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Patent Searching and Data


Title:
MAGAZINE, CHARGING STATION, AND PROCESSING DEVICE FOR CONNECTING ELEMENTS, AND METHOD FOR FEEDING CONNECTING ELEMENTS TO THE PROCESSING DEVICE AND TO THE MAGAZINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/029817
Kind Code:
A2
Abstract:
Magazine (1; 100), by means of which a plurality of connecting elements (V) can be fed to a processing device (200) and which has the following characteristics: a plurality of holding positions (10; 110) which are located at a distance from one another and on each of which a connecting element (V) can be releasably retained, while the holding positions (10; 110) of the magazine (1; 100) can be refilled, and the magazine (1; 100) can be replaceably mounted on the processing device (200).

Inventors:
NOBBENHUIS, André, Hermann (Carl Severing Straße 97 b, Bielefeld, 33649, DE)
SPONHOLZ, Yvonne (Nienkamp 2 c, Techau, 23689, DE)
WEBER, Thomas (Greitelerweg 59 f, Paderborn, 33102, DE)
HAESLER, Bernd (Brandheide 69, Halle/Westfalen, 33790, DE)
DRAHT, Torsten (Stadtweg 14a, Schloß Holte, 33758, DE)
KEISER, Marion (Neue Wiese 30 a, Detmold, 32760, DE)
Application Number:
EP2010/063110
Publication Date:
March 17, 2011
Filing Date:
September 07, 2010
Export Citation:
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Assignee:
Böllhoff Verbindungstechnik GmbH (Archimedesstraße 1 - 4, Bielefeld, 33649, DE)
NOBBENHUIS, André, Hermann (Carl Severing Straße 97 b, Bielefeld, 33649, DE)
SPONHOLZ, Yvonne (Nienkamp 2 c, Techau, 23689, DE)
WEBER, Thomas (Greitelerweg 59 f, Paderborn, 33102, DE)
HAESLER, Bernd (Brandheide 69, Halle/Westfalen, 33790, DE)
DRAHT, Torsten (Stadtweg 14a, Schloß Holte, 33758, DE)
KEISER, Marion (Neue Wiese 30 a, Detmold, 32760, DE)
International Classes:
B21J15/32
Attorney, Agent or Firm:
HEYER, Volker (Schwanthalerstraße 106, München, 80339, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Magazin ( 1 ; 100), mit dem eine Mehrzahl von Verbindungselementen (V) einem Verarbeitungsgerät (200) zuführbar ist und das die folgenden Merkmale aufweist: a. eine Mehrzahl von beabstandet voneinander angeordneten Haltepositionen (10; 110), an denen jeweils ein Verbindungselement (V) lösbar haltbar ist, während b. die Haltepositionen (10; 110) des Magazins (1; 100) wieder befüllbar sind und c. das Magazin (1; 100) am Verarbeitungsgerät (200) austauschbar befestigbar ist. 2. Magazin (1 ; 100) gemäß Anspruch 1 , in dessen Haltepositionen (10; 110) die Verbindungselemente (V) lageorientiert haltbar sind.

3. Magazin (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, das einen angetriebenen und umlaufend bewegbaren Zahnriemen (120) aufweist, bei dem der Zwischenraum (122) zwischen zwei benachbarten Zähnen (124; 126) jeweils eine Halteposition (110) bildet. 4. Magazin (100) gemäß Anspruch 3, das eine Unterkopffiihrung (130) angrenzend an die Zwischenräume (122) aufweist, um die Zwischenräume (122) jeweils an einer vom Zahnriemen (120) abgewandten Seite zu begrenzen. 5. Magazin (100) gemäß Anspruch 3, das eine Kopfführung (140) aufweist, um die Haltepositionen (100) quer zu den Zwischenräumen (120) zu begrenzen, so dass Verbindungselemente (V) mit einem Kopf gegen Herausfallen in beliebiger Position des Magazins (100) gesichert sind.

6. Magazin (100) gemäß einem der Ansprüche 3 bis 5, das eine kombinierte Entnahme- Lade-Position (150) oder eine separate Entnahme- und eine separate Ladeposition aufweist.

7. Magazin (100) gemäß Anspruch 6, dessen Zahnriemen (120) derart bewegbar ist, dass einzelne Haltepositionen (110) gezielt an der kombinierten Entnahme- Lade-Position (150) oder der Entnahme- und der Ladeposition positionierbar sind.

8. Magazin (100) gemäß Anspruch 3, das eine Mehrzahl von parallel zueinander verlaufenden Zahnriemen (120) aufweist, die unabhängig voneinander bewegbar und deren Haltepositionen (110) gezielt be- und entladbar sind.

9. Magazin (100) gemäß einem der Ansprüche 3 bis 8, das eine lösbare Befestigungsvorrichtung (160) umfasst, mit der es am Verarbeitungsgerät (200) und oder an einer Ladestation (300) lösbar befestigbar ist. 10. Magazin (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, das eine kettenartige Anordnung (20) von ringartigen Führungselementen (30) in flexibler Verbindung mit Halteelementen (40) aufweist, während in den Halteelementen (40) jeweils mindestens eine Halteposition (10) ausgebildet ist. 11. Magazin (1) gemäß Anspruch 10, dessen Halteelement (110) zwei einander gegenüberliegend angeordnete federnde Greifarme (42, 44) zum Halten eines Verbindungselements (V) aufweist. 12. Magazin (1) gemäß Anspruch 10, dessen Halteelement (40) eine sternförmige Anordnung von mindestens zwei Haltekammern (50) aufweist, in denen jeweils ein Verbindungselement (V) aufnehmbar ist. 13. Ladestation (300), an der ein Magazin (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 mit Verbindungselementen (V) beladbar ist und die die folgenden Merkmale aufweist: a. eine Zufuhrstation (310) zum Zuführen von vereinzelten Verbindungselementen (V) zum Magazin (100), vorzugsweise mit einem Zufuhrschlauch (320), und b. einen Haltearm (330) mit Befestigungseinheit, so dass das Magazin (100) lösbar befestigbar und mit der Zufuhrstation (310) verbindbar ist.

14. Ladestation (300) gemäß Anspruch 13, deren Haltearm (330) zwischen einer Übernahmeposition (340), an der ein Magazin (100) von einem Verarbeitungsgerät (200) übernehmbar ist, und einer Befüllposition (350), an der das Magazin (100) mit Verbindungselementen (V) befüllbar ist, hin und her bewegbar, insbesondere schwenkbar, ist. 15. Ladestation (300) gemäß Anspruch 13 oder 14, deren Haltearm (330) an unterschiedlichen Enden (332, 334)mindestens zwei Befestigungseinheiten aufweist, so dass mindestens zwei Magazine (100) gleichzeitig durch den Haltearm (330) haltbar sind. 16. Ladestation (300) gemäß Anspruch 13, die ein linear bewegbares Stellglied (360) um- fasst, mit dem jeweils ein Verbindungselement (V) einer Halteposition (110) des Magazins (100) an einer Ladeposition (150) zufuhrbar ist. 17. Verarbeitungsgerät (200), insbesondere ein Setzgerät, mit einem Magazin (1; 100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, das die folgenden Merkmale aufweist: a. eine Aufhahmevorrichtung (210), mit der das Magazin (100) austauschbar am Verarbeitungsgerät (200) befestigbar ist, b. eine Vorschubvorrichtung (220), mit der das Magazin (1) oder eine Entnahmevorrichtung (230) oder die Halteposition im Magazin (100) derart bewegbar ist, dass jeweils eine Halteposition (10; 110) des Magazins (1 ; 100) mit einem Verbindungselement (V) an einer Entnahmestelle (240) positionierbar ist, c. um mit der Entnahmevorrichtung (230) das Verbindungselement (V) der Halteposition (110) zu entnehmen und einem Verarbeitungskopf des Verarbeitungsgeräts (200) zuzuführen. 18. Verarbeitungsgerät (200) gemäß Anspruch 17, dessen Entnahmevorrichtung (230) einen Entnahmearm (232) umfasst, der zwischen der Halteposition (110) und einer Abfuhrposition (370) für Verbindungselemente (V) hin und her bewegbar, vorzugsweise linear bewegbar, ist.

19. Verarbeitungsgerät (200) gemäß Anspruch 18, das angrenzend an die Abfuhrposition (370) einen Schieber oder eine Luftdüse (380) und gegenüber davon ein offenes Ende eines Abfuhrkanals (390) für Verbindungselemente (V) aufweist, so dass ein Verbindungselement (V) aus der Abfuhrposition (370) mit Hilfe des Schiebers oder der Luftdüse (380) in den Abfuhrkanal (390) überfuhrbar und dann mit dem Abfuhrkanal zum Verarbeitungskopf des Verarbeitungsgeräts (300) transportierbar ist. 20. Zufiahrverfahren von Verbindungselementen (V) zu einem Verarbeitungsgerät (300) mit einem Magazin (1 ; 100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, das die folgenden Schritte aufweist: a. Zuführen eines Magazins (1; 100) mit einer Mehrzahl von in Haltepositionen (10; 110) des Magazins (1; 100) lösbar gehaltenen Verbindungselementen (V) zum Verarbeitungsgerät (300), vorzugsweise ein Setzgerät, (Sl) b. schrittweises Bewegen des Magazins (1; 100) oder der Haltepositionen (110) im Magazin (100) oder einer Entnahmevorrichtung (230) (S2), wodurch jeweils eine Halteposition (10; 110) des Magazins (1; 100) mit einem Verbindungselement an einer Entnahmestelle (240) positionierbar ist, c. einzelnes Entnehmen der Verbindungselemente (V) aus dem Magazin (1; 100) mittels der Entnahmevorrichtung (230) (S3) und Überführen in einen Abfuhrkanal (390) für Verbindungselemente (V) (S4), mit dem sie (V) einem Verarbeitungskopf, vorzugsweise einem Setzkopf, zuführbar sind und d. Austauschen des Magazins (1; 100) am Verarbeirungsgerät (200) (S6). 21. Zufuhrverfahren gemäß Anspruch 20, mit dem weiteren Schritt:

Hin- und Herbewegen eines Entnahmearms (232) als Entnahmevorrichtung (230) zwischen der Halteposition (10; 110) des Magazins (1 ; 100) und einer Abfuhrposition (370) für Verbindungselemente (V) (S4) und nachfolgendes Überführen der Verbindungselemente (V) mittels Schieber oder Luftstoß aus einer Luftdüse (380) in den Abfuhrkanal (390) (S5). 22. Zufuhrverfahren gemäß Anspruch 20 oder 21 mit einem Magazin gemäß Anspruch 3, das den weiteren Schritt umfasst: schrittweises Versetzen des umlaufend bewegbaren Zahnriemens (120) (S2), so dass jeweils ein Zwischenraum (122) zwischen zwei Zähnen (124, 126) an der Entnahmestelle positioniert wird. 23. Zufuhrverfahren gemäß einem der Ansprüche 20 bis 22 mit einem Magazin (100) gemäß einem der Ansprüche 3 bis 9, mit dem weiteren Schritt:

Transportieren des Magazins (100) zu einer Ladestation (300) durch Bewegen des Verarbeitungsgeräts (200) mittels Roboter (400) zur Ladestation (300) (S7), vorzugsweise eine Ladestation (300) gemäß einem der Ansprüche 13 bis 16,

Beladen der einzelnen Haltepositionen (110) des Magazins (100) mit jeweils einem Verbindungselement (V) (S8) und

Befestigen des wieder befiillten Magazins (100) am Verarbeitungsgerät (200) (S9), nachdem der Roboter (400) das Verarbeitungsgerät (300) zur Ladestation bewegt hat. 24. Zufuhrverfahren gemäß Anspruch 20 mit dem weiteren Schritt:

Verarbeiten der in den Haltepositionen (110) gehaltenen Verbindungselementen (V) des ersten Magazins (100) gleichzeitig mit einem Beladen der Haltepositionen (110) eines zweiten Magazins (100) mit Verbindungselementen (V). 25. Zufuhrverfahren von Verbindungselementen (V) zu einem Magazin (100) gemäß einem der Ansprüche 3 bis 9, das die folgenden Schritte aufweist:

Beladen der einzelnen Haltepositionen (110) des Magazins (100) mit jeweils einem Verbindungselement (V) durch ein Hin- und Herbewegen eines Beladearms (360) in Form eines bewegbaren Stellglieds (S200) und in Abstimmung mit der Bewegung des Beladearms (360),

Zustellen jeweils einer leeren Halteposition (110) zum Beladearm (360), so dass das Verbindungselement (V) vom Beladearm (360) durch die Halteposition (110) übernehmbar ist (S300). 26. Zuführverfahren gemäß Anspruch 25 mit dem weiteren Schritt:

Transportieren des Magazins (100) zu einer Ladestation (S100), insbesondere durch Bewegen des Verarbeitungsgeräts (200) mittels Roboter (400) zur Ladestation (300) (S7), vorzugsweise eine Ladestation (300) gemäß einem der Ansprüche 13 bis 16.

Description:
Magazin, Ladestation und Verarbeitungs gerät für Verbindungselemente sowie ein Zufuhrverfahren von Verbindungselementen zum Verarbeitungsgerät und zum Magazin 1. Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Magazin, mit dem eine Mehrzahl von Verbindungselementen einem Verarbeitungsgerät zuführbar ist. Des Weiteren ist vorliegende Erfindung auf eine Ladestation gerichtet, an der das Magazin mit Verbindungselementen beladbar ist. Zudem betrifft vorliegende Erfindung ein Verarbeitungsgerät, insbesondere ein Setzgerät, das gemeinsam mit dem Magazin und/oder der Ladestation genutzt wird. Abschließend betrifft vorliegende Erfindung ein Zufuhrverfahren, mit dem Verbindungselemente mit Hilfe des Magazins dem Verarbeitungsgerät zufuhrbar sind, und ein Zufuhrverfahren, mit dem Verbindungselemente in das Magazin ladbar sind. 2. Hintergrund der Erfindung

Im Stand der Technik sind als Verarbeitungsgeräte beispielsweise Nietsetzgeräte bekannt, denen Stanzniete zur Verbindung von Bauteilen zugeführt werden. Gemäß einer Alternative werden die Niete dem Setzkopf des Setzgeräts innerhalb eines Kanals direkt zugeschossen. Dieser Kanal kann einen profilierten Querschnitt, beispielsweise einen T-förmigen Querschnitt, aufweisen, so dass die zugeschossenen Niete lageorientiert am Setzkopf ankommen. Zudem ist bekannt, in derartigen Zufuhrkanälen die Niete einzeln oder in einer Reihe aneinander anliegend dem Setzgerät zuzuführen. Gemäß einer weiteren Alternative sind zu verarbeitende Niete an Einzelpositionen in einem Streifen befestigt, der dem Setzkopf eines Setzgeräts zugeführt wird. Die Niete werden dann direkt aus dem Streifen heraus in die miteinander zu verbindenden Bauteile gesetzt.

Gemäß einer weiteren Alternative, die in WO 2006/103263 beschrieben ist, werden zu verarbeitende Niete in einem umlaufenden Magazin am Setzgerät gespeichert. Das umlaufende Magazin in Form einer Kreisscheibe weist entlang ihres Umfangs eine Mehrzahl von Speicherkammern für jeweils ein Verbindungselement auf. Während an einer Entnahmeposition jeweils ein Niet in Richtung Setzkopf abgegeben wird, ist es über eine gegenüberliegend angeordnete Zufuhrposition möglich, eine leere Kammer des Magazins neu zu befüllen. Das Magazin ist permanent mit dem Setzgerät verbunden und wird mit diesem zu den jeweils zu bedienenden Fügestellen mitbewegt. WO 2006/084847 beschreibt eine Säule aus einzelnen Nieten, die nahe dem Setzkopf bereitgestellt wird. Für jeden Setzvorgang wird am unteren Ende der Nietsäule jeweils ein Niet entnommen und dem Setzkopf zugeführt. Hier wird das permanent am Setzgerät befestigte Magazin somit durch einen Kanal gebildet, in dem sich mehrere Niete in Form einer Nietsäule ansammeln können.

WO 2007/031701 beschreibt eine Magazinkonstruktion am Setzgerät, die ähnlich einer Schiene aufgebaut ist. Sobald diese Magazinkonstruktion an einer Ladestation ankoppelt, können Niete einzeln oder in Gruppen in diese Magazinkonstruktion mittels Luftstoß einge- blasen werden. Die Niete werden somit aneinanderliegend von dieser Magazinkonstruktion ausgehend zum Setzkopf transportiert, wobei sie sich ineinander verkeilen können und auf diese Weise die weitere Versorgung des Setzkopfes mit Nieten verhindern. Zudem ist das Magazin permanent am Setzgerät befestigt, so dass sich seine Störkontur beim Fügen an schwer zugänglichen Fügestellen negativ auswirkt.

Es ist daher das Problem vorliegender Erfindung, eine effektive Alternative für die Zufuhr von Verbindungselementen zu Verarbeitungsgeräten, insbesondere zu einem Setzgerät, bereitzustellen, die sowohl eine geringe Störkontur des Verarbeitungsgeräts wie auch einen effizienten Betrieb des Verarbeitungsgeräts gewährleistet.

3. Zusammenfassung der Erfindung

Das oben genannte Problem wird durch ein Magazin gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1 gelöst, mit dem eine Mehrzahl von Verbindungselementen einem Verarbeitungsgerät zuführbar ist. Des Weiteren trägt zur Lösung des Problems eine Ladestation gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 13 bei, an der das oben genannte Magazin mit Verbindungselementen beladbar ist. Zudem löst ein Verarbeitungsgerät, insbesondere ein Setzgerät, in Kombination mit oben genanntem Magazin gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 17 das gestellte technische Problem. Weiterhin umfasst vorliegende Erfindung ein Zufuhrverfahren von Verbindungselementen zum Verarbeitungsgerät mit Magazin gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 20 sowie ein Zufuhrverfahren von Verbmdungselementen zum Magazin gemäß Anspruch 24. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterentwicklungen der Erfindung gehen aus der Beschreibung, den Zeichnungen und den anhängenden Ansprüchen hervor. Das erfindungsgemäße Magazin, mit dem eine Mehrzahl von Verbindungselementen einem Verarbeitungsgerät zufuhrbar ist, weist die folgenden Merkmale auf: eine Mehrzahl beabstandet voneinander angeordneter Haltepositionen, an denen jeweils ein Verbindungselement lösbar haltbar oder befestigbar ist, während die Haltepositionen des Magazins wieder befüllbar sind und das Magazin am Verarbeitungsgerät austauschbar befestigbar ist.

Das erfindungsgemäße Magazin stellt eine Speichereinheit für mehrere Verbindungselemente, vorzugsweise Niete oder Bolzen, dar. Diese Speichereinheit ist nicht permanent am Verarbeitungsgerät befestigt, sondern wird im befüllten Zustand am Verarbeitungsgerät, beispielsweise nahe dem Setzkopf, angeordnet und nach dem Entleeren vom Verarbeitungsgerät entfernt. Aufgrund seines begrenzten Bauraums bildet das wieder befullbare Magazin eine im Vergleich zum Stand der Technik geringere Störkontur, die während des Betriebs des Verarbeitungsgeräts mit diesem verbunden ist. Zudem ist ein effizienter Betrieb des Verarbeitungsgeräts dadurch gewährleistet, dass das Magazin eben nicht am Verarbeitungsgerät permanent befestigt und dort wieder befüllt wird, sondern nach seinem Entleeren gegen ein volles Magazin austauschbar ist. Auf diese Weise werden Stillstandzeiten des Verarbeitungsgeräts vermieden, da während des Betriebs des Verarbeitungsgeräts auf Grundlage eines vollen Magazins ein Befüllen eines zuvor dem Verarbeitungsgerät entnommenen leeren Magazins stattfinden kann.

Je nach Größe des Magazins wird eine definierte Anzahl von Haltepositionen für jeweils ein Verbindungselement im Magazin bereitgestellt. Diese Haltepositionen zeichnen sich bevorzugt dadurch aus, dass die Verbindungselemente in diesen Haltepositionen lageorientiert haltbar oder befestigbar sind. Diese Lagerorientierung erleichtert die einzelne Entnahme der Verbindungselemente und die weitere Zufuhr zu einer Verarbeitungsstelle des Verarbeitungsgeräts. Außerdem ist das getrennte Halten der Verbindungselemente in den von einander beabstandeten Haltepositionen von Vorteil, da die gespeicherten Verbindungselemente schonend gehalten und transportiert werden. Im Vergleich dazu hat der Transport und die Speicherung von Verbindungselementen, die permanent aneinander anliegen, nachteiligen Verschleiß an Verbindungselement sowie Magazin zur Folge. Im Weiteren wird ein Nietsetzgerät beispielgebend für ein Verarbeitungsgerät genannt. Nichtsdestotrotz ist unter Verarbeitungsgerät aber auch ein Bolzensetzgerät oder ein Gerät zum Befestigen von zugeführten Schrauben oder ähnlichen Verbindungselementen zu verstehen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das erfindungsgemäße Magazin einen angetriebenen und umlaufend bewegbaren Zahnriemen, bei dem der Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Zähnen jeweils eine Halteposition bildet. Des Weiteren wird bevorzugt angrenzend an die Zwischenräume eine Unterkopfführung angeordnet, um die die Halteposition bildenden Zwischenräume jeweils an einer vom Zahnriemen abgewandten Seite zu begrenzen.

In dieser Magazinkonstruktion läuft ein Zahnriemen motorisch angetrieben beispielsweise in einem Oval um. Jeweils zwischen zwei benachbarten Zähnen ist ein Zwischenraum vorgesehen, der der Aufnahme eines Verbindungselements dient und auf diese Weise eine Halteposition bildet. Das Verbindungselement wird dadurch gehalten, dass eine Unterkopffuhrung den Zwischenraum der beiden benachbarten Zähne gegenüber dem Zahnriemen begrenzt. Diese Konstruktion ist gerade für Verbindungselemente mit einem Kopf geeignet, da die Unterkopffuhrung einen Hinterschnitt für den Kopf des Verbindungselements bildet. Sollte das zu befestigende Verbindungselement keinen Kopf aufweisen, ist es ebenfalls bevorzugt, die Halteposition zwischen zwei benachbarten Zähnen des Zahnriemens gegenüberliegend zum Zahnriemen und an zumindest der unteren der Stirnseiten des Zwischenraums jeweils durch eine Wand zu begrenzen. Auf diese Weise wird zwischen zwei benachbarten Zähnen ein kammerähnlicher Raum gebildet, in dem jeweils ein Verbindungselement aufnehmbar ist.

Es ist weiterhin bevorzugt, eine Kopfführung vorzusehen, um die Haltepositionen quer zu den Zwischenräumen zu begrenzen, so dass Verbindungselemente mit einem Kopf gegen Herausfallen in beliebiger Position des Magazins gesichert sind.

Diese konstruktive Ausführungsform dient der Begrenzung der jeweiligen Halteposition in alle drei Raumrichtungen, so dass ein in der Halteposition gehaltenes Verbindungselement unabhängig von der Orientierung der Halteposition nicht aus dieser herausfallen kann. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass das Magazin beispielsweise auch an einem Setzgerät im Überkopfbetrieb einsetzbar ist. Unabhängig von der Orientierung des Magazins sind somit die Verbindungselemente in jeder Position aus dem Magazin dem Setzgerät zuführbar. Da die Haltepositionen in alle drei Raumrichtungen abgeschlossen sind, führt die Schwerkraft eben nicht dazu, ein Verbindungselement ungewollt aus einer Halteposition zu entfernen. Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Magazin eine kombinierte Entnahme- Lade-Position oder eine separate Entnahmeposition und eine separate Ladeposition auf In der genannten Entnahme-Lade-Position sowie in der separaten Entnahmeposition und in der separaten Ladeposition ist es möglich, ein Verbindungselement aus einer bestimmten Halteposition zu entfernen oder diese Halteposition mit einem neuen Verbindungselement wieder zu befüllen bzw. zu bestücken. Die Entnahme-Lade- Position oder die separate Entnahme- und Ladeposition werden gemäß einer bevorzugten Konstruktion durch einen Durchbrach oder eine Öffnung in der bereits oben genannten Unterkopfführung bereitgestellt, um einen Zugriff durch einen Entnahmemechanismus auf die jeweils am Durchbruch angeordnete Halteposition zu gewährleisten. Im Hinblick auf die genannten Alternativen wird bevorzugt nur ein derartiger Durchbruch genutzt, um einerseits die Haltepositionen des Magazins zu entladen und andererseits die Halteposition des Magazins wieder mit neuen Verbindungselementen zu befüllen. Es ist aber ebenfalls bevorzugt, die Entnahmeposition und die Ladeposition an unterschiedlichen Stellen des Magazins vorzusehen. Um die Entnahme- und Ladeposition gezielt ansteuern zu können, ist der Zahnriemen vorzugsweise derart bewegbar, dass einzelne Haltepositionen gezielt an der kombinierten Entnahme-Lade-Position oder der Entnahme- und der Ladeposition anordenbar sind. Dies wird vorzugsweise durch einen getakteten Antrieb des Zahnriemens realisiert. In diesem Zusammenhang ist es ebenfalls denkbar, die verschiedenen Haltepositionen des Magazins zu referenzieren, so dass unterschiedliche Haltepositionen mit unterschiedlichen Typen von Verbindungselementen bestückbar und dann aufgrund der Referenz aber auch gezielt anfahrbar sind.

Es ist weiterhin bevorzugt, das Magazin mit parallel zueinander angeordneten Speicherebenen vorzusehen. Zu -diesem Zweck weist das Magazin eine Mehrzahl von parallel zueinander verlaufenden Zahnriemen mit entsprechenden Haltepositionen auf, die unabhängig voneinander bewegbar und deren Haltepositionen gezielt be- und entladbar sind. Für dieses mindestens zwei Ebenen von Haltepositionen aufweisende Magazin werden die gleichen konstruktiven Details genutzt, die oben schon beschrieben worden sind. Es wird lediglich auf jeder Ebene des Magazins die oben beschriebene Konstruktion wiederholt.

Des Weiteren umfasst das Magazin bevorzugt eine lösbare Befestigungsvorrichtung, mit der es am Verarbeirungsgerät und/oder an einer Ladestation lösbar befestigbar ist. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist das Magazin eine kettenartige Anordnung von ringartigen Führungselementen in flexibler Verbindung mit Haltelementen auf, während in den Halteelementen jeweils mindestens eine Halteposition ausgebildet ist. Diese Halteelemente sind gemäß einer Ausgestaltung mit zwei einander gegenüberliegend angeordneten federnden Greifarmen zum Halten jeweils eines Verbindungselements ausgestattet.

Die genannten ringartigen Führungselemente dienen der Anordnung des Magazins in einem Transportschlauch. Zum einen realisieren diese Führungs demente eine vorteilhafte AbStützung des Magazins innerhalb des Transportschlauchs und des Weiteren stellen sie die Position der Halteelemente sicher. Eine derartige Magazinanordnung wird beispielsweise innerhalb eines Standardschlauchs mit rundem Querschnitt mit Hilfe eines Luftstoßes zum Verarbeitungsgerät transportiert. Sobald es am Verarbeitungsgerät in eine Aufnahmevorrichtung aufgenommen worden ist, sind die einzelnen Haltepositionen der Halteelemente gezielt entladbar.

Es ist zudem bevorzugt, die Halteelemente mit einer sternförmigen Anordnung von mindestens zwei Haltekammern auszustatten, in denen jeweils ein Verbindungs dement aufnehmbar ist.

Die vorliegende Erfindung umfasst ebenfalls eine Ladestation, an der das oben beschriebene Magazin mit Verbindungselementen beladbar ist. Die Ladestation weist die folgenden Merkmale auf: eine Zufuhrstation zum Zuführen von vereinzelten Verbindungselementen zum Magazin, vorzugsweise mit einem Zufuhrschlauch, und einen Haltearm mit Befestigungseinheit, so dass das Magazin lösbar befestigbar und mit der Zufuhrstation verbindbar ist. Vorzugsweise ist an der Ladestation ein Haltearm vorgesehen, der zwischen einer Übernahmeposition, an der ein Magazin von einem Verarbeitungsgerät übernehmbar ist, und einer Befüllposition, an der das Magazin mit Verbindungselementen befüllbar ist, hin und her bewegbar, insbesondere schwenkbar, ist.

Durch die bevorzugte Konstruktion der Ladestation wird gewährleistet, dass ohne Zeitverlust ein leeres Magazin vom Verarbeitungsgerät übernehmbar und an der Ladestation neu befüllbar ist. Gleichzeitig zur Übernahme wird vorzugsweise ein volles Magazin an das Verarbeitungsgerät übergeben, so dass in der Zeit des Befüllens des leeren Magazins ein- eiteres Setzen von Verbindungs elementen mit dem Setzgerät stattfinden kann. Die Ubergabe eines zu befüllenden Magazins vom Setzgerät an die Ladestation findet an der genannten Ubernahmeposition statt, während danach das Magazin zum Wiederbefullen in die Berullposition überfuhrt wird. Um Stillstandszeiten des Setzgeräts zu vermeiden, wird wie oben bereits erwähnt, ein leeres Magazin dem Setzgerät entnommen und nachfolgend das Setzgerät mit einem wie- derbefüllten Magazin bestückt. Zu diesem Zweck weist der Haltearm der Ladestation vorzugsweise an unterschiedlichen Enden mindestens zwei Befestigungseinheiten auf, so dass mindestens zwei Magazine gleichzeitig durch den Haltearm haltbar sind. Ist der Haltearm beispielsweise drehbar oder schwenkbar angeordnet, kann durch Schwenken des Haltearms das leere Magazin an einem Ende des Haltearms gegen ein volles Magazin am anderen Ende des Haltearms ausgetauscht und dem Verarbeitungsgerät zugeführt werden.

Um das Wiederbefullen eines Magazins zu realisieren, umfasst die Ladestation gemäß einer Ausfuhrungsform ein linear bewegbares Stellglied, mit dem jeweils ein Verbindungselement einer Halteposition des Magazins an einer Ladeposition oder an einer kombinierten Entnahme-Lade-Position zuführbar ist.

Die vorliegende Erfindung umfasst ebenfalls ein Verarbeitungsgerät, insbesondere ein Setzgerät, mit einem Magazin, wie es oben bereits beschrieben worden ist. Das Verarbeitungsgerät weist die folgenden Merkmale auf: eine Aufhahmevorrichtung, mit der das Magazin austauschbar am Verarbeitungsgerät befestigbar ist, eine Vorschubvorrichtung, mit der das Magazin oder eine Entnahmevorrichtung oder die Haltepositionen im Magazin derart bewegbar sind, dass jeweils eine Halteposition des Magazins mit einem Verbindungselement an einer Entnahmestelle positionierbar ist, um mit der Entnahmevorrichtung das Verbindungselement der Halteposition zu entnehmen und einem Verarbeitungskopf des Verarbeitungsgeräts zuzuführen.

Das erfindungsgemäße Verarbeitungsgerät nutzt austauschbare Magazine, die mit Verbindungselementen wiederbefullbar sind. Zu diesem Zweck wird ein volles Magazin durch eine Aufhahmevorrichtung am Verarbeitungsgerät befestigt und ist von diesem wieder lösbar, sobald das Magazin entleert worden ist. Um die Verbindungselemente dem Magazin während des Betriebs des Verarbeitungsgerät entnehmen zu können, positioniert eine Vorschubvorrichtung die Haltepositionen des Magazins derart, dass Verbindungselemente an einer Entnahmestelle den Haltepositionen entnehmbar sind. Zu diesem Zweck werden entweder das Magazin oder die Haltepositionen im Magazin bewegt. Es ist ebenfalls denkbar, dass das Magazin un- beweglich in der Aufhahnievorrichtung gehalten ist. In diesem Fall bewegt die Vorschubvorrichtung eine Entnahmevorrichtung jeweils zu den Haltepositionen des nicht bewegbaren Magazins, um die dort gespeicherten Verbindungselemente zu entnehmen. Nach der Entnahme werden die Verbindungselemente dem Verarbeitungskopf des Verarbeitungsgeräts zugeführt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Entnahmevorrichtung des Verarbeitungsgeräts einen Entnahmearm, der zwischen der Halteposition und einer Abfuhrposition für Verbindungselemente hin- und herbewegbar, vorzugsweise linear bewegbar, ist. Zu diesem Zweck ist angrenzend an die Abruhrposition für ein entnommenes Verbindungselement ein Schieber oder eine Luftdüse und gegenüber von diesem/dieser ein offenes Ende eines Abfuhrkanals für Verbindungselemente vorgesehen. Basierend auf dieser Konstruktion ist ein einer Halteposition entnommenes Verbindungselement aus der Abfuhrposition mit Hilfe des Schiebers oder der Luftdüse in den Abfuhrkanal überführbar und dann mit dem Abfuhrkanal zum Verarbeitungskopf des Verarbeitungsgeräts transportierbar.

Die vorliegende Erfindung offenbart zudem ein Zufuhrverfahren von Verbindungselementen zum Verarbeitungsgerät mit der oben beschriebenen Magazinkonstruktion. Dieses Zufuhrverfahren weist die folgenden Schritte auf: Zuführen des Magazins mit einer Mehrzahl von in Haltepositionen des Magazins lösbar gehaltenen Verbindungselementen zum Verarbeitungsgerät, vorzugsweise ein Setzgerät, schrittweises Bewegen des Magazins oder der Halteposition im Magazin oder einer Entnahmevorrichtung, wodurch jeweils eine Halteposition des Magazins mit einem Verbindungselement an einer Entnahmestelle positionierbar ist, einzelnes Entnehmen der Verbindungselemente aus dem Magazin mittels der Entnahmevorrichtung und Überführen in einen Abfuhrkanal für Verbindungselemente, mit dem sie einem Verarbeitungskopf, vorzugsweise einem Setzkopf, zuführbar sind und Austauschen des Magazins am Verarbeitungsgerät. Vorzugsweise wird dieses Zufuhrverfahren durch die folgenden Schritte ergänzt: Hin- und Herbewegen eines Entnahmearms als Entnahmevorrichtung zwischen der Halteposition des Magazins und einer Abfuhrposition für Verbindungselemente und nachfolgendem Überführen der Verbindungselemente mittels Schieber unter Luftstoß aus einer Luftdüse in den Abfuhrkanal.

Es ist des Weiteren bevorzugt, das Magazin zu einer Ladestation zu transportieren, in dem das Verarbeitungsgerät mittels Roboter zur Ladestation bewegt wird. An der Ladestation erfolgt dann das Beladen der einzelnen Haltepositionen des Magazins mit jeweils einem Verbin- dungselement und nachfolgend wird das wiederbefüllte Magazin am Verarbeitungs gerät befestigt, nachdem der Roboter das Verarbeitungsgerät zur Ladestation bewegt hat.

Die vorliegende Erfindung offenbart zudem ein Zufuhrverfahren von Verbindungselementen zu einem Magazin, wie es oben beschrieben worden ist. Dieses Zufuhrverfahren umfasst die folgenden Schritte: Beladen der einzelnen Haltepositionen des Magazins mit jeweils einem Verbindungselement durch ein Hin- und Herbewegen eines Beladearms in Form eines bewegbaren Stellglieds und in Abstimmung mit der Bewegung des Beladearms Zustellen jeweils einer leeren Halteposition zum Beladearm, so dass das Verbindungselement vom Beladearm durch die Halteposition übernehmbar ist. In weiterer bevorzugter Ausfuhrungsform umfasst das Zufiihrverfahren den Schritt: Transportieren des Magazins zu einer Ladestation, insbesondere durch Bewegen eines Verarbeitungsgeräts mittels Roboter zur Ladestation, wie sie oben beschrieben worden ist. 4. Kurze Beschreibung der begleitenden Zeichnungen

Die bevorzugten Ausfuhrungsformen vorliegender Erfindung werden unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine erste bevorzugte Ausführungsform eines Magazins ohne Befestigungselemente,

Fig. 2 die erste bevorzugte Ausfuhrungsform des Magazins gemäß Fig. 1 mit Befestigungselementen,

Fign. 3 bis 5 bevorzugte Ausführungsformen von Halteelementen des Magazins aus Fig. 1 , Fig. 6 eine schematische Darstellung einer bevorzugten Ausfuhrungsform eines weiteren Magazins,

Fig. 7 das Magazin aus Fig. 6 in einer Schnittdarstellung,

Fig. 8 eine Ausschnittsvergrößerung gemäß des in Fig. 7 dargestellten Ausschnitts,

Fig. 9 eine schematische Darstellung des Befüllens des Magazins gemäß Fig. 6 an einer Ladestation,

Fig. 10 eine schematische Darstellung des Entladens des Magazins gemäß Fig. 6 an einem Verarbeitungsgerät,

Fig. 11 eine schematische Darstellung einer bevorzugten Ladestation mit einem an einem Roboter installierten Setzgerät, Fig. 12 die schematische Anordnung aus Fig. 11, während der Roboter das Magazin von der Ladestation übernimmt oder an die Ladestation übergibt,

Fig. 13 eine bevorzugte Anordnung eines Setzgeräts mit C-Bügel, fest installiertem

Antrieb für ein Magazin und Entladevorrichtung mit Abfuhrschlauch,

Fig. 14 eine bevorzugte Anordnung des Beladearms der Ladestation aus Fig. 11,

Fig. 15 Flussdiagramm zur Veranschaulichung eines bevorzugten Zufuhrverfahrens von Nieten und

Fig. 16 Flussdiagramm zur Veranschaulichung eines bevorzugten Ladeverfahrens für ein Magazin. 5. Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführu gsformen

Eine erste Ausführungsform eines Magazins 1 zum Speichern von Verbindungselementen V und für deren Zuführ zu einem Verarbeitungsgerät 200 ist in Figuren 1 und 2 dargestellt. Die Gruppe der Verbindungselemente V, die mit der hier beschriebenen Magazinlösung magazinierbar sind, umfasst Schrauben, Bolzen, Nägel, Niete, um nur einige Beispiele zu nennen. Im Weiteren wird zur Vereinfachung der Beschreibung lediglich auf Niete als Verbindungselement V Bezug genommen.

Das Magazin 1 gemäß Figuren 1 und 2 besteht aus einer kettenartigen Anordnung aus einer Mehrzahl von ringartigen Führungselementen 30 und einer Mehrzahl von Halteelementen 40. Die Führungselemente 30 und Halteelemente 40 sind flexibel oder beweglich miteinander verbunden. Es ist bevorzugt, ein Halteelement 40 zwischen zwei Führungselementen 30 anzuordnen. Ein Halteelement 40 stellt jeweils mindestens eine Halteposition 10 für einen Niet V bereit. Entsprechend der Anzahl der zu transportierenden Niete V im Magazin 1 ist die Länge des Magazins frei wählbar und einstellbar. Zu diesem Zweck wird die erforderliche Anzahl von Halteelementen 40 mit benachbarten Führungselementen 30 kombiniert.

Das Magazin 1 wird bevorzugt in einem Schlauch einer Ladestation 300 oder einem Verarbeitungsgerät 200 mit Hilfe eines Luftstoßes zugeschossen. Während die Gruppe der Verarbeitungsgeräte 200 Bolzenschussgeräte, Nietsetzgeräte, Schraubgeräte, Nageleinschussvorrichtungen und dergleichen umfasst, wird im Weiteren beispielgebend für Verarbeitungsgeräte 200 auf ein Setzgerät zum Setzen von Nieten V Bezug genommen. Beim Bewegen des Magazins 1 in einem Schlauch (nicht gezeigt) dienen die Führungselemente 30 der Führung des Magazins 1 im Inneren des Schlauchs. Die äußere Kontur der Führungselemente 30 ist daher bevorzugt an die innere Querschnittskontur des Schlauchs ange- passt. Obwohl Rundschläuche verbreitet Anwendung finden, sind ebenfalls auch andere Querschnittskonturen von Schläuchen denkbar. Entsprechend würde dann das ringförmige Führungselement 30 in seiner äußeren Form an die innere Querschnittskontur des Schlauchs angepasst werden.

Die Führungselemente 30 sind beweglich mit den Halteelementen 40 verbunden. Die flexible Verbindung des Halteelements 40 zum benachbarten Führungselement 30 wird über die in Figur 3 dargestellten seitlichen Schnappverschlüsse realisiert. Diese stellen eine bewegliche Verbindung mit entsprechend angepassten Verbindungselementen am Führungselement 30 her. Neben der Flexibilität dieser Schnappverschlüsse sind sie ebenfalls lösbar, so dass die Länge eines Magazins 1 beliebig anpassbar ist, indem weitere Führungselemente 30 und Halteelemente 40 hinzugefügt oder entfernt werden. Die Flexibilität des Magazins 1 gewährleistet, dass das Magazin 1 trotz einer bestimmten Länge auch Schlauchkrümmungen durchlaufen kann, ohne im Schlauch stecken zu bleiben. Bei dieser Bewegung des Magazins 1 im

Schlauch passt sich somit die Form des Magazins 1 an die Form des Schlauchs an.

In den Figuren 3 bis 5 sind verschiedene bevorzugte Ausfuhrungsformen des Halteelements 40 gezeigt. Gemäß einer Ausführungsform, die in Figur 3 veranschaulicht ist, umfasst das Halteelement 40 zwei einander gegenüberliegend angeordnete federnde Greifarme 42, 44. Ein Niet V wird zwischen den Greifarmen 42, 44 lösbar gehalten.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform des Halteelements 40, das in den Figuren 4 und 5 dargestellt ist, umfasst das Halteelement 40 eine Mehrzahl von Haltekammern 50. In einer Haltekammer 50 ist jeweils ein Niet V lösbar haltbar. Zudem ist es denkbar, den Niet V aus der jeweiligen Haltekammer 50 mit Hilfe eines Stifts (nicht gezeigt) zu lösen. Der Stift greift zu diesem Zweck durch eine Öffhung an der Rückseite jeder Haltekammer 50 in die Haltekammer 50 ein und schiebt dadurch den gehaltenen bzw. gespeicherten Niet V aus der Haltekammer 50 heraus. Bevorzugt sind die Haltekammern 50 sternförmig angeordnet. Das Halteelement 40 umfasst mindestens zwei Haltekammern 50, während gemäß Figuren 4 und 5 drei oder vier Halte- kammem 50 sternförmig angeordnet sind.

In den verschiedenen Ausführungsformen des Halteelements 40 sind der oder die Niete V lageorientiert gehalten, so dass sie beispielsweise am Setzgerät 200 mit weniger Aufwand dem Setzkopf zuführbar sind als dies bei nicht ausgerichteten Nieten V der Fall wäre. Das Magazin 1 wird bevorzugt an einem Vereinzeier für Niete V mit Nieten V beladen und dann in gefülltem Zustand per Schlauch dem Setzgerät 200 zugeschossen. Es ist ebenfalls bevorzugt, ein leeres Magazin 1 einer Ladestation 300 zuzuschießen, um dort das leere Magazin 1 zu befullen. Nach dem Befüllen des Magazins 1 wird bevorzugt ein leeres Magazin 1 am Setzgerät 200 gegen ein neu befülltes Magazin 1 ausgetauscht. Zu diesem Zweck erfolgt wiederum der Zuschuss des neu befüllten Magazins 1 zum Setzgerät 200 per Schlauch und Luftstoß. Durch diesen Austausch eines leeren Magazins 1 gegen ein befülltes Magazin 1 am Setzgerät 200 werden Stillstandszeiten des Setzgeräts 200 im Vergleich zum Stand der Technik reduziert. Es ist daher bevorzugt, mindestens zwei Magazine 1 in Kombination mit einem Setzgerät 200 einzusetzen, um die reduzierten Stillstandszeiten zu realiseren.

Eine weitere Ausführungsform eines Magazins 100 ist in den Figuren 6 bis 8 dargestellt. Das Magazin 100 speichert in einer kassettenähnlichen Anordnung bestehend aus den Elementen 130, 140 eine definierte Anzahl an Nieten V. Zum Bereitstellen der einzelnen Haltepositionen 110 für jeden Niet V ist ein Zahnriemen 120 umlaufend um zwei Zahnräder 170 angeordnet. Die Zahnräder 170 werden bevorzugt mit Hilfe eines Motors (nicht gezeigt) angetrieben. Dies ist gemäß unterschiedlicher Ausführungsformen ein elektrischer Servomotor, ein elektrischer Schrittmotor oder auch ein pneumatischer Taktmotor. Mit Hilfe dieser Motoren oder ähnlicher Antriebsanordnungen sind die Haltepositionen 110 einzeln und gezielt anfahrbar. Eine entsprechende Steuerung übernimmt den Betrieb des genutzten Motors. In diesem Zusammenhang ist es ebenfalls bevorzugt, dass die unterschiedlichen Haltepositionen 110 referen- ziert sind. Auf dieser Grundlage sind die Haltepositionen 110 entsprechend ihrer Referenz direkt anfahrbar. Dadurch können unterschiedliche Niettypen in referenzierten Haltepositionen 110 gespeichert und von diesen in einer gewünschten Reihenfolge entnommen werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Antrieb bzw. Motor M permanent mit dem Magazin 100 verbunden. Wird diese Konstruktion aus Motor M und Magazin 100 mit dem Setzgerät 200 (siehe unten) oder der Ladestation 300 (siehe unten) verbunden, wird das Magazin 100 entsprechend mechanisch und der Motor elektrisch, pneumatisch oder ähnlich angekoppelt.

Es ist ebenfalls bevorzugt, eine Antriebs- oder Vorschubeinheit, vorzugsweise den oben genannten Antrieb M, des Magazins 100 permanent jeweils am Setzgerät 200 und an der Ladestation 300 vorzusehen. Sobald das Magazin 100 am Setzgerät 200 oder an der Ladestation 300 ankoppelt, wird die Vorschubeinheit (nicht gezeigt) oder der Antrieb M mit zumindest einem der Zahnrädern 170 des Magazins 100 verbunden. Basierend auf dieser Verbindung bewegt die Vorschubeinheit/ Antrieb M den Zahnriemen 120 auf die gleiche Weise gesteuert weiter, wie es ein permanent verbundener Motor tun würde. Daher umfasst die Vorschubeinheit/Antrieb M auch eine der oben im Zusammenhang mit dem permanent installierten Motor diskutierten Antriebsalternativen. Eine derartige Anordnung ist beispielgebend in den Figuren 13 und 14 schematisch gezeigt.

Wird bevorzugt nur das kassettenförmige Magazin 100 ohne Antrieb am Setzgerät 200 (Fig. 13) und/oder an der Ladestation 300 (Fig. 14) ausgetauscht, ist die Vorschubeinheit/ Antrieb M jeweils neben der Entnahmevorrichtung 230 (siehe unten) des Setzgeräts 200 und/oder neben einem bewegbaren Beladearm 360 der Ladestation 300 installiert. Das Zahnrad 170 des Magazins 100 koppelt bevorzugt über ein Getriebe an dem vorhandenen Antrieb M für das Magazin 100 an. In gleicher Weise, wie der Motor des Magazins 100 jeweils permanent am Setzgerät 200 und an der Ladestation 300 installiert ist, sind auch bevorzugt die Entnahmevorrichtung mit Entnahmearm 232 und Abfuhrkanal 390 (siehe unten) am Setzgerät 200, bevorzugt am C-Bügel, sowie die Ladevorrichtung mit Beladearm 360 und Zufuhrschlauch 320 an der Ladestation 300 installiert.

Der umlaufend angeordnete Zahnriemen 120 umfasst eine Mehrzahl von Zwischenräumen 122 mit jeweils zwei benachbarten Zähnen 124, 126. Der Zwischenraum 122 mit den benachbarten Zähnen 124, 126 definiert jeweils eine Halteposition 110 für einen Niet V. Um den Niet V in der Halteposition 110 zu halten, ist gegenüber dem Zahnriemen 120 bevorzugt eine Unterkopfführung 130 angeordnet (vgl. Figur 8). Die Unterkopfführung 130 sowie die Zähne 124, 126 bilden jeweils einen Hinterschnitt für den Kopf des Niets V, um diesen in der Halteposition 110 zu halten. Wird der Zahnriemen 120 über die Zahnräder 170 umlaufend bewegt, gleiten die Köpfe der gehaltenen Niete V auf der Unterkopfführung 130 entlang. Da das Magazin 100 bevorzugt im Überkopfbetrieb an einem Setzgerät 200 eingesetzt wird, ist zudem eine Kopfführung 140 ähnlich einem Deckel in der kassettenförmigen Anordnung des Magazins 100 vorgesehen (vgl, Figuren 6 bis 8). Die Kopfführung 140 ist benachbart zu den Köpfen der gespeicherten Niete V angeordnet, so dass diese auch im Überkopfbetrieb auf Grund der Schwerkraft nicht aus den Haltepositionen 110 herausfallen können. Es ist ebenfalls denkbar, das Magazin 100 ohne Kopfführung 140 vorzusehen, wenn das Magazin 100 nicht im Überkopfbetrieb eingesetzt wird.

Die deckelähnliche Kopfführung 140 ist über die Befestigungsvorrichtung 160 am Magazin 100 befestigt. Über die Befestigungsvorrichtung 160 ist ebenfalls bevorzugt eine lösbare Verbindung mit dem Setzgerät 200 und/oder einer Ladestation 300 (siehe unten) herstellbar. Die lösbare Befestigungseinrichtung 160 besteht aus zwei Stiften mit jeweils mindestens einer Rastvertiefung 162, so dass eine lösbare Rastverbindung mit einem Arm 320 der Ladestation 300 oder mit einer entsprechenden Halterung am Setzgerät 200 herstellbar ist.

Gemäß Figur 6 ist die umlaufende, das Magazin 100 begrenzende Unterkopfführung 130 an zumindest einer Position 150 durchbrochen. Dieser Durchbruch dient als kombinierte Entnahme-Lade-Position 150, über die Niete V dem Magazin 100 entnehmbar und zuführbar sind. Es ist ebenfalls bevorzugt, eine Entnahme- und eine Ladeposition getrennt voneinander vorzusehen, beispielsweise an gegenüberliegenden Längsseiten des Magazins 100 (nicht gezeigt). Durch die gesteuerte Bewegung des Zahnriemens 120 sind die Haltepositionen 1 10 einzeln und gezielt zur kombinierten Entnahme-Lade-Position 150 und auch zu den separaten Lade- und Entnahmepositionen (nicht gezeigt) bewegbar, um Niete V zu be- oder entladen.

Gemäß einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform vorliegender Erfindung sind mindestens zwei kassettenförmige Magazine 100 gemäß Figur 6 übereinander angeordnet. Die mehreren übereinander angeordneten Magazine 100 bilden somit separate Speicherebenen für Niete V innerhalb eines kombinierten Magazins. Die mehreren Speicherebenen des kombinierten Magazins enthalten parallel zueinander verlaufende Zahnriemen 120, die die entsprechenden Haltepositionen 110 jeder Speicherebene bilden (siehe oben). Die mehreren Zahnriemen 120 sind gemeinsam oder getrennt voneinander durch einen gemeinsamen oder einzelne Antriebe (siehe oben) bewegbar, um die Niete V gezielt zu be- und zu entladen. Basierend auf dieser Konstruktion wird zunächst die Speicherkapazität des Magazins 100 erhöht. Zudem können unterschiedliche Niettypen in unterschiedlichen Ebenen eines Magazins gespeichert werden. Da die Niettypen getrennt voneinander angeordnet sind, sind sie auch leichter bzw. mit einem geringeren Steueraufwand für die entsprechenden Fügestellen dem kombinierten Magazin entnehmbar. Dementsprechend ist in Abhängigkeit von der angefahrenen Fügestelle jeweils der entsprechende Niet aus der einen oder anderen Speicherebene über eine entsprechende Öffnung 150 der jeweiligen Speicherebene entnehmbar. Gemäß einer Ausführungsform umfasst in dieser Anordnung jede Speicherebene bzw. jedes kassettenformige Magazin 100 seine eigene Entnahmevorrichtung, mit der die Niete V einzeln den Haltepositionen entnommen werden. Es ist ebenfalls bevorzugt, eine zwischen den Speicherebenen verfahrbare Entnahmevorrichtung anzuordnen, die entsprechend einer angeschlossenen elektronischen Steuerung auf die gewünschte Speicherebene zugreift. Auf dieser konstruktiven Grundlage kann auf die Haltepositionen in allen Speicherebenen oder in mehreren Speicherebenen mit nur einer Entnahmevorrichtung zugegriffen werden. In Analogie zur hier beschriebenen Entnahmevorrichtung ist es ebenfalls bevorzugt, die Ladevorichtung (siehe unten) entsprechend aufzubauen, d.h. eine Ladevorrichtung pro Ebene oder eine Ladevorrichtung für alle oder mehrere Ebenen.

Es ist zudem bevorzugt, die Entnahmeöffnungen 150 der einzelnen Speicherebenen über eine Weiche mit nur einem Abfuhrschlauch 390 zu verbinden. Die Weiche ist starr oder zwischen den Entnahmeöffhungen umschaltbar. Zudem ist es denkbar, einzelne Kanäle der Weiche gesteuert zu Öffnen und zu schließen. Auf diese Weise können Niete aus der Halteposition bereits entnommen und in der Weiche vorpositioniert werden. Zum Zeitpunkt der gewünschten Nietzufuhr wird die Weiche geöffnet und der Niet in den Abfuhrkanal 390 überführt.

Das Magazin 100 wird bevorzugt zu einer Ladestation 300 transportiert (S100) und dort beladen, die beispielgebend in Fig. 11 dargestellt ist. Die Ladestation 300 umfasst eine Zufuhrstation 310, in der Niete V zunächst vereinzelt und lageorientiert werden. Nachfolgend werden sie über einen Zufuhrschlauch 320 weiter zum Magazin 100 transportiert. Das Magazin 100 ist bevorzugt an einem Haltearm 330 gehalten. Der Haltearm 330 umfasst zu diesem Zweck jeweils an seinen gegenüberliegenden Enden 332 und 334 eine Befestigungseinheit 336. Die Befestigungseinheiten 336 sind an die Befestigungsvorrichtung 160 des Magazins 100 koppelbar, um das Magazin 100 am Haltearm 320 zu halten (vgl. Fig. 11, 12, 14). Es ist ebenfalls bevorzugt, nur ein Ende 332, 334 des Haltearms mit einer Befestigungseinheit 336 auszustatten. Der Haltearm 320 ist bevorzugt schwenkbar gelagert. Auf dieser konstruktiven Grundlage können die Enden 332 und 334 mit ihrer Befestigungseinheit 336 jeweils von einer Ubernahmeposition 340 in eine Befüllposition 350 verschwenkt werden (vgl. Fig. 11, 14). In der U- bernahrneposition 340 koppelt die Befestigungseinheit 336 an die Befestigungsvorrichtung 160 des Magazins 100 an und übernimmt dadurch das Magazin 100 vom Setzgerät 200. Im Rahmen dieser Übernahme führt der Hebel 330 bevorzugt eine Hubbewegung durch, um das Magazin 100 vom Setzgerät 200 zu entfernen (vgl. Fig. 14). Nachfolgend verschwenkt der Hebel 330 das Magazin 100 von der Übernahmeposition 340 in die Befüllposition 350 und senkt sich dort in entgegengesetzter Richtung zur vorherigen Hubbewegung ab. Durch das Absenken wird der Durchbruch in der umfänglich angeordneten Unterkopfführung 130, der sich an der kombinierten Entnahme-Lade-Position 150 befindet, gegenüber einem Beladearm 360 gemäß Fig. 9 angeordnet.

Der Beladearm 360 ist vorzugsweise ein linear bewegbares Stellglied, während auch schwenkende oder drehende Stellglieder zur Realisierung dieser Funktion möglich sind. Der Beladearm 360 besitzt ein U-förmiges Funktionsende (siehe Fig. 9), mit dem er einen zugeführten Niet V greift. Der Niet V wird über den Zufuhrschlauch 320 in Richtung des Pfeils PI von der Zufuhrstation 310 zugeführt (siehe Fig. 9). Am Ende des Zufuhrschlauchs 320 übernimmt der Beladearm 360 den zugeführten Niet V. Nach Übernahme des Niets V bewegt sich der Beladearm 360 durch den Durchbruch an der Lade-Entnahme-Position 150 zu einer leeren Halteposition 110 in Richtung des Pfeils P2 (S200). Die leere Halteposition 110 wurde zuvor durch gezieltes Bewegen des umlaufenden Zahnriemens 120 in Richtung des Pfeils P3 am Durchbruch der Lade-Entnahme-Position 150 positioniert (S300, S7). Sobald der Beladearm 360 den Niet V an die Halteposition 110 übergeben hat, bewegt sich der Zahnriemen 120 in Richtung des Pfeils P3 um eine Halteposition 110 weiter. Bei dieser Bewegung des Zahnriemens 120 wird der Niet V von der neu beladenen Halteposition 110 mitgenommen, die durch die angrenzende Unterkopfführung 130 geschlossen wird. Die Mitnahme des Niets V ist dadurch möglich, da der Beladearm 360 in Bewegungsrichtung des Zahnriemens 120 an seinem U- förmigen Funktionsende offen ausgebildet ist. Nach Übernahme des Niets V durch die Halteposition 110 des Zahnriemens 120 bewegt sich der Beladearm 360 in Richtung des Pfeils P4 zurück in seine Ausgangsposition (S200) und ein neuer Beladevorgang kann beginnen. Nachdem auf diese Weise das Magazin 100 vollständig beladen worden ist (vgl. auch Fig. 16), wird es an das Setzgerät 200 übergeben (Sl in Fig. 13, 15). Bevorzugt erfolgt die Übergabe des neu beladenen Magazins 100 gemeinsam mit der Übernahme eines leeren Magazins 100 vom Setzgerät 200 (S100, S6). Dazu bewegt der Roboter 400 das Setzgerät 200 mit leerem Magazin 100 zur Übernahmeposition 340. An der Übernahmeposition 340 wird durch die Befestigungseinheit 336 am Ende 334 des Haltearms 330 das leere Magazin 100 vom Setzgerät 200 übernommen. Gleichzeitig wird durch die Befestigungseinheit 336 am Ende 332 des Haltearms 330 das neu beladene Magazin 100 übernommen (vgl. Fig. 12). Durch eine bevorzugte Hubbewegung des Haltearms 330 senkrecht nach oben in Fig. 12 werden die Magazine 100 an den Enden 332 und 334 angehoben. Danach verschwenkt der Haltearm 330 bevorzugt um 180°, so dass die Magazine 100 in Übernahme- 340 und Befüllposition 350 gegeneinander ausgetauscht werden. Abschließend wird der Haltearm 330 bevorzugt abgesenkt. Dadurch wird das volle Magazin 100 am Setzgerät 200 befestigt. Zudem wird in der Befüllposition 350 der Durchbruch des leeren Magazins 100 an der Lade-Entnahme-Position 150 gegenüber dem Beladearm 360 angeordnet. Während der Roboter 400 das Setzgerät 200 zur nächsten Fügestelle bewegt, beginnt der Beladevorgang des leeren Magazins 100.

In ähnlicher Weise wie das Beladen des Magazins 100 erfolgt das Entladen des Magazins 100 am Setzgerät 200. Der Entlade- oder Zufuhrvorgang von Nieten V am Setzgerät 200 ist in Fig. 10 veranschaulicht. Beim Befestigen des Magazins 100 am Setzgerät 200 wird der Durchbruch an der Lade- Entnahme-Position 150 gegenüber dem Entnahmeann 232 der Entnahm evorrichtung 230 angeordnet. Die Entnahmevorrichtung 230 umfasst neben dem als lineares Stellglied ausgebildeten Entnahmearm 232 einen Schieber oder eine Luftdüse 380 sowie einen Abfuhrkanal 390. Der Abfuhrkanal 390 endet gegenüber der Luftdüse 380. Mit dem Abfahrkanal 390 werden die einzelnen Niete V dem Setzkopf des Setzgeräts 200 zugeführt (vgl. Fig. 11).

Um einen Niet V dem Setzkopf über den Abfuhrkanal 390 zuzuführen, bewegt sich der Entnahmearm 232 in Richtung des Pfeils P6 durch den Durchbruch an der Lade-Entnahme- Position 150 in eine Halteposition 110 ohne Niet V. Danach wird der Zahnriemen 120 in Richtung des Pfeils P7 bewegt (S2), so dass der Entnahmearm 232 mit einem Niet V bestückt wird. Sobald der Niet V von der U-förmigen Aufnahme des Entnahmearms 232 übernommen worden ist, bewegt sich der Entnahmearm 232 in Richtung des Pfeils P8 (S3, S4). Als Ergebnis der Bewegung in Richtung des Pfeils P8 wird der Niet V vor der Öffnung des Abfuhrka- nals 390 und der Luftdüse bzw. des Schiebers 380 in einer Abführposition 370 positioniert. Nun erfolgt eine Bewegung des Schiebers oder ein Luftstoß aus der Luftdüse 380 in Richtung des Pfeils P9, so dass der Niet V über den Abfuhrkanal 390 dem Setzkopf zugeführt wird (S4, S5). Es ist ebenfalls denkbar, beispielsweise beim Entladen von Schrauben aus dem Magazin 100 diese von dem Entnahmearm 232 mittels Luftstoß oder Schieber 380 zu lösen und in Fig. 10 senkrecht nach unten in einen dort angeordneten Abfuhrkanal fallen zu lassen.

Nachdem der Niet V in den Abfuhrkanal 390 überführt worden ist, wiederholen sich die oben beschriebenen Schritte zur Entnahme weiterer Niete V aus dem Magazin 100.