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Title:
MANHOLE COVER FOR SEWER MANHOLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/012709
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a manhole cover for sewer manholes, installed in particular in driving surfaces, water protection areas or similar residential terrains, wherein, in the top region, the manhole (2) is assigned a shaped body (4) configured as a concrete part, which overlaps an upper region of the top (3) of the manhole in the covering position thereof after a substantially vertical shifting (arrow B), wherein the shaped body (4) provided with a a ring groove-shaped connection contour (5) has a profile attachment (P) which can inserted into the top (3) of the manhole at least in sections and associated with same in a sealing manner, wherein, in the region of the profile attachment (P) thereof running in circumferential direction, the shaped body (4) is provided with at least one extruded sealing profile (7) that is radially open and provides a defined installation place for a seal (6), at least one additional profile part (8) is provided on same, located in front in the axial direction, and same is effective as a protection and auxiliary contour during vertical shifting (B).

Inventors:
KORTMANN KARL (DE)
Application Number:
EP2016/001244
Publication Date:
January 26, 2017
Filing Date:
July 15, 2016
Export Citation:
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Assignee:
KWADE BETONWERK GMBH & CO KG (DE)
International Classes:
E02D29/14
Domestic Patent References:
WO2001083892A12001-11-08
Attorney, Agent or Firm:
WEEG, Thomas et al. (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Schachtabdeckung für Kanalisationsschächte, die insbesondere in Fahrflächen, Wasserschutzgebieten o. dgl. Siedlungsgelände verlegt werden, wobei dem Schacht (2) im kopfseitigen Bereich ein als Betonteil ausgebildeter Formkörper (4) zugeordnet wird, der nach einer im Wesentlichen vertikalen Verlagerung (Pfeil B) in seiner Abdeckstellung einen oberen Bereich des Schachtkopfes (3) übergreift, wobei der mit einer ringnutförmigen Verbindungskontur (5) versehene Formkörper (4) einen zumindest bereichsweise in den Schachtkopf (3) einführbaren und diesem abdichtbar zugeordneten Profilansatz (P) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper (4) im Bereich seines in Umfangsrichtung umlaufenden Profilansatzes (P) mit zumindest einem radial offenen und eine definierte Einbaulage für eine Dichtung (6) vorgebenden Dichtungsstrangprofil (7) versehen, an diesem in axialer Richtung vorgelagert zumindest ein Zusatzprofilteil (8) vorgesehen und dieses bei der vertikalen Verlagerung (B) als Schutz- und Hilfskontur wirksam ist.

2. Schachtabdeckung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzprofilteil (8) einstückig mit dem Profilansatz (P) des Formkörpers (4) geformt ist.

3. Schachtabdeckung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzprofilteil (8) durch eine nachträglich herstellbare Verbindung am Formkörper (4) fixiert ist und dieser nahe dem Dichtungsstrangprofil (7) eine Teilungsebene (T) definiert.

4. Schachtabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest zweiteilig bereitgestellte Formkörper-Struktur zwischen Dichtungsstrangprofil (7) und Zusatzprofilteil (8) zumindest eine kraft-, form- und/oder stoffschlüssige Verbindung aufweist.

5. Schachtabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungsstrangprofil (7) eine radial umlaufende Nut (9) bildet, die zwischen dem Randbereich des oberen Teils (10) des Profilansatzes (P) und dem in Richtung (B) des zu verschließenden Schachtkopfes (3) vorstehenden Zusatzprofilteil (8) verläuft.

6. Schachtabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzprofilteil (8) unterhalb des für den Dichtring (6) vorgesehenen Dichtungsstrangprofils (7) mit zumindest einer umlaufenden, in Verlagerungsrichtung (B) konisch geneigten Führungsflanke (11) geformt ist.

7. Schachtabdeckung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an die Führungsflanke (11) ein in den Schachtkopf (3) vorstehender zylindrischer Steckprofilteil (12) angeformt ist.

8. Schachtabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem zu verschließenden Schachtkopf (3) im Bereich dessen Innenumfangs (13) und dem Zusatzprofilteil (8) im Bereich des Steckprofilteils (12) eine zweite umlaufende Dichtung (14) nachträglich festlegbar ist.

9. Schachtabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der im Bereich der umlaufenden Nut (9) vorgesehene Dichtring (6) in Form einer Schlauchdichtung (SD) vorgesehen ist, derart, dass diese über einen radialen Füllkanal (16, 16') vom Mannloch (15) des Formkörpers (4) aus erreichbar und nachträglich mit einem Füllstoff füllbar ist.

Description:
Schachtabdeckung für Kanalisationsschächte

Die Erfindung betrifft eine Schachtabdeckung für insbesondere in Fahrflächen vorgesehene Kanalisationsschächte o. dgl. gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine derartige Schachtabdeckung ist aus EP 0 981 674 B1 bekannt, wobei der als Betonring ausgebildete Formkörper in seinem zum Schachtkopf gerichteten Bereich einen Profilansatz aufweist, der mit einem einerseits die Durchlassöffnung begrenzenden Rohrteil versehen ist. Dieser Rohrteil bildet andererseits zur Stützkontur hin einen Ringspalt, in den das Schachtteil zumindest bereichsweise über eine Steckverbindung eingreift.

Bei der Montage dieser Schachtabdeckung ist die exakte Positionierung des Profilansatzteils am jeweiligen Schachtkopf aufwändig, da beispielsweise bei Verwendung von Schächten aus Kunststoff nach deren Verpressung im Boden die Querschnittskontur des Schachtkopfes von der idealen Kreisringform abweichen kann und damit eine genaue und dichtende Lagepositionierung im Ringspalt des Formkörpers - insbesondere bei schwergewichtigen Schachtabdeckungen - hohen Aufwand erfordert.

Die Erfindung befasst sich mit dem Problem, eine Schachtabdeckung für Kanalisationsschächte o. dgl. zu schaffen, die im Bereich des zum Schachtkopf vorstehenden Profilansatzes einfacher montierbar ist und dabei eine zuverlässig dichte Einbaulage im Bereich einer zwischen liegenden Dichtung gewährleistet wird.

BESTÄTIGUNGSKOPIE Ausgehend von einer Schachtabdeckung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 löst die Erfindung diese Aufgabe mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1. Hinsichtlich wesentlicher weiterer Ausgestaltungen wird auf die Ansprüche 2 bis 9 verwiesen.

Das Konzept der erfindungsgemäß verbesserten Schachtabdeckung geht davon aus, dass der an sich bekannte Formkörper im Bereich seines radial umlaufenden und zur Innenseite des Schachtkopfes gerichteten Profilansatzes mit zumindest einem Dichtungsstrangprofil versehen ist, das eine im Vertikalschnitt radial offene Kontur aufweist und damit eine definierte Einbaulage für eine zwischen Formkörper und Schachtkopf zu positionierende Dichtung vorgibt.

Anschließend an dieses - in Einbaulage bezüglich des Schachtkopfes dessen oberem Rand zugeordneten - Dichtungsstrangprofil ist in axialer Verlagerungsrichtung vorgelagert zumindest ein weiteres Zusatzprofilteil vorgesehen. Dieses ist bei einer vertikalen Montage-Verlagerung des Formkörpers in die im Schachtteil vorgesehene Verbindungslage als eine effektive Schutz- und Hilfskontur wirksam, so dass nunmehr beim Einbau des Systems eine Montagehilfe nutzbar ist.

Damit wird eine mehrere Konturansätze aufweisende Verbindungseinheit an der Unterseite des Formkörpers so bereitgestellt, dass die Schachtabdeckung auch in schwergewichtiger Ausführung und damit einhergehender komplizierter Handhabung vergleichsweise einfach in den Schachtkopf "eingesteckt" werden kann. Die Kombi- nation von Zusatzprofilteil und Dichtungsstrangprofil bewirkt, dass der Formkörper und die zumindest eine Dichtung im Bereich des Dichtungsstrangprofils zwangsgeführt in eine vorgesehene Abstützungslage an der Innenseite des Schachtkopfes gelangen.

Es hat sich gezeigt, dass damit die Zuverlässigkeit bei der Herstellung der Abdichtungen wesentlich verbessert werden kann und auch an in umweltgefährdeten Bereichen eingebauten Kanalisationsschächten ein Nacharbeiten im Bereich der Schachtabdeckungen weitgehend entbehrlich ist.

Die konstruktive Umsetzung des Systems sieht in zweckmäßiger Ausführung vor, dass der Zusatzprofilteil und das Dichtungsstrangprofil einstückig mit dem Profilansatz des Formkörpers geformt werden. Ebenso ist vorgesehen, dass der Zusatzprofilteil durch eine nachträglich herstellbare Verbindung am Formkörper fixiert werden kann. Dabei wird der Zusatzprofilteil nahe dem Dichtungsstrangprofil so angeordnet, dass eine Teilungsebene definiert sein kann.

Diese zumindest zweiteilig bereitgestellte Formkörper-Ansatzteil-Struktur weist zweckmäßig zwischen Dichtungsstrangprofil und Zusatzprofilteil zumindest eine kraft-, form- und/oder stoffschlüssige Verbindung auf. Denkbar sind dabei neben üblicherweise vorgesehenen Klebeverbindungen als stoffschlüssige Varianten auch Ausführungen mit Press- und/oder Rastverbindern. lm Bereich des vorgeformten Formkörpers ist vorgesehen, dass dieser als Halbzeug mit einer radial umlaufenden Nut als Dichtungsstrangprofil bereitgestellt wird. Diese Nut ist zwischen dem Randbereich des Profilansatzes und dem in Richtung des zu verschließenden Schachtkopfes vorstehenden Zusatzprofilteil ausgeformt.

Die variabel ausführbare Kontur der "vorstehenden Einführhilfe" des Systems ist darauf abgestellt, dass der dafür definierte Zusatzprofilteil - in seiner Position unterhalb des für den Dichtring vorgesehenen Dichtungsstrangprofils - mit zumindest einer radial umlaufenden, in Verlagerungsrichtung konisch geneigten Führungsflanke geformt wird. An diese Führungsflanke ist vorteilhaft ein in den Innenraum des Schachtkopfes vorstehender zylindrischer Steckprofilteil angeformt. Dieser kann als zusätzliche Dicht- und Führungskomponente genutzt werden.

Ausgehend von dieser mehrfach konturierten Anformung im Bereich der Führungsflanke und des Steckprofilteils ist vorgesehen, dass zwischen dem zu verschließenden Schachtkopf im Bereich dessen oberen Innenumfangs und der diesem gegenüberliegenden Konturform im Bereich des Steckprofilteils auch eine zweite umlaufende Dichtung installierbar ist. Diese kann insbesondere dann nachträglich angebracht werden, wenn in der Schachtabdeckung ein Mannloch vorhanden ist und eine Montageperson damit den Bereich des Schachtkopfes von innen erreichen kann.

Eine weitere Ausführung des Systems sieht vor, dass zumindest der im Bereich der umlaufenden Nut vorgesehene Dichtring in Form einer Schlauchdichtung ausgebildet ist. Diese Schlauchdichtung ist so ausgelegt, dass diese über einen radialen Füllkanal - insbesondere vom Mannloch des Formkörpers aus - erreichbar ist und nachträglich mit einem Füllstoff füllbar ist. Damit wird erreicht, dass nach einer Montage des Formkörpers auf dem Schachtkopf eine in der Praxis zu erwartende und vom Verfüllen ausgehende "Unrundheit" durch eine entsprechende Füllung der Schlauchdichtung ausgeglichen werden kann. Damit wird voll umfänglich im Bereich des Schachtkopfes eine maximale Dichtwirkung erreicht, und das System ist auch bei Fluidbelastungen mit hohen Drücken zuverlässig dicht.

Das System des Dichtungsstrangprofils kann auch als ein nachträglich an der Unterseite der Schachtabdeckung anbringbares Zusatzprofil ausgebildet werden. In einer Reparaturphase - an Abdeckungen mit oder ohne Lastabtrag im Bereich der jeweiligen Schachtabdeckung - können mehrere Teilstücke eines dann mehrteilig vorbereiteten Zusatzprofils durch das Mannloch eingeführt werden. Das komplette Profil wird an der Unterseite erzeugt, und dann kann in den Bereich des Dichtungsstrangprofils die vorgesehene Dichtung eingebracht werden.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, die mehrere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Schachtabdeckung veranschaulichen. In der Zeichnung zeigen: eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Schachtabdeckung mit Mannloch,

Fig. 2 eine Schnittdarstellung gemäß einer Linie II-II in Fig. 1 , Fig. 3 eine vergrößerte Ausschnittsdarstellung gemäß einem Detail A in

Fig. 2,

Fig. 4 eine Schnittdarstellung ähnlich Fig. 2 mit dem Formkörper im Bereich eines Schachtkopfes, und

Fig. 5 jeweilige Detaildarstellungen im Bereich gegenüberliegender Anlagezonen einer Schlauchdichtung im Bereich des am Schachtkopf anliegenden Formkörpers.

In Fig. 1 ist eine insgesamt mit 1 bezeichnete Schachtabdeckung für einen Kanalisationsschacht 2 (Fig. 2) dargestellt, wobei derartige Schächte 2 insbesondere in Fahrflächen, Wasserschutzgebieten o. dgl. Siedlungsgelände installiert werden. Ausgehend von runden oder viereckigen Abdeckungen sind auch vieleckige Konturen denkbar. Dem Schacht 2 wird dabei im kopfseitigen Bereich 3 ein als Betonteil ausgebildeter Formkörper 4 zugeordnet. Der Formkörper 4 ist dabei so konzipiert, dass nach einer im Wesentlichen vertikalen Verlagerung (Pfeil B) der Formkörper 4 in seiner Abdeckstellung (Fig. 2, Fig. 4) einen oberen Bereich des Schachtkopfes 3 übergreift. Zum Aufbau dieser Verbindungskonstruktion ist üblicherweise vorgesehen, dass der mit einer ringnutförmigen Verbindungskontur 5 (Fig. 5) versehene Formkörper 4 mit zumindest einem bereichsweise in den Schachtkopf 3 einführbaren und dabei eine abdichtbare Lage einnehmenden Profilansatz P (Fig. 3) geformt ist. Das erfindungsgemäße Konzept der Schachtabdeckung 1 sieht vor, dass der Formkörper 4 im Bereich seines radial umlaufenden Profilansatzes P mit zumindest einem radial einseitig offenen und mit einer rechteckigen Konturform eine definierte Einbaulage für eine Dichtung 6 vorgebenden Dichtstrangprofil 7 versehen ist (Fig. 3, Fig. 5). Dabei ist diesem Dichtungsstrangprofil 7 in axialer Richtung (Längsmittelebene M, Fig. 2) vorgelagert zumindest ein Zusatzprofilteil 8 so zugeordnet, dass dieses bei der vertikalen Verlagerung (Pfeilrichtung B) als Schutz- und Hilfskontur zum Aufbau einer sicheren Dichtfunktion wirksam wird. Das Zusatzprofilteil 8 kann dabei in weitgehend variablen Konturformen ausgeführt werden, so dass in Anpassung an das jeweilige Material im Bereich des Schachtkopfes 3 unterschiedliche Montagestellungen - durch "Verschiebung" der Bauteile - im Bereich eines Einführungsspaltes S (Fig. 3, Fig. 5) realisierbar sind.

Eine zweckmäßige Ausführung des erfindungsgemäß verbesserten Formkörpers 4 sieht vor, dass der eine optimale Einführhilfe bildende Zusatzprofilteil 8 einstückig mit dem Profilansatz P geformt sein kann.

Eine weitere Ausführung des erfindungsgemäßen Konzeptes ist darauf gerichtet, dass das Zusatzprofilteil 8 durch eine nachträglich herstellbare Verbindung am Formkörper 4 fixiert ist. Bei dieser zweiteiligen Ausführung wird nahe dem Dichtungsstrangprofil 7 eine horizontale Teilungsebene T definiert. Denkbar ist dabei auch, die Teilungsebene auch in einem anderen Bereich am Profilansatz P vorzusehen (nicht dargestellt). Ausgehend von der nach entsprechender Einzelfertigung zweiteilig bereitgestellten Formkörper-Zusatzprofil-Struktur ist vorgesehen, dass zwischen dem Dichtungsstrangprofil 7 und dem Zusatzprofilteil 8 im Bereich der Teilungsebene T wahlweise auch eine jeweilige kraft-, form- und/oder stoffschlüssige Verbindung vorgesehen sein kann. In zweckmäßiger Ausführung ist eine stoffschlüssige Verbindung durch Klebung vorgesehen.

Aus den Übersichtsdarstellungen in Fig. 3 und Fig. 5 wird deutlich, dass das Dichtungsstrangprofil 7 eine in der Struktur ersichtliche, radial umlaufende - hier rechteckige - Nut 9 bildet. Diese Nut 9 verläuft dabei zwischen dem Randbereich des oberen Teils 10 des Profilansatzes P und dem in Richtung des zu verschließenden Schachtkopfes 3 vorstehenden Zusatzprofilteil 8.

Aus sämtlichen der Darstellungen gemäß Fig. 2 bis Fig. 5 wird deutlich, dass das Zusatzprofilteil 8 unterhalb des für den Dichtring 6 vorgesehenen Dichtstrangprofils 7 mit zumindest einer umlaufenden, in Verlagerungsrichtung B konisch geneigten Führungsflanke 11 geformt ist. Diese Konturformung ist für eine weitere Verbesserung der Hilfsfunktion insoweit erweitert, als dass an diese Führungsflanke 11 ein tiefer, in den Schachtkopf 3 vorstehender zylindrischer Steckprofilteil 12 angeformt sein kann.

Mit diesem Konzept wird erreicht, dass zwischen dem zu verschließenden Schachtkopf 3 im Bereich dessen Innenumfangs 13 und dem konzentrisch dazu verlaufenden Zusatzprofilteil 8 im Bereich des Steckprofilteils 12 eine zweite umlaufende Dichtung 14 vorgesehen sein kann. Diese Dichtung 14 kann wahlweise bereits an dem vorgefertigten Formkörper 4 fixiert sein. Denkbar ist auch, dass eine nachträgliche Festlegung dieser Dichtung 14 dann erfolgt, wenn die Montageposition in Pfeilrichtung B hergestellt ist. Für diese nachträgliche Installation von Dichtungsbauteilen ist das insgesamt mit 15 bezeichnete Mannloch vorgesehen. Es versteht sich, dass über das Mannloch 15 auch eine Kontrolle des Dichtsystems möglich ist und auch spätere Reparaturen im Bereich der Steckteil-Dichtring-Struktur durchführbar sind.

Dabei ist eine Installation des Zusatzprofils 8 auch nachträglich an bereits verlegten Schachtabdeckungen denkbar. Das Zusatzprofil 8 kann dann in radialer Richtung geteilt vorgeformt sein, so dass die "Einzelstücke" über das Mannloch in den Innenraum einbringbar sind und hier zu der kompletten Struktur mit Dichtungsstrangprofil 7 zusammengesetzt montiert werden.

Aus der Zusammenschau von Fig. 4 und Fig. 5 wird eine weitere Ausführung des erfindungsgemäßen Systems deutlich, wobei hier die Verbindungsstellung im Bereich des eine Dichtung 6' aufnehmenden Dichtungsstrangprofils 7 verdeutlicht ist. Durch jeweilige schraffierte Zonen Z und Z' wird eine horizontale Asymmetrie im Verbindungsbereich verdeutlicht (Abstandsmaße: S, S'). Ausgehend von dieser bei der Montage zu tolerierenden Asymmetrie Z, Z' ist eine optimale Anpassung dadurch erreichbar, dass die Dichtung 6' in Form einer Schlauchdichtung SD ausgeführt ist. Diese in der Montagephase (Pfeil B) bereits vormontierbare Dichtung SD wird mit einem zusätzlichen Füllkanal 16, 16' verbunden, so dass damit der Innenraum 17 des Formkörpers 4 - bei geöffnetem Mannloch 15 - für einen Werker erreichbar ist.

Da in der mit den Abständen S, S' dargestellten "Verschiebesituation" mit den Zonen Z, Z' eine asymmetrische Pressung des Dichtsystems 6' vorliegt, kann nachträglich durch ein Einbringen eines Füllstoffes in diese Schlauchdichtung SD die Dichtwirkung auf das erforderliche Maß eingestellt werden. Damit wird trotz Verlagerung der Bauteile in der Einbaulage eine zuverlässige Dichtwirkung des Gesamtsystems erreicht.