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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND APPARATUS FOR SORTING AND/OR CONVEYING FOOD PRODUCTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/177540
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention proposes a method for sorting and/or conveying food products, in particular sausage, ham and/or cheese, having the following method steps: receiving the food product (2) by means of a receiving element (3), positioning the food product (2) in a target position by virtue of moving the receiving element (3) by means of at least one actuator and depositing the food product (2) at the target position, characterized in that, when the food product is being deposited, a switchable friction-reduction means for reducing friction between the food product (2) and the receiving element (3) is switched on.

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Inventors:
KRÖN, Tobias (Bleicheröschstr. 8, Kempten, 87437, DE)
MERK, Andreas (Herrenstr. 27a, Kempten, 87439, DE)
BOCHTLER, Alois (Hauptstr. 3, Egg, 87743, DE)
Application Number:
EP2016/057924
Publication Date:
November 10, 2016
Filing Date:
April 11, 2016
Export Citation:
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Assignee:
GEA FOOD SOLUTIONS GERMANY GMBH (Im Ruttert, Biedenkopf-Wallau, 35216, DE)
International Classes:
B65G47/90; A22C17/00; B25J11/00; B25J15/02; B65G47/91; B65G47/92
Domestic Patent References:
2010-11-25
Foreign References:
DE102008023762A12009-03-19
JPH06246576A1994-09-06
DE102011105894A12012-01-19
DE202010010157U12010-10-14
DE102011105894A12012-01-19
Attorney, Agent or Firm:
WOLFF, Felix et al. (Kutzenberger Wolff & Partner, Theodor-Heuss-Ring 23, Köln, 50668, DE)
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Claims:
Verfahren zum Sortieren und/oder Fördern von Lebensmittelprodukten, insbesondere Wurst, Schinken und/oder Käse, aufweisend die folgenden Verfahrensschritte:

Aufnehmen des Lebensmittelprodukts (2) mittels eines Aufnahmeelements (3), Positionieren des Lebensmittelprodukts (2) in einer Zielposition durch Bewegen des Aufnahmeelements (3) mittels wenigstens eines Aktuators und Ablegen des

Lebensmittelprodukts (2) an der Zielposition, dadurch gekennzeichnet, dass beim Ablegen des Lebensmittelprodukts (2) ein schaltbares Reibungsreduktionsmittel zur Reduktion der Reibung zwischen dem Lebensmittelprodukt (2) und dem

Aufnahmeelement (3) eingeschaltet wird.

Verfahren nach Anspruch 1 , wobei das Reibungsreduktionsmittel wahlweise in einem eingeschaltetem Zustand, in welchem die Reibung zwischen dem Lebensmittelprodukt (2) und dem Aufnahmeelement (3) reduziert wird, oder in einem ausgeschalteten Zustand, in welchem die Reibung zwischen dem Lebensmittelprodukt (2) und dem Aufnahmeelement (3) unbeeinflusst bleibt, betrieben wird, wobei mittels einer

Steuerungseinheit das Reibungsreduktionsmittel vor oder während dem Ablegen des Lebensmittelprodukts (2) vom ausgeschalteten Zustand in den eingeschalteten Zustand geschaltet wird und/oder nach dem Ablegen des Lebensmittelprodukts (2) vom eingeschalteten Zustand in den ausgeschalteten Zustand geschaltet wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das

Reibungsreduktionsmittel ein Fluidsystem mit einer am Aufnahmeelement (3) ausgebildeten Fluidaustrittsdüse (6) und einer mit der Fluidaustrittsdüse (6) in

Fluidverbindung stehenden Fluidbereitstellungseinheit umfasst, wobei bei

eingeschaltetem Reibungsreduktionmittel Fluid aus der Fluidaustrittdüse (6) in Richtung des Lebensmittelprodukts (2) ausgeströmt wird.

Verfahren nach Anspruch 3, wobei beim Einschalten des Reibungsreduktionsmittel die Fluidbereitstellungseinheit in Betrieb genommen wird, ein zwischen der

Fluidaustrittsdüse (6) und der Fluidbereitstellungseinheit angeordnetes Ventil geöffnet wird und/oder die Fluidaustrittsdüse (6) geöffnet wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Aufnehmen,

Positionieren und Ablegen des Lebensmittelprodukts (3) mittels zweier komplementär angeordneter Aufnahmeelemente (3) erfolgt, welche sich beim Aufnehmen des

Lebensmittelprodukts (2) von zwei gegenüberliegenden Seite unter das

Lebensmittelprodukt (2) schieben und beim Ablegen des Lebensmittelprodukts (2) wieder auseinanderfahren.

6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei jedes der beiden Aufnahmeelemente (3) mit einem Reibungsreduktionsmittel versehen ist und wobei die Reibungsreduktionsmittel beim Auseinanderfahren der beiden Aufnahmeelemente (3) eingeschaltet werden.

7. Vorrichtung (1 ) zum Sortieren und/oder Fördern von Lebensmittelprodukten (2),

insbesondere Wurst, Schinken und/oder Käse, aufweisend wenigstens ein

Aufnahmeelement (3), welches zum Aufnehmen, Positionieren und Ablegen eines Lebensmittelprodukts (2) vorgesehen ist, wobei die Vorrichtung (1 ) ein mittels einer Steuerungseinheit schaltbares Reibungsreduktionsmittel zur Reduktion der Reibung zwischen dem Lebensmittelprodukt (2) und dem Aufnahmeelement (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinheit derart konfiguriert ist, dass das

Reibungsreduktionsmittel beim Ablegen des Lebensmittelprodukts (2) eingeschaltet ist.

8. Vorrichtung (1 ) nach Anspruch 7, wobei das Reibungsreduktionmittel von der

Steuerungseinheit derart schaltbar ist, dass es wahlweise in einem eingeschaltetem Zustand, in welchem die Reibung zwischen dem Lebensmittelprodukt (2) und dem Aufnahmeelement (3) reduziert wird, und einem ausgeschalteten Zustand, in welchem die Reibung zwischen dem Lebensmittelprodukt (2) und dem Aufnahmeelement (3) unbeeinflusst bleibt, betreibbar ist.

9. Vorrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 7 oder 8, wobei das Reibungsreduktionsmittel ein Fluidsystem mit einer am Aufnahmeelement (3) ausgebildeten Fluidaustrittdüse (6) und einem mit der Fluidaustrittsdüse (6) in Fluidverbindung stehenden

Fluidbereitstellungseinheit aufweist.

10. Vorrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei das Aufnahmeelement (3) in Form einer im Wesentlichen horizontalen ebenen Platte ausgebildet ist, wobei die Platte einen integrierten Fluidkanal (7) aufweist und wobei der Fluidkanal (7) in Fluidverbindung mit Öffnungen auf der Oberseite der Platte, welche als Fluidaustrittsdüsen (6) fungieren, steht.

1 1 . Vorrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, wobei das Aufnahmeelement (3) mittels wenigstens eines Aktuators horizontal und/oder vertikal motorisch bewegbar ist, wobei der wenigstens eine Aktuator insbesondere von der Steuerungseinheit gesteuert wird.

12. Vorrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 7 bis 11 , wobei die Vorrichtung (1 ) zwei

komplementär angeordnete Aufnahmeelemente (3) aufweist, welche mittels Aktuatoren derart bewegbar sind, dass sich beim Aufnehmen des Lebensmittelprodukts (2) von zwei gegenüberliegenden Seiten unter das Lebensmittelprodukt (2) schieben und beim Ablegen des Lebensmittelprodukts (2) wieder auseinanderfahren.

13. Vorrichtung (1 ) nach Anspruch 12, wobei beide Aufnahmeelemente (3) jeweils

Fluidaustrittsdüsen (6) aufweisen, wobei die Steuerungseinheit derart konfiguriert ist, dass das Reibungsreduktionsmittel zumindest beim Auseinanderfahren der

Aufnahmeelemente (3) eingeschaltet ist.

14. Vorrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 7 bis 13, wobei die Vorrichtung (1 ) einen Niederhalter (10) aufweist, welcher zum Niederhalten des auf dem Aufnahmeelement (3) aufliegenden Lebensmittelprodukts (2) mittels einer Druckerzeugungseinheit, insbesondere eine Druckluftquelle, vorgesehen ist.

15. Vorrichtung (1 ) nach Anspruch 14, wobei die Steuerungseinheit derart konfiguriert ist, dass das beim Ablegen des Lebensmittelprodukts (2) die Druckerzeugungseinheit abgeschaltet wird, wobei insbesondere ein Ventil zwischen Druckerzeugungseinheit und Niederhalter (10) geschlossen wird.

Description:
BESCHREIBUNG

Titel Verfahren und Vorrichtung zum Sortieren und/oder Fördern von Lebensmittelprodukten

Stand der Technik

Die vorliegende Erfindung geht aus von einem Verfahren gemäß der Oberbegriff des Anspruchs 1. Solche Verfahren und die dazugehörigen Vorrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Beispielsweise offenbaren die Druckschriften DE 20 2010 010 157 U1 und DE 10 201 1 105 894 A1 Sortier-, Förder- und Verpackungsanlagen mit Übergabestationen, die mit Hilfe von als Greifer ausgebildeten Aufnahmeelementen Lebensmittelprodukte von einer Zuführeinheit an Folgeförderer übergibt. Die bekannten Greifer dienen somit dazu, Lebensmittelprodukte an einem Ausgangsort aufzunehmen, an einen Zielort zu transportieren und dort abzulegen. Die Greifer weisen hierfür typischerweise zwei komplementär angeordnete ebene

Aufnahmeelemente auf, welche sich beim Aufnehmen des Lebensmittelprodukts von außen an zwei gegenüberliegenden Seiten jeweils unter das Lebensmittelprodukt schieben und dann angehoben werden. Das Lebensmittelprodukt liegt dann auf den Aufnahmeelementen auf. Beim Ablegen des Lebensmittelprodukts werden die beiden Aufnahmeelemente auseinander gefahren. Es ist bekannt, während des Transports ein Fluid von unten gegen das

Lebensmittelprodukt strömen zu lassen, um das Lebensmittelprodukt anzuheben

Derlei Aufnahmeelemente können grundsätzlich auch dazu verwendet werden, die

Lebensmittelprodukte nicht nur an einen Folgeförderer zu übergeben, sondern direkt in einer Verkaufs- oder Frischhalteverpackung abzulegen. Hierbei ist jedoch eine präzise Positionierung der Lebensmittelprodukte besonders wichtig.

Bei den bekannten Greifern besteht nun das Problem, dass das Lebensmittelprodukt beim Auseinanderfahren der Aufnahmeelemente seitlich leicht versetzt wird, da die Reibung zwischen dem Lebensmittelprodukt und den beiden Aufnahmeelementen nicht an beiden

Aufnahmeelementen zu jedem Zeitpunkt beim Ablegen exakt gleich ist. Die genaue

Positionierung des Lebensmittelprodukts ist somit hinfällig. Besonders nachteilig ist, wenn das Lebensmittelprodukt soweit seitlich versetzt wird, dass es auf der Kante der Verpackung liegen bleibt, weil dann eine manuelle Korrektur der Position notwendig wird. Offenbarung der Erfindung

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Sortieren und/oder Fördern von Lebensmittelprodukten, insbesondere Wurst, Schinken und/oder Käse, bereitzustellen, welche(s) eine präzise Positionierung des Lebensmittelprodukts beim Ablegen desselben in einer Zielposition ermöglicht und welche(s) zugleich möglichst einfach und kostengünstig realisierbar ist.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird gelöst durch ein Verfahren zum Sortieren und/oder Fördern von Lebensmittelprodukten, insbesondere Wurst, Schinken und/oder Käse, aufweisend die folgenden Verfahrensschritte: Aufnehmen des Lebensmittelprodukts mittels eines

Aufnahmeelements, Positionieren des Lebensmittelprodukts in einer Zielposition durch

Bewegen des Aufnahmeelements mittels wenigstens eines Aktuators und Ablegen des

Lebensmittelprodukts an der Zielposition, dadurch gekennzeichnet, dass beim Ablegen des Lebensmittelprodukts ein schaltbares Reibungsreduktionsmittel zur Reduktion der Reibung zwischen dem Lebensmittelprodukt und dem Aufnahmeelement eingeschaltet wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren hat gegenüber dem Stand der Technik den Vorteil, dass durch das schaltbare Reibungsreduktionsmittel die Reibung zwischen dem Lebensmittelprodukt und dem Aufnahmeelement genau dann aufgehoben wird, wenn das Lebensmittelprodukt vom Aufnahmeelement in der Zielposition abgelegt wird. Ein seitliches Wegziehen des

Aufnahmeelements führt somit nicht zu einem unerwünschten Versatz des

Lebensmittelprodukts, so dass eine gegenüber dem Stand der Technik erheblich genauere Positionierung des Lebensmittelprodukts ermöglicht wird. Insbesondere wird verhindert, dass das Lebensmittelprodukt beim Ablegen in einer Verkaufs- oder Frischhalteverpackung auf dem Verpackungsrand abgelegt wird.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen, sowie der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen entnehmbar.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das

Reibungsreduktionsmittel wahlweise in einem eingeschaltetem Zustand, in welchem die

Reibung zwischen dem Lebensmittelprodukt und dem Aufnahmeelement reduziert wird, oder in einem ausgeschalteten Zustand, in welchem die Reibung zwischen dem Lebensmittelprodukt und dem Aufnahmeelement unbeeinflusst bleibt, betrieben wird, wobei mittels einer Steuerungseinheit das Reibungsreduktionsmittel vor oder während dem Ablegen des

Lebensmittelprodukts vom ausgeschalteten Zustand in den eingeschalteten Zustand geschaltet wird und/oder nach dem Ablegen des Lebensmittelprodukts vom eingeschalteten Zustand in den ausgeschalteten Zustand geschaltet wird. Vorteilhafterweise kann das Reibungsreduktionsmittel über die Steuerungseinheit zu- oder abgeschaltet wird, so dass das Reibungsreduktionsmittel insbesondere beim Ablegen der Lebensmittelprodukte Anwendung finden kann und die genaue Positionierung der Lebensmittelprodukte ermöglicht. Die Steuerungseinheit umfasst

insbesondere einen elektronischen Controller, wie beispielsweise einen MikroController, einen Prozessor oder einen ASIC. Grundsätzlich wäre aber auch Steuerung ohne elektronische Controller möglich. Denkbar ist auch, dass Sensoren und/oder eine Software erkennt, wenn ein Ablegen eines Lebensmittelprodukts erfolgt oder bevorsteht, und sodann das

Reibungsreduktionsmittel zugeschaltet wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das

Reibungsreduktionsmittel ein Fluidsystem mit einer am Aufnahmeelement ausgebildeten Fluidaustrittsdüse und einer mit der Fluidaustrittsdüse in Fluidverbindung stehenden

Fluidbereitstellungseinheit umfasst, wobei bei eingeschaltetem Reibungsreduktionmittel Fluid aus der Fluidaustrittdüse in Richtung des Lebensmittelprodukts ausgeströmt wird. Insbesondere weist das Aufnahmeelement eine Mehrzahl von Fluiddüsen auf, durch welche das Fluid in Richtung des Lebensmittelprodukts, also entgegen der Schwerkraft, ausströmt und auf diese Weise die Reibung zwischen Lebensmittelprodukt und Aufnahmeelement reduziert bzw.

aufhebt. Das Fluid umfasst vorzugsweise Druckluft, durch welche das Lebensmittelprodukt vom Aufnahmeelement leicht abgehoben wird. Die Fluidaustrittsdüsen müssen nicht zwingend am Aufnahmeelement ausgebildet sein, sondern können auch unterhalb des Aufnahmeelements angeordnet sein. Das Aufnahmeelement ist in diesem dann Falle fluiddurchlässig,

beispielsweise porös ausgebildet. Vorzugsweise wird beim Einschalten des

Reibungsreduktionsmittel die Fluidbereitstellungseinheit in Betrieb genommen wird, ein zwischen der Fluidaustrittsdüse und der Fluidbereitstellungseinheit angeordnetes Ventil geöffnet wird und/oder die Fluidaustrittsdüse geöffnet. Die Fluidbereitstellungseinheit umfasst beispielsweise einen (Druckluft-)Kompressor und/oder eine Fluidpumpe und/oder eine

Druckspeicher.

Alternativ wäre auch denkbar, dass das Reibungsreduktionsmittel eine Ladungseinheit umfasst, welche elektrisch, insbesondere positiv oder negativ, aufladbar ist. Vorzugsweise kann die Ladungseinheit positiv aufgeladen werden. Auf diese Weise kann beispielsweise die Reibung zwischen dem Aufnahmeelement und einem Lebensmittelprodukt, das Aminosäuren (positive Ladungen) aufweist, aufgehoben werden. Dies wird dadurch erreicht, dass sich die positiven Ladungen der Aminosäuren und der Ladungseinheit durch elektrische Wechselwirkungskräfte gegenseitig abstoßen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das

Aufnehmen, Positionieren und Ablegen des Lebensmittel mittels zweier komplementär angeordneter Aufnahmeelemente erfolgt, welche sich beim Aufnehmen des

Lebensmittelprodukts von zwei gegenüberliegenden Seite unter das Lebensmittelprodukt schieben und beim Ablegen des Lebensmittelprodukts wieder auseinanderfahren. Vorzugsweise ist jedes der beiden Aufnahmeelemente mit einem Reibungsreduktionmittel versehen, wobei die Reibungsreduktionsmittel insbesondere kurz vor oder während des Auseinanderfahrens der beiden Aufnahmeelemente eingeschaltet werden. Denkbar ist, dass die Steuerungseinheit die beiden Reibungsreduktionsmittel automatisch einschaltet, wenn die Aufnahmeelemente zum Ablegen des Lebensmittelprodukts auseinandergefahren werden. Die beiden

Reibungsreduktionsmittel umfassen vorzugsweise eine Mehrzahl von Fluidaustrittsdüsen an jedem Aufnahmeelement, welche jeweils in Fluidverbindung mit einer einzigen gemeinsamen Fluidbereitstellungseinheit stehen. Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung zum Sortieren und/oder Fördern von Lebensmittelprodukten, insbesondere Wurst, Schinken und/oder Käse, aufweisend wenigstens ein Aufnahmeelement, welches zum Aufnehmen, Positionieren und Ablegen eines Lebensmittelprodukts vorgesehen ist, wobei die Vorrichtung ein mittels einer Steuerungseinheit schaltbares Reibungsreduktionsmittel zur Reduktion der Reibung zwischen dem Lebensmittelprodukt und dem Aufnahmeelement aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinheit derart konfiguriert ist, dass das Reibungsreduktionsmittel beim Ablegen des Lebensmittelprodukts eingeschaltet ist.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist insbesondere zur Durchführung und Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet und vorgesehen. Mit der erfindungsgemäßen

Vorrichtung werden somit die gleichen vorstehend bereits erläuterten Vorteile, wie mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielt. Insbesondere ermöglicht die erfindungsgemäße

Vorrichtung ein genaues und präzises Ablegen von Lebensmittelprodukten an einer Zielposition, indem die Steuerungseinheit das Reibungsreduktionsmittel beim Ablegen der

Lebensmittelprodukte einschaltet. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist somit gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtung in der Lage, die Reibungsreduktionsmittel gezielt und vorzugsweise ausschließlich beim Ablegen der Lebensmittelprodukte zu

gebrauchen. Denkbar ist, dass das Reibungsreduktionsmittel nicht dauerhaft sondern nur beim Ablegen der Lebensmittelprodukte in Betrieb ist, so dass der Energieverbrauch der Vorrichtung gesenkt werden kann.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das

Reibungsreduktionmittel von der Steuerungseinheit derart schaltbar ist, dass es wahlweise in einem eingeschaltetem Zustand, in welchem die Reibung zwischen dem Lebensmittelprodukt und dem Aufnahmeelement reduziert wird, und einem ausgeschalteten Zustand, in welchem die Reibung zwischen dem Lebensmittelprodukt und dem Aufnahmeelement unbeeinflusst bleibt, betreibbar ist. Vorzugsweise weist das Reibungsreduktionsmittel ein Fluidsystem mit einer am Aufnahmeelement ausgebildeten Fluidaustrittdüse und einem mit der Fluidaustrittsdüse in Fluidverbindung stehenden Fluidbereitstellungseinheit auf. Denkbar ist, dass das

Aufnahmeelement eine Mehrzahl von Fluidaustrittsdüsen aufweist. Die

Fluidbereitstellungseinheit ist vorzugsweise außerhalb des Aufnahmeelements installiert, so dass die Fluidbereitstellungseinheit nicht mit dem Aufnahmeelement mitbewegt werden muss. Die Fluidbereitstellungseinheit kann über ein starres und/oder flexibles Kanal-, Schlauch- und/oder Leitungssystem mit der Fluidaustrittsdüsen in dauerhafter Fluidverbindung stehen.

Vorzugsweise ist das Aufnahmeelement in Form einer im Wesentlichen horizontalen ebenen Platte ausgebildet, wobei die Platte einen integrierten Fluidkanal aufweist und wobei der Fluidkanal in Fluidverbindung mit Öffnungen auf der Oberseite der Platte, welche als

Fluidaustrittsdüsen fungieren, steht. Das Fluid wird somit über die Öffnungen unmittelbar in Richtung des auf der Platte liegenden Lebensmittelprodukts geleitet.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das

Aufnahmeelement mittels wenigstens eines Aktuators horizontal und/oder vertikal motorisch bewegbar ist, wobei der wenigstens eine Aktuator insbesondere von der Steuerungseinheit gesteuert wird. Insbesondere kann das Aufnahmeelement mittels des wenigstens einen

Aktuators in alle drei Raumrichtungen unabhängig voneinander bewegt werden. Die Bewegung des Aufnahmeelements wird dabei von der Steuerungseinheit gesteuert.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Vorrichtung zwei komplementär angeordnete Aufnahmeelemente aufweist, welche mittels Aktuatoren derart bewegbar sind, dass sich beim Aufnehmen des Lebensmittelprodukts von zwei gegenüberliegenden Seiten unter das Lebensmittelprodukt schieben und beim Ablegen des Lebensmittelprodukts wieder auseinanderfahren. Vorzugsweise werden die beiden

Aufnahmeelement beim Aufnehmen des Lebensmittelprodukts aufeinander zu bewegt und beim Ablegen des Lebensmittelprodukts auseinander gefahren. Vorzugsweise weisen beide

Aufnahmeelemente jeweils Fluidaustrittsdüsen auf, wobei die Steuerungseinheit derart konfiguriert ist, dass das Reibungsreduktionsmittel kurz vor und während des

Auseinanderfahrens der Aufnahmeelemente eingeschaltet ist. Beim oder vor dem

Auseinanderfahren der beiden Aufnahmeelemente sind dann die jeweiligen

Reibungsreduktionsmittel aktiv, so dass kein seitlicher Versatz des Lebensmittelprodukts in der Zielposition zu befürchten ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Vorrichtung einen Niederhalter aufweist, welcher zum Niederhalten des auf dem Aufnahmeelement aufliegenden Lebensmittelprodukts mittels einer Druckerzeugungseinheit, insbesondere eine Druckluftquelle, vorgesehen ist. Vorzugsweise ist die Steuerungseinheit derart konfiguriert, dass das beim Ablegen des Lebensmittelprodukts die Druckerzeugungseinheit abgeschaltet wird. Beim Abschalten wird insbesondere ein Ventil zwischen Druckerzeugungseinheit und

Niederhalter geschlossen. Der Niederhalter übt beim Transport des auf den

Aufnahmeelementen aufliegenden Lebensmittelprodukts von oben einen leichten Druck auf das Lebensmittelprodukt auf, so dass ein Verrutschen des Lebensmittelprodukts auf den

Aufnahmeelementen verhindert wird.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Zeichnungen, sowie aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen anhand der Zeichnungen. Die Zeichnungen illustrieren dabei lediglich beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung, welche den wesentlichen Erfindungsgedanken nicht einschränken.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Figuren 1 a, 1 b zeigen schematische Schnittbildansicht einer Vorrichtung und eines

Verfahrens gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegend Erfindung. Figur 2 zeigt eine schematische Detailansicht von Figur 1 b. Ausführungsformen der Erfindung

In den verschiedenen Figuren sind gleiche Teile stets mit den gleichen Bezugszeichen versehen und werden daher in der Regel auch jeweils nur einmal benannt bzw. erwähnt.

In Figuren 1a, 1 b sind schematische Schnittbildansicht einer Vorrichtung 1 und eines

Verfahrens zum Sortieren und/oder Fördern von Lebensmittelprodukten 2, insbesondere Wurst-, Schinken- und/oder Käsescheiben gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der

vorliegenden Erfindung dargestellt.

Die Vorrichtung 1 weist hierfür zwei komplementär ausgebildete Aufnahmeelemente 3 auf, welche an einem gemeinsamen Trägerelement 4 befestigt sind. Das Trägerelement 4 kann mittels nicht dargestellter Aktuatoren zumindest vertikal bewegt werden. Zudem können beide Aufnahmeelemente 3 jeweils horizontal entlang der Trägerelements 4 mittels weiterer nicht abgebildeter Aktuatoren bewegt werden. Die beiden Aufnahmeelemente 3 können sich somit aufeinander zu bewegen und wieder auseinander gefahren werden. Jede Aufnahmeelement 3 ist im Wesentlichen L-förmig ausgebildet und weist eine scharfe und insbesondere leicht flexible Ablösekante 5 auf.

Zum Aufnehmen von scheibenförmigen Lebensmittelprodukte 2 werden die beiden

Aufnahmeelemente 3 auseinander gefahren und derart neben dem Lebensmittelprodukt 2 positioniert, dass sich die beiden Aufnahmeelemente 3 seitlich von außen unter das

Lebensmittelprodukt 2 schieben, wenn die beiden Aufnahmeelemente 3 wieder

zusammengefahren werden. Das Lebensmittelprodukt 2 liegt sodann - wie in Figur 1 a illustriert - auf den beiden Aufnahmeelementen 3 teilweise auf. Anschließend wird das Lebensmittelprodukt 2 durch eine vertikale Bewegung des gesamten Trägerelements 4 angehoben und kann zu einer beliebigen Zielposition verfahren werden. Im Bereich der Zielposition werden die beiden Aufnahmeelemente 3 vertikal abgesenkt und anschließend horizontal auseinander gefahren, um das Lebensmittelprodukt 2 an der

Zielposition abzulegen. Damit das Lebensmittelprodukt 2 in der Zielposition durch das

Auseinanderfahren der Aufnahmeelemente 3 weder in die eine Richtung noch in die andere Richtung seitlich versetzt wird, wird zumindest kurz vor dem Ablegen des Lebensmittelprodukts 2 mittels einer Steuerungseinheit (nicht dargestellt) ein schaltbares Reibungsreduktionsmittel jedes Aufnahmeelements 3 eingeschaltet, wodurch die Reibung zwischen den

Aufnahmeelementen 3 und dem Lebensmittelprodukt 2 aufgehoben wird (Vgl. Figur 1 b).

Anhand von Figur 2 wird das Reibungsreduktionsmittel näher erläutert. Dafür zeigt Figur 2 den Bereich 9 in einer Detailansicht.

Das schaltbare Reibungsreduktionsmittel umfasst eine Mehrzahl von Fluidaustrittsdüsen 6, welche jeweils in Form von mehreren Öffnungen an der Oberseite der horizontalen

Auflageflächen beider Aufnahmeelemente 3 ausgebildet sind. Diese Fluidaustrittsdüsen 6 stehen in Fluidverbindung mit Fluidleitungen 7 innerhalb der Aufnahmeelemente 3. Mittels einer zentralen und nicht dargestellten Fluiderzeugungseinheit, insbesondere einem Kompressor bzw. einer Druckpumpe, wird in die Fluidleitungen 7 Druckluft eingeleitet, welche - sofern die

Reibungsreduktionsmittel in Betrieb sind - aus den Fluidaustrittsdüsen 6 austritt und somit ein Luftbett 8 zwischen der Auflagefläche der Aufnahmeelemente 3 und dem Lebensmittelprodukt 2 erzeugt, auf welchem das Lebensmittelprodukt 2 bei Ablegen desselben in der Zielposition schwebt. Ein seitlicher Versatz beim Ablegen wird somit verhindert. Zum Einschalten der

Reibungsreduktionsmittel kurz vor und/oder während des Ablegens durch das Steuerungsmittel wird entweder die Fluiderzeugungseinheit in Betrieb genommen oder ein Ventil zwischen der Fluiderzeugungseinheit und den Fluidaustrittsdüsen 6 geöffnet. Nachdem das

Lebensmittelprodukt 2 abgelegt wurde, wird vorzugsweise die Fluiderzeugungseinheit wieder abgeschaltet oder das Ventil geschlossen.

Optional weist die Vorrichtung 1 ferner einen Niederhalter 10 auf. Der Niederhalter 10 kann von oben auf das Lebensmittelprodukt 2 verfahren werden, wodurch das Lebensmittelprodukt 2 auf den Aufnahmeelementen 3 fixiert wird und sich während des Transports nicht verschieben kann. Der Niederhalter 10 wird dazu mit Druckluft auf das Lebensmittelprodukt 2 gedrückt. Die

Steuerungseinheit ist derart konfiguriert, dass vor dem Ablegen des Lebensmitteprodukts 2 an der Zielposition der Niederhalter 10 abgeschaltet bzw. drucklos geschaltet wird und

anschließend das Reibungsreduktionsmittel eingeschaltet wird. Alternativ könnte das

Reibungsreduktionsmittel aber auch schon vor dem Abschalten des Niederhalters 10

eingeschaltet werden.