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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND ARRANGEMENT FOR REMOVING BLOOD FROM ANIMALS FOR SLAUGHTER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/016300
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and an arrangement for removing blood from animals (12) for slaughter who are transported through a bleeding station by means of a first conveyor (10) and, together with the animals for slaughter, at least collecting receptacles (18) of removal devices are conveyed through the bleeding station by means of a second conveyor device (20) during the removal of blood, wherein each removal device comprises elements which comprise the collecting receptacle and a hose (16) connecting the collecting receptacle to a hollow knife (14), and the collecting receptacle is emptied after the removal of blood and the elements are cleaned. Before the removal of blood, each collecting receptacle is transported by means of a third conveyor device (22) independently of the second conveyor device. To bleed an animal for slaughter, one of the collecting receptacles is transferred from the third conveyor device to the second conveyor device. After the blood has been removed, the collecting receptacle containing the blood is transferred indirectly or directly to the third conveyor device.

Inventors:
SIENZ, Michael (Tannenweg 7, Overath, 51491, DE)
MUELLER, Klaus Peter (Donauschwabenstrasse 38, Biedenkopf, 35216, DE)
Application Number:
EP2015/067370
Publication Date:
February 04, 2016
Filing Date:
July 29, 2015
Export Citation:
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Assignee:
BANSS SCHLACHT- UND FÖRDERTECHNIK GMBH (Industriestrasse 4, Biedenkopf, 35216, DE)
International Classes:
A22B5/04
Foreign References:
DE102004027576A12005-12-22
EP0473577A11992-03-11
US5881429A1999-03-16
EP0007327A11980-02-06
Attorney, Agent or Firm:
STOFFREGEN, Hans-Herbert (Friedrich-Ebert-Anlage 11b, Hanau, 63450, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Verfahren und Anordnung zum Entziehen von Blut aus Schlachttieren

1. Verfahren zum Entziehen von Blut aus Schlachttieren (12), die durch eine Abstechstation mittels eines ersten Förderers (10) transportiert werden und zusammen, vorzugsweise synchron, mit den Schlachttieren zumindest Auffangbehältnisse (18) von Entzieheinrichtungen mittels einer zweiten Fördereinrichtung (20) während des Entziehens des Blutes durch die Abstechstation gefördert werden, wobei jede Entzieheinrichtung Elemente umfasst, die das Auffangbehältnis und einen das Auffangbehältnis mit einem Hohlmesser (14) verbindenden Schlauch (16) umfassen, und das Auffangbehältnis nach dem Entziehen von Blut entleert und die Elemente gereinigt werden,

dadurch gekennzeichnet ,

dass jedes Auffangbehältnis (18) vor dem Entziehen von Blut mittels einer dritten Fördereinrichtung (22) unabhängig von der zweiten Fördereinrichtung (20) transportiert wird, dass zum Stechen eines Schlachttieres (12) eines der Auffangbehältnisse von der dritten Fördereinrichtung auf die zweite Fördereinrichtung übergeben wird und dass nach dem Entziehen des Blutes das das Blut enthaltende Auffangbehältnis mittelbar oder unmittelbar an die dritte Fördereinrichtung übergeben wird, wobei das Auffangbehältnis vor der Übergabe auf die dritte Fördereinrichtung oder nach dessen Übergabe entleert wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet ,

dass das Auffangbehältnis (18) mit einem Deckel (26) verschlossenen wird, von dem der Schlauch (16) mit dem Hohlmesser (14) ausgeht.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet ,

dass der Deckel (26) mit dem Schlauch (16) und dem Hohlmesser (14) vor und/oder nach dem Entziehen von Blut von der dritten Fördereinrichtung (22) gefördert wird.

4. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet ,

dass die Entzieheinrichtung von der dritten Fördereinrichtung (22) auf die zweite Fördereinrichtung (20) als Einheit oder das Auffangbehältnis (18) getrennt von dem Deckel (26) mit dem Schlauch (16) und dem Hohlmesser (14) von der dritten Fördereinrichtung auf die zweite Fördereinrichtung vorzugsweise mittels einer Handhabungseinrichtung (36) übergeben wird.

5. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet ,

dass nach dem Trennen des Auffangbehältnisses (18) von dem Deckel (26) mit dem Schlauch (16) und dem Hohlmesser (14) eine Übergabe auf die dritte Fördereinrichtung (22) erfolgt.

6. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet ,

dass das Auffangbehältnis (18) nach dessen Entleeren mit seiner Öffnung nach unten von der dritten Fördereinrichtung (22) durch eine Reinigungs Station (24) gefördert wird.

7. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet ,

dass vor Entleeren einer vorgegebenen Anzahl von Auffangbehältnissen (18) diese an einen Puffer übergeben werden.

8. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet ,

dass der Puffer durch einen Abschnitt der dritten Fördereinrichtung (22) gebildet wird oder zwischen der zweiten und der dritten Fördereinrichtung (20, 22), vorzugsweise in Form einer vierten Fördereinrichtung, verläuft.

9. Anordnung zum Entziehen von Blut aus Schlachttieren (12), umfassend zumindest

eine Abstechstation mit einer ersten Fördereinrichtung (10), mittels der die Schlachttiere durch die Abstechstation förderbar sind, Entzieheinrichtungen umfassend zumindest jeweils ein Auffangbehältnis (18) mit mit diesem verbundenem Schlauch (16) und von diesem ausgehendem Hohlmesser (14) zum Stechen des Schlachttieres, eine zweite Fördereinrichtung (20), mittels der zumindest das Auffangbehältnis, vorzugsweise synchron, mit einem Schlachttier durch die Abstechstation während des Entziehens von Blut bewegbar ist, und zumindest eine Reinigungsstation (24) zum Reinigen von Elementen, dadurch gekennzeichnet ,

dass die Anordnung eine dritte Fördereinrichtung (22) umfasst, mittels der zumindest die Auffangbehältnisse (18) transportierbar und von dieser auf die zweite Fördereinrichtung (20) zur Verwendung beim Entziehen des Blutes übergebbar sind.

10. Anordnung nach Anspruch 9,

dadurch gekennzeichnet ,

dass im Förderweg der dritten Fördereinrichtung (22) die Reinigungs Station (24) angeordnet ist.

11. Anordnung nach Anspruch 9 oder 10,

dadurch gekennzeichnet ,

dass ein Abschnitt der dritten Fördereinrichtung (22) oder eine zwischen der zweiten und der dritten Fördereinrichtung (20, 22) angeordnete oder von der dritten Fördereinrichtung ausgehende vierte Fördereinrichtung als Puffer zur Aufnahme von einer Anzahl von Blut enthaltenden Auffangbehältnisse (18) ausgebildet ist.

12. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet ,

dass die zweite und/oder die dritte und/oder die vierte Fördereinrichtung (20, 22) ein Kreisförderer ist.

13. Anordnung nach vorzugsweise zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet ,

dass der Auffangbehälter (18) innenseitig glatt und einbautenlos ausgebildet ist, einen gewölbten Boden (32) und eine sich anschließende, hohlzylinderförmige Umfangswandung (34) aufweist.

14. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet ,

dass der Auffangbehälter (18) über einen Deckel (26) verschließbar ist, von dem der Schlauch (16) ausgeht.

15. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet ,

dass der Auffangbehälter (18) mit dem Deckel (26) mittels zumindest einer Verbindung aus der Gruppe Renkverbindung, Schnappverschluss, Schraubverschluss verschließbar ist. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet ,

dass das Auffangbehältnis (18) außenseitig ein Handhabungsmittel (72) für Handhabungsgerät aufweist.

Description:
Beschreibung

Verfahren und Anordnung zum Entziehen von Blut aus Schlachttieren

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Entziehen von Blut aus Schlachttieren,

- wobei die Schlachttiere durch eine Abstechstation mittels eines ersten Förderers transportiert werden und zusammen, insbesondere synchron, mit den Schlachttieren zumindest Auffangbehältnisse von Entzieheinrichtungen mittels einer zweiten Fördereinrichtung während des Entziehens des Blutes durch die Abstechstation gefördert werden, und

- wobei jede Entzieheinrichtung Elemente umfasst, die das Auffangbehältnis und einen das Auffangbehältnis mit einem Hohlmesser verbindenden Schlauch umfassen, und

- wobei das Auffangbehältnis nach dem Entziehen von Blut entleert und die Elemente gereinigt werden.

Auch nimmt die Erfindung Bezug auf eine Anordnung zum Entziehen von Blut aus Schlachttieren, umfassend zumindest

eine Abstechstation mit einer ersten Fördereinrichtung, mittels der die

Schlachttiere durch die Abstechstation förderbar sind,

Entzieheinrichtungen umfassend zumindest jeweils ein Auffangbehältnis mit mit diesem verbundenem Schlauch und von diesem ausgehendem Hohlmesser zum Stechen eines Schlachttieres,

eine zweite Fördereinrichtung, mittels der zumindest das Auffangbehältnis zusammen, insbesondere synchron, mit einem Schlachttier durch die Abstechstation während des Entziehens von Blut bewegbar ist, und

zumindest eine Reinigungs Station zum Reinigen der Auffangbehältnisse, der Schläuche und der Hohlmesser. Ein entsprechendes Verfahren bzw. eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens ist der EP 0 473 577 Bl zu entnehmen. Um Schlachttiere ausbluten zu lassen, werden diese an einer Abstechstation vorbei transportiert, in der sich ein Karussell befindet, in dem stationär Auffangbehältnisse für das Blut sowie von den Auffangbehältnissen ausgehende Schläuche mit endseitig vorhandenen Hohlmessern zum Stechen angeordnet sind. Zum Reinigen der aus den Hohlmessern, Schläuchen und Auffangbehältnissen bestehenden Entzieheinrichtungen ist in dem Karussell jeder Entzieheinrichtung eine Reinigungs Station zugeordnet. Diese umfasst auch Sprühdüsen, die zum Reinigen des Inneren des Auffangbehältnisses erforderlich sind. Spezielle Sprühköpfe für die Hohlmesser sind des Weiteren notwendig. Somit ist ein hoher konstruktiver Aufwand erforderlich, der noch nicht einmal sicherstellt, dass die Entzieheinrichtungen im erforderlichen Umfang gereinigt und sterilisiert werden können, da Ventile, Anschlüsse etc. gesäubert werden müssen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass eine problemlose Handhabung der Auffangbehältnisse möglich ist, insbesondere eine Reinigung losgelöst von der Fördereinrichtung erfolgen kann, mit der die Auffangbehältnisse zusammen, inbesondere synchron, mit den Schlachttieren durch die Abstechstation transportiert werden.

Ferner soll nach einem weiteren Aspekt ein problemloses Reinigen der Elemente der Entzieheinrichtungen, also Auffangbehältnisse, Schläuche und Hohlmesser, zur Erhöhung der Hygiene möglich sein.

Nach einem weiteren Aspekt soll durch die Erfindung die Aufgabe gelöst werden, dass dann, wenn Blut von mehreren gestochenen Schlachttieren an einen Sammelbehälter zu übergeben und erst nach dem Stechen der Tiere eine endgültige veterinärmedizinische Begutachtung erfolgt ist, sichergestellt wird, dass im Falle einer zu vernichtenden Charge weitere Behältnisse nicht kontaminiert werden bzw. gezielt das Blut aus dem Auffangbehältnis entfernt werden kann, das dem Schlachttier zugeordnet wird, das zu veterinärmedizinischen Beanstandungen geführt hat.

Zumindest einer der Aspekte wird verfahrensmäßig dadurch gelöst, dass jedes Auffangbehältnis vor dem Entziehen von Blut mittels einer dritten Fördereinrichtung unabhängig von der zweiten Fördereinrichtung transportiert wird, dass zum Stechen eines Schlachttieres eines der Auffangbehältnisse von der dritten Fördereinrichtung auf die zweite Fördereinrichtung übergeben wird und dass nach dem Entziehen des Blutes das das Blut enthaltende Auffangbehältnis mittelbar oder unmittelbar an die dritte Fördereinrichtung übergeben wird, wobei das Auffangbehältnis vor der Übergabe auf die dritte Fördereinrichtung oder nach dessen Übergabe entleert wird.

Aufgrund der erfindungsgemäßen Lehre werden abweichend vom Stand der Technik die Auffangbehältnisse nicht fortwährend synchron mit dem ersten Förderer innerhalb der Abstechstation bewegt. Vielmehr werden die Auffangbehältnisse nur dann zur Verfügung gestellt und mit den Schlachttieren entlang deren Förderweg transportiert, wenn erstere zum Sammeln von Blut zum Einsatz gelangen sollen. Somit besteht die Möglichkeit, ein problemloses Reinigen der Auffangbehältnisse getrennt von der Abstechstation vorzunehmen, ohne dass ein großer apparativer Aufwand erforderlich ist.

Insbesondere ist vorgesehen, dass das Auffangbehältnis mit einem Deckel verschlossenen wird, von dem der Schlauch mit dem Hohlmesser ausgeht. Somit ist eine einfache Handhabung der Entzieheinrichtung möglich, wobei ein getrenntes Reinigen von Auffangbehältnis einerseits und Deckel mit Schlauch und Hohlmesser andererseits möglich ist.

Losgelöst hiervon ist insbesondere vorgesehen, dass der Deckel mit dem Schlauch und dem Hohlmesser gleichfalls von der dritten Fördereinrichtung gefördert wird.

Es besteht die Möglichkeit, dass die Entzieheinrichtung von der dritten Fördereinrichtung auf die zweite Fördereinrichtung oder das Auffangbehältnis getrennt von dem Deckel mit dem Schlauch und dem Hohlmesser von der dritten Fördereinrichtung auf die zweite Fördereinrichtung z. B. mittels eines Roboters übergeben wird.

In der zweiten Fördereinrichtung sollte sodann eine Halterung für das Auffangbehältnis mit dem Deckel, Schlauch und Hohlmesser vorgesehen sein, wobei das Hohlmesser derart fixiert wird, dass eine Person dieses erfassen und sodann zum Stechen des Schlachttieres entnehmen kann.

Die Übergabe von der dritten auf die zweite Fördereinrichtung kann auch händisch, bevorzugterweise jedoch mittels einer Handhabungseinrichtung, also insbesondere automatisch durch einen Roboter erfolgen.

Nach dem Blutentzug wird sodann das zum Stechen benutzte Hohlmesser erneut in die Halterung eingesetzt, die in der zweiten Fördereinrichtung vorhanden ist, damit insbesondere automatisch eine Übergabe an die dritte Fördereinrichtung erfolgen kann. Zuvor wird der Deckel von dem Auffangbehältnis gelöst. Dabei besteht die Möglichkeit, vor Übergabe des Auffangbehältnisses auf die dritte Fördereinrichtung ersteres zu entleeren.

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass vor Entleeren einer vorgegebenen Anzahl von Auffangbehältnissen diese an einen Puffer übergeben werden. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass der Puffer durch einen Abschnitt der dritten Fördereinrichtung gebildet wird oder zwischen der zweiten und der dritten Fördereinrichtung, vorzugsweise in Form einer vierten Fördereinrichtung, verläuft.

Durch die diesbezüglichen Maßnahmen besteht die Möglichkeit, eine vorgegebene Anzahl von Auffangbehältnissen solange zu puffern, bis eine veterinärmedizinische Untersuchung der entsprechenden Anzahl von Schlachttieren erfolgt ist. Werden die Schlachttiere veterinärmedizinisch als in Ordnung bewertet, so können die Auffangbehältnisse entleert und das Blut in einen Tank geschüttet werden. Bestehen bei einem oder mehreren Schlachttieren veterinärmedizinische Bedenken, so können entweder die entsprechenden den diesbezüglichen Tieren zugeordneten Auffangbehältnisse aussortiert oder sämtliche der Charge zugeordneten Auffangbehältnisse, d. h, deren Inhalt entsorgt werden.

Während des Transports mit der dritten Fördereinrichtung werden die Auffangbehältnisse, insbesondere auch Deckel mit Schlauch und Hohlmesser, gereinigt und im erforderlichen Umfang sterilisiert.

Eine Anordnung der eingangs genannten Art zeichnet sich dadurch aus, dass die Anordnung eine dritte Fördereinrichtung umfasst, mittels der zumindest die Auffangbehältnisse transportierbar und von dieser auf die zweite Fördereinrichtung zur Verwendung beim Entziehen des Blutes übergebbar sind. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass im Förderweg der dritten Fördereinrichtung die Reinigungsstation angeordnet ist.

Sofern vorgesehen ist, dass Blut nur dann zur Weiterverarbeitung freigegeben wird, wenn eine bestimmte Anzahl von Schlachttieren insgesamt als veterinärmedizinisch einwandfrei deklariert worden ist, ohne dass zuvor das Blut an einen Sammelbehälter übergeben wird, der bei nicht ordnungsgemäßer Deklarierung gereinigt werden müsste, ist vorgesehen, dass ein Abschnitt der dritten Fördereinrichtung oder eine zwischen der zweiten und der dritten Fördereinrichtung angeordnete oder von der dritten Fördereinrichtung ausgehende vierte Fördereinrichtung als Puffer zur Aufnahme von einer Anzahl von Blut enthaltenden Auffangbehältnissen ausgebildet ist.

Das Fördersystem kann sowohl ein horizontaler Plattenförderer sein, auf dem die Schweine liegen, als auch ein vertikales Fördersystem, an dem die Schweine an einer Schlingkette mit Haken befestigt sind und hängend an der Blutentzugsvorrichtung vorbei gefördert werden. Die weiteren Fördereinrichtungen sollten jedoch bevorzugterweise Kreisförderer sein.

Um die Auffangbehälter problemlos reinigen zu können, ist nach einer hervorzuhebenden eigenerfinderischen Lehre vorgesehen, dass der Auffangbehälter innenseitig glatt und einbautenlos ausgebildet ist, einen gewölbten Boden und eine sich anschließende, hohlzylinderförmige Umfangswandung aufweist.

Damit Auffangbehälter und Deckel problemlos verschlossen werden können, sieht die Erfindung vor, dass der Auffangbehälter mit dem Deckel mittels zumindest einer Verbindung aus der Gruppe Renkverbindung, Schnappverschluss, Schraubverschluss verschließbar ist.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das Auffangbehältnis außenseitig ein Handhabungsmittel für ein Handhabungsgerät aufweist. Hierdurch ist eine problemlose Handhabung möglich, insbesondere für die Übergabe von dem dritten Förderer auf den zweiten Förderer und umgekehrt.

Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination -, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung von der Zeichnung zu entnehmenden Ausführungsbeispielen.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Prinzipdarstellung einer Anordnung zum Entbluten

Schlachttieren,

Fig. 2 ein in der Anordnung gemäß Fig. 1 benutztes Auffangbehältnis für Blut und

Fig. 3 einen Abschnitt einer Fördereinrichtung. In der Fig. 1 ist eine Prinzipdarstellung eines Ausschnitts einer Schlachtanlage dargestellt, in der hygienisch Blut gewonnen werden kann. Hierzu ist eine Abstechstation vorgesehen, in der im Ausführungsbeispiel auf einem Plattenförderer 10 als erste Fördereinrichtung Schlachttiere 12 in Form von Schweinen liegend gefördert werden. Zum Entbluten werden in die Schlachttiere 12 Hohlmesser 14 - auch Hohlstechmesser genannt - gestochen, die über einen Schlauch 16 mit einem Auffangbehältnis 18 verbunden sind, in dem das Blut gesammelt wird.

Hohlstechmesser 14, Schlauch 16 und Auffangbehältnis 18 bilden eine Entzieheinrichtung, die als Einheit beim bzw. während des Entblutens zusammen mit dem Schlachttier 12 mit diesem insbesondere synchron mitbewegt werden. Erfindungsgemäß ist hierzu die Abstechstation derart ausgebildet bzw. weist eine Anordnung auf, mit der eine überaus hygienische Blutgewinnung erzielbar ist, wobei - abgesehen vom Stechvorgang bzw. während des Blutentzugs - die Entzieheinrichtungen unabhängig vom Transport der Schlachttiere 12 gehandhabt werden können. Hierzu weist die erfindungs gemäße Anordnung eine zweite Fördereinrichtung 20 sowie eine dritte Fördereinrichtung 22 auf, die insbesondere als Kreisförderer ausgebildet sind.

In der dritten Fördereinrichtung 22 ist eine Reinigungs Station 24 integriert, um im Ausführungsbeispiel die Auffangbehältnisse 18, die Hohlstechmesser 14 und Schläuche 16 zu reinigen.

Dabei geht nach einem eigenerfinderischen Vorschlag der Schlauch 16 von einem Deckel 26 aus, über den das Auffangbehältnis 18 verschließbar ist. Dies kann durch einen Bajonettverschluss erfolgen, wie dies der Fig. 2 zu entnehmen ist. Hierzu gehen von der Außenfläche des Auffangbehältnisses 18 zumindest zwei Vorsprünge 28 aus, die mit entsprechenden im Ausführungsbeispiel L-förmigen Aussparungen 30 am Umfangsrand des Deckels 26 zum Verriegeln dieses zusammenwirken. Insoweit wird auf bekannte Renkverbindungsarten verwiesen.

Das Auffangbehältnis 18 ist des Weiteren innenseitig glatt ausgebildet und weist einen Boden 30 auf, der eine abgeflachte Halbkugelform aufweist. Von dem Boden geht eine als Hohlzylinder ausgebildete Umfangswandung 34 aus. Somit steht eine glatte, einbautenlose Innenfläche zur Verfügung, die ein problemloses Reinigen ermöglicht.

Die gereinigten Auffangbehältnisse 18 werden entsprechend der erfindungs gemäßen Lehre von der dritten Fördereinrichtung 22 vorzugsweise mittels eines ersten Roboters 36 an Halterungen der zweiten Fördereinrichtung 20 übergeben und eingesetzt. Entsprechende Halterungen sind rein prinzipiell mit dem Bezugszeichen 38 gekennzeichnet. Ferner werden von der dritten Fördereinrichtung 22 ein Deckel 26 mit Schlauch 16 und Hohlstechmesser 14 entnommen, um ein Auffangbehältnis 18 zu verschließen. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, ein entsprechendes Verschließen bereits in der dritten Fördereinrichtung 22 vorzunehmen.

In der zweiten Fördereinrichtung 20 wird das Hohlstechmesser 14 in einer Halterung gesichert, wie diese rein prinzipiell der Fig. 3 zu entnehmen ist, auf die nachstehend näher eingegangen werden wird.

Die zweite Fördereinrichtung 20 wird abschnittsweise entlang der ersten Fördereinrichtung 10 bewegt, insbesondere synchron mit der ersten, so dass entsprechend der zeichnerischen Darstellung mit der Bewegung der Schlachttiere 12 entsprechende Auffangbehältnisse 18 mitgefördert werden, wobei zum Entbluten sich in jedem Schlachttier ein entsprechendes Hohlstechmesser 14 befindet, wie gleichfalls rein prinzipiell angedeutet ist. Das Stechen erfolgt insbesondere über eine Person 39, die aus einer Halterung in der zweiten Fördereinrichtung 20 das Hohlstechmesser 14 entnimmt und in das Schlachttier sticht. Am Ende der Abstechstation wird durch eine weitere Person 40 das Hohlstechmesser 14 aus dem Schlachttier 12 herausgenommen und erneut in einer Halterung der zweiten Fördereinrichtung 20 abgelegt.

Sodann erfolgt entsprechend der zeichnerischen Darstellung insbesondere durch einen weiteren Roboter 42 ein Trennen des Deckels 26 von dem Auffangbehältnis 18, wobei Deckel 26 mit Schlauch 16 und Hohlstechmesser 14 an die dritte Fördereinrichtung 22 übergeben wird. Gleiches gilt für das Auffangbehältnis 18, das jedoch ggfs. zuvor entleert werden kann. Hierzu ist ein Sammelbehälter 44 vorgesehen, von dem über eine Pumpe 46 Blut abgepumpt wird. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, Auffangbehältnisse 18 an einen Puffer zu übergeben, bevor diese der dritten Fördereinrichtung 22 zugeführt werden. Eine diesbezügliche Maßnahme wird dann gewählt, wenn eine gewisse Anzahl von Schlachttieren insgesamt einer medizinischen Untersuchung unterzogen wird und in Abhängigkeit von dem Ergebnis entweder das Blut verwertet oder entsorgt wird.

Durch die Maßnahme des Pufferns ist sichergestellt, dass nur Blut in einen Sammelbehälter gelangt, das von veterinärmedizinisch einwandfrei deklarierten Schlachttieren stammt. Werden demgegenüber veterinärmedizinische Bedenken geäußert, kann das sich noch in den Auffangbehältnissen 18 befindliche Blut entsorgt werden. Ggfs. besteht auch die Möglichkeit, nur das Blut aus den Behältnissen zu entsorgen, das den nicht einwandfreien Schlachttieren zuzuordnen ist.

Ein entsprechender Puffer kann als vierte Fördereinrichtung ausgebildet sein. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass die Anzahl der Aufnahmen in der dritten Fördereinrichtung 22 in einem Umfang von der der zweiten Fördereinrichtung 20 abweicht, dass eine entsprechende Pufferung erfolgen kann.

Nach Entleeren der Auffangbehälter 18 werden diese umgedreht, also mit ihrer Öffnung nach unten ausgerichtet, von der dritten Fördereinrichtung 22 aufgenommen und durch die Reinigungs Station 24 transportiert. In dieser werden auch der Deckel 26 mit dem Schlauch 16 und dem Hohlstechmesser 14 gereinigt.

In Fig. 3 ist ein Ausschnitt der zweiten Fördereinrichtung 22 dargestellt, und zwar die Halterung für das Auffangbehältnis 18 und das Hohlstechmesser 14. So kann es sich bei der zweiten Fördereinrichtung 22 um einen Kreisförderer handeln. Dieser umfasst eine Rollenkette 47, die über Winkellaschen 48, 50 mit L-förmigen Träger 52 verbunden ist, die jeweils als Halterung für das Auffangbehältnis 18 und das Hohlstechmesser 14 ausgebildet sind. Der kurze horizontal verlaufende Schenkel 54 des Trägers 52 dient als Abstützung für das Auffangbehältnis 18. Im Abstand hierzu verläuft eine Halterung 56 für das Hohlstechmesser 14, das über den Schlauch 18 und den Deckel 26 mit dem Auffangbehältnis 18 verbunden ist. Die Rollenkette 47 ist über einen Antrieb 58 antreibbar. Prinzipiell ist ein Antriebsrad 60 des Antriebs 58 dargestellt, mittels dessen die Rollenkette 47 in Bewegung gesetzt wird.

Um das Winkelelement 52 eindeutig zu führen, verlaufen entlang der Rollenkette 47 Führungselemente 62, 64, die mit U-förmigen Abschnitten 66, 68 zusammenwirken, die von der Rückseite des Längs schenkeis 70 des L-förmigen Trägers 52 ausgehen. Andere Konstruktionen sind gleichfalls möglich.

Durch die erfindungsgemäße Lehre wird ein System zum Entbluten zur Verfügung gestellt, in dem geometrisch einfache und hygienefreundliche aus blutstabilen und lebensmittelechten Materialen bestehende Einzelbehälter als die Auffangbehältnisse 18 benutzt werden. Die Behälter sind kostengünstig herstellbar. Dabei sind die Auffangbehältnisse 18 nicht fest in dem System der Abstechstation integriert, sondern vereinzelbar und isoliert handhabbar.

So wird zu Beginn des Stechens ein gereinigtes und sterilisiertes Auffangbehältnis 18, das in der dritten Fördereinrichtung 22 mit seiner Öffnung nach unten mittels der dritten Fördereinrichtung 22 transportiert wird, vorzugsweise mittels des Roboters 36 entnommen und an die prinzipiell der Fig. 3 zu entnehmende Halteeinrichtung 38 der zweiten Fördereinrichtung 20 übergeben. Ferner wird von der dritten Fördereinrichtung 22 der Deckel 26 mit dem Schlauch 16 und dem Hohlstechmesser 14 entnommen, um das Auffangbehältnis 18 mit dem Deckel 26 zu verschließen. Anstelle eines automatischen Handhabungsmittels wie eines Roboters 36 kann auch eine manuelle Handhabung erfolgen. Um hohe Taktzahlen zu erzielen, ist jedoch eine Roboter- Verfahrensweise zu bevorzugen.

Nach Übergabe des Behältnisses 18 mit dem Hohlstechmesser 14 und dessen Fixierung in der Halterung 38 wird dann, wenn ein Schlachttier 12 gestochen werden soll, das Hohlstechmesser 16 aus der Halterung 56 entnommen und in das Schlachttier 12 gestochen. Dies wird üblicherweise von einer ersten Person 39 durchgeführt. Die erste Fördereinrichtung 20 wird im Taktbetrieb dem Schlachttier 12 folgend betrieben, wobei eine Synchronisierung erfolgen sollte. Der Takt kann z. B. 12 Sekunden betragen, so dass ein Durchsatz von 300 Schlachttieren pro Stunde erreichbar ist.

Nach dem Entbluten, also dann, wenn das Schlachttier 12 in Fig. 1 die Position 41 erreicht hat, wird das Hohlstechmesser 14 aus dem Schlachttier 12 herausgezogen und in die Halterung 56 gesteckt, die dem Aufnahmebehältnis 18, in dem das entsprechende Blut gesammelt worden ist, zugeordnet ist. Sodann kann manuell oder automatisch durch den zweiten Roboter 42 das Hohlstechmesser 14 mit dem Schlauch 16 und dem Deckel 26 an die dritte Fördereinrichtung 22 übergeben werden, damit eine Reinigung erfolgt. Der gefüllte Behälter 18 wird von der zweiten Fördereinrichtung 20 insbesondere mittels des Roboters 42 entnommen, um über einen nicht dargestellten Trichter das Blut in den Sammeltank 44 zu kippen. Erwähntermaßen ist jedoch bevorzugterweise vorgesehen, dass vor dem Entleeren eine vorgegebene Anzahl von Behältnissen 18 gepuffert wird, um chargenweise eine Entleerung vorzunehmen. Nach der Entleerung wird das Auffangbehältnis 18 mit der Öffnung nach unten an die dritte Fördereinrichtung 22 übergeben, damit - wie die Einheit Hohlstechmesser 14, Schlauch 16, Deckel 26 - auch das Behältnis 18 in der Reinigungsstation 24 gereinigt und sterilisiert werden kann.

Um das Behältnis 18 problemlos mittels der Roboter 36, 42 handhaben zu können, ist entsprechend der zeichnerischen Darstellung in Fig. 2 in der Außenwandung des Behältnisses 18 ein Handhabungsmittel 72 vorgesehen, das aus einer Vertiefung mit von dieser ausgehendem Vorsprung bestehen kann, um somit ein eindeutiges Erfassen und damit Handhaben zu ermöglichen.

Die wesentlichen Vorteile der erfindungsgemäßen Lehre sind darin zu sehen, dass die dritte Fördereinrichtung 22 unabhängig von der zweiten Fördereinrichtung 22 und diese vorzugsweise unabhängig von der ersten betätigt werden kann. Die Auffangbehältnisse 18 können wie in einem Shuttle-System transportiert, aus der Anlage entnommen und wieder eingesetzt werden. Die Reinigung der Auffangbehältnisse 18 kann im Vergleich zum Stand der Technik intensiver durchgeführt werden. Die Behälterhygiene ist gegenüber bestehenden Systemen signifikant verbessert, da sich keinerlei Bauteile in dem Behälter befinden und keine Ventile zum Blutauslauf bzw. zum Reinigen mit dem Behälter verbunden sind, wie dies nach der EP 0 473 575 Bl zwingend erforderlich ist. Einzelbehälter können entnommen und chargenweise zusammengeführt werden, um nach Chargenfreigabe wieder in das System eingeschleust zu werden. Eine hohe Flexibilität bietet somit die erfindungs gemäße Lehre.

Zu erwähnen ist noch, dass während des Entblutens in das das Blut aufnehmende Auffangbehältnis ein Anticoagulans automatisch zugegeben wird bzw. werden kann.