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Title:
MAGNETIC ASSEMBLY FOR A TORQUE AND/OR ROTATIONAL ANGLE SENSOR SYSTEM HAVING A MAGNETIC RING, AND PRODUCTION METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/023285
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a magnetic assembly, comprising a magnetic ring (30) that is attached to a shaft by means of a support sleeve (32) via a connection geometry, particularly for a torque and/or rotational angle sensor system. Positioned radially above the support sleeve (32), the magnetic ring (30) is connected by way of a connection geometry to the support sleeve, which consists of domes (31) that are arranged on the circumference of the end face of the magnetic ring (30) and can be positively or non-positively connected to the support sleeve (32; 34) by way of metal forming.

Inventors:
RACHUI, Dirk (Parkaeckerstr. 14, Bietigheim-Bissingen, 74321, DE)
THOM, Jens (Tilman-Riemenschneider-Str. 9, Boeblingen, 71034, DE)
JEREMS, Frank (Riedstrasse 12, Löchgau, 74369, DE)
Application Number:
EP2010/004869
Publication Date:
March 03, 2011
Filing Date:
August 09, 2010
Export Citation:
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Assignee:
VALEO SCHALTER UND SENSOREN GMBH (Laiernstr. 12, Bietigheim-Bissingen, 74321, DE)
RACHUI, Dirk (Parkaeckerstr. 14, Bietigheim-Bissingen, 74321, DE)
THOM, Jens (Tilman-Riemenschneider-Str. 9, Boeblingen, 71034, DE)
JEREMS, Frank (Riedstrasse 12, Löchgau, 74369, DE)
International Classes:
G01L3/10; G01D5/244; G01L5/22
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Claims:
Ansprüche

1. Magnetbaugruppe mit einem Magnetring (30), der mittels einer Trägerhülse (32) über eine Verbindungsgeometrie auf einer Welle angebracht ist, insbesondere für eine Drehmoment- und/oder Drehwinkelsensoranordnung, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetring (30) radial über der

Trägerhülse (32) liegend über eine Verbindungsgeometrie mit der

Trägerhülse verbunden ist, die aus Domen (31) besteht, die auf dem

Umfang der Stirnfläche des Magnetrings (30) angeordnet sind und durch Umformtechniken form- oder kraftschlüssig mit der Trägerhülse (32;34) verbindbar sind.

2. Magnetbaugruppe nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die

Dome (31) in korrespondierende Löcher (33) in die Trägerhülse (32) eingreifen.

3. Magnetbaugruppe nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die

Dome (31) in korrespondierende radial eingearbeitete Durchbrüche (35) in die Trägerhülse (34) eingreifen. 4. Magnetbaugruppe nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass die

Dome (31) über am radial außenliegenden Eingang der Durchbrüche (35) liegende Zentrierungen (36) in die Trägerhülse (34) eingreifen.

5. Magnetbaugruppe nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass die

Zentrierungen (36) aus Abschrägungen am Eingang der Durchbrüche (35) bestehen.

6. Verfahren zur Herstellung einer Magnetbaugruppe nach Anspruch 11 ,

dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der form- und/oder stoffschlüssigen Verbindung zwischen dem Magnetring (30) und der Trägerhülse (32;34) nach dem Zusammenfügen der Dome (31) des

Magnetrings (30) und der Trägerhülse (32;34) die Dome (31) über den Löchern (33) oder den Durchbrüchen (35) zur Herstellung einer Vernietung verstemmt werden.

7. Verfahren zur Herstellung einer Magnetbaugruppe nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet, dass die Vernietung durch Ultraschallverstemmen hergestellt wird.

8. Verfahren zur Herstellung einer Magnetbaugruppe nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet, dass die Vernietung durch Heißverstemmen hergestellt wird.

Description:
Beschreibung

Maqnetbauqruppe für eine Drehmoment- und/oder Drehwinkelsensoranordnung mit einem Maqnetrinq und Herstellungsverfahren

Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine Magnetbaugruppe mit einem Magnetring für eine Drehmoment- und/oder Drehwinkelsensoranordnung auf einer Welle, insbesondere zur Detektion von drehwinkel- oder drehmomentabhängigen Größen an der Welle oder zwischen Teilwellen nach der Gattung des

Hauptanspruchs und den Verfahrensansprüchen.

Besonders mit berührungslos arbeitenden Winkelsensoren und einer Messung einer relativen Verdrehung von zwei Wellenenden eines sich drehenden

Torsionssystems, zum Beispiel als Teil einer Lenkwelle, kann eine Ermittlung des auf die gesamte Lenkwelle ausgeübten Drehmoments durchgeführt werden, wie es insbesondere bei einem Einsatz in Lenksystemen von

Kraftfahrzeugen mit elektrischer Lenkkraftunterstützung erforderlich ist. Ein solcher Drehmomentsensor besteht in der Regel aus zwei Einheiten, nämlich einer dynamischen Einheit, welche sich mit der Lenkwelle bzw. dem Torsionssystem mitdreht und einer ortsfesten statischen Einheit mit einer Elektronik, welche an dem umgebenden Getriebegehäuse fixiert ist. Die statische Sensoreinheit ist über eine Lagerung mit der dynamischen Einheit verbunden, wobei sich zwischen dem Getriebegehäuse und der statischen Sensoreinheit vorzugsweise eine elektrische Steckverbindung befindet. Innerhalb der Magnetbaugruppe des zuvor beschriebenen Drehmomentsensors befindet sich der Magnetring, wobei es an sich bekannt ist, dass mit solchen Magnetringen, die mit magnetischen Sensormitteln über ein sich mit einer absoluten oder relativen Drehung ändernden Magnetfeld in einem

Funktionszusammenhang stehen, die Drehbewegungen der Welle

berührungslos erfasst werden können. Ferner ist es an sich bekannt, dass ein solcher Magnetring mit einem Spritzgießverfahren hergestellt werden kann.

Ein solcher an sich bekannter kunststoffgebundener, in einem

Spritzgießverfahren hergestellter Ringmagnet wird dabei mit einer Metallhülse dauerhaft fest verbunden und bildet die Magnetbaugruppe und die

Magnetbaugruppe wird dann ihrerseits mit der Lenkwelle dauerhaft verbunden. Die Metallhülse ist dabei für das Handling der Magnetbaugruppe und für die eigentliche Befestigung auf der Lenkwelle wichtig. Die Verbindung zwischen dem Ringmagneten und der Metallhülse kann jedoch auch in der Regel mit oder ohne zusätzliche Medien (z. B. Kunststoff) vorgenommen werden.

Beispielsweise ist aus der DE 102 56 322 A1 bekannt, dass ein solcher

Drehmomentsensor zur Erfassung des an einer Lenkwelle in einem

Kraftfahrzeug anstehenden Drehmoments, jeweils an zwei sich

gegenüberliegenden Teilwellen der Lenkwelle angebracht ist. Auf der ersten Teilwelle ist hier eine drehfest angebrachte Hülse mit Magneten vorhanden und auf der anderen Teilwelle ist ein Magnetfeldsensor angebracht, der dem

Magneten an der ersten Teilwelle über einen Zwischenraum gegenüberliegt.

Bei dieser bekannten Anordnung hängt der im Zwischenraum erzeugte magnetische Fluss von der Drehwinkellage zischen dem Magneten und dem Detektor der Sensoranordnung ab, wobei zwischen den Teilwellen der Welle ein Torsionselement angeordnet ist, sodass hieraus das auf die Welle

einwirkende Drehmoment messbar ist. Weiterhin ist das zuvor beschriebene Sensorprinzip auch aus der WO 02/071019 A bekannt.

Es ist weiterhin für sich gesehen beispielsweise aus der DE 108 36 451 C2 oder der DE 200 02 277 U1 bekannt, dass der Magnetring formschlüssig mit einer Trägerhülse verbunden wird. Zwischen dem Magnetring und der Trägerhülse befindet sich ein Zwischenelement, welches mechanische

Spannungen, die durch wechselnde Wärmelasten hervorgerufen sein können, aufnimmt und die daraus resultierende Schädigung des Magnetringes verhindert. In beiden Fällen ist der Magnetring an die relativ kurze Trägerhülse angebunden, welche axial hinter oder vor dem Magnetring liegt. In der Regel ist die Verbindung der Trägerhülse und der Welle als Spielpassung ausgelegt. Der dadurch zwischen der Trägerhülse und der Welle eventuell befindliche Luftspalt führt zu einer Rundlaufabweichung und zu einer Verkippung der Hülse auf der Welle, wie es in Figur 1 der Zeichnung dargestellt ist. Da sich die Trägerhülse somit neben dem Magnetringes befindet, führt die Verkippung durch die axiale Verlängerung des Magnetringes zu einer zusätzlichen Vergrößerung des Rundlaufes. Der Raum, den die Magnetbaugruppe insgesamt benötigt, vergrößert sich dadurch in nachteiliger Weise. In der DE 198 36 451 A1 wird ein gespritzt hergestellter Ringmagnet

beschrieben, bei dem eine Metallhülse als Einlegeteil verwendet wird, wobei aus dem Bund der Metallhülse Ausklinkungen hervorstehen, welche den Formschluss mit dem Ringmagnet bilden.

Eine weitere an sich bekannte Möglichkeit ist eine Verbindung zwischen dem Magnetring und der Trägerhülse, bei der der Magnetring mit einem Klebstoff mit der Trägerhülse verbunden wird. Die Klebung kann für eine Verbindung eines kunststoffgebundenen Magneten mit einer Stahlhülse teilweise nicht verwendet werden, wenn die Baugruppe thermischen Einflüssen ausgesetzt ist, da die unterschiedlichen Wärrmeausdehnungskoeffizienten der Materialien eventuell zur Zerstörung des Magneten führen können. Außerdem führt das Kleben als zusätzlicher Prozess zu einer Verteuerung der Fertigung der Baugruppe.

Auch ein an sich bekanntes Bördeln einer geschlossenen Kontur über der Trägerhülse auch sehr aufwändig sein. Darstellung der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Magnetbaugruppe mit einem Magnetring, der mittels einer Trägerhülse über eine Verbindungsgeometrie auf einer Welle angebracht ist, insbesondere für eine Drehmoment- und/oder Drehwinkelsensoranordnung zum Beispiel an der Lenkwelle eines Kraftfahrzeugs. Erfindungsgemäß ist der Magnetring radial über der Trägerhülse liegend über eine Verbindungsgeometrie mit der Trägerhülse verbunden, die aus Domen besteht, die auf dem Umfang der Stirnfläche des Magnetrings angeordnet sind und durch

Umformtechniken form- oder kraftschlüssig mit der Trägerhülse verbindbar sind. Gemäß einer ersten Ausführungsform greifen die Dome in korrespondierende Löcher in die Trägerhülse ein und gemäß einer zweiten Ausführungsform greifen die Dome in korrespondierende radial eingearbeitete Durchbrüche in die Trägerhülse ein.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Dome über am radial außenliegenden Eingang der Durchbrüche liegende Zentrierungen in die Trägerhülse eingreifen, wobei die Zentrierungen in vorteilhafter weise aus Abschrägungen am Eingang der Durchbrüche bestehen können. Hiermit kann insbesondere vermieden werden, dass beim Einführen der Dome in die Durchbrüche ein Abknicken der Dome erfolgt. Gemäß der Erfindung kann somit auch eine Integration von Zentrierelementen erfolgen, sodass die Zentrierung auch für die genaue

Positionierung der Winkellage des Magnetrings zur Trägerhülse genutzt werden kann.

Weiterhin werden vorteilhafte Verfahren zur Herstellung einer solchen

Magnetbaugruppe zur Herstellung der form- und/oder stoffschlüssigen

Verbindung zwischen dem Magnetring und der Trägerhülse vorgeschlagen, bei denen nach dem Zusammenfügen der Dome des Magnetrings und der

Trägerhülse die Dome über den Löchern oder den Durchbrüchen zur

Herstellung einer Vernietung verstemmt werden.

Der zuvor vorgeschlagene kunststoffgebundene, spritzgegossene Magnetring verfügt somit auf einer seiner Stirnflachen vorzugsweise über mehrere mitangespritzte Dome, wobei diese Dome symmetrisch zu den Magnetpolen angeordnet sein sollten. Die Trägerhülse verfügt entsprechend über einen ausreichend dimensionierten Bund, welcher seinerseits Bohrungen oder Durchbrüche besitzt, die in Geometrie und Anzahl angepasst sind an die Zahl der Dome des Magnetrings.

Für die Verbindung von Magnetring und Trägerhülse werden die Dome des Magnetringes durch die Öffnungen (Löcher oder Durchbrüche) am Bund der Trägerhülse geführt. Dann werden die über die Trägerhülse hinausstehenden Bereiche der Dome mittels eines Umformverfahrens so verformt, dass eine feste Verbindung (analog einer Nietverbindung) entsteht. Als Umformverfahren eignen sich insbesondere das Ultraschallverstemmen und das Heißverstemmen, wobei auch andere Verfahren anwendbar sind, sofern sie die den

Magnetring nicht übermäßig belasten.

Insbesondere durch die letztgenannte Ausführungsform ergeben sich Vorteile dadurch, dass die Erfindung keinen zusätzlichen Werkstoff für die Verbindung, wie Kleber oder zusätzliche Kunststoffumspritzung, zwischen dem Magnetring und der Trägerhülse notwendig macht. Die Verbindung ist außerdem

weitgehend unempfindlich gegenüber Temperaturänderungen. Die Festigkeit der Verbindung ist weitgehend durch Zahl und Geometrie der Dome einstellbar und es ist nur eine geringe zusätzliche Bauhöhe (ca. 1 mm) für die Verbindung notwendig.

Die vorgeschlagenen Umformverfahren sind ausreichend geprüfte und bewährte Verfahren, wobei bei einem Teilversagen der Verbindung die Funktion der Verbindung insgesamt noch vorhanden ist, d. h., bei einem Abbrechen eines Domes halten die übrigen Dome die Befestigung aufrecht. Eine

alternative Anbringung von Schnappverbindung an den Domen erfordert dagegen einen relativ großen Bauraum, wobei die Ausführung auch komplexer und temperaturempfindlich ist; eine Materialermüdung führt außerdem oft zum Lösen der Verbindung. Kurze Beschreibung der Zeichnung Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Figuren der Zeichnung erläutert. Es zeigen:

Figur 1 ein Ausführungsbeispiel eines Magnetringes mit auf dem stirnseitigen Umfang verteilten Domen,

Figur 2 eine zu Figur 1 korrespondierenden Trägerhülse mit Löchern, Figur 3 eine zu Figur 1 korrespondierenden Trägerhülse mit radial

eingearbeiteten Durchbrüchen,

Figur 4A und 4B zwei Ansichten einer Zusammenfügung von Magnetring und Trägerhülse nach den Figuren 1 und 2,

Figur 5A und 5B zwei Ansichten von Zentrierungen an den Domen nach Figur 1 ff und

Figur 6A und 6B zwei Ansichten einer Zusammenfügung von Magnetring und Trägerhülse nach einem Verstemmen der Dome nach den Figuren 1 ff.

Wege zur Ausführung der Erfindung Figur 1 zeigt ein prinzipielles Anwendungsbeispiel eines Magnetringes 30 als Bestandteil einer Magnetbaugruppe für eine in der Beschreibungseinleitung beschriebene Sensoranordnung an einer Welle, beispielsweise zur Drehwinkeloder Drehmomentmessung.

In der Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel des Magnetringes 30 gezeigt, der hier acht auf dem stirnseitigen Umfang verteilte Dome 31 aufweist. Figur 2 zeigt dazu eine zu der Figur 1 korrespondierende Trägerhülse 32 mit Löchern 33 und Figur 3 eine Trägerhülse 34 mit radial eingearbeiteten Durchbrüchen 35.

Aus Figur 4A und 4B sind zwei Ansichten einer Zusammenfügung des

Magnetrings 30 nach der Figur 1 und der Trägerhülse 32 nach der Figur 2 zu entnehmen, wobei Figur 4A eine Ansicht und Figur 4B einen Schnitt darstellt.

Figur 5A und 5B zeigen zwei Ansichten von Zentrierungen an der Trägerhülse 32, wobei an den Durchbrüchen 35 Zentrierungen 36 als Abschrägungen vorhanden sind, die zu einem zentrierenden Einfügen der Dome 31 in die Durchbrüche 35 führen und ein Abknicken der Dome 31 vermeiden und somit eine genaue Positionierung der Winkellage des Magnetrings 30 zur Trägerhülse 31 gewährleisten.

In Figur 6A und 6B sind zwei Ansichten einer Zusammenfügung des

Magnetrings 30 nach der Figur 1 und der Trägerhülse 32 nach der Figur 2 nach einem Verstemmen der Dome 31 nach der Figur 1 zu entnehmen, wobei Figur 6A eine Ansicht und Figur 6B einen Schnitt darstellt.