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Title:
METALLURGICAL VESSEL, ESPECIALLY ELECTRIC ARC FURNACE, COMPRISING A PLURALITY OF BOTTOM TAPHOLE OPENINGS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/105595
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a metallurgical vessel, especially an electric arc furnace, comprising a closable bottom taphole for the molten metal. At least two taphole openings are provided next to each other and can be closed independently of each other.

Inventors:
BADER, Jan (Bönninger Str. 21, Alpen, 46519, DE)
NÖRTHEMANN, Ralf (Am Alten Knapp 19a, Sprockhövel, 45549, DE)
STARKE, Peter (Heckenstraße 69, Duisburg, 47228, DE)
SCHÖRING, Matthias (Gaustadter Hauptstr. 125, Bamberg, 96049, DE)
KAUNE, Holger (Imkerstr. 10, Schellerten, 31174, DE)
ROTENSTEIN, Thomas (Broistedter Str. 22, Lengede, 38268, DE)
Application Number:
DE2010/000264
Publication Date:
September 23, 2010
Filing Date:
March 08, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SMS SIEMAG AKTIENGESELLSCHAFT (Eduard-Schloemann-Str. 4, Düsseldorf, 40237, DE)
BADER, Jan (Bönninger Str. 21, Alpen, 46519, DE)
NÖRTHEMANN, Ralf (Am Alten Knapp 19a, Sprockhövel, 45549, DE)
STARKE, Peter (Heckenstraße 69, Duisburg, 47228, DE)
SCHÖRING, Matthias (Gaustadter Hauptstr. 125, Bamberg, 96049, DE)
KAUNE, Holger (Imkerstr. 10, Schellerten, 31174, DE)
ROTENSTEIN, Thomas (Broistedter Str. 22, Lengede, 38268, DE)
International Classes:
B22D41/08; B22D41/22; B22D43/00; C21C5/52; F27B3/19; F27D3/15
Attorney, Agent or Firm:
KLÜPPEL, Walter et al. (Hemmerich & Kollegen, Hammerstraße 2, Siegen, 52072, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Metallurgisches Gefäß, insbesondere Elektrolichtbogenofen, mit einem verschließbaren Bodenabstich für die Metallschmelze, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Abstichöffnungen nahe beieinander vorgesehen sind, die unabhängig voneinander verschließbar sind.

2. Metallurgisches Gefäß nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Abstichöffnungen gleiche oder ähnliche Durchmesser aufweisen.

3. Metallurgisches Gefäß nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittenabstand zwischen den Abstichöffnungen etwa dem vier - fachen, mindestens jedoch dem doppelten Durchmesser der Abstichöffnung entspricht.

4. Metallurgisches Gefäß nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstichöffnungen durch Schieber verschließbar sind.

Description:
METALLURGISCHES GEFASS , INSBESONDERE ELEKTROL I CHTBOGENOFEN , MIT MEHREREN BODENABSTICHÖFFNUNGEN

Die Erfindung betrifft ein metallurgisches Gefäß, insbesondere Elektrolichtbogenofen, mit einem verschließbaren Bodenabstich für die Metallschmelze.

Bei metallurgischen Öfen, wie Elektrolichtbogenofen, sind getrennte Abstichöffnungen für die Schlacke einerseits und für die Metallschmelze andererseits vorgesehen. Elektrolichtbogenofen können kippbar oder nicht kippbar sein, wobei die Anordnung der hier nur interessierenden Abstichöffnung für die Metallschmelze - je nach Bauart - zentrisch oder exzentrisch im Gefäßboden angeordnet sein kann.

So ist beispielsweise aus der DE 195 45 831 C2 ein Elektrolichtbogenofen bekannt, bei dem sich die Abstichöffnung in einer Abgußschnauze befinden. Zum Abstich wird das Gefäß leicht gekippt.

Ebenfalls exzentrisch, und zwar in einem Erker, ist die Abstichöffnung nach der WO 03/029499 A1 angeordnet, wobei hier zwischen dem eigentlichen Ofengefäß und dem Erker eine siphonartiger Verbindungskanal vorgesehen ist.

Aus der EP 1 174 671 A2 ist ein metallurgisches Gefäß, insbesondere eine Elektrolichtbogenofen bekannt, das eine Abstichöffnung aufweist, wobei aber im Anschluß an diese Öffnung die Metallschmelze durch zwei gesonderte Kanäle abgeführt wird.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass bei allen diesen Abstichöffnungsanordnungen ein Mitreißen von Schlackenteilchen nicht zuverlässig vermieden werden kann, weil im Bereich der Abstichöffnung der sog. Vortex-Effekt auftritt.

Diese besondere Strömungs- und Wirbelbildung soll beispielsweise nach der WO 02/076658 A1 dadurch verhindert werden, dass unterschiedlich ausgebildete Hauben oder Kappen mit Durchtrittsöffnungen über die Abstichöffnung gesetzt werden.

Unabhängig von dieser nicht erwünschten Strömungsbildung tritt bei Abstichöffnungen der Nachteil auf, dass die Standzeiten oder die Lebensdauer des die Abstichöffnung bildenden feuerfesten Materials begrenzt ist und das der Verschleiß wiederum zu Problemen beim gewünschten oder eventuell notwendigen Unterbrechen des Abstichs führen kann, weil die Verschlüsse nicht mehr ausreichend abdichten.

Während die Behandlungszeiten für die Schmelze im Gefäß schon erheblich reduziert werden konnten, und zwar durch eine Reduzierung der metallurgischen Arbeiten im Gefäß, durch die Erhöhung der zugeführten elektrischen Energie, der Maximierung der chemischen Energie oder durch besondere Fahrweisen, wie die Schaumschlackenfahrweise, haben die Nebenzeiten noch große Bedeutung.

Diese Nebenzeiten entstehen bei dem vorher erwähnten Verschleiß durch die Notwendigkeit den Abstichlochstein zu erneuern oder oft auch dadurch, dass sich die Abstichöffnungen durch den nach einem Abstich eingegebenen Sand so fest zugesetzt haben, dass erst ein Ausbrennen erfolgen muss.

Dieses Ausbrennen ist nicht nur aufwändig sondern auch sehr gefährlich, weil es von unten, also an der Unterseite des Gefäßes erfolgen muss, wobei jederzeit mit einem Ausfließen der Metallschmelze zu rechnen ist.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das metallurgische Gefäß so auszubilden, dass schnellere Abstichzeiten, längere Standzeite und Wartungsintervalle erreichbar sind, und darüber hinaus auch die Strömungsverhältnisse im Bereich der Abstichöffnung verbessert werden können.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß bei einem metallurgisches Gefäß, insbesondere Elektrolichtbogenofen, mit einem verschließbaren Bodenabstich für die Metallschmelze, dadurch, dass mindestens zwei Abstichöffnungen nahe beieinander vorgesehen sind, die unabhängig voneinander verschließbar sind.

Vorzugsweise weisen die Abstichöffnungen gleiche Durchmesser aufweisen und der Mittenabstand zwischen den Abstichöffnungen entspricht etwa dem vier - fachen Durchmesser der Abstichöffnung.

Vorzugsweise sind weiterhin die Abstichöffnungen durch Schieber verschließbar sind. Die vorstehend angegebenen Merkmalskombination ergibt eine ganze Reihe von erheblichen Vorteilen.

Zunächst einmal wird durch die Anordnung von mindestens zwei Abstichöffnungen die Abstichzeit verringert, weil eine größere Metallmenge durchgesetzt werden kann.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die durchsetzbare Metallmenge nicht etwa durch eine Vergrößerung der Abstichöffnung auch erreicht werden kann. Hierbei würden sich einerseits erhebliche Standzeitprobleme ergeben, sowie Probleme einen dichten Verschluss der Öffnung zu erreichen. Andererseits würde sich die Menge an mitgerissener Schlacke vergrößern, was natürlich unerwünscht wäre.

Da erfindungsgemäß die Abstichöffnungen getrennt verschließbar sind, also unabhängig voneinander geöffnet und geschlossen werden können, kann für den Fall, dass eine der Abstichöffnungen nicht betriebsbereit ist, die verbleibende Abstichöffnung benutzt werden. Natürlich kann auch mal mit der einen oder der anderen Abstichöffnung gearbeitet werden, so dass längere Standzeiten oder Wartungsintervalle erzielt werden.

Schließlich ergibt sich aber noch ein sehr wesentlicher Vorteil.

Wie eingangs erwähnt, tritt im Bereich einer Abstichöffnung üblicherweise der Vortex-Effekt auf, der zu Verunreinigungen der Metallschmelze durch Schlackenreste führt.

Überraschend hat sich nun gezeigt, dass durch die Anordnung von zwei Abstichöffnungen in einem bestimmten Abstand zueinander, sich diese Effekte gegenseitig nahezu aufheben können, so dass verbesserte Reinheitsgrade erzielbar sind, ohne dass es zusätzlicher An- oder Einbauelemente bedarf, die natürlich auch einem erheblichen Verschleiß unterliegen und damit wiederum zu unerwünschten Erhöhungen der Nebenzeiten für deren Austausch führen würden.

Die Erfindung soll nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen erläutert werden. Dabei zeigt:

Fig. 1 schematisch den Boden eines metallurgischen Gefäßes, insbesondere eines Elektrolichtbogenofen mit zwei Abstichöffnungen von oben und von unten gesehen und Fig. 2 eine entsprechende Ansicht, mit einem verschließbaren Bodenabstich für die Metallschmelze, jedoch mit drei Abstichöffnungen.

Der Boden des Gefäßes 1 weist in der Figur 1 zwei nebeneinander angeordnete Abstichöffnungen 2 auf, wobei allerdings aus zeichentechnischen Gründen diese hier eng beieinander liegend dargestellt worden sind. Tatsächlich sollte der Mittenabstand dem vierfachen des Durchmessers entsprechen.

Bei der Ansicht der Unterseite ist erkennbar, dass dort zwei unabhängige Schieber 3 zur Freigabe bzw. zum schließen der Abstichöffnungen 2 vorgesehen sind.

In der Figur 2 ist ebenfalls beispielhaft eine Ausführung mit drei Abstichöffnungen dargestellt.