TUMA, Jan (Weingartenstr. 18, Herrenberg-Mönchberg, 71083, DE)
| P a t e n t a n s p r ü c h e
1. Verfahren zum Erreichen einer Duftabgabe bei Haftverschlußteilen, die mit korrespondierend ausgebildeten Haftverschlußteilen einen wiederholt offen- und schließbaren Haftverschluß ausbilden, wobei das jeweilige Haftverschlußteil aus einem plastifizierbaren Kunststoffmaterial mittels einer Extrudereinrichtung (18) hergestellt wird, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Kunststoffmaterial intrinsisch mit mindestens einem
Duftstoff versehen wird, in dem der jeweilige Duftstoff der Extrudereinrichtung (18) zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Duftstoff an Duftträgerpartikel gekoppelt wird, die der Extrudereinrichtung (18) zugeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Duftstoffzufuhr für die Extrudereinrichtung (18) als „Masterbatch"- Verfahren und/oder in der Vergleichmässigungszone (28) der Extrudereinrichtung (18) durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Dosiereinrichtung (30) abhängig vom Plastifizierungs- grad des Kunststoffmateriales und/oder der Temperatur (T) desselben, derart eine variable Menge an Duftstoff zugeführt wird, dass der Beduf- tungsgrad für das Haftverschlußteil gleichbleibend gestaltet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Haftverschlußteil in Schichten aufgebaut mittels einer Koextru- sionseinrichtung erhalten wird und dass mindestens eine Schicht den jeweiligen Duftstoff aufweist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Duftträgerpartikel kleiner als 1 mm im Durchmesser sind, vorzugsweise 0,2 mm und in Kugelform eingesetzt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Duftstoff mit einem Farbstoff, insbesondere in Form von Flüssigfarbe verbunden wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen 5 und 30% der Einsatzmenge an Kunststoffmaterial Duftstoffe und Duftträgerpartikel eingesetzt werden. |
Gottlieb Binder GmbH & Co. KG, Bahnhofstr. 19, 71088 Holzgerlingen
Verfahren zum Erreichen einer Duftabgabe bei Haftverschlußteilen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erreichen einer Duftabgabe bei Haftverschlußteilen, die mit korrespondierend ausgebildeten Haftverschlußteilen einen wiederholt offen- und schließbaren Haftverschluß ausbilden, wobei das jeweilige Haftverschlußteil aus einem plastifizierbaren Kunststoffmaterial mittels einer Extrudereinrichtung hergestellt wird.
Durch die DE 697 24 65712 ist es bekannt, zwischen korrespondierenden Haftverschlußteilen einer Baby- oder Inkontinenzwindel ein Bindemittel einzubringen, in das Duftkapseln aufgenommen sind. Werden die dahingehenden Haftverschlußteile voneinander getrennt, werden die Duftkapseln zumindest teilweise aufgerissen und geben an die Umgebung einen angenehm riechenden Duftstoff ab. Mit der dahingehenden Lösung ist es dem Verbraucher möglich, den schlechten Körpergeruch zu identifizieren, der das Erfordernis des Wechsels einer dahingehenden Windel anzeigt; beim Zusammenlegen der gebrauchten Windel unter Einsatz der jeweiligen Haftverschlußteile braucht dann aber der Verbraucher nicht permanent dem schlechten Geruch ausgesetzt zu sein, sondern dieser wird vielmehr nun kaschiert durch die Abgabe des Duftstoffes mittels der aufgerissenen Duft-
stoffkapseln. Eine Permanentbeduftung ist mit dem bekannten Windel- Duftsystem nicht möglich.
Durch das DE 202 10 546 U1 ist es bekannt, Bekleidungstextilien mit aus- wechselbaren Pheromonduftstoffträgern zu versehen, in dem die dahingehenden Pheromone, vorzugsweise auf einem textilen Abgabeträger angebracht mittels sogenannter Kletten ® -Haftverschlüssen an den Bekleidungstextilien befestigt werden. Ist der Pheromonduftstoff verbraucht, also abgeduftet, kann mittels eines neuen Klettenhaftverschlußbandes mit dem sepa- raten Pheromonduftstoffträger dieser erneut an der textilen Bekleidung angebracht werden. Durch den Einsatz der spezifisch auszuwählenden Pheromone soll der Träger des Bekleidungsstückes gegenüber seinen Mitmenschen erotisierend wirken. Das Gebrauchsmuster beschreibt dergestalt auch die Abgabe konventioneller Duft- und Aromastoffe über das genannte Trä- gersystem. Die dahingehend bekannte Lösung ist teuer in der Realisierung und der jeweils zum Einsatz kommende Trägerhaftverschluß verbraucht sich rasch.
Ausgehend von. diesem Stand der Technik liegt daher der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Erreichen einer Duftabgabe bei Haftverschlußteilen zur Verfügung zu stellen, das eine permanente Duftstoffabgabe auch über längere Zeiträume sicherstellt, kostengünstig in der Realisierung ist, sowie funktionssicher im Gebrauch. Eine dahingehende Aufgabe löst ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 in seiner Ge- samtheit.
Dadurch, dass gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 das Kunststoffmaterial intrinsisch mit mindestens einem Duftstoff versehen wird, in dem der jeweilige Duftstoff der Extrudereinrichtung zum Herstellen
des Haftverschlußteiles zugeführt wird, läßt sich der jeweilige Duftstoff fein dispergiert in hoher Konzentration in dem Kunststoffmaterial des Kletten- haftverschlußteiles unterbringen, so dass eine äußerst wirksame riechbare Duftstoffabgabe mit der erfindungsgemäßen Lösung möglich ist. Da sich der Duftstoff gleichmäßig im Kunststoffmaterial des Haftverschlußteiles verteilt, besteht darüber hinaus die Möglichkeit der D uftstoff abgäbe über einen großen Oberflächenbereich des Haftverschlußteiles. Durch die intrinsische Einbettung des Duftstoffes im Kunststoffmaterial des Haftverschlußteiles ist darüber hinaus eine lang andauernde und mithin permanent wirkende Duftstoffabgabe möglich. Auch wenn das dahingehende Kletten ® -
Haftverschlußteil in der Bekleidungsindustrie eingesetzt wird, beeinträchtigt ein Waschen der Textilien nicht die Duftstoffabgabe, so dass auch nach mehreren Waschvorgängen, das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzeugte Haftverschlußteil die Duftstoffabgabe beim Tragen der Bekleidung ermöglicht.
Da für die Herstellung des Haftverschlußteiles ohnehin eine Extrudereinrichtung notwendig wird, läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren in kostengünstiger Weise durchführen und es muss nicht noch erst wie im Stand der Technik aufgezeigt, für den jeweiligen Duftstoff eine komplizierte Mi- kroverkapselung vorgenommen werden, nach deren Auftrennen oder Zerreißen erst die D uftstoff abgäbe möglich wird. Als Duftstoff im Sinne dieser Erfindung sollen alle riechenden Medien gelten wie Parfüms, Aromen, reizende Duftmedien als Warnhinweis etc. aber auch nichtriechende Substan- zen wie Hormone oder Botenstoffe (Pheromone).
Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich im sogenannten „Masterbatch" durchführen, d.h. der jeweilige Duftstoff wird gegebenenfalls zusammen mit einem Trägerpartikelmedium der Extrudereinrichtung eingangsseitig
zugeführt zusammen mit dem granulatförmigen Kunststoffmaterial, wobei sich dann Duftstoff- und Kunststoffmaterial erst in der Plastifizierzone der Extrudereinrichtung intrinsisch aneinanderbinden. Ein besonders schonender Eintrag für den Duftstoff nebst etwaigen Trägerpartikeln besteht auch darin, in der sogenannten Vergleichmässigungszone der Extrudereinrichtung den jeweiligen Duftstoff einzubringen.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, das Haftverschlußteil in mehreren Schichten vorzugsweise laminar aufzubauen, unter Einsatz einer Koextrusionseinrich- tung mit mehreren Abgabedüsen, wobei dann mindestens eine Schicht des Schichtenaufbaus den jeweiligen Duftstoff aufweisen kann oder bevorzugt ganz aus dem Duftstoffmaterial besteht. Im letztgenannten Fall ist dann vorzugsweise der Duftstoff an das Duftträgerpartikelmaterial gebunden.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformeri der erfindungsgemäßen Verfahrenslösung sind Gegenstand der sonstigen Unteransprüche.
Im Folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand einer Ausfüh- rungsform nach der einzigen Figur näher erläutert. Dabei zeigt in prinzipieller und nicht maßstäblicher Darstellung die dahingehende Figur eine stark schematisch vereinfacht und teils geschnitten gezeichnete Seitenansicht einer Vorrichtung, zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Die Figur zeigt in schematischer Darstellung Teile einer Vorrichtung zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einem Extruderkopf 1 als Zuführeinrichtung für in plastischem oder flüssigem Zustand befindlichen, insbesondere thermoplastischen Kunststoffmaterial, das als ein Band, dessen Breite derjenigen des herzustellenden Haftverschlußteils entspricht,
einem Spalt zwischen einem Druckwerkzeug 3 und einem Formwerkzeug 5 zugeführt wird. Als Druckwerkzeug 3 ist eine Druckwalze vorgesehen und bei dem als Ganzes mit 5 bezeichneten Formwerkzeug handelt es sich um eine Formwalze. Beide Walzen sind in der Figur mit Bogenpfeilen 7 und 9 angegebenen Drehrichtungen angetrieben, so dass zwischen ihnen ein Förderspalt gebildet wird, durch den das Kunststoff band in Transportrichtung gefördert wird, während gleichzeitig Material zum Trägerband 10 des Haftverschlußteils geformt wird und das Trägerband 10 an der an der Formwalze anliegenden Seite durch die formgebenden Elemente der Formwalze, die zur Bildung von Verhakungsmitteln (Haftverschlußelemente in Form von Formteilen) erforderliche Formgebung erhält.
Zu diesem Zweck weist die Formwalze 5 am Umfang ein Sieb 11 auf mit einzelnen Formhohlräumen 12. Des weiteren sind die Formhohlräume 12, was nicht näher dargestellt ist, über die Formwalze mit ihrem Sieb 11 au- ßenumfangseitig regelmäßig verteilt, wobei die Verteilung und die Anzahl frei wählbar sind. Insbesondere sind die Formhohlräume 12 mit Begrenzungswänden konvexen Bahnverlaufs versehen, so dass eine Art Hyperboloidstruktur entsteht, die dem herzustellenden Formelement entspricht. Mit den genannten Formhohlräumen 12 ist es also möglich Verhakungselemen- te oder Haftverschlußelemente herzustellen in Form jeweils eines, mit einem Kopfteil 16 versehenen Stielteils 17. Ein dahingehender Herstellaufbau für Verhakungsmittel oder sonstige Haftverschlußelemente ist üblich, und beispielsweise eingehend in der WO 02/13647 A2 beschrieben, so dass an dieser Stelle hierauf nicht mehr näher eingegangen wird.
Die hier für das jeweilige Haftverschlußteil zum Einsatz kommenden zu verarbeitenden Kunststoffmaterialien können vielfältiger Natur sein, beispielsweise in Form von Polyamiden oder Polyolefinen, wie Polypropylen
oder Polyethylen (HDPL und LDPL). Ferner kommen auch andere Thermoplaste zum Einsatz, wie Polyester, Polyethylenterephthalat, Polystyrene, Polycarbonate, Polymethylmethacrylate, Ethylen, Vinylacetat Copolymere einschließlich Acrylat modifizierte Ethylene, Vinylacetat Polymere und Ethylen Acryl Azid Copolymere sowie Polyethylenstyrene. Ferner ist die Anwendung von Duroplasten denkbar, sowie von Elastomeren, wie natürlich oder synthetisch herstellbarer Gummi einschließlich von Styren Block Copolymeren mit Anteilen von Isopren, Butadien oder Ethylen (Butylene)- Blocks. Ferner besteht Verwendung für metalocen-catalisiertes Polyolefin, Polyurethan oder Polydiorganosiloxane. Zur Aussteifung der Trägerbahn 10 und zur Verstärkung können duktile Thermoplaste anwendbar sein, wie Nylon oder Polyvinylchlorid. Der jeweils hergestellte Formelementartikel in Form des Haftverschlußteils läßt sich auch mit Beschichtungen und Coa- tings versehen, die sich auch Aufdampfen und Aufrakeln lassen. Ferner sind zur Herstellung einer Strukturierung, im Sinne von selbstabreinigenden
Oberflächen Nachbehandlungen möglich, sei es mit Laser, Ultraschall oder dergleichen mehr. Insbesondere können Herstellmaterialien eingesetzt werden, die biologisch abbaubar sind und insbesondere solche, die sich gut mit Duftstoffen intrinsisch versehen lassen.
Der bereits genannte Extruderkopf 1 mit Extruderdüse ist Teil einer als Ganzes mit 18 bezeichneten Extrudereinrichtung. Die dahingehende Extrudereinrichtung 18 weist eine nicht näher dargestellte Extruderschnecke auf, die sich von einer Eingangszone 20 bis zum Extruderkopf 1 mit Extruderdü- se erstreckt. Die dahingehende Extruderschnecke wird über einen Antrieb, beispielsweise in Form eines Elektromotors 22 kontinuierlich angetrieben. An die Eingangszone 20 ist eine Eingangsstelle 24 für die Zufuhr des nicht näher dargestellten Kunststoffgranulats, beispielsweise in Form eines thermoplastischen Kunststoffmaterials angeschlossen. Innerhalb der Extru-
dereinrichtung 18 schließt sich an die Eingangszone 20 eine Aufwärm- und Verdichtungszone 26 an, die an ihrer der Eingangszone 20 abgewandten Seite in eine Vergleichmässigungszone 28 mündet, an die sich dann wiederum der Extruderkopf 1 mit Extruderdüse anschließt. Die Vergleichmässi- gungszone 28 hat insbesondere die Aufgabe, etwaig verdichtetes Kunststoffmaterial von der Homogenität her wieder zu vergleichmässigen, bevor das dahingehende Material ausgetragen wird. Der dahingehende Aufbau einer Extrudereinrichtung 18 ist üblich, so dass an dieser Stelle hierauf nicht mehr näher eingegangen wird. In dieser Konfiguration ist eine Standard- Extrudereinrichtung geschaffen, wobei es möglich ist, im sogenannten Ma- sterbatch-Betrieb über die Eingangsstelle 24 den Duftstoff zusammen mit dem eingesetzten Kunststoffmaterial zuzuführen.
Es besteht aber auch gemäß der Darstellung nach der Figur die Möglichkeit, an die Vergleichmässigungszone 28 eine als Ganzes mit 30 bezeichnete Dosiereinrichtung für die Duftstoffabgabe anzuschließen, wobei die dahingehende Einrichtung in der Art einer Blackbox-Darstellung vereinfacht wiedergegeben ist. Neben einer Steuereinrichtung 32 weist die Dosiereinrichtung 30 noch mindestens einen Vorratsbehälter 34 für Duftstoffe auf. Des weiteren münden in die Vergleichmässigungszone 28 Sensoren für Druck p, Temperatur T und eventuell für die Geschwindigkeit v des eingesetzten Kunststoffmaterials mit ein, wobei die dahingehenden Ausgänge der Sensoren 36 an Eingänge der Dosiereinrichtung 30 sinnfällig angeschlossen sind. Neben den genannten Sensoren können noch weitere Sensoren eingesetzt werden (nicht dargestellt), beispielsweise für Viskosität, Linearität des
Durchströmverhaltens etc.. Vorzugsweise ist ferner vorgesehen an verschiedenen Stellen Drucksensoren anzuordnen, um dergestalt Druckdifferenzen ermitteln zu können, für die sinnfällige Ansteuerung der Dosiervorrichtung
30 zum Erhalt eines gleichmässigen intrinsischen Duftstoffeintrages in das plastifizierte Kunststoffmaterial.
Mittels der Sensoren 36 wird jedenfalls der jeweilige Betriebszustand des Kunststoffmaterials in der Vergleichmässigungszone 28 erfasst und hiervon abhängig, speist die Steuereinrichtung 32 im Behälter 34 bevorratetes Duftstoffmittel in die Vergleichmässigungszone 28 der Extrudereinrichtung 18 ein. Kommt es eigenschaftsbedingt zu änderungen an dem Kunststoffmaterial beispielsweise zu einer Verdichtung desselben, wird dann über die Do- siereinrichtung 30 weniger Duftstoff zugegeben als wenn das Kunststoffma- terial nicht zu dicht gepackt ist.
Auf diese Art und Weise wird über die Dosiereinrichtung 30 sichergestellt, das immer gleichförmig Duftstoffe in das Kunststoffmaterial gelangt, was später beim fertigen Endprodukt dazu führt, dass der Duftstoff durchgehend homogen eingetragen ist. Ferner erlaubt die Dosiereinrichtung 30 gegebenenfalls aus mehreren, nicht näher dargestellten Vorratsbehältern 34 verschiedene Arten an Duftstoffen zu entnehmen, diese zu mischen und dann in gemischter Form gleichzeitig oder alternierend in das Kunststoffmaterial einzubringen. Sofern die Trägerbahn 10 oder das Haftverschlußteil als Ganzes im Koextrusionsverfahren mehrschichtig aufgebaut werden soll, kann jeder Schicht eine eigene Extrudereinrichtung (nicht dargestellt) zugeordnet sein mit eigener Dosiereinrichtung für die Duftstoffzugabe, so dass sich jeder Schicht im Grunde nach eine eigene Duftstoff gebung zuordnen lassen würde. Da die Wegstrecke zwischen Vergleichmässigungszone 28 und Extruderkopf 1 sehr kurz ist, würde bei einem etwaigen Duftstoffwechsel ein unmittelbares Umsteigen auf den nächsten Duftstoff direkt möglich sein, wobei sich dergestalt die Ausschußrate an nicht gewünschter Duftstoffge- bung oder beduftetem Material sich weitgehend reduzieren lässt.
Als Parfümöle bzw. Duftstoffe können im Rahmen der vorliegenden Erfindung einzelne Riechstoffverbindungen, z.B. die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlen wasser- Stoffe verwendet werden. Riechstoffverbindungen vom Typ der Ester sind z.B. Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat, p-tert.-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenzylcarbinylacetat, Phenylethylacetat, Linalylben- zoat, Benzylformiat, Ethylmethylphenylglycinat, Allylcyclohexylpropionat, Styrallylpropionat und Benzylsalicylat. Zu den Ethem zählen beispielsweise Benzylethylether, zu den Aldehyden z.B. die linearen Alkanale mit 8-18 C- Atomen, Citral, Citronellal, Citronellyloxyacetaldehyd, Cyclamenaldehyd, Hydroxycitronellal, Lilial und Bourgeonal, zu den Ketonen z.B. die Jonone, α-lsomethylionon und Methyl-cedrylketon, zu den Alkoholen Anethol, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool, Phenylethylalkohol und Terpineol, zu den Kohlenwasserstoffen gehören hauptsächlich die Terpene, wie Limo- nen und Pinen.
Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Solche Par- fümöle können auch natürliche Riechstoffgemische enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind, z.B. Pine-, Citrus-, Jasmin-, Pat- chouly-, Rosen- oder Ylang-Ylang-öl. Ebenfalls geeignet sind Muskateller, Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl, Melissenöl, Minzöl, Zimtblätteröl, Linden- blütenöl, Wacholderbeeröl, Vetiveröl, Olibanumöl, Galbanumöl und Lab- danumöl sowie Orangenblütenöl, Neroliol, Orangenschalenöl und Sandelholzöl.
Ferner eignen sich für den Einsatz bei Haftverschlußteilen sogenannte haftfeste Riechstoffe, beispielsweise in Form von ätherischen ölen, wie Angeli-
kawurzelöl, Anisöl, Arnikablütenöl, Basilikumöl, Bayöl, Bergamottöl, Champacablütenöl, Edeltannenöl, Edeltannenzapfenöl, Elemiöl, Eukalyptusöl, Fenchelöl, Fichtennadelöl, Galbanumöl, Geraniumöl, Gingergrasöl, Guajakholzöl, Gurjunbalsamöl, Helichrysumöl, Ho-OI, Ingweröl, Irisöl, Kajeputöl, Kalmusöl, Kamillenöl, Kampferöl, Kanagöl, Kardamomenöl, Kas- siaöl, Kiefernnadelöl, Kopaivabalsamöl, Korianderöl, Krauseminzeöl, Küm- melöl, Kuminöl, Lavendelöl, Lemongrasöl, Limetteöl, Mandarinenöl, Melis- senöl, Moschuskörneröl, Myrrhenöl, Nelkenöl, Neroliöl, Niaouliöl, Oliba- numöl, Orangenöl, Origanumöl, Palmarosaöl, Patschuliöl, Perubalsamöl, Petitgrainöl, Pfefferöl, Pfefferminzöl, Pimentöl, Pine-öl, Rosenöl, Rosmarin- öl, Sandelholzöl, Sellerieöl, Spiköl, Sternanisöl, Terpentinöl, Thujaöl, Thy- mianöl, Verbenaöl, Vetiveröl, Wacholderbeeröl, Wermutöl, Wintergrünöl, Ylang-Ylang-öl, Ysop-öl, Zimtöl, Zimtblätteröl, Zitronenöl sowie Zypres- senöl.
Ferner können auch sogenannte höhersiedende oder feste Riechstoffe natürlichen oder synthetischen Ursprungs als Duftstoff eingesetzt werden. Zu diesen Verbindungen zählen die nachfolgend genannten Verbindungen sowie Mischungen aus diesen: Ambrettolid, α-Amylzimtaldehyd, Anethol, Anisaldehyd, Anisalkohol, Anisol, Anthranilsäuremethylester, Acetophenon, Benzylaceton, Benzaldehyd, Benzoesäureethylester, Benzophenon, Ben- zylalkohol, Benzylacetat, Benzylbenzoat, Benzylformiat, Benzylvalerianat, Borneol, Bomylacetat, α-Bromstyrol, n-Decylaldehyd, n-Dodecylaldehyd, Eugenol, Eugenolmethylether, Eukalyptol, Famesol, Fenchon, Fenchylace- tat, Geranylacetat, Geranylformiat, Heliotropin, Heptincarbonsäuremethyle- ster, Heptaldehyd, Hydrochinon-Dimethylether, Hydroxyzimtaldehyd, Hy- droxyzimtalkohol, Indol, Iron, Isoeugenol, Isoeugenolmethylether, Isosafrol, Jamson, Kampfer, Karvakrol, Karvon, p-Kresolmethy lether, Cumarin, p- Methoxyacetophenon, Methyl-n-amylketon, Methylanthranilsäuremethyle-
ster, p-Methylacetophenon, Methylchavikol, p-Methylchinolin, Methyl-ß- naphtylketon, Methyl-n-nonylacetaldehyd, Methyl-n-nonylketon, Muskon, ß-Naphtholethylether, ß-Naphtholmethylether, Nerol Nitrobenzol, n- Nonylaldehyd, Nonylalkohol, n-Octylaldehyd, p-Oxy-Acethophenon, Pen- tadekanolid, ß-Phenylethylalkohol, Phenylacetaldehyd-Dimethyacetal, Phe- nylessigsäure, Pulegon, Safrol, Salicylsäureisoamylester, Salicylsäuremethy- lester, Salicylsäurehexylester, Salicylsäurecyclohexylester, Santalol, Skatol, Terpineol, Thymen, Thymol, γ-Undelacton, Vanilin, Veratrumaldehyd, Zimtaldehyd, Zimtalkohol, Simtsäure, Zimtsäureethylester, Zimtsäurebenzy- lester. Zu den leichter flüchtigen Riechstoffen zählen insbesondere die niedriger siedenden Riechstoffe natürlichen oder synthetischen Ursprung, die allein oder in Mischungen eingesetzt werden können. Beispiele für leichter flüchtige Riechstoffe sind Alkyisothiocyanate (Alkylsenföle), Butan- dion, Limonen, Linalool, Linaylacetat und -Propionat, Menthol, Menthon, Methyl-n-heptenon, Phellandren, Phenylacetaldehyd, Terpinylacetat, Zitral, Zitronellal.
Als besonders günstig hat sich zum Herstellen eines Zitronengeruches 3,7- Dimethyl-2,6-octadien-1-al erwiesen. Bei dem dahingehenden Geraniumal- dehyd, das sich chemisch charakterisieren lässt als zweifach ungesättigter Monoterpenaldehyd, entsteht ein sehr ausgeprägter Zitronenduft. Der dahingehende Duftstoff ist unter der Angabe „Citral" im Markt bekannt und ist Hauptbestandteil der durch Wasserdampfdestillation erzeugten ätherischen öle von Cymbopogon citratus STAPF (Lemongrasöl) und Litsea cubeba PERS. (May-Chang-öl). Neben der Herstellung von Citral aus den beiden gut zugänglichen ätherischen ölen, kann der Aldehyd wie dargelegt auch synthetisch durch Oxidation des korrespondierenden Alkohols Geraniol erzeugt werden.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich die genannten Duftstoffe unmittelbar verarbeiten; vorzugsweise besteht aber auch die Möglichkeit, die dahingehenden Duftstoffe an sogenannten Duftträgerpartikel anzugliedern. Die Raumform dahingehender Partikel kann beliebig sein und ist al- lein durch die technischen Möglichkeiten bei deren Herstellung und Verarbeitung beschränkt. Neben würfelförmigen und quaderförmigen Aufbauten sind mögliche Raumformen Kugeln, Zylinder aber auch reguläre Polyeder- Strukturen, beispielsweise in Form von Oktaedern oder Dodekaedern. Für den Erhalt einer großen wirksamen Oberfläche bietet sich auch die Aufrau- hung der Partikel Oberfläche an und/oder eine sternförmige Strahlenanordnung. Grundsätzlich kommt jedoch als Trägermaterial in Form der Duftträgerpartikel alle Stoffe in Frage, die in der Lage sind, die vorstehend genannten Duftstoffe zu adsorbieren und/oder zu absorbieren. Insbesondere als günstig haben sich organische Polymere erwiesen, aber z.B. auch poröse anorganische Materialien wie Kieselgele oder Zeolithe. Kieselgele oder Zeolithe werden beispielsweise in der Filtrationstechnik zur Erhöhung der Oberflächen Wirkung von Filtersubstanzen bereits umfänglichst eingesetzt. Entsprechende Produkte könnten auch hier für den Duftstofftransport eingesetzt werden. Die genannten Trägerpartikel stabilisieren bei dem Extruder- Vorgang den Duftstoffeintrag.
Die eingesetzten Trägerpartikel können auch dazu dienen, weitere Eigenschaften an das Kunststoffmaterial des Haftverschlußteiles abzugeben. So könnten die Duftträgerpartikel beispielsweise zur Bekämpfung von Mikro- Organismen wie Bakterien eingesetzt werden und dahingehend antimikro- bielle Wirkstoffe enthalten. Solche Stoffe könnten beispielsweise übliche Bakterizide oder Fungizide sein. Besonders bevorzugt ist jedoch den jeweiligen Duftträgerpartikel entsprechend modifiziert für den Farbstofftransport in das Kunststoffmaterial des Haftverschlußteile einzusetzen. Insbesondere
durch Zugabe von Flüssigfarbe über den Duftträgerpartikel an das Haftverschlußteil lässt sich dieses korrespondierend zu dem eingesetzten Duftstoff einfärben. Beispielsweise ist es für den Verbraucher günstig, wenn Partikel mit Zitronenduft eine gelbe Farbe aufweisen, während für Partikel mit Ap- fei- oder Kräuterduft häufig eine grüne Farbe bevorzugt wird. Bei der genannten Flüssigfarbe werden Farbpigmente verrieben, insbesondere pulverisiert in ein stabilisierendes Bindemittel platziert, wie Fettsäureester oder Fettsäureesterethoxylathe, Paraffinöle, Pflanzenöle, Weichmacher, mehrwertige Alkohole oder Amine sowie Alkoholethoxylathe. Es hat sich ge- zeigt, dass die dahingehenden Bindemittel auch eine gute Verbindung zu den genannten Duftträgerpartikeln eingehen.
Es hat sich für das durchzuführende Herstell verfahren als günstig erwiesen, die genannten Duftträgerpartikel im Bereich von 0,2 mm Durchmesser aus- zubilden und eine Füllung des Kunststoffmaterials mit Duftstoffen zwischen 5 bis 30% durchzuführen. Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich ausgesprochen kostengünstig durchführen und führt zu sehr großen Mengen an beduftetem Haftverschlußteilmaterial. Der Duftstoff lässt sich nicht abreiben und aufgrund seines intrinsischen Eintrages in das Haftverschlußteil ist mit einer lang anwährenden Beduftung der Umgebung zu rechnen. Insbesondere bei Verwendung von Zitrusdüften ist der verstärkte Einsatz an dahingehenden Kletten ® -Haftverschlüssen im Sanitärbereich möglich.
