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Patent Searching and Data


Title:
MECHANICAL BARRIER DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/118170
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a mechanical barrier device comprising a plurality of longitudinal rods that engage with their lower ends with the soil in different longitudinal axes, form a subterranean anchoring part and are integrated into an anchor plate that is fixed on the soil. The barrier device is characterized in that a basket-type structure is arranged above the anchor plate, which structure is connected with one end to the anchor plate at a different angle and freely projects upwards with the other end. The barrier device according to the invention is relatively inconspicuous for a viewer, can be simply produced at low cost and can be dismounted.

Inventors:
OBERHOFER, Alexander sen. (Bachwinkl 64, Saalfelden, A-5760, AT)
Application Number:
EP2009/002181
Publication Date:
October 01, 2009
Filing Date:
March 25, 2009
Export Citation:
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Assignee:
ALPINTECHNIK AG (Schäfligasse 1, Appenzell, CH-9050, CH)
OBERHOFER, Alexander sen. (Bachwinkl 64, Saalfelden, A-5760, AT)
International Classes:
E01F7/04; E02B3/06; E02D5/80
Foreign References:
US5243795A1993-09-14
GB2321910A1998-08-12
FR689988A1930-09-15
JP2004044198A2004-02-12
AT8142U22006-02-15
DE1802539A11970-06-11
Attorney, Agent or Firm:
RIEBLING, Peter (Postfach 31 60, Lindau / B., 88113, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Mechanische Sperrvorrichtung (1) mit bodenseitigen, in mehreren verschiedenen Längsachsen in den Erdboden eingreifenden Längsstäben (5), die ein unterirdisches Verankerungsteil (4) bilden und in einer auf dem Erdboden befestigten Ankerplatte (3) eingebunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Ankerplatte (3) ein Korbteil (2) angeordnet ist, welches mindestens aus verschiedenen Längsstäben (5) besteht, die im unterschiedlichen Winkel mit dem einen Ende mit der Ankerplatte (3) verbunden und mit dem anderen Ende frei nach oben ragend ausgerichtet sind.

2. Mechanische Sperrvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerplatte (3) mit entsprechenden Durchgangsöffnungen (9) ausgebildet ist und durch diese Durchgangsöffnungen (9) eine Vielzahl von unterschiedlichen Richtungen einnehmenden Längsstäben (5) hindurchgetrieben sind, so dass die Ankerplatte (3) durch die in unterschiedlichen Richtungen in das Erdreich oder den Untergrund eingetriebene Längsstäbe (5) mit hoher Haltekraft auf dem Erdboden fixiert ist.

3. Mechanische Sperrvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Korbteil (2) oberhalb des Erdbodens als gitterförmiges Sperrelement ausgebildet ist.

4. Mechanische Sperrvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die das unterirdische Verankerungsteil (4) bildenden Längsstäbe (5) durch die Ankerplatte (3) nach oben hindurch gehen und sich nach oben hin ununterbrochen fortsetzen, um so - aufgrund ihrer unterschiedlichen Neigungen - das oberirdische Korbteil (2) zu bilden.

5. Mechanische Sperrvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Korbteil (2) eine fächerförmige Anordnung unterschiedlicher Längsstäbe (5) ist.

6. Mechanische Sperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Korbteil (2) kegelförmig ausgebildet ist, wobei der Kegel mit seiner Spitze auf die Ankerplatte (3) gerichtet ist und der im Durchmesser größere Teil des Kegels frei nach oben ragt.

7. Mechanische Sperrvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kegelform des Korbteils (2) sich dadurch ergibt, dass die in verschiedenen Winkeln unterirdisch verlegten Längsstäbe (5), die das unterirdische Verankerungsteil (4) bilden, frei und durchgehend nach oben fortgesetzt sind, um so das Korbteil (2) zu bilden.

8. Mechanische Sperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die unterirdischen Längsstäbe (5) in der Ankerplatte (3) enden und dass das Korbteil (2) als separates Teil ausgebildet ist, ebenfalls Längsstäbe (5) und ggf. auch Querstäbe (6) aufweist, wobei diese gesamten Stäbe den Korb (2) bilden, der mit einer weiteren Ankerplatte (3) verbunden ist.

9. Mechanische Sperrvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Ankerplatten (3) so miteinander verbunden sind, so dass das Korbteil (2) getrennt von dem unterirdischen Verankerungsteil (4) ausgebildet ist welches mit unterschiedlich geformten Korbteilen verbunden ist.

10. Mechanische Sperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5 oder 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Korbteil (2) zylinderförmig oder halbkugelförmig ausgebildet ist.

11. Mechanische Sperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsstäbe (5) durch entsprechende etwa horizontal verlaufende Querstäbe (6) miteinander verbunden sind.

12. Mechanische Sperrvorrichtung nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Querstäbe (6) an Längsstäben (5) durch Verschweißen befestigt sind, oder durch Verbindungsschrauben, durch Schellen und dergleichen lösbare Verbindungsmittel mehr.

13. Mechanische Sperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsstäbe (5) als Gewindestäbe ausgebildet sind, und in der zugeordneten Ankerplatte (3) die Durchgangsöffnungen (9), durch welche die Längsstäbe hindurch greifen, als Gewindebohrungen ausgebildet sind.

14. Mechanische Sperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass diese als Sperrvorrichtungen in der verwendet wird, um zu verhindern, dass die Sperrvorrichtung durch Fahrzeuge/Lebewesen überwunden wird.

15. Verwendung einer mechanischen Sperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, dass diese als Sperrvorrichtungen in der Gleitschneeverbauung oder zum Lawinenschutz an lawinengefährdeten Hängen verwendet wird.

16. Verwendung einer mechanischen Sperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, dass diese als Sicherheitsbarriere verwendet wird.

17. Verwendung einer mechanischen Sperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, dass diese als Hangverbauung im Landschaftsbau verwendet wird.

18. Verwendung einer mechanischen Sperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, dass diese als im Flussbau als Buhnenbauwerk verwendet wird.

19. Verwendung einer mechanischen Sperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, dass diese als Verwehungsschutz gegen Schnee und Sandbewegungen verwendet wird.

Description:

Mechanische Sperrvorrichtung

Die Erfindung betrifft eine mechanische Sperrvorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Wichtige Anwendungsgebiete der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise der Einsatz solcher Sperrvorrichtungen in der Gleitschneeverbauung, zum Lawinenschutz an lawinengefährdeten Hängen und der Einsatz als Sicherheitsbarriere, um zu verhindern, dass die Sperrvorrichtung durch Fahrzeuge oder Lebewesen überwunden wird.

Ferner wird die vorliegende Erfindung im Küstenschutz oder der Hangverbauung im Landschaftsbau verwendet, ebenso wie im Flussbau als Buhnenbauwerk oder auch als Verwehungsschutz gegen Schnee und Sandbewegungen.

Es ist bekannt, Sperrvorrichtungen der eingangs genannten Art als Mauer auszubilden. Die Errichtung von Mauern ist außerordentlich teuer und aufwendig, weil hierzu entsprechende Gründungsmaßnahmen stattfinden müssen und die Mauern - um ein entsprechendes Gewicht zu erhalten - in der Regel aus Beton gegossen werden.

Ferner ist es bekannt, sogenannte Gabbionen zu verwenden, welche gitterförmige Bauwerke sind, deren Hohlraum mit Steinen oder einem anderen Füllmaterial gefüllt werden. Nachteil bei solchen Gabbionen ist, dass in der Regel die Erdverankerung fehlt und dass deshalb die Gabbionen nicht gegen Abrutschen auf rutschgefährdeten Oberflächen geschützt sind.

Ferner ist es bekannt, profilierte Betonfertigteile in der Art von niedrigen Mauern auf dem Erdboden zu versetzen, wobei eine bodenseitige Verankerung durch im Boden eingelassene Krallen erfolgt.

Im übrigen sind sogenannte Pfahlverbauungen bekannt, bei denen Beton- oder Holzpfähle in an sich bekannter Weise in den Erdboden gerammt werden und sich hierdurch dann undurchdringliche, oberirdische Zäune oder Wälle ergeben.

Nachteile dieser bekannten Pfahlverbauungen oder Betonwände ist jedoch, dass der dahinter liegende Bereich für einen davor stehenden Beobachter nicht einsehbar ist. Etwaige, durch eine Explosion ausgelöste, Druckwellen können das Bauwerk zum Einstürzen bringen, weil die Wand nicht druckwellenfest ist.

Es ist ferner bekannt, sogenannte Sicherungsnetze im alpinen Bereich zu verlegen, wobei diese Sicherungsnetze vor allem gegen Steinschlag wirken sollen. Sicherungsnetze sind jedoch sehr teuer und aufwendig in ihrer Verlegung, weil sie einer eigenen, erdseitigen Gründung bedürfen. Die Bodenfundamente für derartige Sicherungsnetze sind große betongebundene Bauteile, die mit hohem Aufwand im Untergrund verankert werden müssen. Bei einer Beschädigung eines Sicherungsnetzes an einer bestimmten Stelle muss das gesamte System über die gesamte Einbaulänge ausgetauscht werden.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Sperrvorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, dass sie für einen Beobachter relativ durchsichtig ist, dass sie leicht und kostengünstig erstellt werden kann und wieder demontierbar ist.

Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass in an sich bekannter Weise bodenseitige, in mehreren verschiedenen Längsachsen in den Erdboden eingreifende, Längsstäbe in einer auf dem Erdboden befestigten Ankerplatte eingebunden sind und dass oberhalb der Ankerplatte ein Korbteil angeordnet ist, welches mindestens aus verschiedenen Längsstäben besteht, die im unterschiedlichen Winkel mit dem einen Ende mit der Ankerplatte verbunden und mit dem anderen Ende frei nach oben ragend ausgerichtet sind.

Mit der gegebenen technischen Lehre ergibt sich der wesentliche Vorteil, dass nun eine Sperrvorrichtung vorgeschlagen wird, die aus einem unterirdischen Verankerungsteil, einer auf dem Erdboden befestigten oder lagernden Ankerplatte und einem oberhalb der Ankerplatte und mit dieser Ankerplatte verbundenen Korbteil besteht.

Das bodenseitige Verankerungsteil ist grundsätzlich aus der EP 1 750 020 A1 bekannt. Dort ist zu entnehmen, dass eine Ankerplatte mit entsprechenden Durchgangsöffnungen ausgebildet ist und durch diese Durchgangsöffnungen eine Vielzahl von unterschiedlichen Richtungen einnehmenden Längsstäben hindurchgetrieben sind, so dass die Ankerplatte durch die in unterschiedlichen Richtungen in das Erdreich oder den Untergrund eingetriebene Längsstäbe mit hoher Haltekraft auf dem Erdboden fixiert ist.

Aus dieser Druckschrift lässt sich jedoch nicht entnehmen, wie eine oberirdische Sperrvorrichtung geschaffen wird.

Hier setzt die Erfindung ein, die vorsieht, dass die aus der EP 1 750 020 A1 bekannte Ankerplatte und deren unterirdische Verankerung nun oberirdisch fortgesetzt wird, und zwar in Form eines Korbteils, welches oberhalb des Erdbodens als gitterförmiges Sperrelement ausgebildet ist.

Der Begriff „gitterförmiges Sperrelement" wird jedoch weitgefasst verstanden.

In einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die das unterirdische Verankerungsteil bildenden Längsstäbe durch die Ankerplatte nach oben hindurch gehen und sich nach oben hin ununterbrochen fortsetzen, um so - aufgrund ihrer unterschiedlichen Neigungen - ein oberirdisches Korbteil zu bilden.

Unter dem Begriff „Korbteil" wird hierbei im einfachsten Fall eine fächerförmige Anordnung unterschiedlicher Längsstäbe verstanden, wobei es nicht notwendig ist, dass die Längsstäbe untereinander verbunden sind.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Korbteil kegelförmig ausgebildet, wobei der Kegel mit seiner Spitze auf die Ankerplatte gerichtet ist und der im Durchmesser größere Teil des Kegels frei nach oben ragt.

Die genannte Kegelform ergibt sich dadurch, dass die im verschiedenen Winkel unterirdisch verlegten Längsstäbe, die das unterirdische Verankerungsteil bilden, frei und durchgehend nach oben fortgesetzt sind, um so das Korbteil zu bilden.

Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Verlängerung der unterirdisch verlegten Längsstäbe nach oben in Form eines Korbteils beschränkt.

In einer anderen Ausgestaltung kann es vorgesehen sein, dass die unterirdischen Längsstäbe in der Ankerplatte enden und dass das Korbteil als separates Teil ausgebildet ist, ebenfalls Längsstäbe und ggf. auch Querstäbe aufweist, wobei diese gesamten Stäbe den Korb bilden, der mit einer weiteren Ankerplatte verbunden ist. Die beiden Ankerplatten werden miteinander verbunden, so dass das Korbteil getrennt von dem unterirdischen Verankerungsteil ausgebildet ist. Auf diese Weise ist es möglich, ein unterirdisches Verankerungsteil mit unterschiedlich geformten Korbteilen zu verbinden.

Wegen der kegelförmigen Form des Korbteils sind jedoch noch andere Formen des Korbteils möglich, z. B. ein zylinderförmiges Korbteil, ein halbkugelförmiges Korbteil und dergleichen Formen mehr.

Es ist auch ohne weiteres möglich, die den Korbteil ausbildenden Längsstäbe (die im Wesentlichen vertikal verlaufen) auch in beliebiger Form zu biegen.

In einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass diese Längsstäbe durch entsprechende, in der Regel horizontal verlaufende, Querstäbe miteinander verbunden sind. Die Verbindung kann hierbei durch verschiedenartigste Verbindungsmittel erfolgen.

In einer ersten Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass die Querstäbe an Längsstäben durch Verschweißen befestigt sind. Neben einer solchen stoffschlüssigen Befestigung kommen jedoch auch lösbare Befestigungsmittel in Betracht, wie z. B. durch Verbindungsschrauben, durch Schellen und dergleichen Verbindungsmittel mehr.

Die Formgebung der Längsstäbe ist in weiten Grenzen veränderbar. Sie können als Rundstäbe, Quadratstäbe, Rechteckstäbe oder Mehreckstäbe ausgebildet sein.

Sie können außen profiliert sein und entsprechende Vorsprünge, Rippen, Noppen oder auch Gewindegänge aufweisen.

Sind die Längsstäbe als Gewindestäbe ausgebildet, ergibt sich ein weiterer Vorteil dann, wenn auch in der zugeordneten Ankerplatte die Durchgangsöffnungen, durch welche die Längsstäbe hindurch greifen, als Gewindebohrungen ausgebildet sind. Auf diese Weise können die Längsstäbe von oben her in die zugeordneten Gewindeöffnungen der Ankerplatte eingeschraubt werden, wobei ein einfaches Drehwerkzeug genügt, und es ergibt sich eine besonders feste und spielfreie Verbindung mit der Ankerplatte.

Dadurch, dass die Längsstäbe in unterschiedlichen Richtungen geneigt in den Erdboden eingreifen, ergibt sich eine stark verbesserte Ausreißfestigkeit für das gesamte Sperrbauwerk, und es ist nur unter Aufwendung hoher Ausreißkräfte möglich, ein dergestalt in dem Erdboden verankertes Verankerungsteil wieder aus dem Erdboden heraus zu reißen.

Damit ergibt sich eine hohe mechanische Standfestigkeit für eine solche Sperrvorrichtung und die Sperrvorrichtung kann deshalb für die eingangs genannten Zwecke in idealer Weise eingesetzt werden.

Im Anwendungsfall einer Gleitschneeverbauung besteht der Vorteil der erfindungsgemäßen Sperrvorrichtung darin, dass die gesamte Sperrvorrichtung oberirdisch vorwiegend transparent ist und am Hang nur aus nächster Nähe erkennbar ist. Sie erfüllt damit die Vorgaben des optischen Umweltschutzes.

Ein hangabwärts gerichteter Gleitschnee- oder Triebschneestrom, was zum Abgleiten kompletter Schneedecken führt, wird durch den oberirdischen Korbteil in optimaler Weise gebremst und aufgehalten.

Versuche haben nämlich gezeigt, dass sich der Trieb- oder Gleitschnee in den korbartigen öffnungen fängt, dort verdichtet und aufgrund der konischen Form des Korbteiles im unteren, spitzen Teil des Korbteiles sich der Schnee stärker verdichtet als im oberen, sich konisch erweiternden, Teil des Korbteils. Dadurch kommt es zu

einer sich durch den ablaufenden Triebschnee kontinuierlich sich verfestigenden Innenfüllung des Korbteiles, welches somit als massive - sich selbst auffüllende - Barriere am Hang funktioniert und den abwärts gerichteten Gleitschneestrom in optimaler Weise an der Bewegung behindert.

Der Korbteil füllt sich sozusagen automatisch mit sich selbst verfestigendem Triebschnee oder Gleitschnee, und seine optimale Funktion ergibt sich erst dann, wenn Gleitschnee gegen dieses Korbteil gerichtet das Korbteil durchsetzt und sich dort festsetzt.

Es kommt also zu einer automatischen Auffüllung des Innenraums des Korbteils, wobei der untere spitze Teil des Korbteils sich mit sehr stark verfestigendem Material auffüllt, während der obere Teil im konisch erweiterten oberen Bereich des Korbteils sich mit lockerem Material auffüllen wird.

Dadurch kommt es zu einer optimalen Abweiswirkung eines solchen Korbteils. Die oben genannte Beschreibung gilt nicht nur für Treib- oder Gleitschnee, sondern ebenso auch für sich hangabwärts bewegende Erdmassen, insbesondere für Muren, für Steinströme, für Sandströme und für Flussverbauungen, wobei solche Sperrvorrichtungen sowohl unter Wasser als auch oberhalb der Wasserlinie errichtet werden können.

Solche Sperrvorrichtungen sind auch ideale Steinschlagschutzvorrichtungen, weil hangabwärts gerichtete, einzelne Steine und Felsbrocken an dem Korbteil abprallen, insbesondere dann, wenn es selbst mit einem entsprechenden Füllmaterial (siehe oben) gefüllt ist, von der konischen Oberfläche des Korbteils zu einem benachbarten Korbteil abgelenkt werden, dort wiederum an ein anderes Korbteil anprallen und in unterschiedlichem Winkel abspringen. Auf diese Weise wird die kinetische Energie hangabwärts rutschender und fallender Steine vernichtet, so dass diese vor oder zwischen den Korbteilen zum Stillstand kommen.

Ein weiterer wichtiger Anwendungsfall der vorliegenden Erfindung besteht in der Errichtung von Sicherheitsbarrieren, die oberirdisch zur Abhaltung von Fahrzeugen und Lebewesen errichtet werden. Sowohl im militärischen Einsatzbereich, als auch

im zivilen Einsatzbereich ist es notwendig, bestimmte Sperrbauwerke zu errichten, die schnell errichtet und auch schnell wieder abgebaut werden können. Wichtig ist bei der Erfindung, dass bei dem Einsatz als Sicherheitsbarriere die Sperrvorrichtung für einen Beobachter transparent ist, d. h. er kann durch die Sperrvorrichtung hindurch sehen, ohne dass ein nicht einsehbarer Bereich hinter der Sperrvorrichtung vorhanden wäre.

Aufgrund der großflächigen Verankerung der Längsstäbe im unterirdischen Verankerungsteil ist es außerordentlich schwierig, eine solche Sicherheitsbarriere mit einem oberirdisch angeordneten Korbteil zu überwinden. Das Korbteil wird sich beim Anprall eines Fahrzeuges nur leicht verbiegen, nachgeben, aber ansonsten in seiner Funktion aufrecht erhalten bleiben.

Es widersteht auch Explosionsdrücken, weil eine solche Druckwelle ohne weiteres das Gitterwerk des Korbteiles durchsetzt, ohne dass es zu Beschädigungen kommt. Es ist also sehr schwer durch Explosionen zu beseitigen.

Wegen der großflächigen Verankerung im Erdboden kann es auch nicht untergraben oder unterwandert werden.

Eine solche Sperrvorrichtung kann auch optimal im Küstenschutz und in der Flussverbauung eingesetzt werden. Sie kann sowohl als Buhnen verwendet werden, und darüber hinaus auch als unter der Wasseroberfläche angebrachte Vorrichtung, die der Versandung eines stromabwärts gelegenen Gebietes entgegen wirkt.

Daneben dient die erfindungsgemäße Sperrvorrichtung auch als Verwehungsschutz für Schnee- und Sandmassen. Ein durch Luftbewegungen gegen das Korbteil anströmende Materialströmung wird im Korbteil zersetzt, zerlegt und in Teilströme aufgeteilt, so dass der Materialstrom so verwirbelt wird, dass er sich auf der windabgewandten Seite ablagert und nicht mehr weitergetragen wird.

Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen Patentansprüche untereinander.

Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von mehrere Ausführungswege darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.

Es zeigen:

Figur 1 : perspektivische Darstellung einer Sperrvorrichtung in einer ersten Ausführungsform,

Figur 2: eine zweite Ausführungsform einer Sperrvorrichtung,

Figuren 3-6: in Draufsicht verschiedene Plattenformen von Ankerplatten,

Figuren 6-12: verschiedene Querschnittsformen von Ankerplatten und deren bodenseitige Befestigung,

Figuren 13-21 : verschiedene Querschnittsformen von Längsstäben,

Figuren 22-27: verschiedene Ausführungsformen der Durchgangsöffnungen in der Ankerplatte,

Figuren 28-32: verschiedene Formen von Durchgangsöffnungen in der Ankerplatte,

Figur 33: verschiedene Seitenansichten von Längsstäben mit unterschiedlichen Profilen,

Figur 34: verschiedene Schnitte durch unterschiedliche Profilformen von Längsstäben,

Figur 35-42: verschiedene Ausbildungen von Korbteilen der Sperrvorrichtung,

Figur 43-44: die Ausbildung verschiedener Sperrbauwerke aus Sperrvorrichtungen nach den vorhergehenden Figuren,

Figur 45-51 : weitere Darstellungen möglicher Formen von Korbteilen zur Ausbildung unterschiedlicher Sperrvorrichtungen,

Figur 52: ein erstes Ausführungsbeispiel für ein Sperrbauwerk,

Figur 53: ein zweites Ausführungsbeispiel für die Errichtung eines Sperrbauwerkes,

Figur 54. eine dritte Ausführungsform für ein Sperrbauwerk,

Figur 55 und 56: die Funktion einer Sperrvorrichtung nach der Erfindung als Hindernisbauwerk,

Figur 57: die Funktion der Sperrvorrichtung im Flussbau,

Figur 58: die Funktion der Sperrvorrichtung als Gleitschneeverbauung oder Hangverbauung,

Figur 59: die Funktion der Sperrvorrichtung als Verwehungsschutz für Schnee und Sandpassen.

Vorab wird angemerkt, dass alle nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele in beliebiger Weise untereinander kombiniert werden können. Es ist also nicht die Beschreibung eines bestimmten Ausführungsbeispiels darauf beschränkt, dass es für dieses Ausführungsbeispiel isoliert gilt. Alle Ausführungsbeispiele können demzufolge in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden und deshalb wird für

alle Kombinationen untereinander Teilschutz und/oder Kombinationsschutz beansprucht.

In Figur 1 ist eine erste Ausführungsform einer Sperrvorrichtung 1 dargestellt, die aus einem oberirdischen Korbteil 2 und einem unterirdisch im Erdboden ruhenden Verankerungsteil 4 besteht. Im Zwischenraum zwischen dem Korbteil 2 und dem Verankerungsteil 4 ist eine Ankerplatte 3 angeordnet.

Das untere Verankerungsteil 4 ist durch eine Vielzahl von im Erdboden eingetriebenen Längsstäben 5 gebildet. Die Längsstäbe werden hierbei durch zugeordnete Durchgangsöffnungen 9 in der Ankerplatte 3 eingetrieben.

Für das Eintreiben der Längsstäbe 5 in den Erdboden gibt es unterschiedliche Ausführungsformen. In einer ersten Ausführungsform ist es vorgesehen, dass die Längsstäbe eine glatte oder verrippte Oberfläche haben und durch ein Schlagwerkzeug in den Erdboden eingetrieben werden.

In einer anderen Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass die Längsstäbe 5 außen liegende Verrippungen oder Gewindegänge aufweisen und durch ein zugeordnetes Drehwerkzeug in den Erdboden eingedreht werden.

Es ist nicht dargestellt, dass im Bereich des unterirdischen Teils der Längsstäbe 5 noch zusätzliche Gewindeplatten oder Ankerplatten fest mit dem Außenumfang des jeweiligen Längsstabes verbunden sein können. Es handelt sich also um gewindeartige Teller, die noch zusätzlich mit dem Längsstab verbunden sind.

Die Ankerplatte 3 besteht bevorzugt aus einem metallischen Bauteil, wobei statt einer metallischen Ankerplatte auch beliebige andere Werkstoffe verwendet werden können, wie z. B. Beton, Kunststoff, Holze oder dergleichen. Ebenso können Verbundwerkstoffe aus den oben genannten Materialien verwendet werden.

Wichtig bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 ist, dass die Längsstäbe 5 nur so weit in den Erdboden eingetrieben werden, dass sie um ein beträchtliches Maß, nämlich um das Maß der Höhe eines Korbteiles 2, über die Erdbodenoberfläche

hinaus stehen. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Eintreibrichtungen durch die Ankerplatte 3 hindurch bilden sie deshalb automatisch ein etwa kegeliges Korbteil 2, wobei sich ein konischer Aufnahmeraum 8 ergibt.

Entsprechend der Anordnung der Durchgangsöffnungen 9, die in der Ankerplatte 3 im gezeigten Ausführungsbeispiel etwa gleichmäßig verteilt am Umfang angeordnet sind, können auch andere Profilformen für ein solches Korbteil erstellt werden.

Sind beispielsweise an der einen Seite der Ankerplatte 3 mehr Durchgangsöffnungen 9 als vergleichsweise an der gegenüberliegenden Seite vorhanden, kommt es zu einer unterschiedlichen Dichte von Längsstäben im Bereich des Korbteiles 2 und selbstverständlich auch im Bereich des Verankerungsteils 3. Es handelt sich deshalb um ein asymmetrisches Korbteil 2, welches in manchen Anwendungsfällen durchaus wichtig ist. So hat aufgrund der höheren Verlegungsdichte von Längsstäben auf der einen Seite des Korbteils dieses eine höhere Biegesteifigkeit als vergleichsweise in senkrechter Richtung hierzu, so dass bevorzugte Sperr- und Durchgangsrichtungen für den Korb entsprechend der Anzahl der die Ankerplatte durchsetzenden Längsstäbe 5 gebildet wird.

Wichtig ist auch, dass die Längsstäbe 5 durchgehend ausgebildet sind und sowohl das oberirdische Korbteil 2 als auch werkstoffeinstückig das unterirdisch angeordnete Verankerungsteil 4 bilden. Damit sind eine schnelle Montage und auch eine schnelle Demontage gegeben.

Eine solche Sperrvorrichtung besteht im Wesentlichen deshalb nur aus zwei Teilen, nämlich einer Ankerplatte und den dazu gehörenden Längsstäben.

In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung kann es vorgesehen sein, dass das Korbteil 2 noch zusätzlich durch querverlaufende Querstäbe 6 stabilisiert wird. Diese Querstäbe verlaufen bevorzugt von Längsstab zu Längsstab 5 und sind an der Verbindungsstelle 7, z. B. durch Verschweißen oder durch Schellen, mit dem jeweiligen Längsstab 5 verbunden.

Es kann auch vorgesehen sein, dass die Querstäbe 6 den Innenraum (Aufnahmeraum 8) des Korbteils 2 durchgreifen und diesen Aufnahmeraum noch innenwändig aussteifen.

Im Ausführungsbeispiel nach Figur 2 ist das Korbteil 2 werkstoffunterschiedlich von dem unterirdischen Verankerungsteil 4 ausgebildet. Hier ist vorgesehen, dass das obere Korbteil 2 wiederum entsprechend der vorstehenden Beschreibung nach Figur 1 aus Längsstäben 5 und ggf. Querstäben 6 besteht, dass aber die oberirdischen Längsstäbe 5, welche das Korbteil 2 ausbilden, in einer oberen Ankerplatte 3a aufgenommen sind und dort stirnseitig in den Durchgangsöffnungen 9 befestigt sind. Sie können dort durch Verschweißen, durch Anschrauben oder durch Festklemmen befestigt werden.

Das unterirdische Verankerungsteil 5 ist mit seinen Längsstäben 5 wiederum mit einer weiteren Ankerplatte 3b verbunden, und die beiden Ankerplatten 3a, 3b sind durch entsprechende Verbindungsschrauben 10 miteinander fest verschraubt.

Die Figuren 3 bis 6 zeigen unterschiedliche Ansichten auf solche Ankerplatten 3a, 3b, 3c.

Die Ankerplatte 3a kann beispielsweise eine runde Platte sein oder als Ankerplatte 3c eine quadratische oder als Ankerplatte 3d eine rechteckförmige oder als Ankerplatte 3e eine sechseckförmige Platte sein.

Die Figuren 6a bis 12 zeigen unterschiedliche Profilformen solcher Ankerplatten nach den Figuren 3 bis 6. Figur 6a zeigt auf der linken Seite, dass die Durchgangsöffnungen 9a glatt, jedoch schräg verlaufend, zur vertikalen Achse der Ankerplatte 3 ausgebildet sein können. Dadurch wird erreicht, dass die Längsstäbe schräg in den Erdboden eingetrieben werden.

Die rechte Seite der Figur 6a zeigt, dass die Durchgangsöffnungen 9c auch als Gewindebohrungen ausgebildet sein können, so dass die Längsstäbe 5 mit ihren außenseitigen Gewindegängen durch die Gewindeöffnungen 9c hindurchgeschraubt werden.

Die Figur 7 zeigt, dass die Ankerplatte 3f auch mit einer Konusspitze 11 ausgerüstet sein kann, wobei diese Konusspitze dann tief in das Erdreich hinein ragt. Ansonsten gelten bezüglich der Durchgangsöffnungen 9a, 9c die gleichen Erläuterungen, wie sie anhand der Figur 6 gegeben wurden.

Gleiches gilt für die Figur 8, wo erkennbar ist, dass statt einer Konusspitze auch eine bodenseitige Wölbung 12 für die Ankerplatte 3g vorgesehen ist.

Die in Figur 9 dargestellte Ankerplatte 3h zeigt eine sehr spitze und schlanke Konusspitze 11 , während die in Figur 10 dargestellte Ankerplatte 3i mehrere Konusspitzen 11 darstellt, die in den Erdboden eingreifen.

Die Figuren 11 und 12 zeigen Ankerplatten in der Form nach den Figuren 3 bis 6, wobei erkennbar ist, dass zur zusätzlichen Befestigung der Ankerplatte noch ein Erdanker 13 (siehe Figur 11) oder mehrere Erdanker 13 (siehe Figur 12) verwendet werden können.

Die Figuren 13 bis 21a zeigen verschiedene Querschnittsformen von Längsstäben 5, wobei in Figur 13 der Längsstab 5 als Vollprofil rundprofiliert ist. In Figur 14 ist der Längsstab 5a mit einem Quadratprofil ausgestattet, während in Figur 15 der Längsstab 5b ein Dreiecksprofil aufweist. In Figur 16 ist der Längsstab 5c mit einem Sechseckprofil ausgestattet, während in Figur 17 der Längsstab 5d als Flachprofil ausgebildet ist.

Die Figuren 18 bis 21a zeigen, dass die oben genannten Profilformen nicht nur als Vollprofile ausgebildet sein können, sondern auch als Hohlprofile. So zeigt die Figur 18, dass der Längsstab 5e einen Hohlraum 14 aufweist, der radial nach außen gerichtete öffnungen 15 aufweist. Dieser Hohlraum 14 kann zur Entwässerung des in den Hohlraum 14 eingezogenen Erdreichs dienen, wobei die entsprechenden Wasserströme aus den öffnungen 15 abströmen.

Ebenso kann in den Hohlraum Flüssigbeton oder ein aushärtbarer Kunststoff eingepresst werden, um so das Innenprofil des Längsstabes zu stabilisieren.

Gleiches gilt für die Figuren 19 bis 21a, wo verschiedene Hohlprofile für die dort dargestellten Längsstäbe 5f, 5g, 5h, 5i dargestellt sind.

In den Figuren 22 bis 27 sind verschiedene Arten von Durchgangsöffnungen 9 in der jeweiligen Ankerplatte 3 dargestellt. Die Ankerplatte kann die beliebigen Formen annehmen, wie sie anhand der Figuren 3 bis 12 erläutert wurden. So ist in Figur 22 erkennbar, dass eine gewindeartige Durchgangsöffnung 9c mit ihrer Längsachse 16 schräg zur Vertikalen die Ankerplatte 3 durchsetzt.

Die Figur 23 zeigt statt dessen eine glatte Durchgangsöffnung 9a, während die Figur 16 eine gebogene Durchgangsöffnung 9d darstellt, so dass die Längsachse 16 ebenfalls eine Biegung ausführt.

Bei dieser gebogenen Durchgangsöffnung 9d ergibt sich der Vorteil, dass die hierdurch eingetriebenen Längsstäbe 5 einen bogenförmigen Verlauf erhalten und als Bogen in das Erdreich eingreifen und so ein mehrfach gebogenes korbförmiges Verankerungsteil 4 bilden.

Die Figuren 25 bis 27 zeigen, dass man mit Anordnung eines Drehelements 17, welches in der Durchgangsöffnung 9 drehbar ausgebildet ist, noch die Neigung der Durchgangsöffnung, d. h. also die Neigung der Längsachse 16 zur Vertikalen, einstellen kann. Wird das Drehelement 17 nämlich in den Pfeilrichtungen 18 verdreht, ändert sich somit auch die Neigung der jeweiligen Durchgangsöffnung 9a (siehe Figur 25) oder der gewindeartigen Durchgangsöffnung 9c (siehe Figur 26) oder der bogenförmigen Durchgangsöffnung 9d (siehe Figur 27).

Somit kann die Neigung der Durchgangsöffnung 9 stufenlos in der Ankerplatte eingestellt werden.

Die Figuren 28 bis 31 zeigen, dass neben den auf Abstand angeordneten Durchgangsöffnungen 9, 9a-9d auch andere Arten von Durchgangsöffnungen verwendet werden können, nämlich solche, die Kreuzbohrungen 19 bilden.

So ist aus den Figuren 28 und 29 erkennbar, dass wahlweise ein Längsstab 5 durch die eine Bohrung der Kreuzbohrung oder wahlweise durch die anders gerichtete Bohrung der Kreuzbohrung 19 hindurchgetrieben werden kann. Es kann also an Ort und Stelle entschieden werden, in welche Richtung gerichtete Durchgangsöffnung für das Eintreiben eines Längsstabes 5 verwendet wird. Durch die Anordnung von Kreuzbohrungen 19 ist damit die Wahl für die Richtung der Durchgangsöffnungen 9a-d wesentlich erweitert. Figur 29 zeigt, dass auch solche Kreuzbohrungen als Gewindebohrungen ausgebildet sein können. Die Figuren 30 und 31 zeigen, dass solche Bohrungen auch gegeneinander gerichtet in der jeweiligen Ankerplatte angeordnet werden können.

Die Figur 32 zeigt, dass bei der Verwendung von zwei miteinander über Verbindungsschrauben 10 verbindbare Ankerplatten 3a, 3b auch eine unterschiedliche Neigung von Durchgangsöffnungen eingestellt werden kann. Die Durchgangsöffnungen 9 in der oberen Ankerplatte 3a liegen anders gestalteten Durchgangsöffnungen 9' in der unteren Ankerplatte 3b gegenüber. Werden nun die beiden Ankerplatten in den Pfeilrichtungen 20, 21 gegeneinander verschoben, so ändert sich damit auch die Richtung der Längsachse 16 durch die Durchgangsöffnung und sie kann somit frei variiert eingestellt werden. Sobald die beiden Ankerplatten 3a, 3b durch die Verbindungsschrauben 10 miteinander verbunden sind, können somit schräg verlaufende Durchgangsbohrungen erstellt werden. Dies zeigt die Figur 32, wo erkennbar ist, dass wahlweise der Längsstab 5 in schräg verlaufender Richtung von links oben nach rechts unten durch die Ankerplatten 3a, 3b hindurch verlaufen kann.

Wird jedoch die obere Ankerplatte 3a in Bezug zur unteren Ankerplatte 3b in bestimmter Weise verschoben, verschieben sich auch die zueinander fluchtend angeordneten Durchgangsöffnungen und der Längsstab 5 kann nur noch in der Stellung 5' in der anderen Richtung, nämlich von rechts oben nach links unten verlaufend, hindurch gesteckt werden.

Die Figur 33 zeigt verschiedene Seitenansichten unterschiedlicher Längsstäbe, wo erkennbar ist, dass beispielsweise der Längsstab 5a auch zweiflügelig ausgebildet sein kann und aus zwei Blättern besteht, die sichelförmig auseinander gebogen sind,

wie es anhand der Figur 34 auch noch im Querschnitt bezüglich der Figur 34f gezeigt ist.

Ebenso kann der Längsstab 5b stetig gekrümmt ausgebildet sein, oder als Längsstab 5c gerade und rund profiliert ausgebildet sein.

Der Längsstab 5d weist ein außen liegendes Gewinde 22 auf, während der Längsstab 5e eine außen liegende Verrippung oder vorspringende Noppen aufweist.

Der Längsstab 5f weist ein Längsprofil 24 auf, während der Längsstab 5g ein quer verlaufendes Querprofil 25 aufweist.

Der Längsstab 5h ist widerhakenförmig ausgebildet und weist verschiedene Widerhaken 26 auf, die beim Eintreiben des Längsstabes 5 dann in den Pfeilrichtungen 27 aufspringen und sich noch besser im Erdboden als Verankerungsteil 4 verankern.

Figur 34 zeigt verschiedene Querschnittsformen für derartige Längsstäbe. In den Figuren 34a-g sind solche Profilformen aus einem Vollmaterial dargestellt, während in den Figuren 34h-r solche Profilformen als Hohlprofil dargestellt sind.

Ebenso ist es vorgesehen, dass die Längsstäbe in ihrem Hohlprofil noch die Wandung durchsetzende öffnungen aufweisen, um auch die Längsstäbe entweder entwässern zu können oder mit einem entsprechenden aushärtbaren Füllmaterial zu füllen.

Es versteht sich von selbst, dass die Längsstäbe 5, die hier beschrieben sind, aus beliebigen Materialien bestehen können. Sie können aus einem Metallmaterial, bevorzugt einem Stahl, oder aus einem Leichtmetall bestehen. Ebenso können sie aus Kunststoff, Holz oder Verbundwerkstoffen bestehen. Sie können auch aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff bestehen.

Die Figuren 35 bis 42 zeigen verschiedene Möglichkeiten der Ausbildung von Korbteilen 2, wobei die Figur 35 im Wesentlichen das Korbteil 2 nach Figur 1 darstellt.

Ebenso ist es nach Figur 36 jedoch möglich, dass alle Längsstäbe ein schräg verlaufendes Korbteil 2a ausbilden, wobei alle Längsstäbe in einer Richtung - beispielsweise in Angriffsrichtung - geneigt sind. Sie können dazwischen liegende Abspannungen aufweisen.

Die Figur 37 zeigt ein Korbteil 2b, bei dem die Längsstäbe 5 ein zylinderförmiges Korbteil 2b ausbilden.

Die Figur 38 zeigt, dass das Korbteil 2c auch aus Elementen des Korbteiles 2a, jedoch mit unterschiedlich gerichteten Längsstäben 5, ausgebildet sein kann.

Ebenso zeigt die Figur 39 die Kombination der Korbteile 2a und 2b in Form eines Korbteiles 2f.

Wenn - wie im Ausführungsbeispiel nach Figur 1 beschrieben - die Längsstäbe 5 sowohl oberirdisch als auch unterirdisch sich fortsetzen, ergeben sich automatisch dadurch unterschiedliche unterirdisch im Erdboden eingreifende Verankerungsteile 4a, 4b, 4c und 4f.

Gleiches gilt auch für das Korbteil 2d nach Figur 40, wo erkennbar ist, dass die Korbteile sowohl aus schräg verlaufenden Längsstäben als auch aus gerade verlaufenden Längsstäben gebildet sind. Die Figur 41 zeigt den unterirdischen Teil der Figur 42. In Figur 42 ist dargestellt, dass ein oberirdisches Korbteil 2e mit einer zugeordneten Ankerplatte 3a völlig unterschiedlich von einem unterirdischen Verankerungsteil 4e und einer dazu gehörenden Ankerplatte 3b - nach Figur 41 - ausgebildet sein kann.

Für beide Teile (den oberirdischen und den unterirdischen Teil der Figur 42) können somit sämtliche vorher beschriebenen Korbformen angewendet werden.

Die Figur 43 zeigt als erstes Ausführungsbeispiel ein Sperrbauwerk, welches aus unterschiedlichen Sperrvorrichtungen 1 nach der vorstehenden Beschreibung und allen Zeichnungsfiguren errichtet ist. Die Sperrvorrichtungen 1 sind hierbei in gegenseitigem Abstand voneinander angeordnet und können ggf. noch durch Abspannungen 28 miteinander verbunden werden, um auch die Zwischenräume auszufüllen.

Ebenso kann es vorgesehen sein, dass die unterschiedlichen Korbteile der Sperrvorrichtungen 1 durch gemeinsame Abspannungen 28 in einer Halteöse 29 zusammengefasst sind, die ihrerseits wiederum in einer Ankerplatte 3 befestigt ist, die ein unterirdisches Verankerungsteil 4 aufweist.

Die Figur 44 zeigt, dass solche Sperrvorrichtungen 1 auch in ihrem Zwischenraum durch Gitterteile 30 ausgefacht werden können.

Sie können jedoch auch in so dichtem Abstand zueinander angeordnet werden, dass sich die Korbteile überlappen oder in ganz dichtem Abstand zueinander stehen.

Die Figuren 45 bis 50 zeigen verschiedene Möglichkeiten der Verbindung von einzelnen Längsstäben 5 durch zugeordnete Querelemente.

Während die Figur 45 in der allgemeinsten Form ein Korbteil 2 nur aus Längsstäben 5 bestehend zeigt, zeigt die Figur 46, dass das Korbteil 2a durch Querverbinder 31 miteinander verbunden werden können, wobei die Querverbinder 31 z. B. aus Stahlseilen bestehen.

Die Figur 47 zeigt, dass eine Vielzahl von solchen Querverbindern 31 in gegenseitigem Abstand zueinander angeordnet werden können und jeweils mit den Längsstäben 5 verbunden sind.

Die Figuren 48 bis 50 zeigen, dass auch zwischen den Längsstäben 5 Verbindungsflächen 32 vorgesehen werden können, die z. B: aus einem Gitternetz, einem Flächenelement, einer Blechplatte, einem Kunststoffplattenelement oder dergleichen bestehen. Bevorzugt werden als Verbindungsflächen gazeähnliche oder

netzähnliche Elemente verwendet, um beispielsweise den Luftdurchgang durch ein solches Korbteil 2c in bestimmter Weise zu beeinflussen.

So kann aus den Figuren 48 bis 50 auch abgeleitet werden, dass das gesamte Korbteil 2 mit entsprechenden Verbindungsflächen vollkommen ausgefüllt sein kann, um so einen nach oben geöffneten Trichter zu ergeben.

Die Figur 51 zeigt verschiedene Zusatzelemente 33, die auf oder an den Längsstäben 5 befestigt werden können.

Ein solches Zusatzelement 33a ist z. B. als Spitze ausgebildet, während 33b einen Zylinder zeigt und 33c einseitig gerichtete Spitzen darstellt. Als Zusatzelement 33d kann eine Kugel am oberen freien Ende des jeweiligen Längsstabes 5 angeordnet werden, ebenso wie ein Zusatzelement 33e als Spitze.

Zusätzlich kann vorgesehen werden, dass das gesamte Korbteil oder einzelne Teile dieses Korbes mit Strom aufgeladen werden, um noch eine zusätzliche Sperrwirkung durch Strom zu erreichen.

Die Figur 52 zeigt ein aus mehreren Ebenen und Stufen bestehendes Sperrbauwerk, wo erkennbar ist, dass die erfindungsgemäßen Korbteile 2 in drei unterschiedlichen Ebenen angeordnet sind. In der untersten, erdbodennächsten Ebene entsprechen die Sperrvorrichtungen 1 allen vorher beschriebenen Ausführungsbeispielen.

Wichtig ist jedoch, dass die jeweiligen unteren Ankerplatten 3 mit jeweils einem Verbindungsstab 36 versehen sind und an jedem Verbindungsstab ein oder mehrere weitere Ankerplatten befestigt sind, auf denen weitere Korbteile 2 angeordnet sind.

Auch hier kann der Zwischenraum zwischen den mehrstufigen Korbteilen durch Gitterelemente 37 ausgefacht werden, und es können noch zusätzliche Abspannelemente 38 vorhanden sein.

Die Figuren 53 und 54 zeigen in der Draufsicht die unterschiedlichen Anordnungen von Korbteilen auf einer Fläche.

Die Figur 33 zeigt hierbei die serielle Anordnung von Korbteilen nach einem oder mehreren der vorher beschriebenen Ausführungsbeispiele, während die Figur 54 die haufenweise Anordnung von derartigen Korbteilen auf einer Fläche darstellt.

Somit können hintereinander verlaufende Sperrbauwerke 35a gemäss Figur 53 oder haufenweise angeordnete Sperrbauwerke 35b gemäss Figur 54 vorgesehen werden.

Die Figuren 55 und 56 zeigen die verschiedenen Sperrwirkungen, die eine Sperrvorrichtung 1 nach der Erfindung ausübt, vor allem dann, wenn sie als Sperrbauwerk 35 in einer beliebigen Ausführungsform entsprechend der vorliegenden Beschreibung ausgebildet ist. Es ist erkennbar, dass ein Beobachter eine freie Sichtachse 39 durch das Korbteil 2 hindurch hat und ein dem Korbteil 2 von der anderen Seite sich näherndes Lebewesen 41 ohne weiteres erkennen kann. Es kommt damit zu einer Abweisung und zu einer Hinderniswirkung in der Abweisrichtung 40.

Gleiches gilt für die Darstellung in Figur 56, wo erkennbar ist, dass auch ein solches Korbteil 2 durch ein Fahrzeug 42 nicht überwindbar ist, denn das Korbteil 2 wird sich in Gegenrichtung zur Pfeilrichtung 40 zwar geringfügig verbiegen, im wesentlichen aber dem Anprall stand halten. Dies gilt auch für einen Explosionsanprall und eine damit verbundene Druckwelle.

Die Figur 57 zeigt den Einbau einer erfindungsgemäßen Sperrvorrichtung 35 mit einem erfindungsgemäßen Korbteil 2 unter Wasser im Bereich eines Meeresbodens 43. Dort ist erkennbar, dass die Wellenbewegung 44, die in Pfeilrichtung 45 gegen das Korbteil 2 gerichtet ist, das Korbteil 2 zwar durchsetzt aber dort beruhigt und aufgeteilt wird in unterschiedliche Teilströme, so dass es zu einer Beruhigung der Wellenbewegung entsprechend der Pfeilrichtung 45' kommt.

Das gleiche Prinzip wird bei der Gleitschneeverbauung gemäss Figur 58 angewendet. Es wird angenommen, dass ein Gleitschnee oder Gleitsand 46 in Pfeilrichtung 45 hangabwärts wandert und hierbei die im gegenseitigen Abstand zueinander angeordneten Korbteile 2 durchsetzt. Das so gebildete Sperrbauwerk

wird deshalb die einzelnen Ströme des Gleitschnee oder Gleitsandes 45, bedingt durch die Auffächerung an den Längsstäben 5, in unterschiedliche Teilströme aufteilen und zusätzlich wird eine Querkomponente in Pfeilrichtung 51 in Richtung auf die Hangoberfläche entstehen, weil die schräg nach unten gerichteten Längsstäbe das Material teilweise auch in Pfeilrichtung 51 umlenken. Daher kommt es zu einer von unten nach oben gehenden und zunehmend sich verfestigenden Auffüllung des Innenraums der jeweiligen Korbteile 2 und auch zusätzlich noch zu einer Bremswirkung auf den hangabwärts gehenden Materialstrom 46, weil dieser teilweise gegen die Hangoberfläche gerichtet wird.

Es wird sich also bevorzugt im Fußbereich der Korbteile 2 ablagern und auch den Innenraum im Fußbereich bevorzugt komprimiert auffüllen.

Durch die zunehmende Auffüllaktion der Korbteile 2 durch den hangabwärts gleitenden Materialstrom 46 wird die Abweiswirkung der Korbteile 2 immer mehr verbessert und verstärkt. Es kommt also mit zunehmender Auffüllung der Korbteile 2 im Innenraum zu einer noch sich verstärkenden Abweiswirkung.

Gleiches gilt im übrigen auch für einen Windangriff bei einem Sperrbauwerk 35 gemäss Figur 59. Dort wird angenommen, dass ein Windangriff 47 von der Luvseite auf das Sperrbauwerk 35 erfolgt, und die Windströme werden an den einzelnen schräg verlaufenden Längsstäben 5 in den Verwehungsrichtungen 48 aufgeteilt und aufgesplittet. Es kommt damit zu einer Umlenkung des herandrängenden Materialstromes 46 an den schräg verlaufenden Längsstäben 5, so dass sich der Innenraum des Korbteils 2 nachfolgend vollsetzt und sich der übrige Teil des Materialstroms als Ablagerung 50 auf der Leeseite 49 des Sperrbauwerks 35 ablagert.

Damit ist die genannte Sperrvorrichtung auch gut für die Verhinderung von Triebschneeansammlungen oder für die Verhinderung von Sandverwehungen geeignet.

Zeichnunqs-Leαende

Sperrvorrichtung 33 Zusatzelement

Korbteil a,b,c 34 Stromaufladung

Ankerplatte a,b,c,e,f,g 35 Sperrbauwerk a

Verankerungsteil 36 Verbindungsstab

Längsstab 5a 37 Gitterelement

Querstab 38 Abspannelement

Verbindungsstelle 39 Sichtachse

Aufnahmeraum 40 Abweisrichtung

Durchgangsöffnung a,b,c,d 41 Lebewesen

Verbindungsschraube 42 Fahrzeug

Konusspitze 43 Meeresboden

Wölbung 44 Wellenbewegung

Erdanker 45 Pfeilrichtung 45'

Hohlraum 46 Gleitschnee- oder Gleitsand

öffnung 47 Windangriff

Längsachse 48 Verwehungsrichtung

Drehelement 49 Leeseite

Pfeilrichtung 50 Ablagerung

Kreuzbohrung 51 Pfeilrichtung

Pfeilrichtung

Pfeilrichtung

Gewinde

Verrippung

Längsprofil

Querprofil

Widerhaken

Pfeilrichtung

Abspannung

Halteöse

Gitterteil

Querverbinder

Verbindungsfläche