| WO/2003/090289 | MAGNETOELECTRIC TRANSDUCER AND ITS MANUFACTURING METHOD |
| JP2000294853 | HALL CENTER |
| JP2004063638 | HALL ELEMENT |
LEIKERMOSER, Albert (Ed. Kuhnstraße 9, Salzburg, A-5020, AT)
HAMBERGER, Peter (Bergweg 5, Kirchschlag, A-4202, AT)
LEIKERMOSER, Albert (Ed. Kuhnstraße 9, Salzburg, A-5020, AT)
| Verfahren zum Detektierten einer magnetischen Kenngröße, insbesondere der magnetischen Feldstärke (Hl) in einem Abschnitt (LI) eines von einem magnetischen Fluss durchflossenen Kerns (2), wobei ein Teil (18) des magnetischen Flusses vom Kern (2) abgezweigt und zumindest abschnittsweise in einem magnetischen Nebenschluss-Teil (7) geführt wird, wobei der Magnetwerkstoff des Nebenschluss-Teils (7) nicht gesättigt wird, und wobei mittels einer Sensor- und Auswerteeinrichtung (8, 10) aus diesem abgezweigten Teil (18) des magnetischen Flusses oder einer davon abgeleiteten Größe die magnetische Kenngröße (Hl) ermittelt wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der abgezweigte magnetische Fluss (18) über zumindest einen nicht ferromagnetischen Spalt (Sl, S2) geführt wird . Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der abgezweigte Teil (18) des magnetischen Flusses über einen Nebenschlusszweig (23) geführt wird, dessen effektive Permeabilität kleiner als die Permeabilität des Kerns (2) ist. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Abschnitt des magnetischen Nebenschluss-Teils (7) mit mindestens einer Sensorspule (19) umwickelt ist, in welcher oder in welchen der abgezweigten Teil (18) des magnetischen Flusses durch Induktion ein Sensorsignal (9) erzeugt. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der im Nebenschluss-Teil (7) geführte Teil (18) des magnetischen Flusses mittels eines Magnetfeldsensors, insbesondere eines Hall-Sensors erfasst wird. 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorsignal (9) einer Auswerteeinrichtung (10) zugeführt wird, um einen Gleichanteil des magnetischen Flusses zu ermitteln. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Auswerteeinrichtung (10) mittels eines Kerbfilters ein netzfrequenter Grundschwingungsanteil eliminiert wird, und eine Digitalisierung des Sensorsignals (19) durchgeführt wird, wobei in äquidistanten Zeitpunkten mit einer Abtastfrequenz abgetastet wird, die einem ganzzahligen Vielfachen der Netzfrequenz des Transformators entspricht. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass digitale Signalwerte mit einem jeweils eine halbe Periodendauer der Netzfrequenz zurückliegenden digitalen Signalwert addiert werden. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass aus den digitalen Signalwerten mittels eines Bandpass- Filters Signalanteile mit doppelter Netzfrequenz herausgefiltert werden und die herausgefilterten Signalwerte einer Fouriertransformation unterzogen werden . 10. Vorrichtung zum Detektierten einer magnetischen Kenngröße, insbesondere der magnetischen Feldstärke (Hl) in einem Abschnitt (LI) eines von einem magnetischen Fluss durchflossenen Kerns (2), umfassend: - einen magnetischen Nebenschluss-Teil (7), der einen vom Kern (2) abgezweigten Teil (18) des magnetischen Flusses führt, wobei der Magnetwerkstoff des Nebenschluss-Teils (7) nicht gesättigt wird; und - eine Sensor- und Auswerteeinrichtung (8, 10), die dazu eingerichtet ist, um aus dem abgezweigten Teil (18) des magnetischen Flusses, oder einer davon abgeleiteten Größe, die magnetische Kenngröße (Hl) zu ermitteln . 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem magnetischen Nebenschluss-Teil (7) und dem Kern (2) zumindest ein nicht ferromagnetischer Spalt (LI, L2) ausgebildet ist, und der abgezweigte magnetische Fluss (18) über diesen zumindest einen Spalt (LI, L2) geführt ist. 12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der abgezweigte Teil (18) des magnetischen Flusses über einen Nebenschlusszweig (23) geführt ist, dessen effektive Permeabilität kleiner ist als die Permeabilität im Kern (2) . 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der magnetische Nebenschluss-Teil (7) zumindest eine Sensorspule (19) trägt, in welcher vom abgezweigten Teil (18) des magnetischen Flusses ein Sensorsignal (9) induziert wird. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Sensorspule (19) signalleitend mit einer Auswerteeinrichtung (10) verbunden ist, welche signaltechnisch dazu eingerichtet ist, um aus dem zugeleiteten Sensorsignal (9) einen Gleichanteil des magnetischen Flusses zu ermitteln. 15. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der magnetische Nebenschluss-Teil (7) U-förmig ausgebildet ist und zwei Schenkel 21,22 aufweist, auf denen jeweils eine Sensorspule (19) angeordnet ist, die elektrisch in Serie geschaltet sind und räumlich im Nebenschlusszweig (23) derart angeordnet sind, dass sich die Wirkung von Fremdfeldern kompensiert, während sich die vom abgezweigten Teil (18) des magnetischen Flusses hervorgerufen induziert elektrische Spannung addiert. 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (10) ein Kerbfilter aufweist, welches aus dem Sensorsignal (9) einen net zfrequenten Grundschwingungsanteil eliminiert. 17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (10) dazu eingerichtet ist, eine Digitalisierung des Sensorsignals (9) durchzuführen, wobei in äquidistanten Zeitpunkten mit einer Abtastfrequenz abgetastet wird, die einem ganzzahligen Vielfaches der Netzfrequenz ist. 18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (10) so ausgebildet ist, dass digitale Signalwerte jeweils mit einem eine halbe Periodendauer der Netzfrequenz zurückliegenden digitalen Signalwert addiert werden. 19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (10) mit einem Bandpass- Filter ausgestattet ist, um aus den digitalen Signalwerten Signalanteile mit doppelter Netzfrequenz herauszufiltern . 20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (10) fernerhin mit einer Recheneinrichtung ausgestattet ist, mittels derer aus herausgefilterten Signalwerten eine Fouriertransformation berechenbar ist. 21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Nebenschluss-Teil (7) aus einem Paket geschichteter C-förmiger ferromagnetischer Bleche gebildet ist. 22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die C-förmigen Bleche erste Schenkel (21) und zweite Schenkel (22) aufweisen und die Anordnung zum Kern (2) so gewählt ist, dass jeder dieser Schenkel (21, 22) zwischen einer zum Kern weisenden Stirnfläche und der Oberfläche (14) des Kerns (2) jeweils einen Spalt (Sl, S2) ausbildet . 23. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 20, oder der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 22 bei einem in ein Energieversorgungsnetz eingebundenen Transformator, um im Kern (2) des Transformators einem Gleichfluss-Anteil entgegen zu wirken und/oder den Betriebszustand des Transformators zu registrieren. |
Verfahren und Vorrichtung zum Detektieren einer magnetischen
Kenngröße in einem Kern
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Detektieren einer magnetischen Kenngröße, insbesondere der magnetischen Feldstärke in einem Abschnitt eines von einem magnetischen Fluss durchflossenen Kerns.
Stand der Technik
Bei elektrischen Transformatoren, wie sie in Energie- Verteilungsnetzen verwendet werden, kann aufgrund des
verstärkten Einsatzes leistungselektronischer Baukomponenten, wie sie beispielsweise in Zusammenhang mit elektrischen
Antrieben oder Blindleistungskompensationsanlagen eingesetzt werden, eine Stromkomponente entstehen, die bezüglich des Netzes als Gleichstrom anzusehen ist. Dieser Gleichstrom oder "DC-Anteil" beträgt zwar meist nur einige Promille des
Transformator-Nennstroms, bewirkt aber im Kern des
Transformators einen magnetischen Gleichfluss, der sich dem Wechselfluss überlagert.
Auch durch sogenannte "Gomagnetically Induced Currents" (GIC) kann es in einem Transformatorkern zur Ausbildung eines
Gleichfluss-Anteils kommen. Moderne Kernwerkstoffe haben eine sehr hohe magnetische
Permeabilität und Kerne werden in Step-Lap-Schichtverfahren erzeugt. Dadurch haben Trafokerne eine sehr hohe magnetische Leitfähigkeit und üblicherweise wird der magnetische
Werkstoff eines Transformatorkerns mit einer hohen Ausnutzung betrieben, was den Transformator besonders empfindlich gegen Gleichfelder macht.
Bereits moderate Gleichstromamperewindungen können eine solche Unsymmetrie bei der Aussteuerung der BH- Kennlinie verursachten, so dass die Flussdichte jeweils in einer
Halbperiode nahe der Sättigungsflussdichte des Kernwerkstoffs kommt. Der Magnetisierungsstrom ist dadurch nicht mehr sinusförmig, sondern verzerrt. Es erhöht sich die Temperatur im Kern und in der elektrischen Wicklung. Bei Betrieb tritt eine erhöhte Geräuschentwicklung auf, was insbesondere dann von Nachteil ist, wenn ein Transformator in der Nähe eines Wohnbereichs zu installieren ist.
Um Betriebsgeräusche bei einem Transformator zu verringern, wird in der DE 40 21 860 C 2 eine Geräuschmessung am
Transformator vorgeschlagen. In Abhängigkeit der Geräusche des Transformators speist ein Gleichstromerzeuger in eine Kompensationswicklung des Transformators einen
Kompensationsstrom ein, so dass die Betriebsgeräusche
verringert werden. Die Geräuschmessung ist aber aufwändig und störanfällig .
Grundsätzlich könnte man bei einem Leistungstransformator den Gleichfluss-Anteil auch durch Stromwandler ermitteln, indem die in den Primärwicklungen und Sekundärwicklungen fließenden Ströme gemessen werden und aus dem Messsignal Anteile der geradzahligen Harmonischen , welche mit dem magnetischen Gleichfluss im Kern korrelieren, herausgefiltert werden. Von Nachteil ist hierbei aber, dass die Stromwandler in einem Bereich hoher Spannungspotentiale zu installieren sind, was im Zusammenhang mit dem hohen Isolationsaufwand kostspielig ist .
Eine andere Möglichkeit bestünde darin, den Gleichfeld-Anteil durch die Bestimmung der spektralen Anteile von geradzahligen Harmonischen in den Spannungssignalen herauszufiltern . Diese Amplitude der geradzahligen Harmonischen liegt aber
verglichen mit der net zfrequenten Grundschwingung nur im Promillebereich, was die Messdatenverarbeitung aufwändig macht . Darüber hinaus ergeben sich bezüglich der Zuverlässigkeit eines solchen Messsystems besondere Anforderungen, da ein Leistungstransformator stets für einen sehr langen
Betriebszeitraum ausgelegt ist und ein sehr geringer
Wartungsaufwand angestrebt wird. Es versteht sich von selbst, dass ein Messsystem zur Detektion eines Gleichanteils sowohl die Auslegung des magnetischen Kerns als auch der
elektrischen Wicklung und anderer mechanischer Baukomponenten möglichst unbeeinflusst lassen soll. Die PCT/EP2007/055728 beschreibt einen Transformator mit Gleichfluss-Kompensation, wobei nach Maßgabe einer
Magnetfeldmessung ein Kompensationsstrom so vorgegeben wird, dass der Gleichanteil gemindert wird. Das Magnetfeld wird mittels einer am Transformatorkern angeordnete Sensorspule gemessen. Die Messspule ist zuverlässig, die Verarbeitung des Messsignals erfordert aber aufgrund der Signalschwäche des Sensorsignals einerseits sehr aufwändige Hardwarekomponenten zur Signalkonditionierung und darüber hinaus sehr komplexe Signalverarbeitungsalgorithmen .
Eine allseits zufriedenstellende Detektion eines
Gleichanteils in einem Kern ist allerdings bislang nicht bekannt .
Darstellungen der Erfindung
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Ansatz zu schaffen, der auf möglichst einfache Art und Weise eine zuverlässige Detektion einer unsymmetrischen Kernaussteuerung ermöglicht .
Diese Aufgabe wird für ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und für eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den jeweils abhängigen Ansprüchen definiert.
Die Erfindung geht einen neuen Weg bei der Erfassung der physikalischen Größe, welche die unsymmetrische Aussteuerung des magnetischen Werkstoffs verursacht. Gemäß der Erfindung kommt eine Sensoreinrichtung zum Einsatz, welche nach Art eines "magnetischen Bypass" arbeitet: mittels eines
ferromagnetischen Nebenschluss-Teils wird ein Teil des magnetischen Hauptflusses am Transformatorkern abgezweigt und stromabwärts wieder zugeführt. Aus diesem abgezweigten und in Nebenschluss zum Kern geführten Flussanteil wird entweder direkt, oder indirekt aus einer davon abgeleiteten
physikalischen Größe, die magnetische Feldstärke im vom
Nebenschlusszweig überbrückten Kernabschnitt ermittelt. Durch diese Erfassung der magnetischen Feldstärke, im Folgenden auch als magnetische Erregung bezeichnet, ergibt sich eine Reihe von Vorteilen. Zum einen verringert sich der
signaltechnische Aufwand, um einen Gleichfeld-Anteil in einem Weichmagnetischen Kern zu ermitteln, da bekanntlich bei einer beginnenden Sättigung im Transformatorkern der Anteil des Streuflusses steigt. Das heißt, bei jeder Halbperiode, bei der das magnetische Material des Kerns (Messobjekte) im vom Nebenschluss-Teil (Sensor) überbrückten Bereich aufgrund der Unsymmetrie in die Sättigung gerät, erhöht sich aufgrund der prinzipbedingt wesentlich höheren magnetischen
Sättigungsgrenze des Nebenschluss-Teils der im
Nebenschlusszweig geführte Flussanteil in Relation zum
Hauptfluss im Messobjekt. Mit anderen Worten, erfindungsgemäß wurde der Vorteil des technischen Effektes erkannt, dass es für die Detektion einer magnetischen Kenngröße in einem
Abschnitt des Kerns günstig ist, wenn der Nebenschlusszweig, auch im Falle starker magnetischer Sättigung im Bereich des vom Nebenschluss-Teil (Sensor) überdeckten Abschnittes des Kerns (Messeobjekt), selbst noch keinerlei magnetische
Sättigungseffekte zeigt und sein „magnetischer Widerstand", also im Wesentlichen die effektive Permeabilität des
magnetischen Nebenschlusses, weitgehend von der
Sättigungssituation des Messobjektes unbeeinflusst und konstant bleibt. Dieser Effekt kann auf unterschiedliche Art und Weise erwirkt werden.
In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der abgezweigte magnetischen Flusses über zumindest einen nicht ferromagnetischen Spalt, im Folgenden auch der Anschaulichkeit wegen als "Luftspalt" bezeichnet, geführt. Dadurch ist es möglich die magnetische
Sättigungsgrenze zu erhöhen und obendrein eine linearisierende Wirkung auf die effektive Permeabilität des gesamten Nebenschlusszweiges und damit auf die
Messgenauigkeit zu entfalten. Im Ergebnis erreicht man, dass selbst im Falle starker magnetischer Sättigung des Kerns, der Magnetwerkstoff des Nebenschluss-Teils noch immer frei von magnetischen Sättigungseffekten ist und dieser abgezweigte magnetische Flussanteil direkt proportional zur magnetischen Erregung des überwachten Bereichs des Messobjektes ist. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass der Nebenschlusszweig, über den der abgezweigte Teile des magnetischen Flusses geführt wird, eine effektive Permeabilität aufweist, die kleiner ist als die Permeabilität des weichmagnetischen Kernwerkstoffs. Dadurch wird ebenfalls erreicht, dass selbst im Falle starker magnetischer Sättigung des Kerns, der Nebenschluss-Teil noch immer frei von
magnetischen Sättigungseffekten ist und dessen magnetische Fluss direkt proportional zur magnetischen Erregung des überwachten Bereichs des Messobjektes ist. In einer weiteren Fortbildung dieser Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass der abgezweigte magnetische Fluss über einen nicht
ferromagnetischen Spalt geführt wird. Der Nebenschlusszweig wird dadurch bezüglich Sättigungseffekten noch
unempfindlicher .
Mit Vorteil ist der magnetische Nebenschluss-Teil mit einer Messeinrichtung versehen, mittels derer der abgezweigte magnetische Fluss im Nebenschlusszweig gemessen wird.
Technisch einfach kann dies durch eine Sensorspule realisiert sein, die am Nebenschluss-Teil angeordnet ist. In dieser
Sensorspule wird bei zeitlicher Änderung des die Sensorspule durchsetzenden abgezweigten magnetischen Flussanteils ein Sensorsignal induziert. Es kann aber auch ein anderer Magnetfelddetektor, beispielsweise ein Hallsensor verwendet werden .
Zum Zwecke der Auswertung wird das Sensorsignal einer
Auswerteeinrichtung zugeführt. In der Auswerteeinrichtung kann dann aus dem Sensorsignal beispielsweise der
Gleichanteil eines magnetischen Flusses im Kern eines
Transformators ermittelt werden. Für die Auswertung ist es günstig, wenn mittels eines
Kerbfilters zunächst ein niederfrequenter
Grundschwingungsanteil eliminiert wird, das Sensorsignal dann digitalisiert wird, wobei in äquidistanten Zeitpunkten mit einer Abtastfrequenz abgetastet wird, die einem ganzzahligen vielfachen der Netzfrequenz des Transformators entspricht.
Für die Signalverarbeitungseinheit kann es günstig sein, wenn digitale Signalwerte mit einem jeweils eine halbe
Periodendauer der Netzfrequenz zurückliegenden digitale
Signalwerte addiert werden.
Hierbei ist von Vorteil, wenn aus den digitalen Signalwerten mittels eines Bandpass-Filters Signalanteile mit doppelter Netzfrequenz herausgefiltert werden und die herausgefilterten Signalwerte einer Fourier-Transformation unterzogen werden.
Die Aufgabe wird auch durch Bereitstellung einer Vorrichtung gelöst, welche einen magnetischen Nebenschluss-Teil aufweist, der einen vom Kern abgezweigten Teil des magnetischen Flusses führt, wobei der Magnetwerkstoff des Nebenschluss-Teils nicht gesättigt wird, und welche eine Sensor- und
Auswerteeinrichtung aufweist, die dazu eingerichtet ist, um aus diesen abgezweigten Teil des magnetischen Flusses oder einer davon abgeleiteten Größe dem magnetische Feldstärke im Abschnitt zu ermitteln.
Eine hinsichtlich der Zuverlässigkeit günstige
Ausführungsform der Erfindung kann darin bestehen, dass ein oder mehrere Abschnitte des magnetischen Nebenschluss-Teils mit mindestens einer Sensorspule umwickelt sind, in welcher durch Induktion ein Sensorsignal erzeugt wird und daraus mittels einer Auswerteeinrichtung der Gleichanteil ermittelt wird. Es werden keine aktiven Baukomponenten benötigt, die Sensorspule unterliegt keinerlei Drift.
Eine bevorzugte Ausführungsform kann so konstruiert sein, dass der Nebenschluss-Teil U-förmig ausgebildet ist und an jedem Schenkel jeweils eine Sensorspule angeordnet ist. Durch entsprechende Verschaltung der beiden Sensorspulen können Störeinflüsse verringert werden.
Um aus dem Sensorsignal auf möglichst einfache Weise die geradzahligen Harmonischen, welche den Gleichfluss-Anteil im Kern abbilden, zu extrahieren, ist es günstig, wenn in der Auswerteeinrichtung eine Digitalisierung des Sensorsignals durchgeführt wird, wobei in äquidistanten Zeitpunkten mit einer Abtastfrequenz abgetastet wird, die einem ganzzahligen Vielfachen der Netzfrequenz des Transformators entspricht.
Zur Unterdrückung der im Messsignal der Sensorspule
vorhandenen netzfrequenten Signalanteile kann mit Vorteil ein an sich bekanntes Kerbfilter verwendet werden. Dadurch können die netzfrequenten Signalanteile weitgehend unterdrückt werden. Ein Kerbfilter kann sowohl in digitaler Bauform als auch in analoger Bauform hergestellt sein. Eine besonders bevorzugte Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens beziehungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Unterdrückung von Betriebsgeräuschen bei
Leistungstransformatoren. Die Erfindung macht es möglich, dass ein magnetisches Gleichfeld im Kern des Transformators technisch einfach und zugleich zuverlässig über einen langen Betriebszeitraum erfasst werden kann. In Verbindung mit einer am Transformator zusätzlich eingebrachten
Kompensationswicklung und eine Einrichtung zur Erzeugung eines Kompensationsstroms, kann in an sich bekannter Weise der die Unsymmetrie verursachende Gleichfluss wirkungslos gemacht werden. Die vorliegende Erfindung ermöglicht eine einfache und in Betrieb zuverlässige Erfassung der relevanten magnetischen Kenngröße im Kern, die eine Voraussetzung für eine wirksame Kompensation ist.
Die Erfindung ermöglicht fernerhin auf einfache Weise eine Registrierung des magnetischen Flusses im Transformatorkern, so dass während des Betriebs auftretende Belastungszustände überwacht und aufgezeichnet werden können (Monitoring) .
Das der Erfindung zu Grunde liegende Messprinzips kann auch mit Vorteil bei der Herstellung weichmagnetischer Kerne für elektrische Maschinen gesehen werden. Bei der Herstellung von Transformatoren, wie sie in Energieversorgungsnetzen
eingesetzt werden, können qualitative Eigenschaften des geschichteten Magnetkerns während der Produktion erfasst und überwacht werden. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit der vorliegenden Erfindung kann in ein mobiles oder stationäres Messgerätes für
magnetische Kenngrößen sein. Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird im nachfolgenden Teil der Beschreibung auf die Zeichnungen Bezug genommen in denen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen, Einzelheiten und Weiterbildungen der Erfindung zu entnehmen sind.
Figur 1 ist eine schematische Darstellung eines
Transformators, in welcher eine mögliche Anordnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Detektion eines Gleichfluss-Anteils im Kern und die Signalverarbeitungseinheit als Blockschaltbild skizziert ist; Figur 2 ist eine schematische Zeichnung, welche in einer vergrößerten Darstellung den Nebenschluss-Teil zeigt, der als magnetischer Shunt fungiert indem er einen Bypass zur magnetischen Hauptflussrichtung bildet .
Ausführung der Erfindung
Figur 1 zeigt in einer schematischen perspektivischen
Darstellung einen Transformator 1, der mit einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Detektion eines
magnetischen Gleichanteils versehen ist. Die Detektion des Gleichanteils ist eine Voraussetzung, um der durch einen Gleichfluss-Anteil (DC-Anteil) und der damit einhergehenden unsymmetrischen Aussteuerung des magnetischen Werkstoffs des wirkungsvoll entgegen zu wirken. Bei Betrieb auftretende Geräusche und lokale Erwärmung können dadurch reduziert werden . Der Transformator 1 besitzt einen Kern 2, der drei Schenkel 6 aufweist. Jeder dieser Schenkel 6 trägt eine
Wicklungsanordnung 3. Die drei Schenkel 6 sind in üblicher Bauweise oben mit einem oberen Joch 4 und unten mit einem unteren Joch 5 verbunden. Gemäß der Erfindung ist an einem freiliegenden Abschnitt der Oberfläche 14 des oberen
Jochteils 4 ein so genanntes Nebenschluss-Teil 7 direkt anliegend oder in einem Abstand angeordnet. Dieses
Nebenschluss-Teil 7 dient dem Zwecke der Erfassung des
Gleichfluss-Anteils im Kern 2.
Der Nebenschluss-Teil 7, dessen Funktion unten stehend näher erläutert wird, liefert ein Sensorsignal 9 an eine
Auswerteeinrichtung 10. Die Auswerteeinrichtung 10 erzeugt ein Steuersignal 11, welches einer nachgeschalteten
Kompensationsstrom-Erzeugungseinrichtung 12 zugeführt ist. Die Kompensationsstrom-Erzeugungseinrichtung 12 erzeugt nach Maßgabe des zugeführten Steuersignals 11 einen
Kompensationsstrom 13, welcher in die Kompensationswicklung 20 (Figur 2) des Transformators 1 eingespeist wird. Der
Kompensationsstrom 13 wird dabei in Größe und Richtung so vorgegeben, dass er dem Gleichanteil 15 des magnetischen Flusses im Kern 2 des Transformators 1 entgegengewirkt beziehungsweise diesen kompensiert.
In Figur 2 ist der Nebenschluss-Teil 7 in einer vergrößerten Darstellung zu sehen. Der Nebenschluss-Teil 7 ist zu einem Abschnitt am oberen Joch 4 des Transformators 2 etwa parallel liegend angeordnet. Er führt einen Bruchteil des magnetischen Flusses 17, der im oberen Jochteil 4 des Transformators 1 fließt. Im Falle einer Sättigung kommt es zu einem Anstieg des Streuflusses und damit auch zu einem Anstieg des im
Nebenschluss geführten Flussanteils.
Wie Figur 2 zeigt, wird mit Hilfe des Nebenschluss-Teils 7 vom Hauptfluss der elektrischen Maschine ein Teil 18 (Φ2) des magnetischen Flusses abgezweigt und in einem
"magnetischen Bypass" geführt. Dabei führt der Pfad dieses abgezweigten magnetischen Flusses 18 (Φ2) an der
Abzweigungsstelle zunächst über einen Luftspalt Sl in einen ersten Schenkel 21 des Nebenschluss-Teils 7. Über einen mittleren Abschnitt gelang der abgezweigte Fluss zu einem zweiten Schenkel 22. Von dort tritt der abgezweigte Teilfluss Φ2 über den Luftspalt S2 wieder in den oberen Jochteil 4 ein. Nach Vereinigung mit dem magnetischen Fluss Φ1 des Überbrückungsabschnittes LI ergibt sich wieder der Hauptfluss Φ.
In Figur 2 ist zu jedem dieser magnetischen Flussanteile Φ1 und Φ2 die jeweils dazugehörige magnetische Erregung mit Hl und H2, der Weg im Eisen mit LI und L2 und die jeweilige
Querschnittsfläche mit AI und A2 bezeichnet. Mit dem Pfeil 15 ist der Gleichanteil des magnetischen Flusses gekennzeichnet, der sich dem Haupt-Wechselfluss 17 überlagert. Es lässt sich durch Anwendung des Durchflutungsgeset zes zeigen, dass der magnetische Fluss Φ im Sensor, also im
Nebenschlusszweig 23, sich direkt proportional zur
magnetischen Erregung H im vom Sensor überdeckten Bereich des Messobjektes verhält.
Φ 2 = [ (μ 0 · Li . A 2 ) / S' ] . Hi Dabei bedeutet
S' [S + (L 2 / μ κ2 ) ]
mit der Gesamtluftspaltlänge S — Sl + S2 und mit der relativen Permeabilität des Nebenschluss-Teils JLR2 ·
Da elektrische Transformatoren und andere elektrische
Maschinen üblicher Weise von sinusförmigen Spannungsquellen mit niedriger Quellimpedanz betrieben werden, kann aufgrund des Induktionsgesetzes der Verlauf der ersten Ableitung des magnetischen Flusses Φ (direkt proportional zur
Quellenspannung) und daraus unmittelbar folgend auch dessen Integral, also der magnetische Fluss Φ selber und daher auch die magnetische Flussdichte bzw. Induktion B , als weitgehend sinusförmig angenommen werden. Bei dem Auftreten von
magnetischen Sättigungseffekten muss nun aufgrund der stark abnehmenden Permeabilität des Magnetmaterials die magnetische Erregung H wesentlich erhöht werden, um die geforderte magnetische Flussdichte B zu erlangen. Dies erklärt auch, warum sich magnetische Sättigungseffekte im Vergleich mit der Flussdichte B wesentlich stärker in der magnetischen Erregung H (und somit auch in deren erster Ableitung nach der Zeit) abbilden. Deshalb sind Detektoren vorteilhaft, die ein zur magnetischen Erregung H oder zu deren erster Ableitung dH/dt proportionales Messsignal liefern. Darüber hinaus kann dieses Messverfahren neben dem obig beschriebenen Verwendungszweck auch zum Bau von Messgeräten zur Messung der in einem
Prüfling herrschenden magnetischen Erregung H oder darüber hinaus im Zusammenwirken mit einer magnetischen Flussdichtemessung zur Bestimmung der
Magnetisierungskennlinie des verwendeten Magnetmaterials in einem Prüfling benützt werden. Der magnetische Nebenschlusszweig 23 lässt sich an einem beliebigen Bereich eines Kernabschnitts, zum Beispiel am Joch oder an einem Schenkel mit geringem Aufwand anbringen. Die Auslegung des Transformatorkerns, der elektrischen Wicklung oder andere mechanischer Komponenten ist von diesem
Nebenschlusszweig unbeeinflusst . Das neue Prinzip ermöglicht eine Erfassung des Gleichfluss-Anteils ohne Integration und damit ohne Drift. Das erfindungsgemäße Messeprinzip kann daher auch mit Vorteil für eine Langzeit- Registrierung
(Monitoring) eingesetzt werden. Die Herstellungskosten sind gering.
Aufgrund der oben beschriebenen Proportionalität zwischen magnetischer Erregung H im Prüfling und dem magnetischen Fluss Φ im Sensor entspricht die im Sensor induzierte
Spannung dann im Prüfling der ersten Ableitung der
magnetischen Erregung nach der Zeit (dH/dt) und kann mit geeigneten Auswerteverfahren über die gesamte Betriebsdauer ein langzeitstabiles Abbild der magnetischen
Gleichfeldanteile in einem Transformator oder im Magnetkreis einer elektrischen Maschine liefern.
Von besonderem Vorteil ist die Verwendung von zwei
Sensorspulen (in Figur 2 punktiert dargestellt), die jeweils auf eine Schenkel 21, 22 angeordnet sind und elektrisch in Serie geschaltet sind und entlang des magnetischen
Nebenschlusszweiges 23 derart angeordnet sind, dass sich einerseits die Wirkung von Fremdfeldern und/oder Streufeldern kompensiert, während sich die Auswirkung des vom Prüfling verursachten magnetischen Flusses Φ im Sensor im Spannungsmesssignal addieren. Dies kann beispielsweise durch symmetrische Anbringung der beiden Sensorspulen an den jeweiligen Seitenschenkeln eines U-förmigen Sensors erreicht werden.
Durch Einbringung eines so genannten Hallsensors in den magnetischen Nebenschlusskreis 23 des Sensors, beispielsweise in dem oder in einen seiner Luftspalte, kann aufgrund oben erwähnter Proportionalität zwischen magnetischer Erregung H im Prüfling ( Messobjekt) und dem magnetischen Fluss Φ beziehungsweise der magnetischen Induktion B im Sensor ein Messsystem zur direkten Messung der magnetischen Erregung H im vom Sensor überdeckten Bereich des Prüflings realisiert werden. Natürlich kann zu diesem Zweck anstelle eines
Hallsensors auch jedes andere dazu äquivalente Messverfahren verwendet werden, dass ein zur Induktion B proportionales Ausgangssignal liefert. Wesentlich ist, dass das
Sensorprinzip die magnetische Erregung H im Prüfling
(Messobjekt) in einen dazu proportionalen magnetischen Fluss Φ und somit auch in eine dazu proportionale Flussdichte
(Induktion) B im Sensor umsetzt.
Misst man nun obendrein die magnetische Flussdichte
(Induktion) B im Prüfling, so kann zusammen mit der oben beschriebenen Messung der im Prüfling herrschenden
magnetischen Erregung H ein Messsystem zur Ermittlung der magnetischen Eigenschaften der im Prüfling verwendeten ferromagnetischen Materialien realisiert werden. Der abgezweigte Flussanteil 18 (Φ2) durchsetzt die
Sensorspule 19, welche um einen, die beiden Schenkel 21, 22 verbindenden mittleren Teil des C-förmigen Nebenschluss-Teils 7 gewickelt ist oder in Form von zwei in Serie geschalteten Teilspulen realisiert ist, die jeweils an den beiden
Sensorschenkeln angeordnet sind. In dieser Sensorspule 19 wird bei Betrieb des Transformators 1 eine Sensorspannung 8 (in Figur 2 auch mit U bezeichnet) induziert. Diese
Sensorspannung 8 wird über eine elektrische Leitung als Sensorsignal 9 einer Auswerteeinrichtung 10 zugeführt.
In der Auswerteeinrichtung 10 wird dieses Sensorsignal zunächst aufbereitet, indem es verstärkt und in einem
Tiefpassfilter und einem Bandbreitenfilter gefiltert wird. Bei der Auswertung des Sensorsignals 9 hinsichtlich eines Gleichanteils (DC-Anteils) ist dabei bekanntlich die erste Oberschwingung, das heißt die zweite Harmonische. Aufgrund der "Halbwellen-Unsymmetrie" muss der Magnetisierungsstrom geradzahlige Harmonische aufweisen. Diese geradzahligen
Anteile finden sich auch in der Sensorspannung der Messspule 19. Diesen Effekt nützt die vorliegende Erfindung durch eine entsprechende Signalverarbeitung der induzierten Spannung in der Messspule 19.
Im Folgenden wird die Signalverarbeitung der
Auswerteeinrichtung 10 näher erläutert:
Zur Unterdrückung der im Sensorsignal dominant vorhandenen netzfrequenten Signalanteile wird ein so genanntes Kerbfilter verwendet, welches diese netzfrequenten Signalanteile
weitestgehend unterdrückt. Das Kerbfilter kann sowohl in analoger wie auch in digitaler Technik realisiert sein.
Anschließend erfolgt eine Digitalisierung des Sensorsignals mittels eines herkömmlichen Analog-Digital-Wandlers. Die Abtastung des Signals erfolgt mit einer Abtastfrequenz, die exakt einem geradzahligen vielfachen der Netzfrequenz entspricht. Die Abtastfrequenz wird mittels einer analogen oder digitalen PLL im Zusammenwirken mit einem gesteuerten Oszillator erzeugt.
Anschließend, zusätzlich oder alternativ zum obigen
Kerbfilter erfolgt in der Auswerteeinrichtung eine Addition des aktuellen digitalen Signalwertes mit einem, exakt eine halbe Periodendauer der Netzfrequenz zurückliegenden
digitalen Signalwert.
Im Ergebnis liefert die Auswerteeinrichtung 10 ein
Steuersignal 11, welches in einem funktionalen Zusammenhang zu dem zu bestimmenden magnetischen Gleichfeld 15 des
Transformators 1 steht.
Zwischen den Stirnflächen der beiden Schenkel 21, 22 und einer Oberfläche 14 des Kerns 2 ist jeweils ein Spalt Sl und S2 ausgebildet. Jeder Spalt Sl, S2 ist so ausgebildet, dass jeder dem magnetischen Fluss 18 einen vergleichsweise hohen Widerstand entgegen setzt. Durch diese nicht ferromagnetische Ausbildung des Spalts Sl, S2 wird erreicht, dass in jenen Halbwellen der Aussteuerung, in denen der Magnetwerkstoff des Kerns 2 bereits in die Sättigung kommt, die ferromagnetische Legierung des Nebenschluss-Teils 7 noch nicht gesättigt ist. Mit anderen Worten, die Erfindung macht sich die Eigenschaft zu Nutze, dass im Messobjekt beim Auftreten magnetischer Sättigungseffekte die relative Permeabilität abnimmt und sich dadurch der magnetische Widerstand erhöht. Dies hat dann einen Anstieg des magnetischen Streufeldes zur Folge, da der magnetische Widerstand des Streufeldes unverändert bleibt. Das heißt, dass im Falle beginnender magnetischer Sättigung ein weiterer Anstieg des magnetischen Flusses anteilsmäßig weniger vom Eisenkern des Transformators getragen wird somit ein erhöhter Streufluss auftreten muss. Ist im Kern des
Transformators ein Gleichfeld-Anteil vorhanden, so tritt dieser" Verschiebungseffekt" der anteilsmäßig
Streufelderhöhung nur in jener Halbperiode auf, bei der sich der magnetische Gleichfluss und Wechselfluss additiv
überlagern . Der Nebenschluss-Teil 7 kann aus gestapelten Blechen einer ferromagnetischen Legierung oder auf Ferritbasis hergestellt und konstruktiv derart ausgelegt sein, dass der Nebenschluss- Teil 7 selbst im Falle starker magnetischer Sättigung des Prüflings 2 (Messobjektes) noch immer frei von magnetischen Sättigungseffekten ist. Die beiden Schenkel 21, 22 können zwecks Aufnahme von zwei Sensormessspulen bezüglich des
Querschnittes auch gestuft ausgebildet sein. Um die
einzelnen Leiter der Messspule vor mechanischen
Beschädigungen zu schützen, kann zwischen der oder den
Messspulen und dem Blechpaket ein Träger aus einem Isolator vorgesehen sein. Die Messspule (n) selbst kann (können) aus herkömmlichem lackisolierten Rund- oder Flachdraht bestehen.
Im oben dargestellten Ausführungsbeispiel ist der
Nebenschluss-Teil 7 U-förmig ausgeführt. Es versteht sich, dass der Nebenschluss-Teil 7 auch eine andere geometrische Formen aufweisen kann, beispielsweise abgerundet, C-förmig, oder kreisförmig. Die Anordnung des Nebenschluss-Teils 7 am oberen Joch 4 ist beispielhaft gewählt. Grundsätzlich kommt hierfür jeder frei liegende Bereich an der Oberfläche 14 des Kerns 2 infrage, der den Hauptfluss führt. Der Nebenschluss-Teil 7 kann also auch am Schenkel 6 oder am unteren Jochteil 5 angeordnet werden .
Das oben am Beispiel eines Transformatorkerns erläuterte Messprinzips kann auch bei einem Messgerät Anwendung finden, dass beispielsweise in der Qualitätskontrolle bei der
Herstellung geschichteter Kerne für elektrische Maschinen zum Einsatz kommen kann.
Zusammenstellung der verwendeten Bezugszeichen
1 Transformator
2 Kern
3 elektrische Wicklung
4 oberes Joch
5 unteres Joch
6 Schenkel
7 Nebenschluss-Teil
8 Sensoreinrichtung (Detektor)
9 Sensorsignal
10 AusWerteeinrichtung
11 Steuersignal
12 Kompensationsstrom-Erzeugungseinrichtung
13 Kompensationsström
14 Oberfläche des Kern
15 Gleichanteil
16 Kompensationsflussss
17 Hauptfluss
18 abgezweigter Teil des magnetischen Flusses
19 Sensorspule
20 Kompensationswicklung
21 Schenkel
22 Schenkel
23 Nebenschluss zweig
Sl erster Luftspalt
S2 zweite Luftspalt
AI Querschnittsfläche im Nebenschluss-Teil 7
AI Querschnittsfläche im Joch 4
LI magnetische Weglänge im Joch 4
L2 magnetische Weglänge im Nebenschluss-Teil 7
Next Patent: ADJUSTABLE FORMWORK CLIMBER
