FRÖSCHL, Joachim (Zur Weihersenke 39, Herrsching, 82211, DE)
| Verfahren zur Vergabe von Adressen an die Speicherzellen eines wiederaufladbaren Energiespeichers
Patentansprüche
1. Verfahren zur Vergabe von Adressen an die Speicherzellen eines wiederaufladbaren Energiespeichers zur Verwendung in einem Kraftfahrzeug, wobei jede der Speicherzellen mindestens eine Sensor-Einrichtung und eine Individualisierungs-Einrichtung zur Speicherung einer Adresse aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbereitschaft der Speicherzellen unter Verwendung der Sensor-Einrichtung im Fahrzeug geprüft und jeder funktionstüchtigen Speicherzelle eine individuelle Adresse zugeordnet wird, wobei die individuelle Adresse zur Individualisierung der von der Sensor- Einrichtung bereitgestellten Sensorwerte verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbereitschaft der Speicherzellen regelmäßig beim Betrieb des Kraftfahrzeugs überprüft wird und nur solchen Speicherzellen erneut eine Adresse zugeordnet wird, die funktionsbereit sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Speicherzelle als funktionsbereit gilt, wenn deren Spannung zwischen einem ersten unteren Spannungswert und einem ersten oberen Spannungswert liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Speicherzelle als funktionsbereit gilt, wenn deren Spannung zwischen einem zweiten unteren Spannungswert und einem zweiten oberen Spannungswert liegt.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite untere Spannungswert höher ist als der erste obere Spannungswert.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweiten Speicherzelle eine andere Adresse, insbesondere eine höhere Adresse, zugeordnet wird als der ersten Speicherzelle.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn die überprüfung ergab, dass die betreffende Speicherzelle nicht funktionstüchtig ist, mindestens eine erneute überprüfung vorgenommen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn eine vorbestimmte Anzahl an überprüfungen ergeben hat, dass die betreffende Speicherzelle nicht funktionstüchtig ist, eine Veränderung der Spannung durch Laden oder Entladen der Speicherzelle, eine Symmetrierung der Speicherzellen, also eine Veränderung der Spannungen der Speicherzellen relativ zueinander, eine Bestimmung des Innenwiderstands der Speicherzelle, eine Bestimmung der Kapazität der Speicherzelle oder der Speicherzellen, und/oder eine Funktionsprüfung der Sensor-Einrichtung vorgenommen wird. |
Verfahren zur Vergabe von Adressen an die Speicherzellen eines wiederaufladbaren Energiespeichers
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vergabe von Adressen an die Speicherzellen eines wiederaufladbaren Energiespeichers zur Verwendung in einem Kraftfahrzeug, wobei jede der Speicherzellen mindestens eine Sensor-Einrichtung und eine Individualisierungs-Einrichtung zur Speicherung einer Adresse aufweist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei bekannten Speicherzellen eines wiederaufladbaren Energiespeichers, die eine Individualisierungs- und eine Sensor-Einrichtung aufweisen, wird in die Individualisierungs-Einrichtung eine Adresse eingeschrieben, um die von der
Sensor-Einrichtung abgegebenen Sensorwerte einer Adresse bzw. einer konkreten Speicherzelle zuordnen zu können. Das Einschreiben der Adresse in die Individualisierungs-Einrichtung, um mit der Sensor-Einrichtung über den Datenbus eines Kraftfahrzeugs kommunizieren zu können, erfolgt bei dem bekannten Verfahren nach der Fertigstellung des wiederaufladbaren Energiespeichers, dessen überprüfung auf Funktionstüchtigkeit und bevor dieser im Fahrzeug verbaut wird.
An diesem Verfahren ist nachteilig, dass das Vorhandensein einer Adresse in der Individualisierungs-Einrichtung lediglich den Schluss zulässt, dass die Speicherzellen zum Zeitpunkt des Einschreibens der Adresse funktionsbereit waren. Nach dem Verbau und beim Betrieb im Kraftfahrzeug liefert das Vorhandensein der Adresse in der Individualisierungs-Einrichtung keine Aussage darüber, dass die betreffende Speicherzelle immer noch funktionstüchtig ist. Das Einschreiben der Adressen verursacht Kosten und es kann kaum sichergestellt werden, dass ein und dieselbe Adresse nicht zweimal vergeben wird.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Adressvergabe an die Speicherzellen eines wiederaufladbaren Speichers zu optimieren.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Maßnahmen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.
Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung besteht darin, das bekannte Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dahingehend weiterzubilden, dass die Funktionsbereitschaft der Speicherzellen unter Verwendung der Sensor-Einrichtung im Fahrzeug geprüft und jeder funktionstüchtigen Speicherzelle eine individuelle Adresse zugeordnet wird, wobei die individuelle Adresse zur Individualisierung der von der Sensor-Einrichtung bereitgestellten Sensorwerte verwendet wird.
Hierdurch wird ermöglicht, dass eine Adresse nur denjenigen Speicherzellen zugeordnet wird, die auch tatsächlich im verbauten Zustand im Fahrzeug betriebsbereit sind. Damit ist die Vergabe einer Adresse ein Kriterium, dass die betreffende Speicherzelle zum Zeitpunkt der Prüfung im Fahrzeug funktioniert bzw. betriebsbereit ist und deren Sensor-Werte erfasst und überwacht werden können. Ferner kann sichergestellt werden, dass ein und dieselbe Adresse nicht an zwei oder mehr Speicherzellen oder andere Fahrzeugkomponenten vergeben worden ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Funktionsbereitschaft der Speicherzellen regelmäßig beim Betrieb des
Kraftfahrzeugs überprüft wird und nur solchen Speicherzellen erneut eine Adresse zugeordnet wird, die funktionsbereit sind. Hierdurch ist weitgehend sichergestellt, dass aus der Vergabe der Adresse bzw. aus dem Vorhandensein der Adresse geschlossen werden kann, dass die Speicherzelle aktuell betriebsbereit ist. über Gebühr gealterte Speicherzellen oder aus sonstigen Gründen nicht mehr betriebsbereite Speicherzellen werden erkannt und es können geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die erste Speicherzelle als funktionsbereit gilt, wenn deren Spannung zwischen einem ersten unteren Spannungswert und einem ersten oberen Spannungswert liegt. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Speicherzelle weder durch eine zu hohe Spannung gefährdet noch durch eine zu niedrige Spannung der Gefahr einer Umpolung ausgesetzt ist.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die zweite Speicherzelle als funktionsbereit gilt, wenn deren Spannung zwischen einem zweiten unteren Spannungswert und einem zweiten oberen Spannungswert liegt. Entsprechend einer Weiterbildung ist der zweite untere Spannungswert höher als der erste obere Spannungswert. Hierdurch kann ein ausreichender Abstand zwischen den Spannungen der einzelnen Speicherzellen sichergestellt werden.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der zweiten Speicherzelle eine andere Adresse, insbesondere eine höhere Adresse, zugeordnet wird als der ersten Speicherzelle. Hierdurch werden die Speicherzellen individualisiert. Der zweiten Speicherzelle, die eine höhere Spannung hat als die erste Speicherzelle usw., wird aus folgendem Grund bevorzugt eine höhere Adresse zugeordnet. Anhand der Position der Adresse im Adressen-Spektrum kann dann unmittelbar auf die Position der Speicherzelle innerhalb der Spannungsreihe, die durch sämtliche Speicherzellen des wiederaufladbaren Energiespeichers gebildet wird, geschlossen werden.
Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass dann, wenn die überprüfung ergab, dass die betreffende Speicherzelle nicht funktionstüchtig ist, mindestens eine erneute überprüfung vorgenommen wird. Hierdurch kann die Anzahl fehlerhafter Einschätzungen deutlich gesenkt werden.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass dann, wenn eine vorbestimmte Anzahl an überprüfungen ergeben hat, dass die betreffende Speicherzelle nicht funktionstüchtig ist, eine Maßnahme zur änderung dieser Situation vorgenommen wird. Diese Maßnahme kann in einer Veränderung der Spannung durch Laden oder Entladen der Speicherzelle, eine Symmetrierung der Speicherzellen, also eine Veränderung der Spannungen der Speicherzellen relativ zueinander, eine Bestimmung des Innenwiderstands der Speicherzelle, eine Bestimmung der Kapazität der Speicherzelle oder der Speicherzellen, und/oder in einer Funktionsprüfung der Sensor-Einrichtung bestehen.
