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Title:
MEASURING INSTRUMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/206366
Kind Code:
A1
Abstract:
A measuring instrument (1) for gauging and inserting a retaining ring (20), comprising a push tube (2) having a flange region (4), a conical region (8) and a middle region (7), wherein the middle region (7) connects the flange region (4) to the conical region (8), wherein a segmented thrust collar (10) having an internal circumferential surface (12) corresponding to the conical region (8) of the push tubes (2) is arranged on the outer circumference (9) of the conical region (8) of the push tube (2) and wherein the segmented thrust collar (10) is in active contact with the flange region (4) of the push tube (2) by way of a spring arrangement arranged on the outer circumference of the middle region (7) of the push tube (2), and wherein the outer circumference surface (24) of the segmented thrust collar (10) acts as a gauge and as a press-fit part.

Inventors:
PELTRIE, Marcel (Am Jurablick 20, Neudrossenfeld, 95512, DE)
KRAFT, Philipp (Elbinger Str. 1, Ochsenfurt, 97199, DE)
Application Number:
DE2019/100337
Publication Date:
October 31, 2019
Filing Date:
April 12, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
B25B27/20; G01L1/00
Foreign References:
DE202008001009U12008-03-27
DE3827070A11989-11-23
US9827657B12017-11-28
DE102015209320A12016-04-21
DE10144803A12003-07-31
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Claims:
Patentansprüche

1. Messwerkzeug (1 ) zum Lehren und Einpressen eines Sicherungsrings (20), aufweisend ein Schubrohr (2) mit einem Flanschbereich (4), einem Konusbe- reich (8) und einem Mittelbereich (7), wobei der Mittelbereich (7) den Flansch- bereich (4) mit dem Konusbereich (8) verbindet, wobei auf dem Außenumfang (9) des Konusbereichs (8) des Schubrohrs (2) ein segmentierter Druckring (10) mit einer mit dem Konusbereich (8) des Schubrohrs (2) korrespondierenden In- nenumfangsfläche (12) angeordnet ist und der segmentierte Druckring (10) über eine am Außenumfang des Mittelbereichs (7) des Schubrohrs (2) ange- ordnete Federanordnung in Wirkkontakt mit dem Flanschbereich (4) des Schubrohrs (2) steht, und wobei die Außenumfangsfläche (24) des segmentier- ten Druckrings (10) als Lehre sowie als Einpressteil dient.

2. Messwerkzeug (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der

Druckring (10) in drei identisch ausgebildete Segmente (11 ) unterteilt ist.

3. Messwerkzeug (1 ) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Federanordnung mehrere Druckfedern (15) umfasst.

4. Messwerkzeug (1 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb einer jeden Druckfeder (15) ein Führungsstift (14) angeordnet ist, der jeweils in eine Bohrung (13) des Druckrings (10) sowie in eine durchgehende Bohrung (6) im Flanschbereich (4) des Schubrohrs (2) eingelegt ist.

5. Messwerkzeug (1 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Segment (11 ) des Druckrings (10) mittels zwei Füh- rungsstiften (14) geführt ist.

6. Messwerkzeug (1 ) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstifte (14) als Markierungselemente vorgesehen sind.

7. Messwerkzeug (1 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende (17) des Konusbereichs (8) des Schubrohrs (2), axial zwischen Stirnseite des Schubrohrs (2) und mit dem Schubrohr (2) in Kontakt stehende Innenumfangsfläche (12) des segmentierten Druckrings (10), ein Sicherungsring (18) angeordnet ist.

8. Verfahren zum Lehren und Einpressen eines Sicherungsrings (20) in eine Nut (23) in einem Gehäuse (21 ) mittels eines Messwerkzeugs (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Messwerkzeug (1 ) mit dem Konusbereich (8) des Schubrohrs (2) voraus in das Gehäuse (21 ) axial eingeschoben wird, so dass anhand von einer Markierung am Messwerkzeug

(1 ) festgestellt wird, ob der Sicherungsring (20) in der Nut (23) ordnungsgemäß angeordnet ist.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass über eine axial wirkende Kraft auf das Messwerkzeug (1 ) das Einpressen und Nachpressen des Sicherungsrings (20) in die Nut (23) gesteuert wird.

10. Verwendung des Messwerkzeugs (1 ) zum Lehren und Einpressen eines Siche- rungsrings (20) in eine Nut (23), wobei der Sicherungsring (20) ein Hohlrad (22) eines Planetengetriebes fixiert.

Description:
Messwerkzeug

Die Erfindung betrifft ein Messwerkzeug für Sicherungsringe. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Bedienen eines solchen Messwerkzeugs sowie die Ver- wendung eines solchen Messwerkzeugs.

In der Regel werden Sicherungsringe zum Fixieren von Bauteilen verwendet. Ein bei- spielhafter Sicherungsring ist in der DE 10 2015 209 320 A1 offenbart. Um die Fixie- rung des Bauteils sicherzustellen, muss der Sicherungsring bestimmte Maße einhal- ten sowie in die dafür vorgesehene Nut eingebracht sein. Die Einhaltung der Maße des Sicherungsrings, das heißt die Toleranzbereiche des Sicherungsrings, werden üb- licherweise über eine statische Lehre geprüft. Allerdings wird durch die Einhaltung der Maße des Sicherungsrings nicht gewährleistet, dass der Sicherungsring in der Nut korrekt sitzt. Hierfür wird ein zusätzlicher Arbeitsschritt notwendig. Die korrekte Positi- on des Sicherungsrings in der Nut wird in der Regel mittels radiales Nachpressen si- chergestellt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Messwerkzeug aufzuzeigen, das ein- fach und rationell den Sicherungsring ablehrt sowie die richtige Position in der Nut si- cherstellt.

Zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe wird das im Anspruch 1 angegebene Messwerkzeug zum Lehren und Einpressen eines Sicherungsrings, in Anspruch 8 ein Verfahren zum Lehren und Einpressen eines Sicherungsrings mit einem solchen Messwerkzeug und in Anspruch 10 die Verwendung eines solchen Messwerkzeugs vorgeschlagen. Optionale vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich ganz oder teilweise aus den abhängigen Ansprüchen.

Das erfindungsgemäße Messwerkzeug zum Lehren und Einpressen eines Siche- rungsrings in eine dafür vorgesehene Nut weist ein Schubrohr mit einem Flanschbe- reich, einem Konusbereich und einem Mittelbereich auf, wobei der Mittelbereich den Flanschbereich mit dem Konusbereich verbindet. Dabei ist auf dem Außenumfang des Konusbereichs des Schubrohrs ein segmentierter Druckring mit einer mit dem Konus- bereich des Schubrohrs korrespondierenden Innenumfangsfläche angeordnet. Der segmentierte Druckring steht über eine am Außenumfang des Mittelbereichs des Schubrohrs angeordnete Federanordnung in Wirkkontakt mit dem Flanschbereich des Schubrohrs. Erfindungsgemäß dient die Außenumfangsfläche des segmentierten Druckrings als Lehre sowie als Einpressteil.

Bei den Sicherungsringen handelt es sich um Sicherungsringe, die in eine radial au- ßenliegende Nut eingebracht werden. Das bedeutet, dass das Messwerkzeug radial innerhalb der zu lehrenden und einzupressenden Sicherungsringe einzubringen ist.

Unter Flanschbereich des Schubrohrs ist der Bereich zu verstehen, bei dem auf dem Außenumfang des Schubrohrs ein sich radial nach außen erstreckender Flansch auf- gebracht ist. Der Flansch kann hierbei segmentiert sein. Vorzugsweise ist der

Flanschbereich des Schubrohrs, das heißt der Flansch und das Schubrohr, einteilig ausgebildet.

Der Druckring ist vorzugsweise in mehrere Segmente in Umfangsrichtung unterteilt, so dass jedes Segment einen Kreisbogen bildet. In einer vorteilhaften Ausführungs- form ist der Druckring in drei identisch ausgebildete Segmente unterteilt.

Ferner umfasst vorzugsweise die Federanordnung mehrere Federelemente, insbe- sondere mehrere Druckfedern. Das bedeutet, dass vorzugsweise mehrere Druckfe- dern in Wirkkontakt mit dem Flanschbereich des Schubrohrs sowie mit dem segmen- tierten Druckring stehen.

Vorzugsweise ist innerhalb einer jeden Druckfeder ein Führungsstift angeordnet, der jeweils in eine Bohrung des Druckrings sowie in eine durchgehende Bohrung des Flanschbereichs des Schubrohrs eingelegt ist. Das heißt, dass vorzugsweise der Flansch des Flanschbereichs des Schubrohrs mehrere axial verlaufende durchgehen- de Bohrungen aufweist. Ferner weist vorzugsweise der segmentierte Druckring meh- rere Sacklochbohrungen auf. Die Führungsstifte dienen als Führung für die Druckfe- dern.

In einer vorteilhaften Ausführungsform ist jedes Segment des Druckrings mittels zwei Führungsstiften geführt. Das bedeutet, dass jedes Segment des Druckrings zwei Sacklochbohrungen aufweist, in die jeweils ein Führungsstift eingelegt ist, wobei der Führungsstift von einer Druckfeder umgeben ist. Der Führungsstift ragt bis in die durchgehende Bohrung des Flansches des Flanschbereichs des Schubrohrs hinein. Die Druckfeder hingegen liegt am Flanschbereich des Schubrohrs an.

Der segmentierte Druckring stellt die Lehre für den Sicherungsring dar. Das Lehren wird somit anhand von mechanischen Elementen, wie hier beispielsweise mittels der Führungsstifte, in den sichtbaren Bereich für den Monteur projiziert. Vorzugsweise sind die Führungsstifte als Markierungselemente vorgesehen. Die Führungsstifte wei- sen beispielsweise eine Markierung, wie zum Beispiel eine Einkerbung oder eine farb- liche Markierung, auf oder stellen selbst die Markierung dar, indem sie aus der durch- gehenden Bohrung herausragen. Der Sicherungsring sitzt nicht richtig in der Nut, wenn beispielsweise die Führungsstifte oder die Markierung der Führungsstifte aus den durchgehenden Bohrungen des Flansches des Schubrohrs herausragen.

Demnach weisen die Führungsstifte vorzugsweise mehrere Funktionen auf. Zum ei- nen dienen sie als Markierungselemente, die einen inkorrekten Sitz oder einen außer- halb des Toleranzbereiches liegenden Innendurchmesser des Sicherungsrings in den Sichtbereich des Monteurs projizieren. Zum anderen stellen die Führungsstifte die Führung der Druckfedern sicher.

In einer weiteren beispielhaften Ausführungsform ist axial zwischen der Federanord- nung und dem segmentierten Druckring eine Zwischenscheibe angeordnet. Die Zwi- schenscheibe stellt hierbei die gleichmäßige Kraftverteilung der Druckfedern auf den segmentierten Druckring sicher.

Ferner ist vorzugsweise am Ende des Konusbereichs des Schubrohrs, axial zwischen Stirnseite des Schubrohrs und mit dem Schubrohr in Kontakt stehende Innenumfangs- fläche des segmentierten Druckrings, ein Sicherungsring angeordnet. Der Sicherungs- ring ist hier in einer umlaufenden Nut am Schubrohr eingesetzt. Der Sicherungsring verhindert das Abrutschen des segmentierten Druckrings vom Schubrohr.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Lehren und Einpressen eines Sicherungsrings in eine Nut in einem Gehäuse mittels eines oben beschriebenen Messwerkzeugs zeichnet sich dadurch aus, dass das Messwerkzeug mit dem Konusbereich des Schubrohrs voraus in das Gehäuse axial eingeschoben wird, so dass anhand von ei- ner Markierung am Messwerkzeug festgestellt wird, ob der Sicherungsring in der Nut ordnungsgemäß angeordnet ist. Das bedeutet, dass durch das Hineinschieben des Messwerkzeugs in das Gehäuse der Sicherungsring gelehrt wird und sichergestellt wird, dass der Sicherungsring seine Toleranzbereiche einhält und in der Nut korrekt eingelegt ist.

Wenn der Sicherungsring nicht korrekt in der Nut sitzen würde, dann würde der seg- mentierte Druckring am Sicherungsring anschlagen, wodurch die Führungsstifte axial nach außen bewegt werden. Anhand der Markierung an den Führungsstiften stellt der Monteur fest, dass der Sicherungsring nicht korrekt eingelegt ist. Wenn der Siche- rungsring hingegen korrekt in der Nut sitzt, dann schlägt der segmentierte Druckring erst an dem mit dem Sicherungsring zu sichernden Bauteil an. Mittels der Führungs- stifte kann somit der korrekte Sitz des Sicherungsrings in der Nut festgestellt werden.

In einem weiteren Schritt wird vorzugsweise über eine axial wirkende Kraft auf das Messwerkzeug das Einpressen und Nachpressen des Sicherungsrings in die Nut ge- steuert. Der segmentierte Druckring liegt an der Stirnseite des durch den Sicherungs- ring gesicherten Bauteils an. Durch eine weiter axial wirkende Kraft auf das Schubrohr wird das Schubrohr weiter axial in das Gehäuse eingeschoben, wobei die Druckfedern komprimiert werden und der segmentierte Druckring aufgrund des Konusbereichs des Schubrohrs radial nach außen bewegt wird. Die Außenumfangsfläche des segmentier- ten Druckrings liegt an der Innenumfangsfläche des Sicherungsrings an und wird durch die axial wirkende Kraft auf das Schubrohr weiter in die Nut gepresst. Über die aufzuwendende axiale Kraft des Monteurs kann das Einpressen und das Nachpres- sen gesteuert werden. Erfindungsgemäß wird das Messwerkzeug zum Lehren und Einpressen eines Siche- rungsrings in eine Nut verwendet, wobei der Sicherungsring ein Hohlrad eines Plane- tengetriebes fixiert. In der DE 101 44 803 A1 ist ein beispielhaftes Planetengetriebe beschrieben.

Weitere Einzelheiten, Merkmale, Merkmalskombinationen und Wirkungen auf der Ba- sis der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzug- ten, beispielhaften Ausführungsform der Erfindung sowie aus den Zeichnungen. Diese zeigen in:

Figur 1 eine beispielhafte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Mess- werkzeugs in Seitenansicht,

Figur 2 das Messwerkzeug aus Fig. 1 in perspektivischer Vorderansicht,

Figur 3 das Messwerkzeug aus Fig. 1 in perspektivischer Rückansicht,

Figur 4 der erste Verfahrensschritt zum Lehren und Einpressen eines Siche- rungsrings in eine Nut mittels eines erfindungsgemäßen Messwerkzeugs in Schnittansicht,

Figur 5 der zweite Verfahrensschritt zum Lehren und Einpressen eines Siche- rungsrings in eine Nut mittels eines erfindungsgemäßen Messwerkzeugs in Schnittansicht,

Figur 6 der dritte Verfahrensschritt zum Lehren und Einpressen eines Siche- rungsrings in eine Nut mittels eines erfindungsgemäßen Messwerkzeugs in Schnittansicht,

Figur 7 der vierte Verfahrensschritt zum Lehren und Einpressen eines Siche- rungsrings in eine Nut mittels eines erfindungsgemäßen Messwerkzeugs in Schnittansicht, Figur 8 der fünfte Verfahrensschritt zum Lehren und Einpressen eines Siche- rungsrings in eine Nut mittels eines erfindungsgemäßen Messwerkzeugs in Schnittansicht.

In allen Figuren sind gleiche oder gleichwirkende Teile mit denselben Bezugszeichen versehen.

In den Figuren 1 bis 3 ist eine beispielhafte Ausführungsform eines erfindungsgemä- ßen Messwerkzeugs 1 in unterschiedlichen Ansichten dargestellt. Das Messwerkzeug 1 dient zum Lehren und Einpressen und/oder Nachpressen eines hier nicht dargestell- ten Sicherungsrings. Das Messwerkzeug 1 weist ein Schubrohr 2 mit mehreren unter- schiedlich ausgebildeten Bereichen auf. An einem ersten Ende 3 des Schubrohrs 2 ist ein Flanschbereich 4 ausgebildet. Der Flanschbereich 4 weist das Schubrohr 2 auf, von dem sich radial nach außen ein Flansch 5 erstreckt. Der Flansch 5 ist in dieser Ausführungsform umlaufend ausgebildet. In dem Flansch 5 des Flanschbereichs 4 sind mehrere durchgehende Bohrungen 6 vorhanden.

An dem Flanschbereich 4 des Schubrohrs 2 schließt in axialer Richtung ein Mittelbe- reich 7 und im Anschluss daran ein Konusbereich 8 an. Das bedeutet, dass der Mit- telbereich 7 den Flanschbereich 4 mit dem Konusbereich 8 des Schubrohrs 2 verbin- det. Der Außenumfang 9 des Konusbereichs 8 des Schubrohrs 2 verläuft dabei ko- nisch, so dass der Außendurchmesser in axialer Richtung zur Stirnseite des Schub- rohrs, die am Konusbereich 8 angrenzt, hin kleiner wird.

Auf dem Außenumfang des Konusbereichs 8 des Schubrohrs 2 ist ein segmentierter Druckring 10 angeordnet. Der segmentierte Druckring 10 ist in Umfangsrichtung in drei identisch ausgebildete Segmente 11 unterteilt. Das heißt, dass die Segmente 11 jeweils einen Kreisbogen darstellen. Der segmentierte Druckring 10 weist ein zum ko- nisch verlaufenden Außenumfang 9 des Konusbereichs 8 des Schubrohrs 2 eine kor- respondierende Innenumfangsfläche 12 auf. Durch die ebenfalls konisch verlaufende Innenumfangsfläche 12 des segmentierten Druckrings 10 wird eine Bewegung des segmentierten Druckrings 10 in axialer sowie in radialer Richtung ermöglicht. Jedes Segment 11 des segmentierten Druckrings 10 weist jeweils zwei Sacklochboh- rungen 13 in der zum Flanschbereich 4 des Schubrohrs 2 zugewandten Stirnseite auf. In jeder Sacklochbohrung 13 ist ein Führungsstift 14 angeordnet, der sich jeweils bis in die durchgehenden Bohrungen 6 des Flansches 5 des Flanschbereichs 4 des Schubrohrs 2 erstreckt. Jeder Führungsstift 14 ist von einer Druckfeder 15 umgeben, die eine Vorspannung sowie eine Rückstellung des segmentierten Druckrings 10 er- möglicht. Die Druckfedern 15 liegen am Flansch 5 des Flanschbereichs 4 des Schub- rohrs 2 an. Axial zwischen den Druckfedern 15 und des segmentierten Druckrings 10 ist eine Zwischenscheibe 16 angeordnet. Die Zwischenscheibe 16 stellt die gleichmä- ßige Druckverteilung der Druckfedern 15 auf die Segmente 11 des Druckrings 10 si- cher.

Der Mittelbereich 7 des Schubrohrs ist in dieser Ausführungsform zylindrisch ausge- bildet und dient, wie auch die Führungsstifte 14, als Führung für die Druckfedern 15. Die Führungsstifte 14 sind als Markierungselemente ausgebildet, indem an den Füh- rungsstiften 14 jeweils eine hier nicht dargestellte farbliche Markierung vorhanden ist.

Am anderen Ende 17 des Schubrohrs 2 ist ein Sicherungsring 18 in einer am Außen- umfang 9 des Schubrohrs 2 ringsum laufend angeordneten Nut 19 eingebracht. Der Sicherungsring 18 dient als Abrutschsicherung für den segmentierten Druckring 10.

In den Figuren 4 bis 8 sind die Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Leh- ren und Einpressen eines Sicherungsrings 20 zum Fixieren eines Bauteils in einem Gehäuse 21 mittels eines erfindungsgemäßen Messwerkzeugs 1 nach den Figuren 1 bis 3 dargestellt. Es handelt sich hierbei um ein Flohlrad 22 eines hier nicht weiter dargestellten Planetengetriebes, das mittels des Sicherungsrings 20 in dem Gehäuse 21 fixiert wird. Hierfür ist am Innenumfang des Gehäuses 21 eine Nut 23 vorgesehen, die direkt axial an dem Flohlrad 22 anliegt. In dieser Nut 23 ist der Sicherungsring 20 eingebracht.

Um sicherzustellen, dass der eingelegte Sicherungsring 20 die Toleranzen einhält und korrekt in der Nut 23 sitzt, wird das Messwerkzeug 1 , wie in Fig. 4 dargestellt, axial in das Gehäuse 21 mit dem Konusbereich 8 des Schubrohrs 2 voraus hineingeschoben. Der Sicherungsring 20 wird hierbei von dem segmentierten Druckring 10 gelehrt. Im Idealfall liegt der Sicherungsring 20 auf der Außenumfangsfläche 24 des segmen- tierten Druckrings 10 an, so dass sich, wie in Fig. 5 dargestellt, das Schubrohr 2 bis zur Stirnseite des Hohlrads 22 einschieben lässt.

Beim weiteren axialen Einschieben des Schubrohrs 2 in das Gehäuse 21 gemäß Fig.

6 bleibt der segmentierte Druckring 10 in axialer Richtung stehen, während sich die Druckfeder 15 komprimiert. Durch die Konusflächen des Schubrohrs 2 und des seg- mentierten Druckrings 10 werden gemäß Fig. 7 die Segmente 11 des Druckrings 10 radial nach außen bewegt, so dass die Segmente 11 des Druckrings 10 den Siche- rungsring 20 in die Nut 23 weiter einpressen. Das heißt, dass die axiale Bewegung des Schubrohrs 2 in eine radiale Bewegung des segmentierten Druckrings 10 umge- wandelt wird. Das Einpressen und/oder Nachpressen des Sicherungsrings 20 in die Nut 23 des Gehäuses 21 kann anhand der axial auf das Schubrohr 2 wirkenden Kraft gesteuert werden. Die Führungsstifte 14 ragen hierbei stirnseitig leicht aus den Boh- rungen 6 des Flanschs 5 des Schubrohrs 2 heraus. Dabei ragen die Führungsstifte 14 nicht soweit aus den Bohrungen 6 heraus, dass die Markierungen an den Führungs- stiften 14 zu sehen sind.

Anschließend wird gemäß Fig. 8 das Schubrohr 2 aus dem Gehäuse 21 axial heraus- gezogen. Durch die axiale Bewegung des Schubrohrs 2 entspannt sich die Druckfeder 15, wodurch der segmentierte Druckring 10 radial nach innen bewegt wird. Das heißt, dass der segmentierte Druckring 10 in seine Ausgangsposition gebracht wird, so dass der Druckring 10 nicht mehr an den Sicherungsring 20 gepresst wird. Flierdurch kann das Messwerkzeug 1 aus dem Gehäuse 21 herausgezogen werden.

Wenn der Sicherungsring 20 nicht korrekt in der Nut 23 sitzt oder seine Toleranzbe- reiche nicht einhält und somit nicht ordnungsgemäß in die Nut 23 eingebracht werden kann, dann schlägt während dem Einbringen des Messwerkzeugs 1 in das Gehäuse 21 das Schubrohr 2 bereits am Sicherungsring 20 an, so dass bei der vorgesehenen einzubringenden axialen Länge des Schubrohrs 2 der segmentierte Druckring 10 axial stehen bleibt, während die Druckfedern 15 zusammengedrückt werden und die Füh- rungsstifte 14 aus der durchgehenden Bohrung 6 des Flansches 5 des Flanschbe- reichs 4 des Schubrohrs 2 herausragen. Die Markierungen an den Führungsstiften 14 würden somit aus dem Flansch 5 des Schubrohrs 2 herausragen. Wenn dies der Fall ist, sollte der Sicherungsring 20 ausgetauscht und das erfindungsgemäße Verfahren wiederholt werden.

Bezuqszeichenliste Messwerkzeug

Schubrohr

erstes Ende des Schubrohrs

Flanschbereich

Flansch

durchgehende Bohrung

Mittelbereich

Konusbereich

Außenumfang des Schubrohrs

segmentierter Druckring

Segment des Druckrings

Innenumfangsfläche des segmentierten Druckrings Sacklochbohrung

Führungsstift

Druckfeder

Zwischenscheibe

zweites Ende des Schubrohrs

Sicherungsring

Nut

Sicherungsring für zu fixierendes Bauteil

Gehäuse

Hohlrad

Nut

Außenumfangsfläche des Druckrings