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Title:
METHOD AND ARRANGEMENT FOR PRODUCING COMPRESSED AIR FOAM FOR FIRE-FIGHTING AND DECONTAMINATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/000177
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a compressed air foam producer, wherein a fire or decontamination specific additive is injected directly into the foam forming flow supplied to the main water flow and/or the main water flow. A mixing pump for the foaming agent draws off an auxiliary and motive water flow, wherein initially the additive and then the foaming agent is injected. The foaming agent-additive-water mixture, which is produced directly on site, is mixed well together and with the main water flow ensuring a fine, uniform distribution of the additives in the compressed air foam. The thus produced compressed air foam ensures optimal, economical and environmentally friendly fire-fighting and decontamination.

Inventors:
Krüger, Tino (Kastanienweg 9, Jüterbog, 14913, DE)
Dorau, Günther (Heinrich-Mann-Allee 8, Potsdam, 14473, DE)
Application Number:
PCT/DE2005/000959
Publication Date:
January 05, 2006
Filing Date:
May 19, 2005
Export Citation:
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Assignee:
GIMAEX-SCHMITZ FIRE AND RESCUE GMBH (Essener Strasse 8, Wilnsdorf, 57234, DE)
Krüger, Tino (Kastanienweg 9, Jüterbog, 14913, DE)
Dorau, Günther (Heinrich-Mann-Allee 8, Potsdam, 14473, DE)
International Classes:
A62C99/00; A62D1/00; A62C99/00; A62D1/00
Attorney, Agent or Firm:
Wablat, Wolfgang (Potsdamer Chaussee 48, Berlin, 14129, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von Druckluftschaum zur Brandbekämpfung und zur Dekontamination, bei dem ein Hauptwasserstrom mit einem Schaumbildnerström ver¬ mischt und das WasserSchaumbildnerGemisch in einer Verschäumungsstrecke mit einem Druckluftström beauf¬ schlagt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in den Schaumbildnerström und/oder den Hauptwasserstrom min¬ destens ein an den jeweiligen Einsatzfall angepass tes, brand oder dekontaminationsspezifisches Additiv injiziert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Additivzumischung zum Schaumbildnerström dieser von einer an ein Schaumbildnerreservoir ange¬ schlossenen, pneumatisch oder elektrisch angetriebe¬ nen Zumischpumpe erzeugt wird, die außerdem aus dem Hauptwasserstrom einen Hilfs und Treibwasserstrom absaugt und in die Zumischpumpe zu deren Nullpunkt¬ verschiebung injiziert, wobei zunächst das Additiv aus einem separaten Reservoir mittels des Hilfs und TreibwasserStroms abgesaugt und mit diesem vermischt wird und anschließend in das AdditivWasserGemisch der Schaumbildner eingesaugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumbildner und das Additiv zusammen mit dem Hilfs und Treibwasserstrom in einem variablen Mischungsverhältnis mit einem jeweiligen Anteil zwi¬ schen Null und einem Maximalwert in den Hauptwasser¬ strom injiziert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfs und Treibwasservolumenstrom über eine Druck und eine Wasservolumenstromregelung in Verbin¬ dung mit der Drehzahl der Zumischpumpe eingestellt wird, wobei in Abhängigkeit von dem über einem Ventu riZumischer für das Additiv gemessenen Differenz druck und der Drehzahl der Zumischpumpe das Schaum¬ mittel und das Additiv in dem Hilfs und Treibwasser¬ strom in veränderlicher Zusammensetzung miteinander vermischt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zusammen mit dem Hilfs und Treibwasserstrom wahlweise nur der Schaumbildner in der Größe von Null bis zu einem auf das Fördervolumen der Zumischpumpe bezogenen Maximalwert oder nur das Additiv in den Hauptwasserstrom eingemischt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zu Frostschutz oder Spülzwecken anstelle des Additivs ein Frostschutz oder Spülmittel vorgesehen ist.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaumqualität des mittels Schaumbildner und Additiv gebildeten Druckluftschaums zusätzlich über dessen Fließgeschwindigkeit/Verweilzeit in der Verschäumungsstrecke des Druckluftschaumerzeuger durch Regeln des Schaumdruckes mittels Ventilen ein¬ gestellt wird.
8. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach An¬ spruch 1, mit einem in den Hauptwasserstrom einge¬ bundenen Mischer für einen Schaumbildner und einer von dem WasserSchaumbildnerGemisch durchströmten Verschäumungsstrecke, in die zur Aufschäumung des WasserSchaumbildnerGemisches ein Hauptdruckluft¬ strom mündet, sowie einer von einem Pneumatikmotor oder drehzahlgesteuerten Gleichstrommotor angetrie¬ benen Zumischpumpe zum Ansaugen und Einbringen des in einem Schaumbildnerbehälter untergebrachten Schaumbildners in den Mischer, gekennzeichnet durch einen an die Zumischpumpe (26) zusätzlich ange¬ schlossenen Additivbehälter (24) , der mit einem für den jeweiligen Brand bzw. die Dekontaminationsziel¬ stellung spezifischen Additiv gefüllt ist.
9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Additivzumischung zum Schaumbildner¬ strom die Zumischpumpe (26) über eine Bypasleitung (25) an den Hauptwasserström (A) angeschlossen und von einem Hilfs und Treibwasserstrom (C) durch strömt ist und an die Bypasleitung der Schaumbild¬ nerbehälter (23) und über einen in die Bypasleitung eingebundenen VenturiZumischer (28) der Additivbe¬ hälter (24) angeschlossen sind; und dem Venturi Zumischer ein Drucksensor (37) zugeordnet sowie ein Wasserdruckregler (27) vor und ein Wasservolumen¬ stromregler (30) nachgeschaltet sind; und ein die Zumischpumpe (26) antreibender Pneumatikmotor (33) zur Bereitstellung eines Antriebsluftstroms (D) an den Hauptluftstrom (B) angeschlossen ist, wobei in eine Zuführungsleitung für den Antriebsluftstrom (D) ein Luftdruckregler (34) und ein Luftvolumenstromre gelventil (35) eingebunden sind.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in eine Verbindungsleitung zwischen Venturi Zumischer (28) und Additivbehälter (24) ein Ventil (30) zum Absperren der Verbindungsleitung eingebun¬ den ist.
11. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindungsleitung zwischen der Zumisch pumpe (26) und dem Mischer (6) ein Drucksensor (32) und ein mit einem Auffangbehälter verbundenes Ventil (31) angeordnet sind.
12. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass dem Mischer (6) mindestens zwei an die Verbin¬ dungsleitung mit der Zumischpumpe (26) angeschlosse¬ ne Einspritzdüsen (7) mit unterschiedlichem kWert zugeordnet sind, und der Einspritzdüse (7) mit dem größeren kWert ein Ventil (36) vorgeschaltet ist.
13. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem Druckluftschaumerzeuger (10, 11) ein Schaumdrucksensor (12, 13) und eine Ventilanordnung (14, 15; 16, 17) zur Schaumdruckeinstellung nachge¬ schaltet sind.
Description:
Verfahren und Anordnung zur Herstellung von Druckluft¬ schaum zur Brandbekämpfung und Dekontamination

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Druckluftschaum für die Brandbekämpfung und Dekontamina¬ tion, bei dem ein Hauptwasserstrom mit einem Schaumbild- nerstrom vermischt wird und das Wasser-Schaumbildner- Gemisch in einer Verschäumungsstrecke mit einem Druck¬ luftstrom aufgeschäumt wird, und bezieht sich weiterhin auf eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens.

Die Druckluftschaumerzeugung in der eingangs erwähnten Art ist bekannt. Wenn hier von der Druckluftschaumerzeu¬ gung mit Druckluft gesprochen wird, sollen unter dem Beg¬ riff Druckluft selbstverständlich immer auch löschfähige Druckgase verstanden werden. Die Brandbekämpfung und die Dekontamination von Objekten mit Druckluftschäum hat sich vielen Einsatzfällen bewährt. Um den Druckluftschäum ent¬ sprechend der jeweiligen Brandart oder der Art der Konta¬ minierung möglichst optimal und effektiv und mit geringer Umweltbelastung einsetzen zu können, werden konfektio- nierte anwendungsspezifische Mischungen aus Schaumbild¬ nern und bestimmten Zusätzen bereitgestellt. Die Herstel¬ lung und Bereitstellung derartiger Mischungen ist inso¬ fern eingeschränkt, als die Schaumbildner mit bestimmten, auf die jeweilige Brandart oder Dekontamination abge- stimmten Zusätzen in der Vorratslösung oftmals schwer o- der nicht mischbar sind, die Mischungen eine hohe Visko¬ sität aufweisen oder zum Verklumpen neigen und daher schwierig zu fördern sind bzw. sich nicht gleichmäßig und fein in dem Druckwasserstrom bzw. dem fertigen Schaum verteilen und daher auch nicht ihre volle Wirksamkeit entfalten können. Abgesehen von den Schwierigkeiten bei der Herstellung bzw. Bereitstellung und Verarbeitung von Mischungen mit den verschiedensten Zusätzen ist es auch nicht möglich am jeweiligen Einsatzort und für den jewei¬ ligen Anwendungsfall eine Vielzahl von Gemischen oder selbst nur eine Mischung aus ein und denselben Komponen¬ ten, aber in unterschiedlicher Zusammensetzung bereitzu¬ halten, um beispielsweise mit einem variablen Anteil an Zusätzen eine optimale Brandbekämpfung zu ermöglichen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Ver¬ fahren zur Druckluftschaumherstellung anzugeben, das bei nach Art des Brandes oder der Dekontamination unter¬ schiedlichen Einsatz- und Anwendungsbedingungen in der erzielten Wirkung und der Menge der eingesetzten Mittel sowie hinsichtlich der Umweltbelastung eine hohe Effi¬ zienz gewährleistet, sowie mit geringem gerätetechnischen Aufwand eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens be¬ reitzustellen.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit einem Verfahren und einer Vorrichtung gemäß den Merkmalen der Ansprüche 1 und 9 gelöst. Weitere Merkmale und vorteilhafte Weiterbildun¬ gen der Erfindung ergeben sich aus den jeweiligen Unter¬ ansprüchen.

Der Grundgedanke der Erfindung besteht mit anderen Worten darin, dass bei der Druckluftschaumherstellung, das heißt, unmittelbar am Einsatzort, in einen dem Hauptwas¬ serstrom zugeführten Strom aus einem Schaumbildner oder unmittelbar in den Hauptwasserstrom mindestens ein je¬ weils spezifisches Additiv zugemischt wird, das an die jeweilige Brandart oder den jeweiligen Dekontaminierungs- zweck angepasst ist und eine optimale Wirkung des Druck¬ luftschaums im Hinblick auf eine schnelle und sichere Brandbekämpfung oder Dekontamination gewährleistet. Es wurde gefunden, dass hierzu bereits die Zufuhr jeweils eines einzigen speziellen Additivs ausreichend ist und dass insbesondere mit der genau dosierten separaten Ein¬ leitung des Additivs in den Schauitimittelstrom eine gute Durchmischung im Schaumbildner und insbesondere eine gleichmäßige, feine Verteilung im Lösch- oder Dekontami- nationsschäum mit der Folge einer maximalen Wirksamkeit des Additivs bei geringem Verbrauch und verminderter Um¬ weltbelastung gewährleistet ist. Insbesondere können so unterschiedliche Brandarten und verschiedene und unter- schiedlich kontaminierte Objekte wirksam bekämpft bzw. dekontaminiert werden.

In vorteilhafter Weiterbildung des erfindungsgemäßen Ver¬ fahrens wird das Additiv zunächst in einen Hilfs- und Treibwasserstrom injiziert, und zwar durch Ansaugen des jeweiligen Additivs nach dem Wasserstrahlpumpenprinzip, wobei ein aus dem Hauptwasserstrom für das Lösch- oder Dekontaminationsmittel abgesaugter Hilfs- und Treibwas¬ serstrom durch dieselbe Zumischpumpe erzeugt wird, die auch den Schaumbildner aus einem Schaumbildnerbehälter ansaugt. Das Einbringen des Additivs und des Schaumbild¬ ners in einen Wasserstrahl sorgt bereits für eine gute Vormischung und schließlich für eine gleichmäßige Vertei¬ lung im Hauptwasserstrom.

In weiterer Ausbildung der Erfindung erfolgt die Zumi¬ schung von Schaumbildner und Additiv in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen, und zwar in Abhängigkeit von ei¬ ner Druck- und einer Wasservolumenstromregelung des Hilfs- und Treibwasserstroms in Verbindung mit der ein¬ stellbaren Drehzahl der Zumischpumpe. Selbstverständlich ist es möglich, dass auch nur Schaumbildner oder nur das jeweilige Additiv oder auch keins von beiden in den Hauptwasserstrom eingebracht wird. In Ausgestaltung des Verfahrens kann anstelle des Addi¬ tivs mit dem Hilfs- und Treibwasserstrahl auch ein Frost- schutz- oder Spülmittel in die Anlage eingebracht werden.

In weiterer Ausgestaltung kann der Schaumdruck und damit die Qualität des mit dem Additiv und dem Schaumbildner hergestellten Druckluftschaums auch durch Modifizierung der Verschäumungsdauer mit Hilfe einer Ventilanordnung beeinflusst werden.

Die erfindungsgemäße Anordnung zur Durchführung des Ver¬ fahrens umfasst im Falle der Additivzumischung zum Schaumbildner einen in den Hauptwasserstrom eingebundenen Mischer, in dem der Hauptwasserström mit dem Additiv- Wasser-Schaumbildner-Gemisch vermischt wird. Zur Vermi¬ schung des mit einer Zumischpumpe angesaugten Schaumbild¬ ners mit dem jeweiligen Additiv ist ein Additivbehälter vorgesehen, der mit der Zumischpumpe in Wirkverbindung steht. Die Zumischpumpe ist zur Bereitstellung des Hilfs- und Treibwasserstroms über eine Bypasleitung, an die in Strömungsrichtung zunächst über einen Venturi-Zumischer der Additivbehälter und dann der Schaumbildnerbehälter angeschlossen sind, mit dem Hauptwasserstrom verbunden. Die Zumischpumpe wird vorzugsweise mit einem Pneumatikmo- tor angetrieben, der die erforderliche Antriebsluft aus dem Hauptluftström für die Druckluftverschäumung entnimmt und der über einen Luftdruck- und einen Luftvolumenstrom¬ regler regelbar ist. Anstelle des Pneumatikmotors kann auch ein drehzahlgesteuerter Gleichstrommotor verwendet werden, für den auch die weiter unten beschriebene Null¬ punktverschiebung der nicht abwürgefesten Motoren ange¬ wendet werden kann. Dem Venturi-Zumischer sind ein Druck¬ sensor zugeordnet sowie ein Wasserdruckregler vor- und ein Wasservolumenstromregler nachgeschaltet. Über die je- weiligen Druckverhältnisse und Volumenströme kann über eine Steuerung der jeweils erforderliche Schaumbildner und Additivanteil eingestellt werden. Zum Einbringen des Schauitibildner-Additiv-Wassergemisches in unterschiedli¬ cher Größenordnung in den Hauptwasserstrom ist der Mi¬ scher mit zwei Einspritzdüsen mit unterschiedlichem k- Wert versehen.

Mit der erfindungsgemäßen Anordnung können gemäß dem oben beschriebenen Verfahren Druckluftschäume bereitgestellt werden, die entsprechend dem jeweiligen Einsatzfall, das heißt nach Art des Brandes oder der Dekontamination, mit einem vor Ort in unterschiedlicher Größenordnung zuge¬ mischten, in dem Schaum gleichmäßig verteilten Additiv versehen sind und so eine effiziente Brandbekämpfung und Dekontamination ermöglichen. Die Anlage ist zudem einfach ausgebildet, da für den Betrieb der Zumischanlage für Schaumbildner und Additiv die ohnehin für die Druck¬ schaumerzeugung notwendigen Energieträger Druckluft und - wasser eingesetzt werden. Bei jeweils gleichen Schaum¬ bildnern brauchen nur unterschiedliche Additive bereit- gehalten zu werden, die aber - ohne Entmischungs- oder Verklumpungserscheinungen - fein und gleichmäßig verteilt in den Schaumbildner eingemischt und gleichermaßen ver¬ teilt auch im Lösch- oder Dekontaminationsschäum enthal¬ ten sind und somit ihre volle Wirkung entfalten können.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung, in deren einziger Figur der prinzipielle Auf¬ bau einer Anlage zur Erzeugung eines Zweikomponenten¬ schaums mit zwei Schaumerzeugungsstrecken unterschiedli- eher Schaumerzeugungsleistung schematisch dargestellt ist, näher erläutert.

Zur Überwachung und Steuerung der Anlage ist dieser eine mit den anlagenspezifischen Sensoren und Regelventilen zusammenwirkende speicher-programmierbare Steuerung 1 mit digitalen und analogen elektrischen Ein- und Ausgängen zugeordnet.

Der Anlage wird von einer Feuerlöschpumpe oder einem Druckwasserreservoir (nicht dargestellt) Wasser zuge¬ führt, das über ein Wasserfilter 2, einen Wasserdruckreg¬ ler 3, einen Wasservolumenstromsensor 4 und einen Wasser¬ drucksensor 5 in einen Mischer 6 gelangt. In den Mischer 6 münden zwei Einspritzdüsen 7 mit unterschiedlichem k- Wert, über die dem Wasservolumenstrom ein Gemisch aus ei¬ nem handelsüblichen Schaumbildner (SB) und einer bei un¬ terschiedlichen Bränden oder Dekontaminierungserforder- nissen für den jeweiligen Einsatzfall spezifischen zwei¬ ten Komponente (Add) zugeführt wird. Der mit den beiden Komponenten (Schaumbildner und Additiv) vermischte Was¬ servolumenstrom gelangt über ein erstes und ein zweites Wasservolumenstrom-Regelventil 8 bzw. 9 in eine erste bzw. zweite Verschäumungsstrecke 10 und 11, in der das jeweilige Wassergemisch mit Hilfe von Druckluft aufge- schäumt wird. Der so erzeugte erste bzw. zweite Druck- luftschaum strömt über Schaumdrucksensoren 12 bzw. 13 und elektro-pneumatisch gesteuerte Ventile 14,15 bzw. 16, 17, die mit der Steuerung 1 einen geschlossenen Regelkreis zur Einstellung der Schaumkonsistenz und damit der jewei- ligen Schaumqualität bilden, zur jeweiligen Schaumaus¬ wurfVorrichtung (nicht dargestellt) . Die Zuführung der Druckluft in die Verschämungsstrecken 10, 11 erfolgt von einer Druckluftquelle oder einem Verdichter (nicht darge¬ stellt) über ein Luftfilter 18, einen Luftdruckregler 19, einen Luftdrucksensor 20 und der jeweiligen Verschämungs- strecke 10, 11 jeweils vorgeschaltete erste und zweite Luftvolumenstrom-Regelventile 21.

Wie oben erwähnt, wird mit dem Mischer 6 in den Wasservo- lumenstrom ein Schaumbildner und ein an den jeweiligen Einsatzfall angepasstes Additiv, mit dem ein bestimmter Brand zielgerichtet und effektiver als bisher bekämpft werden kann, injiziert. Die Zumischung erfolgt aus einem Schaummittelbehälter 23 und einem Additiv-Behälter 24, der vor dem Einsatz mit einem an die Art des Brandes oder der zu dekontaminierenden Stoffe angepassten und hoch¬ wirksamen, jedoch mit dem Schaumbildner nicht dauerhaft und homogen mischbaren Additiv, gefüllt wurde. Der Schaummittelbehälter 23 und der Additivbehälter 24 sind an eine aus dem Gesamtwasservolumenstrom hinter dem Was- serfilter 2 abgezweigte Bypasleitung 25, die am anderen Ende in den Einspritzdüsen 7 des Mischers 6 endet, ange¬ schlossen. In die Bypasleitung 25 ist eine Zumischpumpe 26 eingebunden, der in der Bypasleitung 25 ein Wasser¬ druckregler 27, ein Venturizumischer 28 und ein Wasservo- lumenstromregler 29 vorgeschaltet sind. An den Venturizu¬ mischer 28 ist der Additivbehälter 24 über ein Ventil 30 angeschlossen, während eine Förderleitung aus dem Schaum¬ bildnerbehälter 23 vor der Zumischpumpe 26 unmittelbar in die Bypasleitung 25 mündet. In den Teil der Bypasleitung 25, der zwischen dem Mischer 7 und der Zumischpumpe 26 liegt, sind ein Ventil 31 zum Spülen und Entlüften der Zumischpumpe 26 sowie ein Durchflussmessgerät 32 einge¬ bunden. Die Zumischpumpe 26 wird über einen Pneumatikmo¬ tor 33 angetrieben, der über einen Luftdruckregler 34 zur Einstellung des Betriebsdruckes und ein Luftvolumenstrom- regelventil 35 zur Steuerung der Motordrehzahl an die Druckluftzufuhr hinter dem Luftfilter 18 angeschlossen ist.

Der über die Bypasleitung 25 zugeführte Schaumbildner mit Additiv wird in den durch den Mischer 6 geförderten Was¬ servolumestrom injiziert. Das Schaumbildner-Additiv- Wasser-Gemisch strömt über das Wasservolumenstromregel- ventil 8 und/oder 9 und die Druckluftschaumerzeuger 10 und/oder 11, in den über das Luftvolumenstromregelventil 21 und/oder 22 Druckluft mit vorgegebenen Druck- und Vo- lumenparametern eingebracht wird. Die Schaumqualität des mittels Schaumauswurfvorrichtungen (nicht dargestellt) ausgebrachten Druckluftschaums hängt von der Fließge¬ schwindigkeit und damit der Verweilzeit des Schaums in der Verschäumungsstrecke 10, 11 ab und wird über den von den Schaumdrucksensoren 12, 13 ermittelten Schaumdruck mit den Ventilen 14, 15 bzw. 16, 17 geregelt (Schaum¬ druckregelung) .

Die Drehzahl des Pneumatikmotors 33 der Zumischpumpe 26 wird über das Luftvolumenstromregelventil 35 gesteuert. Das Steuersollsignal für die Motordrehzahl bildet die Steuerung 1 im Zusammenhang mit der Pumpenkennlinie aus der Sollwertvorgabe für die Schaumbildner/Additiv- Zumischrate und dem Istwert des Wasservolumenstromsensors 4. In der hier dargestellten Ausführungsform - ohne Ver¬ wendung eines Volumenstrommessers für das Schaummittel - wird mittels des Wasserdrucksensors 5 und des Drucksen¬ sors 32 die Druckdifferenz zwischen dem Ausgangsdruck an der Zumischpumpe 26 und dem Fließdruck des Wassers am Eingang des Mischers 6 gemessen. Das Schaumbild¬ ner/Additiv-Gemisch wird über die Einspritzdüsen 7 in den Wasserstrom injiziert. Die in Abhängigkeit vom Differenz¬ druck über die jeweilige Einspritzdüse 7 durch diese fließenden Volumenströme sind als Parametertabelle in der Steuerung 1 gespeichert. Über den Weg der Sollwertvorga¬ ben im Vergleich zu dem mit dem Wasservolumenstromsensor 4 ermittelten Wasservolumenstrom, der Drehzahlsteuerung der Zumischpumpe 26, der oben erwähnten Druckdifferenz- messung und den in der Steuerung 1 abgelegten Parameter¬ tabellen wird eine druckabhängige Zumischsteuerung des Schaumbildners und des Additivs realisiert. Zur Gewähr¬ leistung möglichst kleiner Druck-Volumenstrom-Kurven er¬ folgt die Zumischung von kleineren oder in bestimmten Grenzen festgelegten Volumenströmen mit einer Einspritz¬ düse 7 mit kleinem k-Wert, während bei größeren Volumen- strömen über das Ventil 36 die zweite Einspritzdüse 7 mit größerem k-Wert zugeschaltet wird und damit ein maximaler Volumenstrom zur Zumischung von Schaumbildner-Additiv- Gemisch gesichert ist.

Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist dem jewei¬ ligen Druckluftschaumerzeuger 10, 11 ein Volumenstromre¬ gelventil 8, 9 für das Wasser-Schaumbildner-Additiv- Gemisch sowie ein Luftvolumenstromregelventil 21, 22 vor- geschaltet, um - insbesondere bei der Dekontamination - auch sehr kleine Volumenströme bereitstellen zu können.

Die Zumischung des Schaumbildners und der weiteren - ent¬ sprechend dem jeweiligen Brand oder der jeweiligen Dekon- taminationsaufgabe spezifischen - Komponente erfolgt mit der Zumischpumpe 26, die - zur Einstellung der Fördermen¬ ge - mit dem über das Luftvolumenstromventil 35 in der Drehzahl regelbaren Pneumatikmotor 33 angetrieben wird. Über die an den Hauptwasserström angeschlossene Bypaslei- tung wird mittels der Zumischpumpe 26 - über den Wasser¬ druckregler 27 und den Venturizumischer 28 sowie den Was¬ servolumenstromregler 29 - Wasser angesaugt.

Da die in der Regel als Druckluftlamellenmotore ausgebil- deten Pneumatikmotore bei einer bestimmten Drehzahl nicht abwürgefest sind, d.h. bei kleinen Drehzahlen mit hohen Drehmomenten stehen bleiben, so dass einerseits bei einer Havarie zwar keine mechanischen Zerstörungen zu befürch¬ ten sind, andererseits aber die Zumischpumpen nicht di- rekt kontinuierlich vom Stillstand bis zur maximalen Drehzahl angetrieben werden können, wird in die Bypaslei- tung an der Saugseite der Zumischpumpe 26 ein durch den Wasserdruckregler 27 und den Wasservolumenstromregler 29 definierter Wasservolumenstrom in einer Größe injiziert, die die Zumischpumpe 26 beim Abwürgedrehmoment bzw. der Abwürgedrehzahl des Pneumatikmotors 33 fördern würde. Da- mit der injizierte Wasservolumenstrom fließen kann, muss die Zumischpumpe 26 mit der Abwürgedrehzahl drehen. Bei Erhöhung der Drehzahl wird infolge des begrenzten inji¬ zierten Wasservolumenstroms drehzahlproportional Schaum- bildner in der gewünschten - zwischen Null und einem Ma¬ ximum liegenden - Menge aus dem Schaummittelbehälter 23 angesaugt. Durch den injizierten Wasservolumenstrom kann die Zumischpumpe nicht trockenlaufen und der Ansaugpro- zess beim Ansaugen des Schaummittels wird unterstützt. Sofern kein Additiv als brand- oder dekontaminationsspe¬ zifische zweite Komponente angesaugt werden soll, kann der Hilfswasservolumenstrom durch Schließen des Wasservo¬ lumenstromreglers 29 abgestellt und das gesamte Fördervo¬ lumen der Zumischpumpe 26 zur Schaummittelförderung ge- nutzt werden. Die mit der zuvor beschriebenen Anordnung bewirkte Nullpunktverschiebung des nicht abwürgefesten Pneumatikmotors 33 kann gleichermaßen für anstelle des Pneumatikmotors einsetzbare drehzahlgesteuerte Gleich- strommotore genutzt werden.

Über den von dem oben erwähnten Hilfswasserstrom bei ei¬ nem durch den Wasserdruckregler 27 eingestellten Druck durchströmten Venturizumischer 28 wird unter Reduzierung des Differenzdruckes mit Hilfe des Wasservolumenstromreg- lers 29 aus dem Additivbehälter 24 bei geöffnetem Ventil 30 die dem Schaumbildner im Bedarfsfall zuzumischende zweite Komponente proportional zum Differenzdruck ange¬ saugt und mit dem Hilfswasserstrom intensiv vermischt, wenn mittels des Luftvolumenstromregelventils gleichzei- tig die Drehzahl der Zumischpumpe 26 erhöht wird. Bei er¬ höhter Pumpendrehzahl und gleichzeitig konstantem Diffe¬ renzdruck über den Venturizumischer 28 saugt die Zumisch¬ pumpe 26 gleichzeitig mit dem Hilfswasservolumenstrom und dem Additiv auch das Schaummittel aus dem Schaummittelbe- hälter 23 an, wobei beide Teilströme intensiv miteinander vermischt werden. Dem Hauptwasserstrom im Mischer 6 kann somit gleichzeitig ein Schaumbildner und zusätzlich ein für den spezifischen Einsatzfall geeignetes Additiv hinzugefügt werden, so dass mit einem jeweils speziellen Druckluftschäum eine gezielte, hochwirksame Brandbekämpfung oder Dekontamina¬ tion möglich ist. Der Schaumbildner und das Additiv kön¬ nen in der jeweils erforderlichen Größenordnung in einem variablen Verhältnis gemischt werden. Das Schaummittel und das Additiv können auch jeweils allein zugemischt werden, und zwar für das Schaummittel in der Größe zwi¬ schen Null und einem auf das Fördervolumen der Zumisch- pumpe 26 bezogenen Maximum und für das Additiv bis zum 1,6-fachen des durch den Venturizumischer 28 fließenden Hilfs- und Treibwasserstroms. Bezugszeichenliste (3Oweit erforaen

1 Steuerung 2 Wasserfilter 3 Wasserdruckregler 4 Wasservolumenstromsensor 5 Wasserdrucksensor 6 Mischer 7 Einspritzdüsen 8 Erstes Volumenstromregelventil (Wasser) 9 Zweites Volumenstromregelventil (Wasser) 10 Erste Verschäumungsstrecke 11 Zweite Verschäumungsstrecke 12 Erster Schaumdrucksensor 13 Zweiter Schaumdrucksensor 14 Ventil 15 Ventil 16 Ventil 17 Ventil 18 Luftfilter 19 Luftdruckregler 20 Luftdrucksensor 21 Erstes Luftvolumenstromregelventil 22 Zweites Luftvolumenstromregelventil 23 Schaumbildnerbehälter 24 Additivbehälter 25 Bypasleitung 26 Zumischpumpe 27 Wasserdruckregler 28 Venturi-Zumischer 29 Wasservolumenstromregler 30 Ventil 31 Ventil 32 Drucksensor 33 Pneumatikmotor 34 Luftdruckregler 35 Luf tvolumenstromregelventil 36 Ventil 37 Drucksensor Pfeil A Hauptwasserstrom Pfeil B Hauptluftstrom Pfeil C Hilfs- und Treibwasserstrom Pfeil D Antriebsluftstrom