A n s p r ü c h e
1. Mittel zur Reinigung von Raumluft von Schadstoffen, Geruchsstoffen od. dgl. Bestandteilen, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel als Flüssigkeit ausgebildet ist, und daß die Flüssigkeit auf eine Raumfläche aufbringbar ist.
2. Mittel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit nach Art eines herkömmlichen Waschmittels und/oder nach Art eines herkömmlichen Reinigungsmittels und/oder nach Art eines herkömmlichen Pflegemittels ausgebildet ist und auf die Raumfläche mit einem herkömmlichen Putzgerät, wie Schwamm, Putztuch, Lappen, Schrubber, Mopp, Schrubbtuch, Teppichreinigungsgerät, od. dgl., aufbringbar ist.
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit auf die Raumfläche aufstreichbar ist.
4. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit als solche auf eine Raumfläche aufbringbar ist.
5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit aufgeschäumt auf eine Raumfläche aufbringbar ist.
6. Mittel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit reaktive Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten enthält, die Schadstoffe, Geruchsstoffe od. dgl. Bestandteile der Raumluft aufnehmen und/oder binden.
7. Mittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die reaktiven Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten aus Eiweißen und/oder
Enzymen und/oder Proteinen und/oder Aminosäuren und/oder Aminocarbonsäuren bestehen oder diese aufgezählten Stoffe enthalten.
8. Mittel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit Wirkstoffe oder
Wirkstoffkomponenten enthält, die auf die Raumfläche eine reinigende Wirkung und/oder eine schmutzentfernende und/oder eine schmutzlösende Wirkung besitzen.
9. Mittel nach den Ansprüchen 6 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die reaktiven Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten, die Schadstoffe, Geruchsstoffe od. dgl. Bestandteile der Raumluft aufnehmen und/oder binden, und die Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten, die für die Raumfläche eine reinigende Wirkung und/oder eine schmutzentfernende und/oder schmutzlösende Wirkung besitzen, von denselben Stoffen gebildet sind.
10. Mittel nach den Ansprüchen 6 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die reaktiven Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten, die Schadstoffe, Geruchsstoffe od. dgl. Bestandteile der Raumluft aufnehmen und/oder binden, und die Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten, die für die Raumfläche eine reinigende Wirkung und/oder eine schmutzentfernende und/oder schmutzlösende Wirkung besitzen, von unterschiedlichen Stoffen gebildet sind.
11. Mittel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit ein für die Raumfläche im wesentlichen herkömmliches Waschmittel und/oder ein im wesentlichen herkömmliches Reinigungsmittel und/oder ein im wesentlichen herkömmliches Pflegemittel ist, welches zusätzlich reaktive Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten enthält, die Schadstoffe, Geruchsstoffe od. dgl. Bestandteile der Raumluft aufnehmen und/oder binden.
12. Mittel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Raumfläche eine Bodenfläche, insbesondere ein Teppich, oder eine Wandfläche, insbesondere eine Fliesen- oder Kachelfläche, oder eine Deckenfläche, oder die Oberfläche eines Möbelstückes, oder die Oberfläche eines Einrichtungsgegenstandes oder Haushaltgerätes ist.
13. Mittel zur Reinigung von Raumluft von Schadstoffen, Geruchsstoffen od. dgl. Bestandteilen, insbesondere nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel als Flüssigkeit ausgebildet ist, und in der Raumluft versprühbar und/oder auf eine Raumfläche sprühbar ist.
14. Verfahren zur Reinigung von Raumluft von Schadstoffen, Geruchsstoffen od. dgl. Bestandteilen, dadurch gekennzeichnet, dass ein als Flüssigkeit ausgebildetes Mittel, welches reaktive Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten enthält, die Schadstoffe, Geruchsstoffe od. dgl. Bestandteile der Raumluft aufnehmen und/oder binden, insbesondere ein Mittel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, auf eine Raumfläche aufgebracht wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel im Zuge einer herkömmlichen Reinigung der Raumfläche auf diese aufgebracht wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit nach einem Zeitintervall wiederholt auf die Raumfläche aufgebracht wird.
17. Verwendung eines Waschmittels und/oder eines Reinigungsmittels und/oder eines Pflegemittels, welches reaktive
Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten enthält, die auf eine Raumfläche eine reinigende Wirkung und/oder eine schmutzentfemende und/oder eine schmutzlösende Wirkung besitzen, zur Reinigung von Raumluft von Schadstoffen, Geruchsstoffen od. dgl. Bestandteilen.
18. Verwendung nach Anspruch 17, wobei als Waschmittel oder als Reinigungsmittel und/oder als Pflegemittel ein Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 13 verwendet wird. |
Mittel und Verfahren zur Reinigung der Raumluft von Schadstoffen. Geruchsstoffen und anderen störenden Bestandteilen
Die Erfindung betrifft zunächst ein Mittel zur Reinigung der Raumluft von Schadstoffen oder Geruchsstoffen oder dgl. störenden Bestandteilen.
Aus der DE 102 35 043 A1 geht eine Vorrichtung zum Absorbieren von Schadstoffen hervor. Die bekannte Vorrichtung dient unter dem Einsatz von Keratin-Fasern dazu, in der Raumluft befindliche Schadstoffe, wie beispielsweise Formaldehyd, zu binden. Die Keratin-Fasern, insbesondere Schafwoll-Fasern, werden in die belasteten Räume, vorzugsweise in die Nähe der Schadstoffquelle eingebracht. Die Keratin- Fasern werden mit anderen Materialien, beispielsweise mit Flachs, Hanf und Baumwolle vermischt bzw. geschichtet.
Durch die Bindung der Schadstoffe an die Keratin-Fasern kann die Belastung der Raumluft mit den entsprechenden Schadstoffen deutlich reduziert werden.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Mittel zur Reinigung der Raumluft von Schadstoffen, Geruchsstoffen od. dgl. störenden Bestandteilen bereitzustellen, welches eine gute
Wirksamkeit aufweist und welches in wenig aufwendiger Weise einsetzbar ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1.
Das Prinzip der Erfindung besteht zunächst im Wesentlichen darin, ein Mittel bereitzustellen, welches als Flüssigkeit ausgebildet ist. Die
Flüssigkeit ist auf eine Raumfläche aufbringbar. Beispielsweise kann die Flüssigkeit auf eine Boden- oder Wandfläche des Raumes, oder auf die Oberfläche eines in dem Raum befindlichen Möbelstückes aufgebracht werden.
Dadurch dass das Mittel als Flüssigkeit ausgebildet und auf eine Raumfläche aufbringbar ist, besteht die Möglichkeit, das Mittel ohne irgendeinen konstruktiven Aufwand in den vorhandenen Raum, z.B. in einen Räume eines Gebäudes oder in einen Fahrzeug-Innenraum, einzubringen, indem es beispielsweise als Flüssigkeit, oder aufgeschäumt als Schaum, auf die geeignete Raumfläche aufgestrichen oder sonst wie aufgebracht wird. Dies kann mit herkömmlichen Putzgeräten, beispielsweise mit einem Schwamm oder einem Putztuch od. dgl. geschehen.
Während sich das Mittel auf der Raumfläche befindet, auch während es trocknet, bzw. auch nach dem Trocknen für eine beliebig lange Zeitdauer, können die in dem Mittel enthaltenen Wirkstoffe oder Wirkstoff komponenten, die in der Raumluft befindlichen störenden Schadstoffe, Geruchsstoffe oder sonstigen Bestandteile aufnehmen bzw. binden.
Die Flüssigkeit wird erfindungsgemäß auf die Raumfläche aufgebracht, ohne dass diese Raumfläche in irgendeiner Form verändert werden muss oder beeinflusst wird. Die Flüssigkeit bzw. die darin enthaltenen Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten können aber zumindest teilweise an der Raumfläche haften bleiben und dort auch nach dem Trocknen der Flüssigkeit für längere Zeit verbleiben. Die Wirkstoffe können dann ihre schadstoffabsorbierende oder aufnehmende Wirkung entfalten. Später können die vormals in der Flüssigkeit enthaltenen
Wirkstoffe und Wirkstoff komponenten, z.B. im Rahmen eines Reinigungsvorganges, von der Raumfläche wieder entfernt werden.
Während die DE 102 35 043 A1 vorsieht, eine Vorrichtung mit einem entsprechenden Aufbau als Isolations- oder Schalldämmmaterial fest an der entsprechenden Raumwand anzubringen, ist es mit der erfindungsgemäßen Flüssigkeit möglich, ohne irgendeine besonderen konstruktiven Aufwand eine Raumluftreinigung zu erreichen, indem die
Flüssigkeit wie ein herkömmliches Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemittel auf die entsprechende Raumfläche aufgebracht wird. Erfindungsgemäß kann die Flüssigkeit anschließend trocknen bzw. wie ein herkömmliches
Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemittel nach einem bestimmten
Zeitintervall weggewischt und wieder ersetzt werden.
Als Flüssigkeit im Sinne der vorliegenden Patentanmeldung werden
Flüssigkeiten oder Fluide unterschiedlicher Viskosität verstanden. Insbesondere kann das Mittel als eine niedrig-viskose Flüssigkeit, beispielsweise mit einer Viskosität vergleichbar mit der Viskostät von Wasser, hergestellt werden. Alternativ kann das Mittel auch als höher- viskose Flüssigkeit, beispielsweise mit einer Viskosität vergleichbar der von Milch oder als Paste oder als Gel oder als Schaum ausgebildet sein.
Entsprechend der Viskosität eines herkömmlichen Wasch-, Pflegeoder Reinigungsmittels, welches als Reinigungsmilch, als Reinigungsgel oder als niedrig-viskose Reinigungsflüssigkeit existiert, kann das Mittel zur Reinigung der Raumluft hinsichtlich seiner Viskosität an das Pflege-, Wasch- oder Reinigungsmittel angepasst sein. Reaktive Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten zur Bindung der Schadstoffe können als Zusatz einem herkömmlichen Pflege-, Wasch- oder Reinigungsmittel zugegeben werden, ohne die Viskosität des herkömmlichen Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemittels zu beeinflussen.
Wenn im Rahmen dieser vorliegenden Patentanmeldung im Folgenden von Flüssigkeit gesprochen wird, so wird damit gleichermaßen auch immer eine hoch-viskose Flüssigkeit, beispielsweise nach Art eines gel-, eines pasten- oder milchförmigen Fluids mit gemeint sein.
Die Flüssigkeit kann auch als Konzentrat hergestellt und bei Bedarf vom Benutzer mit Wasser oder einem anderen geeigneten Trägerstoff verdünnt werden. Das Konzentrat kann insoweit vorzugsweise als Additiv einem Putzmittel oder einem Eimer Putzwasser zugesetzt werden.
In einem solchen, als Konzentrat bezeichenbaren Additiv ist vorzugsweise ein Wirkstoffanteil, insbesondere ein Anteil von Skieroproteinen oder entsprechender Eiweißkomplexe, von 10-15 Gewichtsprozenten oder Volumenprozenten enthalten. Insbesondere kann vorzugsweise eine ungefähr 200-fache Verdünnung des Additivs mit Putzwasser, in dem auch ein herkömmliches Reinigungsmittel enthalten ist, vorgenommen werden.
Die Flüssigkeit, insbesondere das Konzentrat, kann einen pH-Wert zwischen 10 und 13,5, vorzugsweise zwischen 11 ,8 und 12,8 aufweisen. Ein derartiger pH-Wert ermöglicht eine gesteigerte Reaktivität der verwendeten Wirkstoffe, insbesondere verwendeter Skieroproteine, mit den in der Raumluft befindlichen Schadstoffen.
In der Flüssigkeit, insbesondere in dem Konzentrat, können die Sklereoproteine alkalisch aufgespalten vorliegen.
Das erfindungsgemäße Mittel eignet sich u.a. zur Gebäudesanierung, zur Minderung und Beseitigung von
Geruchsbelästigungen in Räumen und z.B. zur Minderung der
Schadstoffbelastung in Fahrzeug-Innenräumen von fabrikneuen Fahrzeugen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Flüssigkeit nach Art eines herkömmlichen Waschmittels und/oder nach Art eines herkömmlichen Reinigungsmittels und/oder nach Art eines herkömmlichen Pflegemittels auf die Raumfläche mit einem herkömmlichen Putzgerät, beispielsweise mit einem Schwamm und/oder mit einem Putztuch und/oder mit einem Lappen und/oder mit einem Mopp und/oder mit einem Schrubtuch und/oder mit einem Reinigungsgerät etc. aufbringbar.
Die Flüssigkeit kann daher wie ein herkömmliches Waschmittel oder Reinigungsmittel oder Pflegemittel verwendet werden und zwar in einer Art und Weise, wie es Personen im Haushalt bei der Handhabung solcher herkömmlicher Reinigungs-, Pflege- oder Waschmittel bekannt ist. Das Mittel zur Reinigung der Raumluft von Schadstoffen und dgl. kann daher ohne einen besonderen Instruktionsaufwand für den Benutzer verwendet werden.
Die Flüssigkeit kann insbesondere auf die Raumfläche aufstreichbar sein. Sie kann aber gleichermaßen auch aufgewischt und später wieder abgewischt werden oder mit einem anderen Gerät aufgetragen werden.
Vorzugsweise ist die Flüssigkeit als solche, d.h. als Flüssigkeit, auf die Raumfläche aufbringbar. Alternativ besteht aber die Möglichkeit, die Flüssigkeit aufgeschäumt, als Schaum oder Emulsion od. dgl. auf die Raumfläche aufzubringen.
Weiter vorzugsweise enthält die Flüssigkeit reaktive Wirkstoffe oder
Wirkstoffkomponenten, die Schadstoffe und/oder Geruchsstoffe und/oder
dgl. andere störende Bestandteile der Raumluft dauerhaft aufnehmen und/oder binden. Vorzugsweise binden die Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten die Schad- oder Geruchsstoffe im Rahmen einer chemischen Reaktion an sich. Derartige Reaktionen sind beispielsweise im Stand der Technik zwischen Formaldehyd und aus Schafswolle gewonnenen Keratin-Fasern, bwz. von Mischungen von Keratin-Fasern mit anderen Stoffen bekannt.
Die Auswahl, welche Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten verwendet werden, hängt im Wesentlichen von der Art der in der Raumluft befindlichen Schadstoff- oder Geruchsstoffe- oder dergleichen
Bestandteile ab. Beispielsweise können die Wirkstoffe oder
Wirkstoffkomponenten Keratinfasem enthalten. Andere mögliche
Wirkstoffe sind insbesondere Eiweiss-Komplexe, zu denen die Keratin- Fasern gehören. In Frage kommen beispielsweise auch Skieroproteine.
Grundsätzlich kommen als Wirkstoffe oder als Wirkstoffkomponenten solche Stoffe in Frage, die bei bekannten Vorrichtungen und Mitteln zur Reinigung von Raumluft eingesetzt werden. Entscheidend ist, dass die Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten mit den aus der Raumluft herauszulösenden Schadstoffen, insbesondere mit Aldehyden, insbesondere mit Formaldehyd, oder weiter insbesondere mit VOC (volatile organic Compounds), oder mit Geruchsstoffen oder mit anderen Bestandteilen eine chemische Reaktion eingehen und diese Raumluftbestandteile an sich binden unnd/oder durch die chemische Reaktion neutralisieren. Als Schadstoffe der vorliegenden Patentanmeldung werden insbesondere gesundheitsgefährdende oder gesundheitsschädliche Stoffe angesehen.
Spezielle Eiweisskörper oder Eiweisskomplexe, insbesondere auf
Basis von Keratin-Fasern, die Schadstoffe, Geruchsstoffe od. dgl.
Bestandteile der Raumluft aufnehmen oder binden können, sind beispielsweise bei der Firma Air Clean Concept GmbH in Waltenhofen erhältlich.
Hinsichtlich des Zusammenspiels beispielsweise zwischen den
Keratin- oder Wollfasern und den in der Raumluft befindlichen Schadstoffen wird beispielsweise auf den im Prüfungsverfahren der europäischen Patentanmeldung EP 1 386 622 A1 gewürdigten Stand der Technik, insbesondere auf den im zweiten Prüfungsbescheid zusätzlich herangezogenen Stand der Technik, verwiesen.
Als mögliche Eiweisskomplexe für die Wirkstoffe kommen Aminosäuren, nämlich Aminocarbonsäuren mit der allgemeinen Formel COOH-CHNH2-R in Betracht wobei sich die einzelnen Aminosäuren hinsichtlich ihres Restes R unterscheiden. Die Art des Restes R erlaubt eine Unterteilung der Aminosäuren in Gruppen. Als Wirkstoffe für die Bindung der Luft-Schadstoffe kommen auch Verbindungen oder Mischungen z.B. von Keratin-Fasern mit Gelatine-Stoffen in Betracht. Auch andere Wirkstoffkombinationen unter Verwendung von Enzymen, Proteinen, Aminosäuren etc kommen in Betracht.
Auch wenn sich Aminosäuren als Makromoleküle in einem Proteinverbund befinden, können sie chemisch reagieren. Dies ist möglich, da Aminosäuren reaktive funktionelle Gruppen in ihren Seitenketten besitzen. Die reaktiven Gruppen der Seitenkette können zur Aufnahme und zum Abbau von Schadstoffen genutzt werden. Beispielsweise weisen Faserproteine der Schafswolle, die zu 97 % aus Keratinen (Proteinen) bestehen, zu 65 % reaktive Gruppen in der Seitenkette auf, die zum Schadstoffabbau genutzt werden können.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung enthält die Flüssigkeit Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten, die für die Raumfläche eine reinigende Wirkung und/oder eine schmutzentfernende und/oder eine schmutzlösende Wirkung besitzten. Beispielsweise enthält die Flüssigkeit Wirkstoffe, wie sie in herkömmlichen Wasch-, Reinigungs-, Putz- oder Pflegemitteln enthalten sind, wie Tenside, Enzyme od. dgl. Die Tenside können beispielsweise die Oberflächenspannung herabsetzen und die Enzyme können beispielsweise katalytische Wirkungen entfalten. Diese herkömmlichen Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten können auch in dem erfindungsgemäßen Mittel enthalten sein. Auf diese Weise ist die Flüssigkeit einerseits in der Lage, die Raumfläche von Schmutz oder Dreck zu reinigen. Andererseits ist sie aber auch in der Lage, die Schadstoffe aus der Raumluft aufzunehmen und zu binden. Damit kann die Flüssigkeit nach Art eines herkömmlichen Wasch-, Reinigungs-, Pflege- oder Putzmittels verwendet werden und zugleich der gewünschte Effekt einer Reinigung der Raumluft von Schadstoffen erzielt werden, ohne dass es für diesen zusätzlichen Zweck irgendwelcher besonderer zusätzlicher Massnahmen bedarf. Das Mittel kann wie ein herkömmliches Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemittel verwendet werden.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die reaktiven Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten, die Schadstoffe, Geruchsstoffe od. dgl. Bestandteile der Raumluft aufnehmen und binden, und diejenigen Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten, die für die Raumfläche eine reinigende Wirkung und/oder schmutzentfemende und/oder schmutzlösende Wirkung besitzen, von denselben Stoffen gebildet. Damit kann ein und derselbe Stoff sowohl eine reinigende oder schmutzlösende oder schmutzentfernende Wirkung und zugleich eine raumluftreinigende Wirkung besitzen. Dies wird möglich, wenn die Wirkstoffe beispielsweise von Enzymen, also von Proteinen gebildet sind. Die Enzyme können beispielsweise Eiweisse (Proteasen) oder Fette
(Lipasen) oder Stärke (Amylasen) enzymatisch abbauen. Da für die Enzymaktivität aber nur eine bestimmte Gruppe von Aminosäuren erforderlich ist, die unmittelbar an der enzymatischen Funktion beteiligt sind, kann der große Rest der an dem Enzym vorhandenen Aminosäuren zur Aufnahme der Schadstoffe verwendet werden. Damit kann mit wenigen Bestandteilen des Mittels eine Vielzahl von Wirkungen erreicht werden. In einem Pflege-, Reinigungs- oder Waschmittel vorhandene Enzyme können beispielsweise sowohl bezogen auf die Raumfläche eine Reinigungsfunktion und zugleich, bezogen auf die Raumluft, einen schadstoff-absorbierende Wirkung entfalten.
Alternativ können aber auch unterschiedliche Wirkstoffe zur Erzielung einer optimierten Reinigungsfunktion einerseits und zur Erzielung einer optimierten Schadtstoff-Absorptionsfunktion andererseits verwendet werden.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Flüssigkeit ein im Wesentlichen herkömmliches Waschmittel, Reinigungsmittel oder Pflegemittel, welches zusätzliche reaktive Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten enthält, die Schadstoffe, Geruchsstoffe od. dgl. aufnehmen oder binden können. Damit kann das erfindungsgemäße Mittel durch Hinzufügung eines Zusatzes zu einem herkömmlichen Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemittel hergestellt werden. In einem herkömmlichen, beispielsweise auch hinsichtlich seiner Formulierung bekannten Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemittel kann ein Zusatz, als ein Additiv, eingebracht werden, welcher die zur Raumluftreinigung erforderlichen Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten enthält. Dies ist nach erfolgreichen Versuchsreihen des Anmelders auch möglich, ohne dass die Reinigungs-, Schmutzentfernungs- oder Schmutzlösewirkungen des herkömmlichen Wasch-, Pflege- oder Reinigungsmittels beeinträchtigt werden.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Raumfläche eine Bodenfläche, eine Wandfläche oder die Oberfläche eines Möbelstückes. Die Flüssigkeit kann also auf eine beliebige, vorzugsweise auf eine zu reinigende Raumfläche aufgebracht werden. Als Raumfläche wird z.B. auch die Oberfläche einer in dem Raum befindlichen Pflanze verstanden.
Angemerkt sei, dass im Rahmen der vorliegenden Patentanmeldung als Wasch-, Reinigungs- und Pflegemittel jegliche Mittel verstanden werden, die zur Reinigung von Raumflächen eingesetzt werden.
Beispielsweise handelt es sich um Teppichreinigungsmittel, Parkett- oder
Holzflächenreinigungsmittel, Kunststoffreinigungsmittel, Möbelpolituren,
Spülmittel, Fleckenentfernungsmittel, Allesreiniger, Küchen- Haushalts- und Badreinigungsmittel oder sonstige im Haus und in Industrieräumen zur Verwendung kommende Reinigungs-, Pflege- oder Waschmittel.
Die Erfindung betrifft des weiteren ein Mittel nach Anspruch 13, daß die gestellte Aufgabe gleichermaßen löst. Die erfindungsgemäße Versprühbarkeit gewährleistet eine besonderes gleichmäßige Verteilung der Wirkstoffe in der Raumluft bzw entlang der Raumfläche.
Die Erfindung betrifft des weiteren ein Verfahren zur Reinigung von Raumluft von Schadstoffen, Geruchsstoffen od. dgl. ungewünschten Bestandteilen der Raumluft.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren bereitzustellen, welches gegenüber dem in der DE 102 35 043 A1 beschriebenen Verfahren vereinfacht ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 14.
Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass ein als Flüssigkeit ausgebildetes Mittel, welches reaktive Wirkstoffe oder
Wirkstoffkomponenten enthält, die Schadstoffe, Geruchsstoffe od. dgl. ungewünschte Bestandteile der Raumluft aufnehmen oder binden, auf einer Raumfläche aufgebracht wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren sieht also im Wesentlichen vor, dass die Flüssigkeit auf die Raumfläche aufgetragen, aufgestrichen, aufgewischt oder sonst wie aufgebracht wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren bietet den Vorteil, dass die Reinigung der Raumluft von Schadstoffen in denkbar einfacher Weise dadurch möglich wird, dass die Flüssigkeit nach Art eines herkömmlichen
Putz-, Reinigungs- oder Waschmittels auf die Raumfläche aufgetragen wird.
So kann beispielsweise eine Flüssigkeit nach Art eines herkömmlichen Bodenreinigungsmittels verwendet werden, wobei diese Flüssigkeit mit einem Putzgerät dann auf der Bodenfläche, z.B. auf einem Dielenboden, aufgetragen wird. Da die Flüssigkeit Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten enthält, die Schadstoffe od. dgl. unerwünschte Bestandteile aus der Raumluft aufnehmen und binden können, kann auf sehr unaufwendige Weise eine Reinigung der Raumluft erzielt werden.
Besonders vorteilhaft gestaltet sich das erfindungsgemäße Verfahren dann, wenn das Mittel im Zuge einer herkömmlichen Reinigung der Raumfläche auf die Raumfläche aufgebracht wird. Vorzugsweise enthält die Flüssigkeit auch Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten, die eine für
die Raumfläche reinigende und/oder schmutzlösende und/oder schmutzentfernende Wirkung besitzen. Auf diese Weise kann im Rahmen einer herkömmlichen Reinigung der Raumfläche zugleich auch eine Reinigung der Raumluft erfolgen. Dies erhöht den Grad der Reinigung der Raumluft.
Weiter vorteilhaft ist, wenn die Flüssigkeit nach einem Zeitintervall wiederholt auf die Raumfläche aufgebracht wird. Beispielsweise kann eine
Reinigung der Bodenfläche in regelmäßigen Abständen, z. B. wöchentlich oder monatlich erfolgen. Die erhöht den Grad der Reinigung der Raumluft.
Wird die Flüssigkeit auf die Raumfläche aufgebracht, so kann sie einerseits die Raumfläche reinigen und andererseits die in der Raumluft befindlichen Schadstoffe aufnehmen oder binden. Auch nach dem Trocknen der Flüssigkeit können die in der Flüssigkeit enthaltenen Wirkstoffe oder enthaltenen Wirkstoffkomponenten ihre raumluftreinigende Wirkung aufrechterhalten. Wird zu einem späteren Zeitpunkt die Raumfläche, insbesondere die Bodenfläche, nochmalig gereinigt, können diese ursprünglich in der Flüssigkeit enthaltenen Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten dann von der Raumfläche entnommen bzw. entfernt werden.
Die Erfindung betrifft des weiteren die Verwendung eines Waschmittels und/oder eines Reinigungsmittel und/oder eines Pflegemittels nach Anspruch 17.
Dieser Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das aus der DE 102 35 043 A1 bekannte Verfahren zur Reinigung von Raumluft zu vereinfachen.
Diese Aufgabe löst die Erfindung mit den Merkmalen des
Anspruches 17.
Das Prinzip der Erfindung besteht darin, ein Waschmittel, Reinigungsmittel oder Pflegemittel, insbesondere ein herkömmliches Waschmittel, Reinigungs- oder Pflegemittel, welches reaktive Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten enthält, die auf eine Raumfläche eine reinigende und/oder schmutzlösende und/oder schmutzentfernende Wirkung besitzen, zur Reinigung von Raumluft von Schadstoffen, Geruchsstoffen od. dgl. Bestandteilen zu verwenden.
Die vorliegende Patentanmeldung beschreibt ein neues Mittel, ein neues Verfahren und eine neue Verwendung. Hinsichtlich des in der Patentanmeldung beschriebenen erfindungsgemäßen Gegenstandes sei angemerkt, dass der Begriff Absorption das Eingehen einer festen Bindung des in der Luft befindlichen Schadstoffes oder Geruchsstoffes mit dem Mittel, insbesondere mit dem in dem Mittel enthaltenen Wirkstoff oder der Wirkstoffkombination, bedeutet. Der Schadstoff wird somit in das Mittel regelrecht eingelagert und fest an den Wirkstoff gebunden.
Dadurch dass das Mittel als Flüssigkeit ausgebildet ist und die Wirkstoffe oder Wirkstoffkomponenten in der Flüssigkeit enthalten sind, und die Flüssigkeit unmittelbar auf die Raumfläche aufgetragen wird, und zwar in einer sehr dünnen Schicht, können die Wirkstoffe unmittelbar mit der Raumluft zusammenwirken und chemisch reagieren. Auch wenn die Flüssigkeit getrocknet ist und die Wirkstoffe an der Raumfläche haftend verbleiben, kann der im Raum befindliche Schadstoff fortwährend mit den Wirkstoffen chemisch reagieren. Die Wirkstoffe gelangen dadurch, dass die Flüssigkeit auf die Raumfläche auftragbar ist, entlang einer sehr grossen Oberfläche in ständigen Kontakt mit der Raumluft, so dass eine sehr hohe Wirksamkeit erzielt wird.
Dadurch, dass das Mittel als Flüssigkeit ausgebildet ist, können die entsprechenden Wirkstoffe auch wiederholt, insbesondere auch regelmäßig auf die Raumfläche aufgebracht werden. Damit wird der Grad der Reinigung der Raumluft sehr stark erhöht.
Die Kombination eines herkömmlichen Wasch-, Reinigungs- und
Pflegemittels mit Wirkstoffen zur Reinigung der Raumluft von Schadstoffen oder Geruchsstoffen ermöglicht eine Mit-Reinigung der Raumluft bei einem herkömmlichen Reinigungs-Vorgang, also ohne dass irgendein zusätzlicher Arbeitsaufwand besteht.
