FUCHS, Rudolf (Fliederweg 31, Neuhausen, 73765, DE)
| Ansprüche 1. Werkzeugmaschine, insbesondere Tischkreissäge, mit einem Arbeitstisch (2) als Werkstückauflage (3) und mit einer in Vorschubrichtung (6) sich erstreckenden Führung, insbesondere Schiebeführung (5), für eine Werkstückabstützung (18, 40, 41), dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückabstützung (18, 40, 41) eine zum Werkstück (7) untergreifende Werkstückanlage (44) aufweist, die zumindest in Höhe der Werkstückauflage (3) liegt. 2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückabstützung (18, 40, 41) als das Werkstück (7) gegen die Werkstückanlage (44) belastende Spannvorrichtung (12, 19, 27) ausgebildet ist. 3. Werkzeugmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung für die Werkstückabstützung (18, 40, 41) als unterhalb der Tischebene (4) des Arbeitstisches (2) angeordnete Schiebeführung (5) ausgebildet ist. 4. Werkzeugmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung (12, 19, 27) mit ihrer Werkstückanlage (44) in Überdeckung zur Schiebeführung (5) liegt. 5. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung (12, 19, 27) mit einer die Werkstückanlage (44) bildenden Spannbacke (13, 21, 28) einen zur Schiebeführung (5) in Überdeckung liegenden Tischkanal des Arbeitstisches (2) durchsetzt. 6. Werkzeugmaschine, insbesondere Tischkreissäge, mit einem Arbeitstisch (2) als Werkstückauflage (3) und mit einer in Vorschubrichtung (6) sich erstreckenden Führung, insbesondere Schiebeführung (5) für eine Werkstückabstützung (18, 40, 41), insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückabstützung (18, 40, 41) als zum Werkstück (7) tragende Spannvorrichtung (12, 19, 27) ausgebildet ist. 7. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückanlage (44) in ihrer Höhenlage zur Tischebene (4) einstellbar ist. 8. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Spannbacke (14, 22, 29) der Spannvorrichtung (12, 19, 27) in ihrer Höhenlage zur Tischebene (4) verstellbar ist. 9. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Arbeitstisch (2) ein Werkstück- Schiebeanschlag (17) vorgesehen ist und dass die Spannvorrichtung (12, 19, 27) mit dem Werkstück-Schiebeanschlag (17, 25) verbunden ist. 10. Werkzeugmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Spannbacken (21, 22; 28, 29) der Spannvorrichtung (19, 27) zum Werkstück- Schiebeanschlag (17, 25) verstellbar ist. 11. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung (19, 27) eine schraubzwingenartig ausgebildete Spanneinheit umfasst. 12. Spannvorrichtung für Werkzeugmaschinen, insbesondere Tischkreissägen, deren Arbeitstisch (2) eine Werkstückauflage (3) für ein über die Spannvorrichtung (12, 19, 17) zu haltendes Werkstück (7) bildet und der mit einer unterhalb der Tischebene (4) sich erstreckenden Schiebeführung (5) für einen Werkstück- Schiebeanschlag (17, 25) versehen ist und bei denen der Werkstück-Schiebeanschlag (17, 25) mit der Spannvorrichtung (12, 19, 27) zusammengefasst ist. 13. Spannvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstück-Schiebeanschlag (17, 25) Träger der Spannvorrichtung (12, 19, 27) ist. 14. Spannvorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung (19, 27) schraubzwingenartig ausgebildet ist. |
Titel
Werkzeugmaschine, insbesondere Tischkreissäge.
Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine, insbesondere eine Tischkreissäge, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Stand der Technik
Werkzeugmaschinen mit Arbeitstischen sind in vielfältigen
Ausgestaltungen bekannt. So auch als Tischkreissägen, die - zur Werkstückabstützung - mit einem Schiebeanschlag versehen sind. Ein jeweiliges Werkstück wird an den Schiebeanschlag angelegt, der längs einer unterhalb der Tischebene verlaufenden Schiebeführung geführt ist, und in Vorschubrichtung gegen das Arbeitswerkzeug, beispielsweise ein Kreissägeblatt, verfahren.
Ist das Werkstück klein, so ist ungeachtet der Verwendung des Schiebeanschlags ein Zugriff auf den Nahbereich zum Werkzeug nötig; ist das Werkstück groß, insbesondere im Vergleich zur Tischfläche, so sind vor allem in der Endphase bei über die Tischfläche hinausragendem Werkstück erhebliche Kräfte erforderlich, um das Werkstück zur Tischfläche und zum Schiebeanschlag in Anlage zu halten und ein Abkippen des Werkstückes über die bezogen auf die Vorschubrichtung vordere Tischkante zu verhindern.
Zudem ist der Benutzer gerade in dieser Arbeitsphase oft auch anderweitig gefordert, beispielsweise um Teile des mittlerweile bearbeiteten Werkstückes zusammenzuhalten und/oder die Maschine abzuschalten. Zur Erleichterung der Handhabung großer, über den Arbeitstisch hinausragender Werkstücke ist es bekannt, den Arbeitstisch mit umfangsseitig auskragenden Werkstückabstützungen zu versehen. Der hierfür erfordliche Aufwand ist erheblich, bedingt Zusatzaufwendungen mit entsprechenden Rüstzeiten und steht dem Gedanken entgegen, mit möglichst wenig Zubehör bei minimiertem Raumbedarf auszukommen.
Offenbarung der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Werkzeugmaschine der eingangs genannten Art in Bezug auf die Handhabung von Werkstücken, insbesondere in Bezug auf die Handhabung von Werkstücken unterschiedlicher Größenordnungen, und vor allem großer und schwerer Werkstücke, zu verbessern.
Gemäß der Erfindung wird dies mit den Merkmalen des Anspruches 1 erreicht. Die Unteransprüche geben zweckmäßige Weiterbildungen an .
Durch die Nutzung der Schiebeführung für eine Werkstück- abstützung, die zum Werkstück tragend und insbesondere als Spannvorrichtung ausgebildet ist, ist das Werkstück in seiner Höhenlage zur Tischebene festzulegen, und zwar - solange das Werkstück in Überdeckung zur Tischfläche liegt - unabhängig von der jeweiligen Phase des Arbeitsdurchlaufes. Der Benutzer hat so, falls kein automatischer Vorschub vorgesehen ist, letztlich nur Vorschubkräfte aufzubringen und kann damit praktisch ohne Auswirkungen auf den Werkstückdurchlauf auch sonstige Funktionen wahrnehmen. Dadurch, dass das Werkstück über die Spannvorrichtung gegen die Schiebeführung tragend abgestützt ist, bedingt die Verspannung im Sinne einer Sicherung der Höhenlage des Werkstückes zur Tischebene auch kein Andrücken des Werkstücks auf die Tischebene, das in Abhängigkeit von den Reibwerten zwischen Werkstück und Tischebene und den
Niedehaltekräften auch starke Schwankungen hinsichtlich der Vorschubkräfte mit sich bringen kann, die die benutzerseitige Führung erschweren.
Die benutzerunabhängige, tragende Abstützung über die Spannvorrichtung bedeutet nicht, dass das Werkstück über die Spannvorrichtung insgesamt getragen ist oder getragen sein müsste, sondern lediglich, dass die in Abhängigkeit von der Lage des Werkstückes zur Tischfläche notwendigen Spannkräfte, um beispielsweise ein Abkippen des Werkstückes von der Tischfläche zu verhindern, von der Spannvorrichtung aufgenommen und, aufgenommen von der Spannvorrichtung, über die Schiebeführung abgestützt werden. Seitens der Schiebeführung sind aber Reibwertschwankungen wie zwischen Werkstück und Tischfläche, man denke an harzverunreinigte Werkstücke, weder zu befürchten noch gegeben, so dass trotz gewisser Schwankungen die Vorschubkräfte gut zu beherrschen und insbesondere für den Benutzer auch kalkulierbar sind.
Die tragende Abstützung des Werkstücks über die Spannvorrichtung erfolgt bevorzugt derart, dass das Werkstück im Bereich der
Spannvorrichtung zumindest gewichtsentlastet, bevorzugt leicht über das Niveau der Tischebene angehoben ist, was erfindungsgemäß in einfacher Weise dadurch zu realisieren ist, dass die Spannvorrichtung mit einer zum Werkstück untergreifenden, die Tischfläche als Werkstückauflage durchsetzenden Werkstückanlage versehen ist, die in Höhe der Tischfläche benachbart zu dieser endet und damit einen kleinen Überstand zur Tischebene aufweist.
Konstruktiv lässt sich dies in vorteilhafter Weise dadurch realisieren, dass die Spannvorrichtung mit ihrer Werkstückanlage in Überdeckung zur Schiebeführung liegt, so dass bei in einem Kanalausschnitt liegender Schiebeführung ausreichender konstruktiver Freiraum für die Werkstückanlage gegeben ist.
In einfacher Weise lässt sich die Spannvorrichtung durch quer zur Tischebene einander gegenüberliegende und in ihrer - A -
Abstandslage zueinander verstellbare Spannbacken gestalten, deren untere die Werkstückanlage bildet, die in ihrer Höhenlage zur Schiebeführung sowohl lagefest wie auch verstellbar angeordnet sein kann. Eine besonders zweckmäßige Lösung besteht darin, die Spannbacken zu einer Spanneinheit zusammenzufassen, so insbesondere zu einer Spanneinheit, die nach Art einer Schraubzwinge gestaltet ist und die sich als Zusatzteil, insbesondere als Zubehör darstellen lässt, das in Zusammenwirken mit dem Werkstück-Schiebeanschlag eine Spannvorrichtung gemäß der Erfindung bildet oder das auch unabhängig hiervon als Spannzwinge einzusetzen ist.
In besonderem Maße eignen sich hierzu schraubzwingenartige Spannzwingen, deren Spannbacken über einen Spannschaft verbunden sind und von denen zumindest eine der Spannbacken, in Bezug auf den vorgesehenen Einsatzzweck in der Spannvorrichtung insbesondere die obere Spannbacke gegenüber dem Spannschaft höhenverstellbar sowie bevorzugt auch in einer Höhenlage arretierbar ist. Zweckmäßigerweise ist diese obere Spannbacke, wie auch bei anderen Ausgestaltungen der Spannvorrichtung, mit einer auf das Werkstück zugreifenden Spannschraube, oder einem entsprechenden Spannmittel versehen, das bevorzugt über ein Druckstück oder einen Druckteller das Werkstück beaufschlagt.
Im Rahmen der Erfindung liegt es auch, die Spannbacken unmittelbar gegenüber dem Werkstück-Schiebeanschlag zu verankern bzw. zu führen, quasi als Einsatzteile zum Werkstück- Schiebeanschlag auszubilden.
Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Spannvorrichtung für Werkzeugmaschinen, deren Arbeitstisch eine Tischfläche als Werkstückauflage für das über eine Spannvorrichtung zu haltende Werkstück aufweist und mit einem Werkstück-Schiebeanschlag versehen ist, wobei in erfindungsgemäßer Weise der Werkstück- Schiebeanschlag Teil der Spannvorrichtung ist, und in reziproker Weise gegebenenfalls auch die Spannvorrichtung Teil des Werkstück-Schiebeanschlages. Insbesondere erweist es sich als zweckmäßig, wenn der Werkstück-Schiebeanschlag Träger einer Spanneinheit ist und eine solche Spanneinheit gegebenenfalls in insbesondere schraubzwingenartiger Ausbildung auch unabhängig vom Werkstück-Schiebeanschlag für andere Spannzwecke einzusetzen ist.
Weitere Vorteile und zweckmäßige Ausführungen sind den weiteren
Ansprüchen, der Figurenbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Es zeigen:
Fig. 1 einen Arbeitstisch einer Werkzeugmaschine in Form einer Tischkreissäge in schematisierter Draufsicht, wobei der als Auflage für ein nicht dargestelltes Werkstück dienende Arbeitstisch mit einer unterhalb der Tischebene in Vorschubrichtung sich erstreckenden
Schiebeführung für eine Werkstückabstützung versehen ist,
Fig. 2 einen Schnitt gemäß Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 in Richtung des Pfeiles III in Fig. 1 eine weiter schematisierte Darstellung, in der das Werkstück im Bereich der Werkstückabstützung über eine Spannvorrichtung gehalten ist,
Fig. 4 eine erfindungsgemäße Ausgestaltung einer solchen Spannvorrichtung, wobei die Spannvorrichtung eine schraubzwingenartige Spanneinheit umfasst, die mit dem Werkstück-Schiebeanschlag verbunden ist, in einer schematisierten Schnittdarstellung gemäß Linie IV-IV in Fig. 7,
Fig. 5 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles V in Fig. 4,
Fig. 6 eine Draufsicht in Richtung des Pfeiles VI in Fig. 5, Fig. 7 in Draufsicht schematisiert ein Schiebeanschlag mit mehreren Aufnahmen für Spanneinheiten gemäß Fig. 4 bis 6, und
Fig. 8 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung mit seitlich außerhalb der Tischfläche liegender Schiebeführung .
Die Fig. 1 bis 3 veranschaulichen, stark schematisiert, eine Werkzeugmaschine 1 in der Ausgestaltung als Tischkreissäge, deren Arbeitstisch 2 eine durch seine Tischfläche gebildete Werkstückauflage 3 aufweist. Unterhalb der durch die Tischfläche bestimmten Tischebene 4 ist eine Schiebeführung 5 vorgesehen. Die Schiebeführung 5 erstreckt sich in Vorschubrichtung 6 eines in Fig. 3 veranschaulichten Werkstückes 7 gegen das durch ein Sägeblatt 8 gebildete Arbeitswerkzeug 9 der Werkzeugmaschine 1 und verläuft, wie Fig. 1 und 2 zeigen, seitlich versetzt zum Sägeblatt 8, das über die Tischebene 4 nach oben übersteht und damit einen Überschneidungsbereich zum in Vorschubrichtung 6 über den Arbeitstisch 2 verschiebbaren Werkstück 7 aufweist.
Fig. 2 veranschaulicht die Schiebeführung 5 durch eine zum Arbeitstisch 2 lagefeste Führungsstange 10 und eine auf dieser laufende Führungsbuchse 11, und somit als Schiebeführung mit zwei Freiheitsgraden. Im Rahmen der Erfindung liegt es aber auch, die Schiebeführung 5 beispielsweise als Schwalbenschwanzführung mit zum Arbeitstisch lagefester Führungsschiene auszubilden, in der bei nach oben sich verjüngendem Querschnitt ein Gleitstein läuft, so dass lediglich eine Längsverschieblichkeit , und damit ein Freiheitsgrad gegeben ist.
Über die Schiebeführung 5 ist in der Darstellung gemäß Fig. 1 als Werkstückabstützung 18 eine Spannvorrichtung 12 in ihrer Höhenlage zum Arbeitstisch 2 festgelegt, welche in Fig. 2 schematisch durch zwei Spannbacken 13, 14 veranschaulicht ist, von denen die Spannbacke 13 zum Werkstück 7 eine untere, untergreifende und die Spannbacke 14 eine obere, übergreifende Spannbacke bildet. Die Spannbacken 13 und 14 sind ihrerseits, was in Fig. 1 und 2 nicht gezeigt ist, zueinander in Hochrichtung verstellbar und gegeneinander in einer auf die Dicke des Werkstückes 7 abgestimmten Höhenlage fixierbar, wobei zweckmäßigerweise, wie in Fig. 1 und 2 angedeutet, die obere Spannbacke 14 noch von einer Spannschraube 15 durchsetzt ist, die über einen in Fig. 2 nicht dargestellten Spannteller das Werkstück 7 beaufschlagt.
Die Spannvorrichtung 12 ist bezüglich ihrer Zuordnung zur Tischebene 4 so gestaltet, dass für das über die
Spannvorrichtung 12 gehaltene Werkstück 7 dieses im Bereich der Spannvorrichtung 12 eine vorgegebene Höhenlage zur Tischebene 4 einnimmt und zumindest auf Höhe der Tischebene 4 unterfangen ist.
Im Bereich der Werkstückabstützung 18 ist somit das Werkstück 7 über die Spannvorrichtung 12 tragend abgestützt, ohne dass das Werkstück 7 gegen die Tischfläche als Werkstückauflage 3 angedrückt wird. Die untere Spannbacke 13, die die
Werkstückanlage 44 bildet, durchsetzt, wie Fig. 2 zeigt, im Bereich des der Schiebeführung 5 zugeordneten Tischkanals 16 die durch die Tischfläche gebildete Werkstückauflage 3 und liegt mit ihrer Werkstückanlage 44 mit geringem Überstand zu Werkstückauflage 3.
Über die Spannvorrichtung 12 ist somit sichergestellt, dass das Werkstück 7 in seinem bezogen auf die Vorschubrichtung 6 hinteren Bereich in der Höhenlage fixiert ist, ungeachtet der sonstigen Abstützung und Auflage des Werkstückes 7 auf der
Tischfläche, so dass auch bei einem Auslaufen des Werkstückes 7 in Vorschubrichtung 6 über die Tischfläche als Werkstückauflage 3 hinaus ein Abkippen des Werkstückes 7 verhindert ist, ohne dass seitens des Benutzers eine den Kippkräften entgegengerichtete Niederhaltekraft auf das Werkstück 7 ausgeübt werden müsste. AIs besonders zweckmäßig erweist es sich, wenn über die Schiebeführung 5 sowohl die Spannvorrichtung 12 als auch ein Schiebeanschlag 17 mit dem Arbeitstisch 2 verbunden sind, wobei der Schiebeanschlag 17 und die Spannvorrichtung 12 auch zu einer Werkstückabstützung 40 zusammengefasst sein können. Im Rahmen der Erfindung liegt es, dass die Werkstückabstützung 18 über eine dem Schiebeanschlag 17 zugeordnete Schiebeführung 5 mit dem Arbeitstisch 2 verbunden ist, oder in entsprechender Weise bei mit der Schiebeführung 5 verbundener Spannvorrichtung 12 die Werkstückabstützung 40 an der Spannvorrichtung 12 angeordnet ist, so insbesondere an deren die Werkstückanlage bildender unterer Spannbacke 13.
Die tragende Funktion der Spannvorrichtung 12 bleibt in beiden Ausgestaltungen erhalten, und ungeachtet der Abstützung des
Werkstückes 7 auf der unteren Spannbacke 13 als Werkstückanlage mit entsprechend kleinem Spaltabstand zwischen Werkstück 7 und Werkstückauflage 3 als Tischfläche kann der Schiebeanschlag 17 zur Tischfläche gleitend angeordnet sein, womit bei einem rotatorischen Freiheitsgrad der Schiebeführung 5 über den Schiebeanschlag 17 eine entsprechende Ausrichtung des Schiebeanschlags 17 und der Spannvorrichtung 12 zur Werkstückauflage 3 verspannungsfrei zu erreichen ist.
In der schematisierten Darstellung gemäß Fig. 3 sind die Schiebeführung 5 und der Tischkanal 16 strichliert veranschaulicht. Ferner überlagernd zum Tischkanal 16 und zur Werkstückauflage 3 und verbunden mit der Schiebeführung 5 eine Spannvorrichtung 19, über die das Werkstück 7 an seinem bezogen auf die Vorschubrichtung 6 rückwärtigen Ende tragend gehalten ist. Die Spannvorrichtung 19 ist dem Schiebeanschlag 17 zugeordnet und ausgestaltet nach Art einer Schraubzwinge 20 mit unterer, zur Schiebeführung 5 lagefester Spannbacke 21, oberer Spannnbacke 22 und einem Spannschaft 23, zu dem die obere Spannbacke 22 in Schaftlängsrichtung verschieblich ist und zu dem die untere Spannbacke 21 lagefest angeordnet ist, so dass der Spannschaft 23 und die untere Spannbacke 21 einen Tragwinkel bilden.
Nicht dargestellt ist, dass die obere Spannbacke 22 zum Spannschaft 23 bevorzugt nicht nur durch Verkantung in einer jeweiligen Höhenlage zu fixieren ist, sondern bevorzugt auch in verschiedenen Höhenlagen durch Verrastung festzulegen ist. Die verkantende Verspannung der oberen Spannbacke 22 gegenüber dem Spannschaft 23 ergibt sich beim Anlegen der Spannschraube 24 gegen das Werkstück 7, wobei die Spannschraube 24 gegenüber der oberen Spannbacke 22 verstellbar ist und das Werkstück 7 bevorzugt über einen Spannteller oder dergleichen beaufschlagt. Fig. 3 lässt auch erkennen, dass die durch die untere Spannbacke 21 gebildete Werkstückanlage die Tischebene durchsetzt und mit geringem Abstand über der die Tischebene 4 bestimmenden
Tischfläche als Werksktückaufläge 3 endet, zumindest aber auf deren Höhe, so dass das Werkstück 7 bei Verspannung zwischen den Spannbacken 21 und 22 zumindest im Wesentlichen nur gegen diese und die Schiebeführung 5 verspannt ist, nicht aber gegen die Werkstückauflage 3 angedrückt ist.
Um unterschiedlichen Gegebenheiten seitens des Werkstückes 7 Rechnung tragen zu können, erweist es sich als zweckmäßig, wenn nicht nur die Spannbacken 21, 22 gegeneinander verstellbar sind, sondern wenn zusätzlich auch die untere Spannbacke 21 durch Höhenverstellung verstellbar ist, beispielsweise durch Verstellung des Spannschaftes 23 gegenüber dem Schiebeanschlag 17 in Hochrichtung, das heißt quer zur Werkstückauflage 3. So kann auch bei ungleichmäßig geformten Werkstücken 7 an deren bezogen auf die Vorschubrichtung 6 rückwärtigem Ende eine
Verspannung in Hochrichtung sichergestellt werden, die beim Auslaufen des Werkstückes 7 über die Werkstückauflage 3 hinaus ein Abkippen derselben verhindert. Dies lässt sich, wie in Fig. 4 veranschaulicht, bei an der Schiebeführung 5 angebrachtem Schiebeanschlag 25 durch Verstellung von unterer Spannbacke 28 und oberer Spannbacke 29 gegenüber dem Schiebeanschlag 25 erreichen. Ferner auch, was nicht dargestellt ist, dadurch, dass zur Schiebeführung lediglich eine Tragsäule festgelegt ist, und dass zur Tragsäule die Spannbacken verstellbar und fixierbar sind. Zusätzlich kann zur Tragsäule auch der Schiebeanschlag höhenverstellbar geführt sein; in analoger Weise ist eine solche in Hochrichtung gemäß Pfeil 42 wechselseitige Verstellbarkeit der Spannbacken und des Schiebeanschlages auch dadurch zu realisieren, dass der Schiebeanschlag zur Tragsäule in Hochrichtung verstellbar ist und die Spannbacken 28, 29 ihrerseits gegenüber dem Schiebeanschlag 46 ähnlich Fig. 4 bis 6.
Insbesondere in der Zusammenfassung von Spannvorrichtung 27 und Schiebeanschlag 25 zu einer Werkstückabstützung 41 als Funktionseinheit ist auch die Möglichkeit begründet, einen Schiebeanschlag 25, wie in Fig. 7 angedeutet, über seine Länge mit mehreren Aufnahmen 26 für Spannvorrichtungen 27 zu versehen, wie sie beispielsweise anhand der Fig. 4 bis 6 erläutert sind. Die damit erreichbare Variabilität in der Anordnung der Spannvorrichtungen 27, insbesondere auch in deren Anordnung zu einem jeweiligen Werkstück 7 führt zu einer besonders benutzerfreundlichen Lösung, wobei zweckmäßigerweise Spannvorrichtungen 27 eingesetzt werden, die nach Art von Schraubzwingen gestaltet sind und die auch unabhängig vom erfindungsgemäßen Einsatzfall verwendet werden können. Insbesondere können gegebenenfalls auch handelsübliche Spannvorrichtungen in erfindungsgemäßer Weise mit dem Schiebeanschlag 25 zu einer Werkstückabstützung 41 zusammengefasst werden.
Anhand der Fig. 4 bis 6 ist eine solche Spannvorrichtung 27 veranschaulicht, die sowohl insgesamt zum aufnehmenden Schiebeanschlag 25 höhenverstellbar ist und bei der auch die Spannbacken 28 und 29 gegeneinander verstellbar sind, wobei die untere Spannbacke mit 28 und die obere Spannbacke mit 29 bezeichnet ist. Zum Spannschaft 30 ist die untere Spannbacke 28 lagefest, und der Spannschaft 30 ist zum Schiebeanschlag 25 in Richtung des Pfeiles 43 höhenverstellbar. Zur Einstellung einer gewünschten Höhenlage des Spannschaftes 30 dient eine Rastvorrichtung 31, angedeutet durch einen seitens des Spannschaftes 30 angedeutetes Sägezahnprofil 32 und einen Rasthebel 33.
Zum Spannschaft 30 ist die obere Spannbacke 29 ihrerseits in Richtung des Pfeiles 34 verstellbar, wobei auch insoweit gewünschte Höhenlagen zum Spannschaft 30 wiederum über eine Verrastung gesichert sein können, die analog zur Rastvorrichtung 31 ausgebildet, hier aber nicht dargestellt ist.
Die Spannbacke 28 ist zum Spannschaft 30 lagefest, wobei durch entsprechende Bemessung der seitens des Schiebeanschlages 25 vorgesehenen Ausnehmungen 35 und 36 die Verstellwege der Spannbacken 28, 29 zum Schiebeanschlag 25 in Richtung auf eine maximale Annäherungslage der Spannbacken 28, 29 gegeneinander begrenzt ist. Sind Werkstücke 7 zu haltern, deren Dicke kleiner ist als der Abstand zwischen den Ausnehmungen 35, 36, so können diesbezügliche Höhendifferenzen durch eine angedeutete Spannschraube 38 überbrückt werden.
Da Spannvorrichtungen 27 an der dem Werkstück 7 zugewandten Seite 39 des Schienenanschlages 25 eingesetzt werden können und durch die hinterschnittene Ausbildung zumindest einer der Aussparungen 35, 36 zur Seite 39 auch eine Lagesicherung erreichbar ist, wie aus den Zeichnungen ersichtlich, ist auch in der Kombination von Schiebeanschlag 25 und Spannvorrichtung 27 eine vollwertige Werkstückabstützung 41 geschaffen, ungeachtet dessen, dass die Spannvorrichtungen 27 in ihrer schraubzwingenartigen Ausgestaltung unabhängig von dem
Schienenanschlag 25 auch anderweitig genutzt werden können.
Fig. 8 veranschaulicht des Weiteren, dass eine unterhalb der Tischebene 4 des Arbeitstisches 2 liegende Schiebeführung 5 nicht nur in Überdeckung zur durch die Tischfläche gebildeten Werkstückauflage 3, sondern auch randseitig zur Tischfläche liegen kann, so insbesondere seitlich außerhalb der Tischfläche liegen kann. In Fig. 8 ist hierzu seitlich auskragend zu einer Längsseite des Arbeitstisches 2 eine sowohl in Längs- und Hochrichtung führende, sowie auch quer hierzu drehmomenten- abstützende Schiebeführung 45 vorgesehen, umfassend zueinander parallele Führungsstangen 46 und Führungsbuchsen 47, die zu einem Schiebeanschlag 48 lagefest sind. An dem so gegenüber dem Tisch 2 geführten Schiebeanschlag 48 können, wie anhand der übrigen Ausführungsbeispiele erläutert, Spannvorrichtungen angebracht sein, hier schematisiert angedeutet als Spannvorrichtung 49. In analoger Weise können anstelle des
Schiebeanschlages 48 als Verbindung zur Schiebeführung 45 auch Teile der Spannvorrichtung 49 entsprechend den vorgeschilderten Ausführungsformen vorgesehen sein. Korrespondierend zur Spannvorrichtung 49 ist ein Kanal 50 in der Tischfläche als Werkstückauflage 3 vorgesehen.
