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Title:
MEDICAL GARMENT TOP
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/033442
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a medical garment top (10) having: a longitudinal direction or direction of wear (2) and a transverse or circumferential direction (4); a main part (12) with an upper end (50) and a lower end (52); an upper torso region (54) and a lower torso region (56); and especially sleeves adjoining the main part on both sides. The lower torso region (56) has an inner layer (62) and an outer layer (58), and both the inner layer (62) and the outer layer (58) have a free lower end (64, 66).

Inventors:
GROSSMANN, David (Flandernstr. 60, Esslingen, 73732, DE)
LEISTENSCHNEIDER, Denise (Konrad-von-Hageln-Str. 7, Bachhagel, 89429, DE)
KUHTZ, Henry (Osterholzstr. 37, Heidenheim, 89522, DE)
ENK, Jörg (Alfred-Delp-Weg 13, Heidenheim, 89520, DE)
LINKE, Markus (Kirchstr. 29, Gussenstadt, 89547, DE)
VEIT, Ramona (Tuttlinger Weg 2, Heidenheim, 89522, DE)
FICKER, Frank (Obertriebeler Str. 7A, Eichigt, 08626, DE)
ZIEGENTHALER, Martina (Werderstr. 6 RG, Nürnberg, 90489, DE)
LUFT, Alexandra (Ossecker Str. 76, Hof, 95030, DE)
THUY, Lismarie (Germersreuth 41, Sparneck, Sparneck, DE)
Application Number:
EP2017/070142
Publication Date:
February 22, 2018
Filing Date:
August 09, 2017
Export Citation:
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Assignee:
PAUL HARTMANN AG (Paul-Hartmann-Str. 12, Heidenheim, 89522, DE)
International Classes:
A41D13/12; A41D27/10
Domestic Patent References:
WO2010142382A22010-12-16
Foreign References:
US3803640A1974-04-16
US3609767A1971-10-05
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
DECKER, Gabriele et al. (PAUL HARTMANN AG, Patents & Licensing CEO-PLPaul-Hartmann-Str. 12, Heidenheim, 89522, DE)
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Claims:
1

Patentansprüche

1 . Medizinisches Bekleidungsoberteil (10) mit einer Längs- bzw. Tragerichtung (2) und einer Quer- bzw. Umfangsrichtung (4) und mit einem Hauptteil (12) mit einem oberen Ende (50) und einem unteren Ende (52), mit einem oberen Rumpfbereich (54) und einem unteren Rumpfbereich (56), und insbesondere mit beidseits an den Hauptteil anschließenden Ärmeln, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Rumpfbereich (56) eine innere Lage (62) und eine äußere Lage (58) aufweist, und wobei sowohl die innere Lage (62) als auch die äußere Lage (58) ein freies unteres Ende (64, 66) aufweisen.

2. Medizinisches Bekleidungsoberteil (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die innere Lage (62) an einer Innenseite (60) der äußeren Lage (58) angefügt ist, insbesondere entlang einer Fixierlinie (70), insbesondere mittels einer Naht und/oder Ultraschalllinie und/oder Kleber angefügt ist.

3. Medizinisches Bekleidungsoberteil (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass die Fixierlinie (70) im Bereich eines oberen Endes (68) der inneren Lage (58), insbesondere vollumfänglich entlang eines oberen Endes (68) der inneren Lage (62) angeordnet ist.

4. Medizinisches Bekleidungsoberteil (10) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch

gekennzeichnet, dass die innere Lage (62) und die äußere Lage (58) unterhalb der Anfügung, entlang insbesondere einer Fixierlinie (70) im Übrigen gänzlich ohne weitere Fixierung aneinander ausgebildet sind.

5. Medizinisches Bekleidungsoberteil (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Lage (62) und die äußere Lage (58) zumindest über eine Längserstreckung von 10 cm, insbesondere zumindest 15 cm, insbesondere zumindest 20 cm, insbesondere zumindest 25 cm ausgehend von dem unteren Ende (66, 64) der inneren und/oder äußeren Läge vollumfänglich aneinander unfixiert verbleiben.

6. Medizinisches Bekleidungsoberteil (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das freie untere Ende (66) der inneren Lage (62) sich in Längsrichtung (2) über das freie untere Ende (64) der äußeren Lage (58)

hinauserstreckt.

7. Medizinisches Bekleidungsoberteil (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Lage (62) und die äußere Lage (58) sich in einer Eigenschaft unterscheiden, dabei mit der Eigenschaft entnommen aus der Gruppe umfassend Flächengewicht des Materials, Materialart, insbesondere

Vliesmaterial, chemische Zusammensetzung des Vliesmaterials, die Art des

Vliesmaterials, die Ausstattung des Materials, insbesondere hydrophile und/oder hydrophobe Ausstattung des Vliesmaterials, Reißfestigkeit des Vliesmaterials oder Farbe, insbesondere Farbe des Vliesmaterials.

8. Medizinisches Bekleidungsoberteil (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest am freien unteren Ende (66) der inneren Lage (62) eine im Vergleich zum freien unteren Ende (64) der äußeren Lage (58) erkennbare Markierung vorhanden ist, insbesondere dass die Markierung durch eine im Vergleich zum freien unteren Ende (64) der äußeren Lage (58) unterschiedliche Farbe ausgebildet ist.

9. Medizinisches Bekleidungsoberteil (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Bereitstellung des medizinischen

Bekleidungsoberteils herstellerseitig eine Faltung (72) eingebracht ist, derart, dass die äußere Lage (58) in Längsrichtung (2) auf das obere Ende (50), dabei insbesondere entlang der Fixierlinie (70), auf eine äußere Sichtseite (74) des Hauptteils (12) zurückgefaltet ist.

10. Medizinisches Bekleidungsoberteil (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptteil (12) in der Umfangsrichtung (4) geschlossen ist.

1 1 . Medizinisches Bekleidungsoberteil (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um ein wegwerfbares Bekleidungsoberteil handelt, und insbesondere Vliesmaterial umfasst.

12. Eine Anordnung (300) umfassend ein medizinisches Bekleidungsoberteil (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 -1 1 und ein medizinisches Bekleidungsunterteil (200) mit einem Rumpfteil (202) und daran anschließenden zwei Hosenbeinen (204). 3

13. Eine Anordnung (300) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das

medizinische Bekleidungsunterteil (200) ein wegwerfbares Bekleidungsoberteil ist, und insbesondere Vliesmaterial umfasst.

Eine Anordnung (300) nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das medizinische Bekleidungsoberteil (10) eine erste Markierung (502) und das

medizinische Bekleidungsunterteil (200) eine zweite Markierung (504) aufweist, wobei die erste Markierung (502) und die zweite Markierung (504) einem Benutzer eine Information vermitteln, die die Zusammengehörigkeit oder das Zusammenwirken des medizinischen Bekleidungsoberteils und des medizinischen Bekleidungsunterteils als Kombination beim Tragen des medizinischen Bekleidungsoberteils und des medizinischen Bekleidungsunterteils betreffen.

15. Eine Anordnung (300) nach einem der Ansprüche 12 - 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung als ein medizinisches Bekleidungsset ausgeführt ist, wobei insbesondere das zumindest eine medizinische Bekleidungsoberteil (10) und das zumindest eine medizinische Bekleidungsunterteil (200) innerhalb einer Einheit, insbesondere innerhalb einer Verpackungseinheit, wie einem Beutel oder einer Flachmaterialhülle oder einem Karton oder einer Banderole oder einer Tiefziehpackung angeordnet sind.

Description:
Titel: Medizinisches Bekleidungsoberteil

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein medizinisches Bekleidungsoberteil mit einer Längsbzw. Tragerichtung und einer Quer- bzw. Umfangsrichtung und mit einem Hauptteil mit einem oberen Ende und einem unteren Ende, mit einem oberen Rumpfbereich und einem unteren Rumpfbereich. Insbesondere sind beidseits an den Hauptteil anschließende Ärmel vorgesehen.

Medizinische Bekleidungsoberteile im erfindungsgemäße Sinne weisen viele

Einsatzmöglichkeiten im gesamten medizinischen Bereich auf, wie beispielsweise als

Bekleidungsstück für den Arzt oder für andere Beschäftige im medizinischen Bereich, wie das Pflegepersonal oder Stationspersonal, und zwar während der Visite, medizinischen Untersuchungen, einer Operation, der Pflege von stationären Patienten oder auch für den Aufenthalt im Reinraum.

Medizinische Bekleidungsoberteile werden im Wesentlichen zur Einhaltung der

Anforderungen an die Hygiene bzw. Sterilität gegenüber dem Patienten eingesetzt als auch zum Schutz des Trägers, insbesondere vor Flüssigkeiten oder Mikroorganismen, die während einer Untersuchung, einer Behandlung oder allgemein bei einem Umgang mit Patienten oder im medizinischen Umfeld anfallen können.

Medizinische Bekleidungsoberteile weisen herkömmlich im unteren Rumpfbereich nur eine einzelne Lage mit einem ungebundenen Ende auf. Im Tragezustand des medizinischen Bekleidungsoberteils, in Kombination mit einem Bekleidungsunterteil, wie ein hosenartiges Bekleidungsunterteil, wird zur Sicherstellung einer gegenüber dem Patienten oder dem medizinischen Umfeld gesamthaft geschlossenen Schutzkleidung das medizinische Bekleidungsoberteil, insbesondere entlang des unteren Rumpfbereichs in die Bundöffnung der Hose verbracht, so dass der Bundöffnungsbereich der Hose außen, über der

Rumpföffnung des Bekleidungsoberteils zu liegen kommt. In nachteiliger weise werden hierdurch Fältelungen des Bekleidungsoberteils und auch eine Unstetigkeit entlang der Bundöffnung der Hose generiert. Die Unstetigkeit kann eine Kontaminationssammelstelle darstellen. Durch die Fältelungen des Bekleidungsoberteils werden Kanäle generiert, die in das Innere der Hose führen. Unerwünschte Partikel und Flüssigkeiten können somit in das Innere der Hose gelangen. Zudem ist im Arbeitsalltag insbesondere der untere Rumpfbereich eines medizinischen Bekleidungsoberteils einer starken mechanischen Belastung ausgesetzt. Beispiele hierfür sind in den Reibungen bei Arbeiten am OP-Tisch oder am Bett eines Patienten, so beim Umlagern eines Patienten zu sehen. Auch durch das Tragen von schweren Metalltabletts oder gefüllten Instrumentenkörben werden Reibungs- und Scherkräfte auf die Materialien des unteren Rumpfbereiches ausgeübt.

Ausgehend von dem bekannten Stand der Technik liegt nun der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den vorstehend geschilderten Problemen zu begegnen. Diese Aufgabe wird gelöst durch ein medizinisches Bekleidungsoberteil mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Im Rahmen dieser Erfindung bezieht sich die„Längsrichtung bzw. Tragerichtung" auf die in Gebrauchslage des medizinischen Bekleidungsoberteils eingenommene Richtung, nämlich die Richtung einer Längsachse eines aufrecht stehenden Trägers. Die„Querrichtung" bzw. „Umfangsrichtung" ist die Richtung senkrecht zur Längsrichtung. Die Bezeichnung„oberes Ende" bzw.„unteres Ende" bezieht sich hierbei auf die Anordnung des medizinischen Bekleidungsoberteils in Gebrauchslage an einem aufrecht stehenden Träger. Beim„Medizinisches Bekleidungsoberteil" ist vorgesehen, im Tragezustand ausgehend vom oberen Ende vorzugsweise zumindest den Rumpfbereich des Trägers abzudecken, wie z.B. in der Ausführung eines Shirts oder ein Kasacks. Es sind jedoch auch längere Ausführungen wie z.B. in der Ausführung eines Kittels oder Mantels denkbar. Das medizinische

Bekleidungsoberteil kann hierbei einen in Umfangsrichtung vollständig geschlossenen Hauptteil oder auch einen in der Umfangrichtung offenen Hauptteil mit einer sich in

Längsrichtung teilweise oder vollständig erstreckenden Öffnung aufweisen. Diese sich in Längsrichtung erstreckende Öffnung kann in einer Vorderseite des medizinischen

Bekleidungsoberteils zwischen einem erstem und einem zweiten Vorderseitenteilelement gebildet sein, die in einen überlappenden Zustand zu einem geschlossenen Umfang zusammengeführt werden können. Das medizinische Bekleidungsoberteil weist in Längsrichtung eine Länge L1 auf. In der Längsrichtung weist das medizinische Bekleidungsoberteil ausgehend vom oberen Ende einen oberen Rumpfbereich und einen daran anschließenden unteren Rumpfbereich auf. Im Rahmen der Erfindung wird dem oberen Rumpfbereich und dem unteren Rumpfbereich jeweils die Hälfte der Länge L1 zugeordnet.

Das erfindungsgemäße medizinische Bekleidungsoberteil weist im unteren Rumpfbereich eine innere Lage und eine äußere Lage auf, wobei sowohl die innere Lage als auch die äußere Lage ein freies unteres Ende aufweisen.

Durch die erfindungsgemäße Bereitstellung von zumindest bereichsweise zwei Lagen am unteren Rumpfbereich wird ein verstärkter Bereich am medizinischen Bekleidungsoberteil bereitgestellt.

Dadurch, dass beide Lagen ein freies unteres Ende aufweisen, kann im Tragezustand des Bekleidungsoberteils mit einem Bekleidungsunterteil, die innere Lage vorteilhaft

körperzugewandt unterhalb der Bundöffnung eingebracht und innerhalb des

Bekleidungsunterteils angeordnet werden, während die äußere Lage außerhalb des

Bekleidungsunterteils belassen werden kann. Damit wird eine zwischen Träger und Umfeld geschlossene Außenseite geschaffen, wobei die Unstetigkeiten und Fältelungen der inneren Lage von der äußeren Lage überdeckt werden.

Zudem ermöglicht diese Doppellagigkeit auch eine Verbesserung im Übergangsbereich zwischen Bekleidungsoberteil und Bekleidungsunterteil. Durch die Möglichkeit einer Lateralbewegung zwischen der inneren und der äußeren Lage werden selbst bei einem Verrutschen der Anordnung der inneren Lage des Bekleidungsoberteils innerhalb des Bekleidungsunterteils noch keine unbedeckten Bereiche des Trägers freigelegt. Vorteilhaft ist hier auch, dass durch die doppelte Lagenanordnung im unteren Rumpfbereich eine gewisse Wärmeisolation für den Träger geschaffen wird, was vor allem für Träger mit kälteempfindlichen Zonen im Bereich der Nieren oder im hinteren unteren Rückenbereich als angenehm empfunden wird. Die innere Lage ist insbesondere nur innerhalb des unteren Rumpfbereiches angeordnet. Hiermit wird mit Blick auf den Kostendruck zusätzliches Material vorteilhaft nur in den kritischen Bereichen eingesetzt. Insbesondere bevorzugt ist die innere Lage an einer Innenseite der äußeren Lage angefügt ist. Die Anfügung erfolgt insbesondere entlang einer Fixierlinie, insbesondere ist die innere Lage mittels einer Naht und/oder Ultraschalllinie und/oder Kleber angefügt.

Durch die Anordnung auf der Innenseite werden bereits herstellungsseitig Unstetigkeiten auf der Außenseite vermieden.

Insbesondere bevorzugt ist die Fixierlinie im Bereich eines oberen Endes der inneren Lage, insbesondere vollumfänglich entlang eines oberen Endes der inneren Lage angeordnet.

Vorteilhaft sind die innere und die äußere Lage unterhalb der Anfügung entlang

insbesondere einer Fixierlinie im Übrigen gänzlich ohne weitere Fixierung aneinander ausgebildet.

Vorzugsweise verbleiben die innere und die äußere Lage zumindest über eine

Längserstreckung von 10 cm, insbesondere zumindest 15 cm, insbesondere zumindest 20 cm, insbesondere zumindest 25 cm ausgehend von dem unteren Ende der inneren und/oder äußeren Läge vollumfänglich aneinander unfixiert.

Nach einer vorteilhaften Ausführungsform erstreckt sich das freie untere Ende der inneren Lage in Längsrichtung über das freie untere Ende der äußeren Lage hinaus.

Mit einer größeren Längserstreckung der inneren Lage wird dem Anwender eine Art

Griffbereich für das Erfassen der inneren Lage bereitgestellt. Damit kann der Anwender die innere Lage auch bereits mit einer Hand leichter ergreifen, ohne dass er mit beiden Händen die beiden Lagen voneinander trennen muss.

Insbesondere können sich die innere Lage und die äußere Lage in einer Eigenschaft unterscheiden, dabei mit der Eigenschaft entnommen aus der Gruppe enthaltend

Flächengewicht des Materials, Materialart, insbesondere Vliesmaterial, chemische

Zusammensetzung des Vliesmaterials, die Art des Vliesmaterials, die Ausstattung des Materials, insbesondere hydrophile und/oder hydrophobe Ausstattung des Vliesmaterials, Reißfestigkeit des Vliesmaterials oder Farbe des Materials, insbesondere des Vliesmaterials. Insbesondere kann zumindest am freien unteren Ende der inneren Lage eine im Vergleich zum freien unteren Ende der äußeren Lage erkennbare Markierung vorhanden sein. Die Markierung kann vorzugsweise durch eine im Vergleich zum unteren freien Ende der äußeren Lage unterschiedliche Farbe ausgebildet sein.

Vorzugsweise weist die innere Lage in ihrer gesamten Fläche eine von der äußeren Lage unterscheidbare Farbe auf.

Durch eine von der äußeren Lage unterscheidbaren Farbe wird dem Anwender eine

Hilfestellung zum Erkennen einer im Vergleich zur äußeren Lage funktionell anders einzusetzenden inneren Lage an die Hand gegeben.

In einer besonders vorteilhaften Ausführung ist bei der Bereitstellung des medizinischen Bekleidungsoberteils bereits herstellerseitig eine Faltung eingebracht, derart, dass die äußere Lage in Längsrichtung auf das obere Ende des Bekleidungsoberteils, dabei insbesondere entlang der Fixierlinie, auf eine äußere Sichtseite des Hauptteils zurückgefaltet ist.

Durch diese Faltung wird dem Anwender vorteilhaft das differenzierte Ergreifen der inneren und äußeren Lage ermöglicht, so dass der Anwender die innere Lage für das Einbringen innerhalb des Bekleidungsunterteils ohne größeren Aufwand und direkt ergreifen kann.

Das medizinische Bekleidungsoberteil weist insbesondere einen Hauptteil auf, der in

Umfangsrichtung geschlossen ist.

Insbesondere in der Ausführung mit einem in Umfangrichtung geschlossenen Hauptteil und wobei insbesondere sowohl die äußere als auch die innere Lage in Umfangsrichtung geschlossen sind, kommen die vorgenannten Vorteile der Doppellagigkeit am unteren Rumpfbereich besonders vorteilhaft zur Geltung.

Bei dem medizinischen Bekleidungsoberteil handelt es sich vorzugsweise um ein

wegwerfbares medizinisches Bekleidungsoberteil. Das bedeutet, dass das

Bekleidungsoberteil zum insbesondere einmaligen Gebrauch bestimmt ist. Das heißt ein wegwerfbares medizinisches Bekleidungsoberteil ist nicht dafür geeignet und vorgesehen nach Gebrauch gereinigt oder gewaschen und anschließend wiederverwendet zu werden. Bei wegwerfbaren medizinischen Bekleidungsoberteilen werden bevorzugt Vliesmaterialien eingesetzt, insbesondere der Hauptteil und/oder die Ärmel umfassen und/oder bestehen aus Vliesmaterialien.

In einer bevorzugten Ausführung des medizinischen Bekleidungsoberteils ist vorgesehen, das jeder Ärmel ein Halbärmel ist.

Unter„Halbärmel" wird ein Ärmel verstanden, der in Gebrauch bestimmungsgemäß nicht über einen Ellenbogenbereich eines Trägers hinausreichen soll. Lange Ärmel stellen in nachteiliger Weise durch die Kontaktnähe zu Patienten oder Flächen wie Betten oder Stühlen, also einem insgesamt stets potentiell mit Keimen versehenen Umfeld eine Ansiedelungsfläche für Keime dar. Durch die Ausführung der Ärmel ausschließlich als Halbärmel, also das Weglassen eines unteren, den Unterarm

bedeckenden Ärmelbereichs, wird die Hygiene verbessert. Durch die fehlende Überdeckung der Unterarme sind diese besser für häufige und situationsangepasste Hygiene-,

Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen zugänglich.

Nach einem weiteren Gegenstand der Erfindung kann diese eine Anordnung aus einem medizinischen Bekleidungsoberteil nach der beschriebenen erfindungsgemäßen Art und einem medizinischen Bekleidungsunterteil mit einem Rumpfteil und daran anschließenden zwei Hosenbeinen umfassen.

Bei dem medizinischen Bekleidungsunterteil handelt es sich vorzugsweise um ein wegwerfbares medizinisches Bekleidungsunterteil. Das bedeutet, dass das

Bekleidungsunterteil zum insbesondere einmaligen Gebrauch bestimmt ist. Das heißt ein wegwerfbares medizinisches Bekleidungsunterteil ist nicht dafür geeignet und vorgesehen nach Gebrauch gereinigt oder gewaschen und anschließend wiederverwendet zu werden. Bei wegwerfbaren medizinischen Bekleidungsunterteilen werden bevorzugt Vliesmaterialien eingesetzt.

Insbesondere bevorzugt umfasst das Bekleidungsunterteil Vliesmaterialien.

Unter einer Anordnung aus einem medizinischen Bekleidungsoberteil und einem

medizinischen Beinbekleidungsunterteil wird eine gemeinsame Darbietung oder ein

Arrangement oder eine Zusammenstellung von zumindest einem medizinischen

Bekleidungsoberteil und zumindest einem Beinbekleidungsunterteil verstanden. Vorzugsweise ist die Anordnung derart, dass für den Anwender das Zusammenwirken von medizinischem Bekleidungsoberteil und medizinischem Bekleidungsunterteil, insbesondere die Möglichkeit des gemeinsamen und gleichzeitigen Tragens von einem medizinischen Bekleidungsoberteil und einem medizinischen Bekleidungsunterteil erkennbar ist.

Insbesondere kann die Anordnung als ein medizinisches Bekleidungsset ausgeführt sein, wobei das zumindest eine medizinische Bekleidungsoberteil und das zumindest eine medizinische Bekleidungsunterteil innerhalb einer Einheit, insbesondere innerhalb einer Verpackungseinheit wie einem Beutel oder einer Flachmaterialhülle oder einem Karton oder einer Banderole oder einer Tiefziehpackung angeordnet sind.

Beim Einsatz von Vliesmaterialien werden vorzugsweise Vliesmaterialen mit einem

Flächengewicht von 10 - 100 g/m 2 , weiter bevorzugt von 10 - 80 g/m 2 , weiter bevorzugt von 20 - 70 g/m 2 , besonders bevorzugt von 30- 70 g/m 2 eingesetzt.

Als Vliesmaterial können bevorzugt Materialien aus Spunbond und/oder Meltblown oder aus einem Laminat gebildet aus einer Abfolge von Spunbond (S)- und/oder Meltblown (M)- Schichten, insbesondere als Laminat aus Spunbond(S-) und Meltblown(M)-Schichten, insbesondere mit einer Spunbondschicht als äußere Schicht, insbesondere bevorzugt als SM, SMS, SMMS, SMMMS eingesetzt werden. Es sind auch Vliesmaterialen auf Basis von Spunlace denkbar.

Das Vliesmaterial kann dabei verschiedene Eigenschaften haben, je nachdem ob und gegebenenfalls in welcher Kombination in einem Laminat Spunbond- oder

Meltblownschichten umfasst sind. Besonders bevorzugt ist ein Vliesmaterial mit Polyethylen und/oder Polypropylen und/oder mit Mischungen davon als Hauptkomponente. Das

Vliesmaterial kann auch Anteile an Polyester und/oder Viskose aufweisen.

In einer besonders bevorzugten Ausführung der Anordnung aus einem medizinischen Bekleidungsoberteil und einem medizinischen Bekleidungsunterteil weist das medizinische Bekleidungsoberteil eine erste Markierung und das medizinische Bekleidungsunterteil eine zweite Markierung auf, wobei die erste Markierung und die zweite Markierung dem Benutzer eine Information vermitteln, die die Zusammengehörigkeit oder das Zusammenwirken des medizinischen Bekleidungsoberteils und des medizinischen Bekleidungsunterteils als Kombination beim Tragen des medizinischen Bekleidungsoberteils und des medizinischen Bekleidungsunterteils betreffen. Insbesondere bevorzugt ist die erste Markierung auf der ersten äußeren Sichtseite des medizinischen Bekleidungsoberteils und die zweite Markierung auf der zweiten äußeren Sichtseite des Bekleidungsunterteils vorgesehen.

Alternativ oder ergänzend kann die erste und zweite Markierung auf einer das medizinische Bekleidungsoberteil umgebenden Verpackungseinheit bzw. auf einer das medizinische Bekleidungsunterteil umgebenden Verpackungseinheit vorgesehen sein. Insbesondere können die erste und zweite Markierung identische erste und zweite

Markierungselemente oder verschiedene, aber sich ergänzende und/oder einander zuordenbare erste und zweite Markierungselemente umfassen und/oder daraus bestehen.

Insbesondere ist die erste und/oder zweite Markierung und/oder das erste und/oder zweite Markierungselement entnommen aus der Gruppe enthaltend Farbe, Etiketten, Aufdruck, Aufschrift, Informationsangaben, wie insbesondere Größen oder Einsatzbereich.

Eine entsprechende erste und zweite Markierung des medizinischen Bekleidungsoberteils bzw. des medizinischen Bekleidungsunterteils geben dem Träger somit vorteilhaft eine Hilfestellung, welches medizinische Bekleidungsoberteil mit welchem medizinischen

Bekleidungsunterteil kombiniert werden kann, gegebenenfalls auch kombiniert werden muss. Das erweist sich als vorteilhaft für eine schnelle Entscheidungsfindung vor allem bei oftmals zeitkritischen Notfallsituationen. Insbesondere ist eine Vielzahl an Anordnungen vorgesehen, umfassend eine erste

Anordnung und mindestens eine zweite Anordnung, wobei die erste und die mindestens zweite Anordnung sich unterscheiden durch mindestens eine Eigenschaft entnommen aus der Gruppe enthaltend Größen des medizinischen Bekleidungsoberteils und des

medizinischen Bekleidungsunterteils, Eigenschaften der das medizinische

Bekleidungsoberteil und der das medizinische Bekleidungsunterteil umfassenden

Flachbahnmaterialien, wie insbesondere Materialart, chemische Zusammensetzung des Materials, Ausstattung des Materials, wie hydrophobe und/oder hydrophile Ausstattung. Die Vielzahl an Anordnungen kann auch als eine Vielzahl an jeweiligen medizinischen Bekleidungssets ausgeführt sein. Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Anmeldungsunterlagen. Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen: Figur 1 schematisch ein erfindungsgemäßes medizinisches Bekleidungsoberteil in einer Vorderansicht;

Figur 2 schematisch ein erfindungsgemäßes medizinisches Bekleidungsoberteil nach Figur 1 mit einer herstellerseitig eingebrachten Faltung,

Figur 3 schematisch ein erfindungsgemäßes medizinisches Bekleidungsoberteil im

Tragezustand mit einem medizinischen Bekleidungsunterteil und

Figur 4 schematisch eine Anordnung mit einem erfindungsgemäßen medizinischen

Bekleidungsoberteil und einem Bekleidungsunterteil.

Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf die Vorderseite 100 eines erfindungsgemäßen

medizinischen Bekleidungsoberteils 10 mit einem Hauptteil 12 und mit an den Hauptteil 12 anschließenden Ärmeln, hier in einer bevorzugten Ausführung als Halbärmeln 14. Ein Halbärmel erstreckt sich dabei in Gebrauch nicht über den Ellenbogenbereich des Trägers hinaus. Das medizinische Bekleidungsoberteil 10 weist eine Längs- bzw. Tragerichtung 2 und eine Quer- bzw. Umfangsrichtung 4 auf.

Der Hauptteil 12 mit seinem oberen Ende 50 und seinem unteren Ende 52 weist einen oberen Rumpfbereich 54 und einen unteren Rumpfbereich 56 auf. Der Hauptteil weist im unteren Rumpfbereich 56 eine äußere Lage 58 auf, an deren Innenseite 60 eine innere Lage 62 angeordnet ist. Diese innere Lage 62 ist im Bereich eines oberen Endes 68 entlang einer Fixierlinie 70 an der äußeren Lage 58 festgelegt. Sowohl die innere Lage 62 als auch die äußere Lage 58 weisen jeweils ein freies ungebundenes Ende 66, 64 auf. Vorteilhaft sind die innere und die äußere Lage unterhalb der Fixierlinie 70 gänzlich ohne weitere Fixierung aneinander ausgebildet. Die innere Lage 62 und die äußere Lage 58 sind vorzugsweise zumindest über eine Längserstreckung von 10 cm, insbesondere zumindest 15 cm, insbesondere zumindest 20 cm, insbesondere zumindest 25 cm ausgehend von dem unteren Ende der inneren und/oder äußeren Läge vollumfänglich aneinander unfixiert.

Vorteilhaft erstreckt sich das freie untere Ende 66 der inneren Lage 62 über das freie untere Ende 64 der äußeren Lage 58 hinaus. Damit kann der Träger des medizinischen Bekleidungsoberteils 10 erkennen, dass der untere Rumpfbereich zwei Lagen aufweist, und dieser Überhang der inneren Lage 62 erleichtert dem Träger das Ergreifen dieser inneren Lage, insbesondere an deren freien unteren Ende 66. In einer besonders bevorzugten Ausführung wird das medizinische Bekleidungsoberteil 10 bereits herstellerseitig mit einer Faltung der äußeren Lage 58 bereitgestellt, wie in Figur 2 schematisch veranschaulicht ist. Die äußere Lage 58 wird mit ihrem freien unteren Ende 64 in Längsrichtung 2 auf das obere Ende 50 auf die äußere Sichtseite 74 des Hauptteils 12 zurückgefaltet. Die Faltung 72 erfolgt dabei bevorzugt entlang der Fixierlinie 70, an welcher die innere Lage 62 an die Innenseite der äußeren Lage 58 angefügt ist.

Figur 3 zeigt schematisch ein medizinisches Bekleidungsoberteil 10 in einem Tragezustand zusammen mit einem medizinischen Bekleidungsunterteil 200. Die Vorteile eines

erfindungsgemäßen Bekleidungsoberteils 10 in der Ausstattung mit einer äußeren Lage 58 und einer inneren Lage 62 im unteren Rumpfbereich 56 beim Tragen zusammen mit einem medizinischen Bekleidungsunterteil 200 werden offensichtlich. Die innere Lage 62 des Bekleidungsoberteils 10 ist dabei vorteilhaft in die Bundöffnung 201 des

Bekleidungsunterteils 200 eingebracht und somit innerhalb des Bekleidungsunterteils 200 angeordnet. Die äußere Lage 58 des Bekleidungsoberteils 10 ist außerhalb des

Bekleidungsunterteils belassen. Die durch das Einbringen der inneren Lage entlang des unteren Rumpfbereiches in die Bundöffnung 201 entstehenden Unstetigkeiten 203 und Fältelungen 205 der inneren Lage werden von der äußeren Lage 58 überdeckt.

Damit wird zwischen dem Träger und dem Umfeld vorteilhaft eine geschlossene Außenseite geschaffen, an der Kontaminationen, wie beispielsweise Flüssigkeiten nicht mehr in das Innere des Bekleidungsunterteiles gelangen können, sondern vielmehr durch den planen Verlauf der äußeren Lage abperlen können.

Vorteilhaft kann das medizinische Bekleidungsoberteil Bestandteil einer Anordnung 300 sein, wie schematisch in Figur 4 dargestellt ist, in der neben mindestens einem

erfindungsgemäßen medizinischen Bekleidungsoberteil 10 auch mindestens ein

medizinisches Bekleidungsunterteil 200 umfasst ist. Insbesondere kann die Anordnung als ein medizinisches Bekleidungsset ausgeführt sein.

In einer besonders bevorzugten Ausführung einer Anordnung 300 können das medizinische Bekleidungsoberteil 10 eine erste Markierung 502 und das medizinische Bekleidungsunterteil 200 eine zweite Markierung 504, insbesondere auf der entsprechenden ersten äußeren Sichtseite 74 des medizinischen Bekleidungsoberteils 10 bzw. auf der zweiten äußeren Sichtseite 75 des medizinischen Bekleidungsunterteils 200 aufweisen, wie in der Figur 4 schematisch angedeutet ist. Damit wird dem Anwender eine Hilfestellung zur Auswahl der richtigen Kombination an medizinischem Bekleidungsoberteil und medizinischem

Bekleidungsunterteil, für beispielsweise einen bestimmten Einsatzzweck, gegeben.

Die Markierungen 502, 504 können beispielsweise entlang der Halsöffnung 80, insbesondere als farblich abgesetzter Bereich und entlang der Bundöffnung 201 , insbesondere als farblich abgesetzter Bereich, angeordnet sein.