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Patent Searching and Data


Title:
MAGNETIC DOOR END CLOSER AND METHOD THEREFOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/159152
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a simple, cost-effective and preferably barely perceivable door end closer particularly for living area door leaves that always reliably pulls the door leaf, without discrete triggering resistance, from a position in which it is left slightly ajar on the sealing profile, and thus opened for example by 1-15 degrees, into a closed position. The problem is solved by means of a permanent magnet (3a) which is mounted on the door leaf (1) as close as possible to the axis of rotation (6) in the region of the door leaf upper edge (1d) and by means of the counter-piece (3c) of said magnet that is mounted oppositely on the frame (2), said magnet and counter-piece having an elongate flat shape and being finely adjustable. The magnetic door end closer is suitable for all commercially available living area doors and especially at locations where odours are intended to be kept away or cooler or warmer temperatures are desired.

Inventors:
WOLF, Markus (Schönbergstraße 35, Schallstadt, 79227, DE)
Application Number:
IB2019/051302
Publication Date:
August 22, 2019
Filing Date:
February 18, 2019
Export Citation:
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Assignee:
WOLF, Markus (Schönbergstraße 35, Schallstadt, 79227, DE)
International Classes:
E05F1/00; E05C19/16; E05F5/02
Foreign References:
US20110080009A12011-04-07
DE3041572A11982-06-09
DE202005016584U12006-01-12
US2983538A1961-05-09
DE202017100143U12017-02-06
DE3041572A11982-06-09
DE202010005948U12010-07-08
DE20003756U12000-05-25
DE9304400U11993-05-13
Attorney, Agent or Firm:
TAHHAN, Isam (Am Birkenacker 13, Kirchzarten, 79199, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Magnetischer Türendschließer (3), umfassend mindestens einen Permanentmagnet (3a) und dessen ferromagnetischem oder permanentmagnetischem Gegenstück (3c), zur Montage an einer Zarge (2) und einem dieser drehbeweglich zugeordneten Türflügel (1), wobei der Permanentmagnet (3a) im Bereich der Türflügeloberkante (1 d) und dessen Gegenstück (3c) am Rahmen (2), oder der Permanentmagnet (3a) am Rahmen und dessen Gegenstück (3c) im Bereich der Türflügeloberkante (1 d) positionierbar sind, und wobei bei geschlossener Tür der Magnet (3a) und das Gegenstück (3c) einander mit Nord- und Südpol gegenüber liegend positionierbar und der Magnet (3a) und das Gegenstück (3c) jederzeit voneinander beabstandet sind, dadurch gekennzeichnet, dass von den nachfolgenden Merkmalen a, b und c mindestens eines erfüllt ist:

a. mindestens ein Teil des Magneten (3a) ist weniger als 2/3 der Türbreite zur Drehachse (6) beabstandet;

b. ein dem Türflügel (2) zugeordneter/s Magnet (3a) oder Gegenstück (3c) verfügt über eine längliche Quaderform, deren große Kantenlänge mindestens das 5-fache der nächst kleineren Kantenlänge beträgt;

c. der Türendschließer (3) verfügt über eine Justageeinrichtung (3e), mittels welcher die Beabstan- dung justierbar ist, die sich bei angelehnter Tür zwischen dem Magnet (3a) und dem Gegenstück (3c) ergibt.

2. Magnetischer Türendschließer (3) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Türendschließer (3) über eine Justageeinrichtung (3e) verfügt, mittels welcher die Drehachsbeabstandung des Magneten (3a) und seinem Gegenstück (3c) justierbar ist.

3. Magnetischer Türendschließer (3) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Türendschließer (3) über eine Justageeinrichtung (3e) verfügt, mittels welcher die sich bei geschlossener Tür zwischen dem Magnet (3a) und seinem Gegenstück (3c) einstellende Mindestbeabstandung justierbar ist.

4. Magnetischer Türendschließer (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet (3a) und/oder das Gegenstück (3c) an einem ferromagnetischen Trägerstück (3b) angebracht ist.

5. Magnetischer Türendschließer (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenstück (3c) ein Permanentmagnet ist.

6. Magnetischer Türendschließer (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet (3a) und/oder das Gegenstück (3c) in eine in der deckenseitigen Türflügelseite (1 b, 1c) ggf. eingelassene Nut einklebbar ist, und/oder mittels einer Kappe gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt ist.

7. Magnetischer Türendschließer (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet (3a) oder das Gegenstück (3c) über eine Haftkraft von mehr als 50N ver- fügt und/oder das Magnetfeld in einem Abstand von 10mm von mindestens einem der Pole des Magneten (3a) oder des Gegenstücks (3c) mehr als 500 Gauß beträgt.

8. Magnetischer Türendschließer (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenstück (3c) in ein Dichtprofil mindestens teilweise Integrierbar ist.

9. Türanordnung, umfassend einen Rahmen (2), ein in diesem Rahmen (2) mittels eine Drehachse (6) aufweisenden Scharnieren schwenkbar befestigten Türflügel (1), und einen magnetischen Türendschließer (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

10. Verfahren zur Justage der sich bei geschlossenem Türflügel (1) zwischen Magnet (3a) und Gegenstück (3c) ergebenden Mindestbeabstandung einer Türanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Justage mindestens einmal der Magnet (3a) und sein Gegenstück (3c) unmittelbar oder mittels mindestens eines Abstandselementes im voneinander beabstandeten Zustand magnetisch kraftschlüssig aufeinander gebracht werden.

11. Verfahren zur Festlegung der Beabstandung zwischen der Drehachse (6) und dem Magneten (3a) einer Türanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Beabstandung zwischen der Drehachse (6) und dem Magneten (3a) zeitlich nach der Justage der Mindestbeabstandung festgelegt wird.

GEÄNDERTE ANSPRÜCHE

beim Internationalen Büro eingegangen am 29 Juli 2019 (29.07.2019)

1 . Magnetischer Türendschließer (3), umfassend mindestens einen Permanentmagnet (3a) und dessen ferromagnetischem oder permanentmagnetischem Gegenstück (3c), einer Zarge (2) und einem dieser drehbeweglich zugeordneten Wohnraum-Türflügel (1), wobei der Permanentmagnet (3a) im Bereich der Türflügeloberkante (1 d) und dessen Gegenstück (3c) am Rahmen (2), oder der Permanentmagnet (3a) am Rahmen und dessen Gegenstück (3c) im Bereich der Türflügeloberkante (1 d) positioniert sind, und wobei bei geschlossener Tür der Magnet (3a) und das Gegenstück (3c) einander mit Nord- und Südpol horizontal gegenüber liegen und der Magnet (3a) und das Gegenstück (3c) jederzeit voneinander beabstandet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet über eine Haftkraft von mehr als 50N verfügt und von den nachfolgenden Merkmalen a und b mindestens eines erfüllt ist:

a. mindestens ein Teil des Magneten (3a) ist weniger als 2/3 der Türbreite zur Drehachse (6) beabstandet;

b. ein dem Türflügel (2) zugeordneter/s Magnet (3a) oder Gegenstück (3c) verfügt über eine längliche Quaderform, deren große Kantenlänge mindestens das 5-fache der nächst kleineren Kantenlänge beträgt;

2. Magnetischer Türendschließer (3) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Türendschließer (3) über eine Justageeinrichtung (3e) verfügt, mittels welcher die Beabstandung des Magneten (3a) zur Drehachse und die Beabstandung seines Gegenstücks (3c) zur Drehachse justierbar ist.

3. Magnetischer Türendschließer (3) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Türendschließer (3) über eine Justageeinrichtung (3e) verfügt, mittels welcher die sich bei geschlossener Tür zwischen dem Magnet (3a) und seinem Gegenstück (3c) einstellende Mindestbeabstandung justierbar ist.

4. Magnetischer Türendschließer (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet (3a) und/oder das Gegenstück (3c) an einem ferromagnetischen Trägerstück (3b) angebracht ist.

5. Magnetischer Türendschließer (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenstück (3c) ein Permanentmagnet ist.

6. Magnetischer Türendschließer (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet (3a) und/oder das Gegenstück (3c) in eine in der deckenseitigen Türflügelseite (1 b, 1 c) ggf. eingelassene Nut einklebbar ist, und/oder mittels einer Kappe gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt ist.

7. Magnetischer Türendschließer (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenstück (3c) in ein Dichtprofil mindestens teilweise integrierbar ist.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

8. Verfahren zur Justage der sich bei geschlossenem Türflügel (1) zwischen Magnet (3a) und Gegenstück (3c) ergebenden Mindestbeabstandung einer Türanordnung gemäß Definition in Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass

(a) entweder der Magnet (3a) oder sein Gegenstück (3c) direkt oder indirekt am Rahmen (2) oder Türflügel (1) montiert wird, bevor

(b) der Magnet (3a) und sein Gegenstück (3c) unmittelbar oder getrennt durch ein dünnes Abstandselement magnetisch kraftschlüssig aufeinander gebracht werden, und danach

(c) das noch nicht montierte Bauteil (3a, 3c) - mit oder ohne einem zugeordnetem Gehäuse oder Befestigungselement - am Rahmen (2) oder dem Türflügel (1) bei geschlossener Tür, noch während der Magnet (3a) und sein Gegenstück (3c) kraftschlüssig miteinander verbunden sind, montiert wird, bevor

(d) nach dem Öffnen der Tür das ggf. vorhandene Abstandselement abfällt oder abgenommen wird,

sodass die Polflächen des Magneten (3a) vom Gegenstück (3c) bei geschlossenem Türflügel (1) vorteilhaft nah und plan beieinander liegen.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

Description:
MAGNETISCHER TÜRENDSCHLIESSER UND VERFAHREN DAZU

Beschreibung

Arten von Türschließern: Zum Schließen von Wohnraumtüren steht eine breite Typenvielfalt von Türschließern zur Verfügung, wie z.B. (a) einfache federbeiastete Aufsteck-Türschließer (bzw. -anlehner),

(b) einfache schwerkraftnutzende Türheber, (c) Türschließer mit obeniiegendern Gestänge, (d) mittig oder unten auf dem Türflügel abgleltende Stangentürschiießer, (e) Bodentürschließer, (f) verdeckte Türschließer mit Gleitschienengestänge, etc . Neben der reinen Schließfunktion verfügen manche, komplexere Türschließer zusätzlich über Dämpfungs-, Freilauf-, Endschlag- und andere Funktionen.

Komplexere und somit auch teurere Türschließer verfügen hierzu über eine integrierte Endschlagfunktion, welche dafür sorgt, dass die Schließgeschwindigkeit im Bereich der letzten paar Grad beschleunigt wird und so über den Impuls der Tür vorhandene Widerstände überwunden werden und die Tür somit zuverlässig ins Schloss fällt.

Einfache federbetriebene Aufsteck-Türschließer sind aus dem Handel bekannt und schaffen einen Türschluss allenfalls aus vergleichsweise weit geöffnetem Türwinkel über den Impuls des zufallenden Türflügels, der dann nachteilig störend laut und ungedämpft ins Schloss fällt.

Wird die Tür hingegen nur angelehnt, fehlt also der den Schlossfali unterstützende Impuls der Tür, so vermögen es die komplexen, wie auch die einfachen Türschließer grundsätzlich nicht, vorhandene Widerstände (z.B. durch anliegende Dichtprofile, entstehende Lufttaschen, Druckdifferenzen zwischen Räumen, Verdrängungskräfte der Schlossfalie, etc.) zuverlässig zu überwinden und den Türflügel in eine geschlossene Position zu überführen.

Türheber: Darüber hinaus sind auch Türheber bekannt, die den Türflügel z.B. wegen eines vor dem Türflügel liegenden Teppichs beim Öffnen um wenige Millimeter anheben. Die so gewonnene Hubenergie bewirkt quasi als Nebeneffekt, dass ein Türflügel nach dessen Loslassen in eine schließende, verglichen mit Türschließern sehr drehmomentarme, langsame Drehbewegung verfällt. Der Türflügel lehnt dann entweder mit seiner Schlossfalle am Schließblech oder nur leicht am Dichtprofil an, so dass der vertikale Türfalz der Schlossseite des Türflügels z.B. 1 bis 15cm vom Rahmen entfernt stehen bleibt. Die so leicht angelehnten Türflügel ermöglichen daher zwischen den Räumen Luftbewegung und Zugluft, wodurch sich die Temperaturen angleichen, Gerüche und Lärm verbreiten und im Brandfall sich ein Feuer schnell über das ganze Gebäude ausbreitet.

Kontaktschlüssige, magnetische Zuhaiteeinrichtungen (Magnetschnäpper}: Aus dem Stand der Technik sind auch als„Magnetschnäpper“ bezeichnete zweiteilige Zuhalteeinrichtungen bekannt. Magnetschnäpper sind Haft-Magnetsysteme die zum Zuhalten von Türflügeln vielfältiger Art, wie z.B. Klappen, Deckeln, Wohnwagentüren, etc., technisch ausgeführt sind. Sie verfügen meist über eine „Sandwich-Bauweise“ (Permanentmagnetplatte zwischen zwei Flacheisenpolen) mit planen und glatten Haft- und Polflächen, die bei geschlossener Tür kontaktschlüssig auf ihrem einfachen, als Flacheisen ausge- bildeten Gegenstück aufliegen und so kurzgeschlossen werden. Die Polflächen konzentrieren das Magnetfeld im Nahbereich an den schmalen überstehenden Polflächen. Befindet sich das Gegenstück im Nahbereich der Polflächen oder steht es gar im Kontakt mit den Polflächen, wird durch die Konzentration des Magnetfeldes eine z.B. 18-fach erhöhte Haftkraft gegenüber einem offenen Magnetkern erzielt. Be- findet sich das Gegenstück außerhalb des Nahbereiches der Polflächen, ist das Magnetfeld umso geringer.

Magnetschnäpper werden so zwar auf ihre Haft- bzw. Haltewirkung optimiert, technisch sind sie aber nicht dazu geeignet, die unter anderem durch Schlossfalle und Dichtungen (nachfolgend Dichtprofil genannt) verursachte Beabstandung zwischen Magnet und Gegenstück zuzuziehen (nachfolgend„Endschließfunktion“ genannt).

Kontaktlose, magnetische Zuhalteeinrichtungen: Aus Druckschrift DE 20 2017 100 143 U1 sind neuerdings Zuhalteeinrichtungen für Innenraumtüren bekannt, die - anders als Magnetschnäpper - kontaktlos die Tür in geschlossener Position halten. Magnetische Zuhalteeinrichtungen sind zweckmäßiger Weise auf die Maximierung ihrer Zuhaltekraft ausgelegt, technisch aber nicht darauf ausgelegt und nicht dafür geeignet, eine Endschließfunktion für angelehnte und dadurch leicht geöffnete Türflügel bereitzustellen:

Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie - anders als Zuzieheinrichtungen - zur Optimierung ihrer Funktion zweckmäßiger Weise so drehachsfern wie möglich eingebracht werden. Je weiter sie von der Drehachse des Türflügels entfernt eingebracht sind, desto stärker ist das von ihnen auf den Türflügel magnetisch übertragenes Drehmoment und damit die am Türgriff wirkenden Zuhaltekräfte.

Bei der in DE 20 2017 100 143 U1 vorgeschiagenen Lösung wird hierzu eine Magnetanordnung in die Türzarge und auf die bei geschlossener Tür gegenüberliegende Steile am Türflügel ein Gegenstück angebracht. Die Magnetanordnung wird dabei - wie bei den Magnetschnäppern - grundsätzlich so ausgeführt, dass das sich einstellende Magnetfeld auf den Nahbereich der Magnetpole konzentriert, sich also eine geringe Reichweite eines dafür konzentrierten Magnetfeldes ausbildet. Außerhalb des Nahbereichs der Magnetpole ist die Dichte der Magnetfeldlinien dafür umso geringer. Wenn das Gegenstück sich dann im unmittelbaren Nahbereich des konzentrierten Magnetfeldes befindet, verlaufen die konzentrierten Feldlinien durch das Gegenstück zur Magnetanordnung und es stellen sich hohe Haltkräfte ein.

Ist das Gegenstück jedoch außerhalb des Nahbereiches des Magnetfeldes, der Türflügel also nicht in Schließposition, sondern beispielsweise an das Dichtprofil angelehnt und daher die Schlossfalle nur wenig, z.B 2cm, vom Schließblech entfernt, sind die Zuziehkräfte zu gering, um den Türflügel in eine geschlossene Position zu ziehen.

Darüber hinaus ist aus Druckschrift DE 30 41 572 A1 eine Lösung bekannt, mittels der dünne und leichte Türen mit niedriger Verwindungssteifigkeit über durch zueinander versetzte, über die gesamte Vertikalkante des Türfalzes des Türflügels und die gesamte Vertikalkante der Türzarge angeordnete, optional in der Dichtprofilnut versenkte Permanentmagnete in eine geschlossene Position gehalten werden sollen. Während die irreführend als„Türschließer“ bezeichnete Zuhalteeinrichtung Türen vorteilhaft in geschlossener Position hält, verhindert sie aus angelehnter Position - da bei angelehnter Position gleiche Pole einander zugewandt sind - einen Türendschluss.

Magnetische Zuhalteeinrichtungen eigenen sich aus oben ausgeführten Gründen grundsätzlich nicht dazu, um einen Türflügel aus angelehnter Position zuverlässig zuzuziehen.

Türendschließer: Ein Sonderfall sind Türschließer, die ausschließlich am Ende eines Türschließvorgangs im Bereich der letzten paar Grad wirken und vorhandene Widerstände beim Zuziehen einer nur leicht geöffneten Tür zuverlässig überwinden, bei allen anderen Öffnungswinkeln aber keinerlei Eingriff haben. Solche Zuzieheinrichtungen, die auch„Türfalle“ oder im englischen„door check“ genannt und z.B. aus DE 20 2010 005 948 U1 oder DE 200 037 56 U1 bekannt sind, werden im Folgenden„Türendschließer“ genannt.

Ein wesentlicher Vorteil von Türendschließern besteht darin, dass sie lediglich während der letzten paar Eingriffsgrade zum Ende eines Schließvorgangs Schließenergie abgeben, sowie umgekehrt zu Beginn eines Öffnungsvorgangs Schließenergie aufnehmen. Mit Türendschließern ausgestatte Türen erzeugen daher nur zu Beginn der ersten paar Grade eines Öffnungsvorgangs einen Widerstand und lassen sich über die weiteren Öffnungsgrade ohne besonderen Widerstand weit öffnen.

Um eine Tür zu schließen, werden mit Türendschließern ausgestattete Türen in geöffneter Position mittels eines Schubses in den meist noch zu überwindenden Auslöser des Türendschließer geschwungen, von wo sie sodann über die Schließmechanik nahezu immer gedämpft in eine geschlossene Position gezogen werden. Türendschließer haben den Nachteil, als relativ großes und wegen ihrer Komplexität auch vergleichsweise teures Bauteil optisch meist deutlich sichtbar am Türrahmen bzw. der Tür montiert werden zu müssen.

Endschlusswinkel: Der Schließwinkel, ab welchem die selbsttätige Drehbewegung des Türflügels aus einer Ruhelage einsetzt, wird in dieser Schrift„Endschlusswinkel“ genannt.

Bei magnetischen Zuhalteeinrichtungen ist der Endschlusswinkel im Interesse einer möglichst großen Zuhaltekraft grundsätzlich zweckmäßiger Weise kaum vorhanden.

Magnetische Zuzieheinrichtung; Aus Druckschrift DE 93 04 400 U1 ist eine magnetische Zuzieheinrichtung bekannt, mit welcher ein sehr eng angelehnter Türflügel (der mit seiner Schlossfalle am Schließblech anlehnt) zugezogen werden kann. Dazu wird ein direkt am oder im Bereich des Türschlosses und/oder des Schließblechs, also in drehachsferner Position vorzusehender Elektromagnet erfindungsgemäß als vorteilhaft angesehen und vorgeschlagen. Nicht erkannt wurde hierbei allerdings, dass eine drehachsferne Positionierung des Elektromagneten, bereits bei sehr kleinen Türöffnungswinkeln (oft selbst bei der in DE 93 04 400 U1 zu lösenden Problemstellung einer an der Schlossfaile angelehnten Tür) nachteilig gegenüber einer drehachsnahen Einbauposition ist. Lehnt die Tür z.B. nicht an seiner Schlossfaile, sondern -- wie bei der Problemstellung dieser Neuerung - am Dichtprofil an, so dass sich eine Beabsiandung zwischen Schlossfaile und Schließblech von z.B. mehreren Zentimetern einsteilt, kann mit der in DE 93 04 400 U1 vorgeschlagenen drehachsfernen Lösung im Regelfall ein Türschluss nicht erreicht werden.

Problem: Dieser Neuerung iiegt das Problem zugrunde, einen einfachen, kostengünstigen, sowie vorzugsweise optisch kaum wahrnehmbaren Türendschließer für insbesondere Wohnraumtürflügel bereitzustellen, der Türflügel ohne diskreten Auslösewiderstand aus am Dichtprofil angelehnter und dadurch z.B. 1-15° Grad geöffneter Position stets zuverlässig in eine geschlossene Position zuzieht.

Problemlösung: Dieses Problem wird gelöst durch einen Patentanspruch 1 erfüllenden Türendschließer, sowie eine Türanordnung gemäß Anspruch 9. Demnach umfasst ein magnetischer Türendschließer mindestens einen Permanentmagnet und dessen ferromagnetisches oder permanentmagnetisches Gegenstück, und ist zur Montage an einer Zarge und einem dieser drehbeweglich zugeordneten Türflügel vorgesehen. Nach der Montage des Türendschließers sind der Permanentmagnet im Bereich der Türflügeloberkante und dessen Gegenstück am Rahmen angeordnet, oder umgekehrt. Ferner ist bei geschlossener Tür der Magnet und das Gegenstück einander mit Nord- und Südpol gegenüber positionierbar. Der Magnet und das Gegenstück sind jederzeit voneinander beabstandet. Erfindungsgemäß ist von den nachfolgenden Merkmalen a, b und c mindestens eines erfindungsgemäß vorhanden. Die Merkmale sind: a: mindestens ein Teil des Magneten ist weniger als 2/3 der Türbreite zur Drehachse beabstandet;

b: ein dem Türflügel zugeordneter/s Magnet oder Gegenstück verfügt über eine längliche Quaderform, deren große Kantenlänge mindestens das 5-fache der kleinsten Kantenlänge beträgt;

c: der Türendschließer verfügt über eine Justageeinrichtung, mittels welcher die Beabstandung justierbar ist, die sich bei angelehnter Tür zwischen dem Magnet und dem Gegenstück ergibt.

Auch beliebige Kombinationen aus zwei Merkmalen, und die Kombination aller drei Merkmale ist erfindungsgemäß möglich.

An einem Türflügel und Türrahmen werden annährend gleichermaßen beabstandet zur Drehachse des Türflügels ein Magnet bzw. sein Gegenstück so befestigt, dass die magnetischen Feldlinien des Magneten das Gegenstück bei angelebntem oder leicht geöffnetem Türflügel durchdringen und durch die sich einsiellenden magnetischen Kräfte auf den Türflügel ein Drehmoment wirkt, welches das von den Widerständen resultierende Gegendrehmoment übertrifft und somit der Wohnraumtürfiügel aus einer leicht geöffneten Position zuverlässig in eine geschlossene Position zugezogen wird.

Entweder der Magnet oder sein Gegenstück sind am Türflügel im Bereich einer der Türflügeloberkanten angeordnet. Der jeweils andere Teil ist bei geschlossener Tür sodann gegenüberliegend an der Zarge (Rahmen) positioniert, also z B. darauf befestigt, in diese eingebracht oder unter die auf der türflügelseitigen Rahmenseite befindliche Falzbekleidung (also der bei geschlossener Tür von der Bandseite aus betrachtete sichtbare Teil einer Zarge) der Zarge geschoben. Bei geschlossener Tür liegen sich der Magnet und sein Gegenstück stets mit ihrem Nordpol auf dem Südpol kontaktlos und vorzugsweise geringfügig zueinander beabsiandei gegenüber. Die vorzugsweise planen Polflächen des Magneten und seines Gegenstücks sind dann bei geschlossener Tür annähernd parallel zueinander.

Der Magnet und/oder sein Gegenstück können dabei auch in den Türflügel und/oder in die Zarge in eine Aussparung z.B. so eingebracht oder eingelassen werden, dass sie für den Betrachter gänzlich oder teilweise unsichtbar sind. Je nach Ausführungsform können dabei stumpfe oder auch gefälzte oder überfälz- te Türen mit dem Türendschließer ausgestattet werden.

Darüber hinaus kann eine optisch unauffällige Integration des Türendschließer erzielt werden, indem das Gegenstück oder der Magnet in die„ursprünglich“ für das Dichtprofil vorgesehene Nuf eingebracht wird. Hierzu kann diese auch erweitert oder vertieft werden. Auch wenn diese ursprünglich für das Eindrücken des Dichtprofiles vorgesehene Nuf dann - wegen des eingelassenen Magnet bzw. Gegenstücks oder weil sie streckenweise erweitert ist - nicht mehr zum Eindrücken eines Dichtprofils zur Verfügung sieht, wird der gedankliche Hohlraum, der ursprünglich vor dem Einlassen des Magneten für die Dichtprofilnut zur Verfügung stand, in diesem Text weiterhin„Dichtprofilnut“ genannt.

Da das Dichtprofil einer geschlossenen Wohnraumtür i.d.R. nur teilweise gequetscht wird und sich der in die Nut eingreifende Teil des Dichtprofiis leicht abschneiden lässt, ist es auch möglich, das Dichtprofil so anzupassen, dass es über das in die Nut mindestens teilweise versenkte Gegenstück oder über den in der Nut mindestens teilweise versenkten Magnet, optional mitsamt der Justageeinrichtung, führt. So bleibt die Dichtwirkung der Wohnraumtür weiterhin erhalten, und es kann zugleich das Gegenstück oder der Magnet optional mitsamt der Justageeinrichtung gänzlich oder mindestens teilweise durch das Dicht- profil verdeckf werden. Zur Steigerung der optischen Unauffälligkeit bei Erhaltung der Dichtwirkung kann alternativ auch der Magnet selbst oder sein Gegenstück direkt mit einer Dichtlippe bezogen sein oder in ein spezielles Dichtprofil integriert werden. Wird der Magnet oder das Gegenstück auch im Türflügel unsichtbar, z.B. versteckt hinter dem Türfurnier eingebracht, ist die Neuerung von außen völlig unsichtbar. So wirkt der unerwartete Effekt des Türendschlusses geradezu magisch.

Bei dieser Neuerung wird daher vorgeschlagen, dass das Gegenstück in die Dichtprofilnut mindestens teilweise integriert ist.

Um das schließende Drehmoment eines Türflügels so zu erhöhen, dass dieser die vorhandenen Widerstände aus angelehnter Position überwindet und ins Schloss fällt, erscheint es zunächst vorteilhaft, einen starken Permanentmagnet und sein Gegenstück drehachsfern zu montieren, da hierdurch der Hebelarm und somit vordergründig das Drehmoment vergrößert wird.

Während ein drehachsferner Einbau jedoch vorteilhaft für das Zuhalten einer Tür ist, erweist er sich für die der Neuerung zugrundeliegende Aufgabe überraschender Weise als nachteilig. Der Grund dafür ist, dass mit der beim Öffnen eines Türflügels zunehmenden Beabstandung des Magneten zu dessen Gegenstück eine exponentiell abfallende magnetische Schließkraft einhergeht. Dem mit zunehmend dreh- achsfernem Einbau vorteilhaft linear ansteigenden Hebelarm steht somit bei geöffnetem Türflügel eine exponentiell abfallende, magnetische Schließkraft nachteilig entgegen. Das sich aus dem Produkt vom Hebelarm und der hebelwirksamen magnetischen Schließkraft ergebende Drehmoment bildet dann bei geöffnetem Türflügel ein (neben der vom exponentiell abfallenden Magnetkraft-Abstands-Kennlinie abhängiges) sowohl vom Türöffnungswinkel als auch der Beabstandung des Türendschließers zur Drehachse abhängiges Maximum aus.

Mit anderen Worten: Für jeden Türöffnungswinkel gibt es eine andere Drehachsbeabstandung, bei welcher das erzeugte Drehmoment einen Maximalwert erreicht. Diese in dieser Schrift als„drehmomentmaximale Drehachsbeabstandung“ bezelchnete Einbauposition hängt vom Türöffnungswinkel ab. Sie liegt im Falle von 0° - also bei geschlossener Tür - auf der dem Türband gegenüber liegenden Seite des Türflügels; also der Seite, in die auch das Türschloss üblicher Weise eingebaut wird. Das ist zugleich der Grund, weshalb magnetische Zuhalteeinrichtungen zweckmäßiger Weise hier angebracht sind. Dementgegen ist bereits bei am Dichtprofil angelehntem Türflügel die drehmomentmaximale Drehachsbeabstandung unter Umständen z.B. kaum eine Handspanne (z.B. 20 cm) oder noch deutlich darunter von der Drehachse entfernt.

Ein großer Endschlusswinkel erleichtert es nach Durchschreiten des Türflügels diesen mittels eines richtig portionierten Schubses zuverlässig innerhalb des Eingriffsbereichs des Türendschließers zu platzie- ren, also in einen Türöffnungsgrad zwischen geschlossener Position und dem Endschlusswinkel. Ist der Endschlusswinkel hinreichend groß, z.B. 10°, stellt sich erfahrungsgemäß schnell ein treffsicherer Reflex ein, der stets einen sanften und leisen Türschluss nach Durchschreiten des Türflügels sicherstellt.

Darüber hinaus ermöglicht ein hinreichend großer Endschlusswinkel auch, die Neuerung mit einem Tür- anlehner zu kombinieren, so dass für einen stets zuverlässigen Türschluss auf den Schubs gänzlich verzichtet werden kann und der Türendschließer zum vollwertigen Türschließer preisgünstig und optisch unauffällig aufgerüstet werde kann.

Mit zunehmender Drehachsnähe der Einbauposition des Türendschileßers nimmt vorteilhaft der Endschlusswinkel zu und allerdings auch nachteilig das Drehmomentmaximum ab. Ab einer bestimmten Annäherung an die Drehachse, z.B. bei 10cm, reicht dann das Drehmoment nicht mehr aus, um die Tür über die Widerstände der meist vorhandenen Türfalle und / oder Dichtprofile hinweg ins Schloss zu ziehen. Vorteilhafter Weise wird der Türendschließer daher so drehachsnah eingebaut, wie es zur Aufrechterhaltung eines Schlossfalls noch gerade möglich ist -- also bis zur nachfolgend„Drehachs- Mindestbeabstandung“ genannten Drehachsnähe. Bei dieser Einbauposition wird der Endschlusswinkel vorteilhaft größtmöglich maximiert und das Drehmoment, das beim Öffnen des Türflügels zu überwinden ist, vorteilhaft auf das kleinsfmögliche, beim Öffnen der Tür kaum noch spürbare und damit zugleich sanft, langsam und leise schließende Maß reduziert.

Zur Maximierung des Endschlusswinkels von relativ starken Permanentmagneten mit z.B. einer Haftkraft von 12 kg erweist es sich bei vielen handelsüblichen Wohnraumtüren als vorteilhaft, ihren geometrischen Polflächenschwerpunkt in einer Drehachsbeabstandung von z.B. 1/5 der Türbreite zu positionieren. Je nach Mag netstärke, erwünschtem Endschlusswinkel, Türflügelaufbau, Formgebung des Magneten, Tür- fäügeigewicht und anderer Einflussfaktoren sind aber auch geringere oder größere Drehachsbeabstan- dungen, von bis zu 1/8, 1/6 1/3, 1/2 oder sogar bis zu ca. 2/3 der Türbreite zweckmäßig - so dass mindestens ein Teil des Magneten weniger als 2/3 der Türbreite zur Drehachse beabstandet ist.

Durch die relativ starke Magnetkraft wird über den Türflügel ein Drehmoment aufgebracht, welches sich in zwei senkrecht zueinander stehende Drehmomentkomponenten darstellen lässt. Eine Drehmomentkomponente wirkt um die Türachse und die andere um die auf Höhe des oberen Türbandes parallel zur Türoberkante verlaufende waagerechte Achse. Die Folge: Je drehachsnäher der Türendschließer am Türflügel positioniert wird, desto größer wird auch die Verwindung des Türflügels. So kann bei zu dreh- achsnaher Positionierung des Türendschließers die drehachsnähe Türflügeloberkante eines handelsüblichen Türflügels beinahe kontaktschlüssig auf der rahmenseitigen Türflügelseite aufliegen, während die dem Rahmen zugewandte, vertikale Außenkante des Türflügelfalz im Bereich der Schlossfalle um z.B. 2 Millimeter von der türflügelseitigen Rahmenseite abhebi. So beabstandet, fällt dann die Schlossfalle wegen dieser Verwindung des Türflügels nicht mehr ins Schloss; die Tür schließt nicht mehr selbständig.

Die Drehachs-Mindestbeabstandung wird daher z.B. neben der Magnetstärke, den durch Dichtprofile, Schlossfalle und Achsreibung verursachten Widerständen, auch von der Biegesteifigkeit des Türflügels begrenzt. Eine Erhöhung der Biegesteifigkeit kann daher den Endschlusswinkel vorteilhaft erhöhen. Besonders am drehachsnahen Stoß der oberen Friese von den üblichen Rahmentüren, also zwischen dem oberen waagerechten und dem bandseitigen vertikalen Rahmenteü, biegen bzw verwinden die Türflügel leicht. Je nach Aufbau (z.B. ob Rahmentüren, Vollholztüren oder Wabentüren) des Türflügels fällt die Durchbiegung unterschiedlich aus.

Bei integrierten Türendschließern kann zur Verstärkung der Biegesteifigkeit z.B. bereits bei der Türproduktion ein hinreichend biegesteifer Türaufbau gewählt werden. Bei Aufsetztürschließern geht das nicht.

Zur Verstärkung der Biegesteifigkeit des Türflügels wird für integrierte und für aufgesetzte Türendschließer vorgeschlagen, den Magnet und/oder sein Gegenstück in ausgeprägter, z.B. 10, 15, 20 cm langer, länglicher Quaderform geringer Breite und Höhe, vorzugsweise stabförmig mit rechteckigem oder quadratischem Querschnittsprofil auszuführen. Wegen der Quaderform verfügt der Magnet und/oder Gegenmagnet dann über 12 Kanten und mindestens näherungsweise drei Kantenlängen, wobei die vier großen Kantenlängen wegen der länglichen Formgebung ein Mehrfaches der nächst kleineren Kantenlängen betragen. Durch diese längliche Formgebung kann der Magnet bzw. das Gegenstück mit der langen Kantenseite z.B. auf die deckenseitige Türflügelseite angebracht und/oder in diese integriert werden. Er verstärkt dann wegen seiner eigenen hohen Biegesteifigkeit zugleich vorteilhaft die Biegesteifigkeit des meist aus Holz ausgeführten Türflügels und kann z.B. im Falle von Rahmentüren ggf. auch die Biegesteifigkeit vorteilhaft erhöhend über den drehachsnahen Stoß der oberen Friese geführt werden. Auch der Angriffspunkt der magnetischen Wirkkraft verändert sich mit schließendem Türflügel vorteilhaft. Die Folge: der Türendschließer kann drehachsnäher eingebaut und somit der Endschlusswinkel vorteilhaft vergrößert werden.

Darüber hinaus hat sich auch eine flache Formgebung des am Türflügel positionierten Magneten oder Gegenstücks als vorteilhaft erwiesen. Durch die niedrige Einbauhöhe ist dann der Polmittelpunkt vergleichsweise gering, z.B. 5, 10 oder 15mm von der dem Rahmen bei geschlossener Tür zugewandten Türoberkante des Türfalzes beabstandet. Dadurch wird das an der Stoßkante zwischen dem Magneten (bzw. dem Gegenstück) und der Türoberkante auftretende Drehmoment vorteilhaft reduziert. Das ermöglicht es, den Magneten oder das Gegenstück an die deckenseitige Türfiügelseite (bei gefälzten Türen an der schmalen der beiden deckenseitigen Türflügelseiten) mit ihren Nord- und Südpol einander zugewandt über in diese eingeführte Befestigungselemente, z.B. eine oder mehrere Holzschrauben, derartig vorteilhaft stabil zu montieren, dass die Schraubelemente trotz der hohen und dauerhaft wirkenden magnetischen Kräfte nicht aus ihrer Verankerung gerissen werden. Wegen der Befestigung an der deckenseitigen Türoberseite bleiben dann auch keine hässlichen sichtbaren Spuren nach einer Demontage des Türendschließers zurück.

Zur Erhöhung der Biegesteifigkeit und Stabilität hat es sich aus voranstehenden Gründen für handelsüblichen Wohnrauminnentüren als vorteilhaft erwiesen, dass ein dem Türflügel zugeordneter/s Magnet oder Gegenstück über eine längliche Quaderform verfügt, deren große Kantenlänge ein möglichst hohes Vielfaches, mindestens aber das 5-fache der nächst kleineren Kantenlänge beträgt.

Die Haftkraft zwischen einem Permanentmagnet und seinem Gegenstück ist bei Kontaktschluss oder geringfügiger Beabstandung weitgehend unabhängig davon, ob das Gegenstück selbst ebenfalls als Permanentmagnet (im Text auch als„Magnet“ bezeichnet) oder aus einfachem ferromagnetischem Material, z.B. eine formgleiche Eisenplatte, ausgeführt ist, da sich bei Kontakt oder geringfügiger Beabstandung im inneren des Gegenstücks eine magnetische Ordnung bildet und das Gegenstück somit zeitweise das erzeugte Magnetfeld übernimmt. Bel einer magnetischen Zuhalteeinrichtung ist das Gegenstück daher zweckmäßiger Weise meist aus ferromagnetischem Material ausreichender Dicke hergestellt, ohne selbst als Permanentmagnet ausgeführt zu sein.

Bei nicht mehr geringfügiger Beabstandung zwischen dem Magnet und seinem Gegenstück, z.B 10mm, sind die Anziehkräfte einer eine starke magnetische Ordnung dauerhaft bildenden Magnet-Magnet- Paarung deutlich stärker als die einer z.B. Magnet-Eisenplatten-Paarung. Für eine Zuzieheinrichtung ist zur Erzielung eines großen Endschlusswinkels daher eine Magnet-Magnet-Paarung mit möglichst weit in den Raum reichendem Magnetfeld vorteilhaft.

Zur Erzielung einer ausreichenden magnetischen Schließkraft ist es zudem auch vorteilhaft, den Magnet und/oder das Gegenstück mit seiner Polflächen aut einem ferromagnetischen Trägerstück anzubringen, wodurch die sich einstellende magnetische Kraftwirkung des Magneten-Trägerstück-Systems auf der dem Trägerstück gegenüberliegenden Polfläche des Magneten deutlich verstärkt, und zugleich die häufig leicht zerbrechlichen Permanentmagnete, z.B. aus Neodym, vor Beschädigung geschützt werden.

Um eine hinreichende magnetische Anziehungskraft für einen Türendschluss zu erzielen, sind relativ starke Magnete erforderlich, mit z.B. in einer Beabstandung von 10mm größer als 500 Gauß gemessenem Magnetfeld bzw. einer Haftkraft von mehr als 50N Um diese zu erzielen, können Magnete auch aus einem System mehrerer Einzelmagneten und ggf. Trägerelemente bereitgestellt werden. Ganz allgemein kann ein Magnet im Sinne dieser Schrift stets für sich selbst wieder aus einem System aus mehreren, der gleichen technischen Funktion dienenden (Zuziehen des Türflügels) Einzelmagneten bestehen. Optional können die Einzelmagnete auch kontaktschlüssig oder beabstandet nebeneinander oder aufeinander liegen, so dass ihr gemeinsames Magnetfeld dann verstärkt bzw räumlich erweitert wird. Ein solches System aus Einzelmagneten kann, aber muss nicht, über ein ferromagnetisches Trägerstück miteinander verbunden sein. Sofern von einem Magnet in dieser Schrift gesprochen wird, sind ggf. die Abmessungen desjenigen kleinsten Quaders anzusetzen, der gedanklich alle zum System gehörende Einzelmagnete ggf. mit ihrem ferromagnetischen Trägerstück umfasst. Analoges gilt für das„Gegenstück“.

Die magnetischen Anziehungskräfte nehmen mit abnehmender Beabstandung zwischen dem Magnet und seinem Gegenstück insbesondere im Nahbereich stark exponentiell zu. Durch Minimierung der Beabstandung zwischen dem Magneten und seinem Gegenstück kann bei geschlossener oder - wenn der Magnet und sein Gegenstück drehachsnab eingebaut sind - auch bei einer eng, z.B. 2° Winkeigrade angelehnten Tür die Stärke der magnetischen Anziehungskraft signifikant erhöht werden. Die Folge: Der Türendschließer kann dann auch wiederum deutlich drehachsnäher eingebaut werden, was wiederum den Endschlusswinkel vorteilhaft erhöht.

Solange ein Türendschließer noch nicht montiert ist, kann die Beabstandung zwischen dem Magnet und seinem Gegenstück grundsätzlich durch einfaches Verändern ihrer Einbauposition justiert werden. Einmal montiert, lässt sich ihre Einbauposition ohne Justagevorrichtung aber ohne Beschädigung am Rahmen oder dem Türflügel nicht mehr verändern.

Es wird daher vorgeschlagen, dass nach einer mit den übrigen Ausführungsformen kombinierbaren Aus- führungsform der Türendschließer über eine Justageeinrichtung verfügt, mittels welcher die Beabstan- düng justierbar ist, die sich bei angelehnter Tür zwischen dem Magnet und dem Gegenstück ergibt, ohne dass es zu sichtbaren Beschädigungen am Türflügel und/oder Rahmen kommt. Eine solche Justageeinrichtung verfügt dann zweckmäßiger Weise über mindestens ein Stell- oder Klemmeiement Durch Drehen, Schieben, Drücken, Einbringen oder Ziehen am Stell- bzw. Klemmelement lässt sich die zwischen Magnet und Gegenstück bei z.B. 1 ° Winkelgrad geöffneter Tür ergebende Beabstandung fixieren, so dass diese auch nach vielfachem, z.B. 100-fachem Begehen der Tür unverändert bleibt.

Durch die Justageeinrichtung wird es zugleich vorteilhaft ermöglicht, das Drehmoment vor Ort leicht anzupassen bzw. nachzustellen. Wurde vorteilhaft bei der Erstmontage eine kleine Drehmomentreserve vorgehalten, kann diese dann später wieder zur Erhöhung des Drehmomentes genutzt werden. Das kann erforderlich werden, wenn z.B. sich im Zeitverlauf die Schließwiderstände verändern, oder z.B. bei einer nachgestellten Beabstandung des Türbandes zur Zarge. Die Justageeinrichtung ermöglicht es zudem vorteilhaft, die Schließwiderstände so einzustellen, dass sich die Tür mit einem geringen, kaum noch spürbaren Widerstand öffnet.

Zur Minimierung der Beabstandung zwischen dem Magneten und seinem Gegenstück ist es vorteilhaft den Türendschließer möglichst drehachsnah einzubauen. Das reduziert die sich zwischen Magnet und Gegenstück bei angelehnter Tür einstellende Beabstandung (nicht aber die sich bei geschlossener Tür einstellende Mindestbeabstandung).

Zur Optimierung der Drehachsnähe kann bei aufgesetzten Türendschließern dabei grundsätzlich einfach ihre Einbauposition so drehachsnah gewählt werden, wie es für einen zuverlässigen Türschluss gerade noch möglich ist. Dazu kann die sich bei angelehntem Türflügel ergebende Beabstandung von Magnet und Gegenstück durch z.B. ihre schrittweise Annäherung des Türendschließers an die Drehachse so lange verringert werden, bis dass das Drehmoment nicht mehr ausreicht, um den Türflügel zu schließen.

Ein Austesten der auch vo Türaufbau, der Türbandeinstellung, dem Türgewicht, der Türbreite und anderen Faktoren abhängigen optimalen Drehachsbeabstandung vor Ort ist dabei dann aber ohne Justagevorrichtung nicht ohne mindestens am Rahmen sichtbare, durch das Versetzen des Türendschließers verursachte Beschädigungen möglich. Es wird daher vorgeschlagen, dass der Türendschließer über eine Justageeinrichtung verfügt, mittels welcher die Drehachsbeabstandung des Magneten und seinem Gegenstück justierbar ist.

Um vor Ort , d.h. in montierter Position, die Drehachsbeabstandung optimieren oder nachstellen zu können, kann als Justageeinrichtung z.B. eine Montageschiene bereitgestellt werden, die mittels eines Klemmelements ein Verschieben in Drehachsrichtung ohne gänzliche Demontage des Türendschließers ermöglicht. In besonders einfacher Ausführungsform kann die Justageeinrichtung aber auch z.B. lediglich aus einem hinreichend zentrisch am Gegenstück und/oder Magnet ausgeführtem Durchgangsloch mit einer Holzschraube bestehen. Der Türendschließer kann dann z.B. über dieses hinreichend zentrische Durchgangsloch mit der Holzschraube mindestens so fest montiert werden, dass das sich an dieser Holzschraube montierte Teil bei geschlossener Tür trotz der hohen magnetische Anziehungskräfte nicht vom Rahmen oder vom Türflügel abhebt. Anschließend kann die Eignung der gewählten Drehachsbeabstandung getestet und diese sodann vor der Endmontage des Türendschließers, erforderlichenfalls unter Verwendung des bereits durch die Holzschraube elngebrachten Gewindegangs, in Drehachs- oder entgegengesetzte Richtung versetzt montiert werden. So bleiben auch nach veränderter Drehachsbeafa- standung keine sichtbaren Bohrlöcher oder andere Beschädigungen zurück.

Die Beabstandung, die der Magnet von seinem Gegenstück bei geschlossener Tür aufweist, wird in dieser Schrift„Mindestbeabstandung“ genannt. Ein Verändern der vorstehend erläuterten Drehachsbeab- standung des Magneten und des Gegenstücks verändert zwar deren sich bei angelehnter Tür ergebende Beabstandung, nicht aber deren sich bei geschlossener Tür ergebende Mindestbeabstandung.

Je geringer der Mindestabstand eingestellt ist, desto stärker sind die magnetischen Kräfte. Insbesondere im Nahbereich nehmen die Kräfte dabei exponentiell zu. Zur Maximierung der Schließkräfte bzw. des Endschlusswinkels ist bei der Neuerung eine Minimierung der Mindestbeabstandung daher insbesondere bei kleinen Türöffnungswinkeln und drehachsnaher Magnetpositionierung vorteilhaft. Es wird daher vorgeschlagen, dass der erfindungsgemäße Türendschließer über eine Justageeinrichtung verfügt, mittels welcher die sich bei geschlossener Tür zwischen dem Magnet und seinem Gegenstück einstellende Mindestbeabstandung justierbar ist.

Mittels einer solchen Justageeinrichtung kann die Mindestbeabstandung verringert werden, indem der Magnet bzw. das Gegenstück oder beide z.B. in Polrichtung einander angenähert werden. Die Justagevorrichtung verfügt dabei über mindestens ein mit dem Magnet oder seinem Gegenstück direkt oder indirekt kraft- oder formschlüssig verbundenes Stell- oder Klemmelement. Dabei ist es von Vorteil, wenn die sich bei geschlossener Tür ergebende Mindestbeabstandung mittels einer Justageeinrichtung im Nahbereich von z.B. 0-3mm in kleinen Schritten, vorzugsweise aber stetig, feinjustiert werden kann, da - bei drehachsnaher Einbauposition - Anpassungen von beispielsweise 5/10 Millimetern bereits spürbare Auswirkungen auf das sich bei geschlossener Tür einstellende Drehmoment haben. Ein Kontaktschluss zwischen Magnet und Gegenstück könnte den Türflügel in leicht, z.B. 0,2 Winkelgrade geöffneter Position halten und so das Einrasten der Schlossfalle, also das Schließen der Tür, verhindern. Auch um die Magnetisierung nachteilig beeinträchtigende Erschütterungen sowie Materialabnutzungen zu vermeiden oder gar ein Zersplittern des Magnetes verhindern ist es daher zweckmäßig, einen Kontaktschluss zwischen dem Magneten und dem Gegenstück grundsätzlich zu vermeiden. Es versteht sich von selbst, dass die voranstehend ausgeführten möglichen Ausführungsformen einer solchen Justageeinrichtung vor der Vielzahl der Alternativen nur exemplarischen Charakter haben können.

Zur Justage der Mindestbeabstandung wird vorgeschlagen, zunächst ggf. die Klemmelemente zu lösen bzw. mittels der ggf. vorhandenen Stellelemente den Magneten oder sein Gegenstück auf eine z.B. mittlere Position des Stellbereiches einzustellen. Anschließend wird entweder der Magneten oder sein Gegenstück direkt oder indirekt am Rahmen oder Türflügel montiert (ggf. auch nur teilweise, z.B. an einem zentrischen Befestigungsloch). Nun können der Magnet und sein Gegenstück getrennt durch ein dünnes Abstandselement (z.B. ein Pappstreifen oder Plättchen) magnetisch kraftschlüssig aufeinander gebracht werden, und das noch nicht montierte Bauteil (also der Magnet bzw. sein Gegenstück, ggf. mitsamt einem zugeordnetem Gehäuse oder Befestigungselement) kann am Rahmen oder dem Türflügel montiert werden. Das geschieht vorzugsweise bei geschlossener Tür, noch während der Magnet und sein Gegen- stück kraftschlüssig miteinander verbunden sind. Nach Öffnen der Tür fällt sodann das Abstandselement ab oder wird abgenommen.

Alternativ können z.B. auch der Magnet und sein Gegenstück unmittelbar oder mittelbar aufeinander gebracht und mittels eines zusätzlich zwischen dem Türflügel und dem Rahmen eingebrachten Abstandselementes fixiert werden. Verfügt die Justageeinrichtung über eine Stellschraube, kann die Mindestbeab- standung auch nachträglich ggf. noch weiter feineingestellt werden. Das vorgestellte Verfahren stellt auf einfache Weise sicher, dass nach beendeter Montage des Türendschließers die Polflächen des Magneten vom Gegenstück bei geschlossenem Türflügel vorteilhaft nah und plan beieinander liegen.

Es versteht sich von selbst, dass eine Vielzahl an Verfahren zur Justage des Türendschließers möglich sind. Die vorhergehend ausgeführten Justageverfahren haben daher lediglich exemplarischen Charakter. Es hat sich aber als grundsätzlich vorteilhaft erwiesen, dass zur Justage mindestens einmal der Magnet und sein Gegenstück unmittelbar oder mittels mindestens eines Abstandselementes im voneinander be- abstandeten Zustand magnetisch kraftschlüssig aufeinander gebracht werden.

Wird die sich bei geschlossenem Türflügel einstellende Mindestbeabstandung minimiert, nehmen die magnetischen Anziehungskräfte bei eng angelehntem Türflügel stark zu. Der Türendschiießer kann dann auch wiederum deutlich drehachsnäher eingebaut werden, was wiederum den Endschlusswinkel vorteilhaft erhöht. Es wird daher als bevorzugte Justage-Reihenfolge vorgeschlagen, dass die Beabstandung zwischen der Drehachse und dem Magneten zeitlich nach der Justage der Mindestbeabstandung festgelegt wird.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, den Magneten oder das Gegenstück in eine Nut mit geeignetem Kleber spaitfüllend und feuchtigkeitsundurchlässig einzukleben, um so vorteilhaft einer durch Kondensation verursachten Oxidation und einem Auiquelien der Nut vorzubeugen. Alternativ oder zusätzlich kann auch die Nut z.B. mittels einer Kappe gegen das Eindringen von Feuchtigkeit geschützt werden.

Die Neuerung ist sehr einfach und damit kostengünstig aufgebaut und zieht in überraschender Weise angelehnte Wohnrauminnentüren zuverlässig auch aus am Dichtprofil angelehnter, also z.B. 10° oder sogar mehr Winkelgrade geöffneter Position vorteilhaft dicht, auch ohne einen unterstützenden Impuls über die Schlossfalle und andere Widerstände hinweg, zu. Zudem öffnet der Türendschiießer in den ersten Öffnungsgraden mit kaum spürbarem Anfangswiderstand, ist über alle weiteren Öffnungsgrade hinweg gänzlich widerstandsfrei und ohne Beschränkung des Öffnungswinkels für stumpfe und überfälzte Türen einsetzbar. Der Türendschiießer kann zudem bei Bedarf auch optisch unsichtbar in den Türflügel integriert werden.

Im Ergebnis können Räume den individuellen Bedürfnissen entsprechend temperiert, Energie gespart, sowie Lärm, Gerüche und Feuchtigkeit im geschlossenen Raum eingesperrt werden. Durch die Verringerung unerwünschter Zugluft wird zudem ein Beitrag zum Brandschutz geleistet.

Die Erfindung betrifft auch eine Türanordnung, umfassend einen Rahmen, ein in diesem Rahmen mittels eine Drehachse aufweisenden Scharnieren schwenkbar befestigten Türflügel, und einen magnetischen Türendschließer nach der vorhergehenden Definition. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die obenstehenden Erläuterungen verwiesen.

Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden, lediglich exemplarischen Figuren für drei der möglichen

Ausführungsformen dargestellt und erläutert.

Es zeigen

Fig. 1 einen Ausschnitt eines Türflügels 1 mit einem in die deckenseitige breite Türflügelseite 1 b eingelassenen Magnet 3a und dessen Trägerstück 3b:

Fig. 2 eine mögliche Ausführungsform eines aus Einzelmagneten kombinierten Magneten 3a nebst dessen Trägerstück 3b und zwei Schraubelementen;

Fig. 3 eine mögliche Ausführungsform des in die Dichtprofilnut 2e des Futterbrettes des oberen Rahmenteils 2a eingelassenen Gegenstücks 3c mit den Stellelemenfen 3f von dessen Justageeinrichtung;

Fig. 4 eine mögliche Ausführungsform des Gegenstücks 3c aus Fig. 3 nebst dessen aus Stellelementen 3f und Sperrelementen 3g bestehenden Justageeinrichtung 3e:

Fig. 5 einen Ausschnitt eines im Türrahmen 2 eingehängten, um seine Drehachse 6 drehbar gelagerten, geschlossenen Türflügels 1 mit einer auf dem Türflügel 1 aufgesetzten Ausführungsform des Türendschließers 3;

Fig. 6 den Ausschnitt aus Fig. 5 mit um 120° Grad geöffnetem Türflügel 1 mit in Nähe der Türrahmenoberkante 2d drehachsnah angebrachtem Gegenstück 3c, und mit im Bereich der Türoberkanten 1 d angebrachtem Gehäuse 3h sichtbar eingelassenem Magnet 3a, nebst den Klemmelementen 3f von dessen Justageeinrichtung zur Einstellung der Mlndestbeabstandung;

Fig. 7 eine besonders einfache Ausführungsform des Türendschließers 3 mit einem auf der deckenseitigen schmalen Türflügelseite in Nähe der Drehachse 8 über seine Durchgangslöcher 3i angebrachten Magneten 3a sowie dessen auf der türflügelseitigen Rahmenseite angebrachten Gegenstück;

Fig. 8 schematisch den Drehmomentverlauf in Abhängigkeit von der Drehachsbeabstandung des Türendschließers für einen um 10° Grad geöffneten Türflügel.

Fig. 1 zeigt einen an einem Trägerstück 3b aufgebrachten Magneten 3a, der in die deckenseitige breite Türflügelfläche 1 b eines gefälzten Türflügels 1 oberflächenbündig durch Schraubverbindung in Nähe zur Drehachse 6 eingelassen ist. Der Magnet 3a weist eine vom Türfurnier verdeckte, für einen Betrachter vorteilhaft nicht sichtbare, zur rahmenseifigen großen Türflügelfläche 1a gewandte, länglich-schmale Polfläche auf, und verläuft mit seiner langen Kante wenig beabstandet entlang der Türflügeloberkante 1d, und erhöht durch seine länglich-schmale Formgebung zugleich in vorteilhafter Weise die Biege- und Verwindungsfestigkeit des Türflügels 1. Die Flächennormale der nicht sichtbaren Polfiäche ist parallel zur Flächennormale der rahmenseitigen großen Türfiügelfläche

Fig. 2 zeigt eine mögliche Ausführungsform des auf ein Trägerstück 3b aufgebrachten Magneten 3a. Deutlich sichtbar ist, dass die lange Seite der hier rechteckigen Polfiäche des Magneten 3a ein Vielfaches seiner kurzen Seite beträgt. Durch Variation der Länge der Poifiäche kann die magnetische Schließkraft an die Erfordernisse angepasst werden. Der Magnet 3a besteht aus mehreren aneinander angrenzenden Einzelmagneten mit gleichgerichteter Polrichtung, so dass jeweils Nordpole an Nordpole und Südpole an Südpole angrenzen. Zusammen stellen sie ein Magnetsystem dar, weiches das Magnetfeld vorteilhaft weit in den Raum strahlt und nicht z.B. durch gegenpolige Ausrichtung auf den Nahbereich begrenzt ist.

Mit Fig. 3 wird ein Ausschnitt des oberen horizontalen Türrahmens 2 in Nähe der Drehachse 6 gezeigt, wobei in der Dichtprofilnut 2e des Futterbrettes des oberen Rahmenteils 2a eine mögliche Ausführungsform des Gegenstücks 3c zu dem in Fig. 2 dargestellten Magnet 3a eingelassen ist. Sichtbar sind zugleich die Stellelemente 3f der Justageeinrichtung, hier als einfache Holzschrauben ausgeführt, mittels weicher das Gegenstück 3c durch deren Drehung parallel zur Flächennormalen der türflügelseiiigen Rahmenseite versetzt werden kann. Die kurze Polflächenseite des Gegenstücks 3c sowie dessen nicht sichtbares Trägerstück ist in diesem Ausführungsbeispiel nicht länger als die Dichtprofilnut 2e breit ist, weswegen das Gegenstück 3c und Trägerstück 3d in die Dichtprofilnut 2e des Futterbrettes des oberen Rahmenteils 2a bei dieser Ausführungsform ohne eine Erweiterung oder Vertiefung der Dichtprofilnut 2e eingelassen werden können. Mit anderen Worten: Die besonders schmal-längliche Formgebung des Gegenstücks 3c ermöglicht es, das Gegenstück 3c vorteilhaft hinter dem Dichtprofil gänzlich unsichtbar zu verstecken, bzw. es in das Dichtprofil zu integrieren. Nicht dargestellt ist das Dichtprofil, in welche das Gegenstück 3c vorzugsweise vollständig oder teilweise integriert ist.

Fig. 4 zeigt eine bevorzugte, auch in Fig. 3 dargesteilte Ausführungsform des hier zugleich vorteilhaft dauermagnetischen Gegenstücks 3c mitsamt dessen aus einem Steilelement 3f und einem Sperrelement 3g gebildeten Justageeinrichtung 3e Das hier permanentmagnetische Gegenstück 3c ist mit der Poifiäche auf dem Trägerstück 3d magnetisch und vorzugsweise zusätzlich durch Klebung angebracht. Optional kann auch ein Schrumpfschlauch noch verstärkend und schützend über das Trägerstück 3d mil dem ggf. auch aus mehreren Einzelmagneten bestehenden Magneten 3c gezogen sein.

Die durch jeweils ein Bohrloch des Trägerslücks 3d geführten Stellschrauben 3f sind von der dem Steil- schraubenkopf abgewandten Seite des Trägerstücks 3d her mittels einem hier als Klemmscheibe ausge- führten Sperrelement 3g drehbar fixiert. Die Justierschrauben 3f lassen sich daher auf dem Trägerstück 3d nicht, bzw. mit nur sehr geringfügigem Spiel, z.B. 2/10mm, entlang Ihrer Achse verschieben ist das Gegenstück 3c mit dem Trägerstück 3d und der Justageeinrichtung 3e in die Dichtprofilnut 2e eingelassen, lässt sich daher durch Drehen an der Stellschraube 3f das Gegenstück 3c parallel zu der Schnittlinie verschieben, die sich zwischen dem Futterbrett des oberen Rahmenteils 2a und dem Futterbrett des seitlichen Rahmenteils 2c ausbildet. So kann die sich bei geschlossener Tür einstellende Beabstandung zwischen dem Magneten und seinem Gegenstück 3c durch Verwendung eines handelsüblichen Schraubendrehers nach Abziehen des Dichtprofils bei geöffneter Tür besonders einfach auch von fachunkundiger Seite vor Ort feineingestellt werden.

Fig. 5 skizziert eine Ausführungsvariante von einem auf den Türflügel 1 aufgesetzten und nicht in diesen integrierten Türendschließer 3. Abgebildei ist ein Ausschnitt eines im Türrahmen 2 eingehängten, um seine Drehachse 8 drehbar gelagerten, geschlossenen Türflügel 1 mit einer auf dem Türflügel 1 aufzu- setzenden Ausführungsform des drehachsnah eingebauten Türendschließer 3. Der Abstand zwischen Türendschließer 3 und Drehachse 6 beträgt in etwa V* der Breite des Türflügels 1.

Fig. 6 zeigt den Türendschließer in einer der Fsg, 5 entsprechenden Ausführungsform in einem um 120° Grad geöffnetem Türflügel Deutlich sichtbar sind der Magnet 3a und dessen Gegenstück 3c Das Gegenstück 3c des Magneten 3a ist in einer bei geschlossener Tür dem Magneten 3a gegenüberliegenden Position in den Rahmen eingelassen und vorteilhaft von ähnlicher Formgebung wie Magnet 3a. Bei angelehntem Türflügel 1 durchdringen die magnetischen Feldlinien (nicht dargestellt) der sichtbaren Polflächen (z.B. Nordpol) des Magneten 3a die gegenpoligen Polflächen (z.B. Südpol) des Gegenstücks 3c, so dass der Türflügel 1 sich durch die sich einstellenden magnetischen Wirkkräfte von selbst über die Schlossfalle, das Dichtprofi! und andere Widerstände hinweg in eine geschlossene Position zieht.

Das Gegenstück 3c kann selbst vorteilhaft ebenfalls ein Dauermagnet sein. Es kann aber auch einfach z.B. aus Kostengründen auch nur aus ferromagnetischem Material bestehen, so dass sich über die dem Magnet 3a bei geschlossener Tür zugewandte Fläche im Inneren des Gegenstücks 3c eine magnetische Ordnung bildet und somit mindestens zeitweise das erzeugte Magnetfeld beibehäit.

Der Magnet 3a ist dabei - sofern er nicht von den hier beispielhaft als Schraubelementen (z.B. Madenschrauben) ausgeführten Klemmelementen 3f fixiert und somit festgelegt ist - entlang seiner Polflächen- normaie in dem Gehäuse 3h über z.B. weite Strecke frei parallel zur Fläche des Türflügels 1 beweglich.

Zur Minimierung der Mindestbeabsfandung wird vorteilhafterweis, zunächst das Gehäuse 3h am Türflügel 1 und das Gegenstück 3c wie abgebildet angebracht. Anschließend wird beim Schließen des Türflügels 1 zwischen dem nicht festgeklemmten und daher beweglichen Magneten 3a und seinem z.B bereits am Rahmen 2 in vorgegebener Drehachsbeabstandung befestigten Gegenstück 3c beim Schließen der Tür ein dünnes Abstandselement, z.B. ein Stück Pappe, eingeklemmt und anschließend der Magnet 3a in seiner so festgelegten Beabstandung zum Gegenstück 3c über die als Madenschrauben ausgeführten Klemmelemente 3f festgeklemmt.

Alternativ kann aber auch z.B. das Gegenstück 3c bei geöffneter Tür kontaktschlüssig auf den Magneten 3a gebracht werden, und sodann beim Schließen des Türflügels ein z.B. ferromagnetisches dünnes Abstandselement, z.B. eine 1 mm starke Metallplatte, so aut dem Rahmen 2 gehalten werden, dass es bei geschlossener Tür sowohl auf dem Rahmen 2, als auch -- wegen der sich einsteilenden magnetischen Wirkung - auf dem Gegenstück 3c aufliegt, und in dieser Position wird sodann der Magnet 3a mittels den als Madenschrauben ausgeführten Klemmeie enien 3f im Gehäuse 3h festgeklemmt. Wird danach das dünne Abstandselement wieder entfernt und das Gegenstück 3c am Rahmen 2 in dem Magneten 3a gegenüberliegender Position befestigt, bleibt bei geschlossener Tür stets eine der Dicke des Abstandselementes annähernd entsprechende Beabstandung zwischen dem Magnet 3a und seinem Gegenstück 3c bestehen.

Bei dieser Ausführungsform Ist es nicht vorgesehen, den Endschlusswinke! durch Minimierung der Drehachsbeabstandung vorteilhaft zu erweitern, da das Gegenstück 3c über keine entsprechende Justageeinrichtung verfügt: Ein schrittweises Versetzten des Gegenstücks in oder entgegen der Richtung der Drehachse 6 würde sichtbare Beschädigungen hinterlassen. Anstelle dessen kann das Gegenstück 3c und das Gehäuse 3h z.B in Anlehnung einer aus einer Richtwerttabeile in Abhängigkeit z.B. vom Gewicht des Türflügels, dessen Abmessungen und/oder dessen Aufbau entnommenen Drehachsbeabstandung über die Befestigungslöcher 31 mittels Schraubelementen angebracht (befestigt) werden.

Fig. 7 zeigt einen an der deckenseiiigen schmalen Türflügelseite 1c befestigten, die Biegesteifigkeit aufgrund seiner länglich-schmalen Ausführungsform vorteilhaft verstärkenden Magneten 3a Sichtbar ist auch ein an der horizontalen türfiügelseitigen Rahmenseite 2b befestigtes, formgleiches Gegenstück, weiches über ein durch dessen Polfiäche zentrisch führendes Befestigungsloch 3i verfügt.

Bei dieser vorteilhaft besonders einfachen Ausführungsform des Türendschließers 3 ist nachteilig ein stetes Nachjustieren der sich bei geschlossener Tür einsteilenden Mindestbeabstandung nach dessen Montage nur noch durch Versetzten des Türendschließers bei dann sichtbaren Beschädigungen möglich. Die Drehachsbeabstandung lässt sich aber bei der Erstmontage einmalig in oder entgegen der Drehachse 6 diskret um die annährend halbe Länge des Magneten 3a versetzten, ohne dass hässliche Bohrlöcher o- der Beschädigungen sichtbar sind. Der Türendschließer 3 verfügt daher über eine, wenn auch begrenzte, jedoch sehr einfache Justageeinrichtung 3e für die Drehachsbeabstandung.

Zur Justage der Mindestbeabstandung kann z.B. zunächst nur das Gegenstück 3c - vorteilhat beab- standet durch ein dünnes Abstandselement, z.B. ein 1 mm dicker Pappstreifen - auf die schmale Türflü- gelseite 1c eines geschlossenen gefälzten Türflügels 1 in einer zuvor anhand der Magnetstärke und Tür- flügelbreite grob abgeschätzter Drehachsnähe aufgelegt und mittels einer durch sein zentrisches Durchgangsloch 3s führenden Holzschraube am Rahmen 2 befestigt werden. Anschließend lässt sich der Magnet 3a bei noch immer geschlossener Tür durch z.B. den gleichen Pappstreifen beabstandet magnetisch kraftschlüssig auf das Gegenstück 3c anlegen. Dabei liegt es zugleich annähernd auf der schmale Tür- fiügeiseite 1c der geschlossenen Tür auf. Er kann dort sodann mit einer durch sein zentrisches Befestigungsloch 3s führenden Holzschraube fixiert und somit festgelegt werden. Nach Öffnen des Türflügels 1 fällt sodann das Abstandselement ab, und die Eignung der Drehachsnähe des Türendschließers kann gefestet werden.

Schließt der Türflügel nicht zuverlässig, lässt sich das Drehmoment erhöhen, indem der Magnet 3a und das Gegenstück 3c - wie voranstehend erläutert - unter Verwendung der durch die Holzschrauben verwendeten Bohrlöcher entgegen der Drehachsrichtung versetzt und endmontiert wird.

Fig. 8 zeigt schematisch den Drehmomentverlauf in Abhängigkeit von der Drehachsbeabstandung des Türendschließers für einen um 10° Grad geöffneten Türflügel. Die Graphik macht deutlich, dass eine drehachsnähe Einbauposition bei geöffnetem Türflügel einer drehachsfernen Einbauposition überlegen ist: Soll ein Türflügel noch aus einem Endschlusswinkel von 10° zuverlässig schließen, ist es vorteilhaft, den ausreichend starken Magneten in einer Drehachsbeabstandung von ungefähr 80mm Beabstandung zur Drehachse 6 am biegesteifen Türflügel 1 anzuordnen. Bezugszeichenlisie

1 Türflügel

la rahmenseitige große Türflügelseite lb deckenseitige breite Türflügelseite lc deckenseitige schmale Türflügelseite ld Türflügeloberkante

2 Rahmen

2a Futterbrett des oberen Rahmenteils

2b Türflügelseitige Rahmenseite

2c Futterbrett des seitlichen Rahmenteils

2d Türrahmenoberkante

2e Dichtprofilnut

3 Türendschließer

3a Magnet

3b Trägerstück (des Magneten)

3c Gegenstück (optional Permanentmagnet)

3d Trägerstück (des Gegenstücks)

3e Justageeinrichtung

3f Stell- oder Klemmelement

3g Sperrelement

3h Gehäuse

3i Durchgangslöcher

6 Drehachse