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Title:
METHOD FOR ALLOCATING OPERATING PARAMETERS TO LOCAL CONTROL UNITS INTENDED TO CONTROL A DOOR MOVEMENT IN A MOTOR VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/162363
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method (1) for allocating operating parameters to at least two local control units (4a-4d) intended to control a door movement for a motor vehicle, wherein: a plurality of parameter records (8a, 8b) of operating parameters is stored in each local control unit (4a-4d); a plurality of values (12a-12b) of a detection criterion is stored in each local control unit (4a-4d), said detection criterion being based on at least two values of an electric variable (U1, U2,UV); for at least one local control unit, a value (12a', 12b') of the detection criterion is prepared using the electric variable (U1, U2,UV); in each local control unit (4a-4d) the detection criterion is queried; and, a parameter record (8a, 8b) is selected in accordance with the value (12a', 12b') of the detection criterion determined during the query, and the corresponding operating parameters are allocated to the local control unit (4a-4d).

Inventors:
POHL, Florian (Lützelbucher Str. 9, Ebersdorf, 96237, DE)
GEUTHER, Udo (Mittlerer Kaulberg 30, Bamberg, 96049, DE)
FISCHER, Thomas (Luitpoldstraße 21, Forchheim, 91301, DE)
BEKENDAM, Rene (Westen 19, Remscheid, 42855, DE)
Application Number:
EP2019/054285
Publication Date:
August 29, 2019
Filing Date:
February 21, 2019
Export Citation:
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Assignee:
BROSE FAHRZEUGTEILE GMBH & CO. KOMMANDITGESELLSCHAFT, BAMBERG (Berliner Ring 1, Bamberg, 96052, DE)
International Classes:
E05F15/695; E05F15/70
Domestic Patent References:
WO1996021889A11996-07-18
WO1992013300A11992-08-06
Foreign References:
DE202013100498U12014-05-06
DE102010017798A12012-01-12
Other References:
None
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Claims:
Ansprüche

1. Verfahren (1 ) zur Zuweisung von Betriebsparametern an wenigstens zwei jeweils zur Steuerung einer Türbewegung vorgesehene lokale Steuereinhei- ten (4a-4d) für ein Kraftfahrzeug,

wobei in jeder der lokalen Steuereinheiten (4a-4d) eine Mehrzahl an Para- metersätzen (8a, 8b) von Betriebsparametern hinterlegt wird,

wobei in jeder der lokalen Steuereinheiten (4a-4d) ein Erkennungskriterium hinterlegt wird, welches auf wenigstens zwei Werten einer elektrischen Größe (Ui, U2, Uv) basiert,

wobei für wenigstens eine der lokalen Steuereinheiten ein Wert (12a‘, 12b‘) des Erkennungskriteriums über die elektrische Größe (Ui, U2, Uv) präpariert wird,

wobei in jeder der lokalen Steuereinheiten (4a-4d) das Erkennungskriterium abgefragt wird, und

wobei in Abhängigkeit des bei der Abfrage ermittelten Wertes (12a‘, 12b‘) des Erkennungskriteriums ein Parametersatz (8a, 8b) ausgewählt wird, und der jeweiligen lokalen Steuereinheit (4a-4d) die entsprechenden Betriebs- parameter zugewiesen werden.

2. Verfahren (1 ) nach Anspruch 1 ,

wobei die Betriebsparameter jeweils an lokale Steuereinheiten (4a-4d) ei- nes Türschließ-Systems (40) zugewiesen werden. 3. Verfahren (1 ) nach Anspruch 1

wobei die Betriebsparameter jeweils an lokale Steuereinheiten (4a, 4b) ei- nes Einklemmschutz-Systems (20) zugewiesen werden.

4. Verfahren (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei in jeder der lokalen Steuereinheiten (4a-4d) wenigstens zwei Werte (12a, 12b) des Erkennungskriteriums hinterlegt werden, welche jeweils auf wenigstens einem Spannungswert (Ui, U2, Uv) basieren.

5. Verfahren (1 ) nach Anspruch 4,

wobei in einer Zentralsteuereinheit (26) der erste Wert (12a‘, 12b‘) des Er- kennungskriteriums präpariert wird und über einen ersten Ausgang (28a) der Zentralsteuereinheit (26) an eine erste (4a) der wenigstens zwei lokalen Steuereinheiten (4a, 4b) ausgegeben wird, und

wobei in der Zentralsteuereinheit (26) der zweite Wert (12b‘) des Erken- nungskriteriums präpariert wird und über einen zweiten Ausgang (28b) der Zentralsteuereinheit (26) an eine zweite (4b) der wenigstens zwei lokalen Steuereinheiten (4a, 4b) ausgegeben wird.

6. Verfahren (1 ) nach Anspruch 5,

wobei der erste Wert (12a‘) und der zweite Wert (12b‘) des Erkennungskri- teriums von der Zentralsteuereinheit (26) jeweils über eine erste bzw. zwei- te Auslöseleitung (22a, 22b) vom ersten bzw. zweiten Ausgang (28a, 28b) zur ersten bzw. zweiten lokalen Steuereinheit (4a, 4b) ausgegeben wird, und

wobei zur Steuerung der Türbewegung ein entsprechender Steuerbefehl zwischen der Zentralsteuereinheit (26) und der ersten bzw. zweiten lokalen Steuereinheit (4a, 4b) über die erste bzw. zweite Auslöseleitung (28a, 28b) übermittelt wird.

7. Verfahren (1 ) nach einem der Ansprüche 5 oder 6,

wobei als erster Wert (12a‘) und als zweiter Wert (12b‘) des Erkennungskri- teriums jeweils ein konstanter erster Spannungswert (Ui) bzw. ein konstan- ter zweiter Spannungswert (U2) verwendet werden.

8. Verfahren (1 ) nach einem der Ansprüche 5 oder 6,

wobei in der Zentralsteuereinheit (26) ein mit einer ersten Taktfrequenz (fi) zwischen wenigstens zwei Spannungswerten wechselndes Spannungssig- nal erzeugt wird, und dadurch die erste Taktfrequenz (fi) als erster Wert

(12a‘) des Erkennungskriteriums präpariert wird, und

wobei in der Zentralsteuereinheit (26) ein mit einer zweiten Taktfrequenz (f2) zwischen wenigstens zwei Spannungswerten wechselndes Spannungssig- nal erzeugt wird, und dadurch die zweite Taktfrequenz (f2) als zweiter Wert des Erkennungskriteriums präpariert wird.

9. Verfahren (1 ) nach Anspruch 5,

wobei in der Zentralsteuereinheit (26) zu einem ersten Zeitpunkt (ti) eine

Versorgungsspannung (Uv) an die erste lokale Steuereinheit (4a) ausgege- ben wird, und dadurch der erste Zeitpunkt (ti) als erster Wert (12a‘) des Er- kennungskriteriums präpariert wird, und

wobei in der Zentralsteuereinheit (26) zu einem zweiten Zeitpunkt (t2) eine Versorgungsspannung (Uv) an die zweite lokale Steuereinheit (4b) ausge- geben wird, und dadurch der zweite Zeitpunkt (t2) als zweiter Wert (12b‘) des Erkennungskriteriums präpariert wird.

10. Verfahren (1 ) nach Anspruch 4,

wobei in jeder der lokalen Steuereinheiten (4a-4d) Werte (12a, 12b) des Er- kennungskriteriums hinterlegt werden, welche jeweils gegeben sind durch unterschiedliche Tupel gebildet aus einer Mehrzahl an vorgegebenen Spannungswerten (Ui, U2),

wobei für jede der lokalen Steuereinheiten (4a-4d) jeweils ein anderer Wert (12a‘, 12b‘) des Erkennungskriteriums präpariert wird, indem an einer der

Länge des jeweiligen Tupels entsprechenden Anzahl an Eingängen (14a-d, 15a-d) die dem Tupel entsprechenden Spannungswerte (Ui, U2) angelegt werden. 11. Verfahren (1 ) nach Anspruch 10,

wobei für jede der lokalen Steuereinheiten (4a-4d) die dem Tupel entspre- chenden Spannungswerte (Ui, U2) jeweils durch eine entsprechende An- zahl an Kabelverbindungen (44a-d, 45a-d) eines Kabelbaums (46) bereit- gestellt werden, und

wobei jeweils eine Kabelverbindung (44a-d, 45a-d) mit einem Eingang (14a- d, 15a-d) verbunden ist.

12. Verfahren (1 ) nach Anspruch 3 wobei in jeder der lokalen Steuereinheiten (4a-4d) wenigstens zwei Werte (12a, 12b) des Erkennungskriteriums hinterlegt werden, welche jeweils ge- geben sind durch unterschiedliche Reihenfolgen von einer Mehrzahl an Grundkapazitäten von kapazitiven Sensoren (Ci, C2),

wobei in der ersten lokalen Steuereinheit (4a) der erste Wert (12a‘) des Er- kennungskriteriums präpariert wird, indem eine Mehrzahl an kapazitiven Sensoren (Ci, C2) gemäß einer ersten Reihenfolge mit der ersten lokalen Steuereinheit (4a) verschaltet wird, und

wobei in der zweiten lokalen Steuereinheit (4b) der zweite Wert (12b‘) des Erkennungskriteriums präpariert wird, indem eine Mehrzahl an kapazitiven

Sensoren (Ci, C2) gemäß einer zweiten Reihenfolge mit der zweiten lokalen Steuereinheit (4b) verschaltet wird

13. Verfahren (1 ) nach Anspruch 3 oder Anspruch 12,

wobei in der ersten lokalen Steuereinheit (4a) und in der zweiten lokalen

Steuereinheit (4b) als Werte (12a, 12b) des Erkennungskriteriums Kapazi- tätswerte eines kapazitiven Sensors (Co, Co ) des Einklemmschutz-Systems (20) hinterlegt werden, welche einer Relativbewegung einer Fahrzeugtür (38a, 38b) des Kraftfahrzeugs entsprechen, falls diese den kapazitiven Sensor (Co, Co ) umfasst,

wobei durch eine Zentralsteuereinheit (26) eine vom Einklemmschutz- System (20) erfasste Fahrzeugtür (36a) bewegt wird, und

wobei als Erkennungskriterium die Kapazitätwerte des mit der jeweiligen lo- kalen Steuereinheit verbundenen kapazitiven Sensors (Co, Co ) der betref- fenden Fahrzeugtür (36a, 36b) abgefragt werden.

14. Verfahren (1 ) nach einem der Ansprüche 5 bis 9 oder 13,

wobei von der Zentralsteuereinheit 26) ein erster bzw. zweiter Erkennungs- befehl (13) an die erste bzw. zweite lokale Steuereinheit (4a, 4b) ausgege- ben wird, und

wobei in der ersten bzw. zweiten lokalen Steuereinheit (4a, 4b) das Erken- nungskriterium auf den ersten bzw. zweiten Erkennungsbefehl (13) hin ab- gefragt wird.

15. Verfahren (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in jeder der lokalen Steuereinheiten (4a-4d) das Erkennungskriterium bei einer Änderung des Betriebszustandes des Kraftfahrzeugs abgefragt wird, oder

wobei eine einmal erfolgte Zuweisung von Betriebsparametern in einer der lokalen Steuereinheiten (4a-4d) für eine vorgegebene Anzahl von Änderun- gen des Betriebszustandes des Kraftfahrzeugs beibehalten wird. 16. Verfahren (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei in jeder der lokalen Steuereinheiten (4a-4d) überprüft wird, ob bei ei- ner Abfrage des Erkennungskriteriums ein Wert (12a‘, 12b‘) des Erken- nungskriteriums mit hinreichend hoher Sicherheit bestimmt wurde, und wobei eine Auswahl des Parametersatzes (8a, 8b) in Abhängigkeit der Überprüfung erfolgt.

17. Lokale Steuereinheit (4a-4d) zur Steuerung einer Türbewegung für ein

Kraftfahrzeug, umfassend

einen ersten nichtflüchtigen Speicher (6a, 6b) zum Speichern einer Mehrzahl an Parametersätzen (8a, 8b) von Betriebsparametern einen zweiten nichtflüchtigen Speicher (10a, 10b) zum Speichern eines auf wenigstens zwei Werten einer elektrischen Größe (Ui, Ü2, Uv) ba- sierenden Erkennungskriteriums

Erkennungsmittel zur Abfrage des Erkennungskriteriums, und - eine Prozessoreinheit zur Auswahl eines Parametersatzes (8a, 8b) in

Abhängigkeit eines durch die Erkennungsmittel abgefragten Wertes (12a‘, 12b‘) des Erkennungskriteriums.

18. Einklemmschutz-System (20) für ein Kraftfahrzeug mit einer ersten lokalen Steuereinheit (4a) nach Anspruch 17, einer zweiten lokalen Steuereinheit

(4b) nach Anspruch 17, welches zur Durchführung des Verfahrens (1 ) nach Anspruch 3, insbesondere in Verbindung mit einem der Ansprüche 4 bis 16, eingerichtet ist.

19. Türschließ-System (40) für ein Kraftfahrzeug mit einer ersten lokalen Steu- ereinheit (4a) nach Anspruch 17, einer zweiten lokalen Steuereinheit (4b) nach Anspruch 17, welches zur Durchführung des Verfahrens nach An- spruch 2, insbesondere in Verbindung mit einem der Ansprüche 4 bis 11 oder 14 bis 16, eingerichtet ist.

Description:
Beschreibung

Verfahren zur Zuweisung von Betriebsparametern an zur Steuerung einer Türbewegung vorgesehene lokale Steuereinheiten in einem Kraftfahrzeug Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zuweisung von Betriebsparametern an wenigstens zwei jeweils zur Steuerung einer Türbewegung vorgesehene lokale Steuereinheiten für ein Kraftfahrzeug, wobei in jeder lokalen Steuereinheit eine Mehrzahl an Parametersätzen von Betriebsparametern hinterlegt wird. Die Erfin- dung betrifft weiter eine lokale Steuereinheit zur Steuerung einer Türbewegung, welche einen ersten nichtflüchtigen Speicher zum Speichern einer eine Mehrzahl an Parametersätzen von Betriebsparametern aufweist, und ein entsprechendes Steuersystem für ein Kraftfahrzeug.

In Kraftfahrzeugen werden die Bewegungen von Fahrzeugtüren zunehmend durch Assistenzsysteme gesteuert, wobei insbesondere für den Vorgang des Schließens einer Fahrzeugtür unterschiedliche Möglichkeiten bestehen, den Bedienkomfort und auch die Sicherheit von Fahrgästen, welche sich beim Schließvorgang in der Nähe einer Fahrzeugtür befinden, durch ein Assistenzsystem, wie z.B. ein Tür- schließ-System oder ein Einklemmschutz-System, zu verbessern.

Beispielsweise kann auf einen externen Befehl eines Benutzers hin ein Tür- schließ-System eine Fahrzeugtür vollautomatisch schließen, und danach ggf. auch zusätzlich verriegeln. Der Befehl kann dabei z.B. über eine Fernbedienung, durch eine Flandgeste, oder auch mechanisch durch eine Krafteinwirkung an der ent- sprechenden Fahrzeugtür erteilt werden. Ebenso kann das Schließen der Fahr- zeugtür im Rahmen einer Standard-Routine erfolgen, wenn beispielsweise eine bestimmte Zeitspanne nach einem auslösenden Ereignis vergangen ist. In einem Einklemmschutz-System kann bei einer Schließbewegung einer Fahr- zeugtür ein im Bewegungsbereich der Fahrzeugtür befindliches Objekt, insbeson- dere ein menschliches Körperteil wie eine Fland o.ä., durch eine Sensoreinrich- tung erkannt werden, und die Schließbewegung angehalten werden, bevor es am besagten Körperteil zu einer Verletzung durch ein Einklemmen an der sich schlie ßenden Fahrzeugtür kommt.

Für die Steuerung der Türbewegung sind die genannten Systeme meist mit loka- len Steuereinheiten ausgestattet, die ihrerseits häufig mit einer Zentralsteuerein- heit verbunden sind. Im Fall eines Einklemmschutz-Systems weisen die lokalen Steuereinheiten jeweils die entsprechenden Sensoreinrichtungen zur Erkennung von Objekten im Bewegungsbereich der Fahrzeugtür auf, und erteilen der Zentral- steuereinheit ggf. einen Befehl, eine Türbewegung anzuhalten. Der Vorgang des Anhaltens wird dann über die Zentralsteuereinheit angesteuert. Bei einem Tür- schließ-System können die lokalen Steuereinheiten auch die Motoren zur Durch- führung der Schließbewegung umfassen, wobei die Zentralsteuereinheit lediglich den entsprechenden Befehl zum Schließen einer bestimmten Fahrzeugtür erteilt.

In beiden Fällen sind einzelne lokale Steuereinheiten in Abhängigkeit von ihrem Verwendungsort mit unterschiedlichen Betriebsparametern zu betreiben, bei spielsweise hinsichtlich eines Musters von Sensorwerten zum Erkennen von Ob- jekten bei einer lokalen Steuereinheit eines Einklemmschutz-Systems, wobei die entsprechenden Sensorwerte der unterschiedlichen Fahrzeugtüren voneinander verschieden sind, oder hinsichtlich eines Bewegungsmusters eines Motors beim Schließen einer Fahrzeugtür im Fall eines Türschließ-Systems.

Die Anforderung, die verschiedenen lokalen Steuereinheiten in Abhängigkeit vom Einsatzort mit unterschiedlichen Betriebsparametern zu betreiben, könnte nun ei- nerseits durch konstruktive Unterschiede und somit durch Varianten der lokalen Steuereinheiten erfüllt werden. Dies ist jedoch aufgrund des hierdurch entstehen- den Mehraufwandes bei der Produktion unerwünscht. Andererseits könnten der jeweilige Einsatzort und damit die zu verwendenden Betriebsparameter auch über einen physischen Stecker an der jeweiligen lokalen Steuereinheit angewählt wer- den. Dies kann jedoch zu Fehlem führen, insbesondere wenn der entsprechende Stecker z.B. durch Erschütterungen des Kraftfahrzeugs einen Wackelkontakt er- leidet. Durch derartige Fehler in der Zuordnung kann dabei die Funktionalität des gesamten Systems gefährdet werden, was einen unerwünschten Reparaturvor- gang nach sich ziehen kann.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, wenigstens zwei jeweils zur Steuerung einer Türbewegung vorgesehenen lokalen Steuereinheiten für ein Kraftfahrzeug ihre entsprechenden Betriebsparameter derart zuweisen zu können, dass dabei die lokalen Steuereinheiten baulich identisch ausgestaltet werden kön- nen, und keine physischen mobilen Komponenten zur Anwahl der Betriebspara- meter erfordern. Der Erfindung liegt weiter die Aufgabe zugrunde, eine entspre- chende lokale Steuereinheit anzugeben, deren Betriebsparameter in besagter Weise zugewiesen werden können.

Die erstgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Zuweisung von Betriebsparametern an wenigstens zwei jeweils zur Steuerung einer Türbewegung vorgesehene lokale Steuereinheiten für ein Kraftfahrzeug, wobei in jeder der lokalen Steuereinheiten eine Mehrzahl an Parametersätzen von Betriebsparametern hinterlegt wird, wobei in jeder der lokalen Steuereinheiten ein Erkennungskriterium und insbesondere eine Mehrzahl an Werten des Erken- nungskriteriums hinterlegt wird, welches auf wenigstens zwei Werten einer elektri- schen Größe basiert, wobei für wenigstens eine der lokalen Steuereinheiten ein Wert des Erkennungskriteriums über die elektrische Größe präpariert wird, wobei in jeder der lokalen Steuereinheiten das Erkennungskriterium abgefragt wird, und wobei in Abhängigkeit des bei der Abfrage ermittelten Wertes des Erkennungskri- teriums ein Parametersatz ausgewählt wird, und der jeweiligen lokalen Steuerein- heit die entsprechenden Betriebsparameter zugewiesen werden. Vorteilhafte und teils für sich gesehen erfinderische Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unter- ansprüche und der nachfolgenden Beschreibung.

Unter jeweils zur Steuerung einer Türbewegung vorgesehenen lokalen Steuerein- heiten sind hierbei insbesondere lokale Steuereinheiten zu verstehen, welche da- zu vorgesehen sind, in ein System eingebunden zu werden, welches mehrere gleichartige lokale Steuereinheiten aufweist, die zusammen zur Steuerung von Türbewegungen unterschiedlicher Fahrzeugtüren vorgesehen sind, wobei jede einzelne Fahrzeugtür durch eine oder mehrere der lokalen Steuereinheiten ange- steuert werden kann, und wobei bevorzugt jede der lokalen Steuereinheiten genau einer Fahrzeugtür zugeordnet werden kann, also insbesondere jede der lokalen Steuereinheiten zur Steuerung der Türbewegungen von genau einer Fahrzeugtür beiträgt. Hierbei ist eine lokale Steuereinheit zur Steuerung einer Türbewegung insbesondere vorgesehen, wenn ihre bestimmungsgemäße Anwendung die Steu- erung der Türbewegung, bevorzugt einer bestimmten Fahrzeugtür, umfasst. Ins- besondere ist die bzw. jede lokale Steuereinheit nach der erfolgreichen Durchfüh- rung des Verfahrens zur Zuweisung der Betriebsparameter auch dazu eingerich- tet, die Steuerung der Türbewegung tatsächlich durchzuführen. Unter einer Steuerung einer Türbewegung ist hierbei insbesondere das Ansteuern einer automatisierten Bewegung einer Fahrzeugtür mittels wenigstens eines ent- sprechenden Motors, beispielsweise im Rahmen eines Türschließ-Systems, sowie das automatisierte Anhalten einer Schließbewegung einer sich schließenden Fahrzeugtür, beispielsweise im Rahmen eines Einklemmschutz-Systems, umfasst.

Unter einer Mehrzahl an Parametersätzen von Betriebsparametern ist hierbei ins- besondere zu verstehen, dass die Gesamtheit der Werte der verschiedenen Be- triebsparameter, welche einer einzelnen lokalen Steuereinheit für den bestim- mungsgemäßen Betrieb zuzuweisen sind, zu einem Parametersatz zusammenge- fasst werden. Da die lokalen Steuereinheiten für den bestimmungsgemäßen Be- trieb mit nicht zwingend identischen Betriebsparametern arbeiten sollen, unter- scheiden sich die einzelnen Parametersätze entsprechend der einer jeweiligen lokalen Steuereinheit zuzuweisenden Betriebsparameter voneinander. Die Mehrzahl an Parametersätzen kann in jeder lokalen Steuereinheit insbesonde- re in einem ersten nichtflüchtigen Speicher hinterlegt werden. Das Erkennungskri- terium, und insbesondere eine Mehrzahl an Werten des Erkennungskriteriums, kann entsprechend in einem zweiten nichtflüchtigen Speicher hinterlegt werden. Der zweite nichtflüchtige Speicher kann insbesondere auch gemeinsam mit dem ersten nichtflüchtigen Speicher auf einem einzigen Speichermedium durch vonei- nander getrennte Speicher- oder Ordnerstrukturen realisiert werden, solange eine getrennte Adressierung des Speicherbereichs für den ersten nichtflüchtigen Spei- eher und für den zweiten nichtflüchtigen Speicher gewährleistet bleibt.

Unter einer elektrischen Größe, auf deren Werten das Erkennungskriterium ba- siert, ist insbesondere eine elektrische Größe im physikalischen Sinne zu verste- hen, also z.B. eine elektrische Spannung, ein elektrischer Strom, eine elektrische Ladung oder eine Kapazität. Die wenigstens zwei Werte dieser Größe können hierbei statisch in der Größe sein, also jeder einzelne Wert des Erkennungskriteri- ums z.B. durch einen festen Spannungswert oder einen festen Kapazitätswert ge- geben sein, oder durch eine dynamische Variation der Größe zwischen wenigs- tens zwei ihrer Werte gegeben sein, so dass unterschiedliche Pulsfrequenzen ei- nes gepulsten Spannungssignal, welches mit der definierten Pulsfrequenz zwi- schen zwei feste Spannungswerten variiert. In diesem Fall sind die wenigstens zwei Werte der elektrischen Größe, auf welchen das Erkennungskriterium basiert, gegeben durch die beiden Spannungswerte, zwischen denen das Spannungssig- nal mit unterschiedlichen Frequenzen variieren kann, und die jeweilige konkrete Frequenz der Variation bildet jeweils einen Wert des Erkennungskriteriums.

Das Präparieren des Wertes des Erkennungskriteriums über die elektrische Größe bedeutet dabei insbesondere, dass das Erkennungskriterium auf einer messbaren Eigenschaft der elektrischen Größe basiert, die wiederum wenigstens zwei ver- schiedene Werte annehmen kann, sodass ein Wert des Erkennungskriteriums über die Bereitstellung einer messbaren Realisierung der elektrischen Größe mit der entsprechenden Eigenschaft präpariert werden kann. Dies kann beispielswei- se durch das externe Bereitstellen eines Spannungssignals mit entsprechender konstanter Spannung bzgl. eines Referenzpotentials erfolgen, wobei der Span- nungswert des Spannungssignals bzgl. des Referenzpotentials den Wert des Er- kennungskriteriums bildet. In diesem Fall wird für eine lokale Steuereinheit ein be- stimmter Wert des Erkennungskriteriums präpariert, indem das entsprechende Spannungssignal extern erzeugt und an die lokale Steuereinheit ausgegeben wird, sodass die lokale Steuereinheit dem Spannungswert als Erkennungskriterium messen und hieraus den zugeordneten Parametersatz auswählen kann.

Denkbar ist auch, einen Wert eines Erkennungskriteriums über einen dynami- sehen Verlauf, beispielsweise von einer Kurve von Kapazitätswerten eines kapazi- tiven Sensors, zu definieren, wobei unterschiedliche Kurvenverläufe der Kapazi- tätswerte unterschiedlichen Werten des Erkennungskriteriums entsprechen. Die Kurvenverläufe entsprechen dabei bevorzugt dem Verlauf von Grundkapazitäten der Sensoren ohne Objekte in ihrer Nähe bei einem Verfahren einer entsprechen- den Fahrzeugtür, wobei sich aufgrund der geometrischen Unterschiede der Fahr- zeugtüren und ihrer Bewegungsbereiche die Kurvenverläufe für unterschiedliche Fahrzeugtüren voneinander unterscheiden. Das Präparieren eines bestimmten Wertes des Erkennungskriteriums kann dann durch ein Öffnen einer der Fahr- zeugtüren realisiert werden.

Die Abfrage des Erkennungskriteriums ist in diesem Sinne insbesondere zu ver- stehen als ein Messen der entsprechenden Eigenschaft, in welcher in der Reali- sierung der elektrischen Grösse die Werte des Erkennungskriteriums„codiert“ sind, also z.B. eine Spannungs- oder Strommessung oder die Aufnahme eines zeitlichen Verlaufs von Kapazitätswerten eines kapazitiven Sensors und ein ent- sprechender Vergleich mit den in diesem Fall als Werten des Erkennungskriteri- ums vorgegebenen Verlaufskurven. Die Abfrage kann hierbei insbesondere auf einen bevorzugt zentral gesteuerten Erkennungsbefehl hin und/oder nach einer Inbetriebnahme und/oder nach einem Aufbau einer Leistungsversorgung der je- weiligen lokalen Steuereinheit erfolgen.

Die Auswahl eines Parametersatzes in Abhängigkeit des Wertes des Erkennungs- kriteriums bedeutet insbesondere, dass vorab eine eindeutige Zuordnung zwi- schen den einzelnen in jeder lokalen Steuereinheit hinterlegten Werten des Er- kennungskriteriums und jeweils einem Parametersatz existiert, sodass bei einem Auftreten des entsprechenden Wertes des Erkennungskriteriums der zugeordnete Parametersatz für die Zuweisung der Betriebsparameter ausgewählt wird. Durch das Hinterlegen einer Mehrzahl, bevorzugt aller in Frage kommenden Pa- rametersätze in jeder einzelnen lokalen Steuereinheit, eines konkreten Wertes eines Erkennungskriteriums in jeder einzelnen lokalen Steuereinheit sowie durch die Zuweisung eines konkreten Parametersatzes anhand eines extern zu präparie- renden Erkennungskriteriums kann eine Variantenbildung der lokalen Steuerein- heiten unterbleiben. Über die externe Präparation eines Wertes des Erkennungs- kriteriums kann einer lokalen Steuereinheit bei einer Abfrage des Erkennungskrite- riums der diesem Wert des Erkennungskriteriums entsprechende Parametersatz zugewiesen werden.

Bevorzugt erfolgt im Fall, dass nur für eine lokale Steuereinheit der zugehörige Wert des Erkennungskriteriums präpariert wird, und infolgedessen nur in dieser lokalen Steuereinheit ein extern präparierter Wert des Erkennungskriteriums abge- fragt werden kann, an die anderen lokalen Steuereinheiten ein Hinweis in Form eines Signals, insbesondere durch eine Zentralsteuereinheit, welche mit allen lo- kalen Steuereinheiten verbunden ist, oder durch diejenige lokale Steuereinheit, an welcher ein extern präparierter Wert des Erkennungskriteriums registriert wird. Hierdurch kann die Abfrage des Erkennungskriteriums und entsprechend die Zu- weisung der Betriebsparameter in den verbleibenden lokalen Steuereinheiten syn- chronisiert werden mit der bereits erfolgten Zuweisung durch den extern präparier- ten Wert an der besagten lokalen Steuereinheit.

Vorzugsweise werden die Betriebsparameter jeweils an lokale Steuereinheiten eines Türschließ-Systems zugewiesen. Das Türschließ-System ist dabei insbe- sondere dazu eingerichtet, im Normalbetrieb eine Fahrzeugtür vollautomatisch zu schließen, und/oder eine einmal initiierte Schließbewegung zur vollständigen Durchführung gegen einen mechanischen Widerstand zu verstärken, welcher der Schließbewegung durch eine Dichtlippe oder ähnliche elastische Vorrichtungen zum Abdichten einer geschlossenen Fahrzeugtür gegen Regenwasser o.ä. entge- genwirkt. Insbesondere kann das Schließen der Tür dabei auf einen externen Be- fehl eines Benutzers hin z.B. über eine Fernbedienung, durch eine Handgeste, oder auch mechanisch durch eine Krafteinwirkung an der entsprechenden Fahr- zeugtür erteilt, oder im Rahmen einer Standard-Routine nach einem auslösenden Ereignis erfolgen. Vorzugsweise umfasst hierbei eine lokale Steuereinheit jeweils wenigstens einen Motor zur Durchführung der automatisierten Schließbewegung der Tür. In einem Türschließ-System sind die Funktionen der einzelnen lokalen Steuereinheiten oftmals an den Einsatzort im Kraftfahrzeug gebunden. Zudem ist eine Kenntnis des Einsatzortes einer jeweiligen lokalen Steuereinheit für eine Fehlerdiagnose hilfreich, um z.B. die konkrete Fahrzeugtür erkennen zu können, an welcher ein durch das Türschließ-System veranlasster Schließvorgang nicht erfolgreich beendet werden konnte, sodass die Fahrzeugtür noch teilweise geöff- net verbleibt. Um auf derartige Probleme reagieren zu können, ist die interne Kenntnis ihres Einsatzortes für eine lokale Steuereinheit von erheblichem Vorteil. Die verfahrensgemäße Zuweisung der Betriebsparameter ermöglicht nun, dass die jeweiligen lokalen Steuereinheiten sämtliche Betriebsparameter wie Dauer und Kurvenverlauf des Schließvorgangs, anzuwendende Motorströme etc., aber auch mögliche Fehlermuster in Abhängigkeit vom Einsatzort korrekt anwenden können.

In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung werden die Betriebsparameter jeweils an lokale Steuereinheiten eines Einklemmschutz-Systems zugewiesen. Unter einem Einklemmschutz-System ist hierbei insbesondere ein System zu ver- stehen, in welchem einzelne Fahrzeugtüren jeweils mit wenigstens einem Sensor zum Erkennen eines Objektes im Bewegungsbereich der Fahrzeugtür bei einer Schließbewegung ausgestattet sind, wobei für jede vom Einklemmschutz-System erfasste Fahrzeugtür eine lokale Steuereinheit angeordnet ist, welche mit dem wenigstens einen Sensor der jeweiligen Fahrzeugtür verbunden ist. Beim Erken- nen eines Objektes, beispielweise eines menschlichen Körperteils wie einer Fland, im Bewegungsbereich der Fahrzeugtür kann die zugeordnete lokale Steuereinheit insbesondere über ein entsprechendes Haltesignal an eine Zentralsteuereinheit ein Einklemmen des Objektes verhindern, indem z.B. die Zentralsteuereinheit an der betreffenden Fahrzeugtür einen Flaltemotor zum motorischen Abbremsen der Schließbewegung ansteuert.

Als vorteilhaft erweist es sich, wenn in jeder der lokalen Steuereinheiten wenigs- tens zwei Werte des Erkennungskriteriums hinterlegt werden, welche jeweils auf wenigstens einem Spannungswert basieren. Bevorzugt wird dabei in einer Zent- ralsteuereinheit der erste Wert des Erkennungskriteriums präpariert und über ei- nen ersten Ausgang der Zentralsteuereinheit an eine erste der wenigstens zwei lokalen Steuereinheiten ausgegeben, wobei in der Zentralsteuereinheit der zweite Wert des Erkennungskriteriums präpariert wird und über einen zweiten Ausgang der Zentralsteuereinheit an eine zweite der wenigstens zwei lokalen Steuereinhei- ten ausgegeben wird.

Der erste bzw. zweite Wert des Erkennungskriteriums wird hierbei in der Zentral- steuereinheit insbesondere über entsprechende Eigenschaften eines Spannungs- Signals präpariert, welches wenigstens zwei unterschiedliche Spannungswerte aufweist. Dies bedeutet, dass in der Zentralsteuereinheit zwei statische oder dy- namische Spannungssignale erzeugt werden, welche sich in wenigstens einer messbaren Eigenschaft voneinander unterscheiden, also bei statischen Span- nungssignalen z.B. im jeweiligen Spannungswert bzgl. eines Referenz- oder Mas- sepotentials, oder bei periodisch variierenden Spannungssignalen in einer Fre- quenz der Periodizität. Die Ausgabe des ersten Wertes des Erkennungskriteriums an die erste lokale Steuereinheit bedeutet hierbei insbesondere, dass zwischen dem ersten Ausgang der Zentralsteuereinheit und der ersten lokalen Steuereinheit eine Signalverbindung zur Übertragung eines Spannungssignals besteht, sodass in der ersten lokalen Steuereinheit die jeweilige Eigenschaft, in welcher sich die Spannungssignale, die jeweils verschiedenen Werten des Erkennungskriteriums entsprechen, als eine Implementierung der Abfrage des Erkennungskriteriums gemessen werden kann. Zweckmäßigerweise werden hierbei der erste Wert und der zweite Wert des Er- kennungskriteriums von der Zentralsteuereinheit jeweils über eine erste bzw. zwei- te Auslöseleitung vom ersten bzw. zweiten Ausgang zur ersten bzw. zweiten loka- len Steuereinheit ausgegeben, wobei zur Steuerung der Türbewegung ein ent- sprechender Steuerbefehl zwischen der Zentralsteuereinheit und der ersten bzw. zweiten lokalen Steuereinheit über die erste bzw. zweite Auslöseleitung übermittelt wird. Dies bedeutet, dass der jeweilige Wert des Erkennungskriteriums von der Zentralsteuereinheit an die entsprechende lokale Steuereinheit über eine Auslöse- leitung übermittelt wird, welche im Normalbetrieb des übergeordneten Steuersys- tems, also z. B. eines Türschließ- oder Einklemmschutz-Systems, dazu verwendet wird, einen Steuerbefehl zur Steuerung der Türbewegung - also insbesondere einen Befehl zum Initiieren oder zum Anhalten einer Schließbewegung der Fahr- zeugtür - zwischen der lokalen Steuereinheit und der Zentralsteuereinheit zu übermitteln.

Bei einem Einklemmschutz-System erfolgt die Übermittlung eines Steuerbefehls zum Anhalten der Schließbewegung der Fahrzeugtür von der lokalen Steuerein- heit zur Zentralsteuereinheit nach dem Erkennen eines Objekts im Bewegungsbe- reich der Fahrzeugtür durch die lokale Steuereinheit über die mit dieser verbunde- nen Sensorik, während bei einem Türschließ-System die Übermittlung eines Steu- erbefehls zum Schließen von der Zentralsteuereinheit an die lokale Steuereinheit zur Initiierung der Schließbewegung erfolgt, wenn die Zentralsteuereinheit ent- sprechend von einem Benutzer mittels Fernbedienung oder Flandgeste o.ä. ange- steuert wird, oder eine entsprechende Routine der Zentralsteuereinheit abläuft.

Günstigerweise werden hierbei als erster Wert und als zweiter Wert des Erken- nungskriteriums jeweils ein konstanter erster Spannungswert bzw. ein konstanter zweiter Spannungswert verwendet. Dies kann insbesondere dadurch erfolgen, dass der erste Spannungswert präpariert wird, indem eine entsprechende kon- stante Spannung am ersten Ausgang ausgegeben wird, und der zweite Wert als ein einer Masse entsprechender Masse-Spanungswert präpariert wird, indem der zweite Ausgang auf ein Massepotential gesetzt wird. Die beiden Spannungswerte können jedoch auch beide bzgl. des Massepotentials verschieden gewählt wer- den. Beispielsweise können der erste bzw. der zweite Spannungswert jeweils über eine am ersten bzw. zweiten Ausgang anliegende Spannung mittels eines ersten bzw. zweiten Spannungsteilers präpariert, wobei der erste bzw. zweite Span- nungsteiler über einen ersten bzw. zweiten Widerstand in der Zentralsteuereinheit und einen konstanten Widerstand in der jeweiligen lokalen Steuereinheit gebildet wird.

In einer weiter vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird in der Zentralsteuer- einheit ein mit einer ersten Taktfrequenz zwischen wenigstens zwei Spannungs- werten wechselndes Spannungssignal erzeugt, welches insbesondere am ersten Ausgang der Zentralsteuereinheit ausgegeben wird, und dadurch die erste Takt- frequenz als erster Wert des Erkennungskriteriums präpariert. Weiter wird in der Zentralsteuereinheit ein mit einer zweiten Taktfrequenz zwischen wenigstens zwei Spannungswerten wechselndes Spannungssignal erzeugt, welches insbesondere am zweiten Ausgang der Zentralsteuereinheit ausgegeben wird, und dadurch die zweite Taktfrequenz als zweiter Wert des Erkennungskriteriums präpariert. Insbe- sondere sind hierbei der Wertebereich der Spannungswerte für das Spannungs- signal der ersten Taktfrequenz und das Spannungssignal der zweiten Taktfre- quenz gleich.

Dies bedeutet, dass das erste und das zweite Spannungssignal z.B. als Recht- ecksignale zwischen denselben zwei Spannungswerten, jedoch mit unterschiedli- chen Periodendauern ausgestaltet sind, oder als Sinussignale im selben Span- nungsintervall oszillieren, jedoch mit verschiedenen Oszillationsfrequenzen. Eine Implementierung des Erkennungskriteriums über jeweils zeitveränderliche Span- nungssignale hat den Vorteil, dass in jeder einzelnen lokalen Steuereinheit ohne ein externen Erkennungsbefehl anhand der Variationen erkannt werden kann, ob das als Erkennungskriterium präparierte Spannungssignal anliegt, oder nicht. Im Fall einer lokal erkannten Variation kann dann jeweils eine Abfrage des Erken- nungskriteriums als Messung der Frequenz der Variation erfolgen, und mit den hinterlegten Werten verglichen werden.

Bevorzugt wird in der Zentralsteuereinheit zu einem ersten Zeitpunkt eine Versor- gungsspannung insbesondere über den ersten Ausgang an die erste lokale Steu- ereinheit ausgegeben wird, und dadurch der erste Zeitpunkt als erster Wert des Erkennungskriteriums präpariert, wobei in der Zentralsteuereinheit zu einem zwei- ten Zeitpunkt eine Versorgungsspannung insbesondere über den zweiten Aus- gang an die zweite lokale Steuereinheit ausgegeben wird, und dadurch der zweite Zeitpunkt als zweiter Wert des Erkennungskriteriums präpariert wird. Flierdurch kann die Zuweisung besonders einfach implementiert werden, da hierfür keine zusätzlichen Komponenten in den lokalen Steuereinheiten oder in der Zentral- steuereinheit erforderlich werden. Als Erkennungskriterium wird der Zeitpunkt ei- ner einsetzenden Leistungsversorgung herangezogen, also mithin ein Sprung in einem Spannungssignal.

Bevorzugt stehen dabei die lokalen Steuereinheiten miteinander in Kommunikati- on, z.B. über einen CAN-Bus o.ä., damit eine erste lokale Steuereinheit, deren Leistungsversorgung zuerst einsetzt, einer zweiten lokalen Steuereinheit ein ent- sprechendes Signal übermitteln kann beim Einsetzen der Leistungsversorgung an der zweiten lokalen Steuereinheit liegt somit zusätzlich am CAN-Bus o.ä. eine In- formation der ersten lokalen Steuereinheit über eine erfolgte Zuweisung ihrer Be- triebsparameter vor, anhand derer die zweite lokale Steuereinheit ihrerseits er- kennt, dass ihre Leistungsversorgung nicht als erste einsetzen konnte. Die erste lokale Steuereinheit kann dies entsprechend anhand des Fehlens einer solchen Information durch die zweite lokale Steuereinheit erkennen. Zweckmäßigerweise werden in jeder der lokalen Steuereinheiten Werte des Er- kennungskriteriums hinterlegt, welche jeweils gegeben sind durch unterschiedliche Tupel gebildet aus einer Mehrzahl an vorgegebenen Spannungswerten, wobei für jede der lokalen Steuereinheiten jeweils ein anderer Wert des Erkennungskriteri- ums präpariert wird, indem an einer der Länge des jeweiligen Tupels entspre- chenden Anzahl an Eingängen die dem Tupel entsprechenden Spannungswerte angelegt werden. Ein Tupel der Länge n über einer Menge G = {gi,...,gk} ist eine geordnete Zusammenfassung von n Objekten, wobei jedes einzelne der n Objekte jeweils gegeben ist durch ein Element gj der Menge G. Hierbei können sich Ele- mente gj wiederholen.

Vorliegend bedeutet dies, dass als einzelne Werte des Erkennungskriteriums je- weils geordnete Listen einer bestimmten Länge gebildet werden, deren Einträge jeweils aus der Mehrzahl an vorgegebenen Spannungswerten Ui, U2, ... auszu- wählen sind. Hierdurch wird bevorzugt eine der Mehrzahl an lokalen Steuereinhei- ten entsprechende Mehrzahl an Werten des Erkennungskriteriums, also eine Mehrzahl an derartigen Listen von Spannungswerten erzeugt. Hierbei ist die An- zahl der Eingänge, an welchen die entsprechenden Spannungswerte Ui, U2, ... an die jeweilige lokale Steuereinheit angelegt werden können, für die Länge des Tupels, also der Liste an Spannungswerten Ui , U2, ... zu berücksichtigen. Bevor- zugt ist hierbei jede der lokalen Steuereinheiten jeweils derart ausgebildet, dass unter Berücksichtigung der Anzahl der in der übergeordneten Anwendung der lo- kalen Steuereinheiten bereitzustellenden Spannungswerte so viele Eingänge für das Anlegen der Spannungswerte vorhanden sind, dass die Anzahl möglicher Tupel über den Spannungswerten wenigstens so groß ist wie die Anzahl der loka- len Steuereinheiten, welche in der übergeordneten Anwendung vorgesehen sind.

Beispielsweise können im Fall, dass in einem Türschließ-System vier lokale Steu- ereinheiten vorgesehen sind, und das zwei Spannungswerte Uo, Uv bereitgestellt werden können, wobei Uo einem Massepotential entspricht und Uv denselben Spannungswert aufweist wie eine Versorgerspannung der lokalen Steuereinhei- ten, durch Tupel mit je zwei geordneten Spannungswerten insgesamt vier Werte des Erkennnungskriteriums erzeugt werden: (Uo, Uo), (Uo, Uv), (Uv, Uo), (Uv, Uv). Dies bedeutet, dass für jede der lokalen Steuereinheiten ein entsprechender Wert des Erkennungskriteriums über das Anlegen der entsprechenden Spannungswer- te an zwei Eingängen präpariert werden kann, sodass für jede der vier lokale Steuereinheiten ein andere Wert präpariert wird. Ein Vorteil der genannten Ausgestaltung der Erfindung besteht dabei darin, dass die dem jeweiligen Wert des Erkennungskriteriums für eine lokale Steuereinheit entsprechenden Spannungswerte nicht durch einen„Master“, wie er z.B. in einer Zentralsteuereinheit der übergeordneten Anwendung gegeben sein kann, bereit- gestellt werden müssen, sondern unabhängig davon realisierbar ist.

Bevorzugt werden dabei für jede der lokalen Steuereinheiten die dem Tupel ent- sprechenden Spannungswerte jeweils durch eine entsprechende Anzahl an Ka- belverbindungen eines Kabelbaums bereitgestellt, wobei jeweils eine Kabelverbin- dung mit einem Eingang verbunden ist. Dies umfasst insbesondere, dass der Ka- belbaum des Kraftfahrzeugs dazu eingerichtet ist, wenigstens zwei Spannungs- werte bereitzustellen, wobei einer der Spannungswerte einem Massepotential ent- sprechen kann. Insbesondere kann dabei die konkrete Auswahl der an einer be- stimmten lokalen Steuereinheit gemäß ihrem jeweiligen Wert des Erkennungskri- teriums anzulegende Kombination von Spannungswerten durch das Anordnen von Steckbrücken oder Vorrichtungen vergleichbarer Wirkung zwischen einzelnen Strängen des Kabelbaums erreicht werden. Die Erfindung erstreckt sich hierbei insbesondere auch auf das Anordnen von ei- ner Anzahl an Steckbrücken in einzelne Leitungsstränge eines Kabelbaumes ei- nes Kraftfahrzeugs zum Ausgeben einer vorgegebenen Kombination von Span- nungswerten an einer Anzahl an Kabelenden, wenn der Kabelbaum unter Normal- bedingungen mit Spannung versorgt wird, sowie die Verwendung eines entspre- chend präparierten Kabelbaums zur Ausgabe einer definierten Kombination an Spannungswerten als Erkennungskriterium für eine lokale Steuereinheit, welche zur Steuerung einer Türbewegung in einem Kraftfahrzeug vorgesehen ist.

Als weiter vorteilhaft erweist es sich, wenn in jeder der lokalen Steuereinheiten wenigstens zwei Werte des Erkennungskriteriums hinterlegt werden, welche je- weils gegeben sind durch unterschiedliche Reihenfolgen von einer Mehrzahl an Grundkapazitäten von kapazitiven Sensoren, wobei in der ersten lokalen Steuer- einheit der erste Wert des Erkennungskriteriums präpariert wird, indem eine Mehr- zahl an kapazitiven Sensoren gemäß einer ersten Reihenfolge mit der ersten loka- len Steuereinheit verschaltet wird, und wobei in der zweiten lokalen Steuereinheit der zweiten Werte des Erkennungskriteriums präpariert wird, indem eine Mehrzahl an kapazitiven Sensoren gemäß einer zweiten Reihenfolge mit der zweiten lokalen Steuereinheit verschaltet wird. Dies umfasst insbesondere den Fall, dass jede lokale Steuereinheit m, n, ... mit derselben Mehrzahl an kapazitiven Sensoren verbunden ist, wobei die mit einer lokalen Steuereinheit m verbundenen kapazitiven Sensoren verschiedene Grund- kapazitäten Cm,i , Cm, 2, . . . aufweisen. An einer lokalen Steuereinheit m ist hierbei die Verschaltung derart, dass bzgl. der geordneten Anschlüsse nm, nri2, ... die Grundkapazitäten Cm,i , Cm, 2, . . . der kapazitiven Sensoren aufsteigend geordnet sind, dass also insbesondere Cm, i < Cm, 2 gilt, während hingegen an einer lokalen Steuereinheit n die Verschaltung derart ist, dass die Grundkapazitäten Cn, i , Cn,2, . . . bzgl. der Reihenfolge der Anschlüsse ni, n2 absteigend geordnet ist und insbe- sondere Cn, i > Cn,2 gilt. Die in den lokalen Steuereinheiten zu hinterlegende Werte des Erkennungskriteriums sind dann die geordneten Reihenfolgen der Grundka- pazitäten Cm, i < Cm, 2, . . . Cn, i > Cn,2, . . . , und das Präparieren eines Wertes des Er- kennungskriteriums besteht dann in der konkreten Verschaltung des kapazitiven Sensoren gemäß der für eine vorliegende lokale Steuereinheit aufgrund ihres Ein- satzortes vorgesehenen Reihenfolge.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden in der ersten lokalen Steuereinheit und in der zweiten lokalen Steuereinheit als Werte des Erkennungs- kriteriums Kapazitätswerte eines kapazitiven Sensors des Einklemmschutz- Systems hinterlegt, welche einer Relativbewegung einer Fahrzeugtür des Kraft- fahrzeugs entsprechen, falls diese den kapazitiven Sensor umfasst, wobei durch eine Zentralsteuereinheit eine vom Einklemmschutz-Systems erfasste Fahrzeugtür bewegt wird, und wobei als Erkennungskriterium die Kapazitätwerte des mit der jeweiligen lokalen Steuereinheit verbundenen kapazitiven Sensors der betreffen- den Fahrzeugtür abgefragt werden. Insbesondere werden dabei Werte einer Grundkapazität ohne Objekte in der unmittelbaren Umgebung des kapazitiven Sensors hinterlegt. Insbesondere können hierbei auch Kurven von Kapazitätswerten des jeweiligen kapazitiven Sensors als Werte des Erkennungskriteriums hinterlegt werden, wobei unterschiedliche Kurvenverläufe der Kapazitätswerte unterschiedlichen Werten des Erkennungskriteriums entsprechen. Die Kurvenverläufe entsprechen dabei bevorzugt dem Verlauf der Grundkapazitäten der Sensoren ohne Objekte in ihrer Nähe bei einem Verfahren einer entsprechenden Fahrzeugtür, wobei sich auf- grund der geometrischen Unterschiede der Fahrzeugtüren und ihrer Bewegungs- bereiche die Kurvenverläufe für unterschiedliche Fahrzeugtüren voneinander un- terscheiden. Das Präparieren eines bestimmten Wertes des Erkennungskriteriums kann dann durch ein Öffnen einer der Fahrzeugtüren realisiert werden, so dass durch das Öffnen der Fahrzeugtür und die dadurch erfolgende Bewegung des in ihr angeordneten kapazitiven Sensors der entsprechende Kurvenverlauf der Ka- pazitätswerte an der mit dem kapazitiven Sensor verbundenen lokalen Steuerein- heit erzeugt wird. Durch ein einfaches Öffnen einer Fahrzeugtür kann somit eine Zuweisung der Betriebsparameter erfolgen. Insbesondere kann hierbei einer loka- len Steuereinheit, welche einer anderen Fahrzeugtür zugeordnet ist, mittels eines Erkennungsbefehls der Zentralsteuereinheit signalisiert werden, eine Abfrage des Erkennungskriteriums durchzuführen, sodass in dieser lokalen Steuereinheit auf- grund einer ausbleibenden Veränderung der Kapazitätswerte als Erkennungskrite- rium ebenfalls eine Zuweisung der Betriebsparameter erfolgen kann.

Bevorzugt wird von der Zentralsteuereinheit ein erster bzw. zweiter Erkennungs- befehl an die erste bzw. zweite lokale Steuereinheit ausgegeben, wobei in der ers- ten bzw. zweiten lokalen Steuereinheit das Erkennungskriterium auf den ersten bzw. zweiten Erkennungsbefehl hin abgefragt wird. Für den Fall, dass ein überge- ordnetes System zur Steuerung der Türbewegungen eine solche Zentralsteuer- einheit aufweist, kann diese dazu verwendet werden, die Abfrage des Erken- nungskriteriums in den einzelnen lokalen Steuereinheiten zu synchronisieren. Ins- besondere werden im Fall, dass an noch mehr lokale Steuereinheiten eine Zuwei- sung der Betriebsparameter erfolgen soll, entsprechend mehr Erkennungsbefehle ausgegeben.

Als weiter vorteilhaft erweist es sich, wenn in jeder der lokalen Steuereinheiten das Erkennungskriterium bei einer Änderung des Betriebszustandes des Kraft- fahrzeugs abgefragt wird, und/oder wenn eine einmal erfolgte Zuweisung von Be- triebsparametern in einer der lokalen Steuereinheiten für eine vorgegebene An- zahl von Änderungen des Betriebszustandes des Kraftfahrzeugs beibehalten wird. Unter einer Änderung eines Betriebszustands des Kraftfahrzeugs ist insbesondere eine Änderung der Leistungsversorgung des Kraftfahrzeugs durch die Batterie zu verstehen, welche beispielsweise bei einem Neustart nach einem vorigen Aus- schalten und Verriegeln des Kraftfahrzeugs erfolgen kann, sowie bei einem völli- gen Abtrennen der Leistungsversorgung durch ein Abklemmen der Batterie. Hier- durch ist zum einen eine klare Routine für das Abfragen des Erkennungskriteriums definiert, zum anderen kann hierbei insbesondere erreicht werden, dass eine Ab- frage sicher dann erfolgt, wenn während eines inaktiven Betriebszustands potenti- ell ein Austausch einer lokalen Steuereinheit möglich ist. Zweckmäßigerweise wird in jeder der lokalen Steuereinheiten überprüft, ob bei einer Abfrage des Erkennungskriteriums ein Wert des Erkennungskriteriums mit hinreichend hoher Sicherheit bestimmt wurde, wobei eine Auswahl des Parame- tersatzes in Abhängigkeit der Überprüfung erfolgt. Unter einer Bestimmung des Wertes mit hinreichend hoher Sicherheit kann insbesondere eine Kenngröße für eine Unsicherheit bei der Abfrage definiert werden, beispielsweise über eine abso- lute oder zeitgemittelte Abweichung der jeweiligen Eigenschaft der elektrischen Größe von den hinterlegten Werten, und der Wert des Erkennungskriteriums nur dann als hinreichend sicher bestimmt akzeptiert werden, wenn die Kenngröße für die Unsicherheit einen vorgegebenen Grenzwert nicht überschreitet.

Insbesondere erfolgt eine Auswahl des Parametersatzes nur, wenn der Wert des Erkennungskriteriums mit hinreichend hoher Sicherheit bestimmt werden kann, wobei für den Fall, dass der Wert des Erkennungskriteriums nicht hinreichend si- eher bestimmt wird, bevorzugt eine Wiederholung der Abfrage erfolgt und/oder ein Fehlersignal an die anderen lokalen Steuereinheiten und/oder an eine Zentral- steuereinheit übertragen wird, sodass das übergeordnete System erst dann sei- nen Normalbetrieb aufnimmt, wenn eine fehlerfreie Zuweisung der Betriebspara- meter für alle lokalen Steuereinheiten verifiziert werden kann.

Die zweitgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine lokale Steu- ereinheit zur Steuerung einer Türbewegung für ein Kraftfahrzeug, umfassend ei- nen ersten nichtflüchtigen Speicher zum Speichern einer Mehrzahl an Parame- tersätzen von Betriebsparametern, einen zweiten nichtflüchtigen Speicher zum Speichern eines auf wenigstens zwei Werten einer elektrischen Größe basieren- den Erkennungskriteriums, Erkennungsmittel zur Abfrage des Erkennungskriteri- ums, und eine Prozessoreinheit zur Auswahl eines Parametersatzes in Abhängig- keit des durch die Erkennungsmittel abgefragten Wertes des Erkennungskriteri- ums.

Unter Erkennungsmitteln sind hierbei generell jegliche technischen Mittel zu ver- stehen, welche dazu eingerichtet sind, in der lokalen Steuereinheit den entspre- chenden Wert des Erkennungskriteriums abzufragen. Insbesondere kann es sich hierbei um eine Messeinrichtung zur Messung der betreffenden elektrischen Grö- ße, also insbesondere einer Spannung, eines Stroms, eines Widerstands oder einer Kapazität handeln. Der zweite nichtflüchtige Speicher kann insbesondere auch gemeinsam mit dem ersten nichtflüchtigen Speicher auf einem einzigen Speichermedium durch voneinander getrennte Speicher- oder Ordnerstrukturen realisiert werden, solange eine getrennte Adressierung des Speicherbereichs für den ersten nichtflüchtigen Speicher und für den zweiten nichtflüchtigen Speicher gewährleistet bleibt. Insbesondere ist der zweite nichtflüchtige Speicher zum Spei- chern einer Mehrzahl an Werten des Erkennungskriteriums eingerichtet.

Die für das Verfahren zur Zuweisung von Betriebsparametern und für seine Wei- terbildungen angegebenen Vorteile können dabei sinngemäß auf die lokale Steu- ereinheit übertragen werden. Bevorzugt ist hierbei die lokale Steuereinheit dazu vorgesehen, in ein System ein- gebunden zu werden, welches mehrere gleichartige lokale Steuereinheiten auf- weist, welche zusammen zur Steuerung von Türbewegungen unterschiedlicher Fahrzeugtüren vorgesehen sind, wobei jede einzelne Fahrzeugtür durch eine oder mehrere der lokalen Steuereinheiten angesteuert werden kann. Insbesondere ist dieses System als ein Einklemmschutz-System oder als ein Türschließ-System ausgebildet.

Die Erfindung nennt weiter ein Einklemmschutz-System für ein Kraftfahrzeug mit einer ersten lokalen Steuereinheit und einer zweiten lokalen Steuereinheit der vor- beschriebenen Art sowie einer Zentralsteuereinheit, welches zur Durchführung des vorbeschriebenen Verfahrens eingerichtet ist, und weiter ein Türschließ- System für ein Kraftfahrzeug mit einer ersten lokalen Steuereinheit und einer zwei- ten lokalen Steuereinheit der vorbeschriebenen Art sowie einer Zentralsteuerein- heit, welches zur Durchführung des vorbeschriebenen Verfahrens eingerichtet ist. Die für das Verfahren und seine Weiterbildungen angegebenen Vorteile lassen sich jeweils sinngemäß auf das Einklemmschutz-System und auf das Türschließ- System übertragen. Vorzugsweise umfasst im Türschließ-System eine lokale Steuereinheit jeweils wenigstens einen Motor zur Durchführung der automatisier- ten Schließbewegung der Tür. Insbesondere können im Türschließ-System unter- schiedliche Fahrzeugtüren mit verschiedenen Anzahlen an lokalen Steuereinhei- ten ausgerüstet sein, um so unterschiedliche Anforderungen beim Schließen der Fahrzeugtüren besser berücksichtigen zu können.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen jeweils schematisch:

Fig. 1 in einem Blockdiagramm ein Verfahren zur Zuweisung von Betriebs- parametern an eine Mehrzahl von lokalen Steuereinheiten zur Steue- rung von Türbewegungen für ein Kraftfahrzeug,

Fig. 2 in einem Blockschaltbild ein Einklemmschutz-System mit zwei loka- len Steuereinheiten, denen Betriebsparameter jeweils über konstante Spannungswerte zugewiesen werden,

Fig. 3 das Einklemmschutz-System nach Fig. 2 mit einer Zuweisung der

Betriebsparameter über Wechselspannungsfrequenzen, Fig. 4 das Einklemmschutz-System nach Fig. 2 mit einer Zuweisung der

Betriebsparameter über die Versorgungsspannung,

Fig. 5 das Einklemmschutz-System nach Fig. 2 mit einer Zuweisung der

Betriebsparameter über eine unterschiedliche Verschaltung kapaziti- ver Sensoren,

Fig. 6 das Einklemmschutz-System nach Fig. 2 mit einer Zuweisung der

Betriebsparameter über die Sensorwerte kapazitiver Sensoren beim Öffnen nur einer Fahrzeugtür, und

Fig. 7 in einem Blockschaltbild ein Türschließ-System für zwei Fahrzeugtü- ren mit vier lokalen Steuereinheiten, deren Betriebsparameter jeweils mittels der Zentralsteuereinheit zugewiesen werden, und Fig. 8 in einem Blockschaltbild das Türschließ-System nach Fig. 7, wobei die Zuweisung der Betriebsparameter über Signalverbindungen mit dem Kabelbaum erfolgt.

Einander entsprechende Teile und Größen sind in allen Figuren jeweils mit glei- chen Bezugszeichen versehen.

In Fig. 1 ist schematisch in einem Blockdiagramm ein Verfahren 1 zur Zuweisung von Betriebsparametern an eine erste lokale Steuereinheit 4a und eine zweite Steuereinheit 4b beschrieben. Die erste lokale Steuereinheit 4a und die zweite lokale Steuereinheit 4b sind zur Steuerung von Türbewegungen in einem nicht näher dargestellten Kraftfahrzeug vorgesehen. In einem ersten Schritt S1 werden jeweils in einem ersten nichtflüchtigen Speicher 6a, 6b der jeweiligen lokalen Steuereinheit 4a, 4b jeweils dieselben Parametersätze 8a, 8b von Betriebspara- metern hinterlegt. Jede der beiden lokalen Steuereinheiten 4a, 4b soll dann im Normalbetrieb mit den Betriebsparametern von jeweils einem der Parametersätze 8a, 8b betrieben werden. Um dazu den entsprechenden Parametersatz 8a, 8b der jeweiligen lokalen Steu- ereinheit 4a, 4b zuzuweisen, werden nun in einem zweiten Schritt S2 jeweils in einem zweiten nichtflüchtige Speicher 10a, 10b der jeweiligen lokalen Steuerein- heit 4a, 4b dieselben untereinander unterschiedlichen Werte 12a, 12b eines Er- kennungskriteriums hinterlegt. Das Erkennungskriterium basiert dabei auf wenigs- tens zwei Werten einer elektrischen Größe, sodass das Erkennungskriterium selbst gegeben ist durch eine messbare Eigenschaft der elektrischen Größe. Ent- sprechend können die Werte 12a, 12b beispielsweise durch voneinander ver- schiedene konstante Spannungswerte Ui, U2 gegeben sein, oder durch unter- schiedliche Frequenzen fi, f2 eines Spannungssignals, welches periodisch zwi- sehen zwei konstanten Werten Ui, U2 wechselt. Andere mögliche Ausgestaltungen des Erkennungskriteriums werden nachfolgend noch näher beschrieben. Im nächsten Schritt S3 wird nun für jede der beiden lokalen Steuereinheiten 4a, 4b jeweils ein Wert 12a‘, 12b‘ präpariert, indem jeweils eine Realisierung der elektri schen Größe mit derjenigen Eigenschaft an die betreffende lokale Steuereinheit 4a, 4b übermittelt wird, welche dem Wert 12a, 12b des Erkennungskriteriums ent- spricht. So kann z.B. an die erste lokale Steuereinheit 4a ein Spannungssignal mit der konstanten Spannung Ui und an die zweite lokale Steuereinheit 4b ein Span- nungssignal mit der Spannung U2 übermittelt werden, oder ein mit der Frequenz fi periodisch gepulstes Spannungssignal an die erste lokale Steuereinheit 4a und ein mit der Frequenz f2 periodisch gepulstes Spannungssignal an die zweite lokale Steuereinheit 4b.

In einem Schritt S4 wird nun in den lokalen Steuereinheiten 4a, 4b jeweils der vor- liegende Wert 12a‘, 12b‘ des Erkennungskriteriums abgefragt. Dies kann einer- seits auf einen entsprechenden, zentral an die lokalen Steuereinheiten 4a, 4b er- teilten Erkennungsbefehl 13 hin erfolgen. Andererseits können die lokalen Steuer- einheiten 4a, 4b auch durch das Vorliegen der Realisierung der elektrischen Grö- ße, also z.B. durch das Anliegen eines konstanten oder periodischen Spannungs- signals an einem entsprechenden Eingang 14a, 14b erkennen, dass nun eine Ab- frage des Wertes 12a‘, 12b‘ des Erkennungskriteriums, welcher in S3 präpariert wurde und nun am Eingang 14a, 14b eingegeben wird, erfolgen soll.

In einem Schritt S5 wird nun anhand des in der ersten lokalen Steuereinheit 4a ermittelten Wertes 12a‘ des Erkennungskriteriums, welcher am Eingang 14a ein- gegeben wurde, anhand einer Übereinstimmung mit dem im zweiten nichtflüchti- gen Speicher 10a hinterlegten Wert 12a der Parametersatz 8a ausgewählt, und die erste lokale Steuereinheit 4a fortan mit den Betriebsparametern des Parame- tersatzes 8a betrieben. Die zweite lokale Steuereinheit 4b wird entsprechend des Wertes 12b‘, welcher am Eingang 14b eingegeben wurde, infolge der Überein- stimmung mit dem hinterlegten Wert 12b mit den Betriebsparametern des Para- metersatzes 8b betrieben.

Zusätzlich kann zur Vermeidung von Fehlern noch ein nicht näher dargestellter Schritt erfolgen, in welchem in den beiden lokalen Steuereinheiten 4a, 4b jeweils überprüft wird, ob bei der Abfrage des jeweils über den Eingang 14a, 14b einge- gebenen Wertes 12a‘, 12b‘ mit hinreichender Sicherheit mit einem der jeweils im zweiten nichtflüchtigen Speicher 10a, 10b hinterlegten Werte 12a, 12b überein- stimmt, beispielsweise anhand von Grenzwerten für etwaige Abweichungen.

Überschreiten die Abweichungen des abgefragten Wertes 12a‘ von allen hinterleg ten Werten 12a, 12b des Erkennungskriteriums einen vorgegebenen Grenzwert, so kann die Abfrage in Schritt S4 wiederholt werden.

In Fig. 2 ist schematisch in einem Blockschaltbild ein Einklemmschutz-System 20 mit zwei lokalen Steuereinheiten 4a, 4b dargestellt, welche jeweils über eine Aus- löseleitung 22a, 22b und einen CAN-Bus 24 mit einer Zentralsteuereinheit 26 ver- bunden sind.

Im Normalbetrieb des Einklemmschutz-Systems 20 erteilt die erste lokale Steuer- einheit 4a über die Auslöseleitung 22a der Zentralsteuereinheit 26 einen Haltebe- fehl zum Anhalten einer Schließbewegung der Fahrzeugtüre, welche der ersten lokalen Steuereinheit 4a zugeordnet ist, wenn ein nicht näher dargestellter kapazi- tiver Sensor an dieser Fahrzeugtür, welcher mit der ersten lokalen Steuereinheit 4a verbunden ist, die Anwesenheit eines Objekt wie z.B. einer menschlichen Fland im Bewegungsbereich der Schließbewegung feststellt. Die Zentralsteuereinheit steuert dann eine automatisierte Unterbrechung der Schließbewegung dieser Fahrzeugtür, z.B. über ein Ansteuern entsprechender Motoren.

Für eine Zuweisung der Betriebsparameter an die erste bzw. zweite lokale Steu- ereinheit 4a, 4b kann durch die Ausgänge 28a, 28b über die Auslöseleitungen 22a, 22b jeweils eine konstante Spannung Ui, Ü2 mit Ui F Ü2 an die erste bzw. zweite lokale Steuereinheit 4a, 4b ausgegeben werden. Die Zuweisung erfolgt dann anhand der jeweils in der betreffenden lokalen Steuereinheit 4a, 4b ermittel- ten Spannung Ui, Ü2.

Hierbei ist es möglich, dass z.B. U2 = 0 gewählt wird. Da in diesem Fall die zweite lokale Steuereinheit 4b am Eingang 14b keinerlei Änderung des Signals gegen- über dem Normalzustand in einem Ruhemodus registriert, ist vorzugsweise über den CAN-Bus 24 ein Erkennungsbefehl 13 zu erteilen.

Die über die Ausgänge 28a, 28b der Zentralsteuereinheit 26 ausgegebenen Spannungen Ui, U2 können jedoch auch beide von Null verschieden sein. Dies kann insbesondere erreicht werden, indem jeweils mittels eines in der lokalen Steuereinheit 4a, 4b mit dem Eingang 14a, 14b verschalteten Widerstands Ro, dessen Wert für beide lokalen Steuereinheiten 4a, 4b gleich ist, und eines in der Zentralsteuereinheit 26 entsprechend ausgewählten Widerstands Ri, R2 ein Spannungsteiler gebildet wird, so dass bzgl. eines Referenzpotentials an den Ein- gängen 14a, 14b unterschiedliche, den über die unterschiedlichen Widerstände Ri, R2 gebildeten Spannungsteilern entsprechenden Spannungen Ui F Ih anlie- gen. In Fig. 3 ist schematisch in einem Blockschaltbild eine Variante des Einklemm- schutz-Systems 20 nach Fig. 2 dargestellt, wobei das an den Ausgängen 28a, 28b ausgegebene Spannungssignal durch periodische Rechteckspannungen unter- schiedlicher Frequenz fi, f2 gebildet wird. Die Zuweisung der Betriebsparameter erfolgt dann anhand der jeweils in der lokalen Steuereinheit 4a, 4b ermittelten Frequenz fi, f2.

In Fig. 4 ist schematisch in einem Blockschaltbild eine Variante des Einklemm- schutz-Systems 20 nach Fig. 2 dargestellt, wobei eine Zuweisung der Betriebspa- rameter über ein Ausgeben einer Versorgungsspannung Uv zu unterschiedlichen Zeitpunkten ti, t2 erfolgt. Die lokalen Steuereinheiten 4a, 4b sind mit der Zentral- steuereinheit 26 über Versorgungsleitungen 30a, 30b verbunden, über welche sie jeweils eine Versorgungsspannung Uv zur Leistungsversorgung für den Betrieb beziehen. Diese Versorgungsspannung Uv kann nun an die erste lokale Steuer- einheit 4a zu einem ersten Zeitpunkt ti ausgegeben werden, sodass die erste lo- kale Steuereinheit 4a den Betrieb vor der zweiten lokalen Steuereinheit 4b auf- nimmt, welche erst zu einem zweiten Zeitpunkt t2 > ti die Versorgungsspannung Uv bezieht. Anhand eines simplen Kommunikationsprotokolls zwischen der ersten und der zweiten lokalen Steuereinheit 4a bzw. 4b, welches z.B. über den CAN-Bus 24 er- folgen kann, kann die jeweilige lokale Steuereinheit 4a, 4b beim Betriebsstart in- folge der einsetzenden Versorgungsspannung Uv erkennen, ob die jeweils andere lokale Steuereinheit 4a, 4b sich bereits in Betrieb befindet, und hieran den Zeit- punkt ti bzw. t2 erkennen, wann die Versorgungsspannung Uv eingesetzt hat. Die- ser Zeitpunkt ti, t2 kann nun als Erkennungskriterium für eine Zuweisung der Be- triebsparameter herangezogen werden. In Fig. 5 ist schematisch in einem Blockschaltbild eine Variante des Einklemm- schutz-Systems 20 nach Fig. 2 dargestellt, wobei eine Zuweisung der Betriebspa- rameter über eine unterschiedliche Verschaltung kapazitiver Sensoren Ci, C2 er- folgt. Die beiden lokalen Steuereinheiten 4a, 4b sind dabei jeweils mit zwei kapazi- tiven Sensoren Ci, C2 unterschiedlicher Grundkapazität verschaltet, wobei in der ersten lokalen Steuereinheit 4a der kapazitive Sensor Ci mit niedrigerer Grundka- pazität an einem ersten Sensoreingang 32a und der kapazitive Sensor C2 mit hö- herer Grundkapazität an einem zweiten Sensoreingang 34a anliegt, während in der zweiten lokalen Steuereinheit 4b der kapazitive Sensor Ci mit der niedrigeren Grundkapazität am zweiten Sensoreingang 34b und der kapazitive Sensor C2 mit der höheren Grundkapazität am ersten Sensoreingang 32b anliegt. Diese unter- schiedlichen Reihenfolgen der Grundkapazitäten bei der Verschaltung der kapazi- tiven Sensoren Ci, C2 kann nun als Erkennungskriterium verwendet werden, wo- bei jeweils der konkrete Wert des Erkennungskriteriums durch die an der einzel- nen lokalen Steuereinheit 4a, 4b jeweils vorliegende Reihenfolge der Verschaltung gebildet wird.

In Fig. 6 ist schematisch in einem Blockschaltbild eine Variante des Einklemm- schutz-Systems 20 nach Fig. 2 dargestellt, wobei die Zuweisung der Betriebspa- rameter über die Sensorwerte kapazitiver Sensoren Co, Co· beim Öffnen nur einer Fahrzeugtür erfolgt. Die erste lokale Steuereinheit 4a ist mit einem kapazitiven Sensor Co verbunden, die zweite lokale Steuereinheit mit einem hierzu bauglei- chen kapazitiven Sensor Co·. Wird nun die Fahrzeugtür 36a durch die Zentralsteu- ereinheit 26 in Bewegung versetzt, in welcher der kapazitive Sensor Co angeord- net ist, so gibt dieser infolge der Bewegung an die erste lokale Steuereinheit 4a ein der Bewegung entsprechendes Signal 38a. Die andere Fahrzeugtür 36b ver- bleibt dabei geschlossen, so dass das Signal 38b, welches vom kapazitiven Sen- sor Co· an die zweite lokale Steuereinheit 4b ausgegeben wird, unveränderlich bleibt. Dies kann nun für die Zuweisung der Betriebsparameter herangezogen werde, indem einerseits der Kurvenverlauf der Kapazitätswerte im Signal 38a und andererseits der konstante Wert des Signals 38b als Werte des Erkennungskrite- riums hinterlegt werden. In Fig. 7 ist schematisch in einem Blockschaltbild ein Türschließ-System 40 für zwei Fahrzeugtüren 36a, 36b dargestellt. An der Fahrzeugtür 36a ist hierbei eine erste lokale Steuereinheit 4a zum Steuern einer Schließbewegung der Fahrzeug- tür 36a mittels eines in der ersten lokalen Steuereinheit angeordneten Motors 42a angeordnet, an der Fahrzeugtür 36b eine zweite lokale Steuereinheit 4b sowie zwei weitere lokale Steuereinheiten 4c, 4d zum Steuern einer Schließbewegung der Fahrzeugtür 36b mittels in der jeweiligen lokalen Steuereinheit angeordneter Motoren 42b, 42c, 42d. Die lokalen Steuereinheiten 4a bis 4d sind mit einer Zent- ralsteuereinheit 26 über Auslöseleitungen 22a bis 22d verbunden, über welche von der Zentralsteuereinheit 26 jeweils ein Befehl zum Schließen der betreffenden Fahrzeugtür 36a, 36b an die lokalen Steuereinheiten 4a bis 4d ergeht.

Während eines Identifikationsvorgangs können nun über die Auslöseleitungen 22a bis 22d durch die Zentralsteuereinheit 26 in bereits beschriebener Weise in Span- nungsbetrag und/oder Wechselspannungsfrequenz unterschiedliche Spannungs- Signale an die lokalen Steuereinheiten 4a bis 4d ausgegeben werden, welche in den lokalen Steuereinheiten 4a bis 4d jeweils als lokaler Wert des Erkennungskri- teriums zur Zuweisung der Betriebsparameter verwendet werden können.

In Fig. 8 ist in einem Blockschaltbild eine alternative Ausgestaltung des Tür- schließ-Systems 40 nach Fig. 7 dargestellt. Die erste lokale Steuereinheit 4a weist zwei Eingänge 14a, 15a auf, die zweite lokale Steuereinheit 4b weist zwei Eingän- ge 14b, 15b auf, die dritte lokale Steuereinheit 4c weist zwei Eingänge 14c, 15c auf und die vierte lokale Steuereinheit 4d weist zwei Eingänge 14d, 15d auf. An jedem der genannten Eingänge 14a-d, 15a-d ist eine der Leitungen 44a-d bzw. 45a-d angeschlossen, welche jeweils durch Kabelverbindungen eines Kabelbaum 46 gegeben sind. Im Kabelbaum 46 ist weiter ein Massestrang 48 angeordnet, welcher auf einem Massepotential Uo liegt. Durch Steckbrücken 50a-d sind die Leitungen 44a, 45a, 44b und 45c derart mit dem Massestrand verbunden, dass an den entsprechenden Eingängen 14a, 15a, 14b und 15c der Spannungswert Uo anliegt. An den verbleibenden Eingängen 15b, 14c, 14d und 15d liegt über die Lei- tungen 45b, 44c, 44d und 45d, welche in der Zeichnung gestrichelt dargestellt sind, jeweils derselbe Spannungswert Uv an, welcher von Uo verschieden ist. Hierbei kann Uv beispielsweise von einer für die Spannungsversorgung der loka- len Steuereinheiten 4a-d vorgesehenen Versorgerspannung abgezweigt sein

Durch die genannten Maßnahmen liegt nun an jeder der lokalen Steuereinheiten 4a-d eine andere Kombination der beiden Spannungswerte Uo, Uv an: An den Eingängen 14a, 15a der ersten lokalen Steuereinheit 4a liegt (Uo, Uo) an, an den (geordneten) Eingängen 14b, 15b der zweiten lokalen Steuereinheit 4b liegt (Uo, Uv) an (in Reihenfolge der Eingänge), an den Eingängen 14c, 15c der dritten loka- len Steuereinheit 4c liegt (Uv, Uo) an und an den Eingängen 14d, 15d der vierten lokalen Steuereinheit 4d (Uv, Uv) an. Diese Spannungskombinationen sind gleich- zeitig als Werte des Erkennungskriteriums in den lokalen Steuereinheiten 4a-d hinterlegt, so dass bei einer Abfrage der Kombination von an den jeweiligen bei den Eingängen 14a-d, 15a-d anliegenden Spannungswerten jede lokale Steuer- einheit 4a-d erkennt, an welchem Ort sie eingesetzt wird, und entsprechend den für den dortigen Betrieb vorgesehenen Parametersatz an Betriebsparametern für die Anwendung zuweisen kann.

Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert und beschrieben wurde, ist die Erfindung nicht durch dieses Ausfüh- rungsbeispiel eingeschränkt. Andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen. Bezugszeichenliste

1 Verfahren

4a-d erste bis vierte lokale Steuereinheit

6a, b erster nichtflüchtiger Speicher

8a, b Parametersatz an Betriebsparametern 10a, b zweiter nichtflüchtiger Speicher

12a, b hinterlegter Wert des Erkennungskriteriums 12a‘, b‘ präparierter Wert des Erkennungskriteriums 13 Erkennungsbefehl

14a-d Eingang

15a-d Eingang

20 Einklemmschutz-System

22a-d Auslöseleitung

24 CAN-Bus

26 Zentralsteuereinheit

28a, b Ausgang

30a, b Versorgungsleitung

32a, b erster Sensoreingang

34a, b zweiter Sensoreingang

36a, b Fahrzeugtür

38a, b Signal

40 Türschließ-System

42a-d Motor

44a-d Leitungen

45a-d Leitungen

46 Kabelbaum

48 Massestrang

50a-d Steckbrücken

Ci, 2 erster/zweiter kapazitiver Sensor

Co,o· kapazitiver Sensor

f 1 , 2 Frequenz Ro, 1 , 2 Widerstand

S1 -S5 Verfahrensschritte tl, 2 erster/zweiter Zeitpunkt

Ul, 2 konstante Spannung

Uv Versorgungsspannung