KAUFMANN, Hannes (Diesterweggasse 14/3, Wien, A-1140, AT)
| Patentansprüche :
1. Verfahren zur überwachung der Maximalentfernung zweier Objekte (1, 2), insbesondere eines Kindes von seiner Aufsichtsperson, mit Hilfe zweier Sendeempfänger (3, 4), von denen der erste periodisch Statusmeldungen (ID 0 , ST 0 ,±, TP C/ i) bestimmter Sendeleistung (TP C ,±) an den zweiten sendet, wobei im zweiten Sendeempfänger (4) ein Alarm ausgelöst wird, wenn der Empfang der Statusmeldungen abnimmt, und wobei in jeder Statusmeldung (IDc, ST 0 ,i, TP c ,i) eine Angabe der Sendeleistung (TP 0 ,±) mitgesendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch Vergleichen der Empfangsleistung (RPc,i) mit der in einer Statusmeldung angegebenen Sendeleistung (TP c ,i) die für die nächste Statusmeldung zu verwendende Sendeleistung (TP c ,i + i) ermittelt und in einer Bestätigungsmeldung (ID P , STp,i, TP 0 ,i + i) an den ersten Sendeempfänger (3) zurückgesendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die für die nächste Statusmeldung (ID 0 , ST 0 ,i + i, TP 0 ,i + i) ermittelte Sendeleistung (TP 0 ,i + i) auch für das Senden der Bestätigungsmeldung (IDp, STp,i, TP 0 ,i + i) verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim genannten Vergleichen eine Differenz (TP 0 ,± - RPc,i) aus angegebener Sendeleistung und gemessener Empfangsleistung gebildet und mit einem Schwellwert (δD max ) verglichen wird und bei einem Schwellwertunterschreiten die für die nächste Statusmeldung (ID 0 , ST c ,i + i, TP c ,i + i) zu verwendende Sendeleistung (TPc,i + i) bis auf einen Minimalwert (min) verringert, hingegen bei einem Schwellwertüberschreiten bis auf einen Maximalwert
(max) erhöht wird, wobei in letzterem Fall, wenn die angegebene Sendeleistung (TP 0 ,i + i) bereits den Maximalwert (max) hat, der Alarm ausgelöst wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendeempfänger (3, 4) in den Pausen (S) ihres periodischen Meldungsabtauschs (M) in einen energiespa- renden Schlafmodus verfallen, aus welchem der zweite Sendeempfänger (4) jeweils vor dem ersten Sendeempfänger (3) erwacht.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, die Statusmeldung (ID C , ST c ,i, TP c ,i) und die Bestätigungsmeldung (IDp, STp,i, TPc,i + i) jeweils zumindest eine eindeutige Kennung (ID P , ID C ) enthalten, welche in einem Initialisierungsschritt zwei einander zugeordneten Sendeempfängern (3, 4) zugewiesen wird, woraufhin jeder Sendeempfänger (3, 4) nur mehr Status- bzw. Bestätigungsmeldungen des zugeordneten anderen Sendeempfängers (4, 3) verarbeitet.
6. Vorrichtung zur überwachung der Maximalentfernung zweier Objekte (1, 2), insbesondere eines Kindes von seiner Aufsichtsperson, mit zwei Sendeempfängern (3, A), von denen der erste periodisch Statusmeldungen (ID C , ST 0 ,±, TP c ,i) bestimmter Sendeleistung (TP c ,i) an den zweiten sendet, wobei der zweite Sendeempfänger (4) einen Alarm abgibt, wenn der Empfang der Statusmeldungen abnimmt, und wobei der erste Sendeempfänger (3) in jeder Statusmeldung " (ID C , ST 0 ,i, TP c ,i) eine Angabe der verwendeten Sendeleistung (TP c ,i) mitsendet, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Sendeempfänger (4) dazu ausgebildet ist, aus einem Vergleich der Empfangsleistung (RP c ,i) m ^ der in einer Statusmeldung angegebenen Sendeleistung die für die nächste Statusmeldung zu verwendende Sendeleistung (TP c , i+ i) zu ermitteln und in einer Bestätigungsmeldung (ID P , ST P ,i, TP c ,i + i) an den ersten Sendeempfänger (3) zurückzusenden.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Sendeempfänger (4) dazu ausgebildet ist, die Bestätigungsmeldung (IDp, STp,i, TP 0, i + i) mit der für die nächste Statusmeldung (ID 0 , ST 0 ,i + i, TP c , i+1 ) ermittelten Sendeleistung (TP 0 ,i + i) zu senden.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Sendeempfänger (4) dazu ausgebildet ist, für jede Statusmeldung (ID 0 , ST c ,i, TP c ,i) die Differenz (TP 0 ,i - RPc,i) aus angegebener Sendeleistung und gemessener Empfangsleistung zu bilden und mit einem Schwellwert (δD max ) zu vergleichen und bei einem Schwellwertunterschreiten die für die nächste Statusmeldung (IDc, ST c ,i + i, TP c ,i + i) zu verwendende Sendeleistung (TP 0 ,i + i) bis auf einen Minimalwert (min) zu verringern, hingegen bei einem Schwellwertüberschreiten bis auf einen Maximalwert (max) zu erhöhen und in letzterem Fall, wenn die angegebene Sendeleistung (TP c ,i) bereits den Maximalwert (max) hat, den Alarm abzugeben.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Sendeempfänger (4) eine Anzeigeeinrichtung (15) für die genannte Differenz (TP c ,i - RPc,i) von angegebener Sendeleistung und gemessener Empfangsleistung aufweist .
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und/oder der zweite Sendeempfänger (3; 4) jeweils mit einer Notruftaste (12) ausgestattet sind, welche eine Notrufmeldung an den anderen Sendeempfänger (4; 3) absetzt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Sendeempfänger (4), und bevorzugt auch der erste Sendeempfänger (3), jeweils eine akustische Alarmeinrichtung (16) und bevorzugt zusätzlich eine Vibrationsalarmeinrichtung (17) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendeempfänger (3, 4) in Form von Armbändern ausgebildet sind. |
Verfahren und Vorrichtung zur überwachung der Maximalentfernung zweier Objekte
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur überwachung der Maximalentfernung zweier Objekte, insbesondere eines Kindes von seiner Aufsichtsperson, mit Hilfe zweier Sendeempfänger, von denen der erste periodisch Statusmeldungen bestimmter Sendeleistung an den zweiten sendet, wobei im zweiten Sendeempfänger ein Alarm ausgelöst wird, wenn der Empfang der Statusmeldungen abnimmt, und wobei in jeder Statusmeldung eine Angabe der Sendeleistung mitgesendet wird.
Ein Verfahren und eine Vorrichtung dieser Art sind aus der US 5 963 130 bekannt. Indem die Kommunikation zwischen den Sendeempfängern auf periodische Meldungen mit zwischenliegenden Pausen beschränkt ist, wird ein reduzierter Energieverbrauch erzielt. Die US 5 963 130 zeigt im Detail eine Kinderüberwachungsvorrichtung, bei welcher die Parent-Station die Empfangsfeldstärke der Polling-Antwort der Child-Station auswertet und mit einem Schwellwert vergleicht und, wenn der Schwellwert unterschritten wird, in die nächste Polling-Abfrage einen Lei- stungssteuerungsbefehl integriert und an die Child-Station sendet. Die Child-Station erhöht daraufhin ihre Antwort-Sendeleistung und integriert in ihre Antwort-Nachricht eine Leistungsangabe, daß sie nun mit hoher Leistung sende. Die von der Child-Station in ihrer Antwort angegebene Sendeleistung dient dazu, den Entfernungsalarm auszulösen: Wenn die Antwort mit hoher Sendeleistung gesendet wurde, wird sofort Alarm ausgelöst. Der von der Parent-Station an die Child-Station gesandte Lei- stungssteuerungsbefehl hängt somit stets nur von der Empfangsfeldstärke und ihrem Vergleich mit dem festen Schwellwert ab. Das Prinzip einer solchen Empfangsfeldstärkenauswertung ist nicht in der Lage zu erkennen, ob eine schwache Empfangsfeldstärke auf eine geringe Sendeleistung oder eine große Distanz zurückzuführen ist.
Für den alltagstauglichen praktischen Einsatz einer Objektentfernungsüberwachung, insbesondere zur überwachung von Kindern auf unbeabsichtigtes Entfernen, Verlaufen, Entführung usw., ist eine unter allen Umständen robuste und störungsunan- fällige Erkennung einer überschreitung einer Maximalentfernung unabdingbar, und dies alles bei minimalem Energieverbrauch. Die Erfindung setzt sich zum Ziel, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche diese Anforderungen erfüllen.
Diese Ziele werden in einem ersten Aspekt mit einem Verfahren der einleitend genannten Art erreicht, das sich gemäß der Erfindung dadurch auszeichnet, daß durch Vergleichen der Empfangsleistung mit der in einer Statusmeldung angegebenen Sendeleistung die für die nächste Statusmeldung zu verwendende Sendeleistung ermittelt und in einer Bestätigungsmeldung an den ersten Sendeempfänger zurückgesendet wird.
Durch den erfindungsgemäßen Vergleich der Empfangsleistung mit der in der Statusmeldung selbst angegebenen Sendeleistung wird die tatsächliche Dämpfung des übertragungskanals gemessen, und zwar auch dann, wenn z.B. die Child-Station mit geringer Sendeleistung geantwortet hat. Dadurch ist eine besonders verläßliche Leistungsregelung und effektive Reduzierung der mittleren Sendeleistung möglich. Die Sendeleistung des die Statusmeldungen abgebenden Sendeempfängers wird mit jedem Kommunikationszyklus an die tatsächlichen Erfordernisse angepaßt und für den nächsten Kommunikationszyklus vorbereitet. Die erfindungsgemäße Lösung benötigt dazu in jedem Kommunikationszy- klus nur einen einzigen Meldungsabtausch zwischen den Sendeempfängern, u.zw. eine einzige Statusmeldung und eine einzige Bestätigungsmeldung. Dadurch wird ein sehr geringer mittlerer Energieverbrauch erzielt, ohne die Zuverlässigkeit der Entfernungsüberwachung zu gefährden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die für die nächste Statusmeldung ermittelte Sendeleistung auch
bereits für das Senden der Bestätigungsmeldung selbst verwendet, wodurch der Energieverbrauch noch weiter gesenkt wird.
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß beim genannten Vergleichen eine Differenz aus angegebener Sendeleistung und gemessener Empfangsleistung gebildet und mit einem Schwellwert verglichen wird und bei einem Schwellwertunterschreiten die für die nächste Statusmeldung zu verwendende Sendeleistung bis auf einen Minimalwert verringert, hingegen bei einem Schwellwertüberschreiten bis auf einen Maximalwert erhöht wird, wobei in letzterem Fall, wenn die angegebene Sendeleistung bereits den Maximalwert hat, der Alarm ausgelöst wird. Der Vergleich durch Differenzbildung gestattet eine besonders einfache Implementierung des Verfahrens mit kostengünstigen 1-Chip-Mikrokontrol- lern, was eine Miniaturisierung der Sendeempfänger ermöglicht.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Sendeempfänger in den Pausen ihres periodischen Meldungsabtauschs in an sich bekannter Weise in einen energiesparenden Schlafmodus verfallen, aus welchem der zweite Sendeempfänger jeweils vor dem ersten Sendeempfänger erwacht. Dadurch wird ein niedriger Energieverbrauch erzielt, ohne daß die Gefahr besteht, daß der zweite Sendeempfänger eine Statusmeldung versäumt.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform enthalten die Statusmeldung und die Bestätigungsmeldung jeweils zumindest eine eindeutige Kennung, welche in einem Initialisierungsschritt zwei einander zugeordneten Sendeempfängern zugewiesen wird, woraufhin jeder Sendeempfänger nur mehr Statusbzw. Bestätigungsmeldungen des zugeordneten anderen Sendeempfängers verarbeitet. Dadurch können mehrere Vorrichtungen in ein und demselben Gebiet betrieben werden, ohne daß es zu gegenseitigen Störungen kommt; nach dem „Anlernen" zweier Sendeempfänger im Initialisierungsschritt reagieren diese nur noch aufeinander.
In einem zweiten Aspekt erreicht die Erfindung ihre Ziele mit einer Vorrichtung der einleitend genannten Art, die sich
dadurch auszeichnet, daß der zweite Sendeempfänger dazu ausgebildet ist, aus einem Vergleich der Empfangsleistung mit der in einer Statusmeldung angegebenen Sendeleistung die für die nächste Statusmeldung zu verwendende Sendeleistung zu ermitteln und in einer Bestätigungsmeldung an den ersten Sendeempfänger zurückzusenden .
Bevorzugt ist der zweite Sendeempfänger dazu ausgebildet, die Bestätigungsmeldung mit der für die nächste Statusmeldung ermittelten Sendeleistung zu senden.
Besonders günstig ist es, wenn der zweite Sendeempfänger dazu ausgebildet ist, für jede Statusmeldung die Differenz aus angegebener Sendeleistung und gemessener Empfangsleistung zu bilden und mit einem Schwellwert zu vergleichen und bei einem Schwellwertunterschreiten die für die nächste Statusmeldung zu verwendende Sendeleistung bis auf einen Minimalwert zu verringern, hingegen bei einem Schwellwertüberschreiten bis auf einen Maximalwert zu erhöhen und in letzterem Fall, wenn die angegebene Sendeleistung bereits den Maximalwert hat, den Alarm abzugeben.
Bezüglich der Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung und ihrer genannten bevorzugten Merkmale wird auf die obigen Ausführungen zum Verfahren verwiesen.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß der zweite Sendeempfänger eine Anzeigeeinrichtung für die genannte Differenz von Sendeleistung und Empfangsleistung aufweist. Die Anzeigeeinrichtung kann damit auch zur Peilung verwendet werden, indem der Sendeempfänger probeweise in verschiedene Himmelsrichtungen bewegt wird und bei einer Verringerung der angezeigten Differenz - welche auf eine geringere übertragungsdämpfung und damit eine geringere Entfernung der Sendeempfänger hinweist - diese Richtung als Peilung verwendet wird.
Vorteilhafterweise sind der erste und/oder der zweite Sen ¬ deempfänger jeweils mit einer Notruftaste ausgestattet, welche eine Notrufmeldung an den anderen Sendeempfänger absetzt, so
daß die Vorrichtung auch zum Herbeirufen von Hilfe verwendet werden kann.
In jedem Fall ist es besonders günstig, wenn der zweite Sendeempfänger, und bevorzugt auch der erste Sendeempfänger, jeweils eine akustische Alarmeinrichtung und bevorzugt zusätzlich eine Vibrationsalarmeinrichtung aufweist, was die Alarmierung auch einer abgelenkten Aufsichtsperson bzw. gerufenen Person ermöglicht.
Bevorzugt werden die Sendeempfänger in Form von Armbändern ausgebildet. Dies ermöglicht einen unkomplizierten und komfortablen Einsatz und gewährleistet damit hohe Benutzerakzeptanz.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den beigeschlossenen Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen: die Fig. 1 und 2 die Vorrichtung der Erfindung im praktischen Einsatz (Fig. 1) und in Blockschaltbildform (Fig. 2);
Fig. 3. das Verfahren der Erfindung in Form eines Sequenz- diagrammes;
Fig. 4 den im ersten Sendeempfänger ablaufenden Teil des Verfahrens der Erfindung in Flußdiagrammform; und
Fig. 5 den im zweiten Sendeempfänger ablaufenden Teil des Verfahrens der Erfindung in Flußdiagrammform.
Gemäß den Fig. 1 und 2 umfaßt eine Vorrichtung zur überwachung der Maximalentfernung zweier Objekte, z.B. eines Kindes 1 von seiner Aufsichtsperson 2, zwei Sendeempfänger 3, 4, die in Form von Armbändern ausgebildet und vom Kind 1 bzw. der Aufsichtsperson 2 getragen werden.
Jeder Sendeempfänger 3, 4 umfaßt einen Mikrokontroller 5, 6 mit einem daran angeschlossenen bidirektionalen Hochfrequenz- Transceiver 7, 8, welche Komponenten von einer Stromversorgung 9, 10, z.B. einer Knopfbatterie, gespeist werden. über die Transceiver 7, 8 stehen die Sendeempfänger 3, 4 miteinander in KommunikationsVerbindung über einen übertragungskanal 11.
Der erste Sendeempfänger 3 weist einen Taster 12 zur Auswahl von Betriebszuständen und eine LED 13 zur Anzeige dersel-
ben auf; in gleicher Weise ist der zweite Sendeempfänger 4 mit einer Tastatur 14 in Form von zwei Tastern zur Auswahl von Be- triebszuständen und einer Anzeigeeinrichtung 15 in Form mehrerer LEDs zur Anzeige der Betriebszustände ausgestattet. Der zweite Sendeempfänger 4 umfaßt zusätzlich eine akustische Alarmeinrichtung 16 und eine Vibrationsalarmeinrichtung 17.
Optional kann auch der erste Sendeempfänger 3 mit einer Anzeigeeinrichtung 15, einer akustischen Alarmeinrichtung 16 und einer Vibrationsalarmeinrichtung 17 versehen sein.
Der Meldungsverkehr zwischen den Sendeempfängern 3, 4 wird nun anhand der in den Fig. 3 bis 5 dargestellten Verfahren näher erläutert.
Fig. 3 zeigt zwei aufeinanderfolgende Meldungswechsel Mi und Mi + i aus dem periodischen Meldungsabtausch M 1 , M 2 .. Mi, Mi + i .. zwischen dem ersten Sendeempfänger 3 und dem zweiten Sendeempfänger 4. Zwischen den einzelnen Meldungswechseln M liegen jeweils Pausen S, deren Länge wesentlich verkürzt dargestellt ist; tatsächlich liegt die Länge eines Meldungswechsels M in der Größenordnung von μs, wogegen die Länge der Pausen S in der Größenordnung von 10 bis 100 ms liegt.
In den Pausen S verfallen die Sendeempfänger 3, 4 in einen energiesparenden Schlafmodus, aus welchem sie jeweils - von einem Zeitgeber 5' , 6' im Mikrokontroller 5 bzw. 6 gesteuert - zu einem Prozeß 18, 19 erwachen. Bei jedem Meldungsabtausch M werden die Zeitgeber 5', 6' jeweils aufs Neue synchronisiert.
Wie in Fig. 3 ersichtlich, läuft der Zeitgeber 6' des Mi- krocontrollers 6 für das Aufwecken des zweiten Sendeempfängers 4 geringfügig früher ab als jener des MikroControllers 5 des ersten Sendeempfängers 3, so daß der Prozeß 19 jeweils kurz vor dem Prozeß 18 beginnt.
In den Prozessen 18 und 19 jedes Meldungsabtausches M sendet in einem ersten Schritt 20 der erste Sendeempfänger 3 eine Statusmeldung an den zweiten Sendeempfänger 4. Die Statusmeldung umfaßt eine eindeutige Erkennung ID C des ersten Sendeempfängers 3, einen aktuellen Status ST c ,i des ersten Sendeempfän-
gers 3 und eine Angabe TP c ,i über die aktuell verwendete Sendeleistung des Transceivers 7 des Sendeempfangers 3.
Der zweite Sendeempfänger 4 empfängt die Statusmeldung ID C , ST 0 ,i, TP 0 ,i des Schrittes 20 und mißt in einem Schritt 21 die tatsächliche Empfangsleistung des RPc,i, mit welcher die Statusmeldung am Ort des zweiten Sendeempfängers 4 von dessen Transceiver 8 empfangen wird.
Im Schritt 22 ermittelt der zweite Sendeempfänger 4 aus einem Vergleich der in der Statusmeldung ID 0 , ST c ,i, TP c ,i angegebenen Sendeleistung TP 0 ,± mit der in Schritt 21 gemessenen Empfangsleistung RPc,i die im nächsten Meldungsabtausch Mi + i vom ersten Sendeempfänger 3 zu verwendende Sendeleistung TP 0 ,i + i und sendet diese im Schritt 24 in Form einer Bestätigungsmeldung an den ersten Sendeempfänger 3 zurück. Die Bestätigungsmeldung umfaßt zusätzlich zu der neuen Sendeleistung TP c ,i + i auch eine eindeutige Kennung IDp sowie einen aktuellen Status ST P ,i des zweiten Sendeempfängers 4. Für das Senden der Bestätigungsmeldung IDp, STp,i, TP 0 ,i + i im Schritt 24 setzt der zweite Sendeempfänger 4 die Sendeleistung TP P/i seines Transceivers 8 auf den soeben ermittelten Wert TP 0 ,i + i (Schritt 23) .
Nach Erhalt der Bestätigungsmeldung IDp, STp,i, TP c ,i + i im Schritt 24 setzt der erste Sendeempfänger 3 die Sendeleistung seines Transceivers 7 in Vorbereitung der nächsten Statusmeldung auf den erhaltenen Wert TP 0 ,± + i (Schritt 25) . Die Sendeempfänger 3, 4 beenden ihre Prozesse 18 und 19 und verfallen wieder für eine Pause S in ihren energiesparenden Standby- bzw. Schlafmodus. Nach Ablauf der Zeitgeber 5', 6' in den Mikrokon- trollern 5, 6 wachen die Sendeempfänger 3, 4 für den nächsten Meldungsabtausch Mi + i auf, wobei nun die Statusmeldung im Schritt 20 mit der neuen Sendeleistung TP 0 ,i + i abgesetzt wird, und so weiter und so fort.
Fig. 4 zeigt den Prozeß 18 im ersten Sendeempfänger 3 und Fig. 5 den Prozeß 19 im zweiten Sendeempfänger 4 und insbesondere die Ermittlung der Sendeleistung TP c ,i + i im Schritt 22 im Detail.
Gemäß Fig. 5 wird im Schritt 22 in einem ersten Block 26 eine Differenz aus der in der Statusmeldung angegebenen Sendeleistung TP 0 ,i des ersten Sendeempfängers 3 und der vom zweiten Sendeempfänger 4 gemessenen Empfangsleistung RP c ,i gebildet und mit einem vorgegebenen Schwellwert δD max verglichen. Die Differenz TP 0 ,i - RPc,i steht dabei für die Dämpfung des übertra- gungskanales 11 zwischen den Sendeempfängern 3, 4 und damit für die gegenseitige Entfernung der Objekte 1, 2, hier des Kindes 1 von seiner Aufsichtsperson 2 (Fig. 1) . Liegt die Differenz unterhalb des Schwellwertes, ist noch Raum für eine Reduzierung der Sendeleistung TP 0 . Mit Hilfe der Blöcke 27, 28 und 29 wird in diesem Fall die nächste zu verwendende Sendeleistung TP c ,i + i
- soferne sie nicht bereits einen Minimalwert min erreicht hat
- um einen vorgegebenen Wert δP reduziert festgesetzt.
überschreitet jedoch die Differenz TP 0 ,i - RPc, ± den vorgewählten Schwellwert δD max , ist die Dämpfung des übertragungska- nales 11 zu groß und - soferne die Sendeleistung TP c ,i nicht bereits einen maximalen Wert max erreicht hat (überprüfung 30) - wird im Block 31 die Sendeleistung TP 0 ,± + i für den nächsten Meldungsabtausch Mi + i um den Wert δP erhöht festgesetzt.
War jedoch die Sendeleistung TP 0 ,± bereits auf ihrem Maximalwert max, ist eine weitere Erhöhung nicht mehr möglich und die übermäßige Dämpfung bzw. Differenz TP 0 ,± - RPc,i ist offensichtlich auf eine unzulässige überschreitung der Entfernung zwischen Kind 1 und Aufsichtsperson 2 zurückzuführen. In diesem Fall wird im Block 32 Alarm ausgelöst und die maximale Sendeleistung beibehalten (Block 33) .
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern umfaßt alle Varianten und Modifikationen, die in den Rahmen der angeschlossenen Ansprüche fallen. Beispielsweise können die Vorrichtung und das Verfahren der Erfindung auch für die Entfernungsüberwachung anderer Objekte verwendet werden, wie von Tieren oder Haustieren, zum Diebstahlschutz von Gegenständen wie Ski, Fahrräder, Kinderwagen, KFZ, zum Sichern von Lawinenopfern usw.
