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Title:
METHOD AND ARRANGEMENT FOR INTRODUCING PREFERABLY CHEMICAL ADDITIVES INTO BODIES OF WATER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/137893
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and semimobile arrangement for introducing preferably chemical additives in the form of conditioning agents into bodies of water, in particular into open-cast mining lakes having acidic waters. The aim was to develop a method and a device with the aid of which the homogeneity of a conditioning agent to be produced in the clean-up of acidic open-cast mining lakes and the depth effectiveness in the introduction of the condition agent are improved for the use of a buoyant semimobile unit. Said aim is achieved by producing a ready-for-use mixture of the positively guided open-cast mining lake water to be treated and the conditioning agent by intensively swirling the lake water and the conditioning agent under the water line in the lake. In an elevated-pressure functional part, intensive mixing occurs until complete homogenization. The homogeneous conditioning agent is added to the lake water under the water line at pressure and with further swirling and with positive guidance. The semimobile unit for performing the method according to the invention first comprises at least two catamaran-like floating bodies (1), between which at least one functional part (3) having the functional chamber is arranged.

Inventors:
BAHL, Thorsten (Am Haag 12, Hoyerswerda, 02977, DE)
GABBERT, Bernd-Uwe (An der Försterei 3, Burg, 03096, DE)
ROHR, Thomas (Bahnhofstrasse 54, Müllrose, 15299, DE)
WEGNER, Jens-Erik (Arndtstrasse 3, Cottbus, 03044, DE)
Application Number:
DE2011/001008
Publication Date:
November 10, 2011
Filing Date:
May 03, 2011
Export Citation:
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Assignee:
BRAIN BRANDENBURG INNOVATION GMBH (Berliner Strasse 19 - 21, Cottbus, 03046, DE)
ETA AG ENGINEERING (Schäfereistrasse 24, Spremberg, 03130, DE)
LAUSITZER UND MITTELDEUTSCHE BERGBAU-VERWALTUNGSGESELLSCHAFT MBH (Knappenstrasse 1, Senftenberg, 01968, DE)
BAHL, Thorsten (Am Haag 12, Hoyerswerda, 02977, DE)
GABBERT, Bernd-Uwe (An der Försterei 3, Burg, 03096, DE)
ROHR, Thomas (Bahnhofstrasse 54, Müllrose, 15299, DE)
WEGNER, Jens-Erik (Arndtstrasse 3, Cottbus, 03044, DE)
International Classes:
C02F1/66; B01F3/12; B01F5/04; B01F7/00; B01F13/00; B01F13/10; B01F15/02; C02F1/74; C02F7/00; C02F103/10
Attorney, Agent or Firm:
SELTMANN, Reinhard (August-Bebel-Strasse 63, Kolkwitz, 03099, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Verfahren zum Einbringen vorzugsweise chemischer Zusätze in Form sogenannter Konditionierungsmittel in Gewässer, insbesondere in Tagebauseen mit sauren Wässern, bei der die Herstellung einer anwendungsreifen Mischung aus dem zu behandelnden und zwangsgeführten Tagebau-Seewasser und dem Konditionierungsmittel bei intensivem Durchwirbeln von Seewasser und Konditionierungsmittel unter der Wasserlinie im Seekörper erfolgt, das Konditionierungsmittel in einem druckerhöhten Funktionsteil (2) hergestellt wird, dort eine intensive Durchmischung bis zur vollständigen Homogenisierung erfolgt und das homogene Konditionierungsmittel mit Druck und weiterem Verwirbeln sowie zwangsgeführt dem Seewasser unter der Wasserlinie aufgegeben wird, sodass dort ein sich in die Tiefe erstreckender Reaktionsraum entsteht.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , bei dem das Konditionierungsmittel eine Suspension ist.

3. Verfahren nach Anspruch 1 , bei dem das Konditionierungsmittel eine Emulsion ist.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem in das Konditionierungsmittel im Auslassbereich des Funktionsraumes (2) weitere Komponenten eingedüst werden.

5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem die einzudosende Komponente gasförmig ist.

6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die einzudüsende Komponente Kohlendioxid ist.

7. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die einzudüsende Komponente Luft ist.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem des weiteren seitwärts, vor und hinter der und auch in seitlicher Entfernung von der semimobilen Einheit in Kombination mit dem vorgeschlagenen Verfahren ein Eindüsen erfolgt.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem die Eintragskonzentration des Konditionierungsmittels in Abhängigkeit von den Qualitätsparametern des Gewässers eingestellt wird, indem in-situ pH-Wert, Leitfähigkeit, Redox-Po- tential und Temperatur des Seewassers ermittelt und unter Berücksichtigung der Durchsatzleistung im Funktionsteil (2) ständig als Steuergrößen für die Dosierungseinrichtungen (11) für in das Konditionierungsmittel einzutragende Komponenten bereitgestellt werden.

10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, die aus wenigstens zwei katamaranartig verbundenen Schwimmkörpern (1) besteht, zwischen denen mindestens ein Funktionsteil (2) angeordnet ist, dieses Funktionsteil (2) für den Eintritt des Seewassers einen der Fahrtrichtung der semimobilen Einrichtung zugewandten sowie unter der Wasserlinie sich nach unten hin erstreckenden Einlass (11) in das Funktionsteil (2) aufweist, alle Abzugs- und Dosiereinrichtungen (7) sowie Durchmischungseinrichtungen (5; 6) für das Konditionierungsmittel die Schwimmkörper (1) nach oben hin nicht überragend angeordnet und bezogen auf die Fahrtrichtung im hinteren Teil des Funktionsteiles (2) mindestens über die Breite zwischen den katamaranartig verbundenen Schwimmkörpern (1) Austrittsöffnungen (9) für das mit Konditionierungsmittel vermischte Seewasser unter der Wasserlinie mündend vorhanden sind.

11. Anordnung nach Anspruch 10, bei der der Einlass (11) in den Funktionsteil (2) im Sinne einer Venturidüse ausgebildet ist. 2. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 oder 11 , bei der im Raum des Funktionsteiles (2) Durchmischungseinrichtungen (5; 6) angeordnet sind.

13. Anordnung nach Anspruch 12, dass es passive Durchmischungseinrichtungen (6) sind.

14. Anordnung nach Anspruch 12, dass es aktive Durchmischungseinrichtungen (5) sind.

15. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, bei der in den Raum des Funktionsteiles (2) mündende Dosiereinrichtungen (7) ausgebildet sind, die in Abhängigkeit von den Kennwerten der Ursprungs-Wasserqualität und der Durchsatzleistung im Raum des Funktionsteiles (2) ansteuer- und regelbar ausgebildet sind.

16. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, bei der im Bereich der Austritttsöffnungen (9) des Konditionierungsmittels aus dem Raum des Funktionsteiles (2) mindestens eine zusätzliche Düse zur Einleitung von auf die Reaktion des Konditionierungsmittels vorteilhaft wirkenden Gasen vorhanden ist.

17. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 16, bei der die unter der Wasserlinie der Anordnung befindlichen Austrittsöffnungen (9) für das Konditionierungsmittel mit weiteren den Druck des einzubringenden Konditionierungsmit- tels erhöhenden Mitteln gekoppelt sind.

18. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 17, bei der den Austritts- öffnungen (9) des Raumes des Funktionsteiles (2) nachfolgend ein mindestens nach unten hin schwenkbarer Auslass ausgebildet ist.

19. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 18, bei der im Bereich der Austrittsöffnungen (9) des Konditionierungsmittels eine eine Verbreiterung des austretenden Strahles erzeugende Vorrichtung ausgebildet ist.

20. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 19, bei der die Gesamtkonfiguration aus modulartig aufgebauten Einheiten bestehend aufgebaut ist, zwischen den katamaranartig ausgebildeten Schwimmkörpern (1) und dem Funktionsteil (2) eine statisch sichere Verbindung schnell lösbar ausgeführt ist sowie alle Rohr- und Versorgungsleitungen, die auf mehr als einem Modul angeordnet sind, an der erwünschten Trennstelle übliche schnell lösbare Verbindungselemente aufweisend ausgebildet sind.

21. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 20, bei der mindestens eines der Module eine Vortriebseinrichtung aufweist.

22. Anordnung nach einem der Ansprüche 20 und 21 , bei der mindestens eines der Module mit einem Strahlrohr versehen ist.

Description:
Verfahren und Anordnung zum Einbringen vorzugsweise chemischer Zusätze in Gewässer

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine semimobile Anordnung zum Einbringen vorzugsweise chemischer Zusätze in Form sogenannter Konditionierungsmittel in Gewässer, insbesondere in Tagebauseen mit sauren Wässern, in die in größeren Mengen vorzugsweise chemische Beimengungen vorzugsweise alkalischer Natur mit dem Ziel des Ausfällens und dergleichen von unerwünschten Bestandteilen einzubringen sind. Sehr häufig wird als Konditionierungsmittel Kalk verwandt.

Eine allgemein weitverbreitete Technologie ist, bei der Notwendigkeit des Eintrags einer Kalksuspension sogenannte Starkregner einzusetzen, um das erwünschte Konditionierungsmittel über dessen Oberfläche in das saure Tagebaugewässer einzubringen. Beispielhaft sei hier auf DE 10 2006 024 386 A1 verwiesen. Verteilsysteme zum Einbringen von Konditionierungsmittefn sind ebenfalls Gegenstand von DE 203 17 618 U1 und DE 20 2004 002 159 U1.

In der der Schrift DE 10 2004 010 068.3 wird dargestellt, dass über Rohrleitungen, die in einer nichtdargestellten Form tiefenorientiert angeordnet sind, erwünschte Suspensionen in der Tiefe eingebracht werden.

Nach der Schrift US 4,747,958 ist eine mobile Einrichtung bekannt, nach der in einem katama ran artig ausgebildeten Schiff zwischen den beiden als Pontons bezeichneten Schwimmkörpern Seewasser durch die Fahrgeschwindigkeit in der Fahrtrichtung mit ihrer Öffnung zugewandte abgewinkelte Rohre eingedrückt und mit für die konkrete Wasserbehandlung relevanten Konditionie- rungsmitteln versetzt werden. Ein auf dem Schiff vorhandener schwenkbarer Ausleger trägt Düsen, über die das mit Chemikalien versetzte Seewasser auf die Wasseroberfläche aufgesprüht wird, indem nach dem Versetzen des Seewassers mit Chemikalien durch vorhandene Pumpen Druck aufgebaut wird.

Ein oberflächenhaftes Aufbringen eines Konditionierungsmittels verbunden mit der Erwartung, dass die beigemischten Partikel sich selbst auflösen und so in die Tiefe geraten, führt dazu, dass körnige Komponenten unaufgelöst auf den Boden des Gewässers absinken. Dort gibt es keine Durchmischung mehr und das Konditionierungsmittel ist für eine Zumischung und daraus resultierende erhoffte Wirkung verloren. Das bezieht sich auch auf die Wirkung der in DE 20 2007 017 852.2 U1 offenbarten technischen Lehre.

Bei den genannten Methoden und Einrichtungen werden nach bisherigen Erfahrungen regelmäßig nur Teilströme in einem zu sanierenden Tagebausee erreicht.

Aufgabe ist es deshalb, ein Verfahren und eine spezifische Einrichtung zu entwickeln, mit deren Hilfe bei Verwendung einer schwimmfähigen semimobilen Einheit die Homogenität eines herzustellenden Konditionierungsmittels bei der Sanierung saurer Tagebauseen sowie dessen Tiefenwirkung bei dessen Einbringen verbessert werden.

Die Aufgabe wird gelöst, indem zunächst ein Konditionierungsmittel gemäß Patentanspruch 1 dem zu sanierenden Seewasser mit erhöhter Geschwindigkeit unter der Wasserlinie aufgegeben wird. Resultierend aus Zusatzeinrichtungen und der vom Antrieb der semimobilen Einheit hervorgerufenen Verwirbelung mit dem Seewasser unter der Wasserlinie tritt ein intensives tiefenwirksames Durchmischen des Seewassers ein. Damit wird der Reaktionsraum in die an die Oberfläche angrenzende Tiefe des zu sanierenden Gewässers beziehungsweise den Tagebausee verlagert.

Das Konditionierungsmittel kann sowohl eine Suspension als auch eine Emulsion sein. Eine erfindungsgemäße Vorzugslösung sieht vor, im Auslassbereich des Konditionierungsmittels weitere Komponenten einzudüsen. Förderlich für den Prozess der Sanierung ist die Zumischung von Kohlendioxid.

Durch das Eindüsen erhöht sich die Geschwindigkeit des Austritts. Daraus folgt, dass sich Löslichkeit und Reaktionsgeschwindigkeit vergrößern. Ist die einzudü- sende Komponente Luft, verbessert sich die Löslichkeit des Konditionierungsmittels.

Die Eintragskonzentration des Konditionierungsmittels wird auf das zu sanierende Seewasser abgestimmt, indem ständig die für die Einschätzung des Sanierungsbedarfs und damit die Zusammensetzung des Konditionierungsmittels relevanten Merkmale bestimmt werden. Das sind der pH-Wert in Abhängigkeit von der Temperatur, die Leitfähigkeit sowie das Redox-Potential und die Durchsatzleistung für die Aufbereitung des Konditionierungsmittels in einem Funktionsteil. Ausgehend von der Bewertung der vorgefundenen Werte erfolgt eine Veränderung der Anteile der einzelnen Komponenten in Abhängigkeit von der Austrittsgeschwindigkeit, indem die gewonnenen Werte als Steuergröße für die Steuerung der Dosierung der Einzelkomponenten je Zeiteinheit bereitgestellt werden.

Die semimobile Einheit zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht zunächst aus wenigstens zwei katama ran artig verbundenen Schwimmkörpern, zwischen denen wenigstens ein Funktionsteil mit dem Funktionsraum angeordnet ist. Dieses ist so ausgebildet, das es die obere Begrenzung den Schwimmkörper nicht überragt. Im Funktionsteil befinden sich alle für die Zubereitung des Konditionierungsmittels relevanten Bauteile beziehungsweise Einrichtungen. Zunächst ist unter der Wasserlinie ein entgegen der Fahrtrichtung gerichteter Einlass für das zu behandelnde Seewasser vorhanden, der im Sinne einer Venturi-Düse ausgebildet sein kann, sodass das eintretende Seewasser bei seinem Eintritt in den Funktionsraum eine Beschleunigung erfährt, wobei dieser Prozess durch die Fahrgeschwindigkeit aktiv beeinflusst wird. Des weiteren sind vorzugsweise alle Dosierungs- und Mischeinrichtungen im Funktionsteil angeordnet, sodass die Aufbereitung des Konditionierungsmittels ausschließlich im Funktionsteil unter der Wasserlinie im Seekörper erfolgt. Hier geschieht eine Herstellung einer anwendungsreifen homogenen Mischung aus dem zu behandelnden und zwangsgeführten Seewasser, sehr häufig Tagebauwasser, und den einzelnen, letztendlich das Konditionierungsmittel bildenden Komponenten.

Diese erfindungsgemäße Anordnung einzelner Baugruppen schließt nicht aus, dass Nebeneinrichtungen zum Betrieb der semimobilen Einheit in die

Schwimmkörper verlagert sind, wie Tank, Batterie und dergleichen.

Bezogen auf die Fahrtrichtung im hinteren Teil des Funktionsteiles sind über dessen gesamte Breite Austrittsöffnungen zwischen den katamaranartig verbundenen Schwimmkörpern vorhanden, um das mit Konditionierungsmittel vermischte Seewasser unter der Wasserlinie in den Tagbausee einzuleiten. Die Anordnung der Austrittsöffnungen ist so gewählt, dass die Aufgabe des Konditionierungsmittels in das Seewasser möglichst über die gesamte Konstruktionsbreite der Anordnung sowie in einen Tiefenbereich bis wenigstens 3 m erfolgt und sich der Reaktionsraum in das Tagebaugewässer verlagert. Im Austrittsbereich des Konditionierungsmittels kann ebenso eine Prallplatte oder dergleichen vorhanden sein, um eine zusätzliche Verbreiterung des Austritts des Konditionierungsmittels zu erreichen. Eine weitere Möglichkeit der Verwirbelung ist die Ausbildung von Zusatzrotoren. Ebenso kann eine mindestens nach unten hin verschwenkbare Verlängerung des Austritts, beispielsweise im Sinne eines Rohrs, vorhanden sein, um die Tiefeneinleitung des Konditionierungsmittels und damit die Verlagerung des Reaktionsraumes in die Tiefe zu verbessern. Vorteilhaft wirkt ebenso eine zusätzliche Verwirbelung durch die Vortriebseinrichtungen.

Wassereinlaß und Austrittsöffnungen sind vorzugsweise verschließbar ausgeführt. Dadurch kann das Funktionsteil im Falle des Transports mit Luft aufgepumpt und erleichtert werden, um den Verladeprozess zu erleichtern.

Im Funktionsraum können des weiteren aktive und passive Durchmischungseinrichtungen ausgebildet sein. Das können zum einen Rotoren sein, bei deren Betrieb eine zusätzliche Durchmischung erreicht wird. Es ist ebenso möglich, zusätzliche Leitbleche vorzusehen, mit deren Hilfe eine Verwirbelung und damit Verbesserung der Durchmischung erreicht wird.

Die Lagerung der einzelnen Komponenten zur Neutralisierung des Seewassers, wie gebrannte und ungebrannte Kalkprodukte, Soda, Kohlendioxid, Natronlauge und ähnliches erfolgt regelmässig oberhalb des Funktionsteiles. Das kann durchaus in einer Gesamtmasse bis zu ca. 30 t erfolgen.

Wie bereits bisher auch bekannt, kann des weiteren seitwärts, vor und hinter der und auch in Entfernung von der semimobilen Einheit in Kombination mit dem vorgeschlagenen Verfahren ein zusätzliches Einregnen im Sinne eines Eindüsens von oben her vorgesehen sein.

Die Eintragskonzentration des Konditionierungsmittels wird wie bereits be- schrieben in Abhängigkeit von den Qualitätsparametern des Gewässers einge ¬ stellt, indem, wie bereits beschrieben, in-situ die notwendigen Parameter ermittelt sowie ständig als Steuergrößen für als Eintragselemente wirkende Dosierungseinrichtungen der Komponenten des Konditionierungsmittels bereitgestellt werden und so eine Steuerung der Zugabemengen einzelner Komponenten gegeben ist. Zu diesem Zweck können an der erfindungsgemäßen Anordnung im Vorschiffsbereich einschlägig bekannte Sensoren und Probenehmer vorhanden sein.

Die in den Funktionsteil mündenden Dosiereinrichtungen lassen sich in Abhängigkeit von der festgestellten Ursprungs-Wasserqualität ansteuern und regeln. Zu diesem Zweck können sie mit Stellmotoren versehen sein, es ist aber ebenso möglich, dass die Aufgabe der einzelnen Komponenten über hydraulisch betätigte Elemente erfolgt.

Im Austragsbe reich kann sich eine zusätzliche Einleitung von Gasen, vorzugsweise Kohlendioxid, befinden. Mündet diese im Reaktionsraum, erhöht sich dessen Pufferkapazität. Dieses Gas kann auch verdichtete Luft sein, um den Mischeffekt und die Sauerstoffanreicherung zu verbessern.

Zusätzlich können die unter der Wasserlinie der Anordnung befindlichen Austrittsöffnungen mit weiteren den Druck erhöhenden Mitteln, wie Pumpen oder dergleichen, gekoppelt sein.

Vorzugsweise ist die gesamte Einrichtung so eingerichtet, dass die Einheiten modulartig aufgebaut sind und eine statisch-konstruktiv sichere Verbindung zwischen den katamaranartig ausgebildeten Schwimmkörpern und dem Funktionsteil schnell lösbar ausgeführt ist. Das bezieht sich ebenso auf alle Rohrund Versorgungsleitungen, die sich auf mehr als einem Modul befinden. Damit ist die gesamte Einheit zügig so in räumlich überschaubare Größenordnungen trennbar, dass sich die Bedingungen für einen Strassentransport beim Umsetzen der Anordnung verbessern und erneute schnelle Montage an einem anderen Einsatzort gegeben ist, sofern nicht eine Umsetzung der Kompletten Einheit auf einem Verbindungskanal möglich ist.

Mindestens eines der Module weist eine Vortriebseinrichtung auf. Die vorzugsweise Ausbildung sieht vor, jeden der katamaranartig angeordneten Schwimmkörper mit einer selbständigen Vortriebseinrichtung zu versehen. Dabei kann mindestens eines der Module mit wenigstens einem Strahlrohr versehen sein. Bei einer Vielzahl von Vortriebseinrichtungen sind diese gemeinsam steuerbar ausgeführt.

Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Anordnung kann der Eindruck einer chemischen Behandlung des Tagebausees vermieden werden, indem beispielsweise der Decksbereich des mittleren Moduls, der sich gleichzeitig bis zu den katamaranartig ausgebildeten Schwimmkörpern erstreckt, als visuell wahrmehmbar unverfängliches Erholungsdeck eingerichtet ist.

Durch die Vertiefung des Reaktionsraumes im zu behandelnden Tagebausee erhöht sich der Wirkungsgrad der Behandlung. Das Vorhandensein eines separaten Reaktionsraumes führt dazu, dass sich die Wirkung des Konditionie- rungsmittels erhöht. Durch die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens zuzüglich der Anwendung einer erfindungsgemäß ausgebildeten Anordnung wird mindestens eine oberflächenhafte Schichtung des Seewassers überwunden. Die grundliegende Neutralisation und eine notwendige Nachsorge lassen sich entscheidend verbessern.

Die Lösung soll im folgenden an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigt

Fig. 1 das Schema der Gesamtkonfiguration einer vorzugsweise erfindungsgemäß ausgestalteten Anlage in der hinteren Ansicht mit erweiterten Austrittsöffnungen und Prallplatten

Fig. 2 eine seitliche aufgeschnittene Ansicht des Funktionsteiles einer erfindungsgemäß beispielhaft ausgestalteten Anordnung unter besonderer Berücksichtigung von Einzelheiten im Funktionsteil.

Fig. 3 ähnlich Fig. 2, jedoch mit verändertem Einlass sowie mit erweiterten Austrittsöffnungen mit Prallplatte.

Zwischen zwei katamaranartig angeordneten Schwimmkörpern 1 und mit diesen lösbar verbunden befindet sich ein zylindrisch ausgeführtes Funktionsteil 2, das mit seiner oberen Abschlußfläche und dem oberen Abschluß der katamaranartigen Schwimmkörper 1 in einer Ebene liegt. Die Schwimmkörper 1 und das Funktionsteil 2 werden von einer ebenen Decksfläche 4 überdeckt. Mittig über dem Funktionsteil 2 befindet sich ein Decksaufbau 3, in dem die Vorratsbehälter 8 für die notwendigen Komponenten, die zur Herstellung eines einschlägigen Konditionierungsmittel dienen, lagern. Im oberen Teil des Funktionsteiles 2 befinden sich die Abzugs- und Dosiereinrichtungen 7 aus den Vorratsbehältern 8, wie beschrieben. Im Funktionsteil 2 ist zunächst ein Einlass 11 für das Seewasser vorhanden, der im Sinne einer Venturi-Düse ausgebildet ist. Damit wird der Eintritt des Seewassers beschleunigt.

Des weiteren sind im unter der Wasserlinie befindlichen Teil des Funktionsraumes 2 aktive Durchmischungseinrichtungen 5 in Form von Rotoren vorhanden und passive Durchmischungseinrichtungen 6 in Form von Leitblechen ausgebil- det.

Im Hinterschiffsbereich sind unter der Wasserlinie der Anordnung Austrittsöffnungen 9 aus dem Funktionsteil 2 vorhanden, die wiederum düsenartig verjüngt ausgeführt sind, sodass ebenfalls eine Beschleunigung des Zutritts des Kondi- tionierungsmittels beim Eintritt in den im Tagebausee befindlichen nicht dargestellten Reaktionsraum eintritt. Die Austrittsööffnungen 9 sind in den Fig. 1 und 3 mit Prallplatten 12 versehen.

Des weiteren sind aus dem Funktionsteil 2 herausführend Anschlussleitungen 10 mit integrierten Pumpen vorhanden, die zu Düsen führen, die zusätzlich in einen seitlich von der semimobilen Einheit befindlichen Bereich einsprühen. Diese Düsen sind in Fig. 2 und 3 in die Schnittebene gedreht.

Auf der Decksfläche 4 sind zunächst die Vorratsbeh älter 8 für die Bunkerung möglicher Einzelkomponenten eines herzustellenden Konditionierungsmittels vorhanden. Diese sind mittels des Deckaufbaus 3 sind so eingehaust, dass Verschmutzungen und andere ungewohnte Auffälligkeiten von außen optisch nicht auffällig wahrnehmbar sind. Der freie Bereich der Decksfläche 4 ist als Erholungsfläche ausgebildet.

Auf der Basis von im Bugbereich befindlichen nicht dargestellten Sensoren und Probenehmern im Vergleich zu Erfahrungswerten ermittelt eine vorhandene Recheneinheit eine Rezeptur für ein notwendiges Konditionierungsmittel, wählt diese aus und nimmt die Dosierung der einzelnen Komponenten vor, indem die entsprechenden Abzugs- und Dosiereinrichtungen (7) mengenbezogen öffnen und / oder schließen.

Alle 3 Einheiten, nämlich die gemäß. Ausführungsbeispiel vorgesehenen 2 Schwimmkörper 1 und das Funktionsteil 2, sind durch ebenfalls nicht dargestellte schnell lösbare Verbindungen miteinander verbunden und so ausgebildet, dass sie sich durch Schnellverschlüsse leicht und schnell lösen lassen.

Bezugszeichen:

Schwimmkörper 1

Funktionsteil 2

Decksaufbau 3

Decksfläche 4 aktive Durchmischungseinrichtungen 5 passive Durchmischungseinrichtungen 6

Abzugs- und Dosiereinrichtungen 7

Vorratsbehälter 8

Austrittsöffnungen 9

Anschlussleitungen 10

Einlass 11

Prallplatte 12