| 1. | Mattenartiges Flächengebilde, insbesondere für Sichtschutzoder Dekorationszwecke, mit einer netzartigen Trägerstruktur aus linienförmigem Trägermaterial (1), dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial (1) mit einem Fütimateriai (2) verbunden ist, welches die von der netzartigen Trägerstruktur gebildeten Zwischenräume (4, 6,9) zumindest teilweise abdeckt. |
| 2. | Flächengebilde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial (1) aus Faden oder Draht besteht. |
| 3. | Flächengebilde nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial (1) aus miteinander verdrillten Fäden oder Drähten besteht, zwischen denen das Füllmaterial (2) eingeklemmt ist. |
| 4. | Flächengebilde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmaterial (2) bandförmig mit seitlich abstehenden Füllelementen (3) ausgestaltet ist. |
| 5. | Flächengebilde nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial (1) mit dem bandförmigen Füllmaterial (2) verdrillt ist, wobei die Füllelemente (3) in die Zwischenräume (4,6, 9) der netzartigen Trägerstruktur hineinragen. |
| 6. | Flächengebilde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmaterial (2) aus Bast oder einem anderen natürlichen, bandförmigen Material besteht. |
| 7. | Flächengebilde nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmaterial (2) als Folienband aus Kunststoff, vorzugsweise aus PVC, ausgestaltet ist. |
| 8. | Flächengebilde nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Folienband (2) mit seitlichen Einschnitten zur Bildung von blätteroder nadelförmigen Füllelementen (3) versehen ist. |
| 9. | Flächengebilde nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass es aus künstlichen Tannengirlanden gebildet ist. |
| 10. | Flächengebilde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllelemente (2) aus nachgeahmten Naturprodukten bestehen, insbesondere aus Nadeln, Blättern, Blüten, Zweigen. |
| 11. | Verfahren zur Herstellung eines Flächengebildes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst das Trägermaterial (1) mit dem Füllmaterial (2) verbunden und danach aus dem mit Füllmaterial (2) versehenen Träger material (1) die netzartige Struktur des Flächengebildes hergestellt wird. |
| 12. | Verwendung von künstlichen Tannen, Bastoder Strohgirlanden für die Herstellung eines mattenartigen Flächengebildes nach einem der vorhergehenden Ansprüche. |
| 13. | Verwendung eines mattenartigen Flächengebildes nach einem der vorhergehenden Ansprüche für die Herstellung von Matten, insbesondere für Dekorationszwecke, Zäune, Vorhänge oder Teppiche. |
Derartige Flächengebilde sind beispielsweise in Form von Drahtmatten oder Drahtzäunen, insbesondere Maschendrahtzäunen bekannt. Ebenso ist bekannt, beispielsweise aus dem Prospekt der Firma Barcana Barthelmeß GmbH & Co. Georgensgmünd, Maschendrahtzäune mit blattartigen Kunststoffranken zu versehen, die in die Zwischenräume des Drahtzaunes einzuflechten sind. Dadurch wird der ansonsten vollkommen durchsichtige Drahtzaun blickdicht und erhält das Erscheinungsbild einer Wand oder Matte aus natürlichem Material. Allerdings hat der bekannte Sichtschutz den Nachteil, dass die Kunststoffranken unter erheblichem Zeitaufwand mühevoll per Hand in die Zwischenräume des Maschen- drahtzaunes eingeflochten werden müssen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein mattenartiges Flächengebilde der eingangs genannten Art anzugeben, welches besonders kostengünstig hergestellt werden kann.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass das Trägermaterial mit einem Füllmaterial verbunden ist, welches die von der netzartigen Träger- struktur gebildeten Zwischenräume zumindest teilweise abdeckt.
Das erfindungsgemäße Flächengebilde ist also von einem Trägermaterial gebildet, welches sein Füllmaterial gleich mitbringt. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, dass Füllmaterial in die netzartige Trägerstruktur des Flächengebildes später mit großem Zeit-und Arbeitsaufwand einzu- flechten. Die Produktionskosten werden somit stark vermindert.
Der Erfindungsgedanke manifestiert sich ebenfalls in einem Verfahren zur Herstellung eines gattungsgemäßen Flächengebildes, bei dem zuerst das Trägermaterial mit dem Füllmaterial verbunden und danach aus dem mit Füllmaterial versehenen Trägermaterial die netzartige Struktur des Flächengebildes hergestellt wird. Im Gegensatz dazu wird beim Stand der Technik zuerst die netzartige Struktur des Flächengebildes hergestellt und danach das Füllmaterial hineingeflochten, womit aber ein erheblicher Arbeitsaufwand verbunden ist, der die Herstellungskosten in die Höhe treibt.
In einer bevorzugten Ausführensform besteht das Trägermaterial aus Faden oder Draht. Diese Materialien sind in der Regel besonders reißfest und eignen sich daher besonders gut als Trägermaterial. Außerdem sind sie kostengünstig zu beschaffen. Darüber hinaus hat Draht eine besondere Formstabilität, die beim Verdrillen des Drahtes wichtig ist.
Grundsätzlich kommen als Trägermaterial aber alle mehr oder weniger linienförmigen Materialien, insbesondere auch Bänder, in Frage.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Träger- material aus miteinander verdrillten Fäden oder Drähten besteht, zwischen denen das Füllmaterial eingeklemmt ist. Hierbei handelt es sich um eine besonders einfach ausführbare Methode zur Verbindung zwischen dem Trägermaterial und dem Füllmaterial, die sich außerdem für die maschinelle Herstellung eignet.
Die Erfindung umfasst aber auch alle anderen Möglichkeiten zur Verbin- dung des Trägermaterials mit dem Füllmaterial, insbesondere auch das Kleben.
In Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Füllmaterial bandförmig mit seitlich abstehenden Füllelementen ausgestaltet ist. Die
seitlich abstehenden Füllelemente füllen dabei auf vorteilhafte Weise die Zwischenräume der netzartigen Trägerstruktur aus, wobei das Füllmaterial auf Grund seiner Bandform genügend Fläche zur Abdeckung liefern kann.
Dies gilt insbesondere für eine Ausführungsform, bei der das Trägermate- rial mit dem bandförmigen Füllmaterial verdrillt ist, wobei die Füllelemente in die Zwischenräume der netzartigen Trägerstruktur hineinragen. Durch das Verdrillen wird einerseits das Trägermaterial fest mit dem Füllmaterial verbunden und andererseits die Füllelemente mehr oder weniger chaotisch ausgerichtet.
Das erfindungsgemäße mattenartige Flächengebilde erhält einen besonders natürlichen Eindruck, wenn das Füllmaterial aus Bast oder einem anderen natürlichen, bandförmigen Material besteht. Eine ähnliche Wirkung kann auch bei der Verwendung von Stroh oder'ähnlichen natürlichen Materialien erzielt werden, wobei jedoch die zur Verfügung stehenden, begrenzten Längen des Materials in der maschinellen Herstellung etwas problematischer sein können.
Besonders dauerhaft und in der Herstellung besonders kostengünstig ist jedoch eine bevorzugte Ausführungsform, bei der das Füllmaterial als Folienband aus Kunststoff, vorzugsweise aus PVC, ausgestaltet ist.
In Weiterbildung der genannten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Folienband mit seitlichen Einschnitten zur Bildung von blätter-oder nadelförmigen Füllelementen versehen ist. Solche seitlichen Einschnitte können relativ einfach maschinell und vollautomatisch vorgenommen werden, wobei insbesondere sehr naturnahe Tannennadelimitate entstehen. Der natürliche Eindruck kann einerseits durch eine grüne Farbgebung und andererseits durch das Verdrillen mit dem Trägermaterial noch verbessert werden.
In einer besonders kostengünstigen Ausführungsform des erfindungs- gemäßen Flächengebildes ist dieses aus künstlichen Tannengirlanden gebildet. Solche Tannengirlanden werden in großen Mengen maschinell und automatisch zur Erzeugung von künstlichen Weihnachtsbäumen hergestellt. Somit ist bereits eine Fertigungsinfrastruktur vorhanden, so dass sich die Herstellung eines erfindungsgemäßen Flächengebildes auf das Beschaffen von bekannten Tannengirlanden und anschließendes Verknüpfen zu einer netzartigen Trägerstruktur, insbesondere nach dem Vorbild eines Maschendrahtzaunes, beschränken kann.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Füllelemente aus nachgeahmten Naturprodukten bestehen, insbesondere Nadeln, Blättern, Blüten und Zweigen. Insbesondere bei der Verwendung der Erfindung als Sichtschutz mit der Funktion eines Zaünes ist die somit erzeugte Anmutung von natürlichen Materialien beliebt.
Neben dem erfindungsgemäßen mattenartigen Flächengebilde und dem Verfahren zu seiner Herstellung umfasst der erfinderische Gedanke auch die Verwendung von bekannten künstlichen Tannen-, Bast-oder Stroh- girlanden für seine Herstellung.
Des Weiteren gehört zur Erfindung die Verwendung des genannten mattenartigen Flächengebildes für die Herstellung von Matten, insbeson- dere für Dekorationszwecke, Zäunen, Vorhängen oder Teppichen. Matten für Dekorationszwecke werden vorzugsweise Fäden als Trägermaterial und weniger schweres Füllmaterial enthalten. Bei Zäunen wird man relativ dicke Drähte als Trägermaterial und relativ blickdichtes und somit schweres Füllmaterial verwenden und die erfindungsgemäßen Matten mittels Spanndrähten an Pfosten befestigen. Bei Vorhängen und Teppichen wird man wohl wegen der höheren Flexibilität den Fäden als Trägermaterial den Vorzug geben, wobei andererseits ein besonders
dichtes Füllmaterial gefragt sein dürfte, welches außerdem zur Erzielung besonderer optischer Effekte auch verschiedenfarbig sein kann.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Die Figuren zeigen im Einzelnen : Figur 1 : eine netzartige Trägerstruktur aus Draht in Form eines Maschendrahtzaunes ; Figur 2 : eine netzartige Struktur wie Figur 1, bei der die Drähte mit einem Füllmaterial aus seitlich in Form von Tannennadeln geschnittener PVC-Folie verdrillt sind ; Figur 3 : eine netzförmige Struktur aus Draht mit sechseckigen Maschen ; Figur 4 : eine netzartige Struktur aus verknoteten Drähten in Form eines Knotenzaunes.
In Figur 2 kann man die netzartige Trägerstruktur aus Draht (1) erkennen, welches mit Füllmaterial (2) aus PVC-Folie verdrillt ist.
Bei der Herstellung werden jeweils zwei Drähte (1) mit einem PVC- Folienband (2) verdrillt, wobei das Folienband bereits vorher in einer Bahngirlandenmaschine seitlich eingeschnitten wurde. Die so entstehen- den seitlich abstehenden Folienstreifchen ahmen täuschen echt natürliche Tannennadeln nach, insbesondere wenn das Folienband verdrillt wird.
Dabei werden die seitlich abstehenden"Nadeln" (3) von dem in der Mitte durchgehenden Folienband zusammengehalten.
Selbstverständlich erhält man einen besonders natürlichen Eindruck, wenn die verwendete PVC-Folie eine grüne Färbung aufweist, die
möglichst genau mit der natürlichen Farbe von Tannenzweigen überein- stimmt.
Nach der Fertigung der Tannengirlanden werden diese in eine Zick-Zack- Form gebogen, die sie auch beim fertigen Flächengebilde einnehmen werden, und anschließend miteinander verhakt, in dem die jeweiligen Spitzen einer zick-zack-förmigen Girlande in die Maschenöffnungen der vorhergehenden Girlande eingesteckt und durch eine Drehung um die Längsachse miteinander verbunden werden. Auf diese Weise entsteht das erfindungsgemäße mattenartige Flächengebilde, wobei die"Nadeln"' (3) die Zwischenräume oder Maschen (4) zwischen den Drähten (1) weitgehend ausfüllen.
Das in Figur 2 gezeigte Flächengebilde ist nicht vollkommen blickdicht, weil das Füllmaterial (2) die jeweiligen Mittelbereiche der Maschen (4) nicht abdeckt. Würde man allerdings eine breitere PVC-Folie (2) verwen- den, so könnten die Maschen (4) vollständig blickdicht abgedeckt werden.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel wurden die im Zusammenhang mit der Herstellung künstlicher Weihnachtsbäume bekannten Tannen- girlanden verwendet, die zur Herstellung des erfindungsgemäßen Flächengebildes dann nur noch in Zick-Zack-Form gebogen und miteinander verhakt werden müssen.
Für die Herstellung eines entsprechenden mattenförmigen Flächen- gebildes mit einer in Figur 3 gezeigten Trägerstruktur können ebenfalls die bekannten Tannengirlanden verwendet werden. Dabei werden die in den Tannengirlanden vorhandenen Drähte (1), wie in Figur 3 gezeigt, in bestimmten Streckenabschnitten (5) abwechselnd immer wieder miteinander verdrillt, wobei beispielsweise ein in Figur 3 im wesentlichen waagerecht angeordneter Draht abwechselnd mit seinem oberen und
dann mit seinem unteren Nachbarn verdrillt wird, so dass insgesamt sechseckige Maschen (6) entstehen.
Bei der in Figur 4 gezeigten Trägerstruktur eines Knotenzaunes sind waagerechte Drähte (1) und senkrechte Drähte (7) durch Knoten (8) miteinander verbunden, wobei wiederum viereckige Maschen (9) entstehen.
BEZUGSZEICHENLISTE 1. linienförmiges Trägermaterial-waagerechter Draht 2. Füllmaterial, PVC-Folienband 3. Nadeln 4. Zwischenräume, Maschen 5. Abschnitt 6. sechseckige Maschen 7. senkrechte Drähte 8. Knoten 9. viereckige Maschen
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