WINGBERMUEHLE, Jochen (Yvetotstr. 5, Hemmingen, 30966, DE)
HEILER, Matthias (Doeltschiweg 28, Zürich, CH-8055, CH)
NIEHSEN, Wolfgang (Am Schoeneberg 18, Bad Salzdetfurth, 31162, DE)
WINGBERMUEHLE, Jochen (Yvetotstr. 5, Hemmingen, 30966, DE)
HEILER, Matthias (Doeltschiweg 28, Zürich, CH-8055, CH)
ROBERT BOSCH GMBH; D-70442 Stuttgart
Ansprüche
1. Werkzeugmaschinenvorrichtung mit einer überwachungseinheit (24) zur überwachung von zumindest einem Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich (26), die eine Auswerteeinheit aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit (36) eine Recheneinheit (44) aufweist, die dazu vorgesehen ist, zumindest zwei Bewegungen im Werkzeugmaschinen- überwachungsbereich (26) zu unterscheiden.
2. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (44) dazu vorgesehen ist, eine Vergleichsgröße (74) zwischen Bewegungskenngrößen (64, 66, 68, 70) zu ermitteln, die jeweils eine unterschiedliche Bewegung charakteri- sieren.
3. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungskenngrößen (66, 70) jeweils einen Geschwindigkeitswert charakterisieren.
4. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungskenngrößen (64, 68) jeweils eine Bewegungsrichtung charakterisieren.
5. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (44) dazu vorgesehen ist, ein Bewegungsvektorfeld (58, 60) zu bestimmen.
6. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (44) dazu vorgesehen ist, in zumindest einem Betriebsmodus im Bewegungsvektorfeld (60) zumindest zwei Regionen einheitlicher Geschwindigkeit zu unterscheiden. - -
7. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (44) dazu vorgesehen ist, anhand des Bewegungsvektorfelds (60) das Vorhandensein eines menschlichen Körperteils im Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich (26) zu erkennen.
8. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (44) dazu vorgesehen ist, die Bewegungen mittels einer Auswertung von optischen Daten voneinander zu unterscheiden.
9. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (44) dazu vorgesehen ist, die Bewegungen mittels einer Methode des optischen Flusses zu unterscheiden.
10. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeich- net durch eine Sicherheitsvorrichtung (37), die zur Durchführung einer Sicherheitsmaßnahme in Abhängigkeit eines Signals der Auswerteeinheit (36) vorgesehen ist.
11. Werkzeugmaschinenvorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (44) dazu vorgesehen ist, der Vergleichsgröße (74) eine Sicherheits- stufe (S) der Sicherheitsvorrichtung (37) zuzuordnen.
12. Werkzeugmaschine mit einer Werkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
13. Verfahren mit einer Werkzeugmaschinenvorrichtung, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , mittels welcher ein Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich (26) einer Werkzeugmaschine (10) überwacht wird, bei welchem Daten erfasst werden, dadurch gekennzeichnet, dass anhand der Daten zumindest zwei Bewegungen im Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich (26) voneinander unterschieden werden.
4. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vergleichsgröße (74) zwischen Bewegungskenngrößen (66, 70) ermittelt wird, die jeweils eine unterschiedliche Bewegung charakterisieren, und dass der Vergleichsgröße (74) eine Sicherheitsstufe (S) einer Sicherheitsvorrichtung (37) zugeordnet wird, mittels welcher eine Sicherheitsmaßnahme durchgeführt wird. |
ROBERT BOSCH GMBH; D-70442 Stuttgart
Werkzeugmaschinenvorrichtung
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer Werkzeugmaschinenvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es ist eine Tischkreissäge bekannt, die eine Videokamera zur überwachung eines Arbeitsbereichs umfasst. Es ist ferner eine Auswerteeinheit vorgesehen, die dazu dient, anhand einer mittels der Videokamera erfassten Bildsequenz die Geschwindigkeit eines sich im Arbeitsbereich bewegenden
Objekts zu ermitteln.
Vorteile der Erfindung
Die Erfindung geht aus von einer Werkzeugmaschinenvorrichtung mit einer überwachungseinheit zur überwachung von zumindest einem Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich, die eine Auswerteeinheit aufweist.
Es wird vorgeschlagen, dass die Auswerteeinheit eine Recheneinheit aufweist, die dazu vorgesehen ist, zumindest zwei Bewegungen im Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich zu unterscheiden.
Es kann dadurch eine hohe Zuverlässigkeit bei der überwachung des Werkzeugmaschinenüberwachungsbereichs erreicht werden. Insbesondere kann eine hohe Anzahl von Anwendungssituationen erkannt werden, die bei einer Anwendung einer Werkzeugmaschine eintreten können und potentiell eine Gefahr für einen Anwender darstellen. Unter einer „Bewegung im Werkzeugmaschinenüber- wachungsbereich" soll insbesondere eine Bewegung von einem sich im Werkzeugmaschinenüber-
wachungsbereich bewegenden Objekt verstanden werden, die relativ zu einem Bauteil einer Werkzeugmaschine, insbesondere relativ zu einem Werkzeug, erfolgt. Erfindungsgemäß kann zwischen den Bewegungen von zwei unterschiedlichen Objekten unterschieden werden, die sich zum gleichen Zeitpunkt im Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich relativ zum Bauteil bewegen. Beson- ders vorteilhaft kann bei einem Werkstückbearbeitungsvorgang zwischen einer Bewegung eines
Werkstücks und eines weiteren Objekts, wie vorteilhaft eines Körperteils eines Anwenders, differenziert werden. Die Bewegung eines Objekts kann durch die Bewegung des Massenmittelpunkts des Objekts charakterisiert werden. Die überwachungseinheit weist vorzugsweise eine Erfassungs- einheit zur Erfassung von Daten auf, wobei die Auswerteeinheit insbesondere dazu dient, von der Erfassungseinheit erfasste Daten auszuwerten. Die Erfassungseinheit ist hierbei insbesondere dazu ausgelegt, den Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich zu erfassen. Die Erfassungseinheit weist zu einem „Erfassen" des Werkzeugmaschinenüberwachungsbereichs ein insbesondere durch eine Optik festgelegtes Blickfeld auf, das zumindest den Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich umfasst oder das dem Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich entspricht.
Unter „vorgesehen" soll insbesondere speziell ausgelegt, ausgestattet und/oder programmiert verstanden werden. Unter einem „Unterscheiden" von zumindest zwei Bewegungen soll insbesondere ein Unterscheiden einer ersten Bewegungskenngröße, welche eine Bewegung eines ersten Objekts charakterisiert, von einer zweiten Bewegungskenngröße, welche eine Bewegung eines zweiten, vom ersten Objekt unterschiedlichen Objekts charakterisiert, verstanden werden.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Recheneinheit dazu vorgesehen ist, eine Vergleichsgröße zwischen Bewegungskenngrößen zu ermitteln, die jeweils eine unterschiedliche Bewegung charakterisieren, wodurch ein einfacher und schneller Un- terscheidungsvorgang erreicht werden kann. Die Auswerteeinheit weist hierbei vorzugsweise ein
Auswertemittel auf, das dazu dient, anhand von durch die Erfassungseinheit erfassten Daten die Bewegungskenngrößen auszuwerten.
Insbesondere charakterisieren die Bewegungskenngrößen jeweils einen Geschwindigkeitswert. Hierdurch kann besonders einfach ein erheblicher Geschwindigkeitsunterschied zwischen zwei
Objekten einfach erkannt werden. Somit kann beispielsweise bei der Bearbeitung eines Werkstücks ein Abrutschen einer Hand eines Anwenders von einer Bewegung des Werkstücks schnell erkannt werden. Eine Bewegungskenngröße, die einen Geschwindigkeitswert charakterisiert, kann z.B. eine Größe sein, die proportional zum tatsächlichen Geschwindigkeitswert ist.
Ferner können die Bewegungskenngrößen jeweils eine Bewegungsrichtung charakterisieren. Hierdurch kann eine Abweichung der Bewegung eines Objekts, insbesondere einer Hand eines Anwenders, von einer sicheren Bewegung effektiv erkannt werden. Insbesondere kann eine Abweichung einer Bewegung von einer bevorzugten Arbeitsrichtung, in welcher ein Werkstück unter normalen und sicheren Bedingungen vom Anwender befördert wird, erkannt werden. Eine Bewegungskenngröße, die eine Bewegungsrichtung charakterisiert, ist z.B. eine Größe, die proportional zu einem Winkel ist oder die einem Winkel entspricht, den die Bewegungsrichtung mit einer Referenzrichtung, wie z.B. der Arbeitsrichtung, bildet.
In einer weiteren Ausführung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Recheneinheit dazu vorgesehen ist, ein Bewegungsvektorfeld zu bestimmen, wodurch eine besonders hohe Informationsdichte erreicht werden kann. Unter einem „Bewegungsvektorfeld" soll insbesondere eine Sammlung von Punkten verstanden werden, wobei jedem Punkt der Sammlung jeweils ein Vektor zugeordnet ist, welcher die Bewegung des Punkts charakterisiert. Ein Bewegungsvektorfeld kann hier- bei auch als „Bewegungsfluss" bezeichnet werden.
In diesem Zusammenhang wird vorgeschlagen, dass die Recheneinheit dazu vorgesehen ist, in zumindest einem Betriebsmodus im Bewegungsvektorfeld zumindest zwei Regionen einheitlicher Geschwindigkeit zu unterscheiden, wodurch eine besonders effektive Geschwindigkeitsunterschei- düng erreicht werden kann. Unter einer „Region einheitlicher Geschwindigkeit" soll insbesondere ein zusammenhängender Teilbereich des Bewegungsvektorfelds verstanden werden, in welchem die den Punkten des Teilbereichs zugeordneten Vektoren zumindest im Wesentlichen identisch sind. Unter einer Sammlung von Vektoren, die „im Wesentlichen identisch" sind, soll insbesondere eine Sammlung von Vektoren verstanden werden, die durch eine durchschnittliche Vektor länge und eine durchschnittliche Vektorrichtung charakterisiert ist, wobei die einzelnen Vektoren bezüglich ihrer Richtung und ihrer Länge jeweils um weniger als 30%, vorteilhaft um weniger als 10% und bevorzugt um weniger als 5% der durchschnittlichen Richtung bzw. Länge von der durchschnittlichen Richtung bzw. Länge abweichen. Hierbei ist eine Vektorrichtung vorzugsweise mittels eines Winkels relativ zu einer bevorzugten Richtung der Werkzeugmaschine definiert, wie insbesondere zu einer Arbeitsrichtung, in welcher bei einem Werkstückbearbeitungsvorgang ein
Werkstück gegen ein Werkzeug bewegt wird.
In einer weiteren Ausführungsvariante wird vorgeschlagen, dass die Recheneinheit dazu vorgesehen ist, anhand des Bewegungsvektorfelds das Vorhandensein eines menschlichen Körperteils im
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Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich zu erkennen. Hierdurch kann vorteilhafterweise auf weitere Mittel zur Erkennung eines menschlichen Körperteils verzichtet werden. Dies kann z.B. dadurch erfolgen, dass eine Ausdehnung einer Region einheitlicher Geschwindigkeit ermittelt wird und insbesondere mit vorgespeicherten Daten verglichen wird, die die typische Ausdehnung von menschlichen Körperteilen charakterisieren.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Recheneinheit dazu vorgesehen ist, die Bewegungen mittels einer Auswertung von optischen Daten voneinander zu unterscheiden, wodurch eine einfache und kostengünstige Ausgestaltung der Werkzeugmaschi- nenvorrichtung erreicht werden kann. Unter „optischen Daten" sollen insbesondere Daten verstanden werden, die mittels zumindest einer Bildaufnahme gewonnen werden. Besonders vorteilhaft ist die Erfassungseinheit als Bilderfassungseinheit, wie insbesondere als Videokamera, ausgebildet, die zur Bildaufnahme des Werkzeugmaschinenüberwachungsbereichs vorgesehen ist. Hierbei ist die Auswerteeinheit zur Auswertung von zumindest einer Bildaufnahme der Erfassungseinheit vorteilhaft mit einem Bildverarbeitungsprogramm versehen. Die Erfassungseinheit ist insbesondere zur Bilderfassung im sichtbaren Bereich vorgesehen. Eine Ausbildung der Erfassungseinheit zur Bilderfassung in einem unsichtbaren Bereich, wie z.B. in einem Infrarotbereich, ist ebenfalls möglich. Insbesondere weist die Auswerteeinheit ein Auswertemittel auf, das dazu vorgesehen ist, Bewegungskenngrößen anhand einer von der Erfassungseinheit erfassten Bildsequenz mit zumindest zwei Bildern zu ermitteln.
Ein besonders zuverlässiges Unterscheiden von zwei Bewegungen in einer Bildsequenz kann in diesem Zusammenhang erreicht werden, wenn die Recheneinheit dazu vorgesehen ist, die Bewegungen mittels einer Methode des optischen Flusses zu unterscheiden. Hiermit kann einfach, mit gängigen Mitteln ein Bewegungsvektorfeld ermittelt werden. Unter dem „optischen Fluss" soll insbesondere ein Vektorfeld verstanden werden, das einer Projektion von Geschwindigkeitsvekto- ren auf eine Bildebene einer Bildsequenz entspricht und welches mittels einer Auswertung von Grauwertveränderungen in der Bildsequenz bestimmbar ist.
Vorzugsweise weist die Werkzeugmaschinenvorrichtung eine Sicherheitsvorrichtung auf, die zur
Durchführung einer Sicherheitsmaßnahme in Abhängigkeit eines Signals der Auswerteeinheit vorgesehen ist. Durch ein derartiges Zusammenwirken der Auswerteeinheit und einer Sicherheitsvorrichtung können besonders kurze Reaktionszeiten bei der Erkennung einer Gefahrensituation bei der Anwendung einer Werkzeugmaschine erreicht werden. Die Sicherheitsvorrichtung weist insbe-
sondere zumindest eine Aktorikeinheit, die zur Durchführung einer ein Werkzeug betreffenden Sicherheitsmaßnahme dient, und eine Steuereinheit auf, die dazu vorgesehen ist, abhängig von einem Signal der Auswerteeinheit die Aktorikeinheit zu betätigen. Die Aktorikeinheit kann dazu dienen, einen Antrieb des Werkzeugs zu stoppen, wie z.B. im Zusammenwirken mit Sicherungs- mittein und/oder mit einer Antriebseinheit, und/oder sie kann dazu dienen, das Werkzeug in einen für einen Anwender unzugänglichen Bereich zu verfahren, und/oder sie kann dazu ausgelegt sein, das Werkzeug zu bedecken.
In diesem Zusammenhang wird vorgeschlagen, dass die Recheneinheit dazu vorgesehen ist, eine Vergleichsgröße zwischen Bewegungskenngrößen zu ermitteln, die jeweils eine unterschiedliche
Bewegung charakterisieren, und der Vergleichsgröße eine Sicherheitsstufe der Sicherheitsvorrichtung zuzuordnen. Hierdurch kann eine Sicherheitsmaßnahme nach Eintritt einer Gefahrensituation besonders schnell getroffen werden. Unter einer „Sicherheitsstufe" soll insbesondere ein Kennzeichen für einen bestimmten Sicherheitsmodus verstanden werden. In einer niedrigen Sicherheitsstu- fe kann ein erster Sicherheitsmodus dazu dienen, einen Antrieb des Werkzeugs fortzuführen. Es ist vorteilhaft zumindest eine zweite, hohe Sicherheitsstufe vorgesehen, die einem zweiten Sicherheitsmodus entspricht, in welchem eine Sicherheitsmaßnahme von der Aktorikeinheit und/oder der Steuereinheit durchgeführt wird. Die Sicherheitsstufen können insbesondere in einer Speicherein- heit vorgespeichert sein, mit welcher die Recheneinheit in Wirkverbindung steht.
Die Erfindung geht ferner aus von einem Verfahren mit einer Werkzeugmaschinenvorrichtung, mittels welcher ein Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich einer Werkzeugmaschine überwacht wird, bei welchem Daten erfasst werden.
Es wird vorgeschlagen, dass anhand der Daten zumindest zwei Bewegungen im Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich voneinander unterschieden werden. Es kann dadurch eine hohe Zuverlässigkeit bei der überwachung des Werkzeugmaschinenüberwachungsbereichs erreicht werden. Insbesondere kann eine hohe Anzahl von Anwendungssituationen erkannt werden, die bei einer Anwendung einer Werkzeugmaschine eintreten können und potentiell eine Gefahr für einen Anwen- der darstellen.
Ferner wird vorgeschlagen, dass eine Vergleichsgröße zwischen Bewegungskenngrößen ermittelt wird, die jeweils eine unterschiedliche Bewegung charakterisieren, und dass der Vergleichsgröße eine Sicherheitsstufe einer Sicherheitsvorrichtung zugeordnet wird, mittels welcher eine Sicher-
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heitsmaßnahme durchgeführt wird. Hierdurch kann eine Sicherheitsmaßnahme nach Eintritt einer Gefahrensituation besonders schnell getroffen werden.
Zeichnung
Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmä- ßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Sägemaschine mit einer Arbeitsfläche, einem Sägeblatt und einer überwachungseinheit,
Fig. 2 eine interne Schaltung der Sägemaschine, mit einer Videokamera und einer
Auswerteeinheit, Fig. 3 a ein von der Auswerteeinheit, anhand einer Bildsequenz der Videokamera ermitteltes Bewegungsvektorfeld, Fig. 3b ein weiteres Bewegungsvektorfeld bei einem Abrutschen einer Hand eines
Anwenders auf einem Werkstück,
Fig. 3c die Ermittlung einer Vergleichsgröße zum Unterscheiden zwischen der
Bewegung der Hand und des Werkstücks in der in Figur 3b dargestellten Situation und Fig. 4 ein Auswerteverfahren der Auswerteeinheit.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
Figur 1 zeigt eine als Tischkreissäge ausgebildete Werkzeugmaschine 10 in einer perspektivischen
Ansicht. Diese weist eine Arbeitsfläche 12 auf, die als Werkstückauflagefläche zum Auflegen eines zu bearbeitenden Werkstücks 14 ausgebildet ist und in einer Grundeinbaustellung der Werkzeugmaschine 10 horizontal ausgerichtet ist. Aus der Arbeitsfläche 12 herausragend ist ein als kreisförmiges Sägeblatt ausgebildetes Werkzeug 16 angeordnet. In einem Werkstückbearbeitungsvorgang
wird das Werkzeug 16 von einer Antriebseinheit 20, die sich in einem unterhalb der Arbeitsfläche 12 angeordneten Antriebsgehäuse 18 befindet und als Elektromotor ausgeführt ist, zu einer Rotation angetrieben.
Die Werkzeugmaschine 10 umfasst eine Werkzeugmaschinenvorrichtung 22 mit einer überwachungseinheit 24. Diese überwachungseinheit 24 ist dazu vorgesehen, einen Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich 26 zu überwachen. Die Abgrenzung des Werkzeugmaschinenüberwachungs- bereichs 26 auf der Arbeitsfläche 12 ist in Figur 1 mittels gestrichelter Linien schematisch dargestellt. Der Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich 26 enthält einen Teilbereich der Arbeitsfläche 12 und erstreckt sich ferner, ausgehend von der Arbeitsfläche 12, vertikal nach oben. Der Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich 26 weist einen Teilbereich auf, der im Bereich des Werkzeugs 16 angeordnet ist. Dieser Teilbereich, der als Gefahrenbereich 28 bezeichnet wird, ist in unmittelbarer Nähe des Werkzeugs 16 angeordnet. Insbesondere grenzt der Gefahrenbereich 28 direkt an das Werkzeug 16 an. Dieser Gefahrenbereich 28 stellt einen Bereich dar, in welchem ein Ein- dringen eines Körperteils eines Bedieners der Werkzeugmaschine 10 zu vermeiden ist. Die überwachungseinheit 24 weist eine als Bilderfassungseinheit ausgeführte Erfassungseinheit 30 auf, die dazu dient, den Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich 26 zu erfassen. Hierzu weist die Erfassungseinheit 30 ein Blickfeld auf, das dem zu überwachenden Werkzeugmaschinenüberwachungs- bereich 26 entspricht. Die Erfassungseinheit 30 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel in einer die Arbeitsfläche 12 überstehenden Position angeordnet. Hierbei weist die Werkzeugmaschinenvorrichtung 22 eine Haltevorrichtung 32 auf, die zum Halten der Erfassungseinheit 30 in dieser Position vorgesehen ist. Weitere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Anordnungen der Erfassungseinheit 30 relativ zur Arbeitsfläche 12 sind denkbar.
In Figur 2 ist eine interne Schaltung der Werkzeugmaschine 10 schematisch dargestellt. Die Werkzeugmaschinenvorrichtung 22 weist eine Steuereinheit 34 auf, die zum Durchführen von Betriebsmodi der Werkzeugmaschine 10 vorgesehen ist. Die Steuereinheit 34 weist nicht näher dargestellte interne Funktionselemente, wie beispielsweise eine Recheneinheit, eine Speichereinheit usw., auf, die zur Durchführung von Betriebsprogrammen dienen. Die Steuereinheit 34 steht in Wirkverbin- düng mit der Antriebseinheit 20 und kann Steuersignale zum Steuern und/oder Regeln eines Antriebs des Werkzeugs 16 zur Antriebseinheit 20 übertragen. Die überwachungseinheit 24 weist zusätzlich zur oben beschriebenen Erfassungseinheit 30 eine Auswerteeinheit 36 auf, die in Wirk- verbindung mit der Erfassungseinheit 30 und mit der Steuereinheit 34 steht und deren Funktion
unten näher beschrieben wird. Die Auswerteeinheit 36 und die Steuereinheit 34 können miteinander zumindest teilweise einstückig ausgebildet sein.
Die Werkzeugmaschinenvorrichtung 22 weist ferner eine Sicherheitsvorrichtung 37 auf, die dazu dient, Sicherheitsmaßnahmen bei einem Betrieb der Werkzeugmaschine 10 zu treffen. Hierzu weist die Sicherheitsvorrichtung 37 eine Aktorikeinheit 38 auf, die dazu ausgelegt ist, Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen, die das Werkzeug 16 betreffen. Dieses ist nach diesen Sicherheitsmaßnahmen beim Vorliegen einer für den Bediener bestehenden Verletzungsgefahr z.B. in einen Stillstand bzw. in einen für den Bediener unzugänglichen Bereich zu versetzen. Die Aktorikeinheit 38 dient dazu, ein mit ihr in Wirkverbindung stehendes Sicherungsmittel 40 auszulösen. In einer ersten Alternative ist das Sicherungsmittel 40 dazu ausgelegt, bei einem Auslösen durch die Aktorikeinheit 38 eine Bewegung des Werkzeugs 16 zu stoppen. Hierbei ist das Sicherungsmittel 40 beispielsweise als Klemmmittel oder als Bremsmittel ausgebildet. In einer weiteren Variante ist das Sicherungsmittel 40 dazu ausgelegt, bei einem Auslösen durch die Aktorikeinheit 38 das Werkzeug 16 in einen für den Bediener unzugänglichen Bereich des Antriebsgehäuses 18 unterhalb der Arbeitsfläche 12 zu versenken. In einer weiteren Ausführung kann das Sicherungsmittel als Deckmittel zum Bedecken des Werkzeugs 16 ausgebildet sein. Das Auslösen des Sicherungsmittels 40 erfolgt durch die Aktorikeinheit 38, wenn diese ein Auslösesignal der Steuereinheit 34 empfängt. Dieses Auslösesignal wird abhängig von einem Signal der Auswerteeinheit 36 an die Aktorikein- heit 38 von der Steuereinheit 34 ausgegeben. Alternativ oder zusätzlich zur Aktorikeinheit 38 ist eine Aktorikeinheit 42 der Werkzeugmaschinenvorrichtung 22 vorgesehen, die der Steuereinheit 34 entspricht. Abhängig von einem Signal der Auswerteeinheit 36 überträgt die als Steuereinheit 34 ausgebildete Aktorikeinheit 42 ein Steuersignal zur Antriebseinheit 20, mittels dessen der Antrieb des Werkzeugs 16 gestoppt wird. Die Durchführung einer Sicherheitsmaßnahme erfolgt somit durch die Aktorikeinheit 38 und/oder 42 in Abhängigkeit von einem Signal der Auswerteeinheit 36, das das Betätigen der Aktorikeinheit 38 bzw. 42 durch die Steuereinheit 34 auslöst. Das Signal der Auswerteeinheit 36 wird an die Steuereinheit 34 übertragen, wenn durch einen Auswertevorgang anhand von durch die Erfassungseinheit 30 erfassten Daten, insbesondere Bilddaten, eine Gefahrensituation bei einem Antrieb des Werkzeugs 16 erkannt wird. Dieser Erkennungsprozess wird unten näher beschrieben.
Die Auswerteeinheit 36 ist dazu vorgesehen, eine Bewegung eines sich im von der Erfassungsein- heit 30 erfassten Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich 26 bewegenden Objektes zu berücksichtigen. Ein Auswertevorgang durch die Auswerteeinheit 36 erfolgt anhand einer von der Erfas-
sungseinheit 30 erfassten Datenmenge. In dieser Ausführung ist die Erfassungseinheit 30 als Bilderfassungseinheit, und zwar als Videokamera ausgeführt, die zu einer Bilderfassung im sichtbaren Bereich vorgesehen ist. Eine Ausführung der Erfassungseinheit 30 zu einer Erfassung in einem unsichtbaren Bereich, wie z.B. in einem Infrarotbereich, ist ebenfalls denkbar. Ein Auswer- tevorgang der Auswerteeinheit 36 erfolgt anhand von einer durch die Erfassungseinheit 30 erfassten Bildsequenz. Erfindungsgemäß weist die Auswerteeinheit 36 eine Recheneinheit 44 auf, die dazu vorgesehen ist, zumindest zwei Bewegungen im Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich zu unterscheiden. Dies wird anhand der Figuren 3a, 3b, 3c und 4 näher erläutert.
Die Figuren 3 a und 3b stellen einen Teilbereich des von der Erfassungseinheit 30 erfassten Werkzeugmaschinenüberwachungsbereichs 26 dar. Es ist die Arbeitsfläche 12 zu erkennen, aufweicher das Werkstück 14 aufgelegt ist. Auf dem Werkstück 14 ist eine Hand 46 eines Anwenders abgestützt, welcher das Werkstück 14 in einer Arbeitsrichtung 48 gegen das Werkzeug 16 führt (siehe auch Figur 1). Bei einem Werkstückbearbeitungsvorgang führen das Werkstück 14 und die Hand 46 jeweils eine Bewegung im von der Erfassungseinheit 30 erfassten Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich 26 aus. Im Folgenden wird das Werkstück 14 als Objekt 50 und die Hand 46 als Objekt 52 bezeichnet. Die Recheneinheit 44 ist dazu vorgesehen, eine Vergleichsgröße zwischen einer ersten Bewegungskenngröße, die der Bewegung des ersten Objekts 50 zugeordnet ist, und einer zweiten Bewegungskenngröße, die der Bewegung des zweiten Objekts 52 zugeordnet ist, zu ermitteln. Die Recheneinheit 44 kann einen Mikroprozessor aufweisen oder sie kann als Mikroprozessor ausgebildet sein. Sie wertet eine Bildsequenz der Erfassungseinheit 30 mittels eines Programms aus, insbesondere eines Bildverarbeitungsprogramms, das in einer Speichereinheit 54 der Auswerteeinheit 36 gespeichert ist.
Der Ablauf des Auswerteprozesses durch die Auswerteeinheit 36 ist in einem Flussdiagramm in
Figur 4 dargestellt. Zu einem Zeitpunkt I 1 ^ wird von der Erfassungseinheit 30 ein Bild B 1-I des Werkzeugmaschinenüberwachungsbereichs 26 erfasst. Dieses Bild B 1-I wird gespeichert, wie z.B. in der Speichereinheit 54. Zu einem späteren Zeitpunkt tj wird ein weiteres Bild B 1 des Werkzeug- maschinenüberwachungsbereichs 26 erfasst. Die Daten der Bilder B 1-I und B 1 werden durch die Recheneinheit 44 mittels des Bildverarbeitungsprogramms in einem Auswerteschritt 56 ausgewertet. Insbesondere wird die Bewegung von einzelnen Punkten im Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich 26 mittels eines Vergleichs der Bilder B 1 und B 1-I analysiert und es wird dadurch von der Recheneinheit 44 ein Bewegungsvektorfeld ermittelt. Hierbei wird vom Bildverarbeitungsprogramm eine Methode des optischen Flusses verwendet. Es wird in der Bildsequenz B 1-I , B 1 die Be-
wegung von Pixelgebieten analysiert, die in dieser Bildsequenz eine konstante Helligkeit aufweisen. Durch einen Vergleich der Positionen eines Pixelgebiets in den Bildern B 1-I und B 1 wird diesem Pixelgebiet ein Bewegungsvektor zugeordnet. Ein Bewegungsvektor charakterisiert die Bewegung des Pixelgebiets in deren Richtung und Größe. Durch die Zuordnung eines Bewegungsvek- tors zu jedem der Pixelgebiete entsteht ein Bewegungsvektorfeld 58 oder 60, das in Figur 3a bzw.
3b dargestellt ist. Alternativ oder zusätzlich zur Methode des optischen Flusses können Bewe- gungsvektore Pixelgebieten zugeordnet werden, die sich durch ein Farbenmerkmal, ein Texturmerkmal, ein bestimmtes Motiv usw. auszeichnen.
In einem nächsten Auswerteschritt 62 erfolgt eine Segmentierung des Bewegungsvektorfelds 58 bzw. 60. Hierbei werden Regionen des Bewegungsvektorfelds 58 bzw. 60, die durch eine einheitliche Geschwindigkeit charakterisiert sind, ermittelt. In der in Figur 3 a dargestellten Situation, in welcher der Bediener das Werkstück 14 entlang der Arbeitsfläche 12 in Arbeitsrichtung 48 schiebt, weisen das Objekt 50 und das Objekt 52 im Wesentlichen die gleiche Geschwindigkeit auf, und zwar sowohl hinsichtlich der Richtung, die der Arbeitsrichtung 48 entspricht, als auch hinsichtlich der Größe. Mit dem Segmentierungsschritt wird durch die Recheneinheit 44 erkannt, dass in der Bildsequenz B 1-I , B 1 der gesamte Bildbereich, zu welchem das Bewegungsvektorfeld 58 zugeordnet wurde, eine einheitliche Geschwindigkeit aufweist. In der Situation der Figur 3b wird angenommen, dass die Hand 46 bei einem Schieben des Werkstücks 14 in Richtung auf das Werkzeug 16 abrutscht. Das bei dieser Situation im Auswerteschritt 56 anhand der Bilder B 1-I und B 1 ermittelte
Bewegungsvektorfeld 60 ist in Figur 3b dargestellt. In dem Auswerteschritt 62 werden durch die Segmentierung des Bewegungsvektorfelds 60 zwei Regionen erkannt, die jeweils durch eine einheitliche Geschwindigkeit charakterisiert sind. Eine erste Region entspricht dem Objekt 50, d.h. dem Werkstück 14, während eine zweite Region dem Objekt 52, d.h. der rutschenden Hand 46, entspricht. Die erste Region ist hierbei durch zwei Bewegungskenngrößen 64, 66 gekennzeichnet, die der Richtung bzw. der Länge des Bewegungsvektors entsprechen, welcher der Region einheitlich zugeordnet ist. Die Bewegungskenngrößen 64, 66 sind hierbei zwei Geschwindigkeitskenn- größen. Die Bewegungskenngröße 64 charakterisiert die Richtung der Geschwindigkeit, während die Bewegungskenngröße 66 proportional zum Geschwindigkeitswert ist. Die Bewegungskenngrö- ße 64 entspricht insbesondere einem Winkel, den die Vektorrichtung mit der Arbeitsrichtung 48 bildet und der der übersichtlichkeit halber nicht näher dargestellt ist. Die zweite Region ist dementsprechend durch zwei Bewegungskenngrößen 68, 70 gekennzeichnet. Mittels der Segmentierung des Bewegungsvektorfelds 60 im Auswerteschritt 62 wird ferner die Ausdehnung einer Region einheitlicher Geschwindigkeit ermittelt. Diese wird mit vorgespeicherten Daten der Spei-
chereinheit 54 verglichen, die die charakteristische Ausdehnung von geläufigen, sich potentiell im Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich 26 bewegenden Objekten, wie z.B. die charakteristische Ausdehnung einer Hand, kennzeichnen. Somit können die Objekte 50, 52 als Werkstück 14 einerseits und menschlicher Körperteil, und zwar als Hand 46, andererseits erkannt werden. Der Aus- werteschritt 62 der Recheneinheit 44 erlaubt daher, anhand des Bewegungsvektorfelds 60 das Vorhandensein eines menschlichen Körperteils im Werkzeugmaschinenüberwachungsbereich 26 zu erkennen. Dieser Auswerteschritt 62 ist optional. Es ist in einer Ausführungsvariante denkbar, dass ein menschlicher Körperteil in einem Auswerteschritt des Bildverarbeitungsprogramms anhand eines Farbmerkmals, Texturmerkmals und/oder Konturmerkmals erkannt wird. In einer weiteren Ausführungsvariante ist denkbar, dass die überwachungseinheit 24 zusätzlich zur Erfassungsein- heit 30 ein Sensormittel aufweist, das zu einer Materialerkennung, insbesondere zur Erkennung von menschlichem Gewebe, dient. Beispielsweise kann das Sensormittel als Infrarotsensor oder als Radarsensor ausgebildet sein. In Zusammenwirken mit der Erfassungseinheit 30 können somit verschiedenen Bereichen des erfassten Werkzeugmaschinenüberwachungsbereichs 26 verschiedene Materialien zugeordnet werden. In diesen Ausführungsvarianten kann die Bewegung der erkannten
Hand 46 lediglich durch einen ihr im Auswerteschritt 56 zugeordneten Bewegungsvektor charakterisiert werden, ohne dafür Regionen einheitlicher Geschwindigkeit ermitteln zu müssen.
Die Recheneinheit 44 wertet in einem weiteren Auswerteschritt 72 eine Vergleichsgröße zwischen der Bewegungskenngröße 64, 68 bzw. eine Vergleichsgröße zwischen der Bewegungskenngröße
66 und 70 aus. Anhand einer Vergleichsgröße kann die Recheneinheit 44 ggf. einen Unterschied zwischen den Bewegungsrichtungen der Objekte 50, 52 erkennen. Beispielsweise kann die Vergleichsgröße eine Winkelgröße sein, die einen durch die entsprechenden Bewegungsvektore gebildeten Winkel charakterisiert. In der vorliegenden Situation der Figur 3b sind diese Bewegungsrich- tungen im Wesentlichen identisch. Daraus kann von der Recheneinheit 44 erkannt werden, dass sich das Objekt 52, d.h. die Hand 46, in Richtung auf das Werkzeug 16 bewegt. Aus einem Vergleich der Bewegungskenngrößen 66, 70 ermittelt die Recheneinheit 44 eine Vergleichsgröße 74, anhand welcher ggf. unterschiedliche Geschwindigkeitswerte der Objekte 50, 52 erkannt werden können. Diese Vergleichsgröße 74 kann z.B. einem Längenunterschied zwischen den Bewegungs- vektoren, die die Bewegungen der Objekte 50, 52 charakterisieren, entsprechen. Dies ist in Figur 3c dargestellt.
In einem weiteren Auswerteschritt 76 wertet die Recheneinheit 44 die anhand der Bewegungskenngrößen ermittelten Vergleichsgrößen, insbesondere die Vergleichsgröße 74, aus. In der Situa-
tion der Figur 3b wird einem überschreiten der Vergleichsgröße 74 von einem vorbestimmten Schwellenwert SW eine hohe Sicherheitsstufe S der Sicherheitsvorrichtung 37 zugeordnet. Gemäß dieser Sicherheitsstufe S überträgt die Auswerteeinheit 36 in einem Schritt 78 ein Signal an die Steuereinheit 34, die wie oben beschrieben, Sicherheitsmaßnahmen der Aktorikeinheit 38 und/oder 42 einleitet. Der voreingestellte Schwellenwert SW ist beispielsweise in der Speichereinheit 54 vorgespeichert.
In der in Figur 3 a dargestellten Situation ordnet die Recheneinheit 44 der Tatsache einer einheitlichen Geschwindigkeit des gesamten erfassten Teilbereichs des Werkzeugmaschinenüberwa- chungsbereichs 26 eine niedrige Sicherheitsstufe der Sicherheitsvorrichtung 37 zu. Gemäß dieser
Sicherheitsstufe wird ein Antrieb des Werkzeugs 16 fortgeführt.
Die Werkzeugmaschinenvorrichtung 22 eignet sich ferner bei anderen Typen von Werkzeugmaschinen, wie z.B. Kapp- und Gehrungssägen, Paneelsägen, Bandsägen usw.
