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Title:
MEASURING ARRANGEMENT IN AN INJECTION-MOULDING SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/052641
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a measuring arrangement for measuring one or more pressures and/or temperatures in an injection-moulding system, comprising a base plate (2) and at least one mould insert (3) with at least part of a cavity (5), wherein the base plate (2) and the mould insert (3) rest against one another in a releasable manner on at least one common separating surface (6). The mould insert (3) comprises at least one sensor (7) for detecting pressures and/or temperatures as well as a transmitter module (8) on the separating surface (6), which transmitter module is electrically connected to the sensor (7). The base plate (2) comprises a receiving module (9) on the separating surface (6) opposite the transmitter module (8), wherein measurement data can be transmitted from the transmitter module (8) to the receiving module (9) and can be transmitted to an evaluation device which is electrically connected to the receiving module (9). The idea on which the invention is based is that the transmitter module (8) and the receiving module (9) on the separating surface (6) are essentially planar and can be separated without force.

Inventors:
WASER, Max (Dichterweg 5, Hittnau, CH-8335, CH)
PLETSCHER, Ernst (Kleiment 333, Marthalen, CH-8460, CH)
Application Number:
CH2008/000418
Publication Date:
April 30, 2009
Filing Date:
October 08, 2008
Export Citation:
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Assignee:
KISTLER HOLDING AG (Eulachstrasse 22, Winterthur, CH-8408, CH)
WASER, Max (Dichterweg 5, Hittnau, CH-8335, CH)
PLETSCHER, Ernst (Kleiment 333, Marthalen, CH-8460, CH)
International Classes:
G01L19/08; B29C45/77; G01L19/00; B29C45/77
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Claims:
Patentansprüche

1. Messanordnung zum Messen von einem oder mehreren Drücken und/oder Temperaturen in einer Spritzgiessanlage, umfassend eine Grundplatte (2) und mindestens einen Formeinsatz (3) mit mindestens einem Teil einer Kavität (5), wobei die Grundplatte (2) und der Formeinsatz (3) an mindestens einer gemeinsamen Trennfläche (6) lösbar aneinander anliegen, sowie mindestens einen Sensor (7) im Formeinsatz (3) zum Erfassen von Drücken und/oder Temperaturen, sowie ein Geber- modul (8) im Formeinsatz (3) an der Trennfläche (β), das mit dem Sensor (7) elektrisch verbunden ist, sowie ein Nehmermodul (9) in der Grundplatte (2) an der Trennfläche (6), gegenüber des Gebermoduls (8), wobei Messdaten vom Gebermodul (8) zum Nehmermodul (9) übertragen und an ein mit dem Nehmermodul (8) elektrisch verbundenes Auswertegerät übermitteln werden können, dadurch gekennzeichnet, dass Gebermodul (8) und Nehmermodul (9) an der Trennfläche (6) im wesentlichen plan ausgestaltet und kraftlos trennbar sind.

2. Messanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Gebermodul (8) und Nehmermodul (9) mittels mindestens je einem Punktkontakt (13) Messdaten übertragen können.

3. Messanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Punktkontakt (13) auf der einen Seite ein Federkontakt

(16) ist, der mittels einer Feder (15) auf den anderen Punktkontakt eine Kraft senkrecht zur Trennfläche (β) ausübt, und auf der anderen Seite ein fester Kontakt (14) ist ohne bewegliche Teile.

4. Messanordnung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (7) mit einem Punktkontakt (13) ausgerüstet ist, welcher direkt oder mittels einer

starren Verlängerungsverbindung (18) mit dem Gebermodul (8) in elektrischem Kontakt steht.

5. Messanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebermodul (8) ein Sendemodul (11) und das Nehmermodul (9) ein Empfängermodul (12) ist zum drahtlosen übertragen der Messdaten.

β. Messanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Sendemodul (11) und Empfängermodul (12) Messdaten mittels Nahfeldtelemetrie übertragen können.

7. Messanordnung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Sendemodul (11) eine Batterie um- fasst oder drahtlos vom Empfängermodul (12) gespiesen werden kann .

8. Messanordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch ge- kennzeichnet, dass Sendemodul (11) und Empfängermodul (12) hermetisch dicht verschlossen sind.

9. Messanordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Sendemodul (11) einen nicht flüchtigen Speicher umfasst zum Speichern von Konfigurationsdaten.

10. Messanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da- 'durch gekennzeichnet, dass der Sensor (7) ein piezoelektrischer Werkzeuginnendrucksensor oder ein Thermoelement ist.

11. Messanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebermodul (8) mit mehreren Sensoren (7) elektrisch verbunden ist und dem Nehmermodul (9) Signale von mehreren Sensoren (7) simultan übertragen kann.

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12. Messanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messanordnung mehrere Gebermodule (8) umfasst, welche jeweils mit mindestens einem Sensor (7) verbunden sind.

13. Messanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Gebermodule (8) jeweils demselben Nehmermodul (9) zugeordnet sind, wobei zum Erfassen und übertragen von Messdaten die Grundplatte (2) gegenüber dem Formeinsatz (3) derart verschiebbar ist, dass die Gebermo- dule (8) abwechselnd gegenüber dem Nehmermodul (9) liegen.

14. Messanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Formeinsatz (3) gegenüber der Grundplatte (2) periodisch beweglich oder schwenkbar angebracht ist.

15. Messanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (7), das Gebermodul (8) und das Nehmermodul (9) in einem Auswerfmechanismus (19) angeordnet sind, das dem Auswurf fertiger Formteile aus der Spritzgiessanlage dient.

16. Messanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennfläche (6) senkrecht zur Bewegungsrichtung (20) angeordnet ist, welche den Formeinsatz (3) von der Grundplatte (2) trennt.

17. Messanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da- durch gekennzeichnet, dass die Trennfläche (6) parallel zur Bewegungsrichtung (20) angeordnet ist, welche den Formeinsatz (3) von der Grundplatte (2) trennt.

Description:

MESSANORDNUNNG IN EINER SPRITZGIESSJ-NIAGE

Technisches Gebiet:

Die Erfindung betrifft eine Messanordnung zum Messen von einem oder mehreren Drücken und/oder Temperaturen in einer Spritz- giessanlage umfassend eine Grundplatte und mindestens einen Formeinsatz mit mindestens einem Teil einer Kavität, wobei die Grundplatte und der Formeinsatz an mindestens einer gemeinsamen Trennfläche lösbar aneinander anliegen, sowie mindestens einen Sensor im Formeinsatz zum Erfassen von Drücken und/oder Temperaturen, wobei die Messdaten von der Grundplatte aus an ein Auswertegerät übermitteln werden können. Die Messanordnung soll insbesondere Daten liefern zum Regeln eines Spritzgiess- prozesses .

Stand der Technik

Solche eingangs beschriebene Messanordnungen werden standard- mässig in der Spritzgiesstechnologie angewandt. Probleme bilden hierbei die Leitungen der Sensoren, welche eine Verbindung vom Formeinsatz in die Grundplatte erfordern. Sobald diese beiden Komponenten voneinander getrennt werden, kann es vor- kommen, dass die Leitungen dabei beschädigt oder sensorseitig ausgerissen werden, sodass die Sensoren ersetzt werden müssen. Reparaturen zur Behebung solcher Schäden sind sehr kostspie- lig.

Eine bekannte Lösung ist in der DE 10 2004 043 443 B3 be- schrieben. Dort werden Kupplungsteile an der gemeinsamen

Trennfläche verwendet, welche ineinander greifen, sobald die

Grundplatte mit dem Formeinsatz zusammengefügt wird. Nachtei-

BESTATIGUNGSKOPIE

lig an dieser Anordnung ist die Verschmutzun.gsgefahr und die damit verbundene umständliche Reinigung sowie die Gefahr der Beschädigung beider Kupplungsteile, die mindestens einseitig aus den Werkzeugkomponenten herausstehen, wenn diese geöffnet sind. Zudem ist eine sehr präzise Schliessung erforderlich, um die Kupplungsteile beim Zusammenfügen nicht zu beschädigen. Diese hier beschriebene Messanordnung lässt auch keine freie Wahl der Montagestelle der Kupplungsteile zu, da das Ineinandergreifen der Kupplungsteile stets in dieselbe Richtung er- folgen muss .

Darstellung der Erfindung

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Messanordnung eingangs erwähnter Art zu beschreiben, die eine übertragung der Messdaten zum Auswertegerät sicherstellt und auch im zer- legten Zustand des Werkzeuges vor Verschmutzung und Beschädigung sicher ist.

Für viele Messanordnungen sind handelsübliche Bauteile für die übertragung der Messdaten unbrauchbar weil sie viel zu gross und/oder zu teuer sind, beispielsweise bei kleinen Kavitäten von Spritzgiessanlagen .

Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs. Bevorzugte Ausführungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die der Erfindung zugrunde liegende Idee besteht darin, dass beidseits an der gemeinsamen Trennfläche gegenüber voneinander ein Gebermodul und ein Nehmermodul zum übermitteln von Messdaten angebracht sind, welche im wesentlichen Plan ausgestaltet und kraftlos trennbar sind.

Durch die Möglichkeit einer kraftlosen Trennung von Gebermodul und Nehmermodul ist gewährleistet, dass beim öffnen keine Kräfte auf diese Module ausgeübt werden, insbesondere keine Querkräfte, welche eine schnelle Beschädigung dieser Module zur Folge haben. Zudem ist durch die Planheit der Module gewährleistet, dass diese Module nicht ineinander eingreifen, wodurch sie sich nicht gegenseitig beschädigen können. Ein weiterer Vorteil der Planheit besteht darin, dass plane Flächen leichter sauber zu halten sind und einfach gereinigt wer- den können. Da an den Modulen bei der Trennung niemals gezogen wird, wirkt auch keine Kraft auf deren Montageeinheiten und keinesfalls auf die daran angebrachten Kabel.

Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Messanordnung besteht darin, dass die Module an einer Fläche angebracht werden können, die in einer beliebigen Orientierung zur Trennungsrichtung der beiden Werkzeugkomponenten Grundplatte und Formeinsatz angeordnet sein können. Insbesondere kann die Trennfläche in der Bewegungsrichtung liegen. Die Vorrichtung nach dem genannten Stand der Technik hingegen muss an einer zur Be- wegungsrichtung senkrecht angeordneten Fläche sein, was eine erhebliche Einschränkung ist.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Im Folgenden wird die Erfindung unter Beizug der Zeichnungen näher erklärt. Es zeigen

Fig. 1 eine schematische Darstellung im Schnitt einer erfindungsgemässen Messanordnung;

Fig. 2 eine schematische Darstellung im Schnitt von erfin- dungsgemässen Messanordnungen mit drei verschiedenen Anordnungen der Trennflächen;

Fig. 3 eine schematische Darstellung im Schnitt einer erfin- dungsgemässen Messanordnungen im Bereich der Trennfläche bei Gebermodul und Nehmermodul, ausgestaltet als Punktkontaktierungen, in a) geschlossenem und b) offenem Zustand, sowie Detailansichten von drei verschiedenen Ausführungsformen davon, jeweils in geschlossenem Zustand in c) , e) und g) und in offenem Zustand in d) , f ) und h) ;

Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Sensors mit Ver- längerung, wobei a) die Verlängerung beidseitig mit einem festen Punktkontakt versehen ist und b) die Verlängerung mit dem Sensor integriert ist, und dieser am Ende der Verlängerung mit einem Punktkontakt versehen ist;

Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Erfindungsgemäs- sen Messanordnung mit einem Sensor und Verlängerung mit Punktkontaktierung;

Fig. 6 eine schematische Darstellung einer Erfindungsgemäs- sen Messanordnung mit mehreren Sensoren;

Fig. 7 eine schematische Darstellung von Gebermodul und Nehmermodul mit mehreren Punktkontakten;

Fig. 8 eine schematische Darstellung einer Erfindungsgemäs- sen Messanordnung mit einem Sensor hinter einem Auswerfstössel .

Wege zur Ausführung der Erfindung

Die Bezugszeichen wurden in allen Zeichnungen beibehalten.

Die Fig. 1 zeigt einen Teilaufbau eines Teil einer Spritz- giessanlage 1 umfassend eine Grundplatte 2 und einen Formeinsatz mit mindestens einem Teil einer Kavität 5. Die Grundplatte 2 und der Formeinsatz 3 sind lösbar voneinander in einer Bewegungsrichtung 20 und verfügen über mindestens eine gemeinsame Trennfläche 6. Im Formeinsatz 3 ist ein Sensor 7 angebracht zum Erfassen von Messdaten, beispielsweise von Drücken und/oder Temperaturen in der Kavität 5. Insbesondere kann der Sensor 7 ein piezoelektrischer Drucksensor oder ein Thermoele- ment sein. Mit diesem Sensor 7 elektrisch verbunden ist ein Gebermodul 8 im Formeinsatz 3 an der Trennfläche 6. In der Grundplatte 2, ebenfalls an der Trennfläche 6, gegenüber vom Gebermodul 8 ist ein Nehmermodul 9 angebracht, wobei das Gebermodul 8 vom Sensor 7 aufgenommene Messdaten an das Nehmer- modul 9 übertragen kann. Das Nehmermodul 9 ist elektrisch verbunden mit einem Stecker 10, am dem ein Auswertegerät (nicht dargestellt) zum Auswerten der Messdaten angeschlossen sein kann.

Die Spritzgiessanlage 1 kann insbesondere über mehrere Grund- platten 1 und bei Bedarf auch über mehrere Formeinsätze 3 mit gemeinsamen Trennflächen 6 mit jeweils gegenüberliegenden Gebermodulen 8 und Nehmermodulen 9 verfügen.

Gebermodul 8 und Nehmermodul 9 sind erfindungsgemäss im wesentlichen Plan ausgestaltet, greifen nicht ineinander ein und sind nicht aneinander befestigt. Sie sind höchstens berührend nebeneinander angebracht. Somit sind sie kraftlos von einander trennbar. Insbesondere sind sie auch tangential entlang der Trennfläche 6 verschiebbar. Dank dieser kraftlosen Trennung entsteht kein Verschleiss beim öffnen und Schliessen der Kom- ponenten 2, 3 der Spritzgiessanlage 1 an der Trennfläche 6. Dies erlaubt insbesondere eine freie Wahl des Einbauortes der Module 8, 9 an einer beliebigen Trennfläche 6. Die Messsignale

können jeweils von einem Formeinsatz 3 auf eine Grundplatte 2 übertragen werden.

Wie in der Fig. 2a dargestellt können Gebermodul 8 und Nehmermodul 9 an einer Trennfläche 6 sein, welche senkrecht zur Be- wegungsrichtung 20 angeordnet ist, welche den Formeinsatz 3 von der Grundplatte 2 trennt. Alternativ dazu können diese Module 8, 9 auch parallel zur Bewegungsrichtung 20 sein, wie in Fig. 2b dargestellt. Zudem kann die Trennfläche 6 auch auf der Fläche sein, auf welcher die Kavität 5 ausgestaltet ist, wie in Fig. 2c dargestellt. In dieser Anordnung werden die Module 8, 9 an der Trennfläche β bei jeder Entformung voneinander entfernt und anschliessend wieder zueinander gebracht.

Insbesondere können Gebermodul und Nehmermodul 9 als Sendemodul 11 und Empfangsmodul 12 ausgestaltet sein, wodurch die Messdaten drahtlos übertragen werden ' können, beispielsweise durch Nahfeldtelemetrie . Das Sendemodul 11 kann dazu drahtlos vom Empfangsmodul 12 gespiesen werden oder mit einer Batterie versorgt sein. Insbesondere können Sendemodul 11 und Empfangsmodul 12 hermetisch dicht verschlossen sein. Dies erleichtert die Reinigung und schützt vor Eindringen von Verunreinigungen.

Im Gegensatz zu rotierenden Systemen, beispielsweise Räder, bei denen Messdaten von einem Gebermodul auf einem beweglichen Teil mittels Telemetrie zu einem gegenüber liegenden Nehmermodul in einem fest stehenden Teil übertragen werden, findet in der Messanordnung der vorliegenden Erfindung während einer Messung keine relative Bewegung zwischen Gebermodul 8 und Nehmermodul 9 statt. Grundplatte und Formeinsatz liegen während einer Messung stets ruhig aneinander. Daher können für Gebermodul und Nehmermodul günstigere Komponenten verwendet werden.

Vorzugsweise kann das Sendemodul 11 einen nicht flüchtigen Speicher umfassen zum Speichern von Konfigurationsdaten.

In einer alternativen Ausgestaltung können die Messdaten über Punktkontakte 13 vom Gebermodul 8 zum Nehmermodul 9 übertragen werden, eines dieser Module 8, 9 jeweils mit einem festem Kontakt 14 und das andere mit einem Federkontakt 16 ausgestaltet sind. Fig. 3a zeigt eine mögliche Ausgestaltung von Gebermodul 8 und Nehmermodul 9, ausgestaltet mit festem Kontakt 14 und mit Federkontakt 16, in geschlossenen Zustand (3a) und den mittleren Ausschnitt im an der Trennfläche 6 geöffneten Zustand (3b) . Dabei ist zu beachten, dass die Kontakte 14 und 16 austauschbar in Gebermodul 8 und Nehmermodul 9 eingesetzt werden können .

Gebermodul 8 und Nehmermodul 9 sind, abgesehen vom jeweils im Zentrum gelegenen festem Kontakt 14 resp. Federkontakt 16, im Wesentlichen gleich ausgestaltet. Sie können mit einem Gewin- dering 17 an den Komponenten 2, 3 befestigt werden. Eine Leitung 21 zum übertragen der Messdaten kann jeweils aus den Modulen 8, 9 herausführen. Diese kann zu einem Sensor 7, zu einem Stecker 10 oder zu einem weiteren Modul 8, 9 führen.

Der feste Kontakt 14 weist keine beweglichen Teile auf, der Federkontakt 16 hingegen umfasst eine Feder 15. Vorzugsweise ist dieser feste Kontakt 14 im Nehmermodul 9 ausgestaltet.

Der feste Kontakt 14 liegt mit seiner Stirnfläche auf der Trennfläche 6, und ist mit einer festen metallischen Oberfläche ausgestattet, welche mit der am Modul angebrachten Leitung 21 elektrisch verbunden ist. Diese metallische Oberfläche ist isoliert angebracht und steht somit nicht in elektrischem Kontakt mit der Komponente 2 oder 3, in der das Modul 8 oder 9 eingebaut ist.

Der Federkontakt 16 ist vorzugsweise im Gebermodul 8 ausges- taltet. Dieser bewegliche Kontakt ist im Wesentlichen gleich aufgebaut wie der feste Kontakt, wobei aber an Stelle der fes-

ten metallischen Oberfläche eine bewegliche Oberfläche angebracht ist. Die Feder 15 bewirkt auf diese bewegliche Oberfläche eine Federkraft senkrecht zur Trennfläche 6 in Richtung des festen Kontaktes 14. Durch diese Kraft ist ein Punktkon- takt 13 zu dieser an der Trennfläche 6 gegenüber liegenden festen metallischen Oberfläche des festen Kontaktes 14 stets gewährleistet. In Fig. 3b des offenen Zustandes ist erkennbar, dass der Federkontakt 16 aus der Trennfläche 6 durch die Federkraft herausragt, wenn der feste Kontakt 14 beabstandet ist. In dieser Anordnung ist die Messkette unterbrochen, es können so keine Daten übertragen werden. In der erfindungsge- mässen Messanordnung liegen beide Komponenten 2, 3 aneinander, wodurch der Federkontakt 16 nicht mehr aus der Trennfläche 6 herausragt .

In den Fig. 3c und 3d sind die Bereiche des festen Kontaktes 14 und des Federkontaktes 16 nochmals abgebildet.

Fig. 3e und 3f sowie 3g und 3h sind alternative Anordnungen angegeben, bei denen die Feder 15 jeweils direkt den Federkontakt 16 bildet. Fig. 3e und 3g bilden geschlossene Zustände ab, Fig. 3g und 3h die entsprechenden geöffneten Zustände. In den geöffneten Zustände sind die Federwirkungen zu erkennen, welche den Federkontakt 16 aus der Trennfläche 6 hervorragen lässt. Diese Federn haben den Vorteil, dass sie in Anwendungen gemäss Fig. 2b geeignet sind, bei der die Bewegungsrichtung 20 parallel zur Trennfläche 6 ist.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist, wie in Fig. 4a dargestellt, der Sensor 7 selbst mit einem Federkontakt 16 ausgestattet. Dieser Federkontakt 16 kann nun direkt als Gebermodul 8 wirken. Um eine Distanz zu überbrücken, kann der Sensor 7 mit einer Verlängerungsverbindung 18 der gewünschten Länge mit mindestens einem entsprechenden festen Kontakt 14 verlän-

gert werden. Diese Verlängerungsverbindung 18 kann an seinem anderen Ende als ein beschriebenes Gebermodul 8 entweder mit festem Kontakt 14 oder mit Federkontakt 16 ausgebildet werden. Dies vereinfacht die Montage des Sensors, der in dieser Anord- nung lediglich in eine dafür vorgesehene Bohrung gebracht werden muss und rückseitig, durch die Montage der Verlängerungsverbindung 18, in seiner Position fest sitzt. Das Gebermodul 8 ist in der Anordnung nach Fig. 4a und b der verlängerte Sensor 7.

Alternativ dazu kann, wie in Fig. 4b dargestellt, der Sensor 7 auch mit der Verlängerungsverbindung 18 zu einem Stück integriert sein, was die Montage wiederum vereinfacht. Auf Wunsch kann die Länge der Verlängerungsverbindung 18 auf das erforderliche Mass vom Anwender beim Einbau gekürzt werden, da die Stirnfläche des festen Kontaktes 14 komplett flach ausgestaltet ist. Dies vereinfacht die Planung bei der Werkzeugentwicklung.

In der Fig. 5 ist ein Sensor nach Fig. 4a im eingebauten Zustand dargestellt.

Eine weitere erfindungsgemässe Messanordnung ist in Fig. 6 dargestellt. In dieser Anordnung verfügen Gebermodul 8 und Nehmermodul 9 jeweils über mehrere Punktkontakte 13, wodurch die Messsignale von mehreren Sensoren 7 über ein und dasselbe Gebermodul 8 zu ein und demselben Nehmermodul 9 übertragen werden können. Entsprechend laufen vom Nehmermodul 9 mehrere Leitungen 21 zu einem Stecker 10.

Fig. 7 zeigt ein Gebermodul 8 und ein Nehmermodul 9 mit mehreren darin angeordneten Punktkontakten 13. Natürlich können auch mehrere Sendemodule 11 und mehrere Empfängermodule 12 an dieser Stelle angeordnet sein zum simultanen übertragen von Messdaten von verschiedenen Sensoren oder Fühlern.

Das Gebermodul 8 kann auch an einem Formeinsatz 3 angeordnet sein, welche sich gegenüber der Grundplatte 2 bewegt, insbesondere periodisch bewegt oder schwenkt. Die Messanordnung ist zum übertragen der Messdaten bereit, sobald Gebermodul 8 und Nehmermodul 9 gegenüberliegen. Insbesondere ist es nicht erforderlich, dass die Positionen von Gebermodul 8 und Nehmermodul 9 exakt gegenüber liegen. Beide Möglichkeiten der Datenübertragung, mittels Telemetrie und mittels Punktkontakt, lassen einen gewissen seitlichen Versatz zu, ohne die Datenüber- tragung dadurch zu gefährden und ohne dabei eine Komponente zu beschädigen .

Bei Rundtaktmaschinen, bei denen beispielsweise alle 60° oder 90° eine Operation ausgeführt wird, können verschiedene Operationssegmente mit Sensoren und somit mit Gebermodulen 8 verse- hen werden, die dann abwechslungsweise an dasselbe Nehmermodul 9 anliegen. Dies geschieht beispielsweise durch periodische Bewegungen oder Schwenkungen zwischen Formeinsatz 3 und Grundplatte 2. Sobald ein Gebermodul 8 gegenüber einem Nehmermodul 9 zu liegen kommt, kann mit der Messung und der Datenübertra- gung begonnen werden. Ein Beispiel eines Vier-Stufenprozesses wäre (1) Komponenten einlegen, (2) blau spritzen, (3) grün spritzen und (2) auswerfen eines zweifarbigen Teiles, beispielsweise einer Zahnbürste. In den Stufen (2) und (3) würde dann für die Prozessregelung der Druck gemessen und übertragen werden.

In Fig. 8 ist ein Teil eines Auswerfmechanismus dargestellt. Gebermodul 8 und Nehmermodul 9 können auch, wie in Fig. 8 ersichtlich, an einem Auswerfmechanismus einer Spritzgiessanlage angebracht sein, welcher für den Auswurf der fertigen Teile verantwortlich ist. Insbesondere kann der Sensor 7 hinter einem Auswerfstössel 19 angebracht sein.

Zu bemerken ist, dass die Messanordnung für viele Anwendungen jeweils nur eine Messleitung aufweist, welche gegenüber der Spritzgiessanlage 1 hochisolierend angebracht ist. Die Masseleitung kann direkt über das Werkzeug erfolgen. Dies verein- facht die Messanordnung enorm, was wiederum zu geringeren Kosten führt. Sollten, beispielsweise für Temperaturmessungen, doch zwei Leitungen benötigt werden, so können Gebermodul 8 und Nehmermodul 9 auch mehrere Leitungen miteinander verbinden oder durch Telemetrie mehrere Daten simultan übertragen.

Bezugszeichenliste

1 Spritzgiessanlage

2 Grundplatte

3 Formeinsatz

5 Kavität

6 Trennfläche

7 Sensor

8 Gebermodul

9 Nehmermodul

10 Stecker

11 Sendemodul

12 Empfängermodul

13 Punktkontakt

14 Fester Kontakt

15 Feder

16 Federkontakt

17 Gewindering

18 VerlängerungsVerbindung

19 Auswerfstössei

20 Bewegungsrichtung

21 Leitung