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Title:
METHOD AND APPARATUS FOR PRODUCING NONWOVEN MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/000686
Kind Code:
A1
Abstract:
In a method for producing a nonwoven material, a nonwoven is formed in a former and the resulting nonwoven material web is subsequently further dewatered. In this case, the further dewatering comprises dewatering by means of a belt press which comprises a roller about which at least one inner belt, preferably configured as an endless belt, that rests against the roller, and an outer pressing belt, preferably configured as an endless belt, are wrapped in order to form an extended press nip, wherein at least in the region of the roller the nonwoven material web is arranged between the inner belt and the outer pressing belt and in order to generate a mechanical pressure on the nonwoven material web located between the two belts, the pressing belt is pressed with a belt tension of at least 15 kN/m against the roller, resulting in the nonwoven material web and the inner belt being pressed against the roller, and wherein the nonwoven is formed in the former on a circulating transfer belt and the resulting nonwoven material web is guided by means of this transfer belt at least as far as the belt press and through the extended press nip thereof. An apparatus suitable for carrying out the method is also disclosed.

Inventors:
RIVIERE, Pierre (17 Rue Principale, Neubois, F-67220, FR)
AUST, Herbert (Richard-Wagner-Weg 46, Nideggen, 52385, DE)
PÖHLER, Kai (Gangolfusstraße 64, Vettweis, 52391, DE)
Application Number:
EP2014/062620
Publication Date:
January 08, 2015
Filing Date:
June 17, 2014
Export Citation:
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Assignee:
VOITH PATENT GMBH (Sankt Poeltener Strasse 43, Heidenheim, 89522, DE)
International Classes:
D04H1/46; D04H1/492; D04H3/11; D04H5/03; D04H18/02; D06B15/00
Domestic Patent References:
2007-11-08
2003-11-20
2007-02-15
Foreign References:
DE102008054990A12010-06-24
DE102006042507A12008-03-27
EP1961849A12008-08-27
DE102006042507A12008-03-27
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Claims:
Patentansprüche

Verfahren zur Herstellung eines Vliesstoffes, bei dem in einem Former (28) ein Vlies gebildet und die daraus entstehende Vliesstoff-Materialbahn (52) anschließend weiter entwässert wird, wobei die weitere Entwässerung der Vliesstoff-Materialbahn (52) die Entwässerung mittels einer Bandpresse (34) umfasst, die eine Walze (36) umfasst, um die zumindest ein an der Walze (36) anliegendes inneres Band (40) und ein äußeres Pressband (42) geschlungen sind, wobei die Vliesstoff-Materialbahn (52) zumindest im Bereich der Walze (36) zwischen dem inneren Band (40) und dem äußeren Pressband (42) angeordnet wird, wobei das Pressband (42) mit einer Bandspannung von zumindest 15 kN/m an die Walze (36) gepresst und dadurch die Vliesstoff-Materialbahn (52) und das innere Band (40) gegen die Walze (36) gepresst werden, und wobei das Vlies in dem Former (28) auf einem umlaufenden Transferband (10) gebildet und die daraus entstehende Vliesstoff-Materialbahn (52) über dieses Transferband (10) zumindest bis zu der Bandpresse (34) und durch deren Pressnip (12) hindurch geführt wird.

Verfahren nach Anspruch 1 ,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass das gebildete Vlies auf dem Transferband (10) verfestigt wird, bevor es zu der Bandpresse (34) überführt wird, wobei die Verfestigung des gebildeten Vlieses vorzugsweise eine Verfestigung nach dem Wasserstrahlverfestigungsverfahren umfasst.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Vliesstoff- Materialbahn (52) stromabwärts der Bandpresse (34) durch eine thermische Trocknungseinrichtung (46), vorzugsweise durch eine TAD- ("through air drying") bzw. Lufttrocknungseinrichtung, geführt wird.

Verfahren nach Anspruch 3,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass als thermische Trocknungseinrichtung (46) nicht mehr als eine TAD- bzw. Lufttrocknungseinrichtung mit vorzugsweise nur einem TAD-Trockenzylinder eingesetzt wird.

Verfahren nach Anspruch 3 oder 4,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass der Durchmesser des TAD-Trockenzyl inders kleiner als 4 m, bevorzugt kleiner als 3,5 m und besonders bevorzugt kleiner als 3 m gewählt wird.

Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 3 bis 5,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Vliesstoff- Materialbahn (52) durch das Transferband (10) über die Bandpresse (34) hinaus bis zur thermischen Trocknungseinrichtung (46) und durch diese hindurch geführt wird.

Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass als Bänder (40, 42, 10) der Bandpresse (34) gegenüber Trocknungsfluid und bevorzugt gegenüber Luft und/oder Wasserdampf permeable Bänder (40, 42, 10) verwendet werden und gleichzeitig mit dem Pressen der Vliesstoff-Materialbahn (52) gegen die Walze (36) ein Trocknungsfluid durch die permeablen Bänder (40, 42), das Transferband (10) und die Vliesstoff-Materialbahn (52) gepresst wird, und zwar vorzugsweise durch Erzeugen einer entsprechenden Druckdifferenz zwischen der Walze (36) und dem äußeren Pressband (42), wobei die Walze (36) der Bandpresse (34) zur Abgabe oder Aufnahme des Trock- nungsfluids mit einer offenen Oberfläche ausgeführt ist.

8. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass als Transferband (10) ein flaches oder ein die Vliesstoff-Materialbahn (52) entsprechend strukturierendes und/oder perforierendes Band eingesetzt wird.

9. Vorrichtung (60) zur Herstellung eines Vliesstoffes, insbesondere zur

Durchführung des Verfahrens nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Former (28) zur Bildung eines Vlieses sowie mit einer Bandpresse (34) zur weiteren Entwässerung der aus dem gebildeten Vlies entstehenden Vliesstoff-Materialbahn (52), wobei die Bandpresse (34) eine Walze (36) umfasst, um die zumindest ein an die Walze (36) anliegendes inneres Band (40) und ein äußeres Pressband (42) geschlungen sind, die Vliesstoff-Materialbahn (52) zumindest im Bereich der Walze (36) zwischen dem inneren Band (40) und dem Pressband (42) anordnenbar und bevorzugt angeordnet ist, das Pressband (42) mit einer Bandspannung von zumindest 15 kN/m an die Walze (36) pressbar und bevorzugt gepresst ist, und das Vlies in dem Former (28) auf einem umlaufenden Transferband (10) gebildet und die daraus entstehende Vliesstoff-Materialbahn (52) über dieses Transferband (10) zumindest bis zu der Bandpresse (34) und durch deren Pressnip (12) hindurch geführt ist.

10. Vorrichtung nach Anspruch 9,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass das gebildete Vlies zusammen mit dem Transferband (10) wenigstes eine Verfestigungseinrichtung (18, 20) durchläuft, in der es auf dem Transferband (10) verfestigt wird, bevor es zu der Bandpresse (34) überführt wird, wobei die wenigstens eine Verfestigungseinrichtung (18, 20) bevorzugt eine Wasserstrahlverfestigungseinrichtung umfasst.

Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Vliesstoff- Materialbahn (52) stromabwärts der Bandpresse (34) durch eine thermische Trocknungseinrichtung (46), vorzugsweise durch eine TAD- ("through air drying") bzw. Lufttrocknungseinrichtung geführt ist. 12. Vorrichtung nach Anspruch 10,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die thermische Trocknungseinrichtung (46) nicht mehr als eine TAD- bzw. Lufttrocknungseinrichtung mit vorzugsweise nur einem TAD-Trockenzylinder umfasst. 13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass der Durchmesser des TAD-Trockenzyl inders kleiner als 4 m, bevorzugt kleiner als 3,5 m und besonders bevorzugt kleiner als 3 m ist. 14. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 11 bis 13,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Vliesstoff- Materialbahn (52) durch das Transferband (10) über die Bandpresse (34) hinaus bis zur thermischen Trocknungseinrichtung (46) und durch diese hindurch geführt ist.

15. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 9 bis 12,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Bänder (40, 42, 10) der Bandpresse (34) als gegenüber Trocknungsfluid und bevorzugt gegenüber Luft und/oder Wasserdampf permeable Bänder (10, 40, 42) so ausge- bildet sind, dass gleichzeitig mit dem Pressen der Vliesstoff-Materialbahn (52) gegen die Walze (36) durch eine Druckdifferenz zwischen der Walze (36) und dem äußeren Pressband (42) ein Trocknungsfluid durch die permeablen Bänder (40, 42), das Transferband (10) und die Vliesstoff- Materialbahn (52) strömen gelassen werden kann, wobei die Walze (36) der Bandpresse (34) zur Abgabe oder Aufnahme des Trocknungsfluids mit einer offenen Oberfläche ausgeführt ist.

Description:
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG VON VLIESSTOFF

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Her- Stellung eines Vliesstoffes.

Ein Vliesstoff ist ein Gebilde aus Fasern begrenzter Länge, aus Endlosfasern (Filamenten) oder aus geschnittenen Garnen jeglicher Art und jeglichen Ursprungs, die auf irgendeine Weise zu einem Vlies (d.h. zu einer Faserschicht bzw. zu einem Faserflor) zusammengefügt und auf irgendeine Weise miteinander verbunden worden sind. Nicht zu den Vliesstoffen gehören durch Verkreuzen bzw. Verschlingen von Garnen, wie es beim Weben, Wirken, Stricken, der Spitzenherstellung, dem Flechten und der Herstellung von getufteten Erzeugnissen geschieht, hergestellte Fasergebilde. Auch Folien und Papiere gehören nicht zu den Vliesstoffen.

Bekannte Verfahren zur Herstellung von Vliesstoffen umfassen in der Regel eine Vliesbildung, eine Vliesverfestigung sowie eine anschließende Entwässerung. Unterschiedliche Verfahren der Vliesbildung sind beispielsweise in der WO

2007/018960 A2 beschrieben. Dabei kann das Vlies insbesondere durch ein Trockenverfahren, ein Nassverfahren und/oder ein Extrusionsverfahren gebildet werden. So ist beispielsweise eine zumindest teilweise aerodynamische Vliesbildung bekannt, bei der das Vlies zumindest teilweise aus Fasern mittels eines Luftstroms auf einer luftdurchlässigen Unterlage gebildet wird. Alternativ dazu kann das Vlies auch zumindest teilweise mechanisch gebildet werden. Dabei kann das Vlies beispielsweise aus von Karden oder Krempeln abgenommenen Floren gebildet werden, die übereinandergelegt werden, oder das Vlies kann auch direkt von Kardiermaschinen gebildet werden. Gemäß einer weiteren Alternative kann das Vlies auch zumindest teilweise nach dem so genannten Spunbond-Verfahren gebildet werden, bei dem das Vlies durch Ablegen von Fasern, die aus einer durch Düsen hindurchtretenden Polymerschmelze gesponnen und mittels kalter Luft und/oder mechanisch verstreckt werden, gebildet wird. Überdies kann das Vlies auch zumindest teilweise durch das so genannte Schmelz-Blas-Verfahren gebildet werden, bei dem das Vlies durch Ablegen von Fasern, die direkt aus einer durch Düsen hindurchtretenden Polymerschmelze gesponnen und mittels heißer Luftströme bis zum Zerreißen verstreckt werden, gebildet wird. Grundsätzlich sind auch beliebige Kombinationen solcher Vliesbildungsverfahren denkbar.

Die anschließende Vliesverfestigung kann beispielsweise nach dem so genannten Wasserstrahlverfestigungsverfahren - welches auch "spunlacing" genannt wird - erfolgen. Dabei wird das gebildete Vlies durch ein Verschlingen der Fasern verfestigt, wobei das Verschlingen durch ein Verwirbeln erfolgt, indem insbesondere fokussierte Hochdruckwasserstrahlen auf das Vlies einwirken. Eine solche Wasserstrahlverfestigung bringt weitere physikalische und sichtbare Eigenschaften des erzeugten Vliesstoffes mit sich. Nach der Hochdruck-Wasserstrahlverfestigung wird die Vliesstoff-Materialbahn vor allem über Luftsaugschlitze geführt, um so viel Flüssigkeit wie möglich aus der Bahn zu entfernen, bevor diese der Trockenpartie zugeführt wird, in der eine weitere Entwässerung und in einigen Fällen ein sogenanntes thermisches und/oder chemisches Verfestigen erfolgen.

Während der Beaufschlagung durch Saugluft ergibt sich ein ungleichmäßiges Feuchtigkeitsquerprofil der Materialbahn, wobei die Bahnränder feuchter bleiben als die restliche Materialbahn.

Für relativ schwere oder aus verschiedenen Rohmaterialien hergestellte Vliesstoffe ist die Effizienz der Entwässerung begrenzt, wodurch ein entsprechend größerer Energiebedarf zur Verdampfung der überschüssigen Flüssigkeit entsteht und die Maschinengeschwindigkeit herabgesetzt wird. Zudem ist die Entwässerungseffizienz insbesondere auch für offene und/oder perforierte Vliesstoffe begrenzt.

Die bisher übliche Entwässerung über Luftsaugschlitze bringt eine Reihe von Nachteilen mit sich. So wird das angestrebte gleichmäßige Feuchtigkeitsquerprofil der Vliesstoff-Materialbahn zerstört oder zumindest beeinträchtigt, was insbesondere auf Luftverluste an den Materialbahnrändern infolge einer nicht konstanten Breite der Materialbahn zurückzuführen ist. Der Luftverlust an den Materialbahnrändern bringt zudem einen hohen Energieverbrauch mit sich. Je nach Flächen- gewicht, Vliesstoffzusammensetzung und Struktur der Vliesstoff-Materialbahn, die z.B. auch strukturiert oder perforiert sein kann, ist der nach der Entwässerung erhaltene Trockengehalt der Vliesstoff-Materialbahn begrenzt. Infolge des relativ hohen Vakuums kann es auf dem betreffendem Transferband, mit dem die

Vliesstoff-Materialbahn über Luftsaugschlitze geführt wird und bei dem es sich üblicherweise um ein Gewebeband, ein Formiersieb oder ein das Vlies strukturierendes und/oder perforierendendes Strukturierband handelt, zu einem Verlust an Fasern durch sogenanntes "Faserrupfen" kommen. Die gerupften Fasern belasten das Abwasser und sind für den Herstellungsprozess verloren. Aus der DE 10 2006 042 507 A1 ist beispielsweise bekannt, zur Entwässerung einer Vliesstoff-Materialbahn eine Schuhpresse einzusetzen. Eine solche Schuhpresse besitzt zwar in der Bahnlaufrichtung betrachtet einen - im Vergleich zu einem Walzenspalt - verlängerten Pressnip bzw. Pressspalt. Infolge des relativ hohen Pressdrucks der Schuhpresse kommt es jedoch vor dem Pressnip der Schuhpresse zu einem störenden Wasserstau. Zudem führt der relativ hohe

Pressdruck der Schuhpresse zu einer Verringerung des Volumens des Vliesstoffes.

Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrich- tung der eingangs genannten Art anzugeben, mit denen die zuvor genannten Probleme auf möglichst einfache und zuverlässige Weise beseitigt werden. Dabei soll insbesondere eine effiziente und kostengünstige Entwässerung der gebildeten Vliesstoff-Materialbahn erreicht werden, die unter Vermeidung eines Wasserstaus zu einer Vliesstoff-Materialbahn mit einem möglichst großen Volumen und mit einem gleichmäßigen Feuchtigkeitsquerprofil führt. Die während der Vliesbildung im Former erzeugten Strukturen und/oder Oberflächenparameter sollen im Verlauf der anschließenden weiteren Entwässerung der Materialbahn erhalten bleiben, und das Gesamtproduktvolumen soll durch diese weitere Entwässerung möglichst keine Einschränkungen erfahren. Ein bis zu den Bahnrändern möglichst gleich- mäßiges Feuchtigkeitsprofil soll insbesondere auch bei perforierten Vliesstoffen gewährleistet sein. Die Vorrichtung soll unter Vermeidung des Einsatzes von Luftsaugschlitzen und einer aufwändigen Schuhpresse eine möglichst hohe Entwässerungskapazität gewährleisten, wie sie insbesondere zur Entfernung größerer, z.B. im Verlauf einer Wasserstrahlverfestigung in die Bahn eingebrachter Flüssig- keitsmengen erforderlich ist, und einen möglichst kompakten Aufbau besitzen. Zudem soll die erfindungsgemäße Lösung auch durch einen möglichst einfachen Umbau bereits existierender Maschinen realisierbar sein.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 45 gelöst.

Bezüglich des Verfahrens wird die Aufgabe demnach insbesondere durch Verfahren zur Herstellung eines Vliesstoffes gelöst, bei dem in einem Former ein Vlies gebildet und die daraus entstehende Vliesstoff-Materialbahn anschließend weiter entwässert wird. Dabei umfasst die weitere Entwässerung der Vliesstoff- Materialbahn die Entwässerung mittels einer Bandpresse, wobei die Bandpresse eine Walze aufweist, um die - zur Bildung eines verlängerten Pressnips bzw.

Pressspalts - zumindest ein an die Walze anliegendes inneres Band und ein äußeres Pressband - jeweils in einem bestimmten Umschlingungswinkel - geschlungen sind, wobei die Vliesstoff-Materialbahn zumindest im Bereich der Walze zwischen dem inneren Band und dem äußeren Pressband angeordnet wird. Das Pressband wird - zur Erzeugung eines mechanischen Drucks auf die zwischen den beiden Bändern liegende Vliesstoff-Materialbahn - mit einer Bandspannung von zumindest 15 kN/m an die Walze gepresst, um dadurch die Vliesstoff-Materialbahn und das die Walze berührende innere Band gegen die Walze zu pressen. Zudem wird das Vlies in dem Former auf einem umlaufenden Transferband gebildet und die daraus entstehende Vliesstoff-Materialbahn wird über das Transferband zumindest bis zu der Bandpresse und durch deren verlängerten Pressnip hindurch geführt. Bei den Bändern der Bandpresse handelt es sich ebenso wie bei dem Transferband bevorzugt um umlaufende oder Endlosbänder, die zusammen mit der Vliesstoff-Materialbahn durch den (verlängerten) Pressnip der Bandpresse geführt werden.

Die insbesondere zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgese- hene erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst entsprechend einen Former zur

Bildung eines Vlieses sowie eine Bandpresse zur weiteren Entwässerung der aus dem gebildeten Vlies entstehenden Vliesstoff-Materialbahn. Dabei umfasst die Bandpresse eine Walze, um die zumindest ein an der Walze anliegendes inneres Band und ein äußeres Pressband geschlungen sind. Die Vliesstoff-Materialbahn ist zumindest im Bereich der Walze zwischen dem inneren Band und dem Pressband anordnenbar und bevorzugt angeordnet. Dabei ist das Pressband mit einer Bandspannung von zumindest 15 kN/m an die Walze pressbar und bevorzugt gepresst. Ferner wird das Vlies auf einem umlaufenden Transferband gebildet und die daraus entstehende Vliesstoff-Materialbahn ist über dieses Transferband zu- mindest bis zu der Bandpresse und durch deren (verlängerten) Pressnip hindurch geführt.

Unter Vlies wird im Sinne der vorliegenden Erfindung ein unmittelbar durch die Formation erhaltenes Faservlies geringer Konsistenz verstanden, wohingegen unter Vliesstoff ein bereits eine gewisse bzw. relativ höhere Konsistenz aufweisendes Vlies zu verstehen ist.

Unter Bandspannung des äußeren Pressbandes wird im Sinne der vorliegenden Erfindung - im Einklang mit der fachüblichen Verwendung dieses Begriffs - der Quotient aus der an das Pressband angelegten Zugspannung und der Breite des Pressbandes verstanden.

Ferner wird unter Pressnip im Sinne der vorliegenden Erfindung der Spalt ver- standen, welcher zwischen dem inneren und äußeren Band der Bandpresse dadurch gebildet wird, dass das äußere Band mit einer Bandspannung von zumindest 15 kN/m an die Walze gepresst wird.

Aufgrund dieser Ausgestaltung des Verfahrens sowie der Vorrichtung ergibt sich eine insgesamt effizientere, kostengünstigere Entwässerung der gebildeten Vliesstoff-Materialbahn, wobei unter Vermeidung des bisher insbesondere im Zusammenhang mit einer Schuhpresse auftretenden Wasserstaus vor dem

Pressnip - im Vergleich zu der Verwendung einer Schuhpresse - ein größeres Volumen der hergestellten Vliesstoff-Materialbahn erreicht wird, da der Druck in dem verlängerten Pressnip der Bandpresse geringer als bei einer Schuhpresse ist. Infolge der - im Vergleich zu der Verwendung einer Schuhpresse - längeren Verweilzeit der Vliesstoff-Materialbahn in dem Nip wird jedoch trotz des geringeren Pressdrucks eine effiziente Entwässerung mit einem hohen Entwässerungsgrad sichergestellt. Aufgrund dessen benötigt eine gegebenenfalls nach der Bandpres- se noch vorgesehene thermische Trocknungseinrichtung, wie beispielsweise eine TAD (Through Air Drying)- bzw. Lufttrocknungseinrichtung, lediglich eine sehr geringe Energiemenge. Zudem wird bei der Erfindung aufgrund der eingesetzten Bandpresse im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren eine sehr schonende und - bezogen auf die Oberfläche der Vliesstoff- Materialbahn - sehr gleichmäßige Entwässerung erreicht, so dass eine Beein- trächtigung oder gar Zerstörung der Faserstruktur zuverlässig verhindert wird. Aufgrund dessen werden auch Faserverluste sowie eine Kontamination des Abwassers auf ein Minimum begrenzt. Überdies erhält man mit dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. der erfindungsgemäßen Vorrichtung auch ein verbessertes Feuchtigkeitsquerprofil für den gebildeten Vliesstoff. Von besonderem Vorteil ist insbesondere auch der relativ kompakte Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung, der sich u.a. daraus ergibt, dass die bisher erforderlichen Luftsaugeinrichtungen und aufwändige Schuhpresse entfallen. Überdies ist die erfindungsgemäße Lösung besonders einfach auch durch einen entsprechenden Umbau bereits existierender Maschinen realisierbar.

Die Erfindung ermöglicht es zudem, die Vliesstoff-Materialbahn mit einem höheren Feststoffgehalt an die abschließende, insbesondere thermische Trocknungseinrichtung zu übergeben, wodurch die Maschinengängigkeit in der Trockenpartie erhöht wird. Infolge des verringerten Drucks in der Bandpresse wird das Volumen der Vliesstoff-Materialbahn bei der Entwässerung um nicht mehr als 10 % reduziert. Mithin kann der Feststoffgehalt der Vliesstoff-Materialbahn relativ zu dem Wassergehalt im Vergleich zu der bisher üblichen Entwässerung über Luftsaugschlitze um mehr als 10 % erhöht werden, wodurch sich eine höhere Produktions- kapazität ergibt, der Energieverbrauch verringert wird und die Bereitstellung zusätzlicher oder aufwändigerer Trocknungseinrichtungen vermieden wird.

Indem das Vlies auf einem umlaufenden Transferband gebildet und die daraus entstehende Vliesstoff-Materialbahn über dieses Transferband zumindest bis zu der Bandpresse und durch deren verlängerten Pressnip hindurch geführt wird, wobei das Vlies zumindest bis nach dem Pressnip der Bandpresse vorzugsweise in einem geschlossenen Zug auf dem Transferband geführt wird, weist das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere eine hervorragende Maschinengängigkeit auf. Zudem wird dadurch eine Beeinträchtigung der Qualität des gebildeten Vliesstoffes infolge eines offenen Zugs, wie insbesondere eine ungewünschte Dehnung der Vliesstoffbahn und/oder die Ausbildung von unerwünschten Brüchen in der Vliesstoffbahn, zuverlässig vermieden, und zwar insbesondere auch dann, wenn die Vliesstoff-Materialbahn mit einer hohen Geschwindigkeit durch die Vorrichtung geführt wird. Vorzugsweise erfolgt die Führung der Vliesstoff- Materialbahn bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in einem geschlossenen Zug von dem Former über die Bandpresse bis zu einer der Bandpresse nachgeordneten thermischen Trocknungseinrichtung.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird das gebildete Vlies auch auf dem Transferband verfestigt, bevor es zu der Bandpresse überführt wird. Bei dieser Ausführungsform umfasst die Verfestigung des gebildeten Vlieses vorzugsweise eine Verfestigung nach dem Wasserstrahlverfestigungsverfahren. Ferner ist es bevorzugt, dass die Vliesstoff-Materialbahn stromabwärts der Bandpresse durch eine thermische Trocknungseinrichtung, und zwar besonders bevorzugt durch eine TAD- ("through air drying") bzw. Lufttrocknungseinrichtung, geführt wird, um die Vliesstoff-Materialbahn auf den gewünschten Endtrockengehalt zu trocknen.

Als thermische Trocknungseinrichtung wird bei der vorstehenden Ausführungsform bevorzugt nicht mehr als eine TAD- bzw. Lufttrocknungseinrichtung mit insbesondere nur einem einzigen TAD-Trockenzylinder eingesetzt. Dabei ist der Durchmesser eines solchen TAD-Trockenzylinders vorteilhafterweise kleiner als 4 m, bevorzugt kleiner als 3,5 m und besonders bevorzugt kleiner als 3 m.

Um die vorstehend in Bezug auf die Bahnführung in geschlossenem Zug erwähnten Vorteile in besonders hohem Ausmaß zu erreichen, ist es bei der vorstehenden Ausführungsform besonders bevorzugt, wenn die Vliesstoff-Materialbahn durch das Transferband über die Bandpresse hinaus bis zu der thermischen Trocknungseinrichtung und durch diese hindurch geführt wird.

Gemäß einer weiteren ganz besonders bevorzugten Ausführungsform der vorlie- genden Erfindung werden als Bänder der Bandpresse gegenüber Trocknungsfluid und bevorzugt gegenüber Luft und/oder Wasserdampf permeable Bänder verwendet und wird gleichzeitig mit dem Pressen der Vliesstoff-Materialbahn gegen die Walze ein Trocknungsfluid durch die permeablen Bänder, und zwar einschließlich des Transferbandes, und durch die Vliesstoff-Materialbahn gepresst, und zwar vorzugsweise durch Erzeugen einer entsprechenden Druckdifferenz zwischen der Walze und dem äußeren Pressband. Dabei ist die Walze der Bandpresse zur Abgabe oder Aufnahme des Trocknungsfluids mit einer offenen Oberfläche ausgeführt. Indem die Vliesstoff-Materialbahn in der Bandpresse bevorzugt zusätzlich durch das Trocknungsfluid beaufschlagt wird, wird die Effizienz der schonenden und gleichmäßigen Entwässerung ohne Einbußen hinsichtlich des Volumens noch weiter erhöht.

Zudem ist es bevorzugt, dass wenigstens ein um die Walze der Bandpresse geschlungenes (Endlos)band für Wasser permeabel ist bzw. so ausgestaltet ist, dass es Wasser aufnehmen kann, um das bei der in der Bandpresse stattfindenden mechanischen Pressung anfallende Wasser aufzunehmen und/oder durchlassen zu können.

In Weiterbildung des Erfindungsgedankens wird es vorgeschlagen, dass die Vliesstoff-Materialbahn in dem verlängerten Pressnip der Bandpresse über das Trocknungsfluid und/oder davon getrennt, beispielsweise über die Walze und/oder wenigstens ein Band der Bandpresse, mit Hitze beaufschlagt wird. Als Trocknungsfluid kann grundsätzlich jedes inerte Gas oder Aerosol eingesetzt werden, wobei insbesondere mit Luft und/oder Wasserdampf gute Ergebnisse erzielt werden. Sofern als Trocknungsfluid Luft verwendet wird, kann diese beispielsweise Umgebungstemperatur aufweisen. Alternativ dazu kann als Trocknungsfluid auch heiße Luft eingesetzt werden, und zwar vorzugsweise heiße Luft mit einer Temperatur in einem Bereich von 50°C bis 250°C, besonders bevorzugt mit einer Temperatur in einem Bereich von 150°C bis 250°C und ganz besonders bevorzugt mit einer Temperatur in einem Bereich von 175°C bis 225°C, wie beispielsweise mit einer Temperatur von etwa 200°C.

Wenn als Trocknungsfluid Wasserdampf verwendet wird, so wird dieser vorzugsweise in einem Verhältnis Dampfgewicht/Gewicht der Vliesstoff-Materialbahn von bis zu 2 kg Dampf/kg Vliesstoff-Materialbahn und bevorzugt in einem Verhältnis Dampfgewicht/Gewicht der Vliesstoff-Materialbahn von 0,1 bis 1 kg Dampf/kg Vliesstoff-Materialbahn, wie beispielsweise in einem Verhältnis Dampfgewicht/Gewicht der Vliesstoff-Materialbahn von etwa 0,5 kg Dampf/kg Vliesstoff- Materialbahn, eingesetzt.

Wie dargelegt, wird bevorzugt in der Bandpresse gleichzeitig mit der mechanischen Druckbeaufschlagung ein Trocknungsfluid durch die Vliesstoff-Materialbahn gepresst, wobei die Walze der Bandpresse zur Abgabe oder Aufnahme des Trocknungsfluids mit einer offenen Oberfläche ausgeführt. Dabei kann als Walze der Bandpresse insbesondere eine Saugwalze oder auch eine Blaswalze verwendet werden.

Sofern die Walze der Bandpresse als Saugwalze ausgeführt ist, wird das Trocknungsfluid zweckmäßigerweise ausgehend von einer Trocknungsfluidhaube zu- mindest durch das permeable äußere Pressband, das Transferband, die Vliesstoff-Matenalbahn und das permeable innere Band in die Saugwalze gesaugt bzw. geführt. Neben dem Trocknungsfluid wird zweckmäßigerweise auch das in der Bandpresse entwässerte Wasser in die Saugwalze oder das permeable innere Band gesaugt bzw. geführt. Zu diesem Zweck wird die Saugwalze vorzugsweise mit einem Unterdruck (d.h. einer Differenz zwischen Atmosphärendruck und dem in der Saugwalze herrschenden Druck) im Bereich von 0,25 bar bis 0,6 bar und besonders bevorzugt mit einem Unterdruck im Bereich von 0,30 bis 0,55 bar, wie beispielsweise mit einem Unterdruck von etwa 0,45 bar, beaufschlagt. Ist die Walze der Bandpresse als Saugwalze ausgeführt, so umfassen gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens die die Walze umschlingenden Bänder in Strömungsrichtung des Trocknungsfluids betrachtet ein permeables Pressband, das vorzugsweise auch der Verfestigung dienende Transferband und ein Filzband.

Sofern die Walze der Bandpresse als Blaswalze ausgeführt wird, wird das Trocknungsfluid vorzugsweise ausgehend von der Blaswalze zumindest durch das permeable innere Band, die Vliesstoff-Materialbahn, das Transferband und das permeable äußere Pressband bevorzugt in eine Haube geblasen bzw. geführt. Neben dem Trocknungsfluid wird zweckmäßigerweise auch das in der Bandpresse entwässerte Wasser in die Haube oder das permeable äußere Band geblasen bzw. geführt. Bei dieser Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass das Trocknungsfluid mit einem Druck im Bereich von 0,25 bar bis 0,6 bar und besonders bevorzugt mit einem Druck im Bereich von 0,30 bar bis 0,55 bar, wie beispielsweise mit einem Druck im Bereich von etwa 0,45 bar, oberhalb des Atmosphärendrucks durch das permeable innere Band, durch die Vliesstoff- Materialbahn und durch das permeable äußere Pressband zu der Haube geblasen wird. Wenn die Vliesstoff-Materialbahn in der Bandpresse - was wie vorstehend dargelegt bevorzugt ist, zusätzlich zu der Druckbeaufschlagung, mit einem Trocknungs- fluid beaufschlagt wird, hängt der auf die Vliesstoff-Materialbahn ausgeübte Druck unter anderem auch von der Trocknungsfluidströmung ab. Um eine besonders gute, schonende und gleichmäßige Entwässerung zu erreichen, wird es in Weiterbildung des Erfindungsgedankens bei dieser Ausführungsform vorgeschlagen, dass durch die Bänder eine Trocknungsfluidströmung in einem Bereich von 100 m 3 /(min m 2 ) bis 300 m 3 /(min m 2 ), bevorzugt von 150 bis 250 m 3 /(min m 2 ) und besonders bevorzugt von etwa 210 m 3 /(min m 2 ) erzeugt wird.

Wenn die Walze der Bandpresse außer von dem inneren und dem äußeren (End- los)band und dem Transferband noch von einem oder mehreren weiteren (End- los)bändern umschlungen ist, so müssen auch diese weiteren (Endlos)bänder für das Trocknungsfluid durchlässig sein, sofern die Vliesstoff-Materialbahn in der Bandpresse durch ein solches Trocknungsfluid beaufschlagt werden soll, was - wie vorstehend dargelegt - besonders bevorzugt ist.

Um einerseits einen ausreichend hohen Entwässerungsgrad zu erreichen, aber andererseits die Entwässerung möglichst schonend und gleichmäßig durchzufüh- ren, ist es gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass in dem Verfahren zumindest das als Pressband dienende äußere (Endlos)band mit einer Bandspannung von 20 bis 100 kN/m, bevorzugt mit einer Bandspannung von 25 bis 75 kN/m und besonders bevorzugt mit einer Bandspannung von 40 kN/m bis 50 kN/m an die Walze der Bandpresse gepresst wird.

Im Hinblick auf eine ausreichend gute, aber gleichzeitig möglichst schonende und gleichmäßige Entwässerung ist es insbesondere auch von Vorteil, wenn in der Bandpresse auf die Vliesstoff-Materialbahn ein mechanischer Druck von weniger als 140 kPa, insbesondere weniger als 100 kPa und vorzugsweise weniger als 90 kPa, aber von mehr als 30 kPa und bevorzugt mehr als 45 kPa ausgeübt wird. Mit einem derart geringen Druck wird unter Vermeidung des bei Schuhpressen auftretenden Wasserstaus insbesondere ein höheres Volumen des Vliesstoffes erreicht, weil aufgrund des geringen Drucks keine signifikante Kompaktierung des

Vliesstoffes und daher kein signifikanter Volumenverlust eintritt.

Ebenfalls im Hinblick auf eine ausreichend gute, aber gleichzeitig möglichst schonende und gleichmäßige Entwässerung wird es in Weiterbildung des Erfindungsgedankens vorgeschlagen, die Verweilzeit der Vliesstoff-Materialbahn in dem verlängerten Pressspalt der Bandpresse auf zwischen 0,05 Sek. und 0,5 Sek. einzustellen. Mit einer solchen relativ langen Verweilzeit wird trotz des relativ geringen Drucks und der entsprechend schonenden Behandlung der Vliesstoff- Materialbahn eine effiziente Entwässerung sichergestellt. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die Vliesstoff-Materialbahn in der Bandpresse um wenigstens 20 %, bevorzugt um 30 bis 75 % und besonders bevorzugt um 33 bis 50 % entwässert. Dabei bezeichnet dieser Entwässerungsgrad den prozentualen Gewichtsverlust bei der Entwässerung bezogen auf das vor der Entwässerung in der Bandpresse vorliegende Gesamtgewicht der Vliesstoff-Materialbahn.

Wird das gebildete Vlies vor der Überführung zur Bandpresse verfestigt, so kann es in bestimmten Fällen von Vorteil sein, wenn es im Bereich eines vom Transferband umschlungenen Verfestigungszylinders und/oder direkt auf dem Transfer- band in einem Bereich ohne Verfestigungszylinder vorverfestigt und anschließend vorzugsweise zusätzlich nachverfestigt wird, wobei eine jeweilige Verfestigung bevorzugt nach dem Wasserstrahlverfestigungsverfahren erfolgt. Die betreffende Vorrichtung kann also eine oder auch mehrere Verfestigungseinrichtungen umfassen. Dabei kann die für die Vorverfestigung vorgesehene und/oder die für die Nachverfestigungseinrichtung vorgesehene Verfestigungseinrichtung jeweils nur eine oder auch mehrere, vorzugsweise zwei Düsen zur Erzeugung der die Verfestigung herbeiführenden Wasserstrahlen umfassen

Das gebildete Vlies kann aber auch ohne Nachverfestigung nur vorgefestigt wer- den, was in bestimmten Fällen ausreichen ist.

In bestimmten Fällen kann es auch von Vorteil sein, wenn keine Wasserstrahlverfestigung erfolgt. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird als Transferband ein Gewebeband oder ein mit einer porösen Oberfläche versehenes Entwässerungsband eingesetzt. Von Vorteil ist insbesondere, wenn als Transferband ein flaches oder ein die Vliesstoff-Materialbahn entsprechend strukturierendes und/oder perforierendes Band eingesetzt wird.

Vorteilhafterweise wird die Vliesstoff-Materialbahn in Bahnlaufrichtung betrachtet unmittelbar nach dem letzten Verfestigungsschritt und vor der Bandpresse, bevorzugt über das strukturierte Transferband, mechanisch entwässert. Da durch die Bandpresse ein geringerer mechanischer Druck auf die Vliesstoff- Materialbahn ausgeübt wird, wird unter Vermeidung des bei Schuhpressen auftretenden Wasserstaus insbesondere ein höheres Volumen des Vliesstoffes erreicht, nachdem aufgrund des geringen Drucks keine signifikante Kompaktierung des Vliesstoffes und daher kein signifikanter Volumenverlust eintritt.

In bestimmten Fällen kann es von Vorteil sein, wenn die Bandpresse mit nur zwei die Walze umschlingenden (Endlos)bändern und dem Transferband versehen und die Vliesstoff-Materialbahn zwischen diesen beiden (Endlos)bändern und die Bänder berührend angeordnet wird. In diesem Fall berührt sowohl das innere (End- los)band als auch das Transferband die Vliesstoff-Materialbahn. In einer dazu alternativen Ausführungsform kann die Bandpresse außer dem inneren und dem äußeren (Endlos)band auch mit wenigstens einem weiteren die Walze in einem vorbestimmten Umschlingungswinkel umschlingenden (Endlos)band versehen sein. Dabei kann das wenigstens eine weitere (Endlos)band insbesondere zwischen dem äußeren Pressband und dem Transferband angeordnet sein.

Bevorzugt umfassen die die Walze der Bandpresse umschlingenden (End- los)bänder zumindest ein Filzband und/oder ein Gewebeband. Dabei ist es insbe- sondere von Vorteil, wenn als das die Walze der Bandpresse umschlingende innere (Endlos)band ein Filzband verwendet wird. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn die Vliesstoff-Materialbahn in der Bandpresse gleichzeitig von einem Trocknungsfluid durchströmt wird und als Walze der Bandpresse eine Saugwalze verwendet wird. Mit der Entwässerung an einem Filzband ergibt sich ein wesent- lieh gleichmäßigeres Feuchtigkeitsquerprofil, als dies beispielsweise bei einer Entwässerung mittels eines Saugkastens der Fall ist. Zudem werden mit der Entwässerung an einem Filz auch die Faserverluste reduziert.

Insbesondere in dem Fall, dass die Vliesstoff-Materialbahn in der Bandpresse bevorzugt gleichzeitig durch ein Trocknungsfluid beaufschlagt wird, sind alle um die Walze der Bandpresse geschlungenen (Endlos)bänder für das Trocknungsfluid permeabel bzw. durchlässig ausgeführt.

Zudem ist es bevorzugt, dass wenigstens ein um die Walze der Bandpresse ge- schlungenes (Endlos)band für Wasser permeabel ist bzw. so ausgestaltet ist, dass es Wasser aufnehmen kann, um das bei der in der Bandpresse stattfindenden mechanischen Pressung anfallende Wasser aufzunehmen und/oder durchlassen zu können. Als äußeres Pressband der Bandpresse kann beispielsweise ein zumindest im Wesentlichen glattes Band und bevorzugt ein glattes Formierband verwendet werden. Wenn mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ein strukturierter und/oder perforierter Vliesstoff hergestellt werden soll, ist es gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass zumindest ein die Vliesstoff- Materialbahn berührendes (Endlos)band der Bandpresse als ein strukturiertes Band vorgesehen wird, durch das die Vliesstoff-Materialbahn entsprechend struk- turiert und/oder perforiert wird. Bei dem strukturierten Band kann es sich insbesondere um das Transferband und/oder äußere Pressband handeln.

Die (Endlos)bänder der Bandpresse sind zweckmäßigerweise über denselben Umschlingungswinkel um die Walze geschlungen.

Unabhängig davon, ob die Umschlingungswinkel der einzelnen Bänder gleich oder verschieden voneinander sind, wird es in Weiterbildung des Erfindungsgedankens vorgeschlagen, dass der Umschlingungswinkel des inneren Bandes und/oder äußeren Pressbandes um die Walze in einem Bereich von 90° bis 180° und insbe- sondere in einem Bereich von 100° bis 120° gewählt wird. Dadurch wird eine für eine ausreichend hohe und gleichzeitig schonende, gleichmäßige Entwässerung erforderliche Verweilzeit der Vliesstoff-Materialbahn in dem Pressspalt der Bandpresse erreicht. Grundsätzlich gilt, dass die Verweilzeit der Vliesstoff-Materialbahn in dem Pressspalt bei gleichem Walzendurchmesser und gleicher Walzenumdre- hungsgeschwindigkeit umso größer ist desto größer der Umschlingungswinkel der Bänder ist.

Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Durchmesser der Walze der Bandpresse in einem Bereich von 500 mm bis 1400 mm und bevorzugt in einem Bereich von 750 mm bis 1200 mm gewählt. Da der in der Bandpresse auf die Vliesstoff-Materialbahn ausgeübte Druck unter anderem vom Umschlingungswinkel der (Endlos)bänder und vom Durchmesser der Walze der Bandpresse abhängt, ergeben sich durch einen solchen relativ großen Durchmesser ein relativ langer Pressnip und eine entsprechend effiziente Entwässerung infolge der längeren Verweilzeit der

Vliesstoff-Materialbahn in dem Pressspalt. Grundsätzlich gilt, dass die Verweilzeit der Vliesstoff-Materialbahn in dem Pressspalt bei gleichem Umschlingungswinkel der Bänder und gleicher Walzenumdrehungsgeschwindigkeit umso größer ist desto größer der Walzendurchmesser ist.

Zwischen der Bandpresse und der thermischen Trocknungseinrichtung kann die Vliesstoff-Materialbahn bei Bedarf durch eine zusätzliche Entwässerungspresse geführt werden. In einer solchen optionalen zusätzlichen Entwässerungspresse wird vorzugsweise eine Linienkraft in einem Bereich von 20 kN/m bis 100 kN/m und besonders bevorzugt eine Linienkraft in einem Bereich von 50 kN/m bis 90 kN/m erzeugt, um eine schonende und gleichmäßige, aber dennoch starke Entwässerung zu erreichen.

Wie vorstehend dargelegt, ist es gemäß einer weiteren ganz besonders bevorzug- ten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen, die

Vliesstoff-Materialbahn vorzugsweise über das Transferband in geschlossenem Zug von dem Former zu der Bandpresse und vorzugsweise bis zu der thermischen Trocknungseinrichtung zu überführen. Dabei kann die Überführung der Vliesstoff-Materialbahn von dem Former zu der Bandpresse bzw. bis zur dieser nachgeordneten thermischen Trocknungseinrichtung ausschließlich über das eine Transferband erfolgen. Wie bereits ausgeführt, erfolgt auch die Vliesbildung im Former auf diesem einen Transferband. Das Transferband dient also gleichzeitig als Formiersieb. Bevorzugt erfolgt auf diesem Transfersieb, wie ebenfalls bereits erwähnt, auch eine Verfestigung des Vlieses, die insbesondere eine Wasser- Strahlverfestigung umfassen kann. Wird die Vliesstoff-Materialbahn in geschlosse- nem Zug zumindest bis zur Bandpresse geführt wird, so kann eine Wasserstrahlverfestigung u.U. allerdings auch entfallen.

In dem der Bandpresse vorgeschalteten Former kann das Vlies insbesondere auch mit einer relativ geringen Konsistenz auf einem glatten Formiersieb oder einem strukturierten, das Vlies entsprechend strukturierenden und/oder perforierenden Formiersieb, bevorzugt auf dem Transferband, mit einem Feststoffgehalt von 0,01 bis 0,1 Gew.-% bezogen auf 100 Gew.-% des erhaltenen Vlieses gebildet werden.

Dabei kann das Vlies in dem Former durch jedes dem Fachmann bekannte Verfahren, und zwar vorzugsweise durch ein Trockenverfahren, Nassverfahren und/oder ein Extrusionsverfahren, gebildet werden. Beispielsweise kann das Vlies in dem Former zumindest teilweise nach einem Nassverfahren gebildet werden, bei dem die Fasern insbesondere in Wasser aufgeschwemmt und auf einer wasserdurchlässigen Unterlage abgelegt werden.

Alternativ dazu oder zusätzlich dazu kann das Vlies in dem Former zumindest teilweise auch aerodynamisch gebildet werden. Dabei wird das Vlies durch Ablegen von Fasern mittels eines Luftstroms auf einer luftdurchlässigen Unterlage gebildet.

Alternativ dazu oder zusätzlich dazu kann das Vlies in dem Former zumindest teilweise auch mechanisch gebildet werden. Dabei kann es zumindest teilweise aus von Karden oder Krempeln abgenommenen Floren gebildet werden, die über- einandergelegt werden, oder von Kardiermaschinen gebildet werden.

Alternativ dazu oder zusätzlich dazu kann das Vlies zumindest teilweise auch nach dem so genannten Spunbond-Verfahren gebildet werden, bei dem das Vlies durch Ablegen von Fasern, die aus einer durch Düsen hindurchtretenden Poly- merschmelze gesponnen und mittels kalter Luft und/oder mechanisch verstreckt werden, gebildet wird. Alternativ dazu oder zusätzlich dazu kann das Vlies in dem Former schließlich zumindest teilweise auch durch das so genannte Schmelz-Blas-Verfahren gebildet werden. Dabei wird das Vlies durch Ablegen von Fasern, die direkt aus einer durch Düsen hindurchtretenden Polymerschmelze gesponnen und mittels heißer Luftströme bis zum Zerreißen verstreckt werden, gebildet.

Grundsätzlich kann das Vlies in dem Former nicht nur durch eines der zuvor genannten Verfahren, sondern insbesondere auch durch eine beliebige Kombination von zwei oder mehr der genannten Verfahren gebildet werden. Wie bereits erwähnt, kann das gebildete Vlies anschließend beispielsweise durch ein Wasserstrahlverfestigungsverfahren zu einer Vliesstoff-Materialbahn verfestigt werden. Bei diesem Verfahren wird das gebildete Vlies durch ein Verschlingen von Fasern zu der Vliesstoff-Materialbahn verfestigt, das durch ein Verwirbeln erfolgt, indem insbesondere fokussierte Hochdruckwasserstrahlen auf das Vlies einwir- ken. Vorteilhafterweise kann das Vlies durch die Wasserstrahlbeaufschlagung gleichzeitig auch strukturiert und/oder perforiert werden. Eine Wasserstrahlverfestigung ist allerdings nicht zwingend und kann insbesondere dann entfallen, wenn die Vliesstoff-Faserstoffbahn in geschlossenem Zug, wie beispielsweise durch ein einziges Transferband, zumindest bis zur Bandpresse überführt wird.

Erfolgt die bereits im Former und/oder im Verlauf der Wasserstrahlverfestigung herbeigeführte Strukturierung und/oder Perforierung auf dem Transferband und wird die Vliesstoff-Materialbahn über dieses Transferband zumindest bis zur Bandpresse und durch dessen verlängerten Pressnip hindurch geführt, was be- vorzugt ist, so ist sichergestellt, dass die jeweilige Struktur bzw. Peroration unverändert erhalten bleibt.

Der Stoffeintrag in den Former kann i) zumindest teilweise aus Naturfasern, be- vorzugt aus nördlichem gebleichtem Kraftzellstoff (NBKP), Laubholzzellstoff (LBKP), Zellstoff aus Abaca-Fasern oder Baumwolle, ii) zumindest teilweise aus künstlichen Fasern, bevorzugt aus Viskose, iii) zumindest teilweise aus synthetischen Fasern, bevorzugt aus Polyester oder Polyamid, iv) zumindest teilweise aus mineralischen Fasern, bevorzugt Glasfasern, v) zumindest teilweise aus Kohlen- stofffasern und/oder vi) aus einer Mischung aus beliebigen der zuvor genannten Stoffe bestehen.

Dabei kann der Stoffeintrag in den Former vorteilhafterweise zumindest teilweise aus Fasern bestehen, die länger als 2 mm, bevorzugt länger als 3 mm und beson- ders bevorzugt länger als 4 mm sind.

Der Stoffeintrag in den Former kann insbesondere auch holzhaltigen Faserstoff und/oder Kurzfasern umfassen. Dabei werden als Kurzfasern Naturfasern bezeichnet, die eine durchschnittliche Länge von 400 bis 100 mm besitzen, jedoch stets länger als 1 cm sind.

Gemäß einer weiteren bevorzugten und zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung wird die Vliesstoff-Materialbahn mit einem Flächengewicht in einem Bereich von 10 g/m 2 bis 1200 g/m 2 erzeugt.

Abschließend, d.h. nach dem letzten Trocknungsschritt, kann der Vliesstoff noch thermisch und/oder chemisch verfestigt werden, wenn dies die spätere Verwendung des Vliesstoffes erfordert. Gemäß einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die (Endlos)bänder der Bandpresse als gegenüber Trocknungsfluid und bevorzugt gegenüber Luft und/oder Wasserdampf permeable (Endlos)bänder so ausgeführt sind, dass gleichzeitig mit dem Pressen der Vliesstoff-Materialbahn gegen die Walze bzw. gleichzeitig mit der mechanischen Druckbeaufschlagung der Vliesstoff-Materialbahn durch die Bandpresse, bevorzugt durch eine Druckdifferenz zwischen der Walze und dem äußeren Pressband, ein Trocknungsfluid durch die permeablen (Endlos)bänder und die Vliesstoff- Materialbahn strömen gelassen werden kann.

Zudem ist es bevorzugt, dass wenigstens ein um die Walze der Bandpresse geschlungenes (Endlos)band für Wasser permeabel ist bzw. so ausgestaltet ist, dass es Wasser aufnehmen kann, um das bei der in der Bandpresse stattfindenden mechanischen Pressung anfallende Wasser aufzunehmen und/oder durchlassen zu können.

Alle vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen gelten gleichermaßen - und zwar unabhängig davon, ob diese explizit nur für das Verfahren oder nur für die Vorrichtung beschrieben worden sind - sowohl für das erfindungsge- mäße Verfahren als auch für die erfindungsgemäße Vorrichtung.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher beschrieben. Dabei zeigt die einzige Figur dieser Zeichnung in schematischer Darstellung eine beispielhafte Ausfüh- rungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung eines Vliesstoffes.

Die in der Figur 1 rein schematisch dargestellte Vorrichtung 60 zur Herstellung eines Vliesstoffes umfasst einen mit dem Bezugszeichen 28 lediglich angedeute- ten Former zur Bildung eines Vlieses sowie eine Bandpresse 34 zur weiteren Entwässerung der aus dem gebildeten Vlies entstehenden Vliesstoff-Materialbahn 52.

Das Vlies wird in dem Former 28 nach einem Vliesbildungsverfahren oder einer beliebigen Kombination verschiedener solcher Verfahren gebildet. Dabei kann es insbesondere durch ein Trockenverfahren, ein Nassverfahren und/oder ein Extru- sionsverfahren gebildet werden.

Das gebildete Vlies wird beispielsweise mittels wenigstens einer, beim vorliegen- den Ausführungsbeispiel z.B. mit zwei Verfestigungseinrichtungen 18, 20, verfestigt, die bevorzugt nach dem Wasserstrahlverfestigungsverfahren arbeiten und hier beispielsweise jeweils zwei Düsen umfassen. Wie sich aus dem Folgenden ergibt, ist eine Wasserstrahlverfestigungseinrichtung nicht in jedem Fall zwingend. Die verfestigte Vliesstoff-Materialbahn 52 wird anschließend weiter entwässert.

Die Bandpresse 34 umfasst eine Walze 36, um die zumindest ein an der Walze 36 anliegendes inneres Band 40 und ein äußeres Pressband 42 geschlungen sind, wodurch sich ein in Bahnlaufrichtung L verlängerter Pressspalt oder Pressnip 12 ergibt.

Die Vliesstoff-Materialbahn 52 wird zumindest zusammen mit dem inneren Band 40, dem Transferband 10 und dem äußeren Pressband 42 zwischen diesen liegend durch den verlängerten Pressnip 12 der Bandpresse 34 geführt. Das Pressband 42 ist mit einer Bandspannung von zumindest 15 kN/m an die Walze 36 gepresst. Das Vlies wird in dem Former 28 auf einem umlaufenden, endlosen Transferband 10 gebildet und die daraus entstehende Vliesstoff- Materialbahn 52 wird durch dieses Transferband 10 zumindest bis zu der Bandpresse 34 und durch deren verlängerten Pressnip 12 hindurch und bevorzugt bis zu einer mit dem Bezugszeichen 46 lediglich angedeuteten thermischen Trocknungseinrichtung geführt.

Wie dargestellt, kann das gebildete Vlieszusammen zusammen mit dem Transfer- band 10 beispielsweise zwei Verfestigungseinrichtungen 18, 20 durchlaufen. Dabei dient die in Bahnlaufrichtung L betrachtet erste Verfestigungseinrichtung 18 einer Vorverfestigung und die darauffolgende zweite Verfestigungseinrichtung 20 einer Nachverfestigung des Vlieses. Sowohl die Vorverfestigung als auch die Nachverfestigung erfolgt jeweils auf dem Transferband 10, durch das die verfestig- te Vliesstoff-Materialbahn 52 anschließend zumindest bis zur Bandpresse 34 und zusammen mit dem Bändern 40, 42 durch deren verlängerten Pressnip 12 hindurch und dann vorzugsweise weiter bis zu der thermischen Trocknungsvorrichtung 46 geführt wird. Stromabwärts der Bandpresse 34 wird die Vliesstoff-Materialbahn 52 zusammen mit dem Transferband 10 durch die thermische Trocknungseinrichtung 46 geführt. Dabei kann diese thermische Trocknungseinrichtung insbesondere eine TAD- ("through air drying") bzw. Lufttrocknungseinrichtung umfassen. Bevorzugt ist nicht mehr als eine solche TAD- bzw. Lufttrocknungseinrichtung mit vorzugsweise nur einem TAD-Zylinder vorgesehen.

Die Bänder 40, 42 der Bandpresse 34 und das Transferband 10 sind bevorzugt als gegenüber Trocknungsfluid und bevorzugt gegenüber Luft und/oder Wasserdampf permeable Bänder 40, 42, 10 so ausgebildet sind, dass gleichzeitig mit dem Pres- sen der Vliesstoff-Materialbahn 52 gegen die Walze 36 durch eine Druckdifferenz zwischen der Walze 36 und dem äußeren Pressband 42 ein Trocknungsfluid durch die permeablen Bänder 40, 42, das Transferband 10 und die Vliesstoff- Materialbahn 52 strömen kann. Dabei ist die Walze 36 der Bandpresse 34 zur Abgabe oder Aufnahme des Trocknungsfluids mit einer offenen Oberfläche ausge- führt Zudem ist es bevorzugt, dass wenigstens ein um die Walze der Bandpresse geschlungenes Endlosband 40, 42 für Wasser permeabel ist bzw. so ausgestaltet ist, dass es Wasser aufnehmen kann, um das bei der in der Bandpresse 34 stattfin- denden mechanischen Pressung anfallende Wasser aufzunehmen und/oder durchlassen zu können.

Die Bandpresse 34 kann insbesondere so ausgeführt sein, dass die Vliesstoff- Materialbahn 52 in deren verlängertem Pressnip 12 über das Trocknungsfluid und/oder davon getrennt, z.B. über die Walze 36 und/oder eines der durch deren verlängerten Pressnip 12 geführten Bänder, mit Hitze beaufschlagt wird.

Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird zusammen mit der Vliesstoff- Materialbahn 52 - außer dem umlaufenden endlosen inneren Band 40, dem um- laufenden endlosen äußeren Pressband 42 und dem umlaufenden endlosen

Transferband 10 - ein weiteres umlaufendes endloses Band 50 durch den verlängerten Pressnip 12 der Bandpresse 34 geführt. Dabei kommt dieses weitere umlaufende Band 50 in dem Pressnip 12 zwischen dem Transferband 10 und dem äußeren Pressband 42 zu liegen. Die auf dem Transferband 10 in den Pressnip 12 und durch diesen hindurch geführte Vliestoff-Materialbahn 52 wird zwischen dem Transferband 10 und dem inneren Band 40 liegend durch den Pressnip 12 geführt.

Bevorzugt wird, wie bereits ausgeführt, die Vliesstoff-Materialbahn 52 zusammen mit ein und demselben Transferband 10 in geschlossenem Zug ausgehend von dem Former 28, gegebenenfalls durch die Verfestigungseinrichtungen 18, 20, durch die Bandpresse 34 und schließlich bis zur thermischen Trocknungseinrichtung 46 geführt.

Das als Pressband dienende äußere umlaufende Endlosband 42 der Bandpresse 34 ist zur Erzeugung eines mechanischen Drucks auf die zwischen den beiden Endlosbändern 40, 42 liegende Vliesstoff-Materialbahn mit einer Bandspannung von zumindest 15 kN/m um die Walze 36 gespannt bzw. an diese Walze 36 ge- presst. Durch dieses Pressband 42 werden die Vliesstoff-Materialbahn 52, das Transferband 10 und das die Walze 36 berührende innere Endlosband 40 gegen die Walze 36 gepresst.

Wie bereits ausgeführt, wird bevorzugt gleichzeitig mit der mechanischen Druckbeaufschlagung der Vliesstoff-Materialbahn 52 durch das Pressband 42 der Bandpresse 34 ein Trocknungsfluid durch die Endlosbänder 40, 42, das Transfer- band 10, das weitere Band 50 und die Vliesstoff-Materialbahn 52 gepresst, und zwar durch Erzeugen einer Druckdifferenz zwischen der Walze 36 und dem äußeren Pressband 42. Um dies zu ermöglichen, sind die Endlosbänder 40, 42 sowie das Transferband 10 und das weitere Endlosband 50 in dem vorliegenden Fall für das Trocknungsfluid permeabel, d.h. für das Trocknungsfluid durchlässig.

Als Trocknungsfluid kann insbesondere Luft oder Wasserdampf verwendet werden, wobei als Trocknungsluft Luft bei Umgebungstemperatur oder auch heiße Luft eingesetzt werden kann. Dabei kann die Walze 36 der Bandpresse 34 insbesondere als Saugwalze oder als Blaswalze ausgeführt sein. Im Fall einer Saugwalze wird das Trocknungsfluid ausgehend von einer Trocknungsfluidhaube zumindest durch das permeable äußere Endlosband 42, das Transferband 10, die Vliesstoff-Materialbahn und das permeable innere Endlosband 40 in die Saugwalze gesaugt bzw. geführt.

Im Fall einer Blaswalze wird das Trocknungsfluid ausgehend von der Blaswalze zumindest durch das permeable innere Endlosband 40, das Transferband 10, die Vliesstoff-Materialbahn und das permeable äußere Endlosband 42 in die Haube geblasen bzw. geführt. Bevorzugt umfassen die die Walze 36 der Bandpresse 34 umschlingenden Endlosbänder 40, 42, 50 zumindest ein Filzband und/oder zumindest ein Gewebeband. Dabei kann insbesondere als das die Walze 36 der Bandpresse 34 umschlingende innere Endlosband 40 ein Filzband vorgesehen sein.

Als äußeres Endlosband 42 der Bandpresse 34 kann beispielsweise ein zumindest im Wesentlichen glattes Band, insbesondere glattes Formierband, verwendet werden. In bestimmten Fällen ist es von Vorteil, wenn wenigstens ein die Vliesstoff- Materialbahn berührendes Endlosband 40, 42 der Bandpresse 34 als ein strukturiertes Band ausgeführt ist, durch das die Vliesstoff-Materialbahn entsprechend strukturiert und/oder perforiert wird. Die Endlosbänder 40, 42, 50 der Bandpresse können insbesondere über denselben Umschlingungswinkel um die Walze 36 geschlungen sein.

In der thermischen Trocknungseinrichtung 46 kann die Vliesstoff-Materialbahn 56 insbesondere bis auf den Endtrockengehalt getrocknet werden.

In dem Former 28 kann das Vlies mit geringer Konsistenz mit einem Feststoffge- halt von insbesondere 0,01 bis 0,1 % auf einem glatten Formiersieb oder einem strukturierten, das Vlies entsprechend strukturierenden und/oder perforierenden Formiersieb, bevorzugt auf dem Transferband 10, gebildet werden.

Auch durch die gegebenenfalls vorgesehene wenigstens eine insbesondere nach dem Wasserstrahlverfestigungsverfahren arbeitende Verfestigungseinrichtung 18, 20 kann das Vlies gleichzeitig strukturiert und/oder perforiert werden. Eine solche Wasserstrahlverfestigungseinrichtung 18, 20 ist demzufolge insbesondere in sol- chen Fällen bevorzugt, in denen das Vlies bzw. die Vliesstoff-Materialbahn 52 zusätzlich strukturiert und/oder perforiert werden soll.

Der Stoffeintrag in den Former 28 kann i) zumindest teilweise aus Naturfasern, wie insbesondere aus nördlichem gebleichtem Kraftzellstoff (NBKP), Laubholzzellstoff (LBKP), Zellstoff aus Abaca-Fasern, Baumwolle oder dergleichen, ii) zumindest teilweise aus künstlichen Fasern, wie insbesondere aus Viskose oder dergleichen, iii) zumindest teilweise aus synthetischen Fasern, wie insbesondere aus Polyester, Polyamid oder dergleichen, iv) zumindest teilweise aus mineralischen Fasern, wie insbesondere Glasfasern oder dergleichen, v) zumindest teilweise aus Kohlenstofffasern und/oder vi) aus einer Mischung aus beliebigen der zuvor genannten Stoffen bestehen.

Vorteilhafterweise besteht der Stoffeintrag in den Former 28 zumindest teilweise aus Fasern, die länger als 2 mm, bevorzugt länger als 3 mm und besonders bevorzugt länger als 4 mm sind.

Wie bereits ausgeführt, ist eine Wasserstrahlverfestigung nicht zwingend. Sie kann jedoch insbesondere in dem Fall vorgesehen sein, dass die Vliesstoff- Materialbahn 52 zusätzlich strukturiert und/oder perforiert werden soll. Eine solche Strukturierung bzw. Perforierung kann unter anderem über die nach dem Wasserstrahlverfestigungsverfahren arbeitenden Verfestigungseinrichtungen 18, 20 erfolgen. Zudem kann insbesondere auch die Bandpresse 34 mit wenigstens einem die Vliesstoff-Materialbahn 52 strukturierenden und/oder perforierenden Struktur- band versehen sein, das entsprechend wieder um die Walze 36 geschlungen ist. Es kann insbesondere das Transferband 10 als die Vliesstoff-Materialbahn 52 strukturierendes und/oder perforierendes Strukturband ausgeführt ein.

Nachdem im vorliegenden Fall das Vlies auf ein und demselben, gleichzeitig als Formiersieb dienenden Transferband 10 gebildet und durch die Bandpresse 34 hindurch sowie bis zur thermischen Trocknungseinrichtung 46 geführt wird, ergibt sich ein insgesamt äußerst kompakter Aufbau.

Wie bereits ausgeführt, umfasst die thermische Trocknungseinrichtung 46 bevor- zugt nicht mehr als eine TAD- bzw. Lufttrocknungseinrichtung mit vorzugsweise nur einem TAD-Trockenzylinder. Dabei ist der Durchmesser eines solchen TAD- Trockenzyl inders bevorzugt kleiner als 4 m, bevorzugt kleiner als 3,5 m und besonders bevorzugt kleiner als 3 m. Eine jeweilige Vorverfestigung kann gegebenenfalls, wie anhand der Verfestigungseinrichtung 18 dargestellt, im Bereich eines vom Transferband 10 umschlungenen Verfestigungszylinders 16 und/oder direkt auf dem Transferband 10in einem Bereich ohne Verfestigungszylinder erfolgen. Im vorliegenden Fall erfolgt die Nachverfestigung, wie durch die Verfestigungseinrichtung 20 darge- stellt, direkt auf dem Transferband 10 in einem Bereich ohne Verfestigungszylinder. Eine Vorverfestigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. In bestimmten Fällen kann eine Vorverfestigung ohne Nachverfestigung genügen.

Zur weiteren Erhöhung der Entwässerungsleistung kann insbesondere zwischen der in Bahnlaufrichtung L letzten Verfestigungseinrichtung 20 und der Bandpresse 34 noch eine Entwässerungseinrichtung zur mechanischen Entwässerung der Vliesstoff-Materialbahn 52 über das strukturierte Transferband 10 vorgesehen sein. Bevorzugt ist in einer solchen zusätzlichen Entwässerungseinrichtung eine Linienkraft in einem Bereich von 20 kN/m bis 100 kN/m und bevorzugt eine Linien- kraft in einem Bereich von 50 kN/m bis 90 kN/m erzeugbar. Bezugszeichenliste

10 Transferband

12 verlängerter Pressnip

16 Verfestigungszylinder

18 erste Verfestigungseinrichtung

20 zweite Verfestigungseinrichtung

28 Former

34 Bandpresse

36 Walze

40 inneres umlaufendes Band

42 äußeres umlaufendes Pressband

46 thermische Trocknungseinrichtung (TAD)

50 weiteres umlaufendes Band

52 Vliesstoff-Materialbahn

60 Vorrichtung

62 Schaber

L Bahnlaufrichtung