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Patent Searching and Data


Title:
MAGAZINE FOR MOUNTING TWIST LOCKS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/066223
Kind Code:
A1
Abstract:
A magazine (10) for mounting twist locks (20), characterized by a rotatably mounted drum (30) having a plurality of axially oriented elongated guide elements (40), which are arranged at a distance from each other on the circumference of the drum (30) and the longitudinal axes of which are oriented parallel to each other, wherein the distance between the guide elements (40) is larger than the diameter of the concave section of the twist lock (20) and the guide elements (40) form the support for the terminal sections of the twist lock, and closing elements (50, 60), which are arranged at each end of the drum and delimit the intermediate spaces formed by the guide elements (40) in the radial direction, wherein one closing element (50) is arranged non-rotatably and has a radially oriented recess (70) for inserting twist locks (20) between two guide elements (40) in the axial direction.

Inventors:
KAPELSKI, Rainer (Norderstrasse 46, Böel, 24401, DE)
Application Number:
DE2009/001565
Publication Date:
June 17, 2010
Filing Date:
November 05, 2009
Export Citation:
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Assignee:
KAPELSKI, Rainer (Norderstrasse 46, Böel, 24401, DE)
International Classes:
B65D90/00
Attorney, Agent or Firm:
LOBEMEIER, Martin, Landolf (Boehmert & Boehmert, Niemannsweg 133, Kiel, 24105, DE)
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Claims:
ANSPRÜCHE

1. Magazin (10) zur Lagerung von Twist- Locks (20),

gekennzeichnet durch

eine drehbar gelagerte Trommel (30) mit einer Mehrzahl von axial ausgerichteten, am Umfang der Trommel (30) voneinander beabstandet angeordneten länglichen Führungselementen (40), deren Längsachsen parallel zueinander ausgerichtet sind, wobei der Abstand zwischen den Führungselementen (40) größer als der Durchmesser des taillierten Abschnitts der Twist-Locks (20) ist und die Führungselemente (40) das Auflager für die endständigen Abschnitte der Twist-Locks bilden, und

jeweils am Ende der Trommel angeordnete Abschlusselemente (50, 60), die die von den Führungselementen (40) gebildeten Zwischenräume in radialer Richtung begrenzen, wobei das eine Abschlusselement (50) drehfest angeordnet ist und eine radial ausgerichtete Ausnehmung (70) zum Einsetzen von Twist-Locks (20) zwischen zwei Führungselemente (40) in axialer Richtung aufweist.

2. Magazin (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlusselemente (50, 60) scheibenförmig ausgebildet sind.

3. Magazin (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Abschlusselement (60) fest mit der Trommel (30) mit dieser mitdrehend verbunden ist.

4. Magazin (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden der Ausnehmung des einen Abschlusselements (50) das Lager der Achse der Trommel (30) bildet.

5. Magazin (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche gekennzeichnet durch eine Einrichtung (80) zum Verschieben der zwischen den Führungselementen (40) gelagerten Twist-Locks (20) in axialer Richtung.

6. Magazin (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche gekennzeichnet durch eine Übergabeeinrichtung (90) zum Transport von Twist-Locks (20) zwischen dem Magazin (10) und einer Schraubeinrichtung (100) zum Lösen und/oder Befestigen von Twist-Locks (20) an Containern.

7. Magazin (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche gekennzeichnet durch eine Schraubeinrichtung (100) zum Lösen und/oder Befestigen von Twist-Locks (20) an Containern.

8. Magazin (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubeinrichtung (100) als lastaufnehmende Containeraufnahme ausgebildet ist.

9. Magazin (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche gekennzeichnet durch eine Steuerung zum automatisierten Be- und Entladen des Magazins (10) mit Twist-Locks (20).

Description:
Magazin zur Lagerung von Twist-Locks

Die Erfindung betrifft ein Magazin zur Lagerung von Twist-Locks.

Twist-Locks sind mechanische Verriegelungselemente zum Verbinden von Containern untereinander oder von Containern mit dem Trägerfahrzeug, z.B. einem LKW oder einem Containerschiff. Die Twist-Locks werden in Containerbeschläge eingesetzt, woraufhin der Container auf einem weiteren Container oder auf fest am Fahrzeug angeordnete Verriegelungseinrichtungen abgesetzt wird, wobei die Twist-Locks halb- oder vollautomatisch durch Verdrehen eines Teils der Twist-Locks eine formschlüssige Verbindung zwischen den Containern bzw. dem Container mit dem Fahrzeug herstellen.

Die Twist-Locks bestehen aus zwei endständigen dickeren Abschnitten, die zur Ausübung der Verriegelungsfunktion drehbar eingerichtet sind, und einem zwischen diesen Abschnitten angeordneten taillierten Abschnitt, der dünner als die beiden endständigen dickeren Abschnitte ausgebildet ist.

Während das Verriegeln der Twist-Locks zunehmend vollautomatisch erfolgt, wird das Entriegeln und Entnehmen der Twist-Locks aus den Containerbeschlägen durch als „Lascher" bezeichnetes Personal manuell durchgeführt. Diese Aufgabe ist aufgrund eines beim Löschen von Transportgut regelmäßig sehr engen Terminplans und teilweise unübersichtlicher Verhältnisse mit hohem Unfallrisiko behaftet.

Daher wurden bereits vollautomatische Laschplattformen vorgeschlagen, mit denen Twist- Locks - nachdem diese manuell entriegelt wurden - ohne weiteren Einsatz von Personal vollautomatisch aus diesen entnommen und auch wieder eingesetzt werden können. Eine besonders vorteilhaft ausgestaltete Laschplattform, bei der die beim Absetzen der Container auf die Plattform freiwerdende Energie zum Aus- und Einschrauben der Twist-Locks verwendet wird, ist beispielsweise aus der WO 2007/098749 Al bekannt.

Derartige Laschplattformen weisen regelmäßig auch Magazine zum Aufnehmen und Vorhalten von Twist-Locks auf, mit denen gleichzeitig eine schonende Lagerung der Twist- Locks erreicht wird. Neben der vorgenannten Druckschrift sind solche Magazine für Twist- Locks auch aus der WO 2006/024071 Al, der WO 2007/021246 Al und der WO 2004/ 065264 Al bekannt.

Die bekannten Twist-Lock-Magazine haben jedoch den Nachteil, dass nur spezielle und aufwändig herzustellende Aufnahmen für die Twist-Lock-Lagerung vorgesehen sind. Darüber hinaus werden zum Transport der Aufnahmen an den jeweils benötigten Ort Kettenantriebe verwendet, die sehr wartungsintensiv sind.

Andere Magazine, wie z.B. das aus der DE 41 09 779 Al bekannte Magazin zur Speicherung von Produkten, speziell Zigaretten, sind aufgrund ihres komplexen Aufbaus nicht für den robusten Einsatz mit Twist-Locks ausgelegt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, ein Magazin für Twist-Locks zu schaffen, das einfach herzustellen, robust und störunanfällig ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Magazin zur Lagerung von Twist-Locks mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung wieder.

Grundgedanke der Erfindung ist es, das Magazin als stabile, drehbar gelagerte Trommel mit daran angeordneten länglichen Führungselementen auszuführen, zwischen die der taillierte Abschnitt der Twist-Locks eingesetzt wird, sodass die die Führungselemente als Auflager der dickeren Endabschnitte der Twist-Locks fungieren. Auch bei Drehung der Trommel werden die Twist-Locks aufgrund der zu beiden Seiten des taillierten Abschnitts angeordneten dickeren Endabschnitte von den Führungselementen gehalten und verbleiben an ihrer Position. Die Herstellung des Magazins ist einfach, das Magazin selbst stabil und im Gegensatz zu den bekannten Magazinen mit Kettenantrieb weniger störanfällig und weniger wartungsaufwändig .

Die Erfindung wird anhand eines besonders vorteilhaft ausgestalteten Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Magazins nach der Erfindung; Fig. 2 eine geschnittene Seitenansicht des Magazins aus Fig. 1 ; und

Fig. 3 eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße Magazin.

Fig. 1 zeigt ein besonders vorteilhaft ausgestaltetes Magazin zur Lagerung von Twist-Locks nach der Erfindung. Das Magazin 10 besteht im Wesentlichen aus einer Trommel 30, an deren Umfang eine Mehrzahl von axial ausgerichteten Führungselementen 40 angeordnet ist. Die Führungselemente 40 sind voneinander beabstandet angeordnet, wobei deren Längsachsen parallel zueinander ausgerichtet sind. Der Abstand zwischen den Führungselementen 40 ist nun so gewählt, dass der taillierte Abschnitt der Twist-Locks 20 in den von je zwei Führungselementen gebildeten Zwischenraum in axialer Richtung eingeführt werden kann, und der obere dickere Abschnitt der Twist-Locks 20 den Führungselementen aufliegt. Der Abstand zwischen den Führungselementen 40 ist also größer als der Durchmesser des taillierten Abschnitts der Twist-Locks 20 ist und kleiner als die größte Ausdehnung der dickeren Abschnitte der Twist-Locks 20. Damit dienen die Führungselemente 40 als Auflager für die endständigen Abschnitte der Twist-Locks 20.

Damit die Twist-Locks 20 nicht aus den Führungselementen 40 unkontrolliert herausgeschoben werden können, sind jeweils am Ende der Trommel Abschlusselemente 50, 60 angeordnet, die die von den Führungselementen 40 gebildeten Zwischenräume in radialer Richtung begrenzen, sodass die Twist-Locks 20 nicht aus den Führungsschienen 40 herausfallen können. Dabei ist das eine Abschlusselement 50 erfindungsgemäß drehfest angeordnet und weist eine in radialer Richtung ausgerichtete Ausnehmung 70 auf, durch die die Twist-Locks 20 in axialer Richtung durch das Abschlusselement 50 hindurch zwischen zwei Führungselemente 40 eingesetzt werden können.

Beide Abschlusselemente 50, 60 sind bevorzugt scheibenförmig, können beispielsweise aber auch reifenförmig ausgebildet sein. Daneben ist es auch möglich, dass das andere Abschlusselement 60, das keine radial angeordnete Ausnehmung aufweist, als eine Mehrzahl von die Stirnseiten der Führungselemente 40 miteinander verbindende Elemente ausgebildet ist. Jedenfalls ist bevorzugt vorgesehen, dass das andere Abschlusselement 60 fest mit der Trommel 30 mit dieser mitdrehend verbunden ist. - A -

Wie in Fig. 1 und auch in Fig. 2 dargestellt, ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass der Boden der Ausnehmung 70 des einen Abschlusselements 50 das Lager der Achse der Trommel 30 bildet. Hierdurch kann ein besonders einfacher Aufbau erreicht werden.

Zum vollautomatischen Be- und Entladen des Magazins 10 kann das Magazin 10 bereits mit einer Steuerung zum automatisierten Be- und Entladen des Magazins 10 mit Twist-Locks 20 ausgestattet sein.

Weiterhin ist dann vorteilhaft auch eine Einrichtung 80 zum Verschieben der zwischen den Führungselementen 40 gelagerten Twist-Locks 20 in axialer Richtung vorgesehen. Diese einem „Rechen" ähnelnde Einrichtung 80 weist einen in axialer Richtung der Trommel 30 über der Trommel 30 verschiebbaren Arm auf, der einen oder mehrere in denjenigen von zwei Führungselementen 40 gebildeten Zwischenraum, der frei in die radiale Ausnehmung des Abschlusselements 50 mündet, greifende Dornen trägt. Durch Anheben und Absenken des Arms der Einrichtung 80 und Verschieben in Richtung des anderen Abschlusselements 60 oder des einen Abschlusselements 50 können die in diesem Zwischenraum angeordneten Twist-Locks 20 weiter in das Magazin 10 hinein oder aus dem Magazin 10 heraus geschoben werden.

Werden die Twist-Locks 20 aus dem Magazin 10 heraus geschoben, ist vorteilhaft eine Übergabeeinrichtung 90 vorgesehen, die die Twist-Locks 20 zwischen dem Magazin 10 und einer Schraubeinrichtung 100 zum Lösen und/oder Befestigen von Twist-Locks 20 an Containern transportiert. Die Schraubeinrichtung 100 zum Lösen und/oder Befestigen von Twist-Locks 20 an Containern kann auch besonders bevorzugt Teil des Magazins 10 selbst sein.

Mit Hilfe des „Rechens" 80 werden die im Magazin zwischen den Führungselementen 40 gelagerten Twist-Locks 20 durch die radiale Ausnehmung 70 des einen Abschlusselements 50 geschoben und von der Übergabeeinrichtung 90 aufgenommen. Im gezeigten Beispiel ist die Übergabeeinrichtung 90 als verschieblicher Tisch ausgebildet, der eine mit dem von den Führungselementen 40 gebildeten Zwischenraum korrespondierende Aufnahme aufweist. Wird ein Twist-Lock 10 in die Ausnehmung des Tisches der Übergabeeinrichtung 90 eingeschoben, kann der Tisch zur Schraubeinrichtung 100 verschoben werden und der Twist- Lock an die Schraubeinrichtung 100 übergeben werden. Ebenso kann der Tisch der Übergabeeinrichtung 90 einen Twist- Lock an der Schraubeinrichtung 100 aufnehmen und zur radialen Ausnehmung des einen Abschlusselements 50 transportieren, wo der Twist-Lock 20 vom „Rechen" 80 auf die Führungselemente 40 aufgeschoben wird.

Fig. 3 verdeutlicht die Anordnung noch einmal in einer Ansicht von oben.

Eine Laschplattform für Container benötigt für jede Ecke eines Containers je ein Magazin 10. Jedes Magazin 10 ist bevorzugt so dimensioniert, dass insgesamt 15 Führungselemente 40 mit einer Aufnahmekapazität von 10 Deck- Twist- Locks oder 20 Raum-Twist-Locks pro von den Führungselementen 40 gebildetem Zwischenraum vorgesehen sind.

Die Führungselemente 40 sind bevorzugt als Stangen oder Schienen ausgebildet, wobei diese besonders bevorzugt durch weitere axial beabstandete Stabilisierungselemente gestützt werden, wobei darauf geachtet werden muss, dass die Twist-Locks 20 in ihrer axialen Verschiebbarkeit auf den Führungselementen 40 nicht beeinträchtigt werden. Sind die Stabilisierungselemente beispielsweise (wie die Abschlusselemente 50, 60) scheibenförmig ausgebildet, ist bei den Stabilisierungselementen darauf zu achten, dass diese unter jedem Twist-Lock 20 führenden Zwischenraum radiale Einbuchtungen aufweisen, die tief genug sind, um ein ungehindertes Verschieben der Twist-Locks 20 im Magazin 10 zu gewährleisten.

Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Magazins 10 erhält man, wenn die Schraubeinrichtung 100 als lastaufnehmende Containeraufnahme ausgebildet ist, d.h. die Schraubeinrichtung 100 so ausgebildet ist, dass eine Ecke eines Containers auf der Schraubeinrichtung 100 abgesetzt werden kann. Durch Anordnung von vier erfindungsgemäßen Magazinen 10 kann bei einer derartigen Ausgestaltung der Magazine 10 eine Anordnung von vier Magazinen 10 hergestellt werden, bei der ein Container mit seinen vier Ecken auf die vier Schraubeinrichtungen 100 der vier Magazine 10 abgesetzt werden kann. Der Vorteil der vorgenannten Anordnung liegt darin, dass bei Defekt einer Schraubeinrichtung 100 oder anderer Teile des Magazins 10 nicht eine ganze Laschplattform, sondern nur ein einzelnes Magazin 10 ausgetauscht werden muss und dadurch aufwändige Vorratshaltung von Laschplattformen oder lange Stillstandzeiten vermieden werden können. Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn die als lastaufnehmende „Containereckenablage" ausgebildete Schraubeinrichtung 100 derart mit Dämpfern, Luftbälgen und/oder Verdichtern ausgebildet ist, dass diese mit einem Druckluftspeicher verbunden sind, der die beim Absenken eines Containers auf die lastaufnehmende Schraubeinrichtung 10 freiwerdende Energie speichert und bei Bedarf an die am Magazin angeordneten Energie benötigenden Werkzeuge, z.B. die Schraubeinrichtung, den „Rechen" 80 oder die Übergabeeinrichtung 90, abgibt.