TRENKWALDER, Johann (Laudenbacher Weg 1a, Karlstadt, 97753, DE)
| ANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Brennstoffaufbereitung im Zementklinker-Brennprozeß, bei dem ein feuchtebeladener Brennstoff in einem Brennstofftrockner (60) mit einem vorzugsweise vorgewärmten Trocknungsgas getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Trocknungsgas in einen einem für den Zementklinker-Brennprozeß verwendeten Drehrohrofen (10) nachgeschalteten Klinkerkühler (30) eingeleitet und auf eine Temperatur von 500 0C oder mehr, insbes. 700 0C oder mehr, besonders bevorzugt 800 0C oder mehr, aufgeheizt wird. 2. Verfahren zur Brennstoffaufbereitung im Zementklinker-Brennprozeß, bei dem ein feuchtebeladener Brennstoff in einen Brennstofftrockner (60) mit einem vorzugsweise vorgewärmten Trocknungsgas getrocknet wird, insbes. nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß das durch den Trocknungsvorgang abgekühlte und befeuchtete Trocknungsgas, vorzugsweise vor der Einleitung in einen einem für den Zementklinker-Brennprozeß verwendeten Drehrohrofen (10) nachgeschalteten Klinkerkühler (30), auf eine mindestens 10 0C, vorzugsweise mindestens 20 ° C, besonders bevorzugt 30 0 C oder mehr, oberhalb des Taupunktes des befeuchteten Trocknungsgases liegende Temperatur aufgewärmt wird. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das aufgewärmte Trocknungsgas vor Einleitung in den Klinkerkühler (30) einem Behandlungsvorgang, wie etwa einem Filtervorgang, unterzogen wird. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Trocknungsgas zum Vorwärmen mindestens einen Wärmetauscher (62) durchläuft. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmetauscher (62) mit einem mit Hilfe von aus dem Klinkerkühler (30) abgezogener Kühlerabluft erwärmten Fluid, wie etwa einem Thermalöl, beschickt wird. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Fluid in einem andererseits mit der Kühlerabluft beschickten Wärmetauscher (62) erwärmt wird. 7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das befeuchtete Trocknungsgas vorzugsweise in einem dem Brennstofftrockner (60) nachgeschalteten Wärmetauscher (62) mit dem mit der Kühlerabluft erwärmten Fluid aufgewärmt wird. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlerabluft zum Erwärmen des Fluids eine Bypaßleitung (46) einer Kühlerablufthauptleitung durchströmt. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Fluid in dem Wärmetauscher (62) um mindestens 30 0C1 vorzugsweise 40° C oder mehr, insbes. 50 0C oder mehr, erwärmt wird. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinkerkühlerabluft in dem Wärmetauscher (62) um 50 0C oder mehr, insbes. 80 °C oder mehr, abgekühlt wird. 11. Vorrichtung zum Durchführen eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem zum Trocknen eines Brennstoffs mit einem vorzugsweise vorgewärmten Trocknungsgas beschickbaren Brennstofftrockner (60), gekennzeichnet durch eine zum Einleiten des Trocknungsgases aus dem Brennstofftrockner (60) in einen einem Drehrohrofen (10) nachgeschalteten Klinkerkühler (30) ausgelegte Leitungsanordnung (90). 12. Vorrichtung nach Anspruch 1 1 , gekennzeichnet durch eine dem Brennstofftrockner (60) nachgeschaltete und dem Klinkerkühler (30) vorgeschaltete Aufwärmvorrichtung, wie etwa einem Wärmetauscher (70), zum Aufwärmen des durch den Trocknungsvorgang abgekühlten und befeuchteten Trocknungsgases. 13. Vorrichtung nach Anspruch 1 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitungsanordnung (90) eine zum Behandeln, insbesondere Filtern, des Trocknungsgases ausgelegte Behandlungsanordnung, wie etwa eine Filteranordnung (80), zugeordnet ist. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstofftrockner (60) mindestens einen Wärmetauscher (62) aufweist, dem einerseits das Trocknungsgas und andererseits ein mit Hilfe von aus dem Klinkerkühler (30) abgezogener Kühlerabluft erwärmtes Fluid zuführbar ist. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch einen weiteren zum Erwärmen des Fluids mit der Kühlerabluft betreibbaren Wärmetauscher (50). 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der weitere Wärmetauscher (50) in einer Bypaßleitung (46) zu einer den Klinkerkühler (30) mit einer ggf. eine Rohmehlaufbereitungsanlage enthaltenden Abluftanlage verbindenden Kühlerabluftleitung (40) angeordnet ist. 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Brennstofftrockner (60) nachgeschaltete Aufwärmvorrichtung (70) mit einem mit Hilfe von aus dem Klinkerkühler (30) abgezogener Kühlerabluft erwärmten Fluid, wie etwa einem Thermalöl, gespeist wird. 18. Vorrichtung zur Brennstoffaufbereitung im Zementklinker-Brennprozeß, insbes. nach einem der Ansprüche 11 bis 17, mit einem zum Trocknen des Brennstoffs mit einem vorzugsweise vorgewärmten Trocknungsgas beschickbaren Brennstofftrockner (60), gekennzeichnet durch eine dem Brennstofftrockner (60) nachgeschaltete Aufwärmvorrichtung, wie etwa einen Wärmetauscher (70), zum Aufwärmen des durch den Trocknungsvorgang ggf. abgekühlten und befeuchteten Trocknungsgases. |
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Brennstoffaufbereitung im Zementklinker- Brennprozeß, bei dem ein feuchtebeladener Brennstoff in einem Brennstofftrockner mit einem vorzugsweise vorgewärmten Trocknungsgas getrocknet wird, und eine zur Ausführung derartiger Verfahren ausgelegte Vorrichtung.
Die Herstellung von Zementen umfaßt neben dem Gewinnen und Aufbereiten der Ausgangsmaterialien das Brennen derselben zu Zementklinker sowie die gemeinsame Vermahlung dieses erbrannten Klinkers mit Gips und ggf. weiteren Zumahlstoffen zu Zement. Zur Durchführung des Brennprozesses werden heute fast ausschließlich Drehofenanlagen benutzt. In diesen Anlagen wird ein mehrstufiger Gegenstromprozeß betrieben, mit einem Drehrohrofen als zentraler Prozeßstufe. In dem Drehrohrofen wird das Ausgangsmaterial im Bereich der Drehofenfeuerung bis zur Teilschmelze erwärmt und durch diese Sinterung die Bildung der Klinkerphasen ermöglicht. Dem Drehrohrofen ist üblicherweise eine Zyklonvorwärmanlage vorgeschaltet, deren Bauausführung abhängig von der gewünschten Aufbereitung des Ausgangsmaterials ausgeführt ist. Dabei wird der Zyklonvorwärmanlage einerseits das vorzuwärmende Rohmaterial und andererseits im Gegenstrom die Abluft aus dem Drehrohrofen zugeführt. Darüber hinaus ist bei Anlagen neuerer Bauart zwischen Vorwärmer und Drehrohrofen eine Kalzinationsstufe angeordnet, in der das Kalziumcarbonat des mit der Zyklonvorwärmanlage vorgewärmten Brennguts bereits vor Eintritt in den Drehrohrofen weitgehend entsäuert wird. Die dazu notwendige Energie kann dem Kalzinator über eine zusätzliche Feuerung zugeführt werden.
Bei den bekannten Brennprozessen kommen neben hochwertigen Brennstoffen auch Sekundärbrennstoffe geringerer Qualität zum Einsatz, wie etwa Klärschlamm od. dgl.. Diese Sekundärbrennstoffe weisen üblicherweise einen hohen Feuchtigkeitsgehalt auf und sollten zur Erhöhung des Gesamtwirkungsgrades der Drehofenanlage vor der Verbrennung getrocknet werden. Dazu wird bei herkömmlichen Trocknungsanlagen Frischluft angesaugt und ggf. vorgewärmt. Nach Verlassen des Sekundärbrennstofftrockners kommt es in vielen Fällen vor, daß die als Trocknungsgas benutzte vorgewärmte Frischluft mit gasförmigen Emissionen, wie Geruchsstoffen, organischen C-Verbindungen od. dgl., beladen ist und vor der Freisetzung in die Umgebung aufwendigen Filter- oder Behandlungsvorgängen unterzogen werden muß. Dazu kann auch eine energieaufwendige thermische Nachverbrennung des durch den Trocknungsvorgang belasteten Trocknungsgases gehören.
Angesichts dieser Probleme im Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Brennstoffaufbereitung im Zementklinker-Brennprozeß zur Verfügung zu stellen, welches ohne Umweltbelastung einfach ausführbar ist. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Weiterbildung der bekannten Verfahren gelöst, die im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, daß das Trocknungsgas in einen einem für den Zementklinker-Brennprozeß verwendeten Drehrohrofen nachgeschalteten Klinkerkühler eingeleitet und auf eine Temperatur von 500 0 C oder mehr, insbes. 700 0 C oder mehr, besonders bevorzugt 800 0 C oder mehr, aufgeheizt wird. Dadurch können sämtliche während des Trocknungsvorgangs in dem Trocknungsgas angereicherten gasförmigen Emissionen, wie Geruchsstoffe, organische C-Verbindungen od. dgl., vollständig zersetzt werden. Zu diesem Zweck wird mindestens ein Gebläse zum Ansaugen und Einblasen des befeuchteten Trocknungsgases in die Rekuperationszone des Klinkerkühlers angeordnet. In diesem dem Drehrohrofen unmittelbar folgenden Bereich des Klinkerkühlers ist üblicherweise ein statischer Rost angebracht, dem in Fließrichtung des Klinkers der erste bewegliche Rost des Klinkerkühlers folgt. Verfahrenstechnisch wird in diesem Bereich des Rostkühlers vor allem eine Verbrennungsluftvorwärmung für den Klinkerbrennprozeß durchgeführt.
Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung ist vorgesehen, daß das durch den Trocknungsvorgang abgekühlte und befeuchtete Trocknungsgas vor der Einleitung in den Klinkerkühler auf eine mindestens 10 0 C, vorzugsweise mindestens 20 0 C, besonders bevorzugt 30 0 C oder mehr, oberhalb des Taupunktes des befeuchteten Trocknungsgases liegende Temperatur aufgewärmt wird. Durch diese gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung vorgesehene Aufwärmung des befeuchteten Trocknungsgases wird sichergestellt, daß keine Feuchtigkeit aus dem Trocknungsgas kondensiert und dieses Trocknungsgas in der Drehofenanlage weiterbehandelt werden kann, ohne in nennenswertem Umfang mit dem gebrannten Zementklinker zu reagieren. Ferner erhöht sich durch Aufwärmen des Trocknungsgases die Ansauglufttemperatur des Rostkühlergebläses.
Die an das Ofensystem weitergegebene Verbrennungsluft steht damit mit einer höheren Temperatur zur Verfügung, so daß der im Rahmen der Erfindung zur Erleichterung der Entsorgung des Trocknungsgases vorgeschlagene Vorwärmvorgang auch zur Energieeinsparung im Klinkerbrennprozeß beiträgt. Dadurch kann der mit der Vorwärmung einhergehende Energieverbrauch zum überwiegenden Teil gewinnbringend für den Klinkerbrennprozeß eingesetzt werden.
Zur Vermeidung unerwünschter Reaktionen mit dem Zementklinker im Klinkerkühler kann das aufgewärmte Trocknungsgas vor Einleitung in den Klinkerkühler einem Behandlungsvorgang, wie etwa einem Filtervorgang, unterzogen werden. Dieser Behandlungs-, insbes. Filtervorgang dient in erster Linie der Entstaubung und kann entsprechend einfach ausgelegt sein. Eine Verminderung der gasförmigen Emissionen, wie Geruchsstoffen, organischen C-Verbindungen od. dgl. in dem Trocknungsgas ist im Hinblick auf die im Klinkerkühler bewirkte Aufheizung des Trocknungsgases im Verlauf des Filtervorgangs nicht erforderlich.
Das Trocknungsgas kann über eine Frischluftansaugung dem Brennstofftrockner zugeführt werden. Dabei kann das Trocknungsgas zum Vorwärmen ein, zwei oder mehr vorzugsweise im Brennstofftrockner angeordnete Wärmetauscher durchlaufen. Zum Vorwärmen des Trocknungsgases kann die im Klinkerkühler vom gebrannten Zementklinker abgegebene Energie gewinnbringend ausgenutzt werden, wenn der Wärmetauscher mit einem mit Hilfe von aus dem Klinkerkühler abgezogener Kühlerabluft erwärmten Fluid, wie etwa einem Thermalöl, beschickt wird. Dieses Fluid wiederum kann in einem andererseits mit der Kühlerabluft beschickten Wärmetauscher erwärmt werden.
Durch die beschriebene mehrstufige Auslegung des Vorwärmvorgangs von der Kühlerabluft über einen ersten Wärmetauscher auf das vorzugsweise als Thermalöl ausgeführte Fluid und anschließend von dem Fluid über einen oder mehrere in dem Brennstofftrockner angeordnete Wärmetauscher auf das bspw. in Form von Frischluft vorliegende Trocknungsgas wird eine Temperaturstabilisierung mit Hilfe des zum Vorwärmen des Trocknungsgases verwendeten Thermalöls erreicht, um so insgesamt eine Prozeßstabilisierung zu bewirken. Darüber hinaus kann das Thermalöl durch Leitungen mit vergleichsweise geringem Leitungsquerschnitt zum Brennstofftrockner gefördert werden. Zur Bewirkung der Aufwärmung des Thermalöls muß die Kühlerabluft nur über einen vergleichsweise kurzen Weg über Rohrleitungen mit großem Querschnitt zum dem Aufwärmen des Thermalöls dienenden Wärmetauscher gefördert werden. Dadurch wird insgesamt der Investitionsaufwand für die zur Durchführung erfindungsgemäßer Verfahren eingesetzten Vorrichtungen reduziert.
Auch die erfindungsgemäß vorgesehene Aufwärmung des befeuchteten Trocknungsgases kann in einem dem Brennstofftrockner nachgeschalteten Wärmetauscher erfolgen, wobei auch dieser Aufwärmvorgang mit dem mit der Kühlerabluft erwärmten Fluid bewirkt werden kann, welches dem nachgeschalteten Wärmetauscher zur Aufwärmung des Trocknungsgases zugeführt wird. Die dem Klinkerkühler entnommene Kühlerabluft wird üblicherweise zur Vorwärmung des der Zyklonvorwärmanlage zuzuführenden Rohmehls eingesetzt. Dazu kann der Klinkerkühler über eine entsprechende Kühlerabluftleitung mit einer Rohmehlvorwärmanlage verbunden sein.
Zur Ausnutzung der in der Kühlerabluft enthaltenen Wärme zur Vorwärmung des Trocknungsgases, ggf. mit Hilfe eines der Wärmeübertragung dienenden Fluids, kann ein Teil der Kühlerabluft bei der Ausführung erfindungsgemäßer Verfahren über eine über zwei Verzweigungsstellen mit der Kühlerablufthauptleitung verbundene Bypaßleitung geführt werden. Im Rahmen der Erfindung kann der Anteil der über die Bypaßleitung geführten Abluft in Abhängigkeit von der Ablufttemperatur, der Abluftmenge und der gewünschten Vorlauftemperatur des Fluids auf einen Wert im Bereich von 10 bis 100 % der gesamten Kühlerabluft eingestellt werden. Zu diesem Zweck sind in der Bypaßleitung und/oder dem von der Bypaßleitung überbrückten Abschnitt der Kühlerabluftleitung entsprechende Drosselklappen angeordnet. Zusätzlich oder alternativ kann auch daran gedacht werden, zur Einstellung der Ablufttemperatur Frischluft in die Bypaßleitung einzuleiten. In der Bypaßleitung kann ein einerseits mit der Kühlerabluft gespeister und andererseits zum Erwärmen des Fluids dienender Wärmetauscher angeordnet sein. Dabei hat es sich im Hinblick auf den Erhalt eines besonders hohen Wirkungsgrads als günstig erwiesen, wenn das Fluid in dem Wärmetauscher um mindestens 30 0 C, vorzugsweise 40 0 C oder mehr, insbes. 50 0 C oder mehr, erwärmt wird. Wenn als Fluid ein Thermalöl eingesetzt wird, kann dieses Thermalöl in dem in der Bypaßleitung angeordneten Wärmetauscher von einer Temperatur von etwa 120 bis 140 0 C, insbes. etwa 130 0 C, auf eine Temperatur von etwa 170 bis 190 0 C, insbes. etwa 180 0 C, erwärmt werden. Gleichzeitig wird die Kühlerabluft in dem Wärmetauscher im Hinblick auf den Erhalt eines besonders hohen Wirkungsgrads zweckmäßigerweise um 50 °C oder mehr, insbes. um 80 0 C oder mehr, abgekühlt. Dabei kann die Kühlerabluft von einer Temperatur im Bereich von 200 bis 300 0 C, insbes. etwa 250 0 C, auf eine Temperatur im Bereich von 140 bis 200 0 C, insbes. etwa 170 0 C, abgekühlt werden.
Wie der vorstehenden Erläuterung erfindungsgemäßer Verfahren zu entnehmen ist, weist eine zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Vorrichtung einen zum Trocknen eines Brennstoffs mit einem vorzugsweise vorgewärmten Trocknungsgas betreibbaren Brennstofftrockner und eine zum Einleiten des Trocknungsgases aus dem Brennstofftrockner in einen einem Drehrohrofen nachgeschalteten Klinkerkühler, insbes. in die Rekuperationszone des Klinkerkühlers, ausgelegte Leitungsanordnung auf. Gemäß einem weiteren und unabhängig beanspruchten Gesichtspunkt der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Brennstoffaufbereitung im Zementklinker-Brennprozeß mit einem zum Trocknen des Brennstoffs mit einem vorzugsweise vorgewärmten Trocknungsgas beschickbaren Brennstofftrockner vorgesehen, wobei dem Brennstofftrockner eine Aufwärmvorrichtung, wie etwa ein Wärmetauscher, nachgeschaltet ist, zum Aufwärmen des durch den Trocknungsvorgang ggf. abgekühlten und befeuchteten Trocknungsgases auf eine oberhalb des Taupunktes des Trocknungsgases gelegene Temperatur. In der zum Einleiten des Trocknungsgases in den Klinkerkühler ausgelegten Leitungsanordnung kann eine zum Reinigen des Trocknungsgases ausgelegte Behandlungs-, insbes. Filteranordnung, wie etwa eine zum Entstauben des Trocknungsgases ausgelegte Filteranordnung, angeordnet sein. Zusätzlich oder alternativ kann die Behandlungsanordnung auch noch eine Kondensationsanordnung aufweisen, um so die Einleitung einer übermäßig großen Wassermenge in den Klinkerkühler zu vermeiden. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß das Trocknungsgas in dem dem Brennstofftrockner nachgeschalteten Wärmetauscher um eine Temperatur von 10 0 C, vorzugsweise mindestens 20 0 C, besonders bevorzugt mindestens 30 °C, von einer Temperatur im Bereich von 30 bis 60 0 C, insbes. etwa 45 0 C, auf eine Temperatur im Bereich von 60 bis 80 0 C, insbes. etwa 70 0 C 1 aufgewärmt wird.
Bei erfindungsgemäßen Vorrichtungen kann der Brennstofftrockner mindestens einen Wärmetauscher aufweisen, dem einerseits das Trocknungsgas und andererseits ein mit Hilfe von aus dem Klinkerkühler abgezogener Kühlerabluft erwärmtes Fluid, wie etwa ein Thermalöl, zuführbar ist. Zum Erwärmen des Fluids kann ein andererseits mit der Kühlerabluft beschickbarer Wäremtauscher eingesetzt werden, wobei der weitere Wärmetauscher zweckmäßigerweise in einer Bypaßleitung zu einer den Klinkerkühler mit einer dem Drehrohrofen vorgeschalteten Vorwärmanlage, insbes. Rohmehlvorwärmanlage, verbindenden Kühlerabluftleitung angeordnet ist.
Wie vorstehend bereits erläutert, hat es sich im Rahmen der Erfindung im Hinblick auf die Prozeßstabilisierung und zur Reduzierung der Investitionskosten als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn die dem Brennstofftrockner nachgeschaltete Aufwärmeinrichtung mit einem mit Hilfe von aus dem Klinkerkühler abgezogener Kühlerabluft erwärmten Fluid, wie etwa Thermalöl, gespeist wird.
Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die hinsichtlich aller erfindungswesentlichen und in der Beschreibung nicht näher herausgestellten Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird, erläutert. Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung umfaßt als zentralen Bestandteil einen Drehrohrofen 10. Dem Drehrohrofen 10 wird über eine Zyklonvorwärmanlage 20 mit einer Mahlvorrichtung 22 zerkleinertes Rohmehl zugeführt. Der im Drehrohrofen 10 aus dem Rohmehl gebrannte Zementklinker wird in einem insgesamt mit 30 bezeichneten Klinkerkühler abgekühlt. Dazu wird dem Klinkerkühler 30 über Kühlergebläse 32, 92 Kühlluft zugeführt. Ein Teil dieser Kühlluft wird im Klinkerkühler 30 vorgewärmt und über eine Abluftlei- tung 40 einer Rohmehlaufbereitungseinrichtung 22, wie etwa einer Mahleinrichtung, zugeführt. Ein anderer Teil der Kühlluft wird aus der Rekuperationszone des Klinkerkühlers als Verbrennungsluft bzw. Sekundärluft in den Drehrohrofen eingeleitet. Zum Aufbereiten des für den Klinkerbrennprozeß benötigten Brennstoffs ist ein Brennstofftrockner 60 vorgese- hen. Der Brennstofftrockner 60 ist als Bandtrockner ausgeführt und umfaßt ein Förderband 61 , dem feuchtebeladener Brennstoff, wie etwa Klärschlamm, zugeführt wird. Der Brennstoff kann einen Feuchtegehalt von 20 % oder mehr aufweisen.
Zum Trocknen des Brennstoffs auf einen Feuchtegehalt von 5 % oder weniger wird dem Brennstofftrockner 60 Frischluft zugeführt. Diese Frischluft wird mit Hilfe von einem, zwei, drei oder mehr in dem Brennstofftrockner 60 angeordneten Wärmetauschern 62 vorgewärmt. Die Wärmetauscher 62 werden über ein Leitungssystem 52 mit einem als Ther- malöl verwirklichten Fluid gespeist. Dieses Fluid wird mit einem in einer Bypaßleitung 46 zur Abluftleitung 40 angeordneten Wärmetauscher 50 erwärmt. Die Bypaßleitung 46 ist über Verzweigungsstellen 42 und 44 mit der Abluftleitung 40 für die aus dem Klinkerkühler 30 abgezogene Kühlerabluft verbunden. Sie umfaßt zwei Drosselklappen 43 und ein Gebläse 45. Zum Einstellen der durch die Bypaßleitung 46 abgeleiteten Kühlerabluftmenge ist auch in dem durch die Bypaßleitung 46 überbrückten Abschnitt der Kühlerabluftleitung eine Drosselklappe 48 vorgesehen. Ferner ist in der Kühlerabluftleitung eine Frischluftzuführleitung 47 zum Zuführen von Frischluft vorgesehen. Auch in der Frischluftzuführleitung 47 ist eine Drosselklappe 49 zum Einstellen der Frischluftmenge angeordnet. Die durch die Bypaßleitung 46 abgeleitete Kühlerabluftmenge kann bis zu 100 % der gesamten durch die Kühlerabluftleitung aus dem Klinkerkühler 30 abgezogenen Abluft betragen. Die Menge der in die Bypaßleitung 46 abgezweigten Kühlerabluft kann in Abhängigkeit vom Feuchtegehalt des zu trocknenden Brennstoffs und der notwendigen Wärmeauskopplung eingestellt werden.
In dem Wärmetauscher 50 wird die Kühlerabluft von einer Temperatur in der Größenordnung von 200 bis 300 0 C, insbes. etwa 250 °C, auf eine Temperatur im Bereich von 150 bis 200 0 C, insbes. 170 0 C, abgekühlt. Gleichzeitig wird im Wärmetauscher 50 das dem Wärmetauscher 50 über das Leitungssystem 52 zugeführte Thermalöl von einer Temperatur im Bereich von 100 bis 150 0 C, insbes. etwa 130 0 C, auf eine Temperatur von 150 bis 200 0 C, insbes. 180 °C, erwärmt. Das so vorgewärmte Thermalöl wird den Wärmetauschern 62 zugeführt, mit denen die angesaugte Frischluft zum Zweck der Brennstofftrocknung aufgewärmt wird. Die aus dem Brennstofftrockner 60 abgezogene Trocknungsluft wird mit Hilfe eines weiteren, dem Brennstofftrockner 60 nachgeschalteten Wärmetauschers 70 erwärmt. Dabei kann davon ausgegangen werden, daß die Trocknungsluft den Brennstofftrockner 60 mit einer Temperatur im Bereich von 30 bis 60 0 C, insbes. etwa 45 0 C, verläßt und in dem Wärmetauscher 70 auf eine mindestens 10 0 C, vorzugsweise mindestens 20 0 C, besonders bevorzugt etwa 25 0 C, oberhalb des Taupunktes der während des Trocknungsvorgangs befeuchteten Luft aufgewärmt wird.
Nach Verlassen des Wärmetauschers 70 weist die Trocknungsluft eine Temperatur im Bereich von 50 bis 90 0 C, insbes. etwa 70 0 C 1 auf. Die so aufgewärmte Trocknungsluft durchläuft eine Behandlungsanordnung 80, wie etwa eine zum Entstauben der Trocknungsluft dienende Filteranordnung und/oder eine zum Entfeuchten der Trocknungsluft dienende Kondensationsanordnung, und wird über ein Leitungssystem 90 und Kühlergebläse 92 in den Klinkerkühler 30 eingeleitet. Dabei erfolgt die Einleitung der aufgewärmten Trocknungsluft im Bereich des statischen Rostes bzw. des Rostes 1 , also in die Rekuperationszone des Klinkerkühlers 30. In diesem Bereich wird die Trocknungsluft auf eine Temperatur von 500 0 C oder mehr, insbes. 800 0 C oder mehr, aufgeheizt, um so alle in der Trocknungsluft enthaltenen gasförmigen Emissionen, wie Geruchsstoffe, organische C-Verbindungen od. dgl. vollständig zu zersetzen. Der Leitungsanordnung 90 kann über eine Frischluftklappe 94 auch noch Frischluft zugeführt werden. Die Einleitung der aufgewärmten Trocknungsluft erfolgt in einem Bereich des Klinkerkühlers 30, in dem vor allem Verbrennungsluftvorwär- mung für den Klinkerbrennprozeß sichergestellt werden soll. Durch die Einleitung bereits vorgewärmter Trocknungsabluft erhöht sich die Ansaugtemperatur der zugeführten Luft. Die an das Ofensystem weitergegebene Verbrennungsluft steht dann mit einer erhöhten Temperatur zur Verfügung.
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