SCHMIDT, Florian (Zur Allee 2, OT Kleingera, Elsterberg, 07985, DE)
ELIAS, Björn (Treylingstr. 3, Ingolstadt, 85049, DE)
SCHMIDT, Florian (Zur Allee 2, OT Kleingera, Elsterberg, 07985, DE)
| P8456DE.0 BR/SA Patentansprüche 1. Vorrichtung zur kontaktlosen Übertragung von Energie zum Laden einer Batterie eines Kraftfahrzeugs (1) mit einem Empfänger (6) zum Empfangen von Energie von einem Sender (7) zum Senden der Energie, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Messeinrichtung zum Messen einer Temperatur in einem Bereich zwischen dem Sender (7) und dem Empfänger (6) aufweist. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass durch die Messeinrichtung das Überschreiten eines Temperaturgrenzwertes detektierbar ist. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger (6) als Spule ausgebildet ist. 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger (6) am Kraftfahrzeug (1) angeordnet ist. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung einen Sensor (8, 9, 10) aufweist, der am Unterboden (2) des Kraftfahrzeugs (1) angeordnet ist. 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Batterie eine Traktionsbatterie ist. 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung in Abhängigkeit der von der Messeinrichtung gemessenen Temperatur steuerbar ist, wobei beim Messen einer Temperatur und/oder einer Temperaturveränderung, die auf einen erhitzten Gegenstand (11) zwischen dem Sender (7) und dem Empfänger (6) schließen lässt, die kontaktlose Übertragung von Energie zum Laden der Batterie abbrechbar und/oder die pro Zeiteinheit übertragene Energie reduzierbar ist. 8. Kraftfahrzeug mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7. 9. Verfahren zur kontaktlosen Übertragung von Energie zum Laden einer Batterie eines Kraftfahrzeugs (1) zwischen einem Empfänger (6) zum Empfangen der Energie und einem Sender (7) zum Sender der Energie, bei dem eine Temperatur in einem Bereich zwischen dem Sender (7) und dem Empfänger (6) gemessen wird und die Übertragung der Energie in Abhängigkeit der gemessenen Temperatur gesteuert wird. |
Energie
Die Erfindung betrifft die kontaktlose Übertragung von Energie zum Laden einer Batterie eines Kraftfahrzeugs.
Während eines Ladevorgangs von Traktionsbatterien bei Elektro- bzw.
Hybridfahrzeugen ist im allgemeinen keine Person während der gesamten Zeit des Ladevorgangs anwesend. Daher muss man diesen Vorgang zum großen Teil als unüberwachtes Laden bezeichnen.
Bei der kontaktlosen Übertragung von Energie wird eine hohe magnetische Flussdichte erzeugt. Diese ist im Bereich zwischen dem Sender der Energie und dem Empfänger der Energie besonders groß. Dieses Magnetfeld erhitzt metallische bzw. elektrisch leitfähige Gegenstände. Unter gewissen
Umständen können sich diese Gegenstände so stark erhitzen, dass sie zu Bränden oder Verbrennungen führen.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die kontaktlose Übertragung von Energie zum Laden einer Batterie eines Kraftfahrzeugs sicherer zu machen.
Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Patentansprüchen angegebenen Erfindungen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
BESTÄTIGUNGSKOPIE Dementsprechend weist eine Vorrichtung zur kontaktlosen Übertragung von Energie zum Laden einer Batterie eines Kraftfahrzeugs einen Empfänger zum Empfangen von Energie auf, die von einem Sender zum Senden der Energie ausgesandt wird. Die Vorrichtung verfügt weiterhin über eine
Messeinrichtung zum Messen einer Temperatur in einem Bereich zwischen dem Sender und dem Empfänger.
Dieser Bereich umfasst in seiner vertikalen Ausrichtung insbesondere den bodennahen Raum, in dem Gegenstände liegen können. In seiner
horizontalen Ausdehnung erfasst der Bereich bevorzugt den gesamte Raum, in den sich das zum Laden notwendige elektromagnetische Feld in einer Feldstärke erstreckt, die eine unzulässige Erhitzung von Gegenständen hervorrufen kann. Dies beinhaltet insbesondere den Raum, der durch eine zwischen dem Sender und dem Empfänger gedachte Verbindung begrenzt ist, geht weiter bevorzugt aber auch darüber hinaus, indem auch ein um 10 cm, weiter bevorzugt 30 cm, darum herum befindlicher Raum von der Messeinrichtung erfasst wird.
Somit kann während einer Übertragung von Energie, also während eines Ladevorgangs, jederzeit kontrolliert werden, ob ein Gegenstand im
Zwischenraum zwischen Sender und Empfänger unzulässig erhitzt wird beziehungsweise eine Grenztemperatur überschreitet.
Der Sender und/oder der Empfänger sind vorzugsweise als Spulen ausgebildet, insbesondere als Primär- und Sekundärspule, zwischen denen bei der kontaktlosen Übertragung von Energie ein Zwischenraum besteht.
Der Empfänger ist insbesondere am Kraftfahrzeug angeordnet. Hier ist eine Anordnung am Unterboden des Kraftfahrzeugs besonders bevorzugt, da sich dadurch eine besonders gute Energieübertragung ergibt. Der Sender ist insbesondere auf oder unter der Oberfläche eines befahrbaren Untergrunds, etwa in Form einer Fahrbahn, angeordnet, so dass das Kraftfahrzeug zu einer kontaktlosen Übertragung von Energie über dem Sender abgestellt werden kann.
Die Messeinrichtung zum Messen einer Temperatur weist bevorzugt ein Sensorsystem mit einem oder mehreren Sensoren auf, das am Unterboden des Kraftfahrzeugs angeordnet ist. Die Sensoren sind dabei bevorzugt als Sensoren ausgebildet, die Wärmestrahlung messen und/oder lokalisieren können. Weiter bevorzugt verfügen die Sensoren über eine Richtwirkung, wobei mehrere Sensoren mit unterschiedlichen Messrichtungen angeordnet sind.
Die Batterie ist bevorzugt eine Traktionsbatterie, deren Energie zum Antrieb eines Rades des Kraftfahrzeugs nutzbar ist.
Weiter bevorzugt ist die Vorrichtung in Abhängigkeit der von der
Messeinrichtung gemessenen Temperatur steuerbar, wobei beim Messen einer Temperatur und/oder einer Temperaturveränderung, die auf einen erhitzten Gegenstand zwischen dem Sender und dem Empfänger schließen lässt, die kontaktlose Übertragung von Energie zum Laden der Batterie abbrechbar und/oder die pro Zeiteinheit übertragene Energie reduzierbar ist.
Die Vorrichtung ist dazu eingerichtet, störende Fremdkörper (und eben genau nur die störenden) im Zwischenraum zwischen Primär- und
Sekundärspule der kontaktlosen Energieübertragung über eine
Temperaturmessung (Fernmessung) zu erfassen.
Ein Kraftfahrzeug weist eine Vorrichtung der zuvor genannten Art auf.
Bei einem Verfahren zur kontaktlosen Übertragung von Energie zum Laden einer Batterie eines Kraftfahrzeugs zwischen einem Empfänger zum
Empfang der Energie und einem Sender zum Senden der Energie wird eine Temperatur zwischen dem Sender und dem Empfänger gemessen und das Verfahren in Abhängigkeit der gemessenen Temperatur gesteuert.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Dabei zeigt
Figur 1 eine Seitenansicht eines Kraftfahrzeugs und
Figur 2 eine Draufsicht auf einen unterhalb des Kraftfahrzeugs
befindlichen Gegenstand.
In Figur 1 erkennt man ein Kraftfahrzeug 1 mit einem Unterboden 2 und Rädern 3, 4, die auf einer Fahrbahn 5 stehen.
Eines oder mehrere der Räder 3, 4 werden von einem Elektromotor angetrieben, dem Energie von einer Traktionsbatterie zugeführt wird. Diese Batterie lässt sich durch eine Vorrichtung zur kontaktlosen Übertragung von Energie laden, die einen Empfänger 6 zum Empfangen der Energie zum Laden aufweist. Der Empfänger 6 ist als eine Spule im Unterboden 2 des Kraftfahrzeugs 1 ausgebildet.
Der Empfänger 6 der Vorrichtung zur kontaktlosen Übertragung von Energie empfängt die Energie zum Laden der Batterie von einem Sender 7, der an der Fahrbahn 5 angeordnet ist.
Die Vorrichtung zur kontaktlosen Übertragung von Energie weist eine Messeinrichtung zum Messen einer Temperatur zwischen dem Sender und dem Empfänger auf, die ein Sensorsystem mit drei Sensoren 8, 9, 10 aufweist, das am Unterboden 2 des Kraftfahrzeugs 1 angeordnet ist. In einer besonders kostengünstigen Variante kann das Sensorsystem auch nur einen Sensor 9 aufweisen. Der oder die Sensoren können sich dabei sowohl unmittelbar am Empfänger 6 als auch an einer anderen Position im Bereich des Unterbodens 2 befinden. Die Sensoren 8, 9, 10 erfassen den zu überwachenden Bereich aus unterschiedlichen Richtungen.
Ein Sensor 9 ist dabei am Empfänger 6 angeordnet und weist eine
Messrichtung direkt nach unten und zum Sender 7 hin auf. Weitere Sensoren 8, 10 sind seitlich des Zwischenraums zwischen Empfänger 6 und Sender 7 angeordnet und weisen Messrichtungen in diesen Zwischenraum hinein auf.
Während des Ladevorgangs kann nun mindestens einer der Sensoren 8, 9, 10 die Temperatur bzw. die Temperaturveränderung im
Spulenzwischenraum erfassen. Ein einziger Sensor 8,9 oder 10, kann dabei bereits ausreichend sein, um die Überwachung sicher zu stellen. Damit können erhitzte Gegenstände bzw. eine Erhitzung eines Gegenstandes 11 , der sich in dem zu überwachenden Bereich befindet, über den die Energie in relevantem Umfang mittels eines elektromagnetischen Feldes übertragen wird, erkannt und der Ladevorgang abgebrochen und/oder die Ladeleistung reduziert werden. Somit stellt die hohe magnetische Flussdichte während des Ladevorgangs für die Erhitzung von leitfähigen Gegenständen kein Problem mehr dar, da besonders stark erhitzte Gegenstände, z.B. eine Dose, ein Schlüssel, ein Ring oder ein Blech, von der Messeinrichtung mit ihrem am Unterboden 2 des Fahrzeugs 1 integrierten Sensorsystems 8, 9, 10 erkannt werden.
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