| P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Maschennetz aus Bändchen (1 , 2), die miteinander über einen thermoplastischen Zusatzwerkstoff verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die in wenigstens zwei Scharen gelegten und einander scharenweise kreuzenden Bändchen (1 , 2) zwischen zwei Decklagen (3, 4) in ihrer gegenseitigen Lage festgelegt sind, die einen zumindest zweischichtigen Aufbau mit einer den Bändchen (1 , 2) zugekehrten Bindungsschicht aus dem thermoplastischen Zusatzwerkstoff und einer Trägerschicht höherer Zugfestigkeit aufweisen und ü- ber die Bindungsschicht miteinander und mit den Bändchen (1 , 2) verbunden sind. 2. Maschennetz nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Decklage (3, 4) mit Abstand voneinander verlaufende, parallele Lagestreifen (5, 6) aufweist. 3. Maschennetz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass beide Decklagen (3, 4) parallele Lagestreifen (5, 6) aufweisen, wobei die Lagestreifen (5, 6) der beiden Decklagen (3, 4) einander überdecken. |
Technisches Gebiet
Die Erfindung bezieht sich auf ein Maschennetz aus Bändchen, die miteinander über einen thermoplastischen Zusatzwerkstoff verbunden sind.
Stand der Technik
Um Maschennetze in Form von Gewirken, bei denen Fransenbändchen zur Maschenbildung um Schussbändchen geschlungen sind, so auszugestalten, dass sie eine insbesondere für den Einsatz in Verpackungsmaschinen ausreichend geringe Dehnung aufweisen, ist es bekannt (WO 2004/020721 A1), mit den Schuss- und/oder Fransenbändchen ein zusätzliches Bändchen aus thermoplastischem Kunststoff zu verstricken, das eine niedrigere Schmelztemperatur als die Schuss- und Fransenbändchen aufweist, sodass nach einem Heißpressen des Gewirkes an allen Kreuzungs- und Verbindungsstellen Schmelzbzw. Siegelverbindungen auftreten und zugleich das Maschennetz geglättet wird. Nachteilig ist allerdings der mit der Herstellung dieser Gewirke verbundene Aufwand. Außerdem lassen sich trotz der Glättung durch das Heißpressen Dickstellen aufgrund der für die Maschenbildung notwendigen, durch die Umschlingung der Schussbändchen mit den Fransenbändchen bedingten Knotenpunkte nicht vermeiden. Darstellung der Erfindung
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Maschennetz der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass es einen vergleichsweise einfachen Aufbau aufweist, kaum Dickstellen bildet und vorteilhafte Vorraussetzungen für auch hohen Anforderungen entsprechende Festigkeitseigenschaften schafft.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die in wenigstens zwei Scharen gelegten und einander scharenweise kreuzenden Bändchen zwischen zwei Decklagen in ihrer gegenseitigen Lage festgelegt sind, die einen zumindest zweischichtigen Aufbau mit einer den Bändchen zugekehrten Bindungsschicht aus dem thermoplastischen Zusatzwerkstoff und einer Trägerschicht höherer Zugfestigkeit aufweisen und über die Bindungsschicht miteinander und mit den Bändchen (1 , 2) verbunden sind.
Da das Maschennetz aus keinem Gewirke oder Gewebe besteht, sondern aus einem Gelege mit einander scharenweise kreuzenden Bändchen, ergeben sich einfache Herstellungsbedingungen, mit dem Vorteil, dass in den Kreuzungsbereichen der Bändchen keine die Handhabung des Maschennetzes beeinträchtigenden Dickstellen auftreten, weil die lediglich flach aneinanderliegenden Bändchen, vorzugsweise aus hochdichtem Polyethylen, sehr dünn ausgebildet sein können und beispielsweise eine Dicke zwischen 10 und 20 μm aufweisen. Das Festhalten der gegenseitigen Lage dieser kreuzweise gelegten Bändchen erfolgt durch zwei die Bändchen zwischen sich einschließenden Decklagen, die aus wenigstens zwei Schichten aufgebaut sind und neben einer Trägerschicht höherer Zugfestigkeit eine Bindungsschicht aus einem thermoplastischen Werkstoff umfassen, der beim Heißpressen des Maschennetzes für eine Schmelzverbindung bzw. eine Warmversiegelung der beiden Decklagen sowie der Decklagen und der dazwischen liegenden Bändchen sorgt, sodass die Bändchen über den thermoplastischen Zusatzwerkstoff an die Trägerschicht der Decklagen verschiebefest angebunden und durch diese Trägerschichten in ihrer gegenseitigen Lage festgehalten werden. Die thermische Behandlung des Geleges zur Verbindung der Bändchen mit den Decklagen bewirkt außerdem, dass das Maschennetz nur geringen Restschrumpfungen oder -dehnungen unterworfen ist.
Für besondere Einsatzzwecke können die Decklagen aus coextrudierten Folien gebildet werden, zwischen denen das Gelegenetz festgehalten wird, das in diesem Fall eine entsprechende Bewehrung der Folien darstellt. Im Einsatzfall für Verpackungen soll jedoch der Netzcharakter erhalten bleiben, sodass die Decklagen aus mit Abstand voneinander verlaufenden, parallelen Lagestreifen gebildet werden, wobei die Lagestreifen der beiden Decklagen einander überdecken und somit die durch die kreuzweise gelegten Bändchen gebildeten Maschen des Maschennetzes queren. Die Bändchen werden daher zwischen den zusammenwirkenden Lagestreifen der beiden Decklagen entlang dieser Lagestreifen verschiebefest festgehalten. Der gegenseitige Abstand der Lagestreifen im Vergleich zur Maschenweite des Netzgewebes und die Breite dieser Lagestreifen bestimmen dabei die Formstabilität der Netzmaschen.
Es braucht wohl nicht besonders hervorgehoben zu werden, dass es im Rahmen der Erfindung auch möglich ist, eine Decklage zumindest teilweise als Folie auszubilden, die mit Lagestreifen der gegenüberliegenden Decklage zusammenwirkt. Entscheidend ist ja, dass über die Decklagen nicht nur eine verschiebefeste Verbindung der Bändchen mit den Decklagen erreicht wird, sondern zusätzlich die Bändchen in ihrer gegenseitigen Lage mit Hilfe der Trägerschicht der Decklage fixiert werden, was sowohl mit folienartigen Decklagen als auch mit Lagestreifen erreicht werden kann, deren Breite erheblich schmäler als die der Bändchen ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen - A -
Fig. 1 ein erfindungsgemäßen Maschen netz ausschnittsweise in einer zum Teil aufgerissenen, schematischen Draufsicht, Fig. 2 einen schematischen Schnitte nach der Linie H-Il der Fig. 1 in einem größeren Maßstab und Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung eines Schnitts nach der Linie lll-lll der Fig. 1.
Weg zur Ausführung der Erfindung
Das in der Fig. 1 dargestellte Maschennetz stellt ein Gelege aus zwei einander kreuzenden Scharen von Bändchen 1 , 2 dar, die mit Hilfe von zwei Decklagen 3, 4 in Form von mit Abstand voneinander angeordneten, parallelen Lagestreifen 5 und 6 in ihrer gegenseitigen Lage festgehalten werden. Wie der Fig. 1 entnommen werden kann, überdecken die Lagestreifen 5 der einen Decklage 3, die gemäß der Darstellung nach der Fig. 1 die untere Decklage bildet, und die Lagestreifen 6 der anderen oberen Decklage 4 einander, sodass die Bändchen 1 , 2 zwischen den miteinander verbundenen Lagestreifen 5, 6 fixiert sind, ohne dass die Bändchen 1 , 2 im Bereich ihrer Kreuzungsstellen miteinander verbunden werden müssen.
Damit die Decklagen 3, 4 ihre Aufgabe hinsichtlich der Lagefixierung der kreuzweise gelegten Bändchen 1 , 2 erfüllen können, sind diese Decklagen 3, 4 bzw. die Lagestreifen zumindest aus zwei Schichten aufgebaut, nämlich einer Trägerschicht mit einer ausreichenden Zugfestigkeit und einer Bindungsschicht auf der dem Bändchen 1 , 2 zugekehrten Seite der Trägerschicht. Diese Bindungsschicht besteht aus einem thermoplastischen Werkstoff, der beim Heißpressen des Netzgeleges eine Verbindung zwischen den aneinanderliegenden Lagestreifen 5, 6 der Decklagen 3, 4 sowie zwischen den Lagestreifen 5, 6 und den anliegenden Bändchen 1 , 2 durch eine Schmelzverbindung oder eine Heißsiegelung mit sich bringt. Die Lagestreifen können daher beispielsweise eine Trägerschicht aus hochdichtem Polyethylen und einer Bindungsschicht aus niederdichtem Polyethylen aufweisen. Coextrudierte Folien aus hochdich- tem und niederdichtem Polyethylen können zu diesem Zweck in Streifen geschnitten werden. Die Bändchen selbst sind so auszuwählen, dass sie die auftretenden Belastungen aufnehmen können. Diese Bändchen können daher e- benfalls aus hochdichtem Polyethylen bestehen, wobei eine Beschichtung mit niederdichtem Polyethylen möglich, aber nicht erforderlich ist.
Nach dem Heißpressen des Netzgeleges kann ein Maschennetz erhalten werden, das formstabil ist, eine nur sehr geringe Restschrumpfung und -dehnung aufweist und mit gleichartigen Netzen, aber auch mit Folien u. dgl. verschweißt werden kann.
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