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Title:
MACHINE TOOL HAVING A GUIDE APPARATUS FOR A TOOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/063503
Kind Code:
A1
Abstract:
A machine tool is provided with a guide apparatus for a tool which is fastened to a stroke rod (3) and performs an oscillating lifting movement, wherein the guide apparatus is held on the housing (2) of the machine tool. The guide apparatus is configured as a guide frame (4) which is mounted pivotably on the housing (2), wherein at least one stroke-rod bearing (10, 11) for receiving the stroke rod (3) is incorporated into the guide frame (4).

Inventors:
SAEGESSER, Daniel (Bahnhofstr.26, Langenthal, CH-4900, CH)
Application Number:
EP2009/062958
Publication Date:
June 10, 2010
Filing Date:
October 06, 2009
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
SAEGESSER, Daniel (Bahnhofstr.26, Langenthal, CH-4900, CH)
International Classes:
B23D49/16; B23D51/02
Attorney, Agent or Firm:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Werkzeugmaschine mit einer Führungsvorrichtung für ein Werkzeug, insbesondere Hubsägemaschine, wobei das Werkzeug an einer Hubstange (3) befestigt ist und eine oszillierende Hubbewegung ausführt und die Füh- rungsvorrichtung am Gehäuse (2) der Werkzeugmaschine gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorrichtung als Führungsrahmen (4) ausgebildet ist, der schwenkbar am Gehäuse (2) gelagert ist, und dass in den Führungsrahmen (4) mindestens ein Hubstangenlager (10, 1 1 ) zur Aufnahme der Hubstange (3) eingebracht ist.

2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass in den Führungsrahmen (4) zwei axial beabstandete Hubstangenlager (10, 1 1 ) zur Aufnahme der Hubstange (3) eingebracht sind.

3. Werkzeugmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die

Hubstangenlager (10, 1 1 ) in Querschenkel (5, 6) eingebracht sind, die zueinander axial beabstandet sind und sich quer zur Längsachse (14) der Hubstange (3) erstrecken.

4. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den Führungsrahmen (4) zwei quer zum Hubstangenlager (10, 1 1 ) gerichtete Pendellager (22, 23) eingebracht sind, in denen eine mit dem Gehäuse (2) verbundene Pendelwelle (9) gelagert ist.

5. Werkzeugmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die

Pendellager (22, 23) benachbart zu einem Hubstangenlager (10, 1 1 ) angeordnet sind.

6. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Lager (10, 1 1 , 22, 23) als Bohrungen in den Führungsrahmen (4) eingebracht sind.

7. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Hubstange (3) ein Gleitelement (17) befestigt ist und dass am Führungsrahmen (4) Gleitflächen (26, 27) für das Gleitelement (17) gebildet sind.

8. Werkzeugmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitflächen (26, 27) an Längsschenkeln (20, 21 ) des Führungsrahmens (4) gebildet sind, die sich parallel zur Längsachse (14) der Hubstange (3) erstrecken.

9. Werkzeugmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitflächen (26, 27) eine auf die Oberfläche des Führungsrahmens (4) aufgebrachte Gleitbeschichtung aufweisen.

10. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitelement (17) mittels eines Spannbügels (18) an der Hubstange (3) befestigt ist.

1 1 . Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gleitelement (17) eine Antriebsvorrichtung (19) angreift und der Hubstange (3) über das Gleitelement (17) die oszillierende Hubbewegung aufgeprägt wird.

12. Führungsvorrichtung für ein Werkzeug in einer Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 .

Description:
Beschreibung

Titel

WERKZEUGMASCHINE MIT EINER FÜHRUNGSVORRICHTUNG FÜR EIN WERKZEUG

Die Erfindung bezieht sich auf eine Werkzeugmaschine mit einer Führungsvorrichtung für ein Werkzeug, insbesondere auf eine Hubsägemaschine, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 .

Stand der Technik

In der DE 10 2006 030 558 A1 wird eine handgeführte Hubsägemaschine beschrieben, die eine Hubstange zur Aufnahme eines Sägeblatts aufweist, wobei die Hubstange eine oszillierende Hubbewegung ausführt. Das Sägeblatt ist in ei- ner Stützvorrichtung geführt, die einen U-förmigen, am Gehäuse festgelegten

Halter sowie ein im Halter aufgenommenes, als Stützrolle ausgeführtes Stützelement aufweist. Die Stützrolle ist an seitlichen Schenkeln des U-förmigen Halters drehbar gelagert und dient zur Abstützung der Rückseite des Sägeblatts.

Aus der DE 41 39 130 A1 ist eine Lagereinrichtung für die Hubstange einer Sägemaschine bekannt, die aus einem Rahmen besteht, in den Führungshülsen für die Führung der Hubstange eingebracht sind. Die Lagereinrichtung wird fest in das Gehäuse der Stichsägemaschine eingebaut.

Offenbarung der Erfindung

Von diesem Stand der Technik ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, mit einfachen konstruktiven Maßnahmen ein Werkzeug sicher zu führen, welches an einer Hubstange in einer Werkzeugmaschine gehalten ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Die Unteransprüche geben zweckmäßige Weiterbildungen an.

Bei der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine handelt es sich insbesondere um eine Hubsägemaschine, vorzugsweise um eine handgeführte Hubsägemaschine, wobei im Rahmen der Erfindung allgemein Werkzeugmaschinen mit einer Hubstange in Betracht kommen, die eine oszillierende, translatorische Hubbewegung ausführt.

Die Werkzeugmaschine weist eine Führungsvorrichtung für das Werkzeug auf, wobei das Werkzeug an der Hubstange zu befestigen ist. Die Führungsvorrichtung ist hierbei am Gehäuse der Werkzeugmaschine gehalten.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Führungsvorrichtung als ein Füh- rungsrahmen ausgebildet ist, der schwenkbar am Gehäuse gelagert ist, und dass in den Führungsrahmen mindestens ein Hubstangenlager zur Aufnahme der Hubstange eingebracht ist.

Diese Ausführung ist zum einen konstruktiv in einfacher Weise zu realisieren, da der Führungsrahmen, der vorzugsweise geschlossen ist, lediglich seitliche

Längsschenkel sowie zwei beabstandete Querschenkel aufweist, wobei die Schenkel Träger des mindestens einen Hubstangenlagers sind. Gemäß zweckmäßiger Ausführung sind zwei axial beabstandete Hubstangenlager vorgesehen, die in den beiden Querschenkeln des Führungsrahmens angeordnet sind. Damit ist eine sichere Lagerung mit ausreichender Führung der Hubstange gegeben, die somit keine Bewegung in eine Querrichtung zur Längsachse der Hubstange ausführen kann. Zugleich ist die Auf- und Abbewegung der Hubstange durch die Lagerung in den Hubstangenlagern gewährleistet.

Auf Grund der schwenkbaren Aufnahme des Führungsrahmens am Gehäuse ist eine Pendelauslenkung möglich, so dass die Hubstange einschließlich des daran gehaltenen Werkzeugs zusätzlich zur oszillierenden Hubbewegung eine pendelnde Antriebsbewegung in Sägerichtung bzw. Bearbeitungsrichtung ausführen kann. Diese überlagerte Pendelbewegung kann dem Führungsrahmen mittels ei- ner Pendelvorrichtung aufgeprägt werden. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, den Führungsrahmen ohne eine derartige Pendelbewegung im Gehäuse zu sichern, so dass der Führungsrahmen fest mit dem Gehäuse verbunden ist. In diesem Fall besteht die Arbeitsbewegung des Werkzeugs allein in der oszillierenden Hubbewegung, die von der Hubstange ausgeübt wird.

Die schwenkbare Lagerung des Führungsrahmens am Gehäuse wird gemäß zweckmäßiger Ausführung in einfacher Weise dadurch realisiert, dass in den Führungsrahmen zwei quer zur Achse des Hubstangenlagers gerichtete Pendel- lager eingebracht sind, in denen einen mit dem Gehäuse verbundene Pendelwelle aufgenommen ist. Der Führungsrahmen kann um die Pendelwelle schwingen und hierbei ggf. die gewünschte Pendelbewegung ausführen. Die beiden Pendellager sind quer zum Hubstangenlager gerichtet und insbesondere benachbart zu einem der Hubstangenlager, vorzugsweise dem oben liegenden Hubstangenla- ger angeordnet. Dies lässt sich insbesondere in der Weise realisieren, dass in den oberen Querschenkel eine Bohrung eingebracht ist, die das oben liegende Hubstangenlager bildet, und dass an den seitlichen Enden des Querschenkels Lagerohren angeformt sind, in die jeweils ein Pendellager in Form einer Bohrung eingebracht ist. Das unten liegende Hubstangenlager ist vorzugsweise ebenfalls als Bohrung in dem unteren Querschenkel des Führungsrahmens ausgeführt.

Gegebenenfalls ist es zweckmäßig, die Querschenkel mit einem verbreiterten Mittelabschnitt zu versehen, in den als Hubstangenlager eine Bohrung eingebracht ist.

Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausführung ist an der Hubstange ein Gleitelement befestigt, das in Bewegungsrichtung der Hubstange an dem Führungsrahmen entlang gleitet und zugleich an dem Führungsrahmen abgestützt wird. Hierzu sind am Führungsrahmen Gleitflächen ausgebildet, die vorteilhafter- weise eine reibungsreduzierende Gleitbeschichtung aufweisen. Diese Gleitflächen befinden sich vorzugsweise an den Längsschenkeln des Führungsrahmens, welche sich parallel zur Längsache der Hubstange erstrecken. Das Gleitelement kann bei der Arbeitsbewegung der Hubstange auf den Gleitflächen auf der Oberfläche der Längsschenkel entlang gleiten. Die Befestigung des Gleit- elements an der Hubstange erfolgt beispielsweise mithilfe eines Spannbügels, welcher mit Schrauben mit dem Grundkörper des Gleitelements verbunden wird, wobei die Hubstange zwischen dem Gleitelement und dem Spannbügel eingeklemmt ist.

Weitere Vorteile und zweckmäßige Ausführungen sind den weiteren Ansprüchen, der Figurenbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Es zeigen:

Fig. 1 einen Schnitt durch eine Handhubsägemaschine, mit einer motorisch angetriebenen Hubstange zur Aufnahme eines Sägeblatts, wobei die Hubstange über einen Führungsrahmen im Gehäuse gelagert ist,

Fig. 2 in Einzeldarstellung die Hubstange im Führungsrahmen, welcher in Seitenansicht dargestellt ist,

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der Hubstange im Führungsrahmen, dar- gestellt in einer Ansicht von vorne,

Fig. 4 die Hubstange mit dem Führungsrahmen in einer Ansicht von hinten,

Fig. 5 der Führungsrahmen in perspektivischer Einzeldarstellung.

In den Figuren sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Die in Fig. 1 dargestellte handgeführte Hubsägemaschine 1 weist eine im Gehäuse 2 gehaltene Hubstange 3 auf, deren freie, nach unten ragende Stirnseite mit einer Spannvorrichtung 12 versehen ist, in die ein Sägeblatt 13 einspannbar ist. Die Säge- bzw. Vorschubrichtung ist mit dem Pfeil 16 gekennzeichnet. Die Hubstange 3 wird elektromotorisch angetrieben und führt eine oszillierende Hubbewegung aus, bei der die Hubstange entlang ihrer Längsachse 14 im Gehäuse 2 auf und ab bewegt wird. Der Hubbewegung der Hubstange 3 sowie des fest über die Spannvorrichtung 12 mit der Hubstange verbundenen Sägeblatts 13 kann eine pendelnde Vorschubbewegung mithilfe einer Pendelvorrichtung 15 ü- berlagert werden.

Die Hubstange 3 ist in einem Führungsrahmen 4 im Gehäuse 2 gehalten, der als umlaufender Rahmen ausgebildet ist und einen oberen Querschenkel 5 sowie einen unteren Querschenkel 6 umfasst, die über in Fig. 1 und 2 nicht dargestellte Längsschenkel verbunden sind. Wie Fig. 2 zu entnehmen, ist in den oberen Querschenkel 5 ein Hubstangenlager 10 in Form einer Bohrung zur Aufnahme des Hubstange 3 eingebracht. In dem unteren Querschenkel 6 befindet sich ein entsprechendes, ebenfalls als Bohrung ausgeführtes Hubstangenlager 11. Damit bietet der Führungsrahmen 4 insgesamt zwei Hubstangenlager 10 und 1 1 , in denen die Hubstange 3 axial geführt ist. In die Bohrungen 10 und 1 1 können ggf. Gleitbuchsen eingesetzt sein, um eine reibungsarme Gleitlagerung der Hubstange zu gewährleisten. Auf die Gleitbuchse kann auch verzichtet werden; in diesem Fall ist zweckmäßigerweise die Innenwand der Bohrung 10 bzw. 1 1 mit einer rei- bungsmindernden Gleitbeschichtung versehen.

Der Führungsrahmen 4 ist über seinen oben liegenden Querschenkel 5 im Gehäuse 2 gehalten. Hierfür weist der obere Querschenkel 5 im Bereich seiner Stirnseiten Lagerohren auf, von denen in Fig. 1 und 2 lediglich ein Lagerohr 8 dargestellt ist, in welches ein Pendellager zur Aufnahme einer Pendelwelle 9 eingebracht ist. Der Führungsrahmen 4 einschließlich der darin aufgenommenen Hubstange 3 kann um die Längsachse der Pendelwelle 9 die Pendelbewegung ausführen, welche von der Pendelvorrichtung 15 erzeugt wird. Die Pendelwelle 9 ist im Gehäuse 2 der Hubsägemaschine 1 gehalten.

An der Hubstange 3 ist ein Gleitelement 17 mithilfe eines Spannbügels 18 befestigt. In das Gleitelement 17 greift ein Antriebselement einer Antriebsvorrichtung 19 (Fig. 1 ) ein, über die die oszillierende Hubbewegung auf das Gleitelement 17 und damit auf die Hubstange 3 übertragen wird.

In den Figuren 3 bis 5 ist der Führungsrahmen 4 in verschiedenen Ansichten dargestellt, wobei die Figuren 3 und 4 zusätzlich noch die Hubstange 3 im Führungsrahmen 4 zeigen. Der Führungsrahmen 4 weist an dem oberen Querschenkel 5 zwei stirnseitige Lagerohren 7 und 8 auf, in denen jeweils ein Pendel- lager 22 bzw. 23 zur drehbaren Aufnahme der Pendelwelle 9 angeordnet ist. Die

Pendellager 22 und 23 in den Lagerohren 7 und 8 sind zweckmäßigerweise als Bohrung ausgeführt, die sich in Querrichtung, also quer zur Längsachse 14 der Hubstange 3 bzw. der Achse durch die Hubstangenlager 10 und 1 1 erstreckt. Die Lagerohren 7 und 8 sind gegenüber der Ebene des Führungsrahmens 4 versetzt angeordnet, so dass die Pendelwelle 9 nicht in Kollision mit der Hubstange 3 bzw. dem oberen Querschenkel 5 gerät. Das Gleitelement 17 ist mithilfe des Spannbügels 18 fest mit der Hubstange 3 verbunden, und zwar über Senkschrauben 24 und 25. Die Hubstange 3 ist im montierten Zustand zwischen dem Gleitelement 17 und dem Spannbügel 18 festgeklemmt.

Das Gleitelement 17 kann bei der Hubbewegung der Hubstange 3 an den Außenseiten der Längsschenkel 20 und 21 des Führungsrahmens 4 entlang gleiten, die zu diesem Zweck Gleitflächen 26 und 27 bilden. Die Gleitflächen 26 und 27 können hierzu mit einer reibungsmindernden Gleitbeschichtung versehen sein, gleiches gilt für die Teile des Gleitelements 17, die in Anlage mit den Gleitflächen 26 und 27 auf den Längsschenkeln 20 bzw. 21 stehen.

Im montierten Zustand befindet sich das Gleitelement 17 zwischen dem oberen Schenkel 5 und dem unteren Schenkel 6 des Führungsrahmens 4 und kann innerhalb dieses Bereichs die oszillierende Hubbewegung ausführen.