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Title:
METHOD FOR THE APPLICATION OF MORTAR TO AN APPLICATION SURFACE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/076698
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to the production of mortar mixture in a positive mixer and the application by means of a spray nozzle to an application surface for coating. According to the invention, larger distances and also heights may be bridged, whereby the dry mortar starting mixture is pumped by means of an air feed from an injection unit over a transport hose of corresponding length in a fine stream to a mixer directly before the spray nozzle in the region of the application surface. The starting mixture is mixed with water therein and carried to the spray nozzle in a dense stream and applied to the application surface by means of the pressure of the compressed air introduced thereto.

Inventors:
Zimmerlin, Dietmar (Uchbahnstr. 12 Blumberg, 78176, DE)
Application Number:
PCT/DE2002/000997
Publication Date:
October 03, 2002
Filing Date:
March 20, 2002
Export Citation:
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Assignee:
INOTEC GMBH TRANSPORT- UND FÖRDERSYSTEME (Daimlerstr. 9-11 Waldshut-Tiengen, 79761, DE)
Zimmerlin, Dietmar (Uchbahnstr. 12 Blumberg, 78176, DE)
International Classes:
B05B7/14; B28B1/00; B28B1/32; B28B19/00; E04F21/12; (IPC1-7): B28B/
Foreign References:
EP0698419A11996-02-28
EP1000719A22000-05-17
DE19838710A12000-03-09
EP0779135A11997-06-18
US5979797A1999-11-09
US4275836A1981-06-30
Attorney, Agent or Firm:
Goy, Wolfgang (Zähringer Strasse 373 Freiburg, 79108, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Verfahren zum Auftragen eines Mörtelgemisches, das nach Herstellung in einem Zwangsmischer als trockene MörtelAusgangsmischung mittels Treibluft von einer Spritzmaschine (2) aus über einen Transportschlauch (4) in einem Dünnstrom zu einer Spritzdüse (6), mit der es auf eine zu beschichtende Auf tragsfläche aufgebracht wird, gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, daß das trockene MörtelAusgangsgemisch in einen unmittelbar vor der Spritzdüse (6) angeordneten Mixer (5) gefördert, in ihm mit Wasser gemischt, in einem Dichtstrom zur Spritzdüse bewegt und unter dem Druck von an ihr eingeführter Druckluft auf die Auf tragsfläche aufgebracht wird.
2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit des Mixers (5) derart regelbar ist, daß sich eingangsseitig des Mixers (5) durch einen Stauvorgang eine wenige Zentimeter dicke Mörtelschicht (10) bildet, in der die mit dem nachfolgenden Dünnstrom zugeführten Gemischpartikel ab gefangen werden, ehe sie zu den Mischbzw. Förderorganen des Mixers gelangen.
3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Verwendung einer die Stärke der sich eingangsseitig des Mixers (5) bildenden jeweili gen Mörtelschicht (10) messenden Sonde (11) zur Regelung der Umdrehungsge schwindigkeit der Mischund Förderwelle des Mixers (5).
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die das Gemisch von der Spritzmaschine zum Mixer im Dünnstrom transportierende Luft im Bereich des sich am Transportschlauchende ergebenden Luftrückstaus abge leitet und über einen parallel zum Dichtstrom geleiteten Luftschlauch der Spritzdüse (6) über ein Dreiwegeventil (12) regelbar zugeführt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Mischund Förderorgan des Mixers eine vorzugsweise mit regelbarer Drehzahl antreibbare Mischund Förderwelle verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß für den Antrieb des Mischund Förderorgangs des Mixers (5) bevorzugt Treibluft oder ein Elektromotor Anwendung findet.
Description:
Verfahren zum Auftragen von Mörtel auf eine Auftragsfläche Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Auftragen eines Mörtelgemisches, das nach Herstellung in einem Zwangsmischer über eine Spritzdüse auf eine zu beschichtende Auftragsfläche aufgebracht wird.

Bei einem bekannten Verfahren dieser Art wird das trockene Ausgangsgemisch vom Zwangsmischer über eine Naßspritzmaschine der angeschlossenen Spritzdüse'zugeführt und von dieser unter Treibluftbeigabe auf die Auftragsfläche aufgespritzt. Von der Naß- spritzmaschine wird das nasse Gemisch als kompakte Mörtelsäule zur Spritzdüse transpor- tiert. Diese Mörtelsäule wird in der Spritzdüse durch Preßluft zerrissen. So entsteht das ei- gentliche Spritzgut, welches mit einem materialabhängigen Luftdruck und einer entspre- chend abhängigen Luftmenge auf die Auftragsfläche aufgebracht wird.

Bei diesem Verfahren sind als Vorteile zu erwähnen : Ein gleichbleibender Wasser/Feststoff- Wert, da das Mischungsverhälts vorgegeben ist, dementsprechend gleichbleibende Qualität, niedriger Rückprall von ca. 2 bis 5% und aufgrund des Feuchtigkeitsgehalts des Ausgangs- gemisches eine geringe Staubentwicklung sowie eine kontinuierliche Förderung des Mörtels im Dichtstromverfahren.

Nachteilig ist bei diesem Naßspritzverfahren, daß längere Spritzunterbrechungen von mehr als ca. 30 Minuten nicht möglich sind. Die Förderweite ist auf 50 m beschränkt, woraus ein geringer Aktionsradius resultiert, und die Förderhöhe ist auf ca. 30 m beschränkt. Schläuche und Maschinen müssen nach mehr als ca. 30 Minuten Spritzunterbrechung sowie nach Ab- schluß der Arbeiten, z. B. am Abend gereinigt werden. Dies führt zu einem relativ hohen Rei- nigungsaufwand. Außerdem ergibt sich durch im Schlauch verbleibenden Mörtel ein fühl- barer Materialverlust.

Bei einem weiteren bekannten Verfahren, dem sogenannten Trockenspritzverfahren wird das trockene Ausgangsgemisch im Luftstrom durch eine Förderleitung zur Spritzdüse trans- portier. In dieser findet unter Zugabe von Wasser die Benetzung und der Mischvorgang statt (Dünnstromförderung).

Bei diesem Verfahren ergeben sich folgende Vorteile : Die Trockenförderung ist mit einer einfacheren Handhabung verbunden. Der Mischvorgang erfolgt erst in der Spritzdüse. Ge- genüber dem Naßspritzverfahren lassen sich große Förderlängen und Förderhöhen zwi- schen 40 bis 150 m erzielen. Der Reinigungsaufwand ist vergleichsweise geringer, da ledig- lich Düsenmischkörper gereinigt werden müssen. Außerdem sind längere Spritzunterbrech- nungen möglich.

Von Nachteil ist bei der Trockenspritztechnik die Tatsache, daß aufgrund der schlechteren Durchfeuchtung ein größerer Rückprall von 10 bis 20% in Kauf zu nehmen ist. Infolgedessen ergibt sich auch eine relativ hohe Staubentwicklung.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte Verfahren so weiter auszugestalten, daß auf einfache Weise die Vorteile des Naßspritzverfahrens mit de- nen des Trockenspritzverfahrens kombinierbar sind, ohne die genannten Nachteile beider Verfahren in Kauf nehmen zu müssen.

Die technische L ö s u n g zeichnet sich im wesentlichen dadurch aus, daß das trocke- ne Mörtel-Ausgangsgemisch in einem unmittelbar vor der Spritzdüse angeordneten Mixer gefördert, in ihm mit Wasser gemischt, in einem Dichtstrom zur Spritzdüse bewegt und unter dem Druck von an ihr eingeführter Druckluft auf die Auftragsfläche aufgebracht wird. Die Förderung im Dichtstrom führt zu einer ausreichenden Durchfeuchtung des Materials.

Auf diese Weise lassen sich sowohl die Vorteile des Naßspritzverfahrens wie auch die des Trockenspritzverfahrens kombinieren : Da der Mörtel-Wasser-Mischvorgang erst im Bereich nahe der Spritzdüse stattfindet, ergibt sich aufgrund der Förderung in trockenem Zustand eine einfache Handhabung des Fördergutes, und es sind Förderlängen von weit über 100 m und auch große Förderhöhen erreichbar. Da es sich auf dem Weg zum Mixer um Trocken- mörtel handelt, sind in sehr günstiger Weise auch längere Spritzunterbrechungen möglich.

Auch am Einsatzort und seiner Umgebung ist nur eine geringe Verschmutzung gegeben, bedingt durch den geringen Rückprall von weniger als 5% und eine minimale Staub- entwicklung.

Wird beim Abschalten zunächst nur die Materialzufuhr unterbunden, so wird die Misch-und Förderwelle durch den verbleibenden Luft-und Wasserstrom gereinigt.

In der beigefügten schematischen Darstellung des erfindungsgemäßen Prinzips zum Auftrag eines Mörtelgemisches ist mit 1 ein Silo für das Ausgangsmaterial in Form eines trockenen Mörtelgemisches bezeichnet, das einer zum Einsatz gelangenden Trocken-Spritzmaschine 2 zugeführt wird. Über eine Leitung 3 gelangt ferner Treibluft unter einem Druck von 1,5 bis 3 bar zur Spritzmaschine 2, von der das mit der Treibluft mitgeführte Mörtelgemisch über ei- nen Transportschlauch 4, der mehr als 100 Meter lang sein kann, in einem stetigen Dünn- strom zu einem Mixer 5 geleitet wird, der einer Spritzdüse 6 vorgeschaltet ist. Letztere ist in der Zeichnung mit dem Mixer 5 schematisch als Einheit dargestellt, die in der Praxis ca. 60 bis 70 cm lang ist. In dieser Einheit, nämlich im durch den Mixer 5 gebildeten Teil, wird das Mörtel-Ausgangsgemisch mit über eine Zufuhrleitung 7 zugeführtem Wasser gemischt und gelangt in Form einer Mörtelsäule, d. h. in einem Dichtstrom zum Ausgang der Spritzdüse 6, in dessen Bereich das Material unter dem Druck von an ihr über eine Zuleitung 8 eingeführ- ter Treibluft vom Dichtstrom abgetrennt, zerteilt und partikelförmig an die Auftragsfläche 9 gespritzt wird, auf die die Düse 6 gerichtet ist.

Die im Mischer 5 wirksamen, in der Zeichnung nicht näher veranschaulichten Misch-und Förderorgane, z. B. eine Misch-und Förderwelle, sind der abrasiven Wirkung des über den Förderschlauch 4 mit einer Geschwindigkeit von ca. 90 km/Std auftretenden Trockenmörtels ausgesetzt. Dieser Effekt läßt sich durch eine solche Regelung der Menge des dem Mixer 5 zugeführten Gemisches in Abhängigkeit von der in seinem Bereich mit Wasser mischbaren und im Dichtstrom weiter bewegbaren Mörtelmenge weitgehend reduzieren, daß sich ein- gangsseitig des Mixers 5 durch einen Stauvorgang eine wenige Zentimeter dicke Mör- telschicht 10 bildet, in der die mit dem nachfolgenden Dünnstrom zugeführten Gemischparti- kel abgefangen werden, ehe sie zu den Misch-bzw. Förderorganen des Mixers 5 gelangen und ihre zerstörerische Wirkung entfalten können.

Zur Verwendung gelangt dabei eine die Stärke der sich eingangsseitig des Mixers 5 bilden- den jeweiligen Mörtelschicht 10 messenden Sonde 11 zur Regelung der Geschwindigkeit des Mixers 5.

In Verbindung mit dem Stauvorgang der Mörtelschicht 10 wird vom Transportschlauchende der sich gleichfalls ergebende Luftrückstau abgeleitet und über einen parallel zum Dicht- strom geleiteten Luftschlauch 8 der Spritzdüse 6 regelbar zugeführt.

Überflüssige Luft wird vorzugsweise über ein Dreiwegeventil 12 an der Spritzdüse 6 abge- leitet.

Für den Antrieb des Misch-und Fördervorgangs des Mixers 5 findet bevorzugt Treibluft, oder ein Elektromotor Anwendung.