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Patent Searching and Data


Title:
MELT GRANULES FOR DETERGENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/025678
Kind Code:
A1
Abstract:
Melt granules for detergents are described that are obtained by way of defined melting/solidification processes. These melt granules allow the provision of dust-free, abrasion-stable, solid detergents. The melt granules can also be used effectively for fragrancing purposes. The production processes described, moreover, offer many possibilities for influencing the aesthetics of the product.

Inventors:
RÄHSE, Wilfried (Bahlenstr. 168, Düsseldorf, 40589, DE)
Application Number:
EP2007/058479
Publication Date:
March 06, 2008
Filing Date:
August 16, 2007
Export Citation:
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Assignee:
HENKEL KOMMANDITGESELLSCHAFT AUF AKTIEN (Henkelstr. 67, Düsseldorf, 40589, DE)
RÄHSE, Wilfried (Bahlenstr. 168, Düsseldorf, 40589, DE)
International Classes:
C11D11/00; C11D17/06; C11D11/00; C11D17/06
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung niotensidhaltiger fester, wasserfreier Wasch- oder Reinigungsmittel oder Komponenten hierfür in Form von Schmelzgranulaten, dadurch gekennzeichnet, dass a) zumindest ein bei Raumtemperatur fester Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoff, vorzugsweise umfassend ein Tensid oder Tensidgemisch oder deren Vorprodukt, aufgeschmolzen wird, b) die Schmelze mit zumindest einem weiterem festen Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoff und/oder zumindest einer Flüssigkeit vermischt wird, c) die Mischung aus (b) durch Abkühlung zum Erstarren gebracht wird.

2. Verfahren gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß bei Schritt (c) die Mischung erst in eine beliebige Form(en) gegossen wird, dann zum Erstarren gebracht und vorzugsweise nachfolgend entformt wird.

3. Verfahren gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß bei Schritt (c) die Mischung in einen Kühlstrom zur Erzeugung von Kügelchen abgetropft oder zur Erzeugung von Pulvern versprüht wird.

4. Verfahren gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß bei Schritt (c) die Mischung durch Kühlung auf einer Stahlwalze oder einem Stahlband pastilliert, verschuppt oder in Streifen überführt wird.

5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der bei Raumtemperatur feste Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoff, der im ersten Verfahrensschritt aufgeschmolzen wird, ein Tensid, Tensidgemisch oder deren Vorprodukt darstellt, vorzugsweise umfassend Fettalkoholpolyglycolether (Fettalkoholethoxylate), Alkylphenolpolyglycolether sowie Fettsäureethoxylate, Fettaminethoxylate, ethoxylierte Triglyceride, Fettsäuren, Fettalkohole, Mischether, Alkylpolyglucoside, Saccharoseester, Sorbitanester, Fettsäureglucamide und/oder Aminoxide, insbesondere Alkyldimethylaminoxide.

6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß der aufzuschmelzende Waschmittelinhaltsstoff einen Schmelzpunkt im Bereich von 25-200 0 C, vorzugsweise 30-110 0 C, vorteilhafterweise 35-75°C, insbesondere 40 bis 65°C aufweist.

7. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß die festen Waschoder Reinigungsmittelinhaltsstoffe, welche in die Schmelze eingearbeitet werden, ausgewählt sind aus:

(a) Gerüststoff(compounds), wie vorzugsweise Zeolith(compounds), Polycarboxylat(compounds), Na-Acryl-/Maleinsäure-Copolymer, Nitrilotriessigsäure, Ethylendiamintetraessigsäure bzw. deren Natriumsalze

(b) Carbonate, wie vorzugsweise Soda,

(c) Hydrogencarbonate, insbesondere Alkali- und/oder Erdalkali-Hydrogencarbonate

(d) Sulfate, insbesondere Alkali- und/oder Erdalkali-Sulfate

(e) Builder, wie Silikate und Phosphate, so z.B. Na-Silikat, Sodasilikate, Disilikate, Tripolyphosphat, Schichtsilikate,

(f) Aniontensid-Compounds

(g) Bleichaktivatoren, wie insbesondere N,N,N',N'-Tetraacetylethylendiamin,

(h) Citrate, vorzugsweise Alkali- und/oder Erdalkali-Citrate, insbesondere Na-, K und/oder Mg-

Citrate, und/oder Citronensäure (i) Turmpulver bzw. Sprühtrocknungsprodukte

(j) Polymere, wie insbesondere Celluloseether(derivate) oder, vorzugsweise lineare hydrophile, Polyethylenterephthalat-Polyoxyethylenterephthalat-Blockcopolymere (PET-POET-

Polymere), (k) Entschäumerpulver, vorzugsweise umfassend Stoffe wie natürliche Fette und/oder öle,

Petroleum-Derivate und/oder Siliconöle (I) Weichspüler, Bentonite, Esterquat(-Compounds) (m) Verfärbungsinhibitoren

8. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis von eingesetzter Schmelze zu den zuzugebenden festen Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoffen im Bereich von 1/10 bis 10/1 , vorzugsweise 4/1 bis 1/3, insbesondere 2/1 bis 1/2 liegt.

9. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Schmelze zuzugebenden festen Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoffe zuvor fein vermählen wurden, vorteilhafterweise auf Teilchengrößen d 50 unter 100 μm, vorteilhafterweise < 50 μm, vorzugweise < 25 μm, insbesondere < 10 μm.

10. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1-9, daß der aufzuschmelzende Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoff zumindest einen hautpflegenden und/oder hautschützenden Aktivstoff enthält und/oder zumindest ein hautpflegender und/oder hautschützender Aktivstoff mit der Schmelze vermischt wird.

1 1. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1-10, daß textilweichmachende Inhaltsstoffe, vorzugsweise umfassend Polysiloxane, textil-weichmachende Tone, vorzugsweise Bentonit und/oder kationische Polymere mit der Schmelze vermischt werden.

12. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1-11 , dadurch gekennzeichnet, dass zu den erhaltenen Schmelzgranulaten Enzyme und Bleichkomponenten zugemischt werden.

13. Schmelzgranulate für Wasch- oder Reinigungsmittel, erhältlich nach einem der Ansprüche 1-12, in Form von Plättchen oder Stäbchen mit einem geometrischen Länge:Breite:Dicke- Verhältnis im Bereich von 1 : 0.1-1 : <0.1- 0.005.

14. Schmelzgranulate für Wasch- oder Reinigungsmittel, erhältlich nach einem der Ansprüche 1-12, in Form von Würfeln, Quadern, Trapezen, Ringen, Röhrchen,

Kegeln, Zylindern oder Sternchen, vorzugsweise mit Loch.

15. Schmelzgranulate für Wasch- oder Reinigungsmittel, erhältlich nach einem der Ansprüche 1-12, in Form von Kugeln mit einem mittleren Formfaktor von > 0,84, insbesondere >0,86, vorzugsweise > 0,88.

16. Schmelzgranulate für Wasch- oder Reinigungsmittel, erhältlich nach einem der Ansprüche 1-12, die Zeichen, Buchstaben oder Symbole als Erhebung oder als Vertiefung tragen.

17. Verwendung der Verfahrensprodukte gemäß einem der Ansprüche 1-12 in Abmischung mit Enzymen und Bleichmitteln zum Wäschewaschen .

18. Verwendung der Verfahrensprodukte gemäß einem der Ansprüche 1-12 zur Raum-, Fahrzeugoder Schrankbeduftung, insbesondere in Form von Duftsäckchen.

19. Verwendung der Verfahrensprodukte gemäß einem der Ansprüche 1-12 zur Beduftung von Gegenständen, vorzugsweise von Waschmitteln, Wasch- und Reinigungsmaschinen, trockener Wäsche und Verpackungen.

20. Verwendung der Verfahrensprodukte gemäß einem der Ansprüche 1-12 zur Beduftung von Textilien während des, vorzugsweise maschinellen, Wasch- oder Trocknungsprozesses.

Description:

„Schmelzgranulate für Wasch- und Reinigungsmittel"

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schmelzgranulaten für Waschoder Reinigungsmittel. Sie betrifft ferner bestimmte Schmelzgranulate sowie deren Verwendung zum Wäschewaschen und für Beduftungszwecke.

Feste Wasch- und Reinigungsmittel sind seit vielen Jahren willkommene Hilfsmittel im Haushalt und Gewerbe und werden mit großer Selbstverständlichkeit von beinahe jedermann genutzt.

Eine wesentliche Problematik bei der Gestaltung fester Wasch- und Reinigungsmittel liegt vor allem darin, solche Mittel bereitzustellen, welche im wesentlichen staubfrei und abriebstabil sind. Dies ist nicht nur wichtig für das ästhetische Empfinden des Anwenders, sondern auch für die praktische Anwendung von Bedeutung. Allzu leicht kann als Folge von Abrieb und Staubabsonderung z.B. eine Entmischung des festen Wasch- und Reinigungsmittels auftreten, welche z.B. dazu führen kann, daß einzelne Chargen von Waschmitteln, welche sich inhaltlich eigentlich gleichen sollten, sich aufgrund von Entmischung dennoch unterscheiden und dadurch qualitativ unterschiedliche Waschergebnisse zu Tage fördern, welche den Verbraucher enttäuschen können.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung lag deshalb in der Bereitstellung eines staubfreien und abriebstabilen festen Wasch- oder Reinigungsmittels.

Die vorstehende Aufgabe wird vom Gegenstand der Erfindung gelöst. Diesen bildet ein Verfahren zur Herstellung niotensidhaltiger fester, wasserfreier Wasch- oder Reinigungsmittel oder Komponenten hierfür in Form von Schmelzgranulaten, dadurch gekennzeichnet, daß

(a) zumindest ein bei Raumtemperatur (d.h. 20 0 C) fester Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoff, vorzugsweise umfassend ein Tensid oder Tensidgemisch oder deren Vorprodukt, aufgeschmolzen wird,

(b) die Schmelze mit zumindest einem weiterem festen Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoff und/oder zumindest einer Flüssigkeit vermischt wird,

(c) die Mischung aus (b) durch Abkühlung zum Erstarren gebracht wird.

Wasserfrei bedeutet im Zusammenhang mit dieser Erfindung, daß das resultierende Schmelzgranulat einen Gehalt an freiem Wasser < 5 Gew.-%, vorzugsweise < 2 Gew.-%, insbesondere < 1 Gew.-% aufweist, bezogen auf das gesamte Schmelzgranulat.

Freies Wasser ist Wasser, welches nicht in chemisch und/oder physikalisch gebundener Form vorliegt. Freies Wasser umfaßt also z.B. nicht das an Zeolith gebundene Wasser.

Der Gegenstand der Erfindung ermöglicht die Bereitstellung eines staubfreien, abriebstabilen festen, wasserfreien Waschmittels, welches die Vorteile eines flüssigen Waschmittels (hoher Tensidanteil, gute Reinigungskraft synthetischer Faser und fetthaltiger Anschmutzungen bei T< 60 0 C; Gewebeschonung) mit den Vorteilen der festen Waschmittel (z.B. hoher Builderanteil) verbinden kann.

Mit der vorliegenden Erfindung gelingt die Bereitstellung besonders ästhetischer Waschmittel, die sich von den üblichen Pulvern deutlich unterscheiden und z.B. in Pulverform, als Kügelchen, Schuppen, Streifen, Pastillen, Mikropastillen angeboten werden können, also eine große Varianz im Produktdesign ermöglichen.

Z.B. ist durch das Gießen oder Pressen in Negativformen die Gestaltung beliebiger Formen möglich, auch z.B. das Aufbringen von Firmen-Logos, Buchstaben, Zeichen oder anderer Symbole ist möglich.

Durch die Einlagerung von Feststoffen oder die Flüssigkeiten in die Schmelze resultiert eine verbesserte Lagerstabilität, da Sauerstoff nicht mit den eingeschlossenen Bestandteilen in Kontakt treten kann. Insbesondere ein einsetzbares Parfüm befindet sich dann geschützt eingebettet in dem Schmelzgranulat, ohne Kontaktmöglichkeit zur möglicherweise in zugemischten Granulaten vorhandenen Bleiche.

Es lassen sich z.B. auch controlled release- Effekt realisieren, indem beispielsweise nur TAED, oder ein langanhaftendes Parfüm oder eine weichspülende Komponente in ein Schmelzgranulat eingebettet werden. Diese Komponenten können dann verzögert aus dem Granulat freigesetzt werden. über die Auswahl der die Schmelze bildenden Stoffe, d.h. z.B. deren Zusammensetzung, C-Kettenlänge und Verteilung sowie beispielsweise bei den Niotensiden über den Grad der Ethoxylierung können die Lösegeschwindigkeiten der Schmelzgranulate leicht in Abhängigkeit von der Temperatur nahezu beliebig eingestellt werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird in dem Verfahren bei Schritt (c) die Mischung erst in eine beliebige Form gegossen, dann zum Erstarren gebracht und vorzugsweise nachfolgend entformt. Die Negativformen befinden sich vorzugsweise auf einem kontinuierlich laufenden, gekühlten Band oder einer Walze bzw. Doppelwalze. Bei geeigneter Rezeptierung kann auf Entformungshilfsmittel verzichtet werden, und das geformte Produkt fällt nach entsprechender Abkühlung direkt der Schwerkraft folgend aus der Form. Während des Erstarrungsvorgangs wird die äußere Form des resultierenden Produktes festgelegt. Die Formen können dabei so gewählt werden, daß dem Verbraucher die Produkte direkt in der Form an die Hand gegeben werden.

Bei der Auswahl der Gießformen sind dem Fachmann keine Grenzen gesetzt, neben herkömmlichen Formen aus Metallen bzw. Kunststoffen können auch Formsand-ähnliche Formen genutzt werden. Hierzu werden geeignete Trennmittel (beispielsweise Stärke oder Bienen-

wachspulver, pyrogene Silikate, Zeolithe, feinteilige Carbonate usw.) bettförmig ausgebreitet. Mit einem Positivstempel können Vertiefungen in das Bett gedrückt werden, die nach Abheben des Stempels Formen bilden. In diese Vertiefungen kann die Schmelze völlig analog zu herkömmlichen Formen eindosiert werden. Die Formen können dann beispielsweise durch Absieben von den Formungen getrennt werden. Es ist aber auch möglich, die Pulvermatrix zur Ausbildung einer partiellen oder den Formung ganz umschließenden Umhüllung zu nutzen. Hierzu können die Formlinge nach dem Erstarren in der Pulvermatrix oberflächlich erwärmt werden, wodurch die Bestandteile der Pulvermatrix, die in direktem Kontakt zum Formung befindlich sind, angelöst bzw. an den Formung angeklebt werden. Vollständige Umhüllungen lassen sich auf diese Weise erreichen, wenn die im Pulverbett befindlichen Formlinge mit einer weiteren Pulverschicht abgedeckt werden.

Alternativ kann bei der Herstellung der Produkte auch auf den Einsatz von Formen verzichtet werden. Hier bieten sich Verfahren an, mit dem die Schmelzen ohne äußere Form formgebend verarbeitet werden, beispielsweise durch Pelletieren, das Verprillen, das Pastillieren und die Verschuppung mittels Kühlwalzen.

Geeignete erfindungsgemäße Verfahren sind auch Extrusionsverfahren (z.B,. „Nudelextrusion" mit allen Formen), Walzenkompaktierung mit/ohne Negativformen oder das Abtropfen der Schmelze.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Mischung aus Schritt (b) des Verfahrens (d.h. die Schmelze mit zumindest einem weiterem festen Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoff und/oder zumindest einer Flüssigkeit) in Schritt (c) zur Erzeugung von Kügelchen abgetropft oder zur Erzeugung von Pulvern versprüht.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Mischung aus Schritt (b) des Verfahrens (d.h. die Schmelze mit zumindest einem weiterem festen Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoff und/oder zumindest einer Flüssigkeit) in Schritt (c) durch Kühlung auf einer Stahlwalze oder einem Stahlband pastilliert, verschuppt oder in Streifen überführt.

Das Verfahren des Prillens umfaßt die Herstellung körniger Körper aus schmelzbaren Stoffen, wobei bei dieser erfindungsgemäßen Verfahrens Variante die Schmelze an der Spitze eines Turmes in definierter Tröpfchengröße eingesprüht wird, im freien Fall, vorzugsweise durch einen (KaIt- )Gasstrom, erstarrt und die PrNIs am Boden des Turmes als Granulat anfallen.

Abtropfverfahren führen zu kugeligen Granulaten mit Teilchengrößen im Bereich d 50 von vorteilhafterweise 0,4 bis 5 mm, vorzugsweise 0,8 bis 1 ,5 mm, einstellbar über die Abtropfdüsen. (d 50 stellt den Medianwert dar. Der Medianwert ist als diejenige Partikelgröße definiert, unterhalb und oberhalb derer jeweils 50% der Partikelmenge liegen.)

Die Verfestigung der Schmelztröpfchen geschieht im freien Fall über mehrere Meter durch einen kalten Gasstrom, der z.B. mit flüssiger Luft/Stickstoff/CO 2 oder einer Kälteanlage auf niedrige Temperaturen gebracht werden kann.

Als (Kalt-)Gasstrom können ganz allgemein sämtliche Gase eingesetzt werden, wobei die Temperatur des Gases deutlich unter der Erstarrungstemperatur der Schmelze liegen sollte. Um lange Fallstrecken zu vermeiden, kann mit stärker abgekühlten Gasen gearbeitet werden, beispielsweise mit (tief-)gekühlter Luft oder, falls erforderlich, auch mit flüssigem Stickstoff, der in den Gasstrom der Sprühtürme oder der Fallstrecken bei Abtropfanlagen eingedüst wird.

Die Korngröße der entstehenden PrNIs kann über die Wahl der Sprühdüsen und der Verfahrensbedingungen variiert werden, wobei technisch einfach realisierbare Partikelgrößen d 50 z.B. im Bereich von 0,05 bis 2 mm, vorzugsweise d 50 um 0,3 bis 0,7 mm, liegen.

Ein Alternativverfahren zur Verprillung besteht in der Pastillierung. Das Pastillieren umfaßt die Dosierung der Schmelze auf Stahlbänder, die eine Temperatur unterhalb der Erstarrungstemperatur der Schmelze aufweisen und von unten gekühlt werden.

Die Pastillierung kann kleine Partikel (Mikropastillierung) und auch größere Partikel liefern, die bei technisch üblichen Verfahren z.B. Größen zwischen 0.2 und 10 mm, vorzugsweise zwischen 1 und 6 mm aufweisen. Möglich ist auch das Aufbringen von hauchdünnen Streifen mit einer Dicke von z.B. < 1 mm, vorzugsweise < 0,5 mm, insbesondere < 0,25 mm und besonders bevorzugt < 0,15 mm, die durch Brechen in Plättchen (Länge und Breite im Bereich von z.B. 0,5 bis 30 mm, vorzugsweise von 1 bis 10 mm, insbesondere von 2 bis 6 mm), überführt werden können.

Als noch kostengünstigere Variante bietet sich der Einsatz von Kühlwalzen an. Hierbei wird die Schmelze auf eine Kühlwalze aufgetragen oder aufgesprüht, die erstarrten Portionen abgeschabt und falls erforderlich zerkleinert.

Der Einsatz von Kühlwalzen ermöglicht eine problemlose Einstellung des gewünschten Partikelgrößenbereichs d 50 , der bei diesem erfindungsgemäßen Verfahren z.B. auch unterhalb 1 mm, beispielsweise bei d 50 von 200 bis 700 μm, liegen kann.

Mit besonderem Vorzug läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren derart durchführen, daß Pellets mit Kugelform hergestellt werden, die vorzugsweise Durchmesser von 0,4 bis 5 mm, besonders bevorzugt von 0,7 bis 4 mm und insbesondere von 1 bis 3 mm aufweisen. Hierzu sind erfindungsgemäße Verfahrens Varianten bevorzugt, bei denen die Schmelze in einen Kühlstrom eines gasförmigen oder flüssigen Kühlmittels eingebracht wird, im Kühlstrom unter Bildung von Pellets erstarrt und anschließend aus dem Kühlstrom entfernt wird.

Bei einer Verfahrens Variante wird die Schmelze, die vorzugsweise eine flüssige bis pastöse Masse darstellt, in einen Kühlstrom eines flüssigen Kühlmittels (beispielsweise flüssige Luft) eingebracht und erstarrt im Kühlstrom unter Bildung von Pellets unter anschließender Entfernung aus dem Kühlstrom. Hierzu kann die Schmelze über eine Tropfeinrichtung (z.B. Hohlnadeln) z.B. in eine nach oben offene, geneigte Fließrinne, in der ein laminarer Strom aus flüssigem Kühlmittel fließt, eingetropft werden. In der Fließrinne werden die Tropfen im Kühlmittelstrom unter Bildung von Pellets zum Erstarren gebracht und anschließend z.B. einem gelochten oder gitterförmigen Förderband zugeführt. Durch die öffnungen fließt Kühlmittel ab, während die Pellets spätestens auf dem Förderband vollständig erstarren und zu einem Sammelbehälter befördert werden.

Die Pellets werden in einem Strom aus flüssigem Kühlmittel zumindest anteilsweise zum Erstarren gebracht, bevor sie auf das Förderband gelangen. Die sich einstellende Festigkeit hängt unter anderem von der Verweilzeit der Pellets auf der Fließrinne, und somit von deren Länge ab. Um auch bei sich ändernden Wärmekapazitäten und Volumina der zu erstarrenden Schmelze ausreichende Verweilzeiten der Pellets auf der Fließrinne gewährleisten zu können, ist deren Länge großzügig zu bemessen.

Eine noch einfachere und kostensparende Verfahrens Variante für die reproduzierbare Herstellung von Pellets, bei der die Gefahr einer Deformierung vermindert ist, und die zur Durchführung des Verfahren kompakter ist, sieht vor, daß der Kühlstrom durch gerichtete Zwangsströmung in einem Kühlmittelbad erzeugt wird.

Bei dieser Verfahrens Variante wird der Kühlstrom in einem Kühlmittelbad erzeugt. Die Pellets werden im Kühlstrom ganz oder teilweise zum Erstarren gebracht. Mechanische Kontakte zwischen den erstarrenden Pellets und einer Wandung zu einem Zeitpunkt zu dem die Pellets noch keine ausreichende Oberflächenhärte und Festigkeit aufweisen, werden so vermieden. Dadurch werden unerwünschte und nicht reproduzierbaren Veränderungen der Oberflächen von Pellets ausgeschlossen.

Durch das Kühlmittelbad steht ein großes Kühlvolumen zur Verfügung. Durch die Kälte erstarren die Pellets zumindest oberflächlich rasch und werden dadurch mechanisch rasch stabilisiert. Sie können deshalb in hoher Pellet-Dichte und dementsprechend schnell von einem Eintropfbereich, in dem sie in das Kühlmittel eingebracht werden, wegbefördert werden, ohne daß eine Deformierung oder ein Verkleben durch Kontakt untereinander zu befürchten ist. Die hohe Pellet-Dichte erlaubt insoweit eine kurze Kühlstrecke und damit eine kompakte Bauweise der dafür benötigten Vorrichtung. Der Kühlstrom wird durch gerichtete Zwangsströmung des Kühlmittels im Kühlmittelbad erzeugt. Der Kühlstrom verläuft beispielsweise geradlinig oder kreisförmig innerhalb des Kühlmittelbades. Mit Hilfe der gerichteten Strömung werden die Pellets zwischen einer

definierten Aufgabestelle, in der die Schmelze in den Kühlstrom eingebracht wird, und einer definierten Entnahmestelle, in der die Pellets aus dem Kühlstrom entfernt werden, geleitet, so daß die Verweildauer der Pellets im Kühlstrom reproduzierbar eingestellt werden kann. Eventuelle Masse- und Dichteschwankungen der Pellets, wie sie sich etwa beim freien Absinken oder beim Auftrieb in einer Kühlflüssigkeit bemerkbar machen, fallen dadurch weniger ins Gewicht.

Bevorzugt wird ein horizontaler Kühlstrom erzeugt. Eine horizontale Zwangsströmung in dem Kühlbad läßt sich vergleichsweise einfach realisieren. In dieser Hinsicht hat sich insbesondere die Erzeugung eines Kühlstromes durch gerichtete Oberflächenströmung im Kühlmittelbad als vorteilhaft erwiesen.

Zur Erzeugung des Kühlstromes hat sich der Einsatz einer Flüssigpumpe bewährt. Mittels der Flüssigpumpe wird flüssiges Kühlmittel im Kühlmittelbad durch Ansaugen und Druck bewegt und dadurch der Kühlstrom erzeugt. Die Geschwindigkeit der Zwangsströmung ist mittels der Flüssigpumpe variabel einstellbar.

Als besonders günstig hat sich eine Verfahrensweise erwiesen, bei der die Pellets im Kühlstrom zumindest teilweise zum Erstarren gebracht und mittels einer Fördereinrichtung aus dem Kühlstrom ausgetragen und auf der Fördereinrichtung unter Wirkung eines gasförmigen Kühlmittels, z.B. Luft, vollständig zum Erstarren gebracht werden. Hierbei werden die Pellets im flüssigen Kühlstrom lediglich soweit zum Erstarren gebracht, daß sie ohne mechanische Beeinträchtigung aus dem Kühlmittelbad befördert werden können.

Anschließend werden die Pellets durch Einwirkung eines gasförmigen Kühlmittels vollständig zum Erstarren gebracht, wofür sich auch die kalte Abluft des flüssigen Kühlmittels eignet. Unter Abluft wird dabei vorzugsweise das während des Betriebes sich bildende Abgas des flüssigen Kühlmittels verstanden. Durch dessen Nutzung zum vollständigen Erstarren der Pellets gestaltet sich diese Verfahrensweise besonders kostensparend. Dabei ist ein Kühlstrom zweckdienlich, der auf die Fördervorrichtung gerichtet wird. Entsprechende erfindungsgemäße Verfahren, bei denen die Pellets im Kühlstrom anteilsweise zum Erstarren gebracht werden, mittels einer Fördereinrichtung aus dem Kühlstrom ausgetragen und auf der Fördereinrichtung unter Wirkung eines gasförmigen Kühlmittels vollständig zum Erstarren gebracht werden, wobei vorzugsweise die kalte Abluft des flüssigen Kühlmittels als gasförmiges Kühlmittel eingesetzt wird, sind besonders bevorzugt.

Eine weitere Verbesserung dieser Verfahrensweise ergibt sich dadurch, daß ein Kühlgasstrom durch gerichtete Zwangsströmung im gasförmigen Kühlmittel erzeugt wird, wobei der Kühlgasstrom parallel zur Förderrichtung der Fördereinrichtung geführt wird. Dadurch, daß das gasförmige Kühlmittel, zum Beispiel die Abluft des Kühlmittelbades im Gleichstrom oder im Gegenstrom zur

Fördereinrichtung bewegt wird, wird eine definierte und reproduzierbare Kühlung der Pellets erreicht. Der Kühlgasstrom wird beispielsweise mit Hilfe einer Gasabzugseinrichtung erzeugt.

Bei der Durchführung dieser erfindungsgemäßen Verfahrens Variante wird mittels einer Flüssigpumpe im Kühlmittelbad ein gerichteter Kühlstrom erzeugt. Mittels einer Flüssigpumpe wird an der Kühlmittelansaugöffnung Kühlmittel angesaugt, das aus dem Kühlmittelaustritt als oberflächennaher, horizontaler Kühlstrom entlassen wird. Oberhalb des Kühlstromes ist eine Eintropfvorrichtung vorgesehen, mittels der die Schmelze in den Kühlstrom eingetropft und von diesem mitgerissen werden. Die Schmelze wird in den Kühlstrom eingetropft und mit diesem zum übergabebereich mitbewegt. Die mittlere Strömungsgeschwindigkeit des Kühlstromes auf dieser Strecke liegt um 0,2 m/s, und die Streckenlänge beträgt etwa 100 cm. Daraus ergibt sich eine mittlere Verweilzeit der eingetropften Kügelchen aus der Schmelze im flüssigen Kühlstrom von ca. 5. Sekunden. Diese Behandlung führt zumindest zu einem oberflächlichen Erstarren der Kügelchen, deren Masse bei einem Durchmesser ca. 6 mm jeweils etwa 0,1 g beträgt. Dadurch, daß das zumindest oberflächliche Erstarren im Kühlmittelbad sehr rasch und ohne jeden Kontakt mit Wandungen erfolgt, ist es möglich, die Kügelchen mit hoher Geschwindigkeit und Dichte aus dem Eintropfbereich zu entfernen, ohne daß mechanische Beschädigungen der Kügelchen zu befürchten sind.

Unterhalb des Kühlstromes und auf einer ersten Teilstrecke etwa parallel dazu verläuft ein Transportband, mittels dem die zumindest oberflächlich erstarrten Kügelchen aus dem Kühlmittelbad herausgetragen werden. Hierzu wird das Transportband auf einer zweiten Teilstrecke aus dem Kühlmittelbad schräg nach oben in einen kanalartigen Auslaß des Gehäuses abgezogen. Der die Kügelchen transportierende Kühlstrom ist auf den übergabebereich des Transportbandes aus dem Kühlmittelbad gerichtet. Während die Kügelchen auf dem Transportband durch den kanalartigen Auslaß zum Sammelbehälter transportiert werden, erstarren sie vollständig. Zu diesem Zweck kann die Abluft oberhalb des Transportbandes im Gleichstrom mit der Transportrichtung der Kügelchen angesaugt werden. Die Abluft entzieht dabei beim Durchströmen dieser Wegstrecke den Kügelchen weiterhin Energie und erwärmt sich dabei.

Die Bandlänge und Geschwindigkeit des Förderbandes sind dabei so gewählt, daß die Verweilzeit der Kügelchen darauf etwa 30 Sekunden beträgt, so daß sie am Ende des kanalartigen Auslasses vollständig erstarrt sind.

Im kanalartigen Auslaß werden die erfindungsgemäß hergestellten Kügelchen vom Transportband aufgenommen und in einen Sammelbehälter befördert.

Eine weitere Möglichkeit, die Schmelze ohne äußere Form formgebend zu verarbeiten, besteht darin, entsprechende Zusammensetzungen vorzukühlen, so daß pastöse oder gelförmige Massen

resultieren. Diese Massen lassen sich dann in an sich bekannter Weise zu Formungen verarbeiten, beispielsweise durch Extrusion. Dieses Verfahren bietet sich auch zur Herstellung runder Partikel an, indem vorgekühlte Massen extrudiert, stückig abgelängt und danach einem Verrunder zugeführt werden.

Es ist ohne weiteres möglich, die erfindungsgemäß hergestellten Pellets mit weiteren Komponenten abzumischen, wie dies beispielsweise bei der herkömmlichen Pulvertechnologie für Wasch-, Spül- oder Reinigungsmittel üblich ist. Dabei können den erfindungsgemäß hergestellten Kügelchen nicht nur weitere erfindungsgemäß hergestellte Kügelchen anderer Zusammensetzung, sondern auch partikuläre Feststoffe, Granulate, Extrudate, Schuppen, etc. zugemischt werden. Auf diese Weise können Wasch- oder Reinigungsmittel aller Art hergestellt werden.

Der bei Raumtemperatur feste Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoff der erfindungsgemäß in einem ersten Verfahrensschritt aufgeschmolzen wird, ist vorzugsweise ein Tensid, Tensidgemisch oder deren Vorprodukt, was einer bevorzugten Ausführungsform entspricht, insbesondere umfassend Fettalkoholpolyglycolether (Fettalkoholethoxylate), Alkylphenolpolyglycolether sowie Fettsäureethoxylate, Fettaminethoxylate, ethoxylierte Triglyceride, Fettsäuren, Fettalkohole, Mischether (beidseitig alkylierte Polyethylenglycolether), Alkylpolyglucoside, Saccharoseester, Sorbitanester, Fettsäureglucamide (vorzugsweise Fettsäure-N-methylglucamide) und/oder Aminoxide, insbesondere Alkyldimethylaminoxide.

Mögliche Inhaltsstoffe, die in einem ersten Verfahrensschritt aufgeschmolzen werden, können vorteilhafterweise auch aus der Gruppe der Silikone (Silikonöle), Paraffine, Esterquats, Wachse, Mono-, Di- oder Triglyceride und/oder Kohlenhydrate ausgewählt sein.

Geeignete Paraffine können z.B. Octadecan, Nonadecan, Eicosan, Docosan, Tricosan, Tetracosan, Pentacosan, Hexacosan, Heptacosan, Octacosan, Nonacosan oder Triacosan sein, um einige Beispiele zu nennen.

Geeignete Fettalkohole können z.B. 1-Tridecanol, 1-Tetradecanol, 1-Pentadecanol, 1- Hexadecanol, 1-Heptadecanol, 1-Octadecanol, 9-trans-Octadecen-1-ol, 1-Nonadecanol, 1- Eicosanol, 1-Heneicosanol, 1-Docosanol, 13-cis-Docosen-1-ol, 3-trans-Docosen-1-ol sein, um nur einige Beispiele zu nennen. Dazu zählen auch die so genannten Wachsalokohle, also Fettalkohole mit ca. 24-36 Kohlenstoff-Atomen, wie z.B. Triacontanol-1 oder Melissylakohol. Dazu zählen auch ungesättigte Fettalkohole wie z.B. Elaidyalkohol, Erucaalkohol oder Brassidylalkohol. Dazu zählen auch Guerbet-Alkohle, wie z.B. C 32 H 66 O oder C 36 H 74 O. Dazu zählen auch Alkandiole, wie z.B. Undecandiol-1 ,11 oder Dodecandiol-1 ,12.

Geeignete Niotenside können z.B. Fettalkoholpolyglycolether sein, wie z.B. C 14 H 29 -O- (CH 2 CH 2 O) 2 H, C 10 H 21 -O-(CH 2 CH 2 O) 8 H, C 12 H 25 -O-(CH 2 CH 2 O) 6 H, C 14 H 29 -O-(CH 2 CH 2 O) 4 H, C 16 H 33 - 0-(CH 2 CH 2 O) 12 H, C 18 H 37 -O-(CH 2 CH 2 O) 4 H, um nur einige Beispiele zu nennen.

Geeignete Fettsäuren können z.B. sein Caprinsäure, Undecansäure, Laurinsäure, Tridecansäure, Tetradecansäure, Pentadecansäure, Palmitinsäure, Margarinsäure, Stearinsäure, Nonadecansäure, Arachinsäure, Behensäure, Lignocerinsäure, Cerotinsäure, Crotonsäure, Erucasäure, Elaeostearinsäure oder Melissinsäure, um einige Beispiele zu nennen.

Geeignet können auch die Ester von Fettsäuren sein, wie z.B. die Methyl- oder Ethylester der Behensäure oder der Arachinsäure, um Beispiele zu nennen.

Geeignet sind auch Mono-, Di- oder Triglyceride, z.B. die entsprechenden Glyceride der Laurinsäure, der Palmitinsäure oder der Caprinsäure, um einige Beispiele zu nennen.

Geeignete Wachse können natürliche Wasche, wie z.B. Carnaubawachs, Candelillawachs, Espartowachs, Guarumawachs, Japanwachs, Korkwachs oder Montanwachs sein, ebenso tierische Wasche, wie z.B. Bienenwachs, Wollwachs, Schellackwachs oder Walrat, ebenso synthetische Wachse, wie z.B. Polyalkylenwachse oder Polyethylenglycolwachse, ebenso chemisch modifizierte Wachse, wie z.B. hydrierte Jojobawachse oder Montanesterwachse.

Wenn der erfindungsgemäß aufzuschmelzende Waschmittelinhaltsstoff, z.B. Tensid oder Tensidgemisch, einen Schmelzpunkt im Bereich von 25-200 0 C, vorzugsweise 30-110 0 C, vorteilhafterweise 35-75°C, insbesondere 40 bis 65°C aufweist, so liegt eine bevorzugte Ausführungsform vor.

Erfindungsgemäß wird der Schmelze, bevor diese erstarrt, zumindest ein fester Waschmittelinhaltsstoff und/oder Flüssigkeiten zugefügt.

Diese Flüssigkeit kann vorteilhafterweise z.B. ein oder mehrere natürliche(s) oder synthetische(s)

Polymer(e) enthalten, welche vorzugsweise wasserlöslich sind; insbesondere können solche wasserlösliche(n) Polymer(e) ausgewählt sein aus: i) Polyacrylsäuren und deren Salzen ii) Polymethacrylsäuren und deren Salzen iii) Polyvinylpyrrolidon, iv) Vinylpyrrolidon/Vinylester-Copolymeren, v) Cellulose-, Stärke- und Guarethern vi) Polyvinylacetaten, Polyvinylalkoholen und ihren Copolymeren vii) Pfropfcopolymeren aus Polyethylenglykolen und Vinylacetat

viii) Alkylacrylamid/Acrylsäure-Copolymeren und deren Salzen ix) Alkylacrylamid/Methacrylsäure-Copolymeren und deren Salzen x) Alkylacrylamid/Methylmethacrylsäure-Copolymeren und deren Salzen xi) Alkylacrylamid/Acrylsäure/Alkylaminoalkyl(meth)acrylsäure- Copolymeren und deren Salzen xii) Alkylacrylamid/Methacrylsäure/Alkylaminoalkyl(meth)acrylsä ure-Copolymeren und deren

Salzen xiii) Alkylacrylamid/Methylmethacrylsäure/Alkylaminoalkyl(meth)ac rylsäure-Copolymeren und deren Salzen xiv) Alkylacrylamid/Alkymethacrylat/Alkylaminoethylmethacrylat/Al kylmethacrylat-Copolymeren und deren Salzen xv) Copolymeren aus xv-i) ungesättigten Carbonsäuren und deren Salzen xv-ii) kationisch derivatisierten ungesättigten Carbonsäuren und deren Salzen xvi) Acrylamidoalkyltrialkylammoniumchlorid/Acrylsäure-Copolymer e sowie deren Alkali- und

Ammoniumsalze xvii) Acrylamidoalkyltrialkylammoniumchlorid/Methacrylsäure-Copol ymere sowie deren Alkali- und

Ammoniumsalze xviii) Methacroylethylbetain/Methacrylat-Copolymere xix) Vinylacetat/Crotonsäure-Copolymere xx) Acrylsäure/Ethylacrylat/N-tert.Butylacrylamid-Terpolymere xxi) Pfropfpolymere aus Vinylestern, Estern von Acrylsäure oder Methacrylsäure allein oder im

Gemisch, copolymerisiert mit Crotonsäure, Acrylsäure oder Me-thacrylsäure mit

Polyalkylenoxiden und/oder Polykalkylenglykolen xxii) gepfropften Copolymere aus der Copolymerisation von xxii-i) mindesten einem Monomeren vom nicht-ionischen Typ, xxii-ii) mindestens einem Monomeren vom ionischen Typ, xxiii) durch Copolymerisation mindestens eines Monomeren jeder der drei folgenden Gruppen erhaltenen Copolymere: xxiii-i) Ester ungesättigter Alkohole und kurzkettiger gesättigter Carbonsäuren und/oder Ester kurzkettiger gesättigter Alkohole und ungesättigter Carbonsäuren, xxiii-ii) ungesättigte Carbonsäuren, xxiii-iii) Ester langkettiger Carbonsäuren und ungesättigter Alkohole und/oder Ester aus den Carbonsäuren der Gruppe dθii) mit gesättigten oder ungesättigten, geradkettigen oder verzweigten C8-18-Alkohols. xxiv) Biopolymeren, insbesondere Xanthan, Carageenan Agar usw.

Vorteilhafterweise kann die Flüssigkeit auch Tenside enthalten, insbesondere nichtionische(s) Tensid(e).

In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Flüssigkeit Hautpflegemittel und/oder Textilpflegemittel, insbesondere Silikonöl.

Hautpflegemittel können insbesondere solche Mittel sein, welche der Haut einen sensorischen Vorteil verleihen, z.B. indem sie Lipide und/oder Feuchthaltefaktoren zuführen. Hautpflegemittel können z.B. Proteine, Aminosäuren, Lecithine, Lipoide, Phosphatide, Pflanzenextrakte, Vitamine sein; ebenso können Fettalkohole, Fettsäuren, Fettsäureester, Wachse, Vaseline, Paraffine als Hautpflegemittel wirken. Textilpflegemittel sind z.B. Stoffe zur Pflege von Textilien, wie z.B. Kationtenside.

Bei diesen Flüssigkeiten kann es sich z.B. auch um Parfüm oder andere öle handeln. Es kann aber, bezogen auf die Parfümzugabe, auch vorteilhafter sein, erst die erstarrten Produkte zu beduften, beispielsweise durch Besprühen mit Riechstoffen. Auch andere empfindliche Bestandteile, wie z.B. Bleichmittel, Enzyme oder Farbstoffe sollten dem Verfahrensendprodukt erst nachträglich zugemischt werden, können aber prinzipiell auch direkt über das erfindungsgemäße Verfahren eingearbeitet werden.

Geeignete feste Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoffe, welche sich für für die Einarbeitung in die Schmelze eignen, können z.B. aus folgenden ausgewählt sein:

(a) Gerüststoff(compounds), wie vorzugsweise Zeolith(compounds), Polycarboxylat(compounds), Na-Acryl-/Maleinsäure-Copolymer, Nitrilotriessigsäure, Ethylendiamintetraessigsäure bzw. deren Natriumsalze

(b) Carbonate, wie vorzugsweise Soda,

(c) Hydrogencarbonate, insbesondere Alkali- und/oder Erdalkali-Hydrogencarbonate

(d) Sulfate, insbesondere Alkali- und/oder Erdalkali-Sulfate

(e) Builder, wie Silikate und Phosphate, so z.B. Na-Silikat, Sodasilikate, Disilikate, Tripolyphosphat, Schichtsilikate,

(f) Aniontensid-Compounds (umfassend z.B. Fettalkoholsulfate, Alkylbenzolsulfonate, Alkansulfo- nate, Alkylethersulfate, Alkylsulfate, α-Olefinsulfonate und/oder Estersulfonate wie insbesondere Methylestersulfonate, und/oder deren Mischungen, Seifen)

(g) Bleichaktivatoren, wie insbesondere N,N,N',N'-Tetraacetylethylendiamin,

(h) Citrate, vorzugsweise Alkali- und/oder Erdalkali-Citrate, insbesondere Na-, K und/oder Mg-

Citrate, und/oder Citronensäure (i) Turmpulver bzw. Sprühtrocknungsprodukte,), z.B. beinhaltend Mischungen thermisch stabiler

Inhaltsstoffe von Wasch- oder Reinigungsmitteln (j) Polymere, wie z.B. insbesondere Celluloseether(derivate) oder, vorzugsweise lineare hydrophile, Polyethylenterephthalat-Polyoxyethylenterephthalat-Blockcopo lymere (PET-POET-

Polymere),

(k) Entschäumerpulver, vorzugsweise umfassend Stoffe wie natürliche Fette und/oder öle,

Petroleum-Derivate und/oder Siliconöle (I) Weichspüler, Bentonite, Esterquat- Compounds (m) Verfärbungsinhibitoren (PVP, u.a.)

Was die Zugabe fester Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoffe zu der Schmelze anbetrifft, so ist es bevorzugt, daß das Gewichtsverhältnis von eingesetzter Schmelze zu den zuzugebenden festen Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoffen im Bereich von 1/10 bis 10/1 , vorzugsweise 4/1 bis 1/3, insbesondere 2/1 bis 1/2 liegt. Dies entspricht einer bevorzugten Ausführungsform.

Erfindungsgemäß ist es besonders bevorzugt, daß die zur Schmelze zuzugebenden festen Waschoder Reinigungsmittelinhaltsstoffe zuvor fein vermählen wurden, beispielsweise auf Teilchengrößen d 50 unter 100 μm, vorzugweise auf < 50 μm, insbesondere auf < 25 μm, besonders bevorzugt auf < 10 μm.

Durch das Feinmahlen werden vorzugsweise Teilchengrößen d 50 unter 500 μm erreicht. Bevorzugt sind dabei Teilchengrößen d 50 von z.B. 1-100 μm, vorzugsweise 5-80 μm, insbesondere 10-50 μm. Diese Teilchengrößen d 50 werden vorzugsweise über trockene Ma hiverfahren erzielt. Teilchengrößen d 50 im Bereich von z.B. 0,05 bis 50 μm, vorzugsweise o,1 bis 10 μm, insbesondere 0,5-5 μm sind ebenfalls bevorzugt. Diese Teilchengrößen d 50 werden vorzugsweise über nasse Mahlverfahren erzielt.

Die resultierenden Verfahrensprodukte, also die erstarrten Schmelzen bzw. Schmelzgranulate, enthalten vorzugsweise Tensid(e), wobei anionische, nichtionische, kationische und/oder amphotere Tenside enthalten sein können. Bevorzugt sind aus anwendungstechnischer Sicht bei Textilwaschmitteln Mischungen aus anionischen und nichtionischen Tensiden, wobei der Anteil der anionischen Tenside größer sein sollte als der Anteil an nichtionischen Tensiden. Der Gesamttensidgehalt der resultierenden Produkte liegt vorzugsweise unterhalb von 80 Gew.-%, 70 Gew.-%, 60 Gew.-%, 50 Gew.-%, 40 Gew.-%, 30 Gew.-%, 20 Gew.-% oder 10 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel. Vorteilhafterweise liegt der Gesamttensidgehalt der resultierenden Produkte aber bei einem Wert, der größer ist als 2 Gew.-%, 4 Gew.-%, 6 Gew.-%, 8 Gew.-%, 10 Gew.-%, 12 Gew.-%, 14 Gew.-%, 16 Gew.-% oder 18 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel. Es ist auch möglich, daß der Gesamttensidgehalt besonders hoch ist, beispielsweise >20 Gew.-%, >30 Gew.-% oder sogar >40 Gew.-%. Die resultierenden Produkte können also z.B. einen Gesamttensidgehalt von >16 Gew.-% bis 60 Gew.-% oder z.B. von >4 Gew.-% bis 20 Gew.-% oder z.B. von > 40 Gew.-% bis 70 Gew.-% aufweisen.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können bevorzugte Verfahrensendprodukte (d.h. Schmelzgranulate bzw. die erstarrten Schmelzen) zusätzlich oder unabhängig von den Tensiden einen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Gerüststoffe, Bleichmittel, Bleichaktivatoren,

Enzyme, Elektrolyte, nichtwässrigen Lösungsmittel, pH-Stellmittel, Duftstoffe, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Hydrotope, Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbüber- tragungsinhibitoren, antimikrobiellen Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel, Quell- und Schie- befestmittel sowie UV-Absorber aufweisen. Diese Stoffe können dem Verfahrensprodukt über die Schmelze und/oder über die Zugabe fester Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltstoffe (zur Schmelze) zugeführt werden.

Besonders bevorzugt sind hierbei die Gerüststoffe. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen die erfindungsgemäß herstellbaren Produkte daher einen Gerüststoffgehalt von zumindest 1 Gew.-%, bezogen auf das gesamte erfindungsgemäße Produkt auf. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt der Gerüststoffgehalt des erfindungsgemäßen Produktes 1-99 Gew.-%, vorzugsweise 1-95 Gew.-%, vorteilhafterweise 5-90 Gew.-%. noch vorteilhafter 10-70 Gew.-%, weiter vorteilhaft 20-60 Gew.-%., bezogen auf das gesamte erfindungsgemäße Produkt, insbesondere 25-50 Gew.-%. Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform kann die Untergrenze des Gerüststoffgehaltes aber auch bei einem Wert von z.B. vorzugsweise 2 Gew.-%, 3 Gew.-%, 4 Gew.-%, 6 Gew.-%, 7 Gew.-%, 8 Gew.-%, 9 Gew.-%, 1 1 Gew.-%, 12 Gew.-%, 13 Gew.-%, 14 Gew.-%, 15 Gew.-%, 16 Gew.-%, 17 Gew.-%, 18 Gew.-%, 19 Gew.-%, 21 Gew.-%, 22 Gew.-%, 23 Gew.-%, 24 Gew.-%, 26 Gew.-%, 27 Gew.-%, 28 Gew.-%, 29 Gew.-% oder 30 Gew.-% liegen, jeweils bezogen auf das gesamte erfindungsgemäße Produkt. Die Untergrenze kann insbesondere sogar bei noch höheren Werten liegen, z.B. bei einem Wert von z.B. vorzugsweise 35 Gew.-%, 40 Gew.-%, 45 Gew.-%, 50 Gew.-%, 55 Gew.-% oder 60 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte erfindungsgemäße Produkt.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die Obergrenze des Gerüststoffgehaltes bei einem Wert von z.B. vorzugsweise 50 Gew.-%, 51 Gew.-%, 52 Gew.-%, 53 Gew.-%, 54 Gew.- %, 55 Gew.-%, 56 Gew.-%, 57 Gew.-%, 58 Gew.-%, 59 Gew.-%, 60 Gew.-%, 61 Gew.-%, 62 Gew.-%, 63 Gew.-%, 64 Gew.-%, 65 Gew.-%, 66 Gew.-%, 67 Gew.-%, 68 Gew.-%, 69 Gew.-%, 70 Gew.-%, 71 Gew.-%, 72 Gew.-%, 73 Gew.-%, 74 Gew.-%, 75 Gew.-%, 76 Gew.-%, 77 Gew.-%, 78 Gew.-%, 79 Gew.-%, 80 Gew.-%, 81 Gew.-%, 82 Gew.-%, 83 Gew.-%, 84 Gew.-%, 85 Gew.-%, 86 Gew.-%, 87 Gew.-%, 88 Gew.-%, 89 Gew.-%, 90 Gew.-%, 91 Gew.-%, 92 Gew.-%, 93 Gew.-%, 94 Gew.-% oder 95 Gew.-% liegen, jeweils bezogen auf das gesamte erfindungsgemäße Produkt. Die Obergrenze kann insbesondere auch bei tieferen Werten liegen, z.B. bei einem Wert von vorzugsweise 45 Gew.-%, 40 Gew.-%, 35 Gew.-%, 30 Gew.-% oder 25 Gew.-% oder sogar nur bei einem Wert von 20 Gew.-%, 15 Gew.-% oder 10 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte erfindungsgemäße Produkt. Somit ist z.B. ein Gerüststoffgehalt von 21Gew.-% bis 68 Gew.-% möglich, um nur ein Beispiel zu geben.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält jedes einzelne, erfindungsgemäß herstellbare Verfahrensprodukt (z.B. in Gestalt eines Pellet, Prill. Pastille usw.) eine komplette Wasch- oder Reinigungsmittelrezeptur, vorteilhafterweise mit Ausnahme der Enzyme, des Schauminhibitorgranulates und der Bleichmittel, insbesondere Percarbonat.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen die erfindungsgemäß herstellbaren Verfahrensprodukte einen Gehalt von zumindest 0,5 Gew.-%, bezogen auf das gesamte erfindungsgemäße Verfahrensprodukt, an Natrium-Citrat auf.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen die erfindungsgemäß herstellbaren Verfahrensprodukte einen Gehalt von zumindest 1 Gew.-%, bezogen auf das gesamte erfindungsgemäße Verfahrensprodukt, an Polycarboxylaten (Polymer und/oder Copolymer) auf.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen die erfindungsgemäß herstellbaren Verfahrensprodukte einen Riechstoffgehalt von zumindest 0,05 Gew.-% bezogen auf das gesamte erfindungsgemäße Verfahrensprodukt auf. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt der Riechstoffgehalt des erfindungsgemäßen Verfahrensproduktes 0,1-30 Gew.-%, vorzugsweise 1-25 Gew.-%, vorteilhafterweise 5-22 Gew.-%, insbesondere 10-20 Gew.- %.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zu den erhaltenen Schmelzgranulaten Enzyme und Bleichkomponenten zugemischt.

Die erfindungsgemäßen Verfahrensprodukte können auch ganz oder teilweise beschichtet sein. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die (optionale) Beschichtung farbige Substanzen bzw. Farbstoffe, Aufheller und/oder Pigmente, vorteilhafterweise im nanoskaligen Bereich oder im Mikrometerbereich, auf, vorzugsweise Weißpigmente, insbesondere ausgewählt aus Titandioxid-Pigmenten, wie insbesondere Anatas-Pigmente und/oder Rutil-Pigmente, Zinksulfid-Pigmenten, Zinkoxid (Zinkweiß), Antimontrioxid (Antimonweiß), basischem Bleicarbonat (Bleiweiß) 2PbCO 3 Pb(OH) 2 , Lithopone ZnS + BaSO 4 . Vorzugsweise können auch weiße Hilfsstoffe, wie vorzugsweise Calciumcarbonat, Talkum 3MgO 4SiO 2 H 2 O und/oder Bariumsulfat enthalten sein.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann es sich bei den Pigmenten um

(a) Buntpigmente (vorzugsweise anorganische Buntpigmente, insbesondere Eisenoxid-Pigmente, Chromat-Pigmente, Eisenblau-Pigmente, Chromoxid-Pigmente, Ultramarin-Pigmente, oxidische Mischphasenpigmente und/oder Bismutvanadat-Pigmente),

(b) Schwarzpigmente (z.B. Anilinschwarz, Perylenschwarz, Eisenoxid-Pigmente, Manganschwarz und/oder Spinellschwarz),

(c) Glanzpigmente (vorzugsweise plättchenförmige Effektpigmente, Metalleffektpigmente wie z.B. Aluminium-Pigmente (Silberbronze), Kupfer-Pigmente und Kupfer/Zink-Pigmente (Goldbronzen) und Zink-Pigmente, Perlglanzpigmente, wie z.B. Magnesiumstearat, Zinkstearat, Lithium- stearat oder Ethylenglykoldistearat bzw. Polyethylenterephthalat, Interferenzpigmente wie z.B. Metalloxid-Glimmer-Pigmente) und/oder

(d) Lumineszenzpigmente wie z.B. Azomethinfluoreszenzgelb, Silber-dotierte und/oder Kupferdotierte Zinksulfid-Pigmente handeln.

Die (optionale) Beschichtung kann vorzugsweise auch folgende Stoffe umfassen:

(a) Carbonate, wie vorzugsweise Kreide, Kalksteinmehl, Calcit und/oder gefälltes Calciumcarbonat, Dolomit und/oder Bariumcarbonat

(b) Sulfate, wie vorzugsweise Baryt, Blanc fixe und/oder Calciumsulfate

(c) Silicate, wie vorzugsweise Talk, Pyrophyllit, Chlorit, Hornblende, Glimmer, Kaolin Wollastonit, Schiefermehl, gefällte Ca-, AI-, Ca-/Al-, Na-/Al-Silicate, Feldspäte und/oder MuIMt

(d) Kieselsäuren, wie vorzugsweise Quarz, Quarzgut, Cristobalit, Kieselgur, Neuburger Kieselerde, gefällte Kieselsäure, pyrogene Kieselsäure, Glasmehl, Bimsmehl, Perlit, Ca-Metasilicate und/oder Fasern aus Schmelzen von Glas, Basalten, Schlacken

(e) Oxide, wie insbesondere Aluminiumhydroxid und/oder Magnesiumhydroxid

(f) organische Fasern, wie insbesondere Textil-Fasern, Cellulose-Fasern, Polyethylen-Fasern, Polypropylen-Fasern, Polyamid-Fasern, Polyacrylonitril-Fasern und/oder Polyester-Fasern, vorzugsweise mit Längen im Nanometer bzw. Mikrometerbereich und/oder

(g) Mehle, wie z.B. Stärkemehle.

Erfindungsgemäße Produkte, welche mit einem Thermoplasten, wie vorzugsweise PEG, PVA, Polyacrylate, PVP, Kohlenhydrate, Polyester wie vorzugsweise PET gecoated sind, stellen eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dar.

Zur erfindungsgemäßen optionalen Beschichtung können auch alle anderen, hier nicht genannten überzugsmittel verwendet werden. überzugsmittel sind z.B. Stoffe, welche der Außenoberfläche des zu (beschichtenden) (coatenden) Objektes beispielsweise ein glänzendes Aussehen verleihen und/oder auf der Außenoberfläche einen überzug (eine Umhüllung) bilden. Als überzugsmittel können feste und/oder flüssige Stoffe verwendet werden, vorzugsweise solche, welche eine Feuchtigkeitspenetration unterbinden oder verzögern oder Aromaverluste verhindern oder verzögern können.

Geeignete überzugsmittel können z.B. wasserlösliche, wasserdispergierbare und/oder wasserunlösliche (Co-)Polymere enthalten. Die optionale Coatingschicht als solche kann z.B. wasserlöslich oder wasserunlöslich sein.

Wasserlösliche Polymere enthalten eine für die Wasserlöslichkeit ausreichende Anzahl an hydrophilen Gruppen und sind vorteilhafterweise nicht vernetzt sind. Die hydrophilen Gruppen können nichtionisch, anionisch, kationisch oder zwitterionisch sein, z.B. -NH 2 , -OH, -SH, — O— , -COOH, -COO-M + , — S03 ~ M + , -PO 3 2- M 2+ , -NH 3 + ,

Die einzelnen Polymere können gleichzeitig unterschiedliche hydrophile Gruppen enthalten, z.B. ionische und nichtionische und/oder anionionische neben kationischen Gruppen.

Bevorzugte wasserlösliche Polymere können z.B. natürliche Polysaccharide und/oder Polypeptide, wie z.B. Stärke, Alginate, Pektine, Pflanzengummen, Caseine, Gelatine usw. sein.

Bevorzugte wasserlösliche Polymere können z.B. halbsynthetische Polymere, wie z.B.

Celluloseether oder Stärkeether sein.

Bevorzugte wasserlösliche Polymere können z.B. biotechnologisch erzeugte Produkte, wie z.B.

Pullulan, Curdlan oder Xanthan sein.

Bevorzugte wasserlösliche Polymere können z.B. synthetische Polymere, wie z.B. Homo- und/oder

Copolymere der (Meth)acrylsäure und ihrer Derivate, der Malein-, Vinylsulfon-,

Vinylphosphonsäure, Polyvinylalkohol, Polyethylenimin, Polyvinylpyrrolidon u.a. sein.

Bevorzugte überzugsmittel enthalten wasserlösliches (Co-)Polymer, insbesondere mit einem

Schmelz- oder Erweichungspunkt im Bereich von 48°C bis 300 0 C, vorteilhafterweise im Bereich von 48°C bis 200 0 C, in weiter vorteilhafter Weise im Bereich von 48°C bis 200 0 C.

Geeignetes wasserlösliche (Co-)Polymer mit entsprechendem Schmelz- oder Erweichungspunkt kann vorteilhafterweise aus der Gruppe bestehend aus Polyalkylenglykolen,

Polyethylenterephthalaten, Polyvinylalkoholen und Mischungen daraus ausgewählt werden.

Die optionale Beschichtung (Coating) kann neben dem eigentlichen überzugsmittel oder auch unabhängig von diesem weitere Bestandteile umfassen, so z.B. vorteilhafterweise Textil- weichmachende Verbindungen und/oder Parfüm.

Es ist auch möglich die Partikel mehrfach zu coaten, beispielsweise indem die Partikel zuerst mit einer ersten Beschichtung, z.B. enthaltend eine Textil-weichmachende Verbindung, umgeben wird, und das resultierende Objekt danach mit einer weiteren Umhüllung, z.B. enthaltend wasserlösliches Polymer und Parfüm, versehen wird.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform enthält die optionale Beschichtung Lipide und/oder

Silikonöle.

Bevorzugte Lipide sind

(a) lipophile Kohlenwasserstoffe (wie beispielsweise auch Triacontan, Squalen oder Carotinoide usw.),

(b) lipophile Alkohole (wie beispielsweise Wachsalkohole, Retinol oder Cholesterin usw.),

(c) Etherlipide

(d) lipophile Carbonsäuren (Fettsäuren),

(e) lipophile Ester [wie Neutralfette - d.h. Mono-, Di- u. Triacylglycerine (Triglyceride), Sterinester usw.]

(f) lipophile Amide (wie z.B. Ceramide usw.),

(g) Wachse

(h) Lipide mit mehr als 2 Hydrolyseprodukten, wie z.B. Glykolipide, Phospholipide, Sphingolipide und/oder Glycerolipide usw. (i) Lipide in Form höhermolekularer Konjugate mit mehr als 2 Hydrolyseprodukten, wie z.B.

Lipoproteinen und/oder Lipopolysaccharide usw., (j) Phosphor-freie Glykolipide, wie z.B. Glykosphingolipide (wie vorzugsweiseCerebroside,

Ganglioside, Sulfatide) oder wie z.B. Glykoglycerolipide (wie vorzugsweise Glykosyldi- und - monoglyceride)usw. (k) Kohlenhydrat-freie Phospholipide, wie z.B. Sphingophospholipide (wie vorzugsweise Sphingo- myelinen) oder wie z.B. Glycerophospholipide (wie vorzugsweise Lecithine, Kephaline, Cardio- lipine, Phosphatidylinosite und -inositphosphate usw.) (I) Mischungen aus Vorgenannten.

Das Schüttgewicht der erfindungsgemäßen Verfahrensendprodukte ist über das erfindungsgemäße Verfahren variabel einstellbar. Bei einem Schüttgewicht des erfindungsgemäß herstellbaren Produktes im Bereich von 200-1500 g/l liegt auch eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor. Die untere Grenze für das Schüttgewicht kann auch bei einem Wert von vorzugsweise 250, 300, 350, 400, 450, 500, 550, 600, 650, 700 oder sogar bei 750 g/L liegen. Es ist auch möglich, dass die untere Grenze noch höher liegt, z.B. bei 800g/L. Mit dem Verfahren lassen sich auch die Schüttgewichte im Bereich von 520 bis 620 g/l problemlos einstellen.

Die obere Grenze für das Schüttgewicht kann bei einem Wert von vorzugsweise 1450, 1400, 1350, 1300, 1250, 1200, 1150, 1100, 1050, 1000, 950, 900, 850, 800 oder 750 g/L liegen.

Es ist auch möglich, dass die obere Grenze noch tiefer liegt, z.B. bei einem Wert von vorzugsweise 700, 650, 600, 550 oder 500 g/L.

Die erfindungsgemäßen Verfahrensprodukte können vorteilhafterweise Partikelgrößen d 50 von 0,2 - 10 mm, vorzugsweise von 0,6 bis 7,5 mm und insbesondere von 0,8 bis 2 mm, aufweisen.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Wasch- oder Reinigungsmittel enthaltend erfindungsgemäße herstellbare Produkte, insbesondere ein Waschmittel enthaltend Pflegekomponenten.

Unter den Begriff der Wasch- oder Reinigungsmittel fallen auch alle Textilvorbehandlungsmittel, - nachbehandlungsmittel, -behandlungsmittel, Konditioniermittel, Avivagemittel und Wäscheweichspülmittel.

Insbesondere ist es daher von Vorteil, wenn das resultierende Produkt quellfähige Schichtsilikate, z. B. in Mengen von 0,1-50 Gew.-%, vorzugsweise von 1-40 Gew.-%, vorteilhafterweise von 2-30 Gew.-%, insbesonders von 4.20 Gew.-%, vorzugsweise Montmorillonite, insbesondere Bentonit enthält, wobei vorteilhafterweise außerdem ferner 0,005 Gew.-% bis 20 Gew.-% %, bezogen auf das Gewicht des Schichtsilikats, von einem polymeren Tonflockungsmittel enthalten ist (vorzugsweise Polymere mit einem Gewichtsmittel- Molekulargewicht von 150.000 bis 5 Millionen, wobei sich das Polymer aus Monomeren herleitet, die unter Ethylenoxid, Acrylamid und Acrylsäure ausgewählt sind, insbesondere hochmolekulares Polyethylenoxid).

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Reinigungsmittel enthaltend erfindungsgemäße herstellbare Produkte, vorzugsweise Geschirrspülmittel, enthaltend

(a) Reinigungskomponente, enthaltend beispielsweise Tenside wie vorzugsweise Alkansulfonate, Alkylethersulfate, Alkylpolyglucoside und/oder Cocoamidopropyl-Betain

(b) Klarspülkomponente, enthaltend beispielsweise nichtionische Tenside, vorzugsweise auf Fettalkohol-Basis, insbesondere mit Zusätzen niederer Alkohole als Lösungsvermittler und vorteilhafterweise von Citronensäure

(c) Enthärtungskomponente, enthaltend beispielsweise Phosphonat, Polycarboxylat, Natrium- gluconat, Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA), Nitrilotriessigsäure (NTA) und/oder Alumi- niumsilicaten (Zeolithen)

(d) Optional: weitere Bestandteile wie vorzugsweise Silber-/Glasschutz-Komponente.

Wie bereits beschrieben, können die erfindungsgemäßen Produkte optional gecoatet sein. Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die optionale Beschichtung (Coating) der erfindungsgemäß herstellbaren Produkte pH- und/oder Temperatur- und/oder lonenstärke-sensitiv bzw. enthält pH- und/oder Temperatur- und/oder lonenstärke-sensitive Materialien.

Dabei ist unter dem Begriff der pH-Sensitivität, Temperatur-Sensitivität und/oder lonenstärke- Sensitivität gemeint, dass die optionale Beschichtung bzw. die die Beschichtung bildenden Materialien bei einer änderung des pH-Wertes, der Temperatur und/oder der lonenstärke in dem Milieu, welcher die Beschichtung ausgesetzt ist (z.B. eine Waschflotte),

(a) eine änderung (Zunahme oder Abnahme) der Löslichkeit (vorzugsweise in Wasser) erfährt/erfahren; und/oder

(b) eine änderung (Zunahme oder Abnahme) der Diffusionsdichte erfährt/erfahren; und/oder

(c) eine änderung (Beschleunigung oder Verlangsamung) der Lösungskinetik erfährt/erfahren; und/oder

(d) eine änderung (Zunahme oder Abnahme) der mechanischen Stabilität erfährt/erfahren.

Für die Temperatur-Sensitivität gibt es neben den genannten Optionen (a) bis (d) noch die zusätzliche Option (e), nach der die Beschichtung bzw. die die Beschichtung bildenden Materialien bei einer änderung der Temperatur eine änderung des Aggregatzustandes von fest nach flüssig oder umgekehrt erfahren, d.h. die Materialien schmelzen oder erstarren.

Als hierfür geeignetes Beschichtungsmaterial können dabei im Sinne der Erfindung alle jene Materialien dienen, deren Integrität eine Funktion der Temperatur und/oder des pH-Wertes und/oder der lonenstärke ist oder auch solche Materialen, die augrund mechanischer Belastung wie sie z.B. im Laufe eines automatischen Wäschewaschprozesses auftreten, ihre Integrität verlieren. Vorteilhafterweise kann die pH-Sensitivität der (optionalen) Beschichtung genutzt werden. Die (optionale) Beschichtung kann z.B. so gestaltet sein, dass sie sich ganz oder teilweise auflöst, wenn der pH-Wert unter eine kritische Marke fällt. Dies kann beim Beispiel eines Waschvorganges dann geschehen, wenn das alkalische Waschwasser aus der Maschine entfernt wird und frisches Wasser in die Maschine eingebracht, vorzugsweise im Spülgang des Waschprozesses. Bei Kontakt mit dem frischen Wasser verliert die Beschichtung dann ganz oder teilweise ihre Integrität und macht damit das Produkt für das Wasser penetrierbar. Der betreffende pH-Wert, bei dem die Beschichtung ganz oder teilweise desintegriert, kann beliebig eingestellt werden, so dass das Material beispielsweise dann seine Integrität ganz oder teilweise verliert, wenn der pH-Wert z. B. unter 9,0 fällt, aber im wesentlichen inert bleibt, solange der pH-Wert oberhalb 10, 0 liegt.

Der Begriff "inert" wird erfindungsgemäß im üblichen Sinn verstanden, also in der Weise, dass ein physikalisches oder chemisches Reagieren des Materials der Beschichtung mit dem Umgebungsmilieu im wesentlichen nicht erfolgt, sondern das Material der Beschichtung physikalisch und chemisch beständig gegenüber diesem ist, so dass das Produkt vor einer Penetration durch das Milieu, z.B. die Waschflotte, im wesentlichen geschützt ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die, optional beschichteten, erfindungsgemäßen Produkte (insbesondere jene, welche pH-, lonenstärke- und/oder Temperatur-sensitive Materialien

enthalten) in Wasser schwimmfähig, d.h. gehen in Wasser oder in einer Waschlauge nicht unter, sondern treiben an der Wasseroberfläche.

Um die Produkte schwimmend zu machen, ist es vorzugsweise angezeigt, ihre Dichte auf Werte kleiner 1 g/cm 3 einzustellen, falls erforderlich. Dazu steht eine großes Spektrum an Möglichkeiten zur Verfügung. Es können beispielsweise Gase, insbesondere Luft, in die Produkte eingearbeitet werden. Gegebenenfalls weisen die Verfahrensprodukte per se eine entsprechend geringe Dichte auf, so dass die zusätzliche Einarbeitung beispielsweise von Gasen nicht nötig ist, was ebenfalls bevorzugt ist.

Ebenfalls ist es bevorzugt, Feststoffe, vorzugsweise Trägermaterialien mit einer Dichte kleiner 1 g/cm 3 in das Produkt einzuarbeiten, wobei es sich bei den Trägern um bei Raumtemperatur feste Stoffe handelt, vorzugsweise um Builder, Carbonate, Hydrogencarbonate, Sulfate, Phosphate und/oder bei Raumtemperatur feste Oligocarbonsäuren.

Zur Einstellung einer Dichte kleiner 1 g/cm 3 können vorzugsweise Mikrohohlkugeln, also sehr voluminöse Leichtfüllstoffe, in die Verfahrensprodukte eingearbeitet sein. Die Mikrohohlkugeln sind z.B. mit Luft, Stickstoff oder Kohlendioxid gefüllt, die Kugelschalen bestehen z.B. aus Glas (z.B. Borosilicatglas) oder insbesondere aus organischen Materialien, beispielsweise aus einem Thermoplasten (z.B. Styrol-/Acrylat-Polymer, Polyacrylat). Sie können auch mit anderen zweckmäßigen Materialien wie z.B. pflanzlichen ölen (z.B. Mandelöl, Dichte ca. 0,91-0,92 g/cm 3 ) gefüllt sein. Die Dichte der Mikrohohlkugeln beträgt vorzugsweise < 1 g/cm 3 , vorzugsweise 0,176- 0,9 g/cm3 oder 0,176-0,8 g/cm 3 oder 0,176-0,7 g/cm 3 oder 0,176-0,6 g/cm 3 oder 0,176-0,5 g/cm 3 oder 0,176-0,4 g/cm 3 . Der mittlere Partikeldurchmesser liegt vorzugsweise im Bereich von 0,4-10 μm. Körnungsobergrenzen betragen vorzugsweise 0,4-250 μm. Die Wärmeleitfähigkeit beträgt vorzugsweise 0,110-0,156 Wm-1 K-1. Der Innendruck beträgt vorzugsweise ca. 0,2 bar. Bei höherer Scherbeanspruchung können die Hohlkugelschalen vorzugsweise bersten. Insbesondere die Polyacrylat-Mikrohohlkugeln werden vorzugsweise als wässrige Suspension eingearbeitet. Zur Einstellung einer Dichte kleiner 1 g/cm 3 kann beispielsweise auch Korkmehl in das Verfahrensprodukt eingearbeitet werden. Aufgrund seiner geringen Dichte von 0,12-0,25 g/cm 3 ist es hierfür bestens geeignet. Korkmehl wird vorzugsweise durch Zerkleinern und anschließendes Sieben oder Sichten von Kork-Abfällen hergestellt.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Produkt Inhaltsstoffe zur Reinigung, Pflege, Konditionierung und/oder Nachbehandlung von Textilien.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Produkt Inhaltsstoffe zur Reinigung und/oder Pflege von Geschirr, Gläsern, Bestecke und dergleichen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Produkt ein oder mehrere hautpflegende und/oder hautschützende und/oder hautheilende Aktivstoffe.

Es kann bevorzugt sein, daß der aufzuschmelzende Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoff zumindest einen hautpflegenden und/oder hautschützenden Aktivstoff enthält und/oder zumindest ein hautpflegender und/oder daß hautschützender Aktivstoff mit der Schmelze vermischt wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform zeichnet sich das erfindungsgemäße Verfahren dadurch aus, daß textilweichmachende Inhaltsstoffe, vorzugsweise umfassend Polysiloxane, textil- weichmachende Tone, vorzugsweise Bentonit und/oder kationische Polymere, mit der Schmelze vermischt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform zeichnen sich die erfindungsgemäßen Mittel dadurch aus, dass die enthaltenen hautpflegenden und/oder hautschützenden und/oder hautheilenden Aktivstoffe die im Verlauf des Waschprozesses, vorzugsweise im Spülgang, freigesetzt werden, auf die Fasern des textilen Waschgutes zumindest teilweise übergehen und auf diesen auch nach Beendigung des Waschprozesses zumindest teilweise verbleiben, wobei dieses hautpflegenden und/oder hautschützenden und/oder hautheilenden Aktivstoffe beim Kontakt der Haut mit einem entsprechend gewaschenem Textil zumindest teilweise von diesem an die Haut abgegeben werden und dabei der Haut zum Vorteil gereichen können.

Hautpflegende Aktivstoffe sind alle solchen Aktivstoffe die der Haut einen sensorischen und/oder kosmetischen Vorteil verleihen. Hautpflegende Aktivstoffe sind bevorzugt ausgewählt aus den nachfolgenden Substanzen: a) Wachse wie beispielsweise Carnauba, Spermaceti, Bienenwachs, Lanolin und/oder Derivate derselben und andere. b) Hydrophobe Pflanzenextrakte c) Kohlenwasserstoffe wie beispielsweise Squalene und/oder Squalane d) Höhere Fettsäuren, vorzugsweise solche mit wenigstens 12 Kohlenstoffatomen, beispielsweise Laurinsäure, Stearinsäure, Behensäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, ölsäure, Linolsäure, Linolensäure, Isostearinsäure und/oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren und andere. e) Höhere Fettalkohole, vorzugsweise solche mit wenigstens 12 Kohlenstoffatomen, beispielsweise Laurylalkohol, Cetylalkohol, Stearylalkohol, Oleylalkohol, Behenylalkohol, Cholesterol und/oder 2-Hexadecanaol und andere. f) Ester, vorzugsweise solche wie Cetyloctanoate, Lauryllactate, Myristyllactate, Cetyllactate, Isopropylmyristate, Myristylmyristate, Isopropylpalmitate, Isopropyladipate, Butylstearate, Decyloleate, Cholesterolisostearate, Glycerolmonostearate, Glyceroldistearate, Glyceroltristearate, Alkyllactate, Alkylcitrate und/oder Alkyltartrate und andere. g) Lipide wie beispielsweise Cholesterol, Ceramide und/oder Saccharoseester und andere. h) Vitamine wie beispielsweise die Vitamine A und E, Vitaminalkylester, einschließlich Vitamin C Alkylester und andere.

i) Sonnenschutzmittel j) Phospholipide k) Derivate von alpha-Hydroxysäuren

I) Riechstoffe m) Germizide für den kosmetischen Gebrauch, sowohl synthetische wie beispielsweise Salicyl- säure und/oder andere als auch natürliche wie beispielsweise Neemöl und/oder andere, n) Silikone sowie Mischungen jeglicher vorgenannter Komponenten.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Produkte sowohl hautpflegende und/oder hautschützende und/oder hautheilende Aktivstoffe als auch textilweichmachende quartäre Ammoniumverbindungen, vorzugsweise Esterquats. Hautschützende und/oder hautheilende Aktivstoffe sind Aktivstoffe, welche der Haut einen Vorteil verleihen, der über einen bloßen sensorischen und/oder kosmetischen Vorteil hinausgeht. Der Begriff der Hautheilung bzw. das Attribut hautheilend im Kontext dieser Erfindung lässt sich am einfachsten über den Zustand der gesunden menschlichen Haut definieren. Gesunde menschliche Haut zeichnet sich dadurch aus, dass sie mittels ihres intakten Säuremantels einen ausreichenden Schutz gegen Mikroorganismen, Keime und Krankheitserreger liefert, dass ihre Pufferkapazität und ihr Alkali-Neutralisationsvermögen ausreichen, um schädliche Einflüsse umgebender Fluide abzuwehren, dass eine weitgehende Freiheit von Rötungen besteht und dass eine Freiheit von Hautschäden wie Schnitt-, Schürf- und Brandwunden, Reizungen, Entzündungen und Allergien besteht, sowie dass sie weder rissig noch ausgetrocknet ist. Ferner zeichnet sich gesunde Haut dadurch aus, dass sie eine Depotfunktion für Fett, Wasser und Blut und eine wichtige Rolle im Stoffwechsel übernimmt. Ist die Haut nicht in der Lage o.g. Funktionen zu übernehmen oder zeigt sie offensichtliche Schädigungen bzw. geht von der Haut ein Juckreiz aus, so ist sie nicht mehr als gesund einzustufen. Hautheilend im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist nun alles das, was der Haut hilft, in ihren ursprünglichen Zustand zurückzukehren. Dabei ist auch alles das hautheilend, was die Selbstregulierungskräfte der Haut stimuliert, trainiert, unterstützt und fördert, so dass diese in der Lage ist, ihre Funktionen zu erfüllen, dadurch dass sie in den natürlichen Gleichgewichtszustand zurückkehrt. Weiter werden unter dem Begriff der Hautheilung im Kontext dieser Erfindung alle Einflüsse verstanden, die dazu führen, dass offensichtliche Hautkrankheiten wie beispielsweise Ekzeme, Ausschläge, Rötungen, Juckreiz, Schwellungen, Bläschenbildung, Nässen, Krusten in unterschiedlichsten Ausprägungen zumindest gelindert werden, wenn nicht gar geheilt.

Unter dem Begriff des Hautschutzes wird wiederum alles das verstanden, was zur Aufrechterhaltung der gewöhnlichen Leistung der Haut hinsichtlich ihrer Funktionen unter spezifischen Belastungssituationen erforderlich ist und über ihre eigenen Schutzmechanismen hinausgeht. Damit unterscheidet sich auch dieser Begriff deutlich von der Hautpflege, denn die Hautpflege erzielt nur einen kosmetischen Nutzen hinsichtlich sensorischer Bedürfnisse z.B. der

Weichheit oder des Glanzes unter normalen Bedingungen. Der Hautschutz aber unterstützt die Haut mit zusätzlichen Mitteln, die der Haut beispielsweise auch unter widrigen Bedingungen helfen, ihre vielfältigen Funktionen zu erfüllen. Solche widrige Bedingungen können z.B. Reibung, Kälte, Hitze, UV-Strahlung, aggressive Umgebungsfluide, Kontakt mit hautreizenden Materialien sein. In einer bevorzugten Ausführungsform ist wenigstens einer der in den erfindungsgemäß herstellbaren, optional beschichteten, Verfahrensprodukten enthaltenen hautheilenden und/oder hautschützenden Aktivstoffe antiseptisch wirksam oder enthält zumindest einen antiseptisch wirksamen Stoff, wobei es sich bei dem antiseptisch wirksamen Stoff vorzugsweise um ein öl, insbesondere etherisches öl handelt.

Im Kontext dieser Erfindung ist unter dem Attribut der antiseptischen Wirksamkeit eine Wirkung gemeint, die den Selbstregulierungskräften menschlicher Haut dienlich ist. Diese Wirksamkeit ist in ihrer Ausprägung nicht mit der von klassischen keimtötenden bzw. germiziden Mitteln wie z.B. Phenolen, Halogenen, Alkoholen mit denen z.B. Haut u. Schleimhäute Wunden oder auch medizinische Instrumente behandelt werden, um Asepsis (Keimfreiheit) zu erzielen, zu vergleichen.

Die klassische Antiseptik umfasst antimikrobielle Maßnahmen am Ausgangsort bzw. an der Eintrittspforte einer möglichen Infektion bzw. am Infektionsherd auf der Körperoberfläche. Eine solche starke Wirksamkeit ist jedoch im Kontext der Erfindung nicht angestrebt, da sie zwar zweifellos zur Beseitigung schädlicher Keime o.a. führen würde, dabei aber auch die natürliche Hautflora des Menschen beeinträchtigen würde.

Die besondere Vorteilhaftigkeit der antiseptisch wirkenden Aktivstoffe, die erfindungsgemäß einsetzbar sind, ergibt sich durch ein synergistisches Zusammenwirken dieser Substanzen mit den allgemeinen Funktionsmechanismen menschlicher Haut, da diese mild antiseptisch wirkenden Substanzen z. B. Keime, darunter schädliche Keime reduzieren, aber nicht vollkommen, also bis zur Keimfreiheit, vernichten. Es verbleiben auf der Haut also genug Keime, die ausreichen, um die Selbstregulierungskräfte menschlicher Haut zu trainieren und dadurch zu stärken. Durch das Zusammenwirken der Selbstregulierungskräfte der Haut mit dem antiseptischen Vermögen der im Mittel enthaltenen Aktivstoffe werden die allgemeinen Funktionsmechanismen der Haut unterstützt. Dies ist gerade im Hinblick auf bereits irritierte und/oder anderweitig geschädigte Haut von großem Vorteil. Bei bereits irritierter und/oder sensibilisierter und/oder sonst wie geschädigter oder aber auch besonders empfindlicher Haut sind die Selbstregulierungskräfte der Haut teilweise nicht mehr in der Lage, wenn auch nur vorübergehend, die Hautgesundheit aus eigener Kraft sicherzustellen. Im synergistischen Zusammenwirken mit den erfindungsgemäßen Mitteln und deren erfindungsgemäßer Verwendung werden diese Selbstregulierungskräfte unterstützt, trainiert und gestärkt. Auf diese Weise unterstützt das erfindungsgemäße Waschmittel bzw. die mit diesem behandelte Wäsche die natürliche Hautflora des Menschen.

Um die natürliche Hautflora des Menschen nicht zu beeinträchtigen, kann es vorteilhaft sein, solche Stoffe (weitestgehend) auszuschließen, die zwar stark desinfizierend bzw. antiseptisch

wirksam sind, wie z.B. Glutaraldehyd, aber gleichzeitig ein hohes Allergisierungspotential bergen und haut- sowie schleimhautreizend sind.

Unerwarteterweise sind, optional beschichtete, erfindungsgemäße Verfahrensprodukte einer solchen Ausführungsform besonders dann ihrem Zweck dienlich, wenn der antiseptisch wirksame Stoff ein öl, vorzugsweise ein etherisches öl ist.

Bei diesem antiseptisch wirksamen öl handelt es sich vorzugsweise um etherisches öl, das insbesondere ausgewählt ist aus der Gruppe der Angelica fine - Angelica archangelica, Anis - Pimpinella Anisum, Benzoe siam - Styrax tokinensis, Cabreuva - Myrocarpus fastigiatus, Cajeput - Melaleuca leucadendron, Cistrose - Cistrus ladaniferus, Copaiba-Balsam - Copaifera reticulata, Costuswurzel - Saussurea discolor, Edeltannennadel - Abies alba, Elemi - Canarium luzonicum, Fenchel - Foeniculum dulce Fichtennadel - Picea abies, Geranium - Pelargonium graveolens, Ho- Blätter - Cinnamonum camphora, Immortelle (Strohblume) Helichrysum ang., Ingwer extra - Zingiber off., Johanniskraut - Hypericum perforatum, Jojoba, Kamille deutsch - Matricaria recutita, Kamille blau fine - Matricaria chamomilla, Kamille röm. - Anthemis nobilis, Kamille wild- Ormensis multicaulis, Karotte - Daucus carota, Latschenkiefer - Pinus mugho, Lavandin - Lavendula hy- brida, Litsea Cubeba - (May Chang), Manuka - Leptospermum scoparium, Melisse - Melissa officinalis, Meerkiefer - Pinus pinaster,, Myrrhe - Commiphora molmol, Myrthe - Myrtus communis, Neem - Azadirachta, Niaouli - (MQV) Melaleuca quin, viridiflora, Palmarosa - Cymbopogom martini, Patchouli - Pogostemon patschuli, Perubalsam - Myroxylon balsamum var. pereirae, Raventsara aromatica, Rosenholz - Aniba rosae odora, Salbei - Salvia officinalis Schachtelhalm - Equisetaceae, Schafgarbe extra - Achillea millefolia, Spitzwegerich - Plantago lanceolata, Styrax - Liquidambar orientalis, Tagetes (Ringelblume) Tagetes patula, Teebaum - Melaleuca alternifolia, Tolubalsam - Myroxylon Balsamum L., Virginia-Zeder - Juniperus virgi- niana, Weihrauch (Olibanum) - Boswellia carteri, Weißtanne - Abies alba.

Ein weiterer Vorteil der zuvor bezeichneten etherischen öle liegt in deren besonderer Multifunk- tionalität, die sich neben der beschrieben mild antiseptischen Wirksamkeit aus einer Vielzahl weiterer wünschenswerter organoleptischer Eigenschaften ergeben, die gerade diesen ölen zuzurechnen sind. Dabei wird diesen ölen in den meisten Fällen eine schleimlösende Wirkung zugemessen, da sie auf die Schleimhäute der Atmungsorgane einen milden, positiven Reiz ausüben. Ferner kann sich eine wünschenswertes Wärmegefühl einstellen. Desodorierende, schmerzlindernde, durchblutungsfördernde, beruhigende Wirkungen konnten im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Einsatz dieser bezeichneten ölen beobachtet und als besonders vorteilhaft erkannt werden. Dabei werden die organoleptischen Eigenschaften dieser öle in der Regel nicht von den Hauptkomponenten, sondern von den Neben- od. Spurenbestandteilen geprägt, die oftmals in die Hunderte gehen können und mitunter synergistisch zusammenwirken. Ein anderer Vorteil im Zusammenhang mit den genannten ölen ist der von ihnen ausgehende, harmonisie- rende Wohlgeruch und Duft, der in vielen Fällen bei Menschen zu positiven Gefühlen führt.

Auf diese Weise unterstützt beispielsweise ein entsprechendes Waschmittel bzw. die mit diesem gewaschene Wäsche nicht nur die natürliche Hautflora des Menschen, sondern verhilft dem menschlichen Organismus zu zusätzlichen Vorteilen eben beschriebener Art. Vor diesem Hintergrund ist besonders das Teebaumöl von großer Vorteilhaftigkeit für den Erfindungsgegenstand. Neben seiner beachtlichen keimtötenden, antiseptischen, fungiziden, antiviralen, wundheilenden, entzündungshemmenden, vernarbungsfördernden Wirkung weist es eine hervorragende Hautverträglichkeit auf und bietet ein breitgefächertes weiteres Anwendungsspektrum beispielsweise hinsichtlich der unterstützenden Behandlung von Erkältungskrankheiten oder von Krankheiten des rheumatischen Formenkreises, Gicht, Muskelschmerzen.

In einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem in den erfindungsgemäß herstellbaren, optional beschichteten, Verfahrensprodukten enthaltenen haut-schützenden Aktivstoffe um ein hautschützendes öl. Bei dem hautschützenden Stoff handelt es sich vorteilhafterweise um ein hautschützendes öl, z.B. auch um ein Trägeröl, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Algenöl Oleum Phaeophyceae, Aloe-Vera öl Aloe vera brasiliana, Aprikosenkernöl Prunus armeniaca, Arnikaöl Arnica montana, Avocadoöl Persea americana, Bor- retschöl Borago officinalis, Calendulaöl Calendula officinalis, Camelliaöl Camellia oleifera, Distelöl Carthamus tinctorius, Erdnuß-öl Arachis hypogaea, Hanföl Cannabis sativa, Haselnußöl Corylus avellana/, Johanniskrautöl Hypericum perforatum, Jojobaöl Simondsia chinensis, Karottenöl Daucus carota, Kokosöl Cocos nucifera, Kürbiskernöl Curcubita pepo, Kukuinußöl Aleurites moluccana, Macadamianußöl Macadamia ternifolia, Mandelöl Prunus dulcis, Olivenöl Olea europaea, Pfirsichkernöl Prunus persica, Rapsöl Brassica oleifera, Rizinusöl Ricinus communis, Schwarzkümmelöl Nigella sativa, Sesamöl Sesamium indicum, Sonnenblumenöl Helianthus annus, Traubenkernöl Vitis vinifera, Walnußöl Juglans regia, Weizenkeimöl Triticum sativum, wobei von diesen insbesondere das Borretschöl, das Hanföl und das Mandelöl vorteilhaft sind. Alle die gerade aufgeführten öle sind natürliche Emollientien, d.h. Mittel, die Körpergewebe weicher und geschmeidiger machen und die Rauhigkeit der Haut vermindern. Diese öle wirken also zum einen hautpflegend. Zum anderen weisen gerade diese öle weitere spezifische Wirkungen auf, die ein synergistisches Zusammenwirken mit der Haut und deren Selbstregulierungskräften nach sich ziehen und einen Schutz auch unter widrigen Bedingungen ermöglichen.

Ein besonders bevorzugtes öl im Sinne dieser Erfindung ist z.B. das Hanföl. Hanföl, das einen hohen Anteil essentieller Fettsäuren aufweist, und außerdem bis zu 6 Gew. % der wertvollen γ- Linolensäure (GLA) beinhaltet, wirkt zusätzlich entzündungshemmend, leicht schmerzstillend, heilend, pflegend, Hautstrukturverbessernd, Alterserscheinungen vorbeugend. Es verbessert Erneuerungsprozesse im Gewebe und übt eine hohe regenerierende Wirkung auf verletztes Gewebe aus. Zudem kann es die Pflege-Eigenschaften oder andere Eigenschaften anderer öle insbesondere aller hier explizit genannten öle erhöhen. Da essentielle Fettsäuren maßgeblich an der Aufrechterhaltung der Barrierefunktion der Haut beteiligt sind, weil sie helfen, den transepider-

malen Wasserverlust über die Haut zu regulieren und zu normalisieren, kann dem Hanföl im Sinne dieser Erfindung als Folge seines hohen GLA-Gehaltes eine besondere Rolle zukommen, da bei gestörtem transepidermalen Wasserverlust eine örtliche Behandlung mit GLA zur stärksten Reduktion des transepidermalen Wasserverlusts führt. Ferner zeigt Hanföl weitere positive Wirkungen auf den menschlichen Organismus hinsichtlich Arteriosklerose, rheumanoider Arthritis, diabetischer Neuropathie bis hin zu Herzbeschwerden. Ein ebenso bevorzugtes öl im Sinne dieser Erfindung ist das Borretschöl.

Es hat infolge seines hohen GLA-Gehaltes (bis zu 25 Gew.-%) dem Hanföl vergleichbare Eigenschaften und Vorteile.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Mittel hautheilende Aktivstoffe, die einen Mindestgehalt von 0,1 Gew.-% an GLA aufweisen, bevorzugt von 0,3 Gew.-%, besonders bevorzugt von 0,5 Gew.-%, bezogen auf den jeweiligen Aktivstoff. Hierzu zählen beispielsweise auch Schwarzkümmelöl, Echiumöl, Trichodesmaöl, Nachtkerzenöl sowie das Kernöl der schwarzen Johannisbeere.

Ein ebenfalls bevorzugtes öl ist Mandelöl. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es die Wirkung anderer öle verstärken kann, weshalb es vorteilhafterweise in Kombination mit anderen ölen eingesetzt wird.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist es vorteilhaft, verschiedene öle in den erfindungsgemäßen Verfahrensprodukten zu kombinieren, d.h. also die antiseptisch wirksamen mit den hautschützenden zu kombinieren oder aber auch die antiseptisch wirksamen und die hautschützenden untereinander zu kombinieren.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Verfahrensprodukte mindestens 1 Gew.-%, bevorzugt mindestens 5 Gew.-%, besonders bevorzugt mindestens 10 Gew.-%, in ganz besonderer Weise bevorzugt mindestens 15 Gew.-% eines oder mehrerer hautschützender und/oder hautheilender Aktivstoffe bzw. öle bzw. etherischen öle, wobei es noch vorteilhafter ist, wenn sogar mindestens 20 Gew.-%, insbesondere sogar mehr als 25 Gew.-%, am besten sogar mehr als 30 Gew.-% eines oder mehrerer hautschützender und/oder hautheilender Aktivstoffe bzw. öle bzw. etherischen öle enthalten sind, jeweils bezogen auf das gesamte erfindungsgemäße Verfahrensprodukt.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist in den erfindungsgemäß erhältlichen Produkten zusätzlich Harnstoff und/oder Milchsäure und/oder Zitronensäure und/oder deren Salze enthalten.

Harnstoff fördert die Hautgesundheit, da er antimikrobiell, wasserbindend, Juckreiz stillend, Hautschuppen lösend, hautglättend wirken kann sowie übermäßiges Zellwachstum hemmen kann. Ferner kann er der Haut als Feuchthaltefaktor dienen, d.h. er kann der Haut helfen, Feuchtigkeit zu speichern.

Milchsäure und/oder Citronensäure und/oder deren Salze dienen u.a. dazu, den natürlichen Säureschutzmantel bzw. Hydrolipidfilm der Haut zu unterstützen bzw. zu erneuern. Der Hydroli- pidfilm der Haut wird durch alkalische Einflüsse angegriffen oder zerstört, woraus ein Verlust der Barrierefunktion der Haut resultiert, so dass Mikroorganismen oder Schadstoffe leichter in die Haut eindringen können. Durch die vorzugsweise enthaltene Milch- und/oder Citronensäure in den erfindungsgemäßen Mitteln lässt sich z.B. Restalkali aus der Kleidung entfernen und der pH-Wert der Textilien auf einen pH-Bereich um 5 einstellen. Dabei wirkt die zusätzliche Milchsäure, die ohnehin Bestandteil der Oberhaut ist, zusätzlich stabilisierend auf den sauren pH-Wert der Haut (pH ca. 5,2) und dient als Feuchthaltefaktor, da sie die Wasserbindungsfähigkeit der Haut verbessern kann. Ferner wirkt die Milchsäure hautglättend und unterstützt die Ablösung von Hautschuppen.

Neben den genannten besonderen Feuchthaltefaktoren können die erfindungsgemäßen Mittel in einer bevorzugten Ausführungsform, und zwar auch unabhängig von den vorgenannten Feuchthaltefaktoren, weitere Feuchthaltefaktoren beinhalten, beispielsweise solche, die ausgewählt sind aus folgender Gruppe: Aminosäuren, Chitosan oder Chitosansalze/- derivate, Ethylenglycol, Glucosamin, Glycerin, Diglycerin, Triglycerin, Harnsäure, Honig und gehärteter Honig, Kreatinin, Spaltprodukte des Kollagens, Lactitol, Polyole und Polyolderivate (beispielsweise Butylenglycol, Erythrit, Propylenglycol, 1 ,2,6-Hexantriol, Polyethylenglycole wie PEG-4, PEG-6, PEG-7, PEG-8, PEG-9, PEG-10, PEG-12, PEG-14, PEG-16, PEG-18, PEG-20), Pyrrolidoncarbon- säure, Zucker und Zuckerderivate (beispielsweise Fructose, Glucose, Maltose, Maltitol, Mannit, Inosit, Sorbit, Sorbitylsilandiol,-Suerose, Trehalose, Xylose, Xylit, Isomalt, Glucuronsäure und deren Salze), ethoxyliertes Sorbit (Sorbeth-6, Sorbeth-20, Sorbeth-30, Sorbeth-40), gehärtete Stärkehydrolysate sowie Mischungen aus gehärtetem Weizenprotein und PEG-20-Acetat- copolymer, insbesondere Panthenol. Die vorgenannten Feuchthaltefaktoren können vorteilhafterweise in dem erfindungsgemäßen Verfahren der Schmelze zugefügt werden, oder auch selbst aufgeschmolzen werden. Vorteilhafterweise können die erfindungsgemäßen Verfahrensprodukte 1-80 Gew.-%, vorzugsweise 5-60 Gew.-%, insbesondere 10-30 Gew.-% der vorgenannten Feuchthaltefaktoren.

Bezogen auf die Polyethylenglycole können im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens sowohl flüssige Polyethylenglycole mit Molmassen von vorzugsweise < ca. 25000 g/mol eingesetzt werden, aber ebenso können auch oder zusätzlich die höhermolekularen, festen Polyethylenglycole, beispielsweise mit Schmlezpunkten im Bereich von > 50 0 C, z.B. ca. 65°C,

eingesetzt werden. Vorteilhafterweise können die erfindungsgemäßen Verfahrensprodukte 1-80 Gew.-%, vorzugsweise 5-60 Gew.-%, insbesondere 10-30 Gew.-% an Polyethylenglyol enthalten.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind die vorzugsweise in den erfindungsgemäß herstellbaren, optional beschichteten, Verfahrensprodukten enthaltenen hautschützenden und/oder hautheilenden und/oder hautpflegenden Aktivstoffe reversibel an einem polymeren Träger, vorzugsweise an einem Kieselsäureester, fixiert, so dass eine verzögerte Abgabe der hautschützenden und/oder hautheilenden Aktivstoffe möglich ist.

Die hautheilenden und/oder hautschützenden und/oder hautpflegenden Aktivstoffe sind dabei also z. B. über Adsorptionskräfte reversibel an einem polymeren Träger fixiert, gegebenenfalls unter Mitwirkung von oberflächenaktiven Stoffe, so dass eine verzögerte Abgabe der heilenden Aktivstoffe ermöglich wird. Dies ist besonders vorteilhaft, da auf diese Weise eine noch länger andauernde Wirkung erreicht werden kann, die vor allem für Verbraucher mit besonders irritierter Haut von Nutzen ist. Dadurch, dass die heilenden und/oder schützenden und/oder pflegenden Substanzen kontinuierlich über einen längeren Zeitraum z. B. in relativ niedriger Dosierung an die Haut abgegeben werden, wird es möglich, auf ganz behutsame Weise in das besonders empfindliche Gleichgewicht der Selbstregulierungskräfte stark irritierter Haut unterstützend einzugreifen. Die Wirkung der Aktivsubstanzen ist dabei so mild, dass sie trotz ihrer Wirksamkeit die bereits stark irritierte Haut in keiner Weise überfordert.

Besonders bevorzugte polymere Träger gehören zur Klasse der Kieselsäureester. Es können aber auch alle erdenklichen anderen Träger sein, mit den einzigen Maßgaben, dass sie verzögerte Wirkstofffreigabe ermöglichen und dabei als solche keine negativen oder irritierenden Einfluss auf die Haut haben, sofern sie im Sinne dieser Erfindung eingesetzt werden.

Die Verwendung von erfindungsgemäß herstellbaren, optional beschichteten, Verfahrensprodukten enthaltend mindestens einen hautschützenden und/oder hautheilenden Aktivstoff zur Herstellung eines medizinisch wirksamen Waschmittels zur Ausrüstung von Textilien zur unterstützenden Behandlung irritierter und/oder sensibilisierter und/oder kranker menschlicher Haut sowie zur prophylaktischen Behandlung gesunder Haut stellt eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dar.

Die Verwendung mindestens eines hautschützenden und/oder hautheilenden Aktivstoffes zur Herstellung eines medizinisch wirksamen Additives in Form von erfindungsgemäß herstellbaren, optional beschichteten, Verfahrensprodukten für Waschmittel zur Ausrüstung von Textilien zur unterstützenden Behandlung irritierter und/oder sensibilisierter und/oder kranker menschlicher Haut sowie zur prophylaktischen Behandlung gesunder Haut stellt eine bevorzugte

Ausführungsform der Erfindung dar.

Die Erfindung betrifft auch die Verwendung eines erfindungsgemäßen Waschmittels, welches, optional beschichtete, erfindungsgemäße Verfahrensprodukte aufweist, in einem Wäschewaschverfahren bzw. einem maschinellen Waschprozess.

Zwar ist weder das erfindungsgemäße Verfahren noch das erfindungsgemäße Mittel grundsätzlich auf den Bereich der Wasch- und Reinigungsmittel beschränkt, jedoch stellen solche Mittel und/oder Verfahren besonders bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung dar. Daher wird im folgenden näher auf mögliche Inhaltsstoffe erfindungsgemäß herzustellender Verfahrensprodukte (insbesonder Wasch- und/oder Reinigungsmittel) eingegangen.

Die in den erfindungsgemäß herzustellenden Verfahrensprodukten (Schmelzgranulaten) enthaltenen Bestandteile sind vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe umfassend Tenside, Duftstoffe, Farbstoffe, Gerüststoffe, Stoffe zur Einstellung des pH-Wertes, Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Enzyme, Elektrolyte, nichtwäßrigen Lösungsmittel, schmutzabweisende Substanzen, optische Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Desintegrationshilfsmittel, Duftstoffe, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Hydrotope, Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepo- sitionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel, Quell- und Schie- befestmittel, UV-Absorber, üblichen Inhaltsstoffe und/oder Mischungen davon.

Weiterhin können auch alle weiteren, hier nicht explizit genannten, jedoch dem Fachmann aus dem Stand der Technik bekannten Wasch- und/oder Reinigungsmittelinhaltsstoffe in den üblichen Mengen Bestandteile der erfindungsgemäß herzustellenden Verfahrensprodukte sein.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind in diesem Zusammenhang Schmelzgranulate für Wasch- oder Reinigungsmittel, erhältlich nach einem erfindungsgemäßen Verfahren, in Form von Plättchen oder Stäbchen mit einem geometrischen Länge:Breite:Dicke-Verhältnis im Bereich von 1 : 0.1-1 : <0.1- 0.005.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind in diesem Zusammenhang Schmelzgranulate für Wasch- oder Reinigungsmittel, erhältlich nach einem erfindungsgemäßen Verfahren, in Form von Würfeln, Quadern, Trapezen, Ringen, Röhrchen, Kegeln, Zylindern oder Sternchen, vorzugsweise mit Loch.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind in diesem Zusammenhang Schmelzgranulate für Wasch- oder Reinigungsmittel, erhältlich nach einem erfindungsgemäßen Verfahren, in Form von Kugeln mit einem mittleren Formfaktor von > 0,84, insbesondere >0,86, vorzugsweise > 0,88.

Der Formfaktor (shape factor) im Sinne der vorliegenden Erfindung ist durch moderne Partikelmeßtechniken mit digitaler Bildverarbeitung präzise bestimmbar. Bei einer typischen Partikelformanalyse, wie sie beispielsweise mit dem Camsizer®-System von Retsch Technology oder auch mit dem KeSizer® der Firma Kemira durchführbar ist, beruht darauf, dass die Partikel bzw. das Schüttgut mit einer Lichtquelle bestrahlt werden und die Partikel als Projektionsflächen erfasst, digitalisiert und computertechnisch verarbeitet werden. Die Bestimmung der Oberflächenkrümmung erfolgt durch ein optisches M ess verfahren, bei dem der "Schattenwurf" der zu untersuchenden Teile bestimmt wird und in einen entsprechenden Formfaktor umgerechnet wird. Das zugrunde liegende Prinzip zur Bestimmung des Formfaktors wurde beispielsweise von Gordon Rittenhouse in "A Visual method of estimating two-dimensional sphericity" im Journal of Sedimentary Petrology, Vol. 13, Nr. 2, Seiten 79-81 beschrieben.

Die Messgrenzen dieses optischen Analyseverfahrens betragen 15 μm bzw. 90 mm. Die Zahlenwerte für d 50 und d 90 sind ebenfalls über das vorgenannte Messverfahren erhältlich.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind in diesem Zusammenhang Schmelzgranulate für Wasch- oder Reinigungsmittel, erhältlich nach einem erfindungsgemäßen Verfahren, die Zeichen, Buchstaben oder Symbole als Erhebung oder als Vertiefung tragen.

Die Schmelzgranulate können mit langanhaltenden Düften versehen, natürlich in beliebigen Farben eingefärbt und glänzend an der Oberfläche gestaltet werden.

Wenn im folgenden von erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln oder erfindungsgemäßen Mitteln die Rede ist, so sind damit die erfindungsgemäßen Verfahrensendprodukte (Schmelzgranulate) gemeint.

Nachfolgend werden einige erfindungsgemäß besonders geeignete Wasch- und/oder Reinigungsmittelbestandteile im einzelnen näher erläutert. Diese Bestandteile können in den erfindungsgemäßen Verfahrensprodukten selbst enthalten sein und/oder auch in entsprechenden Beimengungen, die man den erfindungsgemäßen Verfahrensprodukte gegebenenfalls noch hinzufügen kann, sofern das erforderlich oder gewünscht ist, z.B. um ein noch vollwertigeres Wasch- und/oder Reinigungsmittel zu erhalten. Alle nachfolgend aufgeführten Bestandteile sind rein optional, können aber vorzugsweise enthalten sein. Niotensid ist allerdingserfindungsgemäß enthalten.

Anionische Tenside können bevorzugt in den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln enthalten sein. Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise C 9 _ 13 -Alkylbenzol- sulfonate, Olefinsulfonate, d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C-| 2 - 18 -Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte erhält, in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C-| 2 - 18 -Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von α-Sulfofettsäuren (Estersulfonate), z.B. die α-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern- oder Taigfettsäuren geeignet.

Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester. Unter Fettsäureglyce- rinestern sind die Mono-, Di- und Triester sowie deren Gemische zu verstehen, wie sie bei der Herstellung durch Veresterung von einem Monoglycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder bei der Um- esterung von Triglyceriden mit 0,3 bis 2 Mol Glycerin erhalten werden. Bevorzugte sulfierte Fettsäureglycerinester sind dabei die Sulfierprodukte von gesättigten Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, beispielsweise der Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure, Myristinsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure.

Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester der C 12 -C 18 -FeHaIkOhOIe, beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Taigfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-, Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C 10 -C 20 -Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlängen bevorzugt. Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten, die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind die C 12 -C 16 -Alkylsulfate und C 12 -C 15 -Alkylsulfate sowie C 14 -C 15 -Alkylsulfate bevorzugt. Auch 2,3- Alkylsulfate, als Handelsprodukte der Shell OiI Company unter dem Namen DAN ® erhalten werden können, sind geeignete Aniontenside.

Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen oder verzweigten C 7 . 21 -Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C 9 _n -Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C 12 . 18 -Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet. Sie werden insbesondere in Reinigungsmitteln aufgrund ihres hohen Schaumverhaltens vorzugsweise nur in relativ geringen Mengen, beispielsweise in Mengen von 1 bis 5 Gew.-%, eingesetzt. Vorzugsweise können die erfindungsgemäßen Mittel frei von Schwefelsäuremonoester sein.

Eine weitere Klasse von Aniontensiden ist die durch Umsetzung von Fettalkoholethoxylaten mit

Natriumchloracetat in Gegenwart basischer Katalysatoren zugängliche Klasse der

Ethercarbonsäuren. Sie haben die allgemeine Formel: R 10 0-(CH 2 -CH 2 -O) P -CH 2 -COOH mit

R 10 = C 1 -C 18 und p = 0,1 bis 20. Ethercarbonsäuren sind wasserhärteunempfindlich und weisen ausgezeichnete Tensideigenschaften auf.

Geeignete anionische Tenside sind beispielsweise auch die Partialester von Di- oder Polyhydroxyalkanen, Mono- und Disacchariden, Polyethylenglykolen mit den En-Addukten von Maleinsäureanhydrid an mindestens einfach ungesättigte Carbonsäuren mit einer Kettenlänge von 10 bis 25 Kohlenstoffatomen mit einer Säurezahl von 10 bis 140.

Bevorzugte anionische Tenside weisen neben einem unverzweigten oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten, aliphatischen oder aromatischen, acyclischen oder cyclischen, optional alkoxylierten Alkylrest mit 4 bis 28, vorzugsweise 6 bis 20, insbesondere 8 bis 18, besonders bevorzugt 10 bis 16, äußerst bevorzugt 12 bis 14 Kohlenstoffatomen, zwei oder mehr anionische, insbesondere zwei, Säuregruppen, vorzugsweise Carboxylat-, Sulfonat- und/oder Sulfatgruppen, insbesondere eine Carboxylat- und eine Sulfatgruppe, auf. Beispiele dieser Verbindungen sind die Sulfofettsäuresalze, die Acylglutamate, die Monoglyceriddisulfate und die Alkylether des Glycerindisulfats sowie insbesondere die nachfolgend beschriebenen monoveresterten Sulfosuccinate.

Besonders bevorzugte anionische Tenside sind die Sulfosuccinate, Sulfosuccinamate und Sulfosuccinamide, insbesondere Sulfosuccinate und Sulfosuccinamate, äußerst bevorzugt Sulfosuccinate. Bei den Sulfosuccinaten handelt es sich um die Salze der Mono- und Di-ester der S u Ifo bernsteinsäure HOOCCH(SO 3 H)CH 2 COOH , während man unter den Sulfosuccinamaten die Salze der Monoamide der Sulfobernsteinsäure und unter den Sulfosuccinamiden die Salze der Diamide der Sulfobernsteinsäure versteht.

Bei den Salzen handelt es sich bevorzugt um Alkalimetallsalze, Ammoniumsalze sowie Mono-, Di- bzw. Trialkanolammoniumsalze, beispielsweise Mono-, Di- bzw. Triethanolammoniumsalze, insbesondere um Lithium-, Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsalze, besonders bevorzugt Natriumoder Ammoniumsalze, äußerst bevorzugt Natriumsalze.

In den Sulfosuccinaten ist eine bzw. sind beide Carboxylgruppen der Sulfobernsteinsäure vorzugsweise mit einem bzw. zwei gleichen oder verschiedenen unverzweigten oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten, acyclischen oder cyclischen, optional alkoxylierten Alkoholen mit 4 bis 22, vorzugsweise 6 bis 20, insbesondere 8 bis 18, besonders bevorzugt 10 bis 16, äußerst bevorzugt 12 bis 14 Kohlenstoffatomen verestert. Besonders bevorzugt sind die Ester unverzweigter und/oder gesättigter und/oder acyclischer und/oder alkoxylierter Alkohole, insbesondere unverzweigter, gesättigter Fettalkohole und/oder unverzweigter, gesättigter, mit

Ethylen- und/oder Propylenoxid, vorzugsweise Ethylenoxid, alkoxylierter Fettalkohole mit einem Alkoxylierungsgrad von 1 bis 20, vorzugsweise 1 bis 15, insbesondere 1 bis 10, besonders bevorzugt 1 bis 6, äußerst bevorzugt 1 bis 4. Die Monoester werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung gegenüber den Diestern bevorzugt. Ein besonders bevorzugtes Sulfosuccinat ist Sulfo- bernsteinsäurelaurylpolyglykolester-di-Natrium-Salz (Lauryl-EO-sulfosuccinat, Di-Na-SaIz; INCI Disodium Laureth Sulfosuccinate), das beispielsweise als Tego ® Sulfosuccinat F 30 (Goldschmidt) mit einem Sulfosuccinatgehalt von 30 Gew.-% kommerziell erhältlich ist.

In den Sulfosuccinamaten bzw. Sulfosuccinamiden bildet eine bzw. bilden beide Carboxylgruppen der Sulfobernsteinsäure vorzugsweise mit einem primären oder sekundären Amin, das einen oder zwei gleiche oder verschiedene, unverzweigte oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, acyclische oder cyclische, optional alkoxylierte Alkylreste mit 4 bis 22, vorzugsweise 6 bis 20, insbesondere 8 bis 18, besonders bevorzugt 10 bis 16, äußerst bevorzugt 12 bis 14 Kohlenstoffatomen trägt, ein Carbonsäureamid. Besonders bevorzugt sind unverzweigte und/oder gesättigte und/oder acyclische Alkylreste, insbesondere unverzweigte, gesättigte Fettalkylreste.

Weiterhin geeignet sind beispielsweise die folgenden gemäß INCI bezeichneten Sulfosuccinate und Sulfosuccinamate, die im International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook näher beschrieben sind: Ammonium Dinonyl Sulfosuccinate, Ammonium Lauryl Sulfosuccinate, Diammonium Dimethicone Copolyol Sulfosuccinate, Diammonium Lauramido-MEA Sulfosuccinate, Diammonium Lauryl Sulfosuccinate, Diammonium Oleamido PEG-2 Sulfosuccinate, Diamyl Sodium Sulfosuccinate, Dicapryl Sodium Sulfosuccinate, Dicyclohexyl Sodium Sulfosuccinate, Diheptyl Sodium Sulfosuccinate, Dihexyl Sodium Sulfosuccinate, Diisobutyl Sodium Sulfosuccinate, Dioctyl Sodium Sulfosuccinate, Disodium Cetearyl Sulfosuccinate, Disodium Cocamido MEA-Sulfosuccinate, Disodium CocamidoGlucoside Sulfosuccinate, Disodium Cocoyl Butyl Gluceth-10 Sulfosuccinate, Disodium C12-15 Pareth Sulfosuccinate, Disodium Deceth-5 Sulfosuccinate, Disodium Deceth-6 Sulfosuccinate, Disodium Dihydroxyethyl Sulfosuccinylun- decylenate, Disodium Dimethicone Copolyol Sulfosuccinate, Disodium Hydrogenated Cottonseed Glyceride Sulfosuccinate, Disodium Isodecyl Sulfosuccinate, Disodium Isostearamido MEA- Sulfosuccinate, Disodium Isostearamido MIPA-Sulfosuccinate, Disodium Isostearyl Sulfosuccinate, Disodium Laneth-5 Sulfosuccinate, Disodium Lauramido MEA-Sulfosuccinate, Disodium Lauramido PEG-2 Sulfosuccinate, Disodium Lauramido PEG-5 Sulfosuccinate, Disodium Laureth-6 Sulfosuccinate, Disodium Laureth-9 Sulfosuccinate, Disodium Laureth-12 Sulfosuccinate, Disodium Lauryl Sulfosuccinate, Disodium Myristamido MEA-Sulfosuccinate, Disodium Nonoxynol-10 Sulfosuccinate, Disodium Oleamido MEA-Sulfosuccinate, Disodium Oleamido MIPA- Sulfosuccinate, Disodium Oleamido PEG-2 Sulfosuccinate, Disodium Oleth-3 Sulfosuccinate, Disodium Oleyl Sulfosuccinate, Disodium Palmitamido PEG-2 Sulfosuccinate, Disodium Palmitoleamido PEG-2 Sulfosuccinate, Disodium PEG-4 Cocamido MIPA-Sulfosuccinate, Disodium PEG-5 Laurylcitrate Sulfosuccinate, Disodium PEG-8 Palm Glycerides Sulfosuccinate,

Disodium Ricinoleamido MEA-Sulfosuccinate, Disodium Sitostereth-14 Sulfosuccinate, Disodium Stearamido MEA-Sulfosuccinate, Disodium Stearyl Sulfosuccinamate, Disodium Stearyl Sulfosuccinate, Disodium Tallamido MEA-Sulfosuccinate, Disodium Tallowamido MEA- Sulfosuccinate, Disodium Tallow Sulfosuccinamate, Disodium Tridecylsulfosuccinate, Disodium Undecylenamido MEA-Sulfosucci-nate, Disodium Undecylenamido PEG-2 Sulfosuccinate, Disodium Wheat Germamido MEA-Sulfosuccinate, Disodium Wheat Germamido PEG-2 Sulfosuccinate, Di-TEA-Ole-amido PEG-2 Sulfosuccinate, Ditridecyl Sodium Sulfosuccinate, Sodium Bisglycol Ricinosulfosuccinate, Sodium/MEA Laureth-2 Sulfosuccinate und Tetrasodium Dicarboxyethyl Stearyl Sulfosuccinamate. Noch ein weiteres geeignetes Sulfosuccinamat ist Dinatrium-C-ie-iβ-alkoxypropylensulfosuccinamat.

Der Gehalt des erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittels an anionischen Tensiden, vorzugsweise an den genannten anionischen Tensiden, kann in weiten Bereichen variieren, je nachdem welchem Zweck das betreffende Mittel dient. So kann ein erfindungsgemäßes Mittel sehr große Mengen Aniontensid enthalten, vorzugsweise bis zu einer Größenordnung von bis zu 40, 50 oder 60 Gew.-% oder mehr. Ebenso kann ein erfindungsgemäßes Mittel nur sehr geringe Mengen Aniontensid enthalten, beispielsweise weniger als 15 oder 10 Gew.-% oder weniger als 5 Gew.- oder noch weniger. Vorteilhafterweise sind in den erfindungsgemäßen Mitteln jedoch Aniontenside in Mengen von 1 bis 40 Gew.-% und insbesondere 5 bis 30 Gew.-% enthalten, wobei Konzentrationen oberhalb von 10 Gew.-% und sogar oberhalb von 15 Gew.-% besondere Bevorzugung finden. Nach einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel anionische Tenside, vorzugsweise in Mengen von zumindest 0,1 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Wasch- oder Reinigungsmittel. Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Mittel weitgehend frei von Aniontensid, enthält also vorteilhafterweise < 5 Gew.-%, vorzugsweise < 1 Gew.-%, insbesondere kein Aniontensid.

Zusätzlich zu den genannten anionischen Tensiden, aber auch unabhängig von diesen, können in den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln Seifen enthalten sein. Geeignet sind insbesondere gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, hydrierte Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen Fettsäuren, z.B. Kokos-, Palmkern- oder Taigfettsäuren, abgeleitete Seifengemische. Der Gehalt des Mittels an Seifen beträgt, unabhängig von anderen Aniontensiden, vorzugsweise nicht mehr als 3 Gew.-% und insbesondere 0,5 bis 2,5 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel. Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Mittel frei von Seife.

Die anionischen Tenside und Seifen können in Form ihrer Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-, Di- oder Triethanol-amin, vorliegen. Vorzugsweise liegen sie in Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor. Anionische Tenside und Seifen können auch in situ hergestellt werden, indem in

die sprühzutrocknende Zusammensetzung die Aniontensidsäuren und gegebenenfalls Fettsäuren eingebracht werden, welche dann durch die Alkaliträger in der sprühzutrocknenden Zusammensetzung neutralisiert werden.

Erfindungsgemäß sind nichtionische Tenside in den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln enthalten. Beispielsweise kann ihr Gehalt bis zu 2 oder 3 oder 5 Gew.-% betragen. Es können auch größere Mengen an nichtionischem Tensid enthalten sein, beispielsweise bis zu 5 Gew.-% oder 10 Gew.-% oder 15 Gew.-% oder 20 Gew.-%, 30 Gew.-%, 40 Gew.-% oder bis zu 50 Gew.-% oder sogar darüber hinaus, falls es zweckmäßig ist, z.B. bis zu 60 Gew.-%. Sinnvolle Untergrenzen können bei Werten von 0,01 Gew.-%, 0,1 Gew.-%, 1 Gew.-%, 2 Gew.-%, 3 Gew.-%oder 4 Gew.-% liegen. Es sind auch höhere Untergrenzen möglich, z.B. 5 Gew.- %, 6 Gew.-%, 7 Gew.-%, 8 Gew.-%, 9 Gew.-%, 10 Gew.-%, 12 Gew.-%, 14 Gew.-%, 16 Gew.-%, 18 Gew.-%, 20 Gew.-%, 25 Gew.-%, 30 Gew.-%, 35 Gew.-% oder sogar 40 Gew.-%, Gew.-% jeweils bezogen auf das gesamte Mittel (Schmelzgranulat).

Vorzugsweise sind die nichtionischen Tenside aber in größeren Mengen, also z.B. bis zu 50 Gew.-%, vorteilhafterweise von 0,1 bis 40 Gew.-%, besonders bevorzugt von 0,5 bis 30 und insbesondere von 2 bis 25 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten. Nach einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel nichtionische Tenside, vorzugsweise in Mengen von zumindest 0,1 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Wasch- oder Reinigungsmittel. Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Mittel weitgehend frei von Niotensid, enthält also vorteilhafterweise < 5 Gew.-%, vorzugsweise < 1 Gew.-% Niotensid.

Die vorliegende Erfindung ermöglicht jedenfalls die Bereitstellung fester Wasch- oder Reinigungsmittel, die hohe Niotensidgehalte aufweisen können, aber dennoch keine Klebrigkeitsprobleme haben.

Vorteilhafterweise können alle aus dem Stand der Technik bekannte nichtionische Tenside in den erfindungsgemäßen Mitteln enthalten sein. Bevorzugte Niotenside werden weiter unten vorgestellt.

Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel können vorzugsweise auch kationische Tenside enthalten. Geeignete Kationtenside sind beispielsweise oberflächenaktive quaternäre Verbindungen, insbesondere mit einer Ammonium-, Sulfonium-, Phosphonium-, Jodonium- oder Arsoniumgruppe. Durch den Einsatz von quaternären oberflächenaktiven Verbindungen mit antimikrobieller Wirkung kann das Mittel mit einer antimikrobiellen Wirkung ausgestaltet werden bzw. dessen gegebenenfalls aufgrund anderer Inhaltsstoffe bereits vorhandene antimikrobielle Wirkung verbessert werden.

Besonders bevorzugte kationische Tenside sind die quaternären, z.T. antimikrobiell wirkenden Ammoniumverbindungen (QAV; INCI Quaternary Ammonium Compounds) gemäß der allgemeinen Formel (R')(R")(R'")(R IV )N + X " , in der R 1 bis R ιv gleiche oder verschiedene C^-Alkylreste 1 C 7 _ 28 - Aralkyl-reste oder heterozyklische Reste, wobei zwei oder im Falle einer aromatischen Einbindung wie im Pyridin sogar drei Reste gemeinsam mit dem Stickstoffatom den Heterozyklus, z.B. eine Pyridinium- oder Imidazoliniumverbindung, bilden, darstellen und X " Halogenidionen, Sulfationen, Hydroxidionen oder ähnliche Anionen sind. Für eine optimale antimikrobielle Wirkung weist vorzugsweise wenigstens einer der Reste eine Kettenlänge von 8 bis 18, insbesondere12 bis 16, C-Atomen auf.

QAV sind durch Umsetzung tertiärer Amine mit Alkylierungsmitteln, wie z.B. Methylchlorid, Benzylchlorid, Dimethylsulfat, Dodecylbromid, aber auch Ethylenoxid herstellbar. Die Alkylierung von tertiären Aminen mit einem langen Alkyl-Rest und zwei Methyl-Gruppen gelingt besonders leicht, auch die Quaternierung von tertiären Aminen mit zwei langen Resten und einer Methyl- Gruppe kann mit Hilfe von Methylchlorid unter milden Bedingungen durchgeführt werden. Amine, die über drei lange Alkyl-Reste oder Hydroxy-substituierte Alkyl-Reste verfügen, sind wenig reaktiv und werden bevorzugt mit Dimethylsulfat quaterniert.

Geeignete QAV sind beispielweise Benzalkoniumchlorid (N-Alkyl-N,N-dimethyl-benzylammonium- chlorid, CAS No. 8001-54-5), Benzalkon B (m.p-Dichlorbenzyl-dimethyl-Ci -alkylammoniumchlorid, CAS No. 58390-78-6), Benzoxoniumchlorid (Benzyl-dodecyl-bis-(2-hydroxyethyl)-ammonium- chlorid), Cetrimoniumbromid (N-Hexadecyl-N,N-trimethyl-ammoniumbromid, CAS No. 57-09-0), Benzetoniumchlorid (N,N-Dimethyl-N-[2-[2-[p-(1 ,1 ,3,3-tetramethylbutyl)phenoxy]ethoxy]ethyl]- benzylammo-niumchlorid, CAS No. 121-54-0), Dialkyldimethylammoniumchloride wie Di-n-decyl- dimethyl-ammo-niumchlorid (CAS No. 7173-51-5-5), Didecyldimethylammoniumbromid (CAS No. 2390-68-3), Dioctyl-dimethyl-ammoniumchloric, 1-Cetylpyridiniumchlorid (CAS No. 123-03-5) und Thiazolinjodid (CAS No. 15764-48-1 ) sowie deren Mischungen. Bevorzugte QAV sind die Benzalkoniumchloride mit C 8 -C 18 -Alkylresten, insbesondere C-i 2 -C 14 -Aklyl-benzyl-dimethylammo- niumchlorid. Eine besonders bevorzugte QAV Kokospentaethoxymethylammoniummethosulfat (INCI PEG-5 Cocomonium Methosulfate; Rewoquat ® CPEM).

Zur Vermeidung möglicher Inkompatibilitäten der antimikrobiellen kationischen Tenside mit möglicherweise in dem erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel enthaltenen anionischen Tensiden werden möglichst aniontensidverträgliches und/oder ggf. möglichst wenig kationisches Tensid eingesetzt oder in einer besonderen Ausführungsform der Erfindung gänzlich auf kationische Tenside verzichtet.

Weiter unten werden noch weitere kationische Tenside, so auch quartäre Ammoniumverbindungen beschrieben. Auch diese können vorzugweise in den erfindungsgemäßen Mitteln enthalten sein.

Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel, können ein oder mehrere kationische Tenside enthalten, vorteilhafterweise in Mengen, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung, von 0 bis 30 Gew.-%, noch vorteilhafter größer 0 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 5 Gew.-%. Geeignete Mindestwerte können auch bei 0,5, 1 , 2 oder 3 Gew.-% liegen. Nach einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel kationische Tenside, vorzugsweise in Mengen von zumindest 0,1 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Wasch- oder Reinigungsmittel. Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Mittel weitgehend frei von Kationtensid, enthält also vorteilhafterweise < 5 Gew.-%, vorzugsweise < 1 Gew.-%, insbesondere kein Kationtensid.

Ebenso können die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel, auch amphotere Tenside enthalten. Diese werden weiter unten insbesondere im Zusammenhang mit Konditioniermitteln und Weichmachern noch näher beschrieben.

Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel können ein oder mehrere amphotere Tenside enthalten, vorteilhafterweise in Mengen, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung, von 0 bis 30 Gew.-%, noch vorteilhafter größer 0 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 5 Gew.-%. Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Mittel weitgehend frei von amphoterem Tensid, enthält also vorteilhafterweise < 5 Gew.-%, vorzugsweise < 1 Gew.-%, insbesondere kein amphoteres Tensid.

Weitere Inhaltsstoffe der erfindungsgemäßen Verfahrensprodukte können anorganische und organische Buildersubstanzen sein. Zu den anorganischen Buildersubstanzen gehören wasserunlösliche oder nicht wasserlösliche Inhaltsstoffe, wie Aluminosilikate und insbesondere Zeolithe.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel kein Phosphat.

Es kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel einen Zeolithgehalt von mindestens 10 Gew.-%, z.B. mindestens 15 Gew.-% oder mindestens 20 Gew.-% oder mindestens 30 Gew.-% oder auch darüber hinaus, beispielsweise mindestens 50 Gew.-% aufweist, bezogen auf das gesamte Wasch- oder Reinigungsmittel. Eine mögliche Mindestmeneg Zeolith kann z.B. bei einem Wert von 1 Gew.-%, 5 Gew.-% oder auch 10 Gew.-% liegen, bezogen auf das gesamte Wasch- oder Reinigungsmittel.

Lösliche Builder kann das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel vorzugsweise in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 40 Gew.-%, bevorzugt 5 Gew.-% bis 25 Gew.-% und besonders

bevorzugt 10 Gew.-% bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittel, enthalten, wobei Natriumcarbonat als löslicher Builder besonders bevorzugt ist. Es kann aber vorteilhafterweise auch vorgesehen sein, dass das erfindungsgemäße Mittel weniger als 10 Gew.-%, beispielsweise weniger als 5 Gew.-% lösliche Builder enthält. Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Mittel frei von löslichem Builder.

Einsetzbarer feinkristalliner, synthetischer und gebundenes Wasser enthaltender Zeolith ist vorzugsweise Zeolith A und/oder P. Als Zeolith P wird beispielsweise Zeolith MAP (R) (Handelsprodukt der Firma Crosfield) besonders bevorzugt. Geeignet sind jedoch auch Zeolith X sowie Mischungen aus A, X und/oder P. Von besonderem Interesse ist auch ein cokristallisiertes Natrium/Kalium-Aluminiumsilikat aus Zeolith A und Zeolith X, welches als VEGOBOND AX ® (Handelsprodukt der Firma Condea Augusta S.p.A.) im Handel erhältlich ist.

Der Zeolith kann als sprühgetrocknetes Pulver oder auch als ungetrocknete, von ihrer Herstellung noch feuchte, stabilisierte Suspension zum Einsatz kommen. Für den Fall, dass der Zeolith als Suspension eingesetzt wird, kann diese geringe Zusätze an nichtionischen Tensiden als Stabilisatoren enthalten, beispielsweise 1 bis 3 Gew.-%, bezogen auf Zeolith, an ethoxylierten Ci 2 - C-is-Fett-alkoholen mit 2 bis 5 Ethylenoxidgruppen, C-i 2 -C 14 -Fettalkoholen mit 4 bis 5 Ethylenoxidgruppen oder ethoxylierten Isotridecanolen. Geeignete Zeolithe weisen eine mittlere Teilchengröße von vorzugsweise weniger als 10 μm (Volumenverteilung; Meßmethode: Coulter Counter) auf und enthalten vorzugsweise 18 bis 22 Gew.-%, insbesondere 20 bis 22 Gew.-% an gebundenem Wasser.

Als weitere besonders geeignete Zeolithe sind Zeolithe vom Faujasit-Typ zu nennen. Zusammen mit den Zeolithen X und Y gehört das Mineral Faujasit zu den Faujasit-Typen innerhalb der Zeolith- Strukturgruppe 4, die durch die Doppelsechsring-Untereinheit D6R gekennzeichnet sind. Zur Zeo- lith-Strukturgruppe 4 zählen neben den genannten Faujasit-Typen noch die Mineralien Chabazit und Gmelinit sowie die synthetischen Zeolithe R (Chabazit-Typ), S (Gmelinit-Typ), L und ZK-5. Die beiden letztgenannten synthetischen Zeolithe haben keine mineralischen Analoga.

Zeolithe vom Faujasit-Typ sind aus ß-Käfigen aufgebaut, die tetrahedral über D6R-Unter-einheiten verknüpft sind, wobei die ß-Käfige ähnlich den Kohlenstoffatomen im Diamanten angeordnet sind. Das dreidimensionale Netzwerk der erfindungsgemäß geeigneten Zeolithe vom Faujasit-Typ weist Poren von 2,2 und 7,4 A auf, die Elementarzelle enthält darüber hinaus 8 Kavitäten mit ca. 13 A Durchmesser und läßt sich durch die Formel Na 86 [(AI0 2 )86(Siθ2)io6] 264 H 2 O beschreiben. Das Netzwerk des Zeolith X enthält dabei ein Hohlraumvolumen von ungefähr 50%, bezogen auf den dehydratisierten Kristall, was den größten Leerraum aller bekannten Zeolithe darstellt (Zeolith Y: ca. 48% Hohlraumvolumen, Faujasit: ca. 47% Hohlraumvolumen).

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kennzeichnet der Begriff "Zeolith vom Faujasit-Typ" alle drei Zeolithe, die die Faujasit-Untergruppe der Zeolith-Strukturgruppe 4 bilden. Neben dem Zeolith X sind erfindungsgemäß also auch Zeolith Y und Faujasit sowie Mischungen dieser Verbindungen geeignet, wobei der reine Zeolith X bevorzugt ist.

Auch Mischungen oder Cokristallisate von Zeolithen des Faujasit-Typs mit anderen Zeolithen, die nicht zwingend der Zeolith-Strukturgruppe 4 angehören müssen, sind erfindungsgemäß geeignet, wobei vorzugsweise mindestens 50 Gew.-% der Zeolithe vom Faujasit-Typ sind.

Die geeigneten Aluminiumsilikate sind kommerziell erhältlich, und die Methoden zu ihrer Darstellung sind in Standardmonographien beschrieben.

Beispiele für kommerziell erhältliche Zeolithe vom X-Typ können durch die folgenden Formeln beschrieben werden:

Na 86 E(AIO 2 )S 6 (SiO 2 )I 06 ] x H 2 O, K 86 [(AIO 2 )8 6 (SiO 2 ) 106 ] x H 2 O, Ca 4 oNa 6 [(AI0 2 )8 6 (Si0 2 ) 106 ] x H 2 O, Sr 21 Ba 22 [(AIO 2 ) 86 (SiO 2 ) 106 ] x H 2 O, in denen x Werte von größer 0 bis 276 annehmen kann. Diese Zeolithe weisen Porengrößen von 8,0 bis 8,4 A auf.

Geeignet ist beispielsweise auch Zeolith A-LSX, der einem Co-Kristallisat aus Zeolith X und Zeolith A entspricht und in seiner wasserfreien Form die Formel (M 2/n O + M' 2/n O)-AI 2 O 3 -zSiO 2 besitzt, wobei M und M' Alkali- oder Erdalkalimetalle sein können und z eine Zahl von 2,1 bis 2,6 ist. Kommerziell erhältlich ist dieses Produkt unter dem Markennamen VEGOBOND AX von der Firma CONDEA Augusta S.p.A.

Auch Zeolithe vom Y-Typ sind kommerziell erhältlich und lassen sich beispielsweise durch die Formeln

Na 56 [(AIO 2 )5 6 (SiO 2 ) 136 ] x H 2 O, K 56 [(AIO 2 ) 56 (SiO 2 ) 136 ] x H 2 O, in denen x für Zahlen von größer O bis 276 steht, beschreiben. Diese Zeolithe weisen Porengrößen von 8,0 A auf.

Die Teilchengrößen der geeigneten Zeolithe liegt dabei vorteilhafterweise im Bereich von 0,1 μm bis zu 100 μm, vorzugsweise von 0,5 μm bis 50 μm und insbesondere von 1 μm bis 30 μm, jeweils mit Standard-Teilchengrößenbestimmungsmethoden gemessen. Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel frei von Zeolith.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sollen alle enthaltenen anorganischen

Bestandteile, d.h. alle bei dem Verfahren einzuarbeitenden Bestandteile, vorzugsweise wasserlöslich sein. In diesen Ausführungsformen werden deshalb andere Buildersubstanzen als die genannten Zeolithe eingesetzt.

Weitere geeignete Buildersubstanzen sind Polyacetale, welche durch Umsetzung von Dialdehyden mit Polyolcarbonsäuren, welche 5 bis 7 C-Atome und mindestens 3 Hydroxylgruppen aufweisen, erhalten werden können. Bevorzugte Polyacetale werden aus Dialdehyden wie Glyoxal, Glutaraldehyd, Terephthalaldehyd sowie deren Gemischen und aus Polyolcarbonsäuren wie Gluconsäure und/oder Glucoheptonsäure erhalten.

Weitere geeignete organische Buildersubstanzen sind Dextrine, beispielsweise Oligomere bzw. Polymere von Kohlenhydraten, die durch partielle Hydrolyse von Stärken erhalten werden können. Die Hydrolyse kann nach üblichen, beispielsweise säure- oder enzymkatalysierten Verfahren durchgeführt werden. Vorzugsweise handelt es sich um Hydrolyseprodukte mit mittleren Molmassen im Bereich von 400 bis 500000 g/mol. Dabei ist ein Polysaccharid mit einem Dextrose- äquivalent (DE) im Bereich von 0,5 bis 40, insbesondere von 2 bis 30 bevorzugt, wobei DE ein gebräuchliches Maß für die reduzierende Wirkung eines Polysaccharids im Vergleich zu Dextrose, welche ein DE von 100 besitzt, ist. Brauchbar sind sowohl Maltodextrine mit einem DE zwischen 3 und 20 und Trockenglucosesirupe mit einem DE zwischen 20 und 37 als auch sogenannte Gelbdextrine und Weißdextrine mit höheren Molmassen im Bereich von 2000 bis 30000 g/mol. Ein bevorzugtes Dextrin ist in der britischen Patentanmeldung 94 19 091 beschrieben. Bei den oxidierten Derivaten derartiger Dextrine handelt es sich um deren Umsetzungsprodukte mit Oxidationsmitteln, welche in der Lage sind, mindestens eine Alkoholfunktion des Saccharidrings zur Carbonsäurefunktion zu oxidieren.

Auch Oxydisuccinate und andere Derivate von Disuccinaten, vorzugsweise Ethylendiamindisuccinat, sind weitere geeignete Cobuilder. Dabei wird Ethylendiamin-N,N ' -di- succinat (EDDS) bevorzugt in Form seiner Natrium- oder Magnesiumsalze verwendet. Weiterhin bevorzugt sind in diesem Zusammenhang auch Glycerindisuccinate und Glycerintrisuccinate. Geeignete Einsatzmengen liegen beispielsweise bei 3 bis 15 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Wasch- oder Reinigungsmittel.

Weitere brauchbare organische Cobuilder sind beispielsweise acetylierte Hydroxycarbonsäuren bzw. deren Salze, welche gegebenenfalls auch in Lactonform vorliegen können und welche mindestens 4 Kohlenstoffatome und mindestens eine Hydroxygruppe sowie maximal zwei Säuregruppen enthalten.

Eine weitere Substanzklasse mit Cobuildereigenschaften stellen die Phosphonate dar. Dabei handelt es sich insbesondere um Hydroxyalkan- bzw. Aminoalkanphosphonate. Unter den

Hydroxyalkanphosphonaten ist das 1-Hydroxyethan-1 ,1-diphosphonat (HEDP) von besonderer Bedeutung als Cobuilder. Es wird vorzugsweise als Natriumsalz eingesetzt, wobei das Dinatriumsalz neutral und das Tetranatriumsalz alkalisch (pH 9) reagiert. Als Aminoalkanphosphonate kommen vorzugsweise Ethylendiamintetramethylenphos-phonat (EDTMP), Diethylentriaminpentamethylenphosphonat (DTPMP) sowie deren höhere Homologe in Frage. Sie werden vorzugsweise in Form der neutral reagierenden Natriumsalze, z.B. als Hexanatriumsalz der EDTMP bzw. als Hepta- und Octa-Natriumsalz der DTPMP, eingesetzt. Als Builder wird dabei aus der Klasse der Phosphonate bevorzugt HEDP verwendet. Die Aminoalkanphosphonate besitzen zudem ein ausgeprägtes Schwermetallbindevermögen. Dementsprechend kann es, insbesondere wenn die Wasch- oder Reinigungsmittel auch Bleiche enthalten, bevorzugt sein, Aminoalkanphosphonate, insbesondere DTPMP, einzusetzen, oder Mischungen aus den genannten Phosphonaten zu verwenden.

In Fällen, in denen ein Phosphat-Gehalt toleriert wird, können auch Phosphate mitverwendet werden, insbesondere Pentanatriumtriphosphat, gegebenenfalls auch Pyrophosphate sowie Orthophosphate, die in erster Linie als Fällungsmittel für Kalksalze wirken. Phosphate werden überwiegend in maschinellen Geschirrspülmitteln, teilweise aber auch noch in Waschmitteln eingesetzt.

Alkalimetallphosphate ist dabei die summarische Bezeichnung für die Alkalimetall- (insbesondere Natrium- und Kalium-)-Salze der verschiedenen Phosphorsäuren, bei denen man Metaphosphorsäuren (HPO 3 ) n und Orthophosphorsäure H 3 PO 4 neben höhermolekularen Vertretern unterscheiden kann. Die Phosphate vereinen dabei mehrere Vorteile in sich: Sie wirken als Alkaliträger, verhindern Kalkbeläge auf Maschinenteilen bzw. Kalkinkrustationen in Geweben und tragen überdies zur Reinigungsleistung bei.

Natriumdihydrogenphosphat, NaH 2 PO 4 , existiert als Dihydrat (Dichte 1 ,91 gern '3 , Schmelzpunkt 60°) und als Monohydrat (Dichte 2,04 gern 3 ). Beide Salze sind weiße, in Wasser sehr leicht lösliche Pulver, die beim Erhitzen das Kristallwasser verlieren und bei 200 0 C in das schwach saure Diphosphat (Dinatriumhydrogendiphosphat, Na 2 H 2 P 2 O 7 ), bei höherer Temperatur in Natiumtrimetaphosphat (Na 3 P 3 O 9 ) und Maddrellsches Salz (siehe unten), übergehen. NaH 2 PO 4 reagiert sauer; es entsteht, wenn Phosphorsäure mit Natronlauge auf einen pH-Wert von 4,5 eingestellt und die Maische versprüht wird. Kaliumdihydrogenphosphat (primäres oder einbasiges Kaliumphosphat, Kaliumbiphos-phat, KDP), KH 2 PO 4 , ist ein weißes Salz der Dichte 2,33 gern '3 , hat einen Schmelzpunkt 253° [Zersetzung unter Bildung von Kaliumpolyphosphat (KPO 3 ) X ] und ist leicht löslich in Wasser.

Dinatriumhydrogenphosphat (sekundäres Natriumphosphat), Na 2 HPO 4 , ist ein farbloses, sehr leicht wasserlösliches kristallines Salz. Es existiert wasserfrei und mit 2 Mol. (Dichte 2,066 gern '3 , Wasserverlust bei 95°), 7 Mol. (Dichte 1 ,68 gern "3 , Schmelzpunkt 48° unter Verlust von 5 H 2 O) und

12 MoI. Wasser (Dichte 1 ,52 gern '3 , Schmelzpunkt 35° unter Verlust von 5 H 2 O), wird bei 100° wasserfrei und geht bei stärkerem Erhitzen in das Diphosphat Na 4 P 2 O 7 über. Dinatriumhydrogenphosphat wird durch Neutralisation von Phosphorsäure mit Sodalösung unter Verwendung von Phenolphthalein als Indikator hergestellt. Dikaliumhydrogenphosphat (sekundäres od. zweibasiges Kaliumphosphat), K 2 HPO 4 , ist ein amorphes, weißes Salz, das in Wasser leicht löslich ist.

Trinatriumphosphat, tertiäres Natriumphosphat, Na 3 PO 4 , sind farblose Kristalle, die als Dodecahydrat eine Dichte von 1 ,62 gern '3 und einen Schmelzpunkt von 73-76°C (Zersetzung), als Decahydrat (entsprechend 19-20% P 2 O 5 ) einen Schmelzpunkt von 100 0 C und in wasserfreier Form (entsprechend 39-40% P 2 O 5 ) eine Dichte von 2,536 gern "3 aufweisen. Trinatriumphosphat ist in Wasser unter alkalischer Reaktion leicht löslich und wird durch Eindampfen einer Lösung aus genau 1 Mol Dinatrium-phosphat und 1 Mol NaOH hergestellt. Trikaliumphosphat (tertiäres oder dreibasiges Kaliumphosphat), K 3 PO 4 , ist ein weißes, zerfließliches, körniges Pulver der Dichte 2,56 gern 3 , hat einen Schmelzpunkt von 1340° und ist in Wasser mit alkalischer Reaktion leicht löslich. Es entsteht z.B. beim Erhitzen von Thomasschlacke mit Kohle und Kaliumsulfat. Trotz des höheren Preises werden in der Reinigungsmittel-Industrie die leichter löslichen, daher hochwirksamen Kaliumphosphate gegenüber entsprechenden Natrium-Verbindungen vielfach bevorzugt.

Tetranatriumdiphosphat (Natriumpyrophosphat), Na 4 P 2 O 7 , existiert in wasserfreier Form (Dichte 2,534 gern "3 , Schmelzpunkt 988°, auch 880° angegeben) und als Decahydrat (Dichte 1 ,815-1 ,836 gern '3 , Schmelzpunkt 94° unter Wasserverlust). Beide Substanzen sind farblose, in Wasser mit alkalischer Reaktion lösliche Kristalle. Na 4 P 2 O 7 entsteht beim Erhitzen von Dinatriumphosphat auf >200° oder indem man Phosphorsäure mit Soda im stöchiometrischem Verhältnis umsetzt und die Lösung durch Versprühen entwässert. Das Decahydrat komplexiert Schwermetall-Salze und Härtebildner und verringert daher die Härte des Wassers. Kaliumdiphosphat (Kaliumpyrophosphat), K 4 P 2 O 7 , existiert in Form des Trihydrats und stellt ein farbloses, hygroskopisches Pulver mit der Dichte 2,33 gern 3 dar, das in Wasser löslich ist, wobei der pH-Wert der 1 %igen Lösung bei 25° 10,4 beträgt.

Durch Kondensation des NaH 2 PO 4 bzw. des KH 2 PO 4 entstehen höhermolekulare Natrium- und Kaliumphosphate, bei denen man cyclische Vertreter, die Natrium- bzw. Kaliummetaphos-phate und kettenförmige Typen, die Natrium- bzw. Kaliumpolyphosphate, unterscheiden kann. Insbesondere für letztere sind eine Vielzahl von Bezeichnungen in Gebrauch: Schmelz- oder Glühphosphate, Grahamsches Salz, Kurrolsches und Maddrellsches Salz. Alle höheren Natrium- und Kaliumphosphate werden gemeinsam als kondensierte Phosphate bezeichnet.

Das technisch wichtige Pentanatriumtriphosphat, Na 5 P 3 Oi 0 (Natriumtripolyphosphat), ist ein wasserfrei oder mit 6 H 2 O kristallisierendes, nicht hygroskopisches, weißes, wasserlösliches Salz

der allgemeinen Formel NaO-[P(O)(ONa)-O] n -Na mit n=3. In 10O g Wasser lösen sich bei Zimmertemperatur etwa 17 g, bei 60° ca. 20 g, bei 100° rund 32 g des kristallwasserfreien Salzes; nach zweistündigem Erhitzen der Lösung auf 100° entstehen durch Hydrolyse etwa 8% Orthophosphat und 15% Diphos-phat. Bei der Herstellung von Pentanatriumtriphosphat wird Phosphorsäure mit Sodalösung oder Natronlauge im stöchiometrischen Verhältnis zur Reaktion gebracht und die Lösung durch Versprühen entwässert. ähnlich wie Grahamsches Salz und Natriumdiphosphat löst Pentanatriumtriphos-phat viele unlösliche Metall-Verbindungen (auch Kalkseifen usw.). Pentakaliumtriphos-phat, K 5 P 3 Oi 0 (Kaliumtripolyphosphat), kommt beispielsweise in Form einer 50 Gew.-%-igen Lösung (> 23% P 2 O 5 , 25% K 2 O) in den Handel. Die Kaliumpolyphosphate finden in der Wasch- und Reinigungsmittel-Industrie breite Verwendung. Weiter existieren auch Natriumkaliumtripolyphosphate, welche ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung einsetzbar sind. Diese entstehen beispielsweise, wenn man Natriumtrimetaphosphat mit KOH hydrolysiert:

(NaPOs) 3 + 2 KOH * Na 3 K 2 P 3 O 10 + H 2 O

Diese sind erfindungsgemäß genau wie Natriumtripolyphosphat, Kaliumtripolyphosphat oder Mischun-gen aus diesen beiden einsetzbar; auch Mischungen aus Natriumtripoly-phosphat und Natriumkaliumtripolyphosphat oder Mischungen aus Kaliumtripolyphosphat und Natriumka- liumtripolyphosphat oder Gemische aus Natriumtripolyphosphat und Kaliumtripolyphosphat und Natriumkaliumtripolyphos-phat sind erfindungsgemäß einsetzbar.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden als anorganischen Buildersubstanzen insbesondere Carbonate und Silicate eingesetzt.

Zu nennen sind hier insbesondere kristalline, schichtförmige Natriumsilicate der allgemeinen

Formel NaMSi x O 2x+ -TyH 2 O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1 ,6 bis 4, vorzugsweise 1 ,9 bis 4,0 und y eine Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Da derartige kristalline Silicate aber in einem Sprühtrocknungsverfahren mindestens teilweise ihre kristalline Struktur verlieren, werden kristalline Silicate vorzugsweise nachträglich zu dem direkten oder nachbehandelten Sprühtrocknungsprodukt zugemischt. Bevorzugte kristalline Schichtsilicate der angegebenen Formel sind solche, in denen M für Natrium steht und x die Werte

2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl ß- als auch δ-Natriumdisilicate Na 2 Si 2 O 5 ^ yH 2 O bevorzugt. Im Handel befinden sich derartige Verbindungen beispielsweise unter der Bezeichnung SKS ® (Fa. Clariant). So handelt es sich bei SKS-6 ® vorwiegend um ein δ-Natriumdi-silicat mit der

Formel Na 2 Si 2 O 5 ^ yH 2 O, bei SKS-7 ® vorwiegend um das ß-Natriumdisilicat. Durch Reaktion mit Säuren (z.B. Citronensäure oder Kohlensäure) entsteht aus dem δ-Natriumdisilicat Kanemit

NaHSi 2 O 5 yH 2 O, im Handel unter den Bezeichnungen SKS-9 ® bzw. SKS-10 ® (Fa. Clariant). Von Vorteil kann es auch sein, chemische Modifikationen dieser Schichtsilicate einzusetzen. So kann

beispielsweise die Alkalität der Schichtsilicate geeignet beeinflußt werden. Mit Phosphat bzw. mit Carbonat dotierte Schichtsilicate weisen im Vergleich zu dem δ-Natriumdisilicat veränderte Kristallmorphologien auf, lösen sich schneller und zeigen im Vergleich zu δ-Natriumdisilicat ein erhöhtes Calciumbindevermögen. So sind Schichtsilicate der allgemeinen Summenformel x Na 2 O • y SiO 2 • z P 2 O 5 in der das Verhältnis x zu y einer Zahl 0,35 bis 0,6, das Verhältnis x zu z einer Zahl von 1 ,75 bis 1200 und das Verhältnis y zu z einer Zahl von 4 bis 2800 entspricht bekannt. Die Löslichkeit der Schichtsilicate kann auch erhöht werden, indem besonders feinteilige Schichtsilicate eingesetzt werden. Auch Compounds aus den kristallinen Schichtsilicaten mit anderen Inhaltsstoffen können eingesetzt werden. Dabei sind insbesondere Compounds mit Cellulosederivaten, die Vorteile in der desintegrierenden Wirkung aufweisen, sowie Compounds mit Polycarboxylaten, z.B. Citronensäure, bzw. polymeren Polycarboxylaten, z.B. Copolymeren der Acrylsäure, zu nennen.

Zu den bevorzugten Buildersubstanzen gehören auch amorphe Natriumsilikate mit einem Modul Na 2 O : SiO 2 von 1 :2 bis 1 :3,3, vorzugsweise von 1 :2 bis 1 :2,8 und insbesondere von 1 :2 bis 1 :2,6, welche Sekundärwascheigenschaften aufweisen. Im Rahmen dieser Erfindung wird unter dem Begriff "amorph" auch "röntgenamorph" verstanden. Dies heißt, dass die Silikate bei Röntgenbeugungsexperimenten keine scharfen Röntgenreflexe liefern, wie sie für kristalline Substanzen typisch sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der gestreuten Röntgenstrahlung, die eine Breite von mehreren Gradeinheiten des Beugungswinkels aufweisen. Es kann jedoch sehr wohl sogar zu besonders guten Buildereigenschaften führen, wenn die Silikatpartikel bei Elektronenbeugungsexperimenten verwaschene oder sogar scharfe Beugungsmaxima liefern. Dies ist so zu interpretieren, dass die Produkte mikrokristalline Bereiche der Größe 10 bis einige Hundert nm aufweisen, wobei Werte bis max. 50 nm und insbesondere bis max. 20 nm bevorzugt sind. Derartige sogenannte röntgenamorphe Silikate, welche ebenfalls eine Löseverzögerung gegenüber den herkömmlichen Wassergläsern aufweisen, sind bekannt. Insbesondere bevorzugt sind verdichtete/kompaktierte amorphe Silikate, compoundierte amorphe Silikate und übertrocknete röntgenamorphe Silikate. Der Gehalt der (röntgen-)amorphen Silicate in insbesondere zeolithfreien Mitteln beträgt vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%, was einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung entspricht.

Besonders bevorzugte anorganische wasserlösliche Builder sind Alkalimetallcarbonate und Alkalimetallbicarbonate, wobei Natrium- und Kaliumcarbonat und insbesondere Natriumcarbonat zu den bevorzugten Ausführungsformen zählen. Der Gehalt der Alkalimetallcarbonate in insbesondere zeolithfreien Mitteln kann in einem sehr breiten Rahmen variieren und beträgt vorzugsweise 1 bis 50 Gew.-%, vorteilhafterweise 5 bis 40 Gew.-%, insbesondere 8 bis 30 Gew.- %, wobei üblicherweise der Gehalt an Alkalimetallcarbonaten höher ist als an (röntgen-)amorphen Silicaten. Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Waschoder Reinigungsmittel frei von Alkalimetallcarbonaten.

Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form ihrer Alkali- und insbesondere Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA), sofern ein derartiger Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren und Mischungen aus diesen. Auch die Säuren an sich können eingesetzt werden. Die Säuren besitzen neben ihrer Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft einer Säuerungskomponente und dienen somit, wie beispielsweise in den erfindungsgemäßen Verfahrensprodukten, auch zur Einstellung eines niedrigeren und milderen pH-Wertes von Wasch- oder Reinigungsmitteln. Insbesondere sind hierbei Citronensäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige Mischungen aus diesen zu nennen.

Als organische Builder sind weiter polymere Polycarboxylate geeignet, dies sind beispielsweise die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise solche mit einer relativen Molekülmasse von 500 bis 70000 g/mol. Bei den für polymere Polycarboxylate angegebenen Molmassen handelt es sich im Sinne dieser Schrift um gewichtsmittlere Molmassen M w der jeweiligen Säureform, die grundsätzlich mittels Gelpermeationschromatographie (GPC) bestimmt wurden, wobei ein UV-Detektor eingesetzt wurde. Die Messung erfolgte dabei gegen einen externen Polyacrylsäure-Standard, der aufgrund seiner strukturellen Verwandtschaft mit den untersuchten Polymeren realistische Molgewichtswerte liefert. Diese Angaben weichen deutlich von den Molgewichtsangaben ab, bei denen Polystyrolsulfonsäuren als Standard eingesetzt werden. Die gegen Polystyrolsulfonsäuren gemessenen Molmassen sind in der Regel deutlich höher als die in dieser Schrift angegebenen Molmassen.

Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel können auch Polymere enthalten. Geeignete Polymere umfassen insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine Molekülmasse von 2000 bis 20000 g/mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen Löslichkeit können aus dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate, die Molmassen von 2000 bis 10000 g/mol, und besonders bevorzugt von 3000 bis 5000 g/mol, aufweisen, bevorzugt sein.

Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure erwiesen, die 50 bis 90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten. Ihre relative Molekülmasse, bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen 2000 bis 70000 g/mol, vorzugsweise 20000 bis 50000 g/mol und insbesondere 30000 bis 40000 g/mol.

Der Gehalt der Wasch- oder Reinigungsmittel an organischen Buildersubstanzen kann in einem breiten Rahmen variieren. Bevorzugt sind Gehalte von 2 bis 20 Gew.-%, wobei insbesondere Gehalte von maximal 10 Gew.-% besonderen Anklang finden. Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel frei von organischen Buildersubstanzen.

Es sei an dieser Stelle daraufhingewiesen, dass sich die Angabe Gew.-%, sofern es nicht anders angegeben ist, jeweils auf das gesamte Wasch- oder Reinigungsmittel, also das Verfahrensendprodukt des erfindungsgemäßen Verfahrens bezieht.

Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel können Komponenten aus den Klassen der Vergrauungsinhibitoren (Schmutzträger), der Neutralsalze und/oder der textilweichmachenden Hilfsmittel (beispielsweise Kationtenside) aufweisen, was bevorzugt ist.

Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in der Flotte suspendiert zu halten und so das Wiederaufziehen des Schmutzes zu verhindern. Hierzu sind wasserlösliche Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise die wasserlöslichen Salze polymerer Carbonsäuren, Leim, Gelatine, Salze von Ethercarbon-säuren oder Ethersulfonsäuren der Stärke oder der Cellulose oder Salze von sauren Schwefelsäureestern der Cellulose oder der Stärke. Auch wasserlösliche, saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen sich lösliche Stärkepräparate und andere als die obengenannten Stärkeprodukte verwenden, z.B. abgebaute Stärke, Aldehydstärken usw.. Auch Polyvinylpyrrolidon ist brauchbar. Bevorzugt werden jedoch Celluloseether, wie Carboxymethylcellulose (Na-SaIz), Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Mischether, wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose, Methylcarboxy-methylcellulose und deren Gemische, sowie Polyvinyl-pyrrolidon beispielsweise in Mengen von vorzugsweise 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Wasch- oder Reinigungsmittel, eingesetzt.

Als typisches Beispiel für einen geeigneten Vertreter der Neutralsalze ist das Natriumsulfat zu nennen. Es kann in Mengen von beispielsweise 0 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 45 Gew.-% eingesetzt werden.

Geeignete Weichmacher, welche weiter unten ausführlicher beschrieben werden, sind beispielsweise quellfähige Schichtsilikate von der Art entsprechender Montmorillonite, beispielsweise Bentonit, ebenso kationische Tenside.

Im folgenden werden nichtionischen Tenside, welche vorzugsweise in dem Wasch- oder Reinigungsmittel enthalten sein können, näher beschrieben. Diese nichtionischen Tenside können z.B. auch in einem Nachbehandlungsschritt auf die Verfahrensprodukte aufgebracht werden.

Selbstverständlich können alle nichtionischen Tenside aber vorteilhafterweise auch direkt im erfindungsgemäßen Verfahrensprodukt enthalten sein.

Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methyl-verzweigte Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Palmkern-, Taigfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise C 12 - C 14 -AIkOhOIe mit 3 EO bis 6 EO, C 9 -C 11 -AIkOhOIe mit 7 EO, C 13 -C 15 -Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C 14 -C 15 -Alkohole mit 4 EO, 5 EO, 7 EO oder 9 EO, C 12 -C 18 -Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C 12 -C 14 -Alkohol mit 3 EO und C 12 - C 18 -Alkohol mit 7 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.

Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow ränge ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind (TaIg-) Fettalkohole mit 14 EO, 16 EO, 20 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.

Bevorzugte nichtionische Tenside sind ein oder mehrere mit Ethylen- (EO) und/oder Propylenoxid (PO) alkoxylierte, unverzweigte oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte C 10 - 22 -Alkohole mit einem Alkoxylierungsgrad bis zu 30, vorzugsweise ethoxylierte C 10 --i 8 -Fettalkohole mit einem Ethoxylierungsgrad von weniger als 30, bevorzugt 1 bis 20, insbesondere 1 bis 12, besonders bevorzugt 1 bis 8, äußerst bevorzugt 2 bis 5, beispielsweise C 12 . 14 -Fettalkoholethoxylate mit 2, 3 oder 4 EO oder eine Mischung von der C 12 . 14 -Fettalkoholethoxylate mit 3 und 4 EO im Gewichtsverhältnis von 1 zu 1 oder Isotridecylalkoholethoxylat mit 5, 8 oder 12 EO.

Außerdem können als weitere nichtionische Tenside auch Alkylglykoside der allgemeinen Formel RO(G) x eingesetzt werden, in der R einen primären geradkettigen oder methylverzweigten, insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glykose-einheit mit 5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der die Verteilung von Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl von 1 bis 10; vorzugsweise liegt x bei 1 ,1 bis 1 ,4.

Eine weitere Klasse bevorzugt einsetzbarer nichtionischer Tenside, die entweder als alleiniges

nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden, insbesondere zusammen mit alkoxylierten Fettalkoholen und/oder Alkylglykosiden, eingesetzt werden können, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester, besonders bevorzugt sind Ci 2 -Ci 8 -Fettsäuremethylester mit durchschnittlich 3 bis 15 EO, insbesondere mit durchschnittlich 5 bis 12 EO, sind z.B. auch einsetzbar.

Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-di- methylamin-oxid und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.

Weiterhin geeignet sind alkoxylierte Amine, vorteilhafterweise ethoxylierte und/oder propoxylierte, insbesondere primäre und sekundäre Amine mit vorzugsweise 1 bis 18 C-Atomen pro Alkylkette und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) und/oder 1 bis 10 Mol Propylenoxid (PO) pro Mol Amin.

Bei erfindungsgemäßen Mitteln die besonders für das maschinelle Geschirrspülen geeignet sind, insbesondere Geschirrspülmittel in Form von Tablettenformkörpern, wie Tabs, kommen als Tenside prinzipiell zwar alle Tenside in Frage. Bevorzugt sind für diesen Anwendungszweck aber gerade die vorstehend beschriebenen nichtionischen Tenside und hier vor allem die schwachschäumenden nichtionischen Tenside. Besonders bevorzugt sind die alkoxylierten Alkohole, besonders die ethoxylierten und/oder propoxylierten Alkohole. Dabei versteht der Fachmann allgemein unter alkoxylierten Alkoholen die Reaktionsprodukte von Alkylenoxid, bevorzugt Ethylenoxid, mit Alkoholen, bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung die längerkettigen Alkohole Ci 0 bis C 18 , bevorzugt von C 12 bis C 16 , wie C 11 -, C 12 -, C 13 -, C 14 -, C 15 -, C 16 - ,C 17 - und C 18 -Alkohole. In der Regel entstehen aus n Molen Ethylenoxid und einem Mol Alkohol, abhängig von den Reaktionsbedingungen ein komplexes Gemisch von Additionsprodukten unterschiedlichen Ethoxylierungsgrades. Eine weitere Ausführungsform besteht im Einsatz von Gemischen der Alkylenoxide bevorzugt des Gemisches von Ethylenoxid und Propylenoxid. Auch kann man gewünschtenfalls durch eine abschließende Veretherung mit kurzkettigen Alkylgruppen, wie bevorzugt der Butylgruppe, zur Substanzklasse der "verschlossenen" Alkoholethoxylaten gelangen, die ebenfalls im Sinne der Erfindung eingesetzt werden kann. Ganz besonders bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung sind dabei hochethoxylierte Fettalkohole oder deren Gemische mit endgruppenverschlossenen Fettalkoholethoxylaten.

Vorteilhafterweise können die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel auch Schauminhibitoren enthalten, beispielsweise schauminhibierendes Paraffinöl oder schauminhibierendes Silikon-öl, beispielsweise Dimethylpolysiloxan. Auch der Einsatz von Mischungen dieser Wirkstoffe

ist möglich. Als bei Raumtemperatur feste Zusatzstoffe kommen, insbesondere bei den genannten schauminhibierenden Wirkstoffen, Paraffinwachse, Kieselsäuren, die auch in bekannter Weise hydrophobiert sein können, und von C 2 - 7 -Diaminen und C 12 - 22 -Carbon-säuren abgeleitete Bisamide in Frage.

Für den Einsatz bevorzugt in Frage kommende schauminhibierende Paraffinöle, die auch in Abmischung mit Paraffinwachsen vorliegen können, sind im allgemeinen komplexe Stoffgemische ohne scharfen Schmelzpunkt. Zur Charakterisierung bestimmt man üblicherweise den Schmelzbereich durch Differential-Thermo-Analyse (DTA) und/oder den Erstarrungspunkt. Darunter versteht man die Temperatur, bei der das Paraffin durch langsames Abkühlen aus dem flüssigen in den festen Zustand übergeht. Paraffine mit weniger als 17 C-Atomen sind erfindungsgemäß nicht brauchbar, ihr Anteil im Paraffinölgemisch sollte daher so gering wie möglich sein und liegt vorzugsweise unterhalb der mit üblichen analytischen Methoden, zum Beispiel Gaschromatographie, signifikant meßbaren Grenze. Vorzugsweise werden Paraffine verwendet, die im Bereich von 20 0 C bis 70 0 C erstarren. Dabei ist zu beachten, dass auch bei Raumtemperatur fest erscheinende Paraffinwachsgemische unterschiedliche Anteile an flüssigen Paraffinölen enthalten können. Bei den erfindungsgemäß brauchbaren Paraffinwachsen liegt der Flüssiganteil bei 40 0 C möglichst hoch, ohne bei dieser Temperatur schon 100 % zu betragen. Bevorzugte Paraffinwachsgemische weisen bei 40 0 C einen Flüssiganteil von mindestens 50 Gew.- %, insbesondere von 55 Gew.-% bis 80 Gew.-%, und bei 60°C einen Flüssiganteil von mindestens 90 Gew.-% auf. Dies hat zur Folge, dass die Paraffine bei Temperaturen bis hinunter zu mindestens 70°C, vorzugsweise bis hinunter zu mindestens 60°C fließfähig und pumpbar sind. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Paraffine möglichst keine flüchtigen Anteile enthalten. Bevorzugte Paraffinwachse enthalten weniger als 1 Gew.-%, insbesondere weniger als 0,5 Gew.- % bei 110°C und Normaldruck verdampfbare Anteile. Erfindungsgemäß brauchbare Paraffine können beispielsweise unter den Handelsbezeichnungen Lunaflex® der Firma Füller sowie Deawax® der DEA Mineralöl AG bezogen werden.

Die Paraffinöle können bei Raumtemperatur feste Bisamide, die sich von gesättigten Fettsäuren mit 12 bis 22, vorzugsweise 14 bis 18 C-Atomen sowie von Alkylendiaminen mit 2 bis 7 C-Atomen ableiten, enthalten. Geeignete Fettsäuren sind Laurin-, Myristin-, Stearin-, Arachin- und Behensäure sowie deren Gemische, wie sie aus natürlichen Fetten beziehungsweise gehärteten ölen, wie Talg oder hydriertem Palmöl, erhältlich sind. Geeignete Diamine sind beispielsweise Ethylendiamin 1 ,3-Propy-lendiamin, Tetramethylendiamin, Pentamethylendiamin,

Hexamethylendiamin, p-Phenylendi-amin und Toluylendiamin. Bevorzugte Diamine sind Ethylendiamin und Hexamethylendiamin. Besonders bevorzugte Bisamide sind Bis-myristoyl- ethylendiamin, Bispalmitoyl-ethylendiamin, Bis-stearoyl-ethylendi-amin und deren Gemische sowie die entsprechenden Derivate des Hexamethylendiamins.

Vorzugsweise kann das Wasch- oder Reinigungsmittel UV-Absorber, die vorteilhafterweise auf die behandelten Textilien aufziehen und die Lichtbeständigkeit der Fasern und/oder die Lichtbeständigkeit sonstiger Rezepturbestandteile verbessern, aufweisen. Unter UV-Absorber sind organische Substanzen (Lichtschutzfilter) zu verstehen, die in der Lage sind, ultraviolette Strahlen zu absorbieren und die aufgenommene Energie in Form längerwelliger Strahlung, z.B. Wärme wieder abzugeben. Verbindungen, die diese gewünschten Eigenschaften aufweisen, sind beispielsweise die durch strahlungslose Desaktivierung wirksamen Verbindungen und Derivate des Benzophenons mit Substituenten in 2- und/oder 4-Stellung. Weiterhin sind auch substituierte Benzotriazole, in 3-Stellung Phenylsubstituierte Acrylate (Zimtsäurederivate), gegebenenfalls mit Cyanogruppen in 2-Stellung, Salicylate, organische Ni-Komplexe sowie Naturstoffe wie Umbelliferon und die körpereigene Urocansäure geeignet. Besondere Bedeutung haben Biphenyl- und vor allem Stilbenderivate, kommerziell als Tinosorb ® FD oder Tinosorb ® FR ex Ciba erhältlich. Als UV-B-Absorber sind zu nennen 3-Benzylidencampher bzw. 3-Benzylidennorcampher und dessen Derivate, z.B. 3-(4-Methylbenzyliden)campher; 4-Aminobenzoesäure-derivate, vorzugsweise 4-(Di-methylamino)benzoesäure-2-ethylhexylester, 4-(Dimethylamino)benzoe-säure- 2-octylester und 4-(Dimethylamino)benzoesäureamylester; Ester der Zimtsäure, vorzugsweise A- Meth-oxyzimtsäure-2-ethylhexylester, 4-Methoxyzimtsäurepropylester, 4-Methoxyzimtsäureiso- amyl-ester, 2-Cyano-3,3-phenylzimtsäure-2-ethylhexylester (Octocrylene); Ester der Salicylsäure, vorzugs-weise Salicylsäure-2-ethylhexylester, Salicylsäure-4-isopropylbenzyl-ester, Salicylsäure- homomenthylester; Derivate des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hy-droxy-4-methoxyben- zophenon, 2-Hydroxy-4-methoxy-4'-methylbenzophenon, 2,2'-Dihy-droxy-4-methoxybenzophenon; Ester der Benzalmalonsäure, vorzugsweise 4-Methoxy-benzmalonsäuredi-2-ethylhexylester; Triazinderivate, wie z.B. 2,4,6-Trianilino-(p-carbo-2'-ethyl-1 '-hexyloxy)-1 ,3,5-triazin und Octyl Tria- zon, oder Dioctyl Butamido Triazone (Uvasorb® HEB); Propan-1 ,3-dione, wie z.B. 1-(4- tert.Butylphenyl)-3-(4'methoxyphenyl)propan-1 ,3-dion; Ketotricyclo(5.2.1.0)decan-Derivate.

Weiterhin geeignet sind 2-Phenylbenzimidazol-5-sul-fonsäure und deren Alkali-, Erdalkali-, Ammonium-, Alkylammonium-, Alkanolammonium- und Glucammoniumsalze; Sulfonsäurederivate von Benzophenonen, vorzugsweise 2-Hy-droxy-4-methoxybenzophenon-5-sulfon-säure und ihre Salze; Sulfonsäurederivate des 3-Benzylidencamphers, wie z.B. 4-(2-Oxo-3-bor-nylidenme- thyl)benzol-sulfonsäure und 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornyliden)sulfonsäure und deren Salze.

Als typische UV-A-Filter kommen insbesondere Derivate des Benzoylmethans in Frage, wie beispielsweise 1-(4'-tert.Butylphenyl)-3-(4'-methoxyphenyl)propan-1 ,3-dion, 4-tert.-Butyl-4'- methoxydibenzoylmethan (Parsol 1789), 1-Phenyl-3-(4'-isopropylphenyl)-propan-1 ,3-dion sowie Enaminverbindungen. Die UV-A und UV-B-Filter können selbstverständlich auch in Mischungen eingesetzt werden. Neben den genannten löslichen Stoffen kommen für diesen Zweck auch unlösliche Lichtschutzpigmente, nämlich feindisperse, vorzugsweise nanoisierte Metalloxide bzw. Salze in Frage. Beispiele für geeignete Metalloxide sind insbesondere Zinkoxid und Titandioxid und daneben Oxide des Eisens, Zirkoniums, Siliciums, Mangans, Aluminiums und Cers sowie deren

Gemische. Als Salze können Silicate (Talk), Bariumsulfat oder Zink-stearat eingesetzt werden. Die Oxide und Salze werden in Form der Pigmente bereits für hautpflegende und hautschützende Emulsionen und dekorative Kosmetik verwendet. Die Partikel sollten dabei einen mittleren Durchmesser von weniger als 100 nm, vorzugsweise von 5 bis 50 nm und insbesondere von 15 bis 30 nm aufweisen. Sie können eine sphärische Form aufweisen, es können jedoch auch solche Partikel zum Einsatz kommen, die eine ellipsoide oder in sonstiger Weise von der sphärischen Gestalt abweichende Form besitzen. Die Pigmente können auch oberflächenbehandelt, d.h. hydrophilisiert oder hy-dropho-biert vorliegen. Typische Beispiele sind gecoatete Titandioxide, wie z.B. Titandioxid T 805 (Degussa) oder Eusolex® T2000 (Merck). Als hydrophobe Coatingmittel kommen dabei vor allem Silicone und dabei speziell Trialkoxyoctylsilane oder Simethicone in Frage Vorzugsweise wird mikronisiertes Zinkoxid verwendet. Weitere geeignete UV-Licht-schutzfilter sind dem einschlägigen Stand der Technik zu entnehmen zu entnehmen.

Die UV-Absorber können vorteilhafterweise in Mengen von 0,01 Gew.-% bis 5 Gew.-%, vorzugsweise von 0,03 Gew.-% bis 1 Gew.-%, in dem Wasch- oder Reinigungsmittel enthalten sein. Sie können dem Wasch- oder Reinigungsmittel auch nachträglich, beispielsweise zusammen mit anderen Stoffen, zugemischt werden.

Vorzugsweise können die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel auch als Tablette oder Formkörper vorliegen. Als "Tablette" oder "Formkörper" werden im Rahmen der vorliegenden Anmeldung unabhängig von der Art ihrer Herstellung formstabile, feste Körper bezeichnet. Derartige Körper lassen sich beispielsweise durch Kristallisation, Formguß, Spritzguß, reaktive oder thermische Sinterung, (Co)Extrusion, Verprillung, Pastillierung, oder Kompaktierungsverfahren wie die Kalandrierung oder Tablettierung herstellen. Die Herstellung der "Tabletten" oder "Formkörper" durch Tablettierung ist im Rahmen der vorliegenden Anmeldung besonders bevorzugt. Die Tablette besteht also vorzugsweise aus verpresstem, teilchenförmigen Material.

Erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln können vorzugsweise Desintegrationshilfsmittel enthalten. Als quellfähige Desintegrationshilfsmittel kommen beispielsweise Bentonite oder andere quellbare Silikate in Betracht. Auch synthetische Polymere, insbesondere die im Hygiene-bereich eingesetzten Superabsorber oder quervernetztes Polyvinylpyrrolidon, lassen sich einsetzen.

Mit besonderem Vorteil werden als quellfähige Desintegrationshilfsmittel Polymere auf der Basis von Stärke und/oder Cellulose eingesetzt. Diese Basis-Substanzen können allein oder in Mischung mit weiteren natürlichen und/oder synthetischen Polymeren zu quellfähigen Desintegrationsmitteln verarbeitet werden. Im einfachsten Fall kann ein cellulosehaltiges Material oder reine Cellulose durch Granulierung, Kompaktierung oder andere Anwendung von Druck in Sekundärpartikel

überführt werden, welche bei Kontakt mit Wasser quellen und so als Sprengmittel dienen. Als cellulosehaltiges Material hat sich Holzstoff bewährt, der durch thermische oder chemischthermische Verfahren aus Hölzern bzw. Holzspänen (Sägespäne, Sägereiabfälle) zugänglich ist. Dieses Cellulosematerial aus dem TMP-Verfahren (thermo mechanical pulp) oder dem CTMP- Verfahren (chemo-thermo mechanical pulp) kann dann durch Anwendung von Druck kompaktiert werden, vorzugsweise Walzenkompaktiert und in Partikelform überführt werden. Selbstverständlich lässt sich völlig analog auch reine Cellulose einsetzen, die allerdings von der Rohstoffbasis her teurer ist. Hier können sowohl mikrokristalline als auch amorphe feinteilige Cellulose und Mischungen derselben verwendet werden.

Ein anderer Weg besteht darin, das cellulosehaltige Material unter Zusatz von Granulierhilfsmitteln zu granulieren. Als Granulierhilfsmittel haben sich beispielsweise Lösungen synthetischer Polymere oder nichtionische Tenside bewährt. Um Rückstände auf mit den erfindungsgemäßen Mitteln gewaschenen Textilien zu vermeiden, sollte die Primärfaserlänge der eingesetzten Cellulose bzw. der Cellulose im cellulosehaltigen Material unter 200 μm liegen, wobei Primärfaserlängen unter 100 μm, insbesondere unterhalb von 50μm bevorzugt sind.

Die Sekundärpartikel besitzen idealerweise eine Partikelgrößenverteilung, bei der vorzugsweise mehr als 90 Gew.-% der Partikel Größen oberhalb von 200 μm haben. Ein gewisser Staubanteil kann zu einer verbesserten Lagerstabilität der damit hergestellten Tabletten beitragen. Anteile eines Feinstaubanteils von kleiner 0,1 mm bis zu 10 Gew.%, vorzugsweise bis zu 8 Gew.% können z.B. vorhanden sein.

Weiterhin können die erfindungsgemäßen Mittel Konditioniermittel sein und dem gemäße Komponenten enthalten. Unter dem Begriff Konditionierung ist im Sinne dieser Erfindung vorzugsweise die avivierende Behandlung von Textilien, Stoffen und Geweben zu verstehen. Durch die Konditionierung werden den Textilien positive Eigenschaften verliehen, wie beispielsweise ein verbesserter Weichgriff, eine erhöhte Glanz- und Farbbrillanz, ein verbesserter Dufteindruck, Verringerung der Filzbildung, Bügelerleichterung durch Verringerung der Gleiteigenschaften, Verringerung des Knitterverhaltens und der statischen Aufladung sowie eine Farbübertragungsinhibierung bei gefärbten Textilien.

Zur Verbesserung des Weichgriffs und der avivierenden Eigenschaften können die erfindungsgemäßen Mittel Weichmacherkomponenten aufweisen. Beispiele für solche Verbindungen sind quartäre Ammoniumverbindungen, kationische Polymere und Emulgatoren, wie sie in Haarpflegemitteln und auch in Mitteln zur Textilavivage eingesetzt werden. Diese weichmachenden Verbindungen, welche auch nachfolgend näher beschreiben werden, können in allen erfindungsgemäßen Mitteln, insbesondere aber in den Konditioniermitteln bzw. in Mitteln mit angestrebter weichmachender Wirkung, enthalten sein.

Geeignete Beispiele sind quartäre Ammoniumverbindungen der Formeln (IM) und (IV),

wobei in (IM) R und R 1 für einen acyclischen Alkylrest mit 12 bis 24 Kohlenstoffatomen, R 2 für einen gesättigten C- 1 -C 4 Alkyl- oder Hydroxyalkylrest steht, R 3 entweder gleich R, R 1 oder R 2 ist oder für einen aromatischen Rest steht. X ~ steht entweder für ein Halogenid-, Methosulfat-, Methophosphat- oder Phosphation sowie Mischungen aus diesen. Beispiele für kationische Verbindungen der Formel (Ml) sind Didecyldimethylammoniumchlorid,

Ditalgdimethylammoniumchlorid oder Dihexadecylammoniumchlorid.

Verbindungen der Formel (IV) sind sogenannte Esterquats. Esterquats zeichnen sich durch eine hervorragende biologische Abbaubarkeit aus. Hierbei steht R 4 für einen aliphatischen Alkylrest mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen mit 0, 1 , 2 oder 3 Doppelbindungen; R 5 steht für H, OH oder 0(CO)R 7 , R 6 steht unabhängig von R 5 für H, OH oder 0(CO)R 8 , wobei R 7 und R 8 unabhängig voneinander jeweils für einen aliphatischen Alk(en)ylrest mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen mit O, 1 , 2 oder 3 Doppelbindungen steht, m, n und p können jeweils unabhängig voneinander den Wert 1 , 2 oder 3 haben. X " kann entweder ein Halogenid-, Methosulfat-, Methophosphat- oder Phosphation sowie Mischungen aus diesen sein. Bevorzugt sind Verbindungen, die für R 5 die Gruppe 0(CO)R 7 und für R 4 und R 7 Alkylreste mit 16 bis 18 Kohlenstoffatomen enthalten. Besonders bevorzugt sind Verbindungen, bei denen R 6 zudem für OH steht. Beispiele für Verbindungen der Formel (IV) sind Methyl-N-(2-hydroxyethyl)-N,N-di(talg-acyl-oxyethyl)ammonium -methosulfat, Bis-(palmitoyl)-ethyl- hydroxyethyl-methyl-ammonium-metho-sulfat oder Methyl-N,N-bis(acyl-oxyethyl)-N-(2- hydroxyethyl)ammonium-methosulfat. Werden quarternierte Verbindungen der Formel (IV) eingesetzt, die ungesättigte Alkylketten aufweisen, sind die Acylgruppen bevorzugt, deren korrespondierenden Fettsäuren eine Jodzahl zwischen 5 und 80, vorzugsweise zwischen 10 und 60 und insbesondere zwischen 15 und 45 aufweisen und die ein cis/trans-lsomerenverhältnis (in Gew.-%) von größer als 30 : 70, vorzugsweise größer als 50 : 50 und insbesondere größer als 70 : 30 haben. Handelsübliche Beispiele sind die von Stepan unter dem Warenzeichen Stepantex ® vertriebenen Methylhydroxyalkyldi-alkoyloxyalkylammoniummethosulfate oder die unter Dehyquart ® bekannten Produkte von Cognis bzw. die unter Rewoquat ® bekannten Produkte von Goldschmidt-Witco. Weitere bevorzugte Verbindungen sind die Diesterquats der Formel (V), die unter dem Namen Rewoquat® W 222 LM bzw. CR 3099 erhältlich sind und neben der Weichheit auch für Stabilität und Farbschutz sorgen.

R 21 und R 22 stehen dabei unabhängig voneinander jeweils für einen aliphatischen Rest mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen mit 0, 1 , 2 oder 3 Doppelbindungen.

Neben den oben beschriebenen quartären Verbindungen können auch andere bekannte Verbindungen eingesetzt werden, wie beispielsweise quartäre Imidazoliniumverbindungen der Formel (VI),

wobei R 9 für H oder einen gesättigten Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, R 10 und R 11 unabhängig voneinander jeweils für einen aliphatischen, gesättigten oder ungesättigten Alkylrest mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen, R 10 alternativ auch für 0(CO)R 20 stehen kann, wobei R 20 einen aliphatischen, gesättigten oder ungesättigten Alkylrest mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet, und Z eine NH-Gruppe oder Sauerstoff bedeutet und X " ein Anion ist. q kann ganzzahlige Werte zwischen 1 und 4 annehmen.

Weitere geeignete quartäre Verbindungen sind durch Formel (VII) beschrieben,

R13 H

R12 — N L — (CH 2 V — C I — O(CO)R15 X " (VII);

R14 CH 2 — O(CO)R16 wobei R 12 , R 13 und R 14 unabhängig voneinander für eine d^-Alkyl-, Alkenyl- oder Hydroxyalkylgruppe steht, R 15 und R 16 jeweils unabhängig ausgewählt eine C 8 - 28 -Alkylgruppe darstellt und r eine Zahl zwischen 0 und 5 ist.

Neben den Verbindungen der Formeln (IM) und (IV) können auch kurzkettige, wasserlösliche, quartäre Ammoniumverbindungen eingesetzt werden, wie Trihydroxyethylmethylammonium- methosulfat oder die Alkyltrimethylammoniumchloride, Dialkyldimethylammo-niumchloride und Trialkylmethylammo-niumchloride, z. B. Cetyltrimethylammoniumchlorid, Stearyltrimethylam- moniumchlorid, Distearyldi-methylammoniumchlorid, Lauryldimethylammoniumchlorid, Lauryldi- methylbenzylammoniumchlorid und Tricetylmethylammonium-chlorid.

Auch protonierte Alkylaminverbindungen, die weichmachende Wirkung aufweisen, sowie die nicht quaternierten, protonierten Vorstufen der kationischen Emulgatoren sind geeignet.

Weitere erfindungsgemäß verwendbare kationische Verbindungen stellen die quaternisierten Proteinhydrolysate dar.

Zu den geeigneten kationischen Polymeren zählen die Polyquaternium-Polymere, wie sie im CTFA Cosmetic Ingredient Dictionary (The Cosmetic, Toiletry und Fragrance, Inc., 1997) genannt werden, insbesondere die auch als Merquats bezeichneten Polyquaternium-6-, Polyquaternium-7-, Polyquaternium-10-Polymere (Ucare Polymer IR 400; Amerchol), Polyquaternium-4-Copolymere, wie Pfropf-copolymere mit einen Cellulosegerüst und quartären Ammoniumgruppen, die über Allyldimethylammoniumchlorid gebunden sind, kationische Cellulosederivate, wie kationisches Guar, wie Guar-hy-droxypropyltriammoniumchlorid, und ähnliche quaternierte Guar-Derivate (z. B. Cosmedia Guar, Hersteller: Cognis GmbH), kationische quartäre Zuckerderivate (kationische Alkylpolyglucoside), z. B. das Handelsprodukt Glucquat ® 100, gemäß CTFA-Nomenklatur ein "Lauryl Methyl Gluceth-10 Hydroxypropyl Dimonium Chloride", Copolymere von PVP und Dimethylaminomethacrylat, Copolymere von Vinylimidazol und Vinylpyrrolidon, Aminosilicon- polymere und Copolymere.

Ebenfalls einsetzbar sind polyquaternierte Polymere (z. B. Luviquat Care von BASF) und auch kationische Biopolymere auf Chitinbasis und deren Derivate, beispielsweise das unter der Handelsbezeichnung Chitosan ® (Hersteller: Cognis) erhältliche Polymer.

Erfindungsgemäß ebenfalls verwendbar sind kationische Silikonöle wie beispielsweise die im Handel erhältlichen Produkte Q2-7224 (Hersteller: Dow Corning; ein stabilisiertes Trimethyl- silylamodimeth-icon), Dow Corning 929 Emulsion (enthaltend ein hydroxyl-amino-modifiziertes Silicon, das auch als Amodimethicone bezeichnet wird), SM-2059 (Hersteller: General Electric), SLM-55067 (Hersteller: Wacker) Abil ® -Quat 3270 und 3272 (Hersteller: Goldschmidt-Rewo; di- quartäre Polydimethylsiloxane, Quaternium-80), sowie Siliconquat Rewoquat ® SQ 1 (Tegopren ® 6922, Hersteller: Goldschmidt-Rewo).

Ebenfalls einsetzbar sind Verbindungen der Formel (VIII),

die Alkylamidoamine in ihrer nicht quaternierten oder, wie dargestellt, ihrer quaternierten Form, sein können. R 17 kann ein aliphatischer Alk(en)ylrest mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen mit 0, 1 , 2 oder 3 Doppelbindungen sein, s kann Werte zwischen 0 und 5 annehmen. R 18 und R 19 stehen unabhängig voneinander jeweils für H, d^-Alkyl oder Hydroxyalkyl. Bevorzugte Verbindungen sind Fettsäureamidoamine wie das unter der Bezeichnung Tego Amid ® S 18 erhältliche Stearylamidopropyldimethylamin oder das unter der Bezeichnung Stepantex ® X 9124 erhältliche 3- Talgamidopropyl-trimethylammo-nium-methosulfat, die sich neben einer guten konditionierenden

Wirkung auch durch farbübertragungsinhibierende Wirkung sowie speziell durch ihre gute biologische Abbaubarkeit auszeichnen.

Besonders bevorzugt sind alkylierte quaternäre Ammoniumverbindungen, von denen mindestens eine Alkylkette durch eine Estergruppe und/oder Amidogruppe unterbrochen ist, insbesondere N- Methyl-N(2-hydroxyethyl)-N,N-(ditalgacyloxyethyl)ammonium-me thosulfat.

Als nichtionische Weichmacher kommen vor allem Polyoxyalkylenglycerolalkanoate, Polybutylene, langkettige Fettsäuren, ethoxylierte Fettsäureethanolamide, Alkylpolyglycoside, insbesondere Sorbitan- mono,-di- und triester und Fettsäureester von Polycarbonsäuren in Betracht.

In einem erfindungsgemäßen Mittel, wie z.B. vorzugsweise einem Konditionierungsmittel, können Weichmacher, wie z.B. Bentonit, in Mengen von 0,1 bis 80 Gew.-%, üblicherweise 0,1 bis 70 Gew.- %, vorzugsweise 0,2 bis 60 Gew.-% und insbesondere 0,5 bis 40 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten sein.

Als weitere Tenside für alle erfindungsgemäßen Mittel, insbesondere für die Konditioniermittel, kommen sogenannte Gemini-Tenside in Betracht. Hierunter werden im allgemeinen solche Verbindungen verstanden, die zwei hydrophile Gruppen und zwei hydrophobe Gruppen pro Molekül besitzen. Diese Gruppen sind in der Regel durch einen sogenannten "Spacer" voneinander getrennt. Dieser Spacer ist in der Regel eine Kohlenstoffkette, die lang genug sein sollte, dass die hydrophilen Gruppen einen ausreichenden Abstand haben, damit sie unabhängig voneinander agieren können. Derartige Tenside zeichnen sich im allgemeinen durch eine ungewöhnlich geringe kritische Micellkonzentration und die Fähigkeit, die Oberflächenspannung des Wassers stark zu reduzieren, aus. In Ausnahmefällen werden jedoch unter dem Ausdruck Gemini-Tenside nicht nur dimere, sondern auch trimere Tenside verstanden.

Geeignete Gemini-Tenside sind beispielsweise sulfatierte Hydroxymischether oder Dimeralkohol- bis- und Trimeralkohol-tris-sulfate und -ether-sulfate. Endgruppenverschlossene dimere und trimere Mischether zeichnen sich insbesondere durch ihre Bi- und Multifunktionalität aus. So besitzen die genannten endgruppenverschlossenen Tenside gute Netzeigenschaften und sind dabei schaumarm, so dass sie sich insbesondere für den Einsatz in maschinellen Wasch-, Pflegeoder Reinigungsverfahren eignen.

Eingesetzt werden können aber auch Gemini-Polyhydroxyfettsäureamide oder PoIy- Polyhydroxyfett-säureamide, wie sie im einschlägigen Stand der Technik beschrieben werden.

Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der folgenden Formel,

R 23

I R-CO-N-[Z] in der RCO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R 23 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten werden können.

Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen der folgenden Formel, R 24 -O-R 25

I

R-CO-N-[Z] in der R für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12 Kohlenstoffatomen, R 24 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R 25 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest oder einen Oxy-Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei Ci_ 4 -Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest steht, dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder propoxylierte Derivate dieses Restes.

[Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines reduzierten Zuckers erhalten, beispielsweise Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Mannose oder Xylose. Die N- Alkoxy- oder N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können dann beispielsweise durch Umsetzung mit Fettsäuremethylestern in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator in die gewünschten Polyhydroxyfettsäureamide überführt werden.

Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel können vorzugsweise auch amphoterische Tenside enthalten. Neben zahlreichen ein- bis dreifach alkylierten Aminoxiden stellen die Betaine eine bedeutende Klasse dar.

Betaine stellen bekannte Tenside dar, die überwiegend durch Carboxyalkylierung, vorzugsweise Carboxymethylierung von aminischen Verbindungen hergestellt werden. Vorzugsweise werden die Ausgangsstoffe mit Halogencarbonsäuren oder deren Salzen, insbesondere mit Natriumchloracetat

kondensiert, wobei pro Mol Betain ein Mol Salz gebildet wird. Ferner ist auch die Anlagerung von unge-sättigten Carbonsäuren, wie beispielsweise Acrylsäure möglich. Zur Nomenklatur und insbesondere zur Unterscheidung zwischen Betainen und "echten" Amphotensiden sei auf die einschlägige Fachliteratur hingewiesen. Beispiele für geeignete Betaine stellen die Carboxy- alkylierungsprodukte von sekundären und insbesondere tertiären Aminen dar, die der Formel (IX) folgen,

R 27 R 26 -N-(CH 2 ) n COOX 1 (IX)

R 28 in der R 26 für Alkyl- und/oder Alkenylreste mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R 27 für Wasserstoff oder Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, R 28 für Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlen-stoffatomen, n für Zahlen von 1 bis 6 und X 1 für ein Alkali- und/oder Erdalkalimetall oder Ammonium steht. Typische Beispiele sind die Carboxymethylierungsprodukte von Hexylmethylamin, Hexyldimethylamin, Octyldimethylamin, Decyldimethylamin, Dodecylmethylamin, Dodecyldimethylamin,

Dodecylethylmethylamin, C 12/ i 4 -Kokosalkyldimethylamin, Myristyldimethylamin, Cetyldimethylamin, Stearyldimethylamin, Stearylethyl-methylamin, Oleyldimethylamin, C 16/18 -Talgalkyldimethylamin sowie deren technische Gemische.

Weiterhin kommen auch Carboxyalkylierungsprodukte von Amidoaminen in Betracht, die der Formel (X) folgen,

R 29 R 31 CO-NH-(CH 2 ) m -N-(CH 2 ) n COOX 2 (X)

in der R 31 CO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen und 0 oder 1 bis 3 Doppelbindungen, m für Zahlen von 1 bis 3 steht und R 29 , R 30 , n und X 2 die oben angegebenen Bedeutungen haben. Typische Beispiele sind Umsetzungsprodukte von Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, namentlich Capronsäure, Caprylsäure, Caprin-säure, Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Palmoleinsäure, Stearinsäure, Isostearinsäure, ölsäure, Elaidin- säure, Petroselinsäure, Linolsäure, Linolensäure, Elaeostearin-säure, Arachinsäure, Gadoleinsäure, Behensäure und Erucasäure sowie deren technische Gemische, mit N, N- Dimethylaminoethylamin, N,N-Dimethylaminopropylamin, N,N-Diethylaminoethylamin und N, N- Diethylaminopropylamin, die mit Natriumchloracetat kondensiert werden. Bevorzugt ist der Einsatz eines Kondensationsproduktes von C 8/ i 8 -Kokosfettsäure-N,N-dimethylaminopropylamid mit Natriumchloracetat.

Weiterhin kommen als geeignete Ausgangsstoffe für die im Sinne der Erfindung einsetzbaren Betaine auch Imidazoline in Betracht, die der Formel (Xl) folgen,

m R33

in der R 32 für einen Alkylrest mit 5 bis 21 Kohlenstoffatomen, R 33 für eine Hydroxylgruppe, einen OCOR 32 - oder NHCOR 32 -Rest und m für 2 oder 3 steht. Auch bei diesen Substanzen handelt es sich um bekannte Stoffe, die beispielsweise durch cyclisierende Kondensation von 1 oder 2 Mol Fettsäure mit mehrwertigen Aminen, wie beispielsweise Aminoethyl-ethanolamin (AEEA) oder Diethylentriamin erhalten werden können. Die entsprechenden Carboxyalkylierungsprodukte stellen Gemische unterschiedlicher offenkettiger Betaine dar. Typische Beispiele sind Kondensationsprodukte der oben genannten Fettsäuren mit AEEA, vorzugsweise Imidazoline auf Basis von Laurinsäure oder wiederum C 12/ i 4 -Kokosfettsäure, die anschließend mit Natriumchloracetat betainisiert werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel, wie z.B. insbesondere ein Konditioniermittel, gegebenenfalls ein oder mehrere Komplexbildner enthalten.

Komplexbildner (INCI Chelating Agents), auch Sequestriermittel genannt, sind Inhaltsstoffe, die Metallionen zu komplexieren und inaktivieren vermögen, beispielsweise um ihre nachteiligen Wirkungen auf die Stabilität oder das Aussehen der Mittel, beispielsweise Trübungen, zu verhindern. Einerseits ist es dabei wichtig, die mit zahlreichen Inhaltsstoffen inkompatiblen Calcium- und Magnesiumionen der Wasserhärte zu komplexieren. Die Komplexierung der Ionen von Schwermetallen wie Eisen oder Kupfer verzögert die oxidative Zersetzung der fertigen Mittel.

Geeignet sind beispielsweise die folgenden gemäß INCI bezeichneten Komplexbildner, die beispielsweise im International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook näher beschrieben sind: Aminotrimethylene Phosphonic Acid, Beta-Alanine Diacetic Acid, Calcium Disodium EDTA, Citric Acid, Cyclodextrin, Cyclohexanediamine Tetraacetic Acid, Diammonium Citrate, Diammonium EDTA, Diethylenetriamine Pentamethylene Phosphonic Acid, Dipotassium EDTA, Disodium Azacycloheptane Diphosphonate, Disodium EDTA, Disodium Pyrophosphate, EDTA, Etidronic Acid, Galactaric Acid, Gluconic Acid, Glucuronic Acid, HEDTA, Hydroxypropyl Cyclodextrin, Methyl Cyclodextrin, Pentapotassium Triphosphate, Pentasodium Aminotrimethylene Phosphonate, Pentasodium Ethylenediamine Tetramethylene Phosphonate, Pentasodium Pentetate, Pentasodium Triphosphate, Pentetic Acid, Phytic Acid, Potassium Citrate, Potassium EDTMP, Potassium Gluconate, Potassium Polyphosphate, Potassium Trisphosphonomethylamine

Oxide, Ribonic Acid, Sodium Chitosan Methylene Phosphonate, Sodium Citrate, Sodium Diethylenetriamine Pentamethylene Phosphonate, Sodium Dihydroxyethylglycinate, Sodium EDTMP, Sodium Gluceptate, Sodium Gluconate, Sodium Glycereth-1 Polyphosphate, Sodium Hexametaphos-phate, Sodium Metaphosphate, Sodium Metasilicate, Sodium Phytate, Sodium Polydimethylglycinophenolsulfonate, Sodium Trimetaphosphate, TEA-EDTA, TEA-Polyphos-phate, Tetrahydroxyethyl Ethylenediamine, Tetrahydroxypropyl Ethylenediamine, Tetrapotassium Etidronate, Tetrapotassium Pyrophosphate, Tetrasodium EDTA, Tetrasodium Etidronate, Tetrasodium Pyrophosphate, Tripotassium EDTA, Trisodium Dicarboxymethyl Alaninate, Trisodium EDTA, Trisodium HEDTA, Trisodium NTA und Trisodium Phosphate.

Bevorzugte Komplexbildner sind tertiäre Amine, insbesondere tertiäre Alkanolamine (Ami- noalkohole). Die Alkanolamine besitzen sowohl Amino- als auch Hydroxy- und/oder Ether-gruppen als funktionelle Gruppen. Besonders bevorzugte tertiäre Alkanolamine sind Tri-ethanolamin und Tetra-2-hydroxypro-pylethylendiamin (N,N,N',N'-Tetrakis-(2-hydroxy-pro-pyl)ethylendiamin).

Besonders bevorzugte Kombinationen tertiärer Amine mit Zinkricinoleat und einem oder mehreren ethoxylierten Fettalkoholen als nichtionische Lösungsvermittler sowie ggf. Lösungsmittel sind im Stand der Technik beschrieben.

Ein besonders bevorzugter Komplexbildner ist die Etidronsäure (1-Hydroxyethyliden-1 ,1- diphosphon-säure, 1-Hydroxyethyan-1 ,1-diphosphonsäure, HEDP, Acetophosphonsäure, INCI Etidronic Acid) einschließlich ihrer Salze. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel demgemäß als Komplexbildner Etidronsäure und/oder eines oder mehrere ihrer Salze.

In einer besonderen Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel eine Komplexbildnerkombination aus einem oder mehreren tertiären Aminen und einer oder mehreren weiteren Komblexbildnern, vorzugsweise einer oder mehreren Komplexbildnersäuren oder deren Salzen, insbesondere aus Triethanolamin und/oder Tetra-2- hydroxypropylethylendiamin und Etidronsäure und/oder einem oder mehrerer ihrer Salze.

Das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel, wie insbesondere Konditioniermittel, enthält vorteilhafterweise Komplexbildner in einer Menge von üblicherweise 0 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 15 Gew.-%, insbesondere 0,5 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 1 bis 8 Gew.-%, äußerst bevorzugt 1 ,5 bis 6 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel, wie insbesondere Konditioniermittel, gegebenenfalls ein oder mehrere Enzyme. Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Produkt aber frei von Enzymen.

Als Enzyme kommen insbesondere solche aus der Klassen der Hydrolasen wie der Proteasen, Esterasen, Lipasen bzw. lipolytisch wirkende Enzyme, Amylasen, Cellulasen bzw. andere Glykosylhydrolasen und Gemische der genannten Enzyme in Frage. Alle diese Hydrolasen tragen in der Wäsche zur Entfernung von Verfleckungen wie protein-, fett- oder stärkehaltigen Verfleckungen und Vergrauungen bei. Cellulasen und andere Glykosylhydrolasen können darüber hinaus durch das Entfernen von Pilling und Mikrofibrillen zur Farberhaltung und zur Erhöhung der Weichheit des Textils beitragen. Zur Bleiche bzw. zur Hemmung der Farbübertragung können auch Oxireduktasen eingesetzt werden.

Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen oder Pilzen wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis, Streptomyceus griseus und Humicola insolens gewonnene enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise werden Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbesondere Proteasen, die aus Bacillus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind Enzymmischungen, beispielsweise aus Protease und Amylase oder Protease und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder Protease und Cellulase oder aus Cellulase und Lipasebzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder aus Protease, Amylase und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder Protease, Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen und Cellulase, insbesondere jedoch Protease und/oder Lipase-haltige Mischungen bzw. Mischungen mit lipolytisch wirkenden Enzymen von besonderem Interesse. Beispiele für derartige lipolytisch wirkende Enzyme sind die bekannten Cutinasen. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in einigen Fällen als geeignet erwiesen. Zu den geeigneten Amylasen zählen insbesondere α-Amylasen, Iso-Amylasen, Pullulanasen und Pektinasen. Als Cellulasen werden vorzugsweise Cellobiohydrolasen, Endoglucanasen und ß-Glucosi-dasen, die auch Cellobiasen genannt werden, bzw. Mischungen aus diesen eingesetzt. Da sich verschiedene Cellulase-Typen durch ihre CMCase- und Avicelase-Aktivitäten unterscheiden, können durch gezielte Mischungen der Cellulasen die gewünschten Aktivitäten eingestellt werden.

Die Enzyme können als Formkörper an Trägerstoffe adsorbiert oder gecoated eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen. Der Anteil der Enzyme, Enzymmischungen oder Enzymgranulate kann beispielsweise etwa 0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,12 bis etwa 2 Gew.- % betragen, bezogen auf das gesamte Mittel.

Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel (z.B. Konditioniermittel), können gegebenenfalls Bleichmittel enthalten. Unter den als Bleich-mittel dienenden, in Wasser H 2 O 2 liefernden Verbindungen haben das Natriumpercarbonat, das Natriumperborattetrahydrat und das Natriumperboratmonohydrat besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel sind beispielsweise Peroxopyrophosphate, Citratperhydrate sowie H 2 O 2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Persulfate beziehungsweise Perschwefelsäure. Brauchbar ist auch das Harnstoffperoxohydrat Percarbamid, das durch die Formel H 2 N-CO-NH 2 H 2 O 2 beschrieben

werden kann. Insbesondere beim Einsatz der Mittel für das Reinigen harter Oberflächen, zum Beispiel beim maschinellen Geschirrspülen, können sie gewünschtenfalls auch Bleichmittel aus der Gruppe der organischen Bleichmittel enthalten, obwohl deren Einsatz prinzipiell auch bei Mitteln für die Textilwäsche möglich ist. Typische organische Bleichmittel sind die Diacylperoxide, wie zum Beispiel Dibenzoylperoxid. Weitere typische organische Bleichmittel sind die Peroxysäuren, wobei als Beispiele besonders die Alkylperoxysäuren und die Arylperoxysäuren genannt werden. Bevorzugte Vertreter sind die Peroxybenzoesäure und ihre ringsubstituierten Derivate, wie Alkylperoxybenzoesäuren, aber auch Peroxy-α-Naphtoesäure und Magnesium-monoperphthalat, die aliphatischen oder substituiert aliphatischen Peroxysäuren, wie Peroxylaurinsäure, Peroxystearinsäure, ε-Phthalimidoperoxycapronsäure (Phthalimidoperoxyhexansäure, PAP), o- Carboxybenzamidoperoxycapronsäure, N-No-nenylamidoperadipinsäure und N-Nonenylamidoper- succinate, und aliphatische und araliphatische Peroxydicarbonsäuren, wie 1 ,12- Diperoxycarbonsäure, 1 ,9-Diperoxyazelainsäure, Diperoxysebacinsäure, Diperoxybrassylsäure, die Diperoxyphthalsäuren, 2-Decyl-diperoxybutan-1 ,4-disäure, N,N-Terephthaloyl-di(6-aminoper- capronsäure) können eingesetzt werden. Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Produkt aber frei von Bleichmittel.

Farbstoffe können im erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel eingesetzt werden, wobei die Menge an einem oder mehreren Farbstoffen so gering zu wählen ist, dass nach der Anwendung des Mittels keine sichtbaren Rückstände verbleiben. Vorzugsweise ist das erfindungsgemäße Mittel frei von Farbstoffen.

Das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel kann vorzugsweise einen oder mehrere antimikrobielle Wirkstoffe bzw. Konservierungsmittel in einer Menge von üblicherweise 0,0001 bis 3 Gew.-%, vorzugsweise 0,0001 bis 2 Gew.-%, insbesondere 0,0002 bis 1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,0002 bis 0,2 Gew.-%, äußerst bevorzugt 0,0003 bis 0,1 Gew.-%, enthalten.

Antimikrobielle Wirkstoffe bzw. Konservierungsmittel unterscheidet man je nach antimikro-biellem Spektrum und Wirkungsmechanismus zwischen Bakteriostatika und Bakteriziden, Fungistatika und Fungiziden usw. Wichtige Stoffe aus diesen Gruppen sind beispielsweise Benzalkoniumchloride, Alkylarylsulfonate, Halogenphenole und Phenolmercuriacetat. Die Begriffe antimikrobielle Wirkung und antimikrobieller Wirkstoff haben im Rahmen der erfindungsgemäßen Lehre die fachübliche Bedeutung. Geeignete antimikrobielle Wirkstoffe sind vorzugsweise ausgewählt aus den Gruppen der Alkohole, Amine, Aldehyde, antimikrobiellen Säuren bzw. deren Salze, Carbonsäureester, Säureamide, Phenole, Phenolderivate, Diphenyle, Diphenylalkane, Harnstoffderivate, Sauerstoff-, Stickstoff-acetale sowie -formale, Benzamidine, Isothiazoline, Phthalimidderivate, Pyridinderivate, antimikrobiellen oberflächenaktiven Verbindungen, Guanidine, antimikrobiellen amphoteren Verbindungen, Chinoline, 1 ,2-Dibrom-2,4-di-cyanobutan, lodo-2-propyl-butyl-carbamat, lod, lodophore, Peroxoverbindungen, Halogenverbindungen sowie beliebigen Gemischen der

voranstehenden.

Der antimikrobielle Wirkstoff kann dabei ausgewählt sein aus Ethanol, n-Propanol, i-Pro-panol, 1 ,3- Butandiol, Phenoxyethanol, 1 ,2-Propylenglykol, Glycerin, Undecylensäure, Benzoesäure, Salicylsäure, Dihydracetsäure, o-Phenylphenol, N-Methylmorpholin-aceto-nitril (MMA), 2-Benzyl-4- chlorphenol, 2,2'-Methylen-bis-(6-brom-4-chlorphenol), 4,4'-Di-chlor-2'-hydroxydiphenylether (Dichlosan), 2,4,4'-Trichlor-2'-hydroxydiphenylether (Trichlosan), Chlorhexidin, N-(4-Chlorphenyl)- N-(3,4-dichlorphenyl)-harnstoff, N,N'-(1 ,10-decan-diyldi-1-pyridinyl-4-yliden)-bis-(1-octanamin)- dihydrochlorid, N,N'-Bis-(4-chlorphenyl)-3,12-diimino-2,4,1 1 ,13-tetraaza-tetradecandiimidamid, Glucoprotaminen, antimikrobiellen oberflächenaktiven quaternären Verbindungen, Guanidinen einschl. den Bi- und Polyguani-dinen, wie beispielsweise 1 ,6-Bis-(2-ethylhexyl-biguanido-hexan)- dihydrochlorid, 1 , 6-Di-(N 1 , N-ι'-phenyldiguanido-N 5 ,N 5 ')-hexan-tetrahydochlorid, 1 ,6-Di-(N 11 N 1 '- phenyl-N-ι,N-|- methyldiguanido-N 5 ,N 5 ')-hexan-dihydro-chlorid, 1 , 6-Di-(N 1 , N-i'-o- chlorophenyldiguanido- N 5 ,N 5 ')-hexan-dihydrochlorid, 1 , 6-Di-(Ni, Ni '-2, 6-dichlorophenyldiguanido- N 5 ,N 5 ')hexan-dihydrochlorid, 1 , 6-Di-[Ni, Ni'-beta-(p-methoxyphenyl) diguanido-N 5 ,N 5 ']-hexane-dihy- drochlorid, 1 , 6-Di-(Ni, Ni'-alpha-methyl-.beta.-phenyldiguanido-N 5 ,N 5 ')-hexan-dihydro-chlorid, 1 ,6- Di-(Ni, Ni'-p-nitrophenyldiguanido-N 5 ,N 5 ')hexan-dihydrochlorid, omega:omega-Di-( Ni,Ni'- phenyldiguanido-N 5 ,N 5 ')-di-n-propylether-dihydrochlorid, omega:omega'-Di-(Ni,Ni'-p-chlorophe- nyldiguanido-N 5 ,N 5 ')-di-n-propylether-tetrahydrochlorid, 1 ,6-Di-(Ni, Ni '-2,4- dichlorophenyldiguanido-N 5 ,N 5 ')hexan-tetrahydrochlorid, 1 , 6-Di-(Ni, Ni '-p-methylphe-nyldiguanido- N 5 ,N 5 ')hexan-dihydrochlorid, 1 , 6-Di-(Ni, Ni '-2,4, 5-trichlorophenyldi-guanido-N 5 ,N 5 ')hexan- tetrahydrochlorid, 1 , 6-Di-[Ni, Ni'-alpha-(p-chlorophenyl) ethyldiguanido-N 5 ,N 5 '] hexan- dihydrochlorid, omegaiomega-DKNi.Ni'-p-chlorophe-nyldiguanido-Ns.Ns^m-xylene -dihydrochlorid, 1 , 12-Di-(Ni, Ni'-p-chlorophenyldiguanido-N 5 , N 5 ') dodecan-dihydro-chlorid, 1 , 10-Di-(Ni, Ni'-phenyldi- guanido-N 5 ,N 5 ')-decan-tetrahydrochlorid, 1 , 12-Di-(Ni, Ni'-phenyldiguanido- N 5 , N 5 ') dodecan- tetrahydrochlorid, 1 , 6-Di-(Ni, Ni'-o-chlorophenyldi-guanido-N 5 , N 5 ') hexan-dihydrochlorid, 1 ,6-Di- (Ni,Ni'-o-chlorophenyldiguanido-N 5 ,N 5 ') hexan-tetrahydrochlorid, Ethylen-bis-(1-tolyl biguanid), Ethylen-bis-(p-tolyl biguanide), Ethylen-bis-(3,5-dimethylphenylbiguanid), Ethylen-bis-(p-tert- amylphenylbiguanid), Ethylen-bis-(nonylphenylbiguanid), Ethylen-bis-(phenylbi-guanid), Ethylen- bis-(N-butylphenylbi-guanid), Ethylen-bis (2,5-diethoxyphenylbiguanid), Ethylen-bis (2,4- dimethylphenyl biguanid), Ethylen-bis (o-diphenylbiguanid), Ethylen-bis (mixed amyl naphthylbiguanid), N-Bu- tyl-ethylen-bis-(phenylbiguanid), Trimethylen bis (o-tolylbiguanid), N- Butyl-trimethyle- bis-(phenyl biguanide) und die entsprechenden Salze wie Acetate, Gluconate, Hydrochloride, Hydrobromide, Citrate, Bisulfite, Fluoride, Polymaleate, N-Cocosalkylsarcosinate, Phosphite, Hypophosphite, Perfluorooctanoate, Silicate, Sorbate, Salicylate, Maleate, Tartrate, Fumarate, Ethylendiamintetraacetate, Iminodiacetate, Cinnamate, Thiocyanate, Arginate, Pyromellitate, Tetracarboxybutyrate, Benzoate, Glutarate, Monofluorphosphate, Perfluorpropionate sowie beliebige Mischungen davon. Weiterhin eignen sich halogenierte XyIoI- und Kresolderivate, wie p-Chlormetakresol oder p-Chlor-meta-xylol, sowie natürliche antimikrobielle Wirkstoffe pflanz-

licher Herkunft (z.B. aus Gewürzen oder Kräutern), tierischer sowie mikrobieller Herkunft. Vorzugsweise können antimikrobiell wirkende oberflächenaktive quaternäre Verbindungen, ein natürlicher antimikrobieller Wirkstoff pflanzlicher Herkunft und/oder ein natürlicher antimikrobieller Wirkstoff tierischer Herkunft, äußerst bevorzugt mindestens ein natürlicher antimikrobieller Wirkstoff pflanzlicher Herkunft aus der Gruppe, umfassend Coffein, Theobromin und Theophyllin sowie etherische öle wie Eugenol, Thymol und Geraniol, und/ oder mindestens ein natürlicher antimikrobieller Wirkstoff tierischer Herkunft aus der Gruppe, umfassend Enzyme wie Eiweiß aus Milch, Lysozym und Lactoperoxidase, und/ oder mindestens eine antimikrobiell wirkende oberflächenaktive quaternäre Verbindung mit einer Ammonium-, Sulfonium-, Phosphonium-, lodonium- oder Arsoniumgruppe, Peroxoverbindungen und Chlorverbindungen eingesetzt werden. Auch Stoffe mikrobieller Herkunft, sogenannte Bakteriozine, können eingesetzt werden. Vorzugsweise finden Glycin, Glycinderivate, Formaldehyd, Verbindungen, die leicht Formaldehyd abspalten, Ameisensäure und Peroxide Verwendung.

Die als antimikrobielle Wirkstoffe geeigneten quaternären Ammoniumverbindungen (QAV) sind oben schon beschrieben worden. Besonders geeignet ist beispielsweise Benzalkoniumchlorid etc. Benzalkoniumhalogenide und/ oder substituierte Benzalkoniumhalogenide sind beispielsweise kommerziell erhältlich als Barquat ® ex Lonza, Marquat ® ex Mason, Variquat ® ex Witco/ Sherex und Hyamine ® ex Lonza, sowie Bardac ® ex Lonza. Weitere kommerziell erhältliche antimikrobielle Wirkstoffe sind N-(3-Chlorallyl)-hexaminiumchlorid wie Dowicide ® und Dowicil ® ex Dow, Benzethoniumchlorid wie Hyamine ® 1622 ex Rohm & Haas, Methylbenzethoniumchlorid wie Hyamine ® 10X ex Rohm & Haas, Cetylpyridiniumchlorid wie Cepacolchlorid ex Merrell Labs.

Weiterhin können die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel, gegebenenfalls Bügelhilfsstoffe zur Verbesserung des Wasserabsorptionsvermögens, der Wiederbenetzbarkeit der behandelten Textilien und zur Erleichterung des Bügeins der behandelten Textilien enthalten. Es können in den Formulierungen beispielsweise Silikonderivate eingesetzt werden. Diese verbessern zusätzlich das Ausspülverhalten der waschaktiven Formulierungen durch ihre schauminhibierenden Eigenschaften. Bevorzugte Silikonderivate sind beispielsweise Polydialkyl- oder Alkylarylsiloxane, bei denen die Alkylgruppen ein bis fünf C-Atome aufweisen und ganz oder teilweise fluoriert sind. Bevorzugte Silikone sind Polydimethylsiloxane, die gegebenenfalls derivatisiert sein können und dann aminofunktionell oder quaterniert sind bzw. Si-OH-, Si-H- und/oder Si-Cl-Bindungen aufweisen. Die Viskositäten der bevorzugten Silikone liegen bei 25°C im Bereich zwischen 100 und 100.000 mPas, wobei die Silikone in Mengen zwischen 0,2 und 5 Gew.- %, bezogen auf das gesamte Mittel eingesetzt werden können.

Es sei noch einmal darauf hingewiesen, daß alle hier im Zusammenhang mit den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln, d.h. den erfindungsgemäßen

Verfahrensprodukten, erwähnten Inhaltsstoffe auch in weiteren festen Zuschlagstoffen enthalten sein können, die den erfindungsgemäßen Verfahrensprodukten gewünschtenfalls nachträglich zugemischt werden können, um noch weiter verbesserte Wasch- oder Reinigungsmittel zu erhalten.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist somit ein Wasch- oder Reinigungsmittel, enthaltend erfindungsgemäße Verfahrensprodukte sowei teilchenförmige Zuschlagstoffe (z.B. in Form von Granulaten etc.), welche Inhaltsstoffe umfassen, ausgewählt aus der Gruppe der Tenside, Gerüststoffe, Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Enzyme, Elektrolyte, nichtwäßrigen Lösungsmittel, pH-Stellmittel, Duftstoffe, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Hydrotope, Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller,

Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel, Quell- und Schiebefestmittel sowie UV-Absorber. Ein solches Wasch-oder Reinigungsmittel kann z.B. 1-95 Gew.-%, 2-90 Gew.-%, 3-80 Gew.-%, 4- 70 Gew.-%, 5-60 Gew.-%, 10-50 Gew.-%, 15-40 Gew.-% oder auch 20-30 Gew.-% der erfindungsgemäßen Verfahrensprodukte und den Rest (ad 100 Gew.-%) an teilchenförmigen Zuschlagstoffen enthalten.

Ein erfindungsgemäßes festes Verfahrensprodukt kann vorzugsweise z.B. Komponenten enthalten, die u.a. ausgewählt sind aus den folgenden:

- Aniontenside, wie z.B. Alkylbenzolsulfonat, Alkylsulfat , in Mengen von vorteilhafterweise 5-30 Gew.-%, vorzugsweise 8-15 Gew.-%, insbesondere 15-20 Gew.-%,

- Nichtionische Tenside, wie z.B. Fettalkoholpolyglycolether, Alkylpolyglucosid, Fettsäureglucamid vorteilhafterweise in Mengen von 0,1-20 Gew.-%, vorzugsweise 2-15 Gew.-%, insbesondere 6-11 Gew.-%,

- Gerüststoffe, wie z.B. Zeolith, Polycarboxylat, Natriumeitrat, beispielsweise in Mengen von 5-60 Gew.-%, vorzugsweise in Mengen von 10-55 Gew.-%, insbesondere 15-40 Gew.-%,

- Alkalien, wie z.B. Natriumcarbonat, vorteilhafterweise in Mengen von 1-30 Gew.-%, vorzugsweise 2-25 Gew.-%, insbesondere 5-20 Gew.-%,

- Bleichmittel, wie z.B. Natriumperborat, Natriumpercarbonat vorteilhafterweise in Mengen von 0-25 Gew.-%, vorzugsweise 10-20 Gew.-%,

- Korrosionsinhibitoren, wie z.B. Natriumsilicat, vorteilhafterweise in Mengen von 1-6 Gew.-%, vorzugsweise 2-5 Gew.-%, insbesondere 3-4 Gew.-%,

- Stabilisatoren wie z.B. Phosphonate, vorteilhafterweise in Mengen von 0-1 Gew.-%,

- Schauminhibitor, wie z.B. Seife, Siliconöle, Paraffine vorteilhafterweise in Mengen von 0,1-4 Gew.-%, vorzugsweise 0,2-2 Gew.-%, insbesondere 1-3 Gew.-%,

- Enzyme, wie z.B. Proteasen, Amylasen, Cellulasen, Lipasen, vorteilhafterweise in Mengen von 0-2 Gew.-%, vorzugsweise 0,1-1 Gew.-%, insbesondere 0,3-0,8 Gew.-%,

- Vergrauungsinhibitor, wie z.B. Carboxymethylcellulose, vorteilhafterweise in Mengen von 0-1 Gew.-%,

- Verfärbungsinhibitor, wie z.B. Polyvinylpyrrolidon-Derivate, vorteilhafterweise in Mengen von 0-2 Gew.-%,

- Stellmittel, wie z.B. Natriumsulfat, vorteilhafterweise in Mengen von 0-20 Gew.-%,

- Optische Aufheller, wie z.B. Stilben-Derivat, Biphenyl-Derivat, vorteilhafterweise in Mengen von 0,1-0,3 Gew.-%, insbesondere 0,1-0,4 Gew.-%,

- Duftstoffe

- Wasser

- Seife

- Bleichaktivatoren

- Cellulosderivate

- Schmutzabweiser.

Ein erfindungsgemäßes Wasch-oder Reinigungsmittel, das ein erfindungsgemäßes Verfahrensprodukt und weiteres feste Zuschlagstoffe enthält, kann vorzugsweise z.B. Komponenten enthalten, die u.a. ausgewählt sind aus den folgenden:

-Aniontenside, wie z.B. Alkylbenzolsulfonat, Alkylsulfat , in Mengen von vorteilhafterweise 5-30 Gew.-%, vorzugsweise 8-15 Gew.-%, insbesondere 15-20 Gew.-%,

- Nichtionische Tenside, wie z.B. Fettalkoholpolyglycolether, Alkylpolyglucosid, Fettsäureglucamid vorteilhafterweise in Mengen von 0,1-20 Gew.-%, vorzugsweise 2-15 Gew.-%, insbesondere 6-11 Gew.-%,

- Gerüststoffe, wie z.B. Zeolith, Polycarboxylat, Natriumeitrat, beispielsweise in Mengen von 5-60 Gew.-%, vorzugsweise in Mengen von 10-55 Gew.-%, insbesondere 15-40 Gew.-%,

- Alkalien, wie z.B. Natriumcarbonat, vorteilhafterweise in Mengen von 1-30 Gew.-%, vorzugsweise 2-25 Gew.-%, insbesondere 5-20 Gew.-%,

- Bleichmittel, wie z.B. Natriumperborat, Natriumpercarbonat vorteilhafterweise in Mengen von 0-25 Gew.-%, vorzugsweise 10-20 Gew.-%,

- Korrosionsinhibitoren, wie z.B. Natriumsilicat, vorteilhafterweise in Mengen von 1-6 Gew.-%, vorzugsweise 2-5 Gew.-%, insbesondere 3-4 Gew.-%,

- Stabilisatoren wie z.B. Phosphonate, vorteilhafterweise in Mengen von 0-1 Gew.-%,

- Schauminhibitor, wie z.B. Seife, Siliconöle, Paraffine vorteilhafterweise in Mengen von 0,1-4 Gew.-%, vorzugsweise 0,2-2 Gew.-%, insbesondere 1-3 Gew.-%,

- Enzyme, wie z.B. Proteasen, Amylasen, Cellulasen, Lipasen, vorteilhafterweise in Mengen von 0-2 Gew.-%, vorzugsweise 0,1-1 Gew.-%, insbesondere 0,3-0,8 Gew.-%,

- Vergrauungsinhibitor, wie z.B. Carboxymethylcellulose, vorteilhafterweise in Mengen von 0-1 Gew.-%,

- Verfärbungsinhibitor, wie z.B. Polyvinylpyrrolidon-Derivate, vorteilhafterweise in Mengen von 0-2 Gew.-%,

- Stellmittel, wie z.B. Natriumsulfat, vorteilhafterweise in Mengen von 0-20 Gew.-%,

- Optische Aufheller, wie z.B. Stilben-Derivat, Biphenyl-Derivat, vorteilhafterweise in Mengen von 0,1-0,3 Gew.-%, insbesondere 0,1-0,4 Gew.-%,

-Duftstoffe

-Wasser

-Seife

-Bleichaktivatoren

-Cellulosderivate

-Schmutzabweiser, dabei können diese Komponenten in den Zuschlagstoffen und/oder in dem erfindungsgemäßen

Verfahrensprodukt enthalten sein.

Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel können vorzugsweise auch mit Parfümöl (Riechstoffe, Duftstoffe) parfümiert sein.

Haftfeste Riechstoffe, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorteilhafterweise einsetzbar sind, sind beispielsweise die ätherischen öle wie Angelikawurzelöl, Anisöl, Arnikablütenöl, Basilikumöl, Bayöl, Champacablütenöl, Edeltannenöl, Edeltannenzapfenöl, Elemiöl, Eukalyptusöl, Fenchelöl, Fichtennandelöl, Galbanumöl, Geraniumöl, Gingergrasöl, Guajakholzöl, Gurjunbalsamöl, Helichrysumöl, Ho-öl, Ingweröl, Irisöl, Kajeputöl, Kalmusöl, Kamillenöl, Kampferöl, Kanagaöl, Kardamomenöl, Kassiaöl, Kiefernnadelöl, Kopaϊvabalsamöl, Korianderöl, Krauseminzeöl, Kümmelöl, Kuminöl, Lemongrasöl, Moschuskörneröl, Myrrhenöl, Nelkenöl, Neroliöl, Niaouliöl, Olibanumöl, Origanumöl, Palmarosaöl, Patschuliöl, Perubalsamöl, Petitgrainöl, Pfefferöl, Pfefferminzöl, Pimentöl, Pine-öl, Rosenöl, Rosmarinöl, Sandelholzöl, Sellerieöl, Sternanisöl, Thujaöl, Thymianöl, Verbenaöl, Vetiveröl, Wacholderbeeröl, Wermutöl, Wintergrünöl, Ylang -Ylang-öl, Ysop-öl, Zimtöl, Zimtblätteröl sowie Zypressenöl.

Aber auch die höhersiedenden bzw. festen Riechstoffe natürlichen oder synthetischen Ursprungs können im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorteilhafterweise als haftfeste Riechstoffe bzw. Riechstoffgemische in den Parfümölen eingesetzt werden. Zu diesen Verbindungen zählen die nachfolgend genannten Verbindungen sowie Mischungen aus diesen: Ambrettolid, α- Amylzimtaldehyd, Anethol, Anisaldehyd, Anisalkohol, Anisol, Anthranilsäuremethylester, Acetophenon, Benzylaceton, Benzaldehyd, Benzoesäureethylester, Benzophenon, Benzylakohol, Borneol, Bornylacetat, α-Bromstyrol, n-Decylaldehyd, n-Dodecylaldehyd, Eugenol, Eugenolmethylether, Eukalyptol, Farnesol, Fenchon, Fenchylacetat, Geranylacetat, Geranylformiat, Heliotropin, Heptincarbonsäuremethylester, Heptaldehyd, Hydrochinon-Di-methylether, Hydroxyzimtaldehyd, Hydroxyzimtalkohol, Indol, Iron, Isoeugenol, Isoeugenolmethylether, Isosafrol, Jasmon, Kampfer, Karvakrol, Karvon, p- Kresolmethylether, Cumarin, p- Methoxyacetophenon, Methyl-n-amylketon, Methylanthranilsäuremethylester, p-Methyl- acetophenon, Methylchavikol, p-Methylchinolin, Methyl-ß-naphthylketon, Methyl-n-nonyl-

acetaldehyd, Methyl-n-nonylketon, Muskon, ß-Naphtholethylether, ß-Naphthol-methylether, Nerol, Nitrobenzol, n-Nonylaldehyd, Nonylakohol, n-Octylaldehyd, p-Oxy-Acetophenon, Pentadekanolid, ß-Phenylethylakohol, Phenylacetaldehyd-Dimethylacetal, Phenylessigsäure, Pulegon, Safrol, Salicylsäureisoamylester, Salicylsäuremethylester, Salicylsäurehexylester, Salicylsäure- cyclohexylester, Santalol, Skatol, Terpineol, Thymen, Thymol, γ-Undelacton, Vanilin, Veratrumaldehyd, Zimtaldehyd, Zimtalkohol, Zimtsäure, Zimtsäureethylester, Zimtsäurebenzylester. Zu den leichter flüchtigen Riechstoffen, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung in den Parfümöl vorteilhaft einsetzbar sind, zählen insbesondere die niedriger siedenden Riechstoffe natürlichen oder synthetischen Usprung, die allein oder in Mischungen eingesetzt werrden können. Beispiele für leichter flüchtige Riechstoffe sind Alkyisothiocyanate (Alkylsenföle), Butandion, Limonen, Linalool, Linaylacetat und -propionat, Menthol, Menthon, Methyl-n-hep-tenon, Phellandren, Phenylacetaldehyd, Terpinylacetat, Zitral, Zitronellal.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die Parfümöle weniger als 8 , vorteilhafterweise weniger als 7, in vorteilhafterer Weise weniger als 6, in wiederum vorteilhafterer Weise weniger als 5, in weiter vorteilhafterweise weniger als 4, noch vorteilhafter weniger als 3, vorzugsweise weniger als 2, insbesondere keine Duftstoffe aus der Liste Amylcinnamal, Amylcinnamylalkohol, Benzylalkohol, Benzylsalicylat, Cinnamylalkohol, Cinnamal, Citral, Cumarin, Eugenol, Geraniol, Hydroxycitronellal, Hydroxymethylpentylcyclohexencarboxaldehyd, Isoeugenol, Anisylalkohol, Benzylbenzoat, Benzylcinnamat, Citronellol, Farnesol, Hexylcinnamaldehyd, Lilial, d-Limonen, Linalool, Methylheptincarbonat, 3-Methyl-4-(2,6,6-trimethyl-2-cyclohexen-1-yl)-3-buten-2-on, Eichenmoosextrakt, Baummoosextrakt.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Verfahrensprodukte in Abmischung mit Enzymen und Bleichmitteln zum Wäschewaschen.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Verfahrensprodukte zur Raum-, Fahrzeug- oder Schrankbeduftung, insbesondere in Form von Duftsäckchen.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Verfahrensprodukte zur Beduftung von Gegenständen, vorzugsweise von Waschmitteln, Wasch- und Reinigungsmaschinen, trockener Wäsche und Verpackungen.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Verfahrensprodukte zur Beduftung von Textilien während des, vorzugsweise maschinellen, Waschoder Trocknungsprozesses.