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Title:
MEDICAL SYSTEM, MEDICAL DEVICE AND METHOD FOR OPERATING A MEDICAL SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/172322
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a medical system, a medical device and a method for operating a medical system. The medical system (100) comprises an apparatus (200) for generating at least one activation signal, and a medical device (1), wherein the medical device further comprises an apparatus (80) which receives the at least one activation signal and is arranged and configured to activate and/or deactivate the medical device when the apparatus for receiving the at least one activation signal detects a repetition of a predefined activation signal and/or activation signal sequence and/or the repetition thereof and/or a predefined activation signal duration within a predefined time period.

Inventors:
WOLTER, Michael (Elligersweg 23, Hamburg, 22307, DE)
Application Number:
EP2018/056955
Publication Date:
September 27, 2018
Filing Date:
March 20, 2018
Export Citation:
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Assignee:
OLYMPUS WINTER & IBE GMBH (Kuehnstraße 61, Hamburg, 22045, DE)
International Classes:
A61B18/00
Foreign References:
EP1000586A22000-05-17
DE19860689A12000-08-24
DE102015205619A12016-09-29
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
EISENFÜHR SPEISER PATENTANWÄLTE RECHTSANWÄLTE PARTGMBB (Anna-Louisa-Karsch-Straße 2, Berlin, 10178, DE)
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Claims:
ANSPRÜCHE

Medizinisches System (100) umfassend eine Vorrichtung (200) zur Erzeugung mindestens eines Aktvierungssignals und ein medizinisches Gerät (1 ),

wobei das medizinische Gerät ferner eine Vorrichtung (80) zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals umfasst, die angeordnet und ausgebildet ist, das medizinische Gerät zu aktivieren und/oder zu deaktivieren, wenn die Vorrichtung zum Empfangen des mindestens eines Aktvierungssignals innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer eine Wiederholung eines vorgegebenen Aktvierungssignals und/oder Aktvierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung und/oder eine vorgegebene Aktivierungssignaldauer detektiert.

Medizinisches System (100) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (80) zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals angeordnet und ausgebildet ist, das medizinische Gerät (10) zu aktivieren und/oder zu deaktivieren, wenn die Vorrichtung (80) zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer keine Wiederholung eines Aktivierungssignals und/oder keine Aktivierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung und/oder keine vorgegebene Aktivierungssignaldauer detektiert.

Medizinisches System (100) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Wiederholung eine regelmäßige Wiederholung ist.

Medizinisches System (100) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Aktivierungssignal ein periodisches, vorzugsweise ein periodisches akustisches, Signal ist, wobei sich auch mehrere periodische, vorzugsweise mehrere periodische akustische, Signale überlagern können.

Medizinisches System (100) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierungssignalfolge Signale, vorzugsweise akustische Signale, unterschiedlicher Frequenzen umfasst und/oder ein zeitlicher Abstand zwischen den, vorzugsweise akustischen, Signalen der Aktivierungssignalfolge gleichbleibend ist oder variiert.

Medizinisches System (100) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das medizinische Gerät (1 ) als Vorrichtung (1 ) zur Absaugung von chirurgischem Rauch ausgebildet ist.

Medizinisches System (100) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das medizinische Gerät (1 ) einen Absaugbereich und eine Vakuumpumpe, die angeordnet und ausgebildet ist, am Absaugbereich einen Unterdruck zu erzeugen, umfasst.

Medizinisches System (100) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (80) zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals als Akustiksensor (80) ausgebildet ist.

Medizinisches System (100) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (80) zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals einen Frequenzfilter aufweist.

Medizinisches System (100) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (80) zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals mit einem oder mehreren der übrigen Bestandteile des medizinischen Geräts (1 ) verbunden ist. 1 1. Medizinisches System (100) nach dem vorhergehenden Anspruch,

dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung kabelgebunden oder kabellos ausgebildet ist.

Medizinisches System (100) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (80) zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals von einem oder mehreren der übrigen Bestandteile des medizinischen Geräts (1 ) beabstandet ist oder beabstandet anordenbar ist.

Medizinisches Gerät (1 ), umfassend eine Vorrichtung (80) zum Empfangen mindestens eines Aktvierungssignals umfasst, die angeordnet und ausgebildet ist, das medizinische Gerät zu aktivieren und/oder zu deaktivieren, wenn die Vorrichtung zum Empfangen des mindestens eines Aktvierungssignals innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer eine Wiederholung eines vorgegebenen Aktvierungssignals und/oder Aktvierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung und/oder eine vorgegebene Aktivierungssignaldauer detektiert.

Verfahren zum Betreiben eines medizinischen Systems, umfassend

- Bereitstellen eines medizinischen Systems (100) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,

- Generieren einer Wiederholung eines vorgegebenen Aktvierungssignals und/oder Aktvierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung und/oder einer vorgegebenen Aktivierungssignaldauer innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer durch die Vorrichtung (200) zur Erzeugung mindestens eines Aktvierungssignals,

- Detektieren einer Wiederholung eines vorgegebenen Aktvierungssignals und/oder Aktvierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung und/oder einer vorgegebenen Aktivierungssignaldauer innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer durch die Vorrichtung (80) zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals,

- Aktivieren und/oder Deaktivieren des medizinischen Geräts (1 ).

Verfahren zum Betreiben eines medizinischen Systems, ferner umfassend

- Detektieren keiner Wiederholung eines vorgegebenen Aktvierungssignals und/oder keiner Aktivierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung und/oder keiner vorgegebenen Aktivierungssignaldauer innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer durch die Vorrichtung (80) zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals,

- Aktivieren und/oder Deaktivieren des medizinischen Geräts (1 ).

Description:
Medizinisches System, medizinisches Gerät und Verfahren zum Betreiben eines medizinischen Systems

Die Erfindung betrifft ein medizinisches System, ein medizinisches Gerät und ein Verfahren zum Betreiben eines medizinischen Systems.

Medizinische Systeme, medizinische Geräte und Verfahren zum Betreiben medizinischer Systeme können beispielsweise in chirurgischen Verfahren eingesetzt werden. Bei chirurgischen Verfahren, insbesondere beim Einsatz von elektrochirurgischen Geräten, kann durch Hitzeeinwirkung und/oder durch Ultraschall Gewebe schonend zertrennt, verschorft oder Blutungen gestillt werden. Dazu gehören beispielsweise Eingriffe zur Tumorentfernung, laparoskopische und andere endoskopische Eingriffe sowie Eingriffe mit einem Laser, z.B. in der Ophthalmologie, oder mit einem Ultraschallskalpell. In chirurgischen Verfahren müssen oft medizinische Geräte aktiviert und/oder deaktiviert werden, insbesondere in Abhängigkeit von anderen Elementen und/oder Verfahrensschritten und/oder Randbedingungen. Zur Vereinfachung und/oder Verbesserung von chirurgischen Verfahren und/oder medizinischen Systemen sind weitere Verbesserungen in Bezug auf die Aktivierung und/oder Deaktivierung wünschenswert. Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes medizinisches System, ein verbessertes medizinisches Gerät und ein verbessertes Verfahren zum Betreiben eines medizinischen Systems bereitzustellen. Insbesondere ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein medizinisches System, ein medizinisches Gerät und ein Verfahren zum Betreiben eines medizinischen Systems bereitzustellen, welche flexibel einsetzbar und/oder vereinfacht sind und/oder einen verbesserten und/oder zuverlässigeren Betrieb von medizinischen Systemen und/oder Geräten ermöglichen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein medizinisches System umfassend eine Vorrichtung zur Erzeugung mindestens eines Aktvierungssignals und ein medizinisches Gerät, wobei das medizinische Gerät ferner eine Vorrichtung zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals umfasst, die angeordnet und ausgebildet ist, das medizinische Gerät zu aktivieren und/oder zu deaktivieren, wenn die Vorrichtung zum Empfangen des mindestens eines Aktvierungssignals innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer eine Wiederholung eines vorgegebenen Aktvierungssignals und/oder Aktvierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung und/oder eine vorgegebene Aktivierungssignaldauer detektiert.

Die Vorrichtung zur Erzeugung mindestens eines Aktivierungssignals kann beispielsweise ein Generator sein, insbesondere beispielsweise ein Hochfrequenz (HF)-Generator und/oder ein Ultraschall-Generator.

Als Aktivierungssignal wird hier ein Signal verstanden, welches zur Aktivierung und/oder zur Deaktivierung eines medizinischen Geräts eingesetzt werden kann. In Teilen der vorliegenden Beschreibung, in denen die Deaktivierung eines medizinischen Geräts im Vordergrund steht, kann das Aktivierungssignal auch als Deaktivierungssignal bezeichnet werden. Entsprechendes gilt für die Aktivierungssignalfolge und/oder Aktivierungssignaldauer.

Unter Aktivierung und/oder Deaktivierung kann insbesondere auch eine Steuerung des medizinischen Geräts verstanden werden. Das medizinische Gerät ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass es in Abhängigkeit vom Aktivierungssignal aktiviert und/oder deaktiviert werden kann, vorzugsweise an steuerbar ist auf Basis des Aktivierungssignals.

Vorzugsweise ermöglicht ist das medizinische System, das medizinische Gerät automatisch zu aktivieren und/oder zu deaktivieren in Abhängigkeit des Aktivierungssignals. Insbesondere das Vorsehen der Vorrichtung zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals ermöglicht es, das medizinische Gerät automatisch, nämlich in Abhängigkeit eines Aktivierungssignals, zu aktivieren. Dies hat den Vorteil, dass zusätzliche Arbeits- oder Handhabungsschritte zur manuellen Aktivierung entfallen können.

Das Aktivierungssignal und/oder die Aktivierungssignalfolge und/oder die Aktivierungssignaldauer können vorzugsweise vorgegeben sein. Damit ist insbesondere gemeint, dass durch die Vorrichtung zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals insbesondere dann (vorzugsweise nur dann) eine Detektion erfolgt, wenn ein empfangenes Signal einer Wiederholung eines vorgegebenen Aktvierungssignals und/oder einer vorgegebenen Aktvierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung und/oder einer vorgegebene Aktivierungssignaldauer entspricht. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass eine Aktivierung und/oder Deaktivierung nur in Abhängigkeit eines gewünschten, nämlich vorgegebenen Aktivierungssignals erfolgt. Eine Vorgabe kann vorzugsweise eingestellt und/oder verändert und/oder von einem Benutzer vorgegeben werden.

Eine vorgegebene Zeitdauer ist vorzugsweise ein Zeitabschnitt, in dem mit einer Wiederholung des Aktivierungssignals und/oder dem Auftreten und/oder der Wiederholung der Aktivierungssignalfolge zu rechnen ist. Die vorgegebene Zeitdauer kann vorzugsweise eingestellt und/oder verändert und/oder von einem Benutzer vorgegeben werden. Eine Aktivierungssignaldauer ist versuchsweise ein Zeitabschnitt, in dem ein Aktivierungssignal, insbesondere ohne Unterbrechung, generiert wird. Ein Aktivierungssignal kann beispielsweise ein Signal sein, welches ein Generator im Betrieb, insbesondere in einem bestimmten Betriebsmodus, ausgibt. Ein Aktivierungssignal kann beispielsweise ein akustisches Signal und/oder ein optisches Signal und/oder ein Funksignal sein.

Bevorzugt ist das medizinische Gerät eine Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch, die ausgebildet ist; in einem aktivierten Zustand Rauchgas abzusaugen. Das medizinische Gerät kann auch eine Beleuchtungsvorrichtung sein, die ausgebildet ist in einem aktivierten Zustand ein spezielles Licht bereitzustellen, das es ermöglicht die Sicht zu verbessern. Ferner kann das medizinische Gerät ein Blinklicht aufweisen, das dazu ausgebildet ist einem Nutzer anzuzeigen, dass das medizinische Gerät aktiviert wurde und/oder dass bei weiterer Betätigung des Schalters ein weiteres Element des medizinischen Systeme, wie beispielsweise ein Generator, aktiviert wird. Das Blinklicht kann beispielsweise eine Warn-Funktion erfüllen. Des Weiteren kann das medizinische Gerät eine Steuerung für ein Ladegerät sein oder diese aufweisen, die dazu ausgebildet ist in einem aktivierten Zustand eine Energiequelle, beispielsweise eines energiebasierten Chirurgieinstruments zu laden. Weiterhin kann das medizinische Gerät eine Videoaufzeichnungsvorrichtung zur Aufzeichnung von Videodaten oder Fotodaten sein oder eine Videoaufzeichnungsvorrichtung aufweisen. Des Weiteren kann das medizinische Gerät eine Audioaufzeichnungsvorrichtung zur Aufzeichnung von Audiodaten, insbesondere Sprachdaten sein oder eine Audioaufzeichnungsvorrichtung aufweisen. Ferner kann das medizinische Gerät eine Temperaturregulierungsvorrichtung sein, die dazu ausgebildet ist ein energiebasiertes Elektrochirurgieinstrument und/oder ein Endoskop zu erwärmen und/oder zu kühlen. Das medizinische Gerät kann auch eine solche Temperaturregulierungsvorrichtung aufweisen. Das medizinische Gerät kann des Weiteren eine Steuerungseinheit sein, die dazu ausgebildet ist weitere externe Vorrichtungen, wie beispielsweise einen Computer, Mobiltelefon, Tablet-Computer oder dergleichen in einem aktivierten Zustand zu steuern. Die Steuerungseinheit kann beispielsweise auch dazu ausgebildet sein eine Pumpe, beispielsweise zur Kühlmittelversorgung zu steuern.

Vorzugsweise ist die Vorrichtung zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals angeordnet und ausgebildet, das medizinische Gerät zu aktivieren und/oder zu deaktivieren, wenn die Vorrichtung zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer keine Wiederholung eines Aktivierungssignals und/oder keine Aktivierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung und/oder keine vorgegebene Aktivierungssignaldauer detektiert.

Diese Fortbildung ist insbesondere bevorzugt, wenn ein Aktivierungssignal und/oder eine Aktivierungssignalfolge und/oder eine vorgegebene Aktivierungssignaldauer nur während und/oder zu Beginn des Betriebs eines elektrochirurgischen Instruments und/oder während /oder zu Beginn der Durchführung eines chirurgischen Verfahrens, ausgegeben wird.

Als Wiederholung im Sinne dieser Anmeldung wird insbesondere eine zwei- oder mehrfacher Wiederholung im Sinne eines zweifachen oder mehrfachen Auftretens eines Aktivierungssignals und/oder einer Aktivierungssignalfolge und/oder einer Aktivierungssignalfolge, insbesondere innerhalb einer vorbestimmten Zeitdauer, verstanden.

Die Wiederholung eines Aktivierungssignals und/ und/oder einer Aktivierungssignalfolge kann vorzugsweise eine regelmäßige Wiederholung sein. Das Aktivierungssignal kann ein periodisches Signal sein, wobei sich auch mehrere periodische Signale überlagern können.

Eie Aktivierungssignalfolge kann Signale unterschiedlicher Frequenzen umfassen. Ferner kann ein zeitlicher Abstand zwischen den Signalen der Aktivierungssignalfolge gleichbleibend sein oder variieren.

Die Vorrichtung zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals kann insbesondere auch angeordnet und ausgebildet sein, bestimmte und/oder verschiedene, beispielsweise vorgegebene, Signale als Aktivierungssignal zu erkennen, und/oder bestimmte und/oder verschiedene, beispielsweise vorgegebene, Signalfolgen als Aktivierungssignalfolge zu erkennen.

Die Vorrichtung zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals ist vorzugsweise mit einem oder mehreren der übrigen Bestandteile des medizinischen Geräts verbunden. Die Verbindung kann beispielsweise kabelgebunden über ein Kabel, oder aber auch kabellos oder drahtlos ausgebildet sein. Ferner vorzugsweise ist die Vorrichtung zum empfangen des mindestens einen Aktivierungssignals von einem oder mehreren der übrigen Bestandteile des medizinischen Geräts beabstandet oder beabstandet anordenbar.

Gemäß einem weiteren Aspekt wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch eine Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch, umfassend einen Absaugbereich und eine Vakuumpumpe, die angeordnet und ausgebildet ist, am Absaugbereich einen Unterdruck zu erzeugen, wobei die Vorrichtung ferner einen Akustiksensor umfasst, der angeordnet und ausgebildet ist, die Vakuumpumpe zu aktivieren, wenn der Akustiksensor innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer eine Wiederholung eines akustischen Aktivierungssignals und/oder eine akustische Aktivierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung detektiert.

Chirurgische Verfahren erzeugen oft Rauch, der eine Mischung von gas- und dampfförmigen sowie partikulären Stoffen darstellt. Um medizinisches Personal und Patienten diesem Rauch nicht oder nur zu einem geringem Maße auszusetzen sowie um eine Sichtbehinderung durch den Rauch zu verhindern oder zu verringern, werden automatisch oder manuell aktivierbare Vorrichtungen zur Absaugung von chirurgischem Rauch eingesetzt. Eine zuverlässige Rauchabsaugung hat insbesondere bei schwierigen laparoskopischen Verfahren den Vorteil, eine klare und ungehinderte Sicht auf den Operationsbereich sicherzustellen. Da mit der Rauchabsaugung oft eine hohe Geräuschentwicklung verbunden ist, ist es bevorzugt, die Rauchabsaugung zu deaktivieren, wenn sie nicht benötigt wird, und sie nur dann zu aktivieren, wenn chirurgische Rauch entsteht oder entstehen kann. Eine automatische Aktivierung der Rachabsaugung hat gegenüber eine manuellen Aktivierung (z.B. über einen Fußschalter) den Vorteil, dass der für die Aktivierung erforderliche zusätzliche Arbeitsschritt entfallen kann. Auch für die automatische Aktivierung sind jedoch weitere Verbesserungen erstrebenswert, welche durch die hier beschriebene bevorzugte Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch bereitgestellt werden. Insbesondere ist die hier beschriebene bevorzugte Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch mit einer Vielzahl von (elektro-)chirurgischen Vorrichtungen und Systemen und/oder flexibel einsetzbar und/oder vereinfacht.

Eine bevorzugte Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch umfasst üblicherweise einen Absaugbereich, der vorzugsweise in die Nähe des Operationsbereichs gebracht werden kann, um dort entstehenden chirurgischen Rauch absaugen zu können. Der chirurgische Rauch tritt dabei vorzugsweise durch den Absaugbereich in die Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch ein. Der Absaug bereich kann somit einen Einlass für Rauch in die Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch bilden.

Eine bevorzugte Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch umfasst üblicherweise ferner eine Vakuumpumpe, die, vorzugsweise in einem aktivierten Zustand, einen zur Absaugung des Rauchs erforderlichen Unterdruck bereitstellt, insbesondere am Absaugbereich. In einem deaktivierten Zustand stellt die Vakuumpumpe vorzugsweise keinen oder nur einen sehr geringen Unterdruck am Absaugbereich bereit.

Die Vakuumpumpe kann mit dem Absaugbereich beispielsweise über eine Leitung, wie einen flexiblen Schlauch, verbunden sein. Eine bevorzugte Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch kann ferner einen oder mehrere Filter aufweisen, mit welcher der abgesaugte Rauch gefiltert werden kann. Ferner kann eine bevorzugte Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch auch einen Auslass aufweisen, durch den der Rauch, vorzugsweise gefiltert, wieder austreten kann. Auch der Auslass und/oder der Filter können vorzugsweise mit der Vakuumpumpe und/oder dem Absaugbereich über eine oder mehrere Leitungen, wie beispielsweise flexible Schläuche, verbunden sein. Die Vakuumpumpe kann vorzugsweise stromabwärts vom Filter angeordnet sein. Ferner kann eine Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch auch eine, vorzugsweise elektrische, Antriebseinheit zum Antreiben der Vakuumpumpe aufweisen. Eine bevorzugte Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch kann ferner einen Insufflationsauslass aufweisen zur Einbringung von Gas, wie beispielsweise Frischluft, gefilterten Rauch oder andere Gase, die beispielsweise über einen Insufflationseinlass bereitgestellt werden können, an und/oder in den Operationsbereich und/oder in ein Körperlumen zur Aufrechterhaltung eines dort gewünschten (Luft-)Drucks.

Die bevorzugte Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch weist vorzugsweise einen Akustiksensor auf. Dieser Akustiksensor ist vorzugsweise angeordnet und ausgebildet, die Vakuumpumpe zu aktivieren. Die Aktivierung der Vakuumpumpe durch den Akustiksensor kann direkt oder unmittelbar erfolgen, oder aber indirekt oder mittelbar, beispielsweise indem der Akustiksensor ein Steuersignal generiert, welches die Vakuumpumpe aktiviert. Ein solches Steuersignal kann vorzugsweise ein elektrisches Signal sein.

Das Vorsehen eines Akustiksensors ermöglicht es, die Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch automatisch, nämlich in Abhängigkeit von akustischen Signalen, zu aktivieren. Dies hat den Vorteil, dass zusätzliche Arbeits- oder Handhabungsschritte zur manuellen Aktivierung entfallen können.

Diese Ausführungsform beruht unter anderem auf der Erkenntnis, dass existierende Möglichkeiten zur automatischen Aktivierung der Rauchabsaugung mit verschiedenen Nachteilen verbunden sind. Die Aktivierung der Rauchgasabsaugung über eine Detektion des Stromflusses vom Generator durch ein Kabel zum elektrochirurgischen Instrument erfordert separat anzuschließendes Zubehör, welches am Generator oder am Kabel angebracht werden muss. Ferner ist eine Detektion des Stromflusses am Kabel bei abgeschirmten Kabeln nicht oder nicht zuverlässig möglich. Über einen Anschluss des Netzsteckers des Generators direkt an der Rauchgasabsaugung kann ebenfalls die Stromaufnahme des Generators gemessen werden und bei entsprechender Kalibrierung die Absaugung mit dem Betrieb des Generators synchronisiert werden. Hierfür sind jedoch entsprechend kompatible Generatoren erforderlich, welche zum Einen einen entsprechenden Anschluss benötigen und ferner in einem gewissen Leistungsbereich arbeiten müssen, um eine Kalibrierung der Rauchgasabsaugung für die Synchronisierung zu ermöglichen.

Der hier beschriebene Akustiksensor ist daher vorzugsweise angeordnet und ausgebildet, eine Wiederholung eines akustischen Aktivierungssignals innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer zu detektieren. Alternativ oder zusätzlich ist der Akustiksensor angeordnet und ausgebildet, innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer eine akustische Aktivierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung zu detektieren. Alternativ oder zusätzlich ist der Akustiksensor angeordnet und ausgebildet, innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer eine akustische Aktivierungssignaldauer zu detektieren. Ein akustisches Aktivierungssignal kann beispielsweise ein von einem Generator während des Betriebs und/oder bei Inbetriebnahme eines elektrochirurgischen Instruments ausgegebener Ton sein. Eine akustische Aktivierungssignalfolge kann beispielsweise eine von einem Generator während des Betriebs und/oder bei Inbetriebnahme eines elektrochirurgischen Instruments ausgegebene Tonfolge sein. Akustische Aktivierungssignale und/oder akustische Aktivierungssignalfolgen können vorzugsweise auch andere Töne und/oder Tonfolgen sein, die dann ausgegeben werden, wenn ein chirurgisches Verfahren, das zum Entstehen von chirurgischem Rauch führen kann, begonnen und/oder durchgeführt wird.

Eine akustische Aktivierungssignalfolge kann beispielsweise eine Folge von zwei oder mehreren akustischen Signalen sein, die charakteristisch ist für den Betrieb und/oder die Inbetriebnahme eines elektrochirurgischen Instruments durch einen Generator und/oder für die Durchführung und/oder den Beginn eines chirurgischen Verfahrens, das zum Entstehen von chirurgischem Gas führen kann.

Die hier beschriebene bevorzugte Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch hat unter anderem den Vorteil, dass eventuelle Störgeräusche, wie beispielsweise Stimmen des OP-Personals oder Hintergrundgeräusche, nicht als akustisches Aktivierungssignal und/oder akustische Aktivierungssignalfolge erkannt werden, da ihnen die Periodizität im Sinne einer Wiederholung und/oder das Charakteristische einer Aktivierungssignalfolge fehlt. Ferner kann auf diese Weise ein funktionaler Zusammenhang erkannt werden, beispielsweise indem eine bestimmte akustische Signalfolge und/oder ein bestimmtes Wiederholungsmuster eines akustischen Signals als Beginn einer bestimmten (elektro-)chirurgischen Prozedur und/oder als Start eines bestimmten Betriebsmodus eines Generators erkannt wird.

Gemäß einer bevorzugten Fortbildung ist die Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch dadurch gekennzeichnet, dass der Akustiksensor angeordnet und ausgebildet ist, die Vakuumpumpe zu deaktivieren, wenn der Akustiksensor innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer keine Wiederholung eines akustischen Aktivierungssignals und/oder keine akustische Aktivierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung detektiert.

In dieser Fortbildung ist vorgesehen, dass der Akustiksensor die Vakuumpumpe deaktiviert, wenn kein akustisches Aktivierungssignal und/oder keine akustische Aktivierungssignalfolge vom Akustiksensor detektiert wird. Diese Fortbildung ist insbesondere bevorzugt, wenn ein akustisches Aktivierungssignal und/oder eine akustische Aktivierungssignalfolge nur während und/oder zu Beginn des Betriebs eines elektrochirurgischen Instruments und/oder während /oder zu Beginn der Durchführung eines chirurgischen Verfahrens, das zum Entstehen von chirurgischem Rauch führen kann, ausgegeben wird. Dies bedeutet, dass eine Rauchabsaugung nicht erforderlich ist, wenn kein akustisches Aktivierungssignal und/oder dessen Wiederholung und/oder keine akustische Aktivierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung detektiert werden kann und somit die Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch deaktiviert werden kann. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Akustiksensor angeordnet und ausgebildet ist, die Vakuumpumpe zu deaktivieren, wenn der Akustiksensor innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer eine Wiederholung eines akustischen Deaktivierungssignals und/oder eine akustische Deaktivierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung detektiert. In dieser Ausführungsform ist die Deaktivierung der Vakuumpumpe vorgesehen, wenn ein akustisches Deaktivierungssignal und/oder eine akustische Deaktivierungssignalfolge vom Akustiksensor detektiert wird.

Ein akustisches Deaktivierungssignal und/oder eine akustische Deaktivierungssignalfolge kann beispielsweise ein Ton und/oder eine Tonfolge sein, der bzw. die von einem Generator ausgegeben wird, wenn kein elektrochirurgisches Instrument mit dem Generator betrieben wird und/oder sich der Generator in einem „Stand-by"-Modus befindet. Insbesondere ist bevorzugt, dass sich das akustische Deaktivierungssignal vom akustischen Aktivierungssignal unterscheidet und/oder die akustische Deaktivierungssignalfolge von der akustischen Aktivierungssignalfolge unterscheidet. Auch hier besteht unter anderem der Vorteil, dass eventuelle Störgeräusche, wie beispielsweise Stimmen des OP-Personals oder Hintergrundgeräusche, nicht als akustisches Deaktivierungssignal und/oder akustische Deaktivierungssignalfolge erkannt werden, da ihnen die Periodizität im Sinne einer Wiederholung und/oder das Charakteristische einer Deaktivierungssignalfolge fehlt. Ferner kann auf diese Weise auch bei der Deaktivierung ein funktionaler Zusammenhang erkannt werden, beispielsweise indem eine bestimmte akustische Signalfolge und/oder ein bestimmtes Wiederholungsmuster eines akustischen Signals als Ende einer bestimmten (elektro-) chirurgischen Prozedur und/oder als Ende eines bestimmten Betriebsmodus eines Generators erkannt wird.

Als Wiederholung im Sinne dieser Anmeldung wird insbesondere eine zwei- oder mehrfacher Wiederholung im Sinne eines zweifachen oder mehrfachen Auftretens eines akustischen Aktivierungssignals und/oder einer akustischen Aktivierungssignalfolge, insbesondere innerhalb einer vorbestimmten Zeitdauer, verstanden.

Die Wiederholung eines akustischen Aktivierungssignals und/oder eines akustischen Deaktivierungssignals und/oder einer akustischen Aktivierungssignalfolge und/oder einer akustischen Deaktivierungssignalfolge kann vorzugsweise eine regelmäßige Wiederholung sein.

Das Aktivierungssignal und/oder das Deaktivierungssignal kann ein periodisches, vorzugsweise ein periodisches akustisches, Signal sein, wobei sich auch mehrere periodische, vorzugsweise mehrere periodisakustische, Signale überlagern können.

Eie Aktivierungssignalfolge und/oder die Deaktivierungssignalfolge kann, mehrere periodis akustische, Signale unterschiedlicher Frequenzen umfassen. Ferner kann ein zeitlicher Abstand zwischen den, mehrere periodis akustischen, Signalen der Aktivierungssignalfolge und/oder der Deaktivierungssignalfolge gleichbleibend sein oder variieren.

Der Akustiksensor kann insbesondere auch angeordnet und ausgebildet sein, bestimmte und/oder verschiedene, beispielsweise vorgegebene, akustische Signale als Aktivierungssignal zu erkennen, und/oder bestimmte und/oder verschiedene, beispielsweise vorgegebene, akustische Signalfolgen als Aktivierungssignalfolge zu erkennen.

Der Akustiksensor ist vorzugsweise ferner angeordnet und ausgebildet, bestimmte und/oder verschiedene, beispielsweise vorgegebene, akustische Signale als Deaktivierungssignal zu erkennen, die sich von den akustischen Signalen, die als Aktivierungssignal zu erkennen sind, unterscheiden. Ferner vorzugsweise ist der Akustiksensor angeordnet und ausgebildet, bestimmte und/oder verschiedene, beispielsweise vorgegebene, akustische Signalfolgen als Deaktivierungssignal folgen zu erkennen, die sich von den akustischen Signalfolgen, die als Aktivierungssignalfolge zu erkennen sind, unterscheiden.

Vorzugsweise weist der Akustiksensor einen oder mehrere Frequenzfilter auf. Auf diese Weise kann die Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch auf die Detektion von akustischen Signalen in einem oder mehreren Frequenzbereichen eingeschränkt werden, was beispielsweise die Zuverlässigkeit erhöhen kann. Vorzugsweise ist der Akustiksensor mit einem oder mehreren der übrigen Bestandteile der Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch verbunden. Der Akustiksensor kann mit einem oder mehreren der übrigen Bestandteile der Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch verbunden sein, beispielsweise mit der Vakuumpumpe. Die Verbindung zwischen dem Akustiksensor und einem oder mehreren der übrigen Bestandteile der Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch, insbesondere der Vakuumpumpe, kann beispielsweise kabelgebunden über ein Kabel, oder aber auch kabellos oder drahtlos ausgebildet sein.

Ferner vorzugsweise ist der Akustiksensor von einem oder mehreren der übrigen Bestandteile der Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch, insbesondere von der Vakuumpumpe, beabstandet oder beabstandet anordenbar. Auf diese Weise kann der Akustiksensor unabhängig vom Operationsbereich, wo vorzugsweise insbesondere der Absaugbereich der Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch angeordnet ist, platziert werden. Vorzugsweise wird der Akustiksensor so angeordnet, dass akustische Signale, die beispielsweise von einem Generator zum Betreiben von elektrochirurgischen Geräten generiert werden, durch den Akustiksensor zuverlässig empfangen werden können. Vorzugsweise kann der Akustiksensor, insbesondere ein Mikrofon des Akustiksensors, an einem Generator eines elektrochirurgischen Systems, insbesondere direkt am Generator, angeordnet werden.

Gemäß einem weiteren Aspekt wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch ein medizinisches Gerät umfassend eine Vorrichtung zum Empfangen mindestens eines Aktvierungssignals umfasst, die angeordnet und ausgebildet ist, das medizinische Gerät zu aktivieren und/oder zu deaktivieren, wenn die Vorrichtung zum Empfangen des mindestens eines Aktvierungssignals innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer eine Wiederholung eines vorgegebenen Aktvierungssignals und/oder Aktvierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung und/oder eine vorgegebene Aktivierungssignaldauer detektiert.

Gemäß einem weiteren Aspekt wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben eines medizinischen Systems Bereitstellen eines zuvor beschriebenen medizinischen Systems, Generieren einer Wiederholung eines vorgegebenen Aktvierungssignals und/oder Aktvierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung und/oder einer vorgegebenen Aktivierungssignaldauer innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer durch die Vorrichtung zur Erzeugung mindestens eines Aktvierungssignals, Detektieren einer Wiederholung eines vorgegebenen Aktvierungssignals und/oder Aktvierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung und/oder einer vorgegebenen Aktivierungssignaldauer innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer durch die Vorrichtung zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals, Aktivieren und/oder Deaktivieren des medizinischen Geräts. Eine bevorzugte Fortbildung des Verfahrens umfasst ferner Detektieren keiner Wiederholung eines vorgegebenen Aktvierungssignals und/oder keiner Aktivierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung und/oder keiner vorgegebenen Aktivierungssignaldauer innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer durch den Akustiksensor, Aktivieren und/oder Deaktivieren des medizinischen Geräts. Gemäß einem weiteren Aspekt wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Absaugung von chirurgischem Rauch, umfassend Bereitstellung einer zuvor beschriebenen Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch, Detektieren einer Wiederholung eines akustischen Aktivierungssignals und/oder einer akustischen Aktivierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer durch den Akustiksensor, und Aktivieren der Vakuumpumpe.

Das Verfahren zur Absaugung von chirurgischem Rauch umfasst vorzugsweise ferner Detektieren keiner Wiederholung eines akustischen Aktivierungssignals und/oder keiner akustischen Aktivierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer durch den Akustiksensor, und Deaktivieren der Vakuumpumpe. Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des Verfahrens zur Absaugung von chirurgischem Rauch umfasst ferner Detektieren einer Wiederholung eines akustischen Deaktivierungssignals und/oder einer akustischen Deaktivierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer durch den Akustiksensor, undDeaktivieren der Vakuumpumpe. diese weiteren Aspekte und ihre bevorzugten Fortbildungen weisen Merkmale bzw. Verfahrensschritte auf, die sie insbesondere dafür geeignet machen, mit einem hierin beschriebenen medizinischen System und/oder einer hierin beschriebenen Vorrichtung, insbesondere einem hierin beschriebenen medizinischen Gerät und/oder einer hierin beschriebenen Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch, sowie den jeweiligen Fortbildungen verwendet zu werden.

Zu den Vorteilen, Ausführungsvarianten und Ausführungsdetails dieser weiteren Aspekte und ihrer Fortbildungen wird auf die vorangegangene Beschreibung zu den entsprechenden System- und/oder Vorrichtungsmerkmalen verwiesen.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden beispielhaft anhand der beiliegenden Figuren beschrieben. Es zeigen:

Figur 1 : eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform eines medizinischen Systems;

Figur 2: Beispiele für akustische Aktivierungssignale;

Figur 3: Beispiele für nicht-periodische akustische Signale;

Figur 4: ein Beispiel für eine akustische Aktivierungssignalfolge und der zugehörigen

Fourier-Transformation;

Figur 5: ein weiteres Beispiel für ein akustisches Aktivierungssignal aus mehreren sich überlagernden, periodischen akustischen Signalen;

Figur 6: ein Beispiel für eine regelmäßige Wiederholung eines akustischen

Aktivierungssignals;

Figur 7: ein Beispiel für eine akustische Aktivierungssignalfolge mit unterschiedlichen zeitlichen Abständen zwischen den einzelnen akustischen Signalen;

Figur 8: ein Beispiel für eine vorgegebene Frequenztoleranz;

Figur 9: eine schematische Darstellung eines Frequenzfilters in Form eines Hochpass; Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform eines medizinischen Systems 100 mit einer Vorrichtung 200 zur Erzeugung mindestens eines Aktvierungssignals, die beispielsweise als Hochfrequenz(FH)-Generator und/oder Ultraschall-Generator ausgebildet sein kann, und einem medizinischen Gerät 1. Das medizinische Gerät 1 ist hier als Vorrichtung 1 zur Absaugung von chirurgischem Rauch ausgebildet. Die Vorrichtung 1 zur Absaugung von chirurgischem Rauch weist einen Absaugbereich 10 auf, der von einem Benutzer in und/oder an einen Operationsbereich und/oder in ein Körpervolumen gebracht werden kann, um möglichst nah am Entstehungsort des chirurgischen Rauchs zu sein. Über eine von einer elektrischen Antriebseinheit 50 angetriebene Vakuumpumpe 60, welche zusammen mit einem Filter 40 in einer Funktionseinheit 30 angeordnet sein kann, ist der Absaugbereich 10 über eine Leitung 71 in Form eines flexiblen Schlauchs verbunden. Von der Funktionseinheit 30 weg führt über eine weitere Leitung 72 in Form eines flexiblen Schlauchs ein Auslass 20 für gefilterten Rauch. Die Vorrichtung 80 zum Empfangen des mindestens einen Aktvierungssignals ist hier als Akustiksensor 80 ausgebildet und mit den übrigen Bestandteilen der Vorrichtung 1 zur Absaugung von chirurgischem Rauch, insbesondere mit der Funktionseinheit 30, der Vakuumpumpe 60, deren elektrischem Antrieb 50, dem Filter 40 und dem Absaugbereich 10, direkt oder indirekt verbunden, wobei die Verbindung kabelgebunden oder kabellos ausgebildet sein kann.

Der Akustiksensor 80 ist angeordnet und ausgebildet, die Vakuumpumpe 60 aktivieren und deaktivieren zu können. Dies kann beispielsweise über ein, vorzugweise elektrisches, Steuersignal erfolgen, welches der Akustiksensor 80 an die Vakuumpumpe 60 übermittelt.

Der Akustiksensor 80 ist ferner angeordnet und ausgebildet, die Vakuumpumpe 60 dann zu aktivieren, wenn er innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer eine Wiederholung eines akustischen Aktivierungssignals und/oder eine akustische Aktivierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung detektiert. Das Aktivierungssignal und/oder die Aktivierungssignalfolge werden vorzugsweise von der Vorrichtung 200 zur Erzeugung mindestens eines Aktvierungssignals erzeugt, beispielsweise währende des Betriebs eine elektrochirurgischen Instruments in einem bestimmten Betriebsmodus.

Ferner ist der Akustiksensor 80 vorzugsweise angeordnet und ausgebildet, die Vakuumpumpe 60 dann zu aktivieren, wenn er innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer keine Wiederholung eines akustischen Aktivierungssignals und/oder keine akustische Aktivierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung detektiert, also das akustische Aktivierungssignal und/oder die akustische Aktivierungssignalfolge ausbleibt. Alternativ oder zusätzlich kann der Akustiksensor 80 angeordnet und ausgebildet sein, die Vakuumpumpe 60 dann zu deaktivieren, wenn er innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer eine Wiederholung eines akustischen Deaktivierungssignals und/oder eine akustische Deaktivierungssignalfolge und/oder deren Wiederholung detektiert, also ein von einem Aktivierungssignal unterschiedliches Deaktivierungssignal und/oder eine von einer akustischen Aktivierungssignalfolge unterschiedliche akustische Deaktivierungssignalfolge detektiert wird.

Die Figuren 2 und 5 zeigen Beispiele für periodische, akustische Aktivierungssignale. In Figur 5 sind die Grundschwingung 100 mit der Periodendauer T, die 5. Harmonische 1 10 sowie das Produkt aus Grundschwingung und 5. Harmonischer über die Zeit t dargestellt. Grundsätzlich können auch periodische, akustische Deaktivierungssignale so aussehen wie in den Figuren 2 und 5 dargestellt. Bevorzugt ist jedoch insbesondere, dass sich die konkret zu detektierenden akustischen Aktivierungssignale und akustischen Deaktivierungssignale voneinander unterscheiden.

Figur 3 zeigt Beispiele für nicht-periodische akustische Signale, wie beispielsweise Störgeräusche, Hintergrundgeräusche, Stimmen, Gespräche. Solche Signale werden vorzugsweise vom Akustiksensor 80 nicht detektiert, vorzugsweise weder als akustisches Aktivierungssignal und/oder akustische Aktivierungssignalfolge noch als akustisches Deaktivierungssignal und/oder akustische Deaktivierungssignalfolge.

Figur 4 zeigt ein Beispiel für eine akustische Aktivierungssignalfolge und deren zugehörigen Fourier-Transformation. Hier folgt auf ein akustisches Signal mit einer Frequenz von 2 kHz ein akustisches Signal mit einer Frequenz von 500 Hz, gefolgt von einem akustischen Signal mit einer Frequenz von 6 kHz.

Figur 6 zeigt ein Beispiel für eine regelmäßige Wiederholung eines akustischen Aktivierungssignals und Figur 7 ein Beispiel für eine akustische Aktivierungssignalfolge mit unterschiedlichen zeitlichen Abständen zwischen den einzelnen akustischen Signalen. Auch hier können grundsätzlich akustische Deaktivierungssignale und akustische Deaktivierungssignalfolgen ähnlich aussehen wie in den Figuren 6 und 7 dargestellt, wobei sich auch hier die konkret zu detektierenden akustischen Aktivierungssignale und akustischen Deaktivierungssignale ebenso wie die akustischen Aktivierungssignalfolgen und die akustischen Deaktivierungssignalfolgen voneinander unterscheiden.

Figur 8 zeigt ein Beispiel für eine vorgegebene Frequenztoleranz bei der auch eine Abweichung von einem akustischen Signal in einem, vorzugsweise vorgegebenen, Schwankungsbereich X, Y als dieses akustische Signal erkannt wird. Dies kann die Erkennungsgenauigkeit und/oder Zuverlässigkeit der Detektion erhöhen.

Figur 9 zeigt eine schematische Darstellung eines Frequenzfilters in Form eines Hochpass, der Frequenzen oberhalb einer Grenzfrequenz annähernd ungeschwächt passieren lässt und tiefere Frequenzen dämpft. Figur 9 zeigt den grundsätzlichen Aufbau aus einem Kondensator C und einem Widerstand R, wobei Ue und Ua die Ein- und Ausgangsspannung bezeichnen. Durch das Vorsehen von einem oder mehreren Frequenzfiltern kann die Vorrichtung zur Absaugung von chirurgischem Rauch auf die Detektion von akustischen Signalen in einem oder mehreren Frequenzbereichen eingeschränkt werden, was beispielsweise die Zuverlässigkeit erhöhen kann.