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Patent Searching and Data


Title:
MEAT LOAF, MOULD THEREFOR, AND METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/112651
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a meat loaf, a mould therefor, and a method for preparing a meat loaf dough. The mould comprises long receiving grooves with a triangular cross-section, the receiving volume of said grooves being determined according to the doughy raw material and the type of preparation, such that once the dough has been prepared, a foodstuff with a defined weight is obtained.

Inventors:
Gorin, Jakob (August-Macke-Weg 8, München, 81477, DE)
Application Number:
PCT/EP2005/005180
Publication Date:
December 01, 2005
Filing Date:
May 12, 2005
Export Citation:
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Assignee:
BADER & SÖHNE GMBH (Ehrengutstrasse 10, München, 80469, DE)
Gorin, Jakob (August-Macke-Weg 8, München, 81477, DE)
International Classes:
A21B3/13; A21D13/00; A23L1/315; A23L1/317; A23L1/325; A21B3/00; A21D13/00; A23L1/315; A23L1/317; A23L1/325; (IPC1-7): A21B3/13; A21D13/00
Attorney, Agent or Firm:
Wunderlich, Rainer (Weber & Heim, Irmgardstrasse 3, München, 81479, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE
1. Form zum Aufnehmen und Zubereiten eines Leberkästei¬ ges, mit mehreren nebeneinander angeordneten längli¬ chen Aufnahmevertiefungen (3), dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die länglichen Aufnahmevertiefungen (3) mit einem dreieckigen Querschnitt ausgebildet sind und dass jeweils eine Aufnahmevertiefung (3) zum Zuberei¬ ten einer Einzelportion ausgebildet ist.
2. Form nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Querschnitt als ein gleichschenkliges Dreieck ausgebildet ist.
3. Form nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Form (1) als Einwegform ausgebildet ist.
4. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass zwischen den Aufnahmevertiefungen (3) Stege vorge¬ sehen sind, die eine glatte Oberfläche aufweisen, in einer Ebene angeordnet und zur Führung eines Rakels ausgebildet sind.
5. Form nach Anspruch 4 , dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Stege Perforationen zur Abtrennung aufweisen.
6. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Innenseite der Aufnahmevertiefungen (3) eine Beschichtung aufweist.
7. Verfahren zum Zubereiten eines Leberkästeiges, wel¬ cher in eine Form (1), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 6, eingefüllt und darin zubereitet, insbesondere gebacken, wird, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Form (1) mindestens eine Aufnahmevertiefung (3) aufweist, deren Aufnahmevolumen abhängig von dem teigförmigen Rohstoff und der Zubereitungsart aus¬ gebildet ist, so dass nach der Zubereitung eine Ein¬ zelportion mit einem gewünschten definierten Ge¬ wicht vorliegt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass nach dem Einfüllen des teigförmigen Rohstoffes mit einer Rakelvorrichtung überflüssiger Rohstoff von der Form (1) abgerakelt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Form (1) nach dem Einfüllen des Rohstoffes oder nach der Zubereitung abgedeckt wird, insbesondere mit einer Folie verschweißt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Rohstoff in längliche, einen dreieckigen Querschnitt aufweisende Aufnahmevertiefungen (3) eingefüllt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass durch Abknicken entlang einer Abknicklinie zwi¬ schen zwei benachbarten Aufnahmevertiefungen (3) eine Aufteilung der Form durchgeführt wird.
12. Leberkäs, insbesondere hergestellt nach einem Verfah¬ ren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass dieser länglich und im Querschnitt dreieckig ausgebildet ist.
13. Leberkäs nach Anspruch 12, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass dieser keilförmig angeordnete Seiten (14) auf¬ weist und entlang einer Oberseite eine Kruste (12) ausgebildet ist.
14. Leberkäs nach Ansprch 12 oder 13, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass dieser als eine Einzelportion zum Belegen einer Semmel (20) zubereitet ist.
15. Leberkäsprodukt mit einem Leberkäs (10) nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass eine stangenförmige Semmel (20) mit einem Längs¬ schlitz (22) vorgesehen ist, in welchen der keilförmi¬ ge Leberkäs (10) eingebracht ist.
Description:
Leberkäse sowie Form und Verfahren zu dessen Zubereitung

Die Erfindung betrifft eine Form nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, ein Verfahren zum Zubereiten eines Le¬ berkästeiges nach dem Oberbegriff des Anspruchs 7 sowie einem Leberkäse nach Anspruch 12.

Formen zum Aufnehmen und Zubereiten eines teigförmigen Le¬ bensmittels sind bereits bekannt.

Die DE 73 09 798 beschreibt einen Brätkasten zum Garen, Braten und Backen von Fleischzubereitungen, wobei die In¬ nenseite des Kastens mit einem hochtemperaturbeständigen Kunststoff ausgekleidet ist und ein Füllvermögen von 1 bis 10 kg Brätmasse zur Herstellung von Fleischzubereitungen wie Pasteten, Sülzen, Schinken und dergleichen aufweist.

Die DE 20 202 951 Ul offenbart eine Backform, insbesondere für Leberkäs, mit einer Auflagefläche, die mit einer Be- schichtung aus Perfluoralkoxy versehen ist.

Die DE 31 18 814 C2 beschreibt eine Backform für Fleisch- und Teigwaren, insbesondere für Leberkäse, Kuchen und Brot, wobei die Form einstückig oder mehrteilig ausgebildet ist und aus Polytetrafluorethylen oder PoIy(perfluorethylen) besteht. Aus der DE 299 24 425 Ul ist eine Backform für Kuchen und Brot bekannt, welche aufeinander zulaufende Seitenflächen aufweist.

Mit diesen Formen werden Großportionen von teigförmigen Le¬ bensmitteln zubereitet, welche dann in verzehrfertigen Ein¬ zelportionen zerteilt werden.

So ist es beispielsweise beim Verkauf von Leber- oder Fleischkäse üblich, die einzelnen Portionen von einem größeren, fertig zubereiteten Laib abzuschneiden, abzuwie¬ gen und den Preis zu bestimmen. Dieses in der Praxis übli¬ che Verfahren ist jedoch sehr umständlich und zeitaufwän¬ dig. Insbesondere bei Großveranstaltungen wie beispiels¬ weise Jahrmärkten ist diese Art der Verteilung sehr ar- beitsaufwändig und aufgrund der großen Mengen an abzuge¬ bendem Lebensmittel schwer zu kalkulieren.

Der Erfindung liegt die A u f g a b e zugrunde, die Zubereitung und Vermarktung von Leberkäs zu verbessern.

Diese Aufgabe wird durch eine Form gemäß Anspruch 1 gelöst. Ferner wird die Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkma¬ len des Anspruchs 7 sowie einen Leberkäs nach Anspruch 12 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen ausgeführt.

Durch die erfindungsgemäßen Merkmale wird eine Form zum Auf¬ nehmen und Zubereiten eines teigförmigen Lebensmittels, wie Fleisch-, Wurst-, Fisch-, Gemüse und Backwaren, insbesonde¬ re jedoch eines Leberkästeiges, bereitgestellt, die mehrere nebeneinander angeordnete längliche Aufnahmevertiefungen aufweist, wobei die Aufnahmevertiefungen mit einem drei¬ eckigen Querschnitt ausgebildet sind. Die Mehrzahl an neben- einander angeordneten länglichen Aufnahmevertiefungen er¬ laubt ein rasches Einfüllen und Zubereiten des teigförmigen Lebensmittels in mehrere gewichtsdefinierte Einzelportionen. Dadurch wird ein zeit- und personalintensives Einteilen und Abwiegen des Lebensmittels unnötig. Die Einzelportionen können besonders schnell und hygienisch sowie zu wirtschaft¬ lich sehr günstigen Stückkosten hergestellt werden.

Nach der Zubereitung können die Portionen ebenfalls schnell und ohne großen Aufwand zum Verkauf angeboten werden, wobei durch die bekannten Gewichtsanteile ein Abwiegen zur Preis¬ bestimmung entfallen kann. Gleichzeitig ergeben sich durch die einfache Kontrolle von Gewicht und Stückzahlen Vorteile bei der logistischen Verwaltung von Transport und Vertrieb. Durch den dreieckigen Querschnitt weisen die jeweiligen Por¬ tionen bezogen auf ihr Volumen eine verhältnismäßig große Oberfläche auf. Die sich an der Oberfläche ausbildende Kruste wird bei fleischhaltigen Lebensmitteln, insbesondere bei Leberkäs, vom Verbraucher sehr geschätzt und erhöht die Attraktivität des Produktes, wodurch sich die Absatzchancen verbessern. Zudem weckt die neuartige Form auch die Neu¬ gierde des Kunden und erhöht den Anreiz, dieses Produkt zu probieren. Die langgestreckte Form bietet weiter den Vor¬ zug, dass das Lebensmittel auch leicht mit einer Hand ge¬ halten werden kann. Bei einem sogenannten "one hander", steht die andere Hand für weitere Tätigkeiten zur Verfügung, was etwa für fast-food-Produkte gewünscht ist.

Für ein Belegen im Querschnitt runder Semmeln ist es beson¬ ders vorteilhaft, wenn der Querschnitt als ein gleich¬ schenkliges Dreieck ausgebildet ist. Die Dreiecksform ist nicht im mathematischen Sinn, sondern lediglich, wie im Alltagsgebrauch üblich, näherungsweise zu verstehen. Bei dieser Geometrie ist der Anteil der Oberfläche bezogen auf das Volumen günstig und es ergibt sich ein möglichst großer Anteil der attraktiven Kruste. Die Seitenwände stehen in o o einem Winkel von 30 bis 120 zueinander.

Dabei ist es bevorzugt, wenn die untere Kante der Aufnahme¬ vertiefungen abgerundet ist. Abgerundete untere Kanten ver¬ mindern eine Anhaftung und erleichtern die Entnahme des Le¬ bensmittels ohne die Kruste zu beschädigen, wodurch der Verkaufswert vermindert werden würde. Zudem können abgerun¬ dete Kanten leichter gereinigt werden, da sie für Reini¬ gungsvorrichtungen besser zugänglich sind.

Geeigneterweise ist eine Oberseite der Form rechteckig. Bei dieser Geometrie können mehrere Formen einfach neben- und übereinander angeordnet bzw. gestapelt werden. Diese Platz sparende Anordnung erhöht die Raumausnutzung und verringert die Kosten für Lagerhaltung und Transport.

In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Form ist die Form als Einwegform ausgebildet. In diesem Fall kann der Verbraucher nach dem Verzehr des Lebensmit¬ tels die Form unkompliziert und ökologisch verträglich ent¬ sorgen. Dabei bieten sich als Materialien preisgünstige, leicht zu recycelnde Stoffe niedrigen Gewichtes wie bei¬ spielsweise Pappe, Aluminiumfolie oder Kunststoffe an.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn zwischen den Aufnahme¬ vertiefungen Stege vorgesehen sind, die eine glatte Ober¬ fläche aufweisen, in einer Ebene angeordnet und zur Führung eines Rakels ausgebildet sind. Dadurch kann nach dem Ein¬ füllen des teigförmigen Lebensmittels überschüssiger Roh¬ stoff durch einfaches Abrakeln entfernt werden. Somit wird eine gewichtsdefinierte Verteilung des Lebensmittels auf die einzelnen Aufnahmevertiefungen sichergestellt und ein separates aufwändiges Abwiegen unnötig. Ferner wird die Oberseite der eingefüllten Lebensmittelteigportionen ange¬ glichen und ein gleichmäßiges Erscheinungsbild der zube¬ reiteten Portionen erreicht, wie es insbesondere bei einer Auslage der Ware im Schaufenster von Vorteil ist.

Es ist weiter bevorzugt, wenn die Stege Perforationen zur Abtrennung aufweisen. Gerade bei einer Großveranstaltung ist es erforderlich, innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl von Lebensmittelportionen an die Kunden auszugeben. Durch die Perforationen zwischen den Stegen ist es leicht mög¬ lich, durch Abknicken oder Einreißen entlang der Perfora¬ tion einzelne oder auch mehrere Portionen des Lebensmittels von einer größeren Charge abzutrennen. Die Einzelportionen verbleiben dabei weiter in ihrer ursprünglichen Aufnahme¬ vertiefung sowohl hygienisch als auch mechanisch bis zum endgültigen Verzehr durch den Endverbraucher geschützt. So¬ mit werden für den Kunden auch nach dem Kauf ein weitere Transport- und Lagermaßnahmen erleichtert.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfin¬ dungsgemäßen Vorrichtung weist die Innenseite der Aufnahme¬ vertiefungen eine Beschichtung auf. Die Beschichtung kann unabhängig von den Materialeigenschaften der Form verschie¬ dene Funktionen erfüllen. So können beispielsweise durch die Beschichtung Substanzen, die in der Form enthalten sind, wie Lösungsmittel, Weichmacher und dergleichen, daran gehindert werden, in das Lebensmittel einzudringen und den Geschmack zu beeinträchtigen. Zu diesem Zweck eignen sich insbesondere Kunststoffe. Darüber hinaus kann es zweckmäßig sein, die Innenseite der Aufnahmevertiefungen durch eine Beschichtung besonders auszuhärten, um die mechanische Be¬ lastbarkeit bei der Herausnahme des Lebensmittels oder bei der Reinigung durch harte Werkzeuge wie Messer, Spatel, Stahlwolle und Ähnlichem im Vergleich zum übrigen Formwerk¬ stoff zu verbessern und die Verwendbarkeit der Form dadurch zu verlängern. Auch eine kratzfeste Beschichtung ist vor¬ teilhaft, um die Glattheit der Innenseite der Aufnahmever¬ tiefungen möglichst lange zu erhalten und ein Anhaften des Lebensmittels zu erschweren. Dieses Anhaften kann auch durch eine Änderung der Grenzflächeneigenschaften, insbe¬ sondere durch eine Hydrophobisierung, der Innenseite er¬ reicht werden. Bei einer hydrophoben Oberfläche werden hy¬ drophobe Substanzen, wie beispielsweise Fette, bevorzugt absorbiert und gleichmäßig über die Oberfläche verteilt, während hydrophile Stoffe, also insbesondere Teile des Le¬ bensmittelteiges, nicht anhaften können. Dadurch wird eine gleichmäßige Verteilung des eingesetzten Bratfettes erzielt und gleichzeitig ein störendes Anbraten des Lebensmittels an der Beschichtung verhindert.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Beschichtung PoIy- fluorethylen oder ein Derivat davon enthält. Polyfluorethy- lene weisen einen sehr ausgeprägten hydrophoben Charakter auf und sind in Form einer Beschichtung äußerst kratzfest. Das gebackene oder gebratene Lebensmittel kann dadurch leicht aus der Aufnahmevertiefung genommen und diese an¬ schließend leicht gereinigt werden. Da Polyfluorethylene gegenüber mechanischen und chemischen Einflüssen sehr wi¬ derstandsfähig sind, kann die Form über einen verhältnis¬ mäßig langen Zeitraum eingesetzt werden.

Zweckmäßigerweise ist die Form mit einer Abdeckung abdeck¬ bar. Dadurch wird das Lebensmittel vor oder nach der Zube¬ reitung hygienisch vor gesundheitsschädlichen Keimen aber auch vor mechanischen Einflüssen geschützt. Dies erhöht die Haltbarkeit des Lebensmittels und erlaubt eine längerfris¬ tige Lagerung oder Transport. Bei ausreichener Stabilität der Abdeckung kann diese auch als Auflage für Aufstapeln weiterer Formen fungieren und so eine sehr raumsparende An¬ ordnung ermöglichen, wodurch die Lagerkosten niedrig gehal¬ ten werden können. Die abgedeckte Form eignet sich insbe¬ sondere für ein Einfrieren des Lebensmittels.

Besonders geeignet ist eine Folie als Abdeckung. Mit einer Folie aus Kunststoff oder Metall, insbesondere Aluminium, wird mit minimalem Materialaufwand ein hygienischer Schutz des Lebensmittels erreicht. Das sehr geringe Gewicht der Folie belastet den Transport kaum, und auch die aufzuwen¬ denden Materialkosten sind unerheblich.

Es ist bevorzugt, wenn die Form aus einem metallischen oder keramischen Werkstoff gefertigt ist. Diese Werkstoffe wei¬ sen eine hohe Wärmeleitfähigkeit auf, so dass Back- und Bratprozesse zeit- und energiesparend durchgeführt werden können. Ferner sind sie chemisch und mechanisch sehr wider¬ standsfähig sowie temperaturstabil und erlauben eine häufige Verwendung. Aus diesen Werkstoffen lassen sich auch beson¬ ders glatte Oberflächen bilden, die ein Anhaften des Le¬ bensmittels erschweren und dessen Entnahme erleichtern. Darüber hinaus sind diese Materialien geschmacks- und ge¬ ruchsneutral, wodurch die Geschmacksoriginalität des Pro¬ duktes gewahrt bleibt. Im Fall von metallischen Werkstoffen ist zudem deren leichte Verformbarkeit bei der Herstellung von Vorteil.

Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn der metallische Werkstoff Aluminium bzw. eine Aluminiumlegierung, Edelstahl oder Metallblech ist. Diese Werkstoffe sind leicht, mecha¬ nisch sehr belastbar, hitzestabil und äußerst korrosions¬ beständig. Da diese Materialien industriell in großem Ma߬ stab gefertigt werden, sind auch die Materialkosten ver- hältnismäßig gering. Aufgrund ihrer hohen Wärmeleitfähig¬ keit können auch die Garzeiten niedrig gehalten und Ener¬ giekosten eingespart werden.

Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zum Zube¬ reiten eines Lebensmittels aus einem teigförmigen Rohstoff gemäß dem Patentanspruch 7.

Es ist erfindungsgemäß, dass die Form mindestens eine Auf¬ nahmevertiefung aufweist, deren Aufnahmevolumen abhängig von dem teigförmigen Rohstoff und der Zubereitungsart aus¬ gebildet ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass das End¬ produkt nach der Zubereitung gewichtsmäßig definiert ist.

Das Lebensmittel kann anschließend ohne weitere Wiegepro¬ zesse und Preisbestimmungsverfahren unmittelbar verkauft werden. Das Aufnahmevolumen der Vertiefungen ist dabei größer ausgelegt als der Wert, der sich rein rechnerisch aus dem spezifischen Gewicht des Ausgangsproduktes ergeben würde, um ein gewünschtes Produktgewicht zu erhalten. Viel¬ mehr ist ein Zuschlag zu berücksichtigen, welcher in Ab¬ hängigkeit von der Zubereitungsart und dem zu garenden Produkt steht. Bedingt durch den Feuchtigkeitsverlust wäh¬ rend des Garprozesses beträgt der Zuschlag bei der Leber¬ käszubereitung 10%.

Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass die Oberfläche des teigförmigen Roh¬ stoffes bei der Zubereitung unbedeckt sein kann und eine Kruste bilden kann, die wesentlich größer ist als bei her¬ kömmlichen Verfahren. Insbesondere bei fleischhaltigen teigförmigen Lebensmitteln wie Leber- oder Fleischkäse ist gerade dieser Krustenanteil sehr beliebt und gilt als be¬ sondere Delikatesse. Demgegenüber ist bei einer herkömmli- chen Zubereitung nur ein kleiner Bereich mit Kruste verse¬ hen, während bei der Zubereitung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren die besonders geschätzte Kruste um ein Vielfaches grö ßer ist. Nach der Fertigstellung kann das Produkt mit dem definierten Gewicht leicht entnommen, verkauft oder verteilt werden. Die Art der Zubereitung richtet sich nach dem zu garenden Lebensmittel. Es kann sich dabei beispiels¬ weise um ein Erhitzen in der Mikrowelle, einem Erwärmen in einem Wasserbad, Konvektomaten oder Salamander, und ganz besonders vorteilhaft, um einen Backprozess handeln. Die Erhitzung mittels eines Salamanders oder eines Konvektoma¬ ten ist bevorzugt, da sich in diesen Fällen die begehrte o Kruste bei Temperaturen von ca. 250 bis 300 C innerhalb von 60 Sekunden entwickelt. Das fertige Produkt kann dann direkt aus dem Ofen verkauft oder mittels eines Wärmebehäl¬ ters in einer Auslage kundenfreundlich präsentiert werden.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfin¬ dungsgemäßen Verfahrens wird nach dem Einfüllen des teig¬ förmigen Rohstoffes mit einer Rakelvorrichtung überflüssi¬ ger Rohstoff von der Form abgerakelt. Das vorherige Ein¬ füllen kann dadurch besonders schnell, aber mit hinreichend großer Genauigkeit erfolgen. Somit ist ein hoher Durchsatz erreichbar. Durch das Abrakeln überflüssigen Rohstoffes von der Form wird gewährleistet, dass in jeder Aufnahmevertie¬ fung die gleiche gewichtsdefinierte Menge an Lebensmittel vorliegt. Der durch die Rakelvorrichtung entfernte über¬ schüssige Rohstoff kann aufgefangen und erneut in den Ein- füllprozess aufgenommen werden, so dass keine Materialver¬ luste in Kauf genommen werden müssen.

Es ist vorteilhaft, wenn die Form nach dem Einfüllen des Rohstoffes oder nach der Zubereitung abgedeckt wird, ins¬ besondere mit einer Folie verschweißt wird. Mit der Ab- deckung wird das Lebensmittel vor mechanischen und mikro¬ biologischen Einflüssen geschützt und dadurch die Halt¬ barkeit verlängert. Die abgedeckte Form eignet sich be¬ sonders für einen weiteren Transport, Lagerung oder Kon¬ servieren durch Einfrieren.

Das Verschweißen der Form mit einer Folie ist besonders vorteilhaft, da durch eine Folie ein besonders effektiver hygienischer Schutz des Lebensmittels erreicht und die Haltbarkeit deutlich erhöht werden kann. Ferner sind Fo¬ lien, insbesondere Aluminium- oder Kunststofffolien, beson¬ ders preiswert herzustellen und erhöhen den Kostenfaktor nur unwesentlich. Auch sind derartige Folien von sehr ge¬ ringem Gewicht, wodurch die Transportkosten kaum belastet werden. Schließlich sind Kunststofffolien häufig transpa¬ rent, so dass die Waren als Blickfang im Schaufenster präsentiert werden können und dennoch ein hygienischer Schutz gewährleistet ist.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfin¬ dungsgemäßen Verfahrens ist der teigförmige Rohstoff ein Leberkästeig. Leberkäs ist besonders bei Großveranstaltun¬ gen wie Fußballspielen, Autorennen oder Jahrmärkten ein be¬ sonders beliebtes Lebensmittel, da er relativ preisgünstig und dennoch nahrhaft und wohlschmeckend ist. Insbesondere bei Leberkäs ist die Kruste eine sehr wohlschmeckende Deli¬ katesse, deren Anteil bei dem erfindungsgemäßen Verfahren deutlich erhöht ist. Bei herkömmlichen Verfahren werden die einzelnen Portionen durch manuelles Abschneiden einzelner Scheiben von einem größeren Laib erzeugt, wodurch die Grö¬ ße und das Gewicht gewissen Schwankungen unterworfen ist. Um hierbei den Preis zu bestimmen, ist somit zunächst ein Wiegeprozess erforderlich, der sich zeit- und personalinten¬ siv gestaltet. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden hingegen gewichtsdefinierte Portionen hergestellt, die so¬ fort verkauft werden können. Die eingesparten Personalko¬ sten können zur Senkung der Stückkosten der einzelnen Por¬ tionen umgelegt werden.

Besonders bevorzugt ist es, wenn der Rohstoff in längliche, einen dreieckigen Querschnit aufweisende Aufnahmevorrich¬ tungen eingefüllt wird. Die dadurch entstehenden Portionen sind handlich und weisen einen hohen Krustenanteil auf, da bei dieser Geometrie das Verhältnis von Oberfläche zu Volu¬ men maximiert ist. Die keilförmigen Seitenflächen erlauben eine maßvolle Ausdehnung der Teigmasse nach oben während des Garens. Dies fördert eine gute und schöne Krustenbil¬ dung. Durch die eigenartige Form wird ferner das Interesse des Kunden geweckt und der Verkauf stimuliert.

Geeigneterweise wird durch Abknicken entlang einer Abknick¬ linie zwischen zwei benachbarten Aufnahmevertiefungen eine Aufteilung der Form durchgeführt. Dadurch ist es möglich, zunächst größere Mengen des Produktes herzustellen, zu transportieren und erst beim Verkauf in die gewünschten Portionen aufzuteilen. Das Lebensmittel bleibt dadurch auch nach dem Verkauf in seiner Verpackung und lässt sich entwe¬ der sofort verzehren oder im Privathaushalt weiter lagern. Die Ausgabe einzelner Portionen an den Käufer kann durch einfaches Abknicken rasch erfolgen, da die eher zeit- aufwändige Entnahme des Lebensmittels aus der Form durch den Konsumenten und nicht durch den Verkäufer erfolgt.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei¬ spielen weiter erläutert, welche in den Zeichnungen schema¬ tisch dargestellt sind. Es zeigen:

Fig. 1 eine Aufsicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

Fig. 2 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrich¬ tung;

Fig. 3 eine Querschnittsansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

Fig. 4 eine Aufsicht auf eine Palette aus vier Formen;

Fig. 5 eine Ansicht eines erfindungsgemäß gestalteten Leberkäses; und

Fig. 6 eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Leberkäs¬ semmel.

Es sind verschiedene Ausführungsformen der erfindungsge¬ mäßen Form denkbar. Im Folgenden wird eine bevorzugte Aus¬ führungsform beschrieben.

In dem in den Figuren 1, 2 und 3 gezeigten Beispiel umfasst die Form 1 drei Aufnahmevertiefungen 3 mit jeweils zwei o Seitenflächen 5, die einen Winkel von 60 einschließen, einer abgerundeten unteren Kante 7 mit einem Krümmungsra¬ dius und einer Oberseite 9, die einen dreieckigen Quer¬ schnitt bilden. Dabei beträgt die Länge einer Aufnahmever¬ tiefung ca. 18 cm und deren Tiefe ca. 2 cm. Am äußeren Rand der Form 1 ist eine Randleiste 11 mit einer Breite von we¬ nigen Zentimetern vorgesehen, die als Haltegriff dienen kann. Die Form 1 weist eine im wesentlichen rechteckige flache Geometrie mit einer Breite von ca. 15 cm und einer Länge von ca. 20 cm auf, die sich gut zum nebeneinander An¬ ordnen und aufeinander Stapeln eignet. In der Figur 4 ist eine Platz sparende Anordnung von vier Formen 1 gezeigt.

Figur 5 zeigt eine erfindungsgemäß zubereitete Einzelpor¬ tion eines Leberkäses 10 in Form eines langgestreckten Kei¬ les. Bei dieser Ausführungsform weist der Keilwinkel α zwischen den zwei Seitenflächen 14 einen Winkel von etwa o 30 auf. Die Höhe H beträgt etwa 2 bis 3 cm. Die Breite B der Oberseite, an welcher eine Kruste 12 ausgebildet ist, kann zwischen 1,5 bis 4 cm betragen.

Die Länge L des langestreckten Leberkäses 10 beträgt etwa das Zehnfache der Länge H im vorliegenden Ausführungsbei¬ spiel. Die Länge L kann vorzugsweise zwischen 20 cm und 30 cm betragen.

In Figur 6 ist ein erfindungsgemäßes Leberkäsprodukt darge¬ stellt. Dieses weist eine längliche oder stangenförmige Semmel, insbesondere eine Brezenstange, eine Baguettesem- mel, einen Kornspitz etc. auf, welche entlang ihrer Län¬ ge mit einem Längsschlitz 22 versehen wird. Der Längs¬ schlitz 22 wird über die gesamte Länge der Semmel 20 einge¬ schnitten und erreicht mit seiner Tiefe etwa 50 bis 80 % des Durchmessers der im Querschnitt runden Semmel. Ähnlich wie bei sogenannten Hot-Dogs bleibt die Semmel 20 einstückig. In den Längsschlitz 22 wird der keilförmige Leberkäs 20 mit seiner Keilspitze voran eingebracht. Zusätzlich kann in den Längsschlitz 22 Senf oder eine andere gewünschte Soße mit eingebracht werden.

Auf diese Weise bleibt die attraktive Kruste 12 des Leber¬ käses 10 über die gesamte Länge sichtbar, was sich ver¬ kaufsfordernd auswirkt. Zudem hat der Verbraucher bei jedem Biss in die im Querschnitt etwa runde Semmel 20 ein Stück des Leberkäses 10 mit einem Teil der Kruste 12. Gegenüber herkömmlichen Semmeln mit scheibenförmigen Leberkässtücken ergibt sich nicht nur eine einfachere Portionierung, son¬ dern auch für den Verbraucher eine bessere Handhabung und ein über den gesamten Verzehr weitgehend gleichbleibendes Geschmackserlebnis.