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Patent Searching and Data


Title:
MATERIAL HAULING WAGON, MATERIAL HAULING WAGON ASSEMBLY, AND METHOD FOR LOADING THE MATERIAL HAULING WAGON ASSEMBLY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/108314
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed is a material hauling wagon (2) comprising a top conveyor (60) which is shorter than the length of the wagon, leaves a top portion at the end of the material hauling wagon (2) open and can be operated so as to load in a first conveying direction towards the open end of the wagon. The material hauling wagon (2) includes a bottom conveyor (4) which can be operated so as to load in a second direction against the first direction, and a transfer conveyor (5) associated with the bottom conveyor (4) loading in the second conveying direction. For functional coupling to a second material hauling wagon (1, 2, 3), the material hauling wagon (2) has an inter-wagon conveyor (7) which can be operated so as to load in the first conveying direction, is associated with the short top conveyor (60) of the material hauling wagon (2), and extends from a point below a discharge end of the short top conveyor (60) to a point beyond the open end of the material hauling wagon (2). The discharge end of the inter-wagon conveyor (7) can be placed above a conveyor (4, 6, 60) of the coupled second material hauling wagon (1, 2, 3). Also disclosed are a material hauling wagon assembly comprising said material hauling wagon (2) as well as a method for loading a material hauling wagon assembly (10) comprising different material hauling wagons.

Inventors:
ZÜRCHER, Ralf (Binzenweg 12, Meißenheim, 77974, DE)
Application Number:
EP2017/001414
Publication Date:
June 21, 2018
Filing Date:
December 11, 2017
Export Citation:
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Assignee:
ZÜRCHER HOLDING GMBH (Robert-Zürcher-Str.1-6, Meißnheim, 77974, DE)
International Classes:
E01B27/00; B61D7/32; E01B27/02; B61D15/00; E01B27/10; E01C19/00
Attorney, Agent or Firm:
MEHL-MIKUS, Claudia (Mepat Patentanwälte PartG Dr. Mehl-Mikus, Goy Dr. Drobnik mb, Eisenlohrstrasse 31 Karlsruhe, 76135, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Materialförderwagen (2) mit

- einer in Bezug auf eine Wagenlänge verkürzten Dachfördereinrichtung (60), die einen Dachabschnitt am Ende des Materialförderwagens (2) frei lässt und zur Beladung in einer ersten Förderrichtung zum freien Ende hin betreibbar ist, und

- einer Bodenfördereinrichtung (4), die zur Beladung in einer zweiten, der ersten Förderrichtung entgegengesetzten Richtung betreibbar ist, und

- einer der Bodenfördereinrichtung (4) in der zweiten Förderrichtung zugeordneten Übergabefördereinrichtung (5),

dadurch gekennzeichnet, dass

der Materialförderwagen (2) zur funktionellen Kopplung mit einem zweiten Materialförderwagen (1 , 2, 3) eine zur Beladung in der ersten Förderrichtung betreibbare Zwischenwagenfördereinrichtung (7) aufweist, die der verkürzten Dachfördereinrichtung (60) des Materialförderwagens (2) zugeordnet ist und sich von unterhalb eines Abwurfendes der verkürzten Dachfördereinrichtung (60) bis über das freie Ende des Materialförderwagens (2) hinweg erstreckt, sodass die Zwischenwagenfördereinrichtung (7) mit ihrem Abwurfende oberhalb einer Fördereinrichtung (4,6,60) des angekoppelten zweiten Materialförderwagens (1 , 2, 3) positionierbar ist.

2. Materialförderwagenverband (10) aus zumindest zwei aneinander gekoppelten Materialförderwagen (1 , 2, 3),

dadurch gekennzeichnet, dass

ein erster Materialförderwagen ein Materialförderwagen (2) nach Anspruch 1 ist und ein weiterer Materialförderwagen (1 , 2, 3) zumindest eine Bodenfördereinrichtung (4) und zumindest eine der Bodenfördereinrichtung (4) zugeordnete Übergabefördereinrichtung (5) aufweist, wobei der weitere Materialförderwagen (1 , 2, 3) an dem ersten Materialförderwagen (2) an dessen von dem verkürzten Dachförderband (60) freien Ende gekoppelt ist und das Abwurfende der Zwischenwagenfördereinrichtung (7) des ersten Materialförderwagens (2) oberhalb einer Fördereinrichtung (4,6,60) des angekoppelten zweiten Materialförderwagens (1 , 2, 3) positionierbar ist.

3. Materialförderwagenverband (10) nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

der weitere Materialförderwagen (1 , 2, 3) ein zweiter Materialförderwagen (3) ohne Dachfördereinrichtung ist und die Bodenfördereinrichtung (4) und die zugeordnete Übergabefördereinrichtung (5) zum Beladen eine Förderrichtung aufweisen, die der zweiten Förderrichtung der Bodenfördereinrichtung (4) des ersten Materialförder- wagens (2) entgegengesetzt ist, wobei das Abwurfende der Zwi sehen wag enförder- einrichtung (7) des ersten Materialförderwagens (2) oberhalb der Bodenfördereinrichtung (4) des angekoppelten zweiten Materialförderwagens (3) positionierbar ist.

4. Materialförderwagenverband (10) nach Anspruch 2 oder 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Zwischenwagenfördereinrichtung (7) gebildet wird durch

- eine am ersten Materialförderwagen (2) fest oder lösbar angeordnete Zwischendachfördereinrichtung (70) oder

- eine Kombination aus einer fest oder lösbar am ersten Materialförderwagen (2) angeordnete Zwischendachfördereinrichtung (70) mit einer fest oder lösbar am zweiten Materialförderwagen (3) angeordnete Ergänzungsfördereinrichtung (71) oder

- eine Kombination aus einer im Bodenbereich des ersten Materialförderwagens (2) angelenkten und zwischen einer Gebrauchs- und einer Nichtgebrauchsposition bewegbaren Schwenkfördereinrichtung (75) und einer Zusatzfördereinrichtung (76), die schwenk- und/oder verfahrbar an dem ersten Materialförderwagen (2) oder abnehmbar an dem ersten und/oder dem zweiten Materialförderwagen (3) angeordnet ist.

5. Materialförderwagenverband (10) nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Zwischendachfördereinrichtung (70) eine Förderbandanordnung (7b) in einem Trägerrahmen (7a) aufweist, wobei bevorzugt

die Zwischendachfördereinrichtung (70) insgesamt oder die Förderbandanordnung (7b) in dem Trägerrahmen (7a) von einer Gebrauchsposition, in der sich die Förderbandanordnung (7b) von unterhalb des Abwurfendes der verkürzten Dachfördereinrichtung (60) erstreckt, zu einer Nichtgebrauchsposition verfahrbar ist, die sich unter der verkürzten Dachfördereinrichtung (60) befindet oder von der Abwurf- stelle der verkürzten Dachfördereinrichtung (60) in Längs- und/oder Querrichtung entfernt ist. Materialförderwagenverband (10) nach Anspruch 4 oder 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

die zwischen einer Gebrauchs- und einer Nichtgebrauchsposition bewegbare Zwischenwagenfördereinrichtung (7) zumindest einen Antrieb und/oder Stellelemente zur Überführung der Zwischenwagenfördereinrichtung (7) zwischen der Gebrauchsund der Nichtgebrauchsposition aufweist, wobei der zumindest eine Antrieb und/oder die Stellelemente manuell oder durch zumindest eine Steuerungsvorrichtung des Materialförderwagenverbands (10) halb- oder vollautomatisch betätigbar sind, wobei die zumindest eine Steuerungsvorrichtung vorzugsweise mit zumindest einem Sensor zur Erfassung eines Ladezustands eines der Materialförderwagen (1 , 2, 3) gekoppelt ist.

Materialförderwagenverband (10) nach zumindest einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass

die Zwischendachfördereinrichtung (70) und gegebenenfalls die Ergänzungsfördereinrichtung (71 ) um eine vertikale Achse und/oder um eine Wagenquerachse verschwenkbar ist,

wobei vorzugsweise entsprechende Schwenkantriebe und/oder Stellelemente vorgesehen sind, die manuell oder durch zumindest eine Steuerungsvorrichtung des Materialförderwagenverbands (10) halb- oder vollautomatisch betätigbar sind, wobei die zumindest eine Steuerungsvorrichtung vorzugsweise mit zumindest einem Sensor zur Erfassung einer Gleislage und/oder eines Gleisverlaufs gekoppelt ist.

Materialförderwagenverband (10) nach zumindest einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass

- die an dem ersten Materialförderwagen (2) lösbar angeordnete Zwischendachfördereinrichtung (70)

- die an dem zweiten Materialförderwagen (3) lösbar angeordnete Ergänzungsfördereinrichtung (71)

- die abnehmbar an dem ersten und/oder dem zweiten Materialförderwagen (2, 3) angeordnete Zusatzfördereinrichtung (76)

Eingriffselemente (74) für ein Hebegerät aufweist, wobei vorzugsweise der erste und/oder der zweite Materialförderwagen (2, 3) jeweils Aufnahme- und/oder Positionierelemente für die lösbar angeordnete Zwischendachfördereinrichtung (70), die lösbar angeordnete Ergänzungsfördereinrichtung (71) und/oder oder die abnehm- bar angeordnete Zusatzfördereinrichtung (76) aufweist.

9. Materialförderwagenverband (10) nach zumindest einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass

der Materialförderwagenverband (10) zumindest einen Materialförderwagen (1) mit einer in Bezug auf eine Wagenlänge durchgehenden Dachfördereinrichtung (6), die zur Beladung in der ersten Förderrichtung betreibbar ist, mit einer Bodenfördereinrichtung (4), die zur Beladung in einer zweiten, der ersten Förderrichtung entgegengesetzten Richtung betreibbar ist, und einer der Bodenfördereinrichtung (4) in der zweiten Förderrichtung zugeordneten Übergabefördereinrichtung (5) aufweist, wobei der Materialförderwagen (1 ) mit der durchgehenden Dachfördereinrichtung (6) an dem von dem freien Ende abgewandten Ende des ersten Materialförderwagens (2) angekoppelt ist.

10. Verfahren zur Beladung eines Materialförderwagenverbands (10) mit unterschiedlichen Materialförderwagen (1 , 2, 3) nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 9, wobei

ein erster Materialförderwagen (2) mit der verkürzten Dachfördereinrichtung (60) und mit der Zwischenwagenfördereinrichtung (7) in Bezug auf die erste Belade- Förderrichtung vor einem weiteren Materialförderwagen (1 , 2, 3) angeordnet wird, sodass die Zwischenwagenfördereinrichtung (7) in einer Gebrauchsposition oberhalb einer Fördereinrichtung (4, 6, 60) des angekoppelten weiteren Materialförderwagens (1 , 2, 3) positioniert wird, wobei Material, das von der verkürzten Dachfördereinrichtung (60) angefördert wird, über die Zwischenwagenfördereinrichtung (7) auf den weiteren Materialförderwagen (1 , 2, 3) gefördert und dort in der ersten Förderrichtung weitergefördert wird, und wobei

alternativ, davor oder anschließend durch Abnehmen der Zwischenwagenfördereinrichtung (7) oder Überführen der Zwischenwagenfördereinrichtung (7) in eine Nicht- gebrauchsposition Material, das von der verkürzten Dachfördereinrichtung (60) angefördert wird, durch das offene freie Dach-Ende auf die Bodenfördereinrichtung (4) des ersten Materialförderwagens (2) fällt und dort in der zweiten Förderrichtung, die der ersten Förderrichtung entgegengesetzt ist, gefördert wird.

Description:
MATERIALFÖRDERWAGEN, MATERIALFÖRDERWAGENVERBAND UND VERFAHREN ZUM BELADEN DES MATERIALFÖRDERWAGENVERBANDS

Die Erfindung betrifft einen Materialförderwagen und einen Materialförderwagenverband aus unterschiedlichen Materialförderwagen sowie ein Verfahren zum Beladen des Materialförderwagenverbands.

Aus dem Stand der Technik ist bekannt, beim Gleisbau und bei der Gleissanierung Arbeitszüge einzusetzen, bei denen ausgebaute und/oder einzubauende Materialien in Material-Förder-Silo-Wagen (nachfolgend auch MFS-Wagen oder Materialförderwagen) zwischengespeichert und an einem Zwischenlager oder an einem Einsatzort von einer Beladesteile über Fördereinrichtungen von Wagen zu Wagen oder zu einer Entladestelle über die Fördereinrichtungen der Wagen transportiert werden. Es gibt Materialförderwagen unterschiedlicher Bauarten und Typen, die sich hinsichtlich der Art und Anordnung der vorhandenen Fördereinrichtungen unterscheiden. Im Allgemeinen weisen MFS-Wagen im Wagencontainer eine Bodenfördereinrichtung, zumeist ein Bodenförderband (es kann sich auch um mehrere parallel verlaufende Förderbänder handeln) auf, dem oder denen zumindest an einem Ende (in Förderrichtung) eine Übergabefördereinrichtung (meist ein schwenkbares Übergabeförderband) zugeordnet ist, mit dem Material auf das Bodenförderband eines benachbarten Wagens gefördert wird. Einfache MFS-Wagen sind lediglich mit einer solchen Bodenfördereinrichtung und einer zugeordneten Übergabefördereinrichtung ausgestattet.

Die Materialien werden beispielsweise an einem Einsatzort einer Baustelle von einer Beladestation oder einer maschinellen Reinigungsmaschine, die im Verband der Arbeitsund Materialförderwagen gekoppelt ist, auf einen vordersten dieser einfachen Materialförderwagen beschickt. Das Material häuft sich auf dem Bodenförderband an der Beladesteile innerhalb des Wagencontainers an. Nachdem die Anhäufung eine maximale Ladehöhe erreicht hat, wird das Bodenförderband, das den kompletten Boden des Wagencontainers ausmachen kann, zur Bewegung in einer Förderrichtung von der Beladestelle weg betrieben, so dass der Wagencontainer dieses Materialförderwagens ausgehend von der Beladestelle in Förderrichtung beladen wird. Erreicht das Material das Ende des Bodenförderbands dieses Materialförderwagens, schließt sich die Übergabe des Materials mittels der Übergabefördereinrichtung auf das Bodenförderband eines benachbart angekop- pelten entsprechenden Materialförderwagen und ggf. weiterer angekoppelter Wagen gleicher Bauart an.

Nach Beladung der Materialförderwagen wird der Wagenverband an ein Zwischenlager transportiert und dort entladen. Erst dann kann neues Material vom Zwischenlager in die Materialförderwagen geladen werden und zum Einbauort verbracht werden. Mit diesen einfachen Materialförderwagen sind somit doppelte Fahrwege zurückzulegen, oder es müssen zwei Wagenverbände aus Materialförderwagen zum Transport ausgebauter Materialien von dem Einsatzort zum Zwischenlager und zum Transport neuer Materialien in umgekehrter Richtung eingesetzt werden.

Daher gibt es MFS-Wagen, die nicht nur eine Bodenfördereinrichtung mit einer zugeordneten Übergabefördereinrichtung an zumindest einem Ende, sondern zusätzlich auf dem Wagencontainer auch noch eine Dachfördereinrichtung aufweisen, die auch meist aus Förderbändern gebildet wird. Diese erstrecken sich als zusätzlicher Transportweg über die gesamte Wagenlänge und weisen üblicherweise zur Übergabe des Materials an die Dachfördereinrichtung eines benachbarten Wagens schwenkbare Enden auf. So kann beispielsweise am Einsatzort ausgebautes Material an der Beladestelle auf das Dachförderband aufgegeben und von der Beladestelle weg transportiert werden, während gleichzeitig neues Material über die Bodenfördereinrichtung in entgegengesetzter Richtung aus den Materialförderwagen zur Einbaustelle transportiert wird. Dabei wird in dem Ladecontainer des Materialförderwagens, der von der Einbau- und Beladestelle am weitesten entfernt liegt, Laderaum frei, der mit dem ausgebauten Altmaterial, das über die Dachförderbänder transportiert wird, gefüllt werden kann. Hierzu hat der letzte, endständige Materialförderwagen eine verkürzte Dachfördereinrichtung, sodass das Material in den Ladecontainer auf das Bodenförderband fallen kann. Die Beladung der erweiterten Materialförderwagen mit ausgebautem Material über die Bodenfördereinrichtung erfolgt im Vergleich zu den einfachen Materialförderwagen hierbei also in umgekehrter Richtung.

Nach erfolgtem Abladen der Neumaterialien und Beladen mit ausgebautem Material kann der Wagenverband zum Zwischenlager bewegt werden, und dort in analoger Weise das Altmaterial über die Bodenförderbänder abladen und Neumaterial über die Dachförderbänder auf das gleichzeitig freiwerdende Bodenförderband des letzten Wagens und danach in die entsprechend freiwerdenden vorderen Wagen aufgeben. Mit diesen um eine Dachfördereinrichtung erweiterten Materialförderwagen ist daher im Vergleich zu den einfachen Materialförderwagen nur die Hälfte der Fahrwege zurückzulegen bzw. es ist ein Wagenverband für die gleiche Leistung ausreichend.

Zwar ist bei Wagenverbänden aus einfachen Materialförderwagen im Vergleich zu den mit Dachförderbändern erweiterten Materialförderwagen die doppelte Anzahl von Wagen oder Pendelverkehr mit doppelten Fahrwegen für die gleiche Transportleistung erforderlich, allerdings sind die einfachen Materialförderwagen im Schichtbetrieb aufgrund der einfacheren Technik teilweise dennoch günstiger, zumal der Bestand dieser einfachen Materialförderwagen am Markt sehr groß ist, und diese Materialförderwagen daher in großer Anzahl verfügbar sind.

Die Verwendung unterschiedlicher Materialförderwagen in einem Arbeitszug ist beispielsweise aus EP 2 708 647 A2 bekannt, allerdings sind dort die unterschiedlichen Materialförderwagen für die Beladung funktionell nicht direkt gekoppelt, sondern durch Aufarbei- tungsarbeitswagen getrennt: Von einer Baustelle wird ausgebautes Material über die Dachförderbänder der erweiterten Materialförderwagen bis zu dem Aufarbeitungswagen transportiert, in dem die ausgebauten Materialien aufgearbeitet werden. Wiederverwendbares Material wird dann über die Bodenförderbänder derselben erweiterten Materialförderwagen wieder zur Arbeitsstelle transportiert, während nicht-wiederverwendbare Materialien über ein Übergabeförderband von der Aufarbeitungseinrichtung des Aufarbei- tungsarbeitswagens in entgegengesetzter Richtung als Abraum auf das Bodenförderband eines einfachen Materialförderwagens übergeben werden.

Die Arbeitsrichtungen der einfachen und erweiterten Materialförderwagen beim Beladen sind in Bezug auf die Bodenfördereinrichtungen und die Übergabefördereinrichtungen entgegengesetzt. Eine Reihung unterschiedlicher Typen von Arbeitswagen zum Beladen gemäß dem Stand der Technik führt daher zu einer funktionellen Unterbrechung.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Materialförderwagen zu schaffen, die sich von anderen, wie bspw. einfachen und erweiterten Materialförderwagen bezüglich der Belademöglichkeiten unterscheiden, und die mit diesen gekoppelt werden können, ohne dass es während eines Arbeitseinsatzes mit den Wagen zu einer funktionellen Unterbrechung kommt.

Diese Aufgabe wird durch einen Materialförderwagen mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weiter ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Materialförderwagenverband bereitzustellen, der einfache und erweiterte Materialförderwagen kombiniert, deren Förderrichtungen beim Beladen in Bezug auf die Bodenfördereinrichtungen und die Übergabe- fördereinrichtungen entgegengesetzt liegen, und der dennoch keine funktionelle Unterbrechung erleidet.

Diese Aufgabe wird durch einen Materialförderwagenverband mit den Merkmalen des Anspruchs 2 gelöst.

Die weitere Aufgabe, das Beladen ohne funktionelle Unterbrechung eines Materialförderwagenverbands aus unterschiedlichen Materialförderwagen zu ermöglichen, wird durch das Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 10 gelöst. Weiterbildungen der Vorrichtungen und des Verfahrens sind in den Unteransprüchen ausgeführt.

Ein erfindungsgemäßer Materialförderwagen, über den unterschiedliche Materialförderwagen miteinander funktionell gekoppelt werden können, insbesondere Materialförderwa- gen, die sich hinsichtlich der Belade-Förderrichtung der Bodenfördereinrichtungen unterscheiden, weist eine in Bezug auf eine Wagenlänge verkürzte Dachfördereinrichtung auf, die einen Dachabschnitt am Ende des Materialförderwagens frei lässt und zur Beladung in einer ersten Förderrichtung zum freien Ende hin betrieben wird. Der frei gelassene Dachabschnitt ist offen, bzw. kann geöffnet werden, sodass Material von der Dachförder- einrichtung durch den Dachabschnitt auf die Bodenfördereinrichtung fallen kann.

Weiter weist der erfindungsgemäße Materialförderwagen eine Bodenfördereinrichtung, die zur Beladung in einer zweiten, der ersten Förderrichtung entgegengesetzten Richtung, betrieben wird, und eine der Bodenfördereinrichtung in der zweiten Förderrichtung zugeordnete Übergabefördereinrichtung auf. Eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Materialförderwagens sieht vor, dass dieser zur funktionellen Kopplung mit einem zweiten Materialförderwagen eine zur Beladung in der ersten Förderrichtung betreibbare Zwischenwagenfördereinrichtung aufweist, die der verkürzten Dachfördereinrichtung des Materialförderwagens zugeordnet ist und sich von unterhalb eines Abwur- fendes der verkürzten Dachfördereinrichtung bis über das freie Ende des Materialförderwagens hinweg erstreckt, sodass die Zwischenwagenfördereinrichtung mit ihrem Abwur- fende oberhalb einer Fördereinrichtung des angekoppelten zweiten Materialförderwagens positionierbar ist und so eine gezielte Weiterleitung des in der ersten Förderrichtung über die verkürzte Dachfördereinrichtung angeförderten Materials auf einen angekoppelten Materialförderwagen ermöglicht. Vorteilhaft ist es möglich, bestehende Materialförderwagen mit verkürztem Dachförderband und dem offenen freien Dach-Ende mittels Anord- nung einer entsprechenden Zwischenwagenfördereinrichtung zu einem erfindungsgemäßen Materialförderwagen nachzurüsten, der verschiedene logistische Möglichkeiten anbietet.

Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Materialförderwagens im Hinblick auf die Zwi- schenwagenfördereinrichtung können den nachfolgenden Ausführungen zum ebenfalls erfindungsgemäßen Materialförderwagenverband entnommen werden.

Ein erfindungsgemäßer Materialförderwagenverband besteht aus zumindest zwei aneinander gekoppelten unterschiedlichen Materialförderwagen, wobei ein erster Materialför- derwagen ein erfindungsgemäßer Materialförderwagen mit verkürzter Dachfördereinrichtung und der Zwischenwagenfördereinrichtung ist.

Unter„erstem" Materialförderwagen soll hierbei primär nicht die Stellung des Wagens in der Reihung des Materialförderwagenverbands verstanden werden, sondern ein„erster Typ" eines Materialförderwagens.

Im Wagenverband ist der erfindungsgemäße Materialförderwagen in Bezug auf die erste Belade-Förderrichtung an dem von dem verkürzten Dachförderband freien Ende mit einem zweiten Materialförderwagen (d. h., einem Materialförderwagen eines zweiten Typs, der sich von dem ersten Typ unterscheidet) gekoppelt, der zumindest eine Bodenfördereinrichtung und zumindest eine der Bodenfördereinrichtung zugeordnete Übergabefördereinrichtung aufweist. Dabei kann das Abwurfende der Zwischenwagenfördereinrichtung des ersten Materialförderwagens oberhalb einer Fördereinrichtung, insbesondere der Bodenfördereinrichtung, gegebenenfalls aber auch einer Dachfördereinrichtung des angekoppelten zweiten Materialförderwagens positioniert werden.

Vorzugsweise kann es sich bei dem zweiten Materialförderwagen um einen einfachen Materialförderwagen ohne Dachfördereinrichtung handeln, der nur die Bodenfördereinrichtung und die zugeordnete Übergabefördereinrichtung aufweist, die zum Beladen in ei- ner Förderrichtung betrieben werden, die der zweiten Förderrichtung der Bodenfördereinrichtung des ersten Materialförderwagens entgegengesetzt ist. In dieser Ausführung kommt somit das Abwurfende der Zwischenwagenfördereinrichtung des ersten Material- förderwagens oberhalb der Bodenfördereinrichtung des angekoppelten zweiten Materialförderwagens zu liegen. So wird es möglich, die Materialförderwagen, die sich hinsichtlich der Förderrichtung der Bodenfördereinrichtungen unterscheiden, in einem Materialförderwagenverband zu kombinieren, und damit die Vorteile beider Wagentypen zu nutzen.

Durch die hierdurch ermöglichte Kombination von mit Dachfördereinrichtung erweiterten Materialförderwagen und den einfachen Materialförderwagen, die keine Dachfördereinrichtung aufweisen, ergeben sich logistische Vorteile bei der Abwicklung einer Baustelle. * * In Abhängigkeit der an einer Baustelle abzuladenden und aufzunehmenden Materialmengen können hierdurch die in großer Anzahl verfügbaren, kostengünstigen einfachen Materialförderwagen mit den kostenintensiveren, mit Dachfördereinrichtung erweiterten Materialförderwagen kombiniert werden, die dann in einer minimal erforderlichen Anzahl eingesetzt werden können. So kann eine Baustellenabwicklung auch dann ohne Pendelverkehr und damit insbesondere auch ohne Unterbrechung bei einem kontinuierlich fortlaufenden Be- und Entladevorgang realisiert werden, wenn die hierfür eigentlich erforderliche Anzahl an mit Dachfördereinrichtung erweiterten Materialförderwagen nicht vorhanden ist. Ferner bestehen Kostenvorteile durch die Verwendung der in hoher Anzahl vorhandenen und verfügbaren einfachen Materialförderwagen in der erfindungsgemäßen Kombination mit den erweiterten Materialförderwagen, deren Anzahl im Materialförderwagenverband auf ein erforderliches Minimum beschränkt werden kann. Die Reihung des Materialförderwagenverbands kann so abhängig von der Art der Baustellenabwicklung individuell unter Nutzung einer größtmöglichen Anzahl der kostengünstigeren einfachen Materialförderwagen ohne Dachfördereinrichtung erfolgen.

Eine Zwischenwagenfördereinrichtung kann durch eine am ersten Materialförderwagen fest oder lösbar angeordnete Zwischendachfördereinrichtung gebildet werden, die die Distanz zwischen dem verkürzten Dachförderband des ersten Materialförderwagens und dem angekoppelten zweiten Materialförderwagen überbrückt.

Alternativ kann eine Zwischenwagenfördereinrichtung auch durch eine Kombination aus einer fest oder lösbar am ersten Materialförderwagen angeordneten kürzeren Zwischendachfördereinrichtung im Zusammenwirken mit einer fest oder lösbar am zweiten Materialförderwagen angeordneten Ergänzungsfördereinrichtung gebildet werden, wobei die verkürzte Zwischendachfördereinrichtung zusammen mit der Ergänzungsfördereinrichtung die Distanz zwischen dem verkürzten Dachförderband des ersten Materialförderwagens und dem angekoppelten zweiten Materialförderwagen überbrückt. Eine weitere Alternative sieht vor, dass die Zwischenwagenfördereinrichtung durch eine Kombination aus einer im Bodenbereich des ersten Materialförderwagens angelenkten und zwischen einer Gebrauchs- und einer Nichtgebrauchsposition bewegbaren Schwenkfördereinrichtung und einer damit zusammenwirkenden Zusatzfördereinrichtung gebildet wird, die schwenk- und/oder verfahrbar an dem ersten Materialförderwagen oder abnehmbar an dem ersten und/oder dem zweiten Materialförderwagen angeordnet ist.

Bei der Zwischendachfördereinnchtung kann es sich um eine Förderbandanordnung in einem Trägerrahmen handeln. Entsprechend können auch die verkürzte Zwischendachfördereinnchtung sowie die Ergänzungsfördereinrichtung jeweils durch eine Förderbandanordnung in einem Trägerrahmen gebildet werden.

Vorzugsweise kann die Zwischendachfördereinnchtung insgesamt oder die Förderbandanordnung in dem Trägerrahmen von einer Gebrauchsposition, in der sich die Förderbandanordnung von unterhalb des Abwurfendes der verkürzten Dachfördereinrichtung erstreckt, zu einer Nichtgebrauchsposition und umgekehrt verfahrbar sein.

Die Nichtgebrauchsposition kann sich beispielsweise entweder unter der verkürzten Dachfördereinrichtung befinden oder von der Abwurfstelle der verkürzten Dachfördereinrichtung in Längs- und/oder Querrichtung entfernt sein. Auch bei der Ausführungsform mit der verkürzten Zwischendachfördereinnchtung kann eine Verfahrbarkeit der Fördereinrichtung insgesamt oder jeweils der Förderbandanordnung in dem Trägerrahmen von einer Gebrauchsposition in eine Nichtgebrauchsposition vorgesehen sein, wobei mögliche Nichtgebrauchspositionen der verkürzten Zwischendachfördereinnchtung den genannten Nichtgebrauchspositionen der Zwischendachfördereinnchtung entsprechen. Gegebenenfalls kann auch die Ergänzungsfördereinrichtung verfahrbar ausgebildet sein, um von einer Gebrauchs- in eine Nichtgebrauchsposition und zurück überführt werden zu können.

Jede zwischen einer Gebrauchs- und einer Nichtgebrauchsposition bewegbare Zwischenwagenfördereinrichtung ist mit zumindest einem Antrieb, z. B. einem Längs- und/ oder Querantrieb, Führungselementen und/oder Stellelementen zur Überführung der Zwi- schenwagenfördereinrichtung zwischen der Gebrauchs- und der Nichtgebrauchsposition ausgestattet oder operativ, also zusammenwirkend, damit verbunden.

Um die Zwischenwagenfördereinrichtung zu überführen, können der zumindest eine Antrieb und/oder die Stellelemente manuell oder durch zumindest eine Steuerungsvorrichtung des Materialförderwagenverbands halb- oder vollautomatisch betätigt werden. Insbesondere für die vollautomatische Steuerung der Überführung der Zwischenförderein- richtung zwischen der Gebrauchs- und Nichtgebrauchsposition ist die zumindest eine Steuerungsvorrichtung mit zumindest einem Sensor gekoppelt, der beispielsweise zur Erfassung eines Beladungszustands eines der Materialförderwagen ausgebildet ist. Um bei Kurvenfahrten während des Arbeitseinsatzes des Materialförderwagenverbands an einer Gleisbaustelle eine mittige Übergabe des Materials vom ersten auf den zweiten Wagen zu ermöglichen und Höhenunterschiede bei welligem Gleisverlauf auszugleichen und insbesondere auch Kollisionen der Zwischendachfördereinrichtung zu vermeiden, kann die Zwischendachfördereinrichtung um eine vertikale Achse und/oder um eine Wa- genquerachse verschwenkbar sein.

Entsprechendes kann für die mit der verkürzten Zwischendachfördereinrichtung zusammenwirkende Ergänzungsfördereinrichtung vorgesehen sein. Auch die Zusatzfördereinrichtung, die mit der Schwenkfördereinrichtung als alternativer Zwischenwagenförderein- richtung zusammenwirkt, kann entsprechend um eine vertikale Achse und/oder um eine Wagenquerachse verschwenkbar ausgeführt sein. Die jeweils dafür vorgesehenen Schwenkantriebe und/oder Stellelemente können manuell oder durch zumindest eine Steuerungsvorrichtung des Materialförderwagenverbands halb- oder vollautomatisch betätigt werden, wobei die zumindest eine Steuerungsvorrichtung vorzugsweise mit zumin- dest einem Sensor zur Erfassung einer Gleislage und/oder eines Gleisverlaufs gekoppelt ist. Die Steuerungsvorrichtung kann eine zu obiger Steuerungsvorrichtung zur Betätigung der Überführung zwischen Gebrauchs- und Nichtgebrauchsposition weitere Steuerungsvorrichtung sein; der Materialförderwagenverband kann aber auch eine zentrale Steuerungsvorrichtung für alle Steuerungsaufgaben aufweisen.

Die lösbar bzw. abnehmbar ausgebildeten Elemente der verschiedenen Ausführungsformen der Zwischenwagenfördereinrichtungen des Materialförderwagenverbands, d. h. die an dem ersten Materialförderwagen lösbar angeordnete Zwischendachfördereinrichtung, die an dem zweiten Materialförderwagen lösbar angeordnete Ergänzungsfördereinrich- tung oder die abnehmbar an dem ersten und/oder dem zweiten. Materialförderwagen angeordnete Zusatzfördereinrichtung, können jeweils Eingriffselemente aufweisen, die zum Eingriff mit einer Greif Vorrichtung eines Hebegeräts ausgebildet sind, wobei es sich beispielsweise um eine Kranvorrichtung oder einen Bagger handeln kann. Bei der Kranvorrichtung kann es sich gegebenenfalls um einen Portalkran handeln, der, wenn der Mate- rialförderwagenverband entsprechende Längsschienen aufweist, längs des Verbands bewegt werden kann, um die jeweilige Fördereinrichtung bei Bedarf zwischen einem Lagerort auf einem dafür vorgesehenen und ausgebildeten Wagen, der an den Materialför- derwagenverband angekoppelt ist, und dem Einsatzort zwischen dem ersten und zweiten Materialförderwagen zu transportieren.

Für die einfache Befestigung und exakte Ausrichtung der lösbaren bzw. abnehmbaren Elemente der verschiedenen Ausführungsformen der Zwischenwagenfördereinrichtungen können der erste und/oder der zweite Materialförderwagen entsprechend jeweils Aufnahme- und/oder Positionierelemente aufweisen. Hierfür kommen beispielsweise Justa- gebolzen, verschiebbare Auflager oder Führungen in Frage, die eine korrekte Lage, und auch Bewegungen in horizontaler oder vertikaler Richtung, gewährleisten.

Ferner kann ein erfindungsgemäßer Materialförderwagenverband zumindest einen (dritten) Materialförderwagen mit einer in Bezug auf die Wagenlänge durchgehenden Dachfördereinrichtung aufweisen, die zur Beladung in der ersten Förderrichtung betreibbar ist. Wie der erste Materialförderwagen sind auch diese Materialförderwagen mit einer Bodenfördereinrichtung, die zur Beladung in der zweiten, der ersten Förderrichtung entgegengesetzten Richtung betreibbar ist, und einer der Bodenfördereinrichtung in der zweiten Förderrichtung zugeordneten Übergabefördereinrichtung ausgestattet. Die dritten Materialförderwagen mit der durchgehenden Dachfördereinrichtung können auf der Seite des ersten Materialförderwagens angekoppelt sein, die von dem freien Ende abgewandt ist.

Eine bevorzugte Reihung kann vorsehen, dass der Materialförderwagenverband ausgehend von einer Beladestelle einen oder mehrere dritte Materialförderwagen mit durchgehender Dachfördereinrichtung aufweist, woran sich ein erster Materialförderwagen mit verkürzter Dachfördereinrichtung und der Zwischenwagenfördereinrichtung und daran ein oder mehrere zweiten Materialförderwagen ohne Dachfördereinrichtung anschließen. Hierdurch wird ermöglicht, von der Beladesteile aus über die Dachfördereinrichtungen und die verkürzte Dachfördereinrichtung und über die Zwischenwagenfördereinrichtung zunächst den oder die zweiten Materialförderwagen zu beladen. Anschließend oder alternativ kann durch Demontage der Zwischenwagenfördereinrichtung oder deren Überführung in eine Nichtgebrauchsposition der erste Materialförderwagen und im weiteren Verlauf die vorderen dritten Materialförderwagen über die Bodenförderbänder in entgegengesetzter Richtung beladen werden.

Andere Reihungen sind aber auch denkbar und es können auch bei Bedarf mehr als ein erster Materialförderwagen mit verkürztem Dachförderband und Zwischenwagenfördereinrichtung eingesetzt werden, wenn ein optionaler Weitertransport auf einen anderen Wagentyp vorgesehen ist. Der erfindungsgemäße Materialförderwagen und die Materialförderwagen des erfindungsgemäßen Wagenverbands dienen der Förderung und Speicherung von Schüttgut- Material. Die Materialförderwagen dienen nicht der Aufbereitung des Materials. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass ein erfindungsgemäßer Materialförderwagenverband durch Arbeitswagen, die außer Fördereinrichtungen auch Aufarbeitungsvorrichtungen o- der Aus- und/oder Einbauvorrichtungen für das Material aufweisen, zu einem Gleisarbeitszug ergänzt werden kann.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Beladung eines Materialförderwagenverbands mit unterschiedlichen Materialförderwagen sieht vor, dass die unterschiedlichen Materialförderwagen derart gereiht werden, dass ein erster Materialförderwagen mit der verkürzten Dachfördereinrichtung und mit der Zwischenwagenfördereinrichtung in Bezug auf die erste Belade-Förderrichtung vor einem weiteren Materialförderwagen angeordnet wird, sodass die Zwischenwagenfördereinrichtung in einer Gebrauchsposition oberhalb einer Fördereinrichtung des angekoppelten weiteren Materialförderwagens positioniert wird. Dadurch kann Material, das von der verkürzten Dachfördereinrichtung angefördert wird, über die Zwischenwagenfördereinrichtung auf den weiteren Materialförderwagen gefördert und dort mit der ersten Förderrichtung weitergefördert werden. Weiter sieht das Verfahren vor, dass alternativ zu der Förderung über die Zwischenwagenfördereinrichtung oder zeitlich davor oder anschließend durch Abnehmen der Zwischenwagenfördereinrichtung oder Überführen der Zwischenwagenfördereinrichtung in eine Nichtgebrauchspositi- on das Material, das von der verkürzten Dachfördereinrichtung angefördert wird, durch das offene freie Dach-Ende auf die Bodenfördereinrichtung des ersten Materialförderwagens fällt und dort in der zweiten Förderrichtung, die der ersten Förderrichtung entgegengesetzt ist, gefördert wird.

Besonders bevorzugt kann das Verfahren vorsehen, dass zumindest zwischen den (dritten) Materialförderwagen mit durchgehender Dachfördereinrichtung und den (zweiten) Materialförderwagen ohne Dachfördereinrichtung ein erster Materialförderwagen mit der verkürzten Dachfördereinrichtung und der Zwischenwagenfördereinrichtung angeordnet wird, sodass das Abwurfende der Zwischenwagenfördereinrichtung in einer Gebrauchsposition oberhalb der Bodenfördereinrichtung des angekoppelten zweiten Materialförderwagens positioniert werden kann. Nun erfolgt das Beladen durch das Aufgeben von Material auf die durchgehende Dachfördereinrichtung eines bezüglich der ersten Förderrichtung vordersten (dritten) Materialförderwagens, Fördern des Materials in der ersten Förderrichtung über die durchgehende(n) Dachfördereinrichtung(en) bis zur verkürzten Dachfördereinrichtung des ersten Materialförderwagens, wobei durch das wahlweise An- ordnen der Zwischenwagenfördereinrichtung in der Gebrauchsposition oder in der Nicht- gebrauchsposition entweder das Material zu dem angekoppelten zweiten Materialförderwagen auf dessen Bodenförderband gefördert und dort in der ersten Förderrichtung weitertransportiert wird oder von der verkürzten Dachfördereinrichtung durch das offene freie Dach-Ende auf die Bodenfördereinrichtung des ersten Materialförderwagens fällt, und dort in der zweiten Förderrichtung, die der ersten entgegengesetzt ist, weitergefördert werden kann.

Durch die geschaffenen Kombinationsmöglichkeiten unterschiedlicher Materialförderwagen und die unterschiedlichen Betriebsvarianten eröffnen sich verschiedene Möglichkeiten zur Beladung, um die vorhandenen Materialförderwagen optimal auszunutzen und die Transportlogistik zu optimieren.

Weitere Ausführungsformen sowie einige der Vorteile, die mit diesen und weiteren Ausführungsformen verbunden sind, werden durch die nachfolgende ausführliche Beschreibung unter Bezug auf die begleitenden Figuren deutlich und besser verständlich. Gegenstände oder Teile derselben, die im Wesentlichen gleich oder ähnlich sind, können mit denselben Bezugszeichen versehen sein. Die Figuren sind lediglich schematische Darstellungen von Ausführungsformen der Erfindung.

Dabei zeigen:

Fig. 1 eine Seitenschnittansicht eines Arbeitswagenverbands gemäß Stand der Technik aus mit Dachförderbändern erweiterten Materialförderwagen für zwei Materialförderrichtungen,

Fig. 2 eine Seitenschnittansicht eines Arbeitswagenverbands gemäß Stand der Technik aus einfachen Materialförderwagen mit Bodenförderbändern für eine Materialförderrichtung,

Fig. 3 eine Seitenschnittansicht eines erfindungsgemäßen Arbeitswagenverbands aus

Materialförderwagen beider Arten mit einer Zwischenwagenfördereinrichtung an der Kopplungsstelle der unterschiedlichen Arbeitswagen,

Fig. 4 eine vergrößerte Seitenschnittansicht der miteinander gekoppelten Materialförderwagen beider Arten mit der Zwischenwagenfördereinrichtung,

Fig. 5 eine vergrößerte Seitenschnittansicht der miteinander gekoppelten Materialförderwagen beider Arten mit einer alternativ befestigten Zwischenwagenfördereinrichtung, Fig. 6 eine vergrößerte Seitenschnittansicht der miteinander gekoppelten Materialförderwagen beider Arten mit einer alternativen zweiteiligen Zwischenwagenfördereinrichtung,

Fig. 7 eine vergrößerte Seitenschnittansicht der miteinander gekoppelten Materialförderwagen beider Arten mit einer alternativen Anordnung der Zwischenwagenfördereinrichtung für einen alternativen Betriebsmodus der Materialförderwagen,

Fig. 8 eine Draufsicht auf die Zwischenwagenfördereinrichtung aus Fig. 7,

Fig. 9 eine vergrößerte Seitenschnittansicht der miteinander gekoppelten Materialförderwagen beider Arten mit einer alternativen Zwischenwagenfördereinrichtung für einen alternativen Betriebsmodus der Materialförderwagen,

Fig. 10 eine Draufsicht auf die Zwischenwagenfördereinrichtung aus Fig. 9,

Fig. 11 eine vergrößerte Seitenschnittansicht entsprechend Fig. 9 mit einer alternativen

Zwischenwagenfördereinrichtung,

Fig. 12 eine Draufsicht auf die Zwischenwagenfördereinrichtung aus Fig. 11 ,

Fig. 3 eine Seitenschnittansicht eines erfindungsgemäßen Arbeitswagenverbands aus

Materialförderwagen beider Arten mit einer Zwischenwagenfördereinrichtung an der Kopplungsstelle der unterschiedlichen Arbeitswagen in einem Belade- und Entladebetriebsmodus,

Fig. 14 eine Seitenschnittansicht entsprechend Fig. 13 in einem alternativen Betriebsmodus,

Fig. 15 eine vergrößerte Seitenschnittansicht der miteinander gekoppelten Materialförderwagen beider Arten mit einer in einer Nichtgebrauchsstellung unter dem Dachförderband angeordneten Zwischenwagenfördereinrichtung,

Fig. 16 eine vergrößerte Seitenschnittansicht entsprechend Fig. 15 mit der Zwischenwagenfördereinrichtung in Gebrauchsstellung,

Fig. 17 eine Draufsicht auf die miteinander gekoppelten Materialförderwagen beider Arten mit der Zwischenwagenfördereinrichtung in Gebrauchsstellung in Geradeausfahrt,

Fig. 18 eine Draufsicht entsprechend Fig. 17 in Kurvenfahrt,

Fig. 19 eine vergrößerte Seitenschnittansicht der miteinander gekoppelten Materialförderwagen beider Arten mit einer alternativen zweiteiligen Zwischenwagenfördereinrichtung in einer Nichtgebrauchsstellung,

Fig. 20 eine vergrößerte Seitenschnittansicht entsprechend Fig. 19 mit der zweiteiligen

Zwischenwagenfördereinrichtung in Gebrauchsstellung, Fig. 21 eine vergrößerte Seitenschnittansicht der miteinander gekoppelten Materialförderwagen beider Arten mit einer alternativen zweiteiligen Zwischenwagenfördereinrichtung in Gebrauchsstellung, und

Fig. 22 eine vergrößerte Seitenschnittansicht entsprechend Fig. 21 mit der zweiteiligen

Zwischenwagenfördereinrichtung in Nichtgebrauchsstellung.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung bezieht sich auf einen Materialförderwagenverband aus unterschiedlichen Materialförderwagen, wobei die Reihung der unterschiedlichen Materialförderwagen, deren Arbeitsrichtungen in den jeweils aus einfachen oder erweiterten Materialförderwagen gebildeten Verbänden beim Beladen in Bezug auf das Bodenförderband und die zugeordneten Übergabeförderbänder entgegengesetzt sind, zur Verwendung in Kombination bereitgestellt wird. Dadurch können sowohl die Vorteile der erweiterten Materialförderwagen als auch die der kostengünstigeren einfachen Materialförderwagen genutzt werden. Mit dieser Reihung und der zugehörigen Arbeitsweise kann beispielsweise mit erweiterten Materialförderwagen Neumaterialien in die Baustelle eingebracht werden und ausgebautes Altmaterial auf einfachen Materialförderwagen geladen werden. Durch die mittels des erfindungsgemäßen Materialförderwagens ermöglichte Kombination einfacher und erweiterter Materialförderwagen mit funktioneller Kopplung zur Beladung kann eine Baustellenabwicklung im Hinblick auf die Kosten und die Logistik durch Anpassung des Wagenraumbedarfs optimiert werden, indem die Anzahl der für den Baustellenbedarf erforderlichen erweiterten Materialförderwagen auf ein Minimum reduziert werden kann.

Fig. 1 zeigt einen aus mit Dachförderbändern 6,60 erweiterten Materialförderwagen 1 ,2 gebildeten herkömmlichen Wagenverband, der zusammen mit den Boden- und den zugeordneten Übergabeförderbändern 4,5 im rollierenden System betrieben wird, wie die Pfeile zeigen. Der letzte Wagen 2, der von der Be- und Entladestelle am weitesten entfernt angeordnet ist, unterscheidet sich von dem vorderen Wagen 1 (der ein Kopfwagen oder ein Zwischenwagen sein kann) dadurch, dass das Dachförderband 60 verkürzt ist und sich nicht wie das Dachförderband 6 über die gesamte Wagenlänge erstreckt. Material, das von einer Beladestelle (in der Darstellung links) entsprechend der ungefüllten Pfeile über das Dachförderband 6 über die überlappenden Schwenkenden 61 auf das verkürzte Dachförderband 60 gelangt, fällt an dessen Ende durch den geöffneten Wagencontainer auf das Verladeende des Bodenförderbands 4, welches in entgegengesetzter Richtung (angezeigt durch die gefüllten Pfeile) betrieben wird, um dort gespeichertes Material über das Übergabeförderband 5 in den vorderen Wagen 1 zu transportieren, welcher in gleicher Weise gespeichertes und zugefördertes Material über das Bodenförderband 4 und das Übergabeförderband 5 nach vorne einer Entladestelle zuführt. Der durch diesen Entladevorgang ausgehend vom Verladeende frei werdende Raum wird mit dem über die Dachförderbänder 6,60 zugeführten Material gefüllt. Selbstverständlich können die Wagen 1 ,2 auf diese Weise auch beladen werden, wenn kein zu entladendes Material in den Wagencontainern vorliegt. Die Bodenförderbänder 4 werden folglich immer in einer Förderrichtung vom Verladeende aus in Richtung der Be- und Entladestelle gefüllt.

In Fig. 2 ist ein herkömmlicher Wagenverband aus einfachen Materialförderwagen 3 dargestellt, die lediglich über Bodenförderbänder 4 und zugeordnete Übergabeförderbänder 5 verfügen. Die ungefüllten Pfeile zeigen hier die Belade-Förderrichtung der Bodenförderbänder 4 ausgehend von der Beladesteile (links in der Darstellung), in der die Wagencontainer befüllt werden und die entgegengesetzt zur Förderrichtung der Bodenförderbänder 4 des Wagenverbands aus erweiterten Materialförderwagen 1 , 2 in Fig. 1 ist.

Um die Materialförderwagen der unterschiedlichen Arten in der Verwendung zu kombinieren, ist eine Schnittstelle zwischen den Materialförderwagen der unterschiedlichen Arten erforderlich, die bei unterschiedlicher Arbeitsrichtung der jeweiligen Materialförderwagen eine Reihungsarbeit ermöglicht. Dies wird durch die Zwischenwagenfördereinrichtung erreicht, die vorzugsweise und im einfachsten Fall durch ein Förderband, nachfolgend auch Zwischendachband genannt, gebildet sein kann.

Wie in Figuren 3 bis 22 zu sehen ist, wird die Zwischenfördereinrichtung 7 in dem in Bezug auf die Be- und Entladestelle endständigen bzw. letzten erweiterten Materialförderwagen 2 angeordnet, der das verkürzte Dachförderband 60 am Verladeende aufweist und an den ein (erster) einfacher Materialförderwagen 3 gekoppelt ist. Die Zwischenwagenfördereinrichtung 7 wird dem verkürzten Dachförderband 60 zugeordnet, so dass über das Dachförderband 60 herangefördertes Material von der Zwischenwagenfördereinrichtung 7 weitergefördert wird. Zumindest ein Teil der Zwischenwagenfördereinrichtung 7 kann in diesem endständigen bzw. letzten erweiterten Materialförderwagen 2 lösbar oder permanent befestigt sein. Die Zwischenwagenfördereinrichtung 7 erstreckt sich bis zum angekoppelten einfachen Materialförderwagen 3, sodass sie die Übergabe des Materials von dem verkürzten Dachförderband 60 auf das Bodenförderband 4 des angekoppelten einfachen Materialförderwagens 3 ermöglicht. Es versteht sich von selbst, dass ein Wagenverband, anders als dargestellt, auch mehr als die dargestellten zwei oder vier Materialförderwagen 1 , 2, 3 aufweisen kann, je nach Menge des zu transportierenden Materials oder Verfügbarkeit.

Durch diese Zwischenwagenfördereinrichtung 7 kann nun Material über die Dachförderbänder 6, 60 der erweiterten Materialförderwagen 1 , 2 den einfachen Materialförderwagen 3 zugeführt werden, die über ihre Bodenfördereinrichtungen 4 (Bodenförderbänder) beladen werden. Es ist mit dem erfindungsgemäßen Wagenverband 10 also möglich, gleichzeitig Neumaterial über die Bodenförderbänder 4 der erweiterten Materialförderwagen 1 , 2 über eine Entladestelle in eine Baustelle einzubringen und ausgebautes Altmaterial in dem Wagenverband 10 aus Materialförderwagen 1 , 2, 3 zweier unterschiedlicher Typen zu verladen. So können Materialförderwagen 1 , 2, 3 beider Arten aufgereiht werden und dennoch gleichzeitig mit nur einem Wagenverband 10 Altmaterial von der Baustelle abgeführt und Neumaterial der Baustelle zugeführt werden.

Der erfindungsgemäße Materialförderwagenverband, der Materialförderwagen beider Arten kombiniert, ermöglicht auch die Kombination unterschiedlicher Betriebsmodi, nämlich den des rollierenden Systems der erweiterten Materialförderwagen unter Verwendung einer frei wählbaren Aus- und Einbaueinheit, und die Verwendung der einfachen Materialförderwagen. Die Anzahl und Reihung der Wagen kann hierbei beliebig erfolgen. Sinnvoll ist allerdings die Anordnung der einfachen Materialförderwagen in Beladerichtung hinter den erweiterten Materialförderwagen, wobei der erweiterte Materialförderwagen mit der verkürzten Dachfördereinrichtung und der Zwischenwagenfördereinrichtung die Übergabe zwischen den unterschiedlichen Materialförderwagen ermöglicht. Generell ist aber die Möglichkeit der Materialübergabe von einem einfachen Materialförderwagen über die Übergabefördereinrichtung auf die Dachfördereinrichtung eines erweiterten Materialförderwagens nicht ausgeschlossen.

Die Art und die Ausbildung sowie die Befestigung der Zwischenwagenfördereinrichtung 7 können unterschiedlich sein. Fig. 3 und vergrößert Fig. 4 zeigen einen Wagenverband 10 mit einem Zwischendachband 70 als Zwischenwagenfördereinrichtung 7, die an dem endständigen Materialförderwagen 2 mit dem verkürzten Dachförderband 60 fest installiert ist. Das Zwischendachband 70 erstreckt sich von der Abwurfstelle des verkürzten Dachförderbands 60 bis über die Containerwand des angekoppelten einfachen Materialförderwagens 3, um dort Material auf das Bodenförderband 4 abzuwerfen. Das Material häuft sich an der Abwurfstelle bis zur vorbestimmten Ladehöhe an, die sensorisch erfasst werden kann, ehe das Bodenförderband 4 in gleicher Förderrichtung (ungefüllte Pfeile) weiterbewegt wird, um den Container zu füllen. Gelangt der Schüttkegel am anderen Wagenende an, wird das Material über das Übergabeförderband 5 an den nächsten einfachen Materialförderwagen 3 übergeben. Während die einfachen Materialförderwagen 3 über die Dachförderbänder 6, 60 und das Zwischendachband 70 beladen werden, wird über die Bodenförderbänder 4 und zugeordnete Übergabeförderbänder 5 der erweiterten Materialförderwagen 1 , 2 dort gespeichertes Material der Entladestelle in entgegengesetzter Richtung zugeführt, ohne dass dort zunächst eine erneute Beladung erfolgt.

Die Zwischenwagenfördereinrichtung 7 kann aber auch abnehmbar installiert sein, entweder um die einzelnen Materialförderwagen je nach Bedarf beliebig zusammenstellen zu können, oder auch um kurvige oder wellige Überführungsfahrten einfacher durchführen zu können. In Fig. 5 ist das Zwischendachband 70 mit einer Haltevorrichtung 73 an dem Materialförderwagen 2 befestigt, die ein Abnehmen des Zwischendachbands 70 gestattet. Zur Fixierung des abnehmbaren Zwischendachbands 70 können einseitige Anschläge an dem Materialförderwagen 2 vorgesehen sein, so dass das Zwischendachband 70 verschraubt oder verbolzt werden kann. Dabei kann auch eine drehbare Lagerung realisiert werden.

In einer in Fig. 6 beispielhaft dargestellten Ausführungsform ist die Zwischenwagenfördereinrichtung 7 zweiteilig und besteht aus zwei Förderbändern 70, 71 , die in Förderrichtung mittels schwenkbarer Enden 72 überlappend angeordnet sind. Das erste Förderband, das Zwischendachförderband 70 ist an dem endständigen Materialförderwagen 2 angeordnet, und das zweite Förderband, das Ergänzungsförderband 71 ist an dem einfachen Materialwagen 3, der an dem endständigen Materialförderwagen 2 angekoppelt ist, (fest oder lösbar) befestigt.

Das oder die Zwischendachförderbänder 70,71 können schwenkbar (um eine horizontale Wagenquerachse und/oder um eine vertikale Achse) sein, um Bewegungen des Wagenverbands bei Gleisfahrten in Wellenbergen und -tälern sowie in Kurven zu egalisieren und auch Kollisionen der Zwischendachfördereinrichtung 7 zu vermeiden. In Fig. 17 deuten die Pfeile die Verschwenkbarkeit des Zwischendachförderbands 7 um die vertikale Achse an, während in Fig. 18 das Zwischendachband 7 in Pfeilrichtung verschwenkt dargestellt ist, um so eine mittige Materialförderung auf das Bodenförderband 4 des einfachen Materialförderwagens 4 im Kurvenbereich zu ermöglichen. Eine Verschwenkung um die horizontale Wagenquerachse ist zur Korrektur und Kollisionsvermeidung bei welliger Fahrt vorgesehen. Die Steuerung der Verschwenkung kann automatisiert in Abhängigkeit der Gleislage und des Gleisverlaufs erfolgen, die durch Sensoren erfasst werden können. Je nach Ausführungsvariante kann das Zwischendachförderband (oder die Zwischendach- förderbänder) in seiner Position optional auch verschiebbar sein, damit die Kurvenfahrten gewährleistet werden können.

Ein verschieb- bzw. verfahrbares Zwischendachförderband 70 hat einen weiteren Vorteil, der in Fig. 7 dargestellt ist, in der das Zwischendachförderband 70, das mit einer dafür geeigneten Haltevorrichtung 73 befestigt ist, in Längsrichtung vom Ende des verkürzten Dachförderbands 60 weg verschoben ist, sodass über das Dachförderband 60 angefördertes Material nicht mehr in die einfachen Materialförderwagen 3 weitergefördert wird, sondern über das geöffnete Containerdach auf das Verladeende des Bodenförderbands 4 des letzten erweiterten Materialförderwagens 2 fällt, sodass die Betriebsweise des rollie- renden Systems erreicht wird. Die Haltevorrichtung 73 kann beispielsweise teleskopierbar ausgeführt sein, wozu beispielsweise ein Schiebeschlitten oder ein Zahnstangenverbund eingesetzt werden kann. Auch andere gängige Schiebetechniken können eingesetzt werden. Alternativ zur Längsverschiebung ist auch eine nicht dargestellte Querverschiebung des Zwischendachförderbands denkbar, oder eine Kombination aus Längs- und Querverschiebung, sodass das Material über das verkürzte Dachförderband 60 durch das geöffnete Wagendach auf das Bodenförderband.4 fällt.

Das Zwischendachband 70 kann entweder komplett, d. h. Trägerrahmen 7a und Bandanordnung 7b gemeinsam (Fig. 7 und 8), oder nur die Bandanordnung 7b innerhalb des Rahmens 7a (Fig. 9 und 10) verschiebbar in Längsrichtung (Blockpfeil) sein. Auch hierdurch werden die alternativen Betriebsweisen über das Dachförderband 60 ermöglicht, zum einen in der Gebrauchsposition des Zwischendachbands 70 die erfindungsgemäß vorgesehene Weiterförderung auf die einfachen Materialförderwagen 3 und zum anderen in der vorgeschobenen Nichtgebrauchsstellung des Zwischendachförderbands 70 die Beladung des Bodenförderbands 4 des endständigen erweiterten Materialwagens 2 in herkömmlicher Weise eines rollierenden Systems. Gerade für verschiedene Baustellentypen und für die Beladung der Wagen 1 , 2, 3 am Zwischenlager werden hier weitere Vorteile des Systems ermöglicht, indem wahlweise Material je nach Position des Zwischendachbands 70 in den Materialförderwagen 2 aufgegeben oder weiter auf die einfachen Materialförderwagen 3 gefördert wird. So können unterschiedliche Materialien auch nach Art des Materials getrennt auf die unterschiedlichen Materialförderwagen beladen werden. Nach erfolgter Beladung der einfachen Materialförderwagen 3 über die Dachförderbänder 6, 60 und das Zwischendachband 70, können die erweiterten Materialförderwagen 1 , 2 über die Bodenförderbänder 4 und zugeordnete Übergabeförderbänder 5 beladen werden, indem das Zwischendachband 70 in die Nichtgebrauchsposition verfahren wird.

Ferner kann ein Zwischendachband 70 auch derart verschiebbar ausgebildet sein, dass das Zwischendachband 70 zwischen einer Nichtgebrauchsposition, in der es unterhalb des verkürzten Dachförderbandes 60 angeordnet ist (Fig. 15), in eine Gebrauchsposition (Fig. 16) verfahren werden kann, um die Weiterförderung des vom Dachförderband 60 angeförderten Materials in die einfachen Materialförderwagen 3 durchzuführen. Die Nichtgebrauchsposition kann sowohl für Überführungsfahrten eingenommen werden o- der, wenn der Wagenverband in dem herkömmlichen rollierenden System der erweiterten Materialförderwagen betrieben werden soll. Auch hier kann das Zwischendachband 70 komplett oder nur die Bandanordnung 7b innerhalb des Trägerrahmens 7a verschoben werden.

Das Zwischendachband 70 bzw. jede Zwischenwagenfördereinrichtung 7 kann alternativ zur Verschiebbarkeit abnehmbar ausgebildet sein, um es im Baustellenbereich, je nach Verwendungszweck des Wagenverbands 10, auszubauen oder zu montieren. Hierbei können an der Zwischenwagenfördereinrichtung 7, beispielsweise dem Rahmen 7a eines Zwischendachbandes 70 Eingriffsvorrichtungen 74 (Figuren 11 und 12) für ein geeignetes Hebegerät (nicht dargestellt) vorgesehen sein, mit dem das Band 70 aufgesetzt und abgehoben werden kann. Zur Vereinfachung der Montage können ferner am Materialförderwagen Aufnahme- und/oder Positionierelemente wie Stützen, Profilschienen, Anschläge, Laschen und Bolzen etc. vorgesehen sein. Zudem können Schnellstecksysteme an dem Zwischendachband und dem Materialförderwagen vorgesehen sein, um einfach und schnell eine Anbindung des lösbaren Zwischendachbands an die Energieversorgung und Steuerung des Materialförderwagenverbands bereitzustellen.

Alternativ zu einem einteiligen oder zweiteiligen Zwischendachband, das im Dachbereich fest, abnehmbar oder verfahrbar montiert ist, kann eine Zwischenwagenfördereinrichtung 7 wie in Figuren 19 bis 22 gezeigt, eine Schwenkfördereinrichtung 75 aufweisen, die am Verladeende des endständigen erweiterten Materialförderwagens 2 im Bodenbereich schwenkbar um eine Wagenquerachse horizontal beabstandet vom Ende des verkürzten Dachförderbandes 60 angeordnet ist. Die Schwenkfördereinrichtung 75 kann beispielsweise ein Band oder einfach eine Rutsche sein. Die Schwenkfördereinrichtung 75 in Fig. 20 und 21 ist in Gebrauchsposition dargestellt, in der eine Weiterförderung des über das Dachförderband 60 herangeförderte Material auf den angekoppelten einfachen Materialförderwagen 3 ermöglicht wird. Hierbei befindet sich das schwenkbare Ende der

Schwenkfördereinrichtung 75 unterhalb des Abwurfendes des verkürzten Dachförderbands 60. In der in Fig. 19 und 22 dargestellten Nichtgebrauchsposition ist das schwenkbare Ende der Schwenkfördereinrichtung 75 von dem Dachförderbandende an die Containerwand wegverschwenkt.

Das über die in Gebrauchsposition in Förderrichtung geneigt angeordnete Schwenkfördereinrichtung 75 vom Dachförderband 60 geförderte Material gelangt auf eine Zusatzfördereinrichtung 76, die sich vom angelenkten Ende der Schwenkfördereinrichtung 75 zum angekoppelten einfachen Materialförderwagen 3 erstreckt, wo sie oberhalb dessen Bodenförderbands 4 endet und so das Material dort abwerfen kann. Die Zusatzfördereinrichtung 76 kann, wie in Fig. 19 und 20, entsprechend einem herkömmlichen, dem Bodenförderband 4 zugeordneten Übergabeförderband 5 ausgebildet sein, mit dem Unterschied, dass es funktionell nicht dem Bodenförderband 4 sondern der Schwenkfördereinrichtung 75 zugeordnet ist, wenngleich eine funktionelle Kopplung mit dem Bödenförderband 4 bei Demontage der Schwenkfördereinrichtung 75 herstellbar ist. Die als Übergabeförderband ausgebildete Zusatzfördereinrichtung 76 kann schwenk- und/oder verfahrbar sein. Optional kann sie für Überführungsfahrten oder in der Nichtgebrauchsposition der Schwenkfördereinrichtung 75 auch unter das Bodenförderband 4 eingefahren werden.

Alternativ zu einem fest am erweiterten Materialförderwagen 2 schwenk- und/oder verfahrbar angeordneten Übergabeförderband als Zusatzfördereinrichtung 76, die die Schwenkfördereinrichtung 75 ergänzt, kann, wie Fig. 21 und 22 zeigen, auch ein nur bei Bedarf zwischen den Materialförderwagen montierbares Überbrückungsband als Zusatzfördereinrichtung 76 eingesetzt werden, das sich dann vom angelenkten Ende der Schwenkfördereinrichtung 75 bis über das Bodenförderband 4 des angekoppelten einfachen Materialförderwagens 3 erstreckt. Wie bei dem lösbaren Zwischendachband können auch hier entsprechende Eingriffsvorrichtungen und Stecksysteme an dem Überbrückungsband und dem Materialförderwagen vorgesehen sein, um einfache und exakte Positionierung, lösbare Befestigung sowie Energieversorgung und Ansteuerung bereitzustellen. Die Zwischenwagenfördereinrichtung kann über entsprechende Antriebe und Stellelemente sowohl elektrisch als auch hydraulisch ansteuerbar sein. Sie kann teil- oder vollautomatisiert sein und gegebenenfalls in Abhängigkeit der Transportgeschwindigkeit der materialzuführenden Dachförderbänder der erweiterten Materialförderwagen und/oder der materialabführenden Bodenförderbänder der einfachen Materialförderwagen, oder manuell angesteuert werden.

Die erfindungsgemäßen Materialförderwagenverbände, in denen der letzte erweiterte Materialförderwagen über eine Zwischenwagenfördereinrichtung, die zwischen einer Gebrauchs- und einer Nichtgebrauchsposition verfahrbar oder verschwenkbar ist, mit einem einfachen Materialförderwagen verbunden ist, sind in verschiedenen Betriebsmodi einsetzbar, die verschiedene Beladevarianten realisieren lassen. Während in der Gebrauchsposition die Zwischenwagenfördereinrichtung die Durchförderung des über die Dachförderbänder angeförderten Materials auf die angekoppelten einfachen Materialförderwagen ermöglicht, können die erweiterten Materialförderwagen bei Anordnung der Zwischenwagenfördereinrichtung in der Nichtgebrauchsposition (Parkposition unter dem Dach oder in Längsrichtung vom Dachförderbandende distanziert oder davon weg verschwenkt) im rol- lierenden System betrieben werden. Fig. 13 und 14 zeigen die beiden Betriebsweisen am Beispiel eines Zwischenförderbands 70, dessen Bandanordnung 7b im Trägerrahmen 7a verschiebbar ist. Weiter sind hier Be- und Entladestellen des Wagenverbands 10 zu sehen: Beladen wird das Dachförderband 6 des ersten erweiterten Materialförderwagens 1 mittels einer Ladefördereinrichtung 8, die sich geneigt von einer bodennahe vor Kopf angeordneten Aufgabevorrichtung 81 (z. B. Ladetrichter), gestützt von einer Befestigungsvorrichtung 82 bis zu einem Abwurfende erstreckt, das über dem Dachförderband 6 angeordnet ist. Auch die Ladefördereinrichtung 8 kann gegebenenfalls zwischen einer Gebrauchs- und einer Nichtgebrauchsposition (etwa bei Überführungsfahrten) bewegt werden, wozu die Befestigungsvorrichtung 82 teleskopierbar und/oder schwenkbar etc. ausgeführt sein kann. Das schwenkbare Dachförderbandende 61 ist hierbei eingeschwenkt. Die Entladung erfolgt unterhalb der Ladefördereinrichtung 8 über das ausgeschwenkte Übergabeförderband 5 des ersten erweiterten Materialförderwagens 1.

Ein erfindungsgemäßer Materialförderwagen kann eine beliebige Anzahl an Materialförderwagen aufweisen, genauer gesagt, eine beliebige Anzahl an erweiterten Materialförderwagen 1 mit durchgehender Dachfördereinrichtung 6 und einfachen Materialförderwagen 3 aufweisen - lediglich die Anzahl der erweiterten Materialförderwagen 2 mit verkürzter Dachfördereinrichtung 60 und der Zwischenwagenfördereinrichtung 7 ist vorbestimmt und hängt von der Anzahl der Wechsel von erweiterten Materialförderwagen 1 , 2 auf einfache Materialförderwagen 3 im Verband ab. So ist nicht nur die in den Figuren 3 bis 22 dargestellte Anzahl und Reihung der Materialförderwagen 1 , 2, 3 denkbar - die unterschiedlichen Wagentypen können gegebenenfalls auch abwechselnd etc. angeordnet sein, wobei lediglich auf die Anordnung eines erfindungsgemäßen Materialförderwagens 2 am Übergang zwischen erweiterten Materialförderwagen 1 und einfachen Materialförderwagen 3 zu achten ist. Eine Materialübergabe von einem einfachen Materialförderwagen 3 auf einen erweiterten Materialförderwagen 3 ist daher prinzipiell auch denkbar - wenn auch nicht dargestellt - indem die Übergabefördereinrichtung 5 des einfachen Ma- terialwagens 3 das Material auf die Dachfördereinrichtung 6,60 eines erweiterten Materialförderwagens 1 ,2 aufgibt. Gegebenenfalls, etwa um eine gewünschte Trennung von Materialien beim Beladen zu erhalten, kann auch vorgesehen sein, den erfindungsgemäßen erweiterten Materialförderwagen 2 mit verkürzter Dachfördereinrichtung 60 und Zwischenwagenfördereinrichtung 7 vor einem erweiterten Materialförderwagen 1 anzuord- nen, um Material von der verkürzten Dachfördereinrichtung 60 über die Zwischenwagenfördereinrichtung 7 auf die Dachfördereinrichtung 6 des angekoppelten erweiterten Materialförderwagens 1 zu fördern. Auf diese Weise können unterschiedliche Aushubsorten beim Beladen gezielt in verschiedene Materialförderwagen der unterschiedlichen Typen an einem bestimmten Reihungsort im Materialförderwagenverband zugeführt werden.

Bei den Fördereinrichtungen kann es sich vorzugsweise um Förderbänder handeln. Wie jedoch am Beispiel der Rutsche als Schwenkfördereinrichtung deutlich wird, kommen auch alternative Fördereinrichtungen prinzipiell in Frage, die eine Materialförderung von Schüttgütern in den dargestellten Richtungen (horizontal, aufwärts und abwärts geneigt) ermöglichen.

BEZUGSZEICHENLISTE

1 erweiterter Kopf- oder Zwischen-Materialförderwagen

2 erweiterter endständiger Materialförderwagen

3 einfacher Materialförderwagen

4 Bodenfördereinrichtung

5 Übergabefördereinrichtung, der Bodenfördereinrichtung zugeordnet

6 Dachfördereinrichtung

0 verkürzte Dachfördereinrichtung des endständigen Materialförderwagens

1 Dachfördereinrichtung-Schwenkende

2 Befestigungsstrebe

Zwischenwagenfördereinrichtung

a Rahmen

b Förderband

0 Zwischendachfördereinrichtung

1 Ergänzungsfördereinrichtung

2 Zwischendachfördereinrichtung-Schwenkende

3 Haltevorrichtung

4 Eingriffselement

5 Schwenkfördereinrichtung

6 Zusatzfördereinrichtung

Ladefördereinrichtung

1 Aufgabevorrichtung

2 Befestigungsvorrichtung (schwenk/teleskop etc.)

0 Materialförderwagenverband