beispielsweise kann das Abführen der Späne aus dem Aufnahmeraum mit Hilfe einer mechanisch wirkenden Fördereinrichtung unterstützt werden, indem das Maschinenbett zusätzlich mit einer Spülein- richtung und/oder einer Absaugeinrichtung ausgerüstet wird.
Bei Ausrüstung des Maschinenbetts mit einer Fördereinrichtung eignet sich die Werkzeugmaschinenvorrichtung sowohl für eine trockene als auch für eine nasse Bearbeitung eines Werkstücks. Bei Ausrüstung des Maschinenbetts mit einer Spüleinrichtung eignet sich die Werkzeugmaschinenvorrichtung besonders gut für eine Nassbearbeitung eines Werkstücks. Bei Ausrüstung des Maschinenbetts mit einer Absaugeinrichtung eignet sich die Werkzeugmaschinenvorrichtung besonders gut für eine Trockenbearbeitung eines Werkstücks.
In vorteilhafter Weise umfasst der erste Maschinenbettabschnitt den Aufnahmeraum. Hierdurch kann die Fördereinrichtung in dem Aufnahmeraum angeordnet werden, so dass sie die Späne aus dem Aufnahmeraum heraus fördern kann.
Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn der Aufnahmeraum rinnenförmig ist. Dies ermöglicht ein einfaches Einführen der an einem Werkstück entstehenden Späne in den Aufnahmeraum. Außerdem ermöglicht ein rinnenförmiger Auf- nahmeraum ein einfaches Abführen der Späne aus dem Aufnahmeraum heraus.
Besonders bevorzugt ist es, wenn eine bodenseitige Begrenzung des Aufnahmeraums gegenüber einer Aufstellebene des Maschinenbetts geneigt ist. Mit Hilfe dieser Neigung kann ein Abtransport der Späne aus dem Aufnahmeraum heraus unterstützt werden.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung umfasst der erste Maschinenbett- abschnitt mindestens einen Durchlass, mittels welchem der Aufnahmeraum mit einer Umgebung der Werkzeugmaschinenvorrichtung verbunden ist. Ein solcher Durchlass ermöglicht es, die Späne aus dem Aufnahmeraum heraus in die Umgebung der Werkzeugmaschinenvorrichtung zu transportieren, Der Durchiass ermöglicht außerdem eine besonders einfache Kopplung der Fördereinrichtung mit einer Antriebseinrichtung.
In vorteilhafter Weise ist die Fördereinrichtung über den Durchlass in den Aufnahmeraum einführbar. Dies ermöglicht eine besonders einfache Montage der Werkzeugmaschinenvorrichtung,
Bevorzugt ist es, wenn die Fördereinrichtung mindestens eine Förderschnecke umfasst. Eine solche Förderschnecke ermöglicht einen kontinuierlichen und zuverlässigen Abtransport der Späne aus dem Aufnahmeraum.
Günstig ist es ferner, wenn die Fördereinrichtung mindestens ein Förderband umfasst. Mit Hilfe einer solchen Fördereinrichtung kann eine große Spanabtransportfläche bereitgestellt werden.
In vorteilhafter Weise umfasst die Werkzeugmaschinenvorrichtung mindestens eine Antriebseinrichtung zum Antrieb der Fördereinrichtung, welche insbesondere an dem Maschinenbett anordenbar ist. Dies ermöglicht einen kompakten Aufbau der Werkzeugmaschinenvorrichtung.
Bevorzugt ist es, wenn der zweite Maschinenbettabschnitt mindestens ein Wandelement umfasst, welches den Aufnahmeraum begrenzt. Auf diese Weise kann die Spüϊeinrichtung in unmittelbarer Nähe zu den aus dem Aufnahmeraum herauszuspülenden Spänen angeordnet werden, so dass eine besonders gute Spülwirkung erzielt werden kann.
Vorteilhaft ist es ferner, wenn mittels des Wandelements das Maschinenbett versteift ist. Ein solches Wandelement dient gleichzeitig zur Begrenzung des Aufnahmeraums und zur Versteifung einer tragenden Struktur des Maschinen- betts.
In vorteilhafter Weise umfasst die Spüleinrichtung mindestens eine Düse zum Einbringen mindestens eines Spülfiuids in den Aufnahmeraum. Mit Hilfe einer solchen Düse kann ein Spülfluidstrom erzeugt werden, welcher ein Schwem- men des Aufnahmeraums zum Abtransport der Späne ermöglicht.
Insbesondere ist das Spülfiuid eine Flüssigkeit und/oder Druckluft.
Bevorzugt ist es ferner, wenn der dritte Maschinenbettabschnitt den Aufnah- meraum umfasst. Auf diese Weise lassen sich zumindest Teile der Absaug- einrichtung in dem Aufnahmeraum anordnen.
Bevorzugt ist es, wenn der dritte Maschinenbettabschnitt einen in das Maschinenbett integrierten Zusatzraum umfasst. Auf diese Weise kann mit Hilfe des Maschinenbetts ein zusätzlicher Raum zur Anordnung der Absaugeinrichtung oder von Teilen der Absaugeinrichtung bereitgestellt werden.
Vorzugsweise umfasst die Werkzeugmaschinenvorrichtung mindestens einen Durchtritt zur Verbindung des Aufnahmeraums und des Zusatzraums. Ein solcher Durchtritt ermöglicht eine fiuidwirksame Verbindung zwischen dem Aufnahmeraum und dem Zusatzraum, so dass durch den Durchtritt hindurch Späne aus dem Aufnahmeraum in den Zusatzraum abtransportiert werden können.
Bevorzugt ist es, wenn der Aufnahmeraum und der Zusatzraum sich in zueinander parallelen Richtungen erstrecken. Dies ermöglicht eine Platz sparende Anordnung der beiden Räume.
Besonders bevorzugt ist es, wenn der Aufnahmeraum bezogen auf die Schwerkraftrichtung oberhalb des Zusatzraums angeordnet ist. Auf diese Weise wird ein Absaugen der Späne aus dem Aufnahmeraum in den Zusatz- räum durch Wirken der Schwerkraft unterstützt.
Vorzugsweise umfasst die Absaugeinrichtung mindestens ein in den Aufnahmeraum einsetzbares Spanführungselement. Ein solches Spanführungselement ermöglicht die Vorgabe einer Führungsbahn für einen in den Auf- nahmeraum fallenden Span und/oder für einen aus dem Aufnahmeraum abzusaugenden Span.
In vorteilhafter Weise ist das Spanführungselement trichterförmig. Dies ermöglicht die Bereitstellung einer großen Spaneinführungsfläche und einer kleinen Spanabführungsfläche. Die Verkleinerung der Spanabführungsfläche hat den Vorteil, dass im Bereich der Spanabführfläche eine höhere Saugleistung bereitgestellt werden kann.
Günstig ist es ferner, wenn die Absaugeinrichtung mindestens eine mit dem Aufnahmeraum in Fiuidverbindung stehende Absaugleitung umfasst. Eine solche Leitung ermögiicht einen Transport der abzuführenden Späne entlang des Maschinenbetts. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn die Absaugieitung in dem Zusatzraum des Maschinenbetts angeordnet ist.
Wenn die Querschnittsfläche der Absaugleitung in einer Spanabsaugrichtung gesehen zunimmt, ist es möglich, entlang der Absaugleitung an unterschiedlichen Absaugstellen gleiche Saugleistungen bereitzustellen.
Vorzugsweise ist das Maschinenbett aus mindestens einem Gussteil hergestellt. Auf diese Weise können Teile des Maschinenbetts, beispielsweise eine Aufnahmebegrenzung und/oder eine Begrenzung des Zusatzraums, in einfacher Weise hergestellt werden.
Die Erfindung betrifft ferner eine Werkzeugmaschine mit einer vorstehend beschriebenen Werkzeugmaschinenvorrichtung, Die Werkzeugmaschine ist insbesondere ein Bearbeitungszentrum.
Bevorzugt ist es, wenn der mindestens eine Aufnahmeraum mindestens so lang ist wie ein Arbeitsraum der Werkzeugmaschine. Dies ermöglicht eine zuverlässige Bearbeitung von bei der Bearbeitung eines Werkstücks entstehenden Spänen unabhängig von der Positionierung des Werkstücks relativ zu dem Aufnahmeraum.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung umfasst die Werkzeugmaschine eine Mehrzahl von an dem Maschinenbett beweglich geführten Schlitten zur Halterung mindestens eines Werkstücks und/oder mindestens eines Werkzeugs, wobei jedem Schlitten mindestens ein eigener Aufnahmeraum zuge- ordnet ist und wobei jedem Aufnahmeraum mindestens eine eigene Abführeinrichtung zugeordnet ist. Dies ermöglicht eine unabhängige Abführung der Späne aus jedem der Aufnahmeräume.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer Werkzeug- maschinenvorrichtung, umfassend ein Maschinenbett mit mindestens einem Aufnahmeraum zur Aufnahme von bei der Bearbeitung eines Werkstücks entstehenden Spänen.
Der Erfindung liegt die weitere Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer flexibel einsetzbaren Werkzeugmaschinenvorrichtung anzugeben.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren zur Herstellung einer Werkzeugmaschinenvorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 29 erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass mindestens eine Fördereinrichtung zum Fördern der Späne aus dem Aufnahmeraum, mindestens eine Spüleinrichtung zum Spülen der Späne aus dem Aufnahmeraum und mindestens eine Absaug- einrichtung zum Absaugen der Späne aus dem Aufnahmeraum bereitgestellt wird, und dass das Maschinenbett wahlweise mit der Fördereinrichtung und/oder der Spüleinrichtung und/oder der Absaugeinrichtung ausgerüstet wird.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sind bereits vorstehend im Zusammenhang mit den Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung erläutert worden.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgen- den Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele.
In den Zeichnungen zeigen :
Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Werkzeugmaschine mit einem Maschinenbett;
Figur 2 eine perspektivische Ansicht des Maschinenbetts aus Figur 1;
Figur 3 eine der Figur 2 entsprechende Ansicht aus einer rückwärtigen
Perspektive;
Figur 4 eine geschnittene Ansicht des Maschinenbetts aus Figur 2 gemäß einer dort mit IV bezeichneten Schnittebene;
Figur 5 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Werk- zeugmaschinenvorrichtung mit einem Maschinenbett und mit einer Abführeinrichtung;
Figur 6 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Werkzeugmaschinenvorrichtung mit einem Maschinenbett und mit einer Abführeinrichtung;
Figur 7 eine perspektivische Ansicht der Werkzeugmaschinenvorrichtung gemäß Figur 6 gemäß einer dort mit VII bezeichneten Schnittebene;
Figuren 8a bis 8c geschnittene Seitenansichten drei weiterer Ausführungsformen einer Werkzeugmaschinenvorrichtung; und
Figuren 9a bis 9d geschnittene Seitenansichten vier weiterer Ausführungsformen einer Werkzeugmaschinenvorrichtung.
Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine, welche in Figur 1 gezeigt und dort mit 10 bezeichnet ist, umfasst ein Maschinenbett 12. Mit Hilfe des Maschinenbetts 12 ist die Werkzeugmaschine 10 auf einer Unterlage aufgestelit.
An dem Maschinenbett 12 ist ein Maschinengeste!! 14 angeordnet, welches in Form eines Ständers oder Portals ausgebildet ist.
Die Werkzeugmaschine 10 umfasst eine Werkzeugträgereinrichtung 16, welche an dem Maschinengestell 14 in einer x-Richtung und in einer hierzu senkrechten y-Richtung beweglich gelagert und angetrieben ist.
Die Werkzeugmaschine 10 weist ferner eine erste Werkstückträgereinrichtung 18 in Form eines ersten Schlittens 20 sowie eine zweite Werkstückträger- einrichtung 22 in Form eines Schlittens 24 auf.
Die Schlitten 20 und 24 sind entlang einer jeweils zugeordneten z-Achse ver- schieblich an dem Maschinenbett 12 gelagert und angetrieben.
Ein an der Werkstückträgereinrichtung 20 und/oder der Werkstückträgereinrichtung 22 gehaltenes Werkstück kann mit Hilfe eines an der Werkzeugträgereinrichtung 16 gehaltenen Werkzeugs spanend bearbeitet werden. Diese Bearbeitung erfolgt in einem in Schwerkraftrichtung oberhalb des Maschinenbetts 12 angeordneten Arbeitsraum 26.
Das Maschinenbett 12 der Werkzeugmaschine 10 ist in Figur 2 dargestellt. Das Maschinenbett 12 erstreckt sich zwischen einem vorderen Ende 28 und einem rückwärtigen Ende 30. Das Maschinenbett 12 weist eine Unterseite 32 auf, welche eine Aufstellebene zur Aufstellung des Maschinenbetts 12 auf eine Unterlage bildet. Ferner weist das Maschinenbett 12 eine Oberseite 34 zur Anordnung des Maschinengestells 14 und der Werkstückträgereϊnrϊchtungen 18, 22 (vgl. Figur 1) auf.
Das Maschinenbett 12 weist mindestens einen Aufnahmeraum auf. Das in der Zeichnung dargestellte Maschinenbett 12 umfasst zwei Aufnahmeräume 36 und 38. Die Aufnahmeräume 36 und 38 erstrecken sich jeweils zwischen dem vorderen Ende 28 und dem rückwärtigen Ende 30 des Maschinenbetts 12.
Die Aufnahmeräume 36, 38 münden an dem vorderen Ende 28 des Maschinenbetts 12 jeweils an einem Durchlass 40, mittels welchem die Aufnahmeräume 36, 38 jeweils mit einer Umgebung des Maschinenbetts 12 verbunden
sind, Ferner münden die Aufnahmeräume 36 und 38 an dem rückwärtigen Ende 30 des Maschinenbetts 12 an jeweils einem Durchlass 42 zur Verbindung der Aufnahmeräume 36, 38 mit der Umgebung des Maschinenbetts 12.
Die Aufnahmeräume 36, 38 sind rinnenförmig. Die Aufnahmeräume 36, 38 erstrecken sich in zu den z-Richtungen der Werkzeugmaschine 10 parallelen Richtungen. Die Aufnahmeräume 36, 38 sind in einem dem Arbeitsraum 26 der Werkzeugmaschine 10 zugeordneten Bereich nach oben hin offen.
Die Aufnahmeräume 36, 38 sind durch jeweils winklig zueinander stehende Wandelemente 46, 48 begrenzt. Die Wandelemente bilden ein V-förmiges oder U-förmiges Rinnenprofil.
Die Wandeiemente 46, 48 gehen in einem Verbindungsbereich 50 ineinander über. Die Verbindungsbereiche 50 bilden auf ihrer den Aufnahmeräumen 36, 38 zugewandten Seite jeweils eine bodenseitige Begrenzung 52 eines Aufnahmeraums 36, 38.
Bevorzugt ist es, wenn die bodenseitige Begrenzung 52 zwischen dem vor- deren Ende 28 und dem rückwärtigen Ende 30 des Maschinenbetts 12 gesehen relativ zu einer Aufstellebene des Maschinenbetts 12 geneigt ist. Dies erleichtert den Abtransport von Spänen aus dem Aufnahmeraum 36, 38 in eine Umgebung des Maschinenbetts 12. Die Aufsteilebene kann durch die Unterseite 32 des Maschinenbetts 12 oder mit Hilfe separater, nicht dargestellter Aufstelielemente definiert werden, Das Maschinenbett 12 kann beispielsweise mit Hilfe von drei (in der Zeichnung nicht dargestellten) Aufstellelementen aufgestellt werden, um eine Dreϊpunktaufstellung des Maschinenbetts 12 zu ermöglichen.
Das Wandelement 48 des Aufnahmeraums 36 und das Wandelement 46 des Aufnahmeraums 38 bilden gemeinsam eine Trenneinrichtung 54 zur Trennung der Aufnahmeräume 36 und 38. Die Trenneinrichtung 54 ermöglicht es, in den
Aufnahmeräumen 36, 38 enthaltene Späne jeweils separat aus diesen Aufnahmeräumen abzuführen.
Das Maschinenbett 12 weist einen Zusatzraum 56 auf. Der Zusatzraum ist insbesondere im Wesentlichen quaderförmig.
Der Zusatzraum 56 erstreckt sich zwischen dem vorderen Ende 28 und dem rückwärtigen Ende 30 des Maschinenbetts 12. Der Zusatzraum 56 und mindestens einer der Aufnahmeräume 36, 38 erstrecken sich vorzugsweise in zumindest annähernd paralleler Richtung. Bevorzugt ist es ferner, wenn der Zusatzraum 56 in Schwerkraftrichtung unterhalb mindestens eines Aufnahmeraum 36, 38 angeordnet ist.
Das Maschinenbett 12 weist eine Mehrzahl von Maschinenbettabschnitten zur Anordnung unterschiedlicher Abführeinrichtungen zum Abführen von Spänen aus dem mindestens einen Aufnahmeraum 36, 38 auf.
Das Maschinenbett 12 umfasst einen ersten Maschinenbettabschnitt 58. Dieser äst beispielsweise durch mindestens einen Aufnahmeraum 36, 38 gebildet. Der erste Maschinenbettabschnitt dient zur Anordnung einer Fördereinrichtung, mittels welcher Späne mechanisch aus dem Aufnahmeraum förderbar sind.
Das Maschinenbett 12 weist einen zweiten Maschinenbettabschnitt 60 auf. Dieser ist beispielsweise durch mindestens ein Wandelement 46, 48 minde- stens eines Aufnahmeraums 36, 38 gebildet. Dieser zweite Maschinenbettabschnitt ermöglicht die Anordnung einer Spüleinrichtung, mittels welcher ein Spülfluid in mindestens einen der Aufnahmeräume 36, 38 eintragbar ist, so dass in dem Aufnahmeraum 36, 38 enthaltene Späne aus diesem heraus- spüibar sind.
Das Maschinenbett 12 weist ferner einen dritten Maschinenbettabschnitt 62 auf. Der dritte Maschinenbettabschnitt umfasst beispielsweise den Zusatzraum 56 und/oder mindestens einen Aufnahmeraum 36, 38. Der dritte Maschinen-
bettabschnitt ermöglicht die Anordnung einer Absaugeinrichtung zum Absaugen der Späne aus mindestens einem der Aufnahmeräume 36, 38.
Die genannten Maschϊnenbettabschnitte 58, 60 und 62 ermöglichen es, das Maschinenbett 12 wahlweise mit einer mechanisch wirkenden Fördereinrichtung und/oder mit einer Spüleinrichtung und/oder mit einer Absaugeinrichtung auszurüsten.
In Figur 5 ist eine Ausführungsform einer mit 64 bezeichneten Werkzeugmaschinenvorrichtung dargestellt, welche das Maschinenbett 12 umfasst sowie eine Abführeinrichtung 66 in Form einer Fördereinrichtung 68.
Die Fördereinrichtung 68 umfasst mindestens eine Förderschnecke 70, welche in einem Aufnahmeraum 36, 38 angeordnet ist. Die Förderschnecke 70 erstreckt sich von dem vorderen Ende 28 des Maschinenbetts 12 bis hin zu dem rückwärtigen Ende 30 des Maschinenbetts 12. Dort taucht das rückwärtige Ende der Förderschnecke 70 durch den in Figur 3 dargestellten Durchlass 42 eines Aufnahmeraum 36, 38. An diesem Ende der Förderschnecke 70 ist diese mit Hilfe einer Antriebseänrichtung 72 angetrieben. Die Antriebseinrichtung 72 versetzt die Förderschnecke 70 in Drehung, so dass in einem Aufnahmeraum 36, 38 enthaltene Späne in Richtung auf das rückwärtige Ende 30 des Maschinenbetts 12 gefördert werden.
Der Durchlass 42 jedes Aufnahmeraum 36, 38 steht mit einem vorzugsweise umfangsseitig geschlossenen Gehäuse 74 in Fiuidverbindung, so dass die Späne aus dem Aufnahmeraum 36, 38 in das Innere des Gehäuses 74 gelangen können. In dem Gehäuse 74 ist ein Förderband 76 angeordnet, welches aus einem Aufnahmeraum 36, 38 abgeführte Späne abtransportiert, beispielsweise in einen Sammelbehälter 78.
Bei dem in Figur 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Antriebseinrichtung 72 an dem rückwärtigen Ende 30 des Maschinenbetts 12 angeordnet. Bei einer alternativen, in der Zeichnung nicht dargestellten Ausführungsform ist es möglich, dass die Antriebseinrichtung 72 an dem vorderen Ende 28 des
Maschineπbetts 12 angeordnet ist und dass die Förderschnecken 70 über die Durchlässe 40 mit der Antriebseinrichtung 72 zusammenwirken.
Bei beiden beschriebenen Varianten zur Anordnung der Antriebseinrichtung 72 können die in einem Aufnahmeraum 36, 38 enthaltenen Späne sowohl in einer Förderrichtung in Richtung auf das rückwärtige Ende 30 des Maschinenbetts 12 entsorgt werden als auch in eine Förderrichtung hin zu dem vorderen Ende 28 des Maschinenbetts 12. Die Umkehr der Förderrichtung erfolgt durch ein einfaches Umschalten der Drehrichtung einer Förderschnecke 70 durch ent- sprechendes Umsteuern der Antriebseinrichtung 72.
Eine in den Figuren 6 und 7 dargestellte Werkzeugmaschinenvorrichtung 80 umfasst das Maschinenbett 12, welches mit einer Abführeinrichtung 66 in Form einer Absaugeinrichtung 82 ausgerüstet ist.
Die Absaugeinrichtung 82 umfasst mindestens ein in einem Aufnahmeraum 36, 38 anordenbares Spanführungselement 84. Das mindestens eine Spanführungselement 84 ist in dem mindestens einen Aufnahmeraum 36, 38 anordenbar, insbesondere einsetzbar.
Das mindestens eine Spanführungselement 84 ist vorzugsweise trichterförmig ausgebildet, so dass ein großflächiger Eingang 86 für in ein Spanführungselement 84 hineinfallende Späne gebildet wird. Durch die trichterförmige Gestalt eins Spanführungselements 84 verjüngt sich dieses in Richtung auf einen Ausgang 88.
Der Ausgang 88 eines Spanführungselements 84 durchdringt einen in der bodenseitigen Begrenzung 52 eines Aufnahmeraums 36, 38 angeordneten Durchtritt 90. Mit Hilfe des Durchtritts 90 ist eine Verbindung zwischen dem mindestens einen Aufnahmeraum 36, 38 und dem in Schwerkraftrichtung darunter angeordneten Zusatzraum 56 hergestellt.
In dem Zusatzraum 56 ist eine Absaugleitung 92 angeordnet, welche mit einer Mehrzahl von Ausgängen 88 mehrerer Spanführungselemente 84 in fluidwirk- samer Verbindung steht,
Die Absaugleitung 92 erweitert sich in einer Spanabsaugrichtung 94 gesehen, so dass an verschiedenen Ausgängen 88 verschiedener Spanführungselemente 84 jeweils dieselbe Saugleistung bereitgestellt werden kann.
Die Absaugleitung 92 mündet an dem hinteren Ende 30 des Maschinenbetts 12, so dass Späne in Richtung auf das hintere Ende 30 abgesaugt werden können. Alternativ hierzu kann die AbsaugSeitung 92 auch an dem vorderen Ende 28 des Maschinenbetts 12 münden, so dass Späne in Richtung auf das vordere Ende 28 abgesaugt werden können.
Alternativ oder ergänzend zu einer als Fördereinrichtung 68 bzw. alternativ zu einer als Absaugeinrichtung 82 ausgebildeten Abführeinrichtung 66 kann die Abführeinrichtung 66 auch eine Spüieinrichtung 96 umfassen. Eine solche Spüleinrichtung ist in Figur 7 in gestrichelten Linien dargestellt. Diese Spüleinrichtung 96 kann beispielsweise an der bodenseitϊgen Begrenzung 52 eines Aufnahmeraums 36, 38 positioniert werden.
Die Spüleinrichtung 96 kann - wie in Figur 7 angedeutet - so angeordnet sein, dass ein Spülfluidstrom in Richtung auf das vordere Ende 28 des Maschinenbetts 12 gerichtet ist. Alternativ hierzu kann die Spüleinrichtung 96 so ange- ordnet sein, dass sie einen in Richtung auf das hintere Ende 30 des Maschinenbetts 12 gerichteten Spülfluidstrom erzeugt.
Vorzugsweise weist die Spüleinrichtung 96 mindestens eine Düse 98 auf, mit der ein Spülfluid in den Aufnahmeraum 36, 38 eintragbar ist, so dass dieser geschwemmt werden kann und in dem Aufnahmeraum enthaltene Späne aus diesem herausgefördert werden können.
Zur Versorgung der Spüleinrichtung 66 mit einem Spülfluid, beispielsweise einer Flüssigkeit und/oder Druckluft, umfasst die Spüleinrichtung 96 eine Spülfiuidversorgungsleitung 100. Diese kann von einer externen Spülfluid- quelle gespeist sein, welche außerhalb des Maschinenbetts 12 oder auch an diesem befestigt angeordnet sein kann.
In den Figuren 8a, 8b und 8c sind weitere Ausführungsformen einer Werkzeugmaschinenvorrichtung dargestellt, welche in Figur 8a mit 102, in Figur 8b mit 110 und in Figur 8c mit 112 bezeichnet sind.
Die Werkzeugmaschinenvorrichtungen 102, 110 und 112 weisen ein identisches Maschinenbett 104 auf.
Das Maschinenbett 104 weist einen zu dem Maschinenbett 12 ähnlichen Auf- bau auf. Diesbezüglich wird auf die vorstehende Beschreibung zu dem Aufbau und der Funktionsweise des Maschinenbetts 12 Bezug genommen.
Das Maschinenbett 104 unterscheidet sich von dem Maschinenbett 12 dadurch, dass kein separater Zusatzraum 56 zur Anordnung einer Abführein- richtung 66 vorgesehen ist. Ferner weist das Maschinenbett 104 lediglich einen insbesondere mittig angeordneten Aufnahmeraum 36 auf.
Die bodenseitige Begrenzung 52 des Aufnahmeraums 36 des Maschinenbetts 104 ist in einer in Figur 8a mit 106 angedeuteten Spanförderrichtung 106 bezogen auf die Schwerkraftrichtung nach unten geneigt. Dies erleichtert den Abtransport von in dem Aufnahmeraum 36 enthaltenen Spänen mit Hilfe der Abführeinrichtung 66.
Die in Figur 8a dargestellte Werkzeugmaschinenvorrichtung 102 ist mit einer Abführeinrichtung 66 in Form einer Fördereinrichtung 68 ausgerüstet. Der Spanabtransport erfolgt in Richtung 106 auf das rückwärtige Ende 30 des Maschinenbetts 104. Das dem vorderen Ende 28 des Maschinenbetts 104
zugewandte Ende des Aufnahmeraums 36 ist mit Hilfe einer Abdeckung 108 verschlossen.
Die in Figur 8b dargestellte Werkzeugmaschinenvorrichtung 110 unterscheidet sich von der Werkzeugmaschinenvorrichtung 102 dadurch, dass sie eine Abführeinrichtung 66 in Form einer Absaugeinrichtung 82 aufweist. Die Absaug- einrichtung 82 umfasst eine Mehrzahl von in dem Aufnahmeraum 36 angeordneten, trichterförmigen Spanführungselementen 84.
Im Unterschied zu der mit Bezug auf Figuren 6 und 7 dargestellten Ausführungsform einer Absaugeinrichtung 82 der Werkzeugmaschinenvorrichtung 80 münden die Ausgänge 88 der Spanführungselemente 84 nicht in einem Zusatzraum 56 bzw. in einer Absaugleitung 92, sondern in dem Aufnahmeraum 36.
Aus dem Aufnahmeraum 36 zu entsorgende Späne können somit über den Durchlass 42 am rückwärtigen Ende 30 des Maschinenbetts 104 abgesaugt werden. Alternativ hierzu können die Späne auch über den Durchlass 40 an dem vorderen Ende des Maschinenbetts 104 abgesaugt werden, wenn in diesem Bereich keine Abdeckung 108 vorgesehen ist.
Bei der in Figur 8c dargestellten Ausführungsform einer Werkzeugmaschinen- Vorrichtung 112 ist eine Abführeinrichtung 66 in Form einer Spüleinrichtung 96 vorgesehen. Diese ist in dem Aufnahmeraum 36 im Bereich des Durchlasses 40 des Maschinenbetts 104 angeordnet. Die Spüleinrichtung 96 umfasst vorzugsweise mindestens eine Düse 98 zum Eintrag eines Spülfluids in den Aufnahmeraum 36.
Die in den Figuren 9a, 9b, 9c und 9d dargestellten Werkzeugmaschinen- Vorrichtungen 114, 116, 118 und 120 unterscheiden sich von den in Bezug auf Figuren 8a bis 8c dargestellten Werkzeugmaschinenvorrichtungen 102, 110 und 112 dadurch, dass der Aufnahmeraum 36 nicht durch Teile der Wandstruktur des Maschinenbetts 104 begrenzt sind, sondern mit Hilfe hierzu
separater Begrenzungselemente 124. Diese sind beispielsweise als Blechteile ausgebildet. Sie bilden zumindest eine bodenseitige Begrenzung 52 eines Aufnahmeraums 36.
Mit Hilfe der separaten Begrenzungselemente 124 ist es möglich, die Neigung der bodenseitigen Begrenzung 52 eines Aufnahmeraums 36 zu variieren.
Bei der in Figur 9a dargestellten Werkzeugmaschinenvorrichtung 114 ist die bodenseitige Begrenzung 52 von einem vorderen Ende 28 hin zu einem rück- wattigen Ende 30 des Maschinenbetts 104 in Spanförderrichtung 106 nach unten geneigt.
Bei der in Figur 9b dargestellten Ausführungsform einer Werkzeugmaschinen- Vorrichtung 116 ist die Spanförderrichtung 122 umgekehrt zu der Spanförder- richtung 106. Dementsprechend weist zumindest die bodenseitige Begrenzung 52 des Aufnahmeraums 36 der Werkzeugmaschinenvorrichtung 116 in Spanförderrichtung 122 gesehen eine Neigung in Richtung nach unten von dem rückwärtigen Ende 30 hin zu dem vorderen Ende 28 des Maschinenbetts 104 auf. Die Entsorgung der Späne erfolgt bei der in Figur 9b dargestellten Werk- zeugmaschinenvorrichtung 116 nicht im Bereich des rückwärtigen Endes 30 (vgl. Figur 9a), sondern im Bereich des vorderen Endes 28 des Maschinenbetts 104. Dementsprechend weist die Werkzeugmaschinenvorrichtung 116 im Unterschied zu der Werkzeugmaschinenvorrichtung 114 keine Abdeckung 108 im Bereich des Durchlasses 40 auf,
Auch bei der Verwendung separater Begrenzungselemente 124 kann das Maschinenbett 104 mit einer Absaugeinrichtung 82 (siehe Figur 9c) und/oder mit einer Spüleinrichtung 96 (siehe Figur 9d) ausgerüstet werden.
