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Title:
METHOD FOR ADDITIVE MANUFACTURE, AND SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/104205
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for the additive manufacture of at least one three-dimensional object using a system, in which a coating unit (40) is moved onward through any number of segments (A; B; C; D) and/or subsegments (A1; A2; B1; B2; C1; C2; D1; D2) such that said coating unit (40) makes at least one dry trip. The invention also discloses a system for the additive manufacture of three-dimensional objects, and a computer-readable storage medium.

Inventors:
FEY GEORG (DE)
Application Number:
EP2019/080568
Publication Date:
May 28, 2020
Filing Date:
November 07, 2019
Export Citation:
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Assignee:
AMCM GMBH (DE)
International Classes:
B29C64/153; B29C64/241; B29C64/282; B29C64/393; B33Y10/00; B33Y30/00; B33Y50/02
Foreign References:
EP3281727A12018-02-14
US20180281113A12018-10-04
EP3233336A12017-10-25
DE102010041284A12012-03-29
Attorney, Agent or Firm:
PFRANG, Tilman (DE)
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Claims:
Verfahren zur additiven Fertigung und System

Ansprüche , Verfahren zur additiven Fertigung dreidimensionaler Objekte mittels eines Systems, welches einen Bauraum aufweist, eine Bauplattform (10) innerhalb des Bauraums, auf der das wenigstens eine herzustellende Objekt (1) schichtweise aufbaubar ist, wenigstens eine Beschichtungseinheit (40) zum schichtweisen Aufbringen des Aufbaumaterials (30) in einer Bauebene (20), die parallel zu der Bauplattform (10) vorgesehen ist, und wenigstens eine erste Bestrahlungseinheit (50) und eine zweite Bestrahlungseinheit (50) zur örtlich selektiven Verfestigung des Aufbaumaterials (30) in der Bauebene (20),

wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:

- Unterteilen des Bauraums in wenigstens ein erstes und ein zweites

Segment (A; B; C; D) entlang einer Erstreckungsrichtung der Bauplattform (10), wobei wenigstens eines der Segmente (A; B; C; D) als Einzelsegment ausgebildet wird oder in wenigstens zwei Teilsegmente (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl ; D2) unterteilt wird und jedem Segment (A; B; C; D) oder den Teilsegmenten (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) eines der Segmente (A;

B; C; D) eine der Bestrahlungseinheiten (50) zugeordnet wird;

- Bewegen der Beschichtungseinheit (40) in dem Bauraum entlang der

Segmente (A; B; C; D), insbesondere mit konstanter Geschwindigkeit; - Aufträgen wenigstens einer Schicht des Aufbaumateriais (30) mittels der sich bewegenden Beschichtungseinheit (40);

- Aktivieren der zugeordneten Bestrahlungseinheit (50) in dem jeweiligen Segment (A; B; C; D) oder Teilsegment (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) sobald die wenigstens eine Schicht von Aufbaumaterial (30) in dem jeweiligen Segment (A; B; C; D) oder Teilsegment (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) vollständig aufgetragen ist, die aufgetragene Schicht von

Aufbaumaterial (30) noch nicht selektiv verfestigt ist und die

Beschichtungseinheit (40) das Segment (A; B; C; D) oder Teilsegment (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) verlassen hat;

- Deaktivieren des Auftragens von Aufbaumaterial (30) durch die

Beschichtungseinheit (40) nach dem Aufträgen wenigstens einer Schicht des Aufbaumaterials (30), wobei die Beschichtungseinheit (40) durch eine beliebige Anzahl von Segmenten (A; B; C; D) und/oder Teilsegmenten (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) hindurch weiterbewegt wird, sodass die Beschichtungseinheit (40) wenigstens eine Leerlauffahrt ausübt.

2. Verfahren nach Anspruch 1,

da d u rch geke n nzeich n et, dass

die jeweilige Bestrahlungseinheit (50) für ein Segment (A; B; C; D) oder ein Teilsegment (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) eines Segmentes (A; B; C; D) deaktiviert wird, während die Beschichtungseinheit (40) das jeweilige

Segment (A; B; C; D) oder Teilsegment (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) durchläuft oder sobald eine bedarfsweise Bestrahlungsdauer zur selektiven Verfestigung der abgelegten Schicht von Aufbaumaterial (30) in dem jeweiligen Segment (A; B; C; D) oder Teilsegment (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) erreicht ist.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

dad u rch g e ken nzei ch n et, dass

eine Änderung einer Relativposition zwischen der Bauplattform (10) und der Beschichtungseinheit (40) zur Bereitstellung einer geänderten Bauebene (20) kontinuierlich oder diskontinuierlich erfolgt.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

d a d u rch g e ke n nzei ch n et, dass

durch die Beschichtungseinheit (40) in einem beliebigen, selektiv verfestigten Segment (A; B; C; D) oder Teilsegment (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) als Absenksegment mit dem Ablegen einer weiteren Schicht von Aufbaumaterial (30) begonnen wird, wenn die Beschichtungseinheit (40) einen Umlauf zum Aufträgen einer Schicht von Aufbaumaterial (30) vollziehen kann ohne in ein nicht selektiv verfestigtes Segment (A; B; C; D) oder Teilsegment (Al; A2;

Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) einzufahren.

5. Verfahren nach Anspruch 4,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die Beschichtungseinheit (40) im Anschluss an die übrigen Segmente (A; B;

C; D) oder Teilsegmente (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) eine vollständige Schicht von Aufbaumaterial (30) in dem Absenksegment ablegt.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

g e k e n n z e i c h n e t d u r c h

das Aktivieren der zugeordneten Bestrahlungseinheit (50) mit dem folgenden Schritt ausgeführt wird :

- Aktivieren der zugehörigen Bestrahlungseinheit (50) in dem jeweiligen Segment (A; B; C; D) zur wahlweisen Bestrahlung des zugehörigen ersten oder zweiten Teilsegments (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl ; D2) nachdem die Beschichtungseinheit (40) das selektiv zu verfestigende Teilsegment (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) verlassen hat,

wobei die Beschichtungseinheit das erste Teilsegment (Al; Bl; CI; Dl) durchlaufen kann, während das zweite Teilsegment (A2; B2; C2; D2) selektiv verfestigt wird, oder das zweite Teilsegment (A2; B2; C2; D2) durchlaufen kann, während das erste Teilsegment (Al; Bl; CI; Dl) selektiv verfestigt wird.

7. System, welches zur additiven Fertigung dreidimensionaler Objekte durch schichtweises Aufbringen eines Aufbaumaterials (30) und örtlich selektives Verfestigen des Aufbaumaterials (30) gemäß dem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüchen geeignet ist,

mit dem Bauraum, der Bauplattform (10) innerhalb des Bauraums, auf der das wenigstens eine herzustellende Objekt ( 1) schichtweise aufbaubar ist, der wenigstens einen Beschichtungseinheit (40) zum schichtweisen Aufbringen des Aufbaumaterials (30) in einer Bauebene (20), die parallel zu der

Bauplattform ( 10) vorgesehen ist, und wenigstens der ersten Bestrahlungseinheit (50) und der zweiten Bestrahlungseinheit (50) zur örtlich selektiven Verfestigung des Aufbaumaterials (30) in der Bauebene (20), wobei der Bauraum in Erstreckungsrichtung der Bauplattform (10) wenigstens in das erste Segment (A) und in das zweite Segment (B) unterteilt ist und wenigstens eines der Segmente (A; B; C; D) als Einzelsegment ausgebildet ist oder wenigstens eines der Segmente (A; B; C; D) in wenigstens zwei

Teilsegmente (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) unterteilt ist,

wobei jedem Segment (A; B; C; D) oder den Teilsegmenten (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) eines Segments (A; B; C; D) wenigstens eine der

Bestrahlungseinheiten (50) zugeordnet ist,

wobei nach dem Aufträgen wenigstens einer Schicht des Aufbaumaterials (30) das Aufträgen von Aufbaumaterial (30) durch die Beschichtungseinheit (40) deaktivierbar ist und die Beschichtungseinheit (40) entlang der Bauebene (20) durch eine beliebige Anzahl von Segmenten (A; B; C; D) und/oder Teilsegmenten (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) hindurch weiterbewegbar ist, sodass mit der Beschichtungseinheit (40) wenigstens eine Leerlauffahrt ausübbar ist.

8. System nach Anspruch 7,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die wenigstens zwei Segmente (A; B; C; D) und/oder deren Teilsegmente (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) entlang der Bauebene (20) eine geschlossene Bahn, insbesondere Kreisbahn, ausbilden, insbesondere sodass die

Beschichtungseinheit (40) unmittelbar, oder mittelbar über mindestens ein weiteres Segment (A; B; C; D) oder dessen Teilsegmente (Al ; A2; Bl; B2;

CI; C2; Dl; D2), von dem ersten Segment (A) in das zweite Segment (B) und von dem zweiten Segment (B) in das erste Segment (A) übertreten kann.

9. System nach Anspruch 7 oder 8,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die einzelnen Segmente (A; B; C; D) und/oder deren Teilsegmente (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) entlang der Baupiattform (10) mit identischer Größe ausgebildet sind und/oder eine vergleichbare Bestrahlungsdauer zur selektiven Verfestigung der aufgebrachten Schicht von Aufbaumaterial (30) entlang der Bauebene (20) aufweisen, sodass eine Gesamtbestrahlungsdauer zur selektiven Verfestigung wenigstens einer Schicht oder mehrerer Schichten des aufgebrachten Aufbaumaterials (30) entlang aller Segmente (A; B; C; D) und/oder Teilsegmente (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) in der Bauebene (20) minimierbar ist.

10. System nach einem der Ansprüche 7 bis 9,

d ad u rch g eke n nzei c h n et, dass

das System dazu ausgebildet ist, eine Relativbewegung zur Änderung der vertikalen Relativposition zwischen der Bauplattform (10) und der

Beschichtungseinheit (40) innerhalb des Bauraums kontinuierlich oder diskontinuierlich bereitzustellen.

11. System nach einem der Ansprüche 7 bis 10,

d adu rch geke n nzei c h n et, dass

durch die Beschichtungseinheit (40) in einem beliebigen, selektiv verfestigten Segment (A; B; C; D) oder Teilsegment (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) als Absenksegment das Ablegen einer weiteren Schicht von Aufbaumaterial (30) bereitstellbar ist, wenn die Beschichtungseinheit (40) einen Umlauf zum Aufträgen einer Schicht von Aufbaumaterial (30) vollziehen kann ohne in ein nicht selektiv verfestigtes Segment (A;B;C;D) oder Teilsegment (Al; A2; Bl; B2, CI; C2; Dl, D2) einzufahren.

12. System nach einem der Ansprüche 7 bis 11,

d adu rch g eke n nzei c h n et, dass

die Beschichtungseinheit (40) nacheinander durch das erste Teilsegment (Al; Bl; CI; Dl) und das zweite Teilsegment (A2; B2; C2; D2) hindurch bewegbar ist,

wobei das erste und zweite Teilsegment (Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2) des jeweiligen Segmentes (A; B; C; D) mittels der zugehörigen

Bestrahlungseinheit (50) nacheinander oder abwechselnd selektiv verfestigbar sind,

wobei das erste Teilsegment (Al; Bl; CI; Dl) für die Beschichtungseinheit (40) durchlaufbar ist, während das zweite Teilsegment (A2; B2; C2; D2) selektiv verfestigbar ist, oder das zweite Teilsegment (A2; B2; C2; D2) durchlaufbar ist, während das erste Teilsegment (Al; Bl; CI; Dl) selektiv verfestigbar ist.

13. System nach einem der Ansprüche 7 bis 12,

dadurch g eke n nzeic h n et, dass das System eine Steuereinheit aufweist, die vorzugsweise wenigstens dazu ausgelegt ist, die Bewegung und/oder die Dauer eines Umlaufs der

Beschichtungseinheit (40) sowie das Aufbringen von Aufbaumaterial (30) durch die Beschichtungseinheit (40), eine Aktivierung und Deaktivierung wenigstens einer der Bestrahlungseinheiten (50), vorzugsweise mehrerer Bestrahlungseinheiten (50), besonders bevorzugt aller Bestrahlungseinheiten (50), und/oder die Ausführung der vertikalen Relativbewegung zwischen der Bauplattform (10) und der Beschichtungseinheit (40) innerhalb des Bauraums zu steuern.

14. Computerlesbares Speichermedium, welches Instruktionen enthält, die

mindestens einen Prozessor, insbesondere einen Prozessor der Steuereinheit nach Anspruch 13, dazu veranlassen, ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche zu implementieren, wenn die Instruktionen durch den mindestens einen Prozessor ausgeführt werden.

Description:
Verfahren zur additiven Fertigung und System

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur additiven Fertigung dreidimensionaler Objekte sowie ein System zur additiven Fertigung dreidimensionaler Objekte, Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung ein computerlesbares

Speichermedium.

Herkömmliche Verfahren zur additiven Fertigung von dreidimensionalen Objekten wenden eine strikt serielle Abfolge des Auftragens einer neuen Schicht von Aufbaumaterial und deren Bestrahlung zur Verfestigung der aufgetragenen Schicht an. Durch ein solch serielles Vorgehen entstehen sehr große Nebenzeiten, die die Effizienz des Systems im Gesamten reduzieren. Entsprechend

kostenintensiv und langwierig ist die Herstellung bereits eines einzelnen dreidimensionalen Objektes mittels eines additiven Fertigungsverfahrens.

Darüber hinaus weisen bekannte Systeme zur additiven Fertigung von

dreidimensionalen Objekten zusätzlichen Platzbedarf auf, um die

Beschichtungseinheit während der Bestrahlung zur selektiven Verfestigung von zuletzt aufgetragenem Aufbaumaterial außerhalb des selektiv zu verfestigenden Bereiches, also außerhalb des Bauraums, unterbringen bzw. verstauen zu können. Beispielsweise beschreibt die Druckschrift DE 10 2010 041 284 Al ein Verfahren sowie eine Anlage zum selektiven Lasersintern, wobei das lagenweise

herzustellende Werkstück zumindest teilweise eine gekrümmte Kontur aufweist und anhand mehrerer linienförmigen Energieeinträge durch Laserstrahlen hergestellt wird. Insbesondere ist eine kontinuierliche Absenkung des Werkstücks und eine kontinuierliche Drehung des Pulververteilers vorgesehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur additiven Fertigung anzugeben, welches auf einfache und kostengünstige Weise die effiziente

Herstellung bzw. Erzeugung wenigstens eines dreidimensionalen Objektes bei gleichbleibender Qualität ermöglicht. Des Weiteren ist es Aufgabe der Erfindung ein System und ein computerlesbares Speichermedium anzugeben.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe hinsichtlich des Verfahrens durch den Gegenstand des Anspruchs 1, hinsichtlich des Systems durch den Gegenstand des Anspruchs 7 und hinsichtlich des computerlesbaren Speichermediums durch den Gegenstand des Anspruchs 14 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Konkret wird die Aufgabe durch ein Verfahren zur additiven Fertigung

dreidimensionaler Objekte mittels eines Systems gelöst, welches einen Bauraum aufweist, eine Bauplattform innerhalb des Bauraums, auf der das wenigstens eine berzustellende Objekt schichtweise aufbaubar ist, wenigstens eine

Beschichtungseinheit zum schichtweisen Aufbringen des Aufbaumaterials in einer Bauebene, die parallel zu der Bauplattform vorgesehen ist, und wenigstens eine erste Bestrahlungseinheit und eine zweite Bestrahlungseinheit zur örtlich selektiven Verfestigung des Aufbaumaterials in der Bauebene,

wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:

- Unterteilen des Bauraums in wenigstens ein erstes und ein zweites

Segment entlang einer Erstreckungsrichtung der Bauplattform, wobei wenigstens eines der Segmente als Einzelsegment ausgebildet wird oder in wenigstens zwei Teilsegmente unterteilt wird und jedem Segment oder den Teilsegmenten eines der Segmente eine der Bestrahlungseinheiten zugeordnet wird;

- Bewegen der Beschichtungseinheit in dem Bauraum entlang der Segmente, insbesondere mit konstanter Geschwindigkeit; - Aufträgen wenigstens einer Schicht des Aufbaumaterials mittels der sich bewegenden Beschichtungseinheit;

- Aktivieren der zugeordneten Bestrahlungseinheit in dem jeweiligen

Segment oder Teilsegment sobald die wenigstens eine Schicht von

Aufbaumaterial in dem jeweiligen Segment oder Teilsegment vollständig aufgetragen ist, die aufgetragene Schicht von Aufbaumaterial noch nicht selektiv verfestigt ist und die Beschichtungseinheit das Segment oder Teilsegment verlassen hat;

- Deaktivieren des Auftragens von Aufbaumaterial durch die

Beschichtungseinheit nach dem Aufträgen wenigstens einer Schicht des Aufbaumaterials, wobei die Beschichtungseinheit durch eine beliebige Anzahl von Segmenten und/oder Teilsegmenten hindurch weiterbewegt wird, sodass die Beschichtungseinheit wenigstens eine Leertauffahrt ausübt.

Die Erfindung basiert auf dem Grundgedanken ein Verfahren bereitzustellen, welches die Beschichtungseinheit und die Bestrahlungseinheiten derart einsetzt, sodass eine optimale Ausnutzung durch Minimierung der Nebenzeiten erzielt wird. Insbesondere kann die Prozessdauer zur Fertigung eines oder mehrerer dreidimensionaler Objekte optimiert bzw. reduziert werden.

Es ist hierzu vorgesehen, dass die Beschichtungseinheit sowohl während des Auftragens einer Schicht von Aufbaumaterial entlang der Erstreckungsrichtung der Bauplattform bewegt wird, als auch während der anschließenden Phase der selektiven Verfestigung. In diesem Sinne wird die Beschichtungseinheit

bevorzugter Weise kontinuierlich bewegt. Insbesondere wird die

Beschichtungseinheit ausschließlich entlang der Erstreckungsrichtung der

Bauplattform bewegt, sodass zusätzlicher Bauraum für ein zugehöriges System zur zumindest zwischenzeitlichen Unterbringung der Beschichtungseinheit eingespart werden kann.

Im Sinne eines additiven Fertigungsprozesses ist es möglich, ein

dreidimensionales Objekt oder mehrere dreidimensionale Objekte schichtweise aufzubauen bzw. zu erzeugen. So ist vorgesehen, dass die Geometrie des wenigstens einen dreidimensionalen Objekts erzeugt wird, indem Schichten des Aufbaumaterials schrittweise aufeinander abgelegt und verfestigt werden, insbesondere örtlich selektiv verfestigt werden. Unter dem Begriff der selektiven Verfestigung ist im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verstehen, dass eine Schicht von neu aufgetragenem Aufbaumaterial entlang der gewünschten Kontur bzw. den Konturen des wenigstens einen, herzustellenden dreidimensionalen Objektes zweckmäßig verfestigt wird. Hierzu wird die aufgetragene Schicht von Aufbaumaterial entlang der herzustellenden Geometrie des dreidimensionalen Objektes durch die Bestrahlungseinheiten gezielt bestrahlt. Eine Schicht von Aufbaumaterial ist im Sinne der vorliegenden Erfindung selektiv verfestigt, sobald eine hinreichende, zweckmäßige Verfestigung der Schicht von Aufbaumaterial erfolgt ist bzw. erreicht ist. Eine selektiv verfestigte Schicht von Aufbaumaterial stellt demnach einen Teil des zu

erzeugenden Endproduktes und vorzugsweise die Basis dar, um eine weitere Schicht von Aufbaumaterial abzulegen und selektiv zu verfestigen.

Erfindungsgemäß wird der Bauraum, also das Volumen eines Systems zur

Durchführung des Verfahrens in Erstreckungsrichtung bzw. entlang der

Bauplattform, in dem das wenigstens eine oder mehrere dreidimensionale Objekte schichtweise aufbaubar sind, in wenigstens ein erstes und ein zweites Segment unterteilt. Die aufzutragenden bzw. abzulegenden Schichten von Aufbaumaterial sind abschnittsweise dem ersten oder zweiten Segment zuzuordnen. Die jeweils eingestellte Bauebene kann anhand der Segmente unterteilt werden,

Bevorzugter Weise ist die Bauplattform als eine kreisförmige bzw. ringförmige, ovalförmige, U-förmige, Rechteck-rahmenförmige oder dergleichen ausgebildete Bauplattform vorgesehen, sodass ein dreidimensionales Objekt oder mehrere dreidimensionale Objekte über einen Winkelbereich von 360 Grad entlang einer umlaufend bzw. zirkulär geschlossenen Bauplattform herstellbar und anordbar sind. Insofern kann unter einem Umlauf der Beschichtungseinheit verstanden werden, dass die Beschichtungseinheit über wenigstens 360 Grad entlang der Erstreckung der Bauplattform bewegt wird. Unter der Erstreckung der

Bauplattform ist somit insbesondere die Ausbildung der Bauplattform in

umlaufender Richtung entlang des Winkelbereiches von 360 Grad zu verstehen.

Des Weiteren können die Segmente als Einzelsegmente vorgesehen sein oder jeweils Teilsegmente aufweisen, So kann ein Segment wiederrum in Teilsegmente unterteilt werden bzw. unterteilbar sein. Jeweils eine der wenigstens zwei Bestrahlungseinheiten wird einem der Segmente zugeordnet. Eine Bestrahlung von Teilsegmenten eines Segments durch eine der Bestrahlungseinheiten zur selektiven Verfestigung kann seriell, also nacheinander, erfolgen.

Alternativ können Teilsegmente mittels der zugeordneten Bestrahlungseinheit des Segments derart abwechselnd selektiv verfestigt werden, dass die

Beschichtungseinheit sich durch die Teilsegmente hindurchbewegen kann und die Bestrahlungseinheit vor dem Ablauf der bedarfsweisen Bestrahlungsdauer in einem der Teilsegmente zur selektiven Verfestigung des anderen Teilsegmentes übergeht,

Demzufolge kann eine Bestrahlungseinheit während der selektiven Verfestigung zwischen zwei Teilsegmente bedarfsweise wechseln, insbesondere bevor die bedarfsweise Bestrahlungsdauer eines der Teilsegmente abgelaufen ist. Sofern ein Wechsel zwischen den Teilsegmenten durch die zugeordnete

Bestrahlungseinheit erfolgt und in einem Teilsegment die bedarfsweise

Bestrahlungsdauer nicht vollständig erreicht wurde, ist die selektive Verfestigung dieses Teilsegments zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen, um eine selektive Verfestigung zu erreichen.

Es besteht der Vorteil, dass anhand der Teilsegmente eine Durchfahrt der

Beschichtungseinheit durch ein Segment ermöglicht wird, während die selektive Verfestigung abwechselnd in jeweils einem der Teilsegmente fortgesetzt werden kann.

Ein Deaktivieren einer Bestrahlungseinheit ist im Sinne der vorliegenden

Erfindung als ein Abschalten der Bestrahlungseinheit oder als ein Wechsel der Bestrahlungseinheit zwischen Teilsegmenten zur selektiven Verfestigung zu verstehen, wobei die Bestrahlungseinheit von einem Teilsegment auf das andere Teilsegment umgestellt wird. Bei einer solcher Umstellung der

Bestrahlungseinheit von einem Teilsegment auf ein anderes Teilsegment ist ein vollständiges Ausschalten der Bestrahlungseinheit im Sinne der vorliegenden Erfindung nicht zwingend notwendig, sodass die Bestrahlungseinheit

Aufbaumaterial entlang der Teilsegmente ununterbrochen selektiv verfestigt. Des Weiteren ist vorgesehen, dass die Beschichtungseinheit während des

Fertigungsprozesses wenigstens eines dreidimensionalen Objektes bevorzugter Weise kontinuierlich, insbesondere mit konstanter Geschwindigkeit, in

Erstreckungsrichtung der Bauplattform bzw. Bauebene bewegt werden kann. Die Beschichtungseinheit kann in diesem Sinne fortlaufend und vorzugsweise ohne Unterbrechung bewegt werden, unabhängig davon, ob eine neue Schicht von Aufbaumaterial entlang der eingestellten Bauebene aufgetragen wird.

Vorzugsweise wird die Geschwindigkeit, mit der die Beschichtungseinheit bewegt wird, derart eingestellt, dass eine vorteilhafte Minimierung der Nebenzeiten während der Herstellung bzw. Fertigung des wenigstens einen dreidimensionalen Objekts erzielbar ist.

Insbesondere wird die Beschichtungseinheit wenigstens mit einer minimalen Geschwindigkeit fortbewegt, wobei die minimale Geschwindigkeit zur

Fortbewegung der Beschichtungseinheit einer Mindestgeschwindigkeit zum

Ablegen bzw. Aufträgen einer Schicht von Aufbaumaterial entspricht.

Bevorzugter Weise kann die Beschichtungseinheit mit einer maximalen

Geschwindigkeit fortbewegt, wobei die maximale Geschwindigkeit zur

Fortbewegung der Beschichtungseinheit einer Maximalgeschwindigkeit zum Ablegen bzw. Aufträgen einer Schicht von Aufbaumaterial entspricht. Auf diese Weise kann die notwendige Zeit für einen Umlauf der Beschichtungseinheit, entlang der Erstreckung der Bauplattform bzw. der Bauebene, minimiert werden.

Eine Leerlauffahrt der Beschichtungseinheit mit wenigstens der einzuhaltenden minimalen Geschwindigkeit wird durchgeführt, wenn eine Umlaufdauer der Beschichtungseinheit zum Aufträgen der wenigstens einen Schicht von

Aufbaumaterial enden würde, bevor die bedarfsweise Bestrahlungsdauer in wenigstens einem der Segmente entlang der eingestellten Bauebene noch nicht erreicht bzw. abgelaufen ist. Demnach wird eine Leerlauffahrt durchgeführt, wenn die Beschichtungseinheit beim Aufträgen einer neuen Schicht von Aufbaumaterial in ein noch nicht vollständig selektiv verfestigtes Segment einfahren würde.

In diesem Sinne wird die Auftragung einer Schicht von Aufbaumaterial nur in einem zusammenhängenden, vollständigen Umlauf entlang der Bauebene ausgeführt. Ist dies aufgrund noch nicht selektiv verfestigter Segmente oder Teilsegmente nicht möglich, wird eine Leerlauffahrt durch die

Beschichtungseinheit ausgeführt.

Erfindungsgemäß erfolgt die selektive Verfestigung des Aufbaumaterials in einem Segment, wenn wenigstens eine Schicht von Aufbaumaterial entlang des gesamten Segments bzw. eines gesamten Teilsegments abgelegt ist durch Aktivierung der jeweils zugeordneten Bestrahlungseinheit.

Sofern ein Segment bzw. Teilsegment nur abschnittsweise mit Aufbaumaterial beschichtet ist, erfolgt vorzugsweise keine selektive Verfestigung bis die

Beschichtungseinheit eine vollständige Schicht von Aufbaumaterial abgelegt hat. Die Aktivierung der jeweils zugeordneten Bestrahlungseinheit kann ausschließlich erfolgen, wenn sich die Beschichtungseinheit nicht in dem jeweiligen Segment bzw. Teilsegment, welches selektiv verfestigt werden soll, befindet. Des Weiteren wird die jeweilige Bestrahlungseinheit für ein Segment bzw, Teilsegment eines Segments nur aktiviert, wenn die zuletzt aufgetragene Schicht von

Aufbaumaterial nicht bereits selektiv verfestigt ist.

Demzufolge erfolgt eine Deaktivierung der Bestrahlungseinheit im Sinne der vorliegenden Erfindung wenn ein Segment bzw. die zugehörigen Teilsegmente selektiv verfestigt ist/sind oder bei Einfahrt der Beschichtungseinheit in das selektiv zu verfestigende Segment und/oder Teilsegment.

Des Weiteren ist im Sinne der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass das Aufträgen von Aufbaumaterial durch die Beschichtungseinheit nach dem

Aufträgen wenigstens einer Schicht des Aufbaumaterials deaktiviert wird, wobei die Beschichtungseinheit durch eine beliebige Anzahl von Segmenten und/oder Teilsegmenten hindurch weiterbewegt wird ohne eine neue Schicht von

Aufbaumaterial aufzutragen bzw. abzulegen bzw. abzugeben, sodass die

Beschichtungseinheit wenigstens eine Leerlauffahrt ausübt.

Insbesondere kann das Aufträgen von Aufbaumaterial mittels der

Beschichtungseinheit deaktiviert werden, sobald in allen Segmenten und/oder Teilsegmenten wenigstens eine vollständige Schicht von Aufbaumaterial abgelegt ist. Unter einer vollständigen Schicht ist zu verstehen, dass Aufbaumaterial über die gesamte Erstreckung eines Segments bzw. Teilsegments abgelegt ist. ln diesem Sinne vollzieht die Beschichtungseinheit wenigstens einen vollständigen Umlauf entlang der Bauplattform, um eine Schicht von Aufbaumaterial abzulegen. Sofern ein Segment bzw. Teilsegment nur teilweise neu beschichtet wurde, ist das anschließende Ablegen einer weiteren Schicht über die komplette Erstreckung des Segments bzw. Teilsegments zur Bereitstellung einer vollständigen Schicht von Aufbaumaterial vorgesehen, insbesondere im Anschluss an die übrigen Segmente im Zuge des zuletzt vollzogenen Umlaufs der Beschichtungseinheit.

Insbesondere wird die Beschichtungseinheit während der gesamten Prozessdauer in Erstreckungsrichtung der Bauplattform bewegt, wobei eine bedarfsweise Abgabe einer neuen Schicht von Aufbaumaterial erfolgt. In diesem Sinne vollzieht die Beschichtungseinheit unterbrechungsfreie Umläufe entlang der Erstreckung der Bauplattform.

Nach der Deaktivierung der Abgabe von Aufbaumaterial kann die weitere

Bewegung der Beschichtungseinheit entlang der Erstreckung der Bauplattform als Leerlauffahrt aufgefasst werden. Eine Leerlauffahrt kann ein oder mehrere Segmente bzw. Teilsegmente umfassen oder einen oder mehrere Umläufe bzw. Teilumläufe der Beschichtungseinheit umfassen. Während einer solchen

Leerlauffahrt wird keine neue Schicht von Aufbaumaterial abgegeben, wobei die Bestrahlungseinheiten der Segmente jeweils deaktiviert werden, sobald die Beschichtungseinheit in das jeweilige Segment bzw. ein zugehöriges Teilsegment einfährt.

Erfindungsgemäß kann die Beschichtungseinheit nach dem Aufträgen wenigstens einer Schicht von Aufbaumaterial eine beliebige Anzahl von Umläufen bzw.

Teilumläufen zur Ausübung von Leerlauffahrten ausführen, bis eine neue Schicht von Aufbaumaterial zweckmäßig aufgetragen wird bzw. aufgetragen werden kann.

Anhand der vorzugsweise kontinuierlich bewegten Beschichtungseinheit, einschließlich der Ausführung von Leerlauffahrten, und der gezielt abgestimmten Bestrahlung zur selektiven Verfestigung wenigstens einer aufgebrachten Schicht von Aufbaumaterial kann ein effizientes und zeitsparendes Verfahren für die additive Fertigung wenigstens eines dreidimensionalen Objektes bereitgestellt werden, insbesondere wenn die Beschichtungseinheit mit einer maximalen Geschwindigkeit bzw. Maximalgeschwindigkeit fortbewegt wird.

Gemäß einer Ausführungsform wird die jeweilige Bestrahlungseinheit für ein Segment oder ein Teilsegment eines Segments deaktiviert, während die

Beschichtungseinheit das jeweilige Segment oder Teilsegment durchläuft oder sobald eine bedarfsweise Bestrahlungsdauer zur selektiven Verfestigung der abgelegten Schicht von Aufbaumaterial in einem Segment oder Teilsegment erreicht ist.

Durch die Unterteilung der Segmente in Teilsegmente kann die selektive

Verfestigung anhand der zugeordneten Bestrahlungseinheit abwechselnd in den Teilsegmenten vorgenommen werden, während die Beschichtungseinheit das Segment durchläuft.

Die Bestrahlungseinheit kann in den Teilsegmenten eine selektive Verfestigung vorzugsweise derart abwechselnd durchführen, dass die selektive Verfestigung nicht unterbrochen wird. Die Bestrahlungseinheit kann im aktivierten Zustand zwischen Teilsegmenten wechseln. Eine Deaktivierung der Bestrahlungseinheit ist in diesem Sinne derart aufzufassen, dass die selektive Verfestigung in einem der Teilsegmente zeitweise ausgesetzt bzw. unterbrochen wird, während das andere Teilsegment selektiv verfestigt wird, um einen Durchlauf der Beschichtungseinheit zu ermöglichen.

Die Bestrahlungseinheiten zur selektiven Verfestigung der Segmente und/oder Teilsegmente werden gezielt aktiviert und deaktiviert, um eine effiziente und eine die Prozessdauer verkürzende Fertigung für wenigstens ein dreidimensionales Objekt bereitzustellen .

Die Prozessdauer beschreibt im Sinne der Erfindung insbesondere den Zeitraum zur vollständigen Herstellung bzw. Fertigung eines oder mehrerer, entlang der Bauplattform verteilt angeordneter, dreidimensionaler Objekte.

Unter einer bedarfsweisen Bestrahlungsdauer ist im Sinne der vorliegenden Erfindung derjenige Zeitraum zu verstehen, der zur selektiven Verfestigung der zuletzt aufgebrachten Schicht von Aufbaumateria! in einem Segment oder

Teilsegment notwendig ist. So ist es vorstellbar, dass sich die bedarfsweise Bestrahlungsdauer verschiedener Segmente oder Teilsegmente voneinander unterscheiden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform erfolgt eine Änderung der Relativposition zwischen der Bauplattform und der Beschichtungseinheit zur Bereitstellung einer geänderten Bauebene kontinuierlich oder diskontinuierlich.

Die Geschwindigkeit der Beschichtungseinheit bzw.

Beschichtungseinheitsgeschwindigkeit beschreibt im Sinne der vorliegenden Erfindung insbesondere die Geschwindigkeit, mit der sich die

Beschichtungseinheit entlang der Erstreckung der Bauplattform bewegt, insbesondere in horizontaler Richtung. Die Geschwindigkeit der Relativbewegung zwischen Bauplattform und Beschichtungseinheit beschreibt die Geschwindigkeit im Zuge der Änderung der Relativposition zwischen Bauplattform und

Beschichtungseinheit, insbesondere in vertikaler Richtung.

Die Fortbewegung der Beschichtungseinheit in Erstreckungsrichtung der

Bauplattform ist vorzugsweise in kontinuierlicher Form vorgesehen, Ferner kann auch die Relativbewegung, bevorzugter Weise zumindest im Wesentlichen in vertikaler Richtung, zwischen Beschichtungseinheit und Bauplattform

kontinuierlich erfolgen.

Somit kann eine fortlaufende bzw. kontinuierliche, also unterbrechungsfreie, Nachstellung der Bauebene mittels der Relativbewegung zwischen Bauplattform und Beschichtungseinheit zur Änderung der Relativposition erfolgen. So kann die Relativbewegung bzw. Nachstellung der Bauebene während des Auftragens einer Schicht von Aufbaumaterial als auch während einer Leerlauffahrt der

Beschichtungseinheit fortgesetzt werden.

Alternativ ist eine diskontinuierliche Änderung der Relativposition zwischen Bauplattform und der Beschichtungseinheit, also schrittweise Nachstellung der Bauebene, möglich. Ferner ist es im Sinne der vorliegenden Erfindung auch möglich, dass die Beschichtungseinheit zur Änderung der Relativposition zwischen Bauplattform und Beschichtungseinheit temporär angehalten wird, insbesondere während einer Leerlauffahrt. Es ist eine diskontinuierliche Bewegung der

Beschichtungseinheit möglich. In einer Ausführungsform wird durch die Beschichtungseinheit in einem

beliebigen, selektiv verfestigten Segment oder Teilsegment als Absenksegment mit dem Ablegen einer weiteren Schicht von Aufbaumaterial begonnen, wenn die Beschichtungseinheit einen Umlauf zum Aufträgen einer Schicht von

Aufbaumaterial vollziehen kann ohne in ein nicht selektiv verfestigtes Segment oder Teilsegment einzufahren.

Die Ablegung einer neuen Schicht von Aufbaumaterial durch die

Beschichtungseinheit beginnt bevorzugter Weise erst, wenn die Bauebene bereits nachgestellt ist, also eine neue Bauebene eingestellt ist.

Unter dem Absenksegment ist erfindungsgemäß dasjenige Segment oder

Teilsegment zu verstehen, in dem die Beschichtungseinheit nach der Änderung oder bei der Änderung der Relativposition zwischen Beschichtungseinheit und Bauplattform mit dem Ablegen einer Schicht von Aufbaumateria! entlang der neu eingestellten bzw, nachgestellten Bauebene beginnt. In dem Absenksegment wird somit vorerst eine unvollständige Schicht von Aufbaumaterial über einen

Abschnitt des Segmentes bzw, Teilsegments abgelegt.

Insbesondere kann mit dem Ablegen einer neuen Schicht von Baumaterial entlang der nachgestellten Bauebene durch die Beschichtungseinheit begonnen werden, wenn die selektive Verfestigung der zuvor abgelegten Schicht von Baumaterial hinreichend fortgeschritten ist und bis zum Eintritt der Beschichtungseinheit in dem jeweiligen Segment bzw, Teilsegment abgeschlossen ist. In diesem Sinne wird die neue Schicht von Aufbaumaterial ausschließlich auf bereits selektiv verfestigtes Aufbaumaterial aufgetragen,

Im Sinne der Erfindung sind die Begriffe„wenn" oder„sobald" vorzugsweise nicht als ein konkreter Zeitpunkt aufzufassen, sondern vielmehr als eine Festlegung von zu erfüllenden Bedingung anhand derer die Ausführung z.B, des Auftragens einer neuen Schicht von Aufbaumaterial festlegbar ist.

Nach dem Auftrag der Schicht von Aufbaumaterial wird die selektive Verfestigung anhand der zugeordneten Bestrahlungseinheit in einem auf das Absenksegment nachfolgenden Segment und/oder Teilsegment begonnen bzw. durchgeführt. Nach einer Ausführungsform legt die Beschichtungseinheit im Anschluss an die übrigen Segmente oder Teilsegmente eine vollständige Schicht von

Aufbaumaterial in dem Absenksegment ab.

Aufgrund des Ablegens einer unvollständigen Schicht von Aufbaumaterial entlang des Absenksegments, nach der Wiederaufnahme bzw. Aktivierung der Auftragung von Aufbaumaterial, kann nach Verlassen der Beschichtungseinheit keine selektive Verfestigung durch die zugehörige Bestrahlungseinheit erfolgen. Mittels der Beschichtungseinheit muss eine weitere vollständige Schicht von

Aufbaumaterial über das gesamte Absenksegment aufgetragen werden, um eine selektive Verfestigung einleiten zu können.

Eine selektive Verfestigung des aufgetragenen Aufbaumaterials kann durch die Bestrahlungseinheiten in der eingestellten Bauebene oder einer abgesenkten bzw nachgestellten Bauebene, beispielsweise im Zuge der kontinuierlichen

Relativbewegung zwischen Bauplattform und Beschichtungseinheit, erfolgen.

Dabei kann eine durch die Absenkung der Bauebene resultierende Abweichung, insbesondere eine Winkeländerung der Bestrahlung bzw. selektiven Verfestigung, berücksichtigt werden oder unberücksichtigt bleiben.

In einer Ausführungsform wird das Aktivieren der zugeordneten

Bestrahlungseinheit mit dem Schritt ausgeführt, dass das Aktivieren der zugehörigen Bestrahlungseinheit in dem jeweiligen Segment zur wahlweisen Bestrahlung des zugehörigen ersten oder zweiten Teilsegments erfolgt, nachdem die Beschichtungseinheit das selektiv zu verfestigende Teilsegment verlassen hat. Die Beschichtungseinheit kann das erste Teilsegment durchlaufen, während das zweite Teilsegment selektiv verfestigt wird, oder kann das zweite Teilsegment durchlaufen, während das erste Teilsegment selektiv verfestigt wird.

Anhand der Teilsegmente kann eine vorteilhafte Untergiiederung der Segmente vorgenommen werden, wobei die Teilsegmente seriell oder abwechselnd verfestigbar sind, um Nebenzeiten bei der Herstellung bzw. Fertigung wenigstens eines dreidimensionalen Objekts bedarfsweise zu minimieren.

In einem nebengeordneten Aspekt der Erfindung ist ein System vorgesehen, welches zur additiven Fertigung dreidimensionaler Objekte durch schichtweises Aufbringen eines Aufbaumaterials und örtlich selektives Verfestigen des

Aufbaumaterials gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung geeignet ist.

Das erfindungsgemäße System ist mit dem Bauraum ausgebildet, der

Bauplattform innerhalb des Bauraums, auf der das wenigstens eine herzustetlende Objekt schichtweise aufbaubar ist, der wenigstens einen Beschichtungseinheit zum schichtweisen Aufbringen des Aufbaumaterials in einer Bauebene, die parallel zu der Bauplattform vorgesehen ist, und wenigstens der ersten

Bestrahlungseinheit und der zweiten Bestrahlungseinheit zur örtlich selektiven Verfestigung des Aufbaumaterials in der Bauebene. Der Bauraum ist in

Erstreckungsrichtung der Bauplattform wenigstens in das erste Segment und in das zweite Segment unterteilt, wobei wenigstens eines der Segmente als

Einzelsegment ausgebildet ist oder wenigstens eines der Segmente in wenigstens zwei Teilsegmente unterteilt ist. Jedem Segment oder den Teilsegmenten eines Segments ist wenigstens eine der Bestrahlungseinheiten zugeordnet, wobei nach dem Aufträgen wenigstens einer Schicht des Aufbaumaterials das Aufträgen von Aufbaumaterial durch die Beschichtungseinheit deaktivierbar ist und die

Beschichtungseinheit entlang der Bauebene durch eine beliebige Anzahl von Segmenten und/oder Teilsegmenten hindurch weiterbewegbar ist, sodass mit der Beschichtungseinheit wenigstens eine Leerlauffahrt ausübbar ist.

Die wenigstens eine Beschichtungseinheit dient zum schichtweisen Aufbringen des Aufbaumaterials in einer Bauebene, die parallel zu der Bauplattform

vorgesehen ist. Die Bauplattform stellt somit die Grundebene des Systems dar, auf der das wenigstens eine dreidimensionale Objekt erzeugbar ist. Beim Ablegen der ersten Schicht von Aufbaumaterial für ein zu fertigendes Objekt ist die Bauebene demnach vorzugsweise auf der Bauplattform angeordnet.

Alternativ kann die erste Bauebene zum Aufträgen der ersten Schicht von

Aufbaumaterial derart gegenüber der Bauplattform vertikal versetzt vorgesehen sein, dass unterhalb der schließlich selektiv verfestigten Schicht von

Aufbaumaterial ein Pulverbett bzw. nicht selektiv verfestigtes Materialbett verbleibt. Somit kann ein Ablösen des fertigen dreidimensionalen Objektes von der Bauplattform erleichtert werden.

Die Beschichtungseinheit kann derart gegenüber der Vertikalen bzw. Horizontalen geneigt angeordnet sein, sodass ein zweckmäßiges Aufträgen von Aufbaumaterial entlang der vorgesehenen, eingestellten Bauebene möglich ist. Insbesondere kann die Beschichtungseinheit derart geneigt angeordnet sein, dass

Schwerkrafteffekte beim Ablegen bzw. Aufträgen des Aufbaumaterials

kompensierbar sind.

Die Bauebene beschreibt im Sinne der vorliegenden Erfindung insbesondere die aktuelle Arbeitsebene, in der eine neue, weitere Schicht von Aufbaumaterial aufgetragen bzw. selektiv verfestigt werden soll. Die Nachstellung der Bauebene bzw. eine nachgestellte Bauebene beschreibt somit die Änderung der Bauebene, um eine neue, nächste Schicht von Aufbaumaterial auftragen und selektiv verfestigen zu können, im Sinne einer schichtweisen Fertigung bzw. Erzeugung wenigstens eines dreidimensionalen Objektes.

Eine solche Nachstellung der Bauebene kann durch eine Änderung der

Relativposition zwischen Beschichtungseinheit und Bauplattform erfolgen, insbesondere indem die Bauplattform oder die Beschichtungseinheit in vertikaler Richtung verfahren bzw. bewegt wird.

Nach einer Ausführungsform bilden die wenigstens zwei Segmente und/oder deren Teilsegmente entlang der Bauebene eine geschlossene Bahn, insbesondere Kreisbahn, aus, insbesondere sodass die Beschichtungseinheit unmittelbar, oder mittelbar über mindestens ein weiteres Segment oder dessen Teilsegmente, von dem ersten Segment in das zweite Segment und von dem zweiten Segment in das erste Segment übertreten kann.

Die Segmente bzw. Teilsegmente sind derart vorgesehen, dass eine

durchgehende, unterbrechungsfreie Fläche mittels den Bestrahlungseinheiten sowie der Beschichtungseinheit zur Herstellung bzw. Fertigung wenigstens eines dreidimensionalen Objektes verfügbar ist. Der Übertritt zwischen insbesondere benachbart angeordneten Segmenten bzw. Teilsegmenten kann somit unmittelbar erfolgen.

Beispielsweise können bei Ausbildung von drei Segmenten unmittelbare Übertritte zwischen dem ersten und zweiten Segment, dem zweiten und dritten Segment sowie dem dritten und ersten Segment erfolgen. Ein mittelbarer Übertritt wäre beispielsweise zwischen dem ersten und dritten Segment, mit dem

dazwischenliegenden zweiten Segment, möglich. Indem die Bauplattform vorzugsweise ringförmig ausgestaltet ist, können mittels der Bestrahlungseinheiten und der Beschichtungseinheit zirkulär bzw, über einen Winkelbereich von 360 Grad mehrere oder ein einzelnes dreidimensionales Objekt gefertigt bzw. hergestellt werden.

In einer Ausführungsform sind die einzelnen Segmente und/oder deren

Teilsegmente entlang der Bauplattform mit identischer Größe ausgebildet und/oder weisen eine vergleichbare Bestrahlungsdauer zur selektiven

Verfestigung der aufgebrachten Schicht von Aufbaumaterial entlang der Bauebene auf, sodass eine Gesamtbestrahlungsdauer zur selektiven Verfestigung

wenigstens einer Schicht oder mehrerer Schichten des aufgebrachten

Aufbaumaterials entlang aller Segmente und/oder Teilsegmente in der Bauebene minimierbar ist bzw. minimiert ist.

Insbesondere kann die Minimierung der jeweiligen Gesamtbestrahlungsdauer zur selektiven Verfestigung einer, mehrerer oder aller Schichten des aufgebrachten Aufbaumaterials für das wenigstens eine herzustellende dreidimensionale Objekt entlang der Segmente bzw. Teilsegmente erfolgen.

Insbesondere werden die Segmente bzw. Teilsegmente entlang der Erstreckung der Bauplattform derart verteilt ausgebildet, sodass eine optimale, also

vorzugsweise minimale, Gesamtbestrahlungsdauer für die einzelne Schicht oder mehrere Schichten von Aufbaumaterial erzielt werden kann.

Im Sinne der vorliegenden Erfindung ist unter der Gesamtbestrahlungsdauer der Zeitraum zur selektiven Verfestigung der abgelegten Schicht von Aufbaumaterial in allen Segmenten bzw. Teilsegmenten zu verstehen. Somit beginnt die

Gesamtbestrahlungsdauer mit dem Start der selektiven Verfestigung in dem zuerst vollständig beschichteten Segment und endet mit der selektiven

Verfestigung bzw. dem Ende der selektiven Verfestigung in dem zuletzt selektiv verfestigten Segment derselben Schicht von Aufbaumaterial.

Indem Nebenzeiten, zusätzlich zur Gesamtbestrahlungsdauer der Vielzahl von Schichten, reduzierbar sind, kann die Prozessdauer zur Herstellung bzw.

Fertigung des wenigstens einen dreidimensionalen Objektes reduziert werden. Es sind jeweils höchstens kurze Unterbrechungen der selektiven Verfestigung notwendig, um neues Aufbaumaterial aufzutragen. Beispielsweise können umfangreiche Verfahrwege der Beschichtungseinheit in Bereiche neben der Bauebene bzw, der Bauplattform, um die Beschichtungseinheit während der selektiven Verfestigung parken bzw, unterbringen zu können, eingespart werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das System dazu ausgebildet, eine Relativbewegung zur Änderung der vertikalen Relativposition zwischen der Bauplattform und der Beschichtungseinheit innerhalb des Bauraums kontinuierlich oder diskontinuierlich bereitzustellen.

Die Nachstellung bzw. Neueinstellung der Bauebene kann während des

Auftragens oder nach dem Abschluss des Auftragens einer vorherigen bzw.

vorhergehenden Schicht von Aufbaumaterial, insbesondere einer vollständigen Schicht von Aufbaumaterial entlang aller Segmente bzw, Teilsegmente, erfolgen bzw. begonnen werden. So kann die Nachstellung bzw. Neueinstellung der Bauebene auch bereits durchgeführt werden, wenn wenigstens eines der

Segmente bzw. Teilsegmente noch nicht selektiv verfestigt ist.

Sowohl bei der diskontinuierlichen als auch der kontinuierlichen Nachstellung der Bauebene durch eine Relativbewegung zwischen der Bauplattform und der Beschichtungseinheit können Abweichungen während der selektiven Verfestigung von Aufbaumaterial unberücksichtigt bleiben oder durch eine Adaption der Bestrahlungseinheiten, insbesondere durch eine Winkeländerung, kompensierbar sein .

Im Sinne einer kontinuierlichen Bewegung der Beschichtungseinheit, bewegt sich die Beschichtungseinheit während der Nachstellung der Bauebene, also während der vertikalen Relativbewegung zwischen Beschichtungseinheit und Bauplattform, in Erstreckungsrichtung der Bauplattform weiter. Während des Auftragens von Aufbaumaterial entlang einer Bauebene kann bereits die Nachstellung für die darauffolgende Bauebene erfolgen bzw. begonnen werden. Des Weiteren kann die Relativbewegung bzw. Nachstellung der Bauebene auch während einer

Leerlauffahrt der Beschichtungseinheit begonnen oder fortgesetzt werden.

Alternativ kann die Bewegung der Beschichtungseinheit für die Dauer der

Relativbewegung zwischen der Baupiattform und der Beschichtungseinheit zeitweise unterbrochen werden, insbesondere im Sinne einer diskontinuierlichen Bewegung der Beschichtungseinheit. In einer Ausführungsform ist durch die Beschichtungseinheit in einem beliebigen, selektiv verfestigten Segment oder Teilsegment als Absenksegment das Ablegen einer weiteren Schicht von Aufbaumaterial bereitstellbar, wenn die

Beschichtungseinheit einen Umlauf zum Aufträgen einer Schicht von

Aufbaumaterial vollziehen kann ohne in ein nicht selektiv verfestigtes Segment oder Teilsegment einzufahren.

In Abhängigkeit von dem Fortschritt der selektiven Verfestigung der zuletzt aufgetragenen Schicht von Aufbaumaterial kann jeweils zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine neue Schicht von Aufbaumaterial aufgetragen werden. So ist eine effiziente Herstellung bzw. Fertigung wenigstens eines dreidimensionalen

Objektes bereitstellbar, indem die Nebenzeiten, und somit die Prozessdauer im Gesamten, minimiert werden können bzw. minimierbar sind.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist die Beschichtungseinheit

nacheinander durch das erste Teilsegment und das zweite Teilsegment hindurch bewegbar, wobei das erste und zweite Teilsegment des jeweiligen Segmentes mittels der zugehörigen Bestrahlungseinheit nacheinander oder abwechselnd selektiv verfestigbar sind. Das erste Teilsegment ist für die Beschichtungseinheit durchlaufbar, während das zweite Teilsegment selektiv verfestigbar ist, oder das zweite Teilsegment ist durchlaufbar, während das erste Teilsegment selektiv verfestigbar ist.

Somit kann ein Segment anhand der Unterteilung in Teilsegmente bedarfsweise bzw. abschnittsweise nutzbar gemacht werden, insbesondere sodass Nebenzeiten während der Fertigung wenigstens eines dreidimensionalen Objektes reduzierbar sind.

Nach einer weiteren Ausführungsform weist das System eine Steuereinheit auf, die vorzugsweise wenigstens dazu ausgelegt ist, die Bewegung und/oder die Dauer eines Umlaufs bzw. eine Umlaufdauer der Beschichtungseinheit sowie das Aufbringen von Aufbaumaterial durch die Beschichtungseinheit, eine Aktivierung und Deaktivierung wenigstens einer der Bestrahlungseinheiten, vorzugsweise mehrerer Bestrahlungseinheiten, besonders bevorzugt aller

Bestrahlungseinheiten, und/oder die Ausführung der vertikalen Relativbewegung zwischen der Bauplattform und der Beschichtungseinheit innerhalb des Bauraums zu steuern. Die Steuereinheit des erfindungsgemäßen Systems ist vorzugsweise dazu vorgesehen, das System im Sinne des erfindungsgemäßen Verfahrens zumindest bedarfsweise zu steuern und/oder zu regeln. Insofern ist die Steuereinheit insbesondere dazu ausgebildet, mit dem System ein erfindungsgemäßes

Verfahren auszuführen bzw. durchzuführen.

Es kann eine effiziente und Prozessdauer-optimierte, additive Fertigung wenigstens eines dreidimensionalen Objektes bereitgestellt werden.

Gemäß einem weiteren nebengeordneten Aspekt der Erfindung ist ein

computerlesbares Speichermedium vorgesehen, welches Instruktionen enthält, die mindestens einen Prozessor, insbesondere einen Prozessor der Steuereinheit eines erfindungsgemäßen Systems, dazu veranlassen, ein erfindungsgemäßes Verfahren zu implementieren, wenn die Instruktionen durch den mindestens einen Prozessor ausgeführt werden.

Die Erfindung wird nachstehend mit weiteren Einzelheiten unter Bezug auf die beigefügten schematischen Zeichnungen anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.

In diesen zeigen:

Fig. la-7 schematische Darstellungen verschiedener Zustände während eines exemplarischen Ablaufs des erfindungsgemäßen Verfahrens mittels eines erfindungsgemäßen Systems; und

Fig. 8 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems zur

additiven Fertigung wenigstens eines dreidimensionalen Objektes in einer perspektivischen Schnittdarstellung.

In Fig. la ist eine schematische Querschnittsansicht einer Bauplattform 10 gezeigt, die in insgesamt vier Segmente A; B; C; D unterteilt ist. Auf der

Bauplattform sind gemäß Fig. la fünf selektiv verfestigte Schichten zur

Ausbildung wenigstens eines dreidimensionalen Objektes 1 vorhanden.

Die gemäß Fig. la vorgesehene Bauebene 20 ist auf der obersten, selektiv verfestigten Schicht von Aufbaumaterial 30 des zu fertigenden Objektes 1 eingestellt. Entlang der Bauebene 20 legt eine Beschichtungseinheit 40 gemäß Fig. ia über die Erstreckung des ersten Segments A eine Schicht von

Aufbaumaterial 30 ab.

Im Sinne der Fig. la-7 ist eine Bewegung der Beschichtungseinheit 40 als eine Bewegung von links nach rechts durch die Segmente A bis D entlang der

Bauplattform 10 zu verstehen. Vorzugsweise weisen die Segmente A; B; C; D vergleichbare, insbesondere identische bedarfsweise Bestrahlungsdauern zur selektiven Verfestigung von aufgetragenem Aufbaumaterial 30 auf.

Eine vorzugsweise ringförmige Ausbildung der Bauplattform 10 wird in den Fig. 1 bis 7 dadurch verdeutlicht, dass die Beschichtungseinheit unmittelbar aus dem vierten Segment D in das erste Segment A Übertritt, zur Ausübung einer kreisförmigen Bewegung bzw. eines Umlaufes.

In Fig. 1b ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, in dem die Segmente A;

B; C; D gemäß Fig. la zusätzlich in jeweils zwei Teilsegmente Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2 unterteilt sind. Die Beschichtungseinheit 40 kann eine Schicht von Aufbaumaterial 30 entlang der Teilsegmente Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2 auftragen, um eine vollständige Schicht von Aufbaumaterial 30 abzulegen.

In diesem Sinne können die Teilsegmente A1-D2 der Segmente A-D

vergleichbare, insbesondere identische, bedarfsweise Bestrahlungsdauern zur selektiven Verfestigung von aufgetragenem Aufbaumaterial 30 aufweisen.

Fig. 2a zeigt einen gegenüber Fig. la fortgeschrittenen Zustand im Zuge des dargestellten Verfahrens. Gemäß Fig. 2a hat die Beschichtungseinheit 40 wenigstens eine Schicht von Aufbaumaterial 30 aufgetragen.

Des Weiteren ist in Fig . 2a gezeigt, dass das erste, zweite und dritte Segment A; B; C mittels der jeweils zugeordneten Bestrahlungseinheit 50 selektiv verfestigt werden. Hingegen wird das vierte Segment D in Fig, 2a nicht selektiv verfestigt, aufgrund der Position der Beschichtungseinheit 40 in dem vierten Segment 20 und des noch aufzutragenden Aufbaumaterials 30.

Jeweilige Fortschrittsindikatoren 52 entlang der Segmente A bis C

veranschaulichen in Fig. 2a den Fortschritt der selektiven Verfestigung gegenüber der notwendigen Bestrahlungsdauer des jeweiligen Segments A; B; C, Anhand dieser Fortschrittsindikatoren 52 wird deutlich, dass in dem ersten Segment A zuerst mit der selektiven Verfestigung begonnen wurde bzw. die selektive

Verfestigung weiter fortgeschritten ist als in dem zweiten und dritten Segment B; C.

Fig. 2b veranschaulicht den Beginn der selektiven Verfestigung im Sinne von Fig. 2a auf Basis der Unterteilung der Segmente A; B; C; D in jeweils zwei

Teilsegmente Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2 gemäß Fig. 1b.

Insbesondere ist den Teilsegmenten Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2 jeweils eines Segments A; B; C; D eine gemeinsame Bestrahlungseinheit 50 zugeordnet, die die Teilsegmente Al ; A2; Bl ; B2; CI ; C2; Dl; D2 eines Segments A; B; C; D seriell oder abwechselnd selektiv verfestigen kann. So ist in Fig. 2b dargestellt, dass nach dem Aufbringen einer vollständigen Schicht von Aufbaumaterial 30 jeweils das erste Teilsegment Al; Bl; CI; Dl der Segmente A; B; C; D selektiv verfestigt wird.

Die Fortschrittsindikatoren 52 indizieren jeweils den Fortgang der selektiven Verfestigung. So ist gezeigt, dass gemäß Fig. 2b die selektive Verfestigung des ersten Teilsegments Al des ersten Segments A bis zum erneuten Eintritt der Beschichtungseinheit 40 abgeschlossen ist. Anschließend wird das zweite

Teilsegment A2 des ersten Segments A anhand der zugeordneten

Bestrahlungseinheit 40 selektiv verfestigt. Während der fortschreitenden selektiven Verfestigung entlang der Segmente A; B; C; D bzw. der zugehörigen Teilsegmente Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2 wird die Beschichtungseinheit 40 eine Leerlauffahrt ausüben.

Nachdem die ersten Teilsegmente Al; Bl; CI; Dl selektiv verfestigt sind, können die einzelnen Bestrahlungseinheiten 50 jeweils mit der selektiven Verfestigung des zweiten Teilsegments A2; B2; C2; D2 fortfahren.

Ferner ist es möglich, dass die Beschichtungseinheiten 50 der Segmente A; B; C;

D während der Leerlauffahrt der Beschichtungseinheit 50 die zugehörigen

Teilsegmente Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2 abwechselnd selektiv verfestigen können, um eine Durchfahrt der Beschichtungseinheit 50 vorzugsweise ohne Unterbrechung der selektiven Verfestigung zu ermöglichen. So können

Nebenzeiten reduziert werden.

In Fig, 3 ist die Beschichtungseinheit 40 in das erste Segment A eingefahren, woraufhin die selektive Verfestigung mittels der zugeordneten

Bestrahlungseinheit ausgesetzt bzw, temporär deaktiviert wurde. Aufgrund der bis zur Fig. 3 unvollendeten selektiven Verfestigung des ersten Segments A gemäß den Fortschrittsindikatoren 52, kann die selektive Verfestigung nach dem

Ausfahren der Beschichtungseinheit 40 aus dem ersten Segment A wieder aufgenommen bzw. fortgesetzt werden.

Eine bereits erfolgte, zwischenzeitlich ausgesetzte selektive Verfestigung von Aufbaumaterial 30 in dem ersten Segment A ist durch eine teilweise bzw.

abschnittsweise reduzierte Schichtdicke, im Sinne der Fortschrittsindikatoren 52, und der zumindest temporär deaktivierten Bestrahlungseinheit 50

veranschaulicht.

Des Weiteren ist gemäß Fig. 3 in dem vierten Segment D die selektive

Verfestigung des Aufbaumaterials 30 mittels der zugeordneten

Bestrahl ungseinheit 50 eingeleitet worden.

Darüber hinaus ist der Fig. 3 zu entnehmen, dass sich die Beschichtungseinheit 40 weiterhin in derselben Bauebene 20 im Vergleich zu den Fig. la und 2 befindet.

In Fig. 4 ist der weitergehende Fortschritt der selektiven Verfestigung in allen vier Segmenten A; B; C; D anhand der jeweiligen Fortschrittsindikatoren 52 erkennbar. Aufgrund des Position der sich vorzugsweise kontinuierlich

fortbewegenden Beschichtungseinheit 40 in dem dritten Segment C ist die selektive Verfestigung im dritten Segment C zeitweise deaktiviert bzw.

ausgesetzt.

In Fig. 5 ist das erste Segment A bereits selektiv verfestigt und die bedarfsweise Bestrahlungsdauer bereits abgelaufen, während die übrigen Segmente B; C; D noch weiter bestrahlt werden, insbesondere bis zum Ablauf der jeweils pro Segment B; C; D vorgesehenen, bedarfsweisen Bestrahlungsdauer. In Fig. 6 ist bereits die Bauebene nachgestellt, indem die vertikale Relativposition zwischen Beschichtungseinheit 40 und Bauplattform 10 geändert, insbesondere in vertikaler Richtung weiter beabstandet, ist. Gemäß Fig. 6 wurde mit dem

Aufbringen einer weiteren Schicht von Aufbaumaterial 30 in dem ersten und zweiten Segment A; B begonnen, selbst wenn in den übrigen Segmenten C; D die selektive Verfestigung der zuvor abgelegten Schicht von Aufbaumaterial 30 noch nicht abgeschlossen ist (vgl. auch Fig. 5).

Das erste Segment A stellt somit ein Absenksegment dar. Insbesondere wird in dem ersten Segment A als Absenksegment gemäß Fig. 6 keine vollständige Schicht von Aufbaumaterial über die gesamte Erstreckung des ersten Segments A aufgetragen. Vielmehr wird das erste Segment A nur teilweise mit einer Schicht von Aufbaumaterial 30 bedeckt.

Aus Fig. 6 ist ersichtlich, dass das erste Segment A nur teilweise mit

Aufbaumaterial 30 in der nachgestellten Bauebene 20 bedeckt ist. Die

Beschichtungseinheit 40 fährt zur Auftragung einer weiteren Schicht von

Aufbaumaterial 30 in einer insbesondere kontinuierlichen Bewegung und mit dem Ablauf der bedarfsweisen Bestrahlungsdauer des zweiten Segments B abgestimmt in das zweite Segment B ein. Anhand dieser zeitlichen Abstimmung von selektiver Verfestigung und dem Aufträgen einer neuen Schicht von Aufbaumaterial 30, werden die Nebenzeiten des Fertigungsprozesses bzw. des Herstellungsprozesses für das wenigstens eine dreidimensionale Objekt 1 reduziert.

In Fig. 7 ist gezeigt, dass in dem zweiten und dritten Segment B; C, in denen eine neue, vollständige Schicht von Aufbaumaterial 30 aufgetragen wurde, bereits mit der selektiven Verfestigung durch die zugehörige Bestrahlungseinheit 50 begonnen wurde. Hingegen wird in dem lediglich teilweise beschichteten ersten Segment A als Absenksegment keine selektive Verfestigung durchgeführt, bis die Beschichtungseinheit 40 in dem folgenden Umlauf eine vollständige Schicht von Aufbaumaterial 30 über die gesamte Erstreckung des ersten Segments A abgelegt hat. Nach dem Aufträgen des Aufbaumaterials 30 über die gesamte Erstreckung des ersten Segments A als Absenksegment liegt eine vollständige Schicht von Aufbaumaterial entlang der eingestellten Bauebene 20 vor.

Sofern eine selektive Verfestigung der vollständigen Schicht von Aufbaumaterial in den nachfolgenden Segmenten B; C; D noch nicht derart fortgeschritten ist, dass eine Nachstellung der Bauebene und/oder das Ablegen einer neuen Schicht von Aufbaumaterial 30 erfolgen kann, geht die Beschichtungseinheit 40 anschließend in die Leerlauffahrt, also die Fortbewegung ohne eine Schicht von Aufbaumaterial 30 aufzutragen, über.

In diesem Sinne kann das Absenksegment jeweils über die Segmente A; B; C; D bzw. Teilsegmente A1-D2 wandern, im Zuge der Änderung der Relativposition zwischen der Beschichtungseinheit 40 und der Bauplattform 10 zur Bereitstellung einer nachgestellten Bauebene 20.

In Fig. 8 ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems zur additiven Fertigung wenigstens eines dreidimensionalen Objektes 1 in einem perspektivischen Querschnitt gezeigt.

Das System weist die Bauplattform 10 auf, oberhalb der ein Bauraum zum schichtweisen Aufbau wenigstens eines dreidimensionalen Objekts 1 ausgebildet ist. Insbesondere kann ein dreidimensionales Objekt 1 oder können mehrere dreidimensionalen Objekte 1 entlang der ringförmigen bzw. kreisrunden

Erstreckung der Bauplattform 10 verteilt schichtweise aufgebaut werden.

Die Beschichtungseinheit 40 ist oberhalb und vertikal beabstandet zu der

Bauplattform 10 angeordnet und kann Aufbaumaterial 30 entlang der jeweils eingestellten Bauebene 20 im Sinne eines schichtweisen Aufbaus auftragen bzw. ablegen.

Oberhalb und vertikal beabstandet zu der Beschichtungseinheit 40 sind

Bestrahlungseinheiten 50 über die Erstreckung der ringförmig ausgestalteten Bauplattform 10 verteilt angeordnet. Insbesondere sind die Bestrahlungseinheiten 50 jeweils den Segmenten A; B; C; D zur selektiven Verfestigung zugeordnet und angeordnet.

Zusammenfassend kann anhand des gezielten Einsatzes der

Bestrahlungseinheiten 50 sowie der Beschichtungseinheit 40, die bedarfsweise Leerlauffahrten absolviert, eine zeitoptimierte Fertigung wenigstens eines dreidimensionalen Objektes 1 ermöglicht werden. Anhand der Leerlauffahrten der Beschichtungseinheit 40, insbesondere bei Fortbewegung der

Beschichtungseinheit 40 mit maximaler Geschwindigkeit, kann eine Unterbrechung der selektiven Verfestigung in den einzelnen Segmenten A; B; C;

D bzw. in den einzelnen Teilsegmenten Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2 während des Durchlaufs der Beschichtungseinheit 40 minimal gehalten und ein

vorzugsweise stetig fortlaufender Fertigungsprozesses bereitgestellt werden.

In diesem Sinne sind durch das parallele Ablegen von Aufbaumaterial 30 und die selektive Verfestigung entlang von Abschnitten bzw, Segmenten A-D und/oder Teilsegmenten Al; A2; Bl; B2; CI; C2; Dl; D2 in der eingestellten Bauebene 20 die Nebenzeiten für die additive Fertigung reduzierbar, die Effizienz der

Systemauslastung bei der Herstellung dreidimensionaler Objekte 1, insbesondere auch eines einzelnen großen, dreidimensionalen Objektes 1, optimierbar und eine hinreichende Qualität des resultierenden dreidimensionalen Objektes 1 sicherstellbar.

Bezugszeichenliste

1 herzustellendes Objekt / prozessierte Schichten von Aufbaumaterial

10 Baupiattform

20 Bauebene

30 aufzutragende Schicht von Aufbaumaterial

40 Beschichtungseinheit

50 aktivierte Bestrahlungseinheit

52 Fortschrittsindikatoren

A; B; C; D Segmente

Al; A2 Teilsegmente des ersten Segments

Bl; B2 Teilsegmente des zweiten Segments

CI; C2 Teilsegmente des dritten Segments

Dl; D2 Teilsegmente des vierten Segments