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Title:
MACHINING SYSTEM FOR AIRCRAFT STRUCTURAL COMPONENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/020228
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a machining system for aircraft structural components (2), having a machining station (3), which comprises a clamping frame (4) for holding the aircraft structural component (2) to be machined, the clamping frame (4) extending along a station longitudinal axis (6) extending in a longitudinal direction (X), and which comprises a machining unit (5) for machining the aircraft structural component (2), which machining unit has an upper tool unit (11) having an upper tool (13) oriented along a first tool axis (12a) and has a lower tool unit (14) having a lower tool (15) oriented along a second tool axis (12b), the first tool axis (12a) and the second tool axis (12b) extending parallel to a vertical direction (Z), which is at an angle to, in particular orthogonal to, the longitudinal direction (X), the machining system (1) having a machining region (B) for machining the aircraft structural component (2), which machining region is formed by a laterally delimited, first spatial region (R1), in which the clamping frame (4) and the machining unit (5) are arranged during the machining, and the machining system (1) having a service region (S) for the performance of service work, which service region is formed by a laterally delimited, second spatial region (R2), the first spatial region (R1) being separated from the second spatial region (R2) in a perpendicular direction (Y) orthogonal to the longitudinal direction (X) and the vertical direction (Z), a service platform (16) being arranged in the service region (S), which service platform is or can be positioned in a service plane (E2) orthogonal to the vertical direction (Z). According to the invention, the upper tool (13) and the lower tool (15) each can be moved into at least one service position, and in the service positions the two tools (13, 15) are accessible from the common service platform (16) positioned in the service plane (E2).

Inventors:
VARRELMANN, Nils (Kurze Straße 4, Varel, 26316, DE)
Application Number:
EP2018/060901
Publication Date:
January 31, 2019
Filing Date:
April 27, 2018
Export Citation:
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Assignee:
BROETJE-AUTOMATION GMBH (Am Autobahnkreuz 14, Rastede, 26180, DE)
International Classes:
B64F5/10; B21J15/14; B23Q1/25; B25J5/04; B66F11/04
Foreign References:
CN101817146A2010-09-01
US6223413B12001-05-01
US4967947A1990-11-06
US5896637A1999-04-27
US6029352A2000-02-29
US4864702A1989-09-12
EP1110680A12001-06-27
DE102014113663A12016-03-24
DE102013004598A12014-09-18
US5778505A1998-07-14
Other References:
BROETJE-AUTOMATION GMBH: "Broetje-Automation IPAC", YOU TUBE, 16 July 2012 (2012-07-16), pages 1, XP054978470, Retrieved from the Internet [retrieved on 20180628]
Attorney, Agent or Firm:
GOTTSCHALD PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (Klaus-Bungert-Straße 1, Düsseldorf, 40468, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Bearbeitungsanlage für Flugzeugstrukturbauteile (2) mit einer Bearbeitungsstation (3) umfassend einen Aufspannrahmen (4) zur Aufnahme des je- weils zu bearbeitenden Flugzeugstrukturbauteils (2), wobei sich der Aufspannrahmen (4) entlang einer in eine Längsrichtung (X) verlaufenden Stationsiängs- achse (6) erstreckt, und eine Bearbeitungseinheit (5) für die Bearbeitung des Flugzeugstrukturbauteils (2), die eine Oberwerkzeugeinheit (11 ) mit einem entlang einer ersten Werkzeugachse (12a) ausgerichteten Oberwerkzeug (13) und eine Unterwerkzeugeinheit (14) mit einem entlang einer zweiten Werkzeugachse (12b) ausgerichteten Unterwerkzeug (15) aufweist, wobei die erste Werkzeugachse (12a) und die zweite Werkzeugachse (12b) parallel zu einer zur Längsrichtung (X) winkeligen, insbesondere orthogonalen, Höhenrichtung (Z) verlaufen, wobei die Bearbeitungsanlage (1 ) einen Bearbeitungsbereich (B) für die Bearbeitung des Fiugzeugstrukturbauteils (2) aufweist, der von einem seitlich begrenzten, ersten Raumabschnitt (Ri) gebildet wird, in dem der Aufspannrahmen (4) und die Bearbeitungseinheit (5) während der Bearbeitung angeordnet sind, wobei die Bearbeitungsanlage (1) einen Servicebereich (S) für die Durchführung von Servicearbeiten aufweist, der von einem seitlich begrenzten, zweiten Raumabschnitt (R2) gebildet wird, wobei der erste Raumabschnitt (Ri) vom zweiten Raumabschnitt (R2) in einer zur Längsrichtung (X) und Höhenrichtung (Z) orthogonalen Querrichtung (Y) getrennt ist, wobei im Servicebereich (S) eine Serviceplattform (16) angeordnet ist, die in einer zur Höhenrichtung (Z) orthogonalen Serviceebene (E2) positioniert oder positionierbar ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Oberwerkzeug (13) und das Unterwerkzeug (15) jeweils in mindestens eine Serviceposition verfahrbar sind, wobei in den Servicepositionen beide Werkzeuge (13, 15) von der in der Serviceebene (E2) positionierten gemeinsamen Serviceplattform (16) zugänglich sind.

2. Bearbeitungsanlage nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Oberwerkzeug (13) und/oder das Unterwerkzeug (15) in der Serviceposition oder in mindestens einer der Servicepositionen im Bearbeitungsbereich (B), insbesondere in einer an den Servicebereich (S) angrenzenden Position, und/oder im Servicebereich (S) positioniert ist/sind.

3. Bearbeitungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberwerkzeug (13) in der Serviceposition oder in mindestens einer der Servicepositionen im Servicebereich (S), insbesondere in Höhenrichtung (Z) über der Serviceplattform (16), und/oder in der Querrichtung (Y) benachbart zum Servicebereich (S) und/oder zur Serviceplattform (16), insbesondere in einer zur Höhenrichtung (Z) orthogonalen und von der Serviceplattform (16) beabstandeten Ebene, positioniert ist.

4. Bearbeitungsanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem Oberwerkzeug (13) und der Serviceebene (E2) in einem

Bereich von 0,5 m bis 2,0 m, bevorzugt in einem Bereich von 1 ,0 m bis 1 ,8 m, besonders bevorzugt in einem Bereich von 1 ,2 m bis 1 ,6 m, liegt.

5. Bearbeitungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterwerkzeug (15) in der Serviceposition oder in mindestens einer der Servicepositionen in der Querrichtung (Y) benachbart zum Servicebereich (S) und/oder zur Serviceplattform (16) und/oder im Servicebereich (S), insbesondere in Höhenrichtung (Z) über der Serviceplattform (16), positioniert ist.

6. Bearbeitungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterwerkzeug (15), insbesondere an einem Unterwerkzeugträger (20), zwischen verschiedenen Servicepositionen entlang des Servicebereichs (S) und/oder entlang der Serviceplattform (16), insbesondere in der Längsrichtung (X), verfahrbar ist, vorzugsweise, dass der Unterwerkzeugträger (20) relativ zum Servicebereich (S), insbesondere zur Serviceplattform (16), drehbar und/oder linear verfahrbar ist.

7. Bearbeitungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterwerkzeug (15) in der Serviceposition oder in mindestens einer der Servicepositionen in der Querrichtung (Y) benachbart zu einem automatischen Werkzeugwechsler (22) positioniert ist, vorzugsweise, dass der automatische Werkzeugwechsler (22) in einer Parkposition des automatischen Werkzeugwechslers (22) im Servicebereich (S), insbesondere in Höhenrichtung (Z) über der Serviceplattform (16), positioniert ist und/oder in einer Wechselposition des automatischen Werkzeugwechslers (22) in der Querrichtung (Y) benachbart zum Servicebereich (S) und/oder in Höhenrichtung (Z) über dem Unterwerkzeugträger (20) positioniert ist.

8. Bearbeitungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberwerkzeug (13) in der Serviceposition oder in mindestens einer der Servicepositionen in der Höhenrichtung (Z) über einem Prüfabschnitthalter (19) positioniert ist.

9. Bearbeitungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterwerkzeug (15) in der Serviceposition oder in mindestens einer der Servicepositionen in der Höhenrichtung (Z) unter einem Prüfabschnitthalter (19) positioniert ist.

10. Bearbeitungsanlage nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Prüfabschnitthalter (19) in der Querrichtung (Y) benachbart zum Servicebereich (S) und/oder zur Serviceplattform (16) positioniert ist.

11. Bearbeitungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsanlage (1 ) ein Gestell (18) aufweist, an dem das Oberwerkzeug (13), insbesondere über einen Oberwerkzeugträger (21), und vorzugsweise das Unterwerkzeug (15), insbesondere über den Unterwerkzeugträger (20), gelagert ist, vorzugsweise, dass das Oberwerkzeug (13) und/oder das Unterwerkzeug (15) jeweils relativ zu dem Gestell (18) zwischen mindestens einer Bearbeitungsposition und mindestens einer Service- position verfahrbar ist.

12. Bearbeitungsaniage nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (18) mindestens ein seitliches Gesteilteil (18b, 18c), insbesondere zwei voneinander in der Querrichtung (Y) beabstandete seitliche Gestellteile (18b, 18c), aufweist, wobei der den Bearbeitungsbereich (B) bildende erste Raumabschnitt (R-ι) von dem mindestens einen seitlichen Gestellteil (18b, 18c) seitlich begrenzt wird, vorzugsweise, dass das mindestens eine seitliche Gestellteil (18b, 18c) mit einem oberen Gestellteil (18d) für die Lagerung des Oberwerkzeugs (13), insbesondere Oberwerkzeugträgers (21), und/oder einem unteren Gesteilteil (18a) für die Lagerung des Unterwerkzeugs (15), insbesondere Unterwerkzeugträgers (20), verbunden ist, weiter vorzugsweise, dass das unte- re Gesteilteil (18a), das mindestens eine seitliche Gestellteil (18b, 18c) und das obere Gesteilteil (18d) zusammen eine C-Form oder Portalform bilden.

13. Bearbeitungsaniage nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Serviceplattform ( 6) an oder angrenzend zu dem seitlichen Gestellte!!

(18b) oder einem der seitlichen Gesteiiteile (18b, 18c) angeordnet ist, wobei das Oberwerkzeug (13) und/oder das Unterwerkzeug (15) am seitlichen Gestellteil (18b) vorbei oder durch eine in Querrichtung (Y) weisende Öffnung (29) im seitlichen Gestellteil (18b) in der jeweiligen Serviceposition von der Service- plattform (16) zugänglich ist/sind oder zwischen dem Bearbeitungsbereich (B) und dem Servicebereich (S) verfahrbar ist/sind.

14. Bearbeitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Serviceplattform (16) am Gestell (18), insbesondere am seitlichen Gesteilteil (18b), in der Längsrichtung (X) und/oder Querrichtung (Y) und/oder Höhenrichtung (Z) dauerhaft fixiert ist.

15. Verfahren zur Bearbeitung eines Flugzeugstrukturbauteils (2) mit einer Bearbeitungsanlage (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet

dass zu Servicezwecken das Oberwerkzeug (13) und das Unterwerkzeug (15) jeweils in die Service position oder in mindestens eine Serviceposition verfahren werden, derart, dass das Oberwerkzeug (13) und das Unterwerkzeug (15) von der gemeinsamen Serviceplattform (16) zugänglich sind.

Description:
Bearbeitungsanlage für Flugzeugstrukturbauteile

Die Erfindung betrifft eine Bearbeitungsaniage für Flugzeugstrukturbauteile nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Bearbeitung eines Flugzeugstrukturbauteils mit einer vorschlagsgemäßen Bearbeitungsanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 15.

Die Herstellung von Flugkörpern und insbesondere Flugzeugen umfasst die Bearbeitung großer Flugzeugstrukturbauteile wie etwa der Flügel und des Rumpfes oder Teilen davon in speziellen Bearbeitungsanlagen. Die bekannte Bearbeitungsanlage (US 5,778,505), von der die Erfindung ausgeht, weist eine Bearbeitungsstation mit einem Aufspannrahmen zur Aufnahme des jeweils zu bearbeitenden Flugzeugstrukturbauteils auf. Die Bearbeitungsstation ist ferner mit einer Bearbeitungseinheit in Form einer Nieteinheit ausgestattet, die eine Oberwerkzeugeinheit mit einem Oberwerkzeug und eine zugeordnete Unterwerkzeugeinheit mit einem Unterwerkzeug aufweist, wobei bei einer koaxialen Ausrichtung der Werkzeugachse des Oberwerkzeugs zur Werkzeugachse des Unterwerkzeugs ein Nietvorgang am Flugzeugstrukturbauteil durchgeführt werden kann.

Bei der bekannten Bearbeitungsanlage ist ein Bearbeitungsbereich und ein Servicebereich vorgesehen. Der Bearbeitungsbereich ist ein Raumabschnitt der Bearbeitungsanlage, in welchem die bestimmungsgemäße Bearbeitung des am Aufspannrahmen angeordneten Flugzeugstrukturbauteils mit dem Oberwerkzeug und Unterwerkzeug stattfindet. Der Servicebereich ist ein Raumabschnitt der Bearbeitungsanlage, in welchem Servicearbeiten, beispielsweise Wartungsund Reparaturarbeiten oder ein Werkzeugwechsel, durchgeführt werden können. Die bekannte Bearbeitungsanlage weist dazu eine Serviceplattform auf, die in einer festen Serviceebene angeordnet ist und die von Servicepersonal betreten werden kann. Über die Serviceplattform der bekannten Bearbeitungsaniage kann das Servicepersonal allerdings nicht sämtliche Werkzeuge erreichen. So ist hier von der Serviceplattform nur die Unterwerkzeugeinheit, also Unterwerkzeug und Unterwerkzeugträger, zugänglich. Für Servicearbeiten an der Oberwerkzeugeinheit, also am Oberwerkzeug und Oberwerkzeugträger, muss das Servicepersonal eine andere Serviceplattform bereitstellen, da die Oberwerkzeugeinheit von der im Servicebereich angeordneten Serviceplattform nicht zugänglich ist. Die weitere Servicepiattform muss dann zumindest abschnittsweise in den Bearbeitungsbereich hineinragen, um das Oberwerkzeug zu erreichen. Servicearbeiten sind daher relativ aufwendig und zeitintensiv. Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, die bekannte Bearbeitungsanlage derart auszugestalten und weiterzubilden, dass Servicearbeiten einfacher ausgeführt werden können.

Das obige Problem wird bei einer Bearbeitungsanlage gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 gelöst.

Wesentlich ist die grundsätzliche Überlegung, das Oberwerkzeug und das Unterwerkzeug derart verfahrbar, insbesondere linear verfahrbar, zu lagern, dass beide Werkzeuge von einer gemeinsamen Servicepiattform aus zugänglich sind. Die Serviceplattform ist dabei in einer festen Serviceebene angeordnet, von der aus beide Werkzeuge erreichbar sind. Die Serviceplattform muss also nicht verlagert werden, um nach Servicearbeiten an einem der Werkzeuge Servicearbeiten an dem jeweils anderen der Werkzeuge vornehmen zu können. Es ist dabei nicht ausgeschlossen, dass die Serviceplattform auch verlagert werden kann, insbesondere von der übrigen Bearbeitungsanlage bzw. von dem Bearbeitungsbereich entfernt werden kann, wenn keine Servicearbeiten durchgeführt werden. Zum Zeitpunkt der Durchführung der Servicearbeiten ist die Serviceplattform aber in besagter, festgelegter Serviceebene angeordnet, von der aus sowohl das Oberwerkzeug als auch das Unterwerkzeug sowie insbesondere auch der jeweils zugeordnete Werkzeugträger zugänglich sind.

„Zugänglich" bzw.„erreichbar" bedeutet, dass das jeweilige Oberwerkzeug bzw. Unterwerkzeug in Reichwette des Servicepersonals bzw. einer Serviceeinrich- tung wie einem automatischen Werkzeugwechsler ist.

Indem das Oberwerkzeug und das Unterwerkzeug beide von derselben Serviceplattform zugänglich sind, wenn diese in der vorgegebenen Serviceebene positioniert ist, können Servicearbeiten deutlich einfacher und schneller als beim Stand der Technik durchgeführt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei der vorschlagsgemäßen Bearbeitungsanlage der Bearbeitungsbereich vom Servicebereich vollständig getrennt ist, das heißt die Servicearbeiten in einem Bereich oder aus einem Bereich heraus stattfinden, der außerhalb des Bearbeitungsbereichs liegt. Auf diese Weise sind zum Einen keine Umbauarbeiten im Bearbeitungsbereich notwendig und es besteht auch nicht das Risiko, dass un- absichtlich Werkzeugteile oder Aniagenteile nach den Servicearbeiten im Bearbeitungsbereich zurückgelassen werden.

Anspruch 2 definiert, dass das Oberwerkzeug und/oder das Unterwerkzeug in einer Ausgestaltung in seiner bzw. ihrer jeweiligen Serviceposition entweder im Bearbeitungsbereich oder im Servicebereich positioniert sein kann bzw. können. Die Serviceposition muss also nicht zwingend innerhalb des Servicebereichs liegen, sondern grenzt insbesondere an diesen an.

Die Ansprüche 3 und 4 definieren bevorzugte Anordnungsmöglichkeiten des Oberwerkzeugs in seiner jeweiligen Serviceposition.

Die Ansprüche 5 und 6 definieren bevorzugte Anordnungsmöglichkeiten des Unterwerkzeugs in seiner jeweiligen Serviceposition. Bei der Ausgestaltung gemäß Anspruch 7 ist ein automatischer Werkzeugwechsler vorgesehen, der zwischen einer Parkposition und einer Wechselposition verfahrbar ist. Der automatische Werkzeugwechsler ist in seiner Parkposition insbesondere innerhalb des Servicebereichs und/oder in seiner Wechselposition außerhalb des Servicebereichs, vorzugsweise über dem Unterwerk- zeugträger, positioniert.

Die Ansprüche 8 bis 10 betreffen die Anordnung eines Prüfabschnitthalters bezogen auf die jeweilige Serviceposition des Oberwerkzeugs und/oder Unterwerkzeugs. Ein solcher Prüfabschnitthalter dient dazu, einen Prüfabschnitt zu fixieren, an welchem die Funktion des Oberwerkzeugs und/oder Unterwerkzeugs getestet werden kann.

In den Ansprüchen 11 bis 14 ist ein Gestell definiert, an welchem das Oberwerkzeug bzw. der zugeordnete Oberwerkzeugträger und/oder das Unterwerk- zeug bzw. der zugeordnete Unterwerkzeugträger gelagert sein können. Das Gestell kann C-förmig oder portalförmig ausgebildet sein und begrenzt zumin- dest zu einer Seite, also in Querrichtung, den Bearbeitungsbereich. Der Bearbeitungsbereich endet also an der Innenseite des besagten seitlichen Gestellteils. Bevorzugt grenzt an dieser Stelle der Servicebereich an, das heißt, das seitliche Gestellteil liegt dann im Servicebereich. Bevorzugt ist dieses seitliche Gestellteil mit einer in die Querrichtung weisenden Öffnung versehen, durch die das jeweilige Werkzeug, zumindest das Oberwerkzeug, vom Bearbeitungsbereich in den Servicebereich verfahrbar ist und/oder durch den das Servicepersonal vom Servicebereich das in der jeweiligen Serviceposition angeordnete Werkzeug erreichen kann.

Ein solches Gestell ermöglicht eine geeignete Arbeitshöhe zur Bearbeitung von diversen Flugzeugstrukturbauteilen, beispielsweise Rümpfen oder Flügeln. Die Arbeitshöhe, also die Stelle, an der das Oberwerkzeug mit dem Unterwerkzeug bestimmungsgemäß zusammenwirkt, liegt dabei insbesondere in einem Be- reich von 5 m bis 7 m, bevorzugt in einem Bereich von 5,5 m bis 6,5 m, besonders bevorzugt in einem Bereich von 5,5 m bis 6 m.

Nach einer weiteren Lehre gemäß Anspruch 15, der eigenständige Bedeutung zukommt, wird ein Verfahren zur Bearbeitung eines Flugzeugstrukturbauteils mit einer vorschlagsgemäßen Bearbeitungsanlage beansprucht.

Wesentlich nach der weiteren Lehre ist, dass zu Servicezwecken, das heißt für Wartungsarbeiten, Reparaturarbeiten oder einen Werkzeugwechsel, das Oberwerkzeug und das Unterwerkzeug von einer gemeinsamen Serviceplattform zugänglich sind. Auf diese Weise werden Servicearbeiten vereinfacht und verkürzt, da für Arbeiten sowohl am Oberwerkzeug als auch am Unterwerkzeug nur noch eine einzige Serviceplattform in einer einzigen Serviceebene positioniert sein muss. Im Übrigen sei hinsichtlich des Verfahrens auf die vorangehenden Ausführungen zur Bearbeitungsanlage verwiesen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt

Fig. 1 eine vorschlagsgemäße Bearbeitungsanlage in einer Bearbeitungsstellung a) in einer perspektivischen Ansicht, b) in einer geschnittenen Ansicht und c) als Ausschnitt in einer Draufsicht, Fig. 2 die Bearbeitungsaniage gemäß Fig. 1 in einer Servicestellung a) in einer perspektivischen Ansicht, b) in einer geschnittenen Ansicht und c) als Ausschnitt in einer Draufsicht und

Fig. 3 eine Detailvergrößerung der Bearbeitungsanlage gemäß Fig. 2a.

Die dargestellte Bearbeitungsanlage 1 dient der Bearbeitung von Flugzeugstrukturbauteilen 2, bei denen es sich, wie weiter oben angesprochen, um Rümpfe, Flügel oder andere große Flugzeugstrukturbauteile 2 handein kann. Die Bearbeitungsanlage 1 weist eine Bearbeitungsstation 3 auf. Die Bearbeitungsstation 3 weist zum Einen einen Aufspannrahmen 4 zur Aufnahme des jeweils zu bearbeitenden Flugzeugstrukturbauteiis 2 und zum Anderen eine Bearbeitungseinheit 5 für die Bearbeitung des Flugzeugstrukturbauteiis 2 auf.

Der Aufspannrahmen 4 erstreckt sich entlang einer Stationslängsachse 6, die in eine Längsrichtung X der Bearbeitungsanlage 1 verläuft. Die Erstreckung des Aufspannrahmens 4 entlang der Stationslängsachse 6 ist weit zu verstehen. Sie bedeutet, dass der Aufspannrahmen 4 zumindest in einer Grundstellung parallel zu der Stationslängsachse 6 verläuft, beispielsweise wenn der Aufspannrahmen 4 vertikal ausgerichtet ist und/oder horizontal ausgerichtet ist.

Der Aufspannrahmen 4 ist hier und vorzugsweise an zwei Positioniertürmen 7, 8, die sich parallel zur Höhenrichtung Z erstrecken, höhenverstelibar und schwenkbar angelenkt. Die Höhenverstellbarkeit ist in Fig. 1a mit dem Bezugszeichen 9 und die Schwenkbarkeit mit dem Bezugszeichen 10 angedeutet. Dabei kann die Höhenverstellbarkeit 9 für die beiden Positioniertürme 7, 8 getrennt möglich sein, so dass ein Kippen des Aufspannrahmens 4 um eine quer zur Stationslängsachse 6 verlaufende Kippachse (hier nicht dargestellt) reali- sierbar ist.

Die Bearbeitungseinheit 5 umfasst eine Oberwerkzeugeinheit 11 mit einem entlang einer ersten Werkzeugachse 12a ausgerichteten Oberwerkzeug 13 und eine zugeordnete Unterwerkzeugeinheit 14 mit einem entlang einer zweiten Werkzeugachse 12b ausgerichteten Unterwerkzeug 15. Die Oberwerkzeugeinheit 11 und die Unterwerkzeugeinheit 14 bilden jeweils einen Endeffektor, wo- bei das Oberwerkzeug 13 insbesondere ein Nietkopf oder Bohrkopf ist und das Unterwerkzeug 15 das korrespondierende Gegenstück dazu bildet. Grundsätzlich kann die Oberwerkzeugeinheit 11 auch mehr als ein Oberwerkzeug 13 aufweisen, insbesondere einen weiteren Nietkopf und/oder Bohrkopf.

Die vorschlagsgemäße Bearbeitungsanlage 1 weist einen Bearbeitungsbereich B und einen Servicebereich S auf, die in den Fig. 1a und 1b sowie in den Fig. 2a und 2b durch geschweifte Klammern und in Fig. 1c sowie in Fig. 2c durch unterschiedliche Schraffuren angedeutet sind. Der Bearbeitungsbereich B ist ein Bereich der Bearbeitungsanlage 1 , in welchem bestimmungsgemäß die Bearbeitung des Flugzeugstrukturbauteils 2 durchgeführt wird. Der Bearbeitungsbereich B wird von einem seitlich begrenzten, das heißt in die Querrichtung Y begrenzten, ersten Raumabschnitt Ri gebildet. In diesem Raumabschnitt R^ der sich zwischen den beiden in Längsrichtung X voneinander beabstandeten Positioniertürmen 7, 8 erstreckt, befindet sich auch der Aufspannrahmen 4. Der Servicebereäch S, der der Durchführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie dem Werkzeugwechsel dient, grenzt seitlich an den Bearbeitungsbereich B an. Der Servicebereich S wird von einem zweiten Raumabschnitt R2 gebildet, der außerhalb des Bearbeitungsbereichs B bzw. ersten Raumabschnitts Ri liegt. „Seitlich" bedeutet hier„in der Querrichtung Y", das heißt, der erste Raumabschnitt R 1 und der zweite Raumabschnitt R2 liegen in der Querrichtung Y nebeneinander. Hier und vorzugsweise grenzen der erste Raumabschnitt R-i und der zweite Raumabschnitt R2 in einer Ebene Ei, die sich in der Längsrichtung X und Höhenrichtung Z erstreckt, unmittelbar aneinander.

Wie in den Fig. 1 bis 3 zu erkennen ist, grenzt eine Serviceplattform 16, die im Servicebereich S liegt, an den Bearbeitungsbereich B seitlich an. Die Serviceplattform 16 ist in einer zur Höhenrichtung Z orthogonalen Serviceebene E 2 positioniert oder positionierbar. Die Serviceebene E 2 ist dabei eine festgelegte Ebene Ei, hat also einen definierten und unveränderlichen Abstand zum Untergrund 17 der Bearbeitungsanlage 1.

Wesentlich ist nun, dass das Oberwerkzeug 13 und das Unterwerkzeug 15 von einer beliebigen Bearbeitungsposition, in der das Oberwerkzeug 13 und das Unterwerkzeug 15 eine Bearbeitung des Flugzeugstrukturbauteils 2 ausführen (Fig. 1a-c), in eine oder mehrere Servicepositionen (Fig. 2a-c und Fig. 3) ver- fahrbar sind, wobei in der jeweiligen Serviceposition sowohl das Oberwerkzeug 13 als auch das Unterwerkzeug 15 von der in der Serviceebene E2 positionierten gemeinsamen Serviceplattform 16 zugänglich sind. Mit der vorschlagsgemäßen Bearbeitungsanlage 1 wird somit ein einzelner Bereich bereitgestellt, von dem aus die Servicearbeiten sowohl am Oberwerkzeug 3 bzw. der Oberwerkzeugeinheit 11 als auch am Unterwerkzeug 15 bzw. der Unterwerkzeugeinheit 14 durchgeführt werden können. Die Notwendigkeit, weitere Serviceplattformen bereitzustellen und zu positionieren oder eine Serviceplattform an unterschiedliche Stellen zu verfahren, entfällt somit.

Wie die Fig. 1c und 2c zeigen, erstreckt sich der Bearbeitungsbereich B innerhalb des Gestells 18 der Bearbeitungsanlage 1 , das hier beispielhaft portalförmig ausgestaltet ist und ein unteres Gestellteil 18a, zwei seitliche Gesteliteile 18b, 18c und ein oberes Gestellteil 18d umfasst. Genau genommen erstreckt sich der Bearbeitungsbereich B von der zum Aufspannrahmen 4 weisenden Innenseite des linken seitlichen Gestellteils 18b bis zur zum Aufspannrahmen 4 weisenden Innenseite des rechten seitlichen Gestellteils 18c. In der Längsrichtung X verläuft der Bearbeitungsbereich B zwischen den Positioniersäulen 7, 8. Der Servicebereich S verläuft bezogen auf die Längsrichtung X parallel zum Bearbeitungsbereich und hat hier in Längsrichtung X dieselbe Erstreckung. In der Querrichtung Y erstreckt sich der Servicebereich S von der zum Aufspannrahmen 4 weisenden Innenseite des seitlichen Gestellteils 18b bis zur vom Aufspannrahmen 4 wegweisenden Seite der Serviceplattform 16. in der Höhenrichtung 2 erstrecken sich der Bearbeitungsbereich B und der Servicebereich S zwischen einer Ebene (hier nicht dargestellt), durch die sich die zum Aufspannrahmen 4 gewandte Oberseite des unteren Gestellteils 18a erstreckt, und einer Ebene (hier nicht dargestellt), durch die sich die zum Aufspannrahmen 4 gewandte Unterseite des oberen Gestellteils 18d erstreckt. Das Oberwerkzeug 13 und/oder das Unterwerkzeug 15 können nun in eine oder mehrere Servicepositionen verfahren werden, von denen einige in den Fig. 2a-c und 3 dargestellt sind. So kann beispielsweise das Oberwerkzeug 13 mittels eines zugeordneten verfahrbaren Oberwerkzeugträgers 21 in eine Ser- viceposition verfahren werden (mit dem Bezugszeichen 23 angedeutet), die in der Höhenrichtung Z über der Serviceplattform 16 liegt (in den Fig. 2a-c und in Fig. 3 mit durchgezogener Linie dargestellt). Diese Serviceposition liegt inner- halb des Servicebereichs S. Hier können beispielsweise Wartungs- und Reparaturarbeiten vom Servicepersonal durchgeführt werden.

Das Oberwerkzeug 13 kann auch in eine alternative Serviceposition verfahren werden (ebenfalls mit dem Bezugszeichen 23 angedeutet), die in der Querrichtung Y benachbart zum Servicebereich S und zur Serviceplattform 16 angeordnet ist und in der das Oberwerkzeug 13 in einer Ebene (nicht dargestellt) Hegt, die von der Serviceebene E 2 in der Höhenrichtung Z beabstandet ist. Der Abstand zwischen dem Oberwerkzeug 13 und der Serviceebene E 2 liegt, insbe- sondere für alle zuvor beschriebenen Servicepositionen des Oberwerkzeugs 13, in einem Bereich von 0,5 m bis 2,0 m, bevorzugt in einem Bereich von 1 ,0 m bis 1 ,8 m, besonders bevorzugt in einem Bereich von 1 ,2 m bis 1 ,6 m. In dieser Serviceposition (in Fig. 3 gestrichelt dargestellt) kann die Funktion des Oberwerkzeugs 13 an einem Prüfabschnitthalter 19, der im Weiteren noch nä- her beschrieben wird, überprüft werden.

Das Unterwerkzeug 15 kann hier und vorzugsweise in verschiedene Servicepositionen gebracht werden, die in der Querrichtung Y benachbart zum Servicebereich S bzw. zur Serviceplattform 16 angeordnet sind. Grundsätzlich ist aber auch vorstellbar, mindestens eine Serviceposition des Unterwerkzeugs 15 innerhalb des Servicebereichs S vorzusehen (hier nicht dargestellt). Das Unterwerkzeug 15 in hier insbesondere auf einem Unterwerkzeugträger 20 linear verfahrbar, insbesondere zwischen einer ersten Serviceposition (in den Fig. 2a-c und in Fig. 3 mit durchgezogener Linie dargestellt) und einer zweiten Serviceposition (in Fig. 3 gestrichelt dargestellt).

In der ersten Serviceposition wirkt das Unterwerkzeug 15 hier und vorzugsweise mit einem automatischen Werkzeugwechsler 22 zusammen, was im Weiteren noch näher beschrieben wird.

Das Unterwerkzeug kann alternativ auch in eine Serviceposition in der Höhenrichtung Z unter dem Prüfabschnitthalter 19 verfahren werden, um die Funktion des Unterwerkzeugs 15 zu überprüfen. Bei der in den Fig. 2a-c und in Fig. 3 dargestellten Ausrichtung des Unterwerkzeugträgers 20 kann das Unterwerk- zeug 15, hier in Längsrichtung X, entlang des Servicebereichs S bzw. der Serviceplattform 16 verfahren werden. Da der Unterwerkzeugträger 20 hier und vorzugsweise zum Servicebereich S bzw. zur Servicepiattform 16 drehbar und/oder linear verfahrbar ist, ist es aber auch denkbar, das Unterwerkzeug 15 am Unterwerkzeugträger 20 winkelig zur Längsrichtung X und insbesondere in der Querrichtung Y zu verfahren, um das Unterwerkzeug 15 in einer seiner Servicepositionen anzuordnen. Im Einzelnen ist der Unterwerkzeugträger 20 hier und vorzugsweise um eine parallel zur Höhenrichtung 2 verlaufende Drehachse drehbar (mit dem Bezugszeichen 24 angedeutet) und/oder in der Querrichtung Y linear verfahrbar (mit dem Bezugszeichen 25 angedeutet) und/oder in der Höhenrichtung Z verstellbar (mit dem Bezugszeichen 26 angedeutet).

Wie bereits erwähnt und im Detail in Fig. 3 dargestellt, weist die vorschlagsgemäße Bearbeitungsanlage 1 hier und vorzugsweise einen automatischen Werkzeugwechsler 22 auf. In der in Fig. 3 mit durchgezogener Linie dargestellten Bearbeitungsposition des Unterwerkzeugs 15 befindet sich das Unterwerk- zeug 15 innerhalb der Reichweite des automatischen Werkzeugwechslers 22. Mit anderen Worten ist das Unterwerkzeug 15 hier von dem automatischen Werkzeugwechsler 22 aus dem Servicebereich S heraus zugänglich. Um einen Werkzeugwechsel vorzunehmen, kann der automatische Werkzeugwechsler 22 aus einer Parkposition im Servicebereich S, die insbesondere in der Höhenrich- tung Z über der Serviceplattform 16 liegt, in der Querrichtung Y in eine Wechselposition benachbart zum Servicebereich S und insbesondere in der Höhenrichtung Z über dem Unterwerkzeugträger 20 verfahren werden (in Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 27 angedeutet). Nach erfolgtem Werkzeugwechsel kann der automatische Werkzeugwechsler 22 von der Wechselposition wieder zu- rück in die Parkposition verfahren werden (in Fig. 3 ebenfalls mit dem Bezugszeichen 27 angedeutet).

Anschließend kann das Unterwerkzeug 15 auf dem Unterwerkzeugträger 20 in die in Fig. 3 gestrichelt dargestellte Serviceposition verfahren werden, in der besagter Prüfabschnitthalter 19 angeordnet ist. Um einen Funktionstest am Oberwerkzeug 13 und/oder Unterwerkzeug 15 durchzuführen, wird das Oberwerkzeug 13 in der Höhenrichtung Z über dem Prüfabschnitthalter 19 und das Unterwerkzeug 15 darunter angeordnet und bestimmungsgemäß betätigt. Der Prüfabschnitthalter 19 ist hier und vorzugsweise in der Querrichtung Y benach- bart zum Servicebereich S angeordnet, kann aber grundsätzlich auch im Ser- vicebereich S angeordnet sein. Insbesondere ist der Prüfabschnitthalter 19 in der Höhenrichtung Z in einer Ebene über der Serviceebene E 2 angeordnet.

Wie bereits erläutert, weist die vorschlagsgemäße Bearbeitungsanlage 1 ein hier und vorzugsweise portaiförmiges Gestell 8 auf, welches einzelne Komponenten, insbesondere die Oberwerkzeugeinheit 11 und Unterwerkzeugeinheit 14, hier und vorzugsweise aber auch die Servicepiattform 16, trägt. Das Gestell 18 ist selbst relativ zu dem Untergrund 17 verfahrbar, hier und vorzugsweise in der Längsrichtung X bzw. entlang der Stationslängsachse 6. Die Serviceplatt- form 16 wird dabei immer mitbewegt. Diese ist hier fest mit dem Gestell 18, insbesondere dem linken seitlichen Gestellteil 18b, verbunden.

Das seitliche Gestellteil 18b, das hier vollständig innerhalb des Servicebereichs S angeordnet ist, weist eine Öffnung 29 auf, durch die, wie in Fig. 3 zu erken- nen ist, die Oberwerkzeugeinheit 1 bzw. das Oberwerkzeug 13 von dem Bearbeitungsbereich B in den Servicebereich S verfahren werden kann. Durch diese Öffnung 29 sind das Oberwerkzeug 13 und das Unterwerkzeug 15 auch für das Servicepersonal zugänglich, wenn sich das Oberwerkzeug 13 und das Unterwerkzeug 15 in der in Fig. 3 gestrichelt dargestellten Position im Bereich des Prüfabschnitthalters 19 befinden.

Die einzelnen Drehbewegungen und Linearbewegungen der oben genannten Komponenten der Bearbeitungsanlage 1 können über Antriebsmotoren, insbesondere über voneinander unabhängige Antriebsmotoren, bewirkt werden {nicht dargestellt). So kann die vorschlagsgemäße Bearbeitungsanlage 1 einen oder mehrere der folgenden Antriebsmotoren aufweisen:

- einen Antriebsmotor für die Drehbewegung des Unterwerkzeugträgers 20, insbesondere relativ zum unteren Gestellteil 18a,

- einen Antriebsmotor für die Linearbewegung des Unterwerkzeugträgers 20, insbesondere relativ zum unteren Gestellteil 18a,

- einen Antriebsmotor für die Linearbewegung des Unterwerkzeugs 15, insbesondere relativ zum Unterwerkzeugträger 20,

- einen Antriebsmotor für die Verstellbarkeit des Unterwerkzeugträgers 20 in der Höhenrichtung Z, insbesondere relativ zum Gestell 18,

- einen Antriebsmotor für die Linearbewegung des Oberwerkzeugträgers 21, insbesondere relativ zum oberen Gestellteil 18d, - einen Antriebsmotor für die Linearbewegung des unteren Gestellteils 18a bzw. des Gestells 18, insbesondere relativ zum Untergrund 17,

- einen Antriebsmotor für die Linearbewegung des automatischen Werkzeugwechslers 22, insbesondere relativ zum Gestell 18.

Es sei darauf hingewiesen, dass die Serviceplattform 16 hier und vorzugsweise am Gestell 18, insbesondere dem linken Gestellten 8b, in der Längsrichtung X, der Querrichtung Y und der Höhenrichtung Z dauerhaft fixiert, also nicht verfahrbar, ist. Grundsätzlich ist es aber auch denkbar, die Servicepiattform 16 in einer oder mehreren der Richtungen X, Y, Z verfahrbar auszugestalten. Die zuvor beschriebenen Servicearbeiten sind aber nur dann sowohl am Oberwerkzeug 13 als auch am Unterwerkzeug 15 von der Serviceplattform 16 aus durchführbar, wenn sich diese in der Serviceebene E2 befindet. Nach einer weiteren Lehre, der ebenfalls eigenständige Bedeutung zukommt, wird ein Verfahren zur Bearbeitung eines Flugzeugstrukturbauteils 2 mit einer vorschlagsgemäßen Bearbeitungsaniage 1 beansprucht.

Wesentlich bei dem vorschlagsgemäßen Verfahren ist, dass zu Servicezwe- cken, also für eine Wartung, Reparatur oder einen Werkzeugwechsel, das Oberwerkzeug 13 und das Unterwerkzeug 5 jeweils in eine oder mehrere Servicepositionen verfahren werden können, in denen sowohl das Oberwerkzeug 13 als auch das Unterwerkzeug 15 von der Serviceplattform 16 für das Servi- cepersonai und/oder eine Serviceeinrichtung wie einen automatischen Werk- zeugwechsler 22 zugänglich sind. Servicearbeiten können auf diese Weise erheblich vereinfacht und verkürzt werden.