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Title:
MEDIA HOSE AND USE OF A MEDIA HOSE TO MONITOR A MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/177101
Kind Code:
A1
Abstract:
The media hose (2) serves for use at high temperatures and high pressures in particular in internal combustion engines, especially for measuring and monitoring a fluid inside the internal combustion engine. For this purpose, the media hose (2) comprises an inner cavity (6), which is surrounded by a flat wire coil (4), which is in turn surrounded by a braid (8), which is enclosed by an outer jacket (10). The structure consisting of flat wire coil (4), braid (8) and outer jacket (10) is bendable and resistant to buckling, resists temperatures of over 150° and is resistant to oils, lubricants and propellants. Moreover, the structure is configured for a bursting pressure in excess of 10 bar.

Inventors:
NEUBERT STEFAN (DE)
RUDORF UWE (DE)
Application Number:
EP2015/060915
Publication Date:
November 26, 2015
Filing Date:
May 18, 2015
Export Citation:
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Assignee:
LEONI KABEL HOLDING GMBH (DE)
International Classes:
B32B7/02; B32B1/08; B32B27/12; B32B27/30; F16L11/00; F16L11/08; F16L11/12
Domestic Patent References:
WO2011146813A22011-11-24
Foreign References:
US20080236696A12008-10-02
Attorney, Agent or Firm:
FDST PATENTANWÄLTE FREIER DÉRR STAMMLER TSCHIWITZ PARTNERSCHAFT MBB (DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Medienschlauch (2) zur Verwendung bei hohen Temperaturen und hohen Drücken insbesondere bei Verbrennungsmotoren, speziell zur Messung und Überwachung eines Fluids innerhalb des Verbrennungsmotors, umfassend einen Innenhohlraum (6), welcher von einer Flachdrahtwendel (4) umgeben ist, wobei die Flachdrahtwendel (4) von einem Geflecht (8) umgeben ist, welches von einem Außenmantel (10) umhüllt ist, wobei der Aufbau aus Flachdrahtwendel (4), Geflecht (8) und Außenmantel (10) biegeflexibel und knickfest, temperaturbeständig bis über 150°C, medienbeständig gegenüber Öl-, Schmier- und Treibstoffen ist sowie für einen Berstdruck größer 10bar ausgelegt ist.

2. Medienschlauch (2) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem der Aufbau einen Schlauchdurchmesser (D4) aufweist, der im Bereich von 5mm bis 50mm und insbesondere im Bereich kleiner 20mm liegt.

3. Medienschlauch (2) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem die

Flachdrahtwendel (4) eine Dicke (d1 ) im Bereich von etwa 1 mm aufweist.

4. Medienschlauch (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Flachdrahtwendel (4) eine Schlaglänge aufweist, die im Bereich vom 1 bis 3-fachen einer Breite (b) der Flachdrahtwendel (4) und insbesondere beim 1 ,5-fachen der Breite (b) liegt.

5. Medienschlauch (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Flachdrahtwendel (4) als eine zumindest nahezu geschlossene Wendel ausgebildet ist.

6. Medienschlauch (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Geflecht (8) ein Glasseidengeflecht ist.

7. Medienschlauch (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Außenmantel (10) als Mantelmaterial einen Fluorkunststoff aufweist.

8. Medienschlauch (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Mantelmaterial des Außenmantels (10) ausgewählt ist aus FEP, PFA und MFA.

9. Medienschlauch (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Mantelmaterial des Außenmantels (10) aus PTFE besteht.

10. Medienschlauch (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Außenmantel (10) gesintert ist.

1 1 . Medienschlauch (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Außenmantel (10) für den Berstdruck ausgelegt ist.

12. Medienschlauch (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Außenmantel (10) eine Mantelwandstärke (d) im Bereich von größer 0,5mm bis 3 mm aufweist.

13. Medienschlauch (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem im Innenhohlraum (6) ein Funktionselement (14) verlegt ist.

14. Medienschlauch (2) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem es sich bei dem Funktionselement (14) um eine Ader, ein Kabel oder eine Lichtwellenleitung und insbesondere um eine Sensor- oder Datenleitung handelt.

15. Verwendung des Medienschlauchs (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum Überwachen einer Maschine, insbesondere eines Verbrennungsmotors, bei dem über den Medienschlauch (2) eine Verbindung zu einem Innenraum der Maschine zur Überprüfung des Zustands eines im Innenraum befindlichen Fluids besteht.

16. Verwendung nach dem vorhergehenden Anspruch zur Überwachung eines Abgases oder zur Überwachung eines Verbrennungsraums.

Description:
Beschreibung

Medienschlauch sowie Verwendung eines Medienschlauchs zum Überwachen einer Maschine

Die Erfindung betrifft einen Medienschlauch sowie dessen Verwendung zur Überwachung einer Maschine, insbesondere eines Verbrennungsmotors.

Der Zustand von Maschinen wird teilweise auch über den Zustand von Betriebsoder Arbeitsfluiden der Maschine überprüft. Hierzu werden sogenannte Medienschläuche eingesetzt, über die eine Verbindung zu dem zu überprüfenden Fluid hergestellt wird. Bei dem Medienschlauch handelt es sich daher insoweit um eine Art Sensorschlauch. Dieser wird beispielsweise zur Überprüfung eines Betriebsdruckes etc. herangezogen.

Dabei besteht häufig das Problem, dass derartige Medienschläuche in hoch beanspruchten Umgebungen eingesetzt werden. So werden diese beispielsweise auch im Bereich von Verbrennungsmotoren, insbesondere von stationären oder quasi stationären Großmotoren beispielsweise für Marineanwendungen (Schiffsmotoren) oder auch für Anwendungen zur Energieerzeugung etc. eingesetzt. Aufgrund der Nähe zum Verbrennungsbereich sind die Medienschläuche häufig erhöhten Temperaturen ausgesetzt, sowohl von außen durch die Abstrahlung des Verbrennungsraums als auch durch die zu messenden oder abzuleitenden Fluide (Gase) selbst. Diese Temperaturen liegen dabei beispielsweise bei 200° oder darüber.

Darüber hinaus müssen derartige Medienschläuche auch medienbeständig insbesondere gegenüber Ölen, Schmier- und Treibstoffen sein. Aufgrund der hohen zu messenden Drücke, beispielsweise des Abgasdrucks, müssen sie darüber hinaus auch für hohe Betriebs- und Berstdrücke ausgebildet sein. Typischerweise wird durch Normen oder Klassifizierungen dabei ein bestimmtes Verhältnis von Betriebs- und Berstdruck gefordert.

Aus der US 2008/0236696A1 ist ein hitzebeständiger Sensorschlauch zu entnehmen, welcher beispielsweise bei Dieselmotoren als Sensorschlauch für einen Partikelfilter eingesetzt wird. Dieser Sensorschlauch weist einen mehrlagigen Aufbau auf bestehend aus einem Innenschlauch und einem Außenschlauch, jeweils aus einem vernetzten Polymer, sowie einem dazwischen angeordnetem Geflecht.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen für ein derartiges Einsatzgebiet geeigneten Medienschlauch anzugeben.

Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch einen Medienschlauch mit den Merkmalen des Anspruchs 1 . Der Medienschlauch ist hierbei zur Verwendung bei hohen Temperaturen und hohen Drücken und insbesondere zur Verwendung bei Verbrennungsmotoren ausgebildet und speziell zur Messung und Überwachung von Medien innerhalb des Verbrennungsmotors. Der Medienschlauch weist als ein Tragelement eine Flachdrahtwendel auf, welche einen Innenhohlraum begrenzt, welcher im Einsatz mit dem Fluid angefüllt ist. Unter einer Flachdrahtwendel wird hierbei eine Wendel aus einem Stahlband verstanden, welches vorzugsweise zumindest nahezu auf Stoß gewickelt ist, so dass also durch die Flachdrahtwendel ein zumindest weitgehend geschlossener Mantel geschaffen ist. Die Flachdrahtwendel ist schließlich von einem insbesondere geschlossenen Geflecht umgeben, welches wiederum von einem Außenmantel umhüllt ist. Der gesamte Aufbau aus Flachdrahtwendel, Geflecht und Außenmantel ist insgesamt biegeflexibel und gleichzeitig knickfest sowie weiterhin temperaturbeständig bis über 150°C, bevorzugt über 200°C und insbesondere bis zu 260°C. Darüber hinaus ist der Aufbau für einen Berstdruck größer 10 bar ausgelegt. Schließlich ist der Aufbau auch medienbeständig gegenüber Ölen, Schmierstoffen und/ oder Treibstoffen. Der Medienschlauch ist daher insbesondere nach Art eines Sensorschlauches ausgebildet mit einem Innenhohlraum, welcher im Betrieb mit einem Fluid gefüllt ist. Dieses Fluid wird insbesondere mittels eines Sensors überwacht.

Die Eigenschaft der Biegeflexibilität bei gleichzeitiger Knickfestigkeit wird insbesondere durch die Flachdrahtwendel erreicht. Durch die zumindest weitgehend geschlossene Flachdrahtwendel stützen sich einzelne Wendelabschnitte bei einer Biegung aneinander ab, so dass ein weiteres Biegen unterbunden ist und quasi durch das wechselseitige Abstützen ein inhärenter Knickschutz ausgebildet ist. Der Abstand zwischen zwei in Längsrichtung aufeinanderfolgenden Wicklungsabschnitten ist daher ausreichend klein bemessen, so dass ein minimaler Biegeradius nicht unterschritten wir, d.h. bei Erreichen eines minimalen Biegeradius, für den der Medienschlauch ausgelegt ist, stützen sich benachbarte Wicklungsabschnitte aneinander ab.

Die Temperaturbeständigkeit wird durch eine geeignete Materialauswahl insbesondere für den Außenmantel erreicht, welcher vorzugsweise als ein Kunststoffmantel bestehend aus hoch temperaturbeständigem Kunststoff ausgebildet ist.

Die innen liegende Flachdrahtwendel ist weiterhin auch verantwortlich für die Widerstandsfähigkeit gegenüber hohen Betriebsdrücken, wodurch auch der hohe Berstdruck gewährleistet ist. Parallel hierzu ist jedoch auch der Außenmantel im Hinblick auf die gewählte Mantelwandstärke und in Abhängigkeit des verwendeten Mantelmaterials derart ausgebildet, dass er hohen Drücken standhält.

Durch das Geflecht als unmittelbare Zwischenlage zwischen Flachdrahtwendel und Außenmantel ist eine Entkopplung zwischen diesen beiden Elementen erreicht, welche sich vorteilhaft auf die gewünschte Biegeflexibilität auswirkt. Aufgrund des Geflechts sind die innere Flachdrahtwendel und der Außenmantel relativ zueinander verschieblich. Die geschlossene Ausgestaltung des Geflechts verhindert insbesondere, dass beim Ausbilden des Außenmantels Mantelmaterial durch das Geflecht in die Zwischenräume der Flachdrahtwendel eindringt. Ein derartiges Eindringen wäre für die gewünschte Biegeflexibilität nachteilig. Weiter- hin dient das geschlossene Geflecht zur vorteilhaften Abdichtung von bei einer Biegung eventuell zwischen einzelnen Wendelsteigungen auftretenden Lücken. Dadurch ist also der Außenmantel zuverlässig auch von den im Innenhohlraum herrschenden Drücken zumindest etwas entlastet. Unter einem geschlossenen Geflecht wird ein Geflecht ohne Lücken verstanden, das Geflecht weist also eine Überdeckung von zumindest nahezu 100% auf bsp. von 90%, vorzugsweise von 95% und insbesondere von mehr als 98%.

Die Medienbeständigkeit ist schließlich durch geeignete Materialwahl insbesondere des Außenmantels gewährleistet. Das Material des Außenmantels ist also derart beschaffen, dass es durch Öle, Schmiermittel und Treibstoffe nicht angegriffen wird.

Unter biegeflexibel wird hierbei verstanden, dass der Medienschlauch ein Biege- Elastizitätsmodul von < 1 .700 MPa aufweist. Die Bestimmung dieses Biege- Elastizitätsmoduls erfolgt dabei in Anlehnung an die Definition gemäß ISO

178:2002 mittels einer 3-Punkt-Biegeprüfung, bei der ein Prüfdorn mit einer definierten Geschwindigkeit gegen den Medienschlauch verfahren wird, so dass eine Ausbiegung stattfindet. Aus der hierfür erforderlichen Kraft wird das Elastizitätsmodul bestimmt. Das Elastizitätsmodul von < 1 .700 MPa gilt dabei insbesondere für Medienschläuche mit einem Außendurchmesser von 8 mm.

Unter Temperaturbeständig wird allgemein die Beständigkeit des Medienschlauchs bei einer eine Dauerbetriebstemperatur von z. B. 150°C verstanden und zwar über eine angenommene Betriebszeit von typischerweise beispielsweise 20.000 Stunden. Über diese angenommene Betriebszeit dürfen sich die physikalischen Eigenschaften, wie beispielsweise Zugfestigkeit und Dehnung sowie auch die elektrischen Eigenschaften nicht über einen vorgegebenen Grenzwert und lediglich von einigen, insbesondere 5 Prozent ändern.

Unter Medienbeständigkeit wird verstanden, dass - in Anlehnung an ISO

14752:2007 - nach einer Einlagerung in Standardöle, wie z. B. IRM 902 und IRM 903 über einen vorgegebenen Zeitraum und bei definierter Temperatur, beispiels- weise über 72 Stunden bei 23°C, der Außendurchmesser des Medienschlauchs sich nicht über eine maximal zulässige Grenze ändert und auch nicht das Medium unzulässig aufnimmt. Die Änderung des Außendurchmessers liegt dabei insbesondere < 5%.

Unter Berstdruck wird schließlich der Druck verstanden, bei dem der Medienschlauch seine Funktionsfähigkeit verliert und nicht mehr dicht ist. Der Berstdruck liegt dabei typischerweise bei einem Vielfachen des Betriebsdruckes.

Zweckdienlicherweise weist der Aufbau bestehend aus Flachdrahtwendel Geflecht und Außenmantel dabei einen Schlauchdurchmesser auf, der im Bereich von lediglich 5mm bis 50mm und insbesondere im Bereich von kleiner 20mm liegt. Ein derartiger Medienschlauch ist daher nach Art eines Messschlauches ausgebildet, über den nur vergleichsweise geringe Fluidmengen strömen. Durch den Knickschutz ist jedoch gleichzeitig gewährleistet, dass eine Volumenübertragungsleistung, für die der Medienschlauch ausgelegt ist, nicht durch ein Abknicken in unzulässiger Weise reduziert wird.

In bevorzugter Ausgestaltung erlaubt der gesamte Aufbau vergleichsweise geringe Biegeradien, so dass der Medienschlauch insgesamt knickfrei auch auf engsten Bauräumen verlegt werden kann. Dabei erlaubt der Aufbau Biegeradien, die lediglich im Bereich des 5- bis 10-Fachen des Schlauchdurchmessers liegen.

Zweckdienlicherweise hat die Flachdrahtwendel eine Dicke im Bereich von etwa 1 mm. Weiterhin weist die Flachdrahtwendel eine Breite auf, die beispielsweise beim 1 ,5- bis 3-Fachen ihrer Dicke liegt. Unter Breite der Flachdrahtwendel wird dabei jeweils die Breite des für die Flachdrahtwendel verwendeten Stahlbandes verstanden.

Die Flachdrahtwendel weist darüber hinaus vorzugsweise eine Schlaglänge auf, die lediglich im Bereich vom 1 bis 3-Fachen und insbesondere bei etwa dem 1 ,5- Fachen ihrer Breite liegt. Unter Schlaglänge wird dabei die axiale Länge verstanden, die die Flachdrahtwendel für eine 360°-Umdrehung um den Innenhohlraum benötigt. Die Flachdrahtwendel ist daher sehr steil bezüglich einer Längsorientierung angeordnet. Dies ist günstig für den gewünschten engen Biegeradius.

Die Flachdrahtwendel besteht aus Stahl, insbesondere aus Edelstahl. Damit ist eine hohe Medienbeständigkeit gegenüber den Fluiden im Inneren des Medienschlauches gewährleistet.

Die Flachdrahtwendel ist bevorzugt als eine zumindest nahezu geschlossene Wendel ausgebildet, d.h. ihre einzelnen Wicklungsabschnitte liegen jeweils zumindest nahezu unmittelbar auf Stoß aneinander an. Allenfalls geringe Abstände in Längsrichtung des Schlauches sind zwischen benachbarten Wicklungsabschnitten ausgebildet, die beispielsweise kleiner 10% der Breite der Flachdrahtwendel sind. Insbesondere liegen die Abstände bei kleiner 1 ,5mm und vorzugsweise bei oder kleiner 1 mm.

Bei dem Geflecht handelt es sich in bevorzugter Ausgestaltung um ein Glasseidengeflecht. Ein solches ist zum einen medienbeständig und zum anderen temperaturbeständig. Alternativ zu einem Glasseidengeflecht kann auch ein Geflecht oder eine Umwicklung aus einem Polyestergarn, aus einer Keramik, einem anderen anorganischen Material oder ein PTFE- oder Glasseidenband eingesetzt werden.

Ein solches Glasseidengeflecht ist besonders dicht herstellbar. Darüber hinaus ist über das Glasseidengeflecht eine gute Entkopplung zwischen der Flachdrahtwendel und dem Außenmantel gegeben.

Bei dem Außenmantel handelt es sich vorzugsweise um einen Außenmantel aus einem hoch temperaturbeständigen sowie medienbeständigen Kunststoff. Das Mantelmaterial weist dabei insbesondere einen Fluorkunststoff auf und besteht insbesondere aus einem solchen. Derartige Fluorkunststoffe zeichnen sich durch die hier erforderliche gute Medienbeständigkeit und hohe Hitzebeständigkeit aus. Zweckdienlicherweise ist das Mantelmaterial hierbei ausgewählt aus FEP (Fluore- thylenpropylen), PFA (Perfluoralcoxy) oder MFA (Tetrafluorethylen Perfluorme- thylvinylether). Diese Kunststoffmaterialien haben sich als besonders geeignet herausgestellt für das vorgesehene Anwendungsgebiet. Sie weisen jeweils eine Temperaturbeständigkeit von größer 200°C auf und zeigen eine gute Medienbeständigkeit.

Insbesondere besteht dabei das Mantelmaterial aus PTFE (Polytetrafluorethylen). Dieses zeigt eine besonders hohe Temperaturbeständigkeit und eine sehr gute Medienbeständigkeit.

Der Außenmantel ist dabei wahlweise durch Extrusion oder auch durch Umwicklung ausgebildet. Dabei ist er wahlweise einlagig oder auch mehrlagig ausgebildet. Je nach verwendetem Material wird der Außenmantel nach dem Aufbringen des Kunststoffmaterials noch gesintert, um die gewünschten Eigenschaften auszubilden. Dies erfolgt insbesondere beim PTFE.

Ein Außenmantel aus gesintertem PTFE weist insgesamt eine Temperaturbeständigkeit bis 260°C auf. Daneben zeichnet sich gesintertes PTFE auch durch eine hohe mechanische Festigkeit aus. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass PTFE nicht schmilzt. Dadurch erweicht der Außenmantel auch bei hohen Temperaturen oder kurzfristigen Übertemperaturen nicht und behält seine guten Eigenschaften.

In zweckdienlicher Ausgestaltung ist der Außenmantel insgesamt für den Berstdruck ausgelegt, für den der gesamte Medienschlauch auch ausgelegt ist. Dieser liegt vorzugsweise bei größer 10 bar. Allgemein ist der Medienschlauch typischerweise für einen Betriebsdruck von mehreren bar, beispielsweise von zumindest 3 bar ausgebildet. Der Außenmantel ist allgemein als ein druckbeständiger

Schlauch ausgebildet, welcher bereits für den geforderten Betriebsdruck z.B. von zumindest 3 bar und speziell auch für den Berstdruck ausgebildet ist. Um diesen hohen Drücken standzuhalten weist der Außenmantel vorzugsweise eine Mantelwandstärke im Bereich von größer 0,5mm, insbesondere im Bereich von größer 0,7mm auf. Die maximale Mantelwandstärke liegt typischerweise im Bereich bis 3mm. Die Mantelwandstärke hängt dabei von den jeweiligen Anforderungen insbesondere an den Betriebs- und Berstdruck sowie vom verwendeten Material ab.

In bevorzugter Weiterbildung ist weiterhin im Innenhohlraum ein Funktionselement verlegt. Bei diesem handelt es sich beispielsweise um ein elektrisches Funktionselement, insbesondere um eine Ader oder um ein optisches Funktionselement, insbesondere eine Lichtwellenleitung. Grundsätzlich kann das Funktionselement auch als Kabel bestehend aus mehreren Einzelkomponenten (optisch /elektrisch) ausgebildet sein. Insbesondere handelt es sich bei dem Funktionselement um eine Sensor- oder Datenleitung.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß weiterhin gelöst durch die Verwendung eines solchen Medienschlauchs mit den Merkmalen des Anspruchs 15. Der Medienschlauch wird dabei insbesondere in hoch beanspruchten Bereichen zur Überwachung einer Maschine, insbesondere eines Verbrennungsmotors, eingesetzt, und zwar zur Überwachung von Fluiden des Verbrennungsmotors, speziell zur Überwachung eines Abgases oder auch zur Überwachung eines Verbrennungsraums des Motors. Unter Verbrennungsmotor wird insbesondere ein (quasi) stationärer Großmotor, insbesondere Dieselmotor, verstanden, wie er beispielsweise zur Energieerzeugung oder als Schiffsmotor eingesetzt wird. Derartige (quasi-) stationäre Verbrennungsmotoren weisen typischerweise eine Leistung von mehreren hundert Kilowatt (z.B. größer 500 KW) und insbesondere von mehreren Megawatt auf.

Der Medienschlauch ist allgemein im Betrieb an einem Fluidraum einer Maschine, insbesondere eines Verbrennungsmotors angeschlossen. Hierzu wird er mit seinem einen Ende beispielsweise im Bereich einer Abgasleitung oder auch unmittelbar am Motor zur Herstellung einer Verbindung mit dem Verbrennungsraum des Motors angeschlossen. Er dient zur Überwachung oder Messung der im Fluidraum (z.B. Verbrennungsraum oder Abgasraum) enthaltenen Fluide bzw. auch des Verbrennungsprozesses als solchen. Mit seinem anderen Ende ist der Medienschlauch an einer Sensorvorrichtung angeschlossen, die insbesondere Eigenschaften des im Medianschlauch und / oder im Fluidraum geführten oder enthaltenen Fluids misst. Diese Eigenschaften sind insbesondere die Temperatur und / oder der Druck und/oder die chemische Zusammensetzung bzw. das Vorhandensein von bestimmten Komponenten z.B. im Abgas.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert. Darin zeigen jeweils in vereinfachter Darstellung:

Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Medienschlauch sowie

Fig. 2 eine ausschnittsweise Seitenansicht des Medienschlauchs.

Der in den Figuren dargestellte Medienschlauch 2 umfasst eine als innere Trägerstruktur ausgebildete Flachdrahtwendel 4, welche einen Innenhohlraum 6 umgibt. Die Flachdrahtwendel 4 wiederum ist von einem Geflecht 8, insbesondere Glasseidengeflecht, umgeben. Dieses Geflecht 8 ist schließlich von einem Kunststoff- Außenmantel 10 umgeben. Die Flachdrahtwendel 4, das Geflecht 8 sowie der Außenmantel 10 bilden einen (Mantel-)Aufbau des Medienschlauches 2. Weitere Elemente weist der Aufbau vorzugsweise nicht auf.

Die Flachdrahtwendel 4 besteht im Ausführungsbeispiel aus einem Stahlband aus Edelstahl, welches wendeiförmig gewickelt ist. Das Stahlband weist eine in etwa rechteckförmige Querschnittsfläche mit einer Breite b auf, die im Bereich zwischen 3 und 8 mm und insbesondere bei etwa 5 mm liegt (vgl. Fig. 2). Weiterhin weist das Stahlband eine Dicke d1 auf, die im Bereich zwischen 0,6 und 1 ,3mm und im Ausführungsbeispiel bei 1 mm liegt. Die Schlaglänge der gesamten Flachdrahtwendel 4 liegt im Bereich des 1 bis 3-Fachen der Breite b des Stahlbandes und insbesondere im Bereich von 1 bis 2 mm. Die Wendelsteigung ist daher sehr steil. Die Schlaglänge definiert dabei die axiale Länge in Längsrichtung des Medienschlauches, die das Stahlband für eine 360° Umdrehung benötigt. Wie insbesondere aus der Fig. 2 zu entnehmen ist, weisen die einzelnen Windungen der Flachdrahtwendel 4 in Längsrichtung nur einen geringen Abstand zueinander auf, so dass ein nahezu geschlossener Mantel durch die Flachdrahtwendel 4 gebildet ist. Der Abstand liegt dabei maximal etwa im Bereich der Dicke d1 und im Ausführungsbeispiel bei etwa 1 mm.

Die Flachdrahtwendel 4 definiert einen Innendurchmesser D1 , der beispielsweise zwischen 3 bis 8 mm und im Ausführungsbeispiel bei 5mm liegt. Die Flachdrahtwendel 4 weist daher einen Außendurchmesser von im Ausführungsbeispiel etwa 6mm auf, welcher zugleich den Innendurchmesser des Geflechts 8 definiert. Das Geflecht 8 wiederum weist eine Stärke im Bereich von beispielsweise 0,3 bis 0,5mm auf. Somit ergibt sich für den unmittelbar am Geflecht 8 anliegenden Außenmantel 10 im Ausführungsbeispiel ein Mantelinnendurchmesser D3 von etwa 7mm. Allgemein liegt dieser Mantelinnendurchmesser D3 beispielsweise im Bereich zwischen 5 und 10mm.

Der Außenmantel 10 selbst weist schließlich insgesamt eine Mantelwandstärke d2 im Bereich beispielsweise von 0,5 bis 3mm auf. Im Ausführungsbeispiel liegt die Mantelwandstärke d2 bei etwa 1 mm, so dass sich insgesamt ein gesamter Schlauchdurchmesser D4 des Medienschlauches 2 im Bereich von etwa 8mm ergibt.

Bei dem Außenmantel 10 handelt es sich im Ausführungsbeispiel um einen vorzugsweise extrudierten Außenmantel 10. Als Mantelmaterial wird hierbei insbesondere ein Fluorethylenpropylen (FEP) eingesetzt. Alternativ hierzu ist der Außenmantel 10 durch ein bebändertes und gesintertes PTFE gebildet. Anstelle einer Extrusion wird der Außenmantel durch eine Wicklung eines Bandes und späterer Sinterung ausgebildet.

Der hier beschriebene Aufbau bestehend aus Flachdrahtwendel 4, Geflecht 8 sowie Außenmantel 10 weist in vorteilhafter Ausgestaltung folgende Eigenschaften auf: - eine sehr hohe Biegeflexibilität bis hinunter auch zu kleinen Biegeradien im Bereich beispielsweise des 5- bis 10-Fachen des Schlauchdurchmessers D4,

- eine Knicksicherheit durch die Flachdrahtwendel 4 bis hinunter zu den kleinen Biegeradien,

- Begrenzung des Biegeradius durch die spezielle Ausgestaltung der Flachdrahtwendel 4,

- hohe Druckbeständigkeit gegenüber Innendrücken im Innenhohlraum 6,

- gute Medienbeständigkeit sowohl von innen als auch von außen gegenüber Ölen, Schmier- und Treibstoffen,

- belastbar mit Betriebsdrücken von mehreren bar, insbesondere von 1 bis 5 bar,

- ausgelegt für Berstdrücke im Bereich von größer 10 bar Überdruck,

- hohe Temperaturbeständigkeit von größer 150°, vorzugsweise von größer 200°. Bevorzugt weist der Medienschlauch dabei eine Temperaturbeständigkeit bis hin zu 260° auf.

Durch diesen speziellen Aufbau ist daher der Medienschlauch 2 zum Einsatz auch in hoch beanspruchten Bereichen beispielsweise eines Verbrennungsmotors zur Überwachung von Fluiden, insbesondere Gasen des Verbrennungsmotors selbst geeignet. Der Medienschlauch 2 ist im Betrieb daher vorzugsweise an einen Verbrennungsmotor angeschlossen, beispielsweise im Bereich einer Abgasleitung oder auch unmittelbar zur Herstellung einer Verbindung mit dem Verbrennungsraum des Motors direkt. Er dient zur Überwachung oder Messung der im Verbrennungsraum enthaltenen Fluide bzw. des Verbrennungsprozesses als solchen.

In der Figur ist weiterhin ein im Innenhohlraum 6 angeordnetes strangförmiges Funktionselement 14 dargestellt, welches beispielsweise als eine Sensor- oder Datenleitung ausgebildet ist. Das Funktionselement 14 ist beispielsweise eine elektrische Ader, ein Kabel mit mehreren Komponenten oder auch ein optischer Lichtwellenleiter. Das Funktionselement 14 liegt im Innenhohlraum 14 vorzugsweise lose ein, bevorzugt ohne dass es am (Mantel-) Aufbau befestigt ist. Es versteht sich, dass das Funktionselement 14 selbst auch eine hohe Temperaturbe- ständigkeit sowie eine hohe Medienbeständigkeit aufweisen muss, da dieses Funktionselement 14 dem im Innenhohlraum 6 befindlichen Fluid im Betrieb ausgesetzt ist.

Bezugszeichenliste

2 Medienschlauch

4 Flachdrahtwendel

6 Innenhohlraum

8 Geflecht

10 Außenmantel

14 Funktionselement

D1 Innendurchmesser

D3 Mantelinnendurchmesser

D4 Schlauchdurchmesser d1 Dicke Flachdrahtwendel d2 Mantelwandstärke b Breite Flachdrahtwendel