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Title:
MACHINE TOOL WITH AN IMPROVED COVERING FOR THE TRANSLATIONAL MOVEMENT GUIDE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/104274
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a machine tool (10) for the machining, and preferably stock removal, of a workpiece by means of a tool, comprising at least one translational movement device (18) which displaces the tool and workpiece relative to one another along a movement axis (X), said movement device (18) comprising a base structure (22), a movement part (20) that can be moved along the movement axis relative to the base structure (22), a linear guide device (24) that extends along the movement axis (X) and guides the movement of the movement part (20), and a movement drive that drives the movement of said movement part (20). The linear guide device (24) and the movement drive are covered, so as to protect them from external influences such as chipping accumulation and/or lubricant and/or coolant sprays, by a cover (34) which is designed to be separate from the movement part (20). The invention is characterised in that said cover (34) extends in the movement axis (X) direction at least substantially across the full length of the linear guide device (24) and, during operation and specifically during a proper displacement operation of said movement part (20), is secured to the base structure (22) so as not to move relative thereto.

Inventors:
SPINNER, Ulrich (Herbststraße 5b, Sauerlach, 82054, DE)
Application Number:
EP2015/050132
Publication Date:
July 16, 2015
Filing Date:
January 07, 2015
Export Citation:
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Assignee:
SPINNER WERKZEUGMASCHINENFABRIK GMBH (Rudolf-Diesel-Ring 24, Sauerlach, 82054, DE)
International Classes:
B23Q11/08; F16C29/08
Foreign References:
US20030161555A12003-08-28
EP1050367A22000-11-08
DE10051435A12001-05-31
Attorney, Agent or Firm:
TROSSIN, Hans-Jürgen (Ruttensperger Lachnit Trossin Gomoll PartG mbB, Postfach 20 16 55, München, 80016, DE)
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Claims:
Ansprüche

Werkzeugmaschine (10) zur, vorzugsweise spanenden, Bearbeitung eines Werkstücks durch ein Werkzeug mit wenigstens einer translatorischen Bewegungseinrichtung (18, 26) zur Verlagerung von Werkzeug und Werkstück relativ zueinander längs einer Bewegungsachse (X, Y), wobei die Bewegungseinrichtung (18, 26) eine Basisstruktur (22, 28), ein längs der Bewegungsachse (X, Y) relativ zur Basisstruktur (22, 28) bewegliches Bewegungsteil (20, 30), eine sich längs der Bewegungsachse (X, Y) erstreckende und das Bewegungsteil (20, 30) zur Bewegung führende Linearführungseinrichtung (24) und einen das Bewegungsteil (20, 30) zur Bewegung antreibenden Bewegungsantrieb aufweist, wobei die Linearführungseinrichtung (24) und der Bewegungsantrieb zum Schutz vor äußeren Einflüssen, wie etwa Späneanfall oder/und Schmiermitteloder/und Kühlmittelspritzern, durch eine vom Bewegungsteil (20, 30) gesondert ausgebildete Abdeckung (34, 47) bedeckt sind,

dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (34, 47) sich in Richtung der Bewegungsachse (X, Y) wenigstens über im Wesentlichen die gesamte Länge der Linearführungseinrichtung (24) erstreckt und betriebsmäßig, insbesondere während eines bestimmungsgemäßen Bewegungsbetriebs des Bewegungsteils (20, 30), relativ zur Basisstruktur (22, 28) unbeweglich an dieser festgelegt ist.

Werkzeugmaschine nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegungsteil (20, 30) unabhängig von seiner Position längs der Bewegungsachse (X, Y) die Abdeckung (34, 47) in Umfangsrichtung um die Bewegungsachse (X, Y) unter Bildung eines zur Bewegungsachse (X, Y) im Wesentlichen orthogonalen Aufnahmespalts (44) zwischen Bewegungsteil (20, 30) und Abdeckung (34, 47) wenigstens an einem ihrer in Richtung der Bewegungsachse (X, Y) verlaufenden Längsrändern (34c1 , 34d1 ), vorzugsweise an beiden Längsrändern (34c1 , 34d1 ) umgreift, vorzugsweise die Abdeckung (34, 47) vollständig umgibt. Werkzeugmaschine (10) nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (34, 47) einen die Linearführungseinrichtung (24) überspannenden Deckschenkelabschnitt (34b) und wenigstens einen davon mit Verlaufskomponente zur Basisstruktur (22, 28) hin abstehenden Randschenkelabschnitt (34c, 34d) umfasst, wobei der Randschenkelabschnitt (34c, 34d) an seinem vom Deckschenkelabschnitt (34b) fernliegenden Ende einen sich in Richtung der Bewegungsachse (X, Y) erstreckenden freien Längsrand (34c1 , 34d1 ) aufweist, wobei die Abdeckung (34, 47) besonders bevorzugt zwei mit Verlaufskomponente zur Basisstruktur (22, 28) hin abstehende Randschenkelabschnitte (34c, 34d) umfasst, wobei der Deckschenkelabschnitt (34b) zwischen den Randschenkelabschnitten (34c, 34d) vorgesehen ist.

Werkzeugmaschine (10) nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, dass an der Basisstruktur (22, 28) eine sich in Richtung der Bewegungsachse (X, Y) und mit einer Komponente zum Deckenschenkelabschnitt (34b) hin erstreckende Schürzenanordnung (52) vorgesehen ist, welche in einer Richtung orthogonal zur Bewegungsachse (X, Y) einem Randschenkelabschnitt (34c, 34d) unmittelbar benachbart und mit einem zwischen dem Randschenkelabschnitt (34c, 34d) und der Schürzenanordnung (52) gebildeten Spalt (50) angeordnet ist, welcher von einem Bewegungsteilabschnitt durchsetzt und durch den Deckschenkelabschnitt (34b) bedeckt ist, wobei sich die Schürzenanordnung (52) und der ihr unmittelbar benachbarte Randschenkelabschnitt (34c, 34d) in einer zur Bewegungsachse orthogonalen Richtung (u) überlappen.

Werkzeugmaschine (10) nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (34, 47) zwei Randschenkelabschnitte (34c, 34d) mit einem zwischen diesen angeordneten Deckschenkelabschnitt (34b) aufweist und dass an der Basisstruktur (22, 28) einem jeden Randschenkelabschnitt (34c, 34d) in einer Richtung orthogonal zur Bewegungsachse (X, Y) unmittelbar benachbart je eine sich in Richtung der Bewegungsachse (X, Y) und mit einer Komponente zum Deckenschenkelabschnitt (34b) hin erstreckende Schürzenanordnung (52) vorgesehen ist, welche in einer Richtung orthogonal zur Bewegungsachse (X, Y) mit einem zwischen der Schürzenanordnung (52) und dem dieser jeweils unmittelbar benachbarten Randschenkelabschnitt (34c, 34d) gebildeten Spalt (50) angeordnet ist, wobei beide Spalte (50) jeweils von einem Bewegungsteilabschnitt durchsetzt und durch den Deckschenkelabschnitt (34b) bedeckt sind, wobei sich jede Schürzenanordnung (52) und der ihr unmittelbar benachbarte Randschenkelabschnitt (34c, 34d) in einer zur Bewegungsachse orthogonalen Richtung (X, Y) überlappen.

Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (34, 47) nur an ihren axialen Längsendbereichen mit der Basisstruktur (22, 28) verbunden ist. 7. Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, unter Einbeziehung des Anspruchs 3,

dadurch gekennzeichnet, dass der Deckschenkelabschnitt (34b) um eine zur Bewegungsachse (X, Y) parallele Krümmungsachse gekrümmt, vorzugsweise bei Betrachtung der Werkzeugmaschine (10) von außen konvex gekrümmt ist, oder/und dass der Deckschenkelabschnitt (34b) um eine zur Bewegungsachse

(X, Y) parallele Knickachse geknickt ist, vorzugsweise unter Bildung einer bei Betrachtung der Werkzeugmaschine (10) von außen konvex ausgebildeten Struktur.

Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Bauteil, welches über die gesamte Länge der Abdeckung (34, 47) eine von der Linearführungseinrichtung (24) wegweisende Außenseite (34a) der Abdeckung (34, 47) bildet, vorzugsweise die Abdeckung (34, 47) insgesamt, einstückig ausgebildet ist.

Werkzeugmaschine (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (34, 47) mehrteilig aus mehreren gesonderten Abdeckungsbauteilen unter Bildung wenigstens eines, vor- zugsweise in einer zur Bewegungsachse (X, Y) orthogonalen Ebene gelegenen, Fügespalts zwischen zwei benachbarten Abdeckungsbauteilen gebildet ist.

10. Werkzeugmaschine (10) nach Anspruch 9,

dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer von der Basisstruktur (22, 28) wegweisenden Außenseite (34a) der Abdeckung (34) und dem Bewegungsteil (20, 30) unabhängig von der Position des Bewegungsteils (20, 30) längs der Bewegungsachse (X, Y) ein zur Bewegungsachse (X, Y) im Wesentlichen orthogonaler Aufnahmespalt (44) gebildet ist, welcher durch zwei in Bewe- gungsachsenrichtung mit Abstand (L) von einander am Bewegungsteil (20, 30) angeordneten Dichtstrukturen, die gleitend an der Außenseite (34a) der Abdeckung (34, 47) anliegen, überbrückt ist, wobei bevorzugt der axiale Abstand (L) der Dichtstrukturen größer ist als der bestimmungsgemäße maximale axiale Bewegungsweg (W) des Bewegungsteils (20, 30) relativ zur Basis- struktur (22, 28), so dass selbst bei Ausnutzung des bestimmungsgemäßen maximalen axialen Bewegungswegs (W) ein axialer Totbereich (45) der Abdeckung (34, 47) besteht, der von keiner Dichtstruktur überfahrbar ist, wobei der wenigstens eine Fügespalt in dem axialen Totbereich (45) angeordnet ist. 1 1 . Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegungsteil (20, 30) auf seiner von der Basisstruktur (22, 28) wegweisenden Nutzseite (20a) zur Aufnahme eines Werkstücks ausgebildet ist, beispielsweise eine Spannvorrichtung oder/und eine Mehrzahl von T-Nuten aufweist.

12. Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass sie als eine erste Bewegungseinrichtung (18, 26) eine translatorische Verfahreinrichtung (18) zur Verlagerung von Werkzeug und Werkstück relativ zueinander längs einer Verfahrachse (X) als einer ersten Bewegungsachse (X, Y) aufweist, wobei die Verfahreinrichtung (18) eine Tragstruktur (22) als eine erste Basisstruktur (22, 28), ein längs der Verfahrachse (X) relativ zur Tragstruktur (22) bewegliches Verfahrteil (20) als ein erstes Bewegungsteil (20, 30), eine sich längs der Verfahrachse (X) erstreckende und das Verfahrteil (20) zur Verfahrbewegung führende erste Linearführungseinrichtung (24) und einen das Verfahrteil (20) zur Verfahrbewegung antreibenden Verfahrantrieb als einen ersten Bewegungsantrieb aufweist, wobei die erste Linearführungseinrichtung (24) und der Verfahrantrieb zum Schutz vor äußeren Einflüssen durch eine vom Verfahrteil (20) gesondert ausgebildete erste Abdeckung (34) bedeckt sind, welche sich in Richtung der Verfahrachse (X) wenigstens über im Wesentlichen die gesamte Länge der ersten Linearführungseinrichtung (24) erstreckt und betriebsmäßig, insbesondere während eines bestimmungsgemäßen Verfahrbetriebs des Verfahrteils (20), relativ zur Tragstruktur (22) unbeweglich an dieser festgelegt ist, und dass sie zusätzlich zur translatorischen Verfahreinrichtung (18) als eine zweite Bewegungseinrichtung (18, 26) eine translatorische Verlagerungseinrichtung (26) zur Verlagerung von Werkzeug und Werkstück relativ zueinander längs einer Verlagerungsachse (Y) als einer zweiten Bewegungsachse (X, Y) aufweist, deren Richtung von jener der Verfahrachse (X) verschieden ist, wobei die Verlagerungseinrichtung (26) eine Stützstruktur (28) als eine zweite Basisstruktur (22, 28), ein längs der Verlagerungsachse (Y) relativ zur Stützstruktur (28) bewegliches Verlagerungsteil (30) als ein zweites Bewegungsteil (20, 30), eine sich längs der Verlagerungsachse (Y) erstreckende und das Verlagerungsteil (30) zur Verlagerungsbewegung führende zweite Linearführungseinrichtung und einen das Verlagerungsteil (30) zur Verlagerungsbewegung antreibenden Verlagerungsantrieb als einen zweiten Bewegungsantrieb aufweist, wobei die zweite Linearführungseinrichtung und der Verlagerungsantrieb zum Schutz vor äußeren Einflüssen durch eine vom Verlagerungsteil (30) gesondert ausgebildete zweite Abdeckung (47) bedeckt sind, welche sich in Richtung der Verlagerungsachse (Y) wenigstens über im Wesentlichen die gesamte Länge der zweiten Linearführungseinrichtung erstreckt und betriebsmäßig, insbesondere während eines bestimmungsgemäßen Verlagerungsbetriebs des Verlagerungsteils (30), relativ zur Stützstruktur (28) unbeweglich an dieser festgelegt ist.

13. Werkzeugmaschine (10) nach Anspruch 12,

dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstruktur (22) der Verfahreinrichtung (18) Teil des Verlagerungsteils (30) der Verlagerungseinrichtung (26) ist, wobei Verfahreinrichtung (18) und Verlagerungseinrichtung (26) bevorzugt eine Kreuztischeinrichtung (49) bilden.

4. Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Basisstruktur (22, 28), insbesondere die Stützstruktur (28), anmontierter oder integraler Teil eines Maschinenständers (12) der Werkzeugmaschine (10) ist.

5. Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass sie eine translatorische Vertikalverstelleinrichtung (14) als eine, gegebenenfalls weitere, Bewegungseinrichtung aufweist zur Verstellung von Werkzeug und Werkstück relativ zueinander längs einer überwiegend vertikalen, besonders bevorzugt vertikalen, Vertikalachse (Z) als einer, gegebenenfalls weiteren, Bewegungachse, wobei die Vertikalverstelleinrichtung (14) eine Grundstruktur (12) als eine, gegebenenfalls weitere, Basisstruktur, ein längs der Vertikalachse (Z) relativ zur Grundstruktur (12) bewegliches Verstellteil (16) als ein, gegebenenfalls weiteres, Bewegungsteil, eine sich längs der Vertikalachse (Z) erstreckende und das Verstellteil (16) zur Verstellbewegung führende Führungseinrichtung als eine, gegebenenfalls weitere, Linearführungseinrichtung und einen das Verstellteil (16) zur Verstell - bewegung antreibenden Versteilantrieb als einen, gegebenenfalls weiteren, Bewegungsantrieb aufweist, wobei die Führungseinrichtung und der Versteilantrieb zum Schutz vor äußeren Einflüssen durch eine vom Verstellteil (16) gesondert ausgebildete Vertikalabdeckung (48) als einer, gegebenenfalls weiteren, Abdeckung bedeckt ist.

6. Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass eine zur Basisstruktur (22, 28) hinweisende Innenseite (34b1 ) der Abdeckung (34) an einem Abschnitt des Bewegungsteils (20, 30) abgestützt ist.

17. Werkzeugmaschine (10) nach Anspruch 16,

dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegungsteil (20, 30) ein überwiegend, vorzugsweise vollständig, unterhalb der Abdeckung (34) vorgesehenes Führungsteil (40) aufweist, wobei die Abdeckung (34) an dem Führungsteil (40) des Bewegungsteils (20, 30) abgestützt ist.

Werkzeugmaschine (10) nach einem der Ansprüche 16 oder 17,

dadurch gekennzeichnet, dass ein die Abdeckung (34) abstützender Abschnitt des Bewegungsteils (20, 30), insbesondere das Führungsteil (40), mit an der Innenseite (34b1 ) der Abdeckung (34) gleitend anliegenden oder/und abwälzend anliegenden Stützmitteln (60, 62) versehen ist.

Werkzeugmaschine (10) nach Anspruch 18,

dadurch gekennzeichnet, dass an dem die Abdeckung (34) abstützenden Abschnitt des Bewegungsteils (20, 30) ein gleitend an der Innenseite (34b1 ) der Abdeckung (34) anliegendes Stützteil (64) vorgesehen ist, welches insbesondere aus selbstschmierendem Kunststoff, wie etwa Polytetrafluorethylen, oder aus einem Kunststoff mit Graphitanteil gebildet ist. 20. Werkzeugmaschine (10) nach einem der Ansprüche 17 oder 18,

dadurch gekennzeichnet, dass die Stützmittel (60, 62) des Bewegungsteils (20, 30) wenigstens einen Stützwälzkörper (66), etwa ein Stützrad, vorzugsweise eine Mehrzahl von Stützwälzkörpern (66), wie etwa Stützräder oder Stützwalzen, umfassen, die bei einer axialen Bewegung des Bewegungsteils (20, 30) auf der Innenseite (34b1 ) der Abdeckung (34) abrollen.

Werkzeugmaschine (10) nach Anspruch 20,

dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Stützwälzkörpern (66) zu einer Stützanordnung (62) mit zur Bewegungsachse (X) orthogonalen Wälzachsen zusammengefasst ist, wobei die Wälzachsen der einzelnen Stützwälzkörper vorzugsweise in einer zur Bewegungsachse (X) orthogonalen gemeinsamen Ebene angeordnet sind.

22. Werkzeugmaschine (10) nach einem der Ansprüche 17 bis 21 ,

dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Längsende des die Abdeckung (34) stützenden Abschnitts des Bewegungsteils (20, 30), insbesondere des Führungsteils (40), je ein Stützmittel (60, 62) vorgesehen ist.

GEÄNDERTE ANSPRÜCHE

beim Internationalen Büro eingegangen am 04. Mai 2015 (04.05.2015)

1. Werkzeugmaschine (10) zur, vorzugsweise spanenden, Bearbeitung eines Werkstücks durch ein Werkzeug mit wenigstens einer translatorischen Bewegungseinrichtung (18, 26) zur Verlagerung von Werkzeug und Werkstück relativ zueinander längs einer Bewegungsachse (X, Y), wobei die Bewegungseinrichtung (18, 26) eine Basisstruktur (22, 28), ein längs der Bewegungsachse (X, Y) relativ zur Basisstruktur (22, 28) bewegliches Bewegungsteil (20, 30), eine sich längs der Bewegungsachse (X, Y) erstreckende und das Bewegungsteil (20, 30) zur Bewegung führende Linearführungseinrichtung (24) und einen das Bewegungsteil (20, 30) zur Bewegung antreibenden Bewegungsantrieb aufweist, wobei die Linearführungseinrichtung (24) und der Bewegungsantrieb zum Schutz vor äußeren Einflüssen, wie etwa Späneanfall oder/und Schmiermittel- oder/und Kühlmittelspritzern, durch eine vom Bewegungsteil (20, 30) gesondert ausgebildete Abdeckung (34, 47) bedeckt sind, wobei die Abdeckung (34, 47) sich in Richtung der Bewegungsachse (X, Y) wenigstens über im Wesentlichen die gesamte Länge der Linearführungseinrichtung (24) erstreckt und betriebsmäßig, insbesondere während eines bestimmungsgemäßen Bewegungsbetriebs des Bewegungsteils (20, 30), relativ zur Basisstruktur (22, 28) unbeweglich an dieser festgelegt ist,

dadurch gekennzeichnet, dass eine zur Basisstruktur (22, 28) hinweisende Innenseite (34b1) der Abdeckung (34) an einem Abschnitt des Bewegungsteils (20, 30) abgestützt ist.

2. Werkzeugmaschine (10) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegungsteil (20, 30) ein überwiegend, vorzugsweise vollständig, unterhalb der Abdeckung (34) vorgesehenes Führungsteil (40) aufweist, wobei die Abdeckung (34) an dem Führungsteil (40) des Bewegungsteils (20, 30) abgestützt ist.

3. Werkzeugmaschine (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass ein die Abdeckung (34) abstützender Abschnitt des Bewegungsteils (20, 30), insbesondere das Führungsteil (40), mit an der

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) Innenseite (34b1) der Abdeckung (34) gleitend anliegenden oder/und abwälzend anliegenden Stützmitteln (60, 62) versehen ist,

wobei insbesondere an dem die Abdeckung (34) abstützenden Abschnitt des Bewegungsteils (20, 30) ein gleitend an der Innenseite (34b1) der Abdeckung (34) anliegendes Stützteil (64) vorgesehen ist, welches insbesondere aus selbstschmierendem Kunststoff, wie etwa Polytetrafluorethylen, oder aus einem Kunststoff mit Graphitanteil gebildet ist.

4. Werkzeugmaschine (10) nach einem der Ansprüche 2 oder 3,

dadurch gekennzeichnet, dass die Stützmittel (60, 62) des Bewegungsteils (20, 30) wenigstens einen Stützwälzkörper (66), etwa ein Stützrad, vorzugsweise eine Mehrzahl von Stützwälzkörpern (66), wie etwa Stützräder oder Stützwalzen, umfassen, die bei einer axialen Bewegung des Bewegungsteils (20, 30) auf der Innenseite (34b1) der Abdeckung (34) abrollen,

wobei insbesondere eine Mehrzahl von Stützwälzkörpern (66) zu einer Stützanordnung (62) mit zur Bewegungsachse (X) orthogonalen Wälzachsen zusammen- gefasst ist, wobei die Wälzachsen der einzelnen Stützwälzkörper vorzugsweise in einer zur Bewegungsachse (X) orthogonalen gemeinsamen Ebene angeordnet sind.

5. Werkzeugmaschine (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Längsende des die Abdeckung (34) stützenden Abschnitts des Bewegungsteils (20, 30), insbesondere des Führungsteils (40), je ein Stützmittel (60, 62) vorgesehen ist.

6. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegungsteil (20, 30) unabhängig von seiner Position längs der Bewegungsachse (X, Y) die Abdeckung (34, 47) in Umfangsrichtung um die Bewegungsachse (X, Y) unter Bildung eines zur Bewegungsachse (X, Y) im Wesentlichen orthogonalen Aufnahmespalts (44) zwischen Bewegungsteil (20, 30) und Abdeckung (34, 47) wenigstens an einem ihrer in Richtung der Bewegungsachse (X, Y) verlaufenden Längsrändem (34c1 , 34d1), vorzugsweise an beiden Längsrändern (34c1 , 34d1) umgreift, vorzugsweise die Abdeckung (34, 47) vollständig umgibt.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

7. Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (34, 47) einen die Linearführungseinrichtung (24) überspannenden Deckschenkelabschnitt (34b) und wenigstens einen davon mit Verlaufskomponente zur Basisstruktur (22, 28) hin abstehenden Randschenkelabschnitt (34c, 34d) umfasst, wobei der Randschenkelabschnitt (34c, 34d) an seinem vom Deckschenkelabschnitt (34b) fernliegenden Ende einen sich in Richtung der Bewegungsachse (X, Y) erstreckenden freien Längsrand (34c1 , 34d1) aufweist, wobei die Abdeckung (34, 47) besonders bevorzugt zwei mit Verlaufskomponente zur Basisstruktur (22, 28) hin abstehende Randschenkelabschnitte (34c, 34d) umfasst, wobei der Deckschenkelabschnitt (34b) zwischen den Randschenkelabschnitten (34c, 34d) vorgesehen ist,

wobei insbesondere an der Basisstruktur (22, 28) eine sich in Richtung der Bewegungsachse (X, Y) und mit einer Komponente zum Deckenschenkelabschnitt (34b) hin erstreckende Schürzenanordnung (52) vorgesehen ist, welche in einer Richtung orthogonal zur Bewegungsachse (X, Y) einem Randschenkelabschnitt (34c, 34d) unmittelbar benachbart und mit einem zwischen dem Randschenkelabschnitt (34c, 34d) und der Schürzenanordnung (52) gebildeten Spalt (50) angeordnet ist, welcher von einem Bewegungsteilabschnitt durchsetzt und durch den Deckschenkelabschnitt (34b) bedeckt ist, wobei sich die Schürzenanordnung (52) und der ihr unmittelbar benachbarte Randschenkelabschnitt (34c, 34d) in einer zur Bewegungsachse orthogonalen Richtung (u) überlappen,

wobei insbesondere die Abdeckung (34, 47) zwei Randschenkelabschnitte (34c, 34d) mit einem zwischen diesen angeordneten Deckschenkelabschnitt (34b) aufweist und dass an der Basisstruktur (22, 28) einem jeden Randschenkelabschnitt (34c, 34d) in einer Richtung orthogonal zur Bewegungsachse (X, Y) unmittelbar benachbart je eine sich in Richtung der Bewegungsachse (X, Y) und mit einer Komponente zum Deckenschenkelabschnitt (34b) hin erstreckende Schürzenanordnung (52) vorgesehen ist, welche in einer Richtung orthogonal zur Bewegungsachse (X, Y) mit einem zwischen der Schürzenanordnung (52) und dem dieser jeweils unmittelbar benachbarten Randschenkelabschnitt (34c, 34d) gebildeten Spalt (50) angeordnet ist, wobei beide Spalte (50) jeweils von einem Bewegungsteilabschnitt durchsetzt und durch den Deckschenkelabschnitt (34b) bedeckt sind, wobei sich jede Schürzenanordnung (52) und der ihr unmittelbar benachbarte Randschenkelabschnitt (34c, 34d) in einer zur Bewegungsachse orthogonalen Richtung (X, Y) überlappen.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

8. Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (34, 47) nur an ihren axialen Längsendbereichen mit der Basisstruktur (22, 28) verbunden ist.

9. Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, unter Einbeziehung des Anspruchs 7,

dadurch gekennzeichnet, dass der Deckschenkelabschnitt (34b) um eine zur Bewegungsachse (X, Y) parallele Krümmungsachse gekrümmt, vorzugsweise bei Betrachtung der Werkzeugmaschine (10) von außen konvex gekrümmt ist, oder/und dass der Deckschenkelabschnitt (34b) um eine zur Bewegungsachse (X, Y) parallele Knickachse geknickt ist, vorzugsweise unter Bildung einer bei Betrachtung der Werkzeugmaschine (10) von außen konvex ausgebildeten Struktur.

10. Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Bauteil, welches über die gesamte Länge der Abdeckung (34, 47) eine von der Linearführungseinrichtung (24) wegweisende Außenseite (34a) der Abdeckung (34, 47) bildet, vorzugsweise die Abdeckung (34, 47) insgesamt, einstückig ausgebildet ist.

1 1. Werkzeugmaschine (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (34, 47) mehrteilig aus mehreren gesonderten Abdeckungsbauteilen unter Bildung wenigstens eines, vorzugsweise in einer zur Bewegungsachse (X, Y) orthogonalen Ebene gelegenen, Fügespalts zwischen zwei benachbarten Abdeckungsbauteilen gebildet ist,

wobei insbesondere zwischen einer von der Basisstruktur (22, 28) wegweisenden Außenseite (34a) der Abdeckung (34) und dem Bewegungsteil (20, 30) unabhängig von der Position des Bewegungsteils (20, 30) längs der Bewegungsachse (X, Y) ein zur Bewegungsachse (X, Y) im Wesentlichen orthogonaler Aufnahmespalt (44) gebildet ist, welcher durch zwei in Bewegungsachsenrichtung mit Abstand (L) von einander am Bewegungsteil (20, 30) angeordneten Dichtstrukturen, die gleitend an der Außenseite (34a) der Abdeckung (34, 47) anliegen, überbrückt ist, wobei bevorzugt der axiale Abstand (L) der Dichtstrukturen größer ist als der bestimmungsgemäße maximale axiale Bewegungsweg (W) des Bewegungsteils (20, 30)

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) relativ zur Basisstruktur (22, 28), so dass selbst bei Ausnutzung des bestimmungsgemäßen maximalen axialen Bewegungswegs (W) ein axialer Totbereich (45) der Abdeckung (34, 47) besteht, der von keiner Dichtstruktur überfahrbar ist, wobei der wenigstens eine Fügespalt in dem axialen Totbereich (45) angeordnet ist.

12. Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegungsteil (20, 30) auf seiner von der Basisstruktur (22, 28) wegweisenden Nutzseite (20a) zur Aufnahme eines Werkstücks ausgebildet ist, beispielsweise eine Spannvorrichtung oder/und eine Mehrzahl von T-Nuten aufweist.

13. Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass sie als eine erste Bewegungseinrichtung (18, 26) eine translatorische Verfahreinrichtung (18) zur Verlagerung von Werkzeug und Werkstück relativ zueinander längs einer Verfahrachse (X) als einer ersten Bewegungsachse (X, Y) aufweist, wobei die Verfahreinrichtung (18) eine Tragstruktur (22) als eine erste Basisstruktur (22, 28), ein längs der Verfahrachse (X) relativ zur Tragstruktur (22) bewegliches Verfahrteil (20) als ein erstes Bewegungsteil (20, 30), eine sich längs der Verfahrachse (X) erstreckende und das Verfahrteil (20) zur Verfahrbewegung führende erste Linearführungseinrichtung (24) und einen das Verfahrteil (20) zur Verfahrbewegung antreibenden Verfahrantrieb als einen ersten Bewegungsantrieb aufweist, wobei die erste Linearführungseinrichtung (24) und der Verfahrantrieb zum Schutz vor äußeren Einflüssen durch eine vom Verfahrteil (20) gesondert ausgebildete erste Abdeckung (34) bedeckt sind, welche sich in Richtung der Verfahrachse (X) wenigstens über im Wesentlichen die gesamte Länge der ersten Linearführungseinrichtung (24) erstreckt und betriebsmäßig, insbesondere während eines bestimmungsgemäßen Verfahrbetriebs des Verfahrteils (20), relativ zur Tragstruktur (22) unbeweglich an dieser festgelegt ist, und dass sie zusätzlich zur translatorischen Verfahreinrichtung (18) als eine zweite Bewegungseinrichtung (18, 26) eine translatorische Verlagerungseinrichtung (26) zur Verlagerung von Werkzeug und Werkstück relativ zueinander längs einer Verlagerungsachse (Y) als einer zweiten Bewegungsachse (X, Y) aufweist, deren Richtung von jener der Verfahrachse (X) verschieden ist, wobei die Verlagerungseinrichtung (26) eine Stützstruktur (28) als eine zweite Basisstruktur (22, 28), ein längs der Verlagerungsachse (Y) relativ zur Stützstruktur (28) bewegliches Verlagerungsteil (30)

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) als ein zweites Bewegungsteil (20, 30), eine sich längs der Verlagerungsachse (Y) erstreckende und das Verlagerungsteil (30) zur Verlagerungsbewegung führende zweite Linearführungseinrichtung und einen das Verlagerungsteil (30) zur Verlagerungsbewegung antreibenden Verlagerungsantrieb als einen zweiten Bewegungsantrieb aufweist, wobei die zweite Linearführungseinrichtung und der Verlagerungsantrieb zum Schutz vor äußeren Einflüssen durch eine vom Verlagerungsteil (30) gesondert ausgebildete zweite Abdeckung (47) bedeckt sind, welche sich in Richtung der Verlagerungsachse (Y) wenigstens über im Wesentlichen die gesamte Länge der zweiten Linearführungseinrichtung erstreckt und betriebsmäßig, insbesondere während eines bestimmungsgemäßen Verlagerungsbetriebs des Verlagerungsteils (30), relativ zur Stützstruktur (28) unbeweglich an dieser festgelegt ist,

wobei insbesondere die Tragstruktur (22) der Verfahreinrichtung (18) Teil des Verlagerungsteils (30) der Verlagerungseinrichtung (26) ist, wobei Verfahreinrichtung (18) und Verlagerungseinrichtung (26) bevorzugt eine Kreuztischeinrichtung (49) bilden.

14. Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Basisstruktur (22, 28), insbesondere die Stützstruktur (28), anmontierter oder integraler Teil eines Maschinenständers (12) der Werkzeugmaschine (10) ist.

15. Werkzeugmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass sie eine translatorische Vertikalverstelleinrichtung (14) als eine, gegebenenfalls weitere, Bewegungseinrichtung aufweist zur Verstellung von Werkzeug und Werkstück relativ zueinander längs einer überwiegend vertikalen, besonders bevorzugt vertikalen, Vertikalachse (Z) als einer, gegebenenfalls weiteren, Bewegungsachse, wobei die Vertikalverstelleinrichtung (14) eine Grundstruktur (12) als eine, gegebenenfalls weitere, Basisstruktur, ein längs der Vertikalachse (Z) relativ zur Grundstruktur (12) bewegliches Verstellteil (16) als ein, gegebenenfalls weiteres, Bewegungsteil, eine sich längs der Vertikalachse (Z) erstreckende und das Verstellteil (16) zur Verstellbewegung führende Führungseinrichtung als eine, gegebenenfalls weitere, Linearführungseinrichtung und einen das Verstellteil (16) zur Verstellbewegung antreibenden Verstellantrieb als einen,

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) gegebenenfalls weiteren, Bewegungsantrieb aufweist, wobei die Führungseinrichtung und der Versteilantrieb zum Schutz vor äußeren Einflüssen durch eine vom Verstellteil (16) gesondert ausgebildete Vertikalabdeckung (48) als einer, gegebenenfalls weiteren, Abdeckung bedeckt ist.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

Description:
Werkzeugmaschine mit verbesserter Abdeckung

der translatorischen Bewegungsführung

Beschreibung

Die vorliegende Anmeldung betrifft eine Werkzeugmaschine zur, vorzugsweise spanenden, Bearbeitung eines Werkstücks durch ein Werkzeug mit wenigstens einer translatorischen Bewegungseinrichtung zur Verlagerung von Werkzeug und Werkstück relativ zueinander längs einer Bewegungsachse, wobei die Bewegungseinrich- tung eine Basisstruktur, ein längs der Bewegungsachse relativ zur Basisstruktur bewegliches Bewegungsteil, eine sich längs der Bewegungsachse erstreckende und das Bewegungsteil zur Bewegung führende Linearführungseinrichtung und einen das Bewegungsteil zur Bewegung antreibenden Bewegungsantrieb aufweist, wobei die Linearführungseinrichtung und der Bewegungsantrieb zum Schutz vor äußeren Ein- flüssen, wie etwa Späneanfall oder/und Schmiermittel- oder/und Kühlmittelspritzern, durch eine vom Bewegungsteil gesondert ausgebildete Abdeckung bedeckt sind.

Derartige Werkzeugmaschinen sind allgemein bekannt, beispielsweise als spanende Werkzeugmaschinen, etwa in Form von Universal-Bohr- oder/und Fräsmaschinen. Derartige Werkzeugmaschinen haben üblicherweise mehrere Bewegungseinrichtungen mit in voneinander linear unabhängigen Richtungen verlaufenden translatorischen Bewegungsachsen, von denen üblicherweise längs einer ein Bearbeitungswerkzeug und längs der übrigen das zu bearbeitende Werkstück translatorisch bewegbar ist. Die Werkzeugmaschinen können darüber hinaus auch über rotatori- sehe Bewegungseinrichtungen mit rotatorischen Bewegungsachsen verfügen, die üblicherweise ebenfalls der Bewegung des Werkstücks dienen.

Gerade die Bewegungseinrichtungen mit horizontalen - oder allgemeiner nichtvertikalen - translatorischen Bewegungsachsen sind an Werkzeugmaschinen einer erhöhten Schmutzbelastung ausgesetzt, da Späne oder/und Kühlmittel oder/und Schmiermittel von der Bearbeitungsstelle schwerkraftgetrieben auf diese auftreffen können. Um zu vermeiden, dass Schmutz aus dem Bereich der Bearbeitungsstelle auf die Linearführungseinrichtung gelangt und diese im weiteren Betrieb beschädigt, sind die Linearführungseinrichtung und der Bewegungsantrieb einer translatorischen Bewegungseinrichtung üblicherweise mit einer Abdeckung bedeckt. Üblicherweise ist eine solche Abdeckung im Stand der Technik in Form eines teleskopartig längenveränderlichen Gliederkastens ausgebildet. Dies bedeutet, die Abdeckung ist in Richtung der jeweiligen Bewegungsachse segmentiert, wobei an einem dem Bewegungsteil der Bewegungsachse nächstgelegenen Längsende der Abdeckung ein Endsegment des Gliederkastens zur gemeinsamen axialen Bewegung mit dem Bewegungsteil ver- bunden ist, während üblicherweise am entgegengesetzten Längsende ein Endsegment relativ zur der die Bewegungsachse tragenden Basisstruktur unbeweglich an dieser festgelegt ist. Zwischen diesen Endsegmenten befinden sich weitere Zwischensegmente, welche zu den zuvor genannten und zueinander axial relativbeweglich sind. Dabei umgreift in der Regel in Richtung der Bewegungsachse vom Bewe- gungsteil weg ein dem Bewegungsteil näher gelegenes Segment das jeweils axial unmittelbar benachbarte bewegungsteilfernere Segment außen. Die dabei entstehenden Spalte zwischen axial unmittelbar benachbarten Segmenten sind durch an sich bekannte Dichtungsanordnungen gegen Schmutzeintritt abgedichtet. Hieraus resultieren mehrere verbesserungsfähige Umstände:

Zum einen wird durch die beiden endseitigen mit Bewegungsteil einerseits und Basisstruktur andererseits fest verbundenen Gliedersegmente der bei vorgegebenen Abmessungen maximal mögliche axiale Bewegungsweg des Bewegungsteils an der translatorischen Bewegungseinrichtung eingeschränkt.

Zum anderen sind für jede Bewegungseinrichtung in der Regel zwei Abdeckungen notwendig, da üblicherweise eine Strecke von jedem axialen Längsende des Bewegungsteils zu dem diesem nächstgelegenen Längsende der Basisstruktur abgedeckt werden muss.

Die Einschränkung des axialen Bewegungswegs des Bewegungsteils lässt sich zwar durch Verkürzung der jeweils gewählten Segmentlänge in Grenzen halten. Jedoch kann dies nur bedingt gelingen, da bei feststehender Länge der abzudeckenden Bewegungsstrecke mit einer Verkürzung der Segmentlänge eine Erhöhung der Anzahl von Segmenten des abdeckenden Gliederkastens einhergeht. Da bei der Gliederkastenkonstruktion jedes Segment das axial benachbarte dem Bewegungsteil ferner liegende Segment übergreift, wird der so teleskopisch ausfahrbare und einziehbare Gliederkasten mit steigender Segmentanzahl in seinen Abmessungen orthogonal zur Bewegungsachse zunehmend bauraumfordernder, was ebenfalls unerwünscht ist. Zudem wird auch die Anzahl an benötigen Dichtungsstellen zwischen benachbarten Gliederkastensegmenten erhöht, was einen erhöhten Montage- aufwand erfordert und für eine erhöhte Reibung beim Bewegen des Bewegungsteils längs seiner translatorischen Bewegungsachse sorgt. Diese erhöhte Reibung muss durch entsprechende Dimensionierung des Bewegungsantriebs kompensiert werden.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Werkzeugmaschine der ein- gangs genannten Art derart weiterzubilden, dass die Linearführungseinrichtung und der Bewegungsantrieb einer translatorischen Bewegungseinrichtung sicher vor den an Werkzeugmaschinen üblicherweise herrschenden äußeren Einflüssen geschützt werden können, wobei gleichzeitig eine Einschränkung des maximal möglichen axialen Bewegungswegs des Bewegungsteils möglichst vermieden und eine mög- liehst einfache, kompakte Bauweise der Bewegungseinrichtung erreicht werden soll.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine gattungsgemäße Werkzeugmaschine, bei welcher die Abdeckung sich in Richtung der Bewegungsachse wenigstens über im Wesentlichen die gesamte Länge der Linearführungseinrichtung erstreckt und betriebsmäßig, insbesondere während eines bestimmungsgemäßen Bewegungsbetriebs des Bewegungsteils, relativ zur Basisstruktur unbeweglich an dieser festgelegt ist.

Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Abdeckung kann eine teleskopartig ausziehbare und einschiebbare Abdeckung wie im Stand der Technik entfallen. Mit dieser können auch Synchronisationgsgetriebe entfallen, welche während eines Bewegungsbetriebs der Bewegungseinrichtung die Relativbewegung von Gliederkastensegmenten relativ zueinander bestimmen. Bei unsynchronisierten Glieder- kästen treten während der Bewegung des Bewegungsteils Störkräfte durch stoßartige Mitnahme von Gliederkastensegmenten auf. Diese Störkräfte können durch die erfindungsgemäße Abdeckung ebenfalls vermieden werden. Aufgrund der einfacheren Bauweise von Bewegungseinrichtungen mit Abdeckungen gemäß der vorliegen- den Erfindung mit geringeren bewegten Massen können bei sonst gleicher Bauweise höhere Beschleunigungen und höhere Geschwindigkeiten der Bewegungsteile erreicht werden, verglichen mit Bewegungseinrichtung mit Gliederkastenabdeckungen. Durch die verhältnismäßig großen Fertigungstoleranzen der Gliederkastensegmente treten bei einer Bewegung des Bewegungsteils längs der Bewegungsachse an Werkzeugmaschinen des Standes der Technik unterschiedlich hohe der Bewegung entgegenwirkende Kräfte zwischen den Gliederkastensegmenten auf, die aufgrund der Verbindung der Gliederkastenabdeckung mit dem Bewegungsteil unmittelbar auf letzeres rückwirken. Auch dieser Effekt wird bei einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine vermieden. Dadurch sind mit der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine höhere Positionier- und Bearbeitungsgenauigkeiten erzielbar.

Die Abdeckung der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine ist im Wesentlichen über die gesamte Länge der Linearführungseinrichtung hinweg, bevorzugt auch axial darüber hinaus, durchgängig relativ zur Basisstruktur unbeweglich. Somit kann die Linearführungseinrichtung der Bewegungseinrichtung durch eine einzige Abdeckung bedeckt und vor äußeren Einflüssen geschützt sein. Dies führt zu einer im Vergleich zum Stand der Technik in der Anzahl benötigter Bauteile reduzierten und weniger fehleranfälligen Konstruktion. Die Abdeckung und das Bewegungsteil belegen somit in der Regel unabhängig von der axialen Relativposition des Bewegungsteils an der Basisstruktur stets einen gemeinsamen Axialabschnitt der Bewegungseinrichtung. Daher ist es nicht mehr nötig, einen Teil der Abdeckung, wie im Stand der Technik, zur gemeinsamen Bewegung mit dem Bewegungsteil zu verbinden. Im Stand der Technik ist dagegen dort, wo sich das Bewegungsteil befindet, keine Abdeckung und dort, wo sich die Abdeckung befindet, kein Bewegungsteil vorhanden. Wenn in der vorliegenden Anmeldung bei der Beschreibung einer Bewegungseinrichtung von einer axialen Richtung die Rede ist, so ist dies stets die Richtung der Bewegungsachse der beschriebenen Bewegungseinrichtung, also im Falle der weiter unten diskutierten Verfahreinrichtung die Richtung der Verfahrachse, im Falle der weiter unten diskutierten Verlagerungseinrichtung die Richtung der Verlagerungsachse und im Falle der ebenfalls weiter unten diskutierten Vertikalverstelleinrichtung die Richtung der Vertikalachse.

Die Abdeckung kann aufgrund ihrer relativen Unbeweglichkeit zur Basisstruktur selbst bei größeren axialen Längen der Abdeckung mit längs der Bewegungsachse im Wesentlichen einheitlicher Bauteildicke und Querschnittsgestalt und Querschnittsgröße ausgebildet sein. Eine Bauraumforderung orthogonal zur Bewegungsachse, wie dies beim Gliederkasten der Fall ist, ist an der Abdeckung der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine daher vermeidbar. Die Abdeckung der erfin- dungsgemäßen Werkzeugmaschine ist somit kompakter als jene des Standes der Technik und benötigt weniger Bauraum.

Durch den Wegfall von zahlreichen Dichtungsanordnungen zwischen nun nicht mehr vorhandenen Gliederkastensegmenten wird überdies der zum Aufbau der erfin- dungsgemäßen Werkzeugmaschine notwendige Montageaufwand verringert und werden die für den Bewegungsbetrieb des Bewegungsteils notwendigen Antriebskräfte verringert.

Durch den Wegfall von fest mit dem Bewegungsteil zur gemeinsamen Bewegung verbundenen Abdeckungssegmenten kann eine abdeckungsbedingte Einschränkung des axial maximal nutzbaren Bewegungswegs des Bewegungsteils an der Basisstruktur vollständig wegfallen.

Bei gleicher axialer Länge der Basisstruktur und sonst gleicher Ausstattung mit Linearführungseinrichtung und Bewegungsantrieb kann somit ein Bewegungsteil einer Werkzeugmaschine der vorliegenden Erfindung relativ zur Basisstruktur über einen größeren axialen Bereich verfahren werden, als dies bei Werkzeugmaschinen des Standes der Technik mit Basisstrukturen der Fall ist, bei welchem die Abdeckungen herkömmlich mit Gliederkästen abgedeckt sind.

Ebenso kann beispielsweise dann, wenn die Bewegungsachse in einer Richtung von einem Maschinenständer der Werkzeugmaschine zu einer vor dem Maschinenständer stehenden Bedienperson verläuft (das ist klassischerweise die Y- Achsenrichtung), die Basisstruktur zur Bereitstellung des gleichen Bewegungswegs wie im Stand der Technik kürzer ausgebildet werden und somit die Verkürzung der Basisstruktur als zusätzliche Ständertiefe gewonnen werden, was die Gesamtstabili- tät und die Gesamtsteifigkeit der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine gegenüber dem Stand der Technik erhöht.

Somit kann bei sonst gleichen Abmessungen das Bewegungsteil näher zu einem Maschinenbediener hin bewegt werden als dies beim Stand der Technik der Fall ist. Dies erhöht die Ergonomie der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine, da nun Betriebsstellungen des Bewegungsteils anfahrbar sind, in denen Nutzflächen des Bewegungsteils für den Maschinenbediener leichter als bisher erreichbar sind.

Der Hinweis auf die betriebsmäßige Festlegung, insbesondere während eines bestimmungsgemäßen Bewegungsbetriebs, soll darlegen, dass die Abdeckung selbstverständlich zu Wartungs- und Reparaturzwecken von der Basisstruktur demontierbar sein kann. Zur Nutzung der von der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine bewirkten technischen Vorteile kommt es lediglich darauf an, wie die Abdeckung mit der Basisstruktur verbunden ist, wenn die Werkzeugmaschine zur bestimmungsgemäßen Werkstückbearbeitung ausgebildet und hergerichtet ist.

Da Schmutz bei der Werkstückbearbeitung, insbesondere bei der spanenden Werkstückbearbeitung, schwerkraftgetrieben zu Boden fällt, sind insbesondere translatorische Bewegungseinrichtungen mit horizontaler Bewegungsachse durch die erfin- dungsgemäße Ausbildung gut vor äußeren Einflüssen schützbar. Jedoch können mit der erfindungsgemäßen Ausbildung Bewegungseinrichtungen allgemein mit nichtausschließlich vertikaler Bewegungsachsenrichtung die von der vorliegenden Erfindung bewirkten technischen Vorteile besonders nutzen. Die Vorteile der vorliegenden Erfindung lassen sich umso stärker nutzen, je mehr die Bewegungsachse der abgedeckten Bewegungseinrichtung horizontal orientiert ist. Daher kommt die vorliegend diskutierte Abdeckung bevorzugt bereits bei Bewegungseinrichtungen mit überwiegend horizontaler Bewegungsachse zum Einsatz. Überwiegend horizontal ist eine Bewegungsachse dann, wenn ihre Verlaufkomponente pro axialer Längeneinheit in horizontaler Richtung größer ist als in vertikaler Richtung. Grundsätzlich kann die Abdeckung der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine jedoch auch an Vertikal- Bewegungseinrichtungen mit vertikaler Bewegungsachse zum Einsatz kommen. Für die vorliegende Anmeldung soll eine translatorische Bewegungsachse im Zweifel dann als horizontal gelten, wenn sie parallel zu einer horizontalen Referenzebene eines Maschinenständers der Werkzeugmaschine verläuft, bezüglich der der Maschinenständer bei der Aufstellung der Werkzeugmaschine ausgerichtet wird. Ebenso kann im Zweifel eine translatorische Bewegungsachse als vertikal gelten, wenn sie orthogonal zu dieser Referenzebene des Maschinenständers verläuft.

Als Bewegungsantrieb kommt vorteilhafterweise ein kostengünstiger Spindelantrieb zum Einsatz. Es soll jedoch auch nicht die Verwendung eines Linearantriebs als Bewegungsantrieb ausgeschlossen sein, wenngleich dies verglichen mit dem Spin- delantrieb zu deutlich höheren Herstellungskosten der Werkzeugmaschine führt.

Anders als beim Stand der Technik, wo sich das Bewegungsteil axial zwischen zwei Abdeckungen befindet und somit unmittelbar mit Führungswägen der Linearführungseinrichtung verbunden werden kann, ist bei der erfindungsgemäßen Werk- zeugmaschine die Abdeckung wenigstens abschnittsweise zwischen einer Außenfläche des Bewegungsteils und der Linearführungseinrichtung angeordnet, sodass der Kraftfluss von von außen auf das Bewegungsteil einwirkenden Kräften, wie etwa Bearbeitungskräften, nicht auf direktem geradem Wege in die Linearführungseinrichtung eingeleitet werden kann. Hierzu kann vorgesehen sein, dass das Bewegungsteil unabhängig von seiner Position längs der Bewegungsachse die Abdeckung in Umfangsrichtung um die Bewegungsachse unter Bildung eines zur Bewegungsachse im Wesentlichen orthogonalen Aufnahmespalts zwischen Bewegungsteil und Abdeckung wenigstens an einem ihrer in Richtung der Bewegungsachse verlaufenden Längsrändern, vorzugsweise an beiden Längsrändern umgreift.

Aus Steifigkeitsgründen umgibt das Bewegungsteil die Abdeckung in Umfangsrich- tung um die Bewegungsachse vorzugsweise vollständig.

Überraschend hat sich gezeigt, dass diese umgreifende bzw. umgebende Konstruktion nicht zu den eigentlich erwarteten Steifigkeitseinbußen führt. Durch Verrippung von einzelnen oder mehreren Bauteilen des Bewegungsteils kann eine durch die umgreifende bzw. umgebende Konstruktion befürchtete Steifigkeitseinbuße des Bewegungsteils größtenteils oder sogar vollständig kompensiert werden.

Das Bewegungsteil kann wenigstens folgende zwei gesondert voneinander ausgebildete und miteinander zu einem Bewegungsteil montierte gesondert ausgebildete Bauteile aufweisen: Ein überwiegend oder vorzugsweise vollständig unterhalb der Abdeckung, also zwischen Abdeckung und Basisstruktur, vorgesehenes Führungsteil und ein überwiegend oder vorzugsweise vollständig außerhalb der Abdeckung, also auf der vom Führungsteil abgewandten Seite der Abdeckung, vorgesehenes Nutzteil. Das Führungsteil kann mit dem Nutzteil durch wenigstens eine Verbindungsleiste, vorzugsweise durch zwei parallele Verbindungsleisten, verbunden sein. Bevorzugt umfasst das Bewegungsteil wenigstens zwei Verbindungsleisten, nämlich an jedem Querende wenigstens eine. Bevorzugt kann jede Verbindungsleiste als gesondertes Bauteil gesondert vom Führungsteil und Nutzteil ausgebildet sein. Vorzugsweise ist das Führungsteil unmittelbar mit einem oder mehreren beweglichen Einheiten der Linearführungseinheit verbunden. Solche bewegliche Einheiten können wälzkörpergelagerte Führungswägen oder hydrostatisch gelagerte Führungseinheiten oder hydrodynamisch gelagerte Gleitführungsschlitten sein. Ebenso kann das Nutzteil zur Aufnahme des Werkzeugs oder bevorzugt des Werkstücks dienen. Die Verbindungsleisten verlaufen bevorzugt parallel zur Bewegungsachse der Bewegungseinrichtung. Sie können einem ebenfalls in Richtung der Bewegungsachse verlaufenden Längsrand der Abdeckung gegenüberliegen. Zur Verminderung der Anzahl an Bauteilen des Bewegungsteils kann die wenigstens eine Verbindungs- leiste auch einstückig mit dem Führungsteil oder mit dem Nutzteil ausgebildet sein. Dies erfordert jedoch einen hohen Fertigungsaufwand. Es kann auch daran gedacht sein, die wenigstens eine Verbindungsleiste als zwei Teilverbindungsleisten auszubilden, von welchen die eine einstückig mit dem Nutzteil und die andere einstückig mit dem Führungsteil ausgebildet sein kann.

Um die Linearführungseinrichtung und den Bewegungsantrieb möglichst von mehreren Seiten gegen äußere Einflüsse schützen zu können, kann gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der vorliegenden Erfindung vorgesehen sein, dass die Abdeckung einen die Linearführungseinrichtung überspannenden Deckschenkelabschnitt und wenigstens einen von diesem in einer zur Bewegungsachse orthogonalen Verlaufsrichtung mit Verlaufskomponente zur Basisstruktur hin abstehenden Randschenkelabschnitt umfasst, wobei der Randschenkelabschnitt an seinem vom Deckschenkelabschnitt fernliegenden Ende einen sich in Richtung der Bewegungsachse erstreckenden freien Längsrand aufweist. Besonders bevorzugt umfasst die Abdeckung zwei in einer zur Bewegungsachse orthogonalen Verlaufsrichtung mit Verlaufskomponente zur Basisstruktur hin abstehende Randschenkelabschnitte mit bevorzugt je einem freien Längsrand, wobei dann der Deckschenkelabschnitt zwischen den Randschenkelabschnitten vorgesehen ist. Bevorzugt hat jeder Rand- schenkelabschnitt eine Verlaufsrichtung parallel zur Bewegungsachse und eine weitere Verlaufsrichtung zur Basisstruktur hin. Die Materialdickenrichtung ist zu beiden genannten Verlaufsrichtungen orthogonal.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann die Linearführungseinrichtung aus mehreren, insbesondere zwei, Teilführungseinrichtungen gebildet sein, von welchen jede eine Führungsschiene und wenigstens einen daran in Führungsschienenlängsrichtung geführten Führungswagen aufweisen kann. Die Linearführungsschienen der einzelnen Teilführungseinrichtungen sind zueinander parallel. Bei Vorhandensein von mehreren, insbesondere zwei, Teilführungseinrichtungen befindet sich der Bewegungsantrieb bevorzugt zwischen zwei Teilführungseinrichtungen. Die Abdeckung, insbesondere der oben genannte Deckschenkelabschnitt, überdecken, wie oben bereits ausgeführt wurde, bevorzugt die Linearführungsein- richtung insgesamt, also eine Mehrzahl von Teilführungseinrichtungen, vorzugsweise alle die Linearführungseinrichtung bildenden Teilführungseinrichtungen.

Bei Bewegungseinrichtungen mit horizontaler Bewegungsachse ist die Verlaufskom- ponente zur Basisstruktur hin eine Verlaufskomponente in Schwerkraftwirkungsrichtung. Bei Bewegungseinrichtungen mit vertikaler Bewegungsachse ist die Verlaufskomponente zur Basisstruktur hin eine Verlaufskomponente orthogonal zur Schwerkraftwirkungsrichtung. Die Verlaufskomponente zur Basisstruktur hin kann, muss aber nicht, die einzige Verlaufskomponente der Verlaufsrichtung orthogonal zur Bewegungsachse sein.

Besonders bevorzugt ist die Abdeckung bezüglich einer in Bewegungsachsenrichtung verlaufende Längsmittenebene der Bewegungseinrichtung spiegelsymmetrisch. Dies ermöglicht eine insgesamt möglichst symmetrische Bauform der Bewegungseinrichtung und somit auch eine möglichst symmetrische Krafteinleitung von dem Bewegungsteil in die Linearführungseinrichtung.

Zum weiteren Schutz der Linearführungseinrichtung und des Bewegungsantriebs vor äußeren Einflüssen kann an der Basisstruktur eine sich in Richtung der Bewegungsachse und in einer zur Bewegungsachse orthogonalen Erstreckungsrichtung mit einer Komponente zum Deckschenkelabschnitt hin erstreckende Schürzenanordnung vorgesehen sein. In einer Richtung orthogonal zur Bewegungsachse, vorzugsweise auch orthogonal zur Erstreckungsrichtung, kann dann die Schürzenanordnung einem Randschenkelabschnitt unmittelbar benachbart und mit einem zwischen dem Randschenkelabschnitt und der Schürzenanordnung gebildeten Spalt angeordnet sein.

Dieser Spalt erstreckt sich über im Wesentlichen die gesamte axiale Länge der Abdeckung. Der Spalt wird lokal von einem Abschnitt des Bewegungsteils, etwa von einem Abschnitt des Führungsteils, durchsetzt, wodurch es möglich ist, außerhalb der Abdeckung gelegene Abschnitte des Bewegungsteils, etwa des Nutzteils, mit der von der Abdeckung bedeckten Linearführungseinrichtung zu verbinden. Der Spalt bildet somit einen Verfahrspalt für das Bewegungsteil.

Um einen Schmutzeintritt durch den Spalt zur Linearführungseinrichtung und zum Bewegungsantrieb hin möglichst zu verhindern, überlappen sich vorzugsweise die Schürzenanordnung und der ihr unmittelbar benachbarte Randschenkelabschnitt in der genannten zur Bewegungsachse orthogonalen Erstreckungsrichtung. Dabei liegt vorzugsweise ein freier in Bewegungsachsenrichtung verlaufender Längsrand der Schürzenanordnung dem Deckschenkelabschnitt näher als ein freier Längsrand des der Schürzenanordnung unmittelbar benachbart angeordneten Randschenkelabschnitts. Auf diese Art und Weise kann an dem Spalt eine Art einfache Labyrinthdichtung realisiert sein.

Wie oben dargelegt wurde, ist eine Abdeckung mit zwei Randschenkelabschnitten und mit einem zwischen diesen angeordneten Deckschenkelabschnitt bevorzugt. In diesem Falle kann in Weiterbildung der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine daran gedacht sein, dass an der Basisstruktur einem jeden Randschenkelabschnitt in einer Richtung orthogonal zur Bewegungsachse unmittelbar benachbart je eine sich in Richtung der Bewegungsachse und in einer zur Bewegungsachse orthogonalen Erstreckungsrichtung mit einer Komponente zum Deckschenkelabschnitt hin erstreckende Schürzenanordnung vorgesehen ist, welche in einer Richtung orthogonal zur Bewegungsachse mit einem zwischen der Schürzenanordnung und dem dieser jeweils unmittelbar benachbarten Randschenkelabschnitt gebildeten Spalt angeordnet ist, wobei beide Spalte jeweils von einem Bewegungsteilabschnitt durch- setzt und durch den Deckschenkelabschnitt bedeckt sind, wobei sich jede Schürzenanordnung und der ihr unmittelbar benachbarte Randschenkelabschnitt in der zur Bewegungsachse orthogonalen Erstreckungsrichtung überlappen.

Dadurch, dass die in der Regel parallelen Spalte jeweils von einem Bewegungsteilabschnitt, etwa genauer einem Führungsteilabschnitt, durchsetzt sind, kann das Bewegungsteil mit noch größerer Steifigkeit ausgebildet werden. Bevorzugt ist zur Gewichtseinsparung die Abmessung des Randschenkelabschnitts in Richtung der Bewegungsachse wesentlich größer, beispielsweise wenigstens um das Achtfache, bevorzugt wenigstens um das Zehnfache, höchst bevorzugt wenigstens um das 15-fache, als in einer zur Materialdickenrichtung des Rand- schenkelabschnitts und zur Bewegungsachse orthogonalen Breitenrichtung. Die Breitenrichtung ist die oben genannte Erstreckungsrichtung. Ebenso sind bevorzugt sind zur Gewichtseinsparung die Abmessungen des Randschenkelabschnitts in Breitenrichtung wesentlich größer, beispielsweise wenigstens um das Achtfache, bevorzugt wenigstens um das Zehnfache, höchst bevorzugt wenigstens um das 15-fache, als in der zur Breitenrichtung und zur Bewegungsachse orthogonalen Materialdicken - richtung des Randschenkelabschnitts. Für die Schürzenanordnung gelten die gleichen bevorzugten Abmessungsbeziehungen wie die oben für den Randschenkelabschnitt offenbarten. Vorzugsweise sind eine Schürzenanordnung und der ihr unmittelbar benachbarte Randschenkelabschnitt zueinander parallel angeordnet. Dies erleichtert eine Abdichtung der zwischen Randschenkelabschnitt, Schürzenabschnitt und dem zwischen diesen verlaufenden Bewegungsteilabschnitt entstehenden Spalte erheblich. Zur Festlegung der Abdeckung an der Basisstruktur kann vorgesehen sein, dass die Abdeckung nur an ihren axialen Längsendbereichen mit der Basisstruktur verbunden ist. In diesem Falle ist die Abdeckung über die zwischen den axialen Längsendbereichen gelegenen Bereiche schwebend an der Basisstruktur vorgesehen. Insbesondere bei großem axialen Abstand zwischen den mit der Basisstruktur verbundenen axialen Längsendbereichen der Abdeckung können steifigkeitserhöhende Maßnahmen vorteilhaft sein, die dafür sorgen, dass die Abdeckung längs der Bewegungsachse stets im Wesentlichen die gleiche Gestalt und Lage bezüglich der Basisstruktur aufweisen kann. Hierzu kann konkret vorgesehen sein, dass der Deck- schenkelabschnitt um eine zur Bewegungsachse parallele Krümmungsachse gekrümmt oder/und dass der Deckschenkelabschnitt um eine zur Bewegungsachse parallele Knickachse geknickt ist. Eine Krümmung derart, dass sie bei Betrachtung der Werkzeugmaschine von außen konvex ist bzw. eine Knickung des Deckschen- kelabschnitts derart, dass er bei Betrachtung der Werkzeugmaschine von außen eine konvex ausgebildete Struktur aufweist, erhöht dabei zusätzlich die Wahrscheinlichkeit, dass auf den Deckschenkelabschnitt außen auftreffende Schmutzpartikel oder Schmier- bzw. Kühlmittel schwerkraftgetrieben von diesem zur Seite abfallen bzw. ablaufen.

Weiter kann zur Vermeidung einer Durchbiegung der Abdeckung um eine horizontale zur Bewegungsachse orthogonale Biegeachse gemäß einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung daran gedacht sein, die Abdeckung auf ihrer zur Basisstruktur hin weisenden Innenseite an einem Abschnitt des Bewegungsteils abzustützen. Bevorzugt kann die Abdeckung an dem oben genannten Führungsteil des Bewegungsteils abgestützt sein, das von der Abdeckung bedeckt ist. Hierzu kann das Führungsteil oder allgemein der die Abdeckung abstützende Bewegungsteilabschnitt mit an der Innenseite der Abdeckung gleitend anliegenden oder/und abwälzend anlie- genden Stützmitteln versehen sein. Beispielsweise kann an dem abstützenden Bewegungsteilabschnitt ein gleitend an der Innenseite der Abdeckung anliegendes Stützteil aus selbstschmierendem Kunststoff, etwa Polytetrafluorethylen, oder aus einem Kunststoff mit Graphitanteil, vorgesehen sein. Alternativ oder zusätzlich können die Stützmittel des Bewegungsteils wenigstens einen Stützwälzkörper, etwa ein Stützrad, vorzugsweise eine Mehrzahl von Stützwälzkörpern, wie etwa Stützräder oder Stützwalzen, umfassen, die bei einer axialen Bewegung des Bewegungsteils auf der Innenseite der Abdeckung abrollen.

Vorzugsweise ist eine Mehrzahl von Stützwälzkörpern zu einer Stützanordnung mit zur Bewegungsachse orthogonalen Wälzachsen zusammengefasst, die vorzugsweise in einer zur Bewegungsachse orthogonalen gemeinsamen Ebene angeordnet sind. Eine derartige Stützanordnung kann auf axial geringem Raum mit großer Stützwirkung ausgebildet sein. Bevorzugt ist an jedem Längsende des stützenden Bewegungsteilabschnitts, insbesondere des Führungsteils, je ein Stützmittel der oben genannten Art vorgesehen.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass wenigstens ein Bauteil, welches über die gesamte Länge der Abdeckung eine von der Linearführungseinrichtung wegweisende Außenseite der Abdeckung bildet, vorzugsweise die Abdeckung insgesamt, einstückig ausgebildet ist.

Die hier vorgeschlagene erfindungsgemäße Werkzeugmaschine ermöglicht, die Abdeckung gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung insgesamt einstückig auszubilden oder ermöglicht wenigstens, ein die gesamte äußere Hülle der Abdeckung bildendes Hüllbauteil einstückig auszubilden. Damit kann eine über ihre gesamte axiale Länge fugenfreie und damit im Wesentlichen glatte äußere Hülle der Abdeckung erreicht werden. Dies schont auf der von der Basisstruktur wegwei- senden Außenseite der Abdeckung in axialer Richtung bewegte, gleitend an der Abdeckung anliegende Dichtstrukturen und erhöht deren Lebensdauer. Entsprechendes gilt für eine fugenfreie Innenseite der Abdeckung und eine daraus resultierende Schonung der oben genannten Stützmittel. Natürlich soll jedoch nicht ausgeschlossen sein, dass die Abdeckung gemäß einer Weiterbildung der Erfindung mehrteilig aus mehreren gesonderten Abdeckungsbauteilen unter Bildung eines Fügespalts zwischen zwei axial unmittelbar benachbarten Abdeckungsbauteilen gebildet ist. Vorzugsweise liegt der Fügespalt in einer zur Bewegungsachse orthogonalen Ebene. Auch hier kann eine Schonung von in axialer Richtung an der Außenhülle der Abdeckung gleitend anliegend beweglichen Dichtstrukturen erreicht werden, wenn zwischen einer von der Basisstruktur wegweisenden Außenseite der Abdeckung und dem Bewegungsteil unabhängig von der Position des Bewegungsteils längs der Bewegungsachse ein zur Bewegungsachse im Wesentlichen orthogonaler Aufnahmespalt gebildet ist, welcher durch zwei in Bewegungsachsenrichtung mit Abstand voneinander am Bewegungsteil angeordneten Dichtstrukturen, die gleitend an der Außenfläche der Abdeckung anliegen, überbrückt ist. Dabei ist der axiale Abstand der Dichtstrukturen vorzugsweise größer als der bestimmungsgemäße maximale axiale Bewegungsweg des Bewegungsteils relativ zur Basisstruktur, so dass selbst bei Ausnutzung des bestimmungsgemäßen maximalen axialen Bewegungswegs ein axialer Totbereich der Abdeckung besteht, der von keiner Dichtstruktur überfahren wird. Dann ist der wenigstens eine Fügespalt vorzugsweise in dem axialen Totbereich angeordnet. Das im unmittelbar vorhergehenden Absatz zur Anordnung eines Fügespalts auf der Außenseite der Abdeckung in Bezug auf zwei mit axialem Abstand angeordneten Dichtstrukturen Gesagte gilt mutatis mutandis entsprechend für die vorteilhafte Anordnung eines auf der Innenseite der Abdeckung gelegenen Fügespalts im Ver- hältnis zu den oben genannten bevorzugt mit axialem Abstand voneinander angeordneten Stützmitteln zur Abstützung der Abdeckung an einem Abschnitt des Bewegungsteils, insbesondere am Führungsteil.

Grundsätzlich kann das Bewegungsteil das Werkzeug oder ein Werkstück tragen. Beispielsweise kann das Bewegungsteil eine Werkzeugspindel tragen. Da jedoch häufig die Werkzeugspindel an einer Vertikalverstelleinrichtung mit vertikaler Verstellachse (üblicherweise als Z-Achse bezeichnet) vorgesehen ist, ist für die vorliegende Erfindung bevorzugt, dass das Bewegungsteil auf seiner von der Basisstruktur wegweisenden Nutzseite zur Aufnahme eines Werkstücks ausgebildet ist, beispielsweise eine Spannvorrichtung oder/und eine Mehrzahl von T-Nuten aufweist.

Werkzeugmaschinen verfügen zur möglichst umfassenden Bearbeitung eines Werkstücks in einer Aufspannung üblicherweise über mehr als eine translatorische Bewegungsachse. Deshalb ist es auch im vorliegenden Fall vorteilhaft, wenn die hier dis- kutierte Werkzeugmaschine als eine erste Bewegungseinrichtung eine translatorische Verfahreinrichtung zur Verlagerung von Werkzeug und Werkstück relativ zueinander längs einer Verfahrachse als einer ersten Bewegungsachse aufweist, wobei die Verfahreinrichtung eine Tragstruktur als eine erste Basisstruktur, ein längs der Verfahrachse relativ zur Tragstruktur bewegliches Verfahrteil als ein erstes Bewegungsteil, eine sich längs der Verfahrachse erstreckende und das Verfahrteil zur Verfahrbewegung führende erste Linearführungseinrichtung und einen das Verfahrteil zur Verfahrbewegung antreibenden Verfahrantrieb als einen ersten Bewegungsantrieb aufweist, wobei die erste Linearführungseinrichtung und der Verfahrantrieb zum Schutz vor äußeren Einflüssen durch eine vom Verfahrteil gesondert aus- gebildete erste Abdeckung bedeckt sind, welche sich in Richtung der Verfahrachse wenigstens über im Wesentlichen die gesamte Länge der ersten Linearführungseinrichtung erstreckt und betriebsmäßig, insbesondere während eines bestimmungsgemäßen Verfahrbetriebs des Verfahrteils, relativ zur Tragstruktur unbeweglich an dieser festgelegt ist. Weiter kann die Werkzeugmaschine zusätzlich zur translatorischen Verfahreinrichtung als eine zweite Bewegungseinrichtung eine translatorische Verlagerungseinrichtung zur Verlagerung von Werkzeug und Werkstück relativ zueinander längs einer Verlagerungsachse als einer zweiten Bewegungsachse auf- weisen, deren Richtung von jener der Verfahrachse verschieden ist, wobei die Verlagerungseinrichtung eine Stützstruktur als eine zweite Basisstruktur, ein längs der Verlagerungsachse relativ zur Stützstruktur bewegliches Verlagerungsteil als ein zweites Bewegungsteil, eine sich längs der Verlagerungsachse erstreckende und das Verlagerungsteil zur Verlagerungsbewegung führende zweite Linearführungsein- richtung und einen das Verlagerungsteil zur Verlagerungsbewegung antreibenden Verlagerungsantrieb als einen zweiten Bewegungsantrieb aufweist, wobei die zweite Linearführungseinrichtung und der Verlagerungsantrieb zum Schutz vor äußeren Einflüssen durch eine vom Verlagerungsteil gesondert ausgebildete zweite Abdeckung bedeckt sind, welche sich in Richtung der Verlagerungsachse wenigstens über im Wesentlichen die gesamte Länge der zweiten Linearführungseinrichtung erstreckt und betriebsmäßig, insbesondere während eines bestimmungsgemäßen Verlagerungsbetriebs des Verlagerungsteils, relativ zur Stützstruktur unbeweglich an dieser festgelegt ist. Um eine möglichst kompakte raumsparende Bauweise der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine erreichen zu können, kann weiter vorgesehen sein, dass die Tragstruktur der Verfahreinrichtung Teil des Verlagerungsteils der Verlagerungseinrichtung ist. Somit kann die Verfahreinrichtung längs der Verlagerungsachse verlagerbar sein.

Bevorzugt bilden Verfahreinrichtung und Verlagerungseinrichtung zur bauraumsparenden Beweglichkeit des Verfahrteils in zwei voneinander linear unabhängigen, vorzugsweise nicht-vertikalen, besonders bevorzugt horizontalen Raumrichtungen eine Kreuztischeinrichtung mit vorzugsweise zueinander orthogonalen Bewegungs- achsen.

Zur Bereitstellung einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine mit möglichst hoher Steifigkeit ist bevorzugt, wenn die Stützstruktur Teil eines Maschinenständers der Werkzeugmaschine ist. Die Stützstruktur kann dabei ein an einen Maschinenständer anmontiertes gesondertes Bauteil sein, ist jedoch aus Gründen höherer Steifigkeit bevorzugt integraler Teil eines, vorzugsweise einstückigen, Maschinenständers der Werkzeugmaschine.

Als weitere Manipulationseinrichtung kann die Werkzeugmaschine eine translatorische Vertikalverstelleinrichtung als eine, gegebenenfalls weitere, Bewegungseinrichtung aufweisen zur Verstellung von Werkzeug und Werkstück relativ zueinander längs einer überwiegend vertikalen, besonders bevorzugt vertikalen, Vertikalachse als einer, gegebenenfalls weiteren, Bewegungsachse, wobei die Vertikalverstelleinrichtung eine Grundstruktur als eine, gegebenenfalls weitere, Basisstruktur, ein längs der Vertikalachse relativ zur Grundstruktur bewegliches Verstellteil als ein, gegebenenfalls weiteres, Bewegungsteil eine sich längs der Vertikalachse erstreckende und das Verstellteil zur Verstellbewegung führende Führungseinrichtung als eine, gege- benenfalls weitere, Linearführungseinrichtung und einen das Verstellteil zur Verstellbewegung antreibenden Versteilantrieb als einen, gegebenenfalls weiteren, Bewegungsantrieb aufweist, wobei die Führungseinrichtung und der Versteilantrieb zum Schutz vor äußeren Einflüssen durch eine vom Verstellteil gesondert ausgebildete Vertikalabdeckung als einer, gegebenenfalls weiteren, Abdeckung bedeckt sind.

Alternativ zur erfindungsgemäßen Ausbildung kann die Abdeckung der Vertikalbewegungseinrichtung auch als herkömmliche längenveränderliche Abdeckung ausgestaltet sein, welche einenends zur gemeinsamen Bewegung mit dem Verstellteil und andernends relativ zur Grundstruktur unbeweglich an dieser festgelegt ist, wie etwa Gliederkasten, Faltenbalg und dergleichen.

Die Abdeckung einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine ist im Gegensatz zu Gliederkästen oder Faltenbalgen längenunveränderlich und weist im bestimmungsgemäßen Betrieb der Werkzeugmaschine stets die gleichen konstanten Abmessun- gen auf. Vorzugsweise trägt das Verstellteil der Vertikalverstelleinrichtung eine Antriebsspindel zum Drehantrieb eines spanabhebenden Werkzeugs. Dies muss jedoch nicht so sein. Weiterhin kann die Werkzeugmaschine zusätzlich zu den oben genannten translatorischen Bewegungsachsen eine oder zwei rotatorische Bewegungsachsen aufwei- sen.

Es kann in Abweichung der obigen Beschreibung auch daran gedacht sein, dass zwei oder gar drei translatorische Bewegungseinrichtungen mit zueinander linear unabhängigen Bewegungsachsen eine Werkzeugaufnahme tragen, etwa eine Antriebsspindel, und dass eine Werkstückaufnahme ausschließlich von einer oder zwei rotatorischen Bewegungseinrichtungen mit vorzugsweise linear unabhängigen Rotationsachsen getragen ist.

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnungen beschrieben werden. Es stellt dar:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungs- gemäßen Werkzeugmaschine im Teilschnitt

Fig. 2 den mit II bezeichneten Bildausschnitt von Fig. 1 ,

Fig. 3 eine Schnittansicht durch die Verfahreinrichtung der Werkzeugmaschine von Fig. 1 bei Betrachtung einer zur Verfahrachse orthogonalen Schnittebene

Fig. 4 den mit IV bezeichneten Detailausschnitt in Fig. 3 und Fig. 5 eine grobschematische Betrachtung des Verfahrwegs des Verfahrteils längs der Verfahrachse sowie des axialen Abstands der Dichtungsstrukturen des Verfahrteils zur Darstellung eines bei bestimmungsgemäßem Betrieb von Dichtstrukturen des Verfahrteils nicht überfahrenen Totbereichs der Abdeckung der Verfahreinrichtung.

In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Ausführungsform einer Werkzeugmaschine all- gemein mit 10 bezeichnet. Als Werkzeugmaschine ist lediglich beispielhaft eine Uni- versal-Bohr-Fräsmaschine mit drei translatorischen Achsen gewählt, nämlich einer horizontalen Verfahrachse X als einer ersten Bewegungsachse, einer horizontalen Verlagerungsachse Y als einer zweiten Bewegungsachse und einer Vertikalachse Z als einer weiteren Manipulationsachse.

Die Achsbezeichnungen sind entsprechend üblicher Bezeichnungskonventionen bei Werkzeugmaschinen vergeben.

Die Werkzeugmaschine 10 umfasst als Grundbauteil einen Maschinenständer 12, an welchem eine Vertikalverstelleinrichtung 14 mit einem Verstellteil 16 sowie eine translatorische Verfahreinrichtung 18 als eine erste Bewegungseinrichtung mit einem in Richtung der Bewegungsachse X verstellbaren Verfahrteil 20 als einem ersten Bewegungsteil, einer Tragstruktur 22 als einer ersten Basisstruktur, einer an der Tragstruktur vorgesehenen ersten Linearführungseinrichtung 24 und einem der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellten Verfahrantrieb, etwa einem Spindeltrieb, als einem ersten Bewegungsantrieb vorgesehen sind. Weiter umfasst die Werkzeugmaschine 10 eine horizontale Verlagerungseinrichtung 26 als eine zweite Bewegungseinrichtung mit einer Stützstruktur 28 als einer zweiten Basisstruktur und einem relativ zur Stützstruktur 28 längs der Verlagerungsachse Y bewegbaren Ver- lagerungsteil 30 als einem zweiten Bewegungsteil.

Das Verfahrteil 20 ist relativ zur Tragstruktur 22 längs der Verfahrachse X verfahrbar.

Auch die Verlagerungseinrichtung 26 weist zum Antrieb des Verlagerungsteils 30 relativ zur Stützstruktur 28 einen nicht dargestellten Verlagerungsantrieb als einen zweiten Bewegungsantrieb auf. Dieser kann wie der Verfahrantrieb der Verfahreinrichtung 18 ein Spindeltrieb sein. Die Vertikalverstelleinrichtung 14 trägt im dargestellten Beispiel eine Arbeitsspindel 32, welche ein Werkzeug mit einer oder mehreren Schneiden aufnehmen und in Rotation versetzen kann. Das Werkzeug kann beispielsweise ein Bohrer, ein Fräser oder ein Schleifwerkzeug sein.

Das nicht dargestellte zu bearbeitende Werkstück wird vorzugsweise auf der Nutzseite 20a des Verfahrteils 20 festgelegt, welches im dargestellten Beispiel zur Aufnahme und Festlegung des Werkstücks mit einer an sich bekannten T-Nuten- Struktur ausgebildet ist. An dieser T-Nuten-Struktur kann in an sich bekannter Weise eine nicht dargestellte Spannvorrichtung festgelegt werden, die wiederum das zu bearbeitende Werkstück spannt.

Zum Schutz der ersten Linearführungseinrichtung 24 sowie des Verfahrantriebs der Verfahreinrichtung 18 weist diese eine erste Abdeckung 34 auf, welche sich bevor- zugt über die gesamte axiale Länge der Verfahreinrichtung 18 erstreckt und die erste Linearführungseinrichtung 24 sowie den Verfahrantrieb in axialer Richtung und quer dazu dachartig überspannt (siehe auch Fig. 3).

Vorzugsweise ist diese erste Abdeckung 34 einstückig ausgebildet, beispielsweise aus einem abgekanteten Blech, wobei die Knickachsen der Abkantung vorzugsweise parallel zur Verfahrachse X verlaufen. Durch die mehrfache Abkantung der ersten Abdeckung 34 um die genannten Knickachsen kann deren Biegesteifigkeit bezüglich einer schwerkraftinduzierten Biegung um eine zur Verlagerungsachse Y parallele Biegeachse erheblich erhöht werden.

Durch die bevorzugte einstückige Ausbildung der ersten Abdeckung 34, insbesondere durch die einstückige Ausbildung der von der Tragstruktur 22 wegweisenden Außenseite 34a der ersten Abdeckung 34 kann eine glatte, fugenfreie Oberfläche der Außenseite 34a der ersten Abdeckung 34 bereitgestellt werden.

Die erste Abdeckung 34 weist vorteilhafterweise einen die erste Linearführungseinrichtung 24 orthogonal zur Verfahrachse X, im vorliegenden Beispiel insbesondere parallel zur Verlagerungsachse Y überspannenden Deckschenkelabschnitt 34b und zwei von diesem an beiden Querenden zur Tragstruktur 22 hin, hier: in Schwerkraftwirkungsrichtung g, also parallel zur Vertikalachse Z, abstehende Randschenkelabschnitte 34c bzw. 34d auf (siehe auch Fig. 3). Der Deckschenkelabschnitt 34b ist, wie oben allgemein erwähnt ist, zur Erhöhung seiner Biegesteifigkeit um eine zur Verlagerungsachse Y parallele Biegeachse vorzugsweise wenigstens einfach um eine zur Verfahrachse X parallele Knickachse abgeknickt. Vorteilhafterweise ist die Knickrichtung des Deckschenkelabschnitts 34b so gewählt, dass sich bei Betrachtung der Werkzeugmaschine 10 von außen eine um die Verfahrachse X konvexe Struktur der ersten Abdeckung 34 ergibt. Dies erleichtert den schwerkraftbedingten Abtransport von Kühlmittel oder/und Schmiermittel, das auf den Deckschenkelabschnitt 34b etwa von der Bearbeitungsstelle des Werkstücks auftrifft. Entsprechendes gilt für auf den Deckschenkelabschnitt 34b auftreffende Bearbeitungsspäne.

Die Tragstruktur 22 weist an ihren beiden Längsenden je eine Abschlussplatte 36a bzw. 36b auf, an welchen die Längsenden der ersten Abdeckung 34, vorzugsweise ausschließlich, befestigt sind, etwa durch Verschraubung, bevorzugt mit in das Material der ersten Abdeckung 34 eingesenkten Schraubenköpfen. Ein Befestigungsabschnitt der Befestigungsplatten 36a und 36b ist in seiner Kontur der Innenkontur der ersten Abdeckung 34 folgend ausgebildet. Im dargestellten Beispiel haben die Befestigungsplatten 36a und 36b daher grob T-förmige Gestalt, damit der Befestigungsabschnitt der Befestigungsplatten 36a seitlich bis an die Randschenkelabschnitte 34c bzw. 34d der ersten Abdeckung 34 heranreichen kann. Ein unter dem Befestigungsabschnitt, d. h. im fertig montierten Zustand unter der ersten Abdeckung 34 vorgesehener Abschnitt der Befestigungsplatten 36a ist dagegen in Breitenrich- tung der Tragstruktur 22 orthogonal zur Verfahrachse X vorzugsweise mit geringerer Breite ausgebildet, so dass er von den Längsenden von Verbindungsleisten 38 des Befestigungsteils 20 axial passiert werden kann. Dadurch kann der axiale Verfahr- weg des Verfahrteils 20 relativ zur Tragstruktur 22 weiter erhöht werden. Das Verfahrteil 20 ist vorteilhafterweise wenigstens dreiteilig, besonders bevorzugt wenigstens vierteilig, aufgebaut. Es umfasst im dargestellten Beispiel die zwei genannten Verbindungsleisten 38, welche ein von der ersten Abdeckung 34 abgedecktes und unmittelbar mit der ersten Linearführungseinrichtung 24 gekoppeltes Führungsteil 40 mit einem oberhalb und außerhalb der ersten Abdeckung 34 angeordneten Nutzteil 42 verbinden, das im dargestellten Beispiel der eigentlichen Aufnahme eines Werkstücks dient. Zwischen den genannten Bauteilen Führungsteil 40, Verbindungsleisten 38 und Nutzteil 42 ist ein Aufnahmespalt 44 gebildet, in welchem die erste Abdeckung 34 angeordnet ist und längs welchem ein Abschnitt der ersten Abdeckung 34 das Bewegungsteil 20 im dargestellten Beispiel axial durchsetzt.

Mit der hier beschriebenen ersten Abdeckung 34 ist es möglich, das Verfahrteil 20 axial so weit zu bewegen, bis das Führungsteil 40 an den längsendseitigen Befesti- gungsplatten 36a bzw. 36b anstößt. Es gibt daher bei vorgegebener Baulänge der Tragstruktur 22 keine durch eine herkömmliche Abdeckung, wie etwa einen Gliederkasten und dergleichen, hinzunehmende Einschränkung des axialen Verfahrwegs. Tatsächlich wird der axiale Verfahrweg des Verfahrteils 20 relativ zur Tragstruktur 22 im Wesentlichen durch die axiale Länge der Tragstruktur 22, insbesondere durch deren axiale lichte Weite zwischen den Befestigungsplatten 36a und 36b sowie durch die axiale Länge des Führungsteils 40 bestimmt.

Das Nutzteil 42 kann daher mit einem die Nutzseite 20a enthaltenden Abschnitt bevorzugt in einer oder in beiden axialen Endstellungen sogar über das der jeweili- gen Endstellung zugeordnete Längsende der Tragstruktur 22 hinausreichend ausgebildet sein, so dass das Nutzteil 42 axial wenigstens zu einer oder vorzugsweise zu beiden axialen Seiten über das Führungsteil 40 hinaus ragt.

In der dargestellten Bauart umgreift das Verfahrteil 20 die erste Abdeckung 34 in Umfangsrichtung um die Verfahrachse X vollständig.

Im dargestellten Beispiel ist die erste Abdeckung 34 einstückig ausgebildet. Diese kann jedoch auch mehrstückig, beispielsweise zweistückig, ausgebildet sein. Die erste Abdeckung 34 weist einen grobschematisch C-förmigen Querschnitt bei Betrachtung längs einer axialen Projektionsrichtung auf, wobei dieser Querschnitt aufgrund der vorzugsweise einstückigen Bauweise längs der Verfahrachse X im Wesentlichen unverändert bleibt. Sofern ein Fügespalt zwischen zwei Abdeckungsbauteilen unvermeidlich ist, ist dieser bevorzugt so gestaltet, dass er in einer zur Verfahrachse X der Verfahreinrichtung 18 orthogonalen Ebene gelegen ist.

Zur Diskussion einer möglichst vorteilhaften Anordnung des Fügespalts in der ersten Abdeckung 34 sei nachfolgend auf die skizzenhafte Fig. 5 verwiesen:

In Fig. 5 ist grobschematisch die Tragstruktur 22 mit dem Führungsteil 40 des Ver- fahrteils 20 mit Blickrichtung in Schwerkraftwirkungsrichtung g dargestellt. In seiner der Befestigungsplatte 36a nächstgelegenen axialen (rechten) Endstellung ist das Führungsteil strichliniert mit unterschiedlich langen Strichen als Bewegungsteil 40' dargestellt. In seiner entgegengesetzten axialen (linken) Endstellung, welche der Befestigungsplatte 36b der Tragstruktur 22 näher gelegen ist, ist das Führungsteil 40 strichliniert mit etwa gleich langen Strichen als Führungsteil 40" dargestellt.

Der Pfeil W zeigt somit den von dem Führungsteil 40 axial maximal zurücklegbaren Bereich und somit den axialen Verfahrbereich des Führungsteils 40 bzw. des Verfahrteils 20 an. Dies ist der Abstand zwischen den entgegengesetzten axialen End- Positionen ein und desselben Bauteilabschnitts des Bewegungsteils, hier also des Verfahrteils 20.

Der zuvor erwähnte Aufnahmespalt 44 ist wenigstens von der Seite des Nutzteils 42 her an beiden Längsenden des unmittelbar der ersten Abdeckung 34 gegenüberlie- genden Nutzteilabschnitts bevorzugt mit einer Dichtstruktur, etwa einer Dichtlippe oder/und einem Abstreifer zur Abdeckung 34 hin, überbrückt, welche bei axialer Bewegung des Verfahrteils 20 axial gleitend auf der äußeren Oberfläche des Deckschenkelabschnitts 34b sowie der Randschenkelabschnitte 34c und 34d gleitet. Damit sichergestellt ist, dass der Gleitanlageeingriff der Dichtstrukturen bei allen bestimmungsgemäßen Betriebszuständen des Verfahrteils 20 erhalten bleibt, ist jede Dichtstruktur etwa im Bereich der den axialen Verfahrweg W des Verfahrteils 20 tatsächlich beschränkenden Längsenden des Führungsteils 40 angeordnet. Idealerweise entspricht der axiale Abstand der in den Figuren nicht dargestellten Dichtstruk- turen, welche bevorzugt ebenfalls in einer zur Verfahrachse X orthogonalen Ebene angeordnet sind, etwa der axialen Länge des Führungswagens 40. Diese ist in Fig. 5 mit L bezeichnet. Wenn nun, wie im dargestellten Beispiel, die Länge L als axialer Abstand zwischen den Dichtstrukturen zur Abdichtung des Aufnahmespalts 44 größer als der maximal mögliche axiale Verfahrweg W gewählt ist, dann entsteht um die Längsmitte der Tragstruktur 22 herum ein axialer Totbereich 45, welcher zu keiner Zeit des bestimmungsgemäßen Betriebs der Werkzeugmaschine 10 von einer Dichtstruktur überfahren werden kann. Es ist daher bevorzugt, Fügespalte zwischen einzelnen Bauteilen der ersten Abdeckung 34, so diese vorhanden sind, im Totbe- reich 45 der ersten Abdeckung 34 anzuordnen, so dass ein Überfahren des Fügespalts durch eine Dichtstruktur und die damit verbundene erhebliche mechanische Mehrbelastung der Dichtstruktur vermieden wird.

Weiterhin können an der zur ersten Abdeckung 34 hin weisenden Oberfläche des Führungsteils 40 in den Figuren nicht dargestellte Stützmittel vorgesehen sein, welche zur Abstützung der ersten Abdeckung 34 in Schwerkraftwirkungsrichtung g gleitend oder/und abwälzend in Anlageeingriff mit der inneren Oberfläche der ersten Abdeckung 34 stehen. Damit auch diese Stützmittel einen möglicherweise im Totbereich 45 angeordneten Fügespalt bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Werk- zeugmaschine 10 nicht überfahren, sind die Stützmittel vorzugsweise den zuvor diskutierten Dichtstrukturen in Spaltweitenrichtung des Aufnahmespalts 44 gegenüberliegend angeordnet. Mit anderen Worten: Der axiale Abstand zwischen derartigen Stützmitteln ist im Wesentlichen gleich dem axialen Abstand zwischen den Dichtstrukturen des Verfahrteils 20.

Bevorzugt ist die Tragstruktur 22 Teil des Verlagerungsteils 30, etwa als ein dem Nutzteil 42 des Verfahrteils 20 entsprechendes Bauteil des Verlagerungsteils 30. Die Verfahreinrichtung 18 und die Verlagerungseinrichtung 28 bilden somit eine Kreuztischeinrichtung 49.

Die Verlagerungseinrichtung 26, welche der Verlagerung des Verlagerungsteils 30, und damit bevorzugt der Tragstruktur 22, in einer zur Verfahrachse X orthogonalen horizontalen Verfahrachse Y dient, ist in analoger Weise zur oben beschriebenen Verfahreinrichtung 18 aufgebaut. Insbesondere ist das Verlagerungsteil 30 wiederum mit einem unter ihrer zweiten Abdeckung 47 gelegenen Führungsteil und mit das Führungsteil der Verlagerungseinrichtung 26 mit der Tragstruktur 22 verbindenden Verbindungsleisten 46 ausgebildet. Die Stützstruktur 28 der Verlagerungseinrichtung 26 ist vorzugsweise integraler Bestandteil des Maschinenständers 12.

Da die im vorliegenden Beispiel die Arbeitsspindel 32 tragende Vertikalverstelleinrichtung 16 bei Verwendung der zuvor diskutierten Abdeckung zu offenen Spalten führen kann, welche in Schwerkraftwirkungsrichtung und orthogonal dazu offen sind, ist für die Basisstruktur der Vertikalverstelleinrichtung 14, das ist im vorliegenden Fall der Maschinenständer 12, eine herkömmliche Abdeckung in Form eines Gliederkastens 48 gewählt. Da der Gliederkasten 48 teleskopierbar längenveränderlich ist und relativ zueinander bewegliche Gliedersegmente 48a bis 48d aufweist, kann an der Vertikalverstelleinrichtung 14 ein Spalt zwischen Abdeckung 48 und Maschinen- Ständer 12 bzw. allgemein Basisstruktur vermieden werden. Es soll jedoch nicht ausgeschlossen sein, dass auch an der Vertikalverstelleinrichtung Z eine Abdeckung montiert ist, wie sie zuvor für die Verfahreinrichtung 18 und die Verlagerungseinrichtung 26 diskutiert ist. An dem Gliederkasten 48 der Vertikalverstelleinrichtung 16 erkennt man die bewe- gungswegsbegrenzende Wirkung des Gliederkastens 48. Das dem Verstellteil 16 axial nächstgelegene Gliedersegment 48a ist zur gemeinsamen Bewegung mit diesem fest verbunden. Ebenso ist das dem Verstellteil 16 am weitesten entfernt gelegene Gliedersegment 48d fest mit dem Maschinenständer 12 relativ zu diesem unbeweglich verbunden. Daher kann das Verstellteil 16 in Schwerkraftwirkungsrichtung g längs der Vertikalachse Z nicht weiter abgesenkt werden als bis entweder das verstellteilfernere Längsende des Gliedersegments 48a am verstellteilferneren Längsende des maschinenständerfesten Gliedersegments 48d oder das verstellteil- nähere Längsende des maschinenständerfesten Gliedersegments 48d am verstell- teilnäheren Längsende des Gliedersegments 48a angelangt ist.

Daher kann bei Anordnung einer zuvor diskutierten erfindungsgemäßen Abdeckung 34 oder/und 47 die axiale Länge des verstellteilfesten Gliedersegments 48a oder maschinenständerfesten Gliedersegments 48d als zusätzlicher axialer Verfahrweg gewonnen werden.

Um den an den Bewegungseinrichtungen 18 und 26 mit horizontaler Bewegungs- achse X bzw. Y nach unten offenen Spalt 50, in welchem sich im dargestellten Beispiel ein Abschnitt des Führungsteils 40 axial bewegt, gegen Schmutzeintritt in den Innenraum der Tragstruktur 22 weiter abzudichten, ist bevorzugt zu beiden Seiten orthogonal zur Verfahrachse X je eine Schürzenanordnung 52 an der Tragstruktur 22 angeordnet. Die Schürzenanordnung 52 ist bevorzugt aus einem ebenen Material, etwa aus ebenem Stahlblech oder einem ebenen Kunststoffstreifen gebildet, der sich wie die Randschenkelabschnitte 34c und 34d der ersten Abdeckung 34 bevorzugt in zum Deckschenkelabschnitt 34b, d.i. hier Schwerkraftwirkungsrichtung g, und in Richtung der Verfahrachse X erstreckt. Dabei liegt jede Schürzenanordnung 52 einem anderen Randschenkel 34c bzw. 34d orthogonal zur Verfahrachse X unmittel- bar gegenüber. Zur Vermeidung von Schmutzeintritt durch den so zwischen den Schürzenanordnungen 52 und den ihnen jeweils zugeordneten Randschenkelabschnitten 34c bzw. 34d gebildeten Spalten 50 ist vorgesehen, dass sich die Schürzenanordnungen 52 und jeweils zugeordnete Randschenkelabschnitte 34c bzw. 34d in Schwerkraftwirkungsrichtung g überlappen. In Fig. 4 ist ein Überlappungsbetrag mit u graphisch dargestellt. Dabei liegt der bevorzugt in Richtung der Verfahrachse X verlaufende freie Längsrand 52a einer Schürzenanordnung 52 entgegen der Schwerkraftwirkungsrichtung g von dem freien Längsrand 34c1 bzw. 34d1 des unmittelbar gegenüberliegenden Randschenkelabschnitts 34c bzw. 34d entfernt, also näher am Deckenschenkelabschnitt 34b als letzterer. Hierdurch kann eine Art Labyrinthdichtung gebildet werden, die Schmutzeintritt von außen ins Innere der Tragstruktur 22, oder auch ins Innere der Stützstruktur 28, verhindert. Vorzugsweise liegt der freie Längsrand 52a der Schürzenanordnung 52 entgegen der Schwerkraftwirkungsrichtung g auch mit Abstand von einer Oberfläche 24a1 von Linearführungsschienen 24a der ersten Linearführungseinrichtung 24 entfernt. Hierdurch kann das Risiko vermindert werden, dass Schmutz, welcher gegen die Schwerkraftwirkungs- richtung in den Spalt 50 von unten - etwa durch Abprallen von einer anderen Struktur - eintritt, auf der Lauffläche 24a1 der Führungsschiene 24a der ersten Linearfüh- rungseinrichtung 24 zu liegen kommt und die erste Linearführungseinrichtung 24 beschädigt oder ihre Standzeit verkürzt.

Vorzugsweise ist die Werkzeugmaschine 10 derart bemessen, dass ihre Tragstruktur 22 in deren axialer Länge oder die Stützstruktur 28 in deren axialer Länge einschließlich der Tiefenrichtung des Maschinenständers 12, d. h. von einer maschinenständerfernen Befestigungsplatte bis zur Rückseite des Maschinenständers 12 reichend, die maximale lichte Weite eines Frachtcontainers ausschöpft, so dass die hier dargestellte Werkzeugmaschine 10 in vorteilhafter Weise in herkömmlichen Standard- Frachtcontainern mit etwa 2,50 Metern lichter Breite verschifft werden kann, ohne dass das Einhalten des Frachtmaßes eine unerwünschte Verkürzung des axialen Bewegungswegs einer horizontalen Bewegungseinrichtung erfordert.

Zurückkehrend zu Figur 1 sind dort am Führungsteil 40 Stützmittel 60 bzw. 62 bei- spielhaft dargestellt.

Die Stützmittel 60 und 62 sind in Figur 2 besser zu erkennen. Es können dabei am Führungsteil 40 nur die Stützmittel 60 oder nur die Stützmittel 62 oder, wie dargestellt, beide Stützmittel 60 und 62 gemeinsam vorgesehen sein. Die Stützmittel 60 oder/und 62 sind bevorzugt an jedem Längsende des Führungsteils 40 angeordnet.

Das Stützmittel 60 umfasst ein Stützteil 64, welches gleitend an der zum Führungsteil 40 hinweisenden Innenseite 34b1 des Deckschenkelabschnitts 34b der Abdeckung 34 anliegt. Hierzu kann das Stützteil 64 eine eigens vorgesehene Gleitanlagefläche 64a aufweisen, welche in Gleitanlage mit der Innenfläche 34b1 steht, um die Abdeckung 34 abzustützen, insbesondere in Schwerkraftwirkungsrichtung abzustützen. Der Gleitanlageeingriff zwischen dem Stützteil 64 und dem Deckschenkelabschnitt 34b besteht unabhängig von der Axialposition des Führungsteils 40. Das Stützmittel 62 weist im Gegensatz zum Stützmittel 60 Stützwälzkörper 66 auf, welche mit einer Wälzfläche 66a, die eine zylindrische Mantelfläche sein kann, mit der Innenseite 34b1 des Deckschenkelabschnitts 34b der Abdeckung 34 in Wälzkontakt stehen. Auch die Stützwälzkörper 66 stehen unabhängig von der Axialposition des Führungsteils in Wälzkontakt mit der Innenseite 34b1 des Deckschenkelabschnitts 34b. Bei Axialbewegung des Führungsteils 40 wälzen die Stützwälzkörper 66 an der Innenseite 34b1 ab. Die Stützwälzkörper 66 können schlupffrei oder auch mit Schlupf abwälzen.

Die Stützwälzkörper 66 sind bezüglich ihrer Drehachsen vorzugsweise kollinear oder/und in einer gemeinsamen, zur Bewegungsachse X orthogonalen Ebene angeordnet, um möglichst wenig axialen (bezogen auf die Bewegungsachse X) Bauraum des Führungsteils (40) zur Aufnahme der Stützwälzkörper 66 zu benötigen.

Das Stützteil 64 kann aus selbstschmierendem Werkstoff sein, beispielsweise aus PTFE. Gleiches gilt für die Stützwälzkörper 66, die jedoch ebenso aus anderen Werkstoffen, wie etwa Elastomeren, Duroplasten, Metall oder aus einem harten, steifen Wälzkörperkern mit einer verglichen damit weicheren Wälzaußenlage ausgebildet sein können.

Vorzugsweise sind die Stützwälzkörper 66 in das Führungsteil 40 eingesenkt aufgenommen und ragen nur mit einem Teil ihres Körpers über eine Führungsteil- Außenfläche 40a zur Innenseite 34b1 des Deckschenkelabschnitts 34b vor.

Durch die Stützmittel 60 oder/und 62 kann die Abdeckung 34 auch zwischen ihren längsendseitigen Anbringungsstellen gegen Schwerkraftwirkung oder gegen die Wirkung von Bearbeitungskräften abgestützt sein, wodurch eine unerwünschte Durchbiegung der Abdeckung verhindert werden kann.

Da die Stützmittel 60 oder/und 62 bevorzugt an den Längsenden des Führungsteils 40 vorgesehen sind, wo sich auch die oben genannten Dichtungsstrukturen befinden, gelten die obigen Vorteile zur Lage von Fügespalten für die Stützmittel 60 und 62 ebenso.