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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR ASSISTING A DRIVER IN DETECTING LATERAL OBJECTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/091934
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for assisting the driver of a vehicle (1), in particular a motor vehicle, having a sensor array (2, 3) for detecting lateral objects (6), the sensor array comprising at least one first (2) and one second (3) distance-measuring sensor sensing a detection area (4, 5) lateral to the vehicle (1). The first (2) and the second (3) sensor are arranged one behind the other in the travel direction (7) on one side of the vehicle (1), one sensor (2, 3) being arranged in the front region and one sensor (2, 3) being arranged in the rear region of the vehicle (1). In order to identify moving lateral objects (6), and to avoid unnecessary collision warnings, the method comprises the method steps: a) detecting an object (6) by means of the first sensor (2), b) detecting the object (6) by means of the second sensor (3), c) checking whether the object (6) has again left the detection area (5) of the second sensor (3), d1) discarding the distance data measured by the first sensor (2) and the second sensor (3) if the object (6) has again left the detection area (5) of the second sensor (3), or d2) determining the position of the object (6) from measured distance data if the object (6) has not left the detection area (5) of the second sensor (3) again.

Inventors:
SCHNEIDER, Marcus (Waldstueckle 5, Ludwigsburg, 71642, DE)
Application Number:
EP2010/070846
Publication Date:
August 04, 2011
Filing Date:
December 29, 2010
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
SCHNEIDER, Marcus (Waldstueckle 5, Ludwigsburg, 71642, DE)
International Classes:
B60K31/00; B60W40/04; G01S7/03; G01S15/93; G08G1/16
Attorney, Agent or Firm:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
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Claims:
Ansprüche

Fahrerassistenzverfahren für ein Fahrzeug (1 ) mit einer Sensoranordnung (2,3) umfassend mindestens einen ersten (2) und einen zweiten (3), einen Detektionsraum (4,5) seitlich des Fahrzeugs (1 ) erfassenden, abstandsmes- senden Sensor zur Detektion von seitlichen Objekten (6), wobei der erste (2) und der zweite (3) Sensor in Fahrtrichtung (7) hintereinander an einer Seiten des Fahrzeugs (1 ) angeordneten sind, wobei ein Sensor (2,3) im vorderen Bereich und ein Sensor (2,3) im hinteren Bereich des Fahrzeugs (1 ) angeordnet ist, umfassend die Verfahrensschritte

a) Detektieren eines (seitlichen) Objektes (6) durch den ersten Sensor (2), b) Detektieren des Objektes (6) durch den zweiten Sensor (3),

c) Überprüfen, ob das Objekt (6) den Detektionsraum (5) des zweiten Sensors (3) wieder verlassen hat,

d1 ) Verwerfen der, von dem ersten (2) und zweiten (3) Sensor gemessenen Abstandsdaten, insofern das Objekt (6) den Detektionsraum (5) des zweiten Sensors (3) wieder verlassen hat, oder

d2) Bestimmen der Position des Objektes (6) aus gemessenen Abstandsdaten, insofern das Objekt (6) den Detektionsraum (5) des zweiten Sensors (3) nicht wieder verlassen hat.

Fahrerassistenzverfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren nach dem Verfahrensschritt a) und/oder b) den Verfahrensschritt:

cO) Speichern der von dem ersten Sensor (2) und/oder dem zweiten Sensor

(3) gemessenen Abstandsdaten,

umfasst, wobei die gespeicherten Abstandsdaten entweder in Verfahrensschritt d1 ) wieder gelöscht werden, oder in Verfahrens d2) zumindest teilweise zur Bestimmung der Position des Objektes (6) verwendet werden.

3. Fahrerassistenzverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in Verfahrensschritt d2) die Position des Objekts (6) aus Abstandsdaten bestimmt wird, welche während des Vorbeifahrens des Fahrzeugs (1 ) an dem Objekt (6) mit einem der Sensoren (2,3) gemessenen wurden und/oder welche während des Stillstands oder des Vorbeifahrens des Fahrzeugs (1 ) an dem Objekt (6) von dem ersten (2) und dem zweiten (3) Sensor gemessen wurden.

Fahrerassistenzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in Verfahrensschritt d2) die Position des Objektes (6) anhand des zeitlichen Verlaufs der, von dem ersten (2) und/oder zweiten (3) Sensor gemessenen Abstandswerte bestimmt wird.

Fahrerassistenzverfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in Verfahrensschritt d2) weiterhin die Geschwindigkeit des Objektes (6) aus dem Verhältnis von dem Abstand (x) zwischen dem ersten (2) und zweiten (3) Sensor zu der Zeitdifferenz zwischen dem Zeitpunkt (T1min), an dem ein minimaler Abstand (D1 min) zum ersten Sensor (2) detektiert wurde, und dem Zeitpunkt (T2min), an dem ein minimaler Abstand (D2min) zum zweiten Sensor (3) detektiert wurde, bestimmt wird.

Fahrerassistenzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren nach dem Verfahrensschritt d2) den Verfahrensschritt:

e) Speichern der in Verfahrensschritt d2) bestimmten Position des Objektes (6) und/oder der in Verfahrensschritt d2) bestimmten relativen Geschwindigkeit des Objektes (6),

umfasst.

Fahrerassistenzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren nach dem Verfahrensschritt d2) oder e) den Verfahrensschritt:

f) Berechnen des Abstands des Fahrzeugs (1 ) zu dem Objekt (6) aus der in Verfahrensschritt e) gespeicherten Position des Objektes (6) und/oder der relativen Geschwindigkeit des Objektes (6) zu dem Fahrzeug (1 ) und der Außenkontur des Fahrzeugs (1 ) und der aktuellen Position des Fahrzeugs (1 ) und/oder der aktuellen Trajektorie des Fahrzeugs (1 ), umfasst.

8. Fahrerassistenzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren nach dem Verfahrensschritt f) den Verfahrensschritt:

g) Ausgeben eine Kollisionswarnung an den Fahrer und/oder

Ausgeben eines Fahrhinweises zur Kollisionsvermeidung an den Fahrer und/oder

Automatisches Ändern und/oder Unterbrechen der Fahrzeugbewegung zur Kollisionsvermeidung,

umfasst, insofern der in Verfahrensschritt f) berechnete Abstand einen Minimalwert (dmin) unterschreitet.

9. Fahrerassistenzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoranordnung (2, 3, 2', 3') mindestens einen weiteren ersten (2') und einen weiteren zweiten (3'), einen Detektionsraum (4',5') seitlich des Fahrzeugs (1 ) erfassenden, abstandsmessenden Sensor zur De- tektion von seitlichen Objekten (6) umfasst, wobei der weitere erste (2') und der weiter zweite (3') Sensor spiegelbildlich zu dem ersten (2) beziehungsweise zweiten (3) Sensor an der anderen Seiten des Fahrzeugs (1 ) angeordneten ist.

10. Fahrerassistenzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren (2, 3,2', 3') Ultraschallsensoren sind.

Description:
Beschreibung

Titel

FAHRERASSISTENZVERFAHREN ZUR DETEKTION VON SEITLICHEN OBJEKTEN

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrerassistenzverfahren für ein Fahrzeug, insbesondere ein Kraftfahrzeug.

Stand der Technik

Fahrerassistenzverfahren und -Systeme für Fahrzeuge analysieren die Umgebung beziehungsweise Fahrsituation des Fahrzeugs und unterstützen den Fahrer des Fahrzeugs aktiv oder passiv beim Fahren des Fahrzeugs. Derartige Fahrerassistenzverfahren und/oder -Systeme werden zum Beispiel in den Druckschriften WO 2007/036395 A1 , US 5,689,264, US 2005/0195071 A1 und US

7,397,351 B1 beschrieben.

Bei Abbiegemanövern mit einem Fahrzeug um ein Objekt, beispielsweise eine Wand, ein anderes Fahrzeug oder einen Pfosten, in einer Engstelle, beispielsweise in einem Parkhaus, kann das Fahrzeug das Objekt streifen. Dabei streift das Fahrzeug das Objekt meist mit dem hinteren Fahrzeugbereich, beispielsweise dem hinteren Kotflügel. Der Grund hierfür ist der, dass der Kurvenradius der gelenkten Vorderräder größerer ist als der Kurvenradius der Hinterräder.

Hilfreich wäre daher, wenn der Seitenbereich des Fahrzeugs überwacht werden könnte und durch Ausgabe eines Warnhinweises an den Fahrer des Fahrzeugs eine Kollision verhindert werden könnte.

Problematisch sind jedoch bewegliche Objekte, wie Gegenverkehr, überholender Verkehr oder Personen. Diese können als relevante Objekte erkannt werden, sind jedoch gegebenenfalls bis zur Ausführung des Abbiegemanövers nicht mehr an der detektierten Position, so dass grundlos eine drohende Kollision angenommen wird.

Offenbarung der Erfindung

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Fahrerassistenzverfahren für ein Fahrzeug, insbesondere Kraftfahrzeug, mit einer Sensoranordnung, umfassend mindestens einen ersten und einen zweiten, einen Detektionsraum seitlich des Fahrzeugs erfassenden, abstandsmessenden Sensor zur Detektion von seitli- chen Objekten, wobei der erste und der zweite Sensor in Fahrtrichtung hintereinander an einer Seiten des Fahrzeugs angeordneten sind, wobei ein Sensor im vorderen Bereich und ein Sensor im hinteren Bereich des Fahrzeugs angeordnet ist, umfassend die Verfahrensschritte

a) Detektieren eines (seitlichen) Objektes durch den ersten Sensor,

b) Detektieren des(selben) (seitlichen) Objektes durch den zweiten Sensor, c) Überprüfen, ob das(selbe) Objekt den Detektionsraum des zweiten Sensors wieder verlassen hat,

d1 ) Verwerfen der, von dem ersten und zweiten Sensor gemessenen Abstandsdaten, insofern das(selbe) Objekt den Detektionsraum des zweiten Sensors wieder verlassen hat, oder

d2) Bestimmen der Position des(selben) Objektes aus gemessenen Abstandsdaten, insofern das(selbe) Objekt den Detektionsraum des zweiten Sensors nicht wieder verlassen hat. Durch das erfindungsgemäße Verfahren können vorteilhafterweise unnötige Kollisionswarnungen aufgrund von Gegenverkehr oder überholendem Verkehr verhindert werden. Dadurch wird der Fahrer nicht irritiert, wodurch beispielsweise bei einem Abbiegemanöver auf einer stark befahrenen Straße Gefahren vermieden werden können.

Ob im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens ein Sensor als erster oder zweiter Sensor bezeichnet wird, hängt dabei davon ab, ob sich das Objekt zunächst dem vorderen Bereich oder zunächst dem hinteren Bereich des Fahrzeugs nähert. Bei der Detektion von Gegenverkehr kann beispielsweise der vor- dere Sensor der erste Sensor und der hintere Sensor der zweite Sensor sein. Bei überholendem Verkehr und/oder beim Rückwärtsfahren des Fahrzeugs kann hingegen der hintere Sensor der erste Sensor und der vordere Sensor der zweite Sensor sein.

Im Rahmen einer Ausführungsform des Verfahrens umfasst das Verfahren nach dem Verfahrensschritt a) und/oder b) den Verfahrensschritt:

cO) Speichern der von dem ersten Sensor und/oder dem zweiten Sensor gemessenen Abstandsdaten,

wobei die gespeicherten Abstandsdaten entweder in Verfahrensschritt d1 ) wieder gelöscht werden, oder in Verfahrens d2) zumindest teilweise zur Bestimmung der Position des Objektes verwendet werden.

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens wird in Verfahrensschritt d2) die Position des Objekts aus Abstandsdaten bestimmt, welche während des Vorbeifahrens des Fahrzeugs an dem Objekt mit einem der Sensoren, insbesondere dem ersten Sensor, gemessenen wurden und/oder welche während des Stillstands oder des Vorbeifahrens des Fahrzeugs an dem Objekt von dem ersten und dem zweiten Sensor gemessen wurden.

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens wird in Verfahrensschritt d2) die Position des Objektes anhand des zeitlichen Verlaufs der, von dem ersten und/oder zweiten Sensor, insbesondere von dem ersten Sensor, gemessenen Abstandswerte bestimmt wird.

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens wird in Verfahrensschritt d2) weiterhin die relative Geschwindigkeit des Objektes zu dem Fahrzeug aus dem Verhältnis von dem Abstand zwischen dem ersten und zweiten Sensor zu der Zeitdifferenz zwischen dem Zeitpunkt, an dem ein minimaler Abstand zum ersten Sensor detektiert wurde, und dem Zeitpunkt, an dem ein minimaler Abstand zum zweiten Sensor detektiert wurde, bestimmt.

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens umfasst das Verfahren nach dem Verfahrensschritt d2) den Verfahrensschritt:

e) Speichern der in Verfahrensschritt d2) bestimmten Position des Objektes und/oder der in Verfahrensschritt d2) bestimmten relativen Geschwindigkeit des Objektes. Dabei kann die in Verfahrensschritt d2) bestimmte Position des Objektes in Verfahrensschritt e) nicht gespeichert oder wieder gelöscht werden, insofern die in Verfahrensschritt d2) bestimmte relative Geschwindigkeit des Objektes zu dem Fahrzeug größer als die Geschwindigkeit des Fahrzeugs selbst ist und keine Kollision zu erwarten ist. Die in Verfahrensschritt d2) bestimmte Position des Objektes kann in Verfahrensschritt e) jedoch gespeichert oder nicht wieder gelöscht werden, insofern die in Verfahrensschritt d2) bestimmte relative Geschwindigkeit des Objektes zu dem Fahrzeug größer als die Geschwindigkeit des Fahrzeugs selbst ist und eine Kollision zu erwarten ist. Auf diese Weise kann die relative Geschwindigkeit des Objektes zu dem Fahrzeug in dem, im folgenden erläuterten Verfahrensschritt f) zusätzlich berücksichtigt werden. Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs selbst kann gegebenenfalls auf der Basis der bestimmten relativen Geschwindigkeit des Objektes zu dem Fahrzeug geschätzt werden. Vorzugsweise wird jedoch eine von Einrichtungen des Fahrzeugs gelieferte und/oder gemessene Geschwindigkeit als Geschwindigkeit des Fahrzeugs verwendet.

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens umfasst das Verfahren nach dem Verfahrensschritt d2) oder e) den Verfahrensschritt:

f) Berechnen des Abstands des Fahrzeugs zu dem Objekt aus der in Verfahrensschritt e) gespeicherten Position des Objektes und/oder der relativen Geschwindigkeit des Objektes zu dem Fahrzeug und der Außenkontur des Fahrzeugs und der aktuellen Position des Fahrzeugs und/oder der aktuellen Trajektorie des Fahrzeugs.

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens umfasst das Verfahren nach dem Verfahrensschritt f) den Verfahrensschritt:

g) Ausgeben eine Kollisionswarnung an den Fahrer und/oder

Ausgeben eines Fahrhinweises zur Kollisionsvermeidung an den Fahrer und/oder

Automatisches Ändern und/oder Unterbrechen der Fahrzeugbewegung zur

Kollisionsvermeidung,

insofern der in Verfahrensschritt f) berechnete Abstand einen Minimalwert (d min ) unterschreitet.

Die Kollisionswarnung beziehungsweise der Fahrhinweis kann beispielsweise akustisch und/oder visuell und/oder haptisch ausgegeben werden. Zum Beispiel kann durch einen Lautsprecher ein Ton, insbesondere Piepton, ausgegeben werden, dessen Lautstärke sich in Abhängigkeit vom Abstand erhöht und/oder dessen Höhe sich in Abhängigkeit vom Abstand erhöht und/oder dessen Wiederholungsintervall sich Abhängigkeit vom Abstand verkürzt.

Eine automatische Änderung beziehungsweise Unterbrechung der Fahrzeugbewegung, kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass das Fahrzeug automatisch bremst und/oder automatisch lenkt um eine Kollision zu vermeiden. Dabei kann unter „automatisch" verstanden werden, dass die Änderung beziehungsweise Unterbrechung der Fahrzeugbewegung durch ein Steuergerät des Fahrzeugs und nicht durch den Fahrer des Fahrzeugs initiiert wird.

Es ist möglich, dass Verfahren mit einer Sensoranordnung durchzuführen, die nur auf einer Seite Sensoren aufweist. Bei einem Fahrzeug für den Rechtsver- kehr sind die Sensoren vorzugsweise auf der linken Seite des Fahrzeugs und bei einem Fahrzeug für den Linksverkehr auf der rechten Seite des Fahrzeugs angeordnet. Da beispielsweise beim Rechtsabbiegen, beim Wiedereinscheren und Parken im Rechtsverkehr, jedoch auch bewegliche Objekte auf der rechten Seite des Fahrzeugs relevant sein können weist die Sensoranordnung vorzugsweise auf beiden Seiten des Fahrzeugs mindestens einen ersten und einen zweiten

Sensor auf.

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens umfasst daher die Sensoranordnung mindestens einen weiteren ersten und einen weiteren zweiten, einen Detektionsraum seitlich des Fahrzeugs erfassenden, abstandsmessenden

Sensor zur Detektion von seitlichen Objekten, wobei der weitere erste und der weiter zweite Sensor spiegelbildlich zu dem ersten beziehungsweise zweiten Sensor an der anderen Seiten des Fahrzeugs angeordneten ist. Im Rahmen der Erfindung kann unter dem„vorderen Bereich des Fahrzeugs" beziehungsweise unter dem „hinteren Bereich des Fahrzeugs" insbesondere der komplette Bereich vor beziehungsweise hinter der Mitte des Fahrzeugs, bezogen auf die Vorwärtsfahrrichtung des Fahrzeugs, verstanden werden. Beispielsweise können die Sensoren auf Höhe der vorderen und hinteren Fahrzeugtüren und/oder der vorderen und hinteren Fahrzeugräder angeordnet sein. Vorzugsweise ist jedoch einer der Sensoren innerhalb eines Bereichs von > 0 % bis < 25 %, beispielsweise von > 1 % bis < 15 %, der gesamten Fahrzeuglänge, gemessen von der vordersten Stelle des Fahrzeugs in Vorwärtsfahrrichtung, und ein anderer Sensor innerhalb eines Bereichs von > 75 % bis < 100 %, beispielsweise von > 85 % bis < 99 %, der gesamten Fahrzeuglänge, gemessen von der vordersten Stelle des Fahrzeugs in Vorwärtsfahrrichtung, angeordnet. Beispielsweise können die Sensoren in seitlichen Bereichen eines Frontstoßfängers und in seitlichen Bereichen eines Heckstoßfängers angeordnet sein.

Die Sensoren können zum Beispiel Ultraschallsensoren, Infrarotsensoren, Radarsensoren, optische Sensoren oder elektrische Feldsensoren sein.

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens sind die Sensoren jedoch Ultraschallsensoren.

Das Fahrerassistenzverfahren kann zum Beispiel ein Kollisionswarnverfahren, ein Kollisionsvermeidungsverfahren, ein Fahrkontrollverfahren, ein Automatiklenkverfahren und/oder ein Automatikbremsverfahren, insbesondere ein Abbieg- assistenzverfahren, Parkassistenzverfahren, beispielsweise ein Einpark- und/oder Ausparkassistenzverfahren, ein Überholassistenzverfahren und/oder ein Toter-Winkel-Überwachungsverfahren sein.

Beispielsweise kann das Fahrerassistenzverfahren bei einem Kollisionswarnsys- tem, einem Kollisionsvermeidungssystem, einem Fahrkontrollsystem, einem Automatiklenksystem und/oder einem Automatikbremssystem, insbesondere einem Abbiegassistenzsystem, Parkassistenzsystem, beispielsweise einem Einpark- und/oder Ausparkassistenzsystem, einem Überholassistenzsystem und/oder einem Toter-Winkel-Überwachungssystem angewendet werden.

Zeichnungen

Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Ge- genstände werden durch die Zeichnungen veranschaulicht und in der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Dabei ist zu beachten, dass die Zeichnungen nur beschreibenden Charakter haben und nicht dazu gedacht sind, die Erfindung in irgendeiner Form einzuschränken. Es zeigen

Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Fahrzeugs mit zwei auf einer Seite des Fahrzeugs angeordneten Sensoren, dem ein anderes Fahrzeug entgegen kommt;

Fig. 2 eine schematische Ansicht eines Fahrzeugs mit zwei auf der einen Seite des Fahrzeugs angeordneten Sensoren und zwei spiegelbildlich dazu auf der anderen Seite des Fahrzeugs angeordneten Sensoren, welches von einem anderen Fahrzeug überholt wird; und

Fig. 3 einen Graphen zur schematischen Veranschaulichung des zeitlichen Verlaufs der Abstandswerte, welche von zwei Sensor des Fahrzeugs aus Fig. 1 oder 2 gemessen wurden.

Figur 1 zeigt ein Fahrzeug 1 , welches eine Sensoranordnung 2,3 mit einem ersten 2 und einem zweiten 3, einen Detektionsraum 4,5 seitlich des Fahrzeugs 1 erfassenden, abstandsmessenden Sensor zur Detektion von seitlichen Objekten 6 umfasst. Dabei sind der erste 2 und der zweite 3 Sensor in Fahrtrichtung 7 hintereinander an einer Seiten des Fahrzeugs 1 angeordneten sind, wobei ein Sensor 2 im vorderen Bereich und ein Sensor 3 im hinteren Bereich des Fahrzeugs 1 angeordnet ist. Figur 1 zeigt, dass dem Fahrzeug 1 ein anderes Fahrzeug 6 als Gegenverkehr entgegen kommt. Daher detektiert der vordere Sensor 2 das andere Fahrzeug 6 zuerst und wird daher als erster Sensor 2 bezeichnet. Der hintere Sensor 3 detektiert das andere Fahrzeug 6 erst nach dem vorderen, ersten Sensor 2 und wird daher als zweiter Sensor bezeichnet. Figur 1 zeigt weiterhin, dass die Sensoren 2,3 auf Höhe der Fahrzeugräder angeordnet sind.

Wenn man mit einem derartigen Fahrzeug 1 beim Abbiegen einem Objekt 5 zu Nahe kommt, so kann dessen Position von den seitlichen Sensoren 2,3 erkannt und der Fahrer gewarnt werden. Dazu ist während der Vorbeifahrt des Fahrzeugs 1 an dem Objekt 6 nur ein seitlicher Sensor 2 notwendig. Die Position des Objekts 6 kann anschließend in Beziehung zu der aktuell gefahrenen Fahrzeugposition und Fahrzeugtrajektorie gesetzt werden und von einem Steuergerät in einer "digitalen Umgebungskarte" abgelegt werden. Bei einer daran anschließende Bewegung des Fahrzeugs 1 kann kontinuierlich der Abstand des Fahrzeugs zu dem Objekt 6 berechnet werden. Wenn der berechnete Abstand kleiner als ein Mindestabstand (d min ) ist kann eine Kollisionswarnung und/oder eines kolli- sionsvermeidenden Fahrhinweises an den Fahrer ausgegeben und/oder die Fahrzeugbewegung zur Kollisionsvermeidung automatische geändert und/oder unterbrochen werden. Dies hat den Vorteil, dass das Objekt, wenn es einmal er- fasst und in der Umgebungskarte hinterlegt wurde, nicht mehr erneut detektiert werden muss, da sich seine Position im Folgenden ohne zusätzliche Messdaten berechnen lässt.

Im Fall von Gegenverkehr oder überholendem Verkehr wird das bewegte Objekt vorteilhafterweise zuerst von dem ersten Sensor 2 und kurze Zeit später von dem zweiten Sensor 3 erfasst und entfernt sich nach der Erfassung zuerst von dem Detektionsraum 4 des ersten Sensors 2 und dann von dem Detektionsraum 5 des zweiten Sensors 3. Aufgrund dieses Verhaltens kann Gegenverkehr und überholender Verkehr als solcher erkannt und dessen Position gegebenenfalls nicht in die elektronische Umgebungskarte übernommen beziehungsweise aus der elektronischen Umgebungskarte wieder gelöscht werden. Zudem kann die Geschwindigkeit des Gegenverkehrs oder überholenden Verkehrs aus dem zeitlichen Abstand zwischen der Detektion beziehungsweise Nichtdetektion durch den ersten 2 und zweiten 3 Sensor die Geschwindigkeit des Objekts 6 geschätzt oder sogar berechnet werden.

Erfindungsgemäß wird daher überprüft, ob das Objekt 6 den Detektionsraum 5 des zweiten Sensors 3 verlassen hat. Insofern das Objekt 6 den Detektionsraum

5 des zweiten Sensors 3 verlassen hat, werden die, von dem ersten 2 und zweiten 3 Sensor gemessenen Abstandsdaten wieder verworfen. So kann vorteilhafterweise eine unnötige Kollisionswarnung vermieden werden. Insofern das Objekt

6 den Detektionsraum 5 des zweiten Sensors 3 nicht wieder verlassen hat, wird hingegen die Position des Objektes 6 aus gemessenen Abstandsdaten bestimmt und für eine spätere Weiterverarbeitung, insbesondere das Berechnen des Ab- stands des Fahrzeugs 1 zu dem Objekt 6 und zum Ausgeben eine Kollisionswarnung und/oder eines kollisionsvermeidenden Fahrhinweises an den Fahrer und/oder zum automatisches Ändern und/oder Unterbrechen der Fahrzeugbewegung zur Kollisionsvermeidung, beispielsweise in einer elektronischen Umgebungskarte, zur Verfügung gestellt. Figur 2 zeigt ein Fahrzeug 1 , dessen Sensoranordnung 2, 3, 2', 3' neben dem ersten 2 und zweiten 3 Sensor auf der einen Fahrzeugseite, auf der anderen Fahrzeugseite noch einen weiteren ersten 2' und einen weiteren zweiten 3' Sensor, einen Detektionsraum 4', 5' seitlich des Fahrzeugs 1 erfassenden, abstandsmes- senden Sensor zur Detektion von seitlichen Objekten 6 umfasst. Dabei ist der weitere erste 2' und der weiter zweite 3' Sensor spiegelbildlich zu dem ersten 2 beziehungsweise zweiten 3 Sensor angeordnet. Figur 2 zeigt weiterhin, dass das Fahrzeug 1 von einem anderen Fahrzeug 6 überholt wird. Daher wird in diesem Fall der hintere Sensor als erster Sensor 2 und der vordere Sensor als zweiter Sensor bezeichnet.

Figur 3 veranschaulicht den schematischen, zeitlichen Verlauf der Abstandswerte, welche von dem ersten 2 und zweiten 3 Sensor des Fahrzeugs 1 aus Figur 1 beziehungsweise 2 gemessen wurden. Figur 3 zeigt, dass bei einer konstanten Geschwindigkeit der beiden Fahrzeuge 1 ,6 die Abstandswerte einen im Wesentlichen hyperbelartigen, zeitlichen Verlauf aufweisen. Anhand des zeitlichen Verlaufs der Abstandswerte von einem der beiden Sensoren 2,3 kann vorteilhafterweise die Position des anderen Fahrzeugs 6 bestimmt werden. Aus den zeitlichen Verläufen der beiden Sensoren 2,3 gemeinsam kann vorteilhafterweise zudem die relative Geschwindigkeit des anderen Fahrzeugs 6 zu dem Fahrzeug 1 bestimmt werden. Insbesondere kann aus Verhältnis von dem Abstand x zwischen dem ersten 2 und zweiten 3 Sensor zu der Zeitdifferenz zwischen dem Zeitpunkt T 1 min , an dem ein minimaler Abstand D 1 min zum ersten Sensor 2 detek- tiert wurde, und dem Zeitpunkt T 2m in) an dem ein minimaler Abstand D 2m in zum zweiten Sensor 3 detektiert wurde, bestimmt, insbesondere berechnet, werden.