| JP56056336 | MACHINING METHOD OF GEAR |
| JP2004160644 | METHOD OF FORMING UNDERCUT ON IRON-BASED SINTERED MOLDED PART |
| WO/2002/095265 | RING GEAR |
SEIFERT, Lothar (Am Galgenberg 13, Höchstadt, 91315, DE)
FEUCHTMANN, Oliver (Ernst-Toller-Strasse 6, Nürnberg, 90455, DE)
RUSS, Erich (Poppenwind 21, Gremsdorf, 91350, DE)
SEIFERT, Lothar (Am Galgenberg 13, Höchstadt, 91315, DE)
FEUCHTMANN, Oliver (Ernst-Toller-Strasse 6, Nürnberg, 90455, DE)
Patentansprüche
1. Werkzeugmaschine (1) zum spanenden Einarbeiten einer Verzahnung in die Innenseite eines ringförmigen Werkstücks (16), mit a) einem ringförmigen Bearbeitungstisch (6) zum Abstützen oder Auflegen wenigstens eines Werkstücks (16), sowie b) einem Chassis (19, 20, 35) zum Halten, Stützen, Lagern und/oder Führen eines Werkzeugkopfs (19, 39), welches Chassis (19, 20, 35) sich zumindest während der Bearbeitung von einem Bett (2-4) oder
Fundament unterhalb des Bearbeitungstischs (6) durch den ringförmigen Bearbeitungstisch (6) oder durch eine zentrale öffnung des ringförmigen Bearbeitungstisches (6) hindurch erstreckt.
2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, bei der der Bearbeitungstisch (6) um eine vertikale Symmetrieachse rotierbar gelagert ist.
3. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, bei der der Bearbeitungstisch (6) an der Oberseite (7) eines, vorzugsweise etwa mantel- förmigen, Unterbaus (5) gelagert ist.
4. Werkzeugmaschine nach Anspruch 3, bei der der Unterbau (5) für den Bearbeitungstisch (6) im Bereich seiner Oberseite (7) einen etwa kreisringförmigen Querschnitt und/oder eine wenigstens annähernd kreisförmige Außenkontur im Querschnitt aufweist.
5. Werkzeugmaschine nach Anspruch 3 oder Anspruch 4, bei der der Unterbau (5) für den Bearbeitungstisch (6) im Bereich seiner dem Maschinenbett- oder -fundament zugewandten oder auf dem Maschinen- bett- oder -fundament angeordneten Basis (2,4) einen etwa oder wenigstens annähernd polygonalen, vorzugsweise viereckigen oder rechteckigen, insbesondere etwa quadratischen, Querschnitt oder eine etwa oder wenigstens annähernd polygonale, insbesondere viereckige oder rechteckige, insbesondere etwa quadratische, Außenkontur im Querschnitt aufweist.
6. Werkzeugmaschine nach Anspruch 5, bei der wenigstens zwei paralle- Ie Kanten des rechteckigen oder quadratischen Querschnitts parallel zu oder in Richtung einer zugehörigen Verschieberichtung einer Verschiebebewegung oder zugehöriger Führungselemente oder Führungsschienen für eine Verschiebebewegung des Chassis für den Werkzeugkopf angeordnet sind oder verlaufen.
7. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 6, bei der sich der Querschnitt oder die Außenkontur des Unterbaus (5) für den Bearbeitungstisch (6) zwischen seiner Oberseite (7) und seiner Basis (2,4) stetig ändert.
8. Werkzeugmaschine nach Anspruch 5 oder Anspruch 6 jeweils in Rückbeziehung auf Anspruch 4 oder nach Anspruch 7 in einer Rückbeziehung auf Anspruch 4 und Anspruch 5, bei der die wenigstens annähernd kreisförmige Außenkontur des Unterbaus und/oder des Querschnitts des Unterbaus an dessen Oberseite, insbesondere stetig, in die viereckige oder rechteckige, insbesondere quadratische, Außenkontur des Unterbaus und/oder dessen Querschnitts an dessen Basis übergeht.
9. Werkzeugmaschine nach Anspruch 8, bei der die Kantenlänge des Quadrats an der Basis des Unterbaus dem Durchmesser des Kreises an der Oberseite des Unterbaus entspricht und/oder der Kreis an der Oberseite des Unterbaus in der Projektion auf die Basis einen eingeschriebenen Kreis in dem Quadrat an der Basis des Unterbaus, bildet und/oder denselben Mittelpunkt wie das Quadrat aufweist und die
Seitenkanten des Quadrats in deren Mitte tangential berührt.
10. Werkzeugmaschine nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, bei der die Wandung oder Außenfläche des Unterbaus
(i) im Bereich von vier, jeweils um 90° gegeneinander versetzten äußeren Stellen an der wenigstens annähernd kreisförmigen Oberseite wenigs- tens annähernd vertikal oder unter einem maximalen Steigungswinkel bis zu der Basis des Unterbaus verläuft, insbesondere jeweils zu der Seitenmitte jeweils einer von vier Kanten der rechteckigen oder quadratischen Basis,
(ii) im Bereich von vier weiteren inneren Stellen an der wenigstens annä- hernd kreisförmigen Oberseite, die jeweils zwischen zwei der äußeren
Stellen liegen, unter wenigstens einem minimalen Steigungswinkel bis zu der Basis des Unterbaus verläuft, insbesondere jeweils zu einem zugehörigen Eck der rechteckigen oder quadratischen Basis, und (iii) zwischen den äußeren Stellen und den inneren Stellen unter variie- renden Steigungswinkeln zwischen dem maximalen Steigungswinkel und dem minimalen Steigungswinkel verläuft.
1 1. Werkzeugmaschine nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, bei der die Wandung oder Außenfläche des Unterbaus vier, vorzugsweise ebene und/oder vertikale, Wandabschnitte oder Seitenwände, welche an der
Basis des Unterbaus oder Mantels auf den Kanten des dortigen Vierecks bzw. Quadrats aufsetzen, einerseits und aus vier die vier ebenen und/oder vertikalen Wandabschnitte oder Seitenwände miteinander verbindende Wölbungsabschnitte oder gekrümmte, vorzugsweise kon- vex gekrümmte Zwischenwände aufweist.
12. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1 1 , bei der sich die Wölbungsabschnitte oder gekrümmten Zwischenwände einerseits zur Basis hin verjüngen und/oder punktförmig in deren Ecken münden und/oder sich nach oben zur Oberseite hin erweitern und/oder im Bereich der
Oberseite zusammentreffen bzw. ineinander übergehen und/oder bei der die Seitenwände bis zu einet Spitze an der Oberseite des Unterbaus hin verjüngen.
13. Werkzeugmaschine nach Anspruch 8, Anspruch 9 oder Anspruch 11 oder Anspruch 12, bei der sich die Mantelfläche oder Außenfläche des Unterbaus aus abwechselnd aneinandergereihte, aufrecht stehende, vorzugsweise gleichschenklige, Dreiecksabschnitten und dazwischen jeweils einem Abschnitt eines auf der Spitze stehenden, vorzugsweise schiefen, Kegels zusammensetzt, wobei jeweils eine Rand- linie eines Dreieckabschnitts mit einer Randlinie eines Kegelabschnitts zusammenfallen.
14. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Wandstärke des Unterbaus (5) größer ist als 10 cm, vorzugs- weise größer als 15 cm, insbesondere größer als 20 cm, und/oder bei der die Wandstärke des Unterbaus (5) kleiner ist als 50 cm, vorzugsweise kleiner als 45 cm, insbesondere kleiner als 40 cm.
15. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der an der Oberseite (7) des Unterbaus (5) ein massiver Abschlussring
(44) festgelegt ist.
16. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der ein Ring (45,50) eines Drehlagers (8) an einem Abschlussring (44) an der Oberseite (7) des Unterbaus (5) festgelegt ist, insbesondere der
Innenring (45).
17. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der als Drehlager (8) ein Rollenlager vorgesehen ist, das vorzugsweise mehrreihig ausgeführt ist, insbesondere mit drei Reihen von Wälzkörpern (47,48,49).
18. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der an einem gegenüber dem Unterbau (5) verdrehbaren Ring (45,50) des Drehlagers (8) eine rundumlaufende Verzahnung vorgesehen ist, womit ein angetriebenes oder antreibbares, verzahntes Element, ins- besondere ein Zahnrad (60), ein Ritzel oder eine Schnecke, kämmt (- en).
19. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der an einem Ring (45,50) des Drehlagers (8), insbesondere an dessen Außenring (50), ein Adaptionsring (61) des Bearbeitungstisches (6) festgelegt ist.
20. Werkzeugmaschine nach Anspruch 19, gekennzeichnet durch einen oder mehrere, konzentrisch auf den Adaptionsring (61) auflegbare Bearbeitungsring(e) (63) zum Abstützen eines zu bearbeitenden
Werkstücks (16).
21. Werkzeugmaschine nach Anspruch 20, bei der an dem Adaptionsring (61) einerseits sowie an einem oder mehreren Bearbeitungsringen (63) andererseits konzentrische Führungsflächen vorgesehen sind, insbesondere in Form eines Innenkonus (64) und eines Außenkonus (65).
22. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens eine Bremseinrichtung zum Festbrem- sen des Bearbeitungstisches (6), die vorzugsweise mit hydraulisch o- der elektrisch anstellbaren Bremsbacken ausgestattet ist.
23. Werkzeugmaschine nach Anspruch 22, bei der die (jede) Bremseinrichtung auf den Adaptionsring (61) einwirkt, insbesondere auf einen radial nach außen vorspringenden, rundumlaufenden Bund (62).
24. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Chassis (19,20,35) zum Halten, Stützen, Lagern und/oder Führen eines Werkzeugkopfs (19,39) einen horizontal verfahrbaren Schlitten (20) aufweist.
25. Werkzeugmaschine nach Anspruch 24, bei der der horizontal verfahr- bare Schlitten (20) an dem Maschinenbett (2-4) oder -fundament geführt ist, insbesondere über Führungsschienen (21).
26. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Chassis (19, 20, 35) zum Halten, Stützen, Lagern und/oder Führen eines Werkzeugkopfs (19, 39) einen vertikal verfahrbaren
Schlitten (35) aufweist.
27. Werkzeugmaschine nach Anspruch 26 in Verbindung mit Anspruch 24 oder Anspruch 25, bei der der vertikal verfahrbare Schlitten (35) an dem horizontal verfahrbaren Schlitten (20) geführt ist.
28. Werkzeugmaschine nach Anspruch 26 oder 27, bei der der vertikal verfahrbare Schlitten (35) als Fräskopf (19, 39) ausgebildet ist oder einen Fräskopf (19, 39) aufweist.
29. Werkzeugmaschine nach Anspruch 28, bei der der Fräskopf oder das Fräswerkzeug (39) um eine insbesondere horizontale Drehachse (40) drehbar gelagert ist.
30. Werkzeugmaschine nach Anspruch 29, bei der die Drehachse (40) des Fräswerkzeugs (39), die Verschieberichtung (37) des vertikal verfahrbaren Schlittens (35) und die Verschieberichtung (23) des horizontal verfahrbaren Schlittens (20) jeweils rechte Winkel miteinander einschließen. |
WERKZEUGMASCHINE ZUM EINARBEITEN EINER VERZAHNUNG IN DIE INNENSEITE EINES RINGFöRMIGEN WERKSTüCKS
Die Erfindung richtet sich auf eine Werkzeugmaschine zum, vorzugsweise spanenden, Einarbeiten einer Verzahnung in die Innenseite eines ringförmigen Werkstücks.
Die Herstellung von Verzahnungen an der Innenseite ringförmiger Gebilde ist etwas schwieriger als das Einarbeiten einer Außenverzahnung an Zahnrädern od. dgl. Insbesondere sind verschiedene Verfahren mit einer Abwälzung eines schneckenförmigen Fräsers an der zu verzahnenden Oberfläche nicht möglich. Für eine Innenverzahnung kommen als Bearbeitungsvorgänge vielmehr Stoßen oder - insbesondere bei der Bearbeitung großer Ringe - das Einfräsen der Zähne mittels eines Fräsers in Betracht. Dabei wird das zu bearbeitende, noch unverzahnte Werkstück auf einen bspw. kreisscheibenförmigen Tisch gelegt und dort fixiert. Der Bearbeitungskopf wird von einem seitlich neben dem Tisch angeordneten Stativ mittels eines Auslegers über den Innenraum innerhalb des zu bearbeitenden Rings gehalten. Durch Antrieb des Bearbeitungswerkzeugs - Rotation eines Fräskopfs oder Hubbewegung bei einer Stoßmaschine - wird ein Zahn nach dem anderen eingearbeitet, wobei nach Fertigstellen eines Zahns der Tisch jeweils um ein der Zahnteilung entsprechendes Maß weitergedreht wird. Bei dieser Vorgehensweise stellt der den Bearbeitungskopf tragende Ausleger eine Schwachstelle dar, weil die hohen, vom Bearbeitungskopf herrührenden Schnittkräfte von diesem nur unzulänglich aufgenommen werden können und ein Schwingen der Anordnung daher unvermeidbar ist. Ein solches Schwingen ist jedoch äußerst unerwünscht, weil daraus ungenaue Schnitte resultieren.
Aus diesen Nachteilen des beschriebenen Standes der Technik resultiert das die Erfindung initiierende Problem, eine gattungsgemäße Werkzeugmaschine derart weiterzubilden, dass die bei einem ordnungsgemäßen Arbeitsvorgang
auftretenden Bearbeitungskräfte, insbesondere Schnittkräfte, die Maschine nicht in Schwingungen versetzen können.
Die Lösung dieses Problems gelingt durch einen ringförmigen Bearbeitungs- tisch zum Auflegen oder Abstützen eines, insbesondere flach aufgelegten, Werkstücks, sowie ein Chassis zum Halten, Stützen, Lagern und/oder Führen eines Werkzeugkopfs zumindest während der Bearbeitung, das sich von einem Maschinenbett (oder: Bett) oder Fundament unterhalb des Bearbei- tungstischs der Maschine durch den ringförmigen Bearbeitungstisch oder durch eine zentrale öffnung desselben hindurch erstreckt.
Indem solchermaßen der Bearbeitungskopf auf kürzestem Wege mit dem Maschinenbett oder -fundament verbunden ist, nämlich durch eine zentrale öffnung in dem Maschinentisch hindurch, lassen sich auch hohe Bearbei- tungskräfte, insbesondere Schnittkräfte, problemlos in das Bett oder Fundament der Maschine ableiten, ohne dass davon merkliche Schwingungen angeregt werden. Denn im Gegensatz zu einem frei tragenden Ausleger wie beim Stand der Technik kann das erfindungsgemäße Chassis des Bearbeitungskopfes äußerst massiv und damit extrem steif ausgebildet werden.
Es hat sich als günstig erwiesen, dass der Bearbeitungstisch um eine vertikale Symmetrieachse rotierbar gelagert ist. Damit wird eine Drehung des Chassis samt Bearbeitungskopf vermieden, was dessen Führungsgenauigkeit weiter erhöht. Andererseits kann der ringförmige Werkzeugtisch seinerseits höchst präzise gelagert werden, so dass ein darauf konzentrisch zur Drehachse festgelegtes Werkstück bei seiner Drehung keinerlei radialen Versatz erfährt und die Bearbeitung daher mit höchster Präzision erfolgen kann.
In einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, den Bearbeitungs- tisch an der Oberseite eines, vorzugsweise etwa mantelförmigen, Unterbaus zu lagern. Einfach ausgedrückt, bietet dieser Unterbau (oder: Mantel oder mantelförmige Unterbau) vorzugsweise in seinem Inneren genügend Platz für den Bearbeitungskopf samt dessen tragenden Chassis sowie ggf. einem
beide abstützenden Schlitten. Der Unterbau kann auch großflächige Ausnehmungen aufweisen, einmal als Zugang zum Inneren, andererseits aber auch, um Bearbeitungskopf, Chassis, etc. ggf. auch in weiten Grenzen verstellen oder verfahren zu können. Um durch eine solche Unterbrechung des Unterbaus dessen Stabilität nicht übermäßig zu schwächen, ist vorzugsweise die Höhe derartiger Ausnehmungen kleiner gewählt als die Höhe des mantel- förmigen Unterbaus, so dass über und/oder unterhalb der Ausnehmung noch ein Steg verbleibt, welcher den Umfang des Unterbaus definiert.
Entsprechend dem abzustützenden, etwa kreisringförmigen Tisch kann dessen Unterbau im Bereich seiner Oberseite eine Ausnehmung aufweisen, vorzugsweise mit kreisringförmigem Querschnitt, insbesondere mit einem lichten Durchmesser entsprechend dem Innendurchmesser der Drehverbindung, um einen maximalen Verfahrweg zu erhalten. Der Unterbau ist in der Lage, den Tisch entlang dessen gesamten Umfangs lückenlos abzustützen, so dass Durchbiegungen unter dem Gewicht eines oder mehrerer, aufliegender Werkstücke ausgeschlossen sind.
Es ist vorteilhaft, wenn der Unterbau an der Oberseite eine kreisringförmi- gen Querschnitt und/oder eine kreisförmige Außenkontur im Querschnitt aufweist und damit gut an den Bearbeitungstisch in der Form angepasst ist. Der Querschnitt wird bevorzugt in einer Schnittebene senkrecht zur vertikalen Richtung und/oder Schwerkraft oder senkrecht zur Drehachse betrachtet.
Andererseits kann der Unterbau für den Bearbeitungstisch im Bereich seiner Basis einen etwa oder wenigstens annähernd polygonalen, vorzugsweise viereckigen oder rechteckigen, insbesondere etwa quadratischen, Querschnitt oder eine etwa oder wenigstens annähernd polygonale, insbesondere viereckige oder rechteckige, insbesondere etwa quadratische, Außenkontur im Querschnitt aufweisen.
Die viereckige oder rechteckige Geometrie ist vorteilhaft an den Umstand angepasst, dass das Chassis samt Bearbeitungskopf in einer radialen Richtung, bezogen auf die Drehachse des Bearbeitungstischs, verschiebbar sein sollte, um das Bearbeitungswerkzeug, bspw. einen Fräser, von innen gegen ein Werkstück anzustellen. Eine solche Verschiebung bedarf einer tunnelartigen Konstruktion mit zueinander parallelen Seitenkanten und vorzugsweise mit kurzen, etwa gleich langen Führungsschienen. Dieselben spannen ein Viereck oder sind orthogonal zueinander gerichtet, so dass die beiden zueinander orthogonalen Verschieberichtungen und die entsprechenden Füh- rungselemente oder Führungsschienen vorzugsweise entlang der Seitenkanten der viereckigen oder rechteckigen Basis des Innenbaus ausgerichtet werden und die Gestaltung des Innenraums innerhalb des Unterbaus entsprechend angepasst wird.
Insbesondere aus Gründen einer optimalen, möglichst biegesteifen Statik ist bevorzugt, wenn sich der Querschnitt des Unterbaus für den Bearbeitungstisch zwischen seiner Oberseite, an der der Bearbeitungstisch gelagert ist, einerseits und seiner Basis, die am oder zum Maschinenbett hin angeordnet ist, andererseits sich stetig ändert. Insbesondere geht die kreisförmige Au- ßenkontur des Unterbaus und/oder dessen Querschnitts an der Oberseite stetig in die viereckige oder rechteckige, insbesondere quadratische, Außenkontur des Unterbaus und/oder dessen Querschnitts an seiner Basis über.
Dies kann in einer ersten Aus führungs form dadurch erreicht werden, dass der Mantel oder die Außenfläche des Unterbaus im Bereich von vier, jeweils um 90° gegeneinander versetzten Stellen seiner kreisförmigen Oberkante etwa vertikal bis zu der Unterseite oder Basis des Unterbaus verläuft, also mit einer maximalen Steigung oder einem maximalen Steigungswinkel φ ma χ gegenüber der horizontalen Grundfläche oder Basisfläche von etwa 90°. Diese Bereiche der Unterseite oder Basis können jeweils die Seitenmitten von vier Kanten einer quadratischen Unterseite oder Basis des Mantels bilden. Ein vertikaler Schnitt durch die Mantelfläche entlang der Drehachse der oberseitigen Kreisringfläche einerseits sowie durch eine der vier Ecken
dieses Quadrats andererseits hat dagegen eine minimale Steigung oder minimalen Steigungswinkel φ m in; diese oder der liegt bspw. zwischen 40° und 80°, insbesondere zwischen 50° und 70°. Zwischen diesen acht Linien, welche um jeweils 45° bezogen auf die Drehachse des Bearbeitungstischs ge- geneinander versetzt sind, variiert der Steigungswinkel φ jeweils zwischen φ m , n und φmax gemäß φ min <_ φ < φ m aχ.
Mit anderen Worten, die Wandung oder Außenfläche des Unterbaus verläuft (i) im Bereich von vier, jeweils um 90° gegeneinander versetzten äußeren Stellen an der wenigstens annähernd kreisförmigen Oberseite wenigstens annähernd vertikal oder unter einem maximalen Steigungswinkel bis zu der Basis des Unterbaus, insbesondere jeweils zu der Seitenmitte jeweils einer von vier Kanten der rechteckigen oder quadratischen Basis, (ii) im Bereich von vier weiteren inneren Stellen an der wenigstens annähernd kreisförmigen Oberseite, die in Umfangsrichtung jeweils zwischen zwei der äußeren Stellen liegen, unter wenigstens einem minimalen Steigungswinkel bis zu der Basis des Unterbaus, insbesondere jeweils zu einem zugehörigen Eck der rechteckigen oder quadrati- sehen Basis, und
(iii) in Umfangsrichtung zwischen den äußeren Stellen und den inneren
Stellen unter variierenden Steigungswinkeln zwischen dem maximalen Steigungswinkel und dem minimalen Steigungswinkel.
Die Kantenlänge dieses Quadrats entspricht bevorzugt etwa dem Durchmesser der kreisringförmigen Oberseite. Es bildet also insbesondere der Kreis an der Oberseite des Unterbaus in der Projektion auf die Basis einen eingeschriebenen Kreis in dem Quadrat an der Basis des Unterbaus, der also denselben Mittelpunkt wie das Quadrat aufweist und die Seitenkanten des Quadrats in deren Mitte tangential berührt.
In einer anderen, zweiten Ausführungsform kann sich die Mantelfläche oder Außenfläche des Unterbaus auch aus vier ebenen und/oder vertikalen
Wandabschnitten oder Seitenwänden zusammensetzen, welche an der Basis des Unterbaus oder Mantels auf den Kanten des dortigen Vierecks bzw. Quadrats aufsetzen, einerseits und aus vier die vier ebenen und/oder vertikalen Wandabschnitte oder Seitenwände miteinander verbindenden Wöl- bungsabschnitten oder gekrümmten, vorzugsweise konvex gekrümmten, d.h. nach außen gewölbten, Zwischenwänden. Bevorzugt verjüngen sich die Wölbungsabschnitte oder Zwischenwände einerseits zur Basis hin und/oder münden punktförmig in deren Ecken und/oder erweitern sich nach oben zur Oberseite hin und/oder treffen im Bereich der Oberseite schließlich zu- sammen bzw. gehen ineinander über, insbesondere wenn sich die, insbesondere vertikalen, Seitenwände dort bis zu einer Wandspitze hin verjüngen.
Insbesondere geht von jedem Punkt der Oberseite und auch von jedem Punkt der Basis des Unterbaus wenigstens je eine gerade Linie aus, welche entlang des Mantels bis zu der jeweils gegenüber liegenden Stirnseite des
Mantels - Unterseite bzw. Oberseite - verläuft. Dabei streben sämtliche derartigen, von den Kanten des Quadrats ausgehenden Linien nach oben zu der Spitze der betreffenden Seitenwand, wo sie sich allesamt treffen, wie die von der Basis eines (gleichschenkligen) Dreiecks zu dessen Spitze laufenden Li- nien. Wiederum konvergieren alle von einem Umfangsbereich der Oberseite, der zwischen zwei benachbarten dieser vier Punkten liegt, ausgehenden Linien zu jeweils einer Ecke des Basis-Vierecks, entsprechend einem Ausschnitt der Mantelfläche eines (schiefen) auf der Spitze stehenden Kegels, dessen Spitze nicht über bzw. unter der Grundfläche liegt, sondern seitlich außerhalb derselben. Demnach setzt sich die Mantelfläche vorzugsweise durch abwechselnd aneinandergereihte, aufrecht stehende, vorzugsweise gleichschenklige Dreiecke und dazwischen jeweils einem Mantelabschnitt eines auf der Spitze stehenden, vorzugsweise schiefen Kegels zusammen, wobei jeweils eine Randlinie eines Dreieckabschnitts mit einer Randlinie eines Kegelabschnitts zusammenfallen.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass das Chassis zum Halten, Stützen, Lagern und/oder Führen eines Werkzeugkopfs einen horizontal verfahrba-
ren Schlitten aufweist. Vorzugsweise ist die Schlittenbahn durch eine oder mehrere Führungsschienen definiert, die an dem Maschinenbett oder - fundament verankert ist/sind. Sofern nur eine einzige Schiene vorhanden ist, sollte sie durch die Drehachse bzw. durch den Mittelpunkt des Basis- Vierecks laufen; zwei Schienen können symmetrisch zu beiden Seiten dieses Mittelpunkts verlaufen. Vorzugsweise wird diese Schienenbahn an zwei Stirnseiten begrenzt, von denen eine innerhalb des mantelförmigen Behältnisses liegt, die andere außerhalb desselben. Im Bereich dieser Führungsschiene^) ist der mantelförmige Unterbau unterbrochen, so dass der Schlit- ten zumindest bereichsweise aus dem Unterbau heraus und zurück fahren kann.
Die Erfindung lässt sich dahingehend weiterbilden, dass das Chassis zum Halten, Stützen, Lagern und/oder Führen eines Werkzeugkopfs einen verti- kal verfahrbaren Schlitten aufweist. Während der horizontal verfahrbare
Schlitten dem Anstellen des Fräs- oder Bearbeitungskopfs dient, wird dieser mittels des vertikal verfahrbaren Schlittens gehoben oder gesenkt, um eine gerade Verzahnung herzustellen mit entlang der Drehachse konstanten Zahnquerschnitten.
Indem der vertikal verfahrbare Schlitten an dem horizontal verfahrbaren Schlitten geführt ist, kann der Bearbeitungskopf innerhalb vorgegebener Grenzen entlang einer vertikalen Ebene verstellt werden. Dabei bewegt sich der Vertikal-Schlitten innerhalb der Ausnehmung des Bearbeitungstisches auf und ab, während der Horizontal-Schlitten auf seinen Führungsschienen mehr oder weniger weit in den Innenraum des mantelförmigen Unterbaus hineingefahren wird. Der Horizontal-Schlitten ist dazu niedriger als der Unterbau, so dass er unterhalb des Bearbeitungstisches hindurchpasst; der Vertikal-Schlitten ist schlanker als die Ausnehmung innerhalb des Bearbeitungs- tischs, damit er durch diese Ausnehmung hindurchfahren kann.
Ferner sind Haltevorrichtungen, insbesondere Bremsen, vorgesehen zu Fixieren des horizontal verfahrbaren Schlittens während der Bearbeitung.
Als Bearbeitungswerkzeug dient vorwiegend ein Fräswerkzeug, das vorzugsweise an einem Fräskopf in Form eines vertikal verfahrbaren Schlitten angeordnet, insbesondere gelagert ist. Es kann sich hierbei vorzugsweise um einen scheibenförmigen Körper mit an seinem Umfang angeordneten Schnei- dezähnen handeln, deren Geometrie solchermaßen festgelegt ist, dass ein Axialschnitt durch einen Zahn des Werkzeugs etwa dem Querschnitt des Spaltes zwischen zwei benachbarten Zähnen der einzufräsenden Innenverzahnung entspricht.
Ein solches Fräswerkzeug sollte um eine horizontale Achse drehbar gelagert sein, derart, dass die ebene Grund- oder Hauptfläche des scheibenförmigen Werkzeugkörpers vertikal orientiert ist, vorzugsweise etwa radial bezüglich der Drehachse des Bearbeitungstisches.
Schließlich entspricht es der Lehre der Erfindung, dass die Drehachse des Fräswerkzeugs, die Verschieberichtung des vertikal verfahrbaren Schlittens und die Verschieberichtung des horizontal verfahrbaren Schlittens jeweils rechte Winkel miteinander einschließen, so dass die mantelseitigen Zähne des rotierenden Werkzeugs in ihrem Eingriffsbereich eine etwa vertikale Bewegung ausführen. Dies hat den Vorteil, dass die bei einem derartigen Schnittvorgang auftretenden Kräfte etwa vertikal gerichtet sind und daher vom Werkstück entweder durch die horizontale Tischplatte aufgenommen werden oder - bei umgekehrter Drehrichtung des Fräsers - ganz oder überwiegend durch die Gewichtskraft des zu bearbeitenden Werkstücks kompen- siert werden. Das Werkstück wird dabei nicht verschoben, weil es festgespannt ist, denn dessen Gewichtskraft allein reicht hier nicht zum Fixieren aus.
Weitere Merkmale, Einzelheiten, Vorteile und Wirkungen auf der Basis der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigt:
FIG. 1 eine erfindungsgemäße Werkzeugmaschine in einer perspektivischen Ansicht;
FIG. 2 eine Draufsicht auf die FIG. 1 ;
FIG. 3 einen Schnitt durch die FIG. 2 entlang der Linie III - III; sowie
FIG. 4 eine vergrößerte Darstellung des Details IV aus FIG. 3.
Die Werkzeugmaschine 1 ruht auf einem Maschinenbett 2 in Form einer massiven Basisplatte, welche auf einem Betonfundament od. dgl. verankert wird, bspw. festgeschraubt. Das Maschinenbett 2 hat eine quadratische Grundfläche, mit einem an einer Seite sich anschließenden Fortsatz 3, vorzugsweise mit einer auf etwa 70 bis 90% reduzierten Breite im Verhältnis zu der Kantenlänge des quadratischen Abschnitts des Maschinenbettes 2. Der Fortsatz 3 soll das horizontale Verfahren eines Schlittens 20 erlauben und ist in seiner Länge daher abhängig von dem geforderten Verfahrweg dieses Schlittens 20 in horizontaler Richtung.
über dem quadratischen Hauptabschnitt 4 des Maschinenbettes 2 erhebt sich ein mantelförmiger Unterbau 5 für den eigentlichen, drehbar angeordneten Bearbeitungstisch 6. Zu diesem Zweck hat der Unterbau 5 eine kreisringförmige Oberseite 7, worauf mittels einem Drehlager 8 der eigentliche, ebenfalls kreisringförmige Bearbeitungstisch 6 ruht. Der Außendurchmesser der Oberseite 7 entspricht etwa dem Außendurchmesser des Bearbeitungs- tischs 6.
Die Grundfläche 9 des mantelförmigen Unterbaus 5 entspricht der Grundfläche des Hauptabschnittes 4 des Maschinenbettes 2, so dass der Unterbau mittels das Maschinenbett 2 teilweise durchsetzender Maschinenschrauben festgelegt werden kann. Hierzu sind im unteren Bereich des Unterbaus 5 wie auch in dem Maschinenbett 2 Ausnehmungen 10 vorgesehen, in denen Schraubenköpfe, Muttern oder sonstige Gewindeelemente zugänglich sind.
Der Unterbau 5 könnte aber auch auf dem Maschinenbett 2 festgeschweißt sein.
Zwischen seiner Oberseite 7 und seiner Grundfläche 9 geht der Querschnitt des Unterbaus 5 kontinuierlich und stetig von der etwa zylindrischen Form am oberen Ende in die etwa kastenförmige Gestalt an seinem unteren Ende über. Ein wesentliches Merkmal hierbei ist die etwa konstante Wandstärke in der Größenordnung zwischen 10 cm und 40 cm, vorzugsweise von mehr als 15 cm, insbesondere 20 cm oder mehr, abhängig von den zu erwartenden und abzustützenden Lasten am Bearbeitungstisch. Insbesondere bei größeren Wandstärken empfiehlt es sich, den Unterbau mittels zweier, ineinander angeordneter Hüllen auszuführen mit einem etwa gleichbleibenden Abstand und/oder mit einem sich nach oben evtl. leicht verjüngenden Zwischenbzw. Hohlraum, worin eine vorzugsweise hydraulisch aushärtende Masse, insbesondere ein schwindungsfrei aushärtender Beton, eingefüllt wird; bei kleineren Wandstärken könnte der Unterbau 5 auch massiv ausgeführt sein. Der Unterbau 5 sollte jedoch in jedem Fall ausreichend schwer, d.h. massereich, sein, um von der Bearbeitung herrührende Schwingungen möglichst optimal dämpfen zu können.
Der kontinuierliche übergang des Unterbaus 5 von dessen etwa kastenförmigem Fußbereich bis zu seinem etwa zylindrischen Kopfbereich wird dadurch bewirkt, dass der Unterbau 5 sich aus insgesamt acht Abschnitten zusammensetzt.
Hierbei gibt es zum einen insgesamt vier vertikale Wänden 11, welche sich über je einer Seitenkante 12 des quadratischen Hauptabschnitts 4 des Maschinenbettes 2 erheben. Jede Wand 11 hat die Fläche eines gleichschenkligen Dreiecks, dessen Basis der Kantenlänge des quadratischen Hauptab- Schnitts 4 des Maschinenbettes 2 entspricht, und deren Höhe etwa der Höhe des Unterbaus 5 insgesamt entspricht.
Aufgrund der nach oben hin abnehmenden Breite der Wände 11 ergeben sich in den Eckbereichen zwischen je zwei benachbarten, ebenen Wänden 11 jeweils Lücken, welche sich nach oben erweitern. Die Randlinien benachbarter Wände 11 werden verbunden durch je einen gewölbten Abschnitt 13. Diese gewölbten Abschnitte 13 folgen jeweils einem Abschnitt der Mantelfläche eines auf der Spitze stehenden Kegels, dessen Spitze nicht vertikal über bzw. unter seiner Grundfläche liegt, sondern über dieselbe sozusagen nach außen ragt.
Wie oben bereits angedeutet und in FIG. 3 zu erkennen ist, befindet sich zwischen der kreisförmigen Oberseite 7 des Unterbaus 5 und dem eigentlichen Bearbeitungstisch 6 eine Drehlagerung 8. Die Einzelheiten dieser Drehlagerung 8 sind in FIG. 4 wiedergegeben.
Daraus ergibt sich, dass auf der kreisringförmigen Oberseite 7 des Unterbaus 5 ein Abschlussring 44 aufliegt, vorzugsweise aus massivem Metall.
Darauf ist der Innenring 45 des Drehlagers 8 fixiert, insbesondere mittels einer Vielzahl von kranzförmig angeordneten, zur vertikalen Drehachse der Drehlagerung 8 paralleler Befestigungsschrauben angeschraubt. An dem Außenumfang des Innenrings 45 befindet sich ein bundförmig umlaufender Vorsprung 46 mit einem etwa rechteckigen Querschnitt; dieser Vorsprung 46 ist entlang seiner radial innen liegenden Seite mit dem Innenring 45 verbunden, insbesondere integral hergestellt bzw. zusammen geformt, bspw. aus einem gemeinsamen Ring durch entsprechendes Drehen gearbeitet. Die übrigen drei Seiten des Vorsprungs 46 bilden jeweils eine Lauffläche für je eine von insgesamt drei Reihen von Wälzkörpern 47, 48, 49. Vorzugsweise handelt es sich bei den Wälzkörpern 47, 48, 49 jeweils um Rollen, insbesondere um Zylinderrollen.
Der Außenring 50 der Drehlagerung 8 ist unterteilt in zwei getrennt hergestellte Ringe 51 , 52. Die beiden Ringe 51 , 52 werden nach ihrer Montage zusammengefügt, insbesondere mittels Schrauben, und weisen dann insge-
samt einen etwa C-förmigen Querschnitt auf, d.h., sie greifen im Bereich der Oberseite des oberen Rings 51 einerseits über den Vorsprung 46 des Innenrings 45 und im Bereich der Unterseite des unteren Rings 52 andererseits unter den Vorsprung 46 des Innenrings 45. An den dem Vorsprung 46 zu- gewandten Seiten des Außenrings 50 befindet sich je eine Laufbahn für die drei Reihen von Wälzkörpern 47, 48, 49.
Von diesen tragen insbesondere die Wälzkörper 47 der obersten Reihe, deren Rotationsachsen etwa radial von der Drehachse der Drehlagerung 8 nach außen weisen, primär das Gewicht des Bearbeitungstisches 6 samt darauf liegenden Werkstücken 16.
Die Rotationsachsen der Wälzkörper 48 der zweiten bzw. - in vertikaler Richtung gesehen - mittleren Reihe sind vertikal ausgerichtet, nach Art eines Radiallagers. Diesen Wälzkörpern 48 obliegt die präzise konzentrische Führung des Bearbeitungstischs 6 gegenüber dem Unterbau 5.
Die Wälzkörper 49 der dritten bzw. untersten Reihe sollen - ggf. in Zusammenwirken mit den oberen Wälzkörpern 47 - Kippmomente aufnehmen und dadurch auch während einer Bearbeitung stets eine exakte Horizontallage des Bearbeitungstischs 6 samt darauf liegender Werkstücke 16 sicherstellen.
Zum Drehantrieb des Bearbeitungstisches 6 befindet sich an dem Außenring 50 - vorzugsweise an dessen unterem Teil 52 - ein vorzugsweise radial erwei- terter Bereich 53 mit einer Außenverzahnung. Mit dieser Außenverzahnung kämmt ein mit einer Verzahnung versehenes Abtriebselement wenigstens eines Antriebs 54.
Der (jeder) Antrieb 54 umfasst wenigstens (je) einen Elektromotor 55, der an einem nach außen ragenden, plattenförmigen Fortsatz 56 am Außenumfang des Abschlussringes 44 mit horizontaler Grundfläche befestigt, insbesondere angeschraubt, ist. Vorzugsweise wird dieser plattenförmige Fortsatz 56 mit horizontaler Grundfläche unterstützt durch eine Platte 57, mit verti-
kaier, bspw. mehreckiger, vorzugsweise drei- oder viereckiger, insbesondere trapezförmiger Grundfläche. Diese ist mit einer (Längs-) Seite 58 stumpf an der Außenseite des Unterbaus 5, insbesondere im Bereich einer Seitenmitte desselben, angesetzt, insbesondere angeschweißt, während ihre obere Seite etwa rechtwinklig dazu, d.h. horizontal, verläuft und mit dem plattenförmi- gen Fortsatz 56 in stützendem Kontakt steht, vorzugsweise mit jenem verbunden ist, insbesondere verschweißt oder verschraubt.
Dabei ist die Anordnung derart getroffen, dass der (jeder) Antrieb 54 über eine vertikal nach oben ragende Abtriebswelle 59 verfügt, auf der ein Zahnrad 60 drehfest fixiert ist, welches mit der Außenverzahnung an dem radial erweiterten Bereich 53 des Außenrings 50 in kämmendem Eingriff steht. Durch Drehverstellung dieses Zahnrades 60 kann der Bearbeitungstisch 6 gedreht werden. Zwischen dem Elektromotor 55 und dem Zahnrad 60 kann ein (Untersetzungs-) Getriebe geschalten sein, um die Drehzahl des Elektromotors 55 optimal an die gewünschte Drehgeschwindigkeit des Bearbei- tungstischs 6 anzupassen; dies kann allerdings auch auf elektronischem Weg bewirkt werden, bspw. durch Ansteuerung des Elektromotors 55 über einen Umrichter. Mit einer derartigen Steuereinrichtung kann nicht nur die Dreh- zahl des Elektromotors 55 gesteuert oder geregelt werden, sondern evtl. auch dessen Lage bzw. Drehstellung, um mit dem Bearbeitungstisch ganz gezielt bestimmte Drehstellungen bzw. Bearbeitungspositionen anfahren zu können, was für gleichbleibende Abstände zwischen den einzelnen Zähnen des Werkstücks 16 sehr wichtig ist. Für eine Lageregelung kann bspw. an der Abtriebswelle 59 des Elektromotors 55 ein Lagegeber, bspw. ein Inkremen- talgeber, Resolver od. dgl., angeordnet sein. Natürlich könnte alternativ dazu auch die Drehstellung des Bearbeitungstisches 6 selbst gemessen werden, bspw. mittels eines an der Außen- oder Innenseite des Lageraußenrings 50 angeklebten oder anderweitig fixierten (Inkremental-) Maßstabes.
Auf der Oberseite des Außenrings 50 liegt ein Adaptionsring 61 auf, der drehfest mit dem Außenring 50 verbunden ist, insbesondere durch eine Reihe von kranzförmig verteilt angeordneten Verbindungsschrauben.
Am Außenumfang des Adaptionsrings 61 befindet sich ein scheibenförmiger Ansatz 62, welcher zwischen den Bremsbacken einer oder mehrerer Feststellbremse^) läuft. Die - vorzugsweise in gleichen Abständen von bspw. je 90° über den Umfang des Bearbeitungstisches 6 verteilten - Feststellbremsen sind am Unterbau 5 festgelegt. Sie können elektrisch oder hydraulisch betätigt werden, um den Bearbeitungstisch 6 nach Einstellung einer gewünschten Bearbeitungsposition unverrückbar mit dem Unterbau 5 zu verbinden. Vor jeder Drehverstellung des Bearbeitungstisches 6 mittels des Antriebs/der Antriebe 54 werden die Feststellbremsen gelöst.
Der Adaptionsring 61 bietet einen genormten Anschluss für einen darauf liegenden, werkstückspezifischen Bearbeitungsring 63. Beide Ringe 61 , 63 sind selbstzentrierend, indem sie im Bereich ihrer gegenseitigen Anlageflächen jeweils konisch gearbeitete Flächen 64, 65 aufweisen. Vorzugsweise befindet sich nahe der Innenseite des Adaptionsrings 61 ein Innenkonus 64 und an einer damit korrespondierenden Position des werkstückspezifischen Bearbeitungsringes 63 ein dazu komplementärer Außenkonus 65. Ferner weist der Adaptionsring 61 in seiner ebenen Oberseite eine große Anzahl - bspw. 16 - von kranzförmig angeordneten Befestigungsbohrungen auf, wel- che zum Anschrauben eines aufgelegten, werkstückspezifischen Bearbeitungsrings 63 dienen.
Unterschiedliche Bearbeitungsringe 63 sind insbesondere hinsichtlich ihres Innendurchmessers - ggf. aber auch hinsichtlich ihrer Tragkraft bzw. Stärke - an unterschiedliche Werkstücke angepasst. Zur Verbindung mit einem oder mehreren, ggf. aufeinandergestapelten Werkstücken verfügen sie an ihrer Oberseite über Aufnahmen 66 für Befestigungsmittel, bspw. in Form von durch Anschlussbohrungen der Werkstücke 16 gesteckter Gewindestäbe. Die Aufnahmen 66 können hierzu mit Innengewinde versehen sein.
In der Oberseite 14 des quadratischen Hauptabschnitts 4 des Maschinenbettes 2 ist eine rinnenförmige Vertiefung 15 eingearbeitet. Darin kann bspw. ein Förderband angeordnet sein, dessen Aufgabe darin besteht, innerhalb
des Unterbaus 5 von der spanenden Bearbeitung eines Werkstücks 16 herabfallende Späne abzutransportieren. Zu diesem Zweck ist die Rinne 15 an einer Seite des Maschinenbettes 2, vorzugsweise der Ansatzplatte 3 diametral gegenüberliegend, bis zur Außenseite herausgeführt. An dieser Stelle ist die notwendige Durchbrechung in dem Unterbau nach Art eines Durchgangs 17 erweitert, der es einer Person erlaubt, den Innenraum des Unterbaus 5 zu betreten.
Im Bereich des Ansatzes 3 an dem quadratischen Hauptabschnitt 4 des Ma- schinenbettes 2 ist dagegen eine torartige öffnung 18 in dem Unterbau 5 vorgesehen, um das Hindurchtreten eines den Bearbeitungskopf 19 tragenden Schlittens 20 zu ermöglichen.
Zur Führung dieses Schlittens 20 sind an der Oberseite des Maschinenbettes 2 zwei zueinander parallele Schienen 21 angeordnet, welche von dem
Hauptabschnitt 4 des Maschinenbettes 2 bis zu deren Ansatz 3 verlaufen und vorzugsweise einen bspw. schwalbenschwanzförmig hinterschnittenen Querschnitt aufweisen.
Der Schlitten 20 wird entlang dieser Schienen 21 geführt durch mehrere
Führungselemente an der Unterseite seiner etwa rechteckigen Bodenplatte 22, deren Querschnitt etwa komplementär zu dem Schienenquerschnitt gestaltet ist, vorzugsweise derart, dass die Schienen 21 an ihrer Oberseite von den Führungselementen umgriffen werden.
Zum Verfahren 23 des Schlittens 20 in Richtung seiner Führungsschienen 21 erstreckt sich zwischen denselben zwischen der Basisplatte 2-4 einerseits und der Bodenplatte 22 des Schlittens 20 eine Spindel 24, die in wenigstens einem Lager 25 des Maschinenbettes 2, insbesondere an deren Ansatz 3, drehbar gelagert und mit einem Anschluss 26 zur Ankopplung eines Motors versehen ist. An der Unterseite des Schlittens 20, insbesondere an der Unterseite seiner Bodenplatte 22, ist eine Spindelmutter 27 festgelegt, in welche die Spindel 24 eingeschraubt ist. Durch motorische Rotation der Spindel
24 schraubt sich die Spindelmutter 27 an der in Axialrichtung unverschiebbar gelagerten 25 Spindel 26 entlang und teilt den Versatz in Richtung der Schienen 21 , welchen sie dabei erfährt, dem Schlitten 20 mit. Je nach Drehrichtung der Spindel 26 bewegt sich der Schlitten 20 dabei entweder durch die Toröffnung 18 des Unterbaus 5 in dessen Innenraum 28 hinein oder aus diesem heraus. Dies ist möglich, weil ein Vertikalschnitt durch den Schlitten 20 quer zu dessen Vorschubrichtung 23 kleiner ist als der Querschnitt der Toröffnung 18, so dass der Schlitten 20 ohne anzuecken durch diese hindurch passt.
Auf der Bodenplatte 22 des Schlittens 20 erhebt sich dessen Aufbau, bestehend aus einer dem Innenraum 28 zugewandten, aufrechten, vorderen Querwand 29 und einer rückwärtigen Stützkonstruktion 30. Die Stützkonstruktion 30 wird gebildet durch zwei in Richtung der Schienen 21 verlau- fende Stützwände 31 , welche von der Bodenplatte 22 des Schlittens 20 bis zu einer oberseitigen, dachartigen Verbindung 32 aufeinander zu konvergieren. Zur Reduzierung des Gesamtgewichts kann die rückwärtige Stirnseite 33 der beiden Stützwände 31 abgeschrägt verlaufen, bspw. unter einem Winkel zwischen 30° bis 60° gegenüber der Vertikalen.
Die aufrechte, vordere Querwand 29 trägt an ihrer der Stützkonstruktion 30- 33 abgewandten Vorderseite zwei zueinander parallele, vertikale Führungsschienen mit einer verdrehbar gelagerten Spindel 34 mit einer vertikalen Längsachse dazwischen. Zur motorischen Verdrehung der vertikalen Spindel 34 dient ein daran drehfest gekoppelter Antriebsmotor, dessen Gehäuse auf der Oberseite der Bodenplatte 22 des horizontal verfahrbaren Schlittens 20 festgelegt sein kann.
Ein Fräskopf 35 verfügt über eine zu der Querwand 29 parallele Rückwand 36 mit dieser Querwand 29 zugeordneten Führungselementen zur vertikal verschiebbaren Führung gegenüber der Querwand 29. Eine Spindelmutter 36 schraubt sich bei Rotation der vertikalen Spindel 34 an dieser auf oder ab und überträgt seine Vertikalbewegung 37 auf den Vertikalschlitten 35.
Der Fräskopf 35 ist derart bemessen, dass um einen Horizontalschnitt durch diesen ein Umkreis gelegt werden kann, dessen Durchmesser deutlich kleiner ist als der Durchmesser der lichten Ausnehmung 41 in dem Bearbeitungstisch 6, bspw. nur 0,8 mal so groß oder noch kleiner, insbesondere nur 0,6 mal so groß oder darunter. Daraus ergibt sich ein ausreichender Bewegungsspielraum in horizontaler Richtung, innerhalb desselben weder der Unterbau 5 noch der Bearbeitungstisch 6 das horizontale Verfahren des Bearbeitungskopfs 19 in Richtung der Schienen 21 behindern.
Der Bearbeitungskopf 19 trägt ein Schneidwerkzeug zur spanenden Bearbeitung der Innenseite eines oder mehrerer, vorzugsweise gleichartiger und ggf. übereinander aufgespannter Werkstücke 16. Bevorzugt wird dabei ein Fräser 39, der um eine Drehachse 40 rotiert, vgl. Pfeil 42, die rechtwinklig zu den beiden Schlittenvorschubrichtungen 23, 37 orientiert ist.
Das bevorzugte Herstellungsverfahren ist das Profilfräsen einzelner Zahnlücken mittels eines Scheibenfräsers 39, dessen Schneiden einem Verlauf entsprechend den einzufräsenden Zahnlücken folgen; vorzugsweise sind die Schneiden des Scheibenfräsers 39 an dessen Umfang bzw. Mantelseite ange- ordnet und erstrecken sich gemäß dem Profil der herzustellenden Verzahnung bzw. Zahnlücke auch entlang der übergangsbereiche zu den beiden Stirnseiten des Scheibenfräsers 39. Mit der Hubbewegung 37 wird das rotierende Werkzeug 39 langsam durch die Innenseite eines Werkstücks 16 gezogen, so dass auch mehrere, aufeinandergeschichtete Werkstücke 16 in einem Arbeitsgang bearbeitet werden können. Nach Fertigstellung einer Zahnlücke wird der Fräser 39 aus der soeben hergestellten Zahnlücke herausgefahren, wobei der gesamte Schlitten 20 in horizontaler Richtung 23 verfahren wird; sodann wird der Bearbeitungstisch 6 samt Werkstück(en) 16 um eine Zahnteilung weiter gedreht in Richtung des Pfeils 43 und dann wieder stillgesetzt. Nachdem der Scheibenfräser 39 mittels des Schlittens 20 wieder an die Innenseite eines Werkstücks 16 herangefahren wurde, beginnt mit dem Einleiten der Hubbewegung 37 der Fräsvorgang für die nächste Zahnlücke.
Denkbar wären allerdings auch andere Herstellungsverfahren wie bspw. Wälzfräsen oder Stoßen. Solchenfalls wäre nur der Bearbeitungskopf 19 zu modifizieren sowie ggf. das Programm zur Ansteuerung und Koordination der verschiedenen Antriebe.
Bezugszeichenliste
1 Werkzeugmaschine
2 Maschinenbett
3 Ansatz
4 Hauptabschnitt
5 Unterbau
6 Bearbeitungstisch
7 Oberseite
8 Lager
9 Unterseite
10 Ausnehmung
1 1 Wand
12 Seitenkante
13 gewölbter Abschnitt
14 Oberseite
15 Rinne
16 Werkstück
17 Durchgang
18 öffnung
19 Bearbeitungskopf
20 Schlitten
21 Schienen
22 Bodenplatte
23 Verfahren
24 Spindel
25 Lager
26 Anschluss
27 Spindelmutter
28 Innenraum
29 Vorderwand
30 Stützkonstruktion
31 Stützwand
dachartige Verbindung
Stirnseite
Spindel
Schlitten
Gewindeelement
Vertikalbewegung
Antrieb
Fräser
Drehachse
Ausnehmung
Pfeil
Pfeil
Abschlussring
Innenring
Vorsprung
Wälzkörper
Wälzkörper
Wälzkörper
Außenring oberer Ring unterer Ring radial erweiterter Bereich
Antrieb
Elektromotor plattenförmiger Fortsatz vertikale Platte
Seite
Abtriebswelle
Zahnrad
Adaptionsring scheibenförmiger Ansatz
Bearbeitungsring
Innenkonus
Außenkonus Aufnahme
