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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR ADJUSTING A LIGHT DISTRIBUTION OF A LIGHTING DEVICE, LIGHTING DEVICE, DETECTION DEVICE, AND VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/207185
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for adjusting a light distribution of a lighting device (2), comprising the steps: emitting a respective radiation by means of at least two light sources (4a-4d) of the lighting device (2) in order to generate the light distribution in an environment (3) of the lighting device (2), wherein radiations (5a-5d) which can be differentiated from each other are emitted by the at least two light sources (4a-4d), recognizing at least one of the emitted radiations (5a-5d) by means of a detection device (2) arranged in the environment (3) of the lighting device (2), identifying a control signal by means of the detection device (9), wherein the control signal describes the at least one recognized radiation (5a-5d), transferring the control signal from the detection device (9) to the lighting device (2) and adjusting a parameter of the at least one recognized radiation (5a-5d) in dependence on the control signal.

Inventors:
BRUECKEL, Martin (Hofäckerstr. 47, Karlsruhe, 76139, DE)
SCHWAIGER, Stephan (Sonnenweg 10, Ulm, 89081, DE)
BERGENEK, Krister (Paarstr. 65a, Regensburg, 93059, DE)
Application Number:
EP2017/060068
Publication Date:
December 07, 2017
Filing Date:
April 27, 2017
Export Citation:
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Assignee:
OSRAM GMBH (Marcel-Breuer-Straße 6, München, 80807, DE)
International Classes:
B60Q1/14
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Anpassen einer Lichtverteilung einer

Beleuchtungsvorrichtung (2) mit den Schritten:

- Aussenden einer jeweiligen Strahlung mit zumindest zwei Lichtquellen (4a-4d) der Beleuchtungsvorrichtung (2) zum Erzeugen der Lichtverteilung in einer Umgebung (3) der

Beleuchtungsvorrichtung (2), wobei

- mit den zumindest zwei Lichtquellen (4a-4d) voneinander unterscheidbare Strahlungen (5a-5d) ausgesendet werden (Sl),

- Erkennen zumindest einer der ausgesendeten Strahlungen (5a- 5d) mittels einer in der Umgebung (3) der

Beleuchtungsvorrichtung (2) angeordneten

Erfassungsvorrichtung (9) (S2),

- Bestimmen eines Steuersignals mittels der

Erfassungsvorrichtung (9), wobei das Steuersignal die

zumindest eine erkannte Strahlung (5a-5d) beschreibt (S3) ,

- Übertragen des Steuersignals von der Erfassungsvorrichtung (9) zu der Beleuchtungsvorrichtung (2) (S4), und

- Anpassen eines Parameters der zumindest einen erkannten

Strahlung (5a-5d) in Abhängigkeit von dem Steuersignal (S5) .

2. Verfahren nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

als der Parameter eine Intensität der zumindest einen

erkannten Strahlung (5a-5d) angepasst wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Strahlungen (5a-5d) , welche mit den zumindest zwei

Lichtquellen (4a-4d) ausgesendet werden, jeweils eine

vorbestimmte Pulsfolge (6a-6d) aufweisen, wobei sich die Pulsdauer und/oder die Frequenz und/oder die Phasenlage der Pulsfolgen (6a-6d) der jeweiligen Strahlungen (5a-5d) unterscheidet.

4. Verfahren nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, dass zum Erkennen der Strahlung (5a-5d) die Pulsfolge (6a-6d) der Strahlung (6a-6d) und/oder eine Frequenz der Pulsfolge (6a- 6d) mittels der Erfassungsvorrichtung (9) bestimmt wird. 5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Steuersignal derart bestimmt wird, dass das Steuersignal die Pulsfolge (6a-6d) der erkannten Strahlung (5a-5d)

beschreibt .

6. Verfahren nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

mittels der Beleuchtungsvorrichtung (2) die Pulsfolge (6a-6d) der zumindest einen erkannten Strahlung (5a-5d) anhand des Steuersignals bestimmt wird, anhand der bestimmten Pulsfolge (6a-6d) die Lichtquelle (4a-4d) , mittels welcher die erkannte Strahlung (5a-5d) ausgesendet wurde, erkannt wird und die erkannte Lichtquelle (4a-4d) zum Anpassen des Parameters der erkannten Strahlung (5a-5d) angesteuert wird.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

mittels der Erfassungsvorrichtung (9) eine Intensität der erkannten Strahlung (5a-5d) bestimmt wird und mit einem vorbestimmten Schwellenwert verglichen wird.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Steuersignal derart bestimmt wird, dass das Steuersignal eine Soll-Intensität für die erkannte Strahlung (5a-5d) beschreibt und die Intensität der erkannten Strahlung (5a-5d) in Abhängigkeit von der Soll-Intensität angepasst wird.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Steuersignal kabellos und/oder optisch von der

Erfassungsvorrichtung (9) zu der Beleuchtungsvorrichtung (2) übertragen wird.

10. Beleuchtungsvorrichtung (2) mit

- zumindest zwei Lichtquellen (4a-4d) , welche dazu ausgelegt sind, zum Bereitstellen einer Lichtverteilung in einer

Umgebung (3) der Beleuchtungsvorrichtung (2) jeweils eine Strahlung (5a-5d) auszusenden, wobei die jeweiligen

Strahlungen (5a-5d) der zumindest zwei Lichtquellen (4a-4d) von voneinander unterscheidbar sind,

- einer Empfangseinrichtung (8) zum Empfangen eines

Steuersignals von einer externen Erfassungsvorrichtung (9), wobei das Steuersignal zumindest eine der Strahlungen

beschreibt, und

- einer Steuereinrichtung (7) zum Anpassen eines Parameters der zumindest einen beschriebenen Strahlung (5a-5d) in

Abhängigkeit von dem Steuersignal.

11. Beleuchtungsvorrichtung (2) nach Anspruch 10, wobei die zumindest zwei Lichtquellen (4a-4d) jeweils zumindest eine Leuchtdiode und/oder zumindest eine Laserlichtquelle und/oder zumindest ein Wandlerelement mit einem Konversionsfarbstoff und/oder zumindest eine organische Leuchtdiode umfassen.

12. Erfassungsvorrichtung (9) mit

- einer Sensoreinrichtung (10) zum Erkennen zumindest einer Strahlung (5a-5d) einer Lichtverteilung,

- einer Recheneinrichtung (12) zum Bestimmen eines

Steuersignals, welches die zumindest eine erkannte Strahlung (5a-5d) beschreibt und

- einer Sendeeinrichtung (13) zum Senden des Steuersignals.

13. Fahrzeug (1, 1') mit einer Beleuchtungsvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 10 oder 11 und/oder einer

Erfassungsvorrichtung (9) nach Anspruch 12. 14. Fahrzeug (1, 1') nach Anspruch 13, wobei das Fahrzeug (1, 1') eine Beleuchtungsvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 10 oder 11 umfasst, wobei die zumindest zwei Lichtquellen (4a-4d) in zumindest einem Scheinwerfer (6) des Fahrzeugs (1, 1') angeordnet sind.

15. Fahrzeug (1, 1') nach Anspruch 13, wobei das Fahrzeug (1, 1') eine Erfassungsvorrichtung (9) nach Anspruch 12 umfasst, wobei die Sensoreinrichtung (10) dazu ausgelegt ist, die zumindest eine Strahlung (5a-5d) in einem Bereich zu

erfassen, welcher den Augen eines Fahrers und/oder Beifahrers des Fahrzeugs (1, 1') zugeordnet ist.

Description:
VERFAHREN ZUM ANPASSEN EINER LICHTVERTEILUNG EINER BELEUCHTUNGSVORRICHTUNG, BELEUCHTUNGSVORRICHTUNG,

ERFASSUNGSVORRICHTUNG SOWIE FAHRZEUG BESCHREIBUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anpassen einer Lichtverteilung einer Beleuchtungsvorrichtung. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung eine

Beleuchtungsvorrichtung. Des Weiteren betrifft die

vorliegende Erfindung eine Erfassungsvorrichtung. Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung ein Fahrzeug.

Das Interesse richtet sich vorliegend auf

Beleuchtungsvorrichtungen, mit denen eine Lichtverteilung bereitgestellt werden kann und welche mehrere Lichtquellen aufweisen können. Derartige Beleuchtungsvorrichtungen können beispielsweise in Fahrzeugen eingesetzt werden, wobei dann die Lichtquellen in den Scheinwerfern des Fahrzeugs

angeordnet sein können. Insbesondere im Automobilbereich sind unterschiedliche Ausgestaltungen von Scheinwerfern und deren Lichtquellen bekannt. Beispielsweise können Halogenlampen oder Entladungslampen als Lichtquellen in Scheinwerfern verwendet werden. Darüber hinaus sind aus dem Stand der

Technik Lichtquellen bekannt, welche mehrere Leuchtdioden umfassen. In aktuellen Anwendungen werden beispielsweise Lichtquellen verwendet, welche eine Vielzahl von Leuchtdioden umfassen, die einzeln oder in Gruppen angesteuert werden können. Darüber hinaus sind Scheinwerfer bekannt, bei denen als Lichtquelle organische Leuchtdioden verwendet werden.

Diese dienen beispielsweise dazu, ein Tagfahrlicht oder die Funktion eines Fahrtrichtungsanzeigers bereitzustellen.

Darüber hinaus sind Scheinwerfer bekannt, welche

Laserlichtquellen umfassen. Diese Laserlichtquellen können beispielsweise Licht im blauen Wellenlängenbereich aussenden. Dieses blaue Licht wird dann mithilfe eines entsprechenden Wandlerelements, beispielsweise ein Cer-YAG- Konversionselement, in Licht mit einer zweiten Wellenlänge, beispielsweise Licht im gelben Wellenlängenbereich,

gewandelt. Dieses Konversionselement kann auch als

Leuchtstoff bezeichnet werden. Durch die Überlagerung des blauen Laserlichts mit der gelben Konversionsstrahlung ergibt sich dann weißes Nutzlicht. Solche Leuchtvorrichtungen sind auch unter der Bezeichnung LARP (Laser Activated Remote

Phosphor) bekannt. Ferner werden im Automobilbereich „weiße" Leuchtdioden eingesetzt, welche typischerweise ebenfalls nach diesem Prinzip arbeiten bzw. ein Konversionselement

beinhalten. Darüber hinaus werden auch Scheinwerfer

verwendet, bei denen Laserlichtquellen mit Leuchtdioden kombiniert werden. Moderne Scheinwerfer umfassen eine Mehrzahl von Lichtquellen, die unabhängig voneinander oder in Gruppen angesteuert werden können. Auf diese Weise können unterschiedliche

Lichtverteilungen, wie beispielsweise ein Abblendlicht, ein Fernlicht oder dergleichen bereitgestellt werden. Darüber hinaus können in Abhängigkeit von der Fahrsituation des

Fahrzeugs durch die Ansteuerung der Lichtquellen

unterschiedliche Lichtverteilungen ermöglicht werden. Darüber hinaus sind Anwendungen bekannt, bei denen beispielsweise mit einer Kamera weitere Verkehrsteilnehmer und/oder

Verkehrszeichen und/oder Verkehrshindernisse erkannt werden und die Lichtverteilung in Abhängigkeit von den erkannten Verkehrsteilnehmern bzw. Verkehrs-Objekten angepasst wird. Somit wird es beispielsweise ermöglicht, ein sogenanntes blendfreies Fernlicht bereitzustellen. Hierbei ergibt sich die Problematik, dass mehrere Verkehrsteilnehmer,

beispielsweise entgegenkommende und vorausfahrende Fahrzeuge, zuverlässig erkannt werden müssen und die Lichtverteilung innerhalb einer kurzen zeitlichen Dauer angepasst werden muss, damit eine Blendung der weiteren Verkehrsteilnehmer verhindert wird. Darüber hinaus sind entsprechende Sensoren, beispielsweise Kameras, notwendig, um die weiteren

Verkehrsteilnehmer zuverlässig zu erkennen. Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lösung aufzuzeigen, wie eine Lichtverteilung einer

Beleuchtungsvorrichtung zuverlässig und effektiv an die zu beleuchtende Umgebung angepasst werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren, durch eine Beleuchtungsvorrichtung, durch eine

Erfassungsvorrichtung sowie durch ein Fahrzeug mit den

Merkmalen gemäß den jeweiligen unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden

Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Anpassen einer

Lichtverteilung einer Beleuchtungsvorrichtung umfasst das Aussenden einer jeweiligen Strahlung mit zumindest zwei

Lichtquellen der Beleuchtungsvorrichtung zum Erzeugen der Lichtverteilung in einer Umgebung der

Beleuchtungsvorrichtung. Dabei werden mit den zumindest zwei Lichtquellen voneinander unterscheidbare Strahlungen

ausgesendet. Darüber hinaus umfasst das Verfahren das

Erkennen zumindest einer der ausgesendeten Strahlungen mittels einer in der Umgebung der Beleuchtungsvorrichtung angeordneten Erfassungsvorrichtung. Des Weiteren beinhaltet das Verfahren das Bestimmen eines Steuersignals mittels der Erfassungsvorrichtung, wobei das Steuersignal die zumindest eine erkannte Strahlung beschreibt. Ferner beinhaltet das Verfahren das Übertragen des Steuersignals von der

Erfassungsvorrichtung zu der Beleuchtungsvorrichtung und das Anpassen eines Parameters der zumindest einen erkannten

Strahlung in Abhängigkeit von dem Steuersignal.

Vorliegend soll eine Lichtverteilung einer

Beleuchtungsvorrichtung angepasst werden. Eine solche

Beleuchtungsvorrichtung kann beispielsweise in einem Fahrzeug eingesetzt werden. Alternativ dazu kann die

Beleuchtungsvorrichtung in einer ortsfesten Vorrichtung angeordnet sein. Die Beleuchtungsvorrichtung umfasst die zumindest zwei Lichtquellen, welche jeweils eine Strahlung aussenden können und auf diese Weise die Lichtverteilung in der Umgebung erzeugen. Damit können zumindest Bereiche der Umgebung der Beleuchtungsvorrichtung beleuchtet werden. Dabei ist es insbesondere vorgesehen, dass die zumindest zwei

Lichtquellen unabhängig voneinander angesteuert werden können. Beispielsweise kann eine erste Lichtquelle vorgesehen sein, die eine erste Strahlung aussendet. Ferner kann

zumindest eine zweite Lichtquelle vorgesehen sein, die eine von der ersten Strahlung verschiedene, zweite Strahlung aussendet. Die jeweiligen Strahlungen der zumindest zwei

Lichtquellen sind also insbesondere eindeutig voneinander zu unterscheiden. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die jeweilige Strahlung derart ausgesendet wird, dass diese eine entsprechende Kennung bzw. Identifikation umfasst.

Erfindungsgemäß ist es nun vorgesehen, dass zumindest eine dieser Strahlungen mit einer Erfassungsvorrichtung erfasst bzw. erkannt wird, wobei sich die Erfassungsvorrichtung in der Umgebung der Beleuchtungsvorrichtung befindet. Dabei ist es insbesondere vorgesehen, dass die Erfassungsvorrichtung zumindest bereichsweise mit der Beleuchtungsvorrichtung bzw. mit den zumindest zwei Lichtquellen beleuchtet wird. Dabei kann es vorgesehen sein, dass die Erfassungsvorrichtung zumindest indirekt mit den zumindest zwei Lichtquellen beleuchtet wird. Die Erfassungsvorrichtung kann

beispielsweise direkt mit zumindest einer der zwei

Lichtquellen beleuchtet werden. Die von zumindest einer der Lichtquellen ausgesendete Strahlung kann auch an einem

Objekt, beispielsweise an einem Schild oder Verkehrszeichen, reflektiert werden und dann zu der Erfassungsvorrichtung gelangen. Die Erfassungsvorrichtung kann nun insbesondere erkennen, welche der voneinander unterscheidbaren Strahlungen der Lichtquellen die Erfassungsvorrichtung bzw. eine

Sensoreinrichtung der Erfassungsvorrichtung beleuchtet.

Darüber hinaus ist die Erfassungsvorrichtung dazu ausgelegt, die voneinander unterscheidbaren Strahlungen der Lichtquellen zu erkennen. Mithilfe der Erfassungsvorrichtung kann also nunmehr bestimmt werden, ob diese von der ersten und/oder der zweiten Strahlung beleuchtet bzw. ob sie die erste und/oder der die zweite Strahlung erkennt.

Ferner kann mit der Erfassungsvorrichtung ein Steuersignal erzeugt werden, welches die zumindest eine Strahlung

beschreibt, die von ihr erkannt wurde. Dieses Steuersignal wird nun von der Erfassungsvorrichtung zu der

Beleuchtungsvorrichtung bevorzugt kabellos übertragen.

Nachdem die Beleuchtungsvorrichtung das Steuersignal

empfangen hat, kann sie dann einen Parameter der zumindest einen Strahlung, die in dem Steuersignal beschrieben ist, anpassen. Dabei ist es insbesondere vorgesehen, dass als der Parameter eine Intensität der zumindest einen Strahlung angepasst wird. Beispielsweise kann die zumindest eine

Lichtquelle, mit der zumindest eine erkannte Strahlung ausgesendet wird, entsprechend gedimmt werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass diese Lichtquelle ausgeschaltet wird. Zudem kann es vorgesehen sein, dass als der Parameter eine Modulationsfrequenz oder eine Lichtfarbe der zumindest einen Strahlung angepasst werden. Somit können erstmals

Informationen von dem Objekt selbst genutzt werden, welches von der Beleuchtungsvorrichtung beleuchtet wird und welches die Erfassungsvorrichtung umfasst, um die Lichtverteilung der Beleuchtungsvorrichtung anzupassen. Damit ist es nicht erforderlich, dass das beleuchtete Objekt mithilfe eines entsprechenden Sensors der Beleuchtungsvorrichtung selbst in der Umgebung erkannt wird und die Lichtverteilung dann entsprechend angepasst wird. Mithilfe der

Erfassungsvorrichtung, welche dem beleuchteten Objekt

zugeordnet ist, kann nun präzise bestimmt werden, mit welcher Lichtquelle der Beleuchtungsvorrichtung diese beleuchtet wird. Durch die Übertragung des Steuersignals von der

Erfassungsvorrichtung zu der Beleuchtungsvorrichtung kann nunmehr eine Information übertragen werden, wie die

Lichtquellen, welche das Objekt beleuchten, einzustellen sind. Dies ermöglicht eine Anpassung der Lichtverteilung, welche zuverlässig und präzise in Abhängigkeit von dem beleuchteten Objekt angepasst werden kann. Bevorzugt weisen die Strahlungen, welche mit den zumindest zwei Lichtquellen ausgesendet werden, jeweils eine

vorbestimmte Pulsfolge auf, wobei sich eine Pulsdauer, und/oder eine Frequenz und/oder eine Phasenlage der

Pulsfolgen der jeweiligen Strahlungen unterscheidet.

Beispielsweise können die jeweiligen Lichtquellen mit

periodischen Signalen bzw. Pulsfolgen beaufschlagt werden. Insbesondere ist es vorgesehen, dass die jeweiligen

Lichtquellen zum Aussenden der Strahlung mit einer

Pulsweitenmodulation betrieben werden. Um voneinander

unterscheidbare Strahlungen bereitzustellen, können die jeweiligen Strahlungen durch unterschiedliche

pulsweitenmodulierte Signale angesteuert werden. Die

pulsweitenmodulierten Signale, mit denen die Lichtquellen angesteuert werden, können sich hinsichtlich ihrer

Pulsdauern, ihrer Frequenzen und/oder ihrer Phasenlagen voneinander unterscheiden. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Pulsweitenmodulation einer Trägerfrequenz, also

beispielsweise der eigentlichen intensitätsregelnden

pulsweitemodulierten Betriebsfrequenz der Lichtquelle

aufmoduliert wird und somit zur eigentlichen Lichtfunktion der Beleuchtungsvorrichtung nicht beiträgt. Alternativ dazu kann die Modulationsfrequenz auch als Teil der Lichtfunktion ausgebildet sein. Insbesondere sind die Frequenzen der

Pulsfolgen so bestimmt, dass diese mit dem menschlichen Auge nicht erkennbar sind. Beispielsweise können die Frequenzen größer als 100 Hz, bevorzugt größer als 200 Hz, insbesondere größer als 400 Hz, besonders bevorzugt größer als 600 Hz sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Frequenzen im kHz-Bereich oder im MHz-Bereich liegen. Die aufmodulierten Frequenzen können sich auch zeitlich ändern, können aber jeweils in einer Look-Up-Tabellen hinterlegt sein und somit eindeutig einem bestimmten Zeitfenster bzw. einer Lichtquelle zuordenbar sein. Die Frequenzen der Pulsfolgen können auch an die Anwendung der Beleuchtungsvorrichtung angepasst sein. Somit können auf einfache und zuverlässige Weise voneinander unterscheidbare Strahlungen bereitgestellt werden. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn zum Erkennen der Strahlung die Pulsfolge der Strahlung und/oder eine Frequenz der

Pulsfolge mittels der Erfassungsvorrichtung bestimmt wird. Die Erfassungsvorrichtung kann beispielsweise eine

entsprechende Sensoreinrichtung, insbesondere einen optischen Sensor bzw. eine Kamera umfassen, mit dem die Pulsfolge der Strahlung erkannt werden kann. Beispielsweise kann mithilfe der Sensoreinrichtung der Erfassungsvorrichtung die Frequenz und/oder die Pulsdauer bzw. das Tastverhältnis des

pulsweitenmodulierten Signals erkannt werden, welches in der Strahlung enthalten ist. Um die Frequenz der Strahlung bzw. der Pulsfolge zu erkennen, ist es insbesondere vorgesehen, dass eine Fourier-Analyse des Sensorsignals der

Sensoreinrichtung durchgeführt wird. Mit anderen Worten kann das Frequenzspektrum des Sensorsignals bestimmt werden. Damit kann auf einfache Weise die Frequenz der Strahlung ermittelt werden. Dies ermöglicht es, zuverlässig zu bestimmen, welche Strahlung die Erfassungsvorrichtung bzw. die

Sensoreinrichtung der Erfassungsvorrichtung beleuchtet.

In einer weiteren Ausführungsform wird mittels der

Beleuchtungsvorrichtung die Pulsfolge der zumindest einen erkannten Strahlung anhand des Steuersignals bestimmt, anhand der bestimmten Pulsfolge wird die Lichtquelle, mittels welcher die erkannte Strahlung ausgesendet wurde erkannt und die erkannte Lichtquelle wird zum Anpassen des Parameters, insbesondere der Intensität, der erkannten Strahlung

angesteuert. Auf Grundlage des Steuersignals, welches die Beleuchtungsvorrichtung von der Erfassungsvorrichtung

empfängt, erhält diese Informationen zu der erkannten

Strahlung bzw. der erkannten Pulsfolge. Auf Grundlage dieser Information kann dann die Beleuchtungsvorrichtung die

erkannte Strahlung der Lichtquelle zuordnen, mittels welcher diese ausgesendet wurde. Beispielsweise kann die Information, welche Pulsfolge mit welcher Lichtquelle ausgesendet wird, in einer entsprechenden Look-Up-Tabelle hinterlegt sein.

Infolgedessen kann dann diejenige Lichtquelle, mittels welcher die erkannte Strahlung ausgesendet wird, entsprechend angesteuert werden. Auf diese Weise kann der Parameter und insbesondere die Intensität der erkannten Strahlung angepasst werden .

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn mittels der

Erfassungsvorrichtung eine Intensität der erkannten Strahlung bestimmt wird und mit einem vorbestimmten Schwellenwert verglichen wird. Zusätzlich zu der Erkennung bzw.

Identifikation der jeweiligen Strahlungen kann die

Erfassungsvorrichtung auch eine Intensität der erkannten Strahlung bestimmen. Somit kann beispielsweise ermittelt werden, ob eine Blendung durch die jeweiligen Strahlungen, die von den Lichtquellen ausgesendet werden, erzeugt wird. Beispielsweise kann die Erfassungsvorrichtung einen

entsprechenden Sensor aufweisen, mit dem die Helligkeit und insbesondere die Helligkeit je Flächeneinheit mal Zeitdauer bestimmt werden kann. Wenn die Erfassungsvorrichtung

beispielsweise einer Person zugeordnet ist, kann auf einfache und zuverlässige Weise ermittelt werden, ob die Person von der jeweiligen Strahlung der Lichtquellen geblendet wird.

In einer weiteren Ausgestaltung wird das Steuersignal derart bestimmt, dass das Steuersignal eine Soll-Intensität für die erkannte Strahlung beschreibt und die Intensität der

erkannten Strahlung in Abhängigkeit von der Soll-Intensität angepasst wird. Wenn beispielsweise eine Blendung durch die Strahlung erkannt wird, kann mithilfe der

Erfassungsvorrichtung eine Soll-Intensität für die erkannte Strahlung bestimmt werden. Insbesondere kann die Soll- Intensität derart bestimmt werden, dass eine Blendung einer der Erfassungsvorrichtung zugeordneten Person unterbleibt. Diese Information über die Soll-Intensität kann in dem

Steuersignal, das mit der Erfassungsvorrichtung bestimmt wird, enthalten sein. Die Beleuchtungsvorrichtung, welche dann das Steuersignal empfängt, kann die Intensität der

Lichtquelle, mit der die erkannte Strahlung ausgesendet wird, an die Soll-Intensität anpassen. Insbesondere kann die Beleuchtungsvorrichtung die Intensität der Lichtquelle so anpassen, dass die Intensität der Soll-Intensität entspricht. Somit kann beispielsweise auf einfache und zuverlässige Weise eine Blendung durch die erkannte Strahlung verhindert werden.

Bevorzugt wird das Steuersignal kabellos und/oder optisch von der Erfassungsvorrichtung zu der Beleuchtungsvorrichtung übertragen. Die Erfassungsvorrichtung kann beispielsweise eine entsprechende Sendeeinheit umfassen, mittels welcher das Steuersignal ausgesendet wird. Die Beleuchtungsvorrichtung kann eine entsprechende Empfangseinrichtung umfassen, mittels welcher das ausgesendete Steuersignal empfangen werden kann. Dabei kann das Steuersignal über WLAN, Mobilfunk, Bluetooth, Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation oder dergleichen

übertragen werden. Alternativ dazu kann das Steuersignal optisch von der Erfassungsvorrichtung zu der

Beleuchtungsvorrichtung übertragen werden. Zu diesem Zweck kann mit der Sendeeinrichtung der Erfassungsvorrichtung ein entsprechend moduliertes Lichtsignal an die

Empfangseinrichtung der Beleuchtungsvorrichtung übertragen werden. Hierbei ist es insbesondere vorgesehen, dass

Steuersignal optisch im infraroten Wellenlängenbereich übertagen wird. Damit werden Personen durch die optische Datenübertragung nicht gestört. Darüber hinaus kann das

Steuersignal kabellos oder optisch innerhalb einer kurzen zeitlichen Dauer übertragen werden.

Eine erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung umfasst

zumindest zwei Lichtquellen, welche dazu ausgelegt sind, zum Bereitstellen einer Lichtverteilung in der Umgebung der

Beleuchtungsvorrichtung jeweils eine Strahlung auszusenden, wobei die Strahlungen der zumindest zwei Lichtquellen

voneinander unterscheidbar sind. Darüber hinaus umfasst die Beleuchtungsvorrichtung eine Empfangseinrichtung zum

Empfangen eines Steuersignals von einer externen

Erfassungsvorrichtung, wobei das Steuersignal die zumindest eine der Strahlungen beschreibt. Schließlich umfasst die Beleuchtungsvorrichtung eine Steuereinrichtung zum Anpassen eines Parameters der zumindest einen beschriebenen Strahlung in Abhängigkeit von dem Steuersignal.

Bevorzugt umfassen die zumindest zwei Lichtquellen jeweils zumindest eine Leuchtdiode, zumindest eine Laserlichtquelle, zumindest ein Wandlerelement mit einem Konversionsfarbstoff und/oder zumindest eine organische Leuchtdiode. Die

Beleuchtungsvorrichtung kann bevorzugt in einem Fahrzeug, beispielsweise einem Personenkraftwagen, einem

Lastkraftwagen, einem Nutzfahrzeug oder einem Motorrad, eingesetzt werden. In diesem Fall können die zumindest zwei Lichtquellen einem oder den beiden Scheinwerfern des

Fahrzeugs zugeordnet sein. Wenn die Beleuchtungsvorrichtung in einem Fahrzeug eingesetzt wird, ist es insbesondere vorgesehen, dass diese eine Mehrzahl von Lichtquellen umfasst, die separat voneinander angesteuert werden können. Dabei kann jede der Lichtquellen zumindest eine Leuchtdiode umfassen. Es kann auch vorgesehen sein, dass jede der

Lichtquellen eine Mehrzahl von Leuchtdioden umfasst.

Beispielsweise kann die Beleuchtungsvorrichtung dann mehrere zehn oder mehrere hundert Lichtquellen umfassen. Wenn die jeweiligen Lichtquellen Leuchtdioden umfassen, können diese auf einer oder mehreren Leiterplatten angeordnet sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass die jeweiligen Lichtquellen zumindest eine Laserlichtquelle und ein dazugehöriges

Wandlerelement aufweisen. Beispielsweise kann mit der

Laserlichtquelle Licht im blauen Wellenlängenbereich

ausgesendet werden. Dieses Licht im blauen

Wellenlängenbereich kann dann mit Hilfe des dazugehörigen Wandlerelements in Licht im gelben Wellenlängenbereich gewandelt werden. Durch die Überlagerung des blauen

Laserlichts mit der gelben Konversionsstrahlung kann sich dann weißes Nutzlicht ergeben. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Beleuchtungsvorrichtung Lichtquellen, die als

Leuchtdioden ausgebildet sind, und Lichtquellen, die als Laserlichtquellen mit dazugehörigem Wandlerelement

ausgebildet sind, umfasst. Ferner kann es vorgesehen sein, dass die Beleuchtungsvorrichtung Lichtquellen umfasst, die als organische Leuchtdioden ausgebildet sind.

Eine erfindungsgemäße Erfassungsvorrichtung umfasst eine Sensoreinrichtung zum Erkennen zumindest einer Strahlung einer Lichtverteilung. Zudem umfasst die

Erfassungsvorrichtung eine Recheneinrichtung zum Bestimmen eines Steuersignals, welches die zumindest eine erkannte Strahlung beschreibt. Schließlich umfasst die

Erfassungsvorrichtung eine Sendeeinrichtung zum Senden des Steuersignals .

Gemäß einer Ausführungsform ist ein System vorgesehen, welches die Beleuchtungsvorrichtung und die

Erfassungsvorrichtung umfasst, wobei das System zum

Durchführen eines erfindungsgemäßen Verfahrens oder einer vorteilhaften Ausgestaltung davon ausgebildet ist.

Ein erfindungsgemäßes Fahrzeug umfasst eine erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung und/oder eine erfindungsgemäße

Erfassungsvorrichtung. Wie bereits erläutert, kann die

Beleuchtungsvorrichtung vorteilhaft in einem Fahrzeug, insbesondere in einem Personenkraftwagen, eingesetzt werden. Bei dem Fahrzeug kann es sich aber auch um ein Flugzeug, um ein Schiff, um ein schienengebundenes Fahrzeug oder

dergleichen handeln. Dabei sind die zumindest zwei

Lichtquellen der Beleuchtungsvorrichtung bevorzugt in

zumindest einem Scheinwerfer des Kraftfahrzeugs angeordnet. Wie bereits erläutert, können die zumindest zwei Lichtquellen mit unterschiedlichen Frequenzen moduliert werden. Dabei können die Frequenzen in Abhängigkeit von dem Fahrzeug und insbesondere in Abhängigkeit von dem Typ des Fahrzeugs angepasst sein. Beispielsweise können Personenkraftwagen, Lastkraftwagen und Krafträder jeweils unterschiedliche

Frequenzen oder Frequenzbereiche zugeordnet sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Frequenz in Abhängigkeit von der aktuellen Geschwindigkeit des Fahrzeugs angepasst wird. Es kann auch vorgesehen sein, dass die erfindungsgemäße

Erfassungsvorrichtung in einem Fahrzeug angeordnet ist. Dabei ist die Sensoreinrichtung der Erfassungsvorrichtung bevorzugt dazu ausgelegt, die zumindest eine Strahlung in einem Bereich zu erfassen, welcher den Augen eines Fahrers und/oder eines Beifahrers des Kraftfahrzeugs zugeordnet ist. In diesem Fall kann die Sensoreinrichtung beispielsweise im Innenraum oder außerhalb des Kraftfahrzeugs angeordnet sein, und dazu ausgelegt sein, Strahlung zu erfassen, welche auf die Augen des Fahrers und/oder des Beifahrers des Fahrzeugs trifft. Die Sensoreinrichtung kann auch aus mehreren Einzelsensoren bestehen, welche voneinander beabstandet angeordnet sind. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Sensoreinrichtung durch eine entsprechende Datenbrille gebildet wird, die von dem Fahrer des Kraftfahrzeugs getragen wird. Es kann auch

vorgesehen sein, dass als die Sensoreinrichtung eine

Datenbrille verwendet wird, welche von dem Beifahrer und/oder dem Beifahrer des Kraftfahrzeugs getragen wird. Insbesondere kann die Sensoreinrichtung dazu ausgelegt sein, eine

Intensität der erkannten Strahlung zu bestimmen und somit eine Blendung des Fahrers und/oder des Beifahrers zu

erkennen. Falls diese Blendung erkannt wurde, kann das

Steuersignal an die Beleuchtungsvorrichtung übertragen werden, infolgedessen diese die Intensität der erkannten Strahlung entsprechend anpassen bzw. reduzieren kann. Wenn die Erfassungsvorrichtung in einem Fahrzeug angeordnet ist, kann es insbesondere vorgesehen sein, dass die

Sendeeinrichtung der Erfassungsvorrichtung das Steuersignal optisch an die Empfangseinrichtung der

Beleuchtungsvorrichtung überträgt. In diesem Fall kann ein Scheinwerfer des Fahrzeugs dazu genutzt werden, das

Steuersignal optisch auszusenden. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Erfassungsvorrichtung die Strahlungen von unterschiedlichen Beleuchtungsvorrichtungen erkennt und jeweilige Steuersignale an die unterschiedlichen

Beleuchtungsvorrichtungen aussendet . Wenn die Beleuchtungsvorrichtung in einem Fahrzeug angeordnet ist und die Erfassungsvorrichtung in einem weiteren Fahrzeug angeordnet ist, kann auf einfache Weise verhindert werden, dass ein Fahrer des Fahrzeugs, in dem die

Erfassungsvorrichtung angeordnet ist, geblendet wird. Es kann auch vorgesehen sein, dass ein erstes Fahrzeug sowohl die Beleuchtungsvorrichtung als auch die Erfassungsvorrichtung und ein zweites Fahrzeug sowohl die Beleuchtungsvorrichtung als auch die Erfassungsvorrichtung umfasst. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass ein Fahrzeug, welches die

Beleuchtungsvorrichtung umfasst, Steuersignale von mehreren Fahrzeugen, welche jeweils eine Erfassungsvorrichtung

umfassen, empfängt. Darüber hinaus ist eine Anwendung

denkbar, bei welcher mithilfe von entsprechenden Sensoren der Fahrzeuge eine drohende Kollision zwischen den Fahrzeugen erkannt wird. In diesem Fall kann mit der

Erfassungsvorrichtung dann ein Steuersignal erzeugt werden, durch welches die Intensität der erkannten Strahlung erhöht wird. Alternativ dazu kann die Intensität so angepasst werden, dass seine Lichtverteilung nach Art eines Blinklichts erzeugt wird. Dies ermöglicht beispielsweise eine

zuverlässige Vermeidung von Kollisionen.

Die Erfassungsvorrichtung kann auch in einer mobilen

Vorrichtung angeordnet sein. Diese mobile Vorrichtung kann beispielsweise von einem Fußgänger oder Radfahrer getragen werden. In diesem Fall kann die Erfassungsvorrichtung durch einen Datenbrille gebildet sein oder eine Datenbrille

umfassen .

In einer weiteren Ausführungsform kann die Erfindung eine Vorrichtung umfassen, welche die Beleuchtungsvorrichtung umfasst. Insbesondere handelt es sich bei der Vorrichtung um eine ortsfeste Vorrichtung, wie beispielsweise eine Ampel, eine Straßenlaterne, einen Leuchtturm oder eine Leuchtboje. Auch hier kann es vorgesehen sein, dass die Frequenzen, mit denen die zumindest zwei Lichtquellen betrieben werden, in Abhängigkeit von dem Typ der Vorrichtung bestimmt sind. Bei der Verwendung der Beleuchtungsvorrichtung in einer Vorrichtung kann es vorgesehen sein, dass beispielsweise wenn mithilfe der Erfassungsvorrichtung, die insbesondere in einem Fahrzeug angeordnet sein kann, die zumindest eine Strahlung der Beleuchtungsvorrichtung erkannt wird, das Steuersignal so bestimmt wird, dass die Intensität der erkannten Strahlung erhöht wird. Somit kann das Leuchtniveau der

Beleuchtungsvorrichtung erhöht werden. Dies eignet sich beispielsweise, wenn die Beleuchtungsvorrichtung in einem Leuchtturm angeordnet ist. Dabei kann die Intensität der erkannten Strahlung auch so angepasst werden, dass sich diese beispielsweise periodisch ändert. Somit kann eine

Lichtverteilung nach Art eines Blinklichts bereitgestellt werden, durch welches die Aufmerksamkeit erhöht werden kann.

Grundsätzlich kann es auch vorgesehen sein, dass die

Beleuchtungsvorrichtung in zwei verschiedenen Fahrzeugen oder zwei verschiedenen Vorrichtungen angeordnet ist.

Beispielsweise können die ersten Lichtquelle in einem ersten Fahrzeug oder einer ersten Vorrichtung und die zweite

Lichtquelle in einem zweiten Fahrzeug oder einer zweiten Vorrichtung angeordnet sein. In diesem Fall kann dann eine gemeinsame bzw. übergeordnete Empfangseinrichtung und/oder Steuereinrichtung für beide Fahrzeuge oder Vorrichtungen vorgesehen sein.

Das Verfahren kann auch analog bei einem fahrerlosen Sende- Fahrzeug bzw. einem fahrerlosen Empfangs-Fahrzeug angewandt werden. Bei mehreren entgegenkommenden Fahrzeugen können die Fahrzeuge eine ständige gegenseitige Abstandmessung

durchführen und diese Kenngröße den Steuersignalen

hinzufügen. Die Fahrzeuge können auch jeweils mehrere

Sensoren aufweisen, so dass eine Triangulation erfolgen kann. Alternativ oder zusätzlich kann jedes Fahrzeug eine, z.B. werkseingestellte, Erkennungsfrequenz zugewiesen bekommen, welche zusammen mit dem Steuersignal oder getrennt vom

Steuersignal übertragen wird. Somit kann jedes dem Senderfahrzeug entgegenkommende Empfänger-Fahrzeug eindeutig identifiziert werden.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den

Ansprüchen, den Figuren und der Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und

Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der

Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Die Erfindung wird nun anhand von bevorzugten

Ausführungsbeispielen sowie unter Bezugnahme auf die

beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen ein erstes Fahrzeug, welches eine

Beleuchtungsvorrichtung umfasst und ein zweites Fahrzeug, welches eine Erfassungsvorrichtung umfasst ; eine schematische Darstellung von jeweiligen

Strahlungen, welche mit Lichtquellen der Beleuchtungsvorrichtung ausgesendet werden; eine schematische Darstellung von jeweiligen

Pulsfolgen der Strahlungen gemäß Fig. 2; und ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Anpassen einer Lichtverteilung der

BeieuchtungsVorrichtung .

In den Figuren werden gleiche und funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Fig. 1 zeigt ein erstes Fahrzeug 1 in einer Draufsicht. Das erste Fahrzeug 1 ist vorliegend als Personenkraftwagen ausgebildet. Das erste Fahrzeug 1 umfasst eine

Beleuchtungsvorrichtung 2, mittels welcher eine

Lichtverteilung in einer Umgebung 3 des ersten Fahrzeugs 1 erzeugt werden kann. Die Beleuchtungsvorrichtung 2 umfasst zumindest zwei Lichtquellen 4a, 4b, 4c und 4d, mit denen jeweils eine Strahlung 5a, 5b, 5c und 5d ausgesendet werden kann (siehe Fig. 2) . Durch die jeweiligen Strahlungen 5a bis 5d wird die Lichtverteilung gebildet. Die in Fig. 1 nicht näher dargestellten Lichtquellen 4a bis 4d sind vorliegend in einem der Scheinwerfer 6 des ersten Fahrzeugs 1 angeordnet.

Darüber hinaus umfasst die Beleuchtungsvorrichtung 2 eine Steuereinrichtung 7, mittels welcher die Lichtquellen 4a bis 4d unabhängig voneinander angesteuert werden können. Ferner umfasst die Beleuchtungsvorrichtung 2 eine

Empfangseinrichtung 8, mittels welcher ein Steuersignal empfangen werden kann. Dieses Steuersignal kann dann von der Empfangseinrichtung 8 an die Steuereinrichtung 7 übertragen werden, und somit die Lichtquellen 4a bis 4d in Abhängigkeit von dem empfangenen Steuersignal angesteuert werden.

In der Umgebung 3 des ersten Fahrzeugs 1 befindet sich ein zweites Fahrzeug 1', welches in entgegengesetzter

Fahrtrichtung zu dem ersten Fahrzeug 1 bewegt wird und sich auf das erste Fahrzeug 1 zubewegt. Dabei wird das zweite Fahrzeug 1' durch die Lichtverteilung der

Beleuchtungsvorrichtung 2 des ersten Fahrzeugs 1 beleuchtet. Das zweite Fahrzeug 1' umfasst eine Erfassungsvorrichtung 9, welche wiederum eine Sensoreinrichtung 10 umfasst. Die

Sensoreinrichtung 10 ist vorliegend so ausgebildet, dass ein Erfassungsbereich der Sensoreinrichtung 10 den Augen eines Fahrers des zweiten Fahrzeugs 1' zugeordnet ist. Mit Hilfe der Sensoreinrichtung 10 kann eine Strahlung im Bereich der Augen des Fahrers des zweiten Fahrzeugs 1' erfasst werden. Die Sensoreinrichtung 10 kann beispielsweise durch eine

Kamera gebildet sein, welcher an der Windschutzscheibe der zweiten Fahrzeugs 1' in Bereich der Augen des Fahrers angeordnet ist. Die Sensoreinrichtung 10 kann auch durch eine Datenbrille, die von dem Fahrer getragen wird, bereitgestellt sein .

Mithilfe der Sensoreinrichtung 10 können zumindest einige der Strahlungen 5a bis 5d, die mit den Lichtquellen 4a bis 4d ausgesendet werden, erkannt werden. In Abhängigkeit von den erkannten Strahlungen 5a bis 5d kann dann mithilfe einer Recheneinrichtung 11 der Erfassungsvorrichtung 9 ein

Steuersignal erzeugt werden. Dabei beschreibt das

Steuersignal die erkannten Strahlungen 5a bis 5d. Dieses Steuersignal kann mithilfe einer Sendeeinrichtung 12 der Erfassungsvorrichtung 9 drahtlos an die Empfangseinrichtung 8 der Beleuchtungsvorrichtung 2 des ersten Fahrzeugs 1

übertragen werden.

Wenn die Beleuchtungsvorrichtung 2 des ersten Fahrzeugs 1 das Steuersignal empfangen hat, kann dieses von der

Empfangseinrichtung 8 an die Steuereinrichtung 7 übertragen werden. Die Steuereinrichtung 7 kann auf Grundlage des

Steuersignals ermitteln, von welcher der Lichtquellen 4a bis 4d die Strahlung 5a bis 5d stammt, die von der

Sensoreinrichtung 10 erkannt wurde. In Abhängigkeit von dem Steuersignal kann dann die jeweilige Lichtquelle 4a bis 4d angesteuert werden und somit die Intensität der Strahlung 5a bis 5d angepasst werden.

Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung der Lichtquellen 4a bis 4d der Beleuchtungsvorrichtung 2, von denen jeweils eine Strahlung 5a bis 5d ausgesendet wird. Vorliegend sind rein beispielhaft vier Lichtquellen 4a bis 4d gezeigt. Es ist insbesondere vorgesehen, dass die Beleuchtungsvorrichtung 2 eine Vielzahl, beispielsweise mehrere hundert Lichtquellen 4a bis 4d umfassen kann, welche separat voneinander angesteuert werden können. Die jeweiligen Lichtquellen 4a bis 4d können mithilfe der Steuereinrichtung 7 angesteuert werden.

Insbesondere werden die jeweiligen Lichtquellen 4a bis 4d mithilfe der Steuereinrichtung 7 durch eine jeweilige

Pulsfolge 6a bis 6d angesteuert. Die jeweiligen Lichtquellen 4a bis 4d werden also durch ein pulsweitenmoduliertes Signal angesteuert. Diese Pulsfolgen 6a bis 6d sind dann auch in den jeweiligen Strahlungen 5a bis 5d enthalten. Wie in Fig. 3 zu erkennen ist, unterscheiden sich die Pulsfolgen 6a bis 6d durch ihre jeweiligen Pulsdauern. Insbesondere ist es

vorgesehen, dass sich die Pulsfolgen 6a bis 6d auch bezüglich ihrer Frequenz unterscheiden.

Mithilfe der Erfassungsvorrichtung 9 des zweiten Fahrzeugs 1' soll insbesondere eine Blendung erkannt werden, welche durch die Lichtquellen 4a bis 4d der Beleuchtungsvorrichtung 2 des ersten Fahrzeugs 1 verursacht wird. Die Sensoreinrichtung 10 ist dazu ausgelegt, die jeweilige Strahlung 5a bis 5d von zumindest einiger der Lichtquellen 4a bis 4d zu empfangen. Wie bereits erläutert, ist die Sensoreinrichtung 10 derart angeordnet, dass diese eine mögliche Blendung des Fahrers des zweiten Fahrzeugs 1' erkennen kann. Die Sensoreinrichtung 10 ist zudem dazu ausgebildet, die jeweiligen Pulsfolgen 6a bis 6d in den Strahlungen 5a bis 5d zu erkennen. Mit anderen Worten kann mithilfe der Sensoreinrichtung 10 eine

Pulsweitenmodulation derjenigen Strahlung 5a bis 5d erkannt werden, durch welche eine Blendung des Fahrers hervorgerufen werden kann. Hierzu kann die Sensoreinrichtung 10 die

jeweiligen Pulsdauern bzw. die Frequenzen der Pulsfolgen 6a bis 6d erkennen. Die Pulsfolgen 6a bis 6d sind vorliegend nur beispielhaft dargestellt. Die Pulsfolgen 6a bis 6d können einer lichtregulierenden Trägerfrequenz übermoduliert sein und somit selbst keine eigentliche Lichtfunktion zumindest eines Scheinwerfers 6 bewirken. Alternativ kann die

Modulationsfrequenz als Teil der Lichtfunktion ausgebildet sein .

Mithilfe der Sensoreinrichtung 10 kann beispielsweise ein Sensorsignal bereitgestellt werden, welches die erkannte Strahlung 5a bis 5d beschreibt. Von diesem Sensorsignal kann mithilfe der Recheneinrichtung 11 beispielsweise ein Spektrum bestimmt werden bzw. eine Fourier-Analyse durchgeführt werden. Somit kann die Frequenz der blendenden bzw. störenden Strahlung 4a bis 4d erkannt werden. Darüber hinaus kann mithilfe der Sensoreinrichtung 10 eine Intensität der

erkannten Strahlung 5a bis 5d bestimmt werden. Diese kann beispielsweise mit einem hinterlegten Schwellenwert

verglichen werden. Somit kann ermittelt werden, ob die erkannte Strahlung 5a bis 5d für den Fahrer blendend ist.

Falls mithilfe der Recheneinrichtung 11 eine Blendung durch eine der Strahlungen 5a bis 5d erkannt wurde, kann mithilfe der Recheneinrichtung 11 das Steuersignal erzeugt werden, welches diejenige Strahlung 5a bis 5d beschreibt, welche für den Fahrer blendend ist. Zudem kann das Steuersignal eine Soll-Intensität für die Strahlung 5a bis 5d beschreiben. Das Steuersignal kann dann von der Sendeeinrichtung 12 an die Empfangseinrichtung 8 der Beleuchtungsvorrichtung 2

übertragen werden. Anschließend kann das empfangene

Steuersignal mithilfe der Steuereinrichtung 7 ausgewertet werden. Das Steuersignal, welches beispielsweise die

Frequenz, das Tastverhältnis und/oder die Phasenlage der Pulsfolge 6a bis 6d der blendenden Strahlung 5a bis 5d beschreibt, kann somit mithilfe der Steuereinrichtung 7 bestimmt werden. In der Steuereinrichtung 7 kann eine

entsprechende Tabelle hinterlegt sein, welche eine Zuordnung der Pulsfolge 6a bis 6d zu der Lichtquelle 4a bis 4d

beschreibt. Somit kann mithilfe der Steuereinrichtung 7 diejenige Lichtquelle 4a bis 4d bestimmt werden, welche die blendende Strahlung aussendet und diese Lichtquelle 4a bis 4d angesteuert werden, sodass die Intensität der Strahlung 5a bis 5d reduziert wird. Beispielsweise kann die Intensität der Strahlung 5a bis 5d um 10 % reduziert werden.

Fig. 4 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines

Verfahrens zum Betreiben der Beleuchtungsvorrichtung 2. In einem Schritt Sl werden mit den jeweiligen Lichtquellen 4a bis 4d die Strahlungen 5a bis 5d mit ihren jeweiligen

Pulsfolgen 6a bis 6d ausgesendet. In einem Schritt S2 werden mit Hilfe der Sensoreinrichtung 10 der Erfassungsvorrichtung 9 diejenigen Pulsfolgen 6a bis 6d der Strahlungen 5a bis 5d erkannt, welche den Fahrer des zweiten Fahrzeugs 1' blenden. In einem Schritt S3 wird mithilfe der Recheneinrichtung 11 das Steuersignal bestimmt, welches die störende Lichtquelle 4a bis 4d beschreibt. In einem Schritt S4 wird das

Steuersignal von der Erfassungsvorrichtung 9 an die

Beleuchtungsvorrichtung 2 übertragen. Schließlich wird in einem Schritt S5 die Intensität der Strahlung 5a bis 5d, welche die Blendung hervorruft, reduziert bzw. abgeschaltet. Das beschriebene Verfahren stellt einen Mess- und

Korrekturprozess dar. Der gesamte Mess- und Analysevorgang sowie die sich daran anschließende Informationsübertragung an das blendende bzw. störende Fahrzeug 1' kann innerhalb einer zeitlichen Dauer von einigen Millisekunden erfolgen. Die Wiederholfrequenz des Gesamtablaufs, also der Schritte Sl bis S5, kann bei mindestens 100 Hz liegen. Auf diese Weise kann die Blendung des Fahrers des zweiten Fahrzeugs 1' und

gegebenenfalls weiterer Insassen des zweiten Fahrzeugs 1' zuverlässig verhindert werden. Damit kann die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht werden.

BEZUGSZEICHENLISTE

1 Fahrzeug

1' Fahrzeug

2 Beleuchtungs orrichtung

3 Umgebung

4a- 4d Lichtquellen

5a- 5d Strahlung

6a- 6d Pulsfolge

7 Steuereinrichtung

8 Empfangseinrichtung

9 ErfassungsVorrichtung

10 Sensoreinrichtung

11 Recheneinrichtung

12 Sendeeinrichtung

Sl- S5 Schritt