FUCHS, Rudolf (Fliederweg 31, Neuhausen, 73765, DE)
Ansprüche
1. Markiervorrichtung mit Mitteln (6) zum Erzeugen mindestens einer Lichtlinie (7) auf einer Objektfläche (2), insbesondere einer Werkstückfläche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Markiervorrichtung (1) mindestens einen Referenzierungsabschnitt (11) zum Herstellen einer Referenz zu einer Objektkante (8) oder eine Markierung aufweist, und dass die Mittel (6) derart ausgebildet und/oder angeordnet sind, dass die Lichtlinie (7) oder eine gedachte Verlängerung der Lichtlinie (7) ausschließlich mit Abstand (h) zu der Markiervorrichtung (1) verläuft.
2. Markiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Referenzierungsabschnitt (11) eine gerade, vorzugsweise an einem Gehäuse (5) der Markiervorrichtung (1) ausgebildete, Anlagekante (14) umfasst oder von dieser gebildet ist.
3. Markiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Referenzierungsabschnitt (11) einen Winkelabschnitt (12), insbesondere eines Gehäuses (5) der Markiervorrichtung (1), umfasst oder von diesem gebildet ist.
4. Markiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Referenzierungsabschnitt (11) eine Stellfläche (4) zum Aufstellen der Markiervorrichtung (1) auf der Objektfläche (2) begrenzt.
5. Markiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (6) derart ausgebildet sind, dass die Lichtlinie (7) parallel oder rechtwinklig zu dem Referenzierungsabschnitt (11) verläuft.
6. Markiervorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (6) derart ausgebildet sind, dass die
Lichtlinie (7) auf dem Objekt (3) parallel verschiebbar ist.
7. Markiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (6) derart ausgebildet sind, dass die Lichtlinie (7) um mindestens eine winklig, vorzugsweise rechtwinklig, zur Objektfläche (2) verlaufende Schwenkachse (16) verschwenkbar ist.
8. Markiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (6) ein Kugelgelenk (19) umfassen.
9. Markiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (6) zwei, vorzugsweise rechtwinklig zueinander verlaufende, Lichtlinien (7, 15) erzeugend ausgebildet sind.
10. Markiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (6) mindestens eine Laserlichtquelle, vorzugsweise mit einer eine Zylinderlinse aufweisenden Optik, umfassen.
11. Markierverfahren, bei dem mit Hilfe einer Markiervorrichtung (1), vorzugsweise nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mindestens eine Lichtlinie
(7) auf einer Objektfläche (2) erzeugt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Markiervorrichtung (1) auf der Objektfläche
(2) abgestellt und eine Referenz zu einer Objektkante (8) oder einer Markierung des Objektes (3) hergestellt wird, und dass die Lichtlinie (7) ausschließlich mit
Abstand zu der Markiervorrichtung (1) auf der
Objektfläche (2) erzeugt wird. |
Beschreibung
Titel
Markiervorrichtung sowie Markierverfahren
Stand der Technik
Die Erfindung betrifft eine Markiervorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Markierverfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
Es sind Laser-Markiervorrichtungen bekannt, die auf einer Objektfläche abstellbar sind. Mit Hilfe der Markiervorrichtung kann eine Laser-Linie auf der Objektfläche erzeugt werden, wobei die Laser-Linie auf einer die Markiervorrichtung schneidenden, senkrecht zur Objektfläche verlaufenden, gedachten Ebene liegt. Hieraus resultiert das Problem, dass die Markiervorrichtung im Weg ist, wenn man das Objekt entlang der Lichtlinie mit Hilfe einer Säge bearbeiten möchte. Weiterhin ist nachteilig, dass mit Hilfe bekannter Markiervorrichtungen keine Referenz zu einer Objektkante herstellbar ist.
Weiterhin ist es bekannt, Laser-Markiervorrichtungen mittels einer separaten Befestigungseinrichtung mit Abstand zu der Objektfläche anzuordnen, wobei die Befestigungseinrichtung an dem Objekt selbst festgelegt ist. Durch die Anordnung der Markiervorrichtung mit Abstand zu der Objektfläche wird erreicht, dass die Markiervorrichtung eine Bearbeitung des Objektes nicht behindert, obwohl die Lichtlinie in einer die Markiervorrichtung schneidenden Vertikalebene liegt. Nachteilig ist jedoch die Notwendigkeit, die separate Befestigungseinrichtung
vorsehen zu müssen, mit der eine Referenz zu einer Objektkante herstellbar ist.
Offenbarung der Erfindung Technische Aufgabe
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Markiervorrichtung vorzuschlagen, die die Bearbeitung eines zu markierenden Objektes entlang einer erzeugten Lichtlinie nicht behindert, auch wenn keine separate Befestigungseinrichtung vorgesehen wird. Ferner besteht die Aufgabe darin, ein entsprechend optimiertes Markierverfahren vorzuschlagen.
Technische Lösung
Diese Aufgabe wird hinsichtlich der Markiervorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und hinsichtlich des Markierverfahrens mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. In den Rahmen der Erfindung fallen sämtliche Kombinationen aus zumindest zwei von in der Beschreibung, den Ansprüchen und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen. Zur Vermeidung von Wiederholungen sollen vorrichtungsgemäß offenbarte Merkmale auch als verfahrensgemäß offenbart gelten und beanspruchbar sein. Ebenso sollen verfahrensgemäß offenbarte Merkmale als vorrichtungsgemäß offenbart gelten und beanspruchbar sein.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die Mittel zum Erzeugen einer Lichtlinie derart auszubilden und/oder anzuordnen, dass die mindestens eine von diesen erzeugte Lichtlinie ausschließlich mit Abstand zu der Markier-
Vorrichtung verläuft. Anders ausgedrückt sind die Mittel derart auszubilden und/oder anzuordnen, dass die erzeugte Lichtlinie nicht in einer die Markiervorrichtung schneidenden, senkrecht zu einer Stellfläche der Markier- Vorrichtung verlaufenden Ebene, insbesondere einer Vertikalebene, liegt. Hierdurch kann sicher verhindert werden, dass, wenn das Objekt entlang der Lichtlinie, beispielsweise mittels einer Säge, bearbeitet wird, die Markiervorrichtung die Bearbeitung behindert. Um eine Referenz von der Markiervorrichtung zu einer Objektkante und/oder einer, insbesondere geraden, Markierung auf dem Objekt, vorzugsweise auf der Objektfläche, herstellen zu können, umfasst die Markiervorrichtung zusätzlich einen, vorzugsweise geraden, Referenzierungsabschnitt . Die Referenz zwischen der Markiervorrichtung und der Objektkante oder der Markierung kann beispielsweise dadurch hergestellt werden, dass der Referenzierungsabschnitt an die Objektkante bzw. die Markierung angelegt und/oder mit dieser zur Deckung gebracht wird. Durch das Vorsehen des integralen Referenzierungsabschnittes ist es möglich, die von den Mitteln mit Abstand zu der Markiervorrichtung erzeugte Lichtlinie exakt relativ zu der Objektkante zu positionieren. Anders ausgedrückt kann durch das Vorsehen des Referenzierungsabschnittes ein definierter Bezug von dem Objekt (Werkstück) zur Lichtlinie hergestellt werden.
Von besonderem Vorteil ist eine Ausführungsform der Markiervorrichtung, bei der der Referenzierungsabschnitt eine gerade Anlagekante aufweist, die an die Objektkante oder eine gerade Markierung auf der Objektfläche anlegbar ist. Besonders bevorzugt ist die Anlagekante an einem Gehäuse der Markiervorrichtung, vorzugsweise am Rand einer Stellfläche des Gehäuses, ausgebildet.
Zusätzlich oder alternativ ist es möglich, dass der Referenzierungsabschnitt einen Winkelabschnitt umfasst, der es ermöglicht, die Markiervorrichtung, eine Kante des Objektes umgreifend, zu positionieren. Bevorzugt umfasst der Winkelabschnitt dabei einen rechten Winkel. Im Falle der Kombination einer Anlagekante mit einem Winkelabschnitt ist eine Ausführungsform bevorzugt, bei der die Anlagekante von einer Innenkante des Winkelabschnittes gebildet ist, die bei an einem Objektrand anliegendem Winkelabschnitt an der zugehörigen Objektkante anliegt und parallel zu dieser verläuft .
Von besonderem Vorteil ist eine Ausführungsform der Markiervorrichtung, bei der der Referenzierungsabschnitt, insbesondere die Anlagekante und/oder der Winkelabschnitt, eine (untere) Stellfläche der Markiervorrichtung seitlich begrenzt .
In Weiterbildung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass die Mittel zum Erzeugen der mindestens einen Lichtlinie derart ausgebildet sind, dass die Lichtlinie parallel oder rechtwinklig zur Längserstreckung des Referenzierungsabschnittes verläuft. Dabei ist eine Ausführungsform realisierbar, bei der die Lichtlinie dauerhaft parallel oder rechtwinklig zu dem Referenzierungsabschnitt verläuft oder aber so einstellbar ist, dass eine parallele oder rechtwinklige Zuordnung der Lichtlinie zu dem Referenzierungsabschnitt gegeben ist.
Wie eingangs angedeutet, ist eine Ausführungsform realisierbar, bei der die Mittel derart ausgebildet sind, dass die mindestens eine Lichtlinie in einem festen Abstand
zur Markiervorrichtung auf der parallel zur Stellfläche verlaufenden Objektfläche erzeugt wird. Besonders bevorzugt ist jedoch eine Ausführungsform, bei der der Abstand zwischen der Lichtlinie und der Markiervorrichtung durch Parallelverschieben der Lichtlinie relativ zu der Markiervorrichtung, vorzugsweise definiert, einstellbar ist. Bevorzugt umfassen hierzu die Mittel eine verschwenkbar angeordnete Lichtquelle und/oder eine verschwenkbar angeordnete, vorzugsweise einen verschwenkbaren Spiegel umfassende, Optik, wobei die Schwenkachse zum Verschwenken der Mittel, der Lichtquelle und/oder der Optik, vorzugsweise parallel oder senkrecht zur Längserstreckung des Referenzierungsabschnittes verläuft .
Es ist auch eine Ausführungsform realisierbar, bei der die Mittel zum Erzeugen der mindestens einen Lichtlinie derart ausgebildet sind, dass die Lichtlinie um eine winklig, vorzugsweise rechtwinklig, zur Objektfläche bzw. zur Stellfläche verlaufende Schwenkachse verschwenkbar ist. Um die Lage der Schwenkachse verändern zu können, ist es bevorzugt, wenn die Mittel, insbesondere zum Verschwenken einer Lichtquelle und/oder eines Optikbestandteiles, ein Kugelgelenk umfassen.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Mittel, beispielsweise durch das Vorsehen von mindestens zwei Lichtquellen und/oder einer geeigneten Optik, derart ausgebildet, dass zwei Lichtlinien auf der Objektfläche erzeugbar sind, wobei die beiden Lichtlinien, vorzugsweise rechtwinklig, zueinander verlaufen. Hierdurch ist es möglich, die Lichtlinien exakt relativ zu einer Objektkante auszurichten .
In Weiterbildung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass es sich bei der Markiervorrichtung um eine Laser- Markiervorrichtung mit einer Laser-Lichtquelle, insbe- sondere einer Laser-Diode, handelt, wobei es besonders bevorzugt ist, den von der Laser-Lichtquelle erzeugten, im Querschnitt, zumindest näherungsweise, punktförmigen Laserstrahl mittels einer geeigneten, vorzugsweise eine Zylinderlinse umfassenden, Optik zu einer eine Lichtlinie erzeugenden Lichtebene (Lichtfläche) aufzuweiten.
Die Erfindung führt auch auf ein Markierverfahren zum Erzeugen mindestens einer Lichtlinie (Markierung) auf einer Objektfläche. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass hierzu die Markiervorrichtung zum Erzeugen der Lichtlinie unmittelbar auf der Objektfläche abgestellt wird, derart, dass eine Referenz zwischen einer Objektkante oder einer Markierung des Objektes und der Markiervorrichtung bzw. der mit dieser erzeugten Lichtlinie besteht. Dies kann insbesondere dadurch erreicht werden, dass ein Referenzierungsabschnitt mit einer Objektkante oder der Markierung zur Deckung gebracht wird. Die Lichtlinie wird derart erzeugt, dass diese ausschließlich mit Abstand zu der Markiervorrichtung auf der Objektfläche, vorzugsweise über die gesamte Objektfläche, verläuft, also in einer senkrecht zur Objektfläche verlaufenden Ebene, insbesondere einer Vertikalebene, liegt, die die Markiervorrichtung nicht schneidet, d. h. mit Abstand zu dieser verläuft.
Im Hinblick auf vorteilhafte Ausgestaltungen des Markierungsverfahrens wird auf die vorhergehende Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele einer Markiervorrichtung verwiesen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen. Diese zeigen in:
Fig. Ia und Fig. Ib: zwei klapprichtige Ansichten einer auf einer
Objektfläche angeordneten Markiervorrichtung, mit der eine parallel zu einem Referenzierungsabschnitt verlaufende Licht ¬ linie auf der Objektfläche erzeugbar ist,
Fig. 2a und
Fig. 2b: zwei klapprichtige Ansichten einer alternativen Ausführungsform einer Markiervorrichtung, mit der zwei rechtwinklig zueinander verlaufende Lichtlinien auf einer
Objektfläche erzeugbar sind,
Fig. 3: ein weiteres alternatives Ausführungsbei ¬ spiel einer Markiervorrichtung, mit der eine um eine Schwenkachse verschwenkbare Licht ¬ linie auf einer Objektfläche erzeugbar ist,
Fig. 4: das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3, wobei die erzeugte Lichtlinie parallel zu einem Referenzierungsabschnitt der Markiervor ¬ richtung verläuft und
Fig. 5: ein weiteres alternatives Ausführungsbeispiel einer Markiervorrichtung mit einem Kugelgelenk .
Ausführungsformen der Erfindung
In den Figuren sind gleiche Bauteile und Bauteile mit der gleichen Funktion mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet .
In Fig. 1 ist eine als Laser-Markiervorrichtung ausgebildete Markiervorrichtung 1 gezeigt, die auf einer ebenen Objektfläche 2 eines Objektes 3 (Werkstück) abgestellt ist. Hierzu weist die Markiervorrichtung 1 eine parallel zur Objektfläche 2 verlaufende, untere Stellfläche 4 auf, die bei Bedarf auch von kleinen, integralen Standfüßen bzw. Oberflächenerhebungen gebildet sein kann, insbesondere um eine Dreipunktauflage zu realisieren. Die Markiervorrichtung 1 umfasst ein Gehäuse 5 sowie Mittel 6 zum Erzeugen einer Lichtlinie 7 (Laser-Linie) auf der Objektfläche 2. Die Lichtlinie 7 erstreckt sich über die gesamte Breitenerstreckung der Objektfläche 2. Wie aus den klapprichtigen Darstellungen gemäß den Fig. Ia und Fig. Ib zu erkennen ist, verläuft die Lichtlinie 7 parallel zu einer in der Zeichnungsebene links befindlichen, geraden Objektkante 8. Die Mittel 6 umfassen eine im Einzelnen nicht dargestellte Lichtquelle sowie eine geeignete Optik zum Erzeugen einer winklig zur Markiervorrichtung 1 bzw. zum Gehäuse 5 verlaufenden Lichtebene 9, die entlang der Schnittlinie mit der Objektfläche 2 die Lichtlinie 7 bildet. Wie sich aus Fig. Ia ergibt, befindet sich die Lichtlinie 7 in einem Abstand h zum Gehäuse 5, genauer zu
einer vorderen, von der Objektkante 8 abgewandten Gehäuseseite 10.
Wie sich insbesondere aus der Seitenansicht gemäß Fig. Ib ergibt, umfasst die Markiervorrichtung 1, genauer das Gehäuse 5 der Markiervorrichtung 1, einen (hinteren) Re- ferenzierungsabschnitt 11. Dieser ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel gebildet von einem Winkelabschnitt 12 des Gehäuses 5, welcher wiederum gebildet ist von einem Fortsatz 13 und der Stellfläche 4, wobei sich der Fortsatz 13 senkrecht zur Stellfläche 4 erstreckt. Der Referenzierungsabschnitt 11 erlaubt es, eine Referenz zwischen der Objektkante 8 und der Markiervorrichtung 1 und damit zwischen der Objektkante 8 und der Lichtlinie 7 herzustellen. Von einer Innenkante des Winkelabschnittes 12 wird eine gerade Anlagekante 14 gebildet, die zur Anlage an der Objektkante 8 dient.
Aufgrund der Möglichkeit zur Referenzierung erhält die erzeugte Lichtlinie 7 eine definierte Position zur Objektkante 8. Da die Lichtlinie 7 ausschließlich mit Abstand zu der Markiervorrichtung 1 auf der Objektfläche 2 verläuft bzw. in einer senkrecht zur Objektfläche 2 orientierten, in Fig. Ib angedeuteten, Ebene E liegt, die die Markiervorrichtung 1 nicht schneidet, kann das Objekt 3 entlang der Lichtlinie 7 bearbeitet werden, ohne dass eine Kollision zwischen dem Bearbeitungswerkzeug und der Markiervorrichtung 1 droht.
In den Fig. 2a und 2b ist ein alternatives Ausführungsbeispiel einer Markiervorrichtung 1 gezeigt. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird im Folgenden im Wesentlichen nur auf die Unterschiede zu dem in den Fig. Ia und Ib
dargestellten Ausführungsbeispiel eingegangen. Im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. Ia und Ib erstreckt sich der Referenzierungsabschnitt 11 der Markiervorrichtung 1 bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 2a und 2b nicht quer zur Längserstreckung der Markiervorrichtung 1, sondern in Richtung der Längserstreckung der Markiervorrichtung 1. In der Folge verläuft eine erste von den Mitteln 6 erzeugte Lichtlinie 7 senkrecht zu der Längserstreckung des Referenzierungs- abschnittes 11 bzw. zu der Objektkante 8, an der der Referenzierungsabschnitt 11 anliegt. Wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. Ia und Ib wird der Referenzierungsabschnitt 11 von einem Winkelabschnitt 12 gebildet, der eine innere Anlagekante 14 zwischen der Stellfläche 4 und dem Fortsatz 13 bildet. Zusätzlich zu der ersten Lichtlinie 7 erzeugen die Mittel 6 entweder mit Hilfe einer geeigneten Optik oder durch das Vorsehen einer weiteren Lichtquelle (nicht gezeigt) eine zweite Lichtlinie
15 auf der Objektfläche 2, die die erste Lichtlinie 7, die ausschließlich mit Abstand zur Markiervorrichtung 1 angeordnet ist, mit Abstand zu der Markiervorrichtung 1 in einem rechten Winkel schneidet. Folglich liegt die zweite Lichtlinie 15 im Gegensatz zu der ersten Lichtlinie 7 in einer die Markiervorrichtung 1 schneidenden, senkrecht zur Objektfläche 2 verlaufenden, nicht eingezeichneten, Ebene.
Bei dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel einer Markiervorrichtung 1 sind die Mittel 6 um eine Schwenkachse
16 verschwenkbar angeordnet. Dabei verläuft die Schwenkachse 16 senkrecht zur Objektfläche 2 sowie senkrecht zu der Längserstreckung der Objektkante 8, an der die Markiervorrichtung 1 mit einem nicht zu erkennenden Referenzierungsabschnitt anliegt. Wie sich aus Fig. 3
ergibt, verläuft die Lichtlinie 7 an der Markiervorrichtung 1 vorbei und schneidet diese nicht. Daher kann das Objekt 3 mit Hilfe einer Stichsäge 17 entlang der Lichtlinie 7 bearbeitet, insbesondere geteilt, werden, ohne dass die Gefahr einer Kollision zwischen der Stichsäge 17 und der Markiervorrichtung 1 besteht. Wie sich aus Fig. 3 ergibt, sind die Mittel 6 derart verschwenkt, dass die Lichtlinie 7 die Objektkante 8 unter einem abweichenden Winkel von 90° schneidet. Bevorzugt ist die Markiervorrichtung 1 mit einer Winkelskala zum Ablesen des eingestellten Schwenkwinkels ausgestattet .
In Fig. 4 ist die in Fig. 3 dargestellte Markiervorrichtung 1 nochmals gezeigt. Der einzige Unterschied zu Fig. 3 besteht darin, dass die Mittel 6 derart um die Schwenkachse 16 verschwenkt sind, dass sich die Lichtlinie 7 parallel zur Objektkante 8 erstreckt, an der die Markiervorrichtung 1 mit ihrem Referenzierungsabschnitt 11 anliegt. Das Objekt 3, beispielsweise eine Holzplatte, kann parallel zur Markiervorrichtung 1 entlang der Lichtlinie 7 bearbeitet werden, ohne dass eine Kollision zwischen der Stichsäge 17 und der Markiervorrichtung 1 droht.
In Fig. 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Markiervorrichtung 1 gezeigt. Die Markiervorrichtung 1 umfasst zwei rechtwinklig zueinander verlaufende Anlagekanten 14, die von dem Gehäuse 5 der Markiervorrichtung 1 gebildet sind. Beide Anlagekanten 14 sind geradlinig ausgebildet und begrenzen eine untere Stellfläche der Markiervorrichtung 1, mit Hilfe derer die Markiervorrichtung 1 auf der ebenen Objektfläche 2 des Objektes 3 aufliegt. Die Mittel 6 sind auf einer in alle Richtungen verschwenkbaren Kugel 18 eines Kugelgelenks 19
angeordnet, so dass (angedeutet durch die Pfeildarstellungen auf der Kugel 18) die Mittel 6 und damit die Lichtlinie 7 beliebig verschwenkbar sind/ist. Die Kugel 18 des Kugelgelenks 19 ist in einer schematisch angedeuteten Kugelpfanne 20 aufgenommen und in dieser beliebig verschwenkbar gelagert.
Mit Hilfe der als Anlagekanten 14 ausgebildeten Referenzierungsabschnitte 11 kann die Markiervorrichtung 1 an Objektkanten 8 des Objektes 3 angelegt werden. Dabei ist es möglich, wie dargestellt, die Markiervorrichtung 1 in einem Eckbereich anzuordnen und jede Anlagekante 14 mit jeweils einer Objektkante 8 in Deckung zu bringen. Alternativ ist es möglich, die Markiervorrichtung 1 derart mit jeweils nur einer Objektkante 8 zu referenzieren, indem nur eine Anlagekante 14 zur Deckung mit einer Objektkante 8 gebracht wird.
