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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND ACCESS RESTRICTION DEVICE FOR PROVIDING PERSONAL ACCESS TO A PASSENGER SUB-AREA OF A PASSENGER AREA OF A TRACK-BOUND VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/206538
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and an access restriction device for providing personal access to a passenger sub-area (15; 115) of a passenger area (12) of a track-bound vehicle (1; 101). In order to increase the safety of passengers, the method comprises: providing (A) the personal access to the passenger sub-area (15; 115) by means of an access restriction device (5; 105), and restricting (G) the personal access to the passenger sub-area (15; 115) by means of the access restriction device (5; 105) if a dangerous situation occurs.

Inventors:
BRIOL, Roland (Habernhofer Weg 6, Uttenreuth-Weiher, 91080, DE)
PRIEMER, Domenik (Winkelreuth 15, Forchheim, 91301, DE)
Application Number:
EP2019/057362
Publication Date:
October 31, 2019
Filing Date:
March 25, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS MOBILITY GMBH (Otto-Hahn-Ring 6, München, 80333, DE)
International Classes:
G07C9/00; B61L15/00; G08B25/01
Domestic Patent References:
WO2017036714A12017-03-09
Foreign References:
DE102014219692A12015-10-22
US20070040672A12007-02-22
DE102012218143A12014-04-24
DE102016209139A12017-11-30
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Bereitstellen eines Personenzugangs zu einem Fahrgastteilbereich (15; 115) eines Fahrgastbereichs (12) ei nes spurgebundenen Fahrzeugs (1; 101), umfassend:

Bereitstellen (A) des Personenzugangs zu dem Fahrgastteilbe reich (15; 115) mittels einer Zugangsbeschränkungseinrichtung (5; 105) und

Beschränken (G) des Personenzugangs zu dem Fahrgastteilbe reich (15; 115) bei Auftritt einer Gefahrensituation mittels der Zugangsbeschränkungseinrichtung (5; 105).

2. Verfahren nach Anspruch 1, umfassend:

Beschränken des Personenzugangs in Abhängigkeit einer Zu gangsberechtigung einer im Fahrzeug (1; 101) befindlichen Person ( 42 ) .

3. Verfahren nach Anspruch 2,

wobei die Zugangsberechtigung anhand einer Buchungsinformati on, die

- eine Buchung des Personenzugangs und/oder

- eine Reservierung eines Sitzplatzes oder Stehplatzes in nerhalb des Fahrgastteilbereichs (15) für die Person (42)

repräsentiert, ermittelt wird.

4. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprü che 1 bis 3, umfassend:

Ermitteln des Auftritts der Gefahrensituation zumindest auf Basis :

- eines Betätigens (B) einer Meldeeinrichtung (18; 20) und

- eines Erzeugens (C) einer Meldeinformation, welche zu mindest das Auftreten der Gefahrensituation repräsen tiert, auf das Betätigen (B) hin.

5. Verfahren nach Anspruch 4,

wobei die Meldeeinrichtung (18) ein mobiles Endgerät (19) um fasst, welches von einem Fahrzeugbegleiter und/oder einem Fahrgast (16) mit sich geführt wird.

6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5,

wobei das Beschränken des Personenzugangs auf Basis der Meld einformation erfolgt.

7. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprü che 4 bis 6, umfassend:

Senden (D) der Meldeinformation an eine landseitige Datenver arbeitungseinrichtung (26) und

Auslösen (E; EE) des Beschränkens mittels der Datenverarbei tungseinrichtung (26) anhand der empfangenen Meldeinformati on .

8. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprü che 2 bis 7,

wobei das Beschränken (G) des Personenzugangs ein

- Ermitteln (H) der Zugangsberechtigung der Person (42) mittels einer Prüfungseinrichtung (23) und

- Freigeben (N) des Personenzugangs für die Person (42) mittels der Zugangsbeschränkungseinrichtung (5; 105) in Abhängigkeit eines Ergebnisses des Ermittelns (H) der Zugangsberechtigung

umfasst .

9. Verfahren nach Anspruch 8,

wobei das Ermitteln (H) der Zugangsberechtigung anhand einer Identifikationsinformation erfolgt, welche

- von einem mobilen Endgerät (46) und/oder

- einem Identifikationselement,

das von der Person (42) mit sich geführt wird, bereitgestellt wird (J) .

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9,

wobei das Ermitteln (H) der Zugangsberechtigung ein

- Erfassen (M) eines biometrischen Merkmals der Person

(42) mittels einer Erfassungseinrichtung (48) und

- Ermitteln (M) der Zugangsberechtigung anhand des biomet rischen Merkmals

umfasst .

11. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden An sprüche 8 bis 10, wobei

- die Zugangsbeschränkungseinrichtung (5; 105) wenigstens eine Innentür (38; 138) umfasst, welche den Fahrgast teilbereich (15; 115) von einem weiteren Bereich (14) des spurgebundenen Fahrzeugs (1; 101) trennt, und

- das Freigeben (N) ein Öffnen der Innentür (38; 138) um fasst .

12. Verfahren nach Anspruch 11,

wobei die Innentür eine

- Abteiltür, welche einen Fahrgastbereich innerhalb eines Abteils von einem Fahrgastbereich außerhalb des Abteils trennt, und/oder

- eine Wagenübergangstür (138), welche einen Fahrgastbe reich (115) innerhalb eines ersten Wagens (4) von einem Fahrgastbereich (114) innerhalb eines zweiten Wagens (114) trennt,

umfasst .

13. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden An sprüche, wobei

- die Zugangsbeschränkungseinrichtung (5; 105) wenigstens eine Außentür (32, 33, 34, 35; 132, 133, 134, 135, 139, 141) umfasst, welche den Fahrgastteilbereich (15; 115) von einem räumlichen Bereich (36) in der Umgebung des Fahrzeugs (1; 101) trennt, und

- die Außentür (32, 33, 34, 35; 132, 133, 134, 135, 139, 141) bei Auftritt der Gefahrensituation gesperrt wird.

14. Zugangsbeschränkungseinrichtung zum Bereitstellen eines Personenzugangs zu einem Fahrgastteilbereich (15; 115) eines Fahrgastbereichs (12) eines spurgebundenen Fahrzeugs (1;

101) ,

welche ausgebildet ist, den Personenzugang zu dem Fahrgast teilbereich (15; 115) bei Auftritt einer Gefahrensituation zu beschränken .

15. Spurgebundenes Fahrzeug, umfassend:

einen Fahrgastteilbereich (15; 115) eines Fahrgastbereichs (12) und

eine Zugangsbeschränkungseinrichtung (5; 05) nach Anspruch 14.

Description:
Beschreibung

Verfahren und Zugangsbeschränkungseinrichtung zum Bereitstel len eines Personenzugangs zu einem Fahrgastteilbereich eines Fahrgastbereichs eines spurgebundenen Fahrzeugs

Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Zugangsbe schränkungseinrichtung zum Bereitstellen eines Personenzu gangs zu einem Fahrgastteilbereich eines Fahrgastbereichs eines spurgebundenen Fahrzeugs.

Grundsätzlich ist es bekannt, den Zugang zu einem vorgegebe nen Bereich eines spurgebundenen Fahrzeugs zu beschränken. So sind Schienenfahrzeuge als Triebfahrzeuge bekannt, bei denen der Personenzugang zu einem Fahrzeugführerbereich (häufig auch als Führerstand bezeichnet) mittels einer absperrbaren Türeinrichtung beschränkt wird.

WO 2017/036714 Al beschreibt ein Verfahren zum Betätigen ei ner Zugangseinheit mittels eines mobilen elektronischen End geräts. Dabei wird ausgehend von einem den Zugang zu einem Bereich sperrenden Sperrzustand der Zugangseinheit diese in einen den Zugang ermöglichenden Freizustand betätigt. Das Be tätigen der Zugangseinheit in den Freizustand setzt das Vor liegen einer Zugangsberechtigung voraus. Die Zugangsberechti gung wird anhand einer Berechtigungsdatenbank geprüft.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Sicherheit für Fahrgäste, die sich in dem spurgebundenen Fahrzeug aufhalten, zu erhöhen.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Bereitstellen ei nes Personenzugangs zu einem Fahrgastteilbereich eines Fahr gastbereichs eines spurgebundenen Fahrzeugs gelöst, bei wel chem der Personenzugang zu dem Fahrgastteilbereich mittels einer Zugangsbeschränkungseinrichtung bereitgestellt wird.

Bei Auftritt einer Gefahrensituation wird der Personenzugang zu dem Fahrgastteilbereich mittels der Zugangsbeschränkungs einrichtung beschränkt. Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass Betreiber von spurgebundenen Fahrzeugen ihre Fahrgäste bei Auftritt einer Gefahrensituation schützen möchten. Insbesondere ist es wün schenswert, Fahrgäste vor Personen zu schützen, die eine Ge fahr für die Fahrgäste darstellen.

Die erfindungsgemäße Lösung behebt dieses Problem, indem der Personenzugang zu dem Fahrgastteilbereich bei Auftritt einer Gefahrensituation beschränkt wird. Zu schützende Fahrgäste können sich in dem Fahrgastteilbereich aufhalten oder sich dahin begeben, um Schutz vor Personen zu suchen, die sich au ßerhalb des Fahrgastteilbereichs befinden und eine Gefahr darstellen .

Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Sicherheit von Fahrgästen bei der Nutzung des spurgebundenen Fahrzeugs erhöht wird. Das damit einhergehende Gefühl von Si cherheit erhöht bei dem Fahrgast die Tendenz, das spurgebun denen Fahrzeug als Verkehrsmittels zu wählen. Insbesondere wird die Tendenz erhöht, spurgebundene Fahrzeuge zu Zeiten und/oder an Orten zu nutzen, während derer und/oder an denen die Nutzung ein vermeintlich erhöhtes Sicherheitsrisiko dar stellt. Insbesondere Fahrgäste, die aufgrund ihrer Sprache, Ethnie, Religion, sexueller Identität oder sozialer Funktion einem erhöhten Sicherheitsrisiko ausgesetzt sind, werden spurgebundene Fahrzeug mit erhöhter Tendenz als Verkehrsmit tel wählen.

Der Fahrgastbereich ist vorzugsweise ein räumlicher Bereich innerhalb des spurgebundenen Fahrzeugs, der für den Aufent halt von einem oder mehreren Fahrgästen vorgesehen ist. Bei spielsweise sind sämtlichen Innenbereiche des spurgebundenen Fahrzeugs, die nicht ausschließlich für Begleitpersonal und/oder den Einbau von Fahrzeugkomponenten vorgesehen sind, Fahrgastbereiche. Der Fahrgastteilbereich ist vorzugsweise ein Innenbereich eines Wagens oder ein Innenteilbereich eines Wagens des spurgebundenen Fahrzeugs. Das spurgebundene Fahrzeug ist vorzugsweise ein Schienenfahr zeug. Weiter vorzugsweise ist das spurgebundene Fahrzeug ein Fahrzeug zur Personenbeförderung im öffentlichen Nah- und/oder Fernverkehr.

Die Zugangsbeschränkungseinrichtung umfasst vorzugsweise eine Türeinrichtung. Wenn die Türeinrichtung geschlossen und blo ckiert (gesperrt) ist, trennt sie den Fahrgastteilbereich von einem weiteren Bereich des spurgebundenen Fahrzeugs vorzugs weise dahingehend, dass ein Personenzugang zu dem Fahrgast teilbereich aus dem weiteren Fahrgastteilbereich nicht mög lich ist. Das Bereitstellen des Personenzugangs zu dem Fahr- gastteilbereich erfolgt vorzugsweise durch eine geöffnete Türeinrichtung oder eine Türeinrichtung, die von jedermann geöffnet werden kann. Der Fachmann versteht den Begriff „Be schränken" vorzugsweise dahingehend, dass die Türeinrichtung geschlossen ist und nicht mehr von jedermann geöffnet werden kann .

Der Auftritt der Gefahrensituation kann auf unterschiedliche Art und Weise bestimmt und/oder ermittelt werden:

Der Auftritt der Gefahrensituation kann beispielsweise anhand einer Tageszeit bestimmt werden. Beispielsweise gilt die Ge fahrensituation zu einer vordefinierten Uhrzeit am Abend ei nes Tages als eingetreten. So gilt beispielsweise der Zeit raum zwischen Abend und dem darauffolgenden Morgen als Gefah rensituation. Der Auftritt der Gefahrensituation kann alter nativ oder zusätzlich anhand eines Ortes des spurgebundenen Fahrzeugs bestimmt werden. So gilt beispielsweise eine Fahrt durch einen vorgegebenen Streckenabschnitt, beispielsweise in einem vorgegebenen Stadtteil, als Gefahrensituation.

Alternativ oder zusätzlich wird der Auftritt der Gefahrensi tuation vorzugsweise fallabhängig ermittelt. So gilt bei spielsweise der körperliche Angriff auf einen Fahrgasts durch eine gefährdende Person als Gefahrensituation. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfah ren: Beschränken des Personenzugangs in Abhängigkeit einer Zugangsberechtigung einer im Fahrzeug befindlichen Person.

Die Person ist vorzugsweise eine Person, die Zugang zu dem Fahrgastteilbereich verlangt. Der Fachmann versteht den Be griff „Zugangsberechtigung" vorzugsweise dahingehend, dass ein Zugang zu dem Fahrgastteilbereich, während die Gefahren situation besteht, ausschließlich berechtigten Personen be reitgestellt wird. Eine berechtigte Person ist vorzugsweise eine Begleitperson (z.B. der Fahrzeugführer, die Crew

und/oder Haltestellenpersonal), welche das Fahrzeug beglei tet, und/oder eine Sicherheitsperson, die zur Behebung der Gefahrensituation von dem Betreiber eingesetzt wird. Eine be rechtigte Person ist alternativ oder zusätzlich vorzugsweise ein berechtigter Fahrgast, der für den Zugang zu dem Fahr- gastteilbereich, während die Gefahrensituation besteht, vor gesehen ist. Berechtigte Fahrgäste sind vorzugsweise Fahrgäs te, die einer vorbestimmten Personengruppe zugeordnet sind, beispielsweise weibliche Personen.

Bei einer bevorzugten Weiterbildung wird die Zugangsberechti gung anhand einer Buchungsinformation, die eine Buchung des Personenzugangs und/oder eine Reservierung eines Sitzplatzes oder Stehplatzes innerhalb des Fahrgastteilbereichs für die Person repräsentiert, ermittelt. Bei dieser Weiterbildung ist die Person vorzugsweise ein Fahrgast. Die Buchung des Perso nenzugangs für die Person ergibt sich vorzugsweise aus der Reservierung. Weiter vorzugsweise wird die Buchung im Rahmen des Fahrscheinkaufs vorgenommen. So stellt der Betreiber bei spielsweise über ein Reservierungssystem die Möglichkeit zur Verfügung, dass für den Fahrgast (durch einen Benutzer) ein Sitzplatz innerhalb des Fahrgastteilbereichs reserviert wer den kann. Sobald der Sitzplatz für den Fahrgast reserviert ist, gilt der Fahrgast als zugangsberechtigte Person für den Fahrgastteilbereich, insbesondere während die Gefahrensitua tion besteht.

Daraus ergibt sich der Vorteil, dass das Gefühl von Sicher heit und somit die Tendenz erhöht wird, das spurgebundene Fahrzeug als Verkehrsmittels zu wählen: Denn bereits vor Fahrtantritt kann mittels Buchung sichergestellt werden, dass für den Fahrgast ein Sitzplatz innerhalb des Fahrgastteilbe reichs (mit beschränktem Personenzugang bei Auftritt der Ge fahrensituation) und ein Zugang zu dem Fahrgastteilbereich vorgesehen ist.

Das Reservierungssystem des Betreibers stellt berechtigten Benutzern vorzugsweise Informationen über den Aufenthalt des berechtigten Fahrgasts innerhalb des Fahrgastteilbereichs zur Verfügung. Ein berechtigter Benutzer kann beispielsweise ein Erziehungsberechtigter eines minderjährigen Fahrgasts oder ein Vormund eines geschäftsunfähigen Fahrgasts sein.

Weiter vorzugsweise wird der Fahrgastteilbereich bei Auftritt der Gefahrensituation (und während die Gefahrensituation be steht) mittels eines Kamerasystems überwacht. Die von dem Ka merasystem erzeugten Bilder können dem Betreiber und/oder ei ner Sicherheitsperson, die zur Behebung der Gefahrensituation von dem Betreiber eingesetzt wird, zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise wird die Sicherheit innerhalb des Fahrgastteilbereichs weiter erhöht.

Personen, die sich unberechtigterweise innerhalb des Fahr- gastteilbereichs aufhalten (beispielsweise weil sie gemeinsam mit einer berechtigten Person in den Fahrgastteilbereich ge langt sind) , können mittels des Kamerasystems erfasst und - beispielsweise mittels Gesichtserkennung - identifiziert wer den. Zudem können weitere Gefahren, die innerhalb des Fahr- gastteilbereichs entstehen, erkannt werden.

Schließlich können Maßnahmen zur Behebung einer Gefahr, die durch eine unberechtigte Person hervorgerufen wird, eingelei tet werden: Beispielsweise wird eine Durchsage von einer Si cherheitsperson getätigt, die zur Warnung weiterer Fahrgäste und/oder zum direkten Ansprechen der unberechtigten Person dient. Weiter wird die unberechtigte Person beispielsweise mittels des Kamerasystems verfolgt. Eine Bildinformation, welche die unberechtigte Person zeigt, wird laufend an die Sicherheitsperson (beispielsweise mittels eines Endgeräts, welches die Sicherheitsperson mit sich führt) ausgegeben. Al ternativ oder zusätzlich kann die unberechtigte Person bei spielsweise mittels Steuerung eines Beleuchtungssystems kenntlich gemacht werden. Durch die Verfolgung und Kenntlich machung der unberechtigten Person wird die Sicherheitsperson vorzugsweise bei dem Auffinden der Person unterstützt.

Der Fahrgast kann seine Zustimmung zur Überwachung des Fahr- gastteilbereichs beispielsweise im Rahmen des Fahrscheinkaufs und/oder der Sitzplatzreservierung erteilen.

Der Auftritt der Gefahrensituation kann beispielsweise auf Basis von mittels eines Kamerasystems erfassten Bildinforma tionen ermittelt werden. Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst: Ermitteln des Auftritts der Gefahrensituation zumindest auf Basis eines Betätigens einer Meldeeinrichtung und eines Erzeugens einer Meldeinfor mation, welche zumindest das Auftreten der Gefahrensituation repräsentiert, auf das Betätigen hin.

Das Betätigen der Meldeeinrichtung wird vorzugsweise von ei nem Fahrgast durchgeführt.

Die Meldeeinrichtung kann als Betätigungselement ausgebildet sein, dessen Betätigung unmittelbar ein Beschränken des Per sonenzugangs auslöst. Beispielsweise kann das Betätigungsele ment als Notknopf ausgebildet sein, dessen Betätigung zu ei nem Blockieren einer Türeinrichtung führt.

Die Meldeeinrichtung kann alternativ als Betätigungselement ausgebildet sein, dessen Betätigen mittelbar ein Beschränken des Personenzugangs auslöst. Beispielsweise kann die Meldein formation von einer Instanz, die von der Meldeeinrichtung me chanisch und/oder örtlich getrennt ist, hinsichtlich des Auf tritts der Gefahrensituation bewertet werden. Diese Instanz ist vorzugsweise eine Datenverarbeitungseinrichtung des Fahr zeugs . Die Meldeeinrichtung kann alternativ oder zusätzlich als fest innerhalb des spurgebundenen Fahrzeugs installiertes Notruf gerät ausgebildet sein. Die Meldeeinrichtung ist vorzugsweise ausgebildet, eine Sprachnachricht des Fahrgasts aufzunehmen und eine Audioinformation auf Basis der Aufnahme zu erzeugen. Die Aufnahme umfasst vorzugsweise mündliche Angaben zur Ge fahrensituation .

Bei einer bevorzugten Weiterbildung umfasst die Meldeeinrich tung ein mobiles Endgerät, welches von einem Fahrzeugbeglei ter und/oder einem Fahrgast mit sich geführt wird. Die Nut zung eines mobilen Endgeräts als Meldeeinrichtung ist beson ders zweckmäßig, da Fahrgäste häufig ein mobiles Endgerät mit sich führen. Die Möglichkeit des Betätigens des mobilen End geräts zum Melden einer Gefahrensituation wird vorzugsweise von einer mittels des mobilen Endgeräts geladenen Anwendung bereitgestellt. Die Anwendung ist vorzugsweise eine von dem Betreiber zur Verfügung gestellte Anwendung.

Das mobile Endgerät ist vorzugsweise datentechnisch über eine drahtlose Verbindung, beispielsweise eine WLAN-Verbindung (WLAN : Wireless Local Area Network), mit einem Kommunikati onsnetz, beispielsweise einem Betreibernetz, des Fahrzeugs verbunden. Das mobile Endgerät sendet die Meldeinformation vorzugsweise über die datentechnische Verbindung an eine Da tenverarbeitungseinrichtung, die datentechnisch an das Kommu nikationsnetz des Fahrzeugs angeschlossen ist.

Das mobile Endgerät ist vorzugsweise als Smartphone, Wearable (z.B. Smartwatch) und/oder Tablet ausgebildet.

Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung erfolgt das Be schränken des Personenzugangs auf Basis der Meldeinformation.

Vorzugsweise löst eine an das Kommunikationsnetz des Fahr zeugs datentechnisch angeschlossene Datenverarbeitungsein richtung das Beschränken des Personenzugangs auf den Empfang der Meldeinformation hin aus. Das Auslösen erfolgt vorzugs weise, indem die Datenverarbeitungseinrichtung ein Steuersig- nal an die Zugangsbeschränkungseinrichtung sendet. Das Steu ersignal kann als Datenpaket über das Kommunikationsnetz des Fahrzeugs an die Türeinrichtung übertragen werden. Beispiels weise sendet die Datenverarbeitungseinrichtung ein Blockier- Signal an eine Türsteuereinheit der Türeinrichtung, wobei das Blockier-Signal ein Blockieren der Türeinrichtung bewirkt.

Eine bevorzugte Weiterbildung, umfasst: Senden der Meldein formation an eine landseitige Datenverarbeitungseinrichtung und Auslösen des Beschränkens mittels der Datenverarbeitungs einrichtung anhand der empfangenen Meldeinformation.

Vorzugsweise wird die Meldeinformation ausgehend von der Mel deeinrichtung an eine an das Kommunikationsnetz datentech nisch angeschlossene fahrzeugseitige Datenverarbeitungsein richtung gesendet und ausgehend von der fahrzeugseitigen Da tenverarbeitungseinrichtung über eine drahtlose datentechni sche Verbindung an eine landseitige Datenverarbeitungsein richtung übertragen.

Zusätzlich zur Meldeinformation wird vorzugsweise eine Or tungsinformation, welche zum Orten der Meldeeinrichtung dient, an die landseitige Datenverarbeitungseinrichtung über tragen .

Zusätzlich zur Meldeinformation wird weiter vorzugsweise eine Bildinformation, welche einen mittels eines Kamerasystems er fassten räumlichen Bereich innerhalb oder außerhalb des Fahr zeugs repräsentiert, an die landseitige Datenverarbeitungs einrichtung übertragen.

Die landseitige Datenverarbeitungseinrichtung kann anhand der Meldeinformation, anhand eines ermittelten Ortes der Melde einrichtung und/oder anhand der Bildinformation bestimmen, in welchem Bereich des Fahrgastbereichs ein personenzugangsbe schränkter Fahrgastteilbereich geschaffen werden soll. Zudem kann die landseitige Datenverarbeitungseinrichtung anhand ei ner oder mehrerer der vorstehend genannten Informationen be stimmen, in welchem Umfang eine Beschränkung des Personenzu- gangs erfolgen soll. Beispielsweise kann die Datenverarbei tungseinrichtung bestimmen, ob der Personenzugang vollständig blockiert werden soll und/oder ob zugangsberechtigten Perso nen ein Zugang freigegeben wird.

Die landseitige Datenverarbeitungseinrichtung löst das Be schränken des Personenzugangs vorzugsweise dadurch aus, dass die landseitige Datenverarbeitungseinrichtung ein Steuersig nal sendet, welches in Form eines Datenpakets an die fahr zeugseitige Datenverarbeitungseinrichtung übertragen wird.

Das Auslösen erfolgt im Weiteren vorzugsweise, indem die fahrzeugseitige Datenverarbeitungseinrichtung das Steuersig nal an die Zugangsbeschränkungseinrichtung sendet.

Alternativ oder zusätzlich gibt die landseitige Datenverar beitungseinrichtung die Meldeinformation, die Ortungsinforma tion und/oder die Bildinformation über ein landseitiges End gerät an eine Sicherheitsperson aus. Mittels eines Betäti gungselements des landseitigen Endgeräts löst die Sicher heitsperson vorzugsweise das Beschränken des Personenzugangs aus. Die Sicherheitsperson kann vorzugsweise entscheiden, für welchen Fahrgastteilbereich eine Zugangsbeschränkung vorzuse hen ist und die Beschränkung über das landseitige Endgerät entsprechend auslösen. So kann die Sicherheitsperson bei spielsweise anhand der Meldeinformation, anhand eines ermit telten Ortes der Meldeeinrichtung und/oder anhand der Bildin formation bestimmen, in welchem Bereich des Fahrgastbereichs ein personenzugangsbeschränkter Fahrgastteilbereich geschaf fen werden soll. Zudem kann die Sicherheitsperson anhand ei ner oder mehrerer der vorstehend genannten Information be stimmen, in welchem Umfang eine Beschränkung des Personenzu gangs erfolgen soll.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst das Beschränken des Personenzugangs ein - Ermitteln der Zugangsberechtigung der Person mittels ei ner Prüfungseinrichtung und - Freigeben des Personenzugangs für die Person mittels der Zugangsbeschränkungseinrichtung in Abhängigkeit eines Ergebnisses des Ermittelns der Zugangsberechtigung.

Vorzugsweise wird der Personenzugang für die Person freigege ben, wenn das Ergebnis des Ermittelns der Zugangsberechtigung lautet: Es liegt eine Zugangsberechtigung vor.

Bei einer bevorzugten Weiterbildung erfolgt das Ermitteln der Zugangsberechtigung anhand einer Identifikationsinformation, welche

- von einem mobilen Endgerät und/oder

- einem Identifikationselement,

das von der Person mit sich geführt wird, bereitgestellt wird .

Wird die Identifikationsinformation von dem mobilen Endgerät bereitgestellt, erfolgt vorzugsweise eine Übertragung an die Prüfungseinrichtung über eine drahtlose datentechnische Ver bindung, beispielsweise eine WLAN-Verbindung (Wireless Local Area Network), Bluetooth-Verbindung und/oder Nahfeldkommuni kation-Verbindung (Englisch NFC : Near Field Communication) .

Das Identifikationselement ist vorzugsweise als Karte mit RFID-Element (RFID: Radio Frequency Identification) ausgebil det, wobei die Identifikationsinformation mittels der Prü fungseinrichtung aus dem RFID-Element auslesbar ist.

Bei einer bevorzugten Weiterbildung umfasst das Ermitteln der Zugangsberechtigung ein

- Erfassen eines biometrischen Merkmals der Person mittels einer Erfassungseinrichtung und

- Ermitteln der Zugangsberechtigung anhand des biometri schen Merkmals.

Das Erfassen des biometrischen Merkmals umfasst vorzugsweise ein Erfassen des Gesichts der Person mittels einer Kameraein heit. Die Kameraeinheit erzeugt vorzugsweise Bildinformatio- nen, die das Gesicht der Person repräsentieren. Die Bildin formationen werden mittels der Prüfeinrichtung ausgewertet.

Das Erfassen des biometrischen Merkmals umfasst weiter vor zugsweise (alternativ oder zusätzlich) ein Erfassen eines Fingerabdrucks der Person.

Nach einer weiteren bevorzugten Weiterbildung umfasst die Zu gangsbeschränkungseinrichtung wenigstens eine Innentür, wel che den Fahrgastteilbereich von einem weiteren Bereich des spurgebundenen Fahrzeugs trennt. Das Freigeben umfasst ein Öffnen der Innentür. Der weitere Bereich ist vorzugsweise ein Bereich des Fahrgastbereichs, der außerhalb des Fahrgastteil bereichs liegt.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung umfasst die Innentür eine

- Abteiltür, welche einen Fahrgastbereich innerhalb eines Abteils von einem Fahrgastbereich außerhalb des Abteils trennt, und/oder

- eine Wagenübergangstür, welche einen Fahrgastbereich in nerhalb eines ersten Wagens von einem Fahrgastbereich innerhalb eines zweiten Wagens trennt.

Mit anderen Worten: Der Fahrgastteilbereich ist ein Fahrgast bereich innerhalb eines Abteils und/oder ein Fahrgastbereich innerhalb eines ersten Wagens.

Eine Ausbildung der Innentür als Abteiltür hat den Vorteil, dass mittels einer einzigen Tür ein Abteil hinsichtlich des Personenzugangs beschränkt werden kann.

Eine Ausbildung der Innentür als Wagenübergangstür hat den Vorteil, dass mittels zwei Wagenübergangstüren, die jeweils am Ende des Wagens angeordnet sind, ein Wagen hinsichtlich des Personenzugangs beschränkt werden kann (wenn sämtliche Außentüren des Wagens blockiert sind) . Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst die Zugangsbeschränkungseinrichtung we nigstens eine Außentür, welche den Fahrgastteilbereich von einem räumlichen Bereich in der Umgebung des Fahrzeugs trennt. Die Außentür wird bei Auftritt der Gefahrensituation vorzugsweise geblockt.

Vorzugsweise umfasst die Zugangsbeschränkungseinrichtung ei nen Satz von Türen, welcher Innentüren und Außentüren um fasst. Die Türen des Satzes sind derart verteilt, dass der Fahrgastteilbereich bei Blockieren aller Türen, für eine Per son nicht zugänglich ist. Insbesondere umfasst der Satz sämt liche Türen, über die ein Personenzugang zu dem Fahrgastteil bereich möglich sein kann. Besteht der Fahrgastteilbereich beispielsweise aus einem Wagen, umfasst die Zugangsbeschrän kungseinrichtung sämtliche Außentüren, die einen Zugang zu dem Wagen ermöglichen, sowie jeweils am Ende des Wagens ange ordnete Wagenübergangstüren .

Die Erfindung betrifft ferner eine Zugangsbeschränkungsein richtung zum Bereitstellen eines Personenzugangs zu einem Fahrgastteilbereich eines Fahrgastbereichs eines spurgebunde nen Fahrzeugs, welche ausgebildet ist, den Personenzugang zu dem Fahrgastteilbereich bei Auftritt einer Gefahrensituation zu beschränken.

Die Zugangsbeschränkungseinrichtung umfasst wenigstens eine Innentür, welche den Fahrgastteilbereich von einem weiteren Bereich des spurgebundenen Fahrzeugs trennt.

Die Zugangsbeschränkungseinrichtung umfasst wenigstens eine Außentür, welche den Fahrgastteilbereich von einem räumlichen Bereich in der Umgebung des Fahrzeugs trennt.

Die Zugangsbeschränkungseinrichtung umfasst vorzugsweise eine Prüfungseinrichtung zum Ermitteln einer Zugangsberechtigung einer Person. Die Erfindung betrifft ferner ein spurgebundenes Fahrzeug, umfassend: einen Fahrgastteilbereich eines Fahrgastbereichs und eine Zugangsbeschränkungseinrichtung der vorstehend be schriebenen Art.

Das spurgebundene Fahrzeug umfasst vorzugsweise eine Melde einrichtung, welche ausgebildet ist, zum Erzeugen und Senden einer Meldeinformation betätigt zu werden.

Das spurgebundene Fahrzeug umfasst weiter vorzugsweise eine fahrzeugseitige Datenverarbeitungseinrichtung, welche ausge bildet ist, die Meldeinformation zu empfangen und an eine landseitige Datenverarbeitungseinrichtung zu senden.

Die fahrzeugseitige Datenverarbeitungseinrichtung ist vor zugsweise ausgebildet, das Beschränken des Personenzugangs auszulösen .

Zu Ausführungsformen, Ausgestaltungsdetails und Vorteilen der Zugangsbeschränkungseinrichtung sowie des spurgebundenen Fahrzeugs wird auf die Beschreibung zu den entsprechenden Verfahrensmerkmalen verwiesen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

Figur 1 ein schematisches Ablaufdiagramm eines erfin- dungsgemäßen Verfahrens gemäß einem Ausfüh- rungsbeispiel ,

Figur 2 schematisch den Aufbau eines spurgebundenen

Fahrzeugs mit einer Zugangsbeschränkungsein richtung gemäß einem ersten Ausführungsbei spiel und

Figur 3 schematisch den Aufbau eines spurgebundenen

Fahrzeugs mit einer Zugangsbeschränkungsein richtung gemäß einem zweiten Ausführungsbei spiel . Figur 1 zeigt ein spurgebundenes Fahrzeug 1 in Form eines Schienenfahrzeugs 2 in einer teilweisen schematischen

Schnittdarstellung als Draufsicht. Figur 2 zeigt schematisch den Ablauf eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens .

Das Schienenfahrzeug 2 ist als Verband von mehreren Wagen 4,

6 ausgebildet, die miteinander mechanisch gekoppelt sind und eine Zugeinheit bilden. In der betrachteten Ausführung ist das Schienenfahrzeug 2 als sog. Triebzug ausgebildet.

Das spurgebundenen Fahrzeug 1 weist einen Fahrgastbereich 12 auf, welcher einen ersten Fahrgastteilbereich 14 und einen zweiten Fahrgastteilbereich 15 umfasst. Das spurgebundene Fahrzeug 1 weist eine Zugangsbeschränkungseinrichtung 5 auf, welche Außentüren 32, 33, 34, 35 und eine Innentür 38 um fasst. Der zweite Fahrgastteilbereich 15 wird mittels der Au ßentüren 32, 33, 34, 35 von einem räumlichen Bereich 36 in der Umgebung des Fahrzeugs 1 getrennt. Zudem wird der Fahr- gastteilbereich 15 mittels der Innentür 38 von dem Fahrgast teilbereich 14 getrennt.

Im gewöhnlichen Betrieb stellen die Außentüren 32, 33, 34, 35 und die Innentür 38 einen Personenzugang für Fahrgäste zu dem Fahrgastteilbereich 15 bereit (Verfahrensschritt A) . Dabei sind die Außentüren während der Fahrt geschlossen und werden bei einem Halt an einer Haltestelle zeitweise für den Ein- und Ausstieg von Fahrgästen geöffnet.

Tritt im Betrieb des Fahrzeugs 1 eine Gefahrensituation auf, nimmt ein Fahrgast 16 die Gefahrensituation eventuell wahr. Daraufhin betätigt der Fahrgast 16 eine Meldeeinrichtung 18 in einem Verfahrensschritt B. Die Meldeeinrichtung 18 ist ein mobiles Endgerät 19, welches von dem Fahrgast 16 mit sich ge führt wird. Beispielsweise wird die Möglichkeit zur Betäti gung durch den Fahrgast 16 von einer Anwendung, die von dem mobilen Endgerät 18 geladen ist, zur Verfügung gestellt. Die Anwendung kann zusätzlich eine Abfrage zur Verfügung stellen, über die der Fahrgast 16 angibt, in welchem Bereich des Fahr zeugs 1 die Gefahrensituation vorliegt.

Der Fahrgast 16 kann alternativ eine fest im Fahrzeug 1 in stallierte Meldeeinrichtung 20, die als Notrufgerät 21 ausge bildet ist, betätigen.

Auf das Betätigen B hin, erzeugt die Meldeeinrichtung 18 bzw. 20 in einem Verfahrensschritt C eine Meldeinformation, die das Auftreten der Gefahrensituation repräsentiert und gegebe nenfalls den Bereich des Fahrzeugs 1 angibt, in dem die Ge fahrensituation vorliegt.

Die Meldeeinrichtung 18 bzw. 20 sendet die Meldeinformation über eine drahtlose datentechnische Verbindung an eine Daten verarbeitungseinrichtung 22 des Fahrzeugs 1.

Die Datenverarbeitungseinrichtung 22 ist datentechnisch mit einer landseitigen Datenverarbeitungseinrichtung 24 verbun den. Die Datenverarbeitungseinrichtung 22 sendet die Meldein formation in einem Verfahrensschritt D an die landseitigen Datenverarbeitungseinrichtung 24. Zusätzlich zur Meldeinfor mation werden in einem Verfahrensschritt DD Bildinformatio nen, welche mittels eines Kamerasystems erzeugt wurden und zumindest einen Teilbereich des Fahrgastbereichs 12 repräsen tieren, an die landseitige Datenverarbeitungseinrichtung 24 gesendet .

Die Übertragung der in den Verfahrensschritten D und DD ge sendeten Daten von dem Fahrzeug 1 an die Landseite erfolgt über eine drahtlose datentechnische Verbindung 40.

Die landseitige Datenverarbeitungseinrichtung 24 ist Teil ei ner Sicherheitszentrale 26. Die Sicherheitszentrale 26 um fasst eine Anzeigevorrichtung 27 zum Ausgeben der Meldeinfor mation und der Bildinformationen an eine Sicherheitsperson 29. Mittels einer Betätigungseinrichtung 28 kann die Sicherheits person 29 in einem Verfahrensschritt E auslösen, dass der Personenzugang zu dem Fahrgastteilbereich 15 beschränkt wird. Beispielsweise kann die Sicherheitsperson 29 die Beschränkung des Personenzugangs auslösen, indem es die Außentüren 32, 33, 34, 35 und die Innentür 38 über der Betätigungseinrichtung 28 für ein Blockieren anwählt.

Alternativ kann die Datenverarbeitungseinrichtung 24 anhand einer Ortungsinformation den Ort der Meldeeinrichtung 18 oder 20 ermitteln und in einem Verfahrensschritt EE auslösen, dass der Personenzugang zu dem Fahrgastteilbereich 15 beschränkt wird .

In einem Verfahrensschritt F wird eine Steuerinformation an die Datenverarbeitungseinrichtung 22 übertragen, welche ein Beschränken des Personenzugangs in einem Verfahrensschritt G bewirkt, indem die Außentüren 32, 33, 34, 35 und die Innentür 38 den Zugang für Personen zu dem Fahrgastteilbereich 15 be schränkt .

Insbesondere wird ein Zugang von Personen außerhalb des Fahr zeugs 1 über die Außentüren 32, 33, 34, 35 unabhängig von Zu gangsberechtigungen blockiert. Ein Zugang von Personen, die sich innerhalb des Fahrgastteilbereichs 14 befinden, wird be schränkt: Einer Person 42, die über die Innentür 38 Zugang zu dem Fahrgastteilbereich 15 verlangt, wird dieser Zugang aus schließlich auf eine Berechtigungsprüfung hin gewährt. Dazu wird einem Verfahrensschritt H eine Zugangsberechtigung für die Person 42 mittels einer Prüfungseinrichtung 23 ermittelt.

Für das Ermitteln H der Zugangsberechtigung wird mittels ei nes mobilen Endgeräts 46, das die Person 42 mit sich führt, eine Identifikationsinformation in einem Verfahrensschritt J bereitgestellt und von einer Zugangseinheit 44 des Fahrzeugs 1 in einem Verfahrensschritt K empfangen. Die Übertragung der Identifikationsinformation erfolgt beispielsweise mittels Nahfeldkommunikation (fachmännische auch als NFC (Near Field Communication) bezeichnet) . Alternativ kann die Übertragung der Identifikationsinformation auch mittels WLAN (Wireless Local Area Network) oder Bluetooth erfolgen.

Für das Ermitteln H der Zugangsberechtigung wird zusätzlich in einem Verfahrensschritt L mittels einer Erfassungseinrich tung 48, welche als Kameraeinheit 49 ausgebildet ist, das Ge sicht der Person 42 als biometrisches Merkmal erfasst.

Die Identifikationsinformation und eine Gesichtsinformation, welche das erfasste Gesicht repräsentiert, werden an die Prü fungseinrichtung 23 über das Kommunikationsnetz gesendet. In einem Verfahrensschritt M prüft die Prüfungseinrichtung 23, ob der Person 42 anhand der bereitgestellten Identifikati onsinformation und anhand der Gesichtsinformation der Zugang zu dem Fahrgastteilbereich 15 bereitzustellen ist. Zusätzlich zur Identifikationsinformation und der Gesichtsinformation kann die Prüfung M anhand einer Buchungsinformation, die sich aus einer Reservierung eines Sitzplatzes innerhalb des Fahr- gastteilbereichs 15 für die Person 42 ergibt, erfolgen. Ist das Ergebnis der Prüfung M positiv, wird der Zugang zu dem Fahrgastteilbereich 15 durch Entsperren der Innentür 38 mit tels der Zugangseinheit 44 in einem Verfahrensschritt N frei gegeben .

Figur 3 zeigt ein spurgebundenes Fahrzeug 101 in Form eines Schienenfahrzeugs 102 in einer teilweisen schematischen

Schnittdarstellung als Draufsicht. Das Fahrzeug 101 ist ähn lich zu dem in Bezug auf Figur 1 beschriebenen Fahrzeug 1 aufgebaut und kann im Wesentlichen nach dem in Bezug auf Fi gur 1 beschriebenen Verfahren betrieben werden. Gleiche und funktionsgleiche Elemente sind dabei mit denselben Bezugszei chen versehen.

Das spurgebundene Fahrzeug 101 weist einen Fahrgastbereich 12 auf, welcher einen ersten Fahrgastteilbereich 114 und einen zweiten Fahrgastteilbereich 115 umfasst. Das spurgebundene Fahrzeug 101 weist eine Zugangsbeschränkungseinrichtung 105 auf, welche Außentüren 132, 133, 134, 135, 139, 141 und eine Innentür 138 umfasst. Der zweite Fahrgastteilbereich 115 wird mittels der Außentüren 132, 133, 134, 135, 139, 141 von einem räumlichen Bereich 36 in der Umgebung des Fahrzeugs 101 ge trennt. Zudem wird der Fahrgastteilbereich 115 mittels der Wagenübergangstür 138 von dem Fahrgastteilbereich 114 ge- trennt .