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Title:
MEASURING DEVICE, REINFORCEMENT ROD, PROCESS FOR DETECTING MECHANICAL DEFECTS IN FIBER COMPOSITE BUILDING ELEMENTS AND APPLICATION OF THE PROCESS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1987/004209
Kind Code:
A1
Abstract:
At least a pair (4) or a band of wires of an electrically conducting material is longitudinally embedded in the fiber composite material forming the building element (2) and firmly secured to the fiber composite material over the whole length of the wires. A weak current source (7) is connected to the free ends of the wires. The current conduction is then monitored, the capacitance is measured or the current conduction and the capacitance are measured.

Inventors:
Franke, Lutz
Application Number:
PCT/EP1986/000768
Publication Date:
July 16, 1987
Filing Date:
December 19, 1986
Export Citation:
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Assignee:
Franke, Lutz
International Classes:
B29C70/88; D07B1/14; E01D11/00; E04C5/08; G01N27/20; (IPC1-7): E04C5/08; D07B1/14; G01N27/20
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Claims:
P A T E N T A N S P R Ü C H E
1. Verfahren zur Ermittlung mechanischer Fehlstellen an Bauelementen aus Faserverbundmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß in das Faserverbundmaterial des Bauelements über dessen Länge sich erstreckend mindestens ein Paar von Drähten, Fasern, Faserbündel oder Bänder aus einem elektrisch leitfähigen Werk¬ stoff eingelegt und mit dem Faserverbundmaterial über die gesamte Draht, Faser oder Bandlänge fest verbunden wird, dann an die freien Draht, Faser oder Bandenden eine Schwachstromquelle angeschlossen und entweder der Stromfluß kontrolliert oder die Kapazität gemessen oder der Stromfluß und die Kapa¬ zität gemessen wird.
2. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 zur Ermitt¬ lung der Dehnung geradlinig gespannter Verbundstäbe sowie zur Feststellung von Verletzungen, Brüchen oder Wassereinwirkung insbesondere an unzugänglich eingebauten Bewehrungsstäben und Ankern aus Faser verbundmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß ein Paar Drähte, elektrisch leitfähiger Fasern, Faserbün del oder Bänder in den Kern des Bewehrungsstabes oder Ankers eingelegt und in der Randzone des Quer¬ schnitts des Bewehrungsstabes oder Ankers mindestens ein Draht, eine leitfähige Faser,ein leitfähiges Fa¬ serbündel oder ein leitfähiges Band eingeklebt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Paare von Drähten aus einem Draht mit Isolierung und einem Draht ohne Isolierung bestehen.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Änderung des Widerstandes und/oder der Kapazität von in den Bewehrungsstab oder Anker integrierten Drahtschleifen oder zu Schleifen ver bundenen Drähten gemessen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Drähte, Paare von Drähten oder Bänder von Drähten entlang des Bewehrungsstabes oder Ankers in der Länge gestaffelt verlegt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß als Faserbündel einzelne el'ektrisch leitfähig ausgerüstete Glasfaserrovings in den Bewehrungsstab oder Anker eingelegt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß auf dem Umfang des Bewehrungstabs oder Ankers Bänder mit hohem elektrischen Widerstand angeordnet werden.
8. Meßvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 7, gekennzeichnet durch ein oder mehrere Paare (4)oder Bänder (16) dünner Drähte (5, 6; 6,6) mit ggf. oberflächenseitig schubfest ange¬ ordneter Isolierung (13) aus elektrisch leitfähigem Werkstoff, die parallel zur Längsachse (8) eines Bewehrungsstabes (2) oder Ankers in dessen Kern (10) eingelegt und/oder über den Umfang (9) verteilt angeordnet, an dem einem Stabende (11) miteinander elektrisch leitend verbunden und an dem anderen Drahtende (12) als Anschlußstücke (3) zur lösbaren Verbindung mit einem Meßgerät (7), wie einer Schwachstromquelle und mit einem Amperemeter, einem Kapazitätsmesser und/oder einem Widerstandsmesser ausgebildet sind.
9. Meßvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich¬ net, daß jedes Paar (4) von Drähten (5, 6) aus einem Draht (5) mit einer Isolierung (13) und einem Draht (6) ohne Isolierung (13) besteht.
10. Bewehrungstab oder Anker aus Faserverbundmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Kern (10) und/oder am Umfang (9) des Bewehrungsstabs (2) oder Ankers parallel zu dessen Längsachse (8) ein oder mehrere Paare (4) oder Bänder (16) dünner Drähte (5, 6; 6, 6),Fasern oder Faserbündeln mit ggf. ober flächenseitig schubfest angeordneter Isolierung (13) aus elektrisch leitfähigem Werkstoff angeordnet sind.
11. Bewehrungsstab nach Anspruch 10, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Drähte (5, 6; 6, 6), Fasern oder Faserbündel der Paare (4) oder Bänder (16) von Drähten, Fasern oder Faserbündel an einem Stabende (11) des Bewehrungsstabes (2) oder Ankers miteinan¬ der elektrisch leitend zu Schleifen (17) verbunden sin .
12. Bewehrungsstab nach Anspruch 11, dadurch gekenn zeichnet, daß die Drähte (5, 6; 6, 6), Fasern oder Faserbündel der Paare (4) oder Bänder (16) von Drähten, Fasern oder Faserbündel an dem einen Stab¬ ende (12) des 3ewehrungsstabs (2) oder Ankers als Anschlußstücke (3) aus dem Bewehrungsstab (2) oder Anker und gegebenenfalls dem Bauteil herausgeführt sind.
13. Bewehrungsstab nach Anspruch 11, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Drähte (5, 6; 6, 6), Fasern oder Faserbündel der Paare (4) oder Bänder (16) von Drähten Fasern oder Faserbündel an dem anderen Stabende (12) des Bewehrungsstabs (2) oder Ankers mit einem Kontrollkabel verbunden sind, das aus dem Bewehrungsstab (2) oder Anker und gegebenenfalls dem Bauteil herausgeführt ist.
14. Bewehrungsstab nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Drähte (5,6; 6,6) und/oder Paare (4) oder Bänder (16) von Drähten, Fasern oder Faserbündel in und/oder entlang des Bewehrungsstabs (2) oder Ankers in der Länge gestaffelt angeordnet sind.
Description:
Verfahren zur Ermittlung mechanischer Fehlstellen an Bauelementen aus Faserver¬ bundmaterial, die Anwendung des Verfahrens sowie eine Meßvorrichtung und einen Bewehrungsstab zur Durchführung des Verfahrens.

Es ist bekannt, z. B. im Spannbetonbau Bewehrungsstäbe und Anker aus Faserverbundmaterial einzeln oder in Bündel einzusetzen. Bei derartigen Bewehrungsstäben besteht das Problem, daß an diesen auftretende Fehl¬ stellen wie Verletzungen, Brüche und Wassereinwirkungen insbesondere dann nicht festgestellt werden können , wenn die Bewehrungsstäbe nach dem Einbau nicht mehr zugänglich sind. Dies kann z. B. bei Spannbündeln im Spannbetonbau der Fall sein, die nach dem Anspannen verpreßt werden. Brüche einzelner Stäbe in solchen Bündeln machen sich am Spannbündelende bzw. an den Spannbündelverankerungen nicht bemerkbar und können daher mit üblichen Überwachungsmethoden nicht festge- stellt werden. Derartige Fehlstellen reduzieren aber die Sicherheit des Bauteils eines Bauwerks. Erst bei einer größeren und dann ggf. bereits bedenklichen Zahl von Brüchen in größeren Bündeln zeigt das Bauteil selbst äußere Reaktionen durch z. B. erhöhte Durchbiegungen oder Risse. Ferner ist es nicht möglich, eine auf ört¬ lich begrenzte Wassereinwirkung an hochbeanspruchten Stäben aus Faserverbundmaterial zu ermitteln, was ein besonderer Nachteil ist. Eine derartige Wassereinwirkung kann zu einer Schädigung der hochbeanspruchten Beweh- rungsstäbe führen.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren und eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens aufzuzeigen, mittels derer Fehlstellen an Bewehrungs-

Stäben und Ankern aus Faserverbundmaterial leicht und einfach auch hinsichtlich ihrer örtlichen Lage ermittelt werden können.

Erfindungsgem. erfolgt die Lösung der Aufgabe dadurch, daß in das Faserverbundmaterial des Bauelements über dessen Länge sich erstreckend mindestens ein Paar von Drähten, Fasern, Faserbündel oder Bändern aus einem elektrisch leitfähigen Werkstoff eingelegt und mit dem Faserverbundmaterial über die gesamte Draht-, Faser¬ oder Bandlänge fest verbunden wird, dann an die freien Draht-, Faser- oder Bandenden eine Schwachstromquelle angeschlossen und entweder der Stromfluß kontrolliert oder- die Kapazität gemessen oder der Stromfluß und die Kapazität gemessen wird.

Weitere Merkmale der Erfindung hinsichtlich der Anwen¬ dung des Verfahrens, der Meßvorrichtung und des Beweh¬ rungsstabs zur Durchführung des Verfahrens werden in den abhängigen Ansprüchen beschrieben und nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine Meßvorrichtung mit einem Bewehrungsstab in einer schematischen schaubildlichen Ansicht,

Fig. 2a einen Bewehrungsstab in einer Queransicht im Schnitt,

Fig. 2b eine Übersicht über weitere Ausbildungen eines Bewehrungsstabs in einer Queransicht im

Schnitt,

Fig. 3 ein Bewehrungsstab in einer schematischen Draufsicht,

Fig. 4a die Anordnung eines Paares von Drähten auf dem Umfang eines Bewehrungsstabes in einer ver¬ größerten Detailansicht,

Fig. 4b die Anordnung eines einzelnen Drahtes, einer Faser oder eines Faserbündels in der Randzone eines Bewehrungsstabs in einer vergrößerten Detailansicht.

Fig. 5 einen Bewehrungsstab mit über dessen Länge gestaffelt angeordneten Paaren von Drähten in einer schematischen Darstellung.

Fig. 6 einen Bewehrungsstab mit einem als Schleife ausgebildeten Paar von Drähten in einer schema¬ tischen Darstellung.

Fig. 7 einen Bewehrungsstab mit auf dem Umfang ange¬ ordneten Bändern von Drähten in einer Queran- sieht im Schnitt.

Die Meßvorrichtung 1 zur Ermittlung von Verletzungen oder Brüchen sowie von Wassereinwirkung an unzugänglich eingebauten Bewehrungsstäben 2 aus Faserverbundmaterial besteht aus einem als Sensorstab ausgebildeten Beweh¬ rungsstab 2 sowie einem Meßgerät 7. Der Sensorstab ist ein üblicher Bewehrungsstab 2, in den bei der Stabher¬ stellung z. B. im Düsenziehverfahren in Stablängsrich¬ tung auf ganzer Länge in den Kern 10 ein Paar 4 von Drähten 5, 6 eingelegt wurde. Statt der Drähte 5, 6 können auch Bänder, Fasern, Faserbündel oder leitende Rovings aus z.B. Glasfaser verwendet werden. Ferner können in der Randzone des Querschnitts oder auf dem Umfang 9 des Bewehrungsstabs 2 im Abstand voneinander Paare 4 von Drähten 5, 6 oder einzelne Drähte angeordnet werden (Fig. 1).In Fig. 2a und 2b ist jeweils ein Be-

wehrungsstab 2 in einer Queransicht im Schnitt schema¬ tisch dargestellt. In Fig. 2a sind Paare 4 von Drähten 5, 6 auf dem Umfang 9 des Bewehrungsstabs 2 angeordnet. Im Mittelpunkt des Kerns 10 ist ebenfalls ein Paar 4 von Drähten 5, 6 vorgesehen. Fig. 2b zeigt Varianten bezüg¬ lich der Anordnung von Paaren 4 von Drähten 5, 6 bzw. von Einzeldrähten 5, 6. So ist es möglich, die Paare 4 von Drähten 5, 6 auch in der Randzone 18 des Bewehrungs¬ stabs 2 oder aber unterhalb der Randzone 18 im Bereich des Kerns 10 anzuordnen. Fernen können auch einzelne

Drähte 5, 6 vorgesehen werden, die auf der Randzone 18, unter der Randzone 18 oder aber im Bereich der Randzone 18 des Bewehrungsstabs 2 eingelegt werden.An dem einen Stabende 11 sind die jeweiligen Drähte 5, 6 der Paare 4 von Drähten elektrischleitend miteinander verbunden. Das Stabende 11 kann jenes sein, das sich beim Einbau des Bewehrungsstabs 2 in das Bauteil am nicht oder weniger zugänglichen Abschnitt befindet. Di_ Drähte 5, 6 beste¬ hen vorzugsweise aus einem korrosionsbeständigen Werk- Stoff wie z. B. einer Kupferlegierung. Ihre Dicke beträgt in der Regel 0,1 bis 0,5 mm. Sofern nicht iso¬ lierte Drähte 6 verwendet' werden, ist ein Drahtabstand von mindestens 1 mm zu wählen. Bei den Drähten 5 muß die Isolierung 13 schubfest mit der Drahtoberfläche ver- bunden sein, damit bei einem Bruch des Bewehrungsstabes die Durchtrennung des mit der Isolierung 13 versehenen Drahtes 5 nicht verhindert wird. Um eine ganzflächige Verbindung der Drähte 5, 6 mit der Oberfläche des Be¬ wehrungsstabes 2 zu erzielen, werden die Drähte 5, 6 über ihre gesamte Länge mittels eines Klebers 14 mit dem Bewehrungsstab 2 verbunden. Es ist möglich, um den Bewehrungsstab 2 mit den am Umfang 9 angeordneten Dräh¬ ten 5, 6 eine Schutzhülle 15 zu legen und diese eben¬ falls fest am Umfang 9 des Bewehrungsstabs 2 anzuordnen (Fig. 4 a) . In Fig. 4b ist schematisch dargestellt, daß

das Paar 4 von Drähten 5, 6 oder aber auch einzelne Drähte 5, 6 unter der Randzone 18 in den Kern 10 des ßewehrungsstabs 2 integriert angeordnet werden können.

Mit der Meßvorrichtung 1 ist es möglich, an dem Beweh¬ rungsstab 2 verschiedene Meßvorgänge durchzuführen. Mittels einer Schwachstromquelle mit einer Anzeigelampe oder einem Amperemeter kann festgestellt werden, ob ein Stabbruch oder mehrere Brüche von Querschnittsteilen erfolgt sind. Hierzu wird das Meßgerät 7 mittels der Anschlußstücke 3 mi den Drähten 5, 6 der Paare 4 von Drähten verbunden und der Stromfluß kontrolliert. Wenn der Stromfluß unterbrochen ist, ist dies ein Nach¬ weis dafür, daß ein Bruch eines Drahtes des jeweiligen Paares 4 von Drähten und damit auch ein Bruch im Be¬ wehrungsstab 2 erfolgt ist.

Um die genaue Lage der Bruchstelle relativ zum Stabende 12 bestimmen zu können, kann als Meßgerät 7 ein Kapazi- tätsmeßgerät verwendet werden. Dieses Meßprinzip beruht auf der Abhängigkeit der Kapaziät eines Kondensators von seiner Fläche sowie der Erkenntnis, daß sich auf pa¬ rallel verlegte gegeneinander isolierte Drähte analog zu Flächenkondensatoren verhalten. Bei Einsatz eines Kapa- zitätsmeßgeräts ist es daher erforderlich, daß die jeweils zu überprüfenden Drähte 5 eines Paares 4 von Drähten sich an dem 3ewehrungsstab 2 parallel und mit konstantem Abstand zueinander befinαen. Sofern der Bewehrungsstab 2 und damit einer der Drähte 6 reißt, kann aus der ' Änderung der Kapazität auf dem Bruch um die Lage der Bruchstelle geschlossen werden. Hierbei wurde festgestellt, daß zwischen der jeweiligen Länge des Bewehrungsstabs 2 und der zu messenden Kapazität eine lineare Beziehung besteht. Zur Feststellung von Brüchen ist es erforderlich, daß bei einer örtlichen Delaminie- rung des Bewehrungsstabes 2 der jeweils eingelegte Draht

5, 6; 6, 6; 5, 5 eines Paares 4 von Drähten sich nicht auf einer größeren Stablänge im Bruchbereich von der Harzmatrix lösen kann, da sonst die Drähte die Verlänge¬ rung über Fließen abbauen könnten und daher nicht durch- trennt würden. In diesem Fall wäre eine meßtechnische Erfassung der Bruchstelle nicht möglich.

Mittels der Meßvorrichtung 1 kann auch die mittlere Dehnung eines Bewehrungsstabes 2 bzw. die tatsächliche Dehnung bei geradlinig gespannten Bewehrungsstäben 2 über die Widerstandsänderung einer integrierten Draht¬ schleife bestimmt werden, die als Paar 4 von Drähten 5, 5; 5, 6; 6, 6 ausgebildet sein kann. Der Zusammenhang zwischen der Widerstandsänderung und der Dehnung des Bewehrungsstabs 2 kann über ein Eichung eines Einheits¬ stababschnittes ermittelt werden.

Wassereinwirkung auf Bewehrungsstäbe 2 aus Faserverbund¬ material kann diese schädigen und insbesondere die Bruchgefahr fördern. Mittels der Meßvorrichtung 1 ist es möglich, eine Wassereinwirkung auf den Bewehrungsstab 2 zu ermitteln. Die äußere Einwirkung von Wasser auf den Bewehrungsstab 2 kann sowohl durch Messung der Wider¬ standsänderung von dem Wert Unendlich bis auf einen meßbaren Wert wie auch durch Änderung der Kapazität ermittelt werden. Hierzu dienen die an dem Umfang 9 des Bewehrungsstabs 2 angeordneten Paare 4 von Drähten, wobei jeweils ein Draht 6 nicht isoliert ist. Die Drähte 5, 6; 6,6 und / oder Paare 4 von Drähten können auch in und / oder entlang des Bewehrungsstabs 2 in der Länge gestaffelt angeordnet sein ( Fig. 5). Eine Wassereinwir¬ kung an dem Bewehrungsstab 2 kann hierdurch leicht örtlich dadurch fixiert werden, daß die einzelnen Paare 4 von Drähten durchgemessen werden. Eine Wassereinwir- kung liegt örtlich jeweils vor dem Bereich des Endab¬ schnittes des Paares 4 von Drähten, daß zuletzt durchge-

messen wurde und einen Widerstand mit dem Wert unendlich aufwies. Es ist auch möglich, ein Paar 4 von Drähten 5,5; 6,6 zu einer Schleife 17 zu verbinden, die den gesamten Bewehrungsstab 2 in der Länge umgibt. Im Kern 10 des Bewehrungsstabs 2 vorgesehene Paare 4 von Drähten 5,6; 6,6 können ebenfalls mit der Schleife 17 verbunden sein. Bei einer Wassereinwirkung auf den Bewehrungsstab 2 sind die Widerstandsänderungen beim messen von den Endabschnitten des Paars 4 von Drähten unterschiedlich, was von der Lage der Durchfeuchtungsstelle abhängig ist. Aus diesen unterschiedlichen Widerstandsmeßwerten kann dann die örtliche Lage der Durchfeuchtungsstelle er¬ mittelt werden ( Fig. 6).

Statt einzelner Paare 4 von Drähten 5,6; 6,6 können auch Fasern, Faserbündel, elektrisch leitende Rovings wie Glasfaserrovings oder Bänder 16 von Drähten verwendet werden, die an dem Umfang 9 des Bewehrungsstabs 2 ange¬ ordnet werden ( Fig. 7). Sowohl die Paare 4 von Drähten wie auch die Bänder 16 können aus korrosionsbeständigen metallischen Werkstoffen, wie zum Beispiel den bereits erwähnten CU-Legierungen wie auch aus nichtmetallischen Werkstoffen wie zum Beispiel Kohlenstoffverbindungen od. dgl. bestehen. Im letzteren Fall können die Bänder 16 aus Kohlenstoffasern hergestellt werden, wodurch die Bänder 16 einen extrem hohen elektrischen Widerstand aufweisen. Diese Bänder 16 eignen sich besonders gut zur Ermittlung von Durchfeuchtungsstellen am Bewehrungsstab 2.

Die Meßvorrichtung 1 sowie die mit dieser möglichen Meßverfahren können nicht nur bei einseitig zugänglichen Bewehrungsstäben 2 bzw. Bündel von Bewehrungsstäben 2 eingesetzt werden. Ein Einsatz ist auch möglich bei völlig umschlossenen einzelnen Bewehrungsstäben 2 oder Bündeln von Bewehrungsstäben 2. In diesem Fall wird ein

Kontrollkabel vorgesehen, das an die Anschlußstücke 3 der Bewehrungsstäbe 2 angeschlossen und durch die äußere Ummantelung nach außen geführt wird. Es ist auch möglich, die Anschlußstücke 3 aus dem Bauteil herauszuführen und außen mit dem Kontrollkabel zu ver¬ binden. Darüberhinaus ist es auch möglich, die Meßvor¬ richtung 1 mit den zugehörigen Meßverfahren bei unzu¬ gänglichen Erdankern oder unzugänglichen Bauwerken im Erdreich anzuwenden.