HECHENBERGER, Peter (Hinterfeldweg 4, Kirchdorf, A-6382, AT)
A n s p r ü c h e
1. Instandhaltungsfahrzeug (1 ), bestehend aus zwei in Fahrzeuglängs-
richtung (21 ) verlaufenden und zueinander distanzierten, endseitig jeweils
auf Schienenfahrwerken (2) abgestützten, zur Begrenzung eines in Rich¬
tung zu einem Gleis (3) offenen Arbeitsraumes (6) dienenden Rahmenträ¬
gern (5), gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) eine zur lösbaren Fixierung einer Gleisbearbeitungsmaschine (10) die¬
nende Maschinenhalterung (9) ist am Rahmenträger (5) befestigt und
durch einen Antrieb (14) relativ zu diesem in Fahrzeuglängsrichtung (21)
verschiebbar,
b) die Maschinenhalterung (9) weist einen quer zur Fahrzeuglängsrichtung
(21) verlaufenden ersten Träger (11) mit einer Fixiereinrichtung (18) zur
lösbaren Befestigung der Gleisbearbeitungsmaschine (10) auf,
c) die Fixiereinrichtung (18) ist entlang einer Querführung (19) des ersten
Trägers (11) quer zur Fahrzeuglängsrichtung (21) verschiebbar.
2. Fahrzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Fi¬
xiereinrichtung (18) mit einer zur Auflage auf einer Schiene (7) des Gleises
(3) vorgesehenen Führungsrolle (22) verbunden ist und der erste Träger
(11) parallel zu einer Gleisebene (30) verlaufend ausgebildet ist.
3. Fahrzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Fi¬
xiereinrichtung (18) und die Führungsrolle (22) durch einen Antrieb (23)
entlang der Querführung (19) verschiebbar ist.
4. Fahrzeug nach Anspruch 1 , 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Maschinenhalterung (9) durch Antriebe (23, 25, 14) relativ zum Rah¬
menträger (5) quer-, höhen- und längsverstellbar ist.
5. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich¬
net, dass die Antriebe (23, 25, 14) zur Verstellung der Maschinenhalterung
(9) durch eine auf der Gleisbearbeitungsmaschine (10) fixierbare Steuer¬
einrichtung (28) beaufschlagbar sind.
6. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeich¬
net, dass der erste Träger (11) um eine in Fahrzeuglängsrichtung (21) ver¬
laufende Achse (13) verschwenkbar an einem mit dem Rahmenträger (5)
verbundenen und in dessen Längsrichtung verschiebbaren zweiten Träger
(12) befestigt ist.
7. Fahrzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste
Träger (11) durch einen Antrieb (29) von einer horizontal bzw. parallel zur
Gleisebene (30) verlaufenden Arbeitsposition (20) in eine etwa parallel zum zweiten Träger (12) verlaufende Außerbetriebsteilung (31)
verschwenkbar ist.
8. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeich¬
net, dass die Maschinenhalterung (9) eine Kupplung (26) für den An-
schluss einer die Gleisbearbeitungsmaschine (10) mit Energie versorgen¬
den Leitung (27) aufweist. |
INSTANDHALTUNGSFAHRZEUG.
[0001] Die Erfindung betrifft ein Instandhaltungsfahrzeug gemäß dem Oberbe¬
griff von Anspruch 1.
[0002] Aus DE 20 2004 013 732 U1 ist ein Instandhaltungsfahrzeug mit einem
zum Gleis hin offenen Arbeitsraum bekannt. Im Dachbereich weist der
Arbeitsraum einen durch einen gekröpften Fahrzeugrahmen gebildeten,
bezüglich der Gleisquerrichtung mittig angeordneten Längsträger auf,
an dessen Unterseite eine in Fahrzeuglängsrichtung verlaufende Schie¬
ne befestigt ist. Auf dieser sind schwere Hebe- und Arbeitsvorrichtungen
anhand eines Aufhängehakens in Längsrichtung des Gleises verschieb¬
bar gelagert.
[0003] Bei einem weiteren, in DE 92 06 335 U1 geoffenbarten Gleisarbeitsfahr¬
zeug ist im Bereich eines brϋckenförmig ausgebildeten Wagenkastens
ein gelenkig ausgebildeter Ausleger angebracht, mit dessen Hilfe ein an
diesem angeordnetes Werkzeug frei im Arbeitsbereich positionierbar ist.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines
Instandhaltungsfahrzeuges der eingangs genannten Art, mit dem der
Einsatz von Gleisbearbeitungsmaschinen erleichtert wird.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Instandhaltungsfahr¬
zeug der gattungsgemäßen Art durch die im Kennzeichen von Anspruch
1 angeführten Merkmale erreicht.
[0006] Mit einer derartig ausgebildeten Maschinenhalterung sind auch schwere
Gleisbearbeitungsmaschinen unter Vermeidung von Kraftaufwand der
Bedienungsperson vereinfacht zu bedienen, wobei der optimale Sicher¬
heit bietende Arbeitsraum uneingeschränkt ausgenützt werden kann. Mit
der querverschiebbaren Fixiereinrichtung ist eine automatische Zentrie¬
rung der Maschine über einer Schiene gewährleistet. Als weiterer Vor¬
teil besteht auch die Möglichkeit, die auf der Maschinenhalterung befes¬
tigte Maschine über das Instandhaltungsfahrzeug mit Energie zu ver¬
sorgen. Damit ist eine bezüglich Lärm und Abgase wesentlich verbes¬
serte Arbeitsbedingung innerhalb des Arbeitsraumes gegeben.
[0007] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der Zeichnungsbeschreibung.
[0008] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung darge¬
stellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben. Es zeigen:
[0009] Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäß mit ei¬
ner Maschinenhalterung ausgestatteten Instandhaltungsfahrzeuges, und
[0010] Fig. 2 und 3 je eine vergrößerte Ansicht - quer bzw. parallel zur Gleis¬
längsrichtung - der Maschinenhalterung.
[0011] Ein in Fig. 1 ersichtliches Instandhaltungsfahrzeug 1 ist über Schienen-
fahrwerke 2 auf einem - aus Schienen 7 und Schwellen 8 gebildeten -
Gleis 3 verfahrbar und kann zu diesem Zweck mit einem Zugfahrzeug 4
verbunden sein. Das Instandhaltungsfahrzeug 1 besteht aus zwei Rah-
menträgern 5, die in Gleis- bzw. Fahrzeuglängsrichtung 21 verlaufen
und in Querrichtung voneinander distanziert sind. Durch diese beiden
endseitig auf den Schienenfahrwerken 2 abgestützten Rahmenträger 5
wird ein Arbeitsraum 6 seitlich begrenzt, der unten in Richtung zum
Gleis 3 hin offen ist und Schutz für im Gleis tätiges Arbeitspersonal bie¬
tet.
[0012] Wie im Weiteren nun auch in Fig. 2 und 3 genauer dargestellt, ist das
Instandhaltungsfahrzeug 1 mit einer Maschinenhalterung 9 ausgestattet,
die zur lösbaren Fixierung einer Gleisbearbeitungsmaschine 10 (bei¬
spielsweise in Form eines Schraubaggregates oder dgl., in Fig. 3 mit
strichpunktierten Linien angedeutet) dient. Die Maschinenhalterung 9
besteht im Wesentlichen aus einem ersten Träger 11 , der um eine in
Fahrzeuglängsrichtung 21 verlaufende Achse 13 verschwenkbar mit ei¬
nem zweiten Träger 12 verbunden ist. Dieser ist seinerseits in einer Ver¬
tikalführung 24 höhenverstellbar gelagert und mit einem Antrieb 25 zur
Höhenverstellung verbunden.
[0013] Die Vertikalführung 24 ist am Rahmenträger 5 befestigt und relativ zu
diesem anhand eines Antriebes 14 in Fahrzeuglängsrichtung 21 ver¬
schiebbar ausgebildet. Zu diesem Zweck sind am oberen Ende der Ver¬
tikalführung 24 zwei Laufrollen 15 vorgesehen, die in einer am Rahmen¬
träger 5 montierten Führungsschiene 16 gelagert und anhand des An¬
triebs 14 beaufschlag- bzw. rotierbar sind. Zwei am unteren Ende der
Vertikalführung 24 vorgesehene und am Rahmenträger 5 abrollende
Stützrollen 17 dienen der Stabilisierung der Maschinenhalterung 9 in
Gleisquerrichtung.
[0014] Der erste Träger 11 weist zur lösbaren Befestigung der Gleisbearbei¬
tungsmaschine 10 eine Fixiereinrichtung 18 auf, die in einer Querfüh¬
rung 19 des ersten Trägers 11 verschiebbar gelagert ist. Wenn sich der
erste Träger 11 in seiner - in Fig. 3 dargestellten - Arbeitsposition 20
befindet, ist die Fixiereinrichtung 18 (und mit dieser die daran montierte
Gleisbearbeitungsmaschine 10) auf dem ersten Träger 11 quer zur
Fahrzeugslängsrichtung 21 verschiebbar. Die Fixiereinrichtung 18 ist
zudem mit einer zur Auflage auf der Schiene 7 des Gleises 3 vorgese¬
henen, als Doppelspurkranzrolle ausgebildeten Führungsrolle 22 ver¬
bunden, die anhand eines Antriebs 23 gemeinsam mit der Fixiereinrich¬
tung 18 entlang der Querführung 19 verschiebbar ist. Während des Ar¬
beitseinsatzes der Gleisbearbeitungsmaschine 10 befindet sich der An¬
trieb 23 in Schwimmstellung, damit die Führungsrolle 22 dem Verlauf
der Schiene 7 problemlos folgen kann. Der Antrieb 23 wird nur beauf¬
schlagt, wenn z.B. am Weichenanfang die Maschinenhalterung 9 im
Gleis 3 einzugleisen und dazu eine Querverstellung notwendig ist.
[0015] Die Maschinenhalterung 9 weist weiters eine Kupplung 26 (Fig. 3) auf,
die - im Falle einer energiemäßig nicht autarken Gleisbearbeitungsma¬
schine 10 - für den Anschluss einer die Gleisbearbeitungsmaschine 10
mit Energie versorgenden Leitung 27 vorgesehen ist.
[0016] Anhand einer auf der Gleisbearbeitungsmaschine 10 fixierbaren Steuer¬
einrichtung 28 sind die Antriebe 14, 23 und 25 beaufschlagbar, mittels
derer die Maschinenhalterung 9 relativ zum Rahmenträger 5 längs-,
quer- und höhenverstellbar ist. Damit kann eine Bedienungperson im
Arbeitseinsatz auch eine relativ schwere Gleisbearbeitungsmaschine 10
problemlos und in ergonomisch optimaler Weise ohne Kraftaufwand im
Gleis 3 absetzen. Insbesondere ist es so z.B. bei einem Weichenanfang
möglich, das Arbeitsaggregat schnell und sicher auf der abzweigenden
Schiene 7 einzugleisen.
[0017] Ein zusätzlicher Antrieb 29 ist vorgesehen, um die Maschinenhalterung
9 bzw. den ersten Träger 11 von der horizontal bzw. parallel zu einer
Gleisebene 30 verlaufenden Arbeitsposition 20 in eine etwa parallel zum
zweiten Träger 12 verlaufende Außerbetriebsstellung 31 zu verschwen¬
ken. In dieser Position ist der erste Träger 11 anhand einer Arretiervor¬
richtung 32 fixierbar (siehe Fig. 3).
