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Title:
MELT METALLURGICAL INSTALLATION COMPRISING A CHARGING ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/034766
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a melt metallurgical installation comprising a melting furnace (1) for melting scrap metal (2) and a charging region (3) for the melting furnace (1) which is located above the melting furnace (1). Said installation further comprises a charging element (4), which has been filled with scrap metal (2) intended for the melting furnace (1) and can be moved in a movement direction (x) into the charging region (3) where it can be emptied and then moved again, in the empty state, against the movement direction (x) out of the charging region (3). The charging region (3) is enclosed by a hood (5) such that the charging region (3), including the charging element (4) which has been placed in the charging region (3), is closed at the top and on the sides. The hood (5) comprises a plurality of upper extraction openings (7) through which the waste gases and dust developing in the hood (5) can be extracted out of the hood (5).

Inventors:
DORNDORF, Markus (Mauerbergstr. 31, Baden-Baden, 76534, DE)
HUBER, Hansjörg (Friedhofstr. 103, Kehl, 77694, DE)
Application Number:
EP2011/062972
Publication Date:
March 22, 2012
Filing Date:
July 28, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
DORNDORF, Markus (Mauerbergstr. 31, Baden-Baden, 76534, DE)
HUBER, Hansjörg (Friedhofstr. 103, Kehl, 77694, DE)
International Classes:
C21C5/52; F27B3/18
Domestic Patent References:
2000-08-31
Foreign References:
US5647288A1997-07-15
DE102009031648A12011-01-05
AT17399B1904-08-25
AT40590B1910-01-25
DE1063342B1959-08-13
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Schmelzmetallurgische Anlage,

- wobei die schmelzmetallurgische Anlage einen Schmelzofen (1) zum Schmelzen von Metallschrott (2) und einen oberhalb des Schmelzofens (1) angeordneten Beschickungsbereich (3) für den Schmelzofen (1) aufweist,

- wobei die schmelzmetallurgische Anlage ein

Beschickungselement (4) aufweist, das mit für den

Schmelzofen (1) bestimmtem Metallschrott (2) gefüllt in einer Verfahrrichtung (x) in den Beschickungsbereich (3) einfahrbar ist, dort entleerbar ist und in entleertem Zustand entgegen der Verfahrrichtung (x) wieder aus dem Beschickungsbereich (3) ausfahrbar ist,

- wobei der Beschickungsbereich (3) von einer Haube (5) umgeben ist, so dass der Beschickungsbereich (3)

einschließlich des in den Beschickungsbereich (3)

verbrachten Beschickungselements (4) oben und seitlich geschlossen ist, und

- wobei die Haube (5) eine Anzahl oberer Absaugöffnungen (7) aufweist, über die in der Haube (5) anfallende Abgase und Stäube aus der Haube (5) absaugbar sind.

2. Anlage nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die oberen Absaugöffnungen (7) im oberen Bereich der Haube (5) angeordnet sind.

3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die oberen Absaugöffnungen (7) beidseitig einer durch die

Verfahrrichtung (x) des Beschickungselements (4) definierten lotrechten Ebene (8) angeordnet sind. 4. Anlage nach Anspruch 1, 2 oder 3,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t ,

- dass zwischen dem Schmelzofen (1) und dem

Beschickungsbereich (3) ein Schacht (9) angeordnet ist, in den der Metallschrott (2) beim Entleeren des

Beschickungselements (4) gefördert wird.

5. Anlage nach Anspruch 4,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t ,

dass der Schacht (9) zum Beschickungsbereich (3) hin ein oberes Verschlusselement (10) aufweist, das zum Fördern des Metallschrotts (2) in den Schacht (9) offenbar und danach wieder verschließbar ist.

6. Anlage nach Anspruch 4 oder Anspruch 5,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t ,

dass der Schacht (9) zum Schmelzofen (1) hin ein unteres Verschlusselement (11) aufweist, das zum Chargieren des

Metallschrotts (2) aus dem Schacht (9) in den Schmelzofen (1) offenbar und danach wieder verschließbar ist.

7. Anlage nach einem der Ansprüche 4 bis 6,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t ,

dass ein an die oberen Absaugöffnungen (7) angeschlossenes Absaugsystem (12) derart steuerbar ist, dass eine Aktivität des Absaugsystems (12) mit dem Öffnen und Schließen des oberen Verschlusselements (10) und/oder dem

Beschickungszustand des Schachts (9) koordinierbar ist.

8. Anlage nach einem der Ansprüche 5 bis 7,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass im

Schacht (9) unterhalb des oberen Verschlusselements (10) eine Anzahl unterer Absaugöffnungen (13) angeordnet ist, über die im Schacht (9) anfallende Abgase und Stäube aus dem Schacht (9) absaugbar sind.

9. Anlage nach Anspruch 8,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die unteren Absaugöffnungen (13) beidseitig einer durch die

Verfahrrichtung (x) des Beschickungselements (4) definierten lotrechten Ebene (8) angeordnet sind.

10. Anlage nach Anspruch 8 oder 9,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die oberen und die unteren Absaugöffnungen (7, 13) mit derselben Absaugeinrichtung (14) verbunden sind und dass zumindest in Verbindungsrohren (15) zwischen den oberen Absaugöffnungen (7) und der Absaugeinrichtung (14) verstellbare

Verschlussklappen (16) angeordnet sind.

11. Anlage nach Anspruch 10,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass auch in Verbindungsrohren (17) zwischen den unteren Absaugöffnungen (13) und der Absaugeinrichtung (14) verstellbare

Verschlussklappen (18) angeordnet sind. 12. Anlage nach Anspruch 11,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

Versteilantriebe (19) für die zwischen den oberen

Absaugöffnungen (7) und der Absaugeinrichtung (14)

angeordneten Verschlussklappen (16) unabhängig von

Versteilantrieben (20) für die zwischen den unteren

Absaugöffnungen (13) und der Absaugeinrichtung (14)

angeordneten Verschlussklappen (18) steuerbar sind.

13. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 12,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die

Verfahrrichtung (x) schräg von unten nach oben verläuft, dass in der Haube (5) eine Durchtrittsöffnung (6) für das Ein- und Ausfahren des Beschickungselements (4) angeordnet ist und dass der Querschnitt der Durchtrittsöffnung (6) bei in die Haube (5) eingefahrenem Beschickungselement (4) reduzierbar ist, insbesondere die Durchtrittsöffnung (6) verschließbar ist .

14. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 12,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die

Verfahrrichtung (x) schräg von unten nach oben verläuft und dass die Haube (5) sich in Horizontalrichtung so weit erstreckt, dass das Beschickungselement (4) von unten in die Haube (5) eintritt.

15. Verfahren zur Steuerung einer Anlage nach einem der Ansprüche 4 bis 7,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t ,

dass ein an die oberen Absaugöffnungen (7) angeschlossenes Absaugsystem (12) derart gesteuert wird, dass eine Aktivität des Absaugsystems (12) mit dem Öffnen und Schließen des oberen Verschlusselements (10) und/oder dem

Beschickungszustand des Schachts (9) koordiniert wird.

Description:
Beschreibung

SCHMELZMETALLURGISCHE ANLAGE MIT BESCHICKUNGSELEMENT Die vorliegende Erfindung betrifft eine schmelzmetallurgische Anlage,

- wobei die schmelzmetallurgische Anlage einen Schmelzofen zum Schmelzen von Metallschrott und einen oberhalb des Schmelzofens angeordneten Beschickungsbereich für den

Schmelzofen aufweist,

- wobei die schmelzmetallurgische Anlage ein

Beschickungselement aufweist, das mit für den Schmelzofen bestimmtem Metallschrott gefüllt in einer Verfahrrichtung in den Beschickungsbereich einfahrbar ist, dort entleerbar ist und in entleertem Zustand entgegen der Verfahrrichtung wieder aus dem Beschickungsbereich ausfahrbar ist.

Derartige schmelzmetallurgische Anlagen sind allgemein bekannt. Insbesondere schmelzmetallurgische Anlagen umfassend elektrische Lichtbogenöfen sind derart aufgebaut.

Beim Chargieren eines Schmelzofens kommt es in der Regel in erheblichem Umfang zu einem Auftreten von Ausqualmungen und Staubwolken, den sogenannten Sekundärabgasen. Die

Ausqualmungen und Staubwolken treten bei einer üblichen

Ausgestaltung des Schmelzofens ungehindert in die

Produktionshalle aus, in welcher die schmelzmetallurgische Anlage angeordnet ist. Sie werden von dort üblicherweise über eine Hallenabsaugung oder ähnliches abgesaugt. Eine derartige Hallenabsaugung wird auch als Sekundärabgasabsaugung

bezeichnet, da die aus dem Ofenraum stammende Hauptmenge an Abgasen, die Primärabgase, üblicherweise über eine davon getrennte Ofenabsaugung bzw. Primärabgasabsaugung im Bereich des Ofendeckels abgesaugt und nachbehandelt werden.

Die österreichische Patentschrift Nr. E 17399 B offenbart eine Vorrichtung zum Absaugen von Sekundärabgasen in

Stahlwerken und Gießereien, bei der eine an einem Kran befestigte, verfahrbare Haube als Sekundärabgasabsaugung vorhanden ist.

Die österreichische Patentschrift Nr. E 40590 B offenbart eine Vorrichtung zum Absaugen von Sekundärabgasen in

Stahlwerken und Gießereien, bei der ein feststehendes

Haubendach und bewegliche Haubenseitenwände vorhanden sind.

Die Ausgestaltung des Standes der Technik weist verschiedene Nachteile auf. Insbesondere wirkt die Hallenabsaugung auf alle Öffnungen der Halle. Es werden daher in erheblichem Umfang andere Luftströme an- und eingesaugt. Weiterhin dauert es relativ lange, bis die Ausqualmungen und die Staubwolken abgesaugt sind. In der Zwischenzeit setzt sich in vielen Fällen eine erhebliche Menge insbesondere des Staubes auf dem Boden der Produktionshalle ab. Weiterhin wird in der

Produktionshalle befindliches Personal in erheblichem Umfang belastet, teils sogar gesundheitsgef hrdend. Die deutsche Patentschrift Nr. 1063342 beschreibt einen

Rauchabzug für die Absaugung von Gasen aus der Umgebung von elektrischen Lichtbogenöfen, der über den Elektroden

angeordnet wird. Allerdings wird auch hier beim Chargieren des Ofens weiterhin eine hohe Menge an Sekundärabgasen in die Umgebung abgegeben.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,

Möglichkeiten zu schaffen, mittels derer ein Austreten der Ausqualmungen und der Staubwolken in die Produktionshalle beim Chargieren eines Schmelzofens vollständig oder zumindest weitgehend vermieden werden kann.

Die Aufgabe wird durch eine schmelzmetallurgische Anlage mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte

Ausgestaltungen der schmelzmetallurgischen Anlage sind

Gegenstand der abhängigen Ansprüche 2 bis 14. Weiterhin wird die Aufgabe durch ein Verfahren mit den

Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, eine schmelzmetallurgische Anlage der eingangs genannten Art dadurch auszugestalten, - dass der Beschickungsbereich von einer Haube umgeben ist, so dass der Beschickungsbereich einschließlich des in den Beschickungsbereich verbrachten Beschickungselements oben und seitlich geschlossen ist, und

- dass die Haube eine Anzahl oberer Absaugöffnungen aufweist, über die in der Haube anfallende Abgase und Stäube aus der Haube absaugbar sind.

Diese Ausgestaltung der Anlage hat den Vorteil, dass auf eine Sekundärabgasabsaugung verzichtet werden kann. Es wird lediglich eine modifizierte Primärabgasabsaugung eingesetzt, um das Entstehen von Sekundärabgasen zu verhindern. Dadurch ist die nachzubehandelnde gesamte Abgasmenge deutlich

verringert und der apparative Aufwand der Anlage merklich reduziert.

Dabei können die oberen Absaugöffnungen beliebig an der Haube angeordnet sein. Vorzugsweise sind die oberen Absaugöffnungen aber im oberen Bereich der Haube angeordnet. Bei dieser

Ausgestaltung ist eine besonders effiziente Absaugung

möglich .

Die Anzahl der Absaugöffnungen ist generell beliebig wählbar und beträgt vorzugsweise gleich 1 bis vorzugsweise gleich 10, gegebenenfalls auch mehr als 10.

Vorzugsweise sind die oberen Absaugöffnungen beidseitig einer durch die Verfahrrichtung des Beschickungselements

definierten, bevorzugt lotrechten, Ebene angeordnet. Durch diese Ausgestaltung ist die Absaugung noch effizienter.

In vielen Fällen ist zwischen dem Schmelzofen und dem

Beschickungsbereich ein Schacht angeordnet, in den der Metallschrott beim Entleeren des Beschickungselements

gefördert wird. Vorzugsweise ist der Schacht dabei

exzentrisch zum Schmelzofen oberhalb des Schmelzofens

angeordnet. Unter einem „Schacht" wird hierbei und

nachfolgend jegliches Aufnahmegefäß verstanden, das zur

Aufnahme und Vorwärmung von Material, hier insbesondere

Metallschrott, geeignet ist.

In diesem Fall weist der Schacht vorzugsweise zum

Beschickungsbereich hin ein oberes Verschlusselement auf, das zum Fördern des Metallschrotts in den Schacht offenbar und danach wieder verschließbar ist. Dabei kann das obere

Verschlusselement aus einem oder mehreren in Kombination oder getrennt voneinander beweglichen Bauteilen bestehen. Es liegt im Allgemeinen geschlossen vor und wird insbesondere nur dann geöffnet, wenn Metallschrott aus dem Beschickungselement in den Schacht gefördert werden soll. So wird beim Verfahren des Beschickungselements in den und aus dem Beschickungsbereich das obere Verschlusselement bevorzugt geschlossen sein, so dass keine Abgase des Schmelzofens in den Beschickungsbereich eintreten und über diesen in die Umgebung austreten können. Das obere Verschlusselement wird insbesondere erst geöffnet, wenn das Beschickungselement über dem Schacht positioniert ist und das über den Schacht aufsteigende Abgas aus dem

Schmelzofen über die Haube abgesaugt werden kann.

Der Schacht weist bevorzugt weiterhin zum Schmelzofen hin ein unteres Verschlusselement auf, das zum Chargieren des

Metallschrotts aus dem Schacht in den Schmelzofen offenbar und danach wieder verschließbar ist. Das untere

Verschlusselement ermöglicht in geschlossenem Zustand eine temporäre Speicherung und Vorwärmung des Metallschrotts durch Abgase aus dem Schmelzofen im Schacht. Dies senkt den

Energiebedarf und die Kosten für den Schmelzvorgang.

Ein an die oberen Absaugöffnungen angeschlossenes

Absaugsystem ist bei dieser Ausgestaltung vorzugsweise derart steuerbar, dass eine Aktivität des Absaugsystems mit dem Öffnen und Schließen des oberen Verschlusselements und/oder dem Beschickungszustand des Schachts koordinierbar ist.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Steuerung einer

Anlage mit Schacht wird ein an die oberen Absaugöffnungen angeschlossenes Absaugsystem derart gesteuert, dass eine Aktivität des Absaugsystems mit dem Öffnen und Schließen des oberen Verschlusselements und/oder dem Beschickungszustand des Schachts koordiniert wird. Auf diese Weise wird jederzeit die optimale Menge an Abgas aus dem Beschickungsbereich abgesaugt, bevor das Abgas als Sekundärabgas aus diesem austreten könnte.

In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist im Schacht unterhalb des oberen

Verschlusselements eine Anzahl unterer Absaugöffnungen angeordnet, über die im Schacht anfallende Abgase und Stäube aus dem Schacht absaugbar sind.

Die unteren Absaugöffnungen können insbesondere beidseitig einer durch die Verfahrrichtung des Beschickungselements definierten lotrechten Ebene angeordnet sein. Mittels der unteren Absaugöffnungen wird insbesondere eine so genannte Primärabsaugung der Primärabgase realisiert, die auch im Stand der Technik vorhanden ist, um die beim Schmelzprozess entstehenden Abgase aus dem Schmelzofen abzusaugen.

Vorzugsweise sind die oberen und die unteren Absaugöffnungen mit derselben Absaugeinrichtung verbunden. In diesem Fall sind weiterhin zumindest in Verbindungsrohren zwischen den oberen Absaugöffnungen und der Absaugeinrichtung,

vorzugsweise auch in Verbindungsrohren zwischen den unteren Absaugöffnungen und der Absaugeinrichtung, - insbesondere motorisch - verstellbare Verschlussklappen angeordnet.

Insbesondere in dem Fall, dass sowohl in Verbindungsrohren zwischen den oberen Absaugöffnungen und der Absaugeinrichtung als auch in den Verbindungsrohren zwischen den unteren Absaugöffnungen und der Absaugeinrichtung - insbesondere motorisch - verstellbare Verschlussklappen angeordnet sind, sind vorzugsweise Versteilantriebe für die zwischen den oberen Absaugöffnungen und der Absaugeinrichtung angeordneten Verschlussklappen unabhängig von Versteilantrieben für die zwischen den unteren Absaugöffnungen und der

Absaugeinrichtung angeordneten Verschlussklappen steuerbar.

Die Verfahrrichtung des Beschickungselements verläuft in vielen Fällen schräg von unten nach oben. Genauso kann die Verfahrrichtung aber senkrecht von unten nach oben oder umgekehrt verlaufen. Es ist möglich, dass in der Haube eine Durchtrittsöffnung für das Ein- und Ausfahren des

Beschickungselements angeordnet ist. In diesem Fall ist vorzugsweise der Querschnitt der Durchtrittsöffnung bei in die Haube eingefahrenem Beschickungselement reduzierbar.

Insbesondere kann die Durchtrittsöffnung verschließbar sein. Beispielsweise kann das Beschickungselement über einen Kran von oben durch eine Durchtrittsöffnung in die Haube

eingesetzt werden, wobei die Durchtrittsöffnung mittels mindestens eines Schiebers offenbar und verschließbar ist. Alternativ ist es möglich, dass die Haube sich in

Horizontalrichtung so weit erstreckt, dass das

Beschickungselement von unten in die Haube eintritt.

Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Zeichnungen. Es zeigen in

Prinzipdarstellung :

FIG 1 eine schmelzmetallurgische Anlage in der

Seitenansicht,

FIG 2 die schmelzmetallurgische Anlage von FIG 1 von oben, FIG 3 die schmelzmetallurgische Anlage von FIG 1 in der

Frontansicht,

FIG 4 eine schmelzmetallurgische Anlage schematisch in der

Seitenansicht, FIG 5 die schmelzmetallurgische Anlage von FIG 4 in der

Draufsicht und

FIG 6 die schmelzmetallurgische Anlage von FIG 4 in der

Frontansicht .

Die FIG 1 bis 6 werden nachfolgend gemeinsam erläutert.

Gemäß den FIG weist eine schmelzmetallurgische Anlage einen Schmelzofen 1 auf. Der Schmelzofen 1 dient dem Schmelzen von Metallschrott 2. Die schmelzmetallurgische Anlage weist weiterhin einen Beschickungsbereich 3 für den Schmelzofen 1 auf. Der Beschickungsbereich 3 ist oberhalb des Schmelzofens 1 angeordnet. Die schmelzmetallurgische Anlage weist

weiterhin ein Beschickungselement 4 auf. Das

Beschickungselement 4 ist in einer Verfahrrichtung x in den Beschickungsbereich 3 einfahrbar und entgegen der

Verfahrrichtung x wieder aus dem Beschickungsbereich 3 ausfahrbar. Die Verfahrrichtung x kann in Einzelfällen horizontal verlaufen. In der Regel verläuft die

Verfahrrichtung x jedoch, wie aus den FIG ersichtlich ist, schräg von unten nach oben. Das Beschickungselement 4 wird mit Metallschrott 2 gefüllt, der für den Schmelzofen 1 bestimmt ist. In diesem Zustand wird das Beschickungselement 4 in den Beschickungsbereich 3 eingefahren und dort entleert. Sodann wird es in entleertem Zustand wieder aus dem

Beschickungsbereich 3 ausgefahren.

Der Beschickungsbereich 3 ist von einer Haube 5 umgeben.

Dadurch ist der Beschickungsbereich 3 oben und seitlich geschlossen. Dieser Zustand gilt zwar nicht nur, aber

insbesondere auch für den Fall, dass das Beschickungselement 4 in den Beschickungsbereich 3 verbracht ist.

Es ist möglich, dass in der Haube 5 eine Durchtrittsöffnung 6 für das Ein- und Ausfahren des Beschickungselements 3

angeordnet ist. Diese Ausgestaltung der vorliegenden

Erfindung ist in den FIG 4 bis 6 dargestellt. In diesem Fall ist es möglich, dass die Durchtrittsöffnung 6 durch das in den Beschickungsbereich 3 eingebrachte Beschickungselement 4 teilweise gefüllt ist. Vorzugsweise jedoch befindet sich das Beschickungselement 4, wenn es in den Beschickungsbereich 3 eingebracht ist, vollständig innerhalb der Haube 5. In diesem Fall wird der Querschnitt der Durchtrittsöffnung 6 in diesem Zustand, wenn also das Beschickungselement 4 in die Haube 5 eingefahren ist, vorzugsweise reduziert. Beispielsweise können zu diesem Zweck verschiebbare Wände oder entsprechende Klappen 7 vorgesehen sein. Die Dimensionierung kann derart sein, dass die Durchtrittsöffnung 6 vollständig verschlossen wird .

Vorzugsweise jedoch - siehe die FIG 1 bis 3 - erstreckt sich die Haube 5 in Horizontalrichtung soweit, dass das

Beschickungselement 4 von unten in die Haube 5 eintritt.

Dadurch ist es nicht erforderlich, im Seitenbereich der Haube 5 eine Durchtrittsöffnung vorzusehen. Falls erforderlich, kann der Eintrittsbereich, durch den das Beschickungselement 4 in die Haube 5 eintritt, auch bei dieser Ausgestaltung reduzierbar, insbesondere verschließbar sein.

Die Haube 5 weist eine Anzahl oberer Absaugöffnungen 7 auf. Die Anzahl kann eins sein. Die oberen Absaugöffnungen 7 sind vorzugsweise im oberen Bereich der Haube 5 (also an der höchsten Stelle der Haube 5) angeordnet.

Die oberen Absaugöffnungen 7 können an beliebiger Stelle der Haube 5 angeordnet sein, beispielsweise auf der Oberseite der Haube 5 oder in deren Seitenbereichen. Die oberen

Absaugöffnungen 7 können insbesondere beidseits einer

lotrechten Ebene 8 angeordnet sein, die durch die

Verfahrrichtung x des Beschickungselements 4 definiert ist. Über die oberen Absaugöffnungen 7 sind Abgase und Stäube, die in der Haube 5 anfallen, aus der Haube 5 absaugbar.

In vielen Fällen ist zwischen dem Schmelzofen 1 und dem

Beschickungsbereich 3 ein Schacht 9 angeordnet. In diesem Fall wird der Metallschrott 2 beim Entleeren des Beschickungselements 4 nicht direkt in den Schmelzofen 1, sondern zunächst in den Schacht 9 gefördert. Der Schacht 9 weist zu diesem Zweck ein oberes Verschlusselement 10 und ein unteres Verschlusselement 11 auf. Das obere Verschlusselement 10 ist zum Beschickungsbereich 3 hin angeordnet. Es kann geöffnet und danach wieder verschlossen werden. Es wird geöffnet, wenn der Metallschrott 2 aus dem

Beschickungselement 4 in den Schacht gefördert werden soll. Ansonsten ist es geschlossen. Das untere Beschickungselement 11 ist zum Schmelzofen 1 hin angeordnet. Es kann ebenfalls geöffnet und geschlossen werden. Es wird geöffnet, wenn der Schmelzofen 1 chargiert wird. Ansonsten wird es geschlossen.

Die Gefahr, dass Abgase, Stäube, Ausqualmungen usw. in die Haube 5 eintreten und eventuell aus der Haube 5 austreten, besteht insbesondere dann, wenn das obere Verschlusselement 10 geöffnet ist oder der Schacht 9 leer ist. Vorzugsweise wird daher ein Absaugsystem 12, das an die oberen

Absaugöffnungen 7 angeschlossen ist, derart gesteuert, dass eine Aktivität des Absaugsystems 12 mit dem Öffnen und

Schließen des oberen Verschlusselements 10 und/oder dem

Beschickungszustand des Schachts 9 koordiniert ist.

Insbesondere kann das Absaugsystem 12 in den beiden oben genannten Fällen aktiviert (bzw. maximal aktiviert) sein, ansonsten deaktiviert (bzw. nur teilaktiviert) .

In der Regel ist im Schacht 9 unterhalb des oberen

Verschlusselements 10 eine Anzahl unterer Absaugöffnungen 13 angeordnet. Die unteren Absaugöffnungen 13 können - analog zu den oberen Absaugöffnungen 7 - insbesondere beidseitig der bereits erwähnten lotrechten Ebene 8 angeordnet sein. Über die unteren Absaugöffnungen 13 sind Abgase und Stäube, die im Schacht 9 anfallen, aus dem Schacht 9 absaugbar. Es ist möglich, dass an die unteren Absaugöffnungen 13 eine eigene Absaugeinrichtung angeschlossen ist, die unabhängig von dem Absaugsystem 12 für die oberen Absaugöffnungen 7 betreibbar ist. Vorzugsweise jedoch sind die oberen und die unteren Absaugöffnungen 7, 13 mit derselben Absaugeinrichtung 14 verbunden. In diesem Fall sind zumindest in

Verbindungsrohren 15, die zwischen den oberen Absaugöffnungen 7 und der Absaugeinrichtung 14 angeordnet sind, motorisch verstellbare Verschlussklappen 16 angeordnet. Vorzugsweise sind auch in Verbindungsrohren 17, die zwischen den unteren Absaugöffnungen 13 und der Absaugeinrichtung 14 angeordnet sind, motorisch verstellbare Verschlussklappen 18 angeordnet. Es ist möglich, dass eine Verstellung der Verschlussklappen 16 mit einer Verstellung der Verschlussklappen 18 stets gekoppelt ist. In diesem Fall können die Verschlussklappen 16 einerseits und die Verschlussklappen 18 andererseits nur gegenläufig zueinander verstellt werden. Vorzugsweise sind Versteilantriebe 19 für die zwischen den oberen

Absaugöffnungen 7 und der Absaugeinrichtung 14 angeordneten Verschlussklappen 16 jedoch unabhängig von Versteilantrieben 20 für die zwischen den unteren Absaugöff ungen 13 und der Absaugeinrichtung 14 angeordneten Verschlussklappen 18 steuerbar. In diesem Fall sind mindestens drei verschiedene Betriebszustände möglich, nämlich

- Verschlussklappen 16 geöffnet, Verschlussklappen 18

geschlossen,

- Verschlussklappen 16 geschlossen, Verschlussklappen 18 geöffnet und

- Verschlussklappen 16 geöffnet und Verschlussklappen 18 geöffnet . Eventuell kann auch der Betriebszustand möglich sein, dass sowohl die Verschlussklappen 16 als auch die

Verschlussklappen 18 geschlossen sind.

Die vorliegende Erfindung weist viele Vorteile auf.

Insbesondere wird ein Austreten von Sekundärabgasen wie

Ausqualmungen, Staub, Abgasen usw. in eine Produktionshalle, in der die metallurgische Anlage angeordnet ist, nahezu vollständig unterbunden. Die obige Beschreibung dient ausschließlich der Erläuterung der vorliegenden Erfindung. Für einen Fachmann ergibt sich dabei ohne weiteres, dass gemäß der Erfindung verschiedenste schmelzmetallurgische Anlagen in unterschiedlichsten

Aus führungs formen im Hinblick auf den Schmelzofen, den

Beschickungsbereich, das Beschickungselement und die Haube ausgebildet werden können.